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Thema: Ausbau Straßenbahnnetz (134102-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • PeterWitt
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1020
Da könnte schon ein Gleisdreieck am Hauptplatz Abhilfe schaffen. 4er und 5er könnten von der Laudongasse (falls die Schleife nach der Eröffnung von Reininghaus/Smart City bestehen bleibt) oder Alte Poststraße über die Annenstraße und Murgasse zum Hauptplatz und von dort weiter nach Andritz fahren. Dadurch könnte man die Herrengasse umfahren und müsste den Straßenbahnbetrieb nach Andritz nicht einstellen und auch der Südtiroler Platz würde im Störungsfall oder bei Veranstaltungen in der Herrengasse weiterhin ans Straßenbahnnetz angebunden bleiben.
Bzw. wenn es die Schleife Südtiroler Platz/Vorbeckgasse/Feuerbachgasse gibt und diese in beide Richtungen befahrbar wäre könnte man mit dem Dreieck beide Linien ebenso umleiten. Für die Verbindung am Hauptplatz sollten 2 Linien kein Problem darstellen, allerdings würde ich nie an Werktagen alle Linien über die Entlastungsstrecke umleiten, glaube dass da aufgrund der Ampeln und des Verkehrs recht rasch Stillstand wäre. Da Müsste man z.B. dann den 3er und 6er am Jako kurzführen und die restlichen Wagen inzwischen Reinighaus/Smartcity pendeln lassen.

  • PeterWitt
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1021
Und die Mitteilung dass die seit Jahrzehnten nötige Entlastungsstrecke zu deren Umsetzung 6 Jahre braucht zeigt wie unwichtig den verantwortlichen das Problem des störanfälligen Grazer Straßenbahnbetriebes ist. Die Behebung hat ja noch mindestens 6 Jahre Zeit. Es ist ja eine ungeheure Aufgabe ca. 1 Km Straßenbahn zu planen und dann auch noch zu bauen. Und der Zeitrahmen ist so weit gesteckt, dass man genügend Zeit hat die Sache so wie die Planung der Südwest-Strecke ad acta zu legen und in ein paar Jahren eine neue Entlastungsstreckenidee zu präsentieren.  Da schafft man sich dann noch einmal einige Jahre Zeit zum Nichtstun.
Naja, die 6 Jahre sind aus meiner Sicht schon realistisch - schließlich baut man im dicht verbauten Stadtzentrum, da sind viele Leitungen und Kabel, ggf. eben eine Brücke zu ersetzen, zahlreiche Anrainer etc.
Bis da alle Verfahren durch sind kann das schon dauern. Hätte man sich halt erspart, wenn nicht damals (ebenso ein Hr. Nagl) die Innenstadtentlastung durch die Neutorgasse mit dem Hinweis, dass so etwas Wahnsinn sei, gekippt hätte.
Und noch nebenbei zum Zeitrahmen: ich habe jetzt mal zufällig in diesem Thread gestöbert und Posts aus 2011 gefunden, als die Umsetzung der SW und NW-Linie per Gemeinderatsbeschluss für 2015 bis 2018 sowie die Reininghaus- und Smartcity-Linien für 2019 terminisiert waren. Was daraus geworden ist sehen wir eh.... (und da meine ich jetzt nicht, das es durchaus möglich wäre, dass eines dieser Projekte zwischenzeitig kippt bzw. sich verzögert...)  ::)

Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1022
Naja, die 6 Jahre sind sicherlich damit zu begründen, dass jetzt bis 2021 die Reininghaus-Spange und die Smart-City-Linie umgesetzt werden sollen und damit natürlich Ressourcen gebunden sind.

W.
Sanfte Mobilität = Mehr Platz für Menschen statt für Autos

  • FlipsP
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1023
Naja, die 6 Jahre sind sicherlich damit zu begründen, dass jetzt bis 2021 die Reininghaus-Spange und die Smart-City-Linie umgesetzt werden sollen und damit natürlich Ressourcen gebunden sind.

W.

Wenn wirklich alles so realisiert wie gedacht, hast du sicher recht und dann ist der Zeitplan auch nicht zu verteufeln. Hoffentlich wird es auch eingehalten ..
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • 222
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1024
Die Aussendung von Verkehrsstadträtin Kahr zur Innenstadtentflechtung:

Die sogenannte Innenstadt-Entflechtung, eine neue Straßenbahn-Trasse über Neutorgasse, Belgiergasse, Vorbeckgasse zur Annenstraße, wird nun konkret: Am Donnerstag gab der Gemeinderat die Mittel für die Einreichplanung des 27 Mio.-Euro-Projekts im Westen der City frei.

Mit der Anbindung der neuen Stadtteile Reininghaus und Smart City ist die Innenstadt-Entflechtung vordringlichste Ausbaumaßnahme, die 2022/23 umgesetzt werden soll. Die neue Trasse soll das Problem lösen helfen, dass bei einem Störfall in der Herrengasse praktisch der ganze Straßenbahn-Betrieb stillsteht.

Mit dem Beschluss erfolgt auch eine Weichenstellung für die kurze Variante der Innenstadtentflechtung/ Innenstadtentlastung. Die lange Variante, die als Teil der Südwest-Linie (Linie 8) nach Don Bosco bis zur Hummelkaserne konzipiert war, ist damit in dieser Form vom Tisch. ,,Die nun geplante Neutorgassen-Variante hat Vorteile. Sie ist schneller und günstiger umsetzbar, bindet das Museumsviertel und den Andreas-Hofer-Platz an und bringt auch weniger Konflikte mit dem motorisierten Individualverkehr. Was sie allerdings nicht lösen kann, ist den dringend notwendigen Ausbau der ÖV-Kapazitäten in den Südwesten", erklärt Elke Kahr. Wie die Verkehrsstadträtin betont, sei deshalb die Tram-Linie in den Südwesten keineswegs vom Tisch: ,,Die Trassenführung muss aber neu bewertet werden. Dies passiert im Rahmen der Überarbeitung des Netzkonzepts 2007 durch den Züricher ÖV-Experten Willi Hüsler, bei der auch die Netzerweiterung in den Nordwesten (Gösting) und die Uni-Tram (Verlegung der Linie 1 oder Ringlinie) auf dem Prüfstand sind. Die Ergebnisse werden Grundlage für eine neue Prioritätenreihung und das nächste Straßenbahnausbau-Paket sein."


Quelle: Stadt Graz



LG 222

  • TW 22
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1025
Naja, die 6 Jahre sind sicherlich damit zu begründen, dass jetzt bis 2021 die Reininghaus-Spange und die Smart-City-Linie umgesetzt werden sollen und damit natürlich Ressourcen gebunden sind.

Neben diesen drei Neubaustrecken sind einige weitere Projekte zu stemmen ...
selektiver zweigleisiger Ausbaus des Linie 1 in Mariatrost,
zweigleisiger Ausbau Hilmteichstraße,
zweigleisiger Ausbau Linie 5 (hat ungefähr den selben "Bauumfang" wie eine der drei Neubaustrecken),
Überholgleis Eggenberg,
Überholgleis Wetzelsdorf oder Neutrassierung der Schleife Wetzelsdorf,
Ausbau aller restlichen Straßenbahnhaltestellen auf rd. 40 m (für die langen Cityrunner),
Ausbau der Remise Steyrergasse (Bauteil 3 - dies ist die derzeitige "Neue Remise"),
Sanierung Remise Alte Poststraße (für die langen Wagen).
Und nicht zu vergessen die "normalen" Streckensanierungen (besser Gesamtneubauten) von rd. 1 Kilometer pro Jahr.

Dies alles ist nur von ein paar Menschen zu meistern ...

  • FlipsP
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1026
Deine bzw. eure Arbeit möchte hier, glaube ich, niemand schmälern. Es wird viel getan, aber es haben sich halt auch viele Pojekte angestaut..

Hier wäre mMn die Politik gefragt, eure Abteilung zu verstärken..
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1027
Wenn man wollte, könnte man sicherlich relativ problemlos die Ressourcen stärken, d. h. mehr Manpower dafür organisieren ...

W.
Sanfte Mobilität = Mehr Platz für Menschen statt für Autos

  • Ch. Wagner
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1028
Noch einmal: Der Hemmschuh ist Siegfried "Napoleon" Nagl. Er hat alle wesentlichen Ämter an sich gerissen und kann so nach Lust und Laune agieren, wie er will. Daß die GL willige Erfüllungsgehilfen sind, macht die Sache aus seiner Sicht noch viel leichter.

Nochmals ein herzliches "Dankeschön" an seine Wähler!
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1029
Ich ersuche dich, Herrn Nagl nicht zu überschätzen, bin auch kein Nagl-Fan, habe aber was gegen Dauermotschgerer. Immerhin scheint er jetzt bemüht zu sein, die Vorhaben Smart-City, Reininghaus und Entflechtung gemeinsam mit Frau Kahr zu realisieren.
Dass die Linie SW in der geplanten Form abgesagt ist, ist vielleicht eine Chance, sie besser zu planen. Z.B. könnte in Verlängerung der Rghs-Linie eine bessere Aufschließung der Straßganger Straße gelingen. Dazu sei bemerkt, dass beispielsweise auch in Linz die Auhof-Linie zunächst an die Peripherie nach Urfahr fährt und sich dann erst tangential nach Osten wendet.
Und noch eine etwas ketzerische Vision: Nachdem der Güterverkehr bzw. der Verschub auf der GKB sich fast auf 0 bewegt und der Kbf. damit nur mehr die Funktion einer Zugförderungsstelle hat, wäre eine Einbindung der GKB auf der Achse Pirka (mit Haltestelle) - Feldkirchen in die Südbahn durchaus sinnvoll und möglich und die bisherige GKB-Strecke Kbf. - Seiersberg könnte der SW-Linie der HGL als attraktive Eigentrasse dienen.
Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen" müssen zur Kenntnis nehmen, dass Anschlussbahnen im Schwinden und Materialbahnen praktisch verschwunden sind!

