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Thema: Übernahme der GKB durch die ÖBB? (28864-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema - Thema abgeleitet von GKB Ausbau und Elektr...

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  • FlipsP
Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #45
@ Andreas
Und wer entscheidet welches Unternehmen welche Trassen bekommt?
Der Infrastrukturbetreiber und nicht irgendwer im fernen Belgien.
Wir erinnern uns alle an die Streiterein zwischen ÖBB und Westbahn.

Stimmt, aber der Infrastrukturbetreiber muss diese Trassen neutral vergeben. Also könnte trotzdem jeder kommen und auf der GKB fahren.

Zitat
@Bus
Der Betriebsrat dient der Belegschaft und ist kein Kundenbetreuer, und wenn Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen wird er sofern er Tätigkeit versteht Einspruch erheben, Maßnahmen setzten.

Wenn es wirklich um Arbeitsplätze geht, dann wirft er diese mit dieser Maßnahme trotzdem ins Spiel, denn somit verärgert er Kunden und die regionale Politik, die aber andererseits vermutlich ein Fürsprecher wären. Wie gesagt es gäbe andere Maßnahmen, bevor man zur Arbeitsniederlegung greift.

Natürlich entscheidet dies der Infrastrukturbetreiber - darum ging es aber nicht sondern darum ob es nicht sowieso früher oder später notwendig ist eine Trennung zwischem EVU und Infrastrukturbetreiber vorzunehmen wie es in zahlreichen anderen österreichischen und auch europäischen Beispielen bereits der Fall ist.

Vielleicht ist genau das der Grund für eine Eingliederung in die ÖBB Infra?
Eventuell meint der Eigentümer, wenn er schon trennen muss, dass die GKB Infra dann ja auch in die ÖBB Infra kommen könnte.
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #46
@ Andreas
Und wer entscheidet welches Unternehmen welche Trassen bekommt?
Der Infrastrukturbetreiber und nicht irgendwer im fernen Belgien.
Wir erinnern uns alle an die Streiterein zwischen ÖBB und Westbahn.

@Bus
Der Betriebsrat dient der Belegschaft und ist kein Kundenbetreuer, und wenn Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen wird er sofern er Tätigkeit versteht Einspruch erheben, Maßnahmen setzten.

Auch aktuell bestellt die GKB Trassen bei der ÖBB Infrastruktur, das sollte also kein großes Hindernis sein. Und ÖBB sowie GKB sind Dank des gleichen Eigentümers im Gegesatz zu ÖBB und Westbahn keine Konkurrenz, hier dürfte es also nicht wirklich viele Konflikte geben.

Und aktuell scheint ja zumindest noch kein einziger Arbeitsplatz in Gefahr zu sein, also gibt es keinen Grund, hier fahrgastunfreundliche und dem eigenen Unternehmen schädliche Maßnahmen zu setzen.

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #47


Stimmt, aber der Infrastrukturbetreiber muss diese Trassen neutral vergeben. Also könnte trotzdem jeder kommen und auf der GKB fahren.



Theroie und Praxis sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.....


Wie gesagt es gäbe andere Maßnahmen, bevor man zur Arbeitsniederlegung greift.



Die da wären?

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #48
Ja gut, das schon. Aber wieso sollte es ein großes Problem sein, zum Beispiel eine Trasse für einen Zug von Graz Hbf nach Köflach zu bekommen, wenn auf der Strecke eh niemand außer der GKB fährt?

Einziges Problem könnte sein, dass die ÖBB Infra die recht sportlichen Fahrzeiten der GKB, die an sich problemlos fahrbar sind, so nicht mehr zulässt, das wäre tatsächlich ein gröberes Problem, denn dann würde es entweder das Taktgefüge zusammen hauen oder einige Stationen müssten aufgelassen werden, und das wäre beides nicht toll.

  • FlipsP
Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #49


Stimmt, aber der Infrastrukturbetreiber muss diese Trassen neutral vergeben. Also könnte trotzdem jeder kommen und auf der GKB fahren.



Theroie und Praxis sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.....

Hier definitiv nicht.


Einziges Problem könnte sein, dass die ÖBB Infra die recht sportlichen Fahrzeiten der GKB, die an sich problemlos fahrbar sind, so nicht mehr zulässt, das wäre tatsächlich ein gröberes Problem, denn dann würde es entweder das Taktgefühe zusammen hauen oder einige Stationen müssten aufgelassen werden, und das wäre beides nicht toll.

