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Thema: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg (22425-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Auto von Zug erfasst: Vier Personen getötet

Vier Menschen kamen Mittwochabend bei einem schweren Verkehrsunfall im Bezirk Deutschlandsberg ums Leben, als ihr Auto auf einem Bahnübergang von einem Zug der Graz-Köflacher-Bahn GKB erfasst wurde.
....


:-\

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3547159/auto-zug-erfasst-vier-personen-getoetet.story

Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #1

Auto von Zug erfasst: Vier Personen getötet

Schlimm.  :o

Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #2
Da sieht man wieder die Notwendigkeit von technischen Sicherungsanlagen - leider gibt es hier große Probleme, weil die Gemeinden jetzt draufgekommen sind, dass sie 50 % der Kosten dafür zu tragen haben und es große Widerstände gibt, kleine, unwichtigere Übergänge geschlossen werden sollen ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #3

Da sieht man wieder die Notwendigkeit von technischen Sicherungsanlagen - leider gibt es hier große Probleme, weil die Gemeinden jetzt draufgekommen sind, dass sie 50 % der Kosten dafür zu tragen haben und es große Widerstände gibt, kleine, unwichtigere Übergänge geschlossen werden sollen ...

W.


Vielmehr sind derartige Unfälle auf mangelnde Eigenverantwortung zurückzuführen.  Man kann nicht jede Eventualitaet mit Sicherungsmassnahmen ausschließen.  Auch wenn das Ergebnis tragisch iat aber hier geht es um menschliches Versagen und nicht mangelnde Sicherheit.

Andernfalls braeuchte man als Verkehrsteilnehmer ja garnicht mehr zu denken.
LG
zweitervondrei

Es gibt kein verfassungsmäßiges Recht auf einen Parkplatz!!!!!!

  • Ch. Wagner
Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #4

Da sieht man wieder die Notwendigkeit von technischen Sicherungsanlagen ...


... dann wird eben statt der Stoptafel das Rotlicht mißachtet, nicht einmal ein niedergehender Schranken hält diese Idioten vom Weiterfahren ab. Und schließlich: warum sind es (fast) ausschließlich Einheimische, die in die Unfälle verwickelt sind? Vielleicht sollte der Bürgermeister, statt Schranken zu fordern, in einer Aussendung die Einwohner über die StVO belehren.

LG! Christian
Fer aut feri ne feriaris feri!
Queen Elizabeth I.

Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #5
Das es überwiegend Einheimische sind, scheint richtig zu sein - ganz nach dem Motto "Das geht sich eh noch aus". Und dass auch trotz technischer Sicherung, immer wieder etwas passiert, ist auch richtig. Trotzdem muss man das Risiko minimieren, d. h. unwichtige Übergänge schließen, die anderen umrüsten bzw. umbauen ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • kroko
Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #6
Zitat
Auch wenn das Ergebnis tragisch iat aber hier geht es um menschliches Versagen und nicht mangelnde Sicherheit.


Das ist Unsinn. Dort wo Menschen unterwegs sind, muss man die Möglichkeit menschlichen Versagens in Betracht ziehen, und entsprechend vorsorgen. Soll heißen: eine Eisenbahnkreuzung gehört nicht nur so gesichert, dass sie der perfekte 100%-ig aufmerksame Autofahrer ohne Unfall queren kann, sondern so dass auch jemand der ein bisschen unaufmerksam ist ohne tödlichen Unfall drüberkommt. Und das heißt für mich: ein Schranken.

  • Ch. Wagner
Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #7

Das ist Unsinn. Dort wo Menschen unterwegs sind, muss man die Möglichkeit menschlichen Versagens in Betracht ziehen


Das bedeutet also auch für mich als Autofahrer, daß ich bei Ampel geregelten Kreuzungen jederzeit damit rechnen muß, daß ein anderer Lenker das Rotlicht mißachtet. Dito bei einer Nachrang- oder Stoptafel. Mit anderen Worten, für ein paar Unvernünftige, Idioten etc. muß alles gemacht werden. Jegliche Verantwortung wird an den Staat abgeschoben. Das, lieber Kroko, halte ich für Unsinn. Einerseits wollen alle mündige Bürger sein, doch an dir einfachen Regeln wollen sie sich nicht halten.

LG! Christian
Fer aut feri ne feriaris feri!
Queen Elizabeth I.

Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #8

Und das heißt für mich: ein Schranken.


Womit sich dann der dümmste anzunehmende Autofahrer erfolgreich einschließen kann; einen Schranken dann aufzufahren ist für die meisten dann auch schon wieder zu viel verlangt!

Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #9

Soll heißen: eine Eisenbahnkreuzung gehört nicht nur so gesichert, dass sie der perfekte 100%-ig aufmerksame Autofahrer ohne Unfall queren kann, sondern so dass auch jemand der ein bisschen unaufmerksam ist ohne tödlichen Unfall drüberkommt. Und das heißt für mich: ein Schranken.


Muss es nicht, hängt letztlich von der Örtlichkeit ab - grundsätzlich ist eine STOP-Tafel eine STOP-Tafel; es gibt ja sowas wie der Vertrauensgrundsatz ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • Vespa
Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #10
Müssten alle EKs der Sicherheit halber mit Schranken o.ä. gesichert sein, wie hier tlw. gefordert, da man von mündigen, autofahrenden (!) Menschen das Quäntchen Aufmerksamkeit und Intelligenz nicht mehr erwarten kann, eine Stoptafel nicht zu überfahren, würde das dann nicht auch bedeuten man müsste alle Kreuzungen, Zebrastreifen, Radfahrerüberfahrten, Autobahnauf- und Abfahrten, Einfahrten, Ausfahrten, und so weiter und so fort ebenfalls zumindest mit Ampeln regeln?

Bei aller Tragik eines solchen Unfalls und allem angebrachten Mitgefühl, aber von einem mündigen Menschen, der rechtens Besitzer eines Führerscheins ist, muss man erwarten können, dass er sich und andere an einer EK nicht aus Unachtsamkeit umbringt!

Btw: Lt. GKB-SMS gabs heute Vormittag anscheinend einen Unfall zwischen Webling und Gkf.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #11
Man müsste bei der Lenkerausbildung beginnen! - Das Auto ist die heilige Kuh und jeder muss offenbar einen "Sattel" dafür kriegen!

Die Geh- und Verbote im Straßenverkehr wurden in den letzten Jahrzehnten durch mehrere Faktoren immer mehr aufgeweicht.
Die Konzentration der Fahrzeuglenker auf das Verkehrsgeschehen wird immer schlechter, weil es immer mehr "Ablenkungen" gibt, die scheinbar ein Kavaliersdelikt darstellen:
Telefonieren, FERNSEHEN!, Essen, Trinken, Rauchen, Schminken, Frisieren, Rasieren, etc.

Kontrollen dienen leider zu 95% der Geldbeschaffung und haben mit Verkehrssicherheit nichts zu tun.

Wo Kontrollen notwendig wären, werden keine gemacht. Wenn ich heute bei Rot über eine Kreuzung fahre, habe ich keinerlei Strafe zu befürchten, wenn ich nicht gerade eine mit Rotlichtblitzer erwische.

Die Bewusstseinsbildung funktioniert in anderen Ländern offenbar viel besser als bei uns, weil hier macht jeder was er will, an Regeln halten sich die wenigsten.
Einige Punkte, bei denen man mit keiner Strafe rechnen muss, die aber genauso gefährlich für die Verkehrssicherheit sind:

Zu schnell
Zu geringer Abstand
Linksfahren außerhalb von Ortsgebieten
Nicht anhalten bei Stopp
Nicht anhalten bei Schutzwegen
Fahren bei Gelb oder Rot (nur noch schnell drüber - ich habs ja eilig  >:D )
Überholen vor EK's
Waghalsige Überholmanöver
ZU langsam fahren (unbegründet)
usw
usw

Ein Schranken hilft, den Lokführer und die Fahrgäste zu schützen, aber wer finanziert das?

Das Lenken eines Kraftfahrzeuges ist mit einiger Eigenverantwortung verbunden und ist kein Spaß! - Dieses Bewusstsein müsste gefördert werden!



Btw: Lt. GKB-SMS gabs heute Vormittag anscheinend einen Unfall zwischen Webling und Gkf.


Ja und jetzt noch einen zwischen Voitsberg und Köflach...  :-X
Liebe Grüße
Martin

Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #12

Kontrollen dienen leider zu 95% der Geldbeschaffung und haben mit Verkehrssicherheit nichts zu tun.


Angeblich gibt es Quoten, aber grundsätzlich werden die Geschwindigkeitsbeschränkungen schon an den richtigen Stellen gemacht. Und gerade an Eisenbahnübergängen wird viel gemacht - nur kann man nicht jeden überwachen; auch bei der GKB gibt es da Aktionen (blickende Rückstrahler in der Fahrbahn etc.).

Zitat

Ein Schranken hilft, den Lokführer und die Fahrgäste zu schützen, aber wer finanziert das?


Dafür gibt es eine entsprechende Verordnung - 50 % müssen halt die Gemeinde zahlen und die wehren sich und die Gemeinden wehren sich auch, kleinere Übergänge zu schließen. Da liegt das Problem!

