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Thema: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn (64764-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #45
Dass Güterverkehr unbedingt nötig ist und man sich sicher um diesen bemühen wird, das nehme ich sehr wohl an. Auch wenn in den vorangegangenen Beiträgen davon (noch) nicht ausdrücklich die Rede ist.
Ein Aufruf an die Bevölkerung kann nur lauten: "Benutzt die Bahnso oft wie möglich!".
Um den Güterverkehr und passende Bedingungen für die Unternehmen muss sich schon die Politik kümmern, bzw. die ÖBB zu guten Bedinungen "überreden". Oder eben nach Privatbetreibern suchen. Genau so habe ich die Ziele des angesprochenen Lobbyings verstanden.
Ob dann Bedarf da sein wird, sowie Interesse seitens ÖBB wie SŽ, wird sich ja weisen.
Die erwähnten Bemühungen sehe ich jedenfalls als ganz positiv an, und wenn letztlich damit nur der Weiterbestand der Strecke über 2018 hinaus erreicht wird!

  • Dietmar
  • Wieder holen ist gestohlen!
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #46
Zitat
Um den Güterverkehr und passende Bedingungen für die Unternehmen muss sich schon die Politik kümmern,

Wenn "die Politik" das tun soll, dann bleibt er sicher eingestellt.

Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #47
Es sind ja Politiker, die da in diesem Verein mitmischen. Sollte ich mich denn da verlesen haben?

  • Metro5
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #48
Sinn machen würde der grenzüberschreitende Personenverkehr, wenn Maribor und Graz ein gemeinsames S-Bahn-System einführen würden,
dann könnte die Strecke seitens der slowenischen Seite für die Verbindung zwischen dem Prekmurje und dem Raum Maribor interessant werden.
Der Güterverkehr kann, sofern der Wille dazu besteht, natürlich eine Rolle spielen, schließlich würde die Radkersburger Bahn dann Südbahn und die
Neubaustrecke zwischen Ungarn und Slowenien verbinden. Da ist aber der Wille von Bevölkerung und regionaler Wirtschaft der primäre Faktor!

Wie ein solches System aussehen könnte, zeigen Bayern und Salzburg. Das könnte in der Steiermark genauso gemacht werden, selbst der Name
"S-Bahn Steiermark/Štajerska" würde dann noch weitgehend passen!!!  :one:

Und eine Verbindung von Radenci nach Murska Sobota würde den slowenischen Staat wohl auch nicht in den Ruin stürzen, das machen vorher
schon die Banken...

Kleiner Exkurs: Die Bahnlinie war nach dem ersten Weltkrieg schon einmal "Zankapfel" zwischen Jugoslawien und der ersten Republik. Das hätte
Stil, wenn man's heute in Frieden schaffen würde, dass die Steirer/Štajerci die Bahn gemeinsam und in Frieden benutzen.

  • Dietmar
  • Wieder holen ist gestohlen!
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #49
Zitat
Sinn machen würde der grenzüberschreitende Personenverkehr, wenn Maribor und Graz ein gemeinsames S-Bahn-System einführen würden,

Du weißt aber schon, dass gerade der Verkehr zwischen den genannten Städten mit Fahrplanwechsel fast eingestellt wird....  :( >:(

  • Metro5
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #50
Ja, weiß ich. In diesem Sinne:  :boese: :boese: :boese: >:( >:(

Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #51
Zitat
Und eine Verbindung von Radenci nach Murska Sobota würde den slowenischen Staat wohl auch nicht in den Ruin stürzen, das machen vorher
schon die Banken...


Das bringen ja schon die Ratingagenturen zusammen.

Zitat
Du weißt aber schon, dass gerade der Verkehr zwischen den genannten Städten mit Fahrplanwechsel fast eingestellt wird....  Sad Angry

Die letzten Verbindungen werden, wohl auch zum Opfer fallen, dafür könnte man doch den flexiblen Bus einsetzen.

Die Radkersburger Bahn hat für mich nur eine Überlebenschance, wenn das Land Steiermark diese übernimmt, denn das nächste Sparpaket beim Bund droht bereits.

Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #52

Die Radkersburger Bahn hat für mich nur eine Überlebenschance, wenn das Land Steiermark diese übernimmt, denn das nächste Sparpaket beim Bund droht bereits.


Nur wird das Sparpaket auch das Land Steiermark betreffen!!!

Es muss ein attraktiver und kostengünstiger Betrieb gewährleistet sein, damit genug Fahrgäste um- und einsteigen! Und da ist schon noch ein bisserl was zu tun!

W.
Sanfte Mobilität = Mehr Platz für Menschen statt für Autos

  • Metro5
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #53
Wenn die Slowenen die Radkersburger Bahn als Verbindung Prekmurje-Maribor verwenden würden, könnten ihre Züge auf österr. Seite als REX mit Halten nur in Radkersburg und Mureck oder so eingesetzt werden...

Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #54
Zu Frage #46:

Handfeste Argumente gibt es, genug sogar!
Weil der Dietmar den grenzüberschreitenden Verkehr in RA als nicht sinnvoll erachtet, heißt das noch lange nicht, dass das auch tatsächlich so ist!
Warum sollte diese Bahn niemand benutzen? (auch dafür gibt es keine handfesten Beweise.)
Die Streckenvariante gibt es bereits, es sind sogar drei verschiedene - und natürlich ohne Tunnel -der Platz ist da und es kann gefahren werden. Es wird eine Haltestelle in Mitterling geben, die eine wesentliche Haltestellenanhäherung zum Stadtkern darstellt und auch zur Therme und den Hotels. Alles näher als bisher!
Selbstverständlich wird die Eu dieses grenzüberschreitende Projekt Cofinanzieren, da es bereits für die nächste Projekteperiode im grenzüberschreitenden Personen und Güterverkehr dafür bis zum Jahr 2020 eine Investitionssumme von € 90 Mrd. Euro gibt!
Und natürlich wird der Güterverkehr der Schlüssel zum Erfolg werden, da ja bekanntlich der Güterverkehr zur Rentabilität einer Linie wesentlich beiträgt:
Reflex-Glas, Arcont, Radenska, Sako-Stahl usw. sind namhafte Betriebe die ihre Halbzeuge anliefern lassen können und ihre fertigen Produkte wieder per Bahn wegschicken.

Ich finde man sollte der Planung eine Chance geben und nicht vorher schon motzen und mäckern, das wäre nicht fair!
Das Projekt ist von uns geplant und durchgedacht und hat in der Region großen Zuspruch erhalten. Mit geschätzten € 8 Mio. inklusive der Schleife Spielfeld würden bei 90% iger Förderung der Europäischen Union so um die € 880.000,- für Land, Bund, ÖBB und Slowenien übrig bleiben! Selbst wenn mann brutal durch 4 teilt (Slo hat ja nur knapp 160 Meter Gleisneubau) würde für jeden
diesert Teile € 220.000,- übrig bleiben - da haben wir schon für grauslichere Sachen mehr ausgegeben, aber bitte, dass ist nur meine eigene Meinung!

Wir werden die Bahn nicht allein bauen können, nicht der Dietmar, nicht st.georg und auch nicht ich, aber wenn´s passt, dann werden wir sie auch nicht verhindern können! (So viele wollen das eh nichtt)

Die Frage ist nur, ob wir der Sache eine Chance geben wollen, oder nicht!
Liebe Grüße aus Radkersburg
Bahnhof-Halbenrain

  • Ch. Wagner
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #55
Dann sollten aber zunächst die Bezirk-RA-Bürger zeigen, daß sie an der Erhaltung interessiert sind und sie auch benutzen. Derzeit ist der Verkehr wohl auch mit dem "Roten Blitz" durchführbar.
Und um eine Machbarkeitsstudie kommt man wohl auch nicht herum. Daß die Betriebe eine AB wollen, ist klar. Ob sie sie dann auch benützen, nicht. Das muß dann wohl vertraglich geregelt werden. Und auch erst dann ist die Spielfelder Schleife notwendig. Die BLB und damit die Agglomeration Salzburg ist nicht ganz mit Graz und Marburg vergleichbar, und erst recht dann nicht, wenn weit und breit kein steirischer Günter Mackinger in Sicht ist. Vorstellbar für mich wäre dann eine Ringlinie Marburg - Radkersburg - Marburg, wie sie ja mit dem "Blauen" gefahren wurde. Und damit ergibt sich auch die Frage der Elektrifizierung.
Sinnhaftigkeit ist das Eine, Realität das Andere. Ohne also eine solide Kosten-Nutzen-Rechnung zu haben, diskutieren wir über fromme Wünsche (es ist ja auch die Zeit danach). Alleine der Satz "Selbstverständlich wird die EU das Projekt cofinanzieren" halte ich für Träumerei, denn keiner kann heute sagen, wie die EU in 5 Jahren finanziell ausschauen wird. Im Übrigen, @Bahnhof-Halbenrain, wird hier nicht "gemotzt und gemeckert", sondern diskutiert. Und selbst wenn ich meine, daß ihr an Luftschlössern, oder besser "Luftbahnen" bastelt, dann ist das noch immer nicht gemotschkert, sondern realistisch betrachtet.

LG! Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Dietmar
  • Wieder holen ist gestohlen!
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #56
@Bahnhof-Halbenrain
Zitat
Handfeste Argumente gibt es, genug sogar!
Weil der Dietmar den grenzüberschreitenden Verkehr in RA als nicht sinnvoll erachtet, heißt das noch lange nicht, dass das auch tatsächlich so ist!
Warum sollte diese Bahn niemand benutzen? (auch dafür gibt es keine handfesten Beweise.)


Hast Du den handfeste Beweise für die Benutzung dieser Bahn? Wenn ja, wo sind sie?

Im Übrigen verwehre ich mich gegen den Ausdruck "motzen und meckern", den Du mir offenbar unterstellst, weil ich eine Meinung habe, die sich nicht mit deiner Meinung deckt. Die Fragen, die ich aufgeworfen haben, sind mir in den Sinn gekommen, nachdem ich die von Dir geposteten Pressemeldungen gelesen habe. Ich nehme an, Du hast das hier gepostet, weil Du auch eine Diskussion willst, oder?

