Styria-Mobile Forum

Verkehr => IV - Straßenverkehr => Graz => Thema gestartet von: Martin am Mai 27, 2008, 15:23:51

Titel: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Mai 27, 2008, 15:23:51
Die Grazer Radoffensive
Auf zu neuen (Rad-)Wegen: Kaum vom Radgipfel in Dänemark zurück, legt Stadträtin Rücker neue Details für ihre Offensive vor.

Lisa Rücker stellt die Details ihrer Radoffensive vor
Das mit dem "Wenn einer eine Reise tut. . ." trifft auch auf Verkehrsstadträtin Lisa Rücker zu. Ja, die grüne Vizebürgermeisterin hat viel zu erzählen, kehrte sie doch vom großen Fahrradgipfel in Odense (Dänemark) mit frischen Ideen zurück - und mit Fakten, die sie als Bestätigung für ihre Vorhaben in der Murmetropole sieht. Letztere nehmen nun konkrete Formen an:
Weg vom Citybike: Weg vom klassischen Citybike-Modell mit Rad-Stationen für alle, hin zu Leihrädern für bestimmte Zielgruppen - diese Route geht Rücker nun mit voller Kraft an.

Leihräder für Studenten, Touristen. . .: "In Odense wurden Beispiele für Studenten-Räder präsentiert, die der jeweiligen Stadt einen farbigen Stempel in Sachen Urbanität aufdrücken", so Rücker. So könnten bald auch durch Graz gelbe Räder kurven, die sich Studiosi gegen eine Kaution schnappen. Im geparkten Zustand würden diese Drahtesel zudem Studenten-Zentren "markieren".

Leihräder für Hotels. "Außerdem könnten diese Räder während der Sommerferien den Fuhrpark der Grazer Hotels verstärken, die mit Leihrädern für Touristen ausgestattet werden sollen", so Rücker.

Diensträder für berufstätige Eltern: Die Verkehrsstadträtin will auch Grazer Firmen in die Pflicht nehmen. "Wir brauchen mehr Diensträder. Auch solche, die mit Kinderanhängern ausgestattet sind."

Schwung für Jung und Alt: Der Zug zum Fahrrad soll nicht nur in Kindergärten forciert werden. "Unsere Senioren werden immer fitter. Ich möchte auch für diese Altersgruppe Sicherheitstrainings fürs Fahrrad anbieten."

Unfallkreuzungen entschärfen: Mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) will sich Rücker erstmals auch Grazer Unfallhäufungspunkte in puncto Radfahrer anschauen - "und entschärfen."

Gesundheitsfaktor: Nicht zuletzt gehe es um das Tandem aus Gesundheit und Volkswirtschaft, so Grünen-Gemeinderat Peter Hagenauer. "Eine in Odense präsentierte Studie ergab, dass Über-60-Jährige, die regelmäßig Rad fahren, eine um zwei Jahre längere Lebenserwartung haben."

MICHAEL SARIA

quelle:kleinezeitung.at
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Das ist doch einmal eine gute Idee.
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: SK am Mai 27, 2008, 15:43:00
Gute Ideen gab es in Graz schon jede Menge. Woran es aber oftmals hapert ist die Umsetzung, die meist nur teilweise, viel zu häufig aber auch gar nicht erfolgt.

Lieschen Grün scheint ziemlich blauäugig an die Sache heranzugehen und das Pferd von hinten aufzuzäumen - wer Rad fahren soll, braucht auch über das Radl hinaus eine entsprechende Infrastruktur und das über den Innenstadtbereich hinaus und zwar in der Realität und nicht in Form von irgendwelchen dubiosen Absichtserklärungen und Pauschalbehübschungen.

mfg
SK
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Pollux am Mai 27, 2008, 15:55:36
Graz ist in sachen rad sicher an nummer 1 in Oesterreich.

LG Hans
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: SK am Mai 27, 2008, 16:13:33

Graz ist in sachen rad sicher an nummer 1 in Oesterreich.

LG Hans


Das war wohl sarkastisch gemeint?

Und um gleich in die Vollen zu gehen: Wien, etwa dreieinhalb mal die Fläche von Graz umfassend, hat rund 10 (zehn) Mal mehr Radwegskilometer, und das bei diversen Grazer Radfahroffensiven der Vergangenheit - man denke nur an das Ferk'sche Epos anlässlich des Velocity-Kongresses, wo dann z.B. im Anschluss an die Veranstaltung einige der raschest montierten Radweghinweise wieder still und heimlich nach ihrer Demontage in der Versenkung verschwanden. Aber wie heißt es so schön: Wien ist anders, hat den U-Bahn-Schilling weswegen Grazer Politiker und Beamte dienstreisend bis nach Barcelona unterwegs sind (ein Verkehrsraum für 3 bis 4 Millionen Menschen ist sicherlich 1:1 mit der Dorfmetropole Graz vergleichbar, olé!) und sich durchaus scheuen den Tatsachen auf hiesigen Straßen/Radwegen ins Auge zu sehen.

mfg
SK
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am Mai 27, 2008, 17:39:15

Und um gleich in die Vollen zu gehen: Wien, etwa dreieinhalb mal die Fläche von Graz umfassend, hat rund 10 (zehn) Mal mehr Radwegskilometer,

Und um das gleich mal zu relativieren: Dir ist schon klar, dass du hier eine Fläche (Einheit m²) mit einer Länge (Einheit m) vergleichst? Da ist wohl klar, dass die Länge der Radwegekilometer, die notwendig ist um die 3,5fache Fläche zu erschließen, nicht linear ansteigt. Man will ja nicht nur von einem Ende der Stadt ans andere...


Grazer Politiker und Beamte dienstreisend bis nach Barcelona unterwegs sind (ein Verkehrsraum für 3 bis 4 Millionen Menschen ist sicherlich 1:1 mit der Dorfmetropole Graz vergleichbar, olé!)

Nur gut, dass du nicht einen Verkehrsraum für ca. 2 Mio. Menschen (Wien) mit Graz verglichen hast...

MfG, Christian
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: kestrel am Mai 27, 2008, 18:29:25
Da wird sich Lisa aber ganz schön anstrengen müssen, ich kenne einige Leute die in Graz nicht mit dem Rad fahren wollen weil es bereits zu viel Autoverkehr gibt und es ihnen zu gefährlich ist mit dem Rad im Straßenverkehr mitzufahren oder zwischen zwei Radwegen auf einer Kreuzung zusammen geführt zu werden.

Und was soll das heißen Räder für bestimmte Zielgruppen? Brauch ich jetzt einen Studentenausweiß um ein Rad auszuleihen? Wieso nicht ein über die gesamte Stadt verteiltes System von Rad Stationen für jeden? Hab ich schon in vielen Städten gesehen, nur nicht bei uns.

SG kestrel
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: SK am Mai 27, 2008, 19:14:22


Und um gleich in die Vollen zu gehen: Wien, etwa dreieinhalb mal die Fläche von Graz umfassend, hat rund 10 (zehn) Mal mehr Radwegskilometer,

Und um das gleich mal zu relativieren: Dir ist schon klar, dass du hier eine Fläche (Einheit m²) mit einer Länge (Einheit m) vergleichst? Da ist wohl klar, dass die Länge der Radwegekilometer, die notwendig ist um die 3,5fache Fläche zu erschließen, nicht linear ansteigt. Man will ja nicht nur von einem Ende der Stadt ans andere...


Um es klar zu stellen: außerhalb des zentralen Innerstädtischen Bereichs läuft Grazer ÖV- und Radverkehrspolitik darauf hinaus, eben von einem Ende der Stadt ans andere zu kommen bzw. ins Zentrum. Vgl. hierzu als Paradebeispiel den Murradweg als Nord-Süd-Achse, wo es aber besonders im Süden des Stadtgebiets mit Querverbindungen ziemlich düster ausschaut.

Zitat

Grazer Politiker und Beamte dienstreisend bis nach Barcelona unterwegs sind (ein Verkehrsraum für 3 bis 4 Millionen Menschen ist sicherlich 1:1 mit der Dorfmetropole Graz vergleichbar, olé!)

Nur gut, dass du nicht einen Verkehrsraum für ca. 2 Mio. Menschen (Wien) mit Graz verglichen hast...


Ich bin eben extrem bescheiden und schaffe derartige Vergleiche sogar ohne Dienstreise auf Kosten der Steuerzahlenden.

mfg
SK
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Michael am Mai 27, 2008, 20:31:45
Zitat
Graz ist in sachen rad sicher an nummer 1 in Oesterreich.

Eher Salzburg. Graz ist derzeit weiter unten angesiedelt.
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: invisible am Mai 28, 2008, 16:54:09

Und um gleich in die Vollen zu gehen: Wien, etwa dreieinhalb mal die Fläche von Graz umfassend, hat rund 10 (zehn) Mal mehr Radwegskilometer,


Am Papier vielleicht. In der Praxis entpuppt sich ein guter Teil dieser "Radwege" als a) "Radroute" in einer Nebenstraße, b) "Radfahrstreifen" in Straßen mit teilweise vollkommen unzureichender Breite oder c) für zügiges Fahren völlig unbrauchbar (da zu schmal, zu verwinkelt, mit 2-3x so vielen Ampeln wie die begleitende Straße, ...).

Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am Mai 28, 2008, 17:09:41

Um es klar zu stellen: außerhalb des zentralen Innerstädtischen Bereichs läuft Grazer ÖV- und Radverkehrspolitik darauf hinaus, eben von einem Ende der Stadt ans andere zu kommen bzw. ins Zentrum. Vgl. hierzu als Paradebeispiel den Murradweg als Nord-Süd-Achse, wo es aber besonders im Süden des Stadtgebiets mit Querverbindungen ziemlich düster ausschaut.

Ja, im Süden könnte man das Netz noch verdichten. Allerdings gibt es dort auch viele kleine Gässchen, wo nicht viel Verkehr ist, in die man leicht ausweichen kann. Ganz so düster find ich das Bild des Grazer Radwegenetzes also nicht. Und daran, dass dein Vergleich Fläche/Länge hinkt, ändert das trotzdem nix ;)


Am Papier vielleicht. In der Praxis entpuppt sich ein guter Teil dieser "Radwege" als a) "Radroute" in einer Nebenstraße, b) "Radfahrstreifen" in Straßen mit teilweise vollkommen unzureichender Breite oder c) für zügiges Fahren völlig unbrauchbar (da zu schmal, zu verwinkelt, mit 2-3x so vielen Ampeln wie die begleitende Straße, ...).

Das ist in Graz aber auch nicht viel anders. Vor allem b) gibt es fast in jeder neu eingeführten Einbahn (gegen die Fahrtrichtung). Allerdings find ich das nicht so unpraktisch, da muss man sich keine Gedanken über Einbahnen machen ;) Generell bin ich häufig mit dem Rad unterwegs und find eigentlich selten etwas, worüber ich mich beschweren könnte.

MfG, Christian
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Firehawk am Mai 28, 2008, 17:16:37

Das ist in Graz aber auch nicht viel anders. Vor allem b) gibt es fast in jeder neu eingeführten Einbahn (gegen die Fahrtrichtung). Allerdings find ich das nicht so unpraktisch, da muss man sich keine Gedanken über Einbahnen machen ;) Generell bin ich häufig mit dem Rad unterwegs und find eigentlich selten etwas, worüber ich mich beschweren könnte.


Eine relativ gute Sammlung gibt's ja hier: http://www.graz.gruene.at/index.php?id=37822

Mir persönlich fehlt noch ein Radweg in der Heinrichstraße und in der Hilmteichstraße (dort wir das vielleicht mal verwirklicht, wenn man die Straßenbahn zweigleisig ausbaut, aber das kann ja dauern)
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am Mai 28, 2008, 18:15:07

Eine relativ gute Sammlung gibt's ja hier: http://www.graz.gruene.at/index.php?id=37822

Findest du? Ich find diese Sammlung etwas "überempfindlich". 2 Beispiele was ich damit mein aus meiner unmittelbaren Umgebung: Radabstellplätze sind vor und neben der TU definitiv ausreichend vorhanden; der Radweg Rechbauerstraße -> Sparbersbachgasse durch die Technikerstraße ist nicht schmäler als jeder andere einspurige Radweg in Graz und hat sogar einen Sicherheitsabstand zu den Autotüren, was in vielen Straßen (die nicht auf der Karte markiert sind) nicht der Fall ist.

MfG, Christian
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Firehawk am Mai 28, 2008, 18:33:16
Den Radweg in der Technikerstraße kenn ich gut, weil ich dort arbeite. Das Problem ist aber, dass der Radweg oft von Fußgängern blockiert wird, da Geh+Radweg doch eher schmal sind. Außerdem halten sich viele nicht an die Fahrrichtung.

Teilweise sind in der Datenbank übertriebene Sachen, aber man bekommt halt gute Ideen für Verbesserungen.
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am Mai 28, 2008, 18:52:32

Das Problem ist aber, dass der Radweg oft von Fußgängern blockiert wird,

Stimmt, das ist aber auch auf breiten Geh- | Radwegen (z.B. um den Stadtpark) nicht besser. Außerdem lässt sich das bei den dortigen Gegebenheiten mMn nicht viel besser lösen.

Zitat

Außerdem halten sich viele nicht an die Fahrrichtung.

Das stimmt auch, hat aber mit dem Radweg nix zu tun ;) Und sobald man das erwähnt heißt es wieder "Besser sie fahren am Radweg gegen die Einbahn, als sie blockieren bergauf die Autofahrer". (Ich fahr immer auf der Straße.)

Zitat

Teilweise sind in der Datenbank übertriebene Sachen, aber man bekommt halt gute Ideen für Verbesserungen.

Kann sein, hab nur mal schnell bei mir in der Umgebung drüber geschaut und mich über die vielen Kritikpunkte gewundert. Ich bin halt wie gesagt eigentlich sehr zufrieden.

MfG, Christian
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Firehawk am Mai 28, 2008, 18:57:30

Zitat
Außerdem halten sich viele nicht an die Fahrrichtung.

Das stimmt auch, hat aber mit dem Radweg nix zu tun ;) Und sobald man das erwähnt heißt es wieder "Besser sie fahren am Radweg gegen die Einbahn, als sie blockieren bergauf die Autofahrer". (Ich fahr immer auf der Straße.)


Bin eigentlich auch immer auf der Straße - meist auch mit 20-25 km/h aufwärts. Problem ist nur, wenn alles zugeparkt ist (ich komme von der Uni heraus) kommt man nicht auf die Straße.

Einmal hat mich auf der Straße sogar einer angehupt - bin ich halt etwas "gemütlicher" gefahren.
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Martin am Oktober 11, 2008, 08:37:48
Schnellstraße für die Grazer Radfahrer
13 neue Hauptradrouten verbinden Gratkorn, Pirka, Weinitzen oder Raaba mit dem Grazer Zentrum.

Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder und Grünen-Vizebürgermeisterin Lisa Rücker montieren das erste Radweg-Schild

Dass man den Drahtesel nicht nur für die Freizeit oder touristische Bummelfahrten verwenden kann, darauf weisen VP-Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder und Grünen-Vizebürgermeisterin Lisa Rücker immer wieder hin. Um zu verdeutlichen, dass das Fahrrad auch zum Arbeitsplatz oder zum Supermarkt führt, haben die beiden in einer 270.000 Euro teuren 50:50-Kooperation 13 Hauptradrouten ausgerufen. Sie verbinden das Grazer Umland mit dem Zentrum (siehe Grafik rechts). "Die Schnellstraßen für die Radfahrer", hält Edlinger-Ploder fest.

Wobei Schnellstraße nicht gleichbedeutend mit breiten Prachtalleen für die Radler ist. "Aber es wird einen Qualitätsstandard geben, die Wege werden, wo es geht, breiter, saniert und besonders schnell vom Schnee gereinigt", so Edlinger-Ploder. Rücker ergänzt: "Es geht auch um das Schaffen eines Bewusstseins: Radler sind nicht geduldet, sondern willkommen."

Die 13 Routen - von Gratwein, Gratkorn, Weinitzen, Mariatrost, Raaba, Gössendorf, Thalerhof, Pirka oder Thalersee ins Zentrum - werden mit neuen, auffälligen Schildern gekennzeichnet, an denen sich auch Ortsfremde orientieren können. Die Schilder werden ab sofort aufgestellt, bis zum Frühjahr sollen alle Routen auch als solche erkennbar sein.

GERALD WINTER

quelle:kleinezeitung.at
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Wien, 16.Bezirk am Oktober 11, 2008, 08:50:33
Interessant ist, dass die südlichen Umlandgemeinden nicht gut eingebunden werden. Wo ist ein Radweg nach Seiersberg, Unterpremstätten, Kalsdorf, Grambach, Hausmannstätten?????
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Martin am Oktober 11, 2008, 08:57:55
Kalsdorf und Unterpremstätten sind durch den R2 Murradweg bzw. R9 Erzherzog-Johann-Radweg ohnehin gut angebunden.
Der östliche Ast des R2 geht auch durch Fernitz und da ist es nicht mehr weit nach Hausmannstätten.
Seiersberg und Grambach sind auch erreichbar. Über Puntigam gibt es einen Radweg - (nördlich von der SCS).
Von Raaba nach Grambach ists auch nicht mehr weit.  ;)

Ich denke, dass hier auch die Gemeinden gefordert sind, gemeinsam mit dem Land Verbesseerungen in "IHREM" Bereich zu verwirklichen.

SG
G111
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Wien, 16.Bezirk am Oktober 11, 2008, 11:45:17
Da wirst du schon Recht haben, was die Beteiligung der Gemeinden angeht. Das es diese Radwege gibt, ist mir bekannt (bin einige davon schon selbst gefahren) in Wahrheit gehts hier auch mehr um eine "Etikettierung" des bereits Vorhandenen und deswegen versteh ich nicht ganz, warum man da nicht gleich weitgreifender arbeiten kann. Zumal es im Artikel heißt: "Es geht auch um das Schaffen eines Bewusstseins: Radler sind nicht geduldet, sondern willkommen". Also wie jetzt? Jene aus den genannten Gemeinden also nicht, oder wie????
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Michael am Oktober 11, 2008, 13:29:33

Die Gemeinden südlich von Graz sind sowieso ein Kapitel für sich und wollten? sich scheinbar noch nie mit der Stadt Graz zusammen tun.
Am Geld kann es nicht liegen.
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Deadlocked am Oktober 11, 2008, 14:24:26
deshalb müssen die auch mal eingemeindet werden, damit da auch was weitergeht.
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Michael am Oktober 11, 2008, 14:27:07

Ja eh! Siehe auch

http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,775.0.html

http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,617.0.html
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Martin am Februar 10, 2009, 08:13:54
8 Millionen fließen in Radwege
Gemeinderat gibt am Mittwoch Startschuss für Radwegeausbau. Stadt und Land teilen sich die Kosten.

Am Mittwoch gibt der Gemeinderat den Startschuss für den Radwegeausbau
Kräftig in die Pedale treten sollen möglichst viele Grazerinnen und Grazer - nicht zuletzt der Grazer Luft zuliebe. Damit das leichter fällt, treten die zuständigen Politiker von Stadt und Land auch beim Ausbau des Radwegenetzes in der steirischen Landeshauptstadt kräftig in die Pedale. Die Stadt Graz und das Land Steiermark investieren sowohl heuer als auch im nächsten Jahr je zwei Millionen Euro in Radwegeprojekte. Insgesamt fließen also in zwei Jahren acht Millionen für die Radlerinnen und Radler.

Umsetzung. In der Sitzung des Grazer Gemeinderates sollen am Mittwoch über Antrag der Verkehrsreferentin Lisa Rücker (Grüne) die zwei Millionen Euro für das laufende Jahr freigegeben werden. Rücker: "Wir haben einige Projekte in der Pipeline, die dringend auf ihre Umsetzung warten." Das vorgelegte Paket, das auf einem mehrjährigen Programm beruht, beinhalte eine Palette von neuen Radwegen, notwendigen Lückenschlüssen bis hin zu Radfahrtrainings in Volksschulen oder Info-Kampagnen.

Radschwerpunkt. Und auch die zuständige Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) lässt sich nicht lumpen und führt ihren schon 2005 gestarteten Radschwerpunkt konsequent weiter. Edlinger-Ploder: "Mit der zusätzlichen Förderung ermöglichen wir einen forcierten Ausbau der Radinfrastruktur."

Prioritätenliste. Ganz oben auf der Prioritätenliste der Grazer Projekte stehen etwa der Radwegausbau in der Wetzelsdorferstraße, der weitere Ausbau des Mariatrosterradweges und die Errichtung eines getrennten Geh- und Radweges in der Leonhardstraße.

HANS ANDREJ

Fakten
Geh- und Radweg in der Wetzelsdorferstraße zwischen Alter Poststraße und GKB-Trasse.
Mariatroster Radweg: Verlängerung 3. Abschnitt, Radroute Conduzzigasse.
Geh- und Radweg in der Leonhardstraße zwischen Rembrandtgasse und Leonhardplatz - baulich getrennt.
Radroute 7 nach Raaba,
Wegsanierung am Neufeld- und Köglerweg.
Geh- und Radweg Banngrabenweg, Hubertusstraße bis Neufeldweg.
Geh- und Radweg TU-Inffeldgründe, Wiederherstellung.


quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/1770010/index.do



Wozu baut man z.B am Ende der Leonhardstraße einen "baulich getrennten" Radweg, obwohl dort eh kaum Verkehr ist und stadtauswärts ohnehin Fahrverbot....
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am Februar 10, 2009, 08:46:30

Wozu baut man z.B am Ende der LEonhardstraße einen "baulich getrennten" Radweg, obwohl dort eh kaum Verkehr ist und stadtauswärts ohnehin Fahrverbot....

Wegen dem Odilieninstitut, würd ich mal annehmen. Oder meinst du, die Radfahrer können eh auf der Schienenstraße fahren?

MfG, Christian
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Martin am Februar 10, 2009, 08:58:13
Ja klar sollte es dort ein friedliches Nebeneinander von Rad und Tram geben.
AFAIK ist dort auch eine 30er Beschränkung an Schultagen von 7-19 Uhr.

Der Autoverkehr ist sehr gering dort und würde den Bau eines Radweges nicht rechtfertigen.

GLG
G111
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am Februar 10, 2009, 09:46:02

Ja klar sollte es dort ein friedliches Nebeneinander von Rad und Tram geben.

Hm, fährst du oft auf Schienenstraßen mit dem Fahrrad? Speziell, bei feuchtem Wetter? Für viele Radfahrer ist das keine Alternative.
Und ein "friedliches Nebeneinander" von Rad und Tram gibt es sowieso nicht, da viele Radfahrer die Straßenbahn aufhalten (die gerade dort ausnahmsweise auf Grund des geringen Verkehrs recht zügig fahren kann).
Also dort find ich einen Radweg durchaus gerechtfertigt, da es auch gerade Richtung Leonhardplatz für Radfahrer noch keine Alternativen gibt.

MfG, Christian
Titel: Weg frei für Radfahrer
Beitrag von: Martin am März 14, 2009, 23:28:36
Weg frei für Radfahrer
Es ist so weit: Mitte April werden einzelne Fußgängerzonen in der Innenstadt für Radfahrer geöffnet.
Mitte April werden einzelne Fußgängerzonen in der Innenstadt für Radfahrer geöffnet

Voller Vorfreude rieb sich mancher Grazer Pedalritter die Hände, als Anfang des Jahres das geplante Öffnen einzelner Fußgängerzonen verkündet wurde. Mitte April ist es nun so weit: Die ins Auge gefassten Flaniermeilen werden für Radfahrer durchlässiger gemacht. "Ja, wir wollen rund um Ostern starten", verrät Verkehrsreferentin Lisa Rücker (Grüne).

Wie geplant? Nicht ganz: Stempfergasse: Während die Sporgasse weiterhin tabu bleibt, wird die Stempfergasse nun doch geöffnet - allerdings nur für zufahrende Radfahrer. Ein "Hinausschießen auf die Herrengasse" werde es nicht spielen, heißt es.

Herrengasse: Die Grazer Einkaufsmeile soll zeitlich beschränkt befahrbar sein - entweder von 19 bis sieben Uhr oder von 20 bis acht Uhr. "Das ist noch nicht entschieden, ich tendiere aber eher zu Variante zwei", so Rücker.

Bermuda-Dreieck: Den Glockenspiel- und den Mehlplatz sollen Pedalritter ganztags überqueren können. Rücker tüftelt zusätzlich an einer Freigabe des Färberplatzes, "schließlich sollen die Schüler das Ferdinandeum mit dem Rad erreichen können."

Stadtpark: Was längst praktiziert wird, ist ab Mitte April legal: Die Stadt erlaubt die Direttissima von der Zinzendorfgasse zum Cafe Promenade - pikanterweise gegen den Widerstand des eigenen Naturschutzbeauftragten.

Startfreigabe. Doch mit der Startfreigabe hebt Rücker auch den Zeigefinger: "Das Ganze kann nur mit rücksichtsvollen Radlern funktionieren." Um das Gefühl für die leicht angezogene Bremse zu schärfen, bastelt die Verkehrsreferentin derzeit mit Studenten der FH-Joanneum an einer großen Bewusstseins-Kampagne. Und zur Sicherheit wird die Grazer Polizei begleitend verstärkt kontrollieren.
MICHAEL SARIA


Angeblich
Es mag am teils eisigen Gegenwind liegen. Oder am Helm, der zu eng eingestellt ist. In jedem Fall bleiben bei vielen Menschen in jenem Augenblick, in dem sie ein paar Mal in die Pedale treten, so genannte "Spaßbremsen" namens Toleranz und Weitsicht auf der Strecke. Es geht bloß noch um den schnellsten Weg von A nach B - mag da kommen, was wolle.

Dass es gar noch ein Alzerl ruppiger geht, könnte sich ab Mitte April in der Grazer Innenstadt zeigen: Wenn nämlich Verkehrsreferentin Lisa Rücker Radlerrouten in einzelnen Fußgängerzonen gewährt. Und Pedalritter ganz legal die Wege der Flaneure dieser Stadt kreuzen.

Es sei denn, wir Radfahrer nehmen uns bei der Nase und ab und zu die Bremse zur Hand. Und rollen kommod, aber lässig an den Fußgängern vorbei. Es soll trotzdem Spaß machen. Angeblich.

Sie erreichen den Autor unter

michael.saria@kleinezeitung.at

quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/1846375/index.do
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Michael am März 15, 2009, 12:16:43

Zitat
Ein "Hinausschießen auf die Herrengasse" werde es nicht spielen, heißt es.

* Fragt sich nur, wer das kontrolliert? *

Zitat
Herrengasse: Die Grazer Einkaufsmeile soll zeitlich beschränkt befahrbar sein - entweder von 19 bis sieben Uhr oder von 20 bis acht Uhr. "Das ist noch nicht entschieden, ich tendiere aber eher zu Variante zwei", so Rücker.

Und wer haltet sich daran? *

Zitat
Und zur Sicherheit wird die Grazer Polizei begleitend verstärkt kontrollieren.

Naja, man darf gespannt sein...
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am März 16, 2009, 10:34:15

Und wer haltet sich daran? *

Ich z.B. fahr immer durch die Schmiedgasse, genauso wie meine Freundin und eigentlich alle anderen Radler, die ich kenn auch.

MfG, Christian
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Martin am März 16, 2009, 10:36:17
Es fahren aber auch genug durch die Herrengasse.  ;)

Die Polizei hat dann wieder einmal eine Schwerpunktaktion und straft ein bisschen ab, aber das hilft auf die Dauer auch nix. Leider!

SG
G111
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am März 16, 2009, 11:08:37

Es fahren aber auch genug durch die Herrengasse.  ;)

Freut mich, dass du nicht "genug Radfahrer" geschrieben hast. Wenn ich in der Früh (mit der Straßenbahn) zur Arbeit durch die Herrengasse fahr, seh ich dort nämlich auch genug Autos herumstehen. Davon liest man aber deutlich seltener, sowohl hier, als auch in der Zeitung. >:(

MfG, Christian
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Martin am März 16, 2009, 11:11:35
Naja von 5 bis 11 ist Ladetätigkeit erlaubt.... und da stehen sicher auch Autos dort, die vll nix laden... :pfeifend:

Die Radfahrer in der Herrengasse stören mich persönlich eh nicht, solange es keine "Kamikaze"-Radler sind, die ohne zu schauen hinter der Tram oder Hausecken hervorschießen.  ;)

SG
G111
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: CaptnFuture am März 16, 2009, 12:05:32

Naja von 5 bis 11 ist Ladetätigkeit erlaubt.... und da stehen sicher auch Autos dort, die vll nix laden... :pfeifend:

Ja, ich hab mit Autos schon auch wirklich Autos gemeint. Die LKW und Kleinlaster, die Ladetätigkeit durchführen, haben ja ihre Berechtigung. Die sind aber (zumindest zwischen 8 und halb 9, wenn ich durchfahr) in der Minderheit gegenüber PKW, die dort sicher nicht Ladetätigkeit durchfürhen.

Zitat

Die Radfahrer in der Herrengasse stören mich persönlich eh nicht, solange es keine "Kamikaze"-Radler sind, die ohne zu schauen hinter der Tram oder Hausecken hervorschießen.  ;)

Tja, wenn du bzw. PM das gleich so formuliert hättet...

MfG, Christian
Titel: Re: Die Grazer Radoffensive
Beitrag von: Martin am März 16, 2009, 13:12:31

Tja, wenn du bzw. PM das gleich so formuliert hättet...

Ich ?  ::) - na, weiß schon was Du meinst...
SG
G111
Titel: Re: Der Radweg-Thrad
Beitrag von: Martin am August 31, 2009, 16:57:19
Zum Thema passend:

Seit zwei Wochen findet man auf dem Radweg in der CvH (Höhe Flurgassse) folgende Barrikade vor!   :hammer:

Es kommt natürlich immer wieder zu brenzligen Situationen und man muss fast absteigen.
Die radfahrerfreundliche Stadtverwaltung scheint hier schön zu versagen.

Mich würde interesieren wie lange eine solche Barrikade auf einer Straße zu finden wäre, wo dann etwa gar Autofahrer fast bis zum Stillstand abbremsen müßten.
Auf Straßen wird immer alles schön planiert und große Metallplatten drübergelegt, auf Radwegen ist es ohnhin egal - da muss der Aufwand net sein....   :boese:

SG
G111
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 22, 2011, 20:14:13
Die Aussichten für den Ausbau des Radwegenetzes in Graz und der Steiermark sind denkbar schlecht. Der FPÖ-Verkehrslandesrat Kurzmann hat wenig bis gar kein interesse an der Förderung des Radverkehrs. Kann also gut sein, dass die - im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln eh sehr geringen - Gelder für den Radverkehr nochmal deutlich reduziert werden, und viele Projekte nicht umgesetzt werden. ARGUS meint dazu:

Sparstift des Landes droht

Die anvisierten 25 Prozent, die im Landesbudget eingespart werden sollen, könnten den ohnedies schmal dotierten Radverkehr betreffen. Auch Projekte in Graz seien gefährdet, drohte Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann.

Zunächst würde laut Darstellung Kurzmanns der Straßenneubau betroffen. Da dabei und bei Generalsanierungen von Landesstraßen zumeist auch Geh-/Radwege mitgebaut werden, würden eben diese auch mit entfallen. Darüber hinaus sind auch die rund 2 Mio. Euro, die bisher jährlich in Landesradwege als 50-prozentiger Landeanteil geflossen sind, gefährdet. Davon betroffen sind auch Grazer Vorhaben, etwa die Verlängerung des Murradweges am rechten Ufer nach Norden (Exerzierplatzstraße - Weizödlbrücke), der an der Gradnerstraße geplante Geh- und Radweg die Verlängerung des HR5 Marland bis zur Neusitzgasse. Wobei natürlich zu bedenken ist, dass die Warnungen gerde zum Zeitpunkt vor den Budgetverhandlungen natürlich politstrategische Bedeutung haben und dem Zweck dienen, allzu arge Einschnitte zu verhindern.

Noch nicht geklärt ist auch, ob der in der Ära von Kristina Edlinger-Ploder eingeführte Radverkehrsschwerpunkt mit der Sonderdotierung von bewusstseinsbildenden Maßnahmen und Förderaktionen (rd. € 300.000.- per anno) überhaupt noch dotiert wird. Gerade hier kommen Sparvorgaben einerseits und die weniger radverkehrsfreundliche Politik FPÖ-Kurzmanns andererseits zusammen und könnten die - verglichen mit millionenschweren Straßen- und ÖV-Ausgaben ohnedies marginalen Brosamen für den Radverkehr auch noch zunichte machen.

Bis Ende März, so heißt es, sollte das Budget soweit fertig sein, dass sich die konkreten Auswirkungen auch auf den Radverkehr darstellen lassen. ARGUS Steiermark hat den Landesrat diesbezüglich schon länger um ein Gespräch gebeten.   

http://graz.radln.net/cms/beitrag/11391543/25359410/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Firehawk am April 27, 2011, 19:24:42
Ein ARGUS Bericht über dann langen Kampf um eine Radwegverlängerung:
(Beim Artikel selbst gibt es auch Bilder und einen anderen Planausschnitt)

Joanneumring-Radweg wird zur Nagelprobe

Heiß umfehdet, wild umstritten ... ist die Fortsetzung des Ring-Radwegs am Joanneumring vom Eisernen Tor bis zum Radetzkyspitz. Längst geht es nicht mehr um die 300 m notdürftige Jakominiplatz-Umfahrung; es geht um ein Politikum zwischen den Koalitionsparteien Schwarz und Grün und um die Frage der Glaubwürdigkeit der Stadt in der Radverkehrspolitik.
War es zu Beginn der Planungen 2009 noch relativ ruhig um das Vorhaben, wurde das 300 m lange Stück Zweirichtungs-Radweg, das auf einem Teil des weitgehend gut 4 m breiten Gehsteig geführt werden soll, zunehmend zum Politikum und zum Aufmarschfeld der Parteien - insbesondere der Koalitionsparteien Schwarz und Grün - sowie der Wirtschaft und deren Vertreter. Casus belli wurden - nicht ganz unerwartet - die Vitrinen, die entweder verrückt oder ganz entfernt werden müssten und ca. 10 Parkplätze, die - je nach Vitrinenlösung - durch die Umwandlung von Schräg- in Längsparkplätze wegfallen oder eben bleiben würden.

Das Unheil nahm im Bezirksrat seinen Lauf: Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer und Mode-Lady Knilli wurde gegen das sich konkretisierende Projekt opponiert, unterstützt von medialer Begleitmusik ("Woche" 06.10.2010, "Woche" 16.+30.03.2011, "Steirerkrone 20.11.2010"). Die Taktik, möglichst wenig Wind zu machen und sich gütlich zu einigen - so war das Projekt bei der Frühjahrs-Rad-Pressekonferenz von Bürgermeister-Stellvertreterin Rücker kein Thema - ging nicht auf. Man informierte, diskutierte, entwarf Alternativen - und stieß auf noch mehr Ablehnung, die nun auch verstärkt aus den Reihen des Koalitionspartners ÖVP kam. Die Meldung der "Kleinen Zeitung" (23.04.2011), dass sich nun auch Modemacherin und Anrainerin Lena Hoschek, die sich bisher zumindest neutral verhalten hatte, auf die Seite der Gegener geschlagen habe, trug nicht gerade zur Deeskalation bei.  

Während einen nun einen weiteren Koalitionsstreit "wegen eines schnöden Radwegs" witterten, sahen andere einen weiteren Versuch der Nagl-ÖVP, den Junior-Partner am Nasenring vorzuführen. Für die Grünen ohne Zweifel eine Nag(e)lprobe, bei der die Glaubwürdigkeit ihrer (Rad-)Verkehrspolitik auf dem Spiel steht.

Dabei ist das Projekt Joanneumring nicht neu, und auch die Problemlage nicht: Schon im Zuge der - letztlich nicht sehr radfahrfreundlichen - Umgestaltung des Jakominiplatzes 1995-97 tauchte die Überlegung auf, den am Eisernen Tor endenden Ring-Radweg in westliche Richtung zu verlängern. Dies scheiterte damals am Widerstand der Geschäftsleute, die der dafür notwendigen Verschiebung der Vitrinen nicht zustimmen wollten - und an der mangelnden Durchsetzungskraft der damaligen Verkehrsreferentin Ruth Feldgrill-Zankel (ÖVP).

Ganz vom Tisch war aber die Umfahrung des Jakominiplatzes über den Joanneumring mit einer Einbindung nach Südwesten in die Keesgasse nicht: Unter der Ägide von Bgm.-Stv. Rücker nahm Radverkehrsbeauftragter Helmut Spinka die Planung 2009 wieder auf und stellte sie im Dezember dem Radforum vor. Verglichen mit der alten Planung war zumindest die wegen der starken Fußgängerfrequenz zwischen Jakominiplatz und Herrengasse problematische Querung Jakominiplatz/Eisernes Tor durch die abgesenkt geführte Radverkehrsanlage und durch etwas mehr Platz infolge eines mittlerweile entfernten Baumes diesmal günstiger. Doch die Vitrinenproblematik war die gleiche geblieben, wie sich zeigen sollte.

Seitens der Radlobby ARGUS wurde das Projekt kritisch gesehen: Einerseits war es wieder ein Substandard-Vorhaben, das einen Lösung zu Lasten von Fußgängerflächen versprach, zum anderen würde damit zumindest teilweise eine Verbesserung der Radverkehrssituation um den Jakominiplatz erreicht, und man hätte den Fuß in der Türe für eine Verlängerung einer Direttissima zum Griesplatz. Das Abknapsen von Fußgängerflächen könnte man in diesem Bereich mit der eher geringen Frequenz an Passanten auf einem im Verhältnis überbreiten Gehsteig (weitgehend über 4 m) rechtfertigen. Ein positiver Nebeneffekt des Joanneumring-Radweges wäre auch die Neuorganisation des südöstlichen Kreuzungsbereichs mit der Schmiedgasse etwa durch eine vorgezogene Aufstellfläche.

Wirklich favorisiert wurde und wird von der ARGUS eine großzügigere und einer Stadt, die sich radfahrfreundlich nennt, angemessenere Lösung: Die Umwandlung eines Fahrstreifens in einen komfortablen Radweg, der in weiterer Folge ab der Schmiedgasse zum Radetzkyspitz geteilt auf beiden Seiten der Bäume geführt werden müsste, da auf den Gleisen der Tram-Umkehrschleife nur in Richtung Westen geradelt werden könnte. Dies würde freilich auch den Wegfall von allen Parkplätzen an der Südseite des Joanneumrings bedeuten, d.h. diese Lösung wäre politisch eine sehr mutige, die - siehe oben - wohl utopisch zu nennen ist. Aber: Ist es nicht gerade die ÖVP, die sich in Sachen Murgondel gegen "Denkverbote" stellt und visionären Konzepten eine Chance geben will? Leider bekamen wir auf dahingehende Vorschläge, die wir zwei Mal in Form eines Offenen Briefes an Bürgermeister Nagl schickten, vom Stadtoberhaupt keine Antwort.

Am Joanneumring geht es längst nicht mehr um das, was es ist, nämlich eine 300 m lange infrastrukturelle "Notlösung" für den Radverkehr. Er ist zum umkämpften Umschlagplatz politischer Interessen und kleinkarierter Interessenspolitik geworden. Schwarz gegen Grün und Wirtschaft für Autos und gegen RadlerInnen. Gerade hier in einer Mode-Meile für die Wohlbestallten leuchtet wieder einmal die Geringschätzung gegenüber den mutmaßlich sozial unterprivilegierten RadlerInnen und deren wenig interessante Kaufkraft durch. Eine überholte Denkweise, ohne Frage, gilt doch Radfahren als chic und urban und wäre bis hin zu Fashion Shows am neuen "Rad-Catwalk" positiv intergrierbar.

Insgesamt führt das  Hick-Hack um einen wackeligen Kompromiss sowie der nicht einmal ins Auge gefasste größere Wurf einmal mehr vor Augen, dass Graz, das gerne im Konzert der radfreundlichen Städte Europas mitspielen möchte, von seinem Anspruch (Stichwort: Fahrradhauptstadt) noch mehr als 300 Meter entfernt ist.    

Quelle: http://graz.radln.net/cms/beitrag/11485869/25359410/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am April 28, 2011, 09:38:03
Das ist wieder einmal eine sinnlose Geschichte sondergleichen:

Ein Radweg am Joanneumring (gelb auf dem Plan) ist meines Erachtens überhaupt nicht notwendig!
Für die Radfahrer gibt es zwei nahe Umfahrungsmöglichkeiten:
Einerseits die angesprochene Möglichkeit über den Jakominiplatz und wem das nicht gefällt, der kann immer noch über die Kaiserfeldgasse ausweichen!

Beide Varianten sind auf dem folgenden Plan blau gekennzeichnet. Beide Varianten sind auch derzeit vollkommen ausreichend und vor allem sicher für die Radfahrer, aber auch für die anderen Verkehrsteilnehmer.

(http://www.styria-mobile.at/media/user/mw/201104/Radweg Joanneumring.jpg)

Die roten Punkte stellen Gefahrenpotentiale dar, die meiner bescheidenen Meinung nach nicht unterschätzt werden sollten:

Ein großes Problem, das GEGEN einen Radweg am Joanneumring spricht ist die Querung der "Aorta" der Grazer Straßenbahn am Eisernen Tor:
Dort verkehren bis zu 60 Straßenbahnen pro Stunde und bei der Undiszipliniertheit der Grazer Radfahrer betreffend "Rotlicht" würde ich dort ein sehr großes Gefahrenpotential vermuten.
Abgesehen von der Gesundheit der oft kopflosen Radfahrer selbst würde man dort auch die Fahrgäste der HGL in Gefahr bringen und überdies gäbe es im Falle eines Unfalles immer wieder ausgedehnte Betriebsbehinderungen ALLER Straßenbahnlinien.

Für die Kreuzung mit der Schmiedgasse gilt ähnliches. Die Kreuzung Radweg und Tramumkehrschleife am Radetzkyspitz könnte auch nicht unproblematisch sein, wobei mir das Gefahrenpotential dort geringer erscheint

Die Verantwortlichen der HGL könnten auch ruhiger schlafen, wenn man dort keinen neuen Radweg mit großem Gefahrenpotential errichtet.

Neben dem Wegfall von Parkplätzen und dem Aufschrei der Wirtschaft ist mit diesem Radweg wirklich NIEMANDEM geholfen!

In der derzeitigen Variante finde ich die Querung des Jakominiplatzes im Rahmen eines "shared space" als wesentlich ungefährlicher als die o.a. Kreuzung.


Im Zuge dessen könnte man am Jakominiplatz gleich ALLE Schutzwege entfernen, damit es vor allem für die Buslinien wieder ein fließenderes Weiterkommen gibt.

(http://www.styria-mobile.at/media/user/mw/201104/schutzweg_jako.jpg)

Das geringe Verkehrsaufkommen dort bedarf keiner Schutzwege. - Der Jakominiplatz ist ohnehin ein großer "shared space place"  ;)


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am April 28, 2011, 10:20:57
Nun die geplante Lösung ist zwar alles andere als ideal, aber es ist schon dringenst nötig mal den Ringradweg bis zur Mur zu verlängern.

Wobei das wichtigste Stück ist dabei wohl auch der Knotenpunkt bei der Radetzkybrücke, weil das ist ja auch katatrophal wenn man in die Stadt will. Derzeit hat man dort nur den Umweg über die Kaiserfeldgasse oder die wieAuchImmerGasse vor der Krankenkasse, der direkte Weg mittels Busspur über die Radetzkystrasse ist im Grunde ja illegal. Die hätte man auch schon längst einmal freigeben sollen. Man hat ja auch in Strassen wo dies nicht nötig wäre, wie etwa der Heinrichstrasse, die Busspur für die Radfahrer freigegeben, aber dort wos wirklich nötig ist macht mans nicht.

Auch im hinteren Bereich wärs schlauer den Radweg über Radetzkystrasse statt Joanneumring zu führen da man dort aufgrund des niedrigen Verkehrsaufkommens keinen eigenen Radweg schaffen muss, nur an der Neutorkreuzung müsste man die Ampelschaltung ändern. Ausserdem wär die Ampelschaltung so deutlich leichter als wenn die Radfahrer vom Ring selbst kommen und die Kreuzung queren wollen, dann bräuchten sie eine Phase nur für sich wo keine einzige andere Richtung fahren kann, so könnens mit den Bussen mitfahren.

Da könnte man dann aus der Operngasse (oder heisst das dort schon Jakominiplatz?!) rausfahren, den Platz queren und dann gleich grad weiter über die Radetzkystrasse bis zur Brücke kommen. Das könnte man dann auch gleich nutzen um die hintere Jakominiplatzregion aufzuwerten indem man die Operngasse zu einer Fussgängerzone macht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am April 28, 2011, 10:43:09

Nun die geplante Lösung ist zwar alles andere als ideal, aber es ist schon dringenst nötig mal den Ringradweg bis zur Mur zu verlängern.

Also, ich weiß nicht - die Lücke im Radwegnetz mit Zwang zur Umleitung via Amtshaus bzw. GKK wirkt zwar etwas seltsam, ist aber mMn zumutbar. Speziell für den Bereich Radetzkyspitz/Radetzkybrücke sehe ich auch keine zufriedenstellende Lösung für eine Radwegführung (zufriedenstellend im Sinne von möglichst frei von zusätzlichen Fahrbahnkreuzungen, baulicher Abtrennung, etc.).
Für mich als Radfahrer wäre eine Verlängerung auf der Ring-Südseite bis zur Schmidgasse vollkommen ausreichend, von dort kann man entweder Richtung Süden über GKK bzw. Richtung Norden über Amtshaus zum Murradweg gelangen UND erspart sich dadurch auch gleich ein paar Ampeln.
Im Gegensatz zu Grazer111 sehe ich das Hauptproblem bei der "Corti"-Überfahrt nicht in der Begegnung Strab-Radfahrer (obwohl sicherlich auch nicht ohne) sondern vielmehr in der Begegnung Fußgänger - Radfahrer. Soweit ich das abschätzen kann dürfte es sich an dieser Kreuzung um den meist frequentierten Fußgängerübergang der Stadt halten, die Fußgänger bilden jetzt schon Trauben am Straßenrand und latschen mitunter im Warten auf die Fahrbahn. Ob da der Radfahrstreifen frei bleiben wird???
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am April 28, 2011, 10:52:40

Im Zuge dessen könnte man am Jakominiplatz gleich ALLE Schutzwege entfernen, damit es vor allem für die Buslinien wieder ein fließenderes Weiterkommen gibt.


Das sollte man sowieso; diese Schutzwege sind absolut unsinnig, da sich etliche davon im als FuZo ausgewiesenen Bereich befinden und ein paar (z.B. der am Joanneumring) direkt neben den FuZo-Tafeln. Zusammen mit der Ausnahme von Schienenfahrzeugen von der Wartepflicht ist das rechtlich gesehen einfach nur verwirrend und praktisch gesehen werden die Schutzwege ohnehin ignoriert und der Platz als Shared Space benutzt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Firehawk am April 28, 2011, 11:17:22
Also bezüglich zusätzlichem Gefahrenpotential kann ich nicht zustimmen. Es gibt genug Stellen im Tramnetz wo Radfahrer kreuzen und es sogar ohne Ampel keine Probleme gibt - wieso sollte es dann bei einer geregelten Radfahrüberfahrt schlimmer sein? Auch wird Rotlicht aus eigener Erfahrung von PKW ähnlich oft ignoriert wenn man vom Rechtsabbiegen der Radfahrer bei rot absieht.

Zum Konflikt mit den Fußgängern dort gibt es ja die Lösung mit der Absenkung und auf allen Strecken (Ring, Eisernes Tor, Jako) in der Umgebung gibt es sowieso laufen Konflikte aufgrund der hohen Fußgängerdichte - also nichts Besonderes oder Überraschendes.

Und @Jako: die Zebras dort sind IMO notwendig, da ein großer Teil der PKW dort "durcheinander/verwirrt" unterwegs ist. Man weiß teilweise nicht was sie wollen und ohne Fußgängerübergang würden sie wohl nicht stehenbleiben. Man müsste einen richtigen Shared-Space einführen, was aber aufgrund der ganzen Einschränkungen dort sehr schwer ist.

Geholfen wäre der ganzen Radfahrersituation aber, wenn man die Verbindung Operngasse-Gleisdorfer Gasse sperrt und einen Radweg liegt. Wenn man dann noch eine Trasse über den Jako markiert könnte das viele Radler ermutigen diesen Weg zu nehmen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am April 28, 2011, 11:56:17

Also bezüglich zusätzlichem Gefahrenpotential kann ich nicht zustimmen. Es gibt genug Stellen im Tramnetz wo Radfahrer kreuzen und es sogar ohne Ampel keine Probleme gibt - wieso sollte es dann bei einer geregelten Radfahrüberfahrt schlimmer sein?

Warum gabs dann im Schnitt alle zwei Monate einen Unfall mit einem Radfahrer bei der Bahnhofseinfahrt... (Rotlicht ignoriert) 
Dort war es viel übersichtlicher als nun am Jako - Radfahrer Richtung Westen würden hinter dem "Scheiner" bzw. Corti Haus hervorschießen und über den Bremsweg einer gerade beschleunigenden Bim brauchen wir net reden... ;)

Zitat

Und @Jako: die Zebras dort sind IMO notwendig, da ein großer Teil der PKW dort "durcheinander/verwirrt" unterwegs ist. Man weiß teilweise nicht was sie wollen und ohne Fußgängerübergang würden sie wohl nicht stehenbleiben. Man müsste einen richtigen Shared-Space einführen, was aber aufgrund der ganzen Einschränkungen dort sehr schwer ist.

Bei der geringen Anzahl an PKW würde man mMn schon ohne Zebras auskommen...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am April 28, 2011, 12:20:08

Warum gabs dann im Schnitt alle zwei Monate einen Unfall mit einem Radfahrer bei der Bahnhofseinfahrt... (Rotlicht ignoriert) 

Gut, die Situation dort kann man mit dem Jako aber nicht vergleichen - da fährt man von der Annenstraße über 2 Fahrbahnen bei grün, und hat dann am Radweg zusätzlich nach 2m eine neuerliche Ampel auf rot, ohne ersichtliche Abgrenzung zur "Fahrbahn", zudem näherte sich die Straßenbahn mitunter von hinten.
Am Jako würden die Radfahrer ja zumindest tagsüber schon vorab von den Fußgängern gebremst werden...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am April 29, 2011, 10:25:32
Zitat
Ein großes Problem, das GEGEN einen Radweg am Joanneumring spricht ist die Querung der "Aorta" der Grazer Straßenbahn am Eisernen Tor:
Dort verkehren bis zu 60 Straßenbahnen pro Stunde und bei der Undiszipliniertheit der Grazer Radfahrer betreffend "Rotlicht" würde ich dort ein sehr großes Gefahrenpotential vermuten.
Abgesehen von der Gesundheit der oft kopflosen Radfahrer selbst würde man dort auch die Fahrgäste der HGL in Gefahr bringen und überdies gäbe es im Falle eines Unfalles immer wieder ausgedehnte Betriebsbehinderungen ALLER Straßenbahnlinien.


Einerseits sagst du, dass es gefährlich ist, wenn Radfahrer die "Aorta" am eisernen Tor queren - und gleichzeitig sagst du der Radweg sei unnötig, weil man auch woanders radeln kann, wo man aber natürlich GENAUSO die Straßenbahngleise queren muss (und am Jakominiplatz noch ungleich mehr, unter weniger übersichtlichen Verhältnissen!). Findest du das logisch? Ich nicht!

Klar kann man derzeit auch irgendwie von der Oper zur Mur fahren - aber eben entweder durch die (oft sehr dicht begangene) Fußgängerzone oder über den für einige Leute abschreckenden Jakominiplatz. Wirklich schnell und bequem ist keine dieser Varianten - aber wirklich sinnvoll wäre das neue Radwegstück natürlich nur, wenn es direkt bis an die Mur geht (also nur ein erster Schritt ist - so wird es eh verstanden).

Ich wäre ja für die Radikalvariante: eine der Autoverkehrsspuren einkassieren, und damit den Radweg bis an die Mur verlängern. Ist aber natürlich völlig illusorisch.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am April 29, 2011, 10:34:18

Einerseits sagst du, dass es gefährlich ist, wenn Radfahrer die "Aorta" am eisernen Tor queren - und gleichzeitig sagst du der Radweg sei unnötig, weil man auch woanders radeln kann, wo man aber natürlich GENAUSO die Straßenbahngleise queren muss (und am Jakominiplatz noch ungleich mehr, unter weniger übersichtlichen Verhältnissen!). Findest du das logisch? Ich nicht!


Da gehts einerseits um die Ampel, auf die sich die Verkehrsteilnehmer verlassen sollen können, die aber von den meisten Radfahrern ignoriert werden,andererseits um das Corti-Haus, hinter dem die Radfahrer nicht sichtbar sind, bzw die heranrollende Tram übersehen/überhören... (wenns keine Variobahn  >:D  ;) ist)

Die anderen Querungen erfolgen niveaugleich bzw. im shared space.... ohne VLSA.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am April 29, 2011, 11:01:56
Rücker sieht "Katastrophe für Radverkehr"

Grazer Bürgermeister-Stellvertreterin kritisiert die im Parlament beschlossenen StVO-Novelle: Weder die Fahrradstraßen, noch die Aufhebung der Radwegepflicht sei von Verkehrsministerin Bures durchgesetzt worden.

Ganz und gar nicht zufrieden mit der am Donnerstag im Parlament beschlossenen StVO-Novelle ist die Grazer Bürgermeister-Stellvertreterin und Verkehrsreferentin Lisa Rücker (G). Wie Rücker in einer Aussendung am Freitag meinte, sei diese Gesetzesnovelle "für den Radverkehr schlichtweg eine Katastrophe".

Fahrradstraßen


Weder die Fahrradstraßen, noch die Aufhebung der Radwegepflicht sei von Verkehrsministerin Doris Bures (S) durchgesetzt worden, so Rücker: "Für uns in Graz ist das ein herber Rückschlag, zumal wir mit den ersten Fahrradstraßen schon in den Startlöchern stehen." Bures habe sich im Verkehrssicherheitsprogramm für die Förderung des Radverkehrs ausgesprochen und lasse nun keine Taten folgen, was auch aus umweltpolitischer Sicht "eine Farce" sei.

Scharfe Kritik kam auch von den Radfahrorganisationen radlobby.at, IG Fahrrad und Argus: Von dieser Seite stößt man sich auch an der Einführung der Radhelmpflicht bis zum Alter von zwölf Jahren, eine Maßnahme, mit der die Ministerin "den fast einstimmigen und mehrmals bestätigten Konsens im von ihr selbst einberufenen Unterausschuss Radverkehr" übergangen habe.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2732260/ruecker-sieht-katastrophe-fuer-radverkehr.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am April 29, 2011, 11:27:03
Alles recht schön und gut, aber Katastrophen schauen schon anders aus.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am April 29, 2011, 13:35:01
Katastrophen schauen tatsächlich anders aus. Aber als ein Mensch, der das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel benützt, fühle ich mich von einer Politik, die seit vielen Jahren eine massive Förderung des Radverkehrs verspricht, dann nochmal ein Jahr lang debattieren lässt und dann KEINE EINZIGE Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs zustande bringt, gelinde gesagt gepflanzt. Vieles, was in Deutschland längst Alltag ist (z.B. Fahrradstraßen, Aufhebung der Radwegbenützungspflicht, etc.) ist bei uns offenbar völlig unmöglich. Und dieser politische Stillstand, für den die StVO-Novelle nur ein bezeichnendes Symptom ist, ist wirklich eine Katastrophe. Nicht mehr lang, und unser Land ist wirklich auf Balkan-Niveau - oder noch weiter hinten.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Mai 20, 2011, 08:56:41
Land kippt Radweg-Zusage

FPÖ-Kurzmann zieht Geld für Radwegausbau um Jahngasse zurück.


Die Umsetzung und die Kosten von 210.000 Euro für Verbesserungs- und Sicherheitsmaßnahmen beim Radweg von der Wickenburggasse über die Jahngasse zur Parkstraße waren vom Land Steiermark und der Stadt Graz längst paktiert. Alle waren sich einig, dass man an diesem neuralgischen Punkt beim Stadtpark, den täglich bis 5000 Radler frequentieren, in puncto Sicherheit etwas machen müsse.

Bis gestern. Da zog Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) plötzlich die Landesförderung zurück: "Das ist kein zielführendes Projekt. Dem Verkehr dort eine Fahrspur wegzunehmen, produziert nur Stau und ist kontraproduktiv", lässt er ausrichten. Deshalb werde es die von Kurzmann-Vorgängerin Kristina Edlinger-Ploder (VP) mit Grünen-Verkehrsreferentin Lisa Rücker vereinbarte 50-Prozent-Förderung der Projektkosten nicht geben. Kurzmann folgt damit Parteikollegen Stadtrat Mario Eustacchio, der dem Projekt schon im Stadtsenat seine Zusage verweigerte. "Das Projekt kommt trotzdem", verkündet Rücker. Sie zeigt sich erstaunt über Kurzmanns "Hackl ins Kreuz", weil mit der zuständigen Landesabteilung schon alles abgestimmt gewesen sei. Die Stadt muss nun allein vorfinanzieren. Rücker sorgt sich nun um die Finanzierung weiterer Projekte.
HELMUT BAST

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2747202/land-kippt-radweg-zusage.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am Mai 20, 2011, 10:49:43
Zurück in die 70er

Die zuständigen Verkehrspolitiker in der Stadt Graz und im Land Steiermark trennen seit dem Antreten des blauen Gerhard Kurzmann Welten. Das sah man zuletzt bei seinem Engagement für die grüne Welle als Feinstaubmaßnahme. Und setzt sich im Bereich Radverkehr fort, mit Signalwirkung: Er steigt nämlich aus dem von seiner VP-Vorgängerin mit der Stadt bereits paktierten Radwegausbau bei der Jahngasse aus (Seite 36).

Das Signal ist klar: Auf Kosten der Autofahrer wird es mit Kurzmann keine Radwege geben. Die Stadt kann sich das allein finanzieren. Auch für die bereits vereinbarten Radwegprojekte wie in Weinzödl oder beim LKH ist mit Kurzmann-Rückziehern zu rechnen.

Kurzmanns Richtung wird immer klarer: Gas geben für Autofahrer, Bremsen bei Radfahrern. Willkommen in den wilden 1970ern.

Sie erreichen den Autor unter helmut.bast@kleinezeitung.at .

Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Michael am Mai 20, 2011, 15:08:11

Die wilden 70er, da war ich zwar noch nicht auf der Welt, aber wenn das wahr wird - na dann gute Nacht
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Mai 20, 2011, 18:53:15
Ich ärgere mich ziemlich - aber bin gleichzeitig positiv überrascht, dass die Medien inzwischen ziemlich geschlossen gegen die reine Bevorzugung des Autoverkehrs ins Feld ziehen.
Titel: Der Topf für Radwege ist bereits leer
Beitrag von: Michael am Juli 23, 2011, 11:20:39

Der Topf für Radwege ist bereits leer

Das Land Steiermark hat die Radwegemittel mit Juli verplant und verbraucht. Nicht zuletzt wegen alter Projekte.
Wo geht's lang in Zukunft? Verkehrslandesrat Kurzmann hat heuer um 20 und 2012 um 40 Prozent weniger Mittel für Radwege als im Vorjahr


Das nennt man nach dem Start verhungert. Noch frisch im Amt wollte Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) natürlich die Radwege-Offensive von Vorgängerin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) fortsetzen. Am liebsten übertreffen. Doch ein gutes halbes Jahr und ein Sparbudget später steht fest: Sämtliche Mittel für 2011 sind mit Juli verbraucht. Nicht zuletzt wegen alter Projekte. Nächstes Jahr wird die Kasse sparkursbedingt noch schneller leer sein. Und so kann der Landesrat entweder ins Blaue hinein das Radwegenetz ausbauen lassen - mit Geld, das anderswo dann abgeht. Oder er zieht die Notbremse.