Die GKB erwägt da ja auch Klagen, weil sie natürlich die ganze Problematik lösen will (Auflassung von unwichtigen Übergängen und technische Sicherung der wirklich wichtigen) - Problem ist, dass die Behörde da sicherlich nicht mehr lange zuschauen wird und dann drohen erhebliche Geschwindigkeitsbeschränkungen (von 15 km/h oder weniger ist die Rede); damit wäre die ganze Weststeiermark eine einzige Bahnlangsamfahrstelle!!!

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/voitsberg/3516950/nun-droht-gemeinden-ein-langer-rechtsstreit.story
https://www.kommunalnet.at/news/artikel/select_category/87/article/erste-hohe-rechnungen-flattern-ins-haus.html?cHash=2b04437aed6957108b66356b56b6386a
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3250224/kampf-gegen-sperre.story

Zitat

Btw: Lt. GKB-SMS gabs heute Vormittag anscheinend einen Unfall zwischen Webling und Gkf.

Ja und jetzt noch einen zwischen Voitsberg und Köflach...  :-X


Nicht ganz die Tage der GKB  >:(


Erstellt am: Februar 13, 2014, 11:43:46
Natürlich wird die Ursache des Unfalls untersucht: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3547882/sicherheitstechnische-untersuchung-eingeleitet.story

Sicherheitstechnische Untersuchung eingeleitet

Nach dem tragischen Zugunglück im Bezirk Deutschlandsberg, ist nun die Sicherheitsuntersuchung eingeleitet worden. Der Unfallhergang soll rasch und sorgfältig geklärt werden um derartige Unfälle in Zukunft zu vermeiden.

Im Zusammenhang mit dem Unfall auf einer technisch nicht gesicherten Eisenbahnkreuzung in der Weststeiermark am Mittwochabend hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie die Einleitung einer Sicherheitsuntersuchung eingeleitet. Wie es am Donnerstag hieß, geht es um eine rasche und sorgfältige Klärung des Unfallhergangs.

Die Prüfung sei von der Sicherheitsuntersuchungsstelle der Bundes auf Basis der Bestimmungen der entsprechenden EU-Richtlinie mit den Regelungen des österreichischen Unfalluntersuchungsgesetzes eingeleitet worden. Nach Abschluss der Untersuchung wird der Untersuchungsbericht unter http://versa.bmvit.gv.at abrufbar sein.

Die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes ist funktionell und organisatorisch unabhängig und hat das Ziel, die Ursache von Unfällen zu eruieren, um Sicherheitsempfehlungen ausarbeiten zu können und um derartige Unfälle in Zukunft zu vermeiden. Untersucht werden Vorfälle, von denen neue Erkenntnisse zur Unfallvermeidung und zur nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssicherheit zu erwarten sind.


W.
  • Zuletzt geändert: Februar 13, 2014, 18:59:56 von Sanfte Mobilität
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #13


Martin hat leider Recht, die Kontrollen werden dort gemacht, wo entsprechende Einnahmen zu erwarten sind und nicht wo sie der Verkehrssicherheit dienen
  • Zuletzt geändert: Februar 13, 2014, 21:25:08 von exilgrazer

  • kroko
Re: Schwerer Unfall auf Bahnübergang bei Hollenegg
Antwort #14
Zitat
Das bedeutet also auch für mich als Autofahrer, daß ich bei Ampel geregelten Kreuzungen jederzeit damit rechnen muß, daß ein anderer Lenker das Rotlicht mißachtet. Dito bei einer Nachrang- oder Stoptafel. Mit anderen Worten, für ein paar Unvernünftige, Idioten etc. muß alles gemacht werden. Jegliche Verantwortung wird an den Staat abgeschoben. Das, lieber Kroko, halte ich für Unsinn. Einerseits wollen alle mündige Bürger sein, doch an dir einfachen Regeln wollen sie sich nicht halten.


Nein, man muss nicht jederzeit damit rechnen dass ein anderer Lenker einen schweren Fehler macht. Aber an Stellen, wo ein Fehler extreme Folgen nach sich ziehen kann, gehört eben ganz besonders stark gesichert. Und an einer Eisenbahnkreuzung kann eben durch eine relativ kleine Unachtsamkeit ein extrem schlimmer Unfall passieren.

Und es ist ein Unterschied, ob jemand an einer Stopp-Tafel nicht hält oder in einem Schranken eingeschlossen wird. Ersteres kann wirklich aus Unachtsamkeit passieren, letzteres nur aus Überheblichkeit und Ignoranz.