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Thema: Entwicklung von Nachbarflughäfen (12212-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Michael
  • Styria Mobile Team
Entwicklung von Nachbarflughäfen
In Marburg ist ja, soweit mir bekannt, nicht gerade allzuviel los. Die Ryanair, welche seit Kurzem MBX mit London Stansted verbindet, wird wohl Potenzial haben aber wenn es um den Flughafen geht, stellt er für uns noch keine große Gefahr dar.

In Budweis (Böhmen, Tschechien) soll ein alter Militärflugplatz neu hergerichtet werden und für den Zivilflugverkehr geöffnet werden. Wohl eine Konkurrenz zum Linzer Flughafen.
Nähere Infos auch hier: http://www.linzmobil.at/forum/viewtopic.php?t=679



Michael
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • GuiAra
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #1
da ich am 20 september am Flughafen Marburg war, hab ich mir dort die "Slovenia Times" mitgenommen.
Heute wollt ich sie wegschmeissen, hab sie nochmal durchgeblättert und nen recht interessanten Artikel gefunden.
Titel "Heavy Investments in Airport Infrastructure".
Wa der Titel schon viel sagt poste ich hier nur ein paar Ausschnitte.
Der grösste Teil handelt natürlich vom Flughafen Laibach (Ljubljana). Ein Absatz geht aber auch über die graue Maus Marburg (Maribor, MBX)

Also:
2006 ..... 12000 Passagiere
2007 ..... 30.000 Passagiere erwartet
2008 ..... 60.000 bis 70.000
2009 ..... über 100.000 Passagiere

Im nächsten Jahr sollen neben der London Route noch 2 weitere LCC Routen eröffnet werden. Leider stehen keine Zielorte dort.

Ausserdem werden reglemässige Flüge zu Europas "Haupdrehkreuzen" (vermutlich FRA, CDG usw) angestrebt.
Auch solen noch 2 weitere Charterlinien ab MBX im Frühjahr abheben.

Dafür sollen bis 2012 rund 17 Millionen Euro investiert werden. Geld kommt zum Teil aus einem EU Fördertopf.
9 Millionen € sollen schon 2008 verbaut werden und zwar in die Verlängerung der Rollbahn, Bau von "Taxi-" &"Exit Ways"  und "building a new passenger terminal, which will have a capacity of half a million passengers".
Die Airport Infrastruktur soll bis 2013 überholt werden, wobei der Besitzer des Flughafens, Prevent weitere 5 Millionen beisteuert um den Cargobereich auszubauen.

Während der EU präsidentschaft von Slowenien ist Marburg der Ausweichflughafen für Laibach. Erwartet werden vorallem Business Flüge.


Nun da ich bei meinem Besuch in Marburg nicht sehr beindruckt war vom Flughafen und keine mittelbare "Gefahr" für Graz ausmache, dort ist die Zeit wirklich stehen geblieben, bin ich mal gespannt wie sich das Ganze in den nächsten Jahren entwicklen wird.
Klingt zumindest sehr abioniert was man dort vorhat.

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #2
Irgendwann wird auch ein Kleinflugplatz aufgewacht. Und das nicht zuletzt wegen der EU.

Hauptsache der Rubel rollt.

Zitat
2006 ..... 12000 Passagiere
2007 ..... 30.000 Passagiere erwartet
2008 ..... 60.000 bis 70.000
2009 ..... über 100.000 Passagiere


Die haben sich viel vorgenommen. :o

Die Frage ist ja nur, wielange LCC am Flughafen angebunden sind. Nicht nur in Marburg. Es scheint ja schon ziemlich viele Fluggesellschaften zu geben.

Hmm, ein Katzensprung von Graz nach Marburg. Da wären wir mit dem Flieger schneller dort. Wenn das keine Alternative zur Bahn ist. :hehe:
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #3
Naja, solche Prognosen werden von den Marburgern schon seit Jahren erstellt. Klar, die haben ja sonst nix zu tun bei dem Fluggeschehen.

