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Thema: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch (6588-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Michael
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Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Mirko Kovats und Gerhard Hirschmann präsentieren am Donnerstag ihr Vorhaben zum Kraftwerk Voitsberg.

Seit die Pläne bekannt wurden, das Voitsberger Kraftwerk mit einer Finanzspritze des Industriellen Mirko Kovats im Teamwork mit Gerhard Hirschmann und der Stadtgemeinde Voitsberg umzurüsten und wieder in Betrieb zu nehmen, überschlagen sich die Reaktionen.

Areal darf nicht betreten werden. "Am Donnerstag werden Kovats und Hirschmann nach Voitsberg kommen und die neuesten Entwicklungen sowie das Vorhaben im Rathaus unseren Gemeinderäten, den Bürgermeistern von Rosental und Bärnbach, als Anrainergemeinden, sowie der Wirtschaftskammer präsentieren", berichtet der Voitsberger Bürgermeister Ernst Meixner. Ursprünglich war auch vorgesehen, dass man sich das Kraftwerk anschaut, dabei machten aber die Verbund-Verantwortlichen als Eigentümer einen Strich durch die Rechnung: "Aus Sicherheitsgründen dürfen wir das Areal nicht betreten, das akzeptieren wir, alles andere wäre nicht mein Stil. Wir werden die Anlage von der Burg Voitsberg aus besichtigen, ehe wir weitere Details in einem Pressegespräch bekannt geben", verrät Meixner weiter.

Weiterbetrieb unterstützen. Zu den Aussagen von Landeshauptmann Franz Voves, dass zu klären sei, ob die Schließungsprämie der EU zurückzubezahlen sei und es noch einige andere Hürden zu überwinden gelte, meint Meixner: "Ich gehe davon aus und hoffe, dass Franz Voves alle Bestrebungen den Weiterbetrieb des Kraftwerkes betreffend unterstützt." Die Region brauche dringend Arbeitsplätze. "Ich werde alles unternehmen, dass daraus was wird. Egal, woher die Widerstände auch kommen."

Keine Rückzahlungspflicht? Voves Bedenken wegen der Schließungsprämie versteht seine Parteikollegin und Nationalratsabgeordnete Elisabeth Grossmann nicht: "Ich möchte ein Mal mehr in Erinnerung rufen, dass ich bereits im Juni 2006 über unseren EU-Abgeordneten Jörg Leichtfried eine Anfrage an die Europäische Kommission stellen ließ, um diese Frage von höchster Stelle klären zu lassen. Die Antwort von Neelie Kroes, der zuständigen EU-Kommissarin, ergibt eindeutig, dass bei einer Umrüstung auf einen anderen Primärenergieträger keine Rückzahlungsverpflichtung besteht", so Grossmann. Sie werde die Wiederaufnahme forcieren und habe Minister Bartenstein und Kanzler Gusenbauer gebeten, auf den Verbund einzuwirken, das Angebot von Mirko Kovats wohlwollend zu prüfen. Ein Indiz, dass die Sache vorankommt: Gestern Abend wurde bekannt, dass Voves nach Rücksprache mit Bundeskanzler Gusenbauer am morgigen Termin teilnehmen wird.

Voves als "Bremser". Schelte für Voves als "größter Bremser des Landes" setzte es davor noch von VP-Wirtschaftssprecher Wolfgang Kasic. Grün-Mandatar Peter Hagenauer bezeichnete Voves als Verbund-Lobbyist, der bewusst die Unwahrheit sage. Voves konterte und sicherte gestern volle Unterstützung für eine sinnvolle Weiterführung zu. "Bevor jedoch nicht die Entscheidung des Verbund-Chefs vorliegt, sollte man den Menschen in der Weststeiermark keine falschen Hoffnungen machen."

ANDREA KRATZER

Quelle: www.kleine.at
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
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Kovats will Voitsberg noch 2009 ausbauen
Antwort #1
 
Seit der Industrielle Mirko Kovats im vergangenen Juli das stillgelegte Kraftwerk Voitsberg gekauft hat, ist es um das Projekt still geworden. Kovats will aber noch 2009 mit dem Ausbau des Kraftwerks beginnen.

            Baubeginn: Zweite Jahreshälfte
Derzeit werde auf Hochtouren an den Umrüstungsplänen für das Kraftwerk gearbeitet, damit diese möglichst bald eingereicht und bewilligt werden können, so Mirko Kovats; bereits in der zweiten Jahreshälfte soll dann mit dem Bau begonnen werden.

