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Thema: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten (32555-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #120

ad lärm: müsste man ja eh gewohnt sein wenn man an der trasse wohnt  :boese:

Einen Zug alle 30 Minuten kann man nicht mit 24h Presslufthammerschlägen vergleichen oder?


Das Smiley kann ich jetzt nicht einordnen; die Geräuschkulisse von zwei oder drei Hydraulikhämmern die sich mit der Brücke beschäftigen ist jedenfalls mit dem Normalzustand nicht zu vergleichen.

:one:
GLG
Martin

  • Hubert Voller
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #121
Güterzüge sollten heute wieder verkehren

Nach dem Einsturz der halb fertigen Brücke in Frohnleiten sollen Güterzüge heute am Abend wieder verkehren. Der erste Fernzug von Graz nach Wien am Mittwoch wird durchgehend als Railjet und ohne Schienenersatzverkehr geführt. Nach dem Brückeneinsturz soll am Mittwoch um 5.37 Uhr der erste Fernzug von Graz nach Wien als Railjet geführt
Die Südbahnstrecke in Frohnleiten bei Graz sollte am Dienstagabend wieder teilweise benutzbar sein. Wegen des Einsturzes einer im Bau befindlichen Straßenbrücke vor zehn Tagen war der Zugsverkehr unterbrochen gewesen. Ab 17.00 Uhr sollen Güterzüge, danach die ersten Züge im Personen-Fernverkehr - etwa von Graz nach Wien - rollen, sagte ÖBB-Sprecher Christoph Posch zur APA.

Weiche komplett erneuert
Die Trümmer der eingestürzten Brücke und des Gerüstes waren bereits am Sonntag von den Schienen geräumt worden, seither wurden Gleiskörper und Oberleitung repariert. Am Abend erfolge mit der Durchfahrt des ersten Zuges auch die erste Kontrolle, dies alles laufe nach einem standardisierten Prozess ab, sagte Posch. Man habe auch eine komplette Weiche erneuen müssen, die Oberleitungen seien zuzüglich einiger rasch aufgetriebener Spezialteile komplett neu montiert worden. Vorerst werde der Zugverkehr eingleisig betrieben, im Laufe der Nacht werde man auf zwei Gleise erweitern.

Nahverkehr
Der erste Fernzug von Graz nach Wien um 5.37 Uhr am Mittwoch werde laut ÖBB wieder durchgehend als Railjet und ohne Schienenersatzverkehr geführt. Man müsse auch erst alle notwendigen Garnituren nach Graz bekommen, erklärte Posch. Der vorübergehend mit Bussen geführte Nahverkehr - zumeist mit S-Bahnen - werde dann spätestens am Sonntag, 15. März Geschichte sein, dann dürften alle Verbindungen wieder normal laufen.

Ursache noch unklar
Die Ursache des Einsturzes des Brückenbaus im Rahmen der Erneuerung der S35 Brucker Schnellstraße zwischen Deutschfeistritz nördlich von Graz und Bruck/Mur sowie der Schaden sind noch nicht klar: Neben dem eigentlichen Schaden durch den Kollaps von Brücke und Gerüst geht es um Schadenersatzforderungen der ÖBB an die Bauunternehmen, die Arge Strabag-Habau. Der Schaden für den Bauherren Asfinag wurde vorerst auf einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag geschätzt. Die ÖBB rechneten mit einem bis zu sechsstelligen Euro-Betrag an Schaden pro Tag durch anzumietende Busse und Pönalen aus Verzögerungen im Frachtverkehr. Die Staatsanwaltschaft Graz hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Gemeingefährdung aufgenommen.


Quelle: Kleine Zeitung, 03.03.15

Fotoserien:
Frohnleiten: S 35-Brücke eingestürzt
Nach dem Einsturz: Abbruch der Brücke in Frohnleiten

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #122

Der erste Fernzug von Graz nach Wien um 5.37 Uhr am Mittwoch werde laut ÖBB wieder durchgehend als Railjet und ohne Schienenersatzverkehr geführt. Man müsse auch erst alle notwendigen Garnituren nach Graz bekommen, erklärte Posch.


Bin mal gespannt, ob da wirklich ein RJ fährt oder eine Ersatzgarnitur.
GLG
Martin

  • Stipe
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #123
Der Railjet um 6:25 fuhr punktlich ab und es ist die tschechische Garnitur laut Fahrplan. Jetzt kommt dann bald Frohnleiten...

Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #124
Hat ev. jemand ein Foto der nun reparierten Stelle? Wurde die Lärmschutzwand dort ganz entfernt?
EDIT: Der ORF Steiermark hat ein paar Fotos der Stelle!

Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #125


Der erste Fernzug von Graz nach Wien um 5.37 Uhr am Mittwoch werde laut ÖBB wieder durchgehend als Railjet und ohne Schienenersatzverkehr geführt. Man müsse auch erst alle notwendigen Garnituren nach Graz bekommen, erklärte Posch.


Bin mal gespannt, ob da wirklich ein RJ fährt oder eine Ersatzgarnitur.


Dieser fuhr mit RJ, weil die RJs ab Wien Hbf 17:55. 18:55, 19:55 und 20:55 verbleiben in Graz und starten am nächsten Tag wieder Richtung Wien.

  • Hubert Voller
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #126
Auf ein "Neues"

Nach Brückeneinsturz: Bauarbeiten laufen wieder

Nach dem Einsturz einer halbfertigen Brücke auf der Brucker Schnellstraße (S35) wird nun an jener Stelle weitergebaut, an der der Brückenbau am 21. Februar eingestürzt ist. Neue Erkenntnisse gibt es auch zur Einsturzursache.