Sparkurs

Letzteres ist passiert und Kurzmann nun in manchen Gemeinden der Buhmann. In Dobl (Graz-Umgebung) muss das Projekt Erzherzog-Johann-Radweg von Landesseite ebenso auf Eis gelegt werden wie der Rantenradweg (Bezirk Murau). Im Landesratsbüro verweist man auf "die Belastungen durch die Vorgängerin und die von uns nicht mitgetragenen, diktierten Einsparungen."

Fakt ist, dass im Zuge des Sparkurses das Budget für steirische Radwege heuer um ein Fünftel schrumpfen musste. 1,23 Millionen Euro stehen zur Verfügung, Projekte aus der Vergangenheit, wie der nun eröffnete Radweg Neuberg (mit 440.000 Euro Landesbeitrag), engen den Spielraum ein. 2012 ist der Rahmen noch bescheidener, 923.000 Euro sind für die Radwege (Neubau und Sanierung) außerhalb von Graz reserviert.

Freilich bekommt auch die Landeshauptstadt das Sparpaket zu spüren: 1,3 Millionen Euro, um ein Viertel weniger als im Vorjahr, sind im Landestopf für Grazer Radwegeprojekte verblieben. 2012 ist keine Besserung in Sicht. Wie gut, dass die Stadt im Vergleich zu den Gemeinden finanziell besser aufgestellt ist.

So oder so versuchen Kurzmann's Beamte, aus der "klima: aktiv"-Aktion des Bundes Gelder für die Steiermark zu lukrieren.


Fakten

Heuer umgesetzt: Neuberg (eröffnet; Landesanteil 440.000 Euro), St. Kathrein/O. (200.000 Euro vom Land; eröffnet), Spange Altirdning (ab August; 250.000 Euro vom Land), LKH Graz, Riesstraße (ab August; Kosten für das Land 300.000 Euro).

Auf Eis gelegt: Gamperlacke (Liezen), Feistritztalradweg Bramberg, Ziegelweg (beide Hartberg), Erzherzog-Johann-Radweg (GU), Rantenradweg (Murau).


Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2792173/topf-fuer-radwege-bereits-leer.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 4020er am Juli 23, 2011, 21:51:47
Tja, und da sieht man was rauskommt wenn die FPÖ was zu sagen hat.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Baerli Bierrichter am Juli 24, 2011, 11:10:49
Der Zeitungsartikel ist im üblichen Schwachsinnsniveau dieses Kleinformats verfasst.

Die steirischen Dick & Doof - Parteien haben das Sparpaket beschlossen, daher hat auch das Verkehrsressort zu wenig Geld zum Verwirklichen aller Projekte. Wäre Edlinger-Ploder noch Verkehrslandesrätin, müsste sie daher genau so (ein-)sparen.

Warum will der Zeitungsschreiberling suggerieren, das es schlecht ist (weil Geld verbraucht wird), wenn alte, bereits vorhandene Radwegprojekte verwirklicht werden?
Würde er eine sachliche Betrachtungsweise anwenden, würde ihm einfallen, dass
- auch neue Projekte ihren Preis haben
- das Geld verbraucht wird, ganz gleich, welche Projekte man damit finanziert
- es nicht zuletzt auch der Sicherheit dienlich ist, wenn einzelne Projekte komplett ausgeführt werden, anstatt viele Projekte anzufangen, die dann aus Geldmangel Stückwerk bleiben

Ein Vorschlag, der ein Neuansatz sein kann, kommt von den HGL:
Bauen wir doch anstatt teurer Radwege ein paar Überlandstraßenbahnen, mit denen man die Fahrräder transportieren kann - "Bim das Rad durch die Steiermark!"... ;D
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 4020er am Juli 24, 2011, 15:49:29
Zitat
Die steirischen Dick & Doof - Parteien haben das Sparpaket beschlossen, daher hat auch das Verkehrsressort zu wenig Geld zum Verwirklichen aller Projekte.

Geh bitte, was sind den die 2, 3 Millionen Euro für einige Kilometer im Vergleich zum Südgürtel mit 2,1km um 130+ Millionen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Deadlocked am Juli 25, 2011, 22:57:21
Is ja nichts neues, dass für Großprojekte immer Geld da ist oder? Und zur Erinnerung - beim Südgürtel gab es genau wieviele Parteien, die dagegen waren? Der wäre unter der KEP 100%ig genauso gebaut worden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juli 27, 2011, 21:24:46
Der neue (und außerordentlich wichtige!) Radweg beim LKH ist jetzt fertig. Ob er offiziell eröffnet ist, weiß ich nicht, vor ein paar Tagen hat noch die Beschilderung gefehlt, aber man konnte (illegalerweise) fahren. Die Bedeutung dieses Radwegstücks (gemeinsam mit dem Radweg in der Leonhardstraße) als Zubringer zum LKH (und bald Med-Uni-Campus) sowie Bezirkszentrum ist meines Erachtens kaum zu überschätzen - Gratulation denen, die das zustande gebracht haben!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Deadlocked am Juli 27, 2011, 23:08:24
Habe heute gesehen, dass er auch schon sehr viel benutzt wird  :one:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 21, 2011, 19:10:09
Der Radweg am LKH ist sein einiger Zeit eröffnet. Satte 600.000 Euro hat er gekostet, und ist (meiner bescheidenen Einschätzung nach) jeden Cent davon wert, insbesondere da sich am Riesplatz mit Post, Bezirksamt, Polizei usw. viele wichtige Stellen für die Bewohner von St.Leonhard befinden.

Ein kurzer Artikel von ARGUS Graz über das neue Radwegstück ist hier zu finden: http://graz.radln.net/cms/beitrag/11541609/25359410/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Michael am August 21, 2011, 20:39:48

Die haben ja ordentlich was eingesteckt. Der Umbau des Sonnenfelsplatzes, wo ja sicherlich mehr gemacht wurde (neue Leitungen etc.), soll ja satte € 750.000 verschlingen, um es mal zu vergleichen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Michael am August 21, 2011, 23:13:51

Die Grundablöse dürfte wohl einen großen Teil ausgemacht haben:


Mit dem Fahrrad sicher zum LKH


Graz hat sich in den letzten Jahren ihre Rolle als Fahrradhauptstadt Österreichs zurückerobern können und baut diese nun kontinuierlich aus. Mehr als 16 Prozent der Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. 2010 konnte durch die Kooperation der Stadt Graz und dem Land Steiermark das Radwegenetz um 4,5 Kilometer erweitert werden. 2011 steht im Zeichen der Lückenschlüsse und Optimierungen.
Der Geh- und Radweg beim LKH entlang der Landesstraße B065, der Gleisdorfer Straße, stellt ein wesentliches Verbindungsstück des kürzlich ausgebauten Radweges in der Leon-hardstraße dar. Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker zeigt sich ob der Fertigstellung des Teilstücks sichtlich zufrieden: ,,Die Verlängerung zwischen dem LKH-Gelände und der Riesstraße ist ein lang gehegter Wunsch zahlreicher RadlerInnen. Zahlreiche GrazerInnen bestreiten ihren Arbeitsweg zum LKH mit dem Fahrrad und auch die StudentInnen können nun auf einem gesicherten Weg zur Med-Uni gelangen."

Der Umbau des veralteten 1,5 Meter breiten Gehwegs zu einem modernen 3,5 Meter breiten Geh- und Radweg hatte es bautechnisch in sich. ,,Der Aufwand, den dieses 211 Meter lange Stück erfordert hat, war notwendig, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen", betont Verkehrslandesrat Dr. Gerhard Kurzmann.

Die Hauptarbeit stellte die Verbreiterung des bestehenden Gehwegs in Richtung Berg dar. Die bestehende bergseitige Stützmauer wurde abgetragen, die Böschung gesichert und letztlich durch eine Winkelstützmauer ersetzt.
Im Auffahrtsbereich zum LKH wurde ein Mehrzweckstreifen geschaffen, der am Ende an den bestehenden Radweg des Leonhardplatzes anschließt. Auf der anderen Seite wird der Geh- und Radweg bis zur Flucht des LKH-Eingangszentrums geführt. Hierfür war es erforderlich, den Vorplatz vor diesem Gebäude neu zu gestalten. Für den Wegfall von Parkplätzen wurde eine 40 Meter lange Parkbucht zwischen der Hauptfahrbahn und dem Geh- und Radweg geschaffen. Der gründerzeitliche Zaun wurde in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt erhalten und ergänzt durch angepasste Verlängerungen wieder eingebaut. Die Kosten für den Um- bzw. Ausbau inklusive Grundablösen betragen rund 600.000 €.

Mit Beginn des neuen Sommersemesters steht den StudentInnen der Med-Uni sowie dem Personal und Besuchern des Landeskrankenhauses eine gesicherte Geh- und Radwegver-bindung zur Verfügung.

Quelle: http://www.verkehr.steiermark.at/cms/beitrag/11541326/34684525/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am August 22, 2011, 10:16:47
Es ist zwar gut, dass ein Stück Radweg neu errichtet wird, jedoch benutzen noch immer sehr viele Radfahrer die Straße! Vorallem im Abschnitt Schanzlwirt - Riesplatz benützen sie meist nicht den für sie vorgesehenen Radweg, so auch heute wieder!
Nichtwissen um die Existenz des Radweges ist eine dumme Ausrede der Radfahrer, schließlich muss man ja jederzeit schauen, wohin man fährt. Aber ich weiß ja eh, dass die meisten Radfahrer Ampeln, Vorang-geben, Sperr- oder Haltelinien (ach was, jede Form von Bodenmarkierungen) und seit Jahren existierende Radwege ignorieren sooft sie nur wollen.
Wenn ich als "braver" Radfahrer andere Radfahrer darauf aufmerksam mache, ernte ich nur blöde Kommentare. Aus diesem Grund bin ich für extrem strenge Kontrollen von solchen gefährlichen Straßenabschnitten und für die Einführung von saftigen Geldstrafen jenseits der 100.-€ für alle, die sich nicht an die StVO halten!  
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 22, 2011, 10:39:17
Von den "sehr vielen" Radfahrern habe ich noch keinen einzigen gesehen - aber dass es einige gibt glaube ich sofort. Das ist auch völlig logisch: wenn jemand weiter stadtauswärts will (und nicht zum Riesplatz) müsste er für das 200 m lange Stück zweimal die Straße queren, was äußerst lästig ist. ich finde es absurd, dass für so kurze Abschnitte auch die Benützungspflicht gibt. Hier bei mir müsste ich, wenn ich nach Hause fahre, zweimal extra (ohne Ampel) die Straße queren, weil es ein ca. 30 m langes Radwegstück gibt. Davon hat niemand was, weder ich selbst (weil jede Straßenquerung ein kleines Unfallrisiko birgt), und auch nicht die Autofahrer, die auf der breiten Straße problemlos überholen könnten und durch einen querenden Radfahrer eher gestört werden. Es ist höchste Zeit, die Radweg-Benützungspflicht im Stadtgebiet abzuschaffen - zumindest bei Radwegen die nur auf einer Straßenseite laufen, sowie bei gemischten Geh/Radwegen. Vorbild könnte die Regelung in Deutschland sein - aber soweit ist unser Land wahrscheinlich erst in Jahrzehnten (der letzte Versuch einer Änderung wurde von der ÖVP abgewürgt).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am August 22, 2011, 10:43:09
Da die Radwegbenutzungspflicht sowieso bald fallen wird ists eh egal. Ausserdem ists eh besser so. Es gibt genug Radwege in Graz wo die Benutzung weitaus gefährlicher ist als auf der Strasse zu fahren.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Michael am August 22, 2011, 10:48:14

Zitat
Da die Radwegbenutzungspflicht sowieso bald fallen wird

EU? >:D
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am August 22, 2011, 10:49:38

ich finde es absurd, dass für so kurze Abschnitte auch die Benützungspflicht gibt.

Wozu dann Hunderttausende Euros dafür rausschmeißen? Dann schon bitte lieber weg mit ALLEN Radspuren, die gegen Einbahnen führen und weg mit allen Radwegen, wo die Restfahrbahnbreite unter 5m liegt!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 22, 2011, 15:11:01
Zitat
Wozu dann Hunderttausende Euros dafür rausschmeißen? Dann schon bitte lieber weg mit ALLEN Radspuren, die gegen Einbahnen führen und weg mit allen Radwegen, wo die Restfahrbahnbreite unter 5m liegt!

Sehe ich komplett anders. Trotzdem Radwege bauen, aber (zumindest in der Stadt) jedem freistellen ob er drauf fahren will (auf Überlandstrecken ist das anders, da soll es meinetwegen weiter eine Radwegpflicht geben). Sehr viele Leute wollen sowieso drauf fahren, z.B. alle die gemütlich unterwegs sind und keine Eile haben, Familien mit Kindern, alte Leute, usw.usf. Für manche aber ist der Radweg lästig, z.B. für Berufspendler, die mit dem Rad in die Firma wollen und auf kombinierte Geh/Radwege gezwungen werden, wo auch Leute mit Hunden Gassi gehen, Kindergartengruppen spazieren, und so weiter. Die Verwendung des Radwegs ist auch nicht immer gleich sinnvoll. Manchmal muss man derzeit dem Gesetz nach für ganz kurze Stücke zweimal die Straßenseite wechseln, weil kurz irgendwo ein Stück Radweg ist - da hat niemand was davon.

Wie gesagt: Deutschland ist uns da Jahre (vielleicht Jahrzehnte) voraus. Österreich hinkt (wie leider in sehr vielen anderen Themen) hintennach.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am August 22, 2011, 16:08:28

Wie gesagt: Deutschland ist uns da Jahre (vielleicht Jahrzehnte) voraus. Österreich hinkt (wie leider in sehr vielen anderen Themen) hintennach.


Das entscheidende Urteil wurde erst im Jänner 2011 vom Bundesverwaltungsgericht veröffentlicht. Von Jahren geschweige denn Jahrzehnten kann also nicht die Rede sein. Und jeden deutschen Furz brauchen wir wirklich nicht nachmachen, das ist uns immer schon sehr schlecht bekommen.
LG!Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 22, 2011, 17:09:11
Zur gesetzlichen Lage in Deutschland:
Zitat
Seit 1. Oktober 1998 müssen Radwege neben der Fahrbahn nur noch benutzt werden, wenn sie mit den amtlichen blauen Gebotsschildern ausgeschildert sind.

http://www.vcd-m.org/radwege.html

Das Gesetz gibt es also schon sehr lange (seit 13 Jahren) - viele Gemeinden haben sich halt geweigert, es umzusetzen, und mussten erst von den Bürgern dazu gezwungen werden.


Ich wundere mich, dass offenbar einige von euch es völlig unerträglich finden, dass Autofahrer durch Radfahrer behindert werden - und es gleichzeitig völlig logisch finden, dass Radfahrer auf Wege gezwungen werden, wo sie von Fußgängern behindert und zu Umwegen gezwungen werden. Wo ist denn da der Unterschied?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am August 22, 2011, 17:27:24

dass Autofahrer durch Radfahrer behindert werden ... dass Radfahrer auf Wege gezwungen werden, wo sie von Fußgängern behindert


Ich werde auch von Ampeln, Schranken, Straßenbahnen, Bussen, anderen Autofahren, Mopedfahrern usw. behindert, da kommt es auf die Radler auch nicht mehr an. Und daß sich Radfahrer und Fußgänger einen Gehweg teilen, ist doch eher die Ausnahme denn die Regel. Täglich zu sehen zB. in der Kossgasse, und wo sind da jetzt die vielen Fußgänger, die "euch" behindern. Und tu jetzt auch bitte nicht so, daß alle Radfahrer Lamperln und arme Hascherln werden - das Gegenteil stimmt wohl eher. Im Übrigen ist ja jetzt wohl eher der Trend zu weniger Verkehrszeichen denn zu mehr und schließlich waren es ja auch die Bürger, die mehr Radwege wollten.
LG!Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 22, 2011, 22:00:22
Ich sag ja gar nicht, dass Fußgänger dauernd "uns" behindern (wer auch immer "wir" sein sollen - ich verwende schließlich alle möglichen Verkehrsmittel), aber es kommt eben schon immer wieder mal vor. Und nach derzeitiger Gesetzeslage muss ein Radfahrer ausnahmslos immer den Radweg bzw. Geh/Radweg verwenden, auch wenn dort eine fünfzigköpfige Touristengruppe rumlatscht, wenn der Radweg nur 5 Meter lang ist und auf der anderen Straßenseite liegt, wenn der Radweg voller Schaglöcher und Baumwurzeln ist, wenn der Radweg nur eine auf den Gehsteig gepinselte Linie ist und an unzähligen gefährlichen Ausfahrten vorbeiführt (z.B. Ortsdurchfahrt Gratkorn), und so weiter. In keinem einzigen dieser Fälle darf ein Radfahrer auf die Straße ausweichen.

Es gibt in Graz viele gute Radwege, aber es gibt auch einige katastrophal schlecht. Einen ordentlichen Radweg werden die allermeisten Radfahrer selbstverständlich auch freiwillig verwenden. Zwangsmaßnahmen braucht es nur, wenn man wie derzeit teil katastrophale Radwege hat und trotzdem die "störenden" Radfahrer loswerden will. Gewisse Mindestvorgaben für Radwege (vor allem: Mindestbreite) wären da sehr hilfreich - obwohl die Zeiten, als man einfach einen 1 Meter breiten Gehsteigstreifen kurzerhand durch Aufpinseln einer Linie zum Radwege umdeklariert hat inzwischen gottseidank vorbei sind.

Übrigens: jene Partei, die auf der Radweg-Benützungspflicht beharrt, wehrt sich gleichzeitig mit Händen und Füßen gegen lokale Fahrverbote für Transit-LKW (z.B. Salzkammergut). Wenn bei Radwegen immer gesagt wird: "die sind so teuer, die müssen auch benützt werden", warum verlangt man dann nicht auch vom LKW-Transit-Verkehr, die tausendmal so teuren Autobahnen gefälligst zu benützen (statt sich ein paar Euro durchs Ausweichen auf Bundesstraßen zu sparen)?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 23, 2011, 09:44:43

Es ist zwar gut, dass ein Stück Radweg neu errichtet wird, jedoch benutzen noch immer sehr viele Radfahrer die Straße! Vorallem im Abschnitt Schanzlwirt - Riesplatz benützen sie meist nicht den für sie vorgesehenen Radweg, so auch heute wieder!
Nichtwissen um die Existenz des Radweges ist eine dumme Ausrede der Radfahrer, schließlich muss man ja jederzeit schauen, wohin man fährt. Aber ich weiß ja eh, dass die meisten Radfahrer Ampeln, Vorang-geben, Sperr- oder Haltelinien (ach was, jede Form von Bodenmarkierungen) und seit Jahren existierende Radwege ignorieren sooft sie nur wollen.
Wenn ich als "braver" Radfahrer andere Radfahrer darauf aufmerksam mache, ernte ich nur blöde Kommentare. Aus diesem Grund bin ich für extrem strenge Kontrollen von solchen gefährlichen Straßenabschnitten und für die Einführung von saftigen Geldstrafen jenseits der 100.-€ für alle, die sich nicht an die StVO halten!  


Also wenn ich von der Schanzelgasse Richtung Pauluzzigasse muss, warte ich sicher auch nicht, dass nach Ewigkeiten einmal eine Grünphase geschaltet wird, damit ich auf die andere Straßenseite komme, dann vorfahr bis zur Maut (3 goldene Kugeln), dann dort das Rad über die Ampel (wieder warten) bei der Schleife schiebe, wieder  warten um über die Riesstraße zu schieben und am relativ engen Fussweg bei den Geschäften vorbei wieder zurückschiebe um dann meine Fahrt fortzusetzen. Wegen einem 200 m langen Stück. Vorallem stellen Radfahrer dort im Normalfall kein Hindernis dar, weil man zu 80% tagsüber eh nur Schrittemp fahren kann.
Für mich, aus dem Stiftingtal, ist der neue Rad- und Fußweg natürlich sehr angenehm und vorallem für alle die zum Bürgerservice/Polizei/Elternberatung usw. wollen eine große Erleichterung - auch für die Fussgänger (wenn sich zwei Kinderwägen begegnet sind, ist es schon etwas eng dort gewesen).
Der Radweg wird, wenn der MedCampus fertiggestellt ist, wohl einer der meistfrequentierten werden und lassen die Kosten dann wohl mehr als gerechtfertigt erscheinen.  

Im Übrigen wurde auch die ganze Auffahrt zum LKH saniert (ist das auch in den Kosten enthalten ?), wobei der Radweg ins LKH hinauf sensationell gelöst ist, in dem Blumentröge direkt auf dem Radweg stehen, so dass man bei entgegenkommenden Radfahrern auf die Rettungsspur ausweichen muss (uii pöhse Gesetzesbrecher)





Mit dem Fahrrad sicher zum LKH

Hierfür war es erforderlich, den Vorplatz vor diesem Gebäude neu zu gestalten. Für den Wegfall von Parkplätzen wurde eine 40 Meter lange Parkbucht zwischen der Hauptfahrbahn und dem Geh- und Radweg geschaffen.  

Quelle: http://www.verkehr.steiermark.at/cms/beitrag/11541326/34684525/


Das ist auch interessant: Als Ersatz für 3 Parkplätze, die vor der Polizei sind weggefallen sind (abgesehen davon, dass mehrfach der Gehweg, direkt vor den Augen der Polizei, mehr oder weniger blockiert war), wurde als Ersatz eine 40 Meter lange Parkbucht  errichtet.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 30, 2011, 20:31:33
Ich war heute wieder auf dem neuen Radweg am LKH unterwegs und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Verwendung desselben stadtauswärts nicht verpflichtend ist. Der Radweg endet nämlich (stadtauswärts fahrend) in einer Linksschleife, die auf den Riesplatz führt und von der man nur sehr umständlich wieder auf die Riesstraße stadtauswärts gelangt. Die Verwendung eines Radweges kann aber nur verpflichtend sein, wenn er einigermaßen dorthin führt, wo man hinwill, und nicht wenn er ganz woanders endet. Ich bin sehr sicher, dass einem entsprechenden Einspruch stattgegeben würde.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Michael am September 11, 2011, 13:43:09

Die Tücke mit der Lücke

Radhauptstadt Graz im Check der Radlobby: über Lücken bei Hauptverkehrsachsen, Stillstand und Fortschritte im System.

Seit Juli ist Graz wieder Rad-Hauptstadt der Republik. Das bestimmten zumindest 2710 vom Verkehrsclub Österreich befragte Personen. Im Baustellensommer voller Baugruben und Umleitungen war der Reality Check nur schwer möglich. Nun, da die Adern der Stadt geflickt sind, Straßenbahnen Fahrt aufnehmen, Autos wieder freie Bahn haben, baten wir die Radlobby Argus zur Streckenanalyse.


Das letzte Rad

Wie radfahrfreundlich ist Graz? ,,Sagen wir es so: Der Radverkehr spielt noch immer eine untergeordnete Rolle. Zuerst kommen fahrende Autos, danach die ruhenden, dann Fußgänger und zuletzt wir Radfahrer", kritisiert Argus-Obfrau Heidi Schmitt. Was die Radaktiven besonders stört: ,,dass viele Dinge zwar angekündigt, aber nie umgesetzt werden".

Erster Kritikpunkt: Die 13 Hauptradrouten führen zwar zum Zentrum hin. ,,Die Idee, diese wie ein Spinnennetz mit radtauglichen Wegen zu verknüpfen, ist aber ad acta gelegt." Und das, so Stephan Landgraf, spüre man besonders in dicht besiedelten Außenbezirken wie Liebenau, St. Peter oder Gösting. Sieben Lücken im System (siehe Grafik links) orteten sie dazu an Hauptverkehrsachsen wie der Liebenauer Hauptstraße (,,eine reine Autostraße") oder an der noch bis 2013 lahmgelegten Bahnhofsbaustelle. ,,Es fehlt eine Querverbindung Ost-West", klagen sie. Stichwort: Peter-Tunner-Gasse.


Kurzes Stück, langer Umweg

Nicht immer sind es die großen Achsen, manchmal hapert's an wenigen Metern: Das Ringen am Joanneumring als Jakominiplatz-Umfahrung bleibe, klagen Lobbyisten, seit Monaten blockiert. Ein schwarz-grünes Politikum.

Oder: Der Durchstich zwischen Hafnerriegel und Steyrergasse würde vielen den täglichen Spießradroutenlauf erleichtern. ,,Uns geht es nicht um die Erschaffung neuer Hauptradrouten, sondern darum, dass wir flüssig radfahren können." Und darum, dass auf Hauptverkehrsrouten wie jener nach Mariatrost auch ruhig wir vor Autos Vorrang haben können.

Abseits der Tücken mit den Lücken kritisieren sie PR-Gags wie die Ferien-Radlbim (30.000 Euro Zuschuss von der Stadt). Vizebürgermeisterin Lisa Rücker kontert der Kritik mit mehreren Lückenschlüssen, durch die sie heuer und nächstes Jahr Grazer Radler besser in Fahrt bringen will (siehe Interview unten).

Argus streut aber auch Rosen: Radfahrer seien in den letzten Jahren sichtbarer geworden. Und die anstehenden Ausbauten begrüße man.



INTERVIEW

,,Jeder Meter mit Blut und Schweiß erkämpft"

Frau Vizebürgermeisterin, die Radlobby Argus kritisiert, dass in der Grazer Verkehrspolitik an Radler immer noch zuletzt gedacht wird. Ist Grün da mit seinen Plänen gescheitert?

LISA RÜCKER: Nein. Wir diskutieren Verteilungsfragen für Verkehrsteilnehmer intensiv. Ich entscheide aber nicht allein und die ÖVP als Koalitionspartner zieht oft nicht mit. Sobald ein Parkplatz betroffen ist, wackelt ein Projekt schon wieder. Jeder Meter Radweg wird mit Blut und Schweiß erkämpft.

Es gibt auch Kritik, weil Sie kurze Radwege zu immensen Kosten realisieren, wie etwa jenen beim LKH um 600.000 Euro.

RÜCKER: Da geht es meist um wichtige Lückenschlüsse im Wegenetz, die eine Radhauptstadt schaffen muss. Diese wurden seit Jahren nicht erledigt, weil sie kompliziert und teuer sind. Da geht es um Grundstücksablösen oder Denkmalschutzauflagen wie beim LKH, wo übrigens das Land die Hälfte finanzierte.

Welche Radwegprojekte kommen 2011/12 noch?

RÜCKER: Die Trennung des Rad- und Gehwegs am Lendkai, ich plane trotz Veto des Landes den Radweg von der Wickenburggasse via Busspur in der Humboldtstraße bis zur Bergmanngasse und wir realisieren auch die wichtige Radwegverlängerung am rechten Murufer bis zum Shopping Nord. Außerdem bauen wir auch an neuen Radwegabschnitten entlang des Andritz- und des Leonhardbachs und planen am Radweg Plüddemanngasse entlang der Friedhofsmauer.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/g7/index.do


Grafik -> http://epaper.kleinezeitung.at/edition-kzg/data/20110911/pages/20110911.KLEINEZEITUNG.G7_HAUPTBLATT.6_0.pdf
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 14, 2011, 14:46:53
Aktueller Kommentar aus Lisa Rückers Blog zum Umbau Jahngasse:

Zum Radausbau und vor allem zur dringenden Entschärfung der sehr gefährlichen Ecke Jahngasse/Grabenstraße/Humboldtstraße:
Also auch das ist eine haarsträubend unglaubliche Geschichte! Dieses Projekt wurde geplant, mit dem Land (weil es sich um eine Landesstraße handelt) abgestimmt, in der Stadt mehrheitlich entschieden und ausgeschrieben. Wir sind längst startbereit.
Die FPÖ ist aber dagegen, weil ca. 50 Meter Fahrspur (von insgesamt drei Spuren!) dafür reduziert werden müssten. Und nachdem es auf Landesebene einen neuen Verkehrsreferenten gibt, der sich als großer Autofan erweist, ist nun alles anders: Wir brauchen vom Land ein Straßenrechtliches Verfahren. So ein Verfahren wäre rechtlich an und für sich kein Problem und insbesondere nachdem das im Vorfeld ja schon geklärt wurde (allerdings noch unter der Vorgängerin von LR Kurzmann)
Seit dem Zeitpunkt, an dem wir umsetzen wollten (im Frühjahr 2011), gibt es eine politische Weisung vom Landesrat an seine Verkehrsabteilung, dieses Ansuchen erst gar nicht an die zuständige Abteilung weiterzuleiten, damit die Frist nicht zu laufen beginnt, weil es rechtlich keine große Frage sein dürfte. Wir haben versucht, als Stadt dieses Ansuchen direkt an die Rechtsabteilung zu stellen. Ob das zulässig ist, darüber streiten nun die JuristInnen. Mit dem für die SteuerzahlerInnen sehr erfreulichen Nebeneffekt, dass wir eine neue Ausschreibung machen können und diese sicher teurer wird, als wir sie schon im letzten Jahr hatten. Außerdem hat Herr Landesrat die an und für sich vereinbarte 50%Beteiligung, die sonst zwischen Land und Stadt (seit der Kooperation mit Kristina Edlinger-Ploder) üblich ist, abgesagt. Aber das würden wir übernehmen. Insoferne weiß ich wirklich nicht, wann das Projekt kommt. Wir werden weiter dafür kämpfen! Soviel zu den Untiefen auf unseren Radwegen!

http://lisaruecker.at/wohnstrassen-und-bustrassen-und-andere-zwangsbegluckungen/comment-page-1/#comment-1341
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Firehawk am September 14, 2011, 15:41:07
Hat eigentlich jemand Pläne der geplanten Maßnahmen?
Ich kann mir nicht so recht vorstellen was dort geplant ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am September 14, 2011, 21:13:34

Hat eigentlich jemand Pläne der geplanten Maßnahmen?
Ich kann mir nicht so recht vorstellen was dort geplant ist.


So wie das klingt würde wohl die rechte Fahrspur bzw. die Parkspur am Anfang der Jahngasse (dort wo sie noch dreispurig ist) aufgelassen und dafür dort der Radweg in weiterem Bogen um die Kurve gelegt und/oder eine großere Wartefläche für die Fußgänger vor der Ampel angelegt. Wäre für den Rad- und Fußgängerverkehr dort wirklich fein, weil das Eck mehr als gefährlich ist. Und eine Fahrspur weniger würde dem Autoverkehr dort in keiner Weise schaden, da sowohl Grabenstraße als auch Wickenburggasse ohnehin auch nur zweispurig sind. Für die paar Autos die dann die Jahngasse hinauf fahren braucht man keine eigene Spur. Ganz nebenbei würde das auch die Situation am Beginn der Parkstraße entschärfen, wo öfter ortsunkundige die aus der Wickenburggasse auf der rechten Spur daherkommen bemerken dass sie nach links müssen und sich irgendwie reinquetschen. Und für die Radwegkreuzung wäre es auch nur gut wenn die Taxler in die Jahngasse hinauf eine kleine Schikane hätten, denn auch dort kommt es oft zu gefährlichen Situationen weil Autofahrer die Radwegkreuzung (und ihre Wartepflicht an ebendieser) ignorieren.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 14, 2011, 22:19:13
Richtig, eigentlich ein Projekt für die Verkehrssicherheit im Allgemeinen.

Über den "Kurzen" kann man je nur den Kopf schütteln ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am September 15, 2011, 01:33:44
An der Kreuzung Radweg/Jahngasse haben die Autofahrer (leider) Vorrang. An beiden Seiten der Radüberfahrt steht ein Schild "Vorrang geben" (also: Wartepflicht für die Radfahrer). Ich fahre dort recht oft und bin mir deshalb sicher.

Wie bereits erwähnt wäre im konkreten Fall ja nur die Spur Richtung Paulustor betroffen, die ohnehin seit Einführung des Linksabieegeverbotes nur noch von Taxis und Lieferanten, sowie als Zufahrt zu Parkplätzen verwendet werden darf. Kurzmann tut hingegen so, als wäre die Hauptverkehrsroute (= Richtung Geidorfplatz) betroffen, was schlichtweg falsch ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am September 15, 2011, 04:20:48

An der Kreuzung Radweg/Jahngasse haben die Autofahrer (leider) Vorrang. An beiden Seiten der Radüberfahrt steht ein Schild "Vorrang geben" (also: Wartepflicht für die Radfahrer). Ich fahre dort recht oft und bin mir deshalb sicher.


Hmm, dann ist das wieder mal eine widersprüchliche Kennzeichnung, denn wenn ich mich recht erinnere gibt es dort am Boden eine Blockmarkierung.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 15, 2011, 09:36:46
Radfahrer haben dort ganz sicher Nachrang. Es sind jedenfalls eigene "Vorrang geben"-Schilder auf dem Radweg aufgestellt. Auf der ARGUS-Homepage steht dazu: Aus "Sicherheitsgründen" war ja der Vorrang vor einigen Jahren zum Nachteil der RadlerInnen umgedreht worden.

Dass die Streichung der Spur ein Problem wäre und zu Staus führen würde, kann nur jemand behaupten, der die Situation dort nicht kennt (vielleicht trifft das auf Kurzmann zu?) Jedenfalls kann mir niemand erklären, dass der Autoverkehr dort dringend eine eigene Rechtsabbiegespur (in eine kleine Nebengasse) braucht. Schade, dass der Umbau gescheitert ist - mit Edlinger-Ploder war die Sache offenbar schon fix paktiert und knapp vor der Umsetzung.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am September 15, 2011, 13:08:49
Da kann ich Kroko nur Recht geben - ursprünglich war es eine normale Radüberfahrt, da aber die Radler v.a. vom Geidorfplatz kommend recht rasant über die Überfahrt fuhren und diese zugleich für die KFZ-Lenker von einem Baum versteckt werden, wurde die Wartepflicht für Radfahrer eingeführt.
Ob Radfreundlich oder nicht, sinnvoll auf jeden Fall, und besser als ein "Absteigen und Schieben".
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am September 15, 2011, 13:19:37
Das Fehlen der dritten Fahrspur könnte sich allerdings in der Grabenstraße durchaus negativ auswirken.
Die Grünphase von der Grabenstraße kommend ist ziemlich kurz bemessen, wenn dort die dritte Spur fehlt...

In der Jahngasse selbst ist die dritte Spur nicht mehr notwendig.

Was die Radfahrüberfahrt betrifft:
Das Gefälle ladet ja durchaus zum "Rasen" ein. Für Sicherheit von Radlern und Autofahrern ist das Vorrang geben dort leider unerlässlich...

Wenn nicht immer jeder auf seinem Recht beharren würde, ginge es im Strassenverkehr auch oft leichter.
Ich bin ja schon auf den Sonnenfelsplatz gespannt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 15, 2011, 18:02:16
Was mit der dritten Spur in der Grabenstraße passieren soll weiß ich nicht - logisch wäre natürlich, dass die auch wegkommt, aber mir sind keinerlei Pläne dazu bekannt. Dass die Spur dort fehlen würde glaub ich eigentlich nicht: natürlich wird durch eine dreispurige Wartefläche vor der Ampel der Durchfluss erhöht, aber wenn wenig Verkehr ist ist das sowieso wurscht, und wenn viel Verkehr ist staut sich's soundso beim Geidorfplatz, da bringt's dann nichts wenn man eine Kreuzung vorher mehr Autos durchbringt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 15, 2011, 18:12:35
Zumal die dritte Geradeaus-Spur ja direkt in die Jahngasse führt und keine Auswirkungen auf den Haupt-Strom in Richtung Geidorfplatz hätte ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am September 15, 2011, 21:24:59
Aus der dritten Geradeaus-Spur in der Grabenstraße soll laut Rücker eine Rechtsabbiegespur in die Wickenburggasse werden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am September 15, 2011, 21:26:37
Die gibt's jetzt extra rechts davon...  ;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am September 15, 2011, 21:49:13
Ist aber ziemlich kurz geraten. Außerdem ist die Wickenburggasse eh vierspurig, also könnte man auch zwei Rechtsabbiegespuren haben.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 15, 2011, 22:27:39

Aus der dritten Geradeaus-Spur in der Grabenstraße soll laut Rücker eine Rechtsabbiegespur in die Wickenburggasse werden.


Zum Bleistift ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 21, 2011, 12:37:38
Der Geh/Radweg am Lendkai wird verbreitert. 15 Parkplätze werden dafür "geopfert". Bis 4. November soll der Umbau abgeschlossen sein. http://graz.radln.net/cms/beitrag/11549959/60731309/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Firehawk am September 21, 2011, 14:40:37
Sehr gut - dort war bisher immer Zick-Zack-Fahren mit großer Unsicherheit angesagt.
Man könnte ja die Parkplätze retten indem man sie auf eine der beiden Fahrspuren verlegt  :)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 21, 2011, 15:08:48
Man könnte auch die Lichtmasten dort auf die Straße stellen (bzw. auf die derzeitigen Parkplätze) und dadurch Parkplätze "retten". Derzeit ist's jedenfalls extrem gefährlich. Ich hab schon gesehen dass ein Radler zwischen Lichtmast und Parkplatz durchgefahren ist (weil auf der anderen Seite Fußgänger waren) und gegen eine Autotür geknallt ist, weil er nicht mehr ausweichen konnte.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am September 21, 2011, 19:42:37
Das passt schon so. Etwas weiter nördlich in der Parkspur sind immer genug freie Plätze. Es gibt also keinesfalls einen Parkplatzmangel. Die Fußwege ins Zentrum werden halt etwas weiter (es sei denn, das Rad wird genommen :pfeifend:). Dennoch wurde heftig protestiert (siehe Link oben). Ich hab an Frau Haase und Herrn Trafella einen offenen Brief geschrieben:

Sehr geehrte Frau Haase,
Sehr geehrter Herr Trafella,
Sehr geehrter Herr Krainer,

Wie ich den Medien entnehmen konnte, vertreten Sie eine durchwegs ablehnende Haltung gegenüber dem Radweg-Ausbau am Lendkai, für welchen aus Platzgründen einige Parkplätze entfernt werden mussten. Ich sehe mich daher veranlasst, mein Wort an Sie zu richten:

Wenn Sie selbst regelmäßig mit dem Fahrrad in Graz unterwegs wären, wüssten Sie, dass sich Fußgänger und Radfahrer auf zu schmalen Wegen gegenseitig behindern und es häufig zu kritischen bis gefährlichen Situationen kommt. Die Verbreiterung des Weges ist also durchaus sinnvoll. Da Sie offensichtlich - leider - ausschließlich im Interesse der Autofahrer handeln und argumentieren, begrüße ich die Umsetzung des Projektes gegen Ihren Willen. Es ist schon schlimm genug, dass aufgrund ähnlicher Interessenkonflikte die Projekte in der Jahngasse und am Joanneumring  bislang nicht umgesetzt werde konnten.

Nun meine konkrete Frage an Sie: Hat Ihrer Meinung nach die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern wirklich geringere Priorität, als die Bequemlichkeit mancher Autofahrer, die künftig einige Meter weiter zu ihrem Parkplatz gehen müssen? Natürlich stünde es auch jedem frei, den neu ausgebauten Radweg zu nützen und das Auto wenn möglich stehen zu lassen...

Noch ein Wort zu den "unnötig teuren" Radwegen: Der Radweg beim LKH stellt künftig für mehrere Tausend Studenten und Mitarbeiter eine wichtige Zufahrt zur neuen Meduni dar. Haben diese keinen Anspruch auf eine vernünftige Verkehrsanbindung? Interessanterweise ist man seitens des Landes bereit, 108 Millionen Euro für den Südgürtel auszugeben. Merkwürdigerweise werden diese Kosten weitaus weniger kritisch hinterfragt, als jene für den neuen Radweg beim LKH. MfG


Hoffen wir auf Jahngasse und Joanneumring (letzeres wohl erst nach der Wahl  ;D)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am September 21, 2011, 20:48:58

Das passt schon so. Etwas weiter nördlich in der Parkspur sind immer genug freie Plätze.

Nicht nur das - in der Kunsthausgarage parkt man bequem und nahezu zum selben Preis wie in der Zone - und das, ohne öffentlichen Platz zu verstellen und ohne Parkplatzsuche. Wenn man schon mit dem Auto in die Stadt will, soll einem auch das Wert sein.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am September 22, 2011, 08:47:01
Von wegen Geld: für den "Kleine" Faschigsumzug gibts ein paar Hunderttausend, für das "Krone" Stadtfest gibts ein paar Hunderttausend, fürs "Aufsteirern" gibts ein paar Hunderttausend, da bleibt halt nur übrig, woanders zu sparen.
LG!Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: newsflash am September 26, 2011, 21:23:04

Sehr gut - dort war bisher immer Zick-Zack-Fahren mit großer Unsicherheit angesagt.
Man könnte ja die Parkplätze retten indem man sie auf eine der beiden Fahrspuren verlegt  :)


Wenn der Radverkehr in Graz, und vor allem im Innenstadtbereich, in dem Tempo zulegt wird man in Zukunft öfters Radwege vergrößern müssen. Und das ist auch die einzige Möglichkeit um das Radfahren attraktiver zu machen. Mir persönlich stört ein überlasteter Radweg mehr wie alles andere. Es ist so anstrengend dort zu fahren und auf alle Acht zu geben. Da ist mir gar kein Radweg lieber und ich fahre auf der Straße.

Die Parkplätze müssen wirklich nicht gerettet werden. Parkplätze werden in Zukunft sicher noch öfter Radwegen zum Opfer fallen, und daran ist auch gar nichts schlecht!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 27, 2011, 21:59:35
Aktuelle Bilder vom Umbau am Lendkai.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 28, 2011, 12:07:23
Von Bezirksvertreterseite wird weiter über den Radweg-Ausbau am Lendkai gejammert. Gottseidank sind die Bauarbeiten dort schon in vollem Gange, d.h. der Umbau wird definitiv gemacht. Lustig übrigens, dass behauptet wird dass neben den üblichen Leidtragenden (Anrainer, Besucher, Behörden, Wirtschaft usw.) auf die Wallfahrtskirche (!) und dem Umbau leiden (!) würde. Naja.

Was meint der Bezirksvorsteher wohl mit "eine Rampe zwischen Keplerbrücke und Erich-Edegger-Steg wäre die sauberere und einfachere Alternative"? Einen über die Uferböschung gehängten Steg? Wieso soll das eine einfache Lösung sein? - es würde wohl einige Millionen kosten. (Und was ist daran sauber?)

Ich hoffe übrigens sehr, dass es sich wirklich um eine Salami-Taktik handelt, und auch der Rest des Weges bis zur Keplerbrücke umgebaut wird. Und dass auch dort direkt unter der Brücke das gefährliche Eck irgendwie entschärft wird.

Radweg-Ausbau sorgt für Kollisionen

Seit einigen Tagen wird der Fuß- und Radweg am Lendkai erweitert. Ansichten sind geteilt.

"Der Baubeginn erfolgte, ohne uns zu informieren. Ich habe das nur durch Zufall erfahren", ärgert sich ein betroffener Anrainer. Er bezieht sich auf die Arbeiten entlang des Lendkais auf Höhe Murinsel zwischen Erich-Edegger-Steg und Ökonomiegasse: Künftig steht der bisherige Geh- und Radweg allein Fußgängern zur Verfügung - der Gehweg wird also verbreitert und der Radweg separat in Richtung Straße verlegt. Dadurch entfallen 15 Parkplätze und das heizt die Gemüter auf.

"Unter dem Umbau leiden die Wallfahrtskirche, die Innenstadtwirtschaft, Bewohner und Institutionen. Obwohl wir im Bezirk dagegen gekämpft und Verkehrsreferentin Lisa Rücker Beschlüsse vorgelegt haben, wurde nicht reagiert. Das ist für mich ein Drüberfahren über die Demokratie", erklärt Lend-Bezirksvorsteher Otto Trafella (SPÖ).

"Wir haben das nicht einfach so gemacht. Uns war bewusst, dass es für den Innenstadtverkehr oft schwierig ist. Wir haben daher das Parkraumverhalten untersuchen lassen", erklärt Nicole Kuss vom Büro Rücker. Dies ergab, dass der Umbau "aufgrund der geringen Anzahl der Betroffenen und des damit entstehenden nur geringen Umweges zu empfehlen" sei. "Zudem stehen in der Grünen Zone Richtung Norden noch genügend Parkplätze zur Verfügung", so Kuss weiter.

Für Trafella hat dieses Projekt jedoch "absolut keine Notwendigkeit, denn eine Rampe zwischen Keplerbrücke und Erich-Edegger-Steg wäre die sauberere und einfachere Alternative". Der Bezirksvorsteher hat auch Sorge, dass es sich hierbei um eine "Salami-Taktik" handle und der Weg in Richtung Norden stetig ausgeweitet werde, "sodass keine Autos mehr parken können".

Zwar fallen Parkplätze weg, "doch gäbe es Ausweichmöglichkeiten und das Projekt ist politisch mit der ÖVP akkordiert", hält Kuss fest. "Der Ausbau ist notwendig, da der bisherige Weg zu schmal und zu gefährlich war." K. PILLMAYR

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2841152/radweg-ausbau-sorgt-fuer-kollisionen.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Stipe am September 28, 2011, 12:20:43

"Unter dem Umbau leiden die Wallfahrtskirche, die Innenstadtwirtschaft, Bewohner und Institutionen. Obwohl wir im Bezirk dagegen gekämpft und Verkehrsreferentin Lisa Rücker Beschlüsse vorgelegt haben, wurde nicht reagiert. Das ist für mich ein Drüberfahren über die Demokratie", erklärt Lend-Bezirksvorsteher Otto Trafella (SPÖ).


Seit wann sorgen sich die Roten um die Wallfahrtskirchen?  :hehe: Naja, egal, aber was ein paar Meter Radweg mit einem Anschlag auf die Demokratie zu tun haben muss mir der Herr auch erst mal erklären.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 28, 2011, 12:22:48
Ich weiß nicht, wie viele Parkgaragen da im Umkreis existieren (K&Ö, Kunsthaus, Mariahilfer Platz ...)

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am September 28, 2011, 13:32:34
Ich weiß nicht, was Trafella schon alles verhindert hat. Oder es zumindest versucht hat. Wenig ist es nicht. Betonfraktion.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 30, 2011, 20:09:08
Neue Bilder vom Lendkai. Schaut aber immer noch gleich aus.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Michael am Oktober 05, 2011, 17:09:40

Warum

... blockiert Landesrat Kurzmann den Radweg-Umbau in der Jahngasse und gefährdet damit Radfahrer und Fußgänger?
Gerhard Steiner, ,,Kleine"-Leser

ANTWORT: Der Ausbau des Grazer Radwegenetzes ist Landesrat Kurzmann wichtig. Der Autoverkehr darf aber nicht zum Sündenbock abgestempelt werden. Autofahrer benachteiligende Maßnahmen der Grünen sind nicht zielführend.

Anja Schöggl, Presse Gerhard Kurzmann

Quelle: Kleine Zeitung Druckausgabe
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Oktober 05, 2011, 18:30:37
Das ist eine Frechheit!

Sollen sie doch testweise die eine Spur für ein bis zwei Wochen sperren und schauen, ob das wirklich ein gravierender Nachteil für die Autofahrer ist...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Oktober 06, 2011, 15:12:48
Wie schon öfter erwähnt ist die fragliche Spur ausschließlich eine Rechtsabbiegespur in die Jahngasse. Das Verkehrsaufkommen dort ist äußerst gering, da die meisten Autos Richtung Geidorfplatz fahren. Diese Antwort zeigt, wie schlecht Kurzmann die Situation kennt und wie inkompetent er in seinem Amt ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Oktober 11, 2011, 18:17:23
Ich war gerade am Lendkai unterwegs. Die Radweg-Verbreiterung dort scheint so gut wie fertig zu sein und ist zumindest bereits befahrbar.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Oktober 20, 2011, 11:37:37
In zwei kurzen Artikeln in der aktuellen Bezirkszeitung "Graz Eins" zeigt die ÖVP wieder einmal, welches Geistes Kind sie ist.


Frisches Grab für 15 Parkplätze
Es vergeht im heurigen Jahr fast kein Monat, in dem die Grazer Bezirke nicht gegen den Parkplatzklau
kämpfen müssen. Jüngstes Beispiel ist der Lendkai auf der Höhe Mariahilferplatz, wo
Verkehrsstrategin Lisa Rücker dringenden Handlungsbedarf sah. Obwohl die meisten Radfahrer
die linke Murseite befahren und den Weg über den Mursteg und den Mariahilferplatz wählen,
wurden 15 wichtige Parkplätze für die Anrainer und Wirtschaftstreibenden fast über Nacht
begraben. Die heftigen Einsprüche der Bezirksvorsteher Ludmilla Haase (VP, Innere Stadt) und
Otto Trafeller (SP, Lend) wurden ignoriert. Dem Einspruch der Wirtschaft setzte Bgm-Stv. Lisa
Rücker das Argument entgegen, es gäbe unter der Keplerbrücke genug freie Parkplätze. Bezirksdemokratie
und Wirtschaft kommen wieder einmal unter die Räder der sanften Mobilität.


Verkehrskindergarten Sackstraße
Es gilt für alle die Straßenverkehrsordnung, denkt der gelernte Bürger.
Grazer Fußgänger, Anrainer und Wirtschaftstreibenden staunen
daher täglich aufs neue, wie hartnäckig unbeeindruckt sich Radfahrer
von solchen Regeln zeigen. Man muss fast annehmen, dass es sich um
pure Unwissenheit und nicht um Ignoranz handelt und sollte die Verkehrssünder
zur Nachschulung bitten. Die Stadt Graz besitzt dazu ein
geeignetes Areal im Stadtpark. Dort wissen schon Kinder, wie es geht.

http://www.grazervp.at/upload/file/graz-eins-1011-web%5B0%5D.pdf
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Oktober 20, 2011, 11:57:53
Es ist ja eben eine Bezirkszeitung. Ludmilla Haase kämpft ja ständig gegen böse Radwege und den damit einhergehenden "Parkplatzraub" (zuletzt auch am Joanneumring). Trafella ist sowieso gegen alles. Inhaltlich zustimmen kann ich indessen dem zweiten Artikel. Auch ich erlebe täglich Radfahrer, die mit ziemlicher Dreistigkeit Verkehrsregeln ignorieren. Hier sollte härter durchgegriffen werden, damit der Ruf von uns aufmerksamen und pflichtbewussten Radfahrern nicht weiter geschädigt wird.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Firehawk am Oktober 20, 2011, 12:08:02
Ich hoffe auf baldige Schwerpunktaktionen zur Lichtkontrolle - jetzt wird's wieder dunkler und die Kollisionsgefahr steigt. Ich habe so 2-3 enge Situationen pro Jahr, als Radfahrer mit starkem Frontstrahler, aber die Unbeleuchteten denken trotzdem nicht dran, dass ich sie an Kreuzungen nicht sehen kann.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Oktober 20, 2011, 13:11:00
Na klar gibt's Probleme bei der Einhaltung von Regeln durch Radfahrer, und dass so viele ohne Licht fahren sollte unbedingt stärker kontrolliert und gestraft werden. Dass das aber ausgerechnet in der Sackstraße ein besonders schlimmes Problem sein sollte glaub ich nicht - schließlich kann man dort als Radfahrer kaum Regeln brechen. Was ist es denn, das Fußgänger, Anrainer und Wirtschaftstreibende dort so staunen lässt?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Firehawk am Oktober 20, 2011, 14:58:52
Oh, Sackstraße - ich habe automatisch Sporgasse gelesen (wo immer gerne hinutergerollt wird - hinauf fährt ja fast niemand :D).

In der Sackstraße hab ich wirklich noch nie jemanden "Regeln brechen" gesehen. Dafür eine Unmenge an Fußgängern die einfach ohne zu schauen die Straße überqueren (im späteren Verlauf am roten Radweg gehen) oder Autos die am Radweg parken.

Es gibt übrigens wieder die ARGUS Aktion:

ARGUS-Aktion "Licht & Technik"
Fahrrad-Check gemeinsam mit der Polizei und der mobilen Werkstatt von Bicycle, nach der Zeitumstellung mit Fokus auf Beleuchtung. Termine (vorläufig): 03.11. Opernring, 07.11. Mariahilferplatz, 08.11. Glacis, 09.11. Schmiedgasse, 14.11. Lendplatz, 15.11. Bertha-von-Suttner-Brücke, jeweils 17.00 bis 19.00 Uhr.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Oktober 20, 2011, 16:03:16
In der Sackstraße ist's gar nicht so leicht eine Regel zu brechen, auch wenn man unbedingt will. Die Gehsteige wären zu schmal und voll zum Befahren, Zebrastreifen gibt's keinen (außer ganz am Anfang und am Ende), Einbahn ist's keine, Autoverkehr gibt's fast keinen, usw. Vielleicht verwechselt ja auch der Herr Bezirksvorsteher seine Straßen. Sporgasse ist natürlich ein ganz anderer Fall, auch in der Schmiedgasse ist's manchmal hektisch.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Oktober 21, 2011, 12:42:38
Neue Wege am Bahnhofgürtel
Neue Verkehrswege kommen auch im Bereich Bahnhofgürtel Nord: Weil die ÖBB ein 11.000 Quadratmeter großes Areal nördlich des Hauptbahnhofes nutzen will, errichtet hier die Stadtbaudirektion an der Westseite des Bahnhofgürtels einen Geh- und Radweg, eine neue Ampel sowie einen Grünstreifen. Zustimmung zu dieser Maßnahme kam von allen Fraktionen, ausgenommen dem BZÖ.

http://www.graz.at/cms/beitrag/10180793/4110582/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Oktober 30, 2011, 20:32:54
Heute in der Gratiszeitung "Grazer": Stadt und Land im Radweg-Clinch (siehe beigefügtes PDF)

Eine rechtlich ausweglose Situation? Kurzmann will den Radweg nicht, und die Stadt kann von sich aus den Radweg nicht bauen. Oder gibt es doch eine Möglichkeit?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 19, 2011, 09:59:05
Aktuell von der ARGUS-Homepage:

Lückenschluss beim Griesplatz
Ein "dickes Plus" hat Alltags- und Langstreckenradler Horst Koschuta für den Radstreifen gegen die Einbahn in der Nikolaigasse inklusive kurzen "roten Teppich" in der Griesgasse abgegeben. Er häufiger Besucher des Musikkonservatoriums (Bring- und Holdienst) freut er sich über die geschlossene Lücke und regt auch die Öffnung der Feuerbachgasse als neue Achse Richtung Westen an.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Firehawk am November 23, 2011, 11:20:13
Der "Gatschweg" im Augarten ist Geschichte

Die Radlerlobby hat es schon lange gefordert, nun ist es passiert: Der Radweg entlang dem Augartenpark wurde asphaltiert. "Das ist eine Qualitätssteigerung für das Radwegenetz", so Verkehrsreferentin Lisa Rücker. Die alte Strecke am Pula-Kai wurde bei schon leichtem Regen zu einem einzigen "Gatschweg".

Der Umbau war bisher wegen Umweltbedenken nicht möglich. Der Asphalt hätte den Baumwurzeln Luft und Wasser abgeschnitten. Jetzt ist es aber anders: "Einige Bäume sind aus Altersgründen umgefallen, der Gefahrenbereich hat sich reduziert", weiß Christine Radl von der Abteilung für Grünraum und Gewässer. Und dort, wo Bäume noch unter dem Kai wurzeln, setzt man auf eine Romex-Schicht - die ist atmungsaktiv und lässt Wasser durch.
Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2883847/gatschweg-augarten-geschichte.story


Endlich, jetzt sind diese Betonsockel auch nicht mehr im Weg.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 26, 2011, 14:46:46
Endlich angegangen worden sind die Baumaßnahmen im Bereich Shopping Nord/ Verlängerung des Murradwegs am Rechten Murufer nach Norden: Eine Brücke über den Mühlgang wurde eingehoben: sie wird künftig den von der Exerzierplatzgasse über die Fischeraustraße und über eine 165 m lange Brücke an der Obi-Halle entlang geführten Radweg von der Weizöttlbrücke hinüber zum Shopping Nord ermöglichen. Der Abschnitt über eine Rampe hinauf zur Oberen Waid mit einer Brücke über die Schleppbahn lässt hingegen noch auf sich warten
http://graz.radln.net/cms/beitrag/11309940/25359491

Ich habe keine Freude damit, wenn irgendwo ein Einkaufszentrum hingeklotzt wird und dann auf Steuerzahlerkosten ein Radverkehrs-Anschluss gebaut wird. Gleichzeitig halte ich den Murradweg im Norden von Graz (auf beiden Seiten!) für eine Schande - da gehört dringend was gemacht, und zwar schnell, und zwar ordentlich. Wer derzeit als Tourist mit dem Rad nach Graz kommt wird (egal ob Ost- oder Westufer) muss sich durch fürchterliche Stadteinfahrten quälen, bis er zur Mur kommt. Aber auch nach den jetzigen Maßnahmen fehlen beiderseits noch einige Kilometer (die sicher noch Jahrzehnte dauern werden).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Dezember 02, 2011, 10:34:37
ARGUS-Artikel zum Radwegbau im Bereich Shopping Nord, mit Skizze der geplanten Strecke.

http://graz.radln.net/cms/beitrag/11309940/25359410/
Titel: Der Radweg-Thread - Einer gegen den Radweg
Beitrag von: Michael am Januar 01, 2012, 14:19:37

Einer gegen den Radweg

Die Umsetzung des geplanten Radweges über das Shopping-Nord nach Gösting stockt. Verhinderer sei Eigentümer Kovac, so das Verkehrsreferat.

HELMUT BAST

Es geht um 215 Meter Radweg zwischen dem Shopping Nord und der Oberen Weid Richtung Gösting, dessen Realisierung laut Büro von Verkehrsreferentin Lisa Rücker an einer Zustimmung scheitert: an der von Grundeigentümer Christian Kovac. ,,Von der Bezirkspolitik bis zu Anrainern, alle wollen den Radweg, nur Herr Kovac verweigert seit einem Jahr die nötige Unterschrift, ohne die nicht begonnen werden kann", sagt Rücker-Sprecherin Nicole Kuss.

Für das Radwegstück benötigt die Stadt 720 m2 von Kovac &Co KG und 290 m2 vom Shopping Nord-Areal. Damit wäre nicht nur ein Lückenschluss Richtung Süden zum erst im Herbst fertiggestellten Abschnitt, der über OBI-Nord die Wienerstraße entlangführt, hergestellt. Auch die Lücke über die Weinzödlbrücke nach Andritz könnte dann geschlossen werden.

