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Thema: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße (10504-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
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  • Styria Mobile Team
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #15
Dein Wort in Gottes Ohr!
GLG
Martin

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #16
Würde man die S7 nicht bauen, könnte man das Geld stattdessen in die Schieneninfrastruktur stecken, dadurch den LKW-Durchzugs-Verkehr gesetzlich auf rollende Landstraßen verbannen und damit etwas gutes für unsere Umwelt und die Gesundheit tun!

  • Amon
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #17
Naja, da werden die Baulobby, die Frächterlobby, die Asfinag und nicht zuletzt FP-Landesrat Kurz(sicht)mann was dagegen haben...

Straßen sind in Österreich einfach noch immer "Wirtschaftsadern", wohingegen Bahnstrecken eher "Milliardengräber" sind...Tja...

Siehe auch so Wahnsinnsprojekte wie die Lobau-Autobahn. Anderswo werden Autobahnen stillgelegt bzw. verkehrsberuhigt. Bei uns baut man neue und diese, aus Angst vor besorgten Bürgern, vorzugsweise unterirdisch zu horrenden Kosten.

Weitere Beispiele: Linz-Westring (derzeit auf Eis, soweit ich weiß), Graz-Ostring (FPÖ-Forderung, die hoffentlich nie ernsthaft diskutiert wird), Graz-Südgürtel usw.

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #18
Zitat
Naja, da werden die Baulobby, die Frächterlobby, die Asfinag und nicht zuletzt FP-Landesrat Kurz(sicht)mann was dagegen haben...


Der Südgürtel wird bereits gebaut, zwar unter Kurzmann, aber die ÖVP & SPÖ haben erst dafür gesorgt, dass dieser überhaupt in dieser Form geplant wurde, das ist halt typisch 60er Jahre Politik!  :boese:

Zitat
Weitere Beispiele: Linz-Westring (derzeit auf Eis, soweit ich weiß), Graz-Ostring (FPÖ-Forderung, die hoffentlich nie ernsthaft diskutiert wird), Graz-Südgürtel usw.

Der Linzer Westring wird gebaut, aber in einer abgespeckten Variante! http://ooe.orf.at/news/stories/2562616/

Zitat
Würde man die S7 nicht bauen, könnte man das Geld stattdessen in die Schieneninfrastruktur stecken, dadurch den LKW-Durchzugs-Verkehr gesetzlich auf rollende Landstraßen verbannen und damit etwas gutes für unsere Umwelt und die Gesundheit tun!


Es gibt ja schon zahlreiche Gerüchte welche behaupten, dass die ÖBB die Thermenbahn sobald wie möglich zusperren wollen.

Statt der S7 zu bauen, könnte man im Bereich Fürstenfeld eine Umfahrung bauen wäre sicher kostengünstiger.

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #19

Es gibt ja schon zahlreiche Gerüchte welche behaupten, dass die ÖBB die Thermenbahn sobald wie möglich zusperren wollen.


Täten die das nicht schon gern seit Beginn der Neunziger? Einmal hieß es dann, es könne nicht sein, dass Bezirksstädte wie Hartberg und Fürstenfeld ohne Bahnanschluss dastünden. Aber da könnte ja die Politik "abhelfen": Indem man Hartberg beispielsweise zu Weiz schlägt und Fürstenfeld zu Feldbach. Oder den geplanten Fusionsbezirk HF gleich zu Weiz. Dann kann man den Menschen dort alles wegnehmen und trotzdem hätte noch jede (verbliebene) Bezirksstadt ihren Bahnanschluss: Die Statistik bleibt blütenweiß, alles in bester Ordnung...

Jetzt wieder ernst:
Zwischen Fehring und Söchau süd. Fürstenfeld gibt es bekanntlich in der Streckenführung zwei betriebseinschränkende 120m-Radien. Diese gehören mit gewissem Aufwand auf wenigstens 200m gebracht. Dann kann die Strecke auch als Umleitung für Railjets Graz-Wien im Falle von Problemen auf der Semmering-Strecke dienen.

