Millionenbeihilfe für Gas-Kraftwerk Mellach genehmigt550 Millionen Euro investiert der Verbund in das Kraftwerk Mellach, die größte steirische Baustelle. 16 Millionen wurden am Mittwoch als Beihilfe genehmigt.
Halbzeit auf der derzeit größten Baustelle der Steiermark: In Mellach errichtet der Verbund für 550 Millionen Euro ein Gas- und Dampfturbinen Kombi-Kraftwerk, erst gestern genehmigte die EU staatliche Beihilfen über 16 Millionen Euro. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, nach bis dato 250.000 geleisteten Arbeitsstunden "liegen wir absolut im Plan", so Projektleiter Martin Hochfellner. Es wurde auch im Winter durchgearbeitet. Derzeit sind rund 200 Arbeiter auf der Baustelle tätig. Bis zum Herbst wird sich diese Zahl verdreifachen. Der Rohbau des Kraftwerks, das ab Ende des nächsten Jahres 830 Megawatt elektrische Leistung und bis zu 400 Megawatt Fernwärme erzeugen wird, nimmt Formen an. Jährlich werden dann rund fünf Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. "Jetzt beginnt die Montagephase", so Hochfellner.
Von den Gesamtkosten verbleiben gut 130 Millionen als regionale Wertschöpfung, rechnet Hochfellner vor. So werden die Blocktransformatoren von Siemens in Weiz und die Anlage zur Rauchgasreinigung von AE&E und Ceram (Frauenthal) geliefert. Die Kesselmontage übernimmt FMT (Graz). Generalunternehmer ist Siemens, die Hauptarbeiten erledigt die Arge Strabag/Porr.
Mit Mellach könne die Stilllegung der thermischen VerbundKraftwerke St. Andrä, Zeltweg, Graz, Pernegg und Voitsberg kompensiert werden. "Wir heben die Stromerzeugung wieder auf das alte Niveau, nur mit wesentlich weniger Emission", so Hochfellner. Für den CO2-Ausstoß von - laut UVP-Bericht - rund 2,2 Millionen Tonnen müssen ab 2013 CO2-Zertifikate ersteigert werden.
Mellach in ZahlenFür das Werk wurde von der EU-Kommission eine staatliche Beihilfe über 16 Millionen Euro genehmigt.
Der Wirkungsgrad im reinen Kondensationsbetrieb soll 59 und im Fernwärmebetrieb 72 Prozent betragen.
Pro Jahr wird eine Milliarde Kubikmeter Gas benötigt, geliefert von der OMV-Tochter Econgas.
Quelle:
www.kleine.atBilder von der Baustelle auf der Kleinen Zeitung