Es entbehrt dabei nicht einer gewissen Ironie, dass Kovac den Radweg bisher zwar blockierte, das Management des Shopping Nord aber für den Radweg ebenso eintritt wie für die Verlegung der Bushaltestelle vom McDonald's auf Centergrund. ,,Es gibt einen starken Kundenwunsch sowohl nach der Verlegung der Bushaltestelle zu uns her als auch, dass der Radweg errichtet wird. Sogar 870 Unterschriften wurden dafür gesammelt. Wir werden weiter darum kämpfen", sagt Shopping-Nord-Leiterin Sylvia Baumhackl.

Im Rathaus weiß man, warum es stockt: Kovac habe die Zusage für Radweg und Bushaltestelle Neu an eine Baudichteerhöhung am Shopping Nord-Areal, also mit einer Ausbauoption verknüpfen wollen. Diesem Ansinnen erteilte man im Rathaus eine Abfuhr. Christian Kovac war für eine Stellungnahme trotz mehrerer Anfragen nicht erreichbar.

Quelle: Kleine Zeitung - Druckausgabe | 31.12.2011
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Januar 01, 2012, 14:37:18
Herr Kovac ist immer noch ein bissi angfressn, weil sein Schwarzbau (die Parkdeckrampe) erst so spät genehmigt wurde. Ich hätte sie abreissen lassen, aber es gibt halt doch die Gleicheren vor dem Gesetz.
LG!Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: newsflash am Januar 15, 2012, 15:59:04
Ich sag nur: Enteignung!

Es kann ja nicht sein das dieser Hr. Kovac die Stadt erpresst!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am Januar 15, 2012, 17:37:15

Ich sag nur: Enteignung!


Wobei halt die Notwendigkeit nachzuweisen ist. Nur weils schon schön wäre und weil es eh alle wollen wird im Enstfall dem Gericht zu wenig sein.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Januar 16, 2012, 09:37:31

Man braucht ja "nur" die Kreuzung umzubauen, wenn man die Abbiegestreifen zum Center Nord entfernt, ist genug Platz für eine Radweg. (Ich weiss, dass das mit enormen Kosten verbunden ist). Man könnte auch einfach nur die Spuren provisorisch sperren (Blumentröge z.B). Die Geschäftstreibenden wird es zwar nicht freuen, auf kurz oder lang wohl auch dem guten Hrn. Kovac nicht wenn keiner mehr hin will/kann (weder Geschäftstreibende noch Käufer).
Immer wieder liest man von den gleichen Leuten die mit irgendwelchen krummen Dingen die Stadt verschaukeln.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Torx am Januar 16, 2012, 12:49:32

Wobei halt die Notwendigkeit nachzuweisen ist. Nur weils schon schön wäre und weil es eh alle wollen wird im Enstfall dem Gericht zu wenig sein.

Bei einer Autobahn geht's witzigerweise. Wenn man schon den Feinstaub als Argument für und gegen alles verwendet, dann könnte man ihn hier auch anbringen. Da ergibt sich dann vielleicht die Notwendigkeit zu brauchbaren Alternativen zum Autoverkehr.  ;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 24, 2012, 22:18:45
An den Bahnhöfen Straßgang und Puntigam wurden versperrbare Radboxen aufgestellt. Siehe http://graz.radln.net/cms/beitrag/11309943/25359482. Bin gespannt, wie das ankommt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am April 03, 2012, 23:57:39
In Mariatrost - respektive Fölling wird schon am neuen Radweg bzw. an der neuen Hauptwasserleitung gebaut. - Vorraussichtlich bis 14.06.2012
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juni 04, 2012, 12:27:24
Unlängst wurde in der Orpheumgasse ein Gegen-die-Einbahn-Radstreifen eingerichtet. Ich weiß nicht ob Autoparkplätze weggefallen sind, aber offenbar ist's diesmal ohne große Aufregung gegangen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Juni 04, 2012, 13:37:13
Ja, es sind welche weggefallen. Mocht goanix!
LG!Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Juni 04, 2012, 21:41:58
Meines Wissens wird der Radstreifen nur als Provisorium während des Umbaus der Annenstraße beibehalten. Möglicherweise (hofenntlich) bleibt er länger bzw. für immer.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am Juni 13, 2012, 01:17:53
In der Leonhardstraße wurde auf Höhe Parkhotel bzw. Lichtenfalsgasse die Gleistrasse als Radweg (Rad mit Richtungspfeil) markiert...
Radweg light? Entschleunigung für gestresste ÖV-Benutzer?  ???
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 13, 2012, 01:39:15
Was am Bahnhof geht ...  :P

Vielleicht dient es ja auch insofern der Verkehrssicherheit das gestreßte Radfahrer nicht in den bösen Schienen hängenbleiben.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am Juni 13, 2012, 07:45:49

In der Leonhardstraße wurde auf Höhe Parkhotel bzw. Lichtenfalsgasse die Gleistrasse als Radweg (Rad mit Richtungspfeil) markiert...
Radweg light? Entschleunigung für gestresste ÖV-Benutzer?  ???


War eh höchste Zeit.
Die die sich auskannten fuhren dort eh schon immer so, die anderen wurden sonst immer eingeklemmt und mussten abwarten.

Sollte eigentlich Standard sein in allen Bereichen wo der Abstand Gleis-Strassenkante zu schmal für Radfahrer ist, sodass man rechtzeitig darauf hingewiesen wird. Gibt ja genug katastrophale Stellen in Graz.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Toben Dax am Juni 13, 2012, 08:35:21

Sollte eigentlich Standard sein in allen Bereichen wo der Abstand Gleis-Strassenkante zu schmal für Radfahrer ist, sodass man rechtzeitig darauf hingewiesen wird. Gibt ja genug katastrophale Stellen in Graz.


Wurde offenbar eh an allen Engstellen gemacht, wie z.B. Münzgrabenstraße beim Hafnerriegel, und andere Stellen die mir gerade nicht einfallen wollen.

Ich finde das eine gute Idee, es zeigt den PKW- (und auch Straßenbahn-)Fahrern, dass es so gedacht ist, dass die Radfahrer in der Mitte der Fahrbahn fahren. Es ändert zwar nichts an den bisherigen Regeln, zeigt aber dass man in Graz an die Radfahrer denkt, wie bei den Rad-Markierungen auf den Busspuren.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Juni 13, 2012, 08:52:38
Vielleicht sollte man dann auf den Gehsteigen das "Fahrad fahren verboten" Zeichen aufmalen, das diente auch noch der Stadtverschönerung. Aber Gerold braucht weder die eine noch die andere Markierung, er kennt sich aus!
LG! Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 13, 2012, 10:57:01
Ich finde, dass die Straßenbahn hier von den Radfahrern mehr aufgehalten wird.

Aus meiner Sicht kann es nicht sein, dass ein Radfahrer das schienengebundene Verkehrsmittel "Tram" auf mehreren hundert Metern zum Langsamfahren nötigt.
Hier ist der Gesetzgeber gefordert, die Radfahrer dazu zu verpflichten bei Annäherung eines Schienenfahrzeuges auszuweichen bzw. Platz zu machen, dass ein ungehindertes Passieren möglich ist.

Andernfalls gäbe es ein weiteres Argument contra Straßenbahn und pro "flexiblem" Bus.

Ich bin nicht gegen Radfahrer, ich möchte nur keinen weiteren Verlust der Attraktivität bei der Grazer Straßenbahn!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Toben Dax am Juni 13, 2012, 12:41:45

Ich finde, dass die Straßenbahn hier von den Radfahrern mehr aufgehalten wird.

Aus meiner Sicht kann es nicht sein, dass ein Radfahrer das schienengebundene Verkehrsmittel "Tram" auf mehreren hundert Metern zum Langsamfahren nötigt.
Hier ist der Gesetzgeber gefordert, die Radfahrer dazu zu verpflichten bei Annäherung eines Schienenfahrzeuges auszuweichen bzw. Platz zu machen, dass ein ungehindertes Passieren möglich ist.

Andernfalls gäbe es ein weiteres Argument contra Straßenbahn und pro "flexiblem" Bus.

Ich bin nicht gegen Radfahrer, ich möchte nur keinen weiteren Verlust der Attraktivität bei der Grazer Straßenbahn!


Zumindest an den Stellen, an denen das jetzt aufgepinselt ist, ist ein (legales) Überholen meistens auch für den Bus nicht möglich.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Juni 13, 2012, 12:57:53

Hier ist der Gesetzgeber gefordert, die Radfahrer dazu zu verpflichten bei Annäherung eines Schienenfahrzeuges auszuweichen bzw. Platz zu machen, dass ein ungehindertes Passieren möglich ist.

Andernfalls gäbe es ein weiteres Argument contra Straßenbahn und pro "flexiblem" Bus.

Ich bin nicht gegen Radfahrer, ich möchte nur keinen weiteren Verlust der Attraktivität bei der Grazer Straßenbahn!


Autofahrer, die einparken wollen, müssen dementsprechend auch verpflichtend bei Annäherung einer Staßenbahn noch einmal um den Häuserblock fahren, um die Straßenbahn nicht zu behindern und dann hoffen, dass nicht wieder eine kommt
(bzw. der Parkplatz besetzt ist).  
Ehrlich gesagt von ein paar 100 m und einer Behinderung zu reden ist mehr als übertrieben. Zumeist muss die Straßenbahn sowieso langsam fahren/stehenbleiben, weil entweder eine(r) schlecht eingeparkt hat und in die Straße reinsteht, jemand gerade einparkt oder wegen eines entgegenkommenden LKW sowieso warten muss. Bei der Hst. Lichtenfelsgasse muss sie stehenbleiben in der Zeit, ist jeder vorne herfahrende Radfahrer schon wieder über alle Berge. Langsame Radfahrer weichen, wo es möglich ist eh aus. (geht eh nur bei den goldenen Kugeln)

Es gibt auch "keinen weiteren Verlust". Die Radfahrer fahren sowieso zwischen den Schienen, weil zum Gehsteig/Parkstreifen hin zu wenig Platz ist und vorbei fahren kann die Straßenbahn so oder so nicht. Bei den Markierungen geht es wohl nur darum den Autofahrern zu zeigen, dass der Radfahrer dort zwischen den Schienen fährt/fahren wird bzw. soll es dem Radfahrer signalisieren, dass es im Sinne der allgemeinen Sicherheit besser wäre zwischen den Schienen zu fahren und nicht in eine sich öffnende Autotüre zu köpfeln.

Der "flexible" Bus kann im Regelfall dort auch nicht an Radfahrern vorbei, weil die Stellen tw. nicht weit/gut genug einsehbar sind bzw. nicht genug Platz wäre - Gegenverkehr (im Übrigen zwei sich begegnende Busse müssten wegen der geringen Breite auch langsam aneinander vorbei - siehe SEV) , Schutzwege (vor denen der Bus im Gegensatz zur Straßenbahn halten muss).
Das einzige Pro für den "flexiblen" Bus in der Leonhardstraße ist maximal, dass er schlecht geparkten PKW ausweichen kann.  



Was am Bahnhof geht ...  :P

Vielleicht dient es ja auch insofern der Verkehrssicherheit das gestreßte Radfahrer nicht in den bösen Schienen hängenbleiben.

Ähm und am Bahnhof wird jetzt der ÖV behindert auf den 30m? Wo Die Bim im schlimmsten Fall 2 naja vielleicht doch 3 Sekunden verliert. huhuhu. Aber x-mal am Tag steht sie westlich vor der Unterführung weil es zu einem Kfz-Stau kommt. - und da steht sie dann aber etwas länger



 
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 13, 2012, 19:27:10
Am Bahnhof hat man die Radfahrerei legalisiert und ich denke die 50m dort fallen nicht so sehr ins Gewicht. Es gibt aber sicher Stellen im Gleisnetz, wo ein Radfahrer eine Behinderung darstellen könnte. - (z.B. Moserhofgasse stadtauswärts - > leicht ansteigend)

Prinzipiell bin ich gegen jede Art von Vorschriften bzw. Regelmentierungen von Dingen, die sich zwischen Menschen von selbst regeln können, wenn auch nur ein bisschen ein Willen dazu da wäre. Leider leben wir in der Zeit der Rechtsschutzversicherungen wo jeder Recht hat aber niemand im Falle des Falles Schuld ist.
Dabei wäre das Zusammeneben so einfach.

Wenn schon Regelmentieren, dann die Straßenbahn bevorzugen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Juni 13, 2012, 20:13:16

... wenn auch nur ein bisschen ein Willen dazu da wäre ...


... das Fleisch ist willig, der Geist der Betroffenen aber sehr schwach!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Juni 13, 2012, 23:40:26
@Martin:
Vorab: Dem 2. Absatz ist nichts hinzuzufügen.

Es gibt sicher einige Stellen, wo sie eine Behinderung sein "könnten". Da gibt es aber bessere/einfachere Möglichkeiten den ÖV attraktiver zu gestalten, als wegen der paar Sekunden die man hinter einem Radfahrer "vielleicht" verliert eine gesetzliche Regelung zu fordern.

"Wenn schon reglementieren", dann so, dass die, die aus welchen Gründen auch immer in der Stadt auf ein Auto verzichten, bevorzugt besser gesagt wenigstens nicht benachteiligt werden. Da gehört für mich einfach der Radverkehr genauso dazu wie der ÖV.

Und ehrlich gesagt in Graz ist man als Radfahrer oft genug im Hintertreffen.
- Radwege bzw. für Radfahrer ausgewiesene Nebenstraßen in schlechtem Zustand (Triesterstraße bei -siedlung) und oft für die Mengen an Radfahrern deutlich unterdimensioniert (Wickenburggasse - die Überfahrt bei den Schienen Linie 4/5 ist ja noch dazu ein Felgenhärtetest)    
- Die Pfosten mitten am Geh- und Radweg in der Eggenbergerstraße sind ja auch voll durchdacht (vorallem der bei der Kreuzung mit der Wagner-Biro-Straße)
- Die Rad- und Gehwegbreiten bei den "neuen" Unterführungen sind ja auch ein Witz (Kapellenstraße, GKB Alte Poststraße) inklusive der nach  innen gebogenen Geländer. - Mit Kinderanhänger eigentlich nicht befahrbar und auf der Straße brauch ich dort mit meinen Kindern nicht fahren.
- Die Radwege werden bei jeder Einfahrt abgesenkt (z.B. beim Keplergymnasium) warum werden keine Rampen für die PKW gebaut?
- Es wird zwar kontrolliert, ob wohl nirgends der Kfz-Verkehr behindert wird. Ob Radwege (in Leonhard direkt vor der Polizei!!, äußere Leonhardstraße, jetzt neu auch bei dem Radwegstück am Bahnhof) und Radwegzufahrten (alte Stiftingtalstraße an beiden Enden) , Radstreifen (Sanatorium Leonhard, Zinzendorfgasse, Schönaugasse) verparkt werden, schert keinen.
- Fahrzeuge von Magistrat und Polizei werden mitten am Radweg geparkt (Wickenburggasse/Glacis), obwohl daneben für den Kfz-Verkehr 2 Fahrspuren pro Richtung vorhanden sind und es wenig Verkehr gibt. (und ich mein da nicht die Sperren wegen Baumschnitt)

und und und  





     
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juni 14, 2012, 09:26:33
Ich werde als Radfahrer immer wieder von einer nachfahrenden Bim angebimmelt, und halte das ehrlich gesagt für eine Frechheit. Als Radfahrer habe ich das Recht die Straße zu nutzen, und wenn ein Ausweichen nicht möglich ist muss die Bim eben hinten bleiben. Der "Zeitverlust" beträgt nur ein paar Sekunden, weil die Bim ja eh in allen Stationen stehen bleiben muss. Aber Radfahrer zu hetzen ist ganz einfach unangebracht und fällt für mich unter "Nötigung", vergleichbar mit dem Drängeln auf der Autobahn. Wenn kein Platz ist, dann ist eben kein Platz, und aus.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 14, 2012, 10:28:44
Wenn EIN Radfahrer für ein paar Sekunden auf die Seite fährt, ist das meines Erachtens ein kleineres Problem als wenn HUNDERT Fahrgäste in der Tram um 5 Sekunden aufgehalten werden. ;)

Klingeln ist natürlich kein richtiges Verhalten des Fahrers.

Wie gesagt RÜCKSICHT hat da für mich oberste Priorität - von allen Verkehrsteilnehmern...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: CaptnFuture am Juni 14, 2012, 13:13:48

Wenn EIN Radfahrer für ein paar Sekunden auf die Seite fährt, ist das meines Erachtens ein kleineres Problem als wenn HUNDERT Fahrgäste in der Tram um 5 Sekunden aufgehalten werden. ;)

Das ist genau das Problem: An den Stellen, wo jetzt das Radweg-Zeichen zwischen die Schienen markiert wurde, kann man als Radfahrer einfach nicht auf die Seite fahren, weil dort so gut wie kein Platz ist. Es ist besser, der Radfahrer fährt zwischen den Gleisen, als er versucht auf 20cm zwischen Gleis und Bordstein/Autos dahin zu balancieren und kommt dabei direkt vor der Bim zu Sturz.

MfG, Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am Juni 14, 2012, 13:15:59
Genau so ists. Es gibt noch immer ein paar Strassenbahnfahrer die glauben sie müssen alles und jeden anbimmeln (stellt sich sowieso mal die Frage wie das mit dem Hupverbot zusammenpast, eine strikte Regulierung der Klingel würd mal definitiv nicht schaden).

Dabei sind die Radfherer ohnehin schneller als die Bim, weil was hab ich davon wenn ich die Bim vorbeilasse, die dann aber 10sec später abbremst und an der Haltestelle stehenbleibt und man dann entweder ewig dahinter wartet, oder sich vorbeiquälen soll.
Nur weil die Bim auf ein paar Stückerln schneller fahren kann brauchen die Fahrer noch nicht glauben sie müssten alles aus dem Weg bimmeln.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: emu 4010 am Juni 14, 2012, 16:15:19
Zitat

Es gibt noch immer ein paar Strassenbahnfahrer die glauben sie müssen alles und jeden anbimmeln [...]


Kleine Ergänzung: du meinst wohl die Grazer Bimfahrer?

Bist schon mal in Wien oder Linz gefahren? Ich schätze mal, dass die Grazer sicher 10x öfter klingeln ...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Juni 14, 2012, 23:01:10
Ich glaube, dass es prozentuell ungefähr gleich viele cholerische, egoistische und rücksichtslose Fahrer under den Bim- wie bei den Rad- und Autofahrern (und auch Fußgängern) gibt. Das Problem ist, dass der Prozentsatz an Depperten bei allen Gruppen in Graz höher ist als in anderen Städten und obengenannter Straßenbahnfahrertyp in Graz ausgeprägtere Geltungssucht hat.  Es wird bei uns aber auch schneller und häufiger gehupt als weiter nördlich - das ist halt das südländische Temperament der Grazer  ;D


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juni 15, 2012, 08:22:29
Wie schon von anderen gesagt: oft ist es einfach nicht möglich, rechts so weit zur Seite zu fahren, dass die Straßenbahn vorbei kann. Theoretisch müssten dort ja deutlich über ein Meter Platz sein, damit Fahrrad+Sicherheitsabstand dort hinpassen - wo gibt es das schon? Und dass ich in eine arklücke fahre und dort warte kann ja wohl auch keiner verlangen. Wie gesagt: es geht um ein paar Sekunden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 15, 2012, 09:49:18
Wenn ich als Radfahrer unterwegs bin und ich sehe oder höre die Bim herannahen, könnte ich mich ja auch in eine Parklucke stellen und die Tram passieren lassen... ;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Stipe am Juni 15, 2012, 11:16:44
Die Front Radfahrer gegen Straßenbahn ist mir bis jetzt noch gar nicht so aufgefallen, aber vielleicht liegt es daran, dass es hier wirklich um des Kaisers Bart geht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juni 15, 2012, 11:46:09
Zitat
Wenn ich als Radfahrer unterwegs bin und ich sehe oder höre die Bim herannahen, könnte ich mich ja auch in eine Parklucke stellen und die Tram passieren lassen... Wink


Naja, freilich könnte ich. Aber wenn ich als Radler an den Radn fahre, z.B. in eine Parklücke, dann kann's sein dass ich da so schnell nicht mehr rauskomm, weil an der Bim eine Traube Autos dranhängt. Und dann kann's schon ziemlich lang dauern, und bei den folgenden Stationen steht man dann hinter der Bim und wartet. Mach ich also nicht.

So wie ich auch nicht rechts an den Rand fahr, wenn dort für ein paar Meter mehr Platz ist, um Autos überholen zu lassen - weil ich dann nicht mehr nach links auf die Fahrspur komme, wenn die Straße wieder enger wird. Aber das ist eine andere Geschichte.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Juni 15, 2012, 13:27:52

So wie ich auch nicht rechts an den Rand fahr, wenn dort für ein paar Meter mehr Platz ist, um Autos überholen zu lassen


Auch das ist mir eigentlich vollkommen wuascht, wenn's denn nicht nur provozierend ist. Schließlich sitze ich im temperierten Auto und habe Zeit. Und wenn es jemand nur zum Provozieren täte, was sollte ich denn machen, mein Hupen störte ihn doch sicher nicht. Was mir allerdings gewaltig auf den Geist geht ist, wenn vorhandene Radwege , wie zB. in der Koßgasse oder unteren Fröhlichgasse, konsequent nicht benützt werden.

LG! Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am Juni 15, 2012, 14:01:25

Was mir allerdings gewaltig auf den Geist geht ist, wenn vorhandene Radwege , wie zB. in der Koßgasse oder unteren Fröhlichgasse, konsequent nicht benützt werden.



Das kommt eben davon, wenn man Radwege schwachsinnig plant.

Etwa bei der Koßgasse: Kommt man von der Plüddemangasse kann man sowieso nicht gscheit einbiegen auf den Radstreifen also fährt bergab jeder auf der Strasse. Kommt man von unten, könnte man zwar theoretisch am Radweg fahren, hat dafür dann aber massive Probleme stadteinwärts in die Plüddemangase zu kommen, somit fährt man vielleicht das erste Mal am Radweg, und nutzt ab dann im oberen Bereich die Strasse, und nur unten den Radweg.

Fröhlichgasse: Will man stadtauswärts in die Hötzendorferstrase ist der Radweg auch zum vergessen, da man so an der Ampel warten muss, beziehungsweise das selbe wenn man Gerade in die Fröhlichgasse weiter will, so ist auch auf jeden Fall die KFZ-Spur deutlich besser. Hätte man mit einer besseren Radwegplanung verhindern können, gerade wo an der Kreuzung beim Messevorplatz eh so viel Platz ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juni 16, 2012, 18:10:17
Das neue Radwegstück vom P&R-Fölling stadtauswärts ist fertig (asphaltiert, aber noch nicht beschildert). Ausnahmsweis mal ein wirklich unzweifelhaft sinnvolles Stück Radweg.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: StefanTiran am Juni 28, 2012, 22:50:45
Fotos vom neuen Radweg habe ich auf Flickr gestellt. Url lautet: http://www.flickr.com/photos/80304041@N08/sets/72157630332820370/ (http://www.flickr.com/photos/80304041@N08/sets/72157630332820370/)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: loger am Juli 02, 2012, 15:57:44
Jetzt gibts auch schienengeführte Radwege ?!? I bin aber scho a bisserl älter und auch patschert, kann ma da auch eine Ausgleishilfe(Gegenteil von VB Eingleishilfe) einbauen, wär doch schön !!! :pfeifend:  mit bescheidenen Grüßen  loger
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Wien, 16.Bezirk am Juli 02, 2012, 18:09:58
Stützräder...  :hammer:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am Juli 02, 2012, 20:28:22
Da ists wenigstens was zum Schmunzeln.

Aber wenn ich da etwa an andere Radwege denke ist das Zusammenspeil Rad-Bim weniger lustig. Etwa bei der Hauptbrücke Richtung Kunsthaus ists sicher nur eine Frage der Zeit bis der erste Radfahrer mal von einer Bim überfahren wird, weil beide gleichzeitig grün haben.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Juli 03, 2012, 12:08:24


Ungefähr 90 % der nun aufgemalten Räder betreffen direkt den Haltestellenbereich und behindern damit die Straßenbahn nicht wirklich und haben damit keinen Einfluss.
Wenn die Straßenbahn einmal zu spät kommt, sicher nicht weil sie für vielleicht 15 Sekunden von einem Radfahrer behindert wurde, sondern weil von Autofahrern Kreuzungen blockiert werden und manche etwas länger zum Einparken brauchen bzw.  so parken, dass die Straßenbahn nicht vorbeikommt. (Also ich hab am Jakominiplatz bis jetzt nur Ansagen in der Art: "Wegen eines Gleisparkers kann Linie X derzeit nicht verkehren" und noch nie "wegen eines langsamen Radfahrers wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet".)
Diese paar aufgemalten Radln ändern gar nix am bisherigen Verkehrsablauf zwischen Rad- und Bimfahrern. Dort wo die aufgemalt sind, ist bisher auch keine Straßenbahn an den Radfahrern vorbeigekommen.


@ch. wagner: Wieso soll ich als Radfahrer eigentlich nicht die Straße benützen dürfen?
Nur weil ich nicht 2 Tonnen Metall mit mir herumführe um wie in meinem Falle 90+ kg Fleisch zu bewegen? Denn der Großteil der Autofahrten sind reiner (Einzel-)personentransport und nicht Einkaufsfahrten die man ohne Auto nicht erledigen könnte. Nur weil ich nicht Lust hab mich in einen Käfig zu setzen in dem ich mich zwar mit Musik zu dröhnen lassen kann und dafür rundherum nichts mitbekomme.
Weil ich durch die Benützung eines Fahrrades nicht die Kreuzungen blockiere, aber durch teilweise idiotisch geführte Radwege lange Umwege in Kauf nehmen müsste und an jeder zweiten Kreuzung benachteiligt behandelt werde (weil der Radweg vor der Kreuzung endet um nach der Kreuzung wieder fortgesetzt zu werden oder nur bei jeder zweiten Autogrünphase auch als Radfahrer grün bekomme (z.B. von der Schanzlgasse über Leonhardplatz)

Für den Öffentlichen Verkehr wird eine Beschleunigung gefordert!
Der MIV darf ja nicht behindert werden.
Die einzigen die tagtäglich Einschnitte in ihrem Weiterkommen hinsichtlich Route und Zeit hinnehmen sollen, sind Radfahrer, die zu einem genauso großen Prozentsatz wie alle anderen zu bestimmten Zeiten irgendwo sein wollen (Arbeit, Schule, Arzttermin usw.)  bzw. auch möglichst schnell ihre Einkäufe (Kühlprodukte) heimbringen wollen. Ja!! Man kann auch mit dem Fahrrad Einkäufe erledigen und Kinder in Kindergarten oder Krippe bringen.
Im Übrigen mit (m)einem Kinderanhänger sind kombinierte Rad- und Gehwege teilweise fast nicht benützbar (Unterführungen bei Bahnstrecken)

@Radweg Fölling:
Was wieder typisch ist: vor der Kreuzung endet der Radweg, damit die Autofahrer ja Vorrang haben.  :boese:

@just4fun: Was ändert sich bitte an der Hauptbrücke? Die Radfahrer und Straßenbahnen sind vorher auch so gefahren.



 
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Höllerhansl am Juli 28, 2012, 13:50:08
Bekanntlich ist die Herrengasse schon seit vielen Jahren Fußgängerzone. Radfahrer dürfen dort nicht fahren, tun sie aber und gefährden damit  die Fußgänger. Endlich greift nun die Polizei  :police: diese Unsitte auf.
Am 28.Juli 2012 wurde alle Radfahrer ob jung oder alt ob Frau oder Mann aufgehalten und der gerechten Strafe (Bußgeld) zugeführt. In einer 1/4 Stunde der Beobachtung  (11.00-11.15 Uhr ) wurden ca. 10 (!) Radfahrer angehalten und aus dem Sattel geholt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Torx am Juli 28, 2012, 14:00:35
Die Polizei scheint momentan sowieso gegen die Radfahrer scharf zu machen. Am 21.7. gab es Alkomat-Kontrollen für Radfahrer am Glacis.

Interessant finde ich aber dass das in der Herrengasse offenbar die Fahrradstreife ist...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am Juli 28, 2012, 14:25:13
Die Einteilung, wo im Zentrum Radfahren erlaubt ist und wo nicht ist aber sowieso ziemlich schwachsinnig.
Grad in der Herrengasse wärs problemlos möglich, da dort die Fussgänger bestens von den Radfahrern getrennt wären. Die sperrt man aber, und so konzentriert sich der ganze Radverkehr auf die Schmiedgasse, die schon weitaus enger ist, und wo eben keinerlei Teilungsmöglichkeit zwischen Fussgängern und Radfahren besteht. Umgekehrt wärs sinnvoller, Sperre der Schmiedgasse und Verlagerung des Radverkehrs in die Herrengasse.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Juli 28, 2012, 14:41:41
...und am sinnvollsten wäre es, die Raubergasse für den KFZ-Verkehr zu sperren und dort einen ordentlichen 2-Richtungs-Radweg mit baulich getrennten Gehwegen zu errichten.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Firehawk am Juli 28, 2012, 15:02:15
Freue mich sehr über die Kontrollen (als Radfahrer). Hoffentlich kommen dann im Herbst auch mehr Licht-Schwerpunkte, denn die unbeleuchteten sind vor allem auch für schnelle Radler ein Problem.

Zur Herrengasse: Ich denke im Gesamten ist die Sperre schon ok, denn die Tramfrequenz ist sehr hoch und die große Anzahl von Radlern würde spätestens am Hauptplatz zu Staus führen und die Haltestellen blockieren (neben den Problemen mit Schleichern die es immer gibt).

Übrigens ein nettes Schmankerl dass sich aus der StVO für die Herrengasse ergibt: Man darf ja als Radfahrer in der Fußgängerzone nur Schritttempo fahren (also ~5 km/h komplett unrealistisch), soll aber die Straßenbahn nicht aufhalten.  ;D ::)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Juli 28, 2012, 22:31:35

Etwa bei der Hauptbrücke Richtung Kunsthaus ists sicher nur eine Frage der Zeit bis der erste Radfahrer mal von einer Bim überfahren wird, weil beide gleichzeitig grün haben.

Na und, denn die Bim hat trotzdem Vorrang gegenüber allen Radfahrern! Straßenbahnen müssen vor Radfahrerüberfahrten ja auch nicht anhalten.
Warum sollten also die Radfahrer gegenüber der Bim bevorzugt werden (ich bin für schnelle Öffis immer und überall)? Sollens halt schauen wo sie hinfahren! Ich selbst fahre fast täglich mit dem Rad, lasse dabei immer der Bim den Vorrang, egal wo und befahre auch nie unmittelbar vor einer herannahenden Bim die Tramtrasse (z.B. in der Münzgrabenstraße). Radfahrer die das tun, sollten allesamt abgestraft werden!  (http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php?topic=1412.msg96340#msg96340) Danke "Höllerhansl" für Deinen Eintrag! Ich finde die Aktion der Polizei sehr, sehr gut!
Und wegen dieser unnötigen Rad-Bodenpinselein: Schon wieder so eine :gluck: -Geschichte!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Höllerhansl am Juli 28, 2012, 23:20:11

[ [/url] Danke "Höllerhansl" für Deinen Eintrag! Ich finde die Aktion der Polizei sehr, sehr gut!


Danke! Ich habe auch gegen Radfahrer überhaupt nichts. Aber einige von denen leisten sich Frechheiten. So wurde ich am Gehsteig Glacisstraße /Leonhardstraße vor einiger  Zeit von zwei Radfahrer fast niedergefahren und
musste noch eine freche "Goschn" über mich ergehen lassen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: StefanTiran am Juli 29, 2012, 00:07:29
Für mich bestätigt diese Diskussion wieder einmal, dass wer stressarm mit dem Fahrrad einkaufen will, Murpark oder Center West ansteuern und die Innenstatdt großräumig meiden sollte.

Die derzeit für umweltschonende Verkehrsmittel bereitgestellte Fläche ist halt nicht ausreichend. Haltestellen direkt hinter einer Kreuzung sind natürlich auch suboptimal. Mir ist schon klar, warum RadfahrerInnen nicht hinter der Straßenbahn fahren wollen, wenn ein paar Meter weiter eine Haltestelle liegt.

Liebe Grüße,
Stefan
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am Juli 29, 2012, 10:22:21
Nach dem Unwetter am Mittwoch ist und bleibt wohl noch länger der Ragnitz-Radweg gesperrt, da er untespült wurde bzw. die Brücke beim Allround-Tenniscenter wohl ersetzt werden muß.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juli 29, 2012, 11:04:31
Sieht nicht gut aus.  :-\

Danke für den Bildbericht!  :one:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 01, 2012, 15:05:45
Am 7.8. wird das neue Radwegstück im Bereich Obi/Shopping Nord eröffnet. Mit dabei: Rücker und Kurzmann.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 08, 2012, 20:01:06
Mal eine Nachricht von außerhalb von Graz: schaut so aus als ob das wichtigste Radwegprojekt in Kärnten, der Radweg in der Lieserschlucht, jetzt doch endlich gebaut wird - wenn es nicht das politische Tohuwabohu verhindert.

Radweg Lieserschlucht endlich fix

Den "Startschuss" gaben das Land Kärnten und die Seeanrainer-Gemeinden. Der Regierungsbeschluss kommt, der Baubeginn folgt im Frühjahr 2013.

Jetzt wurde endgültig Einigung über den Trassenverlauf des Radweges durch die Lieserschlucht erzielt", sagte am Dienstag Verkehrsreferent, Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Diese Einigung ist in Klagenfurt nach einem Gespräch mit Vertretern der fünf Anrainergemeinden des Millstätter Sees erzielt worden. Dörfler: "Bin froh, dass nach jahrelangen Diskussionen, Untersuchungen und Streitereien die Einigung über den Trassenverlauf des Radweges entlang der Bundesstraße zwischen Seeboden und Spittal gefunden werden konnte."

Der Radweglückenschluss, das wichtigste Radwegprojekt in Kärnten, ist drei Kilometer lang. Dörfler will das 3,4-Millionen-Euro-Projekt in der nächsten Sitzung der Landesregierung beschließen: "Jetzt gehen wir in die Detailplanung und visieren den Baubeginn für Frühling 2013 an." Die Bauzeit ist mit bis zu drei Jahren geplant. Dies deshalb, weil gleichzeitig Sanierungsarbeiten an der stark befahrenen Katschberg Bundesstraße (B 99) durch die Schlucht und an den Ufermauern vorgenommen werden, ebenso Hangsicherungsarbeiten.
Beschlüsse

Der Sprecher der Anrainergemeinden, Radentheins Bürgermeister Martin Hipp, sagt: "Jetzt haben wir den Startschuss für die Trasse an der B 99 gegeben. Wir, die Gemeinden, müssen rasch die Beschlüsse für Bau und Finanzierung fällen. Die noch nicht ausgeschöpften Mittel aus der ersten Radweg-Bauphase werden eingerechnet."

Der Seebodener Bürgermeister Wolfgang Klinar "ist froh, dass jetzt ein fixer Baubeginn in Sicht ist." Spittals Vizebürgermeister Hartmut Prasch - er war auch beim runden Tisch der Kleinen Zeitung im Mai, wo die Marschrichtung vorgegeben wurde, dabei - sagt: "Bin froh, dass jetzt Einstimmigkeit herrscht und der Bau des Radweges beginnt."
http://www.kleinezeitung.at/kaernten/spittal/seeboden/3075055/radweg-lieserschlucht-endlich-fix.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 28, 2012, 07:44:49
Nachgebessert in der Alten-Post-Straße

Wirklich glücklich kann man als RadlerIn mit der Lösung Kreisverkehr/ Unterführung Alte-Post-Straße FH/ GKB ja nicht sei: Unschlüssige Vorrangregelungen, ein zu schmal ausgelegter Zweirichtungs-RW, der Begegnungen ohne Ausweichen in den Regenwasserablauf bzw. auf den Gehsteig kaum möglich macht und Verkehrsschilder, weit im RW positioniert und so tief gehängt, dass sie für RadlerInnen eine ernste Verletzungsgefahr darstellen. Besser gesagt: Darstellten. Denn letzterer Mangel wurde nach Kritik behoben, und zwar in Etappen: Im Sommer 2011 verlegte man die randständigen Tafeln nach innen, ein Jahr später wählte man die - sinnvolle - Überkopf-Variante. Wie bei so vielem: Warum nicht gleich? (08.06.2011/Aug. 2012)
http://graz.radln.net/cms/beitrag/11309943/25359482
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Oktober 07, 2012, 13:29:48
Der erste Radweg in Graz war illegal

Aktivisten pinselten 1980 den ersten modernen Radweg illegal auf einen Gehsteig - und wurden prompt angezeigt.

Was heißt illegale Aktion?", erregt sich Peter Hagenauer, Radaktivist und Grüne-Politiker der ersten Stunde. "Das war der Durchbruch für die Grazer Radwege. Aber Ehre, wem Ehre gebührt, und das ist in diesem Fall Günther Tischler."

Besagter Günther Tischler, Raumplaner, Radfahrer, Politaktivist und später Gemeinderat der Alternativen Liste Graz, hat Ende der 1970er-Jahre einige Zeit in Berlin gelebt. "Dort habe ich gesehen, dass man mit Bürgerinitiativen in einer Stadt sehr viel erreichen kann", erinnert er sich. "Und so versuchten wir uns im Arbeitskreis ,Energie & Verkehr' einfach in die Verkehrsprojekte der Grazer Stadtplanung einzumischen."

Der Arbeitskreis war von Peter Pritz, dem Leiter des Afro-Asiatischen Instituts, ins Leben gerufen worden. Mit dabei "ein bunter Haufen von Raum- und Verkehrsplanern, Studenten, Angestellten und Stadtflaneuren", so Tischler. Da wurden Lösungen für eine autogerechte Stadt diskutiert. "Dazu kam unsere Idee vom Fahrrad als alltagstauglichem Verkehrsmittel, mit dem man zeigen könnte, dass man auch eine andere, menschliche Verkehrspolitik gestalten kann. Aber das war noch nicht in den Köpfen der Politiker drin." Mit einer Ausnahme - Planungsstadtrat Erich Edegger (ÖVP), der immer mit dem Rad ins Büro fuhr.

Die Papier-Pläne

Am 9. Juni 1979 wurde eine große Fahrrad-Demo organisiert - als Radsternfahrt zum Hauptplatz samt großem Fest im Stadtpark. Aber auch Stadtrat Edegger war fleißig am Planen, schnell hatte er mit Verkehrsplaner Gerd Sammer ein Radwegekonzept fertig.

"Das waren super Pläne", weiß Tischler. Doch sie wurden nicht umgesetzt. Ein Jahr darauf, im Juni 1980, bestand Edeggers Radwegekonzept noch immer nur auf dem Papier. Der VP-Politiker konnte sich gegen seine eigenen Parteifreunde aus der Wirtschaft nicht durchsetzen. Jetzt lud der "bunte Haufen" wieder zu einer Fahrrad-Demo - und dachte sich: "Wenn ihr das nicht zusammen-bringt, dann machen wir das", schildert Tischler. "Quasi als Best-Practice-Beispiel für unbürokratischen Radwegebau wurde in einer Nacht- und Nebelaktion in der Wilhelm-Fischer-Allee im Stadtpark eine Radwegverbindung auf einen Gehsteig aufgepinselt, und tags darauf während der Fahrradsternfahrt feierlich eröffnet."

Die Folge: Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Amtsanmaßung sowie eine Vorladung in die Polizeidirektion. Doch Edegger vermittelte. "Der schlaue Fuchs bot uns einen Deal an", erzählt Tischler. "Die Stadt zieht die Anzeigen zurück, wenn wir dem Straßen- und Brückenbauamt die aus Waschmaschinenkartons gebastelte Markierungsschablone überlassen."

Edegger war ein Vollblutpolitiker. Um seine Ideen von einer Rad-Stadt Graz in seiner eigenen Partei durchsetzen zu können, brauchte er den Druck von der Straße. Sein politischer "Geniestreich", wie Tischler es bezeichnet: "Er band uns in die Arbeitsgruppe Radwege mit ein. Wir sind uns dabei sehr wichtig vorgekommen, waren schwer beschäftigt - und quasi ruhiggestellt." Aus der Kampfgemeinschaft Edegger/Tischler entstand eine persönliche Freundschaft. 1981 beschloss der Gemeinderat das Radwegekonzept, und Tischler zog als Gemeinderat der ALG ins Stadtparlament ein. Aber sie brauchten sich weiterhin gegenseitig, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Völlig neue Verkehrspolitik

Dem Team Edegger/Sammer gelang es, die Verkehrspolitik in Graz beispielgebend auf eine völlig neue Basis zu stellen. Aus der "autogerechten Stadt" wurde eine "menschengerechte Stadt", in der die sanfte Mobilität im Vordergrund steht: Einbahnsystem, Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Radwegenetzes, Radwege zum Teil auch gegen die Einbahn und in der FUZO, flächendeckend Tempo 30. "Erich Edegger war authentisch und hat was umgesetzt", sagt Günther Tischler. Doch er konnte sein Werk nicht vollenden. Am 28. Oktober 1992 starb Edegger überraschend mit 52 Jahren an einer Hirnblutung.

"Gerade bei der Öffnung der Einbahnen wagte sich Edegger weit auf rechtlich nicht wirklich gesichertes Terrain vor", schreibt Radlobbyist Wolfgang Wehap in der Vereinszeitung "Argus". Mit seinen unechten Einbahnen, die für Radfahrer geöffnet waren, "umging er die bestehende StVO-Regelung, die erst 1983 entsprechend novelliert werden sollte".

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3135838/erste-radweg-graz-illegal.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am Januar 01, 2013, 07:35:38
Einer gegen den Radweg

Die Umsetzung des geplanten Radweges über das Shopping-Nord nach Gösting stockt. Verhinderer sei Eigentümer Kovac, so das Verkehrsreferat.


(http://static1.kleinezeitung.at/system/galleries_520x335/upload/0/2/3/2913299/726-murpark-radweg.jpg)

Entlang des Einkaufszentrums Shopping Nord soll der neue Radweg Richtung Gösting (hinten) führen
Foto © SABINE HOFFMANN

Es geht um 215 Meter Radweg zwischen dem Shopping Nord und der Oberen Weid Richtung Gösting, dessen Realisierung laut Büro von Verkehrsreferentin Lisa Rücker an einer Zustimmung scheitert: an der von Grundeigentümer Christian Kovac. "Von der Bezirkspolitik bis zu Anrainern, alle wollen den Radweg, nur Herr Kovac verweigert seit einem Jahr die nötige Unterschrift, ohne die nicht begonnen werden kann", sagt Rücker-Sprecherin Nicole Kuss.

Für das Radwegstück benötigt die Stadt 720 m2 von Kovac &Co KG und 290 m2 vom Shopping Nord-Areal. Damit wäre nicht nur ein Lückenschluss Richtung Süden zum erst im Herbst fertiggestellten Abschnitt, der über OBI-Nord die Wienerstraße entlangführt, hergestellt. Auch die Lücke über die Weinzödlbrücke nach Andritz könnte dann geschlossen werden.

Es entbehrt dabei nicht einer gewissen Ironie, dass Kovac den Radweg bisher zwar blockierte, das Management des Shopping Nord aber für den Radweg ebenso eintritt wie für die Verlegung der Bushaltestelle vom McDonald's auf Centergrund. "Es gibt einen starken Kundenwunsch sowohl nach der Verlegung der Bushaltestelle zu uns her als auch, dass der Radweg errichtet wird. Sogar 870 Unterschriften wurden dafür gesammelt. Wir werden weiter darum kämpfen", sagt Shopping-Nord-Leiterin Sylvia Baumhackl.

Im Rathaus weiß man, warum es stockt: Kovac habe die Zusage für Radweg und Bushaltestelle Neu an eine Baudichteerhöhung am Shopping Nord-Areal, also mit einer Ausbauoption verknüpfen wollen. Diesem Ansinnen erteilte man im Rathaus eine Abfuhr. Christian Kovac war für eine Stellungnahme trotz mehrerer Anfragen nicht erreichbar.

HELMUT BAST

Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2913299/gegen-den-radweg.story)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Februar 01, 2013, 00:18:51
Jetzt ist es soweit: die StVO-Novelle ist beschlossen, die Einrichtung von Fahrradstraßen wird erlaubt. Für Graz leider zu spät: mit einem FPÖ-Verkehrsstadtrat wird es in den nächsten Jahren ganz sicher keine Fahrradstraße in Graz geben.
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1339173/RadfahrerPaket-im-Nationalrat-beschlossen
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Februar 01, 2013, 11:56:33
Zitat
FP gegen "Fahrrad-Terror"

Das ist einer der wenigen Punkte, der auch den Freiheitlichen gefiel. Ansonsten forderten sie mehr Strenge gegenüber Radlern, etwa dass sie Nummerntafeln anmontieren und eine Haftpflichtversicherung abschließen müssten, um dem "Fahrrad-Terror" ein Ende zu setzen, wie Mandatar Gerhard Deimek befand.


Ich bin so froh, dass diese Partei in Stadt und Land für den Verkehr verantwortlich ist.
Ich bin schon gespannt, wann die FP-Möchtegern-Rambos Ordnungswache mehr Rechte bekommt, um die Radfahrer von ihren Gefährten zu zerren und in den Kerker zu werfen. - Diese pöhsen Terroristen.


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am März 01, 2013, 22:45:38
Neue Rad-Achse: Gösting und Andritz
Zwischen den nördlichen Bezirken Gösting und Andritz errichtet die Stadt einen Geh- und Radweg: Er verbindet künftig das EKZ-Nord mit dem Weidweg und läuft weiter über eine Brücke Richtung Obere Weid. Das Vorhaben - gebaut wird 2013 bis 2015 - kostet 900.000 Euro und es erhielt dafür die Rückendeckung aller MandatarInnen, ausgenommen jene des Piraten Philipp Pacanda.

http://www.graz.at/cms/beitrag/10208133/1618648/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am April 24, 2013, 03:09:55
STATTEGG: (...) Parallel dazu investiert die Gemeinde aber weitere 600.000 Euro in einen Radweg nach Graz. Der erste Teil des Weges wird noch heuer fertig, der zweite im kommenden Jahr. Durch diesen "Mobilitätskorridor" und eine 120-Euro-Elektrofahrrad-Förderung für alle Stattegger erhofft sich Zimmermann ein Umdenken. "Es ist zugesagt, dass sich Graz anschließt und den Radweg bis zur Endstation Andritz verlängert. Dadurch könnten wir einen großen Beitrag zur Verkehrsminderung leisten."

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3297318/vorstadtgemeinde-ruestet.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Mai 06, 2013, 12:13:13
In der alten Stiftingtalstraße im Bereich der ehemaligen 82er-Haltestelle wurde ein kurzes Stück Einrichtungsradweg markiert und die LSA entsprechend adaptiert, sodass nun stadteinwärts eine brauchbare Querungsmöglichkeit Richtung Pauluzzigasse besteht. Stadtauswärts wurde bei der Gelegenheit der LSA-Druckknopf vorverlegt, sodass man nun auch dran kommt, ohne die Haltelinie überfahren zu müssen (war früher am Ampelmast selbst montiert).

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 08, 2013, 09:14:59

....
Vor dem Bauamtsturm wurde der große Bohrer zerlegt (wo die eigentliche Bohrung stattfand ist mir leider nicht bekannt). Gleichzeitig gabs eine Razzia wegen Fahrrad-Schieberei ...  ;)

lg, IC


Wenn die Polizei nur mit der gleichen Akribie hinter den Autofahrern her wäre....
Sie könnte ja auch im Sinne der Verkehrssicherheit und -flüßigkeit einmal kontrollieren, ob Kreuzungen freigehalten werden. Das käme noch dazu ja den Autofahrern selbst zu Gute, weil die meisten ob ihrer geistigen Fähigkeiten gar nicht mitbekommen, dass das Kreuzung blockieren ihnen selbst schadet.
Vor Schulen hab ich schon Ewigkeiten keine Kontrollen mehr gesehen, entsprechend hoch ist das Tempo dann auch vor einigen Schulen.

Als betroffener Radfahrer der jeden Tag dank  :police: die Strecke schiebt:   :sh:
- Das Linksabbiegeverbot bei der Keplerbrücke hinunter zum Lendkai wird nie kontrolliert (selbiges gilt auch für die Neubaugasse) und da sind schon mehrere Radfahrer und Fußgänger (fast) mitgenommen worden bzw. habe ich dort schon mehrfach Vollbremsungen hinlegen müssen.
- Am Glacis werden permanent die Kreuzungsbereiche blockiert. Betrifft Radfahrer vor allem bei der Zinzendorfgasse, wo man oft nicht einmal mit dem Rad durchkommt.
- Apropos Glacis: Dass das Glacis entlang ein reiner Radweg ist, interessiert Fußgänger nicht (@Höllerhansl: am Rand gehen oder bevor man drüber geht schauen gibt es nicht  ;) ) bzw. die Polizei hat dort noch nie die Fußgänger des Radweges verwiesen. Radfahrer kontrollieren´s dort schon hin und wieder, weil man das Polizeiauto ja klass am Radweg parken kann.
- In der Leechgasse wird man trotz Fahren der erlaubten Höchstgeschwindigkeit permanent von Autofahrern (oft genug auch knapp) überholt. Hab dort noch nie eine Geschwindigkeitskontrolle gesehen, obwohl das eine beliebte Ausweichstrecke ist, wo jeder zu schnell fährt. Wahrscheinlich wird genau deswegen dort nicht kontrolliert.


In der alten Stiftingtalstraße im Bereich der ehemaligen 82er-Haltestelle wurde ein kurzes Stück Einrichtungsradweg markiert und die LSA entsprechend adaptiert, sodass nun stadteinwärts eine brauchbare Querungsmöglichkeit Richtung Pauluzzigasse besteht. Stadtauswärts wurde bei der Gelegenheit der LSA-Druckknopf vorverlegt, sodass man nun auch dran kommt, ohne die Haltelinie überfahren zu müssen (war früher am Ampelmast selbst montiert).

lg, IC


Nur blöd, dass immer mehr Autofahrer (gegen) die Einbahn die Trasse beim 64er nutzen und glauben es ist dann auch noch lustig, wenn sie irgendwann raus fahren ohne zu schauen, ob eben z.B. jemand am Radweg Richtung Pauluzzigasse fahren will. Aber wahrscheinlich muss erst ein Unfall mit dem 64er passieren, dass sich jemand das dort anschaut (noch dazu wo die Polizei ja soweit weg ist..)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am Mai 08, 2013, 14:59:05

Die genannten Örtlichkeiten werden immer wieder von der Polizei kontrolliert - auch gibt es immer wieder Schwerpunktaktionen!

Leider typisches Verhalten der Autofahrer, sowie auch der Radfahrer:

Radfahrer kritisieren, was  nicht alles beim Autoverkehr und wo nicht überall der Autoverkehr kontrolliert werden müsste

UND

der Autofahrer kritisiert, dass nur die Autofahrer kontrolliert und zur Kasse gebeten werden, aber nie die "verrückten/gefährlichen" Radfahrer!!!

Diese Diskussion ist echt schon mühsam und nervig und ein jeder sollte einmal auf sich selber und seine eigenen Fehler schauen und vor seiner eigenen Haustüre kehren!!!  :boese:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Mai 08, 2013, 22:27:40

Leider typisches Verhalten der Autofahrer, sowie auch der Radfahrer:


Mit dem Unterschied, dass das Gefährdungspotential beim Auto um einige Größenordnungen höher ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am Mai 08, 2013, 22:46:57

Mit dem Unterschied, dass das Gefährdungspotential beim Auto um einige Größenordnungen höher ist.



Deshalb haben Radfahrer nicht alle Freiheiten, was aber eine Vielzahl glaubt. Ein Radfahrer ist ein Verkehrsteilnehmer mit einem Fahrzeug und hat sich daher an alle Verbote, Gebote, Bodenmarkierungen, etc. gemäß StVO zu halten, wie jedes andere Fahrzeug auch!

Es kann nicht sein, dass alle auf den Radfahrer (Fußgänger, motorisierter Verkehr) acht geben müssen, auch der Radfahrer muss auf alle anderen aufpassen. Es gibt Unfälle, wo den Autofahrer kein Verschulden trifft, auch wenn der Radfahrer der Schwächere ist, trotzdem ist der Radfahrer immer wieder an Unfällen bzw. überhaupt am Zustandekommen eines Unfalls ursächlich schuld!

So muss ich als Autofahrer nicht rechnen, dass mir z.B. ein Radfahrer in der Grazbachgasse, Joanneumring, Giradigasse, usw. (zum Teil mehrspurige Einbahnstraßen ohne Ausnahmen) gegen die Einbahn entgegen kommt und das womöglich auch noch in den Nachtstunden ohne Licht, oder bei Rot eine Kreuzung passiert, wodurch der Autofahrer obwohl er Grün hat stark abbremsen und/oder ablenken muss!!! Bei den angeführten Fällen spreche ich aus Erfahrungen, alles Situationen die ich nicht einmal, sondern schon mehrmals erlebte, oder Radfahrer die Herrengasse oder Sporgasse etc. (Fußgängerzonen) mit weit überhhöhter Geschwindigkeit, auf keinen Fall zumindest in Schrittgeschwindigkeit, durchbrausen und mehrere Fußgänger fast zusammen führen, wenn diese nicht auf die Seite springen - dass kann ja bitte nicht sein!!!

Also müssen alle anderen (Fußgänger, Autofahrer) auf die Radfahrer acht geben - zumindest würden sie sich es wünschen!!! Ich glaube da ist es unerheblich wer der Stärkere, oder Schwächere ist - es sollte auch unter den Radfahrern ein Miteinander und daher auch die Rücksichtnahme auf alle anderen Verkehrsteilnehmer geben! Aber das ist scheinbar für viele Radfahrer eine Fremdwort!  >:(
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Mai 09, 2013, 00:59:36


Mit dem Unterschied, dass das Gefährdungspotential beim Auto um einige Größenordnungen höher ist.



Deshalb haben Radfahrer nicht alle Freiheiten, was aber eine Vielzahl glaubt. Ein Radfahrer ist ein Verkehrsteilnehmer mit einem Fahrzeug und hat sich daher an alle Verbote, Gebote, Bodenmarkierungen, etc. gemäß StVO zu halten, wie jedes andere Fahrzeug auch!


Dem habe ich auch in keinem Wort widersprochen.

Nur wenn am Gürtel Radler gefilzt werden, während gleich daneben KFZ mit 60+ km/h vorbeidüsen, Hupverbote missachten, die Kreuzung verstellen, ... etc. - dann fehlt da irgendwie die Verhältnismäßigkeit.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am Mai 09, 2013, 15:56:03

Dem habe ich auch in keinem Wort widersprochen.

Nur wenn am Gürtel Radler gefilzt werden, während gleich daneben KFZ mit 60+ km/h vorbeidüsen, Hupverbote missachten, die Kreuzung verstellen, ... etc. - dann fehlt da irgendwie die Verhältnismäßigkeit.


Und ein Stück weiter fahren die Radfahrer wieder am Gehsteig, über den Zebrastreifen und/oder queren die Straße/Kreuzung bei Rot, etc.

Jeder macht seine Fehler und es wird auch jeder kontrolliert und bestraft - da kann ich jeden Autofahrer und Radfahrer nur beruhigen. Interessanterweise hat jeder die Sichtweise, dass gegen den jeweils anderen nichts passiert, was aber nicht stimmt! Jeder macht seine Fehler - Auto-, wie auch Radfahrer!

Noch dazu muss ich sagen, dass ich als Radfahrer gar nicht freiwillig am Gürtel fahre, es gibt genug andere Radrouten/Seitenstraßen/Radwege in Graz!

Mann muss einmal akzeptieren, dass jeder Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, MiV, Bus, Bim, etc.) auch seine "eigenen" Verkehrsflächen hat. Und ob ein Auto 60 km/h oder 50 km/h am Gürtel fährt, wirst du und auch sonst niemand, nicht aus dem Gefühl heraus sagen können - ohne Messgerät ist die Geschwindigkeit nicht mess- und einschätzbar.

Geschätzte Geschwindigkeiten nach dem eigenen Gefühl liegen immer DEUTLICH zu hoch, wenn die Schätzung mit dem Ergebnis von einem Messgerät verglichen wird!!! Dies nur zu beachten, wenn hier solche Beiträge geschrieben werden!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Mai 09, 2013, 18:10:12

Und ob ein Auto 60 km/h oder 50 km/h am Gürtel fährt, wirst du und auch sonst niemand, nicht aus dem Gefühl heraus sagen können - ohne Messgerät ist die Geschwindigkeit nicht mess- und einschätzbar.

Geschätzte Geschwindigkeiten nach dem eigenen Gefühl liegen immer DEUTLICH zu hoch, wenn die Schätzung mit dem Ergebnis von einem Messgerät verglichen wird!!! Dies nur zu beachten, wenn hier solche Beiträge geschrieben werden!


Und wer sagt, dass ich nur zu Fuß unterwegs bin und kein Messgerät habe? Mein Auto hat ein Messgerät - nennt sich Tacho.

Wenn ich am Gürtel mit Tacho 50 unterwegs bin (was bei meinem Auto laut GPS ca. 45-47km/h sind), und mit erheblicher Geschwindigkeitsdifferenz (eine Autolänge in ca. einer Sekunde, also etwa 15-20 km/h) überholt werde (und zwar nicht von einzelnen, sondern von allen auf der zweiten Spur!), dann *sind* die mit 60+ unterwegs (und auf jeden Fall haben sie mehr als 50 am Tacho).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am Mai 09, 2013, 19:19:05
... und genau die, die mit über 60 km/h unterwegs sind, werden bei einer Kontrolle auch zahlen!

Und außerdem ist der 50iger zwischen Peter-Tuner-Gasse und Hauptbahnhof völlig unverständlich, denn im Norden gibts einen 60iger und auch zwischen Zentralfriedhof und Cineplexx - dort gibts aber überall Kreuzungen, Ampeln, Ein-, Ausfahrten, Häuser, etc., was es zwischen Peter-Tuner-Gasse und Hauptbahnhof, vor allem stadteinwärts alles nicht gibt ....
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Mai 09, 2013, 20:13:55

Und außerdem ist der 50iger zwischen Peter-Tuner-Gasse und Hauptbahnhof völlig unverständlich, denn im Norden gibts einen 60iger und auch zwischen Zentralfriedhof und Cineplexx - dort gibts aber überall Kreuzungen, Ampeln, Ein-, Ausfahrten, Häuser, etc., was es zwischen Peter-Tuner-Gasse und Hauptbahnhof


Erstens heißt es Peter-Tunner-Gasse, zweitens interessiert es niemanden, wenn auf einer Haupstraße auch einmal mit 60 km/h gefahren wird und drittens ist es in einer Stadt nicht ungewöhnlich, daß es Häuser usw. gibt.
Es geht um ein Miteinander der Verkehrsteilnehmer, und da ist es ganz egal, ob es nun Fußgänger, Radfahrer oder Automobilisten sind. Eine Minderheit sind einfach Trotteln, die zu blöd sind, sich anzupassen. Und die müssen halt zahlen. Leider viel zu wenig, denn wenn es nicht weh tut, nützt es nichts.
Daß zu wenig kontrolliert wird, ist ein Problem. Es gibt einfach zu wenig Polizisten und die sind mit unnötigem Schreibkram überlastet. Das aber ist Sache des Innenministeriums, aber offenbar haben Herr Nagl und seine Stadtregierung anderes zu tun, als dem Abhilfe zu schaffen.
LG! Christian
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Mai 09, 2013, 20:19:47
Verkehrsstrafen gehörten erstmal wie in Finnland einkommensabhängig gemacht!

Was haben den Kartnig z.B seine unzähligen Strafzettel für Parken vorm Casino in der Ladezone interessiert.  ;)

Das wäre ein wichtiger Schritt um das Verkehrsgeschehen sicherer zu machen.

Da gäbe es noch viel mehr...

Rechtsfahrgebot auf der Autobahn und und und

Die derzeitigen Kontrollen zielen doch nur auf Aufbesserung des Budgets ab und haben mit Verkehrssicherheit net viel zu tun.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 13, 2013, 00:06:37


Die genannten Örtlichkeiten werden immer wieder von der Polizei kontrolliert - auch gibt es immer wieder Schwerpunktaktionen!

Leider typisches Verhalten der Autofahrer, sowie auch der Radfahrer:

Radfahrer kritisieren, was  nicht alles beim Autoverkehr und wo nicht überall der Autoverkehr kontrolliert werden müsste

UND

der Autofahrer kritisiert, dass nur die Autofahrer kontrolliert und zur Kasse gebeten werden, aber nie die "verrückten/gefährlichen" Radfahrer!!!

Diese Diskussion ist echt schon mühsam und nervig und ein jeder sollte einmal auf sich selber und seine eigenen Fehler schauen und vor seiner eigenen Haustüre kehren!!!  :boese:


Ich habe bei der Keplerbrücke noch nie erlebt, dass dort das Linksabbiegeverbot kontrolliert wird. Ich bin privat und beruflich einiges mit dem Auto unterwegs. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, wann ich zuletzt in Graz eine Kfz-Kontrolle gesehen habe.
Wenn ich mir dagegen anschaue wie häufig vor dem Bauamtsgebäude die Polizei steht ist die Relation - vor allem auch hinsichtlich des Gefährdungspotenzials - lächerlich.



Noch dazu muss ich sagen, dass ich als Radfahrer gar nicht freiwillig am Gürtel fahre, es gibt genug andere Radrouten/Seitenstraßen/Radwege in Graz!



Vom Bahnhof zur Triesterstraße:
1)Gibt es die Idlhofgasse (na die ist ja viel angenehmer zu Befahren  ??? und vor allem muss man einmal dort hin kommen, rundum den Citypark zum Karlauplatz, und dann Richtung Wuthe oder Herrgottwiesgasse
2)Alternativ kann man die Finkengasse hinten herum zur Friedhofgasse - warten (lange warten) auf eine Grünphase - weiter in die Steinfeldgasse - schieben bis zur Josef-Huber-Gasse - drüber und dann die Steinfeldgasse hinten weiter bis zur Kärntnerstraße (wieder ewig warten) - über die Florianigasse  die Unterführung der Ostbahn... (ab da ist es dann okay, aber da ist man am Gürtel auch schon vorbei)
3) direkt am Gürtel

Schönaugürtel:
Einzige Alternative: Rund um das Augartenbad in die Steyrergasse (viel angenehmer zu Fahren weil breite Straße, kein Verkehr, keine Schienen keine Ampeln ?!)

Kalvariengürtel: Welche Alternative ohne 10 x Abbiegen und 5 x Vorrang geben?

Wenn ich einen Familien-Radausflug mache, benutze ich gerne Radrouten bzw. plane ich entsprechend. Aber wenn ich im Berufsalltag bzw. bei diversen Erledigungen von A nach B muss, fahre ich dort wo es am schnellsten und in den meisten Fällen trotzdem auch am sichersten geht.
Offensichtlich gehen ja viel davon aus, dass Radfahrer im Stadtverkehr nur zum Spaß unterwegs sind und eh Zeit haben und irgendwo in der Weltgeschichte herumgurken sollen/müssen.



Also müssen alle anderen (Fußgänger, Autofahrer) auf die Radfahrer acht geben - zumindest würden sie sich es wünschen!!! Ich glaube da ist es unerheblich wer der Stärkere, oder Schwächere ist - es sollte auch unter den Radfahrern ein Miteinander und daher auch die Rücksichtnahme auf alle anderen Verkehrsteilnehmer geben! Aber das ist scheinbar für viele Radfahrer eine Fremdwort!  >:(


Wenn Radfahrer vielfach nicht für andere mitdenken würden bzw. auf ihre Rechte verzichten würden, gäbe es einige Unfälle mehr und in den meisten Fällen wären die Radfahrer die Leidtragenden. Die meisten Radfahrer wollen ein miteinander, aber wie es unter den Radfahrern tw.  rücksichtslose Ignoranten gibt, die glauben sie können sich alles erlauben, gibt es genug Autofahrer die Radfahrer als einen Gegner sehen, weil dieser z.B. bei einem Stau einfach vorbeifahren kann, während man selbst in der Blechdose sitzt und gestresst ist, weil man da und dort wieder einmal steht. Man braucht nur schauen, wie viele Autofahrer den Drang verspüren ganz rechts zu fahren, damit nur ja kein Radfahrer vorbeifährt. Was bringt es mir als Autofahrer außer dass ich mich ev. daran aufgeilen kann, dass ich´s einem Radfahrer jetzt gezeigt hab. Im Stau steh ich trotzdem noch.
Wieviele Gassen gibt es denn, wo es wirklich so eng ist, dass Auto- und Radfahrer nicht aneinander vorbeikommen? Und was verliere ich als Autofahrer dabei?
Ja es gibt Radfahrer die sich nicht an Regeln halten bzw. jeder bricht da und dort eine Regel (ja ich fahre auch hin und wieder gegen eine Einbahn
Umgekehrt gibt es genug Autofahrer die am Radweg oder Gehweg stehen, Radwegzufahrten blockieren (weil sie eh nur schnell was kaufen/holen), Kreuzungen blockieren (weil sie glauben schneller zu sein - Glacis/Zinzendorfgasse? Da kann nicht einmal ein anderes Auto reinfahren und trotzdem wird da alles zugefahren und in den meisten Fällen überweigend die Linksabbieger blockiert.
Dieses Kreuzungblockieren zeigt ja recht eindrucksvoll wie sehr die Autofahrer im Gegensatz zu den Radfahrern das miteinander suchen. "I fahr schnell no in die Kreuzung, sonst fahren noch 10 andere aus der Seitengasse vor mir rein." Und der Querverkehr legt schon los mit Vollgas -auf der Hupe.

Es gibt unter allen Verkehrsteilnehmern in etwa gleich viele richtige schwarze Schafe (von Ch. Wagner treffend Trotteln genannt). Und genauso viele die die Regeln ein bisserl weiter auslegen. Nur sind die Vergehen halt unterschiedlich. Unter Autofahrern wird Schnellfahren, Zebrastreifen-ignorieren, am Geh-/Radweg parken halt als Kavaliersdelikt angesehen. Bei Radfahrern ist es das Befahren von Fahrverboten, Einbahnstraßen gegen die Fahrtrichtung. Und Fußgänger glauben sie können, weil sie kein Auto hören auf die Straße hupfen, ohne Schauen über den Zebrastreifen, auf Radfahrstreifen (am Ring entlang gehen glaub ich mehr Leute am Radstreifen als daneben am Gehwegstreifen) bzw. reinen Radwegen herumlatschen.

So und jetzt wünsch ich allen eine gute Nacht und dass wir morgen entspannt auf dem Weg in die Arbeit/Schule/wo auch immer hin dem einen oder anderen Verkehrsteilnehmer mit mehr Toleranz und Respekt und weniger Groll begegnen.  :D  :sleep:

lg Peter


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am Mai 13, 2013, 07:04:12
Ich fahre auch ganz rechts - aber nicht um jemanden zu behindern, sondern weil gesetzmäßig laut StVO so weit rechts zu fahren ist, wie möglich!

Und Problem wird nicht sein, am Stau vorbei zu fahren, aber nicht auf der rechten Seite, denn sobald sich die Kolonne in Bewegung setzt, ist es nicht mehr "vorbeifahren", sondern "überholen" und überholt darf einmal nur links werden.

Problem ist halt, dass wenn sich der Verkehr in Bewegung setzt und man nach rechts abbiegt, oder dergleichen, hätte der einspurige Verkehrsteilnehmer auf der rechten Seite Wartepflicht, an dieses hält sich aber kaum jemand! Passiert ein Unfall, ist in der Praxis ein Autofahrer schuld, zumindest mitschult, nur weil der Radfahrer rechts vorfuhr, obwohl er das nicht dürfte.

Was ist das Ergebnis?! Man fährt soweit rechts, damit einem so etwas nicht passieren kann bzw. es gar nicht die Gefahr dafür gibt, weil niemand rechts vorbei fahren kann.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Mai 13, 2013, 22:39:14

Ich fahre auch ganz rechts - aber nicht um jemanden zu behindern, sondern weil gesetzmäßig laut StVO so weit rechts zu fahren ist, wie möglich!


Allerdings nicht gänzlich bedingungslos:

Zitat

§ 7. Allgemeine Fahrordnung.

(1) Der Lenker eines Fahrzeuges hat, sofern sich aus diesem Bundesgesetz nichts anderes ergibt, so weit rechts zu fahren, wie ihm dies unter Bedachtnahme auf die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs zumutbar und dies ohne Gefährdung, Behinderung oder Belästigung anderer Straßenbenützer, ohne eigene Gefährdung und ohne Beschädigung von Sachen möglich ist.



Beachte: "ohne Gefährdung, Behinderung oder Belästigung anderer Straßenbenützer"

Zitat

Und Problem wird nicht sein, am Stau vorbei zu fahren, aber nicht auf der rechten Seite, denn sobald sich die Kolonne in Bewegung setzt, ist es nicht mehr "vorbeifahren", sondern "überholen" und überholt darf einmal nur links werden.


Äh, wir reden aber schon noch von Straßen im Ortsgebiet, oder?

Zitat

Problem ist halt, dass wenn sich der Verkehr in Bewegung setzt und man nach rechts abbiegt, oder dergleichen, hätte der einspurige Verkehrsteilnehmer auf der rechten Seite Wartepflicht,


Dazu kannst du sicher auch eine relevante Stelle der StVO nennen... ich kenn nur die, wo man beim Abbiegen darauf zu achten hat, niemanden zu gefährden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: StefanTiran am Mai 13, 2013, 23:28:38

Ich fahre auch ganz rechts - aber nicht um jemanden zu behindern, sondern weil gesetzmäßig laut StVO so weit rechts zu fahren ist, wie möglich!

Und Problem wird nicht sein, am Stau vorbei zu fahren, aber nicht auf der rechten Seite, denn sobald sich die Kolonne in Bewegung setzt, ist es nicht mehr "vorbeifahren", sondern "überholen" und überholt darf einmal nur links werden.


Dass Autofahrer_innen oft eine seltsame Einschätzung haben, was Einordnen zum Abbiegen, was Vorbeifahren und was Überholen ist mir auch schon öfter aufgefallen. Wenn ich zum Beispiel mit ausgestrecktem linken Arm (ich gebe als selbstbewusster Radfahrer auch deutlich Handzeichen) am linken Rand stehe und warte, bis im Gegenverkehr eine Lücke ist, werde ich öfters von geistig minderbemittelten Autofahrer_innen angehupt, die glauben, sie könnten rechts unmöglich an mir vorbeifahren.

Was schon stimmt ist, dass rechts von Rechtsabbieger_innen kein Platz sein sollte. Nur muss ein Abbiegevorgang ohnedies angekündigt werden, und da kann man währenddessen rechts zumachen, und die Radfahrer_innen wissen, dass sie nur links vorbeikommen. Die meisten dieser Situationen könnte man im übrigen vermeiden, in dem man Autofahrer_innen beibringt, dass es sinnlos ist 20 Meter vor einer roten Ampel Radfahrer_innen zu überholen und zwar insbesonders, wenn sie danach rechts abbiegen und ohnedies erst warten müssen, bis die Kreuzung frei von Fußgänger_innen ist.

Liebe Grüße,
Stefan
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 14, 2013, 09:11:09

Ich fahre auch ganz rechts - aber nicht um jemanden zu behindern, sondern weil gesetzmäßig laut StVO so weit rechts zu fahren ist, wie möglich!

Und Problem wird nicht sein, am Stau vorbei zu fahren, aber nicht auf der rechten Seite, denn sobald sich die Kolonne in Bewegung setzt, ist es nicht mehr "vorbeifahren", sondern "überholen" und überholt darf einmal nur links werden.

Problem ist halt, dass wenn sich der Verkehr in Bewegung setzt und man nach rechts abbiegt, oder dergleichen, hätte der einspurige Verkehrsteilnehmer auf der rechten Seite Wartepflicht, an dieses hält sich aber kaum jemand! Passiert ein Unfall, ist in der Praxis ein Autofahrer schuld, zumindest mitschult, nur weil der Radfahrer rechts vorfuhr, obwohl er das nicht dürfte.

Was ist das Ergebnis?! Man fährt soweit rechts, damit einem so etwas nicht passieren kann bzw. es gar nicht die Gefahr dafür gibt, weil niemand rechts vorbei fahren kann.


Im Ortsgebiet bleibt es trotzdem vorbeifahren und es gibt auch kein Rechtsfahrgebot. Schon gar nicht im Kolonnenverkehr. Sonst dürfte man auf mehrspurigen Straßen (Glacis, Wienerstraße, Triestestraße usw.) auf der rechten Spur ja nie schneller als auf der linken fahren bzw. wenn die linke steht muss die rechte Spur auch stehenbleiben.  :o
Mehrspurigkeit ergibt sich nicht nur aus den Bodenmarkierungen sondern auch aus der zur Verfügung stehenden Breite - Daher ist das Vorbeifahren mit dem Fahrrad ja auch in vielen Fällen möglich und erlaubt!
Schon gar nicht ist die Rede von ganz am rechten Rand fahren. Eher im Gegenteil, wie von invisible bereits zitiert.
Nur außerorts ist bei mehreren Richtungsfahrspuren der rechte Fahrstreifen zu benutzen. Wie man auf der Autobahn ja sieht, wird das von den Autofahrern auch immer eingehalten.  :lol: (Kavaliersdelikt ?!)

Wenn ein Autofahrer für mich erkenntlich rechts abbiegen will. Dann fahr ich nicht vorbei. Aber das ist schon das Problem beim "erkenntlich": 90 % der Autofahrer blinken nicht, schon gar nicht beim Rechtsabbiegen (Kavaliersdelikt ?!)
Im Übrigen gibt es einige Straßen wo es rechts einen Radstreifen gibt (Elisabethstraße zum Glacis) und auch dort glauben ein paar Autofahrer, sie müssen sich auf den Radstreifen stellen. Das sind wahrscheinlich die gleichen Personen, die sich dann aufregen, wenn man über den Gehsteig ausweicht.

Mir geht es nicht darum den Autofahrern oder Radfahrern (bin ja selber beides) den schwarzen Peter zuzuschieben, sondern aufzuzeigen, dass jeder je nach Fortbewegunsmittel seine eigenen spezifischen Fehler bzw. Verkehrsübertretungen macht. Bei den Radfahrern werden Verkehrsübertretungen aber gerne, auch in den Medien, als Rowdytum/Ignoranz/Rücksichtslosigkeit tituliert. Während bei Autofahrern von Nachlässigkeit/Unachtsamkeit/Kavaliersdelikt geredet wird.






Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: StefanTiran am Mai 14, 2013, 10:34:57

Im Ortsgebiet bleibt es trotzdem vorbeifahren und es gibt auch kein Rechtsfahrgebot. Schon gar nicht im Kolonnenverkehr. Sonst dürfte man auf mehrspurigen Straßen (Glacis, Wienerstraße, Triestestraße usw.) auf der rechten Spur ja nie schneller als auf der linken fahren bzw. wenn die linke steht muss die rechte Spur auch stehenbleiben.  :o
Mehrspurigkeit ergibt sich nicht nur aus den Bodenmarkierungen sondern auch aus der zur Verfügung stehenden Breite - Daher ist das Vorbeifahren mit dem Fahrrad ja auch in vielen Fällen möglich und erlaubt!


Freie Fahrspurwahl im Ortsgebiet gilt nur bei mindestens zwei markierten Fahrspuren. Das andere ist § 12 (5), der es ausschließlich Lenker_innen einspuriger Fahrzeuge erlaubt, an anhaltenden Fahrzeugen rechts vorbeizufahren um sich einzuordnen.

Liebe Grüße,
Stefan
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 14, 2013, 12:55:45


Freie Fahrspurwahl im Ortsgebiet gilt nur bei mindestens zwei markierten Fahrspuren. Das andere ist § 12 (5), der es ausschließlich Lenker_innen einspuriger Fahrzeuge erlaubt, an anhaltenden Fahrzeugen rechts vorbeizufahren um sich einzuordnen.

Liebe Grüße,
Stefan


In Graz kenn ich ad hoc eh nur einen längeren, unmarkierten breiten Abschnitt und das ist in der Elisabethstraße vor dem Leonhardplatz.
In dem Fall, auch wenn sich jemand ganz links zum Abbiegen Richtung Hilmteich eingeordnet hat, darf ich dann rechts nicht vorbei fahren  und auch umgekehrt.  ???

Vor ein paar Kreuzungen gibt es keine Richtungspfeile/Bodenmarkierungen (Spabersbachgasse stadteinwärts/Mandellstraße). In dem Fall muss ich mich nur als Rechtsabbieger rechts als Linksabbieger links einordnen. Als Geradeausfahrer habe ich "freie Fahrstreifenwahl" auch wenn ich keine Bodenmarkierung habe. Zumindest habe ich das vor langer Zeit in der Fahrschule einmal so gelehrt bekommen.   :o



Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Mai 14, 2013, 18:35:07

In Graz kenn ich ad hoc eh nur einen längeren, unmarkierten breiten Abschnitt und das ist in der Elisabethstraße vor dem Leonhardplatz.
In dem Fall, auch wenn sich jemand ganz links zum Abbiegen Richtung Hilmteich eingeordnet hat, darf ich dann rechts nicht vorbei fahren  und auch umgekehrt.  ???


Doch, an zum Linksabbiegen eingeordneten Fahrzeugen darf - nein: muss! - man natürlich rechts vorbeifahren.

StVO § 17 (1): "[...] An einem entsprechend eingeordneten Fahrzeug, dessen Lenker die Absicht nach links einzubiegen anzeigt (§ 13 Abs. 2), ist rechts vorbeizufahren."
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Mai 14, 2013, 20:46:53

Beachte: "ohne Gefährdung, Behinderung oder Belästigung anderer Straßenbenützer"

Richtig, exakt das gilt auch für jene Radfahrer, die meinen, dass sie sich zwischen Auto und Gehsteigkante nach vorne durchzwängen müssen, auf Straßen, wo rechts kein eigener Fahrstreifen für Radfahrer existiert! Die meisten Straßen in Graz verfügen eben nicht über ausreichend breite erste Fahrspuren, sodass ein sicheres vorbeifahren möglich wäre! Wenn sich diese Radfahrer bei Autos weiter hinten in einer Kolonne vorbeizwängen, könnte ich das ja noch verstehen, nicht aber dann, wenn die vorderen Fahrzeuge ohnehin schon rechts blinken!


Äh, wir reden aber schon noch von Straßen im Ortsgebiet, oder?

Trotzdem müssen auch Radfahrer genügend Seitenabstand beim überholen einhalten! Und de facto hält sich kein "Einspuriger" daran!
Erstellt am: Mai 14, 2013, 20:23:07

Vor ein paar Kreuzungen gibt es keine Richtungspfeile/Bodenmarkierungen (Spabersbachgasse stadteinwärts/Mandellstraße). In dem Fall muss ich mich nur als Rechtsabbieger rechts als Linksabbieger links einordnen. Als Geradeausfahrer habe ich "freie Fahrstreifenwahl" auch wenn ich keine Bodenmarkierung habe. Zumindest habe ich das vor langer Zeit in der Fahrschule einmal so gelehrt bekommen.   :o

Stimmt auch genau so!
An dieser Kreuzung erging es mir auf meinem Fahrrad schon des öfteren so, dass ich links einbiegen wollte, dabei brav den Gegenverkehr abwartete, hinter mir ein nervöses Pinkerl an Straßenbahnfahrer wie irr zu bimmeln begann, oder eben Autofahrer zu hupen! Als ob das den Gegenverkehr in Luft auflösen würde!  :boese:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Mai 14, 2013, 21:17:17


Beachte: "ohne Gefährdung, Behinderung oder Belästigung anderer Straßenbenützer"

Richtig, exakt das gilt auch für jene Radfahrer, die meinen, dass sie sich zwischen Auto und Gehsteigkante nach vorne durchzwängen müssen, auf Straßen, wo rechts kein eigener Fahrstreifen für Radfahrer existiert!


Und inwiefern gefährden, behindern oder belästigen die einen Autofahrer? Manche fühlen sich dadurch wohl in ihrem Stolz gekränkt; ob der Gesetzgeber allerdings das mit 'Belästigung' gemeint hat, wage ich zu bezweifeln.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Mai 14, 2013, 21:45:30

Und inwiefern gefährden, behindern oder belästigen die einen Autofahrer?

Wirklich gefährden tun Radfahrer höchstens Cabrio-Fahrer, deshalb habe ich "gefährden" extra nicht fett geschrieben!
"Behindern": Ja, wenn der Autofahrer rechts abbiegen will und der Radfahrer meint er muss sich trotzdem zwischen dieses Auto und dem Gehsteig zwängen.
"Belästigen": Ja, das ergibt sich automatisch wegen dem behindern und sowas ist ganz einfach menschlich!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Mai 15, 2013, 07:53:50
Radweg neu: Legal diagonal über die Kreuzung

Forscher entwickelten mit der "Wiener Diagonale" ein Ampel-Design, das Radfahrer und Fußgänger bevorzugt

Wer in der Großstadt Fahrrad fährt und sich immer wieder über lange Wartezeiten vor roten Ampeln ärgert, kennt das Problem: Will man eine Kreuzung auf baulich getrennten Fahrradstreifen diagonal überqueren, muss man zwei Grünphasen abwarten und verliert eine Menge Zeit. Wer mit dem Auto fährt, hat es da leichter.

Diesen Nachteil will das Institut für Verkehrswissenschaften der TU Wien gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und dem Planungsbüro "Komobile w7" aufheben und setzt dabei auf eine fahrradfreundliche Alternative: Die "Wiener Diagonale", ein Kreuzungs-Ampel-Design, bei dem Radfahrer in einer eigenen Ampelphase diagonal kreuzen können.

Diagonal kreuzen

Auf einer Straße mit Radwegen in beide Richtungen bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder verlaufen zwei getrennte Radwege beidseitig neben den Autofahrbahnen, oder es gibt nur einen breiteren Radweg, auf dem Fahrräder in beide Richtungen fahren dürfen. "Wenn bei einer Kreuzung zwei Radwege in einen einzigen bidirektionalen Radweg zusammengeführt werden, muss man als Radfahrer die Kreuzung in zwei Schritten überqueren, und das kann ziemlich lange dauern. Zudem gibt es wenig Aufstellflächen neben den Fußgängern", weiß Tadej Brezina vom Institut für Verkehrswissenschaften an der TU Wien.

Er schlägt daher vor, in solchen Fällen eine dritte Ampelphase einzuführen, bei der Fahrräder auf einem diagonal geführten Radwegstück über die Kreuzung gelangen. Nützlich wäre das besonders dort, wo gut ausgebaute, bidirektionale Radwege (sogenannte "Rad-Highways") aus dem Stadtrand in städtische Straßen münden, auf denen Radwege meist in zwei getrennten Einzelspuren geführt werden.

Drei Ampelphasen statt zwei

Statt der üblichen zwei Ampelphasen sind bei der "Wiener Diagonalen" drei vorgesehen: Während der dritten Phase müssten die Autos in alle Richtungen stehen bleiben, Fahrräder könnten diagonal kreuzen und die Fußgänger, deren Schutzwege nicht die diagonale Fahrradspur schneiden, hätten gleichzeitig auch grün.

Brezina hat anhand von typischen Verkehrsbedingungen berechnet, wie sich die Wartezeiten an einer Kreuzung durch die Einführung der "Wiener Diagonale" ändern würden. "Der Verkehrsfluss der Autos würde dadurch nicht wesentlich aufgehalten werden, für Fahrräder und Fußgänger würde die Wiener Diagonale jedoch eindeutige Vorteile bringen", ist sich der Verkehrsforscher sicher.

Zusätzlich zur Verbesserung des Verkehrsflusses für Fahrräder sieht Brezina einen Hauptnutzen der Wiener Diagonale in ihrer Signalwirkung: "Es ist eine gut sichtbare Bevorzugung von Radfahrern - vielleicht trägt das zu einem weiteren Umdenken in Richtung ökologische Mobilität bei."

Grüne Wellen

Derzeit sind Ampeln üblicherweise auf Autos abgestimmt und so geschaltet, dass man bei einem typischen Verkehrstempo eine "grüne Welle" hat. Beim Radfahren erreicht man diese Geschwindigkeit nicht und muss an vielen Kreuzungen stehen bleiben. "In Aarhus (Dänemark) ist das beispielsweise anders", weiß Tadej Brezina, "dort gibt es grüne Wellen für Radfahrer."

Die Wiener Diagonale könnte darüber hinaus zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu motivieren. Gerade im Bereich der "Pedelecs", der elektrisch unterstützten Fahrräder, gibt es enorme Zuwachsraten. "Durch diese Elektro-Fahrräder können weitere Strecken als bisher ohne Auto zurückgelegt werden, immer mehr Menschen werden auch für den täglichen Weg zur Arbeit aufs Fahrrad umsteigen", meint Brezina. Dieses Wachsen des Fahrradverkehrs müsse freilich auch in der Verkehrsplanung entsprechend berücksichtigt werden. (red, derStandard.at, 13.5.2013)

(http://images.derstandard.at/2013/05/14/1363905160904-keuzung-cetra2012-two-step.jpg)
So schaut die Ist-Situation in der Skizze der TU Wien aus.

(http://images.derstandard.at/2013/05/14/1363905160632-keuzung-cetra2012-diagonal.jpg)
Die "Wiener Diagonale" könnte für eine Bevorzugung des Fahrradverkehrs sorgen.

Quelle: http://derstandard.at/1363710834136/Radweg-neu-Legal-diagonal-ueber-die-Kreuzung (http://derstandard.at/1363710834136/Radweg-neu-Legal-diagonal-ueber-die-Kreuzung)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 15, 2013, 14:30:59


Trotzdem müssen auch Radfahrer genügend Seitenabstand beim überholen einhalten! Und de facto hält sich kein "Einspuriger" daran!


Es wäre in vielen Straßen genug Platz um rechts vorbeizufahren. Deswegen habe ich auch von vorbeifahren und nicht von überholen geschrieben. In meinem Ursprungspost habe ich explizit von Autofahrern im Stau geschrieben, die absichtlich soweit rechts fahren, dass man als Radfahrer nicht vorbeikommt. Ich habe nicht vom Fließverkehr oder vom Kreuzungsbereich geschrieben.
Und sich an einem bei rot an der Kreuzung stehenden Auto vorbeizwängen, muss man vielfach nur bei frustrierten Autofahrern, die Radfahrer als Gegner sehen und nicht damit fertig werden, dass das Fahrrad für die Stadt das geeignetere Fortbewegungsmittel ist. Viele  Radfahrer würden sich im Kreuzungsbereich gar nicht vorbeizwängen müssen/wollen, wenn sie nicht unmittelbar vorher von Autofahrern knapp überholt worden wären, wo genauso wenig Platz war und die dann absichtlich ganz rechts zur Kreuzung hinfahren.
Ich bin als Autofahrer auch schon oft genug von anderen Autofahrern angehupt und angefuchtelt worden, weil ich nicht den Zwang verspüre ein paar m vor einer Kreuzung noch unbedingt einen Radfahrer zu überholen, wenn sowieso rot ist.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: StefanTiran am Mai 15, 2013, 14:47:13



Trotzdem müssen auch Radfahrer genügend Seitenabstand beim überholen einhalten! Und de facto hält sich kein "Einspuriger" daran!


Es wäre in vielen Straßen genug Platz um rechts vorbeizufahren. Deswegen habe ich auch von vorbeifahren und nicht von überholen geschrieben. In meinem Ursprungspost habe ich explizit von Autofahrern im Stau geschrieben, die absichtlich soweit rechts fahren, dass man als Radfahrer nicht vorbeikommt. Ich habe nicht vom Fließverkehr oder vom Kreuzungsbereich geschrieben.


Kreuzungsbereich ist aber eine Voraussetzung, damit das vorbeifahren laut §12 (5) erlaubt ist. Faktisch gesehen, ist in der Stadt aber ohnedies überall Kreuzungsbereich.

Zitat

Und sich an einem bei rot an der Kreuzung stehenden Auto vorbeizwängen, muss man vielfach nur bei frustrierten Autofahrern, die Radfahrer als Gegner sehen und nicht damit fertig werden, dass das Fahrrad für die Stadt das geeignetere Fortbewegungsmittel ist. Viele  Radfahrer würden sich im Kreuzungsbereich gar nicht vorbeizwängen müssen/wollen, wenn sie nicht unmittelbar vorher von Autofahrern knapp überholt worden wären, wo genauso wenig Platz war und die dann absichtlich ganz rechts zur Kreuzung hinfahren.


Vollste Zustimmung!

Zitat

Ich bin als Autofahrer auch schon oft genug von anderen Autofahrern angehupt und angefuchtelt worden, weil ich nicht den Zwang verspüre ein paar m vor einer Kreuzung noch unbedingt einen Radfahrer zu überholen, wenn sowieso rot ist.


Es müsste noch viel mehr Leute geben, die hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs sind, und sich dann als Autofahrer_innen sinnvoll verhalten. Vielleicht lernen es ja die anderen Autofahrer_innen auch irgendwann.

Liebe Grüße,
Stefan
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 16, 2013, 07:50:28


Kreuzungsbereich ist aber eine Voraussetzung, damit das vorbeifahren laut §12 (5) erlaubt ist. Faktisch gesehen, ist in der Stadt aber ohnedies überall Kreuzungsbereich.




§12 (5) Müssen Fahrzeuge vor Kreuzungen, Straßenengen, schienengleichen Eisenbahnübergängen und dergleichen angehalten werden, so dürfen die Lenker einspuriger, später ankommender Fahrzeuge nur dann neben oder zwischen den bereits angehaltenen Fahrzeugen vorfahren, um sich mit ihren Fahrzeugen weiter vorne aufzustellen, wenn für das Vorfahren ausreichend Platz vorhanden ist und die Lenker von Fahrzeugen, die ihre Absicht zum Einbiegen angezeigt haben, dadurch beim Einbiegen nicht behindert werden.

Demnach darf man mit einspurigen Fahrzeugen - hab das beim Motorrad(-führerschein) auch so gelernt und gemacht - bei einem Stau im Stadtgebiet vorfahren, da dieser eigentlich immer auf eine Kreuzung rückführbar ist.
Mit dem "Kreuzungsbereich" hab ich gemeint, dass ich nicht vorfahre, wenn der vor mir gerade losfährt und abbiegen will.

Zwei Ergänzungen:
- Es handelt sich um Vorfahren und nicht Vorbeifahren (hab ich auch immer falsch geschrieben



Zitat
Da das Vorfahren weder unter die Begriffsbestimmungen des "Überholens" noch des "Vorbeifahrens" fällt, gelten die Vorschriften der §§ 15 bis 17 hier nicht. Die Vorschriften zB über den seitlichen Sicherheitsabstand oder bzgl der Verpflichtung zur Anzeige des Vorbeifahrmanövers gelten daher nicht. Daß die Einhaltung eines Seitenabstandes beim Vorfahren nicht vorgeschrieben werden kann, ist insofern logisch, als beim Vorbeischlängeln ja auch quer zwischen den Fahrzeugen durchgefahren wird. Der Seitenabstand darf daher beim Vorfahren +/-0 mm sein. Der Lenker des einspurigen Fahrzeuges muß nur so vorfahren, daß kein Fahrzeug beschädigt wird. Es muß nicht einmal eine Fahrzeugbreite zwischen den Fahrzeugen frei sein, wenn der Lenker des einspurigen Fahrzeuges zB durch Querhalten des Lenkers beim Vorfahren zwischen zwei Fahrzeugen eine Berührung vermeiden kann. Es gilt beim Vorfahren an nicht einbiegenden Fahrzeugen nur eine Vorschrift: Es muß für das einspurige Fahrzeug ausreichend Platz vorhanden sein, wobei beim Vorfahren zwischen zwei angehaltenen Kolonnen der ausreichende Platz sich auch aus Teilen des ersten und zweiten Fahrstreifens ergeben kann.


aus bikewelt.at http://www.bikerwelt.at/oe_info/schlaengeln.php (http://www.bikerwelt.at/oe_info/schlaengeln.php)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Mai 16, 2013, 12:14:00

Ich bin als Autofahrer auch schon oft genug von anderen Autofahrern angehupt und angefuchtelt worden, weil ich nicht den Zwang verspüre ein paar m vor einer Kreuzung noch unbedingt einen Radfahrer zu überholen, wenn sowieso rot ist.

Oh ja, das passiert leider all zu oft! Da würde man diese Autofahrer am liebsten  :hammer: :hammer: :hammer:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Mai 16, 2013, 22:00:20


Ich bin als Autofahrer auch schon oft genug von anderen Autofahrern angehupt und angefuchtelt worden, weil ich nicht den Zwang verspüre ein paar m vor einer Kreuzung noch unbedingt einen Radfahrer zu überholen, wenn sowieso rot ist.

Oh ja, das passiert leider all zu oft! Da würde man diese Autofahrer am liebsten  :hammer: :hammer: :hammer:


Da im Ortsgebiet ein generelles Hupverbot herrscht, außer um auf Gefahren hinzuweisen, sollte man in diesem Fall eigentlich anhalten, aussteigen, und am Heck nach der gefährlichen Beschädigung suchen, auf die einen der freundliche Hintermann aufmerksam machen wollte.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am Juli 26, 2013, 10:09:34
Stadtrat Eustacchio

Sehr geehrter Herr Redakteur,

es ist für den aufmerksamen Leser Ihrer Kolumne kaum zu übersehen: Wer sich mit Ihrer Paula anlegt, der bekommt es schon bald mit Ihnen zu tun. Alleine schon deshalb bin ich ganz bei Ihnen. Verkehrsregeln müssen von allen Verkehrsteilnehmern beachtet werden. Da hat auch so mancher Radfahrer noch Nachholbedarf. Unabhängig vom Angebot an Radwegen sind die Gehsteige den Fußgängern vorbehalten. Eine bessere Schulung der Radfahrer, aber auch entsprechende Kontrollen durch die Exekutive können für eine Verbesserung sorgen. In den nächsten zwei Jahren werden in den Ausbau der Geh- und Radwege in Graz zwei Millionen Euro investiert werden. Auch das wird zur Entschärfung der Situation beitragen. Wir werden sehen, ob es für die Auszeichnung als Fußgängerhauptstadt reichen wird, ebenso wichtig wäre mir aber das Wohlwollen Ihrer geschätzten Paula!

Herzlichst,

Ihr Mario Eustacchio

Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3364661/stadtrat-eustacchio.story)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 18, 2013, 13:55:18
Die neue Wahlfreiheit der Radler

Oben oder doch unten? Wird die Radwegbenützungspflicht bald erstmals in Graz aufgehoben, könnten Pedalritter in der neu gestalteten Annenstraße stadtauswärts wie gewohnt auf dem Radweg bleiben, müssten es aber nicht.

An den Haltestellen Roseggerhaus sowie Esperantoplatz/Arbeiterkammer wäre es dann nämlich auch erlaubt, auf die Straße zu wechseln.

Das genehmigt die neue Straßenverkehrsordnung seit 1. April. Im vierten Wiener Gemeindebezirk ist die Benutzungspflicht auf einem Radweg durch Opern- und Margarethenstraße erstmals im Mai gefallen. Für die Annenstraße wird das gerade straßenpolizeilich verhandelt. "Für das Straßenamt ist es eigentlich fix", sagt Johannes Purkarthofer von der Stadtbaudirektion. Die entsprechende Verordnung wurde noch nicht erlassen. "Bis Schulbeginn sollen die Markierungen fertig sein." Fällt die Benützungspflicht, werden eckige Schilder (siehe unten) platziert.

Ein erster Lokalaugenschein im Morgenverkehr hat gezeigt: Das zweispurige Fahren wird bereits frisch und munter praktiziert, die neuen Abschrägungen laden dazu ein.

Heidi Schmitt und Stephan Landgraf von der Radlobby Argus Steiermark haben für uns die Variante, die sie für eine "gute Lösung" werten, geprüft. "Der Vorteil eines nicht benutzungspflichtigen Radweges ist, dass unsichere Radler oben bleiben könnten und schnellere unten zügig fahren könnten und nicht mehr illegal auf die Straße ausweichen müssen", sagt Schmitt.

Notwenig sei dabei jedoch, vorausschauend zu fahren. Denn: Man muss sich vorher entscheiden: rauffahren oder bleiben. "Fährt man hinter der Bim, muss man ohnehin hinter ihr bleiben." Landgraf sieht den großen Vorteil der "Annenstraße neu" in der Verkehrsberuhigung. "So hat man bis zur Neutorgasse Durchfahrt."

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3381322/neue-wahlfreiheit-radler.story;jsessionid=8821CBEF643F042D6033FEE3DA615051.p3
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am August 18, 2013, 14:14:50
Zitat

"Fährt man hinter der Bim, muss man ohnehin hinter ihr bleiben." Landgraf sieht den großen Vorteil der "Annenstraße neu" in der Verkehrsberuhigung.


:lol: - Der Herr soll mal in die Haltestelle Esperantoplatz stadtauswärts schauen...  ::)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am August 18, 2013, 19:23:08
Was für eine Geldverschwendung! Schade um jeden Pinselstrich! Schade um jedes einzelne Schild, welches in der "neuen" Annenstraße aufgestellt wurde! Warum hat man nicht einfach einen "Shared space" aus dem ganzen Bereich gemacht? Die meisten Radfahrer fahren ohnehin wo und wie sie wollen, so eben auch in der Annenstraße! An den Straßenbahnen, die in der Haltestelle mit offenen Türen stehen, wird links und rechts rasant vorbeigefahren, sodass man als Ein-/Aus-Steigender höllisch auf diese ... aufpassen muss!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 19, 2013, 12:03:22
Dass dort permanent Autos/Lieferwagen auf den Gehsteigen herumstehen stört niemanden, aber wenn diese bösen Radfahrer kommen...
Und wenn an Straßenbahnen links "rasant" vorbeigefahren wird, ist das selbstverständlich mordsgefährlich für die Fußgänger, die unmittelbar vor oder hinter der Straßenbahn vielfach ohne schauen über die Straße hupfen.
Man sieht es ja an den Rampen bei diversen Haltestellen bzw. in Fußgängerzonen (Schmiedgasse): Kommt ein Radler stellen sich die Leute teilweise absichtlich in die Mitte oder gehen extra langsam, um dann nach zu schimpfen. Kommt ein Auto wird sofort bereitwillig zur Seite gegangen und am Besten noch schnell aufgekehrt und der rote Teppich ausgerollt. Das Auto ist als Statussymbol leider auch bei Fußgängern so gut verankert, dass man für stinkende, laute und große Fahrzeuge eine höhere Akzeptanz aufbringt als für in etwa gleich große Personen, die allerdings schneller und relativ lautlos unterwegs sind.
Und es  werden wohl urzeitlich, primitive Verhaltensmuster auch noch mitspielen: Revier abgrenzen und verteidigen gegen etwa gleich große, starke Gegner (Fußgänger vs. Radfahrer) und Fluchtinstinkt des kleineren (Fußgänger) gegenüber dem größeren, stärkeren (PKW). 

Aber man sieht, dass die führenden Köpfe der Stadt unter Zuhilfenahme der Kleinen Partei zeitung gut arbeiten und es schaffen, Leute, die die sanfte Mobilität "leben", gegeneinander auszuspielen, um so ihr Hauptaugenmerk auf ihre Steckenpferde Auto,Auto und Auto richten zu können.


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 19, 2013, 16:34:42
Autos/Lieferwagem auf den Gehsteigen finde ich nicht OK!

Dazu muss man sagen:
Die Post ist generell im Gesetz ausgenommen, denn sonst wären Zustellungen (vor allem Paketzustellungen) in der gesamten Innenstadt etwas schwierig bzw. unmöglich.
Gleiches gilt für Lieferwagen - die haben zum Teil Ausnahmegenehmigungen und ganz im ernst - irgendwo müssen sie sich hinstellen, denn Lokale/Geschäfte/etc. müssen doch auch beliefert werden, damit die Versorgung in der Stadt gesichert ist, oder will man in der Stadt alles zusperren und möchte man haben, dass die Leute alle in das Umland fahren?! Es ist leider ein Teufelkreis und jeder muss über seinen Tellerrand hinaus schauen und mit dem jeweils anderen Verkehrsteilnehmer (aller Art) versuchen, bis zu einem gewissen Maß tolerant umzugehen - nur irgendwo muss dann natürlich eine Grenze gezogen werden!

Aber Lieferwagen/Autos (Zusteller) müssen natürlich irgendwo parken - sie können sich nicht in Luft auflösen bzw. auf das Dach "springen"!


Und mit Radfahrern in der Fußgängerzone hat wohl niemand ein Problem. Problematisch sind nur jede Radfahrer, die nicht behirnen, dass auch wenn sie ausgenommen sind, auch für sie in der Fußgängerzone Schrittgeschwindigkeit gilt - woran sich zum Großteils alle Autos halten, aber nicht die Radfahrer (Radfahrer überholen Autos, Straßenbahnen, usw. - alleine daran sieht man, dass Radfahrer viel schneller unterwegs sind - als überhaupt erlaubt!).
Leider ist der Anteil jener Radfahrer nicht gerade gering, welche sehr rasant durch Fußgängerzonen zischen - dazu braucht man nur mit Geschäftsleuten und Kellnern die in der Innenstadt Gastgärten bewirten müssen, reden! Die bestätigen alle, dass sich mehrmals täglich sehr gefährliche Szenen abspielen!

Leider sind Radfahrer sehr ungeduldig zusätzlich und klingeln teilweise wie verrückt in einer Fußgängerzone. Aber es heißt nun mal Fußgängerzone und nicht Radfahrzone - wem in der Innenstadt zu viele Fußgänger unterwegs sind, oder es zu langsam geht, der muss halt die Innenstadt umfahren!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 20, 2013, 01:04:28

Dass sich Zulieferer irgendwo hin stellen müssen ist klar. Wenn man allerdings von einem Fußgänger angeschnauzt wird (ohne dass man schnell oder aggressiv gefahren wäre), obwohl ein Lieferwagen den Geh- und Radweg blockiert, finde ich das eigenartig.

Zitat
auch für sie in der Fußgängerzone Schrittgeschwindigkeit gilt - woran sich zum Großteils alle Autos halten, aber nicht die Radfahrer (Radfahrer überholen Autos, Straßenbahnen, usw. - alleine daran sieht man, dass Radfahrer viel schneller unterwegs sind - als überhaupt erlaubt!)

Also ich bin doch einiges in der Stadt unterwegs (zu Fuss, ÖV und mit dem Rad), aber Straßenbahn überholende Radfahrer in der FuZo hab ich noch nicht gesehen. Achja in der Früh kann/könnte ich in der Herrengasse oft nicht einmal im Windschatten von Straßenbahnen oder div. Zulieferern mithalten. 
Zitat
dazu braucht man nur mit Geschäftsleuten und Kellnern die in der Innenstadt Gastgärten bewirten müssen, reden! Die bestätigen alle, dass sich mehrmals täglich sehr gefährliche Szenen abspielen!

Wenn man sie fragt, ob sie zusammenrennende, weil nicht schauende und hakenschlagende Fußgänger sehen, werden sie das auch bestätigen.

Toleranz ist ja auch das was ich fordere, von allen Seiten. Momentan scheint das Hauptziel vor allem durch diverse meinungsmachende Artikel in der Kleinen Zeitung den öffentlichen Verkehr schlecht aus sehen zu lassen (Donnerwalzen, Hirtenkloster, Parkplatzverlust, Kosten und Staus durch Umbaumassnahmen) und Radfahrer als rücksichtslose Rowdys (http://www.kleinezeitung.at/allgemein/automotor/3369440/rowdy-radfahren-gefaehrlichsten.story (http://www.kleinezeitung.at/allgemein/automotor/3369440/rowdy-radfahren-gefaehrlichsten.story)) zu diskreditieren. (Die bösen radfahrenden Handytelefonierer, während das Autofahrer ja nie tun; die bösen bei rot fahrenden Radfahrer, was Autofahrer ja nie tun. Zu den Hauptverkehrszeiten fahren fast an jeder Kreuzung Autos noch bei rot in die Kreuzung, obwohl man bei gelb schon nicht mehr reinfahren dürfte und blockieren  dann die Kreuzung. Fußgänger scheren sich auch oft genug nicht um rote Ampeln; Radfahrer fahren so schnell. In manchen 30er-Straßen wird von Autofahrern fast immer zu schnell gefahren und oft mit wenig Abstand überholt bzw. vorbeigefahren, wo es keinen Gehsteig gibt; Radfahrer ignorieren die Rechtsregel - interessant nur, dass mir als Radfahrer mein Rechtsvorrang von Autofahrern regelmäßig verwehrt wird.
Ich hab noch nie einen Artikel über das arme Hansi-Radl gelesen, dass sich durch einen Fußgänger am Radweg am Glacis entlang jemals so geschreckt hätte, dass es den Dienst fürs Frauerl oder Herrl verweigert hätte.  Da marschieren auch ständig Fußgänger (tw. mit Hunden) ohne schauen, zu mehrt nebeneinander und pöbeln dann Radfahrer an die knapp vorbeifahren (müssen, weil kein Platz mehr ist). - Hat es da schon jemals Kontrollen durch die Polizei gegeben? Hat es jemals einen Artikel über diese unmöglichen, renitenten Fußgänger gegeben? Nein.
Aber das wird wohl auch bald noch kommen und dann bleiben als einzige achtbare Bürger und Retter des städtischen Lebens nur noch die Autofahrer.

Wäre ja schön, wenn es in der Kleinen Zeitung einmal einen recherchierten  ??? , eigenständigen  :o Artikel über die Vorteile der sanften Mobilität gäbe oder über das STEK 4.0 und wie dementsprechend die Verkehrsführung bei den Reininghausgründen bzw. diversen Neuanlagen ausschauen müsste/sollte. Welche Verbesserungen im Bereich des ÖV mit den unzähligen (verpulverten) Mio. € des Südgürtels möglich wären. 
Oder eine Umfrage unter allen Verkehrsteilnehmern, welche Verbesserungsvorschläge sie für die (Mobilität in der) Stadt hätten, statt eine repräsentative "Umfrage" unter Autofahrern des größten Kfz-Versicherers abzudrucken, wie gefährlich doch die Radfahrer sind.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 20, 2013, 11:57:34


Dass sich Zulieferer irgendwo hin stellen müssen ist klar. Wenn man allerdings von einem Fußgänger angeschnauzt wird (ohne dass man schnell oder aggressiv gefahren wäre), obwohl ein Lieferwagen den Geh- und Radweg blockiert, finde ich das eigenartig.


Es gibt so wie unter den Radfahrern auch unter den Fußgängern schwarze Schafe ... und derzeit dürfte man in der Annenstraße auf den Haltestellencaps nicht mit dem Rad fahren, weil es ja quasi ein Gehsteig ist.
Daher vermute ich, regen sich auch die einen, oder anderen Fußgänger auf - sind dann einmal die Markierungen angebracht, wird es vermutlich auch anders aussehen, denn dann ist auch für die Fußgänger sichtbar, dass dort die Radfahrer fahren dürfen/müssen.

Zitat
Also ich bin doch einiges in der Stadt unterwegs (zu Fuss, ÖV und mit dem Rad), aber Straßenbahn überholende Radfahrer in der FuZo hab ich noch nicht gesehen.


Das habe ich leider schon einigemal gesehen und beobachten können - Hauptplatz, Herrengasse, Murgasse, Südtirolerplatz - man sieht es immer wieder!

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 20, 2013, 15:29:55
Am Hauptplatz und am Südtirolerplatz bleiben die Straßenbahnen stehen, ist dann also kein Überholen sondern vorbeifahren (das kann ich dann auch gewesen sein   ;) )
In der Murgasse muss man dann schon ein sehr schneller Radler sein oder geisteskrank. - Wenn dem so ist: schlimm (wie gesagt hab ich noch nicht erlebt)
In der Herrengasse darf man eigentlich eh nur zu Zeiten (20-8 Uhr) fahren, wo wenig Verkehr ist, der aber dafür umso schneller sowohl Straßenbahn als auch Taxis oder Zulieferer. In der Früh muss man schon schauen, dass man als Radler oder Fußgänger nicht unter die Räder kommt.
Manchmal schleichen dafür Straßenbahnen und auch Busse, weil sie "noch Zeit" haben, langsamer als Fußgänger dahin. (Da muss man dann ja schnell fahren um mit 20 Differenz zu überholen.  :ätsch:  ;) )


Wie schon geschrieben, gibt es unter allen Verkehrsteilnehmern schwarze Schafe. Momentan sind die Radfahrer, denke ich,  auch deswegen im Fokus, weil die Zahl in den letzten Jahren rapide gestiegen ist, während sich infrastrukturell wenig bis gar nichts getan hat. Viel zu wenig Platz für zu viele Radfahrer und dazu keine sinnvolle Umfahrung der Innenstadt, keine Radstraßen, um einerseits den Rad- aber auch den Kfz-Verkehr entsprechend zu lenken .

Eine Verlängerung des Radweges den Ring entlang vom Eisernen Tor bis zur Mur (/Radetzkyspitz) - wird ja wieder einmal verhindert - mit entsprechenden weiterführenden Möglichkeiten, könnte einigen "schnellen" Radverkehr aus der FuZo abhalten. Jetzt steht man beim Eisernen Tor und hat Richtung Westen(Bahnhof) als Alternativen die Schmiedgasse/Franziskanerplatz oder (zu gewissen Zeiten) die Herrengasse/Murgasse.

Der Abschnitt Geidorfplatz, Wickenburggase, Keplerstraße entspricht auch überhaupt nicht den Mengen, die sich dort am Radweg bewegen inkl. Kreuzungsbereiche im Speziellen beim Kaiser-Franz-Josef-Kai (dort zusätzlich mit dem Fußgängerverkehr). Hier könnte man durch z.B. Auflassung einer Fahrspur inkl. Neugestaltung der Wickenburggasse (deutliche Verbreiterung des Geh- und Radweges; Grünstreifen als Abtrennung zum Kfz-Verkehr; mehr Platz und bessere Trennung der Fußgänger und Radfahrer im Kreuzungsbereich sowohl bei der Jahngasse als auch zur Mur hin) bis hin zum Lendplatz einen sinnvollen "Ost-West-Korridor" nördlich der Innenstadt schaffen.
Dass dies auch für die Fußgänger, den ÖV und teilweise sogar dem MIV Verbesserungen bringen würde, interessiert aber leider niemanden in der Stadtregierung, denn dazu müssten sich die Stadtregierer einmal mehr als nur Gedanken um Parkplätze, Hunderln und unfinanzierbare Gondeln machen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 20, 2013, 15:55:46
Es gibt aber auch fahrende Straßenbahnen auf den Plätzen - bevor sie stehen bleiben, oder nachdem sie los fahren.

Und das in der Murgasse war wie gesagt kein Scherz.

Herrengasse fahren aber immer wieder tagsüber einige Radler durch und am Franziskanerplatz recht flott um die Ecke, obwohl dort alles sehr eng und kurvig und meist viele Fußgänger unterwegs sind - gerade am Nachmittag, Abend.

Straßenbahnen schleichen leider meistens nicht freiwillig, sondern weil so verordnet - dürfen ja zum Teil nur 10 - 15 km/h fahren!  :boese:


Wenn ich hier über Radler schreib, was sie alles falsch machen, soll das nicht heißen, dass mich nicht auch manche Autofahrer und Fußgänger nerven - nur das hier ist nun mal der Radweg-Thread  ;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 20, 2013, 17:00:21
-Das glaub ich schon, dass das in der Murgasse tatsächlich passiert ist (Deshalb hab ich ja auch geschrieben, dass derjenige geisteskrank sein muss). - Das ist aber wohl doch eher die Ausnahme.
-Natürlich fahren in der Herrengasse tagsüber immer wieder Radfahrer liegt aber primär an der unglücklichen Kundmachung bzw. glaube ich, weiß kaum ein Radfahrer und noch viel weniger Fußgänger, dass man eigentlich nur zwischen 20 und 8 Uhr (oder wurde das inzwischen geändert) dort fahren darf. In der Früh, vor 8 sind allerdings kaum Fußgänger unterwegs, dementsprechend hoch/höher ist dort nicht nur das Tempo der Radfahrer sondern auch der Zulieferer und auch Straßenbahnen.
-MMn ist der Franziskanerplatz sowieso denkbar ungeeignet für einen gemischten Fußgänger und Radfahrerverkehr, weil zu eng und verwinkelt (Daher fahre ich Neutorgasse/Albrechtgasse).
Deshalb hab ich ja auch darauf hingewiesen, dass man den Radfahrern eine attraktive Alternative (z.b. über den Radetzkyspitz ohne bei jeder Ampel 5 min warten zu müssen) anbieten muss/müsste.
-Auf den genannten Plätzen ist das (natürlich Tageszeit abhängig) aber normalerweise ganz gut abschätzbar und sollte an und für sich kein wirkliches Problem darstellen. Wenn man sich in den Verkehrsspitzen beim Südtirolerplatz durch die Fußgänger im Haltestellenbereich "pflügt", wird das von diesen sicher nicht gut aufgenommen.
-Am Hauptplatz darf man eigentlich eh nur zu Schwachlastzeiten fahren bzw. zwischen 7:30 und 8:00 (Schüler) macht es dort eh keinen Spaß.
-Dass Straßenbahnen manchmal nicht schneller fahren dürfen, ist wohl nicht schuld und/oder das Problem der Radfahrer.

Als Radfahrer ist man oft genauso schnell, tw. schneller als Autofahrer wird aber auf die gleichen (viel zu engen) Verkehrsflächen wie die langsamen Fußgänger gedrängt, um dem MIV möglichst viel Platz einzuräumen. - Kein Wunder, dass es entsprechendes Konfliktpotenzial gibt.

Ich ärgere mich auch täglich oft genug über depperte Radfahrer genauso wie es depperte Fußgänger und Autofahrer gibt.
Die meisten Radfahrer sind aber zivilisiert und mit dem Bestreben mit anderen Verkehrsteilnehmern gut auszukommen unterwegs.   ;)  - Deswegen schreib ich im Radweg-Thread.  :bier:

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 20, 2013, 18:10:20
Und ganz interessant die Beschilderung der Albrechtgasse:

Vom Hauptplatz aus darf ich sie mit dem Rad befahren (Ost nach West)
Grund: Beschilderung einer Fußgängerzone mit Ausnahme für Radfahrer

Vom Andreas-Hofer-Platz aus darf ich sie mit dem Rad nicht befahren (West nach OSt)
Grund: Beschilderung "Einfahrt verboten" (ohne Ausnahme für Radfahrer)


[Also die Albrechtgasse ist auch nur in eine Richtung in eine Fußgängerzone ...  8) ]
Erstellt am: August 20, 2013, 17:58:59

-Das glaub ich schon, dass das in der Murgasse tatsächlich passiert ist (Deshalb hab ich ja auch geschrieben, dass derjenige geisteskrank sein muss). - Das ist aber wohl doch eher die Ausnahme.


Ist leider kein Einzelfall - kommt zwar nicht tagtäglich vor, hab ich aber schon öfter als einmal gesehen.
Erstellt am: August 20, 2013, 18:00:03


-Natürlich fahren in der Herrengasse tagsüber immer wieder Radfahrer liegt aber primär an der unglücklichen Kundmachung bzw. glaube ich, weiß kaum ein Radfahrer und noch viel weniger Fußgänger, dass man eigentlich nur zwischen 20 und 8 Uhr (oder wurde das inzwischen geändert) dort fahren darf. In der Früh, vor 8 sind allerdings kaum Fußgänger unterwegs, dementsprechend hoch/höher ist dort nicht nur das Tempo der Radfahrer sondern auch der Zulieferer und auch Straßenbahnen.


Dazu muss man sagen, dass es früher überhaupt ein Fahrverbot für Fahrräder in der Herrengasse gab, weil Fußgängerzone.

Erst vor ein paar Jahren hat man sie in der Nacht für den Fahrradverkehr (20:00 - 08:00 Uhr) geöffnet - also ursprünglich sowiso keine Radfahrstrecke, also denke ich nicht, dass es an der Kundmachung scheitert, denn wenn es daran scheitern würde, würde noch kein Radfahrer durch die Herrengasse fahren, weil sie nicht wüssten, dass sie fahren dürfen.
Und auf ein Verkehrszeichen zu schauen - darf man glaub ich verlangen und von dem ist alles einwandfrei ablesbar. Vor allem muss ich als Radfahrer, wenn ich wo eine Fußgängerzonentafel sehe, genau hinschauen, denn prinzipiell muss ich mal davon ausgehen, dass ich dort gar nicht fahren darf und ob vielleicht überhaupt für mich als Radfahrer eine Ausnahme besteht.

In der Früh, wenn es keine Frequenz durch Fußgänger in der Herrengasse gibt, ist die höhere Geschwindigkeit der Radfahrer sicher ok - spricht ja nichts dagegen, obwohl rechtlich nicht ok, denn gesetzlich gilt trotzdem Schrittgeschwindigkeit für Radfahrer und Zulieferer, denn es bleibt ja eine Fußgängerzone. Allerdings richtet sich die Bestimmung für die Straßenbahn nicht nach der StVO, denn die ist dezitiert von der Schrittgeschwindigkeitsregelung in Fußgängerzonen ausgenommen (da ist angeführt, dass das "Eisenbahnunternehmen" nach den eisenbahnrechtlichen Gesetzen die Geschwindigkeiten festzulegen hat - und dadurch darf sie auch schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren).

(Die schnellen Radfahrer durch die Fußgängerzonen bezog sich in einer meinen vorigen Kommentaren auf den Zeitpunkt der starken Frequentation durch Fußgänger.)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am August 20, 2013, 19:39:09

Dazu muss man sagen, dass es früher überhaupt ein Fahrverbot für Fahrräder in der Herrengasse gab, weil Fußgängerzone.

Für die Herrengasse war es (und wäre es noch immer) auch gut so!
Würden gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme noch existieren und würden auch alle Pedalritter darauf schauen, wohin sie wie schnell fahren, sowie die Langsamfahrer, wo immer es möglich wäre, der Bim brav Platz machen, dann hätte bestimmt keiner ein Problem damit, dass sich Radfahrer, Bim und Fußgänger die Fußgängerzonen teilen!


Und auf ein Verkehrszeichen zu schauen - darf man glaub ich verlangen und von dem ist alles einwandfrei ablesbar.

