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Thema: Flughafen Klagenfurt (2184-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema - Thema abgeleitet von Entwicklung von Nachb...

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  • Hubert Voller
Flughafen Klagenfurt
Flughafen Klagenfurt: Neue Studie stellt Existenz in Frage
Graz als Ersatz


15 Millionen Euro müssen bis 2016 in die Erneuerung des Klagenfurter Flughafens gesteckt werden. Eine neue Studie stellt diese Investition nun in Frage, da ein Zukunftskonzept fehle. Außerdem seien Graz und Ljubljana gute Alternativen.
Das Beratungsunternehmen Hoeffinger Solutions hat die wirtschaftliche Situation der österreichischen Regionalflughäfen unter die Lupe genommen. Die meisten kleinen Airports können sich im internationalen Vergleich durchaus behaupten und haben auch Konzepte, wie sie sich in der Zukunft besser aufstellen wollen.
Die Flughäfen Innsbruck und Salzburg konnten die Passagierzahlen mit ihrem Fokus auf Touristen seit 2008 halten. Die Umsätze wurden sogar ausgebaut. Der Flughafen Linz kann die geringen Passagierzahlen mit dem hohen Frachtaufkommen ausgleichen.
Gute Aussichten für Graz

Von allen Regionalflughäfen bietet Graz die größte Auswahl an Destinationen an und präsentiert sich damit als gute Anlaufstelle für Passagiere und Urlaubsgäste in Südösterreich. Hoeffinger Solutions sieht hier weitere Entwicklungschancen in einer gezielten Orientierung auf Businesskunden. Auch für Fluggäste aus Ungarn und Slowenien könnte sich Graz zu einer guten Alternative entwickeln.

Außerdem würde der steirische Flughafen von einer möglichen Schließung des Kärnten Airports profitieren. Der Flughafen Graz hat eine eigene Bahnstation, die nach dem Ausbau der Koralmbahn von Klagenfurt aus leicht erreichbar ist.
Vernichtendes Urteil für Klagenfurt

Denn Hoeffinger Solutions stellt dem Flughafen Klagenfurt kein gutes Zeugnis aus. Die Zahl der Passagiere ist seit 2008 auf 225.000 gesunken - ein Viertel des Grazer Passagieraufkommens. Auch bei Urlaubscharters ist der Kärnten Airport unbeliebt. Der Anteil der Charterflüge liegt bei gerade einmal sechs Prozent.

Außerdem fehle ein Konzept, wie der Flughafen nach der 15 Millionen Euro teuren Rollbahnsanierung belebt werden soll. Ein nachhaltiges Erfolgsmodell hält Hoeffinger Solutions für unrealistisch und urteilt, dass man einen Flughafen nicht auf Dauer mit Steuergeld finanzieren kann.


Der rote Landesfürst wird es schon richten. Irendwo wird er das Geld schon auftreiben."Situationselastisch"

Quelle: Kleine Zeitung, Kärnten;22.07.15

l.g rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Andreas
  • Moderator
Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #1
Der Klagenfurter Flughafen soll nun teilprivatisiert werden. Dies wurde gestern im Amtsblatt der Europäischen Union verkündet. 25 Prozent sollen bei den bisherigen Eigentümern Stadt Klagenfurt und Land Kärnten bleiben. Die Angebotsfrist läuft bis 2.August 2017 und die Übernahme soll 2018 stattfinden. Neben dem Preis ist auch ein Konzept wie der Flughafen wieder in die Gewinnzone gebracht werden kann als Kriterium für den Zuschlag vorgegeben. Während für einen wirtschaftlichen Betrieb 500.000 Fluggäste erforderlich seien, gab es 2016 nur 200.000.

Pressemitteilung: http://www.msn.com/de-at/finanzen/unternehmen/klagenfurter-flughafen-sucht-investor-betreiber-und-passagiere/ar-BBBOHJL?li=BBqg9qG&ocid=iehp
mfG
Andreas

  • PeterWitt
Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #2
Scheinbar ist das Interesse an Käufern nicht so groß:
ORF.at
Nur wenige Interessenten für Flughafen
Im Frühjahr soll über die Teilprivatisierung des Flughafens Klagenfurt entschieden werden. EU-weit wurde nach einem Investor mit einem zukunftsweisenden Konzept gesucht, der den Flughafen auch betreiben will. Die Zahl der Interessenten soll klein sein.

Ein Viertel des Flughafens bleibt im Eigentum der öffentlichen Hand, drei Viertel sollen verkauft werden. Die Kärntner Beteiligungsverwaltung, über die die Ausschreibung läuft, betonte, es brauche ein schlüssiges Konzept, damit der Flughafen Klagenfurt wieder in die Gewinnzone komme. Stärkstes Verkaufsargument der öffentlichen Hand ist laut Ansicht von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), dass die Flughafenpiste saniert und damit die Lizenz gesichert ist.

