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Verkehr => ÖPNV - Allgemein => Thema gestartet von: Martin am Dezember 15, 2017, 21:18:29

Titel: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Martin am Dezember 15, 2017, 21:18:29
Der ehemalige Präsidentschaftskandidat wird Infrastrukturminister.

Was das wohl bringen wird...  8)
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Vitus am Dezember 15, 2017, 23:17:12
Er hat vom Parafliegen etwas Ahnung, ist aber abgestürzt. Außerdem war  er Aufsichtsratsmitglied der Charterfluggesellschaft Mapjet AG.  Ob er jemals mit der Eisenbahn gefahren ist, ist nicht bekannt.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 16, 2017, 08:51:05
Die Burschenschafter bekommen eine Österreichcard. Mit Schmiß können sie 1. Klasse fahren.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Birkfelder am Dezember 16, 2017, 09:54:19
Immerhin wird man sich in ein paar Jahren noch namentlich an ihn erinnern im Gegensatz zu den fast unsichtbaren Vorgängern wie Leichtfried, Klug oder Stöger.  :frech:
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: amoser am Dezember 16, 2017, 22:04:41
Er passt recht gut in die Nichts-und-Niemand-Riege, warum soll man sich gerade an diese Figur erinnern? ???

Ich würde den Tatendrang der neuen Regierungsriege nicht unterschätzen. Kern war dagegen sicher nur eine Übergangsfigur ohne jeden Punch und natürlich ohne jede Ahnung was ein Campaigning ist ....

Anbei ein kleiner Auszug aus dem Regierungsprogramm, das auf den Seiten 148 bis 157 die Maßnahmen in den Bereichen Verkehr und Infrastruktur enthält, mit dem Maßnahmenkatalog auf Seite 153, für alle, die trotz der besinnlichen Tage wenig Zeit haben:
Erhaltung und Ausbau des öffentlichen Verkehrs und damit der Mobilität in urbanen Zentren
sowie im ländlichen Raum
− Bekenntnis zum regionalen, schienengebundenen Verkehr
− Evaluierung der technischen Standards (Einsparungsmöglichkeiten) für die Aufrechterhaltung
und den Betrieb von Nebenbahnen (z.B. Eisenbahnkreuzungsverordnung, Option autonomes
Fahren)
− Erarbeitung von Handlungsoptionen zur nachhaltigen Absicherung von Regional-, Neben-, und
Privatbahnen
− Sondertopf zur Attraktivierung von Nebenbahnen für die ÖBB-Rahmenplanperiode
2018-2023
− Valorisierung der bisherigen Programme im Bereich Privatbahnen
− Stärkere Einbettung in regionale Mobilitätskonzepte
− Ausbau des schienengebundenen Personennahverkehrs in urbanen Zentren
− .....

.... und für alle, die Interesse dafür zeigen, welche konstruktiven Maßnahmen in unserem Land in den nächsten fünf Jahren insgesamt geplant sind, auch wenn diese von Kern, Niessl, Schickhofer & Co. nur verteufelt werden, noch das gesamte türkis-blaue Regierungsprogramm:
https://www.oevp.at/download/Regierungsprogramm.pdf?emst=L3lGGuH585_113_1688537_1

Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: AGRAZER am Dezember 16, 2017, 23:12:23
Er passt recht gut in die Nichts-und-Niemand-Riege, warum soll man sich gerade an diese Figur erinnern? ???
Ich wiederhole den Beitrag von User "Vitus": Seit 1970, also seit 47 (!) Jahren stellte die ÖVP keinen einzigen Bundesminister für Verkehr. Es kann also gar nicht schlimmer kommen. Die gesamten Streckeneinstellungen gehen also auf das Konto dieser SPFPÖ Minister!!! Da sind auch so bekannten Namen wie Bures, Faymann, von Einem, Scholten, Klima, Lacina Streicher und andere Genossen dabei, von Gorbach (ja der von der FPÖ), Schmid, Reichold gar nicht zu reden.


Wer sollte Deiner Meinung nach Infrastruktur- bzw. Verkehrsminister sein?


Leider kann ich nicht zwei Beiträge in einer Antwort zitieren, verzeiht mir bitte.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: kroko am Dezember 17, 2017, 09:09:45
Was "Bekenntnis", "Erarbeitung" und "Evaluierung" heißt kann sich der gelernte Österreicher gut vorstellen - nämlich gar nichts. Mir fällt folgender Satz auf: "Das  aktuell  vorliegende  Bauprogramm  sieht  einen  weiteren  geplanten  Verschuldensanstieg  der  ÖBB  vor  (2025:  30  Milliarden  Euro).  Aufgrund  der  aktuell  guten  Baukonjunktur  gilt  es,  die  Kosten-Nutzen-Relation  bei  der  Bauwerkerstellung  optimal  zu  gestalten." Auf Deutsch heißt das für mich: beim Ausbau des Schienennetzes soll gebremst werden, dafür gibt es deutlich weniger Geld. Auffällig auch, dass es gerade mal einen Satz zu Fußgängern und Radfahrern gibt, nämlich die no-na-Floskel "Bekenntnis zu einem funktionierenden Miteinander sowie einem rücksichtsvollen Auskommen aller  Verkehrsteilnehmer:  Fußgänger,  Radfahrer,  öffentlicher  Verkehr  sowie  motorisierter Individualverkehr". Der Satz heißt auf Deutsch: keine Maßnahmen für Fußgänger, Radfahrer und ÖV, sofern sie auf Kosten des MIV gingen.


Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Vitus am Dezember 17, 2017, 16:08:46


Zitat
Wer sollte Deiner Meinung nach Infrastruktur- bzw. Verkehrsminister sein?
Ein Experte für Verkehr soll es sein (Kurz spricht ja immer von "Experten" ..., wo sind sie nur?), nicht bloß ein "Fachmann für eh alles", wie Hofer sich immer darstellt.

P.S.: Warum wird hier immer in Schubladen gedacht? Wenn ich die Blabla-Vorhaben der Regierunsgkoalition kritisiere, heißt das nicht, dass ich meine, eine Oppostionspartei macht es vielleicht besser. Ich würde mir wünschen, wenn der Horizont ein bisser größer als rechts/links wäre ....

Für die Nominierung Hofer war nicht Sebastian Kurz zuständig sondern der Juniorpartner H.C.Strache.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: 4020er am Dezember 17, 2017, 16:39:18
Zitat
Die gesamten Streckeneinstellungen gehen also auf das Konto dieser SPFPÖ Minister!!!
Die Streckeneinstellungen werden größtenteils von den Ländern angetrieben, wie zum Beispiel der Kahlschlag in Niederösterreich 2007/2008. Die Landesregierung in Niederösterreich ist eine schwarze Mehrheit. Grundsätzlich ist es meiner Meinung nach aber durchaus in Ordnung Bahnlinien einzustellen, die schlicht und einfach kein Potential mehr aufweisen (Stichwort demografischer Wandel). Dass dabei einige Male übertrieben wurde, will ich aber gar nicht bestreiten.

Dass auf Jörg Leichtfried herumgehackt wird, der in der Steiermark in meinen Augen gute Arbeit geleistet hat, verstehe ich aber nicht. Die BR Kern wurde im Mai 2017 angelobt und hatte etwas mehr als ein halbes Jahr Zeit um tatsächlich Regierungsarbeit zu leisten, ähnelte aber eher einer Minderheitsregierung als einer Koalitation. Danach startete schon der Wahlkampf. Immerhin hatten die Schwarzen zu befürchten, dass die Regierung tatsächlich was weiter bringt.

Im übrigen sind nicht nur die Schwarzen in der Regierung, sondern auch die FPÖ - und die hat in ihrem Wahlprogramm bis auf ein Österreichticket sich klar zum mIV bekennt. Immerhin ist es die Freiheit jeden Bürgers sich individuell fortzubewegen! (Achtung, Sarkasmus). Wenn man sich Wahlprogramme ansieht, sind das meistens eher Wunschlisten ans Christkind als tatsächlich umsetzbare, konkrete Formulierungen.

Zitat
Ein Experte für Verkehr soll es sein (Kurz spricht ja immer von "Experten" ..., wo sind sie nur?), nicht bloß ein "Fachmann für eh alles", wie Hofer sich immer darstellt.
Expertise ist halt in einer Demokratie kaum gefragt.

Das Problem an einer schwarz-blauen Regierung wird nicht die Einstellung von einer, zwei oder drei Bahnstrecken sein. Vielmehr müssen wir uns wahrscheinlich auf einen liberalisierten Eisenbahnmarkt einstellen, was langfristig wohl das größte Problem darstellt.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 17, 2017, 17:10:49
Für die Nominierung Hofer war nicht Sebastian Kurz zuständig sondern der Juniorpartner H.C.Strache.

Juniorpartner WC. Strache (zit. K.Palm): BRUHAHAHA!
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: TW 581 am Dezember 17, 2017, 17:37:58
Der Fernverkehr wird wohl bald eigenwirtschaftlich gefahren werden und paar Fernverkehr Verbindungen werden daduch endgültig eingstellt wenn die sich nicht rechnen, damit umgeht man das man Leistungen im FV ausschreiben muss.

GKB, STLB SLB usw. werden sich wohl in Zukunft auch für die NV wo aktuell ÖBB PV fährt sicher bewerben um weiter überleben zu können und auch die EVU aus dem Ausland wird sicher stärker ins Land kommen sieht man in Deutschland aktuell sehr gut das die DB  Regio immer mehr am Boden verliert ähnlches erwarte ich auch bei der ÖBB PV.

Ein Österreichticket wäre schon längst überfällig, aber wirklich glauben kann ich ernsthaft nicht.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am Dezember 19, 2017, 10:15:57
Hofer möchte das Rechts abbiegen bei Rot testen lassen und über eine Anhebung der
Höchstgeschwindigkeit nachdenken.
Ziel ist ein verbesserter Verkehsfluss.

Pläne über die ÖBB sind kaum konkret, außer dass die ÖBB in ihm einen neuen Freund hätten. (Steht tatsächlich so im Artikel)
Brigitte Ederer als Aufsichtsratpräsidentin der ÖBB wird wohl abmontiert werden.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5340841/InfrastrukturMinister-Hofer_Rechtsabbiegen-bei-roter-Ampel-wird
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 19, 2017, 10:33:08
Die Wertigkeit der Bahn wurde schon festgeschrieben:

inbesondere Straßen ... aber auch
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: scheurin am Dezember 19, 2017, 10:35:35
Hofer möchte das Rechts abbiegen bei Rot testen lassen

In den USA funktioniert das problemlos - es gibt hier in einigen Fällen sogar ein Links-Abbiegen bei rot - nur die Österreicher / Europäer sind sicher zu dumm dafür. Das kann nicht gut gehen. Gleich wie ein All way stop sign.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: kroko am Dezember 19, 2017, 11:02:52
Zitat
In den USA funktioniert das problemlos - es gibt hier in einigen Fällen sogar ein Links-Abbiegen bei rot - nur die Österreicher / Europäer sind sicher zu dumm dafür. Das kann nicht gut gehen. Gleich wie ein All way stop sign.

Geh bitte.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: FlipsP am Dezember 19, 2017, 12:09:38
Hofer möchte das Rechts abbiegen bei Rot testen lassen

In den USA funktioniert das problemlos - es gibt hier in einigen Fällen sogar ein Links-Abbiegen bei rot - nur die Österreicher / Europäer sind sicher zu dumm dafür. Das kann nicht gut gehen. Gleich wie ein All way stop sign.

Wenn ich schon höre, dass die Österreicher/Europäer dümmer sein sollen, als eines der dümmsten Völker der Welt :D

Tut Leid, aber da disqualifiziert sich der gesamte Beitrag.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: 4020er am Dezember 19, 2017, 13:12:57
Kann mir ehrich gesagt nicht vorstellen, dass das gut funktioniert. Damit wird ziemlich sicher der Haupterverkehrsfluss gestört.

Bei dem Vorschlag wird gejubelt. Aber wehe die bösen Fussgänger dürfen bei rot über die Ampel gehen (wie es vor einigen Jahren diskutiert wurde), do kennat jo jeda kumman!
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 19, 2017, 13:27:26
nur die Österreicher / Europäer sind sicher zu dumm dafür. Das kann nicht gut gehen.

Eine sehr kuriose Ansicht, zumal das schon im real existierenden Sozialismus der DDR funktioniert hat, und zwar seit 1978. Und nach der Fusion hat das auch das ehemalige Westdeutschland übernommen, siehe "Der grüne Pfeil". Die anderen europäischen Länder: Frankreich, Polen, Rumänien, Tschechien, Ukraine, Litauen.

Und so stellt sich nun die Frage, wer der Blöde ist.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: amoser am Dezember 19, 2017, 17:18:04
@Dietmar: Deine Meinung, dass Nagl Null Taten für den Trambetrieb in Graz aufweist ist - wie schon mehrfach dargelegt - nicht korrekt. Wie einige andere teile ich diese Meinung jedenfalls nicht und bin auch für die Zukunft optimistisch. Details dazu möchte ich einfach nicht nochmals wiederholen. Vom Jammern auf hohem bis höchsten Niveau halte ich auch nichts und erwarte mir auch von Hofer doch einige positive Impulse für den städtischen, aber auch für den regionalen Schienenverkehr.
LG
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: PeterWitt am Dezember 19, 2017, 18:38:41
Nun, der grüne Pfeil ist an manchen Kreuzungen bestimmt sinnvoll, eine generelle Einführung an allen Kreuzungen sehe ich jedoch schon etwas problematisch.
Und beim Tempo macht er halt mal das, was schon Gorbach machte - ob das zusammen mit der Abschaffung von Feinstaub-100er und forciertem Straßenbau den Umweltzielen förderlich ist wage ich eher zu bezweifeln.
Aber Ok, die ersten Tage, da wirft man mal Zuckerl für´s Stimmvieh...
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Vitus am Dezember 19, 2017, 21:31:02
nur die Österreicher / Europäer sind sicher zu dumm dafür. Das kann nicht gut gehen.

Eine sehr kuriose Ansicht, zumal das schon im real existierenden Sozialismus der DDR funktioniert hat, und zwar seit 1978. Und nach der Fusion hat das auch das ehemalige Westdeutschland übernommen, siehe "Der grüne Pfeil". Die anderen europäischen Länder: Frankreich, Polen, Rumänien, Tschechien, Ukraine, Litauen.

Und so stellt sich nun die Frage, wer der Blöde ist.

Zum Nachlesen au der deutschen StVO:
Straßenverkehrs-Ordnung § 37 Abs. 2 Nr. 1 StVO (Deutschland)
Rot ordnet an: »Halt vor der Kreuzung«. Nach dem Anhalten ist das Abbiegen nach rechts auch bei Rot erlaubt, wenn rechts neben dem Lichtzeichen Rot ein Schild mit grünem Pfeil auf schwarzem Grund (Grünpfeil) angebracht ist. Der Fahrzeugführer darf nur aus dem rechten Fahrstreifen abbiegen. Er muss sich dabei so verhalten, dass eine Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere des Fußgänger- und Fahrzeugverkehrs der freigegebenen Verkehrsrichtung, ausgeschlossen ist.

Warum sollte das bei uns nicht funktionieren? . Antwort: Weil es die FPÖ vorgeschlagen hat.

Off tropic: Das Rauchverbot kommt nicht! Antwort: Weil es die FPÖ vorerst durchgesetzt hat.


Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: kayjay am Dezember 20, 2017, 10:42:38
Ich befürchte, dass dadurch die Regelung, nur in die Kreuzung einzufahren, wenn auch gewärleistet ist, dass man sie auch unverzüglich verlassen kann, noch mehr NICHT beachtet wird.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am Dezember 22, 2017, 21:31:03
Droht das Ende der Rettungsgasse und des Luft-Hunderters?

http://mobil.krone.at/1597696
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: TW 529 am Dezember 22, 2017, 22:03:12
Über das Ende des Feinstaub 100ers wäre ich nicht trauig...
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 23, 2017, 09:15:41
Naja, Fakt ist aber, dass Lärm- und Abgasemission mit einer höheren Geschwindigkeit steigen - insofern macht der Feinstaub-100er schon sind (ist aber nur EINE Maßnahme von vielen zur Luftreinhaltung).

Und: höheres Tempo auf Autobahnen reduziert natürlich die Kapazität von Straßen (wegen höheren Sicherheitsabstand) - sinnvoller wäre die Einführung von Tempo 120 auf Autobahnen, 100 auf vierspurigen Überlandstraßen (ohne Pannenstreifen) und 80 auf Bundesstraßen (um den Geschwindigkeitsunterschied zwischen den unterschiedlichen Fahrzeuggruppen zu reduzieren). Das wäre sinnvoll - wäre ...

W.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Cerberus2 am Dezember 23, 2017, 09:34:34
Würde ich ein Einsatzfahrzeug auf der Autobahn lenken, so kann ich auf dem Pannenstreifen relativ schnell fahren. Beim Slalomfahren in der Rettungsgasse könnte ich nicht so schnell fahren.

Autobahnstücke ohne Pannenstreifen sind relativ selten. Mit fällt da eine Brücke zwischen St. Valentin und Eins auf der Westautobahn ein, die bei Verbreiterung auf 3 Spuren nicht verbreitert wurde. Da müsste man hat sagen, alle nach links. Oder aber Freihalten des ersten Fahrstreifens.

Tunnels werden sowieso gesperrt, wenn was passiert. Und dann kommt man ja aus der Gegenrichtung leicht dazu.

Eine weitere Stelle ohne Pannenstreifen ist die Wiener Südosttangente bei der Auffahrt Gürtel. Dort ist die Rettungsgasse sinnlos, weil die 3 Fahrstreifen schmal sind. Bei perfekter Aufstellung des Staus und völligem Fehlen von LKWs und Bussen kommt dort vielleicht ein Rettungsauto oder ein Notarzt-PKW vorbei, ein Feuerwehr-LKW garantiert nicht.

Rechtsabbieger bei Rot bei explizit gekennzeichneten Kreuzungen halte ich für nicht gefährlich. Direkt im rechten Winkel querende Fussgänger sind leichter zu sehen also solche, die parallel zu meiner ursprünglichen Fahrtrichtung daherkommen. Gerade bei Bussen und LKW eigentlich sogar ein Sicherheitsgewinn.

Ich persönlich würde gerne 150 oder 160 auf der Autobahn fahren. Aber es kann ruhig bei 130 bleiben, das ist wahrlich kein brennendes Problem. Eher verstehe ich es nicht, wieso auf kurvenreichen Strecken auf der Autobahn (Pack oder NÖ Wechsel) ein 100er verordnet ist. Auf der Überlandstraße muss jeder Lenker ja auch schauen, wie viel jede Kurve verträgt - bei weitem nicht jede Kurve geht 100, da gibt es auch Spitzkehren ...

Was das IG-L und die Geschwindigkeitsbeschränkungen anbelangt, so halte ich es als erstes einmal notwendig, die Strafen zu vereinheitlichen. Warum soll ich bei Überschreitung nach IG-L mehr zahlen als bei Überschreitung nach StVO? Vereinheitlichen kann natürlich auch Erhöhung bei der StVO sein.

Ansonsten denke ich schon, dass seeeeehr viele PKW 130 statt 100 fahren können, bis der Mehrausstoss dem Ausstoss eines einzigen LKWs erreicht. Diese Lösung liegt wohl auf der Hand ...

Ein Detail: Ein E-Autofahrer ist bei Gericht abgeblitzt, weil er argumentiert hatte, er habe keinen Ausstoß gehabt und daher den Zweck der IG-L-Beschränkung nicht gefährdet. Das Gericht argumentierte mit "gleichmäßigem Verkehrsfluss" und "Sicherheit". Meines Erachtens nach ein Fehlurteil, weil das IG-L ja eindeutig auf Sauberkeit und nicht auf Sicherheit abzielt. Dieser Paragraf gehört geändert.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Martin am Dezember 23, 2017, 11:09:24
Schau mal was Dein Auto bei 100 km/h verbraucht und was bei 130. Die Differenz kannst auch als entsprechend mehr Schadstoffe betrachten.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: stef610 am Dezember 23, 2017, 11:29:17
Man kann jederzeit den Vergleich mit 60km/h anstellen, indem man auf der A2 nach Kärnten fährt (Sanierung der jeweils nicht benutzten Röhre von Gräberntunnel, Tunnelkette zwischen St. Andrä und Griffen, Kreuzergegend, Bettlerkreuz).
Dieses Tempo spart beim KFZ(!) sicher enorm Schadstoffe.
 :boese:
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 23, 2017, 12:28:07
Er ist auch Zugunfallexperte: sein Kommentar zum Unglück von Kritzendorf: wahrscheinlich menschliches Versagen. Woher will er das wissen? Die Waggons sind noch nicht einmal weggeräumt, die Untersuchungen sind im Gange. Das ist eine ungeheuerliche Einmischung.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Martin am Dezember 23, 2017, 12:29:42
Er vermutet, darf er das nicht?
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: kroko am Dezember 23, 2017, 13:17:17
Heute ist ein ausführliches Interview mit dem Herrn Minister in der Kleinen Zeitung. Einige Ideen sind recht verwunderlich. Zum Beispiel, was soll Tempo 140 ("auf ausgewählten Straßenstücken, bei ruhiger Verkehrslage, bei idealen Fahrverhältnissen"). Wenn man z.B. auf einem 20km-Straßenstück 140 statt 130 fahren darf, und mal angenommen man könnte wirklich die ganze Strecke mit 140 km/h fahren, dann verkürzt sich die Fahrzeit um ein bisschen mehr als eine Minute. Ist das nicht wurscht? Und dafür soll man Gesetze und Infrastruktur ändern, und alles mögliche Pipapo veranstalten? Hier zeigt sich ganz deutlich, worum's geht, nämlich einzig und allein um Symbolpolitik.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: leonhard am Dezember 23, 2017, 17:53:22
Die Ballade "Der Zauberlehrling" schrieb einst J.W.v.Goethe......"und nun sollen ............Geister auch nach meinem Willen leben" - liest sich dort.
leonhard
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am Dezember 23, 2017, 20:12:26
Ein Detail: Ein E-Autofahrer ist bei Gericht abgeblitzt, weil er argumentiert hatte, er habe keinen Ausstoß gehabt und daher den Zweck der IG-L-Beschränkung nicht gefährdet. Das Gericht argumentierte mit "gleichmäßigem Verkehrsfluss" und "Sicherheit". Meines Erachtens nach ein Fehlurteil, weil das IG-L ja eindeutig auf Sauberkeit und nicht auf Sicherheit abzielt. Dieser Paragraf gehört geändert.
Das Urteil ist vollkommen richtig, das es im Straßenverkehr IMMER in erster Linie um Sicherheit geht. Wenn jemand das nicht verstehen kann, hat er sowie nichts hinter dem Lenkrad verloren!
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: 4020er am Dezember 24, 2017, 00:15:18
Sorry Cerberus2, da muss ich ganz intensiv einhaken.

Ich persönlich würde gerne 150 oder 160 auf der Autobahn fahren. Aber es kann ruhig bei 130 bleiben, das ist wahrlich kein brennendes Problem. Eher verstehe ich es nicht, wieso auf kurvenreichen Strecken auf der Autobahn (Pack oder NÖ Wechsel) ein 100er verordnet ist. Auf der Überlandstraße muss jeder Lenker ja auch schauen, wie viel jede Kurve verträgt - bei weitem nicht jede Kurve geht 100, da gibt es auch Spitzkehren ...
Die Geschwindigkeit am Wechsel bezieht sich auf die Radien der Kurven. Wie hoch die Geschwindigkeit bei einem bestimmten Kurvenradius sein darf, ist in der RVS geregelt. Die Einhaltung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, gilt aber als Stand der Technik. Also würde ich dein Beispiel umdrehen: Wieso sind auf Überlandstraßen trotz kleiner Radien 100 km/h erlaubt?

Zitat
Was das IG-L und die Geschwindigkeitsbeschränkungen anbelangt, so halte ich es als erstes einmal notwendig, die Strafen zu vereinheitlichen. Warum soll ich bei Überschreitung nach IG-L mehr zahlen als bei Überschreitung nach StVO? Vereinheitlichen kann natürlich auch Erhöhung bei der StVO sein.
Das sehe ich überhaupt nicht so. Die StVO regelt den Straßenverkehr, das IG-L soll die Luft sauber halten. Allerdings muss ich sagen, dass ich in diesem Fall das von Urteil vom Gericht ebenfalls als falsch sehe. War das ein OGH-Urteil? Die Ziele des IG-L sind doch klar geregelt:
Zitat von: Bundesgesetz zum Schutz vor Immissionen durch Luftschadstoffe
§ 1. (1) Ziele dieses Bundesgesetzes sind                     
1.der dauerhafte Schutz der Gesundheit des Menschen, des Tier- und Pflanzenbestands, ihrer Lebensgemeinschaften, Lebensräume und deren Wechselbeziehungen sowie der Kultur- und Sachgüter vor schädlichen Luftschadstoffen sowie der Schutz des Menschen vor unzumutbar belästigenden Luftschadstoffen;
2. die vorsorgliche Verringerung der Immission von Luftschadstoffen und
3. die Bewahrung der besten mit nachhaltiger Entwicklung verträglichen Luftqualität in Gebieten, die bessere Werte für die Luftqualität aufweisen als die in den Anlagen 1, 2 und 5 oder in einer Verordnung gemäß § 3 Abs. 5 genannten Immissionsgrenz- und -zielwerte, sowie die Verbesserung der Luftqualität durch geeignete Maßnahmen in Gebieten, die schlechtere Werte für die Luftqualität aufweisen als die in den Anlagen 1, 2 und 5 oder in einer Verordnung gemäß § 3 Abs. 5 genannten Immissionsgrenz- und -zielwerte.