Verlangen ja, nur halten sich leider immer weniger Verkehrsteilnehmer daran! Gegenzusteuern könnte man diesem Trend vermutlich nur mit aufgezwungenen Verkehrserziehungskursen für "Verkehrsdelikt-Sammler", sowie wesentlich mehr Kontrollen und damit einhergehenden höheren Geldbußen!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 21, 2013, 08:51:36

Erst vor ein paar Jahren hat man sie in der Nacht für den Fahrradverkehr (20:00 - 08:00 Uhr) geöffnet - also ursprünglich sowieso keine Radfahrstrecke, also denke ich nicht, dass es an der Kundmachung scheitert, denn wenn es daran scheitern würde, würde noch kein Radfahrer durch die Herrengasse fahren, weil sie nicht wüssten, dass sie fahren dürfen.
Und auf ein Verkehrszeichen zu schauen - darf man glaub ich verlangen und von dem ist alles einwandfrei ablesbar. Vor allem muss ich als Radfahrer, wenn ich wo eine Fußgängerzonentafel sehe, genau hinschauen, denn prinzipiell muss ich mal davon ausgehen, dass ich dort gar nicht fahren darf und ob vielleicht überhaupt für mich als Radfahrer eine Ausnahme besteht.


Soweit ich mich entsinne, ist auf dem Schild am Beginn der Fußgängerzone bei den Ausnahmen ganz unten nur ein Fahrradsymbol eingezeichnet. Die Information von 20-8 steht nicht dabei und es gilt eben nicht die Zeit der Ladetätigkeit, die von 6-10 (glaub ich) erlaubt ist.
Wie schon geschrieben, es gibt leider dumme, rücksichtslose Radfahrer über die ich mich als Radfahrer tagtäglich ärgere.
Andererseits gibt es auch provokante Fußgänger, die bewusst unmittelbar vor einem entgegenkommenden Radfahrer einen Haken schlagen (ist mir auch schon mehrfach passiert - und das obwohl ich bin ein FuZo-Langsamfahrer bin), was sie bei einem Auto nicht machen würden. Fußgänger ignorieren auch sehr häufig Verkehrsregeln, vor allem jene die man Radfahrern vorwirft. Beim Eisernen Tor oder beim Südtirolerplatz laufen regelmäßig Fußgänger bei rot drüber; Fußgänger benützen gewisse Radwegstreifen (z. B. von der Oper stadteinwärts und ich meine damit nicht die Touristen, sondern die, die aus dem Auto aussteigen und ohne schauen auf den Radweg latschen) oder Radwege (Glacis) auch ständig und regen sich dann auf wenn man sie anklingelt/knapp vorbei fährt, Zebrastreifen werden auch nicht oder falsch benützt (einfach vor einem Radfahrer/Auto auf die Straße hupfen)
Genug Autofahrer sehen im Speziellen als Linksabbieger auch noch irgendwo eine Ampel auf grün. Fahrverbote werden ignoriert (Schanzelgasse), Geh- und Radwege blockiert, Behindertenparkplätze und Ladetätigkeit verparkt (da hat sich aber inzwischen einiges geändert), Linksabbiegeverbote ignoriert, Rechtsregel nicht beachtet, Kreuzungen blockiert usw.
Fast alles Dinge die den bösen Radfahrern angelastet werden.

Zitat
Würden gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme noch existieren und würden auch alle Pedalritter darauf schauen, wohin sie wie schnell fahren, sowie die Langsamfahrer, wo immer es möglich wäre, der Bim brav Platz machen, dann hätte bestimmt keiner ein Problem damit, dass sich Radfahrer, Bim und Fußgänger die Fußgängerzonen teilen!


Gegenseitiger Respekt! Mit dem Nachsatz, dass die Pedalritter ganz brav zu sein haben, was die anderen machen ist egal.



-Das glaub ich schon, dass das in der Murgasse tatsächlich passiert ist (Deshalb hab ich ja auch geschrieben, dass derjenige geisteskrank sein muss). - Das ist aber wohl doch eher die Ausnahme.

Ist leider kein Einzelfall - kommt zwar nicht tagtäglich vor, hab ich aber schon öfter als einmal gesehen.

Naja man sollte sich im Allgemeinen Radweg-Thread hauptsächlich  auf das was mehrere Radler machen beschränken.
Wenn Betrunkene auf der Straße herumtorkeln (sieht man fast täglich), gehe ich weder davon aus, dass der gemeine Fußgänger auf der Straße geht noch alkoholisiert ist.

Zitat
Dazu muss man sagen, dass es früher überhaupt ein Fahrverbot für Fahrräder in der Herrengasse gab, weil Fußgängerzone.

Ganz früher war es eine normale Straße, hatten die Radfahrer also mehr Rechte als Fußgänger - Die Zeiten ändern sich nun einmal. Insofern sollte/müsste die Stadt dem entsprechend Rechnung tragen und statt Mio. in irgendwelche Unterführungen (Südgürtel) und Straßenverbreiterungen zu pulvern, ihr Hauptaugenmerk auf die sanfte Mobilität lenken. Unter anderem in dem man eine schnelle, attraktive Alternativroute für Radfahrer errichtet. Radweg bis Radetzkyspitz mit Diagonalquerung und ausreichend langer Grünphase  in die Radetzkystraße weiter zur Mur oder in die Neutorgasse.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 21, 2013, 14:41:43


Erst vor ein paar Jahren hat man sie in der Nacht für den Fahrradverkehr (20:00 - 08:00 Uhr) geöffnet - also ursprünglich sowieso keine Radfahrstrecke, also denke ich nicht, dass es an der Kundmachung scheitert, denn wenn es daran scheitern würde, würde noch kein Radfahrer durch die Herrengasse fahren, weil sie nicht wüssten, dass sie fahren dürfen.
Und auf ein Verkehrszeichen zu schauen - darf man glaub ich verlangen und von dem ist alles einwandfrei ablesbar. Vor allem muss ich als Radfahrer, wenn ich wo eine Fußgängerzonentafel sehe, genau hinschauen, denn prinzipiell muss ich mal davon ausgehen, dass ich dort gar nicht fahren darf und ob vielleicht überhaupt für mich als Radfahrer eine Ausnahme besteht.


Soweit ich mich entsinne, ist auf dem Schild am Beginn der Fußgängerzone bei den Ausnahmen ganz unten nur ein Fahrradsymbol eingezeichnet. Die Information von 20-8 steht nicht dabei und es gilt eben nicht die Zeit der Ladetätigkeit, die von 6-10 (glaub ich) erlaubt ist.


Es ist nicht nur ein Fahrradsymbol, sondern steht daneben: 20:00 - 08:00 Uhr.
In der Ladetätigkeit ist Radfahren in der FuZo nicht erlaubt!
Ladetätigkeit ist von 5-10 erlaubt.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ahenobarbus am August 21, 2013, 22:25:17
Zitat



Es ist nicht nur ein Fahrradsymbol, sondern steht daneben: 20:00 - 08:00 Uhr.
In der Ladetätigkeit ist Radfahren in der FuZo nicht erlaubt!
Ladetätigkeit ist von 5-10 erlaubt.




Stimmt. Musste schon mal Strafe zahlen - obwohl ich auf meinem Fahrrad was geladen habe.   ;D

Waren aber recht freundliche Fahrradpolizisten - von denen lasse ich mich gerne abstrafen.

Wenn ich nun in der Herrengasse was zu tun habe fahre ich jetzt eigentlich meistens über die Frauen- und Jungferngasse - fast kein Umweg, legal und deckt eigentlich schon recht viel von den Zielen in der Herrengasse ab.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 21, 2013, 22:35:03

Stimmt. Musste schon mal Strafe zahlen - obwohl ich auf meinem Fahrrad was geladen habe.   ;D

Waren aber recht freundliche Fahrradpolizisten - von denen lasse ich mich gerne abstrafen.


Dass musst du mir jetzt mal erklären?!  ::)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am August 21, 2013, 23:06:10

Dass musst du mir jetzt mal erklären?!  ::)


Gemeint war vermutlich:

Waren aber recht freundliche FahrradpolizistINNen - von denen lasse ich mich gerne abstrafen.

;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 21, 2013, 23:07:32


Dass musst du mir jetzt mal erklären?!  ::)


Gemeint war vermutlich:

Waren aber recht freundliche FahrradpolizistINNen - von denen lasse ich mich gerne abstrafen.

;)


Dass habe ich ja fast vermutet  ;)

Denn was macht es sonst für einen Unterschied, welcher Polizist es ist (ob Fahrradpolizist, oder ein anderer)?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 22, 2013, 08:28:00



Erst vor ein paar Jahren hat man sie in der Nacht für den Fahrradverkehr (20:00 - 08:00 Uhr) geöffnet - also ursprünglich sowieso keine Radfahrstrecke, also denke ich nicht, dass es an der Kundmachung scheitert, denn wenn es daran scheitern würde, würde noch kein Radfahrer durch die Herrengasse fahren, weil sie nicht wüssten, dass sie fahren dürfen.
Und auf ein Verkehrszeichen zu schauen - darf man glaub ich verlangen und von dem ist alles einwandfrei ablesbar. Vor allem muss ich als Radfahrer, wenn ich wo eine Fußgängerzonentafel sehe, genau hinschauen, denn prinzipiell muss ich mal davon ausgehen, dass ich dort gar nicht fahren darf und ob vielleicht überhaupt für mich als Radfahrer eine Ausnahme besteht.


Soweit ich mich entsinne, ist auf dem Schild am Beginn der Fußgängerzone bei den Ausnahmen ganz unten nur ein Fahrradsymbol eingezeichnet. Die Information von 20-8 steht nicht dabei und es gilt eben nicht die Zeit der Ladetätigkeit, die von 6-10 (glaub ich) erlaubt ist.


Es ist nicht nur ein Fahrradsymbol, sondern steht daneben: 20:00 - 08:00 Uhr.
In der Ladetätigkeit ist Radfahren in der FuZo nicht erlaubt!
Ladetätigkeit ist von 5-10 erlaubt.



Ahja Danke! Dann ist das Schild inzwischen (kann sein, dass das schon lange her ist :pfeifend: ), ohne dass ich Notiz davon genommen habe, getauscht worden. 
Wobei es mich ja insofern nicht trifft, da ich weiß, dass nur bis 8 Uhr das Befahren erlaubt ist und um diese Zeit bin ich dann schon längst bei der Arbeit.

Zum Thema Rechtsregel: Heute hat mich (weider einmal) ein Autofahrer fast aufgegabelt Ecke Schanzelgasse - Rembrandgasse. Nach Bremsung (auch meinerseits) und Gehupe des Herrn, habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass hier die Rechtsregel gilt.
Seine Antwort war, dass ich aus einer Sackgasse  ???  (Schanzelgasse) komme und deswegen die Rechtsregel nicht gilt.  ???
Das sind dann genau die Autofahrer, die sich über die Radler aufregen  :hammer:

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 22, 2013, 10:46:48


Zum Thema Rechtsregel: Heute hat mich (weider einmal) ein Autofahrer fast aufgegabelt Ecke Schanzelgasse - Rembrandgasse. Nach Bremsung (auch meinerseits) und Gehupe des Herrn, habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass hier die Rechtsregel gilt.
Seine Antwort war, dass ich aus einer Sackgasse  ???  (Schanzelgasse) komme und deswegen die Rechtsregel nicht gilt.  ???
Das sind dann genau die Autofahrer, die sich über die Radler aufregen  :hammer:


Leider gibts immer wieder dazu Auffassungsunterschiede von allen Verkehrsteilnehmern!  :-X

Es stimmt, dass es auch die Fließverkehrsregel gibt, dass man, wenn man aus dem ruhenden Verkehr kommt, gegenüber dem fließenden Verkehr Nachrang hat. Aber diese Regel gilt lediglich wenn man von einem Parkplatz, einer Ein-/Ausfahrt, oder ähnliches weg- bzw. rausfährt, aber nicht an einer "normalen" Kreuzung.

Eine Sackgasse ist keine Begründung, dass die Rechtsregel nicht gilt. (Leider gehen hier die Meinungen auseinander  :-X  da man meint, dass in einer Sackgasse kein Fließverkehr stattfinden kann. Hier kommt es aber sicher um die Länge der Sackgasse drauf an, ob das nur ein "Stumpf" wie eine Ein-/Ausfahrt ist, oder ob es eben eine längere Sackgasse ist.)

Leider sehr viel Unwissenheit auch oft im Straßenverkehr ....
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Tw 222 am August 22, 2013, 11:10:38
Wenn es mit der Disziplinlosigkeit vieler Radfahrer so weitergeht, werden Vorfälle wie der gestrige sich häufen und der Ruf nach Fahrradkennzeichen lauter werden:

Radfahrerin beging Fahrerflucht
Eine unbekannte Fahrradlenkerin verursachte Mittwochmorgen im Bereich der Kreuzung Schmiedgasse - Kaiserfeldgasse einen Verkehrsunfall mit einer 74-jährigen Radfahrerin, die schwer verletzt wurde. Die Unbekannte fuhr ohne ihre Daten bekannt zu geben weiter.

Am Mittwoch überquerte eine 74-jährige Grazerin mit ihrem Fahrrad die Kreuzung Schmiedgasse - Kaiserfeldgasse. Aus Richtung Westen fuhr eine unbekannte Radfahrerin auf der Kaiserfeldgasse und stieß im Kreuzungsbereich gegen die Pensionistin, die durch den Anprall auf die Fahrbahn stürzte. Die Frau erlitt eine schwere Hüftverletzung.

Frau gab Daten nicht bekannt
Die unbekannte Radfahrerin kam nicht zu Sturz und tat den Unfall als ,,ist ja eh nichts passiert" ab. Als Zeugen und Ersthelfer die Rettung verständigten, setzte die unbekannte Rothaarige, die etwa 40 Jahre sein soll, ihre Fahrt auf der Schmiedgasse in Richtung Norden fort, ohne zuvor ihre Daten bekannt gegeben zu haben.
Quelle: orf.at
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 22, 2013, 14:24:57



Zum Thema Rechtsregel: Heute hat mich (weider einmal) ein Autofahrer fast aufgegabelt Ecke Schanzelgasse - Rembrandgasse. Nach Bremsung (auch meinerseits) und Gehupe des Herrn, habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass hier die Rechtsregel gilt.
Seine Antwort war, dass ich aus einer Sackgasse  ???  (Schanzelgasse) komme und deswegen die Rechtsregel nicht gilt.  ???
Das sind dann genau die Autofahrer, die sich über die Radler aufregen  :hammer:


Leider gibts immer wieder dazu Auffassungsunterschiede von allen Verkehrsteilnehmern!  :-X

Es stimmt, dass es auch die Fließverkehrsregel gibt, dass man, wenn man aus dem ruhenden Verkehr kommt, gegenüber dem fließenden Verkehr Nachrang hat. Aber diese Regel gilt lediglich wenn man von einem Parkplatz, einer Ein-/Ausfahrt, oder ähnliches weg- bzw. rausfährt, aber nicht an einer "normalen" Kreuzung.

Eine Sackgasse ist keine Begründung, dass die Rechtsregel nicht gilt. (Leider gehen hier die Meinungen auseinander  :-X  da man meint, dass in einer Sackgasse kein Fließverkehr stattfinden kann. Hier kommt es aber sicher um die Länge der Sackgasse drauf an, ob das nur ein "Stumpf" wie eine Ein-/Ausfahrt ist, oder ob es eben eine längere Sackgasse ist.)

Leider sehr viel Unwissenheit auch oft im Straßenverkehr ....


Dabei gibt es 2 Probleme:
Wie schon festgehalten: bei einer Kreuzung mit einer Sackgasse gilt allgemein die Rechtsregel, außer sie wäre durch bauliche Maßnahmen als untergeordnete Straße klar erkenntlich.
Die Schanzelgasse ist gar keine Sackgasse.

Wobei mir das speziell an dieser Kreuzung in beiden Richtungen schon mehrfach passiert ist. Ich weiß nicht warum viele gerade an der Kreuzung die Rechtsregel komplett ignorieren.



Wenn es mit der Disziplinlosigkeit vieler Radfahrer so weitergeht, werden Vorfälle wie der gestrige sich häufen und der Ruf nach Fahrradkennzeichen lauter werden:

Radfahrerin beging Fahrerflucht
Eine unbekannte Fahrradlenkerin verursachte Mittwochmorgen im Bereich der Kreuzung Schmiedgasse - Kaiserfeldgasse einen Verkehrsunfall mit einer 74-jährigen Radfahrerin, die schwer verletzt wurde. Die Unbekannte fuhr ohne ihre Daten bekannt zu geben weiter.

Am Mittwoch überquerte eine 74-jährige Grazerin mit ihrem Fahrrad die Kreuzung Schmiedgasse - Kaiserfeldgasse. Aus Richtung Westen fuhr eine unbekannte Radfahrerin auf der Kaiserfeldgasse und stieß im Kreuzungsbereich gegen die Pensionistin, die durch den Anprall auf die Fahrbahn stürzte. Die Frau erlitt eine schwere Hüftverletzung.

Frau gab Daten nicht bekannt
Die unbekannte Radfahrerin kam nicht zu Sturz und tat den Unfall als ,,ist ja eh nichts passiert" ab. Als Zeugen und Ersthelfer die Rettung verständigten, setzte die unbekannte Rothaarige, die etwa 40 Jahre sein soll, ihre Fahrt auf der Schmiedgasse in Richtung Norden fort, ohne zuvor ihre Daten bekannt gegeben zu haben.
Quelle: orf.at


Aus diesem Vorfall eine allgemeine "Disziplinlosigkeit vieler Radfahrer" abzuleiten, halte ich für übertrieben.
Außerdem kann es Straßenbahnern (wie TW 222) ja nur recht sein. Die ältere Dame war sicher so ein Verkehrshindernis, dass vor der Straßenbahn herumzuckelt und so schuld an all den Verspätungen der letzten Jahr bei den Öffis war. (Wenn Radler nicht disziplinlos ihrem Rowdytum frönen, sind sie ja ein langsames Verkehrshindernis )


Sucht man in regionews nach Fahrerflucht : stehen da 5 Vorfälle in den letzten 3 Tagen mit PKWs (mit Nummerntafeln) zu Buche, wobei 2x Radfahrer die Leidtragenden waren.
21.8.2013
Salzburg Stadt: Radfahrer angefahren und Fahrerflucht begangen - Polizei sucht Zeugen
Ein Zeuge in Bundesheeruniform hat die Daten des flüchtigen PKW notiert.

21.8.2013
Verkehrsunfall mit Fahrerflucht in Innsbruck
Ein schwarzer Pkw streifte den Wagen eines 45-Jährigen - der geflüchtete Lenker verletzte sich am zerbrochenen Spiegel 

20.8.2013
Fahrerflucht in Innsbruck: Pkw-Lenkerin krachte gegen geparkte Autos

20.8.2013
Fahrerflucht in Götzens in Tirol: BMW-Fahrer kracht zwei Mal gegen gleiches Auto

19.8.2013
Lohnsburg: Autospiegel streifte Radfahrerin - Lenker beging Fahrerflucht

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Gipfelrast am August 22, 2013, 14:41:37
Servus!


[...] durch bauliche Maßnahmen als untergeordnete Straße klar erkenntlich. [...]


Was darf man sich konkret darunter vorstellen? (Mit eigenen Interpretationen der Gesetze kommt man IMHO nicht weit)

In der STVO heisst es jedenfalls:

Zitat von: STVO §19 Abs. (6)

(6) Fahrzeuge im fließenden Verkehr haben den Vorrang gegenüber Fahrzeugen, die von Nebenfahrbahnen, von Fußgängerzonen, von Wohnstraßen, von Haus- oder Grundstücksausfahrten, von Garagen, von Parkplätzen, von Tankstellen, von Feldwegen oder dgl. kommen.


Ansonsten gilt die Rechtsregel:

Zitat von: STVO §19 Abs. (1)

(1) Fahrzeuge, die von rechts kommen, haben, sofern die folgenden Absätze nichts anderes bestimmen, den Vorrang; Schienenfahrzeuge jedoch auch dann, wenn sie von links kommen.


Hier der Link zur Link zur STVO (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011336)

LG
Gert
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ahenobarbus am August 22, 2013, 23:33:19


Stimmt. Musste schon mal Strafe zahlen - obwohl ich auf meinem Fahrrad was geladen habe.   ;D

Waren aber recht freundliche Fahrradpolizisten - von denen lasse ich mich gerne abstrafen.


Dass musst du mir jetzt mal erklären?!  ::)


War durchaus ernst gemeint (zum Teil zumindest - für die 20 EUR hätte ich auch andere Investitionsmöglichkeiten gefunden). Denn genauso wie sich Polizisten mit Migrationshintergrund bei Migranten leichter tun, sind Amtshandlungen von Fahrradpolizisten für manche Fahrradfahrer vielleicht ein klein wenig leichter zu verdauen. Man identifziert sich einfach eher mit ihnen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 23, 2013, 07:46:37


War durchaus ernst gemeint (zum Teil zumindest - für die 20 EUR hätte ich auch andere Investitionsmöglichkeiten gefunden). Denn genauso wie sich Polizisten mit Migrationshintergrund bei Migranten leichter tun, sind Amtshandlungen von Fahrradpolizisten für manche Fahrradfahrer vielleicht ein klein wenig leichter zu verdauen. Man identifziert sich einfach eher mit ihnen.


Genau in diese Richtung dachte ich auch, dass man weniger Problem als Radler hat von einem Radfahrpolizisten abgestraft zu werden, als von einem anderen. Ist eigentlich eine rein psychologische Sache und finde ich interessant - den sogar die Radfahrpolizisten selbst bestätigen dieses Phänomen, wenn man mit ihnen spricht.

Das interessante dabei ist allerdings, dass Radfahrpolizisten, so wie jeder andere Polizist auch, wenn er nicht mit dem Fahrrad unterwegs ist, seinen "normalen" Dienst versieht,  also es könnte passieren, dass man von ein und demselben Polizist einmal als Radpolizist und einmal als "normaler" Polizist aufgehalten und abgestraft wird und nur wenn er die "Raduniform" trägt, seine Amtshandlung vom Radfahrer akzeptiert wird!

Genau dieser Umstand wird auch intern bei der Polizei bestätigt - kurios, oder?!  :o
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 23, 2013, 09:01:57

Servus!


[...] durch bauliche Maßnahmen als untergeordnete Straße klar erkenntlich. [...]


Was darf man sich konkret darunter vorstellen? (Mit eigenen Interpretationen der Gesetze kommt man IMHO nicht weit)

In der STVO heisst es jedenfalls:

Zitat von: STVO §19 Abs. (6)

(6) Fahrzeuge im fließenden Verkehr haben den Vorrang gegenüber Fahrzeugen, die von Nebenfahrbahnen, von Fußgängerzonen, von Wohnstraßen, von Haus- oder Grundstücksausfahrten, von Garagen, von Parkplätzen, von Tankstellen, von Feldwegen oder dgl. kommen.


Ansonsten gilt die Rechtsregel:

Zitat von: STVO §19 Abs. (1)

(1) Fahrzeuge, die von rechts kommen, haben, sofern die folgenden Absätze nichts anderes bestimmen, den Vorrang; Schienenfahrzeuge jedoch auch dann, wenn sie von links kommen.


Hier der Link zur Link zur STVO (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011336)

LG
Gert


Wenn eine Straße zum Beispiel über eine abgesenkte Gehsteigkante zur Kreuzung führt und somit für jeden Verkehrsteilnehmer (auch ortsunkundigen) offensichtlich keine gleichrangige Straße ist.

Gibt mehrere Fälle dazu unter anderem diese hier (wo jeweils unterschiedlich entschieden wurde):
- http://www.boyer.at/rechtsanwalt/RECHTSI/Artikel/pdf/verkehr2.pdf (http://www.boyer.at/rechtsanwalt/RECHTSI/Artikel/pdf/verkehr2.pdf)
- http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Gesamtabfrage&Dokumentnummer=JUR_KA_20120928_1898_4_2011_01&ResultFunctionToken=4c777912-baa4-49aa-8111-45354da2c177&Position=401&SearchInAsylGH=&SearchInBegut=&SearchInBgblAlt=&SearchInBgblAuth=&SearchInBgblPdf=&SearchInBks=&SearchInBundesnormen=&SearchInDok=&SearchInDsk=&SearchInEbm=&SearchInEbmj=&SearchInGemeinderecht=&SearchInJustiz=&SearchInLgbl=&SearchInLrBgld=&SearchInLrK=&SearchInLrNo=&SearchInLrOO=&SearchInLrSbg=&SearchInLrStmk=&SearchInLrT=&SearchInLrVbg=&SearchInLrW=&SearchInNormenliste=&SearchInPvak=&SearchInRegV=&SearchInUbas=&SearchInUmse=&SearchInUvs=&SearchInVerg=&SearchInVfgh=&SearchInVwgh=&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=StVO (http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Gesamtabfrage&Dokumentnummer=JUR_KA_20120928_1898_4_2011_01&ResultFunctionToken=4c777912-baa4-49aa-8111-45354da2c177&Position=401&SearchInAsylGH=&SearchInBegut=&SearchInBgblAlt=&SearchInBgblAuth=&SearchInBgblPdf=&SearchInBks=&SearchInBundesnormen=&SearchInDok=&SearchInDsk=&SearchInEbm=&SearchInEbmj=&SearchInGemeinderecht=&SearchInJustiz=&SearchInLgbl=&SearchInLrBgld=&SearchInLrK=&SearchInLrNo=&SearchInLrOO=&SearchInLrSbg=&SearchInLrStmk=&SearchInLrT=&SearchInLrVbg=&SearchInLrW=&SearchInNormenliste=&SearchInPvak=&SearchInRegV=&SearchInUbas=&SearchInUmse=&SearchInUvs=&SearchInVerg=&SearchInVfgh=&SearchInVwgh=&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=StVO)


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 26, 2013, 10:37:16
Noch eine Ergänzung zur Rechtsregel von https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/194/Seite.1940026.html (https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/194/Seite.1940026.html), weil das von Autofahrern auch gerne ignoriert/nicht gewusst wird:
Zitat
Mündet die Einbahnstraße in eine Querstraße, sind die an der Kreuzung geltenden Vorrangregeln davon abhängig, ob in der Einbahnstraße für das Fahren gegen die Einbahn eine Radfahranlage vorhanden ist oder nicht. Ist nur ein Verkehrsschild "Ausgenommen Radfahrer", nicht aber eine eigene Radfahranlage gegeben, gilt der Rechtsvorrang bzw. die jeweilige Vorrangbeschilderung.


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bim am August 26, 2013, 11:05:32

Noch eine Ergänzung zur Rechtsregel von https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/194/Seite.1940026.html (https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/194/Seite.1940026.html), weil das von Autofahrern auch gerne ignoriert/nicht gewusst wird:
Zitat
Mündet die Einbahnstraße in eine Querstraße, sind die an der Kreuzung geltenden Vorrangregeln davon abhängig, ob in der Einbahnstraße für das Fahren gegen die Einbahn eine Radfahranlage vorhanden ist oder nicht. Ist nur ein Verkehrsschild "Ausgenommen Radfahrer", nicht aber eine eigene Radfahranlage gegeben, gilt der Rechtsvorrang bzw. die jeweilige Vorrangbeschilderung.





Guter Link, denn hier steht auch:

Zitat
Ist für das Fahren gegen die Einbahn eine Radfahranlage (Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen, Radweg, Geh- und Radweg oder Radfahrerüberfahrt) vorhanden und endet diese bei der Querstraße, hat die Radfahrerin/der Radfahrer immer Nachrang.


Und das wissen auch viele Radfahrer nicht, denn da ist die weit verbreitete Meinung, dass eben der Rechtsvorrang gilt, oft enden aber diese Radfahranlagen an einer Kreuzung und sind zusätzlich mit dem Schriftzug "ENDE" gekennzeichnet und somit hat man als Radfahrer in so einer Situation immer Nachrang.


Anzumerken ist, dass in Grazer Einbahnstraßen großteils eine Radfahranlage vorhanden ist und somit der angeführte Passus
Zitat
... Ist nur ein Verkehrsschild "Ausgenommen Radfahrer", nicht aber eine eigene Radfahranlage gegeben, gilt der Rechtsvorrang bzw. die jeweilige Vorrangbeschilderung. ... "weil das von Autofahrern auch gerne ignoriert/nicht gewusst wird"
keine Anwendung findet.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 05, 2013, 00:04:15
Die Überfahrt im Bereich Keplerstraße/Neubaugasse wurde ein wenig umgestaltet. Die Situation wirkt nun etwas weniger gedrängt, der neue Ampelmast steht nun deutlich außerhalb des Radwegs. Außerdem weist ein gelbes Blinklicht auf querende Fußgänger hin.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Oktober 06, 2013, 09:27:29
Fahrradstraßen für Graz ins Spiel gebracht

ARGUS-Steiermark hat im Radforum am 03.10. ein Konzept für Fahrradstraßen vorgelegt und ein Beispiel auch gleich in der Praxis angeschaut. Insgesamt 6 Straßenstücke wurden analysiert und sollen nun von Verkehrsplanung und Straßenamt weiter geprüft werden.

Schon hohe Radlerfrequenz im Verhältnis zu Kfz, gute Integrierung in das bestehende (Haupt-)Radwegenetz, günstige bauliche Voraussetzungen - das sind die Kriterien, die die Anlage von Fahrradstraßen voraussetzen. Die Präsenz der RadlerInnen wird mit der Ausweisung optisch und psychologisch unterstrichen, u.a. ist ein Nebeneinanderfahren erlaubt.

Während andernorts schon bald nach dem Inkrafttreten der StVO-Novelle mit 1. April, die Fahrradstraßen erlaubt, an die Umsetzung gingen, passierte in Graz noch nichts; weshalb ARGUS-Vorstandsmitglied Stephan Landgraf die Sache in die Hand nahm und einen Externe Verknüpfung Vorschlag erstellte, der sechs Straßenzüge umfasst. Die Abschnitte, die zwischen 350 m und 1 km lang sind, wurden auf ihre Eignung hin analysiert. Es sind dies:
1. Rechbauerstraße - Morellenfeldgasse
2. Lagergasse
3. Schubertstraße
4. Laimburggasse
5. Brockmanngasse
6. Oeverseegasse - Korngasse - Brückengasse

Im Zuge einer Befahrung wurde im Rahmen des Radforums Vorschlag 1 auch näher angeschaut. Stadtrat Mario Eustacchio - das Radforum war das erste unter seiner Ägide als Verkehrsstadtrat - befand: "Die Vorschläge klingen gut und scheinen grundsätzlich machbar". Er verwies außerdem darauf, dass man sich von der Stadt aus vorgenommen hat, im Jahr drei Wohnstraßen umzusetzen.

   

Annenstraße und Baustellen
Im Zuge der Befahrung wurde auch die Annenstraße angeschaut, insbesondere die Kreuzung Babenbergerstraße. Der Radfahrstreifen sollte stadtauswärts nicht aufgelöst, sondern als Radfahrerübergang fortgesetzt werden, die Druckknopfampel am Beginn der Tram-Unterflurtrasse (relevant für aus der Babenbergerstraße Richtungs Innenstadt einfädelnde RadlerInnen) sollte über automatische Anforderung von den Straßenbahnen gesteuert werden, so die ARGUS-VertreterInnen.

Radverkehrskoordinator Helmut Spinka trug die abgerbeiteten und die in Umsetzung befindlichen Projekte vor. Von Severin Kann ("Fahrgast") wurde die Problematik eines fehlenden Radfahrstreifens in der oberen Georgigasse angesprochen, von der ARGUS die mangelhafte Ausschilderung und Umleitungsführung bei Baustellen angeführt.

http://graz.radln.net/cms/beitrag/11918120/25359410/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Oktober 07, 2013, 00:37:29
Vor seinem Abtsantritt hatte sich Eustacchio noch grundsätzlich ablehnend gegenüber Fahrradstraßen geäußert. Man darf gespannt sein. Tatsächlich scheinen hier Sachen zu passieren, die die Grüne Rücker nicht zustande gebracht hat. Wobei inzwischen der Widerstand der ÖVP abnehmen dürfte. Dort hat man wohl derzeit andere Probleme.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am Oktober 07, 2013, 07:26:59

Tatsächlich scheinen hier Sachen zu passieren, die die Grüne Rücker nicht zustande gebracht hat.


Beim Widerstand gegen Rückersche Maßnahmen war sicherlich ein nicht geringes Quantum an Fundamentalopposition mit im Spiel. Dieses Verhalten verfliegt recht schnell, wenn man am Boden der Tatsachen mit der Realität konfrontiert wird bzw. diese zu verantworten hat.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Oktober 07, 2013, 08:21:24
Gewisse Sachen waren damals noch nicht umsetzbar. Erst die heurige StVO-Novelle brachte Fahrradstraßen und Begegnungszonen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 09, 2013, 11:57:25

Neue Rad-Achse: Gösting und Andritz
Zwischen den nördlichen Bezirken Gösting und Andritz errichtet die Stadt einen Geh- und Radweg: Er verbindet künftig das EKZ-Nord mit dem Weidweg und läuft weiter über eine Brücke Richtung Obere Weid. Das Vorhaben - gebaut wird 2013 bis 2015 - kostet 900.000 Euro und es erhielt dafür die Rückendeckung aller MandatarInnen, ausgenommen jene des Piraten Philipp Pacanda.
http://www.graz.at/cms/beitrag/10208133/1618648/


Heute wurde mit dem Bau der Radverbindung SCN-Weidweg-Obere Weid begonnen  :). Als erstes stehen Schlägerungsarbeiten im Bereich der Schleppbahntrasse auf dem Programm.  
Leider ist durch die ausladend dimensionierte Baustellenabsperrung auch der Fußweg (Trampelpfad) vom SCN zur Oberen Weid unterbrochen  ::).  Auch die Schleppbahn selbst ist momentan unpassierbar.

lg, IC

PS: Hier der Link zum GR-Stück: http://www.graz.at/cms/dokumente/10207795_410977/aafff1a9/A10_8_9341_2013_1.pdf (http://www.graz.at/cms/dokumente/10207795_410977/aafff1a9/A10_8_9341_2013_1.pdf)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Oktober 10, 2013, 07:29:36
Shopping Nord hadert mit "Blockade"

Betreiber Christian Kovac sieht seine Ausbaupläne weiterhin auf Eis gelegt - aber die Stadt wehrt sich. Der lang geplante Geh- und Radweg nach Gösting wird jetzt doch gebaut.

Es war von Beginn an ein merkantiles Kuriosum. Das Einkaufszentrum Shopping Nord in Gösting war ausgerechnet für die Göstinger schwer zu erreichen. Das ändert sich. Die Bauhütten stehen bereits, in den nächsten Tagen wird mit der Errichtung des 215 Meter langen und 900.000 Euro teuren Geh- und Radweges entlang der Bahntrasse via Weidweg und Obere Weid auch tatsächlich begonnen. Das Warten hat also ein Ende.

Doch Christian Kovac, Unternehmer und Betreiber des Einkaufszentrums, ärgert die Wartezeit immer noch. "Wir haben eine Unterschriftenliste lanciert und die Planung unentgeltlich in die Hand genommen, und doch hat es Jahre gedauert, bis die Stadt den Lückenschluss genehmigt hat." Vor zwei Jahren wurde die "längste Fahrradbrücke der Stadt" hinter dem Baumarkt Obi von der damaligen Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker eingeweiht, das letzte Teilstück nach Gösting über eine bestehende Bahntrasse wurde genehmigt, nur gebaut wurde es nicht. Vonseiten der Stadt hieß es dabei auch immer wieder, dass Kovac selbst das Projekt verhindert habe. Dieser winkt ab: "Ich hatte immer Interesse daran, dass wir von den Göstingern besser zu erreichen sind. Ab Frühling 2014 wird es nun so weit sein."

Auch Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio legt wert auf die Feststellung, dass es sich "um einen notwendigen Lückenschluss handelt", um ein Projekt, das er von seiner Vorgängerin Rücker "sofort übernommen" habe. Das 900.000 Euro schwere Bauvorhaben sei allerdings auch "ein großer Brocken für das Stadtbudget". Eustacchio beweise damit, "dass auch ein blauer Verkehrsstadtrat keine Radfahrer frisst".

Über weitere Ausbaupläne rund ums Einkaufszentrum kann Christian Kovac allerdings "leider nichts berichten". Nachsatz: "Wir würden ja gerne, aber man lässt uns nicht." Im Süden und im Osten werde investiert, der Norden der Stadt stagniere.

Bürgermeister-Sprecher Thomas Rajakovics betont, "dass wir in Graz keine Vergrößerung von Einkaufszentren mehr vornehmen wollen, denn wir haben schon die größte Dichte an Einkaufsfläche pro Einwohner in ganz Österreich." Im Fall des Shopping Nord allerdings "handelt es sich nur um kleine Erweiterungen, die durchaus möglich wären. Hier hapert es aber an der Verkehrsplanung."

Bernhard Inninger vom Stadtplanungsamt bestätigt diese Einschätzung: "Es stehen ihm bei den Hallen im südlichen Bereich des Areals sogar gigantische Reserven zur Verfügung." Kovac müsse lediglich ein schlüssiges Verkehrskonzept vorlegen, dann stehe einem Ausbau nichts im Wege.


ROBERT PREIS

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3433758/shopping-nord-hadert-blockade.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Oktober 10, 2013, 09:21:31

Auch Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio legt wert auf die Feststellung, dass es sich "um einen notwendigen Lückenschluss handelt", um ein Projekt, das er von seiner Vorgängerin Rücker "sofort übernommen" habe. Das 900.000 Euro schwere Bauvorhaben sei allerdings auch "ein großer Brocken für das Stadtbudget". Eustacchio beweise damit, "dass auch ein blauer Verkehrsstadtrat keine Radfahrer frisst".


Darf ich weinen oder soll ich mich noch kurz zusammenreißen?

Wie wie viel kosten die Stadt die Grundstücksablösen für den Südgürtel? Damit könnte man schon eine ausgewachsene Straßenbahnverlängerung finanzieren!

Und von den Gesamtkosten (die aber Land und Bund tragen) will ich gar nicht reden!

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 10, 2013, 10:51:41
Zitat

Das 900.000 Euro schwere Bauvorhaben sei allerdings auch "ein großer Brocken für das Stadtbudget".


Das Projekt kostet somit nur soviel wie ca. 12 Laufmeter Südgürtel ...  :pfeifend:

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 11, 2013, 19:35:21
Es wird schon eifrig gebaggert ...

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Oktober 11, 2013, 19:42:30
Äh blöde Frage: Wie kommen die Göstinger westlich der Bahn dann zum Shopping Nord? Etwa durch einen Fußgängertunnel oder wird da eine Fußgängerbrücke über die Bahn gebaut?  ???
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 11, 2013, 19:50:21

Etwa durch einen Fußgängertunnel oder wird da eine Fußgängerbrücke über die Bahn gebaut?  ???


Ja, eine Brücke zwischen Weidweg und Oberer Weid.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Oktober 11, 2013, 20:35:30


Etwa durch einen Fußgängertunnel oder wird da eine Fußgängerbrücke über die Bahn gebaut?  ???


Ja, eine Brücke zwischen Weidweg und Oberer Weid.

lg, IC


Wird eigentlich auch die bestehende Unterführung Obere Weid - Römerweg fahrradtauglich gemacht?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 12, 2013, 21:05:16

Wird eigentlich auch die bestehende Unterführung Obere Weid - Römerweg fahrradtauglich gemacht?


Leider nein, zumindest nicht im Zuge dieses Projekts. Mir sind auch keine derartigen Planungen bekannt  :(

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Oktober 13, 2013, 01:56:49


Wird eigentlich auch die bestehende Unterführung Obere Weid - Römerweg fahrradtauglich gemacht?


Leider nein, zumindest nicht im Zuge dieses Projekts. Mir sind auch keine derartigen Planungen bekannt  :(


Das schränkt den Nutzen des neuen Radwegs natürlich massiv ein (und natürlich auch die Benutzung mit Kinderwagen, Rollstühlen, etc.) :-\ Und eine reine Fußgängerverbindung hätte man wohl deutlich billiger realisieren können (ein Trampelpfad existierte ja bereits).
Vielleicht kommt's ja noch, dort sollte eigentlich auf beiden Seiten genug Platz für eine - eventuell kurvige - Rampe sein.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 13, 2013, 11:13:37

Das schränkt den Nutzen des neuen Radwegs natürlich massiv ein (und natürlich auch die Benutzung mit Kinderwagen, Rollstühlen, etc.) :-\ Und eine reine Fußgängerverbindung hätte man wohl deutlich billiger realisieren können (ein Trampelpfad existierte ja bereits).


Wenigstens ist die Obere Weid dann mit dem Rad erreichbar, sowohl vom Murradweg kommend via Fischeraustraße-OBI-SCN, als auch aus Richtung Südwest via Kleinoscheg-Straße-Müllerviertel-Weidweg (die Variante via Wienerstraße, die ab dem SCN Freilandstraße ist, halte ich für unzumutbar). Was fehlt ist eine Verbindung zum "Zentrum" von Gösting (Schlossplatz, Endstation).

Der Trampelpfad existiert zwar, ist aber ziemlich steil und bei Schlechtwetter ungut zu gehen und bei Eis und Schnee lebensgefährlich. Das ist schon gut, dass das wegkommt, auch in Anbetracht der Tatsache, dass sich auf der Oberen Weid ein Kindergarten und eine Krippe befinden.

Zitat

Vielleicht kommt's ja noch, dort sollte eigentlich auf beiden Seiten genug Platz für eine - eventuell kurvige - Rampe sein.


Ja, wäre sicher eine sehr sinnvolle Ergänzung. Ebenso fehlt noch eine direkte Radverbindung bei der Weinzödlbrücke zum Radweg in der nordöstlichen Wienerstraße nach Andritz (evtl auch entlang der Schleppbahn).

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Oktober 13, 2013, 11:44:27

Ebenso fehlt noch eine direkte Radverbindung bei der Weinzödlbrücke zum Radweg in der nordöstlichen Wienerstraße nach Andritz (evtl auch entlang der Schleppbahn).

Wäre "zu" sinnvoll, wird daher sicher nicht gebaut!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 23, 2013, 14:55:20
Beim SCN hat sich schon einiges weiterentwickelt. Der Anschluss zum Weidweg ist bereits gut zu erkennen. Derzeit wird an der Böschung gearbeitet, hier wird in einer Serpentine die Rampe vom SCN zum Weideweg angelegt.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 30, 2013, 20:01:04
In den letzten Tagen wurde die alte Stützmauer abgebrochen und weiter planiert. Heute wurden einige Fertigbetonelemente angeliefert und eingehoben.

lg, IC[
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Oktober 31, 2013, 09:31:42


Zitat
Ist für das Fahren gegen die Einbahn eine Radfahranlage (Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen, Radweg, Geh- und Radweg oder Radfahrerüberfahrt) vorhanden und endet diese bei der Querstraße, hat die Radfahrerin/der Radfahrer immer Nachrang.


Und das wissen auch viele Radfahrer nicht, denn da ist die weit verbreitete Meinung, dass eben der Rechtsvorrang gilt, oft enden aber diese Radfahranlagen an einer Kreuzung und sind zusätzlich mit dem Schriftzug "ENDE" gekennzeichnet und somit hat man als Radfahrer in so einer Situation immer Nachrang.


Richtig, aber auch irgendwo pervers. Dazu das Gesetz (StVO) im §2:

7. Radfahrstreifen: ein für den Fahrradverkehr bestimmter und besonders gekennzeichneter Teil der Fahrbahn, wobei der Verlauf durch wiederholte Markierung mit Fahrradsymbolen und das Ende durch die Schriftzeichenmarkierung ,,Ende" angezeigt wird;

Der §2 heißt Begriffsbestimmungen: Hier wird also definiert. (!) Ein Radfahrer weiß also während des Fahrens gegen die Einbahn erst am Ende, ob er sich auf einer benachrangten Radverkehrsanlage oder auf einer normalen Fahrbahn befindet, da der Ende-Schriftzug (Definitionsmerkmal) logischerweise erst am Ende aufgebracht ist. Und bei Schneelage gelten unsichtbare Bodenmarkierungen nicht mehr. Damit verliert der Fahrbahnteil plötzlich seine Radverkehrsanlageneigenschaft und gewinnt dafür den Rechtsvorrang. Blöder geht es wohl nicht mehr.

Und es ist oft schon schwierig genug, als eventuell bevorrangter Kraftfahrer die seitlich stehenden Vorrang-geben-Zeichen zu entdecken. Und es ist noch schwieriger, Bodenmarkierungen zu entdecken. Schon mal ausprobiert? Bei Regen und Dunkelheit sind bei Vorhandensein von Straßenbeleuchtung selbst Markierungen auf oder neben dem eigenen Fahrstreifen nur noch zu erahnen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Oktober 31, 2013, 15:20:42
Aber, aber! Im Winter bei Schnee mit dem Fahrrad. Wenn die ersten Flankerl fallen ist man als Radfahrer sowieso Freiwild.

ad Radfahrstreifen Ende:
Und genau das macht das ganze ja so schön spannend und kribbelig beim Radfahren.  Bleibt ein Autofahrer stehen oder nicht. Interessiert einen Fußgänger, ob ein Radfahrer auch aus der anderen Richtung kommen kann (und darf). Von anderen (leider oft unkontrollierten) Radfahrern red ich gar nicht.
Es betrifft ja nicht nur die Rechtsregel. Bei parallel zur Fahrspur geführten Radfahrstreifen die dann enden, hat ein daneben fahrendes (auch von hinten kommendes) Auto das Rechtsabbiegen will eigentlich Vorrang. (wenn ich mich recht erinnere ist das in der Gaswerkstraße tw. der Fall).

Es weiß ja kaum einer (auch Autofahrer), wie die Gesetzeslage wirklich ist. Mit diesen typisch österreichischen Halb-wischi-waschi-Gesetzen schafft man eine gute Arbeitssicherung für Anwälte und Richter.


Im Übrigen erkennt man bei den neuen Verkehrstafeln "Begegnungszone" bei ungefähr 0% der Autofahrer ein geändertes Fahrverhalten. Am Sonnenfelsplatz wird nicht einmal die Rechtsregel auch nur ansatzweise gewährt, obwohl an und für sich Radfahrer weder gefährdet noch behindert werden dürften.
Vielleicht sollte das KfV oder wer auch immer einmal ein paar Studenten dort mit Flyern "bewaffnet" abstellen und an die Autofahrer verteilen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am November 01, 2013, 07:52:33
Die Stiege ist schon praktisch fertig :o.  Gestern wurden auch schon die ersten Felsbrocken für die Steinschlichtung geliefert.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 11, 2013, 06:14:03
Gösting - Andritz: Lückenschluss mit Schönheitsfehlern

Im Frühjahr 2014 soll die Nordspange zwischen Gösting und Andritz fertig sein. Fast fertig: Denn mit der Unterführung Römerweg und der Weinzödlbrücke bleiben noch zwei Hindernisse bestehen. 

Was im Norden von Graz fehlte, war eine Ost-West-Verbindung zwischen den Bezirken Andritz/ St. Veit und Gösting. Südbahn und vierspurige Wienerstraße bewirkten und bewirken haben eine starke Trennwirkung. Mit der Auflassung der Bahnübersetzung Weixelbaumstraße vor einigen Jahren fiel eine weitere Querverbindung weg, sodass die Anbindung von Gösting ans Zentrum (und den Osten) im Wesentlichen über die HR1/R2-Route auf der stark Kfz-befahrenen Exerzierplatzstraße erfolgte. Eine Radwegverbindung gab es überhaupt erst über die Lastenstraße/ Stahlgasse bzw. die Eggenbergerstraße/ Annenstraße nördlich und südlich des Hauptbahnhofes.  

Abhilfe war also dringend geboten, auch im Hinblick auf das radverkehrsmäßig völlig isolierte Shopping Nord (SN). Nach langwierigen Planungen, Grundeinlösungen und einigen Verschiebungen war es 2011 dann endlich so weit: Mit der Verlängerung der Radroute am linken Murufer über die Fischeraustraße und die Längsbrücke entlang des Obi-Baumarktes bis zur Weinzödlbrücke (eröffnet im August 2012) mit Anbindungen nach Norden und Osten erreicht. Doch Richtung Westen (Gösting) war am Areal des Einkaufszentrums weiterhin Endstation.

Wie schon die erste Etappe mit der 165 m-Längsbrücke war auch die zweite eine bauliche Herausforderung: Um vom SN nach Gösting zu gelangen, muss eine Geländekante mittels Serpentine und der Einschnitt der Schleppbahn mit Hilfe einer Brücke überwunden werden. Die Arbeiten an diesen Baumaßnahmen begannen in der zweiten Oktoberwoche und sollen bis März abgeschlossen sein.  

Die Serpentine (für FußgängerInnen eine Treppe) vom SN zum höher gelegenen Weidweg und die Brücke über die Schleppbahn zur Oberen Weid sind das aufwändige Schlüsselstück der zweiten Etappe der Nordspangen-Radroute. Leider verbleiben aber zumindest noch zwei Hindernisse bzw. Lücken bestehen: Auf der Seite Richtung Znetrum Gösting bleibt bis auf weiteres die Bahnunterfühung Römerweg eine Schiebestrecke und auf der anderen Seite Richtung Andritz verfügt die (denkmalgeschütze) Weinzödlbrücke über keine Radverkehrsanlagen. Käme als dritter Schwachpunkt auf "Etappe 1" noch dazu, dass zwischen dem Radweg entlang der Mur und der Fischerautraße - Obi-Längsbrücke die RadlerInnen noch ein Stück die Exerzierplatzstraße mitnutzen müssen.

Im Detail: Bei der Unterführung Römerweg fehlen eigentlich nur wenige Quadratmeter Fläche, um eine radfahrtaugliche Rampe zustande zu bringen. Hier wäre es wirklich notwenig, noch einmal alle Möglichkeiten durchzuspielen, damit ein gutes und teures Gesamprojekt, eben die Radnordspange, nicht durch ein vergleichsweise kleines Problem viel vom Charakter eines großen Wurfes einbüßt. Nicht ganz so schlimm, weil immerhin befahrbar, ist das Nadelöhr Weinzödlbrücke - hier existieren beidseitig Gehsteige, die aber mit ca. 1,5 m Breite zu schmal sind für eine Verordnung als Geh-/Radwege.

http://graz.radln.net/cms/beitrag/11939486/25359410/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am November 20, 2013, 20:15:32
Freie Fahrt im Park nach Sprühaktion

Kurios: Unbekannte markierten Wege im Grazer Stadtpark als "Radwege" - illegal, aber mit täuschend echten Symbolen. Die Folge: Ordnungswache konnte/wollte Radler im Park nicht strafen.

Selbst Magistratsbedienstete fragten im Grazer Rathaus erstaunt nach, ob sie eine neue Verordnung verpasst haben. So täuschend echt sahen jene Radwege-Markierungen aus, die Unbekannte dieser Tage im Stadtpark angebracht hatten - und damit vermeintlich das gültige Radfahrverbot im Park kurzerhand ausbremsten.

Die kuriose Folge: Auch wenn die Sprühaktion illegal war und der Stadtpark weiterhin Spaziergängern vorbehalten bleibt - vorübergehend hatten die Radler tatsächlich freie Fahrt. Denn angesichts von Radwege-Symbolen, die den echten Markierungen zum Verwechseln ähnlich waren, sah die städtische Ordnungswache von Strafen ab.

Fälschung nicht erkenntlich

"Diese Markierungen waren ja sogar an den Eingangswegen zum Park angebracht. Für den Durchschnittsradfahrer war nicht erkenntlich, dass es Fälschungen sind", erklärt Alexander Lozinsek von der Ordnungswache die Milde. Diese lasse man ohnehin die meiste Zeit über walten, "in der Regel sprechen die Kollegen bloß Ermahnungen aus".

Tatsächlich waren die gängigen Symbole - ein Fahrrad und ein Pfeil, beides in Weiß - etwa in der Sauraugasse, der Erzherzog-Johann-Allee, der Baden-Powell-Allee sowie in der Nähe des Brunnens aufgetaucht (siehe Grafik). Den Verursachern droht eine Verwaltungsstrafe.

Stellt sich also die Frage: Wer steckt dahinter? Im Rathaus werden viele potenzielle Kandidaten genannt, war doch zuletzt die "Verbotspolitik" in der grünen Lunge der Stadt sehr umstritten - selbst unter den politischen Parteien. Auch der Name "Occupy Stadtpark" fällt, immerhin hatte diese Facebook-Gruppe den Sommer über öffentlichkeitswirksam für den Park als öffentliches Gut gekämpft. "Bitte? Radwege? Nein, ich kenne diese Aktion nicht", schüttelt Occupy-Gründer Otto Joachim Simon auf Anfrage der Kleinen Zeitung den Kopf. Man sei zwar kein Verein mit gezählten Mitgliedern und unter dem Namen Occupy werde mittlerweile viel Aktionismus betrieben - "aber noch einmal: Mir sagt diese Aktion nichts."

Noch im Laufe des gestrigen Tages wurden die illegal angebrachten Markierungen übrigens entfernt - oder besser gesagt notdürftig schwarz übermalt. Im Grazer Stadtpark ist also das Radfahren untersagt. Wie eh und je. Mehr oder weniger.

Grafik (http://www.kleinezeitung.at/system/galleries/upload/3/5/0/3472104/2013-11-20-radwege.pdf)

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3472104/freie-fahrt-park-nach-spruehaktion.story (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3472104/freie-fahrt-park-nach-spruehaktion.story)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am November 26, 2013, 23:56:19
Beim Radweg zur Oberen Weid ist inzwischen einiges weitergegangen. Die Steinschlichtungen sind praktisch fertig und es wird bereits an den Auflagern für die Brücke gearbeitet.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Dezember 07, 2013, 00:30:02
In dieser Woche ist die Brücke zur Oberen Weid eingehoben worden.  :bier:

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ahenobarbus am Dezember 11, 2013, 00:07:15
Der Weg entlang des Petersbach zwischen Petersbachgasse und Wittenbauerstraße wurde in den letzten Wochen verbreitert. Ich vermute (hoffe), dass dieser Teil damit von einer Schiebestrecke zu einem vollwertigen kombinierten Fuß-/Radweg upgegradet wird.




MOD-EDIT: Foto verkleinert.
Bitte beachte, dass Bilder nicht breiter als 1024 Pixel sein dürfen. - Danke

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Dezember 21, 2013, 10:57:13
Das Radwegprojekt Shopping Nord-Weidweg-Obere Weid steht unmittelbar vor der Fertigstellung. Neben der allgemein ansprechenden Gestaltung gefallen mir v.a die vorbildliche Detaillösungen. So wurde in den Steinschlichtungen eigens Nischen für die Beleuchtung vorgesehen, damit die Masten nicht in der Fahrbahn stehen. Auch die Inkludierung des Lärmschutzes  in die Brückenkonstruktion um die durch die Durchfahrt entstande Lücke in der bestehenden Lärmschutzwand zu kompensieren, ist recht gut und unaufdringlich gelungen. Auch die Radien sind, trotz der beengten Verhältnisse, groß genug, um auch mit Anhänger gut über die Runden zu kommen.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Dezember 23, 2013, 22:45:53
Der Bau ist nun abgeschlossen, der neue Geh- und Radweg ist in Betrieb und wird auch schon von zahlreichen Passanten angenommen. Auch die Schleppbahngleise sind wieder befahrbar. Die Beschilderung ist noch provisorisch. Merkwürdigerweise wurde die dort schon länger existierende Radüberfahrt (z.B. hier zu sehen: http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php?topic=1412.msg102980#msg102980 (http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php?topic=1412.msg102980#msg102980)) sowie der Zebrastreifen zur Querung der Tiegaragenzufahrt entfernt.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Januar 10, 2014, 16:35:16

Ein Bericht von der Argus-Neujahrstour zur neuen Radweganlage bei der Oberen Weid. War ein spannender Ausflug  :)

lg, IC

Neujahrsausfahrt mit städtebaulichen Aspekten

Ein gutes Jahr beginnt mit einer Radausfahrt: Gemäß diesem Motto war die RADLOBBY ARGUS Steiermark auch am 1.1.2014 unterwegs, um die Radsaison einzuläuten und neue Infrastrukturprojekte in Augenschein zu nehmen. Es ging in den Norden, wo der Lückenschluss zwischen Gösting und Andritz, die Brücke Weidweg - Obere Weid samt Serpentine ausprobiert wurde.

12 TeilnehmerInnen waren bei der kleinen Runde dabei, die sich um 11.00 Uhr vor der Radstation am Hauptbahnhof einfand. Über die neue Unterführung Eggenbergerstraße und die von den "dicken Willis" befreite Hauptradroute ging es nach Westen, dann über den z.T. rachitischen Radweg Alte-Post-Straße nach Norden. Erster Halt war an der BULME, wo die nicht ausgenommene Einbahn und die mangelhaften Abstellanlagen auf privatem Gelände kritisch beäugt wurden. Ein Abstecher führte zum geplanten Wohnpark Gösting, auf dessen Ausstichtsturm mit Open-Air-Lounge die BesucherInnen mit ersten zaghaften Sonnenstrahlen verwöhnt wurden. 

Über das Müllerviertel wurde dann das Herzstück des neuen Abschnitts, die Brücke vom Weidweg zur Oberen Weid mit der weitläufigen, dafür aber bequem zu bewältigenden Serpentine befahren. "Ein wirklich gelungenes Projekt", waren sich alle einig. Auch Spaziergänger zeigten sich begeistert von der neuen Verbindung, die die Inselsituation dieses Bereichs von Gösting aufhebt. Auf der Brücke wurde auf das Neue Jahr angeprostet und ein kleiner ambulanter Imbiss genommen.

Weiter über das Shopping Nord und entlang der 2012 eröffneten Obi-Längsbrücke an der Mur ging es dann in die Augasse und über den Kalvariengürtel zur neuen Wohnsiedlung nördlich des Hirtenklosters ("Wohnen im Park"). Hier gibt es parallel zur vierspurigen Wienerstraße einen Weg durch die Siedlung, der als ÖV-Trasse geplant war, aber von den AnwohnerInnen in der ersten Stufe für den Bus verhindert wurde. Die Route ist derzeit auch nicht offiziell für RadlerInnen offen, wobei sie durch das nördliche Ende am Bezirkssportplatz und den damit nötigen Schwenk zurück auf die Wienerstraße nur kleinräumig Vorteile bringt.

Über die ungelöste Problemzone Kalvariengürtel - Peter-Tunner-Gasse wurde nach zweieinhalb Stunden das Ziel, eine Privatwohnung in Eggen-Lend angesteuert: Agnes und Horst Koschuta luden zu exzellentem Chilli con Carne in drei Varianten - mit Fleisch, scharf und vegan -, mit Bier des Argus Bräu und friulanischem Prosecco rosso klang der Nachmittag gemütlich aus.   

Weitere Fotos (http://graz.radln.net/cms/beitrag/11955009/25359410/)

Quelle: http://graz.radln.net/cms/beitrag/11954964/25359410/ (http://graz.radln.net/cms/beitrag/11954964/25359410/)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Januar 10, 2014, 17:38:14

Neben der allgemein ansprechenden Gestaltung gefallen mir v.a die vorbildliche Detaillösungen.

Stimmt! Ich kann mich an keinen einzigen Radweg in Graz erinnern, wo der Weg mit all seinem "Zubehör" dermaßen schön gestaltet wurde!
Ein einziges Detail hätte man noch besser machen können: Die Handlaufstangen beim Stiegenaufgang hätte man bis zum Erdboden hinunterziehen sollen, denn gerade ältere (und kleinere) Leute ziehen sich gerne die ersten zwei Stufen an den Handlaufstangen hoch. Wenn die aber erst an der zweiten Stufe beginnen, sind sie nur bedingt für alle erreichbar!
Ansonsten: Hut ab! Solche Geh-/Rad-Wege wünsche ich mir überall!  :one:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Januar 11, 2014, 22:45:11
Auch bei Radverkehr geht unter FP-Ägide wenig weiter: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3517428/graz-bremst-radler.story

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: loger am Januar 21, 2014, 16:52:03
Wo der Radweg sein Ende hat, sieht a Jeder, aber er muß doch irgendwo wieder anfangen (oder weiterführen)   :sh: mit lammfrommen Grüßen   loger
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am März 12, 2014, 02:33:28
Die Grazer radeln so viel wie noch nie

An Werktagen satteln um 35 Prozent mehr ihr Fahrrad als noch im Jahr zuvor. Radlobby Argus fordert, bei der Infrastruktur nachzuziehen.

Sonne, Temperaturen jenseits der 15 Grad - das Wetter ist derzeit wie gemacht dafür, sein Fahrrad aus dem Keller zu holen und in die neue Radsaison zu starten. Derzeit machen das viele Grazer, wie die überfüllten Abstellplätze an den Universitäten und im Zentrum zeigen. Radfahren liegt im Trend.

Und der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) kann sogar neue Rekordzahlen vermelden, sowohl was das Jahr 2013 als auch den heurigen - milden - Winter betrifft. Sieht man sich die vergangenen drei Jahre im Vergleich an, sind die Radfahr-Zahlen förmlich explodiert. Kamen bei der Messstelle Keplerbrücke an Werktagen im Juni 2011 insgesamt 4100 Radler vorbei, waren es 2012 4300 und im Vorjahr sogar 5800. Eine Steigerung um 35 Prozent.

Die Zahlen für den Jänner 2014 sind ebenso beachtlich: Heuer waren im Schnitt 3250 Radler unterwegs (Keplerbrücke), das ist mehr als doppelt so viel wie im Jänner 2013. VCÖ-Experte Markus Gansterer macht die Relationen deutlich: "Heuer fuhren in den Wintermonaten so viele Radfahrer wie in den Sommermonaten 2011." Überhaupt, das ist der zweite starke Trend, wintern viele ihr Fahrrad gar nicht erst ein, sondern sind ganzjährig mit ihrem Rad mobil.

Radschnellwege gefordert

Die Verkehrsexperten fordern, dass die Politik auf diesen Trend aufspringt. "International gibt es immer mehr Ballungsräume, die auf Radschnellwege setzen", sagt Gansterer. "Das ermöglicht auch Pendlern aus dem näheren Umland, mit dem Rad zu fahren."

Eine Forderung, die auch die Radlobby Argus aufgreift. Obfrau Heidi Schmitt fehlen hier die großen Visionen. "Wir benötigen zum Beispiel dringend eine Fahrradbrücke in Liebenau, für das Naherholungsgebiet und die Magna-Angestellten." Gestern Abend führte Argus außerdem mit Smart-City-Experten Gespräche, "in denen es derzeit vor allem um die Peter-Tunner-Straße geht. Da muss eine Lösung her, wie in so vielen anderen Bereichen, wie etwa Joanneumring und Grabenstraße auch" (siehe Kasten).

FPÖ-Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio will heuer zumindest einige kleinere Projekte umsetzen. Vorrangig ist die Wetzelsdorfer Straße. Da verhandelt das Land die letzten Grundstücksablösen. Und entlang des Lazarett- und Eggenberger Gürtels (Citypark bis Gürtelturm bis zur Josef- Huber-Gasse) wird der Radweg ausgebaut.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3572660/grazer-radeln-so-viel-noch-nie.story
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am März 12, 2014, 05:58:49
Wen wunderts bei der Preispolitik der Verbundgesellschaft, dass die Anzahl der Radler steigt?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am März 12, 2014, 08:45:29
Nachdem gerade die Zählstelle Keplerbrücke angesprochen wird. Der Radweg dort und vorallem Richtung Wickenburggasse und weiter zum Geidorfplatz inklusive aller nötigen Aufstell-/Warteflächen, im Speziellen an den Kreuzungen zwischen Keplerbrücke und Wickenburggasse eigentlich auch bei der Drückampel in der Wickenburggase entspricht absolut nicht den Anforderungen an den Radverkehr. Von der beschi...enen Kreuzung/Kurve bei der Jahngasse, für die es schon lange einen abgesegneten und budgetierten, aber vom Autolandesrat verhinderten Umbauplan gab.
Die Hoffnung, dass sich durch die Gleiserneuerung wenigstens an der Kreuzung mit der Körösistraße eine Verbesserung ergibt -Aufstellflächen und keine Kanten!! -, habe ich bei den in Graz üblichen Nichtberücksichtigungen der Radfahranforderungen schon aufgegeben. Die Wickenburggasse könnte mit 3 (breiteren) Spuren für den Kfz-verkehr, wobei jeweils eine ab der Laimburggasse als Busspur ausgeführt ist, durchaus ihr Auslangen finden. Dementsprechend mehr Platz böte sich für eine Entschärfung der Radfahrer-/Fußgängersituation bei der Bushaltestelle, einen halbwegs adäquaten, mehrspurigen Radweg und eine Aufstellfläche bei der Laimburggasse - *träum*

Die Kanten die man auf jedem Radweg antrifft, sind auch etwas was mich bei Umbauten stört, wie rund um den Hauptbahnhof (Fuzo zur Babenbergerstraße). Warum müssen eigentlich überall Kanten für Fußgänger und Radfahrer gebaut werden? Warum kann man das Ganze z.B. zur Babenbergerstraße hin nicht eben ausführen? Die 2 cm hohe Kante hält, wie man täglich sieht, keinen Autofahrer davon ab dort zu parken. Aber Rad- und Rollstuhlfahrer oder auch Eltern mit Kinderwagen dürfen sich an Kante rauf-Kante runter erfreuen. Oder auch bei der Zufahrt zum Daniel: Warum kann man da nicht eine Rampe für die Autofahrer machen, nein wieder müssen die Radfahrer über die Randsteine holpern.
In den genannten Abschnitten sind  auf jeden Fall deutlich mehr Radfahrer und Fußgänger unterwegs, aber trotzdem muss sich alles dem MIV unterordnen, wenn es sich auch nur gestalterisch so darstellt.


@Martin: Ich glaube nicht, dass das mit den Preisen der Öffis zusammenhängt, wenn schon eher mit der Geschwindigkeit. Langsam setzt glaube ich einfach ein Umdenkprozess statt, dass man als Städter nicht 3 Autos pro Haushalt braucht. Gerade junge Menschen (Studenten) schätzen den Vorteil sich relativ unabhängig vom Verkehrsgeschehen (Öffis stehen ja auch oft im Stau), schnell  von A nach B bewegen zu können.
Was glaube ich viele - speziell Berufstätige - schätzen, ist die Berechenbarkeit wann man wo wie schnell hinkommt. Man merkt es ja schon im Morgenverkehr, wie gestresst und dementsprechend oft auch aggressiv die Autofahrer unterwegs sind, weil sie da ein paar Minuten verlieren und dort ein bissl im Stau stehen, mit dem Wissen, dass es am Nachmittag beim Heimfahren nicht besser sein wird. Ebenfalls merkt man auch bei Öffi-Nutzern wie unrund sie werden, wenn man da oder dort eine Minute verliert und deswegen, dann z.B. einen Anschlußbus nicht erwischt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am März 13, 2014, 01:47:18
Ich glaube auch nicht, dass die steigende Anzahl der Radfahrer mit den hohen Öffi-Preisen zusammenhängt - das ist wirklich viel mehr ein allgemeines Umdenken, und die Leute merken dass es einfach schön ist in der Stadt mit dem Rad unterwegs zu sein.

Ich sehe auch gar keinen Grund, die Radfahrer in die Öffis bringen zu wollen - wozu auch? Viel wichtiger wäre den Straßenraum neu aufzuteilen, den geänderten Umständen (sowie Zielsetzungen) entsprechend. Weniger Platz für Autos (fahrend und vor allem ruhend), mehr Platz für Öffis, Fußgänger und Radfahrer - das wäre die Devise. Leider sind sowohl in Stadt als auch Land in Sachen Verkehr Leute am sagen, die für moderne Verkehrspolitik genau gar nichts übrig haben. Bis wir die beiden los sind dauert's bis Ende 2016 - aber vielleicht kommt dann dafür wirklich ein richtiger Schub.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am März 13, 2014, 13:20:47

Warum müssen eigentlich überall Kanten für Fußgänger und Radfahrer gebaut werden?


Und warum werden sie dort wo man sie wirklich brauchen könnte (Strab-Haltestellen) *nicht* (ausreichend hoch) gebaut. Fragen über Fragen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ahenobarbus am März 25, 2014, 15:27:02

Der Weg entlang des Petersbach zwischen Petersbachgasse und Wittenbauerstraße wurde in den letzten Wochen verbreitert. Ich vermute (hoffe), dass dieser Teil damit von einer Schiebestrecke zu einem vollwertigen kombinierten Fuß-/Radweg upgegradet wird.



Hatte schon befürchtet, dass das ganze nichts wird. Bin aber letztens den Banngrabenweg entlanggeradelt und habe voll Entzücken festgestellt, dass die Schiebestrecke in der Tat Geschichte ist. Der Abschnitt ist nun ein kombinierter Fuß-/Radweg.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am April 03, 2014, 08:47:20
Fünf Millionen Euro für neue Radwege

2300 Kilometer Radwege gibt es derzeit in der Steiermark. Die Nachfrage in Alltag und Freizeit ist groß. Land und Gemeinden wollen weiter investieren.
Egal ob in die Schule, zur Arbeit oder zum Einkaufen: Radeln liegt im Trend

Alle paar Tage radelt Oslinde Pfundner zum Einkaufen von Bruck Richtung Oberaich. Doch der Radweg führt nicht nur an einer stark frequentierten Straße entlang, sondern ist über weite Strecken holprig und seitlich abfallend. Ein Auslaufmodell - wünscht sich nicht nur Frau Pfundner, sondern auch öffentliche Hand und Touristiker.

2300 Kilometer beschilderte Radwege gibt es mittlerweile in der Steiermark. Die Erhaltung ist Gemeindesache, der Bau wird jeweils zur Hälfte von Land und Gemeinde finanziert. "Dieses Jahr sind das in Summe fünf Millionen Euro", so Wolfgang Feigl, Bereichsleiter für Radwege beim Land Steiermark. Damit liegt die Steiermark im Ländervergleich im guten Mittelfeld.

In den kommenden Jahren soll der Fokus vor allem auf Graz und den Bezirkshauptstädten liegen. Feigl erklärt: "Bei jedem Vorschlag wird als Erstes das Potenzial erhoben, das heißt, wie viele Menschen werden den Radweg wahrscheinlich benutzen." Für diese Berechnung wird die Anzahl der Siedlungen, Schulen und Supermärkte im Umfeld herangezogen.

"Im Großraum Graz wollen wir vor allem das Umland stärker einbinden, die Radfahrer sozusagen schon an der Peripherie abholen", gibt der Experte die Richtung vor. Die Radwege in Stattegg, Ragnitz/Kainbach und an der Wetzelsdorfer Straße haben dementsprechend Priorität.

Für die Alltagsradler wichtig ist aber nicht nur der Boden unter ihren Reifen, sondern auch der Abstellplatz. "Die Räder werden immer wertvoller, umso wichtiger ist es, diese ansperren zu können", weiß Feigl. Der Bau dieser Anlagen wird vom Land ebenfalls gefördert. Stark in Anspruch genommen werden diese auch von Bahn- oder Buspendlern. "Am Grazer Hauptbahnhof haben wir zwei doppelstöckige Anlagen, die mittlerweile fast voll sind." Auch bei den Park-&-Ride-Anlagen entlang der S-Bahn-Strecken sind Radabstellplätze mittlerweile Fixbestandteil.

"Wir beobachten, dass immer mehr Pendler auch mit Falträdern unterwegs sind." Das zusammenlegbare Vehikel bringt diese zum Bahnhof bzw. zur Arbeitsstätte und kann einfach im Zug mitgenommen werden. Apropos Arbeit: Auch immer mehr Firmen setzen ihre Mitarbeiter aufs Rad. Knapp 1000 gehören mittlerweile der Initiative www.radeltzurarbeit.at an.
MONIKA SCHACHNER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3593302/fuenf-millionen-euro-fuer-neue-radwege.story


Radler-Veranstaltungen

25.-27. April: Anradeln in Bad Radkersburg

1. Mai: Radio Steiermark Genuss-Radltag, Gleisdorf

4. Mai: 6. Internationaler Vulkanland-Radmarathon, Feldbach

10.-12. Mai: Grazer Bike-Opening Stattegg.

12. Mai-15.Juni: MTB Festival/ Alpentour Trophy, Schladming

29. Mai: Köflacher Radtag

29.-31. Mai: Tour de Mur

15. Juni: Jedermann Radmarathon, Fohnsdorf

11.-13. Juli: Salzkammergut Trophy, Ausseerland-Salzkammergut.

10. August: Zweiländer-Radmarathon, Radclub Eibiswald.

7. September: 23. Steirischer Wildoner Radmarathon.

Details & weitere Termine unter:

www.steiermark.com/events
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am April 03, 2014, 09:17:48
Ich bin begeistert: in Summe 5 Mio. € in der ganzen Steiermark.
Dafür baut man immerhin schon rund 65 m vom Südgürtel  :boese:



Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am April 03, 2014, 10:28:55

Ich bin begeistert: in Summe 5 Mio. € in der ganzen Steiermark.
Dafür baut man immerhin schon rund 65 m vom Südgürtel  :boese:

Nur den Südgürtel wegen den Kosten mit ins Spiel zu bringen ist doch langweilig!

Klar kostet der Südgürtel wegen dem gewählten Trassenverlauf nun viel mehr, als wenn man ihn schon vor 40 Jahren gebaut hätte. Nichts­des­to­trotz wird diese mehrspurige Straßenverbindung benötigt! Und das alleine schon deshalb, damit die Öffis-Busse in der Puntigamer Straße oder Liebenauer Hauptstraße nicht mehr so oft im Stau stehen müssen! Außerdem gibt es mehr als genug andere "Stadt-Projekte", die auch viel Geld kosten und zu hinterfragen wären...

Eine Überlegung:
Wo bleibt da eigentlich die Gleichberechtigung? Was ist mit all den Leuten, die nicht mit dem Fahrrad fahren und sich deshalb fragen, warum mehrere Millionen Euro für Radwege ausgegeben werden, wo das Geld doch z.B. viel besser in den Ausbau der Öffis angelegt werden könnten? Warum wird Geld in die angebliche Verschönerung von Plätzen gesteckt, wo man doch ganz einfach die Plätze zuasphaltieren könnte, was ja viel billiger wäre! Eine "Behübschung" könnte genausogut dann erfolgen, wenn die Stadt irgendwann einmal ihre Schulden los wäre! Weshalb werden Stadtfeste abgehalten, wo doch kein Geld da ist? Und und und... (nicht das ich sowas gutheißen würde - ist eben nur ein Gedankenspiel!)
Die Frage muss vielmehr lauten, weshalb müssen Radwege immer so teuer in der Errichtung sein? Ginge das sehr oft nicht viel billiger? Wieviele Leute bereichern sich eigentlich bei Radwegkunstbauten wie z.B. die Radwegbrücke beim Obi-Nord? Warum werden Architektenbewerbe abgehalten und dabei eigentlich immer (für die Stadt zur Zeit) unfinanzierbare Projekte zum Sieger erklärt?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am April 03, 2014, 11:54:58
Na das kann man dann natürlich auf den öffentlichen Verkehr auch übertragen und Gehwege kann man selbstverständlich auch hinterfragen. Ich wollte nur ein konkretes Beispiel zur Kostenrelation bringen. Man hätte auch schon vor 40ig Jahren den 7er bis zum Berliner Ring verlängern müssen. Wäre auch billiger und vor allem möglich gewesen.
Die Straßenbahn Richtung Gösting hätte man auch gleich ausbauen können, aber dafür gibt/gab es kein Geld und jetzt kann man sich ja Gott sei Dank auf die Bewohner beim Hirtenkloster ausreden.

Zur Frage warum Radwege immer so teuer sein müssen: Müssen sie nicht. Teuer sind sie nur, weil auf keinen Fall auch nur irgendwo eine Fläche des MIV angeknabbert werden darf.
Zwischen Leonhardplatz und Riesplatz hätte man einfach einen Fahrstreifen in einen Radweg umwandeln können. Geht nicht weil uhuhuh der arme Autofahrer.
Aber dafür gab es ja einen großen Aufschrei, dass der Radweg 800.000€ gekostet hat. Letztendlich wollte man die Radfahrer von der Straße entfernen. Ich hab kein Problem gehabt mich zur Ampel (erlaubterweise!) vorzuschlängeln - die Autofahrer schon, wie man am täglichen Gehupe und Gemecker aus dem geöffneten Fenster gehört hat.
Alternative zur Brücke beim Obi wäre ein Radweg entlang der Wiener Straße - einen Fahrstreifen in der Wiener Straße weg und dafür ein Radweg errichten. Wäre natürlich billiger gewesen.

Was ja auch lustig ist, bei den Kosten: Wenn man wie in Leonhard den 7er verlängert, werden alle weiteren Umbaumaßnahmen unter anderem Verbreiterungen für den MIV usw. dem Projekt zu gerechnet. Werden Straßen erweitert oder erneuert, kostet das quasi nix, weil man ja wegen Kanalgrabungen und ähnlichem sowieso neu asphaltieren musste.

Der Radweg von der Keplerbrücke zum Geidorfplatz ist fast nicht mehr benützbar, weil zu manchen Zeiten komplett überlastet. Daneben gibt es zwei Fahrstreifen Richtung Osten die nicht einmal zu Stoßzeiten benötigt würden. Dafür wird nicht einmal ein von Gemeinde und auch dem Land ursprünglich abgesegneter/beschlossener (und auch finanzierter) Kreuzungsumbau durchgeführt, obwohl eine Fahrspur in der Jahngasse absolut nicht gebraucht würde.  :boese:

Ich hab kein Problem damit, dass in die Infrastruktur des MIV investiert wird, aber gerade Städte wie Graz sollten sich ernsthaft Gedanken machen, ob es wirklich zielführend ist, den MIV immer weiter zu fördern, während die sanfte Mobilität gerade noch so irgendwie geduldet wird.
Was bringt denn der Südgürtel wirklich? Mehr Verkehr, weil die Leute sich denken, dass sie jetzt viel schneller von A nach B kommen als wenn sie die Öffis oder das Fahrrad benutzen, weil für die letztgenannten keine bzw. nur minimale Verbesserungen herausschauen. Letztendlich wird der Verkehr am Liebenauer Gürtel und in der Puntigamer Straße (westlich der Mur) deutlich zu nehmen (mit entsprechender stärker Belastung der anschließenden Straßen) und die Puntigamer Straße (östlich der Mur) einen vielleicht etwas geringeren Verkehr aufweisen.

Appropos: Die schönen neuen Grazer Plätze sind eh alle zubetoniert worden!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am April 03, 2014, 12:34:53
Zitat
Klar kostet der Südgürtel wegen dem gewählten Trassenverlauf nun viel mehr, als wenn man ihn schon vor 40 Jahren gebaut hätte. Nichts­des­to­trotz wird diese mehrspurige Straßenverbindung benötigt! Und das alleine schon deshalb, damit die Öffis-Busse in der Puntigamer Straße oder Liebenauer Hauptstraße nicht mehr so oft im Stau stehen müssen! Außerdem gibt es mehr als genug andere "Stadt-Projekte", die auch viel Geld kosten und zu hinterfragen wären...


Geh bitte. Massiven Straßenausbau als Maßnahme für den öffentlichen Verkehr zu verkaufen, das ist schon ziemlich hinterlistig. Wenn man den öffentlichen Verkehr beschleunigen will, kann man das um exakt null Euro machen, wenn man will - vorausgesetzt, der politische Wille ist da.


Wer behauptet, dass Radwege teuer sind, hat übrigens einfach keine Ahnung. Radwege sind extrem billig, im Vergleich zu anderer Verkehrsinfrastruktur. (Gerade das könnte ein Teil des Problems sein: weil Radwege verhältnismäßig wenig Geld kosten, werden sie nicht von so einer starken (Bau-und-Lokalpolitik-)Lobby eingefordert wie teurere Bauten.)


Um wieder sachlich zu werden: hat jemand einen Überblick, welche größeren Ausbaumaßnahmen konkret im laufenden Jahr geplant sind?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am April 03, 2014, 14:36:20

Was ja auch lustig ist, bei den Kosten: Wenn man wie in Leonhard den 7er verlängert, werden alle weiteren Umbaumaßnahmen unter anderem Verbreiterungen für den MIV usw. dem Projekt zu gerechnet. Werden Straßen erweitert oder erneuert, kostet das quasi nix, weil man ja wegen Kanalgrabungen und ähnlichem sowieso neu asphaltieren musste.

Stimmt, denn leider erweckt es den Anschein, dass solche Bauarbeiten "gratis" wären! Sie sind vielleicht "umsonst" und zwar als "Arbeitsplatzbeschaffung", aber das ist eine andere Geschichte!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am April 16, 2014, 12:38:29

Ich bin begeistert: in Summe 5 Mio. € in der ganzen Steiermark.
Dafür baut man immerhin schon rund 65 m vom Südgürtel  :boese:


Nachdem ich jetzt erst einmal zufällig drübergestolpert bin: So wird in Holland beim Radverkehr geklotzt und nicht gekleckert. -> Hovenring (z.B. http://www.ingenieur.de/Themen/Architektur/Eindhoven-schwebenden-Kreisverkehr-fuer-Radler (http://www.ingenieur.de/Themen/Architektur/Eindhoven-schwebenden-Kreisverkehr-fuer-Radler))
11 Mio € (Davon 4,4 Mio € von Eindhoven selbst, Rest aus Fördermitteln) für eine Brücke (mit zugehörigen Maßnahmen) die dem Radverkehr dient. (auch dem Fußgänger- und Mofa/Roller-verkehr)
Bei dem Bauwerk wurden extra lange Rampen gebaut und die Kreuzung für den MIV abgesenkt!!, um die Steigungen (1,86% - 3,09%) möglichst gering zu halten.

Im Übrigen wurde die Brücke für täglich 4500-5000 Radfahrer errichtet. Diese bzw. höhere Werte weisen bei uns unter anderem die Zählstellen Augarten, Keplerbrücke, Körösistraße auf.

Das einzige was bei uns genauso gelingt, sind fette Masten aber mitten am Radweg.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am April 16, 2014, 13:42:28
Meiner Meinung nach ein sehr schönes Bauwerk, aber übertrieben. Es hätte auch eine stinknormale Über- bzw Unterführung gereicht
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Hubert Voller am April 17, 2014, 06:50:47
Ar­chi­tek­to­nisch ein wunderbares Bauwerk, aber die Kosten von Elf Millionen Euro sind schon deftig. Denke wurde auch nur realisiert, weil die EU 60% der Kosten übernommen hat.

l.g. rellov
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am April 17, 2014, 09:59:49

Ar­chi­tek­to­nisch ein wunderbares Bauwerk, aber die Kosten von Elf Millionen Euro sind schon deftig.


Im Vergleich zum Umbau vom Knoten Graz-Ost mit rd 24 Mio Euro Kosten ist das ja geradezu ein Schnäppchen ...  ;)

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Empedokles am April 17, 2014, 11:07:03
Zitat

"Am Grazer Hauptbahnhof haben wir zwei doppelstöckige Anlagen, die mittlerweile fast voll sind."


Der neue Abstellplatz beim Wasserturm ist schon (schätzomativ) zu 20% mit rostigen "Fahrradleichen vermüllt".
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Hubert Voller am April 17, 2014, 11:22:55
Zitat
Im Vergleich zum Umbau vom Knoten Graz-Ost mit rd 24 Mio Euro Kosten ist das ja geradezu ein Schnäppchen ...

Es sind aber zwei paar Schuhe die du ansprichst. Ein überhöhter Radweg ist, wie von mir schon geschrieben, schön, aber auch in dieser Form notwendig??? War der Neubau des Radwegs in Länge von 211 Meter in der Riesstrasse (Von Polizeidiensstelle bis Kreuzung) mit fast einer Million Euro notwendig? (Kostenfrage)
Der Umbau des Knoten Graz-Ost war notwendig! Es wurde ein Neubau von drei Brücken, sechs neuen Autobahnrampen sowie die Sanierung von zwei bestehenden Brücken im Bereich Autobahnknoten Graz-Ost durchgeführt. Weitrs wurden Spange West von der B 73 Kirchdorfer Straße zum neuen Kreisverkehr Raababach errichtet. (Dieser wurde knapp 300 Meter südlich des Knotens Graz-Ost als dreiarmiger Kreisverkehr neu errichtet) Die Spange Ost als Verbindung vom Kreisverkehr Raababach hin zur L 370, wo der Kreisverkehr Grambach neu gebaut wurde.

l.g. rellov
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am April 17, 2014, 12:31:19
Die Kosten für die Brücke selbst haben, glaube ich, 4,8 Mio€  betragen, die weiteren 6 Mio. sind wie es bei uns ja auch üblich ist in den MIV geflossen, weil der damals bestehende Kreisverkehr in eine normale Kreuzung zurückgebaut wurde.
Selbst wenn bei uns die EU 99% fördern würde und die Stadt müsste nur 100.000€ zahlen, würde das Projekzt sofort verworfen und ins Reich der Fantasie unserer Auto-Stadt- und Landesregierung geschoben.
Man sollte auch bedenken, dass man mit dem Bauwerk auch ein bewusstes Zeichen für das Fahrrad setzen wollte, obwohl in NL die Einstellung zum Fahrrad sowieso eine ganz andere ist.
In Graz wird man, wie es mir passiert ist, z.B. in der Schumanngasse als Radler (erlaubterweise gegen die Einbahn fahrend) beschimpft, weil man wegen der aufgelassenen Parkspur keine Parkplätze findet. Dass die Autofahrer selbst schuld sind, wenn sie sich in der Stadt immer größere und vor allem breitere Schüsseln kaufen und dadurch die Mindestdurchfahrtsbreite nicht gewährleistet ist, erkennen sie nicht. :boese:  :boese:
Dank 1970er-Verkehrsstadtregierung und den diversen negativen Artikeln die fast wöchentlich im Sprachrohr des Bgm = KleZe zu finden sind, wird ja auch das negative Image der Radfahrer geschürt und sie damit für alles was im Grazer Verkehr und sowiesoundüberhaupt schief läuft verantwortlich gemacht.

Was den Radweg zwischen Ries- und Leonhardplatz betrifft: Die Kosten sind nur so hoch, weil man eine massive Sützmauer errichten musste und natürich dem MIV kein cm latz genommen werden darf. Mehrheitlich zufrieden sind eh die Autofahrer, weil jetzt fast alle Radfahrer den Radweg benutzen. Stadtauswärts Richtung Ragnitz, Pauluzzigasse fahrende fahren mMn verständlich auf der Straße, weil die Kreuzungen rein auf den MIV abzielen. (Aus der Schanzelgasse nur bei jedem zweiten Umlauf grün für Radfahrer und wenn die Straßenbahn/Bus kommt kann es länger auch dauern)
Im Übrigen könnte man genauso sagen, der Gehwweg war zuvor schon viel zu schmal (Vorbeikommen zwischen Kinderwagen und Rollstuhl -was in LKH-Gegend häufiger vorkommen kann - war unmöglich.

Ich weiß schon rellov: Alles für den MIV, weg mit der sanften Mobilität, das ist der Weg raus aus den Problemen mit Verkehr, Feinstaub, Finanzen - sprich die Lösung für eine lebenswerte Stadt. Wenigtsens die Grazer Regierung hat das zukuntsweisend erkannt und alle anderen unter denselben Problemen leidenden Städte, die auf Alternativen zum Auto setzen, sind am Holzweg.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 03, 2014, 17:05:31
Wegen der notorischen Radweg-Lücke beim Hafnerriegel tut sich wieder was. Die Diskussion gibt's schon lang, jetzt droht die Stadt mit Enteignung. Mal schau'n ob draus was wird - ich bin eher skeptisch (gerade mit einem FPÖ-Verkehrsstadtrat - andererseits hat genau der jetzt die Initiative übernommen).

Radweg: Stadt plant Enteignung
"Kleine Zeitung" vom 11.10.2014, Graz, Seite 24

Die Stadt wird die Radweglücke am Hafnerriegel schließen - und droht dem Grundstückseigentümer mit einer Enteignung.

Es sind nur 24 Meter. Aber diese 24 Meter verhindern einen durchgehenden Geh- und Radweg zwischen den zwei Standorten der Technischen Universität an den Inffeldgründen und in der Steyrergasse. Die Radler müssen daher Umwege über die ohnehin stark belastete Petersgasse oder den Münzgrabengürtel nehmen, wo zusätzlich die Schienen der Straßenbahnlinie 6 verlaufen.

Diese Situation ist den Verkehrsplanern schon lange ein Dorn im Auge - und die Stadt wird das nun ändern. Auf Antrag von Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio (FPÖ) wurde gestern beschlossen, diese 24-Meter-Lücke im Radwegenetz zu schließen.

Allgemeines Interesse

Das Problem: Das Grundstück ist in Privatbesitz. ,,Der alte Eigentümer hat es weiterverkauft und der neue Eigentümer will von dem Radweg nichts wissen", sagt Eustacchio. Er zieht das Projekt trotzdem durch: ,,Der Lückenschluss ist von erhöhtem Interesse für die Allgemeinheit. Die Frequenz der Radfahrer ist hoch. Auch wenn es den Grundstückseigentümer nicht freut - wir brauchen diesen Radweg." Und der Nachsatz: ,,Da gehen wir bis zu Enteignung." Eine Enteignung, um einen Radweg zu bauen, wäre eine Premiere in der Stadt. Solche Maßnahmen kennt man sonst nur bei Bahn- oder großen Straßenprojekten.

Beim Bauen kein Thema

Robert Tschank, Prokurist bei der Michelatsch-Gruppe, verwalten die Liegenschaft. Auf Anfrage der Kleinen Zeitung sagt er nur so viel: ,,Im Baubescheid war der Radweg kein Thema. Und mittlerweile ist das Haus im Eigentum der Bewohner." Das Haus steht seit rund vier Jahren, aber die Wohnungseigentümer dürften von den Plänen der Stadt dem Vernehmen nach noch überhaupt nichts wissen: dass nämlich vor ihren Balkonen künftig Hunderte Radler täglich zwischen den Unis hin- und herpendeln sollen.
http://graz.radln.net/cms/beitrag/12102689/60731309/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am November 03, 2014, 23:17:35

diese 24 Meter verhindern einen durchgehenden Geh- und Radweg zwischen den zwei Standorten der Technischen Universität an den Inffeldgründen und in der Steyrergasse.

Na und? Ich selbst bin die Strecke von den Inffeldgründen zur Steyrergasse täglich und jahrelang mit dem Rad gefahren. Dieser ver­meint­liche Umweg ist aber gar keiner, wenn man nicht direkt zum Haus Steyrergasse 30 (der TU-Graz) fahren möchte! Denn möchte man vom Süden kommend weiter in die Stadt hinein oder eben nicht direkt zum Haus Steyrergasse Nr. 30, sondern z.B. zu den Instituten der Petersgasse oder Stremayrgasse, so müsste man ab der Steyrergasse ohnehin erst wieder über die Petersgasse oder Münzgrabenstraße ausweichen! Denn zwischen Physikgebäude und Mathematik-Institut/ZID gibt es einen Höhenunterschied und daher dort auch "nur" lange Stiegen!
Was sollen also jetzt plötzlich diese Enteigungs-Drohungen? So ein Schwachsinn! Die Stadt hätte diese Radweglücke ja schon vor Jahrzehnten schließen können, da gab es dort noch keine so dichte Verbauung. Außerdem hat die Stadt erst kürzlich in der Petersgasse diese tollen Radwege zwischen den Straßenbahngleisen gepinselt! Wär ja schad drum, wenn diese Radwege (http://graz.radln.net/cms/bilder/popup/11204979/229431/52f1efaf/st.peter%20ein.JPG) dann nicht mehr von Radfahrern benützt werden würden, oder?  :ätsch:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am November 04, 2014, 06:46:12

Außerdem hat die Stadt erst kürzlich in der Petersgasse diese tollen Radwege zwischen den Straßenbahngleisen gepinselt! Wär ja schad drum, wenn diese Radwege (http://graz.radln.net/cms/bilder/popup/11204979/229431/52f1efaf/st.peter%20ein.JPG) dann nicht mehr von Radfahrern benützt werden würden, oder?  :ätsch:



Das ist aber kein Radweg. Solche Sachen muss die Stadt wohl aufmalen, damit nicht wieder irgendwelche Deppen von Bimfahrern glauben sie müssten die Radfahrer mit wildem Gebimmel von den Gleisen scheuchen, obwohl man sonst eh nirgends fahren kann. Hättma vernünftige Bimfahrer bräuchtma das nicht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am November 04, 2014, 08:09:25

Das ist aber kein Radweg. Solche Sachen muss die Stadt wohl aufmalen, damit nicht wieder irgendwelche Deppen von Bimfahrern glauben sie müssten die Radfahrer mit wildem Gebimmel von den Gleisen scheuchen, obwohl man sonst eh nirgends fahren kann. Hättma vernünftige Bimfahrer bräuchtma das nicht.


Ich habe es einmal gewagt, von deppaten Autofahrern zu schreiben. Ich hoffe, hier kommt jetzt auch ein empörter Aufschrei.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am November 04, 2014, 09:13:19


Radweg: Stadt plant Enteignung
"Kleine Zeitung" vom 11.10.2014, Graz, Seite 24

Robert Tschank, Prokurist bei der Michelatsch-Gruppe, verwalten die Liegenschaft. Auf Anfrage der Kleinen Zeitung sagt er nur so viel: ,,Im Baubescheid war der Radweg kein Thema. Und mittlerweile ist das Haus im Eigentum der Bewohner." Das Haus steht seit rund vier Jahren, aber die Wohnungseigentümer dürften von den Plänen der Stadt dem Vernehmen nach noch überhaupt nichts wissen: dass nämlich vor ihren Balkonen künftig Hunderte Radler täglich zwischen den Unis hin- und herpendeln sollen.
http://graz.radln.net/cms/beitrag/12102689/60731309/

Wäre es eine Straße für 100e Autofahrer, würde es den Weg schon längst geben, ohne dass darüber ein Artikel erschienen wäre.

@Commanderr: Zur Stremayergasse (über Stremayergasse 10) könnte man eine Verbindung schaffen und dann wären alle Institute recht gut zu erreichen.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 04, 2014, 10:08:06
Zitat
Na und? Ich selbst bin die Strecke von den Inffeldgründen zur Steyrergasse täglich und jahrelang mit dem Rad gefahren. Dieser ver­meint­liche Umweg ist aber gar keiner, wenn man nicht direkt zum Haus Steyrergasse 30 (der TU-Graz) fahren möchte!


Sogar wenn man davon ausgeht, dass nur jene Radfahrer (und Fußgänger) den Weg verwenden würden, die wirklich genau dort hin müssen (und nicht irgendwo anders hin weiterfahren wollen): das betrifft trotzdem viele hundert Menschen pro Tag. Es geht selbstverständlich nicht nur um das Haus Steyrergasse 30, sondern auch die angrenzenden TU-Gebäude (Physik, alte Chemie, usw.) Ebenfalls (und noch viel unmittelbarer) betrifft es das Gebäude Steyrergasse 17, in dem ebenfalls die TUG sitzt. Nur als ein Beispiel, im Hörsaal P1 der TUG, der mit dem Radwegstück von (Süd-)Osten erschlossen wird, haben 600 Studenten Platz - und es sitzen wirklich hunderte drin, zumindest am Vormittag (wie ich aus eigener Anschauung weiß). Das so kleinzureden halte ich für unangemessen.

Zitat
Deppen von Bimfahrern


So etwas ist wirklich unangebracht. Ich verstehe worum's geht, aber so eine Wortwahl ist nicht okay.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am November 04, 2014, 15:04:01

Zur Stremayergasse (über Stremayergasse 10) könnte man eine Verbindung schaffen und dann wären alle Institute recht gut zu erreichen.

Stimmt, zwischen den Wohnhäusern der Steyrergasse/Stremayrgasse und dem "Institut für Wasserbau" könnte man einen Radweg anlegen. Dort wäre auch genug Platz dafür.
Dann würde nur noch ein baulich abgetrennter Radweg hinauf zur Kopernikusgasse fehlen, inklusive einer Entschärfung des Bereiches bei der Tiefgaragenausfahrt an der Kurve Kopernikusgasse/Stremayrgasse!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: w am November 04, 2014, 20:34:30
die verbindung entlang dem gebaeude streymayrgasse 10 ueber die durchfahrt haus steyrergasse 34 ist (war?) seit mindestens 1995 ein gekennzeichner radweg (bodenmarkierungen).

der im artikel angesprochene fehlende lueckenschluss ist als kleinkindfreundliche fahradweg-erschliessung st.leonhard - st.peter schon seit jahrzehnten dringend notwendig weil alternativlos.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Gipfelrast am November 06, 2014, 09:16:57

die verbindung entlang dem gebaeude streymayrgasse 10 ueber die durchfahrt haus steyrergasse 34 ist (war?) seit mindestens 1995 ein gekennzeichner radweg (bodenmarkierungen).

Da ich gleich daneben arbeite und den "Radweg" seit meinem Studium auf der TU auch oft nütze, hab ich mir die Situation einmal genauer angeschaut.

Bei der Einfahrt Steyrergasse hängt eine Fahrverbotstafel - halb zugewachsen und wohl nicht ganz STVO-Konform (mit "EINFAHRT VERBOTEN" im weißen Feld).

Stremayrgassenseitig gibt es beim Schranken noch eine "halbe" Bodenmarkierung, die einen abgeschnittenen Fußgänger zeigt. Seit Asphaltierungsarbeiten ist der Rest verdeckt, Radwegmarkierung ist keine zu sehen. (Bilde mir aber ein, dass es einmal eine gab - was noch immer nicht heißt, dass es die Durchfahrt "unter" dem Haus in der Steyrergasse gestattet ist/war)

LG
Gert
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 06, 2014, 11:23:08
Ich hab viele Jahre an der TUG gearbeitet, aber von dieser Verbindung Steyrergasse-Stremayrgasse nichts gewusst - ich hätte immer gedacht dass das Privatgrund ist. Wenn der Lückenschluss zum Hafnerriegel wirklich kommt, gehört natürlich auch die Verbindung weiter zur Stremayrgasse aufgewertet - das ergibt dann insgesamt eine recht feine Verbindung.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am November 06, 2014, 13:12:57
 

Ich hab viele Jahre an der TUG gearbeitet, aber von dieser Verbindung Steyrergasse-Stremayrgasse nichts gewusst - ich hätte immer gedacht dass das Privatgrund ist. Wenn der Lückenschluss zum Hafnerriegel wirklich kommt, gehört natürlich auch die Verbindung weiter zur Stremayrgasse aufgewertet - das ergibt dann insgesamt eine recht feine Verbindung.

Also mir ist der während meiner Studienzeit auch nie aufgefallen...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: w am November 07, 2014, 11:56:38

seit mindestens 1995

sehe gerade einen typo, ich meinte seit mindestens 1985 (also damals, wie versucht wurde den heizbunker daneben zu sprengen).
wenn die durchfahrt streyergasse 34 nicht gestattet waere, dann ist die bodenmarkierung doch ziemlich sinnlos (aka 'sackstrasse fuer radfahrende')?
hab nun mal im archiv nachgesehen und was gefunden :)
das ist ein ausschnitt der grazer radkarte 1993, zweite aufllage (mit offiziellem vorwort von ruth feldgrill-zankel), klar zu sehen die durchfahrt streyergasse 34. auch zu sehen die verbindung zum hafnerriegel mit 'realisierung 1993' (undeutlich sichtbare gruene punkte links neben der linie).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 18, 2014, 09:08:29
Interessanter Bericht auf der ARGUS-Homepage: das Land Steiermark fördert Park+Ride-Anlagen (für Autos, meistens kombiniert mit Fahrrädern) höher als reine Bike+Ride-Anlagen. Das klingt zunächst logisch, aber: nicht nur die absolute Förderung ist höher, wenn es auch Autoabstellplätze gibt, sondern auch die prozentuelle Förderung ist höher. Sollte es nicht genau umgekehrt sein?


Das Land Steiermark fördert Radabstellanlagen mit 30 Prozent. 50 Prozent gibt es nur, wenn sie in Kombination mit (Auto) P&R-Parkplätzen errichtet werden.

Die Kritik kam von Anton Schuller, engagierter Umweltreferent der Stadtgemeinde Hartberg: Ihm wurde von der Abt. 16, Verkehr und Landeshochbau, auf seine Förderanfrage hin beschieden, dass eine bei der Post geplante Radabstellanlage mit 30 Prozent (max. € 700/ Stellplatz) gefördert werden kann. Auf seinen Einwand hin, die Anlage diene auch den Buskunden als Bike&Ride-Gelegenheit und für P&R zahle das Land 50 Prozent zu, gab es eine eher unbefriedigende Auskunft: Man sehe eine 50-prozentige Förderung "in Verbindung mit einer herkömmlichen Rakr&ride Anlage" wie sie zur Zeit etwa am Hartberger Bahnhhof enstehe.

Schuller gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden: In einem Schreiben an das Amt der Landesregierung hält er die Regelung für nicht nachvollziehbar, dass B&R nur in Kombination mit P&R einen höheren Fördersatz bekommt. Schuller ortet "eine unangemessene Bevorzugung des Autoverkehrs". Der streitbare Hartberger schlägt vor, für Bike&Ride-Anlagen zumindest die selbe Förderung auszuschütten: "Aufgrund unserer Klimaschutz-Ziele würde ich mir sogar eine höhere Förderung wünschen."

Seitens der Abt. 16, Referat Öffentlicher Verkehr, gab man in einem Antwortschreiben zu bedenken, dass es bei der Höhe des Fördersatzes um eine zumutbare Lastenverteilung zwischen Land und Gemeinden gehe und nicht um eine Bevorzugung des einen oder anderen Verkehrsmittels. So sei es Tatsache, dass die Kostenrelation zwischen P&R und B&R eine andere ist: "Aus diesem Grund übernimmt das Land bei einer P&R Anlage einen höheren Anteil, um in diesem Fall die Gemeinde nicht finanziell zu überfordern."

http://graz.radln.net/cms/beitrag/12130344/25359410/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 27, 2014, 09:10:19
Wieder gibt's mal nur Gejammer und Gestreite in Sachen Radverkehrspolitik. In der Haut der Betroffenen möcht ich nicht stecken - so lange dafür gekämpft, und ständig vertröstet und gefrotzelt.


Kein Geld für versprochenen Geh- und Radweg

Im neuen Doppelbudget 2015/16 von ÖVP, KPÖ und SPÖ findet sich kein Geld für neue Geh- und Radweg-Projekt, klagt Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio (FPÖ).

Die Grundstücke sind eingelöst, die Planungen  abgeschlossen, der Auftrag praktisch vergeben - grünes Licht also für den dringend notwendigen, 1,4 Kilometer langen Geh- und Radweg entlang der Wetzelsdorfer Straße. Das war die Botschaft von Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) Anfang September.

Die Anrainer entlang der stark befahrenen Landesstraße konnten endlich jubeln. Seit Jahren schon haben sie diesen Geh- und Radweg gefordert, haben mehrfach in großer Zahl protestiert und die Straße gesperrt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Jetzt, zwei Monate nach dem grünen Licht, droht aber die Ampel wieder auf Rot zu springen. ,,Im Doppelbudget 2015/16 sind für neue Rad- und Gehwege null Cent vorgesehen", sagt Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio (FPÖ). ,,Damit kann ich in der Wetzelsdorfer Straße nicht bauen."
Land und Stadt müssen sich 1,5 Millionen Euro teilen

Insgesamt ist der Weg rund 1,5 Millionen Euro teuer, Stadt und Land teilen sich die Kosten. Aus dem Büro Kurzmann bestätigt man, dass das Geld vorhanden sei - aber nur, wenn die Stadt ihren Anteil dazu beiträgt.
Im Büro von Finanzstadtrat Gerhard Rüsch reagiert man auf die Aussage Eustacchios verwundert. Der Verkehrsstadtrat habe 33 Millionen Euro an Investitionsmittel, ,,wie er die Mittel einsetzt, ist seine Verantwortung. Außerdem wurden im jüngsten Gemeinderat 770.000 Euro für Geh- und Radwege bis 2016 beschlossen."

Stimmt, und stimmt auch wieder nicht. Denn dieser Beschluss umfasst bereits konkrete Projekte in der Leonhardstraße, der Plüddemanngasse und am Andritzbach. ,,Das sind alte Mittel für Projekte, die noch nicht abgewickelt oder noch nicht abgerechnet sind", so Eustacchio. ,,Ich habe bei den Investitionsmitteln keinen Spielraum für ein so großes Vorhaben wie in der Wetzelsdorfer Straße."

Für die betroffenen Anrainer ist diese Nachricht ,,eine Katastrophe", wie Karl Hofer stellvertretend für die Bürgerinitiative Wetzelsdorf sagt. ,,Uns wurde bereits der Spatenstich für heuer zugesichert. Die Politik wird hier wortbrüchig." Ohne Geh- und Radweg sei die Situation vor allem für Kinder und ältere Menschen ,,zu gefährlich".
http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4605448/WETZELSDORFER-STRASSE_Kein-Geld-fur-Geh-und-Radweg
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am November 28, 2014, 19:16:37
Kehrtwende: Rad- und Gehweg wird doch gebaut

So schnell kann es gehen. Nach Absage und heftiger Kritik kann Verkehrsstadtrat Eustacchio nun doch sagen: Der Geh- und Radweg entlang der Wetzelsdorfer Straße kommt. Polit-Streit über das Geld inklusive.


Kalt-warm für die Anrainer der Wetzelsdorfer Straße. Am Mittwoch ließ Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio (FPÖ) wissen: Kein Geld, der lange versprochene und dringend notwendige Geh- und Radwege kann nicht gebaut werden.

Nach einem kollektiven Aufschrei schaltet Eustacchio nun doch wieder die Ampel auf Grün. Die Finanzdirektion habe "mit sofortiger Wirkung" plötzlich Mittel freigeben, um das Projekt zu realisieren.

Dem ganzen Hin und Her war ein Polit-Streit vorausgegangen. Eustacchio müsse eben Geld in seinem Ressort umschichten, ließ Finanzstadtrat Gerhard Rüsch zunächst ausrichten. "Kein Spielraum", konterte Eustacchio.

Und woher kommt das Geld jetzt plötzlich? Aus übrig gebliebenen Mitteln des Nahverkehrsknotens. Ob es sich nun um ein Umschichten handelt oder doch um frisches Geld, darüber streiten die Politbüros weiter - den Anrainern wird es egal sein. Sie bekommen nach Jahren des Protests endlich ihren Geh- und Radweg.

Allerdings: "Mit sofortiger Wirkung", wie Eustacchio sagt,  fließt kein Geld, weil es einen Gemeinderatsbeschluss braucht, wenn die Mittel von der Nahverkehrsdrehscheibe zur Wetzelsdorfer Straße umgewidmet werden. Und den wird es wohl erst im Jänner 2015 geben.


Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4607029/WETZELSDORFER-STRASSE_Kehrtwende_Rad-und-Gehweg-kommt-doch)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Hubert Voller am November 29, 2014, 08:38:59
Das Theater rund um die Er­rich­tung wird aber noch lange weitergehen.
Zitat
Allerdings: "Mit sofortiger Wirkung", wie Eustacchio sagt,  fließt kein Geld, weil es einen Gemeinderatsbeschluss braucht, wenn die Mittel von der Nahverkehrsdrehscheibe zur Wetzelsdorfer Straße umgewidmet werden. Und den wird es wohl erst im Jänner 2015 geben.

Am Donnnerstag, 4. Dezember 2014 findet ja eine Gemeinderatsitzung über das Budget statt. Im Nachtrag zur Tagesordnung könnte man (mit ein wenig guten Willens) einen Beschluss fassen.

l.g. rellov
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: werner am Februar 06, 2015, 16:25:01
Was kann man von einem Verkehrslandesrat bei dieser Einstellung noch erwarten?

Quelle: Kleine Zeitung Druckausgabe
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: urbanite am Februar 06, 2015, 19:33:35
 ::) ::) ::) ::) ::) ::) ::) :P :P :P :P
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Stipe am Februar 06, 2015, 21:03:26

Was kann man von einem Verkehrslandesrat bei dieser Einstellung noch erwarten?

Quelle: Kleine Zeitung Druckausgabe


Den Rücktritt?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Februar 06, 2015, 21:25:20
Es gibt nur eine einzige mögliche Lösung:
Einen TUNNEL DURCH DEN SCHLOSSBERG!
  :lol:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Februar 06, 2015, 21:47:04

Es gibt nur eine einzige mögliche Lösung:
Einen TUNNEL DURCH DEN SCHLOSSBERG!


Ohne Schmäh: Die Idee eines Radtunnels vom Karmeliterplatz zum Schloßbergplatz hatte ich auch schon, ggf mit Aufstiegshilfe a la Trondheim (https://www.youtube.com/watch?v=zipZ5kwhFfs (https://www.youtube.com/watch?v=zipZ5kwhFfs)). Das wäre dann als Teil einer attraktiven Direktverbindung Uni-Innenstadt(-Annenstraße) zu sehen, welche die Fußgänger in der Sporgasse nicht stören würde. Allein, die Kosten würden wohl das Radwegebudget von mind 20 Jahren aufbrauchen ...  :(

lg, IC

PS: Die Kurve bei der Jahngasse gehört natürlich trotzdem entschärft, weil der dortige Radweg selbstverständlich weiterhin gebraucht würde.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Februar 09, 2015, 09:36:02
Im Herbst wird gewählt, dann ist Kurzmann weg. Verlorene fünf Jahre, aber so ist das eben.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am Februar 09, 2015, 14:38:05
Bist du dir da sicher?
Könnte doch LH-Stv und Verkehrslandesrat werden
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Februar 09, 2015, 15:58:41
Kurzmann tritt nicht an. ;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Februar 09, 2015, 16:05:06

Kurzmann tritt nicht an. ;)


Aha. Tatsache?! Wenn es stimmt wohl eine sehr positive Nachricht.
Schlimmer kann es mit einem anderen Umweltlandesrat nicht werden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am Februar 09, 2015, 18:51:46
Ah. Das wusste ich nicht. Finde, dass das die beste Entscheidung war die er in den letzten 5 Jahren getroffen hat.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Februar 20, 2015, 08:59:13
Der "Kleine Zeitung"-Ombudsmann äußert sich wieder zur Radweg-Benützungspflicht. (Aber keine für mich neue Information.)

Vor einiger Zeit wurde auf diesem Platz heftig darüber diskutiert, unter welchen Umständen Radfahrer die Radwege nicht benützen müssen. Dabei wurde jedoch eine wichtige Ausnahme vergessen; wenn jetzt im Winter diese nicht geräumt sind, fällt die Benützungspflicht ebenfalls weg oder?

ANTWORT: Das Thema Fahrradfahren und die Rechte und Pflichten der Radler interessieren Kfz-Lenker und Radfahrer gleichermaßen. Ist der Radweg nicht eis- und schneefrei, wird's problematisch, da haben Sie recht. Die ÖAMTC-Verkehrsjuristin, Gabriele Zöscher sagt dazu: Grundsätzlich gibt es natürlich die Radfahranlagen-Benützungspflicht, außer eine Radfahranlage ist gar nicht vorhanden oder sie befindet sich in einem Zustand, der eine gefahrlose Benützung nicht gewährleistet, dann darf auch die Fahrbahn benützt werden. Siehe dazu auch das Urteil des Obersten Gerichtshofes (OGH) vom 15. 10. 1964, 2 Ob 306/64, ZVR 1865/107: ,,Die Verpflichtung zur Benützung eines Radweges hat zur Voraussetzung, dass dessen Zustand eine gefahrlose Benützung gewährleistet. Befürchtet ein Radfahrer, dass der Radweg vereist sei, dann verstößt er durch die Benützung der Fahrbahn nicht gegen die Bestimmung des § 68 StVO."
http://www.kleinezeitung.at/s/service/ombudsmann/4666722/AUTOOMBUDSMANN_Eis-und-Schnee-auf-dem-Radweg
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am März 31, 2015, 10:33:22
In Gries hat sich ein schwerer Unfall mit Radfahrerbeteiligung ereignet - der Radfahrer wurde "gedoort".

Radfahrer prallte gegen geöffnete Pkw-Fahrertür - schwer verletzt

Graz-Gries: Radfahrer gegen eine Pkw-Fahrertür und kam schwer zu Sturz. Das 46jährige Opfer trug keinen Fahrradhelm und wurde schwer verletzt.

Der volle Artikel hier: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4697900/Unfall-in-GrazGries_Radfahrer-prallte-gegen-geoffnete-PkwFahrertur

(Die mehr-oder-weniger-Kausalkette von "kein Helm" zu "schwer verletzt" stört mich ein bisschen, und manche Leute sicher noch mehr.)


In einem anderen Zusammenhang, und mehr zum Thema "Radweg-Thread": wie sicher schon viele wissen, wird im Bereich Sonnenstraße eifrig gebaut, um ein bisheriges Radrouten-Nadelöhr zu beseitigen. Unter anderem wird eine neue Brücke über den Leonhardbach gebaut. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten, aber ich weiß nicht wann die Verbindung eröffnet wird.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: urbanite am März 31, 2015, 12:11:20
Hoffentlich hat der Mann keine bleibenden Schäden!
Ohne Helm steige ich seit Jahren nicht mehr aufs Rad, die Schädelknochen sind einfach keine geeignete Knautschzone! 
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am März 31, 2015, 22:09:31

In Gries hat sich ein schwerer Unfall mit Radfahrerbeteiligung ereignet - der Radfahrer wurde "gedoort".
Radfahrer prallte gegen geöffnete Pkw-Fahrertür - schwer verletzt


Das Dooring ist eigentlich ein reines Problem der mehrspurigen KFZ. Und dabei meine ich nicht die mehrspurigen KFZ, die auf der Seite stehen und an denen eine Tür geöffnet wird, sondern die, die vorbeifahren:



Also: Tragisch, aber selbst schuld (auch wenn juristisch da eine kräftige Teilschuld beim Öffner erwartet werden kann).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: just4fun am April 01, 2015, 06:49:34


In Gries hat sich ein schwerer Unfall mit Radfahrerbeteiligung ereignet - der Radfahrer wurde "gedoort".
Radfahrer prallte gegen geöffnete Pkw-Fahrertür - schwer verletzt


Das Dooring ist eigentlich ein reines Problem der mehrspurigen KFZ. Und dabei meine ich nicht die mehrspurigen KFZ, die auf der Seite stehen und an denen eine Tür geöffnet wird, sondern die, die vorbeifahren:


  • Als Radfahrer habe ich stets die Möglichkeit, einen Abstand zu parkenden und haltenden Fahrzeugen zu halten, sodass ich außerhalb des Gefahrenbereichs von sich öffnenden Autotüren bin.

  • Als Autolenker muss ich hingegen öfter in diesen Gefahrenbereich hinein, weil die Fahrbahn einfach nicht breiter ist.



Also: Tragisch, aber selbst schuld (auch wenn juristisch da eine kräftige Teilschuld beim Öffner erwartet werden kann).


Was soll man zu so einem Posting noch sagen? Einfach nur ahnungsloser Volldepp.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am April 01, 2015, 07:47:34

Was soll man zu so einem Posting noch sagen? Einfach nur ahnungsloser Volldepp.


Wir diskutieren im Outlaw-Thread über Ch. Wagner und Dietmar und ein Verhalten, das einigen anscheinend ein Dorn im Auge ist. Aber halt, da gibt es ja noch mehr davon ...

Vor allem die Begründung und das Verhältnis Zitat - eigene Schöpfung in diesem Beitrag finde ich sehr interessant.

Manchen ist anscheinend in der virtuellen Welt nicht klar, dass man auch mit einem virtuellen Namen real rechtlich dafür belangt werden kann, was man so von sich gibt - schriftlich und nachweisbar.

Also, ich würde hier im Forum auf Worte wie "Volldepp" gerne verzichten.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am April 01, 2015, 10:01:51
Beleidigende Bezeichnungen finde ich auch unangebracht. Inhaltlich bin ich aber auch ganz woanders zu finden als Cerberus2. Die Aussage:
Zitat
Als Radfahrer habe ich stets die Möglichkeit, einen Abstand zu parkenden und haltenden Fahrzeugen zu halten, sodass ich außerhalb des Gefahrenbereichs von sich öffnenden Autotüren bin.

mag vielleicht aus rein philosophischer Sicht richtig sein, trifft aber die Realität überhaupt nicht. Ja, ich selbst fahre viel Rad und achte sehr darauf, von parkenden Autos ausreichend Abstand zu halten. Anderen Leuten ist dieses Problem sicher weniger bewusst. Aber: man halt als Radfahrer nicht immer die Möglichkeit, sich von parkenden Autos einfach fernzuhalten. Das betrifft z.B. mehrspurige Straßen, in denen man vom Autoverkehr einfach an den Rad gedrängt wird, oder enge Straßen auf denen nur ganz wenige geparkte Autos stehen, wo man nicht einfach jedesmal in die Mitte der Straße ausschwenken kann. Auch rechtlich ist die Sache ganz klar: eine Autotür darf man nur öffnen, wenn man niemanden damit gefährdet.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am April 01, 2015, 13:09:00
Ein paar Ansichten vom Geh-/Radweg Odilienweg-Sonnenstraße, der im Zuge der Hochwasserertüchtigung des Leonhardbaches errichtet wird.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am April 01, 2015, 17:15:06
Weiß jemand was am westseitigen Murradweg auf Höhe Keplerbrücke passiert? Sanierung des Radweges? Befestigung? Oder doch Vorarbeiten für die vom Eustacchio propagierte KFZ-Rampe auf den Kai?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: TW 529 am April 01, 2015, 17:38:45

Weiß jemand was am westseitigen Murradweg auf Höhe Keplerbrücke passiert? Sanierung des Radweges? Befestigung? Oder doch Vorarbeiten für die vom Eustacchio propagierte KFZ-Rampe auf den Kai?

Ich glaube dort wird eine Fernwärmeleitung verlegt!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am April 01, 2015, 21:17:27

Weiß jemand was am westseitigen Murradweg auf Höhe Keplerbrücke passiert? Sanierung des Radweges? Befestigung? Oder doch Vorarbeiten für die vom Eustacchio propagierte KFZ-Rampe auf den Kai?