Kraftwerksumbau und Kompetenzzentrum
Geplant ist, dass das Kraftwerk auf Biomasse und Steinkohle umgerüstet wird; auch das Kompetenzzentrum, das Kovats bei Pressekonferenzen vergangenen Sommer in Aussicht gestellt hat, soll kommen, "weil wir da in Europa eine große Zukunft sehen - speziell auf Grund der Unsicherheit der Lieferung anderer Energieträger - am Ort eines Kraftwerkes, das wir auch unseren Kunden als Referenzobjekt zeigen können und wo auch verschiedene technische Versuche und Evaluierungen von Brennstoffen vorgenommen werden können".
            
            Über 100 neue Arbeitsplätze
Für die Region besonders erfreulich: Durch das Projekt werden Arbeitsplätze geschaffen. "Mit dem Kraftwerk werden es auf jeden Fall über 100 Arbeitsplätze sein - das können wir jetzt schon sagen", so Kovats.
            
            Bürgermeister: Wichtiger Impuls
Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Voitsberg, Ernst Meixner (SPÖ), spricht von einem wichtigen Impuls für den Arbeitsmarkt in der Region, und für ihn ist vor allem das Kompetenzzentrum wichtig.

Das Kraftwerk sei immer schon ein umwelttechnisches Vorzeigewerk gewesen; in diesem Sinne solle auch der geplante Forschungsbereich dazu dienen, die Schadstoffe in kalorischen Kraftwerken zu reduzieren, so Meixner.

Quelle: http://steiermark.orf.at/stories/338205/


100 Arbeitsplätze - Immerhin etwas
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Martin
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Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #2
Stillgelegtes Kraftwerk soll abgerissen werden

Das seit 2006 stillgelegte weststeirische Braunkohlekraftwerk Voitsberg soll nun abgerissen werden - ein entsprechender Antrag des pleitegegangenen Eigentümers A-Tec auf Vollabbruch sei bei den Behörden eingegangen.

"Die Ära von Kohlekraftwerken in Voitsberg ist zu Ende und von Kraftwerkskomponenten geleerte Industrieruinen brauchen wir keine", so der Bürgermeister zur "Steirerkrone" (Dienstag-Ausgabe).

Zuletzt hätten sich zwar vermehrt Interessenten für das Kraftwerk gemeldet, diese seien aber grundsätzlich an den Kraftwerkskomponenten interessiert gewesen, so der Bürgermeister auf der Homepage der Stadtgemeinde. Man habe allen Teilabbruchplänen im Rahmen der Möglichkeiten eine klare Absage erteilt, was nun offenbar gefruchtet hätte. Der Abbruch könnte im Jahr 2013 beginnen. Welche Kosten dieser verursachen werde, konnte noch nicht gesagt werden. Eine Nutzung des großen Areals im Ortsgebiet ist noch nicht definiert, angeblich soll es Interessenten geben.

Die Grünen, die sich seit Jahren gegen eine Wiederinbetriebnahme ausgesprochen hatten - unter anderem deshalb, weil das Kraftwerk mitten in einem Feinstaubsanierungsgebiet liegt - zeigten sich am Dienstag sehr erfreut. "Der Druck der Bürger hat sich ausgezahlt", so die Grüne Landtagsabgeordnete Ingrid Lechner-Sonnek.

Bewegte Geschichte

Das 1953 errichtete und mit örtlich gewonnener Braunkohle betriebene Dampfkraftwerk Voitsberg hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Nach der Inbetriebnahme des ersten Blocks wurde 1956 der zweite angeworfen. Der wuchtige Kühlturm und der rund 180 Meter hohe Schlot waren weithin sichtbar und fast etwas wie ein örtliches Wahrzeichen. Der dritte Block wurde 1983 in Betrieb genommen. Lange Zeit firmierte das Kraftwerk unter dem Namen ÖDK nach dem Eigentümer Österreichische Draukraftwerke. Im Jahr 2000 wurde die ÖDK in die neu gegründete Verbundgesellschaft integriert. 2006 wurde das Kraftwerk mit einer Leistung von 330 MW wegen zu hoher Kosten stillgelegt, zwei Jahre später übernahm die mittlerweile insolvente A-Tec von Mirko Kovats die Anlage.