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #20

Jetzt wieder ernst:
Zwischen Fehring und Söchau süd. Fürstenfeld gibt es bekanntlich in der Streckenführung zwei betriebseinschränkende 120m-Radien. Diese gehören mit gewissem Aufwand auf wenigstens 200m gebracht. Dann kann die Strecke auch als Umleitung für Railjets Graz-Wien im Falle von Problemen auf der Semmering-Strecke dienen.


Geh bitte, das ist ein Unfug.
Wenn am Semmering irgendwas gröberes ist (was erstens recht selten ist, zweitens gibt es in ein paar Jahren da einen Tunnel), dann ist ein Schienenersatzverkehr die bessere Lösung als da die Leute durch die Oststeiermark umzuleiten, wofür man erst mal spontan ausreichend Dieselloks auftreiben müsste.

Und wenn du die Radien am Söchauer Berg auf 200m bringen willst, dann ist das ein ordentlicher Aufwand - da kannst den ganzen Abscfhnitt neu trassieren - viel Spass!


Provodnik

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #21
Genau deshalb hieß es ja immer "Erlebnis Bahn"!  :lol:

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #22

Geh bitte, das ist ein Unfug.
Wenn am Semmering irgendwas gröberes ist (was erstens recht selten ist, zweitens gibt es in ein paar Jahren da einen Tunnel), dann ist ein Schienenersatzverkehr die bessere Lösung als da die Leute durch die Oststeiermark umzuleiten, wofür man erst mal spontan ausreichend Dieselloks auftreiben müsste.


Gab's das vor einigen Jahren nicht mal? Ich bild' mir ein mal ein Foto von einem umgeleiteten EC mit Diesel-Doppeltraktion in der Söchauer Schleife gesehen zu haben.

Zitat

Und wenn du die Radien am Söchauer Berg auf 200m bringen willst, dann ist das ein ordentlicher Aufwand - da kannst den ganzen Abscfhnitt neu trassieren - viel Spass!


Bevor man die Bergstrecke neu trassiert zahlt sich da wohl auch ein Tunnel aus, wobei man dann Söchau wohl nicht mehr anfahren würde, sondern von Hatzendorf direkt Richtung Nordost nach Fürstenfeld. Allerdings ist das jetzt schon seeeeehr theoretisch. Bevor man das macht, wird man wohl noch eher überlegen von Gleisdorf gleich direkt nach Hartberg zu fahren (was genauso seeeeehr theoretisch ist).

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #23


Geh bitte, das ist ein Unfug.
Wenn am Semmering irgendwas gröberes ist (was erstens recht selten ist, zweitens gibt es in ein paar Jahren da einen Tunnel), dann ist ein Schienenersatzverkehr die bessere Lösung als da die Leute durch die Oststeiermark umzuleiten, wofür man erst mal spontan ausreichend Dieselloks auftreiben müsste.


Gab's das vor einigen Jahren nicht mal? Ich bild' mir ein mal ein Foto von einem umgeleiteten EC mit Diesel-Doppeltraktion in der Söchauer Schleife gesehen zu haben.


Bei internationalen Zügen mit langem Laufweg trachtet man eher danach, dern Garniturenumlauf nicht durcheinander zu bringen, da wurde/wird schonmal eine zeitaufwändige Umleitung in Kauf genommen.
Eine Umleitung von Inlandszügen über den Söchauer Berg dürfte hingegen - sinnvollerweise - eine echte Rarität sein. Denn der Umlauf wäre sowieso nicht zu halten, die eingeplanten Garniturenwenden verzeihen eine derart zeitaufwändige Umleitung nicht.


Provodnik

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #24

Bei internationalen Zügen mit langem Laufweg trachtet man eher danach, dern Garniturenumlauf nicht durcheinander zu bringen, da wurde/wird schonmal eine zeitaufwändige Umleitung in Kauf genommen.
Eine Umleitung von Inlandszügen über den Söchauer Berg dürfte hingegen - sinnvollerweise - eine echte Rarität sein. Denn der Umlauf wäre sowieso nicht zu halten, die eingeplanten Garniturenwenden verzeihen eine derart zeitaufwändige Umleitung nicht.


Ganz abgesehen von der mangelnden Streckenkapazität :-)

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #25
S7: Baubeginn mindestens ein Jahr später

Der für Herbst 2012 geplante Baustart der Fürstenfelder Schnellstraße (S7) verzögert sich um rund ein Jahr: Der Umweltverträglichkeitsbescheid wurde aufgrund eines Formalfehlers vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben.

