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Die Schloßbergbahn



Schon seit mehr als 100 Jahren fährt die heutige Standseilbahn in der 3. Generation auf den Grazer Schloßberg.
Damals im November 1894 wurde die Schloßbergbahn der ersten Generation für den Personentransport eröffnet.

Ihr fragt euch sicher, warum gerade für den Personentransport. Nun, es gab noch einige Vorgänger die ausschließlich für den Materialtransport errichtet wurden. Der älteste Zug fuhr wahrscheinlich schon zwischen 1515 und 1520 auf den Schloßberg. Transportiert wurden Steine und Ziegel, die mit Hilfe eines Flaschenzuges hochgingen. Der Flaschenzug wurde mit der Kraft eines Göpels, der von Pferden im Kreis bewegt wurde, übertragen.

Im Jahre 1544, wurde unmittelbar neben der alten eine zweite Seilbahn errichtet. Mit dem Ausbau der alten Festung bzw. der desolaten Stadtmauer, wurden 2 Baumeister vor allem Domenico dell`Allio (von Knoblauch) beauftragt. Das Seil war nun so stark belastbar, das nun sieben Transportwagen ihren Dienst versahen. Eine dritte Seilbahn pendelte zwischen dem Paulustor und dem Uhrturm hinauf und herunter.

Wie bereits erwähnt, dienten diese Seilbahn ausschließlich für den Materialtransport und wurden nach der Fertigstellung der Festung wieder aufgelassen. Das war im Jahre 1595.
Schloßbergbahn der 3.Generation

300 Jahre vergingen, wo keine Seilbahn auf den Schloßberg führte. Bis zum Jahr 1894, als die erste Personenseilbahn fertig gestellt wurde. Die neue Bahn hat eine Länge von rund 211 Meter und erklimmt eine Höhe von 109 Metern mit einer Spurweite von 1 Meter. In der Mitte der Strecke gab es eine Ausweiche, jedoch hatte jede Bahn ihr eigenes Gleis. Die Steigung der Strecke beträgt 60 Prozent.

Mit der 2. Generation wurden die Geleise der Schloßbergbahn erneuert. Diesmal fuhren beide Bahnen auf dem selben Gleis mit Ausweiche in der Mitte der Strecke. Die sogenannte Abtsche Weiche. Ein Wagen hatte auf einer Seite ein mit Spurkranz geführtes Rad und auf der anderen ein sogenanntes Walzenrad. Diese waren dann beim anderen Wagen vertauscht, also auf der linken Seite das Walzenrad und auf der anderen das Rad mit dem Spurkranz. Aus diesem Grund hat die jeweilige Bahn immer ihren bestimmten Abzweig.

Bis zum Jahre 1900 wurde die Bahn mit einer Dampfmaschine betrieben. Danach wurde sie auf elektrischen Betrieb umgestellt. Was passiert, wenn das Seil reißt? Da treten dann zwei voneinander unabhängige Bremsen in Funktion. Die Handbremse und die automatische Bremse. Immerhin ist in ihrer Dienstzeit noch kein einziger Unfall oder Zwischenfall passiert.

Quelle (Großteil des Textes): Edith Münzer "Ich erzähl Euch was vom alten Graz" ISBN 3-900526-75-3


Tarife (steirischer Verkehrsverbund, Zone 101):

Stundenkarte / Vollpreis € 1,80 Betriebszeiten:
Stundenkarte / Halbpreis € 0,90

Sonntag bis Mittwoch
10.00 bis 24.00 Uhr

Donnerstag bis Samstag
10.00 bis 2.00 Uhr

24-Stunden / Vollpreis € 3,80
24-Stunden / Halbpreis € 1,90
Gruppenfahrten Erwachsene

Die Schloßbergbahn ist mit den Straßenbahnlinien 4 und 5 erreichbar.
Wie sie diese erreichen, entnehmen sie bitte den Netzplan.

Berg- und Talfahrt € 2,50
Bergfahrt € 1,70
Talfahrt € 1,20
Gruppenfahrten Kinder
Berg- und Talfahrt € 1,30
Bergfahrt € 0,90
Talfahrt € 0,70

Weitere Informationen erhalten sie auf http://www.gvb.at/home/unsere_dienstleistungen/schlossbergbahn.php