Man darf dabei aber bitte nicht vergessen: Auch wenn statt GKB dann ÖBB draufsteht: Es werden großteils die selben Mitarbeiter am Werk sein. Da dürfte sich nicht gravierend was ändern.
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #50
@Bus
Der Betriebsrat dient der Belegschaft und ist kein Kundenbetreuer, und wenn Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen wird er sofern er Tätigkeit versteht Einspruch erheben, Maßnahmen setzten.
Er bedenkt halt nicht, dass er mit der Maßnahme auch den eigenen Mitarbeitern schadet.

Wie bereits mehrfach (nicht nur von mir) angemerkt: Die Unterstützung von außen für die GKB ist definitiv größer, wenn sich die Kunden auf die GKB verlassen können.

Wenn man sich aber nicht auf die GKB bzw. deren Personal verlassen kann, sorgt das dafür, dass sich manche wünschen werden, dass die ÖBB in Zukunft (teilweise) übernimmt, damit es nicht wieder zu unnötigen Zugausfällen kommt.


Wenn man zuerst andere Mittel probiert hätte, würde ich die paar Stunden für die Betriebsversammlung nicht so tragisch sehen. Wenn es aber die erste Maßnahme ist, mit der sich der Betriebsrat offenbar nur öffentlich in Szene setzen will, sieht die Situation ganz anders aus.




Ein möglicher Weg für einen ersten Schritt wäre z.B., die Bürgermeister der Region und in weiterer Folge die Landesregierung ins Boot zu holen, damit diese in Wien ein bisschen politischen Druck ausüben.
  • Zuletzt geändert: September 01, 2021, 23:26:28 von Bus 15 O530 Citaro L

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #51
Naja die ÖBB Infra hat in letzter Zeit allein durch KAB und SBT viel zu tun gehabt und meiner bescheidenen Meinung nach haben die Planer, die dort "frei" werden ein großes "Know-How" in puncto Elektrifizierung haben. Alleine deswegen finde ich das für die Zukunft in Ordnung.
Liebe Grüße
Martin

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #52


Stimmt, aber der Infrastrukturbetreiber muss diese Trassen neutral vergeben. Also könnte trotzdem jeder kommen und auf der GKB fahren.



Theroie und Praxis sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.....

Hier definitiv nicht.


Einziges Problem könnte sein, dass die ÖBB Infra die recht sportlichen Fahrzeiten der GKB, die an sich problemlos fahrbar sind, so nicht mehr zulässt, das wäre tatsächlich ein gröberes Problem, denn dann würde es entweder das Taktgefühe zusammen hauen oder einige Stationen müssten aufgelassen werden, und das wäre beides nicht toll.

Man darf dabei aber bitte nicht vergessen: Auch wenn statt GKB dann ÖBB draufsteht: Es werden großteils die selben Mitarbeiter am Werk sein. Da dürfte sich nicht gravierend was ändern.

Ist das so?!

  • phil5
Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #53

Nein definitiv nicht!
Wenn die Strecken der GKB wirklich ein Teil der ÖBB Infrastruktur werden, wird es schon alleine im Punkte der SNNB Änderungen geben, z.B.: Zeiten für Zugvereinigung und Trennen ist bei den ÖBB SNNB definitv länger als bei der GKB. Die Gebühren für die Trassenpreise sowie Stationshalte werden nach einem anderem Modell berechnet.
Auch bei den "Hausinternen" Normen wird es einiges an Anpassungen geben, da die ÖBB Infrastruktur andere hausinterne Normen verwedet als die GKB, und da spreche ich nicht nur von den Stationsschildern.

Also sowohl betrieblich (Trassen- und Fahrplantechnisch) als auch Kostentechnisch würde sich für das EVU erheblich was ändern.

Lg

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #54

Nein definitiv nicht!
Wenn die Strecken der GKB wirklich ein Teil der ÖBB Infrastruktur werden, wird es schon alleine im Punkte der SNNB Änderungen geben, z.B.: Zeiten für Zugvereinigung und Trennen ist bei den ÖBB SNNB definitv länger als bei der GKB. Die Gebühren für die Trassenpreise sowie Stationshalte werden nach einem anderem Modell berechnet.
Auch bei den "Hausinternen" Normen wird es einiges an Anpassungen geben, da die ÖBB Infrastruktur andere hausinterne Normen verwedet als die GKB, und da spreche ich nicht nur von den Stationsschildern.

Also sowohl betrieblich (Trassen- und Fahrplantechnisch) als auch Kostentechnisch würde sich für das EVU erheblich was ändern.

Lg

DANKE!