Zitat
Von Populisten kann man nichts anderes erwarten. Die gschwind herbeigeredete mögliche Geschwindigkeitserhöhung ist doch nur ein Ablenkungsmanöver von seiner Einfallslosigkeit, was echte Aufgaben angeht
Das sehe ich nicht so. Ich glaube, sie wissen es einfach nicht besser und haben auch kein Interesse daran es besser zu wissen...
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 24, 2017, 10:32:16
Er vermutet, darf er das nicht?

Nicht als zuständiger Minister.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Cerberus2 am Dezember 24, 2017, 17:01:10
Sorry Cerberus2, da muss ich ganz intensiv einhaken.

Ich persönlich würde gerne 150 oder 160 auf der Autobahn fahren. Aber es kann ruhig bei 130 bleiben, das ist wahrlich kein brennendes Problem. Eher verstehe ich es nicht, wieso auf kurvenreichen Strecken auf der Autobahn (Pack oder NÖ Wechsel) ein 100er verordnet ist. Auf der Überlandstraße muss jeder Lenker ja auch schauen, wie viel jede Kurve verträgt - bei weitem nicht jede Kurve geht 100, da gibt es auch Spitzkehren ...
Die Geschwindigkeit am Wechsel bezieht sich auf die Radien der Kurven. Wie hoch die Geschwindigkeit bei einem bestimmten Kurvenradius sein darf, ist in der RVS geregelt. Die Einhaltung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, gilt aber als Stand der Technik. Also würde ich dein Beispiel umdrehen: Wieso sind auf Überlandstraßen trotz kleiner Radien 100 km/h erlaubt?

Die gesetzlicheren 100km/h auf Überlandstraßen sind genauso wie alle anderen verordneten Beschränkungen (wie zum Beispiel 70km/h bei einer unübersichtlichen Kreuzung) das Maximum, das gefahren werden darf, wenn technisch auch mehr ginge. Kurven und andere Verkehrssituationen muss jeder Fahrzeuglenker selbst einschätzen und die - wir wissen es eh alle - angepasste Fahrgeschwindigkeit wählen.

Und sind die Kurven am Wechsel in Niederösterreich wirklich enger als in der Steiermark? Keine Ahnung, aber ich tät mal sagen, die sind gleich ...
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 25, 2017, 11:06:10
Doch, Cerberus, sie sind enger, ähnlich auf der Pack.
Die Geschwindigkeitsbegrenzung Richtung Graz wurde vor über 10 Jahren eingeführt, die Unfälle gingen um ein Viertel zurück. 2007 kam dann die Begrenzung auch in Richtung Wien.

Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am Januar 10, 2018, 10:03:25
Nun scheint es ziemlich sicher zu sein, Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer wird bereirts im Februar durch Arnold Schiefer ersetzt. Die ÖBB sind für Arnold Schiefer nicht unbekannt, bis 2013 war er bereits im Konzern tätig.

Quelle: https://mobil.derstandard.at/2000071797548/Weichenstellung-fuer-Umbesetzungen-in-der-OeBB
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am Januar 17, 2018, 09:59:12
Mittletweile hatte Herr Hofer sein erstes Arbeitsgespräch mit dem CEO der ÖBB:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180117_OTS0017/erstes-arbeitsgespraech-zwischen-infrastrukturminister-norbert-hofer-und-oebb-ceo-andreas-matthae-und-cfo-josef-halbmayr-bild
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am Januar 29, 2018, 20:45:26
Künftig sollen alle Einsatzfahrzeuge, die über einen Blaulichtbescheid verfügen, österreichs Autobahnen und Schnellstraßen kostenlos benutzen dürfen. Darunter fällt zum Beispiel auch die Bergrettung.

http://m.heute.at/oesterreich/news/story/57112423

Greenpeace sieht in Hofer einen "verlängerten Arm der Autolobby" , da er die Endrohrmessungen bei den Abgaskontrollen abschaffen wolle.
Dadurch würde nicht nur die Umwelt Schaden nehmen, sondern besonders auch unsere Gesundheit.

http://m.greenpeace.org/austria/de/high/presse/presseaussendungen/Greenpeace-Verkehrsminister-Hofer-muss-an-Abgasmessungen-festhalten-/
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Januar 30, 2018, 08:17:34
Nur so ganz nebenbei: sollte man nicht den Titel ändern, Norbert Hofer ist ja inzwischen Minister. Z.B. "Neues aus dem Infrastrukturministerium". Oder so.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am Januar 30, 2018, 09:57:13
Nur so ganz nebenbei: sollte man nicht den Titel ändern, Norbert Hofer ist ja inzwischen Minister. Z.B. "Neues aus dem Infrastrukturministerium". Oder so.

Wurde erledigt, Danke für den Hinweis.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am Februar 20, 2018, 19:32:15
Nun wird überlegt, ob nicht auch für Bundesstraßen eine Vignettenpflicht eingeführt werden sollte. Insbesondere für Transitverkehre, die Bundesstraßen quasi nur zur Mautflucht nutzen.

https://m.kurier.at/chronik/oesterreich/vignetten-flucht-hofer-will-maut-auf-ausweichstrecken-ausdehnen/311.463.738
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am März 23, 2018, 14:07:19
Da kann es, im Vergleich zu den Bahnprojekten, wieder einmal nicht schnell genug gehen.  :-\

Noch heuer soll eine Teststrecke auf der A1 mit 140 km/h Höchstgeschwindigkeit entstehen:
https://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/5393937/Hofer-richtet-noch-heuer-Teststrecke-fuer-Tempo-140-ein
 
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am März 23, 2018, 20:03:45
4x OT gelöscht!
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Andreas am März 29, 2018, 20:15:34
So wie es aussieht, dürfte bereits im 2. Halbjahr eine  Teststrecke für 140 km/h auf Autobahnen kommen. Wo ist noch nicht bekannt, es ist lediglich fix, dass es auf der Westautobahn sein soll.