Das Kraftwerk wurde zum Mittelpunkt von Bürgerprotesten, Plänen zur Wiedereröffnung als Steinkohlekraftwerk und Energieforschungszentrum und einer heftigen politischen Auseinandersetzung. In den vergangene zwei Jahren vollzog dann auch die Landespolitik einen Schwenk, zudem hatte der Bundesumweltsenat im Sommer 2010 gegen eine UVP entschieden. Mit der Pleite der A-Tec wurden dann alle Pläne obsolet. Im Zuge des Verwertungsprozesses war ein Erlös 15 bis 20 Mio. Euro angepeilt worden, ein Interessent war die indische PalmSquare International. Zuletzt wurde versucht, wenigstens die technischen Teile der Anlage zu verkaufen.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2958392/stillgelegtes-kraftwerk-soll-abgerissen-werden.story

GLG
Martin

  • Martin
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Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #3
Russisches Gas statt Kohle für Voitsberg?

Kauft "Gazprom" das Kraftwerk in Voitsberg? Nicht genehmigungsfähig und unerwünscht, meinen Gerhard Hirschmann und der Voitsberger Stadtchef Ernst Meixner.
Bürgermeister Ernst Meixner will den Abriss des Voitsberger Kraftwerkes und die Vermarktung der Flächen

Neuigkeiten vom Kraftwerk Voitsberg: "Aus Insiderkreisen habe ich erfahren, dass in Wien Verhandlungen mit der Firma Gazprom über den Verkauf des Kraftwerkes stattgefunden haben", meldet ein Informant. Dafür seien die Gespräche mit den arabischen Investoren, welche die Komponenten nach Indien verfrachten wollten, gescheitert.

"So ein Blödsinn, die Errichtung eines Gaskraftwerkes kann nur eine Illusion sein", wundert sich der Voitsberger Bürgermeister Ernst Meixner (SPÖ). Es stimme aber, dass ein ehemals für das Projekt zuständiger Angestellter von Mirko Kovats solche Pläne gehegt habe. Dieser habe auch über einen Verkauf der Teile nach Libyen geredet.

"Die Gasleitungen zu bauen, wäre nicht finanzierbar und verfahrensrechtlich auch nicht durchsetzbar. Für uns gibt es nur ein Ziel: Das ist der Abbruch des Kraftwerkes und die sinnvolle Vermarktung der Flächen", stellt Meixner klar und verweist auf die Verluste des Gaskraftwerkes in Mellach.

Geldvernichtung

Einer, der von Beginn an in die Umrüstungspläne von Mirko Kovats auf Steinkohle eingeweiht war, ist der ehemalige VP-Landesrat Gerhard Hirschmann. "Ich habe einen guten Kontakt zu Bürgermeister Meixner. Leider ist aus der ursprünglichen Idee von Kovats mit dem Forschungszentrum nichts geworden. Darüber waren wir alle enttäuscht, aber ich stehe dem Bürgermeister im Wort und will ihm dabei helfen, die Ruine wegzubringen", so Hirschmann.

Von den Gazprom-Plänen habe er gehört. "Das ist absurd. Niemand mehr wird in der Steiermark eine Genehmigung für ein kalorisches Kraftwerk erhalten." Zudem seien Gaskraftwerke derzeit "Geldvernichtungsmaschinen. Und auch wenn sich das ändere, habe man Alternativenergieprojekte. Man müsse auf diese Schiene setzen.

Was die Zukunft des Voitsberger Kraftwerkes anbelange, gehe es um zwei Phasen. "Wir müssen alles daran setzen, dass die Ruine wegkommt. Das ist eine Verpflichtung für die Region." Der Masseverwalter werde das Kraftwerk in den nächsten Wochen verkaufen. "Wir schauen, wer den Zuschlag erhält und verhandeln dann." Er kenne zwei Gruppen, es gebe sicher noch mehrere Interessenten.

Weder aus Wien noch aus Berlin war bisher eine Stellungnahme von "Gazprom" zu bekommen. Treuhänder Matthias Schmidt aus Wien sagt zu den Gas-Gerüchten: "Das kann ich nicht bestätigen. Verhandlungen über den Verkauf des Kraftwerkes sind im Gang."
ANDREA KRATZER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3117299/russisches-gas-statt-kohle-fuer-voitsberg.story
GLG
Martin

  • Martin
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Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #4
Porr erhielt Zuschlag für Abwracken von Kraftwerk

Jahrzehnte steirischer Industrie- und Energiegeschichte in Voitsberg finden ein Ende: Die Porr Umwelttechnik GmbH hat von der A-Tec des früheren Industriellen Mirko Kovats das Braunkohlekraftwerk Voitsberg erworben.
s zum Jahr 2006 rauchten die Schlote des Kohlekraftwerks. In 18 Monaten wird man nichts mehr vom Kraftwerk sehen

Dies teilten Unternehmen und Stadtgemeinde am Dienstagnachmittag mit. Die drei Blöcke sollen innerhalb von 18 Monaten abgebrochen und verwertet werden.