Hatte kürzlich ein interessantes Gespräch mit einem slowenischen Insider in dieser Thematik und auch er ist der Meinung, dass in absehbarer Zukunft nicht allzu viel passieren wird am Marburger Flughafen. In den kommenden Jahren vielleicht ein paar Billigflüge die mehr oder weniger gut laufen, aber mehr bestimmt nicht. Die Gegend rund um Marburg ist sehr einkommensschwach und die Leute können sich auch noch kaum Urlaube leisten um Charterflieger voll zu bekommen und diejenigen die es können, werden nach Graz chauffiert.
Auch ohne Linien ist dort nicht viel los. Hin und wieder ein paar Bizjets, ein paar Cargo Charter und falls mal Truppen verlegt werden irgendwelche Militärtransporter, aber die alle kann man an einer Hand abzählen übers Jahr gesehen. Wegen dem nicht vorhandenen Verkehr ist der Flughafen auch für Trainingsflüge sehr beliebt. Flugschulen aus Graz und Südösterreich trainieren ebenso wie z.B. Maschinen von AUA, Lauda Air, Adria und selbst Robin Hood war schon mal unten.

Aber ist natürlich interessant, was sich dort weiterhin tun wird...

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #4
Zitat
Wegen dem nicht vorhandenen Verkehr ist der Flughafen auch für Trainingsflüge sehr beliebt. Flugschulen aus Graz und Südösterreich trainieren ebenso wie z.B. Maschinen von AUA, Lauda Air, Adria und selbst Robin Hood war schon mal unten.


Interessant. :o Das wäre doch tatsächlich etwas für RobinHood - der Katzensprung nach Marburg.  ;D ;)
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Hubert Voller
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #5
AUA streicht wieder Klagenfurt-Flüge
Bei seiner heutigen Sitzung wird der Aufsichtsrat des Flughafens Klagenfurt mit einer weiteren Ausdünnung des Flugplans konfrontiert. Die Samstag-Verbindungen nach Wien werden reduziert.
Im Winterflugplan reduziert die AUA die Wien-Verbindungen. "Wir wissen aus den letzten Jahren, dass wir im Winter an Samstagen weniger Passagiere haben. Deshalb werden Flüge aus dem Programm genommen", sagt eine AUA-Sprecherin zur Kleinen Zeitung. Statt vier täglichen Flügen wird es nur noch zwei von Wien nach Klagenfurt und drei Flüge von Klagenfurt nach Wien geben. Während der Woche bleibt es bei vier täglichen Verbindungen, weitere Streichungen sind laut AUA nicht geplant.
Das Anfliegen eines weiteren Drehkreuzes bleibt Zukunftsmusik, die Verhandlungen über eine Verbindung nach London gestalten sich schwierig. Zudem drängt die Sanierung der Rollbahn, einen Regierungsbeschluss für die 12 Millionen Euro, die das Land beisteuern müsste, gibt es nach wie vor nicht.


Quelle: Kleine Zeitung

Flughafen                       2012       2013
   
*Graz                          27.568     28.142
*Innsbruck                   27.931     28.897
*Klagenfurt                  19.662     17.348
*Linz                           26.720     21.806

Quelle: Allgemeine Zivilluftfahrt (Flugplatzstatistik)


Das "Aus" des Flughafen Klagenfurt rückt immer näher. Die Statistik spricht Bände.

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Stipe
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #6
Klagenfurt und wohl auch Linz (an der gut ausgebauten Bahn zwischen München und Wien) werden es schwer haben, Graz "dank" der langsamen Bahnverbindungen leichter. Und zu Klagenfurt: Wer da 12 Millionen Euro hineininvestiert, damit spätestens mit Eröffnung der Koralmbahn der Flughafen noch unbedeutender wird der hätte wohl auch die Hypo Alpe Adria... aber das ist eine andere Geschichte. Unsere Kärntner. ;D

Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #7
Ja, gut, die haben schon eine Menge Geld verbraten dort unten - Hypo, Stadion, Seebühne, Flughafen ...

