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Thema: Mitteilungen der Statistik Austria: Bereich MIV / PKW-Verkehr und - Nutzung (922-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Mitteilungen der Statistik Austria: Bereich MIV / PKW-Verkehr und - Nutzung
Mitteilung der Statistik Austria; Die Zahl der PKW-Neuzulassungen hat wieder stärker zugenommen; 2017 höchste Zahl an Neuzulassungen seit 2011:

Pressemitteilung: 11.696-007/18

Mit 353.320 Pkw-Neuzulassungen wurde 2017 der höchste Wert seit 2011 erreicht; Pkw mit alternativen Kraftstoffen haben um mehr als die Hälfte zugenommen

Wien, 2018-01-10

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 457.174 Kraftfahrzeuge (Kfz) neu zum Verkehr zugelassen, um 6,2% mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen nahm laut aktuellen Daten von Statistik Austria gegenüber 2016 um 7,2% auf 353.320 zu und erreichte nach dem Jahr 2011 (356.145) den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Wie bereits in den Vorjahren wurden auch im Vergleich zu 2016 um 10,4% mehr Lastkraftwagen (Lkw) neu zugelassen, sie erzielten mit 44.127 Stück einen neuen Höchstwert. Der Zweiradmarkt verzeichnete - nach einem guten Vorjahr (+12,5%) - Abnahmen bei den Neuzulassungen (-6,6% auf 40.744).

Fast ein Viertel mehr benzinbetriebene Pkw, Abnahmen bei Diesel-Pkw; alternative Kraftstoffe gewinnen weiter an Bedeutung

Die Pkw-Neuzulassungen insgesamt (353.320) lagen 2017 um 23.716 über dem Vorjahreswert (329.604) und damit deutlich über dem Niveau des Zwanzigjahresdurchschnitts (313.312). Dabei konnten die Neuzulassungen benzinbetriebener Pkw (Anteil: 46,3%) um 24,2% zulegen, dieselbetriebene Pkw (Anteil: 49,7%) nahmen gegenüber 2016 um 7,1% ab. Der Anteil alternativ betriebener Pkw - Elektro, Erdgas, bivalenter Betrieb und kombinierter Betrieb (Hybrid) - war mit 4,0% bzw. 14.161 Stück (2016: 2,7% bzw. 9.028 Stück) zwar weiterhin vergleichsweise gering, der relative Zuwachs betrug allerdings 56,9% (2016: +53,0%).

Die Anzahl der Neuzulassungen von Benzin-Hybrid-Pkw - die wichtigste Kraftstoffart unter den alternativ betriebenen Pkw - erhöhte sich um 85,8% auf 8.161. Neuzulassungen mit reinem Elektroantrieb nahmen um 42,0% auf 5.433 zu, der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen stieg von 1,2% auf 1,5%. Die meisten Elektro-Pkw wurden in Niederösterreich neu zugelassen (Anteil: 20,5%), gefolgt von Oberösterreich (16,9%), Wien (16,0%) und der Steiermark (15,7%). Elektro-Pkw wurden auch 2017 noch vorwiegend von juristischen Personen, Firmen bzw. Gebietskörperschaften zugelassen (78,6% der Elektro-Pkw-Neuzulassungen), wenngleich der Anteil von privaten Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr von 13,7% auf 21,4% stieg.

Mehr Zulassungen leistungsstärkerer Pkw bei gleichzeitig geringerem Hubraum

Die Neuzulassungen leistungsstärkerer Pkw lagen auch 2017 anteilsmäßig vorne (ab 78 kW bzw. 106 PS: 65,8%), sie nahmen gegenüber 2016 um 7,6% zu. Pkw der Klasse 78 bis 92 kW (106 bis 125 PS) - anteilsmäßig die wichtigste Klasse (27,0% der Pkw-Neuzulassungen) - konnten um 6,1% zulegen. Besonders deutliche Zuwächse erreichten Pkw der Klasse ab 126 kW (ab 171 PS), für die um 11,5% mehr Neuzulassungen beobachtet werden konnten. Auch leistungsschwächere Pkw bis 77 kW bzw. 105 PS gewannen - im Gegensatz zu den Vorjahren - an Bedeutung (+6,4%; 2016: -7,1%).