Die Porr hat das auf knapp 245.000 Quadratmeter Grundstücksfläche befindliche Kohlekraftwerk Voitsberg von der A-TEC Beteiligungsgesellschaft mbH erworben. Nach dem Abbruch soll die Liegenschaft verkauft und das Gelände durch die Porr und Partnerunternehmen für eine Nachnutzung vorbereitet werden. Die rückgebauten Materialien, insbesondere Buntmetalle, Schrott, diverse Aggregate und Anlagenteile - besonders die großen Kessel - werden wiederverwertet.

Abgebrochen werden müssen u.a. der in der Weststeiermark weithin sichtbare und als Landmarke geltende 180 Meter hohe Schlot, der riesige Kühlturm und das Kesselhaus. Letztere beide Objekte bringen es immerhin auf rund 100 Meter Höhe. Insgesamt gilt es rund 200.000 Tonnen Stahlbeton und rund 40.000 Tonnen Metalle für eine Nachnutzung aufzubereiten. Die gesamten Arbeiten sollen in nur 18 Monaten fertiggestellt werden.
Bürgermeister erleichtert

Porr AG-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Strauss: "Mit dem Rückbau des ehemaligen ÖDK III-Kraftwerks geht ein jahrzehntelanges Tauziehen rund um die zukünftige Nutzung zu Ende. Die Bevölkerung wird von der umweltgerechten Aufarbeitung der Liegenschaft profitieren. Die Region erhält Zugang zu wertvollem Baugrund in bester Lage."

Voitsbergs Bürgermeister Ernst Meixner (S) zeigte sich über das erzielte Verhandlungsergebnis - in das die Stadtgemeinde eingebunden war - erleichtert: ?Mit Porr hat einer unserer Wunschpartner, ein renommiertes österreichisches Unternehmen, das auch Bezug zu unserer Region hat, den Zuschlag erhalten". Damit sei auch gewährleistet, dass der von Stadtgemeinde und der Bevölkerung gewünschte Abbruch und eine sinnvolle Verwertung des Areals garantiert seien.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/voitsberg/3212431/porr-erhielt-zuschlag-fuer-abwracken-kraftwerk.story
GLG
Martin

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #5
ÖDK-Kühlturm ist seit heute Früh Geschichte

Die Porr AG ließ am Mittwoch zwischen 5 und 6 Uhr den 100 Meter hohen Kühlturm des Voitsberger Kraftwerkes mit Baggern abtragen. Die Abtragung ging vor vielen Schaulustigen planmäßig über die Bühne.

Die Nachricht verbreitete sich am Dienstag wir ein Lauffeuer im Bezirk Voitsberg: "Mittwoch wird ab 5 Uhr der Kühlturm des Voitsberger Kraftwerkes abgerissen. Der Voitsberger Bürgermeister Ernst Meixner: "Wir haben einen Brief von der Bezirkshauptmannschaft Voitsberg bekommen, in dem uns die Straßensperre mitgeteilt wird. Es stimmt also. Auch, wenn der Kühlturm erst im kommenden Jahr gesprengt hätte werden sollen: Je früher das Bauwerk weg ist, desto besser", meint Meixner, der zuerst Befürworter einer Wiederinbetriebnahme des Kraftwerkes durch Mirko Kovats war, weil er sich von einem Kompetenzzentrum Arbeitsplätze versprach. Nach den Widerständen in der Bevölkerung änderte Meixner seine Meinung grundlegend.

"Wir haben uns entschieden, mit den Abbruchsarbeiten am Kühlturm zu beginnen, wobei nicht gesprengt wird. Der Kühlturm wird mit dem Bagger abgetragen. Die Straßensperre erfolgt in erster Linie, um Schaulustige abzuhalten. Außerhalb der Sicherheitszone von 130 Metern kann jeder zusehen", so Projektleiter Martin Taborsky von der Porr Umwelttechnik. Die Schaulustigen positionierten sich in der Früh auf einem Hang gegenüber des Turms, die Abtragung ging dann zwischen fünf und sechs Uhr relativ rasch und planmäßig über die Bühne.
ANDREA KRATZER



Youtube Video: http://youtu.be/SBZPkJx6XKA

Ein Foto vom 28.04.2013
GLG
Martin

Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #6
Auch wenn es nur ein Hinten-nach-Gackern ist: In Voitsberg wurden heute mit dem Abbruch des Kühlturmes von ÖDK III gleichsam rund 700 Millionen Euro Volksvermögen dem Erdboden übergeben! Ein betriebsfähiges Kraftwerk einfach abzureißen und gleichzeitig über die hohen Strom- und Energiepreise zu jammern und gegen die Atomstromlobby aufzutreten, ist eine schizophrene Dummheit der österreichischen Seele, die sich nur unsere Bananenrepublik leisten kann!
Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen" müssen zur Kenntnis nehmen, dass Anschlussbahnen im Schwinden und Materialbahnen praktisch verschwunden sind!

Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #7
Wir können es uns ja gar nicht leisten und tun es trotzdem.

Aber dafür kann man ja beim öffentlichen Verkehr einsparen, Bezirkskrankenhäusern die Gebärabteilungen wegnehmen usw... Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose und wer braucht schon Geburten? Kinder nerven doch nur, hemmen die Selbstverwirklichung und kosten jede Menge. In Legislaturperioden gedacht: schlecht für's Budget... Strom kann man doch importieren ebenso wie kinderreiche Menschen aus dem Ausland. Die Atomkraftwerkstaaten wollen ja auch etwas zu lachen haben; und die Immigranten warten ja nur darauf, endlich die Pensionen für Österreicher sichern zu dürfen, die ihr Leben lang alles für sich selbst verprasst haben. Was denn sonst?

Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #8
Und auch in Zeltweg wird zZ fleißig abgerissen.
LG Tom

  • Stipe
Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #9
Entschuldigt, aber warum ist der Abriss so furchtbar. Das Gaskraftwerk Mellach ist schon ein wirtschaftlicher Flop, warum dann noch ein Gaskraftwerk bauen? Die Zukunft heißt Wind und Solar und Speicherung, das überreissen wieder mal alle, nur die Österreicher nicht.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #10
Abgesehen davon, dass das Kraftwerk in Voitsberg zu seinen Betriebszeiten für dicke Luft und einer wesentlich erhöhten Zahl an Lungenkrankheiten bei Kindern geführt hat!

Ein normales Wasserkraftwerk oder ein Pumpspeicherkraftwerk auf der Koralm schädigt die Atemwege sicher nicht!
GLG
Martin

Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #11

Auch wenn es nur ein Hinten-nach-Gackern ist: In Voitsberg wurden heute mit dem Abbruch des Kühlturmes von ÖDK III gleichsam rund 700 Millionen Euro Volksvermögen dem Erdboden übergeben!


Das Volksvermögen wurde schon mit dem Bau des Kraftwerks beim Fenster rausgeschmissen. Der Bau erfolgte i.W. nur, um den niedergehenden Braunkohleabbau noch ein paar Jahre länger künstlich am Leben zu halten. Das Konzept hat von Anfang an nicht gepasst und die Probleme waren absehbar (inkl. Schererein wie nachträglicher Rauchgasentschwefelung). Die Zeche für solche Gefälligkeitsinvestitionen haben die Steuerzahler bzw. die Stromkunden (stranded costs) gezahlt.

BTW: Mit dem Murkraftwerk Puntigam ist man gerade wieder drauf und drann, sehenden Auges Geld (in der Mur) zu versenken...

lg, IC
"... und zu den Fenstern schauten lebendige Menschenköpfe heraus, und schrecklich schnell ging's, und ein solches Brausen war, dass einem der Verstand stillstand."
 - Peter Rosegger (erste Begegnung mit der Semmeringbahn)

Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #12

Entschuldigt, aber warum ist der Abriss so furchtbar. Das Gaskraftwerk Mellach ist schon ein wirtschaftlicher Flop, warum dann noch ein Gaskraftwerk bauen? Die Zukunft heißt Wind und Solar und Speicherung, das überreissen wieder mal alle, nur die Österreicher nicht.


Ja, schon. Auch in dieser Hinsicht geht nämlich fast nichts weiter. Wo sind die Windkraftwerke auf dem Koralmkamm beispielsweise, wo bekanntlich ausgiebig Wind weht?
Gegen alles wird in Österreich Stimmung gemacht, sodass kaum mehr etwas umzusetzen ist. Wenn man besseren Ersatz hat, dann kann man auf Konventionelles verzichten.

Re: Kraftwerk Voitsberg III: Pläne kommen auf den Tisch
Antwort #13

Entschuldigt, aber warum ist der Abriss so furchtbar.
Hat ja auch keiner behauptet. :pfeifend: