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Thema: Mur-Kraftwerk Puntigam (163934-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #315
Erst durch die großzügige finanzielle Beteiligung der Stadt (in Form des Sammelkanals, der nur durch das Kraftwerk überhaupt nötig wird) war das ganze wirtschaftlich irgendwie darstellbar (wirklich sinnvoll ist's immer noch nicht).
So ein Blödsinn! Bitte zuerst mit Fakten beschäftigen, bevor man Lügen verbreitet!

1. Der Speicherkanal ist generell ein sinnvolles und zeitgemäßes Projekt, dass einfach verhindert, dass Schmutzwasser in die Mur gelangt. Ähnliche Bauwerke gibt es auch in anderen Städten.

2. Nur im Abschnitt Schönaubrücke-Kraftwerk ist der Kanal unbedingt notwendig, da hier die Entlastungen dann unterhalb des Wasserspiegels liegen würden. Der Rest wird von der Stadt auch jetzt gebaut, da es jetzt kostengünstiger ist, wenn es sowieso bereits eine Baustelle gibt.

3. Es wird nicht der gesamte Speicherkanal von der Stadt gezahlt. Die Kraftwerksbetreiber zahlen selbstverständlich den Anteil Schönaubrücke-Kraftwerk. Also wie kommt man da jetzt drauf, dass sich durch eine angebliche Beteiligung der Stadt Graz angeblich etwas an der Wirtschaftlichkeit ändern soll??
Auch zur Versorgungssicherheit wird Puntigam nichts beitragen, weil es gerade dann wenn der Verbrauch am höchsten ist (im Winter) kaum etwas produziert (Ausbauwassermenge ist 200m³/s, die Mur führt in den Wintermonaten aber nur ca. 50m³/s).
Doch wird es eigentlich schon. Vielleicht wirst du es als Endverbraucher im Normalbetrieb nicht so besonders merken, aber der "Kraftwerksverband" Puntigam-Gössendorf-Kalsdorf kann, falls das Stromnetz zusammenbrechen sollte, ein räumlich begrenztes Subnetz im grazer Raum aufbauen - und das nämlich relativ rasch - bis das internationale Stromnetz wieder vollständig anlaufen würde, würde es mehrere Tage dauern. Also genau in diesem kleinen Raum, macht es dann schon einen riesen Unterschied, ob es das Kraftwerk Puntigam gibt oder nicht.

Ich weiß die Mehrheit wird ihre Meinung nicht ändern, aber macht euch vielleicht ein bisschen mehr sachliche Gedanken darüber - vor allem was den Speicherkanal angeht.

  • FlipsP
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #316
Erst durch die großzügige finanzielle Beteiligung der Stadt (in Form des Sammelkanals, der nur durch das Kraftwerk überhaupt nötig wird) war das ganze wirtschaftlich irgendwie darstellbar (wirklich sinnvoll ist's immer noch nicht).

Du weißt aber, dass die Stadt Graz ein zinsfreies Darlehen über 20 Mio. Euro für das Kraftwerk gegeben hat? Eigentlich galt das Kraftwerk bis zu diesem Zeitpunkt als unwirtschaftlich, so weit mir bekannt.
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #317
Erst durch die großzügige finanzielle Beteiligung der Stadt (in Form des Sammelkanals, der nur durch das Kraftwerk überhaupt nötig wird) war das ganze wirtschaftlich irgendwie darstellbar (wirklich sinnvoll ist's immer noch nicht).

Du weißt aber, dass die Stadt Graz ein zinsfreies Darlehen über 20 Mio. Euro für das Kraftwerk gegeben hat? Eigentlich galt das Kraftwerk bis zu diesem Zeitpunkt als unwirtschaftlich, so weit mir bekannt.
Mir ging es darum, dass der ZSK sicher keine Form einer finanziellen Beteiligung der Stadt Graz ist.

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #318
1. Der Speicherkanal ist generell ein sinnvolles und zeitgemäßes Projekt, dass einfach verhindert, dass Schmutzwasser in die Mur gelangt. Ähnliche Bauwerke gibt es auch in anderen Städten.

Das mag sein, trotzdem wäre er ohne Kraftwerk nicht *nötig*. Nebenbei: wenn man schon so viel geld in die Hand nimmt wäre es eigentlich sinnvoller erste Schritte zu setzen um vom Mischwassersystem weg zu kommen.