Nach den aktuellen Plänen fahren frühestens im Herbst die Bagger für die 29 Kilometer lange S7 zwischen Riegersdorf und Heiligenkreuz im Burgenland auf und nicht wie ursprünglich vorgesehen im Herbst des vergangenen Jahres - mehr dazu auch in S7: Spatenstich im September (20.4.2012).

Umweltverträglichkeitsprüfung wird neu aufgerollt

Der vom Verkehrsministerium ursprünglich ausgestellte Umweltverträglichkeitsbescheid wurde nun vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben. Grund ist ein Formalfehler, denn jene Sektionschefin im Verkehrsministerium, die den Bescheid unterzeichnet hatte, sitzt auch im Aufsichtsrat der ASFINAG.

Die Vorarbeiten zur Schnellstraße mussten daher letzten November gestoppt werden - mehr dazu in Baubeginn für S7 verzögert sich (burgenland.ORF.at; 24.11.2012).

Die Umweltverträglichkeitsprüfung wird nun neu aufgerollt, das Ermittlungsverfahren werde fortgesetzt, so das Verkehrsministerium. Dabei werden die Änderungen, die sich in den weiteren Verfahren ergeben haben, berücksichtigt werden.
Auch Bauabschnitt Ost ohne positiven Bescheid

Ausgelöst wurden die Verzögerungen durch die Beschwerde der Bürgerinitiative ,,Allianz gegen die S7" beim Verwaltungsgerichtshof. ,,Durch die S7 kommt es zu einer weiterräumigen Verlärmung des Feistritz- und Lafnitztales, und zwar in Gebieten, die bisher sehr ruhig waren. Das ist im Verfahren festgestellt worden, das Verkehrsministerium hat sich einfach darüber hinweggesetzt", kommentiert Johann Raunikar von der Initiative, ,,und wir denken, dass jetzt erst wieder darangegangen wird, unsere inhaltlichen Einwände genauer zu prüfen". Dazu zählen auch laut Raunikar die nachgewiesene Belastungen von Luft und Wasser entlang der geplanten Streckenführung.

Bis die neuerliche Prüfung abgeschlossen sein wird, werden jedenfalls wieder Monate vergehen. Laut Verkehrsministerium sind für Herbst 2013 erneut Vorbereitungsarbeiten für den Bau des Abschnittes West geplant; außerdem fehlt zehn Jahre nach Planungsbeginn der Fürstenfelder Schnellstrasse auch für den Bauabschnitt Ost zwischen Dobersdorf und Heiligenkreuz im Burgenland noch der positive Bescheid.

Quelle: http://steiermark.orf.at/news/stories/2570531/
GLG
Martin

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #26
Wieder ein bisschen Verzögerung - 10% höhere Baukosten.

  • Ch. Wagner
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #27

Wieder ein bisschen Verzögerung - 10% höhere Baukosten.


Das wird noch a bisserl mehr werden, die ganze UVP muß wiederholt werden. Die Frage ist eigentlich, wieso das die Frau Sektionschefin nicht bezahlen muß. Oder hat sie garnicht gewußt, daß sie auch im Aufsichtsrat der ASFINAG sitzt. Ergo: jagt sie hinaus mit nassen Fetzen und klagt den Schaden ein.
LG! Christian

PS.: macht eh keiner.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #28
Bürgerinitiative:

,,...Durch die S7 kommt es zu einer weiterräumigen Verlärmung des Feistritz- und Lafnitztales, und zwar in Gebieten, die bisher sehr ruhig waren. Das ist im Verfahren festgestellt worden, das Verkehrsministerium hat sich einfach darüber hinweggesetzt..."

Das ist doch wohl der dümmste Einwand überhaupt: Genau das ist ja der Zweck der S7, nämlich die derzeit im Durchzugsverkehr erstickenden Ortschaften zu entlasten. Klarerweise sind Lärm und Gestank dann nicht mehr dort, sondern entlang der neuen Trasse. Binsenweisheit! Deshalb werden ja Schnellstraßen- Autobahn- und Bahntrassen nach Möglichkeit so gewählt, dass eben dort Lärm (und bei Straßen eben Gestank) entstehen, wo möglichst wenige betroffen sind.

Gegen einen Bahnausbau würden solche Leute wahrscheinlich genauso Stimmung machen.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #29
An der S 7 ruft der Wachtelkönig

Gegner wittern neue Chance, aber auch die Asfinag freut sich - das Tier lebt angeblich just auf einer Ausgleichsfläche. Ein gültiger UVP-Bescheid wird für heuer erwartet.
Gegner der Schnellstraße mit Johann Raunikar versammelten sich im Edelseewald

Mit einer Demo im Edelseewald bei Großwilfersdorf bekräftigten die Gegner der S 7 ihre Kritik am Bau der Straße. "Wir haben gezeigt, dass der Widerstand weitergeht", freut sich Sprecher Johann Raunikar, der rund 100 Teilnehmer gezählt haben will.

Während die Aktivisten wanderten und Musik hörten, sorgt ein alter Bekannter für Aufsehen: Der streng geschützte Wachtelkönig, der in den 90er-Jahren den Bau der "Ennsnahen Trasse" zu Fall brachte, brütet offenbar an der S 7-Trasse bei Speltenbach. Er habe den Ruf des Vogels in diesem Gebiet schon vor Jahren aufgezeichnet, jetzt höre man ihn erneut, berichtet Jagdleiter Alois Urschler. "Ein Grund, hier nicht zu bauen."

Mähverbot
Die Naturschützer sind aktiv geworden und haben offenbar ein einstweiliges Mähverbot erwirkt. Bis zu drei Tiere tummeln sich in diesem Bereich, bestätigt Naturschutzbund-Obmann Johannes Gepp. Naturschutzbund-Geschäftsführer Markus Ehrenpaar sieht die Straße damit noch mehr infrage gestellt. "Der Wachtelkönig darf nicht gestört werden."

Projektbetreiber Asfinag bleibt gelassen. Ein Vorkommen des Wachtelkönigs habe man bei der Einreichung berücksichtigt und Ausgleichsflächen geschaffen, sagt Alexander Walcher, Geschäftsführer der Bau-GmbH. Eine Verzögerung schließt er aus. Und er lässt aufhorchen: Der Vogel lebe nicht auf einem Trassengrundstück, sondern just auf einer der Ausgleichsflächen. "Das beweist, dass wir für diesen Zweck die richtige Fläche erworben haben", reibt er sich die Hände. Insgesamt hat die Asfinag an der Trasse bis Rudersdorf 500 Hektar Grund abgelöst, davon 270 Hektar Ausgleichsfläche.

Einen gültigen UVP-Bescheid - der aktuelle wurde nach einem Formalfehler aufgehoben - erwartet Walcher für heuer. "Wir sind bereit zu bauen." Das will Raunikar verhindern. Man habe noch Munition, versichert er.
THOMAS PILCH


Altes Match

Es ist kaum zu bestreiten, dass die S 7 einen wirtschaftlichen Impuls bringen wird. Die Achse Ilz-Großwilfersdorf-Fürstenfeld wird als Standort für Industrie und Gewerbe weiter an Kraft und Bedeutung zulegen. Das schafft Jobs, was ein Gewinn für den gesamten Bezirk ist.
Ebenso steht außer Streit, dass intakte Natur ein hohes Gut ist. Die Schnellstraße wird ein großes geschlossenes Waldgebiet durchschneiden und für immer verändern. Sich dagegen einzusetzen ist legitim. Ebenso wie es legitim ist, sich wie für die Stärkung der Wirtschaftskraft einer Region stark zu machen.
Unklug ist, diese Zugänge aufzuwiegen - quasi das alte Match Umweltschutz gegen Arbeitsplätze der 80er-Jahre neu auszutragen. Das führt in eine Sackgasse.
Wir brauchen in Wahrheit beides. Und sollten daher bei Entscheidungen auch beides im Auge haben.

Sie erreichen den Autor unter thomas.pilch@kleinezeitung.at

Thomas Pilch

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/hartbergfuerstenfeld/3320878/s-7-ruft-wachtelkoenig.story
GLG
Martin