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #55
Nur wird früher oder später - in welcher Form auch immer - eine Trennung zwischen Infrastrukturbetreiber und EVU notwendig werden.

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #56
Nur wird früher oder später - in welcher Form auch immer - eine Trennung zwischen Infrastrukturbetreiber und EVU notwendig werden.

Sagt wer?
Fahren die Landesbahn, die NÖVOG, die Krimmlerbahn, die Zillertalbahn etc. auf eigenständigen Infrastrukturen?


Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #57

Sagt wer?
Fahren die Landesbahn, die NÖVOG, die Krimmlerbahn, die Zillertalbahn etc. auf eigenständigen Infrastrukturen?

Zumindest bei der Landesbahn sind es zwei Unternehmen. Infrastruktur betreibt die Steiermarkbahn und die Steiermarkbahn und Bus GmbH die für die Führung der Züge zuständig ist. Die NÖVOG ist nicht mal ein Normalspur EVU und bei den anderen sind nicht vernetzte Schmalspurbahnen. Keine Ahnung welche Regeln dort gelten.

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #58
Punkt 1: Wieso braucht ein Staat 2 völlig diente Unternehmen (Postbus und Bahnbus wurden zB auch fusioniert).
Punkt 2: Die GKB läuft trotz Schwierigkeiten recht gut und ist stark in der Region verwurzelt. Wieso sollte man das ändern?
Dass derselbe Eigentümer zwei Unternehmen betreibt, ist doch auch in der Privatwirtschaft häufig zu beobachten. Saturn/Media Markt oder Billa/Merkur. Von großen Lebensmittelkonzernen wie Nestlé oder Unilever ganz zu schweigen, die in unzählige kleinere  Unternehmen aufgeteilt sind.
Das Betrieben von Regionalbahnen und Hauptbahnen sind zwei sehr unterschiedliche Dinge und die ÖBB hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie an Regionalbahnen wenig interessiert sind. Siehe dazu Radkersburgerbahn, Pinzgaubahn, Mariazellerbahn, Schweinbarther Kreuz.

Eine solche Trennung gäbe es bei der gkb ja noch nicht und sofern ich ggf. die Vorgaben richtig verstehe müsste sich dann ja sowieso etwas in diese Richtung ändern?
Nein, integrierte Eisenbahnunternehmen sind gemäß EisbG erlautbt, müssen aber intern strikt trennen.

Stimmt, aber der Infrastrukturbetreiber muss diese Trassen neutral vergeben. Also könnte trotzdem jeder kommen und auf der GKB fahren.
Theroie und Praxis sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.....
Wenn dem nicht so wäre, würde die Trassenvergabe durch die Schienencontrol erfolgen.

Zitat
Also sowohl betrieblich (Trassen- und Fahrplantechnisch) als auch Kostentechnisch würde sich für das EVU erheblich was ändern.
Danke.

Zitat
Ein möglicher Weg für einen ersten Schritt wäre z.B., die Bürgermeister der Region und in weiterer Folge die Landesregierung ins Boot zu holen, damit diese in Wien ein bisschen politischen Druck ausüben.
Woher weiß du, dass das nicht bereits passiert ist?

Mir persönlich ist es relativ egal, wer die GKB betreibt. Verwundernswert und traurig finde ich nur, wie wenig Solitarität gegenüber Arbeitnehmervereinigungen gezeigt wird. Die bescheren nämlich jeden von uns Kollektivverträge und damit Aspekte wie Mindestlöhne, 13. und 14. Gehalt, Sonderurlaub. Wenn es ein Unternehmen nicht schafft Mitarbeitende zufriedenzustellen, dann dürfen sich Arbeitnehmer glücklicherweise darüber beschweren. Alternativ wäre natürlich eine Auflösung von Arbeitnehmerverbänden denkbar, aber das würde allen Arbeitnehmern, welche die GKB benutzen, wesentlich härter treffen als ein einmaliger Entfall von Zügen zwischen 10 und 13 Uhr (wo die meisten sowieso in der Arbeit sitzen).
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

Re: Übernahme der GKB durch die ÖBB?
Antwort #59
(...)
Eine solche Trennung gäbe es bei der gkb ja noch nicht und sofern ich ggf. die Vorgaben richtig verstehe müsste sich dann ja sowieso etwas in diese Richtung ändern?
Nein, integrierte Eisenbahnunternehmen sind gemäß EisbG erlautbt, müssen aber intern strikt trennen.

(...)

Wie sieht so eine interne Trennung in der Praxis dann aus?