Murradweg
Keplerbrücke bis Pongratz-Moore-Steg Verlegung einer 110kV-Leitung Sperre des westlichen Mur-Radweges Umfahrung über den östlichen Radweg Mitte Februar - Anfang Mai 2015 (Projekt der Energie Steiermark)
Quelle: http://www.graz.at/baustellen/ (http://www.graz.at/baustellen/)

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am April 02, 2015, 09:14:16

Ein paar Ansichten vom Geh-/Radweg Odilienweg-Sonnenstraße, der im Zuge der Hochwasserertüchtigung des Leonhardbaches errichtet wird.

lg, IC

Die Brücke wird aber ordentlich massiv ausgeführt.  :o Gescheiter wäre es gewesen eine Brücke mit gleicher Breite dafür schmalem Geländer zu bauen, denn dann hätte man gut einen halben Meter mehr Platz.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am April 02, 2015, 10:25:55

Die Brücke wird aber ordentlich massiv ausgeführt.  :o Gescheiter wäre es gewesen eine Brücke mit gleicher Breite dafür schmalem Geländer zu bauen, denn dann hätte man gut einen halben Meter mehr Platz.


Die Fahrbahn auf der Brücke hat iirc 3 m Breite (damit der Schneepflug durchkommt), schaut aber durch die massiven "Geländer" schmaler aus. Ich vermute, dass die Geländer tragende Funktion haben und dafür die Fahrbahnplatte entsprechend dünn ausfällt. Möglicherweise wurde das deshalb gemacht, um den Durchflussquerschnitt drunter einzuhalten ohne die Fahrbahn unnötig hoch anzuheben.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am April 08, 2015, 10:20:28
Jener 46-jährige Radfahrer, der vor ein paar Tagen in der Belgiergasse von einem Autofahrer "gedoort" wurde, ist jetzt im Krankenhaus verstorben. Das war somit der erste (und hoffentlich letzte) tödliche Radunfall des Jahres 2015 in Graz.

http://steiermark.orf.at/news/stories/2704052/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am April 08, 2015, 13:35:24


Die Brücke wird aber ordentlich massiv ausgeführt.  :o Gescheiter wäre es gewesen eine Brücke mit gleicher Breite dafür schmalem Geländer zu bauen, denn dann hätte man gut einen halben Meter mehr Platz.


Die Fahrbahn auf der Brücke hat iirc 3 m Breite (damit der Schneepflug durchkommt), schaut aber durch die massiven "Geländer" schmaler aus. Ich vermute, dass die Geländer tragende Funktion haben und dafür die Fahrbahnplatte entsprechend dünn ausfällt. Möglicherweise wurde das deshalb gemacht, um den Durchflussquerschnitt drunter einzuhalten ohne die Fahrbahn unnötig hoch anzuheben.

lg, IC

Stimmt die Fahrbahn schaut sehr dünn aus. Aber nach 3m Fahrbahnbreite schaut mir die Brücke trotzdem nicht aus.




Jener 46-jährige Radfahrer, der vor ein paar Tagen in der Belgiergasse von einem Autofahrer "gedoort" wurde, ist jetzt im Krankenhaus verstorben. Das war somit der erste (und hoffentlich letzte) tödliche Radunfall des Jahres 2015 in Graz.

http://steiermark.orf.at/news/stories/2704052/

tragisch

Die einzige Konsequenz die in Zeitungen, Politik und Bevölkerung dann gefordert wird: "Radfahrer müssen halt zumindest einen Helm tragen" und nicht "Autofahrer sollten auf schwächere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen"
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am April 20, 2015, 00:12:13
Der Radweg Odilienweg-Sonnenstraße ist zwar noch nicht offiziell beschildert, aber bereits benützbar. Seit dem letzen Besuch ist ein recht monströs wirkender Zaun hinzugekommen, die Beleuchtung fehlt jedoch noch.

Der Radroute am Leonhardbach (zw Odilienweg und Am Ragnitzbach) ist bereits wieder geöffnet. Die Hochwasserschutzmaßnahmen haben teils wuchtige Stützmauern gebracht.

Die desolate alte Brücke bei der Paulizzigasse ist dafür komplett weg und wird durch einen Neubau ersetzt. Leider haben sich die Sperre am Leonhardbach und die Abrissarbeiten der Brücke überlappt, was zu berechtigtem Unmut der Radler aus dem Ragnitztal geführt hat, da es so keine vernünftige Umleitung gab.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am April 21, 2015, 10:48:16
Der Zaun zur Siedlung hin ist arg - dafür zum Bach hin überhaupt kein Zaun. Interessant.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: urbanite am April 21, 2015, 11:23:45

Der Zaun zur Siedlung hin ist arg - dafür zum Bach hin überhaupt kein Zaun. Interessant.

Ich nehme an der Zaun kommt noch weil es wäre ungewöhnlich zum Bach hin keinen Abgrenzung zu haben  ???
Generell ist das Ganze aber ein akzeptabler Radweg  :one:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am April 21, 2015, 13:10:41


Der Zaun zur Siedlung hin ist arg - dafür zum Bach hin überhaupt kein Zaun. Interessant.

Ich nehme an der Zaun kommt noch weil es wäre ungewöhnlich zum Bach hin keinen Abgrenzung zu haben  ???
Generell ist das Ganze aber ein akzeptabler Radweg  :one:


Wieso sollte man da einen Zaun brauchen? Solange es keine senkrechten Böschungsbereiche gibt, braucht man wohl keine Abgrenzungen. Bisher gab es bei gleich hoher/steiler Böschung bis zur Pauluzzigasse auch keinen Zaun.
Oder wird die Natur schon als so gefährlich angesehen, dass man sie wegsperren muss?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am April 28, 2015, 21:42:22
Wieder ein Fall von Dooring, nichtmal einen Monat nach dem letzten derartigen Unfall ...  :o

lg, IC

Radfahrerin (74) lebensgefährlich verletzt

Wieder ist in Graz ein Radfahrer gegen eine geöffnete Autotüre geprallt. Nach dem Unfall am Felix-Dahn-Platz schwebt die 74-Jährige in Lebensgefahr.

Laut Polizei agierte er "ordnungsgemäß", als der 74-Jährige am Dienstagvormittag sein Auto am Felix-Dahn-Platz geparkt hat. Dann öffnete der Mann die Fahrertüre - und das wurde einer 74-Jährigen zum Verhängnis. Die Radfahrerin prallte gegen die Autotüre, kam zu Sturz - und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Man brachte sie ins LKH Graz.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4719501/UNFALL-IN-GRAZ_Radfahrerin-lebensgefaehrlich-verletzt (http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4719501/UNFALL-IN-GRAZ_Radfahrerin-lebensgefaehrlich-verletzt)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am April 29, 2015, 09:14:29
Wie so oft finde ich die Berichterstattung einigermaßen einseitig und suggestiv. Der Satz Wieder ist in Graz ein Radfahrer gegen eine geöffnete Autotüre geprallt klingt so, als wäre die Autotür eben offen gewesen, und dann sei die patscherte Radfahrerin eben gegen die Tür geknallt. In Wahrheit wurde die Tür wohl erst in genau dem Moment geöffnet als die Frau heran- bzw. vorbeiradelte. Man könnte also auch schreiben "Mann knallte Autotür gegen vorbeifahrende Radfahrerin". Naja, wie auch immer. Jedenfalls wieder mal eine Erinnerung, dass man von parkenden Autos immer genug Abstand halten und notfalls die ganze Fahrspur beanspruchen sollte, auch wenn sich eventuell nachkommende Autofahrer darüber ärgern.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: urbanite am Mai 05, 2015, 17:38:55
Das Land Stmk plant entlang dem Eggenberger Gürtel einen Radweg  :one:
Es gibt leider noch keinen Umsetzungstermin und mir war nicht bewußt das die Lisagasse bis zum Gürtel geht  ???

Zitat

Eggenberger Gürtel
Bereich Lissagasse bis Josef-Huber-Gasse (Ostseite)
Bereich Josef-Huber-Gasse bis Friedhofgasse (Westseite)
Errichtung eines Radweges
Termin: dzt. offen
(Projekt des Amtes der Stmk. Landesregierung)


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 05, 2015, 19:14:54
Nun ist auch die vorige Woche durch eine geöffnete Autotür zu Sturz gebrachte Radfahrerin ihren Verletzungen erlegen... :'(
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Mai 05, 2015, 20:51:43

Es gibt leider noch keinen Umsetzungstermin und mir war nicht bewußt das die Lisagasse bis zum Gürtel geht  ???


Hmm, kanns sein, dass die offiziell hinterm Gürtelturm weitergeht? Im GIS-Steiermark ist dort allerdings keine Straße erfasst (obwohl die Zufahrt zum Parkplatz AFAIR kein Privatgrund ist).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Mai 05, 2015, 21:44:11
Nach Unfall: Radfahrerin ist verstorben

Ende April ist eine 74-jährige Radfahrerin gegen eine geöffnete Autotür geprallt, nun ist sie ihren Verletzungen erlegen. Es ist heuer bereits der zweite tödliche Unfall dieser Art.

Ende März prallte ein 46-Jähriger gegen eine plötzlich aufgehende Autotür, wenig später starb der Mann an den Folgen seiner Verletzungen. Am 28. April passierte dasselbe einer 74-Jährigen - und die Polizei bestätigt: Die Frau ist nun ebenfalls verstorben.

Die 74-Jährige war am Felix-Dahn-Platz unterwegs. Dort parkte gegen 11.35 Uhr ein gleichaltriger Mann am rechten Fahrbahnrand, wollte aussteigen und öffnete die Fahrertür zur Gänze. Dabei hat er offenbar die Radfahrerin übersehen, die Richtung Nibelungengasse unterwegs war. Die Radlerin prallte gegen die Autotür und ist nun ihren schweren Verletzungen erlegen.

Radfahrerin gegen Fußgängerin

Glimpflich davon kam eine 23-jährige Grazerin. Sie stieß Dienstag Vormittag im Bereich Albrechtgasse/Schmiedgasse mit einer 61-jährigen Fußgängerin zusammen. Die Radlerin wurde von einem Zeitungsverkäufer angesprochen und dadurch kurz abgelenkt. Trotz Vollbremsung kam es zur Kollision. Die Radfahrerin stürzte und verletzte sich leicht, die Fußgängerin blieb unverletzt.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4724289/RADFAHREN-IN-DER-STADT_Nach-Unfall_Radfahrerin-ist-verstorben (http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4724289/RADFAHREN-IN-DER-STADT_Nach-Unfall_Radfahrerin-ist-verstorben)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Mai 11, 2015, 10:58:26
Ausführlicher Radpolitik-Artikel in der Kleinen Zeitung: Fünf Thesen zum Radfahren in der Stadt

http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4727292/RADFAHRHAUPTSTADT_Funf-Thesen-zum-Radfahren-in-der-Stadt
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Mai 29, 2015, 11:09:01
Schon wieder ein interessanter Artikel zur Radverkehrspolitik in der Kleinen Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4741864/VERKEHRSPOLITIK_Der-schnellste-Weg-zur-Fahrradhochburg

Ein Satz aus dem Artikel: ,,Nur ein Prozent der Leute in Kopenhagen fahren aus Umweltschutzgründen mit dem Rad", weiß Dutoit, ,,aber über 70 Prozent, weil es der schnellste und einfachste Weg ist, in der Stadt voranzukommen."
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juli 21, 2015, 09:07:13


ARGUS berichtet über ein paar neue Radweg-Stücke in Graz:

Radwegausbau: Da und dort ein gutes Stück

Es sind keine großen Würfe, aber immerhin: Einige neue Radwegabschnitte in Graz sind fertig oder kurz davor.

In Betrieb gegangen ist das Teilstück Am Leonhardbach/ Sonnenstraße. Das 800.000 Euro teure Projekt ist eine positive Begleiterscheinung des Hochwasserschutzes, war auch von Protest begleitet, kommt nun aber den vielen HR6/ R52-NutzerInnen nach Ragnitz zugute: Eine zweimalige Querung des Leonhardbaches ermöglicht die Begradigung der bisherigen offiziellen Route über die Leonhardstraße bzw. erspart einige Höhenmeter über ein Stück Privatstraße.

Unmittelbar vor der Fertigstellung sind 1,4 km Radweg entlang der Wetzelsdorferstraße. Er wurde recht zügig errichtet - Externe Verknüpfung Spatenstich war am 13. April -, nachdem er seit der Aufnahme in das Sachprogramm Verkehr des Stadtentwicklungsprogramms 1980 immer wieder auf die lange Bank geschoben worden war. Stadt und Land teilten sich die Kosten von 1,5 Mio. Euro.

Noch ein bisschen dauern wird es, bis man den HR2 am Linken Murufer von Am Arlandgrund den Andritzbach entlang zur Weinzöttlstraße weiterfahren wird können. Auch hier geht es primär um ein Hochwasserschutz-Projekt. Der Lückenschluss zum voriges Jahr eröffneten Teilstück am Gabriachbach bis zur Andritzer Reichsstraße inklusive Druckknopfampelverlegung für die Querung der Weinzöttlstraße sollte aber bis spätestens Jahresende geschafft sein.   

Raaba - Grambach
Ein Blick über die Stadtgrenze: Hier wachsen die mit 1.1.2015 fusionierten Gemeinden Raaba und Grambach nun auch über einen Radweg zusammen. Das von Neo-Verkehrslandesrat Jörg Leichtfried am 09.07. in die Landesregirung eingebrachte Projekt sieht den Bau von 640 m Radweg für knapp eine Mio. Euro vor, wobei sich Marktgemeinde und Land die Kosten teilen.

Der ganze Artikel mit Fotos und Karten hier: http://graz.radln.net/cms/beitrag/12309885/25359410/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am August 11, 2015, 19:56:12
Der nächste Fall von Dooring mit schlimmen Folgen...  >:(

Radfahrerin stieß gegen Lkw-Tür und wurde überollt

23-jährige Radfahrerin prallte gegen geöffnete LKW-Tür, stürzte vom Fahrrad und wurde von einem nachfolgenden Pkw überrollt. Sie wurde mit schweren Verletzungen ins LKH eingeliefert. Ein 29-Jähriger LKW-Lenker aus Graz parkte heute gegen 9:30 Uhr sein Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand der Schönaugasse und wollte aussteigen. Da er nach eigenen Angaben im Rückspiegel kein herannahendes Fahrzeug wahrnahm, öffnete er die Fahrertür.

Eine 23-jährige Grazerin fuhr zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Fahrrad am abgestellten Lkw vorbei. Sie kollidierte mit der geöffneten Fahrertür, wurde vom Fahrrad geschleudert und kam auf der Fahrbahn zu liegen. Eine nachfolgende 27-jährige Pkw-Lenkerin aus Graz konnte trotz sofortiger Notbremsung eine Kollision mit der 23-Jährigen nicht mehr verhindern und überrollte die Radfahrerin. Die 23-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in das LKH Graz eingeliefert, wo sie intensivmedizinisch betreut werden musste.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4797357/Radfahrerin-stiess-gegen-LkwTur-und-wurde-uberrollt (http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4797357/Radfahrerin-stiess-gegen-LkwTur-und-wurde-uberrollt)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: werner am September 02, 2015, 18:39:02
Am Sonntag stand dieser Artikel im "GRAZER".
Da sieht man wieder, wie unser Verkehrsstadtrat die Radfahrerinnen und Radfahrer liebt !!!!!!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 10, 2015, 15:19:57
Irgendwas ist hier falsch ...   ???  ::)

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Oktober 10, 2015, 15:28:47
Das kann doch nicht sein, war der blind?  :lol:

Hast Du zufällig gesehen, was für ein Kennzeichen der hatte?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 10, 2015, 15:39:54

Hast Du zufällig gesehen, was für ein Kennzeichen der hatte?


War ein Wiener. Im Anschluss wenden auf der Vorrangstraße quer über die doppelte Sperrlinie :hammer:. Hab meinen Augen nicht getraut, daher gleich zur Knipse gegriffen ...   ;D

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Zachi am Oktober 10, 2015, 15:43:09
Sensationell  :lol: :frech:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Oktober 10, 2015, 17:20:31

Am Sonntag stand dieser Artikel im "GRAZER".
Da sieht man wieder, wie unser Verkehrsstadtrat die Radfahrerinnen und Radfahrer liebt !!!!!!


Eine Reduktion der Fahrspuren in diesem Bereich würde auch dem ÖV schaden. Wäre also auch skeptisch, zumal dort irgendwann vielleicht auch einmal eine Straßenbahn fahren könnte/sollte. :gluck:

Aber prinzipiell ist eh klar, dass die "Liebe" zum Radverkehr in Graz für die meisten Parteien (eigentlich alle außer Grün und Pirat) nur soweit geht, solange der MIV keinen Platz verliert (siehe u.a. auch Ring-Radweg).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Dezember 14, 2015, 10:40:27
Ein Wahnsinn! Die Stadt stürzt sich für Radfahrer und Fußgänger in Unkosten.
1,55 Mio € für Radwege bis 2018 und dann auch noch 850.000€ für die Fußgänger.
Na hoffentlich bekommt die Stadt vom Land die 50% zurück, sonst droht wohl bald die Zahlungsunfähigkeit.
Wie soll man bei den enormen Ausgaben noch irgendwas in die Infrastruktur des MIV investieren können.

http://www.der-grazer.at/epaper/der-grazer-502015-e288.html (http://www.der-grazer.at/epaper/der-grazer-502015-e288.html)

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Dezember 15, 2015, 01:12:14

Ein Wahnsinn! Die Stadt stürzt sich für Radfahrer und Fußgänger in Unkosten.
1,55 Mio € für Radwege bis 2018 und dann auch noch 850.000€ für die Fußgänger.
Na hoffentlich bekommt die Stadt vom Land die 50% zurück, sonst droht wohl bald die Zahlungsunfähigkeit.
Wie soll man bei den enormen Ausgaben noch irgendwas in die Infrastruktur des MIV investieren können.

http://www.der-grazer.at/epaper/der-grazer-502015-e288.html (http://www.der-grazer.at/epaper/der-grazer-502015-e288.html)




800.000 für ein paar hundert Meter Gehsteig?!

Nicht dass das nicht wichtige Lückenschlüsse wären, aber das sollte doch auch günstiger gehen...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Dezember 15, 2015, 10:11:44


Ein Wahnsinn! Die Stadt stürzt sich für Radfahrer und Fußgänger in Unkosten.
1,55 Mio € für Radwege bis 2018 und dann auch noch 850.000€ für die Fußgänger.
Na hoffentlich bekommt die Stadt vom Land die 50% zurück, sonst droht wohl bald die Zahlungsunfähigkeit.
Wie soll man bei den enormen Ausgaben noch irgendwas in die Infrastruktur des MIV investieren können.

http://www.der-grazer.at/epaper/der-grazer-502015-e288.html (http://www.der-grazer.at/epaper/der-grazer-502015-e288.html)




800.000 für ein paar hundert Meter Gehsteig?!

Nicht dass das nicht wichtige Lückenschlüsse wären, aber das sollte doch auch günstiger gehen...

In Summe in etwa genauso viele Meter wie beim Südgürtel. Der kostet halt rund das 250-fache.
Aber der ist ja unbedingt notwendig, um für noch mehr Verkehr zu sorgen...



Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Dezember 17, 2015, 08:52:10
Zitat
800.000 für ein paar hundert Meter Gehsteig?!


Dem "Grazer" ist bekanntlich nicht recht zu trauen. Gut möglich dass für das Geld noch andere Sachen vorgesehen sind, irgendwelche Instandhaltungen oder kleinere Verbesserungen etwa.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Januar 03, 2016, 14:08:15
Laut der heutigen Ausgabe des "neuen Grazers" soll der Radstreifen in der Brückengasse/Korngasse, der nach nur einem Monat aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde, wieder geöffnet werden. Laut Eustacchio soll es dafür eine Tonnagebeschränkung für LKW geben, da die Radfahrer in der engen Kurve durch LKW gefährdet werden könnten.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 04, 2016, 21:15:17
Auf der ARGUS-Homepage wurde das schon vor 2 Wochen angekündigt.

http://graz.radln.net/cms/beitrag/11309943/25359482/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 4020er am Januar 06, 2016, 13:31:02
In der Schweiz sind Einbahnstraßen seit 01.01.2016 prinzipiell für den Radgegenverkehr freigegeben. Straßen in denen der Gegenverkehr mit dem Rad nicht erlaubt ist müssen gekennzeichnet werden. Wäre auch in Österreich eine gute Idee!

http://www.pro-velo.ch/pro-velo/aktuelles/aktuelles/eine-radumdrehung-in-die-richtige-richtung-der-bundesrat-erleichtert-das-velofahren/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am Januar 06, 2016, 23:15:52

In der Schweiz sind Einbahnstraßen seit 01.01.2016 prinzipiell für den Radgegenverkehr freigegeben. Straßen in denen der Gegenverkehr mit dem Rad nicht erlaubt ist müssen gekennzeichnet werden. Wäre auch in Österreich eine gute Idee!

http://www.pro-velo.ch/pro-velo/aktuelles/aktuelles/eine-radumdrehung-in-die-richtige-richtung-der-bundesrat-erleichtert-das-velofahren/


Interessant auch, dass für "Sackstraße ausgenommen Radfahrer/Fiußgänger" ein eigenes Schild eingeführt wird. Das senkt wohl weiter die Hemmschwelle, die Durchfahrt für den MIV stellenweise zu sperren. Gibts übrigens auch in Deutschland seit 2009: https://de.wikipedia.org/wiki/Sackgasse#/media/File:Zeichen_357-50_-_Durchl%C3%A4ssige_Sackgasse_f%C3%BCr_Fu%C3%9Fg%C3%A4nger_und_Radverkehr,_StVO_2009.svg
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Januar 07, 2016, 07:14:46

In der Schweiz sind Einbahnstraßen seit 01.01.2016 prinzipiell für den Radgegenverkehr freigegeben. Straßen in denen der Gegenverkehr mit dem Rad nicht erlaubt ist müssen gekennzeichnet werden. Wäre auch in Österreich eine gute Idee!

http://www.pro-velo.ch/pro-velo/aktuelles/aktuelles/eine-radumdrehung-in-die-richtige-richtung-der-bundesrat-erleichtert-das-velofahren/


Radfahrer ohne Licht kommen einem heute schon in JEDER Einbahnstraße entgegen - auch wenn die Fahrbahn keine 2m breit ist. - Was macht es bitte für einen Sinn, das zu legalisieren, im Falle eines Unfalles ist ja ohnehin der Autofahrer schuld! :boese:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Januar 07, 2016, 07:55:56


In der Schweiz sind Einbahnstraßen seit 01.01.2016 prinzipiell für den Radgegenverkehr freigegeben. Straßen in denen der Gegenverkehr mit dem Rad nicht erlaubt ist müssen gekennzeichnet werden. Wäre auch in Österreich eine gute Idee!

http://www.pro-velo.ch/pro-velo/aktuelles/aktuelles/eine-radumdrehung-in-die-richtige-richtung-der-bundesrat-erleichtert-das-velofahren/


Radfahrer ohne Licht kommen einem heute schon in JEDER Einbahnstraße entgegen - auch wenn die Fahrbahn keine 2m breit ist. - Was macht es bitte für einen Sinn, das zu legalisieren, im Falle eines Unfalles ist ja ohnehin der Autofahrer schuld! :boese:

Lebt es sich eigentlich wirklich so gut mit einfältigen Generalverdächtigungen und Stammtischsagern.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Januar 07, 2016, 09:18:21
Hier geht es nicht um Generalverdächtigungen oder Stammtischsagern sondern um persönliche Erfahrungen, wo Radfahrer dem entgegenkommenden Fahrzeuglenker den Vogel oder andere nette Gesten zeigen, weil sie für ihn nicht Platz machen, obwohl er gegen die Einbahn (ohne Ausnahme) unterwegs ist.  ;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Januar 07, 2016, 11:34:32


Radfahrer ohne Licht kommen einem heute schon in JEDER Einbahnstraße entgegen - auch wenn die Fahrbahn keine 2m breit ist. - Was macht es bitte für einen Sinn, das zu legalisieren, im Falle eines Unfalles ist ja ohnehin der Autofahrer schuld! :boese:

Lebt es sich eigentlich wirklich so gut mit einfältigen Generalverdächtigungen und Stammtischsagern.


Das "JEDER" von Martin bezieht sich eindeutig auf die Einbahnen und nicht auf die Radfahrer. Damit werden bestenfalls Einbahnen generalverdächtigt, nicht aber Radfahrer.

Ich bin kein Freund von legalem Radfahren gegen die Einbahn, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Als Radfahrer ist das echt eine blöde Situation. Die entgegenkommenden Autos sind noch das geringste Problem: Sie sehen mich nämlich. Nicht wahrgenommen wird bestenfalls der Rechtsvorrang an Kreuzungen, das ist aber auch noch irgendwie beherrschbar. Eine viel blödere Situation sind Fußgänger, die zwischen parkenden Autos hervorhüpfen und nur in die falsche Richtung schauen. Ebenso  ein Problem sind Schrägparker beim Ausparken. Ich hasse es als Autofahrer schon in der Normalsituation, schräg ausparken zu müssen. Wenn da jetzt noch in der anderen Richtung Radfahrer kommen, wirds echt blöd. Aber auch Parallelparker links sind ein Problem. Ich musste mal ausparken, da stand ein Lieferwagen vor mir. Was sich rechts vorne vor meinem Auto abspielt, sehe ich nicht, der rechte Außenspiegel geht blöderweise nur nach hinten.

2. Gegen kurze Stücke der Freigabe von Einbahnen habe ich nichts, wenn dadurch ein Umweg stark abgekürzt wird. Nicht notwendig finde ich jedoch die generelle Freigabe von Einbahnen in einem Bereich, wo sowieso einen Block weiter die nächste Einbahn in die Gegenrichtung verläuft. Da steht dem zusätzlichen Risiko durch das "Geisterradeln" ein zu geringer Vorteil gegenüber.

3. Und Radfahren gegen die Einbahn wie auch Radwege auf Gehsteigen stehen dem Bild des Fahrrads als vollwertiges Fahrzeug entgegen. Auf Gehsteigen und gegen die Einbahn bewegen sich eben nur Fußgänger, und so wird das Rad nur als "rollender Fußgänger" und nicht als "motorloses platzsparendes Auto" wahrgenommen. 
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Januar 07, 2016, 11:48:45
Das (generelle) Öffnen von Einbahnstraßen für den Fahrradverkehr hat sich aber international als eine der sinnvollsten Maßnahmen zur Stärkung des Fahrradverkehrs etabliert.

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Januar 07, 2016, 12:20:12
Ich bin im Jahr mehrere 1000km mit dem Rad (seit 30 Jahren) und noch ein paar 1000 mehr mit dem Auto/Motorrad (seit 20 Jahren) unterwegs. Nach meinen Erfahrungen ist das Fehlverhaltenspotential und das darauf Reagieren bei Kfz-Lenkern gleich ausgeprägt wie bei Radfahrern (und Fußgängern). So zur Info: Das was sich viele Autofahrer als Kavaliersdelikt einbilden, ist auch ein Fehlverhalten/Vergehen. Das stellt aber für alle anderen Verkehrsteilnehmer ein ungleich höheres Gefährdungsrisiko (Tötungsrisiko) dar.

Welche (Einbahn)straße ist nur 2m breit?

@cerberus: Dass sich das JEDER auf die Einbahnstraßen bezieht ist mir bewusst.
Trotzdem ist seine Aussage sehr verallgemeinernd und vor allem "Im Falle eines Unfalls ist ohnehin der Autofahrer schuld" ist typisches Stammtischgelaber.
Schuld ist man, wenn man einen Unfall verschuldet oder bewusst in Kauf nimmt. Wenn ich einen Radfahrer, auch wenn er nicht gesetzeskonform gegen die Einbahn unterwegs ist, bewusst anfahre, kann ich mich nicht nachher als schuldlos hinstellen.
Mich ärgern Radfahrer, die mir z.B. in der Gartengasse oder in der Schillerstraße entgegenkommen genauso, aber es ist mehr als 2m Platz (müssen ja LKW auch durch), sodass ich an ihm trotzdem vorbeifahren kann.
Mich ärgern aber auch Autofahrer die, weil andere Lenker ihr Auto halb auf der Straße parken, mich vom Radstreifen abdrängen oder trotz Gegenverkehr knapp überholen müssen. Das sind aber meist auch genau jene Fahrer, die sich umgekehrt über Radfahrer echauffieren, die gegen Einbahnstraßen (ohne Ausnahme) fahren.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Januar 07, 2016, 14:38:09

Trotzdem ist seine Aussage sehr verallgemeinernd und vor allem "Im Falle eines Unfalls ist ohnehin der Autofahrer schuld" ist typisches Stammtischgelaber.
Schuld ist man, wenn man einen Unfall verschuldet oder bewusst in Kauf nimmt.


Was die Schuld anbelangt, hast Du ziemlich sicher recht. Blöderweise gibt es aber zusätzlich noch die Gefährdungshaftung eines Kraftfahrzeughalters oder -lenkers: Eine Haftung kann so auch ohne Schuld ausgelöst werden - Eisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001981)


Wenn ich einen Radfahrer, auch wenn er nicht gesetzeskonform gegen die Einbahn unterwegs ist, bewusst anfahre, kann ich mich nicht nachher als schuldlos hinstellen.


Bewusst wird da wohl eher nicht die Regel sein. Eher kann die Differenz zwischen "Fahren auf halber Sicht" (wenn Gegenverkehr erlaubt ist) und "Fahren auf Sicht" (wenn kein Gegenverkehr erlaubt ist) den Unterschied zwischen "Unfall" und "Nicht Unfall" ausmachen. Auf der Geraden wird das wohl auch eher selten entscheidend sein. Sehr wohl aber beim Einbiegen über eine enge Kurve, wenn ich mit meinem Auto legal in den Raum hineinrage, den der Radfahrer benötigt. Rechnen muss ich mit Gegenverkehr, solange ich ihn nicht sehe, nur, wenn er auch erlaubt ist.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Januar 07, 2016, 15:35:38
Abgesehen davon, dass ich das meiste von dem Link nicht verstehe (mein Juristenkauderwelsch-Jedermannssprache-Universaltranslator ist defekt), handelt es sich aber um die Haftung "im" Fahrzeug und geht es um beförderte Personen/Gegenstände.


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Januar 07, 2016, 15:43:31
Nur so nebenbei: seit 1.1.2016 ist in der Schweiz auch das Rückwärtsfahren mit dem Auto verboten. Ausnahme: Ein- oder Ausparken oder keine Weiterfahr- oder Wendemöglichkeit.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Januar 07, 2016, 16:59:34

Abgesehen davon, dass ich das meiste von dem Link nicht verstehe (mein Juristenkauderwelsch-Jedermannssprache-Universaltranslator ist defekt), handelt es sich aber um die Haftung "im" Fahrzeug und geht es um beförderte Personen/Gegenstände.


Das lese ich anders, bin aber auch kein Experte: Es steht (§1): Wird beim Betrieb ... irgendetwas beschädigt, verletzt oder getötet, so ist nach diesem Gesetz zu regeln. Und es steht (§5): Es haftet der Halter. Die Paragrafen dazwischen schließen nur in etwa Fahrgäste aus.


Der zitierte Gesetzestext (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001981) wurde mir auf meine Anfrage vor eineinhalb Jahren in der Usenet-Newsgroup at.gesellschaft.recht übermittelt: at.gesellschaft.recht - Gefährdungshaftung (https://groups.google.com/forum/#!topic/at.gesellschaft.recht/qREvnba4z8Q/discussion)

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Januar 08, 2016, 08:19:36
@cerberus2: Soweit ich das verstehe wird im §7  (1) festgehalten, dass abhängig vom Verschulden die Aufteilung zu treffen ist. (§1304 ABGB)
Auf jusline.at stehen auch entsprechende Entscheidungen diesbezüglich (Beispiel (http://www.jusline.at/index.php?cpid=77cc2619465c939cd4189c33216b2d0c&feed=409799))

Ich versuche immer noch den §7 (2) zu verstehen....
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 4020er am Januar 08, 2016, 23:38:08
Zitat
- auch wenn die Fahrbahn keine 2m breit ist. - Was macht es bitte für einen Sinn, das zu legalisieren,

Für solche Fälle gibt es die extra anzubringenden Außnahmeschilder.

Zitat
Eine viel blödere Situation sind Fußgänger, die zwischen parkenden Autos hervorhüpfen und nur in die falsche Richtung schauen. Ebenso  ein Problem sind Schrägparker beim Ausparken. Ich hasse es als Autofahrer schon in der Normalsituation, schräg ausparken zu müssen. Wenn da jetzt noch in der anderen Richtung Radfahrer kommen, wirds echt blöd. Aber auch Parallelparker links sind ein Problem. Ich musste mal ausparken, da stand ein Lieferwagen vor mir. Was sich rechts vorne vor meinem Auto abspielt, sehe ich nicht, der rechte Außenspiegel geht blöderweise nur nach hinten.

Der mündige Bürger sieht auch bei Einbahnen immer in beide Richtungen. Es gibt keine Garantie, dass niemand verbotenerweise (egal ob Rad oder Kfz) oder legal (Fahrzeuge mit Sondersignal) gegen die Einbahn fährt.
Zu deinem Lieferwagenproblem: Das kann dir auch in Straßen mit Gegenverkehr oder in Einbahnstraßen ausgenommen Fahrräder passieren.


Zum Thema Sicherheit:

Laut dieser Arbeit (http://"http://www.argus.or.at/sites/default/files/u5/radfahrengegendieeinbahn.pdf") reichen unter gewissen Bedingungen bereits 3m Fahrbahnbreite für den Radgegenverkehr aus:
Begegnungen zwischen Bemessungsfahrzeugen, wie auch zwischen Kfz und Radfahrern müssen nicht überall möglich sein. Bei übersichtlichen Straßen genügen einige Ausweichstellen, wie sie z.B. bei Einfahrten ohnedies gegeben sind, um die Begegnung zu ermöglichen. So können selbst schmale, drei Meter breite Fahrbahnen von Radfahrern in Gegenrichtung befahren werden - geringe Verkehrsmengen und geringe Geschwindigkeiten vorausgesetzt.

Außerdem sehr interessant: Im Überholfall (z.B. von Radfahrern in Einbahnrichtung) sind bei verantwortungsbewusstem
Verhalten des Kfz-Lenkers größere seitliche Sicherheitsabstände erforderlich als im Begegnungsfall.
Dies begründet sich in der Tatsache, dass einander begegnende Fahrzeuglenker durch Blickkontakt
wesentlich vorhersehbarer die Reaktionen ihres Gegenüber abschätzen können als beim
Überholen. Auch erlaubt es die linksseitige Sitzposition des Lenkers im mehrspurigen Kfz, links die
seitlichen Abstände besser einzuschätzen als rechts. Bei Begegnungen zwischen Radfahrern und
Fußgängern in Fußgängerzonen konnte HANZL mittels Videobeobachtung im Verhalten der
Radfahrer deutlich geringere Seitabstände feststellen als bei Überholvorgängen [HANZL, 2001,
Seite 84f]. Es ist folglich Begegnung zwischen Kfz und Radfahrer zumindest überall dort möglich,
wo in Einbahnen Radfahrer von Kfz überholt werden.

Die fett markierte Aussage wird auch durch Zahlen belegt; fast doppelt so viele Unfälle passieren in der Fahrtrichtung als gegen die Fahrtrichtung für den Lfz-Verkehr.
Möchte man die Sicherheit der Radfahrer nicht gefährden, müsste es also auch ein Verbot für das Überholen von Fahrrädern in Einbahnstraßen ohne Radgegenverkehr geben.

Und, was noch festgestellt wird:
Wo Radfahren gegen die Einbahnrichtung verboten ist, benutzen 60 % der Radfahrer die gegen die Einbahnrichtung fahren den Gehweg. Sobald Radfahren gegen die Einbahnrichtung legalisiert wird, sind es nur noch 23 %. Damit nehmen auch Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern ab.

Im Großen und Ganzen sieht man also, dass die Sicherheit hier keine wesentliche Rolle spielt!

Abgesehen davon wurde von Sanfte Mobilität schon erwähnt, dass diese Maßnahme den Radverkehr stark attraktivieren würde. Ich kann mir außerdem gut vorstellen, dass Ausnahmeregelungen oft einfach vergessen werden.

Zitat
Und Radfahren gegen die Einbahn wie auch Radwege auf Gehsteigen stehen dem Bild des Fahrrads als vollwertiges Fahrzeug entgegen.

Fahrräder sind vollwertige Fahrzeuge! Selbst wenn sie auf Gehsteigen fahren dürften!  >:(

Zitat
Auf Gehsteigen und gegen die Einbahn bewegen sich eben nur Fußgänger, und so wird das Rad nur als "rollender Fußgänger" und nicht als "motorloses platzsparendes Auto" wahrgenommen.

Aber nur, weil es so im Gesetz so vorgeschrieben ist! Manchmal stellt es sich als sinnvoll heraus, Gesetze zu ändern (deswegen Tagen ab und zu so um die 180 Menschen in einem großen Gebäude in Wien und reden darüber).
Und: Das Rad ist kein rollender Fußgänder und kein platzsparendes Auto. Es ist ein Fahrrad, ein eigenständiger Verkehrsträger.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 11, 2016, 09:12:39
Zitat
1. Als Radfahrer ist das echt eine blöde Situation. Die entgegenkommenden Autos sind noch das geringste Problem: Sie sehen mich nämlich. Nicht wahrgenommen wird bestenfalls der Rechtsvorrang an Kreuzungen, das ist aber auch noch irgendwie beherrschbar.


Als Radfahrer beim Gegen-die-Einbahn-Radeln hast du an der Kreuzung immer Nachrang - wer von rechts kommt ist also wurscht. Wenn du an eine Kreuzung kommst endet dein Gegen-die-Einbahn-Radstreifen, d.h. du verlässt eine Radverkehrsanlage und hast daher immer Nachrang. (Soweit ich weiß.)

Ich finde Radfahren gegen die Einbahn jedenfalls super und sehr wichtig. Erstens weil man einfach drauflos fahren kann und sich nicht kompliziert über Einbahnen den Kopf zerbrechen muss, aber auch weil das Gegen-die-Einbahn-Radeln einfach sehr komfortabel ist: keine Autos können dich (zu knapp) überholen, und der entgegenkommende Verkehr ist voll auf dich konzentriert. Leute die Gegen-die-Einbahn-Radeln als gefährlich bezeichnen sind i.A. selbst keine Radfahrer, und die Statistik gibt ihnen auch nicht recht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: amadeus am Januar 11, 2016, 10:14:44
Es dürfte dann nicht sehr lange dauern bis auch alle anderen Einspurigen gegen die Einbahn fahren wollen (in den Niederlanden ja durchaus verbreitet). Warum Radler bevorzugt sein sollten dürfte nicht einfach zu argumentieren sein ...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Januar 11, 2016, 10:54:05

Zitat
1. Als Radfahrer ist das echt eine blöde Situation. Die entgegenkommenden Autos sind noch das geringste Problem: Sie sehen mich nämlich. Nicht wahrgenommen wird bestenfalls der Rechtsvorrang an Kreuzungen, das ist aber auch noch irgendwie beherrschbar.


Als Radfahrer beim Gegen-die-Einbahn-Radeln hast du an der Kreuzung immer Nachrang - wer von rechts kommt ist also wurscht. Wenn du an eine Kreuzung kommst endet dein Gegen-die-Einbahn-Radstreifen, d.h. du verlässt eine Radverkehrsanlage und hast daher immer Nachrang. (Soweit ich weiß.)


Prinzipiell gelten die ganz normalen Regeln (Begegnungs- und Rechtsregel), außer der Radstreifen endet (mit der Bezeichnung "ENDE"). In Graz hat man zur Sicherheit, damit man sich als Autofahrer nicht zu sehr mit anderen Verkehrsteilnehmern auseinandersetzen muss, einfach an jeder Kreuzung ein "ENDE" aufgemalt. (Deswegen endet jeder zweite Radweg an einer Kreuzung und geht auf der anderen Seite wieder weiter.)
Bei Schneefahrbahn, wenn die Bodenmarkierung "ENDE" nicht sichtbar ist, gilt bei Radstreifen gegen die Einbahn somit die Rechtsregel.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 11, 2016, 11:00:48
Zitat
Es dürfte dann nicht sehr lange dauern bis auch alle anderen Einspurigen gegen die Einbahn fahren wollen (in den Niederlanden ja durchaus verbreitet). Warum Radler bevorzugt sein sollten dürfte nicht einfach zu argumentieren sein ...


Na selbstverständlich ist das einfach zu argumentieren: es ist im Interesse der Allgemeinheit, dass möglichst viele Menschen Fahrrad fahren (aus vielerlei guten Gründen). Daher wird von politischer Seite der Radverkehr gefördert, und das Gegen-die-Einbahn-Radeln ist so eine Förderungsmaßnahme.

Zitat
Bei Schneefahrbahn, wenn die Bodenmarkierung "ENDE" nicht sichtbar ist, gilt bei Radstreifen gegen die Einbahn somit die Rechtsregel.


Daran habe ich nie gedacht - würde aber auch nicht auf die Idee kommen, es drauf anzulegen. (Und bin mir auch nicht sicher, ob es vor Gericht durchginge.)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 4020er am Januar 11, 2016, 12:01:56
Zitat
Es dürfte dann nicht sehr lange dauern bis auch alle anderen Einspurigen gegen die Einbahn fahren wollen (in den Niederlanden ja durchaus verbreitet)

Bis jetzt wird das auch nicht bei den Einbahnen ausgenommen Fahrräder gefordert...
In den Niederlanden dürfen allerdings auch Mopeds Radwege benutzen und es besteht keine Helmpflicht. Damit sind sie den Fahrrädern beinahe gleichgestellt (was in Österreich nicht der Fall ist).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 11, 2016, 12:13:33

Dass in den NL Mopeds am Radweg fahren dürfen ist nicht unumstritten - immer wieder wird gefordert, das zu ändern. Siehe z.B. hier: http://www.independent.co.uk/news/world/europe/dutch-moped-riders-face-being-banned-from-cycle-paths-over-safety-concerns-a6743751.html
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Januar 15, 2016, 14:21:34

Als Radfahrer beim Gegen-die-Einbahn-Radeln hast du an der Kreuzung immer Nachrang - wer von rechts kommt ist also wurscht. Wenn du an eine Kreuzung kommst endet dein Gegen-die-Einbahn-Radstreifen, d.h. du verlässt eine Radverkehrsanlage und hast daher immer Nachrang. (Soweit ich weiß.)


Ich komme durch Lesen der Gesetzestexte zu einem anderen Schluss: Eines ist klar: Nachrang hast Du, wenn Du eine Radfahranlage verlässt oder diese endet.

Was eine Radfahranlage ist, wird in §2 Abs 11b StVO definiert: ein Radfahrstreifen, ein Mehrzweckstreifen, ein Radweg, Geh- und Radweg oder eine Radfahrerüberfahrt.

Für das Radfahren gegen die Einbahn kommt da nur ein Radfahrstreifen in Betracht, und der ist in Abs 7 definiert:

Radfahrstreifen: ein für den Fahrradverkehr bestimmter und besonders gekennzeichneter Teil der Fahrbahn, wobei der Verlauf durch wiederholte Markierung mit Fahrradsymbolen und das Ende durch die Schriftzeichenmarkierung ,,Ende" angezeigt wird

Wenn Fahrradsymbole da sind, der Teil für die Radfahrer gekennzeichnet ist UND eine Ende-Markierung da ist, dann ist es ein Radfahrstreifen. Die Ende-Markierung ist daher einer Nachrangtafel gleichzusetzen. Ist an der Kreuzung keine Ende Markierung, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Die Ende-Markierung ist woanders. Dann endet die Radfahranage hier nicht. Ich glaube, in diesem Fall müsste eine Radfahrerüberfahrt markiert sein, und es gelten die Bestimmungen der Radfahrerüberfahrt. Wenn nicht, würde ich auf Rechtsvorrang tippen - auf Linksvorrang des Radfahrers nicht, obwohl es ja heißt, dass wenn der Radfahrer einer Radfahranlage folgt, er auch alle Fälle Vorrang hat. Deswegen meine Vermutung, dass in diesem Fall das Anlegen einer Radfahrerüberfahrt zwingend ist.

2. Es fehlt die Ende-Markierung überhaupt. Dann ist es keine Radfahranlage, die befahren oder verlassen wird, sondern nur eine Straße, die in beiden Richtungen befahren werden kann, mit der Einschränkung, dass das halt nicht alle, sondern nur Fahrräder dürfen. Und damit gilt der Rechtsvorrang.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Januar 15, 2016, 18:46:34

StVO §7 (5): Einbahnstraßen dürfen nur in der durch das Hinweiszeichen nach § 53 Abs. 1 Z 10 angezeigten Fahrtrichtung befahren werden. Dies gilt nicht für bestimmte Gruppen von Straßenbenützern, die hievon durch Verordnung ausgenommen werden [...]. Außer in Wohnstraßen sind in diesen Fällen Leit- oder Sperrlinien zur Trennung der entgegen der Einbahnstraße fahrenden Verkehrsteilnehmer vom übrigen Fahrzeugverkehr anzubringen, sofern die Sicherheit oder die Flüssigkeit des Verkehrs dies erfordern.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Januar 15, 2016, 19:24:38

StVO §7 (5): Einbahnstraßen dürfen nur in der durch das Hinweiszeichen nach § 53 Abs. 1 Z 10 angezeigten Fahrtrichtung befahren werden. Dies gilt nicht für bestimmte Gruppen von Straßenbenützern, die hievon durch Verordnung ausgenommen werden [...]. Außer in Wohnstraßen sind in diesen Fällen Leit- oder Sperrlinien zur Trennung der entgegen der Einbahnstraße fahrenden Verkehrsteilnehmer vom übrigen Fahrzeugverkehr anzubringen, sofern die Sicherheit oder die Flüssigkeit des Verkehrs dies erfordern.


Und was hat das mit dem Rechtsvorrang von Fahrrädern zu tun? Ich habe nur davon geschrieben, ob die Einrichtung als Radverkehrsanlage zu qualifizieren ist oder nicht. Kein "ENDE", kein "Radsymbol" auf dem Boden => keine Radverkehrsanlage, kein Nachrang, aber sehr wohl genau der §7 Abs 5, den Du zitiert hast.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Januar 15, 2016, 22:10:53

Und was hat das mit dem Rechtsvorrang von Fahrrädern zu tun?


War ja nicht als Widerspruch gedacht, sondern als Bestätigung des von dir geschriebenen.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Januar 16, 2016, 07:48:25

War ja nicht als Widerspruch gedacht, sondern als Bestätigung des von dir geschriebenen.

Danke, das habe ich dann irgendwie missverstanden.

Unexakt formuliert habe ich vielleicht, weil ich geschrieben habe, dass es sich um eine Straße handelt, die in beiden Richtungen befahren werden darf. Das stimmt zwar inhaltlich für Fahrräder, trotzdem ist es im Sinne der StVO und im Sinne des von Dir zitierten Paragrafen eine Einbahnstraße.

Und das war mir bis jetzt eigentlich nicht bewusst. Thx.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Februar 06, 2016, 14:37:34
Endlich! http://www.graz.at/cms/beitrag/10263384/1618648/

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Februar 06, 2016, 16:27:58

Endlich! http://www.graz.at/cms/beitrag/10263384/1618648/

W.


Hat jemand Zeit und Lust ein paar Fotos zu knipsen?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Februar 26, 2016, 12:15:39
Na das ist mal eine Ankündigung. (Bin allerdings auf die Umsetzung gespannt - besonders im etwas verlotterten Süden.)

Zitat
Italien plant Radwege von Venedig bis Apulien

Von Venedig bis zur apulischen Adria-Stadt Lecce soll der neue Radweg verlaufen. Die Regierung stellt in den nächsten drei Jahren 91 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung.


http://www.kleinezeitung.at/k/chronik/panorama/4932508/A-la-Strada-del-Sole_Italien-plant-Radwege-von-Venedig-bis-Apulien
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am März 07, 2016, 08:00:04

Na das ist mal eine Ankündigung. (Bin allerdings auf die Umsetzung gespannt - besonders im etwas verlotterten Süden.)

Zitat
Italien plant Radwege von Venedig bis Apulien

Von Venedig bis zur apulischen Adria-Stadt Lecce soll der neue Radweg verlaufen. Die Regierung stellt in den nächsten drei Jahren 91 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung.


http://www.kleinezeitung.at/k/chronik/panorama/4932508/A-la-Strada-del-Sole_Italien-plant-Radwege-von-Venedig-bis-Apulien

Als Kontrastprogramm: In der gestrigen Printausgabe der kleinen Zeitung war ein Bericht mit/über Mikael Colville-Andersen aus Kopenhagen über das Grazer Radweg- bzw. Verkehrssystem.

Investitionen in die Radinfrastruktur:
Kopenhagen in 10 Jahren 133 Mio. €
Graz in den nächsten 3 Jahren ~800.000€ (http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php?topic=1412.msg144826#msg144826 (http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php?topic=1412.msg144826#msg144826))

Kopenhagen hat recht genau doppelt soviele Einwohner wie Graz.
Umgelegt sollte da eigentlich stehen: "Graz investiert in den nächsten 3 Jahren 20 Mio. € in die Radinfrastruktur"
Wenn man die gesteckten die Ziele des MOKO2020 auch nur annähernd erreichen will, müsste diese Summe noch deutlich höher sein.



Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am März 07, 2016, 09:07:32
Hab grad gesehen, dass die Kleine den Artikel gestern am späten Nachmittag doch noch online gestellt hat.
http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4939769/Urban-Future_Warum-Radfahren-in-Graz-zu-einer-Zeitreise-in-die (http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4939769/Urban-Future_Warum-Radfahren-in-Graz-zu-einer-Zeitreise-in-die)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ahenobarbus am März 07, 2016, 09:30:33

Hab grad gesehen, dass die Kleine den Artikel gestern am späten Nachmittag doch noch online gestellt hat.
http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4939769/Urban-Future_Warum-Radfahren-in-Graz-zu-einer-Zeitreise-in-die (http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4939769/Urban-Future_Warum-Radfahren-in-Graz-zu-einer-Zeitreise-in-die)


Vor allem der erste Leserkommentar unter dem Artikel ist köstlich:

"...dass Radfahrer öfters einkaufen oder gar mehr Geld für den Konsum ausgeben, ist bloß ein Märchen. Ich selbst habe in Berlin ein Reichen mit Rolls Royce gesehen, der im KDW bei einem einzigen Einkauf mehr als 50.000 Euro ausgegeben hat."

:lol:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am März 07, 2016, 09:30:59
Leider ist Graz bei der Entwicklung beim Radverkehr halt vor gut 25 Jahre stehen geblieben ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 17, 2016, 08:26:17
http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/5022641/Umstieg-aufs-Rad_Verkehrsklub-fordert-RadHighways-fur-Graz
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Juni 17, 2016, 08:50:27

http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/5022641/Umstieg-aufs-Rad_Verkehrsklub-fordert-RadHighways-fur-Graz

Da würde sich aus dem Südosten, wo es so gut wie keine Radwege gibt, der Südgürtel als Anbindung zum Murradweg bzw. Puntigamer Straße anbieten. Für Radfahrer wird es aber wahrscheinlich einen Geh- und Radweg in Grazer Höchstbreite (= gesetzliche Mindestbreite und alle 40m ein Mast mitten am Weg) geben, der dann durch jede Querstraße unterbrochen und natürlich auch uneben (Kanten) ausgeführt wird. An den beiden Enden wird es in eine Odyssee ausarten auf den Radweg zu kommen oder ihn zu verlassen. Verkehrskozept a la Nagl halt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juli 07, 2016, 09:37:02
Der kürzeste Radweg von Graz: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/5043206/Kuriosum_Der-kurzeste-Radweg-von-Graz
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am August 16, 2016, 23:36:00
Aktueller Radlobby-Artikel über Radverkehrs-Projekte, die jetzt oder demnächst in Graz gemacht werden. Das Projekt Wickenburggasse/Jahngasse ist mit Abstand das Größte. https://www.radlobby.at/argus-steiermark/mit-vier-lueckenschluessen-in-den-herbst
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am August 26, 2016, 17:15:37
Der neue Radweg in der Jahngasse/Wickenburggasse hat ja schon fast eine absurde Breite  :bier:

Der erste "Rad-Highway" in Graz  :banana: :banana:


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am August 26, 2016, 18:25:28
Na gut, in der Ecke ist es aber wirklich notwendig für mehr Breite - ein relativ enge Kurve, noch dazu Kreuzungsbereich mit notwendigen Auftrittsflächen für die Fußgänger etc. pp

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am August 26, 2016, 18:46:59
Auf dem Foto vielleicht nicht zu erkennen, aber auch der Radweg davor (also vor der Landesturnhalle) ist extrem breit. Bin gespannt, ob anderswo die Radwege auch ausgebaut werden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: invisible am August 27, 2016, 04:26:07

Auf dem Foto vielleicht nicht zu erkennen, aber auch der Radweg davor (also vor der Landesturnhalle) ist extrem breit. Bin gespannt, ob anderswo die Radwege auch ausgebaut werden.


Also von "extrem breit" seh ich da nichts. Für das Verkehrsaufkommen angemenssen würd ich eher sagen.
Und nebenbei wird jetzt endlich auch der Gehsteig ausreichend breit.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am September 08, 2016, 17:29:28
Vielleicht auch was für Graz? Sehe die App nicht so, dass man sich die Maßnahmen verdienen muss, sondern eher, dass man dadurch zeigen kann, was die Radfahrer in Graz leisten.

http://mobil.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Linzer-Stadtplaner-hoffen-auf-Daten-von-Radler-App;art66,2327358
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 21, 2016, 19:32:52
Was haben die Bauarbeiter bis jetzt in der Wickenburggasse gemacht - Pause oder was? - dass die immer noch nicht fertig sind: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5088993/Video_Bauarbeiter-geben-fur-Radfahrer-Gas

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am September 21, 2016, 20:02:40

Was haben die Bauarbeiter bis jetzt in der Wickenburggasse gemacht - Pause oder was?

Nur die Betonwände aufgestellt. Bleibt so bis es schneit. Dann wird erst im Frühjahr weitergemacht. Vielleicht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 21, 2016, 20:06:45

Nur die Betonwände aufgestellt. Bleibt so bis es schneit. Dann wird erst im Frühjahr weitergemacht. Vielleicht.


??? Zuerst Testlauf, dann Provisorium und im Frühjahr dann endgültig ???

Da wurden ja schon Randsteine und Kanaldeckel verschoben und versetzt, verstehe ich nicht ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am September 21, 2016, 20:28:21
Von der Landesturnhalle bis zur Laimburggasse ist der Radweg fertig und benutzbar inklusive Bodenmarkierungen.
Das Eck ist jetzt schon deutlich angenehmer zu benutzen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: TW 529 am September 21, 2016, 20:51:22
Fertigstellung 30.9.2016 laut- https://www.graz.at/cms/ziel/410542/DE/

Wickenburggasse - Jahngasse


im Bereich Kaiser-Josef-Kai bis Parkstraße;
Errichtung eines Geh- und Radweges; diverse Leitungslegungen;
Spurzusammenlegungen; Fahrverbot für Radfahrer (kurze Schiebestrecke im Bereich
Jahngasse); je nach Baufortschritt eingerichtete Umleitung für RadfahrerInnen über Wartingergasse;
zeitlich durchgehende Sperre der Jahngasse ab Parkstraße (ausgenommen Radfahrer).
- Ende August kurzfristige Fräs- und Asphaltierungsarbeiten im Kreuzungsbereich
Wickenburggasse / Grabenstraße / Humboldstraße / Jahngasse (diese als Wochenendarbeiten).
dzt.-30.09.2016
(Projekt: Stadt Graz - Verkehrsplanung)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Oktober 05, 2016, 13:56:14
Heureka, es ist prachtvoll vollbracht: http://www.graz.at/cms/beitrag/10275614/1618648/

W,
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Oktober 05, 2016, 14:13:32
Noch nicht ganz, oder? Am Abschnitt von der Wickenburggasse (Straßenbahn) bis zur Brücke wird ja noch gearbeitet.

Leider wird beim Radübergang in der Jahngasse Richtung Parkstraße noch immer Autofahrern Vorrang eingeräumt. Durch die Nase und die hohe Geschwindigkeit und das Nichtblinken einer Vielzahl der Autofahrer erkennt man nicht, ob sie Richtung Paulustor wollen oder nicht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Oktober 05, 2016, 16:53:57
Leider wird beim Radübergang in der Jahngasse Richtung Parkstraße noch immer Autofahrern Vorrang eingeräumt. Durch die Nase und die hohe Geschwindigkeit und das Nichtblinken einer Vielzahl der Autofahrer erkennt man nicht, ob sie Richtung Paulustor wollen oder nicht.
Das ist eine Gefahrenstelle, die beseitigt gehört.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Oktober 06, 2016, 13:05:43
Leider wieder einmal völliger Pfusch. Die Einfahrtstrompete in die obere Jahngasse ist so niedrig ausgeführt, dass problemlos drüber gefahren werden kann. Die beabsichtigte erzwungene Geschwindigkeitsreduktion für Autofahrer wird das nicht bringen. Und der Nachrang ist total unnötig. Es gibt einen Schutzweg, also könnte es auch eine Radüberfahrt geben. Diese baulich etwas angehoben und jeder Autofahrer würde aufpassen. Schade.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Telefonzentrale am Oktober 06, 2016, 13:42:16
Ein weiterer Gefahrenpunkt ist die Bushaltestelle Keplerbrücke in der Wickenburggasse: Der extrem schmale Fußgängerbereich (weißer gepflasterter Boden) ist mit Bank, Mistkübel etc. verstellt und die wartenden Fahrgäste haben dort in der HVZ keinesfalls Platz. D.h. es wird schon teils auf dem Fahrradweg gewartet. Als Fußgänger oder Kinderwagenfahrer muss man nun im Haltestellenbereich weit im  Fahrradsstreifen gehen, um an den Wartenden vorbeizukommen und prompt wird man von den Radfahrern angeklingelt und beschimpft.  :(

Der relativ breite weiße Streifen zum Buseinstieg unmittelbar an der Kante zur Fahrbahn ist wiederum komplett leer, dort wartet niemand! Dafür strömen dann die Fahrgäste zum Einsteigen über den Fahrradweg und blockieren diesen weitgehend!

Gute Lösungen schauen anders aus! Es sit nur eine Frage der Zeit, bis es dort zu einem schweren Unfall zwischen Fußgängern und Radfahrern kommt.  >:(
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Stipe am Oktober 07, 2016, 10:05:09
Wenn es dort bis jetzt keine schweren Unfälle gegeben hat rechne ich in Zukunft auch nicht damit, weil besser als vorher ist die Situation allemal.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am Oktober 07, 2016, 11:49:31
Die Situation ist jedenfalls deutlich besser als vorher. Der Streifen zwischen Kante und Radweg dient dazu, dass Radler nicht knapp neben der Türe vorbeirauschen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Telefonzentrale am Oktober 07, 2016, 12:20:13
Zitat
Der Streifen zwischen Kante und Radweg dient dazu, dass Radler nicht knapp neben der Türe vorbeirauschen.
Dann aber gehört der bergseitige Wartebereich für die Fußgänger und wartenden Fahrgäste im Haltestellenbereich aber zu Lasten des Radweges verbreitert!

Mit Sitzbank, Mistkübel und Haltestellentafel wird der ohndies schmale kombinierte Fußgänger- und Wartebereich zusätzlich extrem eingeengt. Wenn jemand auf der Bank sitzt, ist ein Ausweichen auf den Radweg mit allen Gefahren schon unausweichlich.

