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Thema: Projekt "move2zero" (1565-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • FlipsP
Projekt "move2zero"
Das Projekt move2zero soll einen Demonstrationsbetrieb alternativ betriebener Busse ermöglichen.

Folgende Informationen findet man auf der Website:

move2zero: Innovatives Förderprojekt zur Dekarbonisierung der Grazer Busse
Im Projekt move2zero wird ein ganzheitliches Konzept für die vollständige Dekarbonisierung des städtischen Bustransportsystems in Graz erarbeitet. Ziel ist ein emissionsfreier Betrieb, von der Energieaufbringung über die Infrastruktur bis zu den Fahrzeugen. Auf geringe Emissionsfaktoren und hohe Reuse- und Recyclingfähigkeit aller Komponenten wird geachtet.

Als Leitprojekt entwickelt move2zero ein umfassendes Umsetzungs- und Implementierungskonzept für die vollständige Dekarbonisierung eines städtischen Bussystems, das zukünftig auf viele weitere städtische Verkehrssysteme übertragen werden kann. Basierend auf einer multi-disziplinären Forschung (die auch industrielle Forschung umfasst) und einer umfassenden Demonstrationsphase wird move2zero den Weg zu einer schrittweisen effizienten und effektiven Umstellung städtischer ÖV-Systeme in Richtung emissionsfreier Zukunft ebnen!

Zur Reduktion der Gesamtumweltauswirkungen wird in move2zero auf die Verwendung von Komponenten mit sehr geringen Umweltauswirkungen geachtet und der gesamte Lebenszyklus von Fahrzeugen und Infrastruktur analysiert. Dafür wird begleitend zu allen Forschungs- und Demonstrationsvorhaben im Projekt ein umfassendes Eco-Design und Life Cycle Assessment durchgeführt.



Demonstrationsbetrieb
In einem ersten Demonstrationsbetrieb werden 7 Batteriebusse auf der Linie 40 und 7 Brennstoffzellenbusse auf der Linie 66zum Einsatz kommen, um Erfahrungen mit unterschiedlichen Technologien im Realbetrieb zu sammeln.

Im Demonstrationsbetrieb wird die erforderliche Ladeinfrastruktur zur Energiebereitstellung für die batterie-elektrischen Busse je nach Technologieauswahl entlang der Buslinie und/oder im Buscenter in der Kärntnerstraße errichtet und betrieben. Für die Betankung der Brennstoffzellenbusse ist die Errichtung einer Tankanlage im Buscenter geplant. Im ersten Schritt kommt der ,,grüne" Wasserstoff aus einer Elektrolyse-Anlage in Gabersdorf, wo Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Für die Auswahl eines optimalen Technologiemixes zur vollständigen Dekarbonisierung der Busflotte wird der Demonstrationsbetrieb mit Forschungsarbeiten mehrerer wissenschaftlicher Partner begleitet. Es erfolgt gezieltes Monitoring, Datenauswertung und mathematische Modellierung. Abhängig von der Technologieentscheidung für die Gesamtflotte, wird langfristig geeignete Ladeinfrastruktur oder eine entsprechend größere H2-Tankstelle samt Elektrolyse zur Gewinnung des Wasserstoffs in Graz errichtet und betrieben. Im Zuge des gesamten Projektes und auch in Zukunft soll eine Strom- und Wasserstoffversorgung aus 100 % erneuerbaren Energiequellen sichergestellt sein.

Um eine möglichst effiziente Wasserstofferzeugung zu erreichen, d.h. den Effizienzverlust bei herkömmlicher mechanischer Kompression zu vermeiden, wird im Zuge des Projektes an elektrochemischen Kompressionstechnologien geforscht. Elektrochemische Kompression weist wesentliche Vorteile hinsichtlich Effizienz, Wasserstoffqualität und der Reinigung von Wasserstoff auf.

Innovative On-Demand-Services: Shuttle-System am Flughafen Graz
Neben der Umstellung von Antriebstechnologien gilt es im öffentlichen Verkehrssystem Innovationen im Bereich der Nachfrageorientierung voranzubringen, um so ÖV-Systeme der Zukunft attraktiver zu gestalten. In move2zero werden daher ergänzend zum bestehenden ÖV-System innovative On-Demand-Services unter Einbindung von NutzerInnen entwickelt und getestet. Durchgeführt wird der Testbetrieb eines batterie-elektrischen, bedarfsabhängigen Shuttle-Systems zwischen Flughafen Graz, S-Bahn-Station und Regionalbushaltestelle als attraktive und bequeme Anbindung an den ÖPNV. Zum Einsatz kommen E-Fahrzeuge, die mit einem innovativen, automatisierten Ladesystem über in der Fahrbahn integrierte Ladeplatten (Matrix Charging) geladen werden. Für die Buchung des Shuttles wird eine innovative Buchungsplattform entwickelt und in bestehende Plattformen integriert.

Zur Bedarfsermittlung und Entwicklung des optimalen Betreiberkonzeptes des On-Demand Systems werden anonymisierte Mobilfunkdaten analysiert und ausgewertet. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt im Projekt widmet sich einem Konzept für einen möglichen autonomen Betrieb dieses On-Demand-Services in der Zukunft.