Eine Analyse nach Hubraumklassen zeigt, dass die anteilsmäßig wichtigste Hubraumklasse (1.751 bis 2.000 ccm; Anteil: 26,3%) gegenüber 2016 eine Zunahme von 1,6% verzeichnete. Mehr als ein Drittel (+38,4%) konnte die Klasse 501 bis 1.000 ccm Hubraum zulegen. Aber auch die Hubraumklassen 1.001 bis 1.250 ccm (+6,2%), 1.251 bis 1.500 ccm (+15,6%) sowie 2.001 bis 2.500 ccm (+7,0%) verbuchten Zunahmen. Rückläufig entwickelte sich die Hubraumklasse 1.501 bis 1.750 ccm (-8,4%) und 2.501 bis 3.000 ccm (-3,6%).

 
Top 10 Pkw-Marken repräsentierten mehr als zwei Drittel der Neuzulassungen

Eine Analyse der zehn wichtigsten Marken 2017, die insgesamt mehr als zwei Drittel der Neuzulassungen repräsentierten, zeigt, dass VW mit einem Anteil von 16,6% weiterhin Marktführer blieb (+3,9%), wenngleich sich der Marktanteil gegenüber 2016 (17,2%) rückläufig entwickelte. Skoda, im Jahr 2016 noch an dritter Stelle, konnte mit einer Zunahme von 19,0% und einem Anteil von 7,1% Platz 2 für sich beanspruchen. Die Neuzulassungen von Opel entwickelten sich rückläufig (-5,9%), wodurch Opel mit einem Anteil von 6,0% im Ranking auf die dritte Stelle fiel. Unter den weiteren Top-Marken konnten Ford (+7,6%), Renault (+4,6%), Hyundai (+18,7%), Mercedes (+12,5%) und Seat (+14,4%) zulegen, während BMW (-1,7%) und Audi (-13,0%) Rückgänge meldeten.
Tageszulassungen nahmen 2017 wieder deutlich zu

Die Pkw-Tageszulassungen stiegen im Gegensatz zu den beiden Vorjahren (2016: -14,3%; 2015: -8,7%) um 17,3% auf 24.257; Der Anteil - gemessen an den Pkw insgesamt - betrug 6,9% (2016: 6,3%). Bei Pkw-Neuzulassungen mit einer Zulassungsdauer von bis zu sieben Tagen ergab sich 2017 eine Zunahme um 18,0%, bei jenen bis zu einer Zulassungsdauer von 30 Tagen um 16,6%. Gestiegen sind auch Pkw-Neuzulassungen mit einer Anmeldedauer von bis zu 60 Tagen (+11,2%), bis zu 90 Tagen (+10,4%) und bis zu 120 Tagen (+10,0%).

Trend zu abgasärmeren Pkw setzte sich fort

Seit dem Jahr 2000 nahmen die CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw bis 2016 laufend ab. Im Jahr 2017 stagnierte der Wert für benzinbetriebene Pkw bei 122 g/km (2000: 176 g/km; -30,7%). Bei Dieselfahrzeugen lag 2016 der Wert bei 123 g/km und nahm 2017 auf 125 g/km leicht zu (2000: 162 g/km; -22,8%).

Lkw erreichten neuen Höchstwert; deutlich mehr land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen

Die Zahl der Lkw-Neuzulassungen entwickelte sich 2017 insgesamt positiv (+10,4%) und erreichte mit 44.127 den höchsten jemals erhobenen Wert, der um 4.169 über dem bisherigen Höchstwert aus dem Vorjahr (39.958) liegt. Leichte Nutzfahrzeuge (Lkw bis 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht (Kl. N1; +11,8%)) verbuchten Zuwächse, während Neuzulassungen von Lkw über 3,5 t bis 12 t höchstzulässigem Gesamtgewicht (Kl. N2; -3,7%) und Lkw über 12 t höchstzulässigem Gesamtgewicht (Kl. N3; -1,9%) abnahmen. Bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen wurde ein Anstieg um 19,9% verbucht. Die Zahl der Neuzulassungen von Sattelzugfahrzeugen erhöhte sich um 7,4% auf 4.233.

Weniger Nachfrage bei Zweirädern

Abnahmen bei den Neuzulassungen wurden 2017 auf dem Zweiradmarkt beobachtet (-6,6%). Die Zahl neu zugelassener Motorräder sank im Vergleich zu 2016 um 16,5%, jene der Motorfahrräder stieg um 14,8%.