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1030
Wie die Vergangenheit beweist, wurden immer wieder Ausbauvorhaben verschoben, Prioritäten geändert usw. - > Im Endeffekt wurde NICHTS gebaut. - Ausser mit der SL 6, allerdings mit einer Bauzeit von 3 Jahrzehnten, kann sich die Stadt mit keinem anderen Projekt brüsten, da hier jeweils Zusatzfinanzierungen von anderen Stellen dabei waren.

Ich glaube erst daran, wenn die Bagger auffahren bevor die Prioritäten das nächste Mal NEU gereiht werden. :P

Der Neubau der Tegethoffbrücke könnte bereits mit der ersten Murgondelstation einhergehen. Die Visualisierungen zeigen ja genau diesen Bereich. - Zufall?

Beim Napoleonagl passiert nichts zufällig, das hat man in den letzten Jahren gesehen. Am Tag nach der Wahl fuhren beim Murkraftwerk die Bagger auf....
GLG
Martin

  • 38ger
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1031
In Graz wurden immerhin die Linien 4, 5, 6 und 7 verlängert, bei der 1er sind zusätzliche Ausweichen geplant, die Straßenbahnanbindung an den Hbf. ist besser geworden, es wurden bahnsteigerweiterungen für künftige 40m-Fahrzeuge geschaffen.
Das ist nicht nichts. In den letzten Jahren wurde halt wieder viel taktiert, verzögert und hinausgeschoben. Deshalb würde ich mich auch nicht wetten trauen, dass Reininghaus und Smart City bis 2022 tatsächlich eine Straßenbahnanbindung haben werden, aber dass spätestens 2025 beide Strecken da sein werden kann ich mir sehr gut vorstellen. Es könnte halt alles sehr viel schneller gehen, das ist durchaus der Verzögerungstaktik vom Nagl zuzuschreiben.
Als "Glücksfall" für Graz haben sich ja die E-Bus-Tests herausgestellt. So katastrophal, wie die verlaufen sind ist die Idee die Reininghausgründe alternativ mit E-Bus zu erschließen, ja wieder schnell begraben worden.
Unabhängig von der Südwestlinie braucht es auch eine Entlastungsstrecke für die Herrengasse. Ob man dabei die 1.-, 2.-, oder 3.-Beste Trassenvariante umsetzt ist mMn relativ zweitrangig.

Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1032
In der heutigen BIG Ausgabe, wurde die Entlastungsstrecke über die Neutorgasse beschlossen, Baubeginn Herbst 2021 Fertigstellung Herbst 2023!

Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1033
Also, beschlossen hat es der Gemeinderat (bei der letzten Sitzung - und nicht die BIG), außerdem aber einmal nur die Planung (und nicht die Finanzierung für den Bau und der Bau selbst); der jetzt gesetzte Zeitplan sieht vor (!), 2021 mit dem Bau zu beginnen (wenn also die beiden anderen Projekte, Smartcity und Reininghaus-Spange, fertig sind - so sie denn da fertig sind ...) und der vorgesehene Eröffnungstermin ist Herbst 2023. Nicht mehr und nicht weniger ...

Geplant und untersucht wird in Graz ja bekanntlich viel (mit dem ausgegebenen Geld hätte man sicherlich schon einige Meter Schiene verlegen können ...).

W.
  • Zuletzt geändert: November 04, 2017, 12:31:01 von Sanfte Mobilität
Sanfte Mobilität = Mehr Platz für Menschen statt für Autos

  • Amon
Re: Ausbau Straßenbahnnetz
Antwort #1034
Zitat
Der Neubau der Tegethoffbrücke könnte bereits mit der ersten Murgondelstation einhergehen. Die Visualisierungen zeigen ja genau diesen Bereich. - Zufall?

Die einzige mir bekannte Visualisierung zeigt die Berta-von-Suttner-Brücke im Bereich des Augarten-Bades. Ich glaube, dass die Murgondel vorerst vom Tisch ist. Doppelmayr ist zufrieden mit dem Auftrag der Plabutsch-Thal-Seilbahn. Dennoch halte auch ich vorzeitige Euphorie für unangebracht. Die Linien nach Reininghaus und Smart City sind selbst bei Einhaltung des derzeitigen Zeitplans gegenüber dem ursprünglichen um zwei Jahre nach hinten verschoben worden. Für den ÖV-Fonds der Bundesregierung sehe ich aktuell auch eher schwarz türkis-blau.

Und nicht zu vergessen: 2022 sind Wahlen. Dennoch wäre die Umsetzung der drei Projekte mit insgesamt geschätzten 5 Kilometern Streckenlänge die größte Ausbaustufe der letzten Jahrzehnte.