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Thema: "Mur"-Großplakate des "Verbund" (3742-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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"Mur"-Großplakate des "Verbund"
Ich bin momentan etwas irritiert, wenn ich da und dort neuerdings diese zahlreichen "Mur"-Großplakate wahrnehmen muss.

Was will uns der "Verbund" damit ausrichten? Dass er sich als Heger und Pfleger der Mur aufspielt? Dass wir unseren Stromverbrauch mehr genießen sollen, da dieser doch teilweise durch die Murkräfte produziert werde? Dass das neue Grazer Murkraftwerk an Energie nur ein Zehntel des kalorischen Kraftwerks Mellach liefert? Dass man die neuen Alternativen wie Sonnen- oder, noch viel effektiver, die Windkraftwerke z.B. auf Bergkämmen sich gleich aus dem Kopf schlagen soll?

Oder dass wir uns innerlich auf die nächsten Flussverbauungen einstellen sollen, über die sie strategischerweise noch nicht laut und öffentlich diskutieren: Kraftwerksketten an der letzten einigermaßen freien Fließstrecke unseres Hauptflusses zwischen Spielfeld und Radkersburg?!

Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #1
In Wien macht der Verbund auch Werbung, aber statt Mur steht halt Donau drauf, zu ehen etwa auf bei einigen Silberpfeilen auf den Türen.

Mal abwarten, vl. kommt ja noch ein Vollerbung ULF oder Flexity in Linz? 

Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #2

Oder dass wir uns innerlich auf die nächsten Flussverbauungen einstellen sollen, über die sie strategischerweise noch nicht laut und öffentlich diskutieren: Kraftwerksketten an der letzten einigermaßen freien Fließstrecke unseres Hauptflusses zwischen Spielfeld und Radkersburg?!

Damit verbunden ist es auch sehr schade, dass nördlich der Puntigamer Brücke, kilometerweit und beidseits der Mur, alles Grünzeug für den Kraftwerksbau gefällt bzw. entfernt werden wird! Im Süden entlang der Murfelder Straße sieht man ja, dass die Murböschung eine trostlose Gstettn bleibt, denn vermutlich erst in 20 bis 30 Jahren kann man dort wieder mit ein paar größeren Schattenspendern rechnen!
Da wird großartig von einem Speicher-Kraftwerk auf der Koralpe gesprochen, dass mehr Strom liefern könnte, als alle Kraftwerke rund um Graz zusammen und trotzdem hält man stur an dem Murkraftwerk fest...  :'(

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #3
Das Speicher-Kraftwerk auf der Koralpe liefert überhaupt nichts. Jede Kilowattstunde die man von dort abruft, wurde schon vorher produziert und dorthin gebracht.
Der Vergleich Laufkraftwerk-Pumpspeicher wäre ewa so wie der Vergleich Ölquelle-Tanklager.
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #4


Oder dass wir uns innerlich auf die nächsten Flussverbauungen einstellen sollen, über die sie strategischerweise noch nicht laut und öffentlich diskutieren: Kraftwerksketten an der letzten einigermaßen freien Fließstrecke unseres Hauptflusses zwischen Spielfeld und Radkersburg?!

Damit verbunden ist es auch sehr schade, dass nördlich der Puntigamer Brücke, kilometerweit und beidseits der Mur, alles Grünzeug für den Kraftwerksbau gefällt bzw. entfernt werden wird! Im Süden entlang der Murfelder Straße sieht man ja, dass die Murböschung eine trostlose Gstettn bleibt, denn vermutlich erst in 20 bis 30 Jahren kann man dort wieder mit ein paar größeren Schattenspendern rechnen!
Da wird großartig von einem Speicher-Kraftwerk auf der Koralpe gesprochen, dass mehr Strom liefern könnte, als alle Kraftwerke rund um Graz zusammen und trotzdem hält man stur an dem Murkraftwerk fest...  :'(


Bei den ganzen Diskussionen rund um die Murkraftwerke empfehle ich immer einen Besuch an der Donau und sich die dortigen Stauräume anzusehen.
Und abgesehen davon ist die Mur seit mehr als 100 Jahren im Bereich Graz kein natürliches Gewässer mehr, sondern ein Kanal. Wenn die "Gstättn" die in Graz im Übrigen erst seit etwa den 1960ern existiert, endlich mal geputzt wird sieht man wenigstens wieder mal was vom Bach (als Fluss würde ich ja als einer der an der Donau aufgewachsen ist, die Mur nicht gerade bezeichnen)

Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #5

Und abgesehen davon ist die Mur seit mehr als 100 Jahren im Bereich Graz kein natürliches Gewässer mehr, sondern ein Kanal.