Zitat
2. Nur im Abschnitt Schönaubrücke-Kraftwerk ist der Kanal unbedingt notwendig, da hier die Entlastungen dann unterhalb des Wasserspiegels liegen würden. Der Rest wird von der Stadt auch jetzt gebaut, da es jetzt kostengünstiger ist, wenn es sowieso bereits eine Baustelle gibt.

Diese Kostenersparnis erschließt sich mir nicht, da es - wie du ja selbst schreibst - um einen ganz anderen Bauabschnitt geht. Das einzige wass güstiger wird ist die Verbindung zwischen den beiden Abschnitten, weil man dort nicht nochmal aufgraben muss falls man irgendwann in der Zukunft mal einen Sammelkanal nördlich der Schönaubrück dranstoppeln will.

Zitat
3. Es wird nicht der gesamte Speicherkanal von der Stadt gezahlt. Die Kraftwerksbetreiber zahlen selbstverständlich den Anteil Schönaubrücke-Kraftwerk.

... wofür die Stadt Graz ein zinsfreies Darlehen zur Verfügung stellt. Man erspart sich also schon maldie Finanzierungskosten.

Zitat
Also wie kommt man da jetzt drauf, dass sich durch eine angebliche Beteiligung der Stadt Graz angeblich etwas an der Wirtschaftlichkeit ändern soll??

Was war es dann, das die Meinung der Estag geändert hat? Die hatte das Projekt ja bereits auf Eis gelegt (und wenn man sich die Gestehungskosten des Puntigamer Stroms ansieht: zu Recht; dieser Preis ist am Markt nicht konkurrenzfähig).

Zitat
Auch zur Versorgungssicherheit wird Puntigam nichts beitragen, weil es gerade dann wenn der Verbrauch am höchsten ist (im Winter) kaum etwas produziert (Ausbauwassermenge ist 200m³/s, die Mur führt in den Wintermonaten aber nur ca. 50m³/s).
Doch wird es eigentlich schon. Vielleicht wirst du es als Endverbraucher im Normalbetrieb nicht so besonders merken, aber der "Kraftwerksverband" Puntigam-Gössendorf-Kalsdorf kann, falls das Stromnetz zusammenbrechen sollte, ein räumlich begrenztes Subnetz im grazer Raum aufbauen - und das nämlich relativ rasch - bis das internationale Stromnetz wieder vollständig anlaufen würde, würde es mehrere Tage dauern. Also genau in diesem kleinen Raum, macht es dann schon einen riesen Unterschied, ob es das Kraftwerk Puntigam gibt oder nicht.

Puntigam-Gössendorf-Kalsdorf decken aber grob überschlagen nicht mal die Hälfte des Grazer Strombedarfs. Nicht mal wenn man Weinzödl dazunimmt geht es sich aus.
Die Murkraftwerke produzieren je ca. 80 GWh/a, zusammen also rund 240 GWh (bzw. 320 mit Weinzödl); die Österreicher verbrauchen im Durchschnitt pro Kopf etwa 1800 kWh/a, macht bei 280.000 Einwohnern einen Jahresbedarf von gut 500 GWh. Wie gesagt: sehr grob gerechnet; da ist noch nicht berücksichtigt, dass Graz als Industriestandort eher einen überdurchschnittlichen Verbrauch haben dürfte.
Im Sommer könnt es sich mit etwas Glück ausgehen, Netzausfälle im Winter können die Grazer Kraftwerke definitiv nicht abfangen. Da wird man dann jedenfalls Mellach hochfahren müssen (wenns wegen der Fernwärme nicht eh schon läuft, dann sind die Murkraftwerke aber völlig egal).

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #319
Der all inclusive Pro Kopf Stromverbrauch pendelt in Österreich bei 8000- 8500 kwH/ Jahr. Deswegen brauchen wir  Kraftwerke, auch solche, die sich kaum oder derzeit nicht rechnen, wie jenes in Graz. Da wäre dann die Strassenbahn auch mit dabei.