Es kann doch nicht die "Normalität" bei einer Neugestaltung sein, dass man die Fußgänger planmäßig auf den Radweg drängt? Den Radweg im Haltestellenbereich um 0,75m zu verengen wäre doch zu verkraften, dank der Abhebung mit den weißen Gehwegsteinen würde auch eine optische Bremse für die Radfahrer im Problembereich vorhanden sein, was die Aus-und Einsteigvorgänge in den Bus auch sicherer machen würde.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Oktober 07, 2016, 17:53:55
Auf das Wartehäuschen wurde leider auch schon wieder verzichtet, die Situation mit dem neuen Radweg wurde leider gleich schlecht gelöst wie in der Annenstraße. 
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: LOK III am November 23, 2016, 17:03:08
Hallo einmal, ich lese schon seit geraumer Zeit hier im Forum mit. Ich interessiere mich für den öffentlichen Verkehr, im besonderen für den Ausbau des Grazer Straßenbahnnetzes und auch den Ausbau von Bahnstrecken bzw. Verkehrsstationen. Als Radfahrer habe ich auch großes Interesse am Ausbau des Radwegnetzes. Soviel zu meiner Person.
In meinem ersten Posting geht es um den Ausbau des Radweges vom Fröbelpark bis zur Viktor Franz Straße (Ehemalige Bustrasse Hirtenkloster). Dieser wurde jetzt eröffnet. Die Geh-Radwegquerung über den Kalvariengürtel wurde auf die Westseite der Kreuzung verlegt. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Projekt, das nach Fortsetzung schreit. Anschlüsse in alle Richtungen vor allem eine Ost West Verbindung entlang des Kalvariengürtels über die Bahnünterführung Peter Thunner Gasse wäre wünschenswert. Auch wäre ein Radwegausbau von der Viktor Franz Straße Ri. Norden über die Eisbachgasse Richtung Fischeraustraße nett.
Der Link zum Beitrag der Stadt Graz:
http://www.graz.at/cms/beitrag/10277929/4439928/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am November 23, 2016, 17:52:35
Hallo und Willkommen im Forum, Danke für den Beitrag!  ;)
Titel: Re: Der Radweg
Beitrag von: Ch. Wagner am November 23, 2016, 18:15:22
Ehemalige Bustrasse

Das ist keine ehemalige Bustrasse, sondern eine ehemalige Straßenbahntrasse. Die Stadtregierung ist wieder einmal vor ein paar Krakeelern eingeknickt und hat damit den Straßenbahnbau verhindert. Die bis zum Starßenbahnausbau notwendige Zeitspanne sollte durch eine Neuführung der Bustrasse erreicht werden. Auch das ist verhindert worden. Und jetzt erdreistet sich Herr Nagl und Herr Eustacchio, dies als ihr Radwegkonzept zu bejubeln.
Aber Herr Nagl bedankt sich ja schon bei seinen Kumpels mit einem sicheren Gemeinderratssitz. Das ist halt bevölkerungsorientierte Politik. Alles gegen die Öffis, alles für die Habschis.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am November 23, 2016, 19:09:24
Das ist eigentlich noch eine Straßenbahntrasse!!!

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am November 24, 2016, 09:04:31
Das ist eigentlich noch eine Straßenbahntrasse!!!

Richtig; streng genommen eine gewidmete Bustrasse für die spätere Verwendung als Straßenbahntrasse.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am November 24, 2016, 09:15:24
Leider fast vergessen: 300 m Schienen sind verlegt, ein wunderschönes Rasengleis.
Die Büderl hat ein Freund gemacht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 24, 2016, 10:15:42
Der Radweg beim Wasserschutzgebiet bei der Mündung des Andritzbaches in die Mur dürfte jetzt bald fertig werden (oder ist schon fertig?). Ich komm dort nicht mehr so oft vorbei, aber für Radfahrer aus Andritz bzw. aus dem Norden ist das eine super Sache.
https://www.radlobby.at/argus-steiermark/schokoladenseite-des-radverkehrs-am-andritzbach
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am November 24, 2016, 15:01:40
Leider fast vergessen: 300 m Schienen sind verlegt, ein wunderschönes Rasengleis.
Die Büderl hat ein Freund gemacht.

Es sieht ja auch wirklich gut aus, meine ich! Schade nur, dass es keine Straßenbahn dort geben wird in nächster Zeit!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am November 24, 2016, 22:38:07
Leider fast vergessen: 300 m Schienen sind verlegt, ein wunderschönes Rasengleis.

Ist schon interessant, dass man, überall wo man die Straßenbahn als Gestaltungsmittel einsetzen könnte, auf Asphalt oder Schotterbett setzt und dort, wo man die Schienen als Erinnerung sehen soll, werden sie im Gras versteckt, wodurch sie, wenn man es nicht weiß, fast nicht auffallen.

Aber vielleicht gewöhnen sich ja Politik und Anrainer an das Erscheinungsbild und es wird auch beim wirklichen Straßenbahnbau (sofern er jemals stattfindet) ein Rasengleis in der gleichen Optik gebaut.


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am November 29, 2016, 19:10:23
Rad-Schnellwege wären tatsächlich eine sinnvolle Ergänzungen, nicht nur innerhalb der Stadt, sondern auch Stadtgrenzen übergreifend (Gratkorn, Seiersbeg etc.): http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5126315/Verkehr_Braucht-Graz-RadHighways

Selbstverständlich müsste vorher aber auch das innerstädtische Radwege- und -routennetz vervollständigt werden. Das ist auch noch genug zu tun.

Anderswo gibt es das ja auch schon: http://www.rs1.ruhr/ und natürlich in den Niederlanden: http://www.fietssnelwegen.nl/index.php?m=1 oder in Dänemark: http://www.zeit.de/auto/2012-08/fahrrad-schnellweg-kopenhagen

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am November 29, 2016, 19:43:32
Kurz voraus: Natürlich bin ich auch für den Ausbau des Radwegenetzes!

Aber: Auf vielen Strecken speißt sich der Radwegausbau mit dem Ausbau möglicher eigener Trassen für den ÖV. Man denke zum Beispiel an die Keplerstraße: großes ÖV Fahrgastpotenzial, großes Radfahrerpotenzial, aber auch viele Autofahrer, denen man bis auf die Parkplätze an den Fahrbahnen keinen Platz mehr wegnehmen kann. Also was nun? Keine Autos in der Keplerstraße? In Graz? Eher nein, daher wird eine der beiden sanften Mobilitätsvarianten auf der Strecke bleiben und da bin ich dann eher pro ÖV.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am November 29, 2016, 20:07:07
Man muss dann halt PRIORITÄTEN setzen ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am November 29, 2016, 21:16:16
Man muss dann halt PRIORITÄTEN setzen ...

W.

Und wie würden diese bei dir realistisch gesehen ausfallen?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am November 29, 2016, 22:25:07
Naja, wie will man Alternativen ihre Vorteile ausspielen lassen, wenn man sie nicht fördert? Ich denke, die Lösung in der Wickenburggasse zeigt das ganz deutlich, nämlich über eine Reduktion der MIV-Infrastruktur (hier: Parkplätze - dafür Einbahnregelungen in den Nebenstraßen mit Schrägparken).

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am November 30, 2016, 07:51:26
In der Wickenburggasse wurden aber keine Parkplätze entfernt, sondern eine Fahrspur.  ;)

Natürlich kann man mit Schrägparkplätzen in Kombination mit Einbahnstraßen einige Parkplätze gewinnen. Einige Radrouten könnten durchaus ein Upgrade vertragen. - Lassen wir uns überraschen, wer das Verkehrsressort nach den Wahlen bekommt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am November 30, 2016, 09:22:33
Naja, in der Keplerstraße sind neben den beiden Richtungsfahrbahnen halt noch zwei Parkspuren vorhanden ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am November 30, 2016, 11:48:57
In der Wickenburggasse wurden aber keine Parkplätze entfernt, sondern eine Fahrspur.  ;)
Wenn man es genau nimmt wurde nicht einmal wirklich eine Fahrspur entfernt, denn die beiden Fahrspuren Richtung Osten waren den meisten Autofahrern zu eng (schon überhaupt bei einem Bus oder LKW), so dass es letztlich ein spurversetztes Hintereinanderfahren war. Das hat nur Platz gekostet. So gibt es einerseits eine klarere Strukturierung für die Autofahrer (keiner braucht mehr nervös werden, wenn sich der Davorfahrende  am anderen nicht vorbei traut) und andererseits gibt es endlich adäquaten Platz für Radfahrer & Fußgänger.

Fehlt nur noch eine Entschärfung der Radwegquerung vor der Landesturnhalle Richtung Parkstraße und in derselben  eine Verbreiterung/Trennung von Geh- und Radweg - Platz wäre genug (Gehweg hinter die Buschreihe) und man hätte fast sowas wie einen Highway zumindest von der Mur bis zum Geidorfplatz.
Alternativ könnte man den Radweg in der Jahngasse attraktiver gestalten durch eine bessere Trennung von den meist recht zügig fahrenden Autofahrern, die auch gerne die Kurve schneiden, und von dort einen Radweg über die Passamtswiese Richtung Zinzendorfgasse einrichten.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am November 30, 2016, 13:24:24
So stelle ich mir die Keplerstraße in 20 Jahren vor:

Wird nur leider so nicht kommen, da man den Autos nicht eine Spur wegnehmen wird.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am November 30, 2016, 13:41:45
Problem ist, dass in der Keplerstraße mit höchster Wahrscheinlichkeit auch nie mehr eine Straßenbahn kommen wird ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am November 30, 2016, 14:30:47
Problem ist, dass in der Keplerstraße mit höchster Wahrscheinlichkeit auch nie mehr eine Straßenbahn kommen wird ...

W.

Die Straßenbahn sollen auch eine ÖV-Spur darstellen. Bei immer mehr Verkehr wird dort früher oder später eine ÖV-Spur benötigt werden. MMn auch eine Straßenbahn, ob sie nun kommt oder nicht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am November 30, 2016, 14:35:37
So sieht ein Visionär die Keplerstraße in 20 Jahren.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am November 30, 2016, 15:05:50
So sieht ein Visionär die Keplerstraße in 20 Jahren.

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Wo hast du denn diese Skizze her? Die ist ja mal das Maß aller Dinge in Sachen Fortschritt!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am November 30, 2016, 15:26:26
Zitat
Wird nur leider so nicht kommen, da man den Autos nicht eine Spur wegnehmen wird.

In Wahrheit müsste man dafür natürlich viel mehr als eine Spur wegnehmen, nämlich auch die Parkflächen - und auch das ist sehr unwahrscheinlich.

Gerade die Keplerstraße ist aber natürlich ein Extrembeispiel - es gibt auch Straßen, wo man viel problemloser Platz für die Radfahrer freischaufeln könnte. Übrigens gibt's in Graz ja eh ein sogenanntes Hauptroutennetz - das wurde halt natürlich verwässert, so dass die sogenannten Hauptrouten oft zick-zack laufen und Nachrang gegenüber fast allem haben. Ein paar Straßen im Nebenstraßennetz als Fahrradstraßen auszuweisen wäre extrem einfach - aber da fehlt halt der Wille.

Übrigens, einen richtigen Radhighway in Graz gibt's eh, nämlich von Süden an der Eisenbahn entlang, an Puntigam vorbei bis Don Bosco - das ist echt ein super Radweg. Dann versandet er halt einfach...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am November 30, 2016, 15:45:48
Übrigens, einen richtigen Radhighway in Graz gibt's eh, nämlich von Süden an der Eisenbahn entlang, an Puntigam vorbei bis Don Bosco - das ist echt ein super Radweg. Dann versandet er halt einfach...

Das ist ja nicht nur dort ein Problem ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Dezember 01, 2016, 08:46:32
So sieht ein Visionär die Keplerstraße in 20 Jahren.

 ;D  ;D  ;D  ;D  ;D  ;D

Wo hast du denn diese Skizze her? Die ist ja mal das Maß aller Dinge in Sachen Fortschritt!

Ich hab mich gedanklich in den Gondel-Visionär versetzt und das zu Papier Word gebracht (hatte auf die Schnelle nix besseres greifbar).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 01, 2016, 09:09:38
Siegi, bist du´s?

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am Dezember 01, 2016, 20:18:23
Übrigens, einen richtigen Radhighway in Graz gibt's eh, nämlich von Süden an der Eisenbahn entlang, an Puntigam vorbei bis Don Bosco - das ist echt ein super Radweg. Dann versandet er halt einfach...

Der geht eh durch bis zum Hauptbahnhof, also wer sich hier schon aufregt, dem kann man auch nicht helfen. Ich bin selbst auch Radfahrer und kann mich darüber nicht aufregen. Auf der weiteren Strecke von der Kirche Don Bosco nach Norden fährt man halt auf Nebenstraßen und das auch ohne abbiegen, ab dem Zeitpunkt wo man die Kärntner Straße überquert... Oder willst du mit deinem Rad immer schneller als 30 km/h fahren?

Eine sehr gute Ost-West Verbindung ist auch der Radweg von der Schönaubrücke der Ostbahn entlang zur Kirche Don Bosco und weiter der Peter-Rosegger-Straße entlang. Nur muss man ab dort dann auf der Straßganger Straße weiter fahren...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Dezember 02, 2016, 10:47:36
Zitat
Der geht eh durch bis zum Hauptbahnhof, also wer sich hier schon aufregt, dem kann man auch nicht helfen.

Naja, Nebenstraßen sind halt kein "Radhighway". Bei Don Bosco ist's ein bisschen lästig queren, und dann fährt man zwischen Schwerindustrie-Betrieben mit reichlich LKW-Verkehr durch. Bin das letztens mit kleinen Kindern gefahren, nicht besonders einladend.

Das was jetzt unter "Radhighway" diskutiert wird schaut ganz anders aus: kreuzungsfrei oder wenige Kreuzungen, falls Kreuzungen dann nur ganz wenige mit Nachrang, und vor allem kein oder fast kein KfZ-Verkehr und ganz sicher kein LKW-Verkehr.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Dezember 02, 2016, 12:21:53
Übrigens, einen richtigen Radhighway in Graz gibt's eh, nämlich von Süden an der Eisenbahn entlang, an Puntigam vorbei bis Don Bosco - das ist echt ein super Radweg. Dann versandet er halt einfach...

Der geht eh durch bis zum Hauptbahnhof, also wer sich hier schon aufregt, dem kann man auch nicht helfen. Ich bin selbst auch Radfahrer und kann mich darüber nicht aufregen. Auf der weiteren Strecke von der Kirche Don Bosco nach Norden fährt man halt auf Nebenstraßen und das auch ohne abbiegen, ab dem Zeitpunkt wo man die Kärntner Straße überquert... Oder willst du mit deinem Rad immer schneller als 30 km/h fahren?

Eine sehr gute Ost-West Verbindung ist auch der Radweg von der Schönaubrücke der Ostbahn entlang zur Kirche Don Bosco und weiter der Peter-Rosegger-Straße entlang. Nur muss man ab dort dann auf der Straßganger Straße weiter fahren...
Kroko hat sich nicht aufgreregt sondern festgestellt, dass das ein richtiger Radhighway ist und dass sich der Radhighway vor Don Bosco mehr oder weniger auflöst - das ist wohl auch eine korrekte Feststellung.
Danach gibt es halbwegs vernünftige Möglichkeiten Richtung Norden weiterzukommen, aber von einer guten Radwegverbindung sehe ich da nichts.  Unter einem Highway verstehen die meisten eine Strecke auf der man Vorrang genießt und nicht dass man an einer Ampel 3 Minuten stehen muss, weil erst Auto Auto Auto kommt, dann der ÖV und dann diese lästigen Fußgänger und Radfahrer .
Grundsätzlich ist das Radwegenetz für den Normalfahrer in Graz recht gut, könnte aber in Graz recht einfach deutlich verbessert werden, in dem man in den Nebenstraßen die "Radweg Ende"-Markierungen entfernen würde bzw. den wichtigsten Radwegen Vorrang einräumen würde (Querung bei der Landesturnhalle oder im Mariatrostertal, wo man bei jedem Querstraßerl ein Stoppschild hat). Was hilft mir ein recht gut ausgebauter Radweg in der Wickenburggasse, wenn ich dann bei der Landesturnhalle damit beschäftigt werde auf Radfahrer vom Paulustor und Geidorfplatz sowie Fußgänger am Radweg zu achten und dabei noch nach hinten schauen muss, ob Autos mit hoher Geschwindigkeit ohne Vorankündigung (=Blinken) die Jahngasse raufbrettern wollen, weil man es Autofahrern nicht zu muten kann wegen Radfahrern links und rechts zu schauen - für Fußgänger beim Zebrastreifen 2m weiter ist es aber schon möglich.
Und wenn es nur der eine Baum ist, der die Sicht versperrt, dann sollte man sich halt überlegen, ob man den nicht opfert (700 Bäume +/-7000 für ein Kraftwerk zu fällen, ist ja auch kein Problem) oder den Geh- und Radweg 10m weiter in die Jahngasse zieht, damit die Autofahrer mit ihren Augerl nach links und rechts schauen können.

Radhighways wären von den Randbezirken bzw. Umlandgemeinden wichtig und sollen nicht primär dem Sonntagsfahrer oder dem Familienausflug dienen, sondern dem "Berufsradfahrer" eine attraktive Möglichkeit bieten schnell von A nach B zu kommen. Und dahingehend sind die Radwege allesamt eher zu vergessen. Auch weil sehr viele Wege als Geh- und Radwege ausgeführt sind.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Dezember 03, 2016, 09:03:45
Das was jetzt unter "Radhighway" diskutiert wird schaut ganz anders aus: kreuzungsfrei oder wenige Kreuzungen, falls Kreuzungen dann nur ganz wenige mit Nachrang, und vor allem kein oder fast kein KfZ-Verkehr und ganz sicher kein LKW-Verkehr.

Und für mich wäre ein Kriterium: Ganz sicher kein Fußgängerverkehr. Die sind nämlich die nervigsten, weil unberechenbarsten und damit gefährlichsten Verkehrsteilnehmer.

Die Abwesenheit von Kraftfahrzeugen führt automatisch dazu, dass Fußgänger die Fläche für sich beanspruchen. Beispiel aus Wien: Prater Hauptallee: Wäre ein Radhighway, weil mit Fahrverbot für Kraftfahrzeuge beschildert. Fußgänger dürfen daher die Fahrbahn in Längsrichtung nicht begehen. Die Realität schaut deutlich anders aus.

Das Beispiel geht auch in der Gegenrichtung: Begegnungszone untere (unterste) Mariahilferstraße. In dem mittigen Straßenbereich, wo Autos fahren, sind nahezu keine Fußgänger zu finden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 03, 2016, 12:15:13
Und für mich wäre ein Kriterium: Ganz sicher kein Fußgängerverkehr. Die sind nämlich die nervigsten, weil unberechenbarsten und damit gefährlichsten Verkehrsteilnehmer.

Wie Recht du hast. Das denk ich mir oft am Gehsteig, wenn ein Radlfahrer daherkommt: den störe ich jetzt ganz sicher. Oder gar in der Schmiedgasse - gaunz oag! Gehört auch fußgängerfrei. Und auch die Fußgänger sollten endlich ein Vorder- und Rücklicht tragen, damit sie rechtzeitig erkannt werden. Was ja für viele Radlfahrer nicht gilt.
Also: wenn schon an einen Highway gedacht wird, so sollte man das vom Verhalten der Radfahrer abhängig machen. Solange so viele sich nicht rechtskonform verhalten, braucht man den Ausbau auch nicht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: flow am Dezember 03, 2016, 20:03:16
Also meine zweitliebste Beschäftigung ist es, Fußgänger auf dem Radlweg am Glacis zu erschrecken.

Mehr Law and Order!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Dezember 04, 2016, 19:06:31
Zitat
Wie Recht du hast. Das denk ich mir oft am Gehsteig, wenn ein Radlfahrer daherkommt: den störe ich jetzt ganz sicher. Oder gar in der Schmiedgasse - gaunz oag! Gehört auch fußgängerfrei. Und auch die Fußgänger sollten endlich ein Vorder- und Rücklicht tragen, damit sie rechtzeitig erkannt werden. Was ja für viele Radlfahrer nicht gilt.
Also: wenn schon an einen Highway gedacht wird, so sollte man das vom Verhalten der Radfahrer abhängig machen. Solange so viele sich nicht rechtskonform verhalten, braucht man den Ausbau auch nicht.

Solang es Radfahrer gibt die am Gehsteig fahren weil es ihnen auf der Straße zu gefährlich ist, solange braucht man den Ausbau der Radwege nicht? Seltsame Logik.  :banana:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Dezember 05, 2016, 07:57:44
Und für mich wäre ein Kriterium: Ganz sicher kein Fußgängerverkehr. Die sind nämlich die nervigsten, weil unberechenbarsten und damit gefährlichsten Verkehrsteilnehmer.

Wie Recht du hast. Das denk ich mir oft am Gehsteig, wenn ein Radlfahrer daherkommt: den störe ich jetzt ganz sicher. Oder gar in der Schmiedgasse - gaunz oag! Gehört auch fußgängerfrei. Und auch die Fußgänger sollten endlich ein Vorder- und Rücklicht tragen, damit sie rechtzeitig erkannt werden. Was ja für viele Radlfahrer nicht gilt.
Also: wenn schon an einen Highway gedacht wird, so sollte man das vom Verhalten der Radfahrer abhängig machen. Solange so viele sich nicht rechtskonform verhalten, braucht man den Ausbau auch nicht.

Du hast sicher recht, dass sich Radfahrer oft vorsätzlich nicht korrekt verhalten (Gehsteigfahren) und dadurch Fussgänger gefährden. Bei den Fußgängern, die unvermutet auf den Radweg treten, sehe ich zumeist keinen Vorsatz, sondern sie nehmen den Radweg einfach nicht als Fahrbahn, sondern als Gehsteig wahr.

Das Problem mit den Gehsteigradlern dürfte aber "hausgemacht" sein. Man hat angefangen, Gehsteigbereiche durch Bodenmarkierungen zu Radwegen zu erklären. So hatten Radfahrer überhaupt er einmal die Möglichkeit, das "Feeling" des Gehsteigfahrens kennen zu lernen, und zwar vollkommen legal. Und wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, im Besonderen, weil das Gehsteigfahren aus eigenem Empfinden eh ungefährlich ist, der hat halt auch geringere Hemmungen, es auch dort zu tun, wo kein Radweg ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Dezember 05, 2016, 13:26:37
Und für mich wäre ein Kriterium: Ganz sicher kein Fußgängerverkehr. Die sind nämlich die nervigsten, weil unberechenbarsten und damit gefährlichsten Verkehrsteilnehmer.

Wie Recht du hast. Das denk ich mir oft am Gehsteig, wenn ein Radlfahrer daherkommt: den störe ich jetzt ganz sicher. Oder gar in der Schmiedgasse - gaunz oag! Gehört auch fußgängerfrei. Und auch die Fußgänger sollten endlich ein Vorder- und Rücklicht tragen, damit sie rechtzeitig erkannt werden. Was ja für viele Radlfahrer nicht gilt.
Also: wenn schon an einen Highway gedacht wird, so sollte man das vom Verhalten der Radfahrer abhängig machen. Solange so viele sich nicht rechtskonform verhalten, braucht man den Ausbau auch nicht.

Dann fordere ich den sofortigen Stopp jedes Straßenausbaus, da sich bekanntlich auch Autofahrer/innen oftmals nicht korrekt verhalten (gelbe und rote Ampen, Vorrangregeln, Tempolimits, Abbiegeverbote...). Im Übrigen würde Gehsteigradler sehr schnell verschwinden, wenn es 1. in jeder größeren Straße zumindest einen Rad- oder Mehrzweckstreifen gäbe, sodass Radfahrer ein einerseits nicht durch stauende Autos behindert und andererseits durch waghalsige Überholmanöver gefährdet werden und 2. endlich wieder echte Radwege statt dieser unnötigen Geh-Radweg-Kombinationen gebaut würden. Soll jetzt aber keine Entschuldigung sein: Auf einem reinen Gehweg haben Radfahrer nichts verloren.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 05, 2016, 15:18:33
Leider hat man in Graz die gute Entwicklung, die die Radverkehrsinfrastruktur Ende der 1980er-/Anfang der 1990er-Jahre danach nie mehr für den weiteren Ausbau nutzen können.

Ein Problem sind sicherlich die kombiniereten Geh- und Radwege, zuletzt ja bei der Bahnhofsunterführung (die Fahrradtechnisch ja absolut unterdimensioniert ist, aber unbedingt 4 Kfz-Fahrspuren haben muss) und das Fehlen richtiger und DURCHGEHENDER Radwegachsen durch die Stadt.

Und Fahrradfahrer gibt es überall auf der Welt auf Gehsteigen, nicht nur in Graz (v. a. dort wo das Fahren auf der Straße zu gefährlich ist).

Und dass sich Fußgeher und Radfahrer nicht unbedingt lieben, ist auch kein Graz-typisches Problem ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Dezember 07, 2016, 09:45:30
Dazu sei auch noch anzumerken, dass das auch beim MIV zutrifft. Weil Kfz laufend breiter wurden/werden, werden ständig Gehsteige verschmälert oder um Parkplätze zu erhalten das (Teil-)Parken auf Gehsteigen erlaubt hat. In der Leonhardstraße war die verbleibende Gehwegbreite und durch das rücksichtslose Verhalten so mancher Autofahrer (über die Markierung stehen und zusätzlich eingeschlagene Vorderräder) so gering, dass wir mit dem Kinderwagen nicht nur einmal auf die Straße ausweichen mussten. Inzwischen gibt es die Parkplätze ja nicht mehr, wobei laut ProMIV-Blatt aka Kleine Zeitung die gegenüber den Vorgängern 3cm breiteren Donnerwalzen daran schuld sind, aber sicher nicht die Kfz die in den letzten 20 Jahren um gut 20 cm breiter wurden.
Inzwischen ist es auch ganz normal, dass Autofahrer, die schnell irgendwo was holen müssen, auf Geh- und Radwegen parken oder Durchgänge/-fahrten zustellen. Am Kaiser-Josef-Platz blieb früher der Gehsteig entlang des Glacis für Fußgänger frei, jetzt wird alles verparkt, wo es nur geht und als Fußgänger darf man sich zwischen den kreuz und quer parkenden Autos durchquälen.  Das wird von Fußgängern toleriert und von der Polizei ignoriert (außerhalb der Zonenüberwachungszeiten kann man in Graz parken wie man will), solange die auf der Straße im Auto beim Drehen ihrer Streifenrunden nicht behindert werden. Fußstreifen denen das vielleicht auffallen würde, gibt es ja keine mehr.

Der Hund liegt darin begraben, dass man Radfahrer nicht als eigenständige Verkehrsteilnehmergruppe sieht. Die Autofahrer wollen/brauchen immer mehr Platz und da stören die Radfahrer, also verbannt man sie wo es geht auf Geh- und Radwege. Den Fußgängern ist man ein Dorn im Auge, weil man relativ zu ihnen mit der 10fachen Geschwindigkeit unterwegs ist und zugleich in Graz Mehrzweckstreifen stets in Grazer-Maximalbreite = gesetzliche Mindestbreite ausführt und zusätzlich alle Taferl, Masten und Säulen auch noch hingestellt werden und so der Platz vielfach sehr eng bemessen ist. Als Radfahrer muss man sich oft die Edith-Klinger-Frage stellen: "Wer will mich?"
Als Radfahrer ist man durchschnittlich genauso schnell wie ein Autofahrer, aber erreicht halt nicht dessen Höchstgeschwindigkeit. Gegenüber Fußgängern erreicht man aber stets deutlich höhere Geschwindigkeiten (für mich sind  Mehrzweckstreifen daher komplett schwachsinnig). Man muss also entweder Platz auf der Straße (Radfahrstreifen) oder eigene Radwege schaffen und zugleich den Autofahrern und auch Fußgägern klar machen, dass man ein gleichwertiger Verkehrsteilnehmer ist. Solange man Radfahrer als Verkehrsübel ansieht, braucht man sich nicht wundern, wenn die sich dann auch oft nicht ganz gesetzeskonform verhalten.
MMn wären folgende Maßnahmen wichtig:
- Hauptradrouten wie bei der Querung Landesturnhalle den Vorrang gegenüber einer wenig befahrenen Nebenstraße geben
- In den Nebenstraßen die ganzen ENDE Markierungen auf Radstreifen gegen die Einbahn entfernen und dafür einfach nach der Rechtsregel vorgehen.  (Dazu müsste aber die Gesetzeslage angepasst werden, wird also länger nicht der Fall sein).
- Wichtige innerstädtische Radwege bzw. einen Radwegring errichten/verlängern und nicht nur davon faseln (Verlängerung am Ring vom Eisernen Tor bis zur  Mur und auch Richtung Raubergasse mit ordentlicher Adaptierung dieser Gasse für Radfahrer (Die Schmiedgasse ist derzeit die einzige innenstadtnahe Möglichkeit, um vom Jakominiplatz Richtung Hauptplatz zu kommen).
- Radwege aus den Randbezirken/Umland so attraktiv gestalten, dass man diese auch gerne und regulär benutzt.
- Statt Aktionen des KfV auf Radwegen vor Kreuzungen wie "auch bei grün rechts und links schauen", so in die Richtung "bei Autofahrern wird halt tolereiert, dass sie bei gelb/rot in die Kreuzung fahren" sollte man Autofahrern die Regeln z.B. einer Begegnungszone näher bringen. Wenn man mit Autofahrern redet, was da so alles geglaubt oder nicht geglaubt wird,statt sich mit der StVO auseinanderzusetzen. 


Bei den meisten Straßenbauprojekten hat man das Gefühl, dass die Planungsgespräche nach diesem Schema ablaufen: "So also irgendwie müssen wir da was für die Autofahrer machen. Auf jeden Fall breiter mit 2 oder 3 Richtungsfahrspuren?" - "Was ist mit den Fußgängern?" - "Bei dem Platz den wir haben gehen sich mit Gehsteig nicht 3 Spuren aus." - "Also nur 2 Richtungsspuren und einen breiteren Gehsteig" - "Gute Idee! Da können wird dann auch noch Bushaltestellen einbauen und dann haben wir auch noch genug Platz für die Lichtmasten und Verkehrstafeln. Der Gehweg muss eh nicht durchgehend so breit sein."
Konsens gefunden. Ausführung startet.
Während den Bauarbeiten bekommt der Radbeauftragte oder ARGUS oder wer auch immer Wind vom Projekt und es wird nachgefragt:
"Wie schaut es eigentlich mit den Radfahrern aus?"
"Welche Radfahrer. Da fahren doch keine Radfahrer und sonst können die ja auch ein bissl Umweg fahren. Die fahren ja, weil sie Radfahren wollen."
"Öhm. Nein! Die wollen auch schnell und direkt von A nach B kommen."
"Hm. Auf der Straße ist aber blöd. Da regen sich die Autofahrer dann auf, dass sie so wenig Platz haben obwohl sie im Gegensatz zu den Radfahrern so viel steuern zahlen. Die sind Sozialschmarotzer wie die Fußgänger und Öffi-Nutzer. Das ist es! Die sind wie die Fußgänger. Also können die Radfahrer doch auch auf dem breiten Gehsteig fahren. Wir machen einen Mehrzweckstreifen."
"Das geht sich mit den Masten und Verkehrszeichen nicht aus."
"Kein Problem! Der Mehrzweckstreifen kann ja stellenweise auch ein bisserl schmäler sein.  Zur Not stellen wir halt, wo es sich nicht ausgeht, eine Radwegende-Tafel hin."
"Okay. Und was machen die Radfahrer dann?"
"Die können ja absteigen und schieben oder auf der Straße fahren."
"Dann fahren sie aber gegen die Fahrtrichtung."
"Ihr blöden Radlfahrer müssts auch die ganze Zeit jammern. Jetzt haben wir eh schon alles für euch umgeplant! Schluss jetzt! So machen wird das."
Straßenumbau fertig. Am nächsten Tag die ersten Leserbriefe in der Kleinen Zeitung.
Ernst K., Autofahrer: "Da wird was so toll umgebaut mit genug Platz für die Radfahrer am Gehsteig und dann fahren die vor mir mitten auf die Straße. Die Radfahrer halten sich an nichts."
Bertha Z., Fußgängerin: "Da gibt es so viel Platz auf der Straße und dann hätte mich so ein Radfahrrowdy fast zusammengeführt. Die Radfahrer halten sich an nichts."




 
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 07, 2016, 13:06:57
Mei, de oamen Radler.

Beispiel Wetzelsdorferstraße:

Die Kosten wurden zur Hälfte von der Stadt Graz getragen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 07, 2016, 13:23:01
Und noch a bissi zum lesen: soo schlecht haben es die Radler schon nicht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 07, 2016, 13:41:29
Und noch a bissi zum lesen: soo schlecht haben es die Radler schon nicht.

Du hast den Bericht aber auch gelesen, gell?

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Dezember 07, 2016, 14:35:03
Mei, de oamen Radler.

Beispiel Wetzelsdorferstraße:

Die Kosten wurden zur Hälfte von der Stadt Graz getragen.

Das entspricht weniger als einem Fünfzigstel des Südgürtels, aber gut...

Natürlich gibt es in Graz Rad-Infrastruktur, aber die wirklich großen und wichtigen Projekte fehlen weiterhin.
* Oberste Priorität hätte meiner Meinung nach eine Innenstadt-Querung, sodass die Schmiedgasse zu einer reinen FuZo werden kann.
* Des weiteren enden viele Radwege im nichts. Hinzu kommt, dass es fast nur kombinierte Geh- und Radwege gibt, die oftmals  so schmal sind, dass sich die einzelnen Verkehrsteilnehmer gegenseitig behindern und gefährden (Stichwort "untere CvH" oder "Koßgasse").
* Fahrradstraße gibt es auch Jahre nach der STVO-Novelle noch keine in Graz.

Wenn Graz den MIV wirklich um 10% senken will muss da etwas mehr her. Der Radwegausbau ist derzeit Stückwerk.

Übrigens bitte die Woche in ihrer heutigen Ausgabe um Lesermeinungen zu diesem Thema. Legt los! :-)

http://www.meinbezirk.at/graz/lokales/heidi-schmitt-obfrau-der-argus-radlobby-fordert-graz-braucht-ein-gesamtkonzept-fuer-den-radverkehr-d1959333.html?cp=Kurationsbox
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Dezember 07, 2016, 14:48:39
Und noch a bissi zum lesen: soo schlecht haben es die Radler schon nicht.
???

Ja und?
Ich bin den Bericht nur überflogen und ich kann da lediglich herauslesen, dass keine einzige der Hauptradrouten den Erfordernissen der Radfahrer entspricht und alle teilweise gravierende Mängel aufweisen.

Eh schön, dass man 2,4 Mio als "Radlückenschluss" ausweist.
Das ist wie mit den 24 Mio. für die 7er Verlängerung, von denen grad einmal 1/3 tatsächlich dem 7er zuzurechnen sind.
Der Radweg wäre dort nie errichtet worden, wären nicht Leitungen unter anderem als Vorarbeit für Reininghaus verlegt worden.  Oder ist mit 1 Mio € für Leitungsverlegungen gemeint, dass Heizschlangen verlegt wurden? Für die Leitungen hätte man die Grundstück natürlich nicht ablösen müssen. Gut man kann dann nix mehr drauf bauen, aber das stört die Investoren von Reininghaus eh nicht. Achja und den Autofahrern kommt es immerhin auch zu gute, brauchen sie doch bei Tempo 70+ nicht mehr auf Fußgänger und Radfahrer achten.

In der Zwischenzeit hat das Land folgende Projekte in Graz finanziert (zumindest zu sehr großen Teilen):
Südgürtel 190 Mio €
Autobahnabfahrt Ost 16 Mio €
Weblinger Stumpf ~9 Mio €
MIV-bedingte Kosten "7er-Verlängerung" 16 Mio €
St. Peter Hauptstraße (dafür hat man jetzt im Herbst noch einmal 9 Mio. freigegeben.)
Sanierungen Weinzödl, Kärntnerstraße, Brücke/Kreuzung Puntigam standen heuer auf dem Programm: ~ 3 Mio €
Diese Liste dürfte wohl noch recht unvolständig sein.

@Amon: Den Südgürtel muss man ja eigentlich als Grünraumschaffungsprojekt sehen und kann man selbstverständlich nicht dem Kfz-Verkehr zu rechnen. Außerdem sorgt er für eine Verringerung des MIV (man sieht ihn ja nicht), wodurch sich der Modalsplit deutlich zu Gunsten der sanften Mobilität verbessert


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Mai 10, 2017, 20:22:55
In der Köflacher Gasse gibt es derzeit eine größere Baustelle. Dort wird unter anderem ein Radweg errichtet. (Teilweis als "richtiger" Radweg, teilweise als kombinierter Geh/Radweg.) Gedacht ist das offenbar vor allem als Verbindung von Reininghaus Richtung Hbf und Innenstadt. Die Erreichbarkeit des Köflacher Bf mit dem Rad wird dadurch natürlich auch deutlich verbessert.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Mai 10, 2017, 20:31:59
...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 16, 2017, 13:42:17
Die "Kleine Zeitung" berichtet heute, am Marburger Kai wird von 2 auf 1 Autofahrspur reduziert, der Radweg dafür verbreitert. Gebaut wird von Ende Sept. bis Ende Nov.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am September 16, 2017, 13:43:49
Da waren User kroko und ich jetzt zeitglich:

Wickenburggasse No. 2 im Anrollen:

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5286585/Ab-Montag_Grosser-Umbau_Marburger-Kai-wird-einspurig

Für die Nicht-Plus-Leser:

Überraschender Vorstoß von Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ): In Teilen des Marburger Kai wird der Verkehr neu geregelt. Und zwar ab Montag, wenn die Bauarbeiten beginnen.

Die Änderungen: Vom Rosegger Kai kommend bleibt es für Pkw zunächst zweispurig, die rechte mündet aber in eine Abbiegespur in die Kaiserfeldgasse. Ab dort gibt es dann nur mehr eine Kfz-Spur am Marburger Kai. Dafür wird der dort ,,stark frequentierte" (Kahr) Radweg um ein gutes Stück breiter.

Ausgangspunkt des Umbaus war der Zebrastreifen auf Höhe Kalchberggasse. Ein Zebrastreifen über zwei Fahrspuren in dieselbe Richtung ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr erlaubt und ,,noch eine Ampel zu errichten, geht nicht, dazu ist der Abstand zu den anderen viel zu kurz", so Kahr-Sprecher Wolfgang Wehap. Die Folge: Es gibt nur mehr eine Autofahrspur, dafür bleiben - bis auf drei - alle Zonen-Parkplätze erhalten.

Die neue Verkehrslösung soll auch für den Busverkehr Verbesserungen bringen. Im Bereich vor dem Andreas-Hofer-Platz wird nämlich Platz für neue Bushaltestellen.

Die Bauarbeiten starten am Montag, den 18. September, und sollen mit 17. November abgeschlossen sein. In der Zeit muss dort der Radweg komplett gesperrt werden: Umleitung über die andere Murseite.


Übrigens kann man online abstimmen, ob die Maßnahme sinnvoll ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 16, 2017, 15:00:58
Wär mir wirklich unverständlich wenn sich da wer aufregt - die bisherigen beiden Fahrspuren waren extrem schmal, man konnte de facto eh nicht nebeneinander fahren. Soweit ich verstehe wird diese zweite Fahrspur auch nur einen Block weit gestrichen - auf Höhe Andreas-Hofer-Platz wird's wohl so bleiben wie es ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: TW 22 am September 16, 2017, 15:34:54
Überraschender Vorstoß von Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ): In Teilen des Marburger Kai wird der Verkehr neu geregelt. Und zwar ab Montag, wenn die Bauarbeiten beginnen.

Überraschend ist Gut ... wurde vom Grazer Gemeinderat im Jahr 2016, unter dem damaligen Verkehrsstadtrat Eustacchio, beschlossen!!!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: werner am September 18, 2017, 16:41:46
Die "Kleine Zeitung" berichtet heute, am Marburger Kai wird von 2 auf 1 Autofahrspur reduziert, der Radweg dafür verbreitert. Gebaut wird von Ende Sept. bis Ende Nov.
Wenn man in Graz eine Umfrage startet, dann schaut die Balkenanzeige leider so aus ( Autofahrerstadt?).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am September 18, 2017, 17:30:27
Bei dieser Umfrage kann man auch mehrfach abstimmen. Könnten also einfach ein paar Kampfoster verursacht haben. Ich hab mit wenigen Klicks daraus 38/62 gemacht und wenn jemandem langweilig ist, lässt sich das auch schnell umdrehen. Nicht repräsentativ.

PS: Vielleicht mag ja jemand einen Klick-Roboter installieren ;-)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 222 am September 18, 2017, 17:45:03

Zum Artikel und zur Abstimmung:

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5286585/Ab-Montag_Grosser-Umbau_Marburger-Kai-wird-einspurig
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: schwann am September 18, 2017, 22:03:30
In der Fragestellung zur Abstimmung immerhin 3 (drei) Rechtschreibfehler. Ganz beachtlich........
MfG   Gerold
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am September 19, 2017, 10:52:21
In der Fragestellung zur Abstimmung immerhin 3 (drei) Rechtschreibfehler. Ganz beachtlich........
MfG   Gerold
Tja, Kleine Zeitung eben. Nicht umsonst habe ich mein Abo vergangenes Jahr gekündigt, nach gut 35 Jahren täglicher "Kleinen" zum Frühstück. Aber das, was die in der letzten Zeit so bringen ist einfach nicht mehr zum Ertragen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 222 am September 26, 2017, 15:40:37
Eine interessante OGH-Entscheidung.
Gestern in der PRESSE:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am September 26, 2017, 19:27:39
Schlimm die OGH-Entscheidung! 50-50 Teilschuld wären noch ok, da ja beide schauen hätten müssen.
Aber wie so oft: Die Dodln habens Glück.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 26, 2017, 19:46:18
Was hat das mit Dodln zu tun? Ein großer Teil der Bevölkerung weiß nicht was eine ÖV-Ampel anzeigt, und braucht es wohl auch nicht zu wissen. Der Radfahrer hat das gemacht was 99,99 % der Menschen in seiner Situation auch machen würden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am September 26, 2017, 20:24:26
Schauen hätte natürlich jeder sollen, aber was wäre gewesen, wenn statt dem Radfahrer 2 m weiter ein Fußgänger über einen Zebrastreifen gegangen wäre?

Wobei ich finde, dass Radfahrer wissen, dass sie oft im Recht sind, aber gerne vergessen, dass sie der Kleinere sind und eher dran glauben müssen..
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am September 26, 2017, 21:11:37
Wer nicht" auf andere Verkehrsteilnehmer und seine Umgebung achtet, aggressiv statt defensiv unterwegs ist, ist ein Dodel, egal mit welchem Gefährt er unterwegs ist. Und das gleiche gilt natürlich auch für Fußgänger ohne Gefährt. Es wird immer Situationen geben, wo sich jemand unerwartet falsch verhält oder falsch reagiert. Genau in solchen Momenten könnte zumindest ein Teil an Unfällen verhindert werden.
Dass die STVO längst komplett überarbeitet und EU-weit vereinheitlicht, der "Radweg ohne Benützungspflicht" überall entfernt, dafür viel mehr Radwege errichtet, die Radwegbenützungspflicht verschärft, der Schilderwald reduziert, weit mehr kontrolliert und viel höher abgestraft gehört, wär halt auch ein Thema. Öffis und Radwege, sowie Polizei könnten mit den eingenommenen Geldern ausgebaut werden. So zeigt dieses Wiener Beispiel nur einmal mehr sehr deutlich auf, wie uneindeutig die Gesetzestexte tatsächlich sind und wie leicht sie ausgehebelt werden können.
Fazit: Die Anwälte haben gut daran verdient, der Radfahrer hat vermutlich nix dazugelernt, fühlt sich durch das OGH-Urteil höchstens bestätigt und wird künftig wieder sein Leben aufs Spiel setzen, obwohl er am Rad der schwächere Verkehrsteilnehmer ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am September 26, 2017, 22:43:46
Das Urteil ist für mich durchaus schlüssig, wenn auch die voraussichtlichen Folgen (weniger für Radverkehr freigegebene Busstreifen) nicht erfreulich sind. Das Grundproblem ist in wirklichkeit eine Fehlkonzeption der VLSA. Ließe sich aber leicht beheben: Eigene Signalgeber für den Radverkehr parallel zum Bussignal installieren und fertig ist der Lack.

lg, IC
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am September 27, 2017, 08:49:05
In der heutigen Ausgabe der "Woche" befindet sich folgender Artikel. Darin spricht eine Städteplanerin davon, dass die Radwege ausgebaut werden müssen und die optimalen Reserveflächen in Graz in alten Bahntrassen und dem  Mühlgang zu finden seien.

Nun, der Mühlgang bietet sich mitunter zur Überbauung als Rad-Autobahn an, allerdings halt auch bei weitem nicht in voller Länge. So kann ich mir gut eine solche "Fahrrad-Fastlane" zwischen Shopping Nord und Keplerstraße vorstellen, hier wären relativ wenige Straßenquerungen und Verbauungen des Kanals.
Ebenso wäre eine Möglichkeit, in der Elisabethinergasse einen breiten Radweg zu bauen und diesen bis Citypark bzw. bis zum Schlachthof durchzubinden. Weiter südlich macht es aus meiner Sicht jedoch wenig Sinn, da es hier parallel auch den Murradweg gibt und die Gegend recht dünn bebaut ist (wenn dann v.a. Gewerbe aller Arten).

Die Sache mit den Bahntrassen erschließt sich mir jedoch nicht so ganz:
Wie viele solcher stillgelegten Bahntrassen gibt es wohl in Graz? Und wie viele haben auch eine brauchbare Länge, zumal dies doch alles Anschlussbahnen sind?
*) Andritzer Schleppbahn: der stillgelegte Ast zur ehem. Arland-Papierfabrik wurde ja schon zum Radweg. Der Ast zur MFA ist sicherlich fraglich, da über kurz oder lang die gesamte Produktion aus Andritz ausgelagert werden könnte und die Bahn dann jedenfalls obsolet wäre. Anderenfalls wäre auch ein Radweg dort ziemlich unnötig, und wenn wirklich so nötig auch jetzt schon leicht neben der Trasse umsetzbar. Hier ist der einzige wirkliche Gewinn die Verbindung Shopping Nord mit dem Weidweg, aber diese existiert ja schon.
*) Anschlussbahnen entlang der Südbahn: alle viel zu kurz, benötigt niemand (2x Schrott Waltner, ehem. Milchhof verbaut, KGM-Lager und Greinitz verbaut, AB Marienhütte teilweise in Betrieb, ausreichend Freiland daneben; AB Spar in Betrieb, AB Brauunion zu kurz und zumindest gelegentlich in Betrieb)
*) Anschlussbahnen entlang GKB: Reininghaus wird (irgendwann) ohnehin komplett neu aufgesetzt, AB Kaserne durch Kaserne nicht nutzbar, AB Felbermayer auf Betriebsgelände und ohne besonderen Verkehrswert
*) Anschlussbahnen entlang der Ostbahn: Grazer Schleppbahn verkehrt parallel zum Murradweg und Mühlgang, wird zudem genutzt; AB Gaswerk schon seit Jahren als kurze und sinnvolle Radverbindung genutzt, AB Hödlmayer in Betrieb, AB Kastner stillgelegt aber kein Nutzen, da Köglerweg parallel, AB Farina ohne Nutzen, AB Magna zwar ev mit Nutzen wie vorgeschlagen, allerdings würde ich diese keinesfalls verbauen, da das Werk wohl noch über viele Jahre produzieren wird und es kaum absehbar ist, ob in 10 Jahren nicht der Transport per Bahn (wenn auch nur zum Hödlmayer z.B.) wieder attraktiver wird. Diese strategische Reserve aufzugeben wäre eher sträflich, einen Radweg kann man auch bequem entlang der Dr. Auner Straße bzw. der Gustinus-Ambrosi-Straße (Gewerbegebiet-Erschließungsstraße) verwirklichen.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am September 27, 2017, 08:50:57
Das Urteil ist für mich durchaus schlüssig, wenn auch die voraussichtlichen Folgen (weniger für Radverkehr freigegebene Busstreifen) nicht erfreulich sind. Das Grundproblem ist in wirklichkeit eine Fehlkonzeption der VLSA. Ließe sich aber leicht beheben: Eigene Signalgeber für den Radverkehr parallel zum Bussignal installieren und fertig ist der Lack.

Der gesunde Menschenverstand soll also immer mehr durch Zeichen, Ampeln usw. abgeschafft werden. Nächstens meinen die p.t. Radfahrer, auch das Straßenbahnsignal gelte für sie. Wenn manche Radfahrer zu blöd sind, dann soll halt der Busstreifen wieder für sie geschlossen werden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 27, 2017, 10:53:54
Zitat
Wer nicht" auf andere Verkehrsteilnehmer und seine Umgebung achtet, aggressiv statt defensiv unterwegs ist, ist ein Dodel, egal mit welchem Gefährt er unterwegs ist. [...] Fazit: Die Anwälte haben gut daran verdient, der Radfahrer hat vermutlich nix dazugelernt, fühlt sich durch das OGH-Urteil höchstens bestätigt und wird künftig wieder sein Leben aufs Spiel setzen, obwohl er am Rad der schwächere Verkehrsteilnehmer ist.

Das hat mit dem angesprochenen Urteil ja überhaupt nichts zu tun. Der Radfahrer wollte geradeaus fahren, hat auf die Ampel geschaut, die hat Grün gezeigt, und dann ist er eben gefahren - der Autofahrer hingegen ist abgebogen, und eigentlich sollte klar sein dass man beim Abbiegen mehr aufpassen muss als beim Geradeaus fahren. Übrigens scheint der Autofahrer argumentiert zu haben dass er nicht mit dem Radfahrer rechnen konnte, weil die Bus-Ampel für die Busspur "rot" (bzw. nicht fahren) gezeigt hat - kaum vorstellbar dass das wirklich der Fall ist, der Autofahrer hat wohl einfach beim Abbiegen nicht aufgepasst.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am September 27, 2017, 12:15:41
Übrigens scheint der Autofahrer argumentiert zu haben dass er nicht mit dem Radfahrer rechnen konnte, weil die Bus-Ampel für die Busspur "rot" (bzw. nicht fahren) gezeigt hat - kaum vorstellbar dass das wirklich der Fall ist, der Autofahrer hat wohl einfach beim Abbiegen nicht aufgepasst.
Ich kenne die besagte Kreuzung nicht, vermute aber, dass sie ähnlich wie die Kreuzung Peter-Rosegger-Straße/Alte Poststraße/Harter Straße aufgebaut ist.

Wenn ich von der Peter-Rosegger-Straße rechts in die Alte Poststraße abbiege, schaue ich auch nicht ob etwas von der Busspur kommt. Wozu auch? Dort steht die Ampel eindeutig auf halt. Es ist laut StVO gar nicht erlaubt, dass Rechtsabbieger grün haben während auch der Bus auf der Spur rechts davon fahren darf! Das Argument des Autofahrers ist also schlüssig und richtig, denn es kann/darf eigentlich nichts von der Busspur kommen während der Rechtsabbieger grün hat (und umgekehrt)!

Und das Argument "man muss sowieso auf die Fußgänger am Schutzweg daneben achten, da sieht man eh, ob was von der Busspur kommt" ist auch falsch, denn ob von der Busspur was kommt, sehe ich nur mit Halsverrenkung, ob jemand über den Schutzweg geht, sehe ich, wenn ich nach vorne aus dem Auto schau, da ich durch die Breite der Busspur schon längst im rechten Winkel zum Schutzweg stehe/fahre, wenn ich bei ihm ankomme.
Der Radfahrer wollte geradeaus fahren, hat auf die Ampel geschaut, die hat Grün gezeigt, und dann ist er eben gefahren - der Autofahrer hingegen ist abgebogen, und eigentlich sollte klar sein dass man beim Abbiegen mehr aufpassen muss als beim Geradeaus fahren.
Aber es sollte klar sein, dass der Radfahrer (und auch jeder andere Verkehrsteilnehmer) aufpassen muss, wenn er nicht von der richtigen Spur kommt. Weil er ja offensichtlich auf der ganz rechten Spur gerfahren ist, wobei die Geradeauspur zumindest ein, wenn nicht zwei Spüren weiter links ist. Wenn es getrennte Gerade- und Rechtsabbiege- Spuren gibt, reihst du dich zum Geradeausfahren auch auf der richtigen Spur ein und fährst nicht von irgendwo kommend in die Kreuzung ein.
weil die Bus-Ampel für die Busspur "rot" (bzw. nicht fahren) gezeigt hat - kaum vorstellbar dass das wirklich der Fall ist
Das ist bei JEDER ampelgeregelten Kreuzung der Fall, bei der man über die Busspur drüber abbiegen darf!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am September 27, 2017, 12:29:51
Wenn manche Radfahrer zu blöd sind, dann soll halt der Busstreifen wieder für sie geschlossen werden.
Wieso sind die Radfahrer zu blöd, wenn wie in dem Fall der Autofahrer schuld ist.

... der Radfahrer hat vermutlich nix dazugelernt, fühlt sich durch das OGH-Urteil höchstens bestätigt und wird künftig wieder sein Leben aufs Spiel setzen, obwohl er am Rad der schwächere Verkehrsteilnehmer ist.
Sollten da nicht eher die Autofahrer was dazulernen? Oder habe ich da was missinterpretiert an der Aussage "der Autofahrer wurde schuldig gesprochen".
Ich setze in dem Sinn dann mehrmals täglich mein Leben aufs Spiel, nur weil ich basierend auf der StVO darauf vertraue, dass der Autofahrer die Rechts- und Begegnungsregel ,Vorrang geben, Stopp usw. kennt und auch mir als Radfahrer gegenüber einhält. Da geht es nicht darum, ob sich die Radfahrer oder welcher Verkehrsteilnehmer auch immer in konkreten Fällen mehr oder weniger an die StVO halten oder nicht, sondern um die Aussage "sein Leben aufs Spiel setzen, obwohl er am Rad der schwächere Verkehrsteilnehmer ist."
Gesetze sind dafür da für Gerechtigkeit zu sorgen und eben auch schwächeren Verkehrsteilnehmern ihre Rechte zu sichern.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am September 27, 2017, 13:11:08
Erwiesenermaßen ist die Rücksichtnahme von Autofahrern auf Radfahrer umso größer, je mehr Radfahrer es gibt und je selbstverständlicher diese im Straßenverkehr sind. Siehe Kopenhagen. Bei unseren 14%, die bei der derzeitige politischen Stimmung, die kaum nach einem Mega-Radwege-Ausbauprogramm aussieht, wohl nicht massiv steigen werden, sind Radfahrer vielerorts eben noch unter dem Radar der Autofahrer.

Was es im Übrigen mit "Blödheit" zu tun hat, wenn sich ein Radfahrer an einer normalen Ampel, statt an jener des ÖV orientiert, kann mir Ch. Wagner sicher erklären. Dieses Problem zu lösen, indem Radfahrer eine analog zur ÖV-Anlage geschaltete Fahrradampel bekommen, plus an entsprechenden Stellen eine Bikebox vor der regulären Haltelinie, erscheint mir indessen eine sinnvolle Variante, die nichts mit Überregulierung zu tun hat.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am September 27, 2017, 13:19:54
@Citaro: Die erlaubten Busspuren sind mit Zusatztafeln versehen, somit sollte einem Autofahrer genauso wie bei einem Radfahrstreifen bewusst sein, dass da ein Radfahrer kommen kann. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass auf der Busspur ein Einsatzfahrzeug kommt, also kann schauen nie schaden.

Dass so entschieden wurde, hat sicher mehr Hintergrund als dem Artikel zu entnehmen ist. Ob der Autofahrer geblinkt hat ist nicht zu entnehmen. Man weiß zwar, dass es ein Mercedes Benz war, aber nicht wo es passiert ist.
Ich bin mir nicht sicher, aber soweit ich es im Kopf habe, gibt es bei Don Bosco kein Zusatzschild für Radfahrer.
Vom Volksgarten zum  Lendplatz z.B. sehr wohl. Dort fahre ich mit dem Rad bei grün drüber, wobei ich immer schaue habe, ob ein Autofahrer rechts abbiegen will. Ich fahre aber auch, wenn der Bus "grün" hat, denn ich will ihn ja nicht behindern.
Aus eigener Erfahrung, weiß ich, dass Versicherungen sehr eigen(artig)e Begründungen anfürhen, wenn es darum geht Schadenersatz abzuwehren. (Typisch z.B. dass man anführt, dass es sich um ein Rennrad handelt.)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Telefonzentrale am September 27, 2017, 13:41:19
Das Urteil ist zu akzeptieren und es ist letztendes auch nicht so wichtig, wer wie und wegen welchem Detail Schuld ist.

Wichtig ist aber festzuhalten, dass hier diejenigen Behörden, die diese Kreuzung geplant und deren Ausführung genehmigt haben, eine Verkehrssituation geschaffen haben, die genau solche Unfälle provoziert.
Es ist bei einigermaßen logischer Überlegung von vorhinein klar, dass es an einer solchen Kreuzung irgendwann einmal krachen wird - spätestens wenn ein Fahrad-auf-Busspur-unerfahrener Autofahrer mit ausländischem Kennzeichen daherkommt, der kann nämlich die Zusatztafeln möglicherweise gar nicht lesen. Generell ist ungeklärt, ob Autofahrer für sie nicht bestimmte Zusatztafeln abseits der eigenen Fahrspur überhaupt lesen müssen? Gibts dazu Urteile?

Es ist absolut nicht einzusehen, warum hier die ausführenden Behörden und Bauämter nicht mitdenken und z.B. die vergleichsweise billige Investition in eine Radfahrerampel vorgeschrieben wurde bzw. diese von vorhinein geplant haben.

Es gibt tausende Vorschriften, Richtlinien und Normen, aber das logische Vorauserkennen von Problemstellen aufgrund einer Gesamtbeurteilung der Situation ist hier bei der öffentlichen Hand wieder einmal zu kurz gekommen!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am September 27, 2017, 14:39:38
Gesetze sind dafür da für Gerechtigkeit zu sorgen und eben auch schwächeren Verkehrsteilnehmern ihre Rechte zu sichern.
Genau, Und (auch) der Radfahrer hätte sich an die StVO halten müssen, tat er aber nicht, denn in der StVO steht u.a.:
"[...]darf jeder Straßenbenützer vertrauen, dass andere Personen die [...] Rechtsvorschriften befolgen, außer er müsste annehmen,
dass es sich um [...] Personen handelt, aus deren augenfälligem Gehaben geschlossen werden muss, dass sie unfähig sind,
die Gefahren des Straßenverkehrs einzusehen [...]
Der Lenker [...] hat sich gegenüber Personen [...] insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit
und durch Bremsbereitschaft so zu verhalten, daß eine Gefährdung dieser Personen ausgeschlossen ist."

==> D.h. , der Autofahrer war aus Sicht des Radfahrers unfähig "die Gefahren des Straßenverkehrs einzusehen", wodurch der Autofahrer den "zu schnell fahrenden" Radfahrer zu spät oder übersehen hat. Der Radfahrer hätte sein Tempo reduzieren müssen.
Der Autofahrer wiederum hätte sich vor dem Einbiegen vergewissern müssen, ob "etwas daherkommt" (hätte ja auch eine