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Thema: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs (2848-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema - Thema abgeleitet von Güterverkehr auf der GKB

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  • FlipsP
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #15
Ich habe da eine (womöglich) interessante Beobachtung gemacht: Am Voitsberger Bahnhof wurde an einem Abstellgleis eine ca. 40 Meter lange, seitliche Beladerampe gebaut. Von der Höhe her würde sie gut zu Schiebewandwaggons passen. Eine Vermutung, zu dieser Konstruktion wäre, dass diese Rampe in Zukunft von einen lokalen Entsorgungsunternehmen genutzt wird, da jetzt ja ein neues Abfalltransportgesetz kommt.
Schiene soll künftig mehr Abfalltransporte abwickeln
Novelle zum Abfallwirtschaftsgesetz sieht schrittweise Verlagerung vor - für WKÖ-Fachverband eine Riesenchance, um Beitrag zum Klimaschutz zu leisten
Wien (OTS) - Vergangenen Freitag, den 19. November 2021, wurde die Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) durch das Plenum des Nationalrats beschlossen. Diese sieht eine stufenweise Verringerung der Distanzen für verpflichtende Abfalltransporte vor: Ab 2023 müssen Transporte von Abfällen mit einem Gesamtgewicht von mehr als zehn Tonnen und über 300 km Transportdistanz verpflichtend auf die Schiene, ab 2024 sollen dann 200 km und ab 2026 Abfalltransporte ab 100 km Distanz auf der Schiene erfolgen.

Das hört sich sehr gut an. Wird leider, laut Abfallberatern, aber dazu führen, dass die Entsorgungskosten steigen werden. Nicht zwingend, weil die Bahn teurer ist, aber weil die Entsorger die Umstellung nutzen werden, um höhere Preise umzusetzen.

Trotzdem positives Beispiel aus Transportsicht: Die FCC (ehemals ASA) plant schon jetzt noch mehr mit der Bahn zu transportieren.
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #16
@ FlipsP: Einer der einen anderen wegen seiner Ansicht auslacht und als "veraltet" taxiert, regt sich auf, weil er als "unfehlbar" verdächtigt wird. Einfach kurios!
Dabei verbreitet er auch noch Unwahrheiten: Ich habe nie von einem guten und einen schlechten GV geschrieben, nie von einer Schwarz-Weiss-Szenerie und auch nie davon, dass er von Halle zu Halle laufe muss. Meine Meinung ist nur, dass Betriebsstandorte (besonders Logistikfirmen) in der Größenordnung der Gebr. Weiss in Kalsdorf eigentlich ohne eigenen oder naheliegenden (brauchbaren) Gleisanschluss gar nicht genehmigt werden dürften, wenn der Schienenverkehr in Hinkunft mehr Anteile bekommen soll. Diese Ansicht wird nun durch ÖBB-Experten bestätigt: Die Genehmigung von neuen Gewerbe- und Industrieparks soll künftig nur mit einem Gleisanschluss oder in der Nähe eines Gleisanschlusses erfolgen.

https://presse.oebb.at/de/presseinformationen/20210607-awg-novelle-oebb-stehen-fuer-mehr-abfalltransporte-auf-der-schiene-bereit

Natürlich bin ich auch dafür, dass alle Möglichkeiten des kombinierten Verkehrs Anwendung finden sollten, um den LKW-Verkehr aus Klimaschutzgründen zu verringern. Ich bleibe aber dabei, dass die Verkehrssituation und die Straßenbelastung durch die PKW-Transporte in der Maggstraße und in Kalsdorf ein Ausmaß angenommen haben, dass für alle Verkehrsteilnehmer schon unerträglich ist. Es ist unverantwortlich und in Zeiten der Klimaschutzdiskussion völlig unverständlich, dass kein einziger PKW, der in Thondorf oder im CCG gebaut wird, das Werk per Bahn verlässt. Dabei wäre vor allem im CCG eine optimale Eisenbahn-Infrastruktur vorhanden.

Ich ersuche den Moderator, alle Beiträge zu diesem allgemeinen, aber aktuellen Thema in einen neuen Thread "Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs" zu verschieben, da sie mit der GKB nur am Rande zu tun haben.l
Trotz Klimakrise und absehbares Ende des Verbrennungsmotors setzen viele große Firmen einzig auf den Straßenverkehr und errichten sogar Logistikzentren ohne  Bahnanschluss.

  • Andreas
  • Global Moderator
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #17
(...)
Ich ersuche den Moderator, alle Beiträge zu diesem allgemeinen, aber aktuellen Thema in einen neuen Thread "Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs" zu verschieben, da sie mit der GKB nur am Rande zu tun haben.l

Wurde damit erledigt.
mfG
Andreas

  • Andreas
  • Global Moderator
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #18
2 Beiträge gelöscht
mfG
Andreas

  • FlipsP
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #19
Ich würde sagen wir lassen die Persönlichkeiten und kommen auf das Thema zurück.

