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Thema: GKB will schneller werden (4908-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • 4020er
  • Styria Mobile Team
GKB will schneller werden
Zitat
Personenbeförderung: Bahntrassen müssen für die hochmodernen Dieselgarnituren, die rund 50 Millionen Euro kosten, adaptiert werden.

Sie werden das Rückgrat der Personenbeförderung auf den GKB-Eisenbahnlinien sein, die neuen Diesel-Gelenktriebwagen der Bauart "Stadler GTW 2/8". Das betonte Franz Weintögl, Generaldirektor der Graz-Köflach Bahn und Busbetrieb GmbH in Köflach bei der Ausstellung "Kohle, Dampf & Schiene" im Kunsthaus. Insgesamt 13 Garnituren mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro werden angeschafft. Vier dieser hochmodernen Gelenktriebwagen sollen noch heuer den Betrieb aufnehmen.

Die dreiteiligen Dieselgarnituren weisen 150 Sitzplätze auf. "Nach dem ,Roten Blitz' Anfang der 50er-Jahre, den ,VT 70''-Triebwagen ab 1980 und den erstmals in Österreich eingesetzten Doppelstockwaggons, die 1993 ihren Betrieb aufgenommen haben, setzen wir wieder neue Meilensteine in der Personenbeförderung", so der Generaldirektor. Mit der Einführung der S-Bahn auf den GKB-Linien benützen im Durchschnitt 3200 Personen pro Tag die GKB-Züge, um 400 mehr als zuvor.

Weintögl betonte, dass sein Unternehmen die Zukunftschancen in der Personen- und Güterbeförderung auch weiterhin nutzen werde. Um im Personenverkehr noch attraktiver zu sein, sind Maßnahmen für eine höhere Zuggeschwindigkeit geplant. "So müssen wir die Trassen, die im Prinzip schon seit 150 Jahren bestehen, für die neuen, schnellen Garnituren adaptieren."

Ein Problem stellen auch die 122 Eisenbahnkreuzungen dar - und zwar nicht nur wegen der Sicherheit: "Bahnkreuzungen bedeuten auch Geschwindigkeitsreduktionen für unsere Zuggarnituren." Abhilfe könnten in diesen Fällen nur Bahnüber- oder -unterführungen schaffen.


Kleine Zeitung

Die GKB ist sicherlich der Vorbildbetrieb schlechthin - sehr positiv, dass jetzt noch mehr ausgebaut wird.

lg
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: GKB will schneller werden
Antwort #1

Die GKB ist sicherlich der Vorbildbetrieb schlechthin - sehr positiv, dass jetzt noch mehr ausgebaut wird.


Ja, eine wirklich sehr positive Entwicklung - von der Schrottbahn zum Schmuckstückerl.   :one:
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


  • Ch. Wagner
Re: GKB will schneller werden
Antwort #2
Häää, Schrottbahn???
LG!Christian
Fer aut feri ne feriaris feri!
Queen Elizabeth I.

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: GKB will schneller werden
Antwort #3
Naja, die GKB ist immerhin bis in die 70er-Jahre mit Uralt-Dampfloks gefahren. ;)
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

Re: GKB will schneller werden
Antwort #4
Da können sich die ÖBB eine Scheibe abschneiden, da fährt man ja auf Hauptbahnen teilweise langsamer als auf der GKB.

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: GKB will schneller werden
Antwort #5

Häää, Schrottbahn???


Solange die GKB eine Kohlenbahn mit Personenbeförderung war, erfolgten Investitionen äußerst sparsam. Für den Fuhrpark wurde grundsätzlich altbrauchbares Material eingekauft, das für die damalige Zeit einzig Fortschrittliche waren die Triebwagen Typ Ürdingen. Die ersten neu angschafften Lokomotiven waren überhaupt erst die 1969/72 (im damaligen Konzern selbstgebauten) kleinen DE-Maschinen. Der Güterwagenpark bestand vorwiegend aus alten Fahrzeugen mit Holzaufbau (ein Gutteil davon ungebremst), welche meist durch irgendwelche "Schieflagen" aufgefallen sind, und teilweise gar nicht übergangsfähig waren (von RIV-Fähigkeit ganz zu schweigen). Der Streckenzustand, speziell am Wieser Ast hatte ob des leichten Oberbaus und der unermüdlichen Arbeit der Dampflokomotiven "Kriegsqualität", da waren auch die geraden Streckenabschnitte sehr "wellenförmig". Die Personenwagen waren natürlich "Holzklasse", was sich auch erst durch den Kauf der N28 von den ÖBB gebessert hat. Trotzdem war und blieb der Fahrkomfort im "Schwarzen" bis zur Anschaffung der Doppelstockwagen eher bescheiden ...
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: GKB will schneller werden
Antwort #6
Wie siehts eigentlich mit der Elektrifizierung der GKB-Strecken aus, ist diesbezüglich irgendwann in nächster Zukunft einmal etwas geplant?

Re: GKB will schneller werden
Antwort #7
Wie siehts eigentlich mit der Elektrifizierung der GKB-Strecken aus, ist diesbezüglich irgendwann in nächster Zukunft einmal etwas geplant?
Laut einem GKBler ist die Elektrifizierung der GKB eine langfristige Vision.

Re: GKB will schneller werden
Antwort #8
Die 13 bestellten Diesel- GTW 2/8 von Stadler sind ja auch nicht gerade ein Indiz
für eine in absehbarer Zeit geplante Elektrifizierung.

LG Rainer

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: GKB will schneller werden
Antwort #9
Naja, durch sie Modulbauweise der GTW ist ein Austausch des Antriebmoduls schnell vollzogen.
Mich würde interessieren, obwohl mal sowohl ein Elektro- als auch ein Dieselantriebsmodul einbauen kann. ;D
  • Zuletzt geändert: Mai 22, 2010, 19:23:34 von 4020er
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: GKB will schneller werden
Antwort #10
Interessanterweise wurde auch schon seinerzeit, bei der Anschffung der VT70, darauf hingewiesen, daß diese Fahrzeuge relativ einfach auf Elektrobetrieb umzurüsten wären. Verbrennungsmotor raus, Transformator rein, Dachausrüstung drauf und fertig wärs. Fällt natürlich niemandem ein, gar so begeisternde Fahrzeuge waren die ja nie.
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: GKB will schneller werden
Antwort #11

Naja, durch sie Modulbauweise der GTW ist ein Austausch des Antriebmoduls schnell vollzogen.

Man muss da schon zwischen technischen Möglichkeiten und betriebswirtschaftlicher Sinnhaftigkeit unterscheiden.
Ein Austausch der Antriebsmodule ist natürlich möglich, aber die jetzt getätigte Beschaffung ist wohl ein eindeutiges Indiz
dafür, dass eine Elektrifizierung in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist.
Die Wagenparksituation der GKB ist ja bei Weitem nicht so prekär, dass sie einen "Notkauf" rechtfertigen würde.

LG Rainer