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Thema: "Ihr könnt jetzt die Grazer Ampeln bewerten" (Kleine Zeitung, 6.11.2015) (4704-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Re: "Ihr könnt jetzt die Grazer Ampeln bewerten" (Kleine Zeitung, 6.11.2015)
Antwort #15
Bei der Oper hat man eine gute Lösung gefunden mit dem eigenen Linksabbiegestreifen bzw. Ampelregelung.
Auch wenn es die schon länger gibt: Auch beim Radetzkyspitz hat man eine gute Lösung gefunden.

Hat mit Ampeln nur indirekt zu tun, aber dass man in der Kärntner Straße im mittleren Bereich (hab´s nicht genau im Kopf, aber ich glaub von der Busgarage bis zur Kapellenstraße) die Busspuren umgedreht hat, ist glaube ich recht vernünftig.
Stadteinwärts verläuft der Verkehr in dem Bereich recht flüssig, weil man ab Don Bosco mehr wegbringt als vom Südwesten nachkommt und umgekehrt gerade der Bereich am Nachmittag stadtauswärts immer Stauzone ist.

Wobei ich immer noch finde, dass man in der Kärnterstraße mal eine Fahrstreifensignalisierung ausprobieren sollte. In der Früh Busspur stadteinwärts, am Nachmittag Busspur stadtauswärts und die mittlere Spur jeweils als eigene Fahrspur in die Lastrichtung nutzen.

  • ptg
Re: "Ihr könnt jetzt die Grazer Ampeln bewerten" (Kleine Zeitung, 6.11.2015)
Antwort #16
@sanfte Mobilität: Ja, bin mir aber nicht ganz sicher, ob die angegebene Strecke stimmt, hab nur 2x mit dem Rad gequert, wo mir die Änderung aufgefallen ist. Kann sein, dass eine kürzere oder längere Distanz umgedreht wurde.

@invisible: Das halte ich wegen den Haltestellen für recht problematisch, denn wenn müssten die Busse jedes Mal in die Mitte wechseln. Den Autofahrern kann man nicht zu muten die Fahrspuren je nach Anzeige unterschiedlich zu nutzen. Selbst wenn man 50 Hinweistafeln, leuchtende Markierungen und massenhaft Ampelsignalisierungen verwendet, sind damit unzählige Autofahrer überfordert. Siehe aktuell Oper, wo man sowohl in der Kurve als auch danach beim Fahrspurenschwenk - sagen wir einmal - eigenartige Fahrweisen sieht; beim Radetzkyspitz haut es nach Monaten jetzt endlich hin. Wenn man sowas täglich umstellt, gibt es nur Chaos.


Re: "Ihr könnt jetzt die Grazer Ampeln bewerten" (Kleine Zeitung, 6.11.2015)
Antwort #17
@invisible: Das halte ich wegen den Haltestellen für recht problematisch, denn wenn müssten die Busse jedes Mal in die Mitte wechseln. Den Autofahrern kann man nicht zu muten die Fahrspuren je nach Anzeige unterschiedlich zu nutzen.

Nein, der Bus würde immer am Rand fahren, nur je nach Lastrichtung halt entweder gemischt oder auf eigener Spur. Bei den meisten Haltestellen kann man dort auch recht einfach Haltestellenbuchten realisieren (sofern es sie nicht eh schon gibt).
Auf der Berliner Heerstraße sieht das z.B. so aus: http://www.viaberlin.de/web/img/pj/1013000_1.jpg. Die mittleren Fahrstreifen werden da je nach Lastrichtung verwendet. Auf der Kärntnerstraße hängt man beim Signal der rechten äußeren Spur halt noch ein "ausgenommen Linienbusse" dazu, dann dürfen die dort auch bei rotem X fahren (Busspur) während man auf der mittleren Spur den grünen Pfeil zeigt. In der Gegenrichtung hat die mittlere Spur das rote X und die rechts außen den grünen Pfeil (Bus/MIV gemischt). Für den Richtungswechsel signalisiert man vor dem Umschalten jeweils für ein paar Minuten einen gelb blinkenden Richtungspfeil auf die benachbarte Spur.

Siehe auch §38 (10) StVO.

Zitat
Selbst wenn man 50 Hinweistafeln, leuchtende Markierungen und massenhaft Ampelsignalisierungen verwendet, sind damit unzählige Autofahrer überfordert. Siehe aktuell Oper, wo man sowohl in der Kurve als auch danach beim Fahrspurenschwenk - sagen wir einmal - eigenartige Fahrweisen sieht; beim Radetzkyspitz haut es nach Monaten jetzt endlich hin. Wenn man sowas täglich umstellt, gibt es nur Chaos.

wäre auszuprobieren. Die Grazer Autofahrer sind sicher nicht dämlicher als anderswo (Wien, Berlin, ...), wo es solche Lösungen seit Jahren gibt.
Ansonsten: Polizei hinstellen und die überforderten rausfischen - Fahrstreifensignalisierung ist Prüfungsstoff für den Führerschein.

  • ptg
Re: "Ihr könnt jetzt die Grazer Ampeln bewerten" (Kleine Zeitung, 6.11.2015)
Antwort #18
Dort stehen grundsätzlich mehr Fahrpsuren zur Verfügung. Bei fünf Spuren ist es natürlich leichter die mittlere z.B. grundsätzlich zu sperren und für Einsatzfahrzeuge freizuhalten und je nach Verkehrsbedarf freizugeben.
In Wien werden nur Gleisstrecken zu Spitzenzeiten freigehalten, wo daneben sowieso eine eigene Fahrspur zur Verfügung steht. Außerhalb dieser Zeiten darf dort dann geparkt werden und auf der Schienenspur wird gefahren. Fahrtrichtungswechsel gibt es keinen.

In der Kärntnerstraße ist nur Platz für 3 Spuren. Wenn die jeweils äußere grundsätzlich den Bussen zur Verfügung steht, muss die Fahrtrichtung der einen verbleibenden Fahrspur in der Mitte je nach Bedarf geändert werden.  Und ja! Das sorgt mit ziehmlicher Sicherheit für ein Chaos, weil  zumindest 1/3 im städtischen Verkehr tatsächlich schwer gefordert, wenn nicht gar überfordert ist (und das teilweise schon mit dem Auto, da braucht es nicht einmal eine StVO). 1/3 könnte man durch entsprechende Belehrungsmaßnahmen (Strafen) "erziehen" und wahrscheinlich nur 1/3 kann damit problemlos umgehen.

Hab zu dem Thema diesen Artikel gefunden: https://www.wien.gv.at/verkehr/verkehrsmanagement/pdf/fachartikel-1.pdf
Auf Seite 3 steht: "Bei  Linienbusverkehr  ohne  eigenen  Busfahrstreifen  sind  Haltestellen  grundsätzlich
mit  Buchten  außerhalb  der  durchgehenden Fahrstreifen anzuordnen".
In der Kärntner Straße gibt es stadteinwärts keine einzige Busbucht.


Re: "Ihr könnt jetzt die Grazer Ampeln bewerten" (Kleine Zeitung, 6.11.2015)
Antwort #19
Hab zu dem Thema diesen Artikel gefunden: https://www.wien.gv.at/verkehr/verkehrsmanagement/pdf/fachartikel-1.pdf
Auf Seite 3 steht: "Bei  Linienbusverkehr  ohne  eigenen  Busfahrstreifen  sind  Haltestellen  grundsätzlich
mit  Buchten  außerhalb  der  durchgehenden Fahrstreifen anzuordnen".
In der Kärntner Straße gibt es stadteinwärts keine einzige Busbucht.

Das ist eine Richtlinie, keine Vorschrift. In den letzten Jahren baut man ja oft sogar absichtlich Buchten zurück und/oder verhindert das Vorbeifahren am Bus durch Verkehrsinseln.

Aber wie gesagt: in der Kärntnerstraße ist bei den meisten Haltestellen eh genug Platz für Buchten. Wo nicht muss der MNIV halt hinterm Bus warten; da das eh immer entgegen der Lastrichtung der Fall ist sehe ich da kein Problem.