Meine Meinung ist nur, dass Betriebsstandorte (besonders Logistikfirmen) in der Größenordnung der Gebr. Weiss in Kalsdorf eigentlich ohne eigenen oder naheliegenden (brauchbaren) Gleisanschluss gar nicht genehmigt werden dürften, wenn der Schienenverkehr in Hinkunft mehr Anteile bekommen soll. Diese Ansicht wird nun durch ÖBB-Experten bestätigt: Die Genehmigung von neuen Gewerbe- und Industrieparks soll künftig nur mit einem Gleisanschluss oder in der Nähe eines Gleisanschlusses erfolgen.

https://presse.oebb.at/de/presseinformationen/20210607-awg-novelle-oebb-stehen-fuer-mehr-abfalltransporte-auf-der-schiene-bereit

Gebrüder Weiss ist 4,5 km vom größten Gleisanschluss der Steiermark entfernt! Das ist in der Nähe. Näher ist im Prinzip nur mehr das erwähnte ,,Halle zu Halle".



Natürlich bin ich auch dafür, dass alle Möglichkeiten des kombinierten Verkehrs Anwendung finden sollten, um den LKW-Verkehr aus Klimaschutzgründen zu verringern. Ich bleibe aber dabei, dass die Verkehrssituation und die Straßenbelastung durch die PKW-Transporte in der Maggstraße und in Kalsdorf ein Ausmaß angenommen haben, dass für alle Verkehrsteilnehmer schon unerträglich ist.

In der Maggstrße auf jeden Fall! In Kalsdorf ist der LKW Verkehr eh primär durch wo er sein soll und weg von den Menschen,


Es ist unverantwortlich und in Zeiten der Klimaschutzdiskussion völlig unverständlich, dass kein einziger PKW, der in Thondorf oder im CCG gebaut wird, das Werk per Bahn verlässt. Dabei wäre vor allem im CCG eine optimale Eisenbahn-Infrastruktur vorhanden.

Hier stimm ich dir zu (aber meines Wissens nach werden im CCG keine Autos assembled).
Wobei trotzdem ein Großteil der produzierten PKW per Bahn weggehen...
Problem bei Werk Thondorf ist halt auch, dass es im Prinzip aus allen Nähten platzt und wenig Platz vorhanden ist. Bahnladeanlagen würden aber recht viel Platz in Anspruch nehmen. Hier wird sich nichts ändern, bis man nicht vielleicht einen großen Schritt geht.
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

  • FlipsP
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #20
2 Beiträge gelöscht

Was wurde gelöscht?
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

  • Vitus
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #21
Zumindest dieser Beitrag, dich betreffend.
den zweiten Beitrag kenne ich nicht.
Hmm, Rechtschreibfehler gefunden? Kein Problem. Schenke ich Dir!!

  • FlipsP
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #22
Zumindest dieser Beitrag, dich betreffend.
den zweiten Beitrag kenne ich nicht.

Damit kann ich leben.
Jemand der noch Nichts zum Thema beigetragen hat und dann meint, mit sowas seinen Lebensmoment zu erhaschen, ist mir eher egal.

Verstehe auch, das das gelöscht wurde.
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #23
Bin auch für eine sachliche Diskussion.
Zu MAGNA: Vom CCG ist noch nie ein PKW per Bahn ausgeliefert worden. Auf den neu geschaffenen LKW-Abstell- und Ladeplätzen in der Maggstraße und am Firmenstandort von Frikus in Kalsdorf sieht man, dass eine beträchtliche Menge der produzierten PKW die Steiermark auf der Straße verlässt.
Zum Flächenbedarf: Für den LKW-Verkehr werden an den Betriebsstandorten viel mehr Flächen vergeudet und versiegelt als durch den Bau eines Ladegleises notwendig wären. Beispielsweise  könnte der seit 10 Jahren brach liegende Übergabebhf. in Raaba längst für einen Umladeplatz für Inputlieferungen oder Auslieferungen per Bahn genützt werden.
Man will sich den Bahntransport offensichtlich nicht "antun", weil es einfacher ist, dieTransporte einem straßenbenützenden Frächter zu übergeben und hat daher die ganze Lager- und Zubringerlogistik unter dem Druck des *Just in time" dem LKW anvertraut.
Trotz Klimakrise und absehbares Ende des Verbrennungsmotors setzen viele große Firmen einzig auf den Straßenverkehr und errichten sogar Logistikzentren ohne  Bahnanschluss.

  • FlipsP
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #24
Weißt du, dass am CCG PKW gefertigt werden?
Ich weiß nur von einer Komponentenfertigung.

Beim Flächenverbrauch darfst du nicht vergessen, dass die ,,LKW Flächen" nicht wirklich reduziert werden können, weil diese trotzdem benötigt werden. Würde man also jede Halle mit einem Gleis anschließen wäre das zusätzlicher Flächenverbrauch.

