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Thema: Wie könnte es mit dem Fuhrpark weiter gehen? (28480-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Ch. Wagner
Re: Wie könnte es mit dem Fuhrpark weiter gehen?
Antwort #105
und gleichzeitig zu beginnen die VB zu verkaufen.

Und wer sollte die kaufen?  Braila?
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • 38ger
Re: Wie könnte es mit dem Fuhrpark weiter gehen?
Antwort #106
Welchen "Idtiotenbonus"? Es WAR ja geplant, ein Testfahrzeug herzustellen, um davon zu lernen und eine Ausschreibung für dieses Projekt ist sicherlich obligatorisch. Und war sollten sich nicht andere Hersteller damit auseinandersetzen können?

Man kann natürlich immer Gründe finden, etwas nicht zu tun ...

W.

Es war von Seiten der Stadt geplant - ja, aber eben nicht von vornherein vorgesehen!
Deshalb wurde ja nichts daraus. Und wenn man den Umbau gewollt hätte, dann hätte es auch kein Testfahrzeug gebraucht, sondern den Entschluss alle umzubauen! Dass man denn aus dem ersten umgebauten Fahrzeug lernen kann für die nachfolgenden Umbauten wäre ja sinnvoll, aber das wäre dann ein gewöhnliches Vorserienfahrzeug und kein Testfahrzeug, bei dem der Hersteller sich nicht darauf verlassen kann, dass der Besteller, also die Stadt Graz bzw. die Verkehrsbetriebe die restlichen Fahrzeuge auch umbaut. Und dass der Aufwand für ein einziges Fahrzeug dem Hersteller den Aufwand nicht wert ist, ist logisch, da er ja auch für ein einzelnes Fahrzeug seine Produktionsstätte entsprechend adaptieren muss und weniger Kapazität für größere Fahrzeugproduktionen hat. Es stellt sich aber schon die Frage BIS WANN so ein Umbau sinnvoll ist. Realpolitisch ist das in dieser Regierungsperiode wohl nicht gewünscht und machbar - danach ist es dann aber wirklich schon zu spät!
Ist dasselbe, wie bei andere Übergangslösungen. Vor 20 Jahren wäre es eine großartige Investition gewesen die Zwischenwägen der 4020 durch niederflurige Zwischenwägen zu ersetzen. Vor 20 Jahren wäre es eine großartige Idee gewesen Niederflurbeiwägen für die sechsachsigen Straßenbahnen in Wien oder Graz zu beschaffen. Heute freilich nicht mehr. Irgendwann sind einfach die besten Pferde totgeritten. Die Frage in Graz ist ja, wie man in 20 Jahren einen möglichst effizienten Straßenbahnbetrieb hat - und da sehe ich eher 40 Meter lange neue klimatisierte Niederflurwägen, als aufwändig adaptierte Cityrunner, deren Ersatz dann ohnehin anstehen wird.

@ Martin: Bitte warum die Variobahnen verkaufen? Ich dachte man hätte die Kinderkrankheiten endlich ausgemerzt? Und dass sie etwas behäbiger sind, als die Cityrunner wird wohl schlicht am höheren Gewicht liegen. Das hätte der Cityrunner aber auch, wenn man ihn mit Klimaanlage nachrüsten würde, denke ich ... ?

Re: Wie könnte es mit dem Fuhrpark weiter gehen?
Antwort #107
Ich denke, das Thema eines Verkaufs der Variobahnen kann man getrost vergessen (wäre auch ein Schuldeingeständnis der Verantwortlichen und ein finanzielles Desaster).

Meiner Meinung nach müssen auf jeden Fall die Cityrunner technisch modernisiert werden (inkl. Klimatisierung) und beide Fahrzeugreihen im Innenraum möglichst angeglichen werden, z. B. mit einem Auffangraum bei der zweiten Türe, dafür im Bereich der dritten Türe möglichst viele Sitzplätze (siehe Cityrunner) und dann wieder ein Auffangraum bei der vierten Türe.

