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Thema: Gemeindefusionen: Leibnitz und Kaindorf machen ernst (1531-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Michael
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Gemeindefusionen: Leibnitz und Kaindorf machen ernst

Gemeindefusionen: Leibnitz und Kaindorf machen ernst

Die beiden südsteirischen Nachbargemeinden Leibnitz und Kaindorf an der Sulm machen in Sachen Gemeindefusion ernst: Vorbereitungen für Fusion 2014 laufen.
Leibnitz und Kaindorf machen ernst


Es werden gemeinsam Kernteams und Arbeitsgruppen gebildet, die noch offene Fragen Punkt für Punkt abarbeiten sollen, mit Unterstützung der entsprechenden Fachabteilungen des Landes Steiermark, wie der Leibnitzer Bürgermeister Helmut Leitenberger (S) und sein Kaindorfer Amtskollege Kurt Stessl (V) am Freitag im Leibnitzer Rathaus bekanntgaben. Beide bedauerten, dass vier weitere Gemeinden - Tillmitsch, Gralla, Seggauberg und Wagna - die Einladung zu Gesprächen nicht angenommen hätten - die Türen stünden jedoch noch offen.


Zwei Gesprächsgruppen

Leitenberger und Stessl erklärten, dass zwei Gesprächsgruppen gebildet werden: Das Kernteam bestehe aus den beiden Ortschefs sowie Fachleuten der Gemeinde und des Landes. In den zwei Arbeitsgruppen säßen drei Vertreter der stärksten, zwei der zweitstärksten sowie ein Vertreter jeder weiteren Partei der Gemeindestube. Leitenberger: "Ziel ist es, die Strukturen beider Gemeinden zu bündeln, um für Gemeinden und Vereine die Chance zu wahren, das Zentrum zwischen Graz und dem slowenischen Marburg (Maribor, Anm.) bei Wohnen und Arbeiten zu sein". Der erste Termin für Verhandlungen mit dem Land sei am 17. November fixiert.

Kaindorfs Bürgermeister Stessl sagte, die Unterstützung der Fachabteilung des Landes sei sehr wichtig: "Der zeitliche Vorsprung gegenüber anderen Gemeinden sollte uns ein Vorteil sein, den wollen wir nutzen. Wir müssen auch die Erkenntnisse aus den Verhandlungen möglichst rasch der Bevölkerung und allen Betroffenen vermitteln, um Ängste zu nehmen". Wichtig sei auch, eine positive Besetzung des Zusammenrückens von Gemeinden zu erreichen.

Der SPÖ-Abgeordnete und Gewerkschafter Josef Muchitsch erklärte auf die Journalistenfrage, wo denn noch Stolpersteine lägen: "Oh, da werden wir heute nicht fertig mit Aufzählen. Der Zug fährt jetzt los, wir haben noch die eine oder andere Station bis 2014, aber dann kann man nicht mehr die Strecke bestimmen", so der Abgeordnete in Richtung der noch zögerenden Nachbarn. Man hätte z. B. schon die Gebühren gemeinsam durcharbeiten können etwa beim Müll, "da haben wir ganz unterschiedliche Berechnungsbeispiele", ergänzten die Bürgermeister.

Die endgültige Entscheidung falle ja erst 2014. "Noch sind wir nicht verheiratet, wer mitarbeiten will, hätte sich ja nichts vergeben", so Stessl realistisch: "Wir werden nicht was weiß ich welche Gelder, noch Jobs einsparen können, aber es geht darum, unsere Strukturen zu erhalten, besser zu nutzen. Sehr wohl aber erwarten wir, eine ganz andere Gewichtung zu haben in der Region, und somit mehr Unterstützung, z. B. vom Land".

Die beiden südsteirischen Gemeinden haben rund 7.800 (Leibnitz) bzw. rund 2.500 Einwohner (Kaindorf). Die Fläche beläuft sich auf 5,95 bzw. 6,2 Quadratkilometer. Zusammen kämen die Kommunen in einer neuen Stadtgemeinde "Leibnitz-Kaindorf" auf 12,15 Quadratkilometer bzw. 10.300 Einwohner. Letzteres wäre entscheidend, da man damit über die lukrative 10.000er-Grenze der Mittelzuteilung nach dem Finanzausgleich spränge.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2864583/leibnitz-kaindorf-machen-ernst.story
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile