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Thema: Neues von Gondel und U-Bahn (1067-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema - Thema abgeleitet von Störungen, Behinderun...

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  • Stipe
Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #15
ad 1.
Ganz einfach, weil das den Tatbestand des Amtsmissbrauchs nicht erfüllt.
Da bin ich mir nicht so sicher. Immerhin gibt es für solche Sachen eine rechtskonforme Institution, nämlich den Gemeiderat, und wenn der mit Vorsatz außen vor gelassen wird, an diesem also vorbei gearbeitet wird, dann frage ich mich schon, ob das alles gesetzeskonform sein kann ...

Die Schwellen beim Amtsmißbrauch sind zu recht schon recht hoch:

"Ein Beamter, der mit dem Vorsatz, dadurch einen anderen an seinen Rechten zu schädigen, seine Befugnis, im Namen des Bundes, eines Landes, eines Gemeindeverbandes, einer Gemeinde oder einer anderen Person des öffentlichen Rechtes als deren Organ in Vollziehung der Gesetze Amtsgeschäfte vorzunehmen, wissentlich mißbraucht, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen."

Wir haben da ein paar Punkte:
- Vorsatz, jemanden zu schädigen
- wissentlicher Mißbrauch (geht über den normalen Vorsatz hinaus)
- muss ein Amtsgeschäft sein

Das alles schafft man schon, wenn man will, aber wohl mit der Parallelplanung einer Gondelbahn nicht.

Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #16
Wie gesagt, es geht um die Verkehrsplanung aus einer Hand und nicht um sich konkurrierende Verkehrsprojekte - das ist nämlich de facto so: der städtische Ausbau des Straßenbahnnetzes und die quasi von der FPÖVP-Koalition betriebene Projektentwicklung für Seilbahnen und Untergrundlösungen über die Holding.

Das bringt letztlich niemand etwas - wenn dann müss(t)en schon die Synergien hergestellt werden ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • Andreas
  • Moderator
Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #17
mfG
Andreas

  • PeterWitt
Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #18
Na, da sind ja wieder ein paar echt sinnvolle Ideen dabei:

*) Express-Mikro-U-Bahn, die Nonstop Ostbahnhof-Hauptplatz verkehrt (vermutlich soll sowas auch HBF-Hauptplatz kommen?) -> 1. )Mikro bedeutet wie viele Personen Kapazität? Wie viele Personen Bedarf in dieser Relation? 2.) Was wäre der Zeitvorteil? HBF-Hauptplatz bzw. OBF-Hauptplatz geht jeweils in unter 10 Minuten, mit der Mikro-U-Bahn vielleicht in 3-4, plus Zugang zur Station bzw. zur Oberfläche, womit wir wohl wieder bei gut 10 Minuten wären. JA, und wenn ich nicht zum Hauptplatz will, was dann? Abermals umsteigen?

*) Unterirdische Tunnel als Fastlanes für Menschen: Yea, willkommen im Bunker! Auch ohne Atomkrieg möglich, nur bei uns, kommen sie und staunen sie! Frage: warum müssen die Menschen unter die Erde, damit die PKW oben bleiben dürfen?

*) Autonome Verkehrslösungen für den letzten Kilometer in Richtung Zentrum? Äh, das gibt es quasi schon? Nennt sich ÖV, muss man nur einsteigen und wird im Zentrum bei definierten Punkten wieder ausgelassen, muss man gar nicht selber fahren. Nein, im Ernst, was soll das bringen? Und die Kapazitäten wären zu gering, dafür die Straßen mit den vielen An- und Abfahrten erst recht heillos verstopft.

Also, dieser Hr. Aschenbrenner scheint auch ein echter Experte zu sein, fast so wie der eine Hr. Ingeneur aus Deutschland, der die Trasse der Zillertalbahn als zusätzliche PKW-Fahrspur optimieren möchte.

Wenn man über eine zusätzliche Ebene im Verkehr nachdenken will, dann sollte es mMn klar darum gehen, die PKW unter die Erde zu bringen, um dem Menschen den urbanen Lebensraum und Lebensqualität wieder zurück zu geben!
Daher: ja zu Quartiergaragen für Anrainer bei zeitgleicher Auflassung eines Großteils der oberirdischen PKW-Stellplätze. Meinetwegen auch ja zu Tunnellösungen auf Hauptverkehrsrouten, um den Verkehrslärm von den Menschen weg zu bringen (z.B. Eggenberger Gürtel, Elisabethstraße, Merangasse, Opernring/Radetzkystraße/Griesplatz -> freie Fahrt für den Durchzugsverkehr, bei Zufahrt zu den Seitengassen gibt es in Ebene 0 eine 30km/h-Zone mit Einbahn, damit wirklich nur die dort fahren, die müssen.

Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #19
Es geht v. a. darum, den Verkehr zu reduzieren, der Luftverschmutzung und Unfälle produziert. Ein wesentlicher Anteil der MIV-Fahrten wären i. d. R. problemlos durch Rad, Fuß und ÖV zu bewältigen.  Da wäre schon viel geholfen! Und jedes Mal das Rad neu zu erfinden, ist echt nicht notwendig.

Auch bei den so genannten "alternativen" Antrieben steckt man in Wirklichkeit noch in den Kinderschuhen, ob das längerfristig der E-Motor wird oder doch der Wasserstoffantrieb wird, who knows? Wenn man krampfhaft versucht in einen Zweitonner einen Elektromotor einbaut und sich dann wundert, dass man vielleicht 150 oder 200 km weit kommt, dann wird man damit nicht sonderlich erfolgreich sein gegen die Verbrennungsmotor-Konkurrenz. Dazu wäre einmal ein bisserl mehr Innovation bei den Autoherstellern notwendig ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • PeterWitt
Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #20
Auch bei den so genannten "alternativen" Antrieben steckt man in Wirklichkeit noch in den Kinderschuhen, ob das längerfristig der E-Motor wird oder doch der Wasserstoffantrieb wird, who knows? Wenn man krampfhaft versucht in einen Zweitonner einen Elektromotor einbaut und sich dann wundert, dass man vielleicht 150 oder 200 km weit kommt, dann wird man damit nicht sonderlich erfolgreich sein gegen die Verbrennungsmotor-Konkurrenz. Dazu wäre einmal ein bisserl mehr Innovation bei den Autoherstellern notwendig ...
Wobei das Thema Umweltschutz in der Stadt ja nicht wirklich das Argument ist, da geht es um den Platz der verfügbar ist, den Platz für's Stehen, für's Fahren. Und da sind die Stromer, Hybride, H-Verbrenner etc. halt nunmal um nichts besser als ihre fossilen Kollegen.
Daher ist und bleibt die einzige Lösung ein generelles Umdenken im Mobilitätsverhalten und ein rigoroses Zurückdrängen des MIV in den Städten.

Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #21
Naja, das Thema "Umweltverschmutzung" (und nicht "Umweltschutz") ist auch in der Stadt ein Thema, v. a. in Graz (Stichwort: Inversionswetterlage, Feinstaub etc. pp), wo die Atemwegs- und Folgeerkrankungen schon damit zusammenhängen. Aber klar, letztlich ist es auch ein Verkehrsproblem, wobei der zusätzliche Flächenbedarf inkl. der einhergehenden Versiegelung dann natürlich wieder auf erstes rückkoppelt. Zu wenig Frischluft, weil alles zubetoniert ist, kein Wind, heißere Sommer, damit heizt sich die Stadt weiter auf.

Auch wenn es die Politik noch nicht so direkt sagen will, wir werden halt unsere Lebensgewohnheiten ein bisserl ändern müssen, sonst geht es, glaub ich, relativ schnell und die Sache mit dem Klimawandel wird unkontrollierbar und sehr, sehr teuer, was die Folgen betrifft (und die Folgen sind sehr, sehr breitgefächert). Aber noch sitzen wir alle in der Komfortzone ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • PeterWitt
Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #22
Mir ist schon klar, dass natürlich die Emissionen der Motoren wegfallen, aber das ist in der Stadt isoliert gesehen mMn eher ein geringes Problem, da v.a. im von dir angesprochenen Winterwetter mit Inversionswetterlage die Verwirbelungen von Staub eine wesentlich größere Rolle spielen dürfte, die wiederum gleich bleibt.

Und noch was zum Thema langsame Strassenbahn, schnelle U-Bahn: ich habe durch mein Pendeln Graz-Wien den täglichen Vergleich, und den braucht Graz nicht zu scheuen!
St. Leonhard-HBF, 4,6km, mit 12 Stationen, Fahrzeit 20 Minuten (inkl. Durchfahren Fußgängerzone!)
Meidling - Burggasse (U6) sowie ULP-Neubaugasse (49), 4,1km, 1x Umstieg, mit 8 Stationen, ebenso 20 Minuten (wenn die U6 nicht gestört ist).
Und das ganze ist gerechnet von Eintreffen U-Bahn in Meidling, rechnet man den Zugang zur Station dazu, sieht die Bilanz nicht wirklich besser aus (für Wien)...

  • Amon
Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #23
Dass eine Straßenbahn in puncto Reisegeschwindigkeit nicht wesentlich langsamer als eine U-Bahn ist, gilt ja als erwiesen. Vorausgesetzt natürlich, die Tram kann sich störungsfrei fortbewegen. Wenn der 7er in der Leonhardstraße im Stau steht, sind's schnell ein paar Minuten mehr. Ich hab auch schon fast 20 Minuten gebraucht, um mit dem 3er von der Krenngasse zum Jakominiplatz zu fahren (das war noch zu der Zeit, als die Ampel in der Mandellstraße überhaupt nicht funktioniert hat).

Ein Trambeschleunigungsprogramm ist nicht nur billiger, sondern auch sinnvoller als eine U-Bahn in Graz, aber halt nicht so autofreundlich und natürlich auch nicht so "innovativ". Als Vorbild für Graz wurden übrigens die französischen VAL-Metros genannt. Die scheinen aber inzwischen eher ein notwendiges Übel zu sein, gerade in eher kleinen Städten wie Rennes. Mit einer Tram wäre da um's gleiche Geld ein wesentlich besseres Netz möglich gewesen.

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Neues von Gondel und U-Bahn
Antwort #24
Aber der amtierende Bürgermeister möchte als der innovativste in die Annalen eingehen. (Und der Herr Marko wäre nicht seine Grundstücke losgeworden).
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"