Und das CR-Testfahrzeug sollte ja in eigener Werkstätte aus vorhandenen Teilen (Entnahme eines Mittlteils und einer Sänfte aus einem anderen Fahrzeuge) erstellt werden. Dass die Industrie natürlich am liebsten alle Fahrzeuge verlängert hätte, ist ja keine Frage. Für die wären ja schon die 18 Cityrunner eher ein Kleinauftrag.

Frage ist, was passiert mit den 600ern?

Die 500er werden nach der Modernisierung der Steuerung noch bis Ender 2020er-Jahre laufen. Sinnvoll wäre bei beiden Serien eine Neugestaltung des Innenraums inkl. Klimatisierung und neuer Außenanzeigen. Bei den 600er stellt sich zusätzlich halt noch die Frage nach der Modernisierung der Steuerung ...

Man kann davon ausgehen, dass vor Ende der 2020er-Jahre wohl keine der wirklich großen Ausbauvorhaben (Südwest- und Nordwestlinie) fertig sein wird (wenn sie jemals umgesetzt werden). Vielleicht kommt "dazwischen" ja noch die Uni-Anbindung. Das sollte eigentlich mit dem vorhandenen Fuhrpark - zumindest zahlenmäßig - zu machen sein. Danach braucht man sowieso neue Fahrzeuge (500er, 600er und - mit Abstand - Cityrunner). Also reden wir eh wieder über 40 (oder mehr) Fahrzeuge, die man dann vielleicht mit einem Rahmenvertrag über eine längere Zeit abrufen könnte ...

In anderen Betrieben werden durchaus ähnlich alte Fahrzeuge nocheinmal ordentlich (!) modernisiert - ist einfach eine Frage der Wirtschaftlichkeit. In Potsdam hat man gerade auch einige Combinos (Lieferzeit 1998 - 2001) verlängert; dort hat es zwischen Auftragsvergabe und Inbetriebnahme des ersten Fahrzeugs gut 2 Jahre gebraucht.

Denke, dass die 500er und 600er (technisch) locker noch einmal zwei HU-Perioden fahren können und die Cityrunner sicherlich auch gegen 35/40 Jahre fahren können (was sollte da dagegen sprechen), insofern spricht auch da nix gegen eine ordentliche Modernisierung (die dann vielleicht einen effizienteren Betrieb und eine angenehmeres Innenraumklima bringt). Immerhin fahren die Fahrzeuge ja TÄGLICH im Fahrgastbetrieb ...

Mit oder ohne Neufahrzeuge wäre am Fahrzeugsektor in Graz doch was zu tun ...

W.
  • Zuletzt geändert: Januar 07, 2018, 14:28:22 von Sanfte Mobilität
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • Andreas
  • Moderator
Re: Wie könnte es mit dem Fuhrpark weiter gehen?
Antwort #108
MOD:
Ich habe die Diskussion über die mögliche Zukunft des Grazer Wagenparks abgetrennt und einem älteren Thread, zum Thema passend, angehängt.

Interessant sind auch die damaligen Pläne, die im ersten Beitrag dieses Threads zu lesen sind.
mfG
Andreas

  • FlipsP
Re: Wie könnte es mit dem Fuhrpark weiter gehen?
Antwort #109
Die Cityrunner sollten unbedingt jetzt (so schnell wie möglich) modernisiert werden. Ob diese verlängert werden sollten oder gleich längere Neufahrzeuge angeschafft werden sollen, ist mMn der Knackpunkt.

Die älteren Fahrzeuge müssen eigentlich so schnell wie möglich ausgeschieden werden 500 er ebenso wie dann auch die 600er Serie. Sie haben einfach im normalen Betrieb nichts mehr zu suchen - meine Meinung.

Für Neufahrzeuge, egal ob lang oder kurz, sollte so schnell wie möglich eine Ausschreibung vorbereitet werden. Somit würden alle Altfahrzeuge ersetzt werden können.

Zu den Variobahnen: Jetzt wo die Variobahnen einigermaßen gut fahren, wäre es ziemlich dumm und kostspielig diese zu veräußern. Der Wunsch besteht nur mehr bei einige Querulanten und Nostalgikern, was ich so merke.