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #320
Ich sag mal so - desto mehr Kraftwerke ( ausser Atom+Thermisch ) - desto besser, auch wenn es sich auf den ersten Blick vlt nicht so rechnet wie mancher gerne hätte

Die Alternative sind Thermische bzw noch schlimmer, Atomkraftwerke von denen wir eigentlich wegwollen..

Natürlich kann man ( und soll man auch ! ) stromsparen, aber der Stromverbrauch wird nichtsdestotrotz in Zukunft auch weiter steigen ( E-Autos, Klima-anlagen etc etc )
CCP Wrangler : EVE is a dark and harsh world, you're supposed to feel a bit worried and slightly angry when you log in, you're not supposed to feel like you're logging in to a happy, happy, fluffy, fluffy lala land filled with fun and adventures, that's what Hello Kitty Online is for.

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #321
Der all inclusive Pro Kopf Stromverbrauch pendelt in Österreich bei 8000- 8500 kwH/ Jahr. Deswegen brauchen wir  Kraftwerke, auch solche, die sich kaum oder derzeit nicht rechnen, wie jenes in Graz. Da wäre dann die Strassenbahn auch mit dabei.

Trotzdem wär's schon angebracht die jeweils günstigste Variante zu wählen bzw. die mit dem geringsten ökologischen Impact.

Wie gesagt: ein Windpark wäre um rund 1/3 billiger gewesen.

  • Ch. Wagner
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #322
Wie gesagt: ein Windpark wäre um rund 1/3 billiger gewesen.



... und verschandelt - siehe Parndorf - die Gegend auf immer. Und von Umweltverträglichkeit und Ökologie sind sie noch weit entfernt.
  • Zuletzt geändert: Juli 17, 2018, 10:07:28 von Ch. Wagner
Fer aut feri ne feriaris feri!
Queen Elizabeth I.

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #323
... und verschandelt - siehe Parndorf - die Gegend auf immer. Und von Umweltverträglichkeit und Ökologie sind sie noch weit entfernt.

Bei Puntigam würd ich jetzt allerdings auch nicht von einem Musterbeispiel für Ökologie sprechen.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #324
Andererseits: würde man die Windräder des Windparks hintereinander mitten in die Mur einbauen, könnte man noch immer von einem 'Murkraftwerk' sprechen...  ;D
Man könnte die höher bauen und an den Stehern die Gondelseile befestigen.  ;D
Liebe Grüße
Martin

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #325
In den nächsten Tagen soll die Gleichenfeier stattfinden.
(Mit "Trudersdorf" im Artikel, ist wohl Rudersdorf gemeint.)  :hehe:

https://steiermark.orf.at/news/stories/2931148/

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #326
Der Abriss des Puchstegs erfolgt nun bald - Ende Mai. Etwas weiter nördlich, etwa auf Höhe der Seifenfabrik, soll ein neuer Steg gebaut werden:

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5626107/Murkraftwerk-Graz_Radfahrer-aufgepasst_Jetzt-wird-der-Puchsteg?fbclid=IwAR0u3bg17UQQ1IUfLH0iu0dsQUu5ymq1sMFTMLwZsQY5XrbvXtjID7d6Bwk

  • LS64
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #327
Der neue Steg steht schon lange. Nur die "Zufahrt" ist noch nicht aufgeschüttet und befestigt.

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #328
Der neue Steg steht schon lange. Nur die "Zufahrt" ist noch nicht aufgeschüttet und befestigt.

Danke für die Info! Ich war schon länger nicht mehr dort. ;)

Gestern Abend habe ich kurz vorbeigeschaut. Die Aufnahmen entstanden vom alten Puchsteg und zeigen das fast fertige Kraftwerk, sowie den bald fertigen neuen Steg:

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #329
Ab heute ist der alte Puchsteg gesperrt. Der Abbruch des alten Steges dürfte nun erfolgen. Nun gibt es zwischen Bertha-von-Suttner-Friedensbrücke und Puntigamer Brücke keine Querungsmöglichkeit der Mur für Radfahrer und Fußgänger. Erst mit Inbetriebnahme des Murkraftwerkes und/oder Eröffnung des neuen Steges dürfte sich die Lage wieder ändern. Ende des Sommers dürfte der neue Steg (Sturzgasse-Bereich Seifenfabrik) eröffnet werden:

https://www.facebook.com/dialogbueromurkraftwerkgraz/posts/2399876913408270