Der Übergabebahnhof Raaba ist da eine gute Idee, aber wie würdest du diesen denn nutzen?
Dort sind 4 Gleise und daneben ist kein Platz mehr für Ladearbeiten.

Ich würde eher sagen, dass man die ganze Logistik Speditionen anvertraut hat, die primär auf den LKW setzen. Dort müsste man eher ansetzen. Möglichkeiten den LKW Anteil zu reduzieren (ersetzen geht sicher nicht) gibt es genug. Das müsste aber wahrscheinlich proaktiv auf Seiten der Bahnlogistiker beginnen. Der Akku des Jaguar ipace kommt beispielsweise von LG Chem, also entweder aus Polen oder gleich aus Asien (also einem Hafen vermutlich im Bereich D-NL-B). Ein Akku hat eine Masse von ca 650 kg und im Jahr werden ungefähr 20.000 Fahrzeuge gefertigt. Das entspricht ca 6 bis 10 Ganzzügen pro Jahr, also ein Zug alle 1-2 Monate und benötigt somit auf beiden Seiten Lagerflächen für 1-2 Monaten. Das wird schwer vereinbar mit der heutigen Logistik. Eher könnte man die Bahn nutzen, indem man einzelne Container mit bestehenden Zügen nach Graz bringt. Von sen Häfen aus sicher möglich, von Polen weiß ich es nicht, aber vermutlich auch.
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

  • Ch. Wagner
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #25

Ein Großteil der LKW fährt allerdings leer zurück. Sie sind nur Lagerhallenersatz. Wenn man allerdings die derzeitige Situation betrachtet, in der Spediteure händeringend Fahrer suchen, wird sich das auch wohl bald ändern.
Fer aut feri ne feriaris feri!
Queen Elizabeth I.

Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #26

jede Halle mit einem Gleis anschließen wäre das zusätzlicher Flächenverbrauch.
Nein. Die Schienen nehmen keinen zusätzlichen Platz weg. Sie können sogar als Fahrspur verwendet werden, wie es in Großbetrieben durchaus üblich ist (z.B. Brauerei Puntigam). Für LKW-Ladebereiche benötigt man in der Breite sogar deutlich mehr Platz. Und überdachen oder in die Halle integrieren lassen sich die Schienen natürlich auch.

  • FlipsP
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #27

Ein Großteil der LKW fährt allerdings leer zurück. Sie sind nur Lagerhallenersatz. Wenn man allerdings die derzeitige Situation betrachtet, in der Spediteure händeringend Fahrer suchen, wird sich das auch wohl bald ändern.

Die Leerfahrten werden so gut es geht vermieden, ein Teil bleibt aber natürlich.
Das gilt leider aber auch für den Zug. Denn der Ganzzug aus Polen wird vermutlich keine Waren (zumindest wenig) von Graz nach Polen finden.

Und auch bei den Bahnen herrscht Personalmangel, wobei man hier mit einer Person natürlich  mehr schaffen kann.



jede Halle mit einem Gleis anschließen wäre das zusätzlicher Flächenverbrauch.
Nein. Die Schienen nehmen keinen zusätzlichen Platz weg. Sie können sogar als Fahrspur verwendet werden, wie es in Großbetrieben durchaus üblich ist (z.B. Brauerei Puntigam). Für LKW-Ladebereiche benötigt man in der Breite sogar deutlich mehr Platz. Und überdachen oder in die Halle integrieren lassen sich die Schienen natürlich auch.

Stimmt schon, aber bei Doppelnutzen Bahn/LKW könnte es sein, dass sich beide in die Quere kommen. Dazu kommt ja auch noch die Fläche, um mit der bahn überhaupt an die Hallen zu kommen (denke da beispielsweise an GLS in Kalsdorf). Alles nicht so einfach.

In Hallen integrieren kann man natürlich beides.
  • Zuletzt geändert: Dezember 05, 2021, 17:18:48 von FlipsP
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

  • FlipsP
Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #28
Sinnvoll wäre es vielleicht, wenn man im Gewerbegebiet Kalsdorf/Werndorf mal eine Umfrage unter den Unternehmen startet, welche regelmäßigen Ziele die Waren haben. Dann könnte man darauf aufbauend ein Konzept erarbeiten.
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

- Sokrates

Re: Attraktivierung des Eisenbahn-Güterverkehrs
Antwort #29
eine Umfrage unter den Unternehmen startet, welche regelmäßigen Ziele die Waren haben. Dann könnte man darauf aufbauend ein Konzept erarbeiten.
Das wäre auch meiner Meinung nach der richtige Weg und sollte auch flächendeckend durchgeführt und umgesetzt werden. Es würde zusätzliche Jobs bringen und obendrein wäre es auch ein wertvoller Beitrag zur Reduktion an vermeidbaren LKW-Fahrten.