Insgesamt wird es für Regionalflughäfen immer schwieriger (man sieht es in Deutschland: z. B. Hahn und Weeze; auch der neue Flughafen in Kassel-Calden kommt überhaupt nicht auf die Beine - wird hws. ein stranded Investment)  und Graz könnte seine Lage im Südosten Österreichs da gut ausnutzen, zumal auch in Ostslowenien (Marburg) kein Flughafen mehr existiert und ich sehe es auch so, dass spätestens mit der Koralmbahn und dem Semmeringtunnel die Wien-Verbindungen von Klagenfurt (aber auch Graz) reduziert werden und es eine Fokus weiterer, wichtiger Verbindungen ab/an Graz geben wird. Insgesamt wird Graz seine Situation halten können.

Bei Linz bin ich mir nicht so sicher, weil es da natürlich einen Bedarf an internationalen Flügen gibt, aber einmal abwarten, wenn die ICE zum Flughafen Schwechat fahren (ggf. noch weitere Züge), was dann passiert.

Insgesamt sehe ich für innerösterreichische Verbindungen, abgesehen vom Tagesrandverkehr und der Destination in den Westen eher schwarz ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • ptg
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #8
In dem Fall handelt es sich zwar nur um einen Flughafen eines Nachbarlandes, aber wenn man sich Kassel-Calden anschaut stehen Klagenfurt und Marburg ja noch traumhaft da.
http://www.welt.de/wall-street-journal/article113083487/Ein-Flughafen-den-in-Deutschland-keiner-braucht.html
Nachdem "Wo.. von oben" letztens mit Charleroi, kommt einem das Kotzen wie und wo überall Steuergeld verbraten wird.
Der Steuerzahler darf dann dafür büßen, weil sich irgendein Provinzpolitiker mit diversen Bauten wie einer Murgondel ein Denkmal errichten will.

Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #9
Zitat
Insgesamt wird es für Regionalflughäfen immer schwieriger (man sieht es in Deutschland: z. B. Hahn und Weeze; auch der neue Flughafen in Kassel-Calden kommt überhaupt nicht auf die Beine - wird hws. ein stranded Investment)  und Graz könnte seine Lage im Südosten Österreichs da gut ausnutzen, zumal auch in Ostslowenien (Marburg) kein Flughafen mehr existiert und ich sehe es auch so, dass spätestens mit der Koralmbahn und dem Semmeringtunnel die Wien-Verbindungen von Klagenfurt (aber auch Graz) reduziert werden und es eine Fokus weiterer, wichtiger Verbindungen ab/an Graz geben wird. Insgesamt wird Graz seine Situation halten können.


Graz - Frankfurt
Graz - München

Diese beiden Verbindungen sind doch auch sehr wichtig, verbindet damit mit den zwei wichtigsten Knotenflughäfen der Lufthansa!  ;)

Zitat
Bei Linz bin ich mir nicht so sicher, weil es da natürlich einen Bedarf an internationalen Flügen gibt, aber einmal abwarten, wenn die ICE zum Flughafen Schwechat fahren (ggf. noch weitere Züge), was dann passiert.

Welche internationen Destination gibt es den überhaupt ab Linz?

Linz - München
Linz - Wien

Diese beiden Verbindungen sehe ich kaum noch eine Zukunft, da die Bahn immer besser ausgebaut wird.

Ab 2024 könnte Klagenfurt endgültig zusperren und dafür halten alle Südbahn FV welche über die Koralmbahn fahren am Flughafen Graz Tiefbahnhof.  ;D ;D

Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #10

Welche internationen Destination gibt es den überhaupt ab Linz?
Linz - München
Linz - Wien


Linz - Wien ist aber nicht international, und Flüge Linz - München gibt es nicht...

Zitat

und dafür halten alle Südbahn FV welche über die Koralmbahn fahren am Flughafen Graz Tiefbahnhof.  ;D ;D


Es wird keinen Tiefbahnhof und somit auch keinen FV-Halt dort geben.

  • Hubert Voller
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #11

Welche internationen Destination gibt es den überhaupt ab Linz?
Linz - München
Linz - Wien

Austrian Airlines, Lufthansa (im Codeshare mit Austrian Airlines):→ Düsseldorf, Frankfurt am Main
Ryanair:→ London (STN)
Etihad Regional:→ Zürich
DHL (Fracht):→ Ljubljana, Leipzig/Halle
Niki:→ Palma de Mallorca


l.g. rellov

Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • bogei
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #12
Hier zwei Bilder aus SZG

  • Hubert Voller
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #13
Der Flughafen in Klagenfurt versucht mit einem neuen Konzept und einer sanierten Piste einen Neustart. Andernfalls droht die behördliche Schließung

Nächstes Jahr wird die noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Piste des Klagenfurter Flughafens in mehreren Etappen saniert. Zu diesem Schritt haben sich die Eigentümer, das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt, jüngst durchgerungen. Die Maßnahme wurde notwendig, weil das Verkehrsministerium bereits damit drohte, der bröckelnden Betonpiste die Betriebsbewilligung zu entziehen.

Auch die Möglichkeit einer Schließung des kleinsten österreichischen Flughafens wurde im Zuge einer Studie analysiert, aber im Wesentlichen aus drei Gründen verworfen:


  • die Bedeutung des Flughafens für die Region,

  • hohe Schließungskosten

  • mögliche Schadenersatzforderungen von Mietern am Flughafen, wie dem bekannten Kärntner Pistolenerzeuger Gaston Glock.



Dieser hat auf dem Flughafengelände Grund gepachtet und einen modernen Hangar für seine Flugzeuge errichtet. Sollten die Privatflieger mangels funktionierender Piste nicht mehr abheben können, hätten Schadenersatzforderungen entstehen können, sagte Peter Malanik, seit Juli 2013 Aufsichtsratspräsident des Flughafens, im Gespräch mit dem Standard.
Er weiß aus seiner langjährigen Erfahrung bei der AUA um die Nöte des Airports, der im Vorjahr 258.000 Passagiere zählte: die verfehlte Geschäftspolitik in den vergangenen Jahren, als man den Billigflieger Ryanair köderte. "Ryanair ist eine Todesdroge, die bringt zunächst viele Passagiere, gleichzeitig saugt sie wegen der finanziellen Zuwendungen in Form von Marketingunterstützungen den Flughafen auch aus. Wenn die Zuwendungen ausbleiben, ist Ryanair auch ganz schnell wieder weg", schildert Malanik. Und so geschah es dann auch im Vorjahr, als die neue Geschäftsführung unter Max Schintlmeister die Förderungen einstellte. Fazit: "Der Flughafen hat auf jeden Ryanair-Passagier etwas draufgelegt, und je mehr Passagiere kamen, desto schlimmer wurde die Katastrophe", so Malanik.