Zitat
Und natürlich wird der Güterverkehr der Schlüssel zum Erfolg werden, da ja bekanntlich der Güterverkehr zur Rentabilität einer Linie wesentlich beiträgt:

Ein im Grunde richtiges Argument, nur nicht für diese Strecke: zuerst wurde hier der Güterverkehr zwischen Mureck und Radkersburg eingestellt, ein paar Jahre später gab es nur mehr Bedarfsgüterzüge zwischen Spielfeld und Mureck. Diese wurden schließlich auch eingestellt. Damals wie heute hat kein Betrieb protestiert... -  vielleicht lag es ja wirklich am nicht vorhandenen Bedarf (wir die Realität sein; auch wenn sie nicht zu den Verlängerungsplänen passt).
Und Güter auf die Bahn zurückbringen ist ein schwieriges Unterfangen: daran scheiterte bisher leider sogar die SLB Pinzgaubahn und die "goldenen Hände" des Herrn M.

Um auch positiv zu denken: Es gibt auch Bahnen, bei denen der Personenzugverkehr allein für die Rentabilität spricht, der regelmäßige, also tägliche, Güterverkehr aber fast nicht (mehr) vorhanden ist. Dazu fallen mir aber nur Privatbahnen ein: LiLo, GKB, SLB, SLB Pinzgaubahn. Die GKB hat die Umstellung von einer wichtigen Güterbahn zum wichtigsten ÖPNV-Anbieter der Region toll geschafft und vollzogen!

Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #57
Es ist zwar rühmlich, dass es in der Region Kräfte gibt, die sich für die Bahn einsetzen. Die Frage ist aber, ob ein Lückenschluss nach Gornja Radgona momentan das wichtigste ist?

Man sollte sich zuerst mal mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Bestandsstrecke befassen. Die Trassierung würde da leicht eine Fahrzeitverkürzung von 10min erlauben - aber dazu muss einerseits der Oberbau in gutem Zustand sein - andererseits darf es dann keine ungesicherten EKs geben.
Also massive Reduzierung der unzähligen Feldweg-EKs und Sicherung der verbleibenden.

Nur da schauts wahrscheinlich mit Unterstützung der örtlichen Gemeinden wieder schlecht aus, denn man will ja keinen Bauern beleidigen, der dann ein paar Meter weiter zu seinem feld fahren muss...

Für die Verbindung nach Slowenien: Nun, man könnte es zuerst mal eine attraktive Buslinie ab Bad Radkersburg Bahnhof nach Murska Sobota einrichten. Mit Anschluss zu und von jedem Zug wäre die auch für die Anbindung des Radkersburger Zentrums an den ÖV geeeignet.
Und man könnte einmal mit wesentlich niedrigeren Kosten die Akzeptanz einer grenzüberschreitende ÖV-Verbindung ausloten bzw damit überhaupt mal eine Nachfrage generieren (Angebot schafft ja auch Nachfrage) - und sei es als Vorläuferbetrieb für die Bahn.


Das stört mich auch andernorts an Bestrebungen zur Reaktivierung alter Bahngrenzübergänge: Man träumt von Streckenneubauten, die irgendwann in ferner Zukunft kommen (was praktisch ist, denn dann muss man sich nicht jetzt über die Finanzierung Gedanken machen), aber über kurzfristig machbare Massnahmen wie eine Attraktivierung des bestehenden oder die Einrichtung von auf die Bahn abgestimmten Buslinien (die ja auch die Bahn stärken) redet man nicht. Denn das wäre ja viel zu konkret und da müsste man als Gemeinde vielleicht schon im nächsten Budget ein Geld einplanen (für EK-Sicherungen oder für eine Buslinie) und vielleicht mit ein paar Bauern Klartext über Feldweg-EKs reden...

Es gibt über den ehemaligen Eisernen Vorhang und nach Slowenien kaum grenzüberschreitende lokale Busverbindungen - warum schafft man nicht vorerst mal per Bus ein attraktives ÖV-Angebot, sei es von Laa nach Hevlin, von Schwarzenau nach Slavonice oder von Bad Radkersburg nach Murska Sobota (wäre vielleicht sowieso ein attraktiveres Ziel als Ljutomer)?



Provodnik

  • Ch. Wagner
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #58

Die Radkersburger Bahn hat für mich nur eine Überlebenschance, wenn das Land Steiermark diese übernimmt, denn das nächste Sparpaket beim Bund droht bereits.


Nur zur Erinnerung: die Radkersburger Bahn gehört schon der Steiermark, die ÖBB machen den Fahrbetrieb. Und dieser Vertrag läuft 2018 aus. Dann kann das Land ein EVU suchen, daß den Betrieb fortsetzt.

LG! Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • FlipsP
Re: Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn
Antwort #59
Stimmt das wircklich? Das wäre mir ziehmlich neu. Warum sollte dann die ÖBB Ifra noch etwas investieren?
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)