Noch keine fixen Namen
Die Zahl der Interessenten soll trotzdem sehr klein sein, Gerüchten zufolge sollen Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner und der Immobilieninvestor Franz Orasch ein Angebot gelegt haben. Dazu sagte Kaiser: ,,Es ist bekannt, dass Haselsteiner darüber gesprochen hat. Angeblich soll noch ein weiterer Interessent aus dem Klagenfurter Bereich mit dabei sein. Offiziell weiß man es noch nicht, weil das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist."

Noch im Jänner sollen laut Kaiser die Angebote geprüft werden. Dafür zuständig ist eine vierköpfige Fachjury, bestehend aus Aufsichtsräten des Flughafens Klagenfurt und der Austrian Airline, sowie Christian Kresse von der Kärnten Werbung und einem Vertreter von Price Waterhouse Cooper, einem Netzwerk von Wirtschaftsprüfern, die in Deutschland viele Flughäfen prüfen, sagte der Vorstand der Kärntner Beteiligungsverwaltung, Hans Schönegger.

Im Verfahren habe es laut Kaiser, seinem Wissensstand nach, nur einmal eine Veränderung gegeben, durch die die Frist verlängert wurde. Diese Veränderung, die von den Organen genehmigt worden war, betraf nötige Übersetzungen für Interessenten aus dem asiatischen Raum. Diese Übersetzungen hätten länger gedauert und daher wurde die Frist um zwei Monate verlängert.

Mindestens fünf Rotationen pro Woche
Wer in den Flughafen investiert, hat auch die Verpflichtung, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Der Minimalbetrieb beträgt laut Kaiser fünf Rotationen pro Woche, das bedeutet, auch wenn theoretisch nur fünfmal pro Woche ein Flugzeug landen und eines starten würde, müsste der Flughafen in Betrieb bleiben. Aktuell sind es laut Flughafendirektor Michael Kunz fünf Rotationen pro Tag, also zehn Flüge, zusätzlich in diesem Winter viermal Russland und acht Mal Litauen. Kunz geht davon aus, dass die Auslastung des Flughafens weiter steigen wird, er ist zuversichtlich, dass Easyjet London nach einer Sommerpause ab dem Herbst weiter anfliegen wird.

Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #3
Wundert mich nun mal nicht, in Zukunft wird das Interesse wohl nochmals kleiner wenn man mit der Bahn in unter 1 Stunde Fahrzeit am Grazer Flughafen sein könnte btw. in etwa 3 1/2 Stunden am Flughafen Wien.  ;D  ;D

  • Andreas
  • Moderator
Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #4
Die Teilprivatisierung des Klagenfurter Flughafen wird nun konkret, Peter Orasch, ein Kärntner Imobilieninvestor, soll 74,9 Prozent der Anteile übernehmen.

Quelle: https://diepresse.com/home/wirtschaft/unternehmen/5411079/Kaerntner-Investor-uebernimmt-Mehrheit-am-Flughafen-Klagenfurt
mfG
Andreas

Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #5
gelöscht

Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #6
Wundert mich nun mal nicht, in Zukunft wird das Interesse wohl nochmals kleiner wenn man mit der Bahn in unter 1 Stunde Fahrzeit am Grazer Flughafen sein könnte btw. in etwa 3 1/2 Stunden am Flughafen Wien.

Wie nun bekannt wurde, ist kein Halt der langsamen RJ-Linie am Flughafen Graz vorgesehen. Somit lässt man sich die einzigartige Chance entgehen, das Bundesland Kärnten im hochwertigen Schienenverkehr an den Grazer Flughafen anzubinden. Da betreiben wir lieber weiterhin zwei Flughäfen in einer Entfernung (Luftlinie) von 93 km, bevor man im Sinne einer vernünftigen Gesamtverkehrsplanung sich bietende Synergien nützt.

  • Dietmar
  • Wieder holen ist gestohlen!
Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #7
Man muss ja nicht gleich einen Flughafen schließen, damit der RJ einen zusätzlichen Halt bekommt. Das bringt ja auch nicht automatisch Frequenz. Ich kenne ein paar Grazer, die fliegen öfters zB ab/bis Triest. Und die fahren da sicher nicht mit dem Zug hin und werden es auch nicht tun, sollten dereinst einmal wieder direkte Züge fahren ...

Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #8
Stimmt, es ist trotzdem bedauerlich, dass man sich diese Chance entgehen lässt. Die Kombination Bahn-Flug wird immer beliebter, davon könnte sowohl die Kärntner Bevölkerung als auch der Flughafen Graz profitieren. Die Parkplätze am Flughafen sind jedenfalls sehr gut belegt, auch viele Kennzeichen aus dem Nachbarbundesland. Also Potenzial für eine bessere Anbindung im ÖV wäre mMn auf jeden Fall da.

  • Dietmar
  • Wieder holen ist gestohlen!
Re: Flughafen Klagenfurt
Antwort #9
Du hast natürlich recht. Da werden aber wohl auch der Flughafenbetreiber und die lokale Politik auf die Zugbetreiber einwirken müssen ...