Weil der Flughafen kaum Geld zu investieren hat, werden die 15 Mio. Euro für die Piste und die knapp 30 Mio. Euro für Begleitmaßnahmen von Land und Stadt gestemmt werden. Diese Begleitmaßnahmen seien laut Malanik notwendig, damit der Flughafen mehr Passagiere bekommt. Abgesehen vom saisonalen Charterverkehr fliegen aktuell nur die AUA und Germanwings (aus Köln, Berlin und Hamburg) regelmäßig den Airport an. Für die AUA sei die Strecke immer defizitär gewesen, aber durch die Umsteigepassagiere in Wien konnten diese Verluste überkompensiert werden.
Im touristischen Segment habe sich Kärnten bisher zu sehr auf den Sommertourismus konzentriert, und das sei zu wenig. Malaniks Vorstellung ist es nun, gemeinsam mit Tourismusorganisationen wie in Salzburg und Innsbruck auch Wintertouristen zu bewerben. Beide Städte seien im Winter an Samstagen komplett überlastet mit Charterfliegern aus Russland, England, den Niederlanden oder Skandinavien. In Klagenfurt hingegen sei auch zu sehr attraktiven Flugzeiten genug Platz. Um nach Bad Gastein zu kommen, sei es via Salzburg nur eine halbe Stunde kürzer als über Klagenfurt. Auch Osttirol oder die südlichen Teile von Salzburg und selbst Skigebiete in Slowenien könnten via Klagenfurt angeboten werden.
Damit sollte es gelingen, die Auslastung am Flughafen Klagenfurt zu erhöhen und damit auch den Linienfluggesellschaften, die Klagenfurt anfliegen, attraktivere Konditionen anbieten zu können, schildert Malanik die "Grundidee" des Zukunftskonzepts, das die Geschäftsführung ausgearbeitet hat und von Roland Berger auf Plausibilität überprüft hat.
Freilich wäre eine Anbindung an eine zweite Drehscheibe wie Zürich oder London sehr wünschenswert, aber die Gefahr, dass dadurch die AUA-Strecke nach Wien "kannibalisiert" werde, sei groß. Und diese Strecke dürfe "auf keinen Fall gefährdet werden".


Quelle: Claudia Ruff, DER STANDARD

Die drei genannten Gründe einer Schließung sind mehr als fragwürdig! Für mich stellt sich auch  die Frage, woher haben Land&Stadt das Geld?

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Hubert Voller
Re: Entwicklung von Nachbarflughäfen
Antwort #14

Welche internationen Destination gibt es den überhaupt ab Linz?
Linz - Wien
Diese beiden Verbindungen sehe ich kaum noch eine Zukunft, da die Bahn immer besser ausgebaut wird.

Linz- Wien ist eine nationale Verbindung, wie auch @Provodnik schon anmerkte. Nun möchte auch  "AUA" die ÖBB als Ersatz für Linz-Wien-Flüge forcieren.

Vier der fünf täglichen AUA-Zubringer-Verbindungen nach Wien wackeln.
Offiziell ist noch nichts entschieden. Doch die AUA-Verantwortlichen lassen keinen Zweifel aufkommen, dass sie die defizitären Zubringer-Flüge von Linz nach Wien lieber heute als morgen auf das unbedingt erforderliche Mindestmaß reduzieren wollen.
Dieses Mindestmaß könnte der Morgenflieger um sechs Uhr sein, den viele Geschäftsreisende benötigen, um die erste Abflugwelle von Wien aus zu erreichen - vor allem, wenn sie Richtung Osteuropa wollen. Die anderen vier täglichen Flugverbindungen (um 8.25 Uhr, 11.30, 15.45 und 18.55 Uhr) könnten durch ÖBB-Railjets ersetzt werden, die über den neuen Wiener Hauptbahnhof direkt zum Flughafen Schwechat fahren.
Die AUA kooperiert - wie berichtet - eng mit den ÖBB, um die Kunden über die Schiene zum Flug zu bringen. So kann der Zug mit einer AUA-Flugnummer ab Linz gleich mitgebucht werden. Bei der Vorstellung der Partnerschaft war noch von einem "zusätzlichen Angebot" die Rede. Das klingt jetzt anders, wenngleich es offiziell heißt, die Austrian beobachte, wie sich das Angebot entwickle.
Die internen AUA-Überlegungen, die Kurzflüge zu minimieren, sind in Bezug auf Linz am weitesten gediehen. Für Salzburg-Wien gilt im Prinzip Gleiches wie für Linz. "Da sind wir noch nicht so weit", heißt es. Prinzipiell haben der AUA-Vorstandschef Jaan Albrecht und der neue Vertriebsvorstand Andreas Otto vor Journalisten ein Bekenntnis zu den verlustbringenden Bundesländer-Flugverbindungen abgegeben, da diese eine wichtige Zubringerfunktion hätten.


Quelle: OÖ NACHRICHTEN

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.