Quelle: http://m.noen.at/st-poelten/westautobahn-st-poelten-140-km-h-durch-stadt-unrealistisch-westautobahn-tempo-140-norbert-hofer/86.018.911

Meiner Meinung nach unnötig, erhöht nur die Unfallgefahr und der Schadstoffausstoff steig viel stärker bei diesen Geschwindigkeiten. Zeitvorteil hat man auch kaum bis gar keinen, geschweige denn, dass der Verkehr flüssiger würde.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am September 16, 2018, 16:33:23
Infrastrukturminister Norbert Hofer will längerfristig auf etwa 2/3 des Autobahnnetzes Tempo 140 einführen:
https://orf.at/#/stories/3019661/
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Martin am September 16, 2018, 22:31:41
So a Bledsinn ...
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: AGRAZER am September 17, 2018, 21:19:45
Infrastrukturminister Norbert Hofer will längerfristig auf etwa 2/3 des Autobahnnetzes Tempo 140 einführen:
https://orf.at/#/stories/3019661/
Fährt fast jeder schon. Wenn man mit 130 auf der Autobahn fährt , gehörst eh schon zu den Langsamen.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am Oktober 01, 2018, 11:43:17
Weil es gut zum zuvor angesprochenen Thema passt.

Ein, vom Infrastrukturministerium beauftragtes, Gutachten kommt zum Schluss, dass, gemeinsam mit anderen Maßnahmen, auf allen Autobahnen Tempo 100 eingeführt werden müsste, um die Klimaziele von Paris zu erreichen.

Also ziemlich konträr zu den "140er Träumen" von Minister Hofer.

Hier die heutigen Artikel aus Standard und Kleiner Zeitung:
https://derstandard.at/2000088380942/Gutachten-fuer-Hofer-empfiehlt-Tempo-100
https://www.kleinezeitung.at/oesterreich/5505607/Fuer-Klimaziele_Tempo-100-auf-allen-Autobahnen-empfohlen
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: amoser am Oktober 01, 2018, 19:39:21
.....
Also ziemlich konträr zu den "140er Träumen" von Minister Hofer.
.....

Der Objektivität wegen sei zitiert, dass der Sprecher von BM Hofer in seiner Stellungnahme gesagt hat, dass das Tempo 140 km/h zurück genommen wird, wenn es sich als bedeutsamer  "Schadstoffvermehrer" (ein abgekürzter Begriff von mir) herausstellt.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am Oktober 03, 2018, 10:51:16
Fast jeden Tag eine neue Idee.  :hammer:  Gestern kam der Vorschlag an die Öffentlichkeit, Busspuren in Städen für Elektrofahrzeuge künftig freizugeben. Die Maßnahme soll Teil eines größeren Gesetzespakets sein. Bei den politischen Vertretern der Städte stößt man damit großteils auf Ablehnung. Verzögerungen im öffentlichen Verkehr werden, sollte das so umgesetzt werden, befürchtet.

Ein Beitrag im gestrigen Ö1-Mittagsjournal (2.10., 7 Tage nachzuhören):
https://oe1.orf.at/player/20181002/529312/123113000
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Amon am Oktober 03, 2018, 11:32:09
Auf der Website der Kleinen Zeitung kann man zu diesem Thema an einer Umfrage teilnehmen. Bittet votet, was das Zeug hält. Derzeit sind ca. 80 Prozent gegen eine Freigabe der Busspuren. Die Plus-Beschränkung lässt sich durch bestimmte Browser-Plugins oder durch Kopieren des Links in den Facebook-Messenger umgehen.

Leserbriefe sind sicher auch nicht verkehrt. Hofer hat noch nicht verstanden, dass die Ursache von Verkehrsproblemen in der Stadt der Platzverbrauch und nicht der Verbrennungsmotor ist. E-Autos lösen überhaupt keine Probleme.

Eine Frage an die Juristen: Wenn eine solche Gesetztesnovelle kommt, sind dann Busspuren automatisch für E-Autos geöffnet, oder hat die Stadt lediglich die Möglichkeit, E-Autos die Benutzung der Busspur zu erlauben (so wie ja auch etliche Busspuren für den Radverkehr geöffnet sind)?
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Amon am Oktober 03, 2018, 12:45:35
Nach einer gewissen Sperrzeit sind die Artikel sowieso frei zugänglich.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am Oktober 03, 2018, 14:41:09
ORF Steiermark-Artikel mit Stellungnahme von Verkehrsstadträtin Elke Kahr zu dem Vorschlag, Busspuren für E-Autos zu öffnen:
https://steiermark.orf.at/news/stories/2939474/
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Commanderr am Oktober 03, 2018, 18:10:03
Im Stau stehen dürfen alle außer den Öffis! Ich bin ganz klar gegen Busspurfreigaben für E-Fahrzeuge. Verursachen schließlich ganz genauso viel Stau.

Um 18:15 sah die Umfrage so aus:
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: FlipsP am Oktober 03, 2018, 18:37:34
Als Fahrer eines Elektrofahrzeuges bin ich der Meinung: Bussupr soll Busspur bleiben!

Gratis Parken kann man aber gut als Förderung nehmen, denn hier wird durch diesen Vorteil der E-Fahrzeuge keiner benachteiligt.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Oktober 03, 2018, 20:40:51
Die Regierung will jetzt offenbar die E-Auto Mitbenutzung auf Busspuren erzwingen: https://www.kleinezeitung.at/service/newsticker/5506881/Regierung-will-fuer-EMobilitaet-BusspurOeffnung-erzwingen

Frage ist das nur, wie es technisch gehen soll, z. B. bei besonderen Ampeln bzw. Ampelphasen für Busse ...

W.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Oktober 04, 2018, 07:59:51
Ein ausgewiesener Fachmann hat uns gestern dazu aufgeklärt; Herr Hofer kennt wohl die StVO nicht. Er hat keine gesetzliche Möglichkeit, diese unsinnige Idee durchzusetzen.
Abgesehen davon ist das Demokratieverständnis des Herrn Hofer nachzufragen: einfach drüberfahren - hat er das nicht anderen Parteien unterstellt?
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Amon am Oktober 04, 2018, 12:31:42
Könntest Du das bitte kurz näher erläutern?Weil grundsätzlich ist die STVO ja ein Bundesgesetz und könnte ja durchaus die Freigabe von Busspuren für elektrisch betriebene KFZ vorschreiben.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Oktober 04, 2018, 13:08:58
Die Stadt kann die "Busspur" aufheben und eine "Sonderspur" einrichten, die nur für besondere Fahrzeuge gilt.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Amon am Oktober 04, 2018, 13:16:39
Die Stadt kann die "Busspur" aufheben und eine "Sonderspur" einrichten, die nur für besondere Fahrzeuge gilt.

Also ein Fahrverbot mit Ausnahmen quasi. So sind ja schon jetzt manche Busspuren gekennzeichnet. Das muss allerdings die Politik auch wollen. Der Grazer Bürgermeister hat ja grundsätzlich - wie nicht anderes zu erwarten - Interesse bekundet.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am Dezember 11, 2018, 17:58:43
Verkehrsminister Hofer will ab 2019 Lufttaxis testen lassen:

https://futurezone.at/netzpolitik/verkehrsminister-hofer-kuendigt-teststrecke-fuer-flugtaxis-an/400350982
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 11, 2018, 18:32:58
-
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am Februar 02, 2020, 13:23:24
BM Gewessler will den 140 km/h Testbetrieb auf Autobahnabschnitten wieder bald beenden:

https://orf.at/#/stories/3152963/
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: just4fun am Februar 02, 2020, 19:56:50
BM Gewessler will den 140 km/h Testbetrieb auf Autobahnabschnitten wieder bald beenden:

https://orf.at/#/stories/3152963/

Das war doch immer klar dass der Norbert Hofer 140er genauso wieder verschwindet wie der Hubsi Gorbach Gedächtnis 150er.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Amon am Februar 02, 2020, 21:13:49
160 waren es bei Gorbach. Da gab es eine Teststecke auf der A10, aber das war genauso ein Rohrkrepierer, wie jede Idee eines FPÖ-Verkehrsministers.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: bahndoc am Februar 03, 2020, 19:43:33
an der Idee liegt es nicht, nur welche Partei mit welcher Macht etwas durchsetzt, aber viele Österreicher überschreiten das Tempo sowieso, egal ob Schritttempo, 10, 30, 50,.... 140 oder 160, auch die Gesetzgebenden oder Verantwortlichen in Stadt, Land und Staat und das nicht immer nur auf 4 Rädern. Man braucht nur die Augen aufmachen.
Christian
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Vitus am Februar 03, 2020, 20:29:17
BM Gewessler will den 140 km/h Testbetrieb auf Autobahnabschnitten wieder bald beenden:

https://orf.at/#/stories/3152963/

Ob es die Autofahrer auch beenden ist eine andere Sache. Wenn man mit 130 km/h fährt, sieht man nur in die Auspuffrohre der Überholenden
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: FlipsP am Februar 03, 2020, 20:50:55
Ja, ihr habt recht. Viele sehen das Tempolimit eher als Empfehlung.
Trotzdem ist dann 140 nicht besser, weil gerade die, die jetzt schon zu schnell fahren und sagen ,,ah, was sind denn 20 km/h mehr", dann halt mal 160 statt 150 fahren. Die Durchschnittageschwindigkeit geht als schon nach unten.
Außerdem bleiben die Strafen gleich. Das heißt, ist man bei 140 mit 158 km/h unterwegs, liegt man noch in der untersten ,,Strafklasse", bei erlaubten 130 und gefahrenen 158 ist man somit schon in der nächsten ,,Strafklasse" und zahlt dementsprechend mehr.
 
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: scheurin am Februar 03, 2020, 21:51:37
Ob es die Autofahrer auch beenden ist eine andere Sache. Wenn man wird 130 km/h fährt, sieht man nur in die Auspuffrohre der Überholenden

Da widerspreche ich mal. In den letzten 20-30 Jahren sehe ich immer weniger Raser. Damals fuhren welche 200 und mehr. Heute auf der A2 war gerade mal einer (!) mit so 160 unterwegs. Früher war ich mit 110-120 einer der langsamsten (abgesehen der damals gerade nicht mehr Ostblockgäste) heute bei weitem nicht mehr.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Stipe am Februar 04, 2020, 08:18:49
Ich meine auch, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit gesunken sei. Bei dem starken Verkehr aber eigentlich kein Wunder, dazu kommen halt mehr, die aus Überzeugung 120 fahren, die Strafen sind höher (wenn auch noch nicht hoch).
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: TW 581 am Februar 04, 2020, 12:41:11
Ja, ihr habt recht. Viele sehen das Tempolimit eher als Empfehlung.
Trotzdem ist dann 140 nicht besser, weil gerade die, die jetzt schon zu schnell fahren und sagen ,,ah, was sind denn 20 km/h mehr", dann halt mal 160 statt 150 fahren. Die Durchschnittageschwindigkeit geht als schon nach unten.
Außerdem bleiben die Strafen gleich. Das heißt, ist man bei 140 mit 158 km/h unterwegs, liegt man noch in der untersten ,,Strafklasse", bei erlaubten 130 und gefahrenen 158 ist man somit schon in der nächsten ,,Strafklasse" und zahlt dementsprechend mehr.
 

Es sollte gleich die höhren Strafen gaben, denn sonst fahren weiterhin genug Leute mit 140 km/h weiter und wenn mal was zahlen muss wirds kaum jemanden schmerzen.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Cerberus2 am Februar 04, 2020, 14:22:02
Da widerspreche ich mal. In den letzten 20-30 Jahren sehe ich immer weniger Raser. Damals fuhren welche 200 und mehr. Heute auf der A2 war gerade mal einer (!) mit so 160 unterwegs
Fahr mal so wie ich vor einem langen Wochenende von Wien aus nach Süden, zusammen mit den Wochenpendlern. Während es nördlich von Seebenstein verkehrsbedingt noch in etwa 120 bis 130 sind, schwimmst Du südlich des Wechsels mit 150 bis 160 ruhig mit.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: scheurin am Februar 04, 2020, 16:05:34
Fahr mal so wie ich vor einem langen Wochenende von Wien aus nach Süden, zusammen mit den Wochenpendlern. Während es nördlich von Seebenstein verkehrsbedingt noch in etwa 120 bis 130 sind, schwimmst Du südlich des Wechsels mit 150 bis 160 ruhig mit.

Nö, aus eigener Erfahrung (leider so 100-150 mal im Jahr Graz - Wien) sind das doch Ausnahmen. Meisst sind das Wiener und Ausländer aber auch ein paar Grazer. Es gibt ja einige Kontrollpunkte auf der Strecke und es wird viel geblitzt.
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am Mai 21, 2020, 16:22:41
Das 1-2-3 Ticket könnte schon nächstes Jahr schrittweise eingeführt werden . Gespräche mit den Bundesländern dazu laufen. Außerdem dürfte das Budget für den Bahnausbau bis 2025 um 5% aufgestockt werden:


1-2-3-Ticket soll 2021 kommen

Das ,,1-2-3-Ticket" soll noch 2021 eingeführt werden. Das Projekt, das das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln um einen Euro pro Tag in einem Bundesland, um zwei Euro in zwei und um drei Euro täglich durch ganz Österreich vorsieht, ist bereits weit fortgeschritten, wie Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) in einem Interview mit dem Wochenmagazin ,,News" sagte.

Die Einführung sei ,,eventuell in Stufen" geplant, sagte sie in der morgen erscheinenden Ausgabe. Ob ein erster Schritt ein Ticket für je ein Bundesland nach dem Vorbild von Wien und Vorarlberg sein werde oder gleich eines für ganz Österreich, sei noch nicht entschieden. Die Gespräche mit den Verkehrsverbünden und Bundesländern würden gut verlaufen, versicherte die Ministerin. ,,Die Idee wird von allen positiv aufgenommen."

Mehr Mittel für ÖBB-Bahnausbau

Zur Ankurbelung der wegen der Coronavirus-Krise eingebrochenen Konjunktur kündigte Gewessler ,,kluge und nachhaltige Investitionen" im Bereich Umwelt und Klimaschutz an. Dazu gehörten auch mehr Mittel für die ÖBB, die heuer 2,3 Mrd. Euro in den Bahnausbau investieren.

Laut dem neuen Rahmenplan für die Jahre 2020 bis 2025, der, so Gewessler, ,,gerade finalisiert" wird, sollen es fünf Prozent mehr sein - also rund 2,5 Mrd. Euro. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs zu steigern, solle auch die Steuer auf Bahnstrom reduziert werden, so die Ministerin.

Sie trete auch für eine Senkung der Schienenmaut ein: ,,Dazu laufen Verhandlungen mit der EU, weil das ein europäisches Problem ist." Europaweit sei der Schienengüterverkehr krisenbedingt um rund 30 Prozent eingebrochen, und es drohe eine Rückverlagerung der Transporte auf die Lkws; deshalb sei die EU gefordert zu handeln. Klimaschutz bleibe weiter ein vorrangiges Thema, und deshalb brauchte es entsprechende Investitionen, so Gewessler - denn: ,,Die Krise ersetzt nicht die Klimapolitik."


Quelle: https://orf.at/#/stories/3166589/
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: Ragnitztal am November 21, 2020, 13:14:28

Grüne Pläne für Öko-Steuerreform: SUV höher besteuern - ohne Ausnahmen
Gewessler bringt Gesetzesantrag ein. Bonus für Öffis und Pendlerpauschale für Dienstfahrräder.

Umweltministerin Leonore Gewessler setzt die nächsten Schritte zur Ökologisierung des Steuersystems. Ein entsprechender Gesetzesantrag wurde nun im Parlament eingebracht. Wesentlichste Stoßrichtung ist eine Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für emissionsstarke Autos sowie das Schließen der bisherigen NoVA-Schlupflöcher.
Künftig sind alle Fahrzeuge zur Personen und Güterbeförderung bis 3,5 Tonnen NoVa-pflichtig - auch SUVs, Pick-Ups und Vans, die als Klein-LKW gelten. Befreit sind nur noch Oldtimer.  "Die Stinker werden teurer", sagte Vizekanzler Werner Kogler bei der Präsentation der Pläne am Samstagvormittag.

Grenzwert wird abgesenkt
Der Grenzwert für den CO2-Malus wird in mehreren Schritten ab Mitte kommenden Jahres bis 2024 deutlich gesenkt. Der Malusbetrag wird in diesem Zeitraum von 50 auf 80 Euro erhöht. Auch beim CO2-Abzugsbetrag und beim Höchststeuersatz wird geschraubt. Die Regelung soll ab 1. Juni 2021 gelten. Wer einen Kaufvertrag vorher abschließt, für den gilt noch die alte Regelung. Laut ÖAMTC könnte sich durch die Neuberechnung die NoVA für Familienfahrzeuge wie den VW Sharan Family bis 2024 sogar verdoppeln.

Grüne Befreiung
Im Gegenzug von der NoVA befreit werden nunmehr explizit nicht nur Elektrofahrzeuge, sondern zum Beispiel auch mit Wasserstoff betriebene. Grundsätzlich gilt die Ausnahme künftig für alle Fahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von 0 g/km.

Pendlerpauschale für Dienstfahrräder
Änderungen gibt es auch bei der Pendlerpauschale. So wird klar gestellt, dass bei Fahrten mit Dienst-Fahrrädern bzw. Elektro-Fahrrädern das Pauschale auch nicht verloren geht, wenn sie privat genutzt werden. Steuerlich begünstigt sind Wochen-, Monats- oder Jahreskarte für ein Massenbeförderungsmittel. Das gilt nicht, wenn diese (vom Arbeitgeber) als Lohnbestandteil gesehen werden.

Weiters soll auch die Bahn von der Reform profitieren. Konkret soll von Eisenbahnunternehmen selbst erzeugter "grüner" Bahnstrom aus erneuerbaren Energieträgern gänzlich von der Elektrizitätsabgabe entlastet werden. Für sonstigen Bahnstrom ist eine Teil-Entlastung vorgesehen. Letztlich bringt das Umweltministerium auch den ermäßigten Steuersatz von 10 Prozent auf Reparaturdienstleistungen (inkl. Ausbesserungen und Änderungen) ins Parlament.

Umweltorganisationen: "Erster Schritt"
Die Umweltschutzorganisationen Global2000, WWF Österreich und VCÖ bewerten das Ökologisierungspaket als ersten Schritt, dem dringend weitere Maßnahmen und vor allem ein Gesamtkonzept der Bundesregierung folgen müssten. ,,Das gesamte Steuersystem muss auf Klimaschutz und Energieeffizienz ausgerichtet werden, um die Klimaziele zu erreichen. Dafür braucht es aber nicht nur eine hartnäckige Umweltministerin, sondern vor allem auch den vollen Einsatz von Bundeskanzler und Finanzminister", so  die Umweltschützer Karl Schellmann (WWF), Johannes Wahlmüller (Global200) und Michael Schwendinger (VCÖ).

Automobilbranche sauer
Erwartungsgemäß verärgert reagiert die Automobilbranche. Bei dem Gesetzesentwurf handle es sich "de facto um eine Steuererhöhung quer über alle Fahrzeugklassen", zeigt sich Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, über die  Maßnahmen der Bundesregierung "entsetzt". Dass inmitten eines Lockdowns Maßnahmen durch die Hintertür beschlossen würden, die noch einmal Verschärfungen bringen und zwar für eine Branche, die ohnehin bereits am Boden liege, lasse an Sensibilität und Wertschätzung der Automobilwirtschaft gegenüber vermissen und sei für die Branche nicht nachvollziehbar


Quelle: https://kurier.at/politik/inland/suv-werden-hoeher-besteuert-ohne-ausnahmen/401105100
Titel: Re: Neues aus dem Infrastrukturministerium
Beitrag von: FlipsP am November 21, 2020, 13:33:37
Wenn die Automobilindustrie darüber verärgert ist, dann kann es nur richtig sein, denn dann sollte man genau richtig getroffen haben.