Mehr als 1 Mio. Kfz-Gebrauchtzulassungen im Jahr 2017

Im Jahr 2017 wurden 1.044.171 gebrauchte Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen, um 1,4% mehr als 2016. Die Zahl der Gebrauchtzulassungen von Pkw lag mit 853.244 um 1,4% über dem Vorjahreswert. Die Gebrauchtzulassungen von Pkw mit Dieselantrieb verzeichneten eine Zunahme um 1,5%, jene mit Benzinantrieb (inkl. Flex-Fuel) um 0,5%. Auf dem Nutzfahrzeugmarkt konnte bei Lkw und bei Sattelzugfahrzeugen eine Zunahme von 4,1% bzw. 25,3% festgestellt werden, während für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen Rückgänge gemeldet wurden (-2,7%). Bei den Zweirädern entwickelte sich die Zahl der Motorräder positiv (+1,5%), Motorfahrräder verzeichneten Rückgange (-2,5%).

 Vorläufiger Bestand 2017: 6,77 Mio. Kfz, darunter 4,9 Mio. Pkw

Zum Stichtag 31.12.2017 erreichte der vorläufige Kfz-Bestand in Österreich rund 6,77 Mio. Fahrzeuge, um 1,8% mehr als im Jahr zuvor. Auf die anteilsmäßig wichtigste Fahrzeugart Pkw (72,3%) entfielen rund 4,9 Mio. Stück, um 1,6% mehr als noch zum Vorjahresstichtag. Bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen wurden 460.174 (+0,8%), bei Lastkraftwagen insgesamt 456.908 (+3,8%) und bei Sattelzugfahrzeugen 17.870 Stück (+6,1%) gemeldet. Unter den einspurigen Fahrzeugen waren 518.394 Motorräder (+3,2%) und 275.912 Motorfahrräder (-0,4%) zum Verkehr zugelassen.

Weiterführende Informationen zu Kfz-Neuzulassungen, Gebrauchtzulassungen und Bestand sowie eine Pressemappe (PDF, ca. 1,3 MB) zum Thema finden Sie auf unserer Webseite.

Methodische Informationen, Definitionen: Die Kfz-Zulassungs- bzw. Bestandsstatistik von Statistik Austria ist eine Sekundärstatistik, die auf Basis der vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) täglich an Statistik Austria übermittelten Datenfiles erstellt wird. Der VVO erhält die Daten von den durch die Zulassungsbehörden beliehenen Zulassungsstellen der Versicherungen, die für die Zulassung, Abmeldung und Berichtigung von Kraftfahrzeugen und Anhängern verantwortlich sind.        
Im Rahmen der Kfz-Neuzulassungsstatistik werden alle Neuzulassungen, das sind alle fabrikneuen Zulassungen, erhoben, unabhängig von der Dauer der Anmeldung (auch sog. "Kurzzulassungen", z. B. Tageszulassungen).  
Bei einer Kurzzulassung handelt es sich um eine Pkw-Neuzulassung, die innerhalb einer bestimmten Frist wieder abgemeldet wird. So bedeutet eine Pkw-Neuzulassung mit einer Zulassungsdauer von bis zu sieben Tagen, dass der Pkw nach der erstmaligen Zulassung am Tag der Zulassung oder innerhalb der darauf folgenden sieben Tage wieder abgemeldet wird. Dies gilt entsprechend für Kurzzulassungen mit einer Anmeldedauer bis 30, 60, 90 und 120 Tage. Tageszugelassene Pkw werden innerhalb von 24 Stunden an- und abgemeldet.     
In diesem Zusammenhang gibt der Berichtsmonat jenen Monat an, in dem die Abmeldung durchgeführt wurde. Ausschlaggebend für die Klassifizierung als "Kurzzulassung" sind ausschließlich das Erstzulassungsdatum und das Abmeldedatum (= Durchführung der Abmeldung in den beliehenen Zulassungsstellen der Versicherungen) eines Fahrzeuges.  
Bei der Kfz-Gebrauchtzulassungsstatistik werden alle Gebrauchtzulassungen, das sind Zulassungen von Fahrzeugen, die bereits einmal im In- bzw. Ausland zugelassen waren, erhoben, unabhängig von der Dauer der Anmeldung. 
Ausgehend vom Kfz-Bestand des Vorjahres werden alle zugelassenen Fahrzeuge des Jahres - alt wie neu -hinzugerechnet und die Abmeldungen in Abzug gebracht, woraus sich der jährliche Bestand ergibt.


Quelle: http://www.statistik.at/web_de/presse/115837.html
Pressemappe: http://www.statistik.at/wcm/idc/idcplg?IdcService=GET_PDF_FILE&dDocName=115848
  • Zuletzt geändert: Januar 10, 2018, 12:30:55 von Ragnitztal