Nominierung zum Staatspreis Mobilität 2019
Als eines von 3 Projekten wurde ,,move2zero" zum Staatspreis Mobilität 2019 nominiert.

Video move2zero

Die Projektziele:
Zero-Emission Technologien für die Energiebereitstellung
Zero-Emission Technologien für den Betrieb der Fahrzeuge und der Infrastruktur
Verwendung von Komponenten mit geringen Emissionsfaktoren und hoher Quote für Reuse und Recycling
Optimale Anpassung an die Nachfrage und Bedürfnisse von ÖV-NutzerInnen durch Entwicklung & Betrieb von On-Demand Services
Umfassende Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in der Entwicklung und Demonstration innovativer Systeme
Gesamtheitliches Konzept zur Dekarbonisierung des Bustransportsystems und Übertragbarkeit auf andere Städte


Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

  • FlipsP
Re: Projekt "move2zero"
Antwort #1
Dazu gibt es 3 Projekte:

Ein batterieelektrisches Flughafenshuttle
Batterieelektrische Busse
Brennstoffzellenbusse



Batterieelektrisches Flughafenshuttle

Neues emissionsfreies Shuttle-System am Flughafen Graz

Testbetrieb: 6 Monate (voraussichtlich 2021)
Route: Flughafen Graz - S-Bahn-Station - Abtissendorf Flughafenstraße
Fahrzeuge: 2 Mercedes e-Vito (batterieelektrisches Shuttle; 9-Sitzer)
Ticket: kostenloses Service

Buchung: Rufsystem (on-demand-Service) über www.grz-shuttle.at.

Ladesystem: Konduktives, automatisiertes Ladesystem über im Boden verbaute Matrix Charging Ladeplatten (System der Firma Easelink). Erster Testbetrieb dieses Ladesystems im öffentlichen Raum und im öffentlichen Personenverkehr.

Im öffentlichen Verkehrssystem gilt es, Innovationen im Bereich der Nachfrageorientierung voranzubringen, um so ÖV-Systeme der Zukunft attraktiver zu gestalten. In move2zero werden daher ergänzend zum bestehenden ÖV-System innovative On-Demand Services unter Einbindung von NutzerInnen entwickelt und getestet.

Durchgeführt wird der Testbetrieb eines batterie-elektrischen, bedarfsabhängigen Shuttle-Systems zwischen Flughafen Graz, S-Bahn-Station und Regionalbushaltestelle als attraktive und bequeme Anbindung an den ÖPNV. Zum Einsatz kommen E-Fahrzeuge (Mercedes e-Vito), die mit einem innovativen, automatisierten Ladesystem über in der Fahrbahn integrierte Ladeplatten (Matrix Charging) geladen werden. Für die Buchung des Shuttles wird eine innovative Buchungsplattform entwickelt und in bestehende Plattformen integriert. Zur Bedarfsermittlung und Entwicklung des optimalen Betreiberkonzeptes des On-Demand Systems werden anonymisierte Mobilfunkdaten analysiert und ausgewertet.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt im Projekt widmet sich einem Konzept für einen möglichen autonomen Betrieb dieses On-Demand-Services in der Zukunft.






Batterieelektrische Busse

Batterieelektrische Busse und Ladeinfrastruktur

Im Demonstrationsbetrieb werden 7 Busse auf der Linie 40 batterieelektrisch betrieben. Somit wird die Linie 40 in Zukunft vollständig emissionsfrei fahren.

Demonstrationsbetrieb: voraussichtlich ab Anfang 2023
Route: Linie 40
Fahrzeuge: 18-Meter batterieelektrische Busse (Modelle in Ausschreibung)
Ladeinfrastruktur: ONC (overnight charging) im Buscenter mit Nachladung an strategisch optimalen Haltepunkten.
(Anmerkung: "Nachladung an strategisch optimalen Haltepunkten" nennt man auch opportunity Charging)





Brennstoffzellenbusse

Brennstoffzellenbusse und Tankinfrastruktur

Im Demonstrationsbetrieb werden 7 Busse auf Brennstoffzellenbusse umgestellt und auf der Linie 66 eingesetzt.
Demonstrationsbetrieb: voraussichtlich ab Anfang 2023
Route: Linie 66
Fahrzeuge: 18-Meter Brennstoffzellenbusse (Modelle in Ausschreibung)

Tankinfrastruktur:
Im ersten Schritt erfolgt die Anlieferung von Wasserstoff aus einer Elektrolyse-Anlage in Gabersdorf. Zur Betankung der Busse wird eine H2-Tankstelle errichtet.

Um eine möglichst effiziente Wasserstofferzeugung zu erreichen, d.h. den Effizienzverlust bei herkömmlicher mechanischer Kompression zu vermeiden, wird im Zuge des Projektes an elektrochemischen Kompressionstechnologien geforscht. Elektrochemische Kompression weist wesentliche Vorteile hinsichtlich Effizienz, Wasserstoffqualität und der Reinigung von Wasserstoff auf.






Quelle Text und Bilder: Holding Graz, move2zero
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

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  • Global Moderator
Re: Projekt "move2zero"
Antwort #2