Ziel ist es, die Eisenbahn und die Straßenbahn besser zu verknüpfen, um die Wege entsprechend zu verbessern.
Da die ÖBB in den Jahren 2011/2012 die Eisenbahnbrücke erneuern muss, ist dies ein einmaliges Projekt, das nur jetzt, da die Rahmenbedingungen passen, realisiert werden kann.
Vor allem im Zusammenhang mit dem Bau der Koralmbahn und der S-Bahn muss der Hauptbahnhof entsprechend ausgebaut werden. Die Eisenbahnbrücke soll um 15 Meter in Richtung Westen verbreitert werden.
Aus diesem Grund ist es unabdingbar, die Straßenbahn in den Untergrund zu bringen.
Am Bahnhof gibt es große Probleme beim Personenverkehr. Derzeit muss man mit 7 Bahnsteigen das Auslangen finden. Abreissen und neu aufbauen ergibt keinen Sinn, da hier nichts mehr zusammenpasst. Die ÖBB würden 11-12 Bahnsteigskanten benötigen, um einen vernünftigen Personenverkehr durchzuführen (mit S-Bahn und zusätzlich aufkommenden Verkehr). Auf Grund der Enge und der im Westen liegende Traktion (wird derzeit komplett neu gebaut), gibt es keinen Platz für weitere Bahnsteige.
Für die S-Bahn bräuchte man 2-4 Bahnsteigskanten im Süden, um schnelles Umsteigen von und zur Straßenbahn zu ermöglichen. Vor 10 Jahren ist man noch nicht davon ausgegangen. Die Überlegungen tauchten erst jetzt auf, das dies falsch ist.
Die bestehenden Bahnsteigkanten mit Bahnsteigbreiten können aufgrund der Gleissystematik nicht verbreitert werden. Die Brücke entsprechend zu verbreitern, wäre überhaupt kein Problem, jedoch erlauben das die Gleisanlagen mitsamt den Weichen nicht, da man sonst direkt am Steinfeldfriedhof anstoßen würde.
Nachdem man nun Kompromisse eingehen muss, bleibt also nichts anderes übrig, als die bestehenden Bahnsteige in den Norden zu verlängern. Der S-Bahn Verkehr wird in einen Nord- und Südteil gegliedert und die Bahnsteige auf eine Gesamtlänge von 400 Metern verlängert.
In der Mitte der Bahnsteige (200 Meter, diese Mitte befindet sich dort, wo sich der nördliche Personentunnel befindet), gibt es eine Trennung, damit an jedem Bahnsteig zwei Züge stehen können.
Der Nordtunnel soll mit dem Umbau komplett neu errichtet werden und wird sich bis zur Waagner-Biro-Straße erstrecken, wo eine Bike&Ride Anlage geplant ist.
Fakten:
In der alten Planung gab es übrigens 10-12 Weichen. Als nach dem Kaprun-Unglück die Sicherheitsauflagen extrem erhöht wurden, müsste die Unterführung entsprechen mit Signalanlagen, Feuerlöscher und allem drum und dran.
2009_06_BI_Graz_Hbf.pdf
www.zechner.com
Plan von Heute und 2013: Grafik öffnen
Warum wird die Straßenbahn den Gürtel unterqueren?
Ganz einfach. Wer die Verkehrsproblematik am HBF kennt, weiß, dass das ganze System ein Chaos ist.
Zudem können ohne Unterführung der Straßenbahn keine weitere Taktverdichtungen erfolgen, da die Kreuzung
ausgelastet ist.
Wie sieht es derzeit am Hauptbahnhof aus?
Es gibt große Kapazitätsprobleme. Mit dem jetzigen System können keine weiteren Fahrgäste mehr transportiert
werden. Die Kreuzung Straßenbahn/Gürtel ist an der Kapazitätsgrenze!
Wie kann man mehr Fahrgäste erreichen, ohne zusätzliche Kurse einzuschieben?
Größere Fahrzeuge. (Die Variobahn ist ein Fahrzeug, welches problemlos mit weiteren Zwischenmodulen ausgestattet
werden kann; Dies ist auch für Mitte des nächsten Jahrzehnts angedacht.)
Wo gibt es ähnliche Lösungen?
In Straßburg, Rostock und in Linz führen die Straßenbahnen quer unter der Eisenbahnstrecke hindurch. Ganz anders
im deutschen Freiburg. Hier führt die Straßenbahn über die Eisenbahnschienen. Auch diese Lösung wurde bei uns
diskutiert, was technisch und städtebaulich machbar wäre. Das Stadtentwicklungsgebiet Bahnhofsviertel erstreckt
sich vom Südtirolerplatz bis zur Alten Poststraße.
Wie entwickelt sich der Hauptbahnhof?
Wenn die Koralmbahn und die Ostbahn ausgebaut wird, dann wird das Verkehrsaufkommen am Hauptbahnhof stark
ansteigen. Die Fahrgäste wollen schnell von einem zum anderen Punkt. Das kann man nur erreichen, wenn man
eine entsprechende Infrastruktur hat.
Am Hauptbahnhof selber wird derzeit die ganze Traktion mit Technische Services umgebaut (hat nichts mit
Nahverkehr zu tun). Mitsamt den technischen Rahmenbedingungen erstreckt sich der Bereich bis nach DonBosco.
Fragen und Diskussionen im Forum unter NVD-Hauptbahnhof