Der Fuhrpark sollte ab ungefähr 2023-25 nur mehr aus Cityrunner, Variobahnen und den Neufahrzeugen bestehen.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Wie könnte es mit dem Fuhrpark weiter gehen?
Antwort #110
Die Cityrunner sollten unbedingt jetzt (so schnell wie möglich) modernisiert werden. Ob diese verlängert werden sollten oder gleich längere Neufahrzeuge angeschafft werden sollen, ist mMn der Knackpunkt.
Sie kriegen eh neue Innenanzeigen :D - Spaß beiseite, aber alles andere als eine Verlängerung der Wagen ist mMn sinnlos.

Zitat
Die älteren Fahrzeuge müssen eigentlich so schnell wie möglich ausgeschieden werden 500 er ebenso wie dann auch die 600er Serie. Sie haben einfach im normalen Betrieb nichts mehr zu suchen - meine Meinung.
500er - stimme ich Dir zu - gehörten weg
600er: Mit Fahrerkabine und Klimaanlage (zumindest in der Fahrerkabine) ausgestattet sollten sie noch zwei Revisionsfristen überstehen.

Zitat
Für Neufahrzeuge, egal ob lang oder kurz, sollte so schnell wie möglich eine Ausschreibung vorbereitet werden. Somit würden alle Altfahrzeuge ersetzt werden können.
Neufahrzeuge, die kürzer als 40 Meter sind, würde ich als Schildbürgerstreich sehen!!!

Zitat
Zu den Variobahnen: Jetzt wo die Variobahnen einigermaßen gut fahren, wäre es ziemlich dumm und kostspielig diese zu veräußern.
Siehe oben: Linz hat 2012 alle Zehnachser verschrottet.
Was die Variobahnen betrifft, stelle ich ernsthaft die Frage, warum diese nicht verlängert werden....

Zitat
Der Fuhrpark sollte ab ungefähr 2023-25 nur mehr aus Cityrunner, Variobahnen und den Neufahrzeugen bestehen.
ZWei 500er sind quasi fertig und viele weitere werden sicher auch noch ertüchtigt, wie willst Du das finanziell verantworten, diese Fahrzeuge auszuscheiden?

Zitat
Der Wunsch besteht nur mehr bei einige Querulanten und Nostalgikern, was ich so merke.


Ich bin weder ein Querulant, noch ein Nostalgiker aber:

1. Die Variobahnen sind für die meisten Linien zu KURZ und zu KLEIN. Vor allem für jene Linien, wo sie auch jetzt schon zugelassen sind.
2. Manche Linien sind jetzt schon ziemlich überfüllt, auch ausserhalb der HVZ
3. Dann sollen die VB verlängert werden, auch kein Problem theorethisch. Das wird aber leider nie passieren, weil die Fahrzeuge eben in den Veruf gekommen sind, Donnerwalzen zu sein.
4. 45 ULTRAKURZE Variobahnen sind für zwei Linien (1 und 3) viel zu viel.
5. Die Linien 4, 5, 6 und vor allem 7 müssen dringendst mit langen Fahrzeugen mit hoher Kapazität ausgerüstet werden.
6. Mangels Innenstadtentflechtung ist eine Intervallverdichtung auf den in Punkt 5 angeführten Linien kaum noch möglich.
7. An Sonn- und Feiertagen sind ALLE Linien stark überfüllt. - In den 1990ern verkehrten an Sonn- und Feiertagen VIER Linien durch die Annenstraße und ZWEI nach Andritz.  Der Iststatus ist bekannt....
Hier herrsch Handlungsbedarf. - DRINGEND.
8. In Linz wurden 2012 Zehnachser verschrottet, die gerade 26 Jahre alt waren. Bei uns werden 500er saniert....
GLG
Martin

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Wie könnte es mit dem Fuhrpark weiter gehen?
Antwort #111
Interessant sind auch die damaligen Pläne, die im ersten Beitrag dieses Threads zu lesen sind.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/3985518/Grazer-Trams-ab-2015-laenger


Ja, wenn man das EP ansieht, kann man die Linie der HGL erkennen. - Busse vor Bims. - Auf der ganzen Welt ist es gsd meist umgekehrt.
Der Artikel ist mehr als 5 Jahre alt und passiert ist genau - NICHTS!!!
GLG
Martin