Vor dem Einsturz hatte man die Brücke von Süden nach Norden aufgebaut. Danach baute man die 300 Meter lange Konstruktion auf der Brucker Schnellstraße bei Frohnleiten am anderen Ende von Norden nach Süden weiter. Nun starten die Bauarbeiten wieder bei jenen Gleisen, über denen die Brücke im Februar eingestürzt ist.

Neue Methoden und Erkenntnisse

Um Unfälle wie den vom 21. Februar zu verhindern, soll diesmal mit einer anderen Methode gebaut werden, die größtmögliche Sicherheit garantiert. Wie jene Methode genau aussieht, werden die Verantwortlichen am Dienstag in einer Pressekonferenz erklären. Mittlerweile seien die Sachverständigen auch zu neuen Erkenntnissen über die Einsturzursache gekommen. Diese sollen ebenfalls bei der Pressekonferenz bekannt gegeben werden.


Quelle: ORF-Steiermark


Asfinag legt Gutachten vor

Der Brückeneinsturz wurde daraufhin von mehreren Sachverständigen untersucht. Das Gutachten, das Asfinag, ÖBB und die ausführenden Baufirmen beauftragt haben und das die Asfinag um den Auftrag für die Ursachen erweitert hat, spricht eine klare Sprache: ,,Das Trag- bzw. Lehrgerüst sei nur für die Betonierlast dimensioniert gewesen, nicht jedoch für höhere Belastungen nach dem so genannten Vorspannen oder Ausschalen", heißt es dort. Dieses Gutachten legt die Asfinag bei der heutigen Pressekonferenz vor.

Die Ermittlungen des Staatsanwalts sind noch nicht abgeschlossen, die Schadenssumme beträgt rund fünf Millionen Euro. Die Asfinag rechnet damit, den gesamtne Schaden ersetzt zu bekommen.
Zug löste Einsturz aus

Ausgelöst hat den Brückeneinsturz einer der beiden Züge, die kurz zuvor den Abschnitt passiert hatten. Die Vibrationen haben den Bau so sehr erschüttert, dass das Konstrukt zusammenbrach.

Auch eine Verzögerung des Baus stand im Raum und wird wohl trotz optimierter Baupläne auch eintreten. In den letzten Monaten hat man von der Nordseite her weitergebaut. Nun kommt man in die sensible Gleiszone.


Quelle: Kleine Zeitung

l.g.rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • 200er
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #127
Na super, der Zug ist also schuld...  :hammer:

  • Tom
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #128

Na super, der Zug ist also schuld...  :hammer:


Naja, der Zug ist demnach Auslöser, Ursache aber das falsch dimensionierte Baugerüst.

  • Hubert Voller
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #129

Na super, der Zug ist also schuld...  :hammer:

Nein, der Zug war nicht schuld!!
Zitat
,,Das Trag- bzw. Lehrgerüst sei nur für die Betonierlast dimensioniert gewesen, nicht jedoch für höhere Belastungen nach dem so genannten Vorspannen oder Ausschalen"

Die Frage WER genau die Schuld trägt wird ein Gutachterstreit werden.

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Hubert Voller
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #130
Brückeneinsturz beschäftigt Gericht und Firmen

Vor einem Jahr ist auf der Brucker Schnellstraße bei Frohnleiten eine damals im Bau befindliche Brücke eingestürzt. Der Brückeneinsturz beschäftigt nach wie vor die Baufirmen und das Gericht.
Es war einer der spektakulärsten Baustellen-Unfälle der steirischen Geschichte: Es war ein Samstagabend, kurz nach 18:00 Uhr - und es war knapp an einer großen Katastrophe vorbei. Vor einem Jahr stürzte die im Bau befindliche Schnellstraßenbrücke bei Frohnleiten ein. 800 Tonnen Beton und Stahlteile krachten auf die darunter liegenden Bahngleise -mehr dazu in Autobahnbrücke eingestürzt
Lehrgerüst hielt Belastung nicht stand
Noch kurz zuvor hatte ein Zug die Stelle passiert. Niemand wurde verletzt - weder auf der Schnellstraße noch auf der Bahnstrecke oder der Baustelle. Was die auf der Baustelle tätige Firma Strabag bald vermutete, bestätigten später die unabhängigen Gutachten: Das Lehrgerüst hatte unter zu großer Belastung nachgegeben. Der Sachschaden ist hoch, die Probleme im Zugverkehr waren nach rund drei Wochen Schienenersatzverkehr gelöst.
Die 400 Meter lange Brücke wurde indess ein zweites Mal neu gebaut - diesmal mit einer anderen Methode - seit 4. Dezember 2015 ist sie uneingeschränkt befahrbar -mehr dazu in Nach Brückeneinsturz: Freie Fahrt in Frohnleiten (3.12.2015).
Hohe Kosten
Der Einsturz zog einen Sachschaden von etwa 4,5 Millionen Euro nach sich, die ASFINAG wird die Summe an Baufirmen und Subunternehmen zur Begleichung weitergeben.
Staatsanwaltschaft: Gutachten kommt
Die gefallene Murbrücke beschäftigt aber auch die Staatsanwaltschaft Graz: Sie ermittelt wegen fahrlässiger Gemeingefährdung. Der Sachverständige schloss die Befundaufnahme mittlerweile ab, in den nächsten Tagen werden die Beteiligten einvernommen, danach soll das Gutachten fertiggestellt werden.

Quelle: ORF-Steiermark

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Andreas
  • Moderator
Re: Einsturz S35 Baustelle in Frohnleiten
Antwort #131
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind abgeschlossen, der Fall wird an das Justitzministerium weiter gegeben. Insgesamt gibt es 13 Beschuldigte.

Quelle: http://steiermark.orf.at/news/stories/2902529/
mfG
Andreas