Ja und bis dahin, also lange vor unserer Zeit, gab es zumindest im Bereich südlich vom Augarten noch wunderbare Murauen! Aber wie auch immer, die Stadt ist nunmal gewachsen, die Bezirke Jakomini, Liebenau, sowie andere Stadtteile sind entstanden, dabei jedoch die Murauen und alle Mur-Nebenarme verschwunden.
Beim Kraftwerksbau bei Gössendorf hätte man die Murauen sogar massiv vergrößern können, jedoch wurden sie durch den Kraftwerksbau massiv geschlägert und dadurch nur weiter verkleinert! Das neue Kraftwerk bei der Puntigamer Brücke wird zusätzlich dazu beitragen, dass die Mur innerhalb von Graz auch künftig ein dezidierter Kanal bleiben wird! Kanalrückbau wo auch immer möglich und Renaturierung wäre da wohl viel eher angesagt! Der ganze Bereich zwischen Andersengasse - Ziehrerstraße - Puntigamer Straße könnte renaturiert werden! Auch Bereiche entlang der Lagergasse könnten, wenn auch nur kleinflächig, dafür herangezogen werden. Aber das würde ja Geld kosten, was natürlich "unwiederbringlich verloren" wäre! Denn ich glaube kaum, dass der Bevölkerung die Natur so wichtig wäre, als dass jemand bereit wäre, da viel Geld zu investieren!

Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #6
Im Augarten war vor ein paar Jahren ja auch eine Mur-Bucht geplant!!!

Aber: Graztypischerweise ist so etwas allzu "Revolutionäres" wieder einmal in einer Schublade verschwunden. Wer weiß, vielleicht hätte wieder ein Häufchen "Wir-sind-gegen-jedwede-Veränderung"-Bürger dagegen lautstark demonstriert.

Vielleicht ist auch einer mit alten Fotos gekommen, um sensationell zu beweisen: Graz hatte noch gar nie eine Augarten-Bucht! (Nur ein flach geböschtes Ufer zum Holzverladen.) Und was jemand noch nie hatte, das soll er bitteschön auch nie kriegen, lautet dann vielleicht die weise Schlussfolgerung, oder? Wir hatten ja auch noch nie eine Bahnhofshalle und lagen ja angeblich im "Abseits"...

Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #7
Passende Sichtung von gestern Vormittag (Wagen 651, Roseggerhaus stadtauswärts). Leider nur Notschlachtung von hinten ...  ::)

lg, IC
"... und zu den Fenstern schauten lebendige Menschenköpfe heraus, und schrecklich schnell ging's, und ein solches Brausen war, dass einem der Verstand stillstand."
 - Peter Rosegger (erste Begegnung mit der Semmeringbahn)

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #8

Graz hatte noch gar nie eine Augarten-Bucht! (Nur ein flach geböschtes Ufer zum Holzverladen.)


Graz hatte. Der ganze Augarten war eine Bucht.
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: "Mur"-Großplakate des "Verbund"
Antwort #9


Graz hatte noch gar nie eine Augarten-Bucht! (Nur ein flach geböschtes Ufer zum Holzverladen.)

Graz hatte. Der ganze Augarten war eine Bucht.


Hättest du davon ein Bild? Ich habe nur eines aus dem frühen 19. Jahrhundert gesehen, auf dem die Mur im Bereich des heutigen Augarten etwas breiter war als heute und so flach geböscht, dass Boote und Flöße anlanden konnten. Der heutige Augarten war auf der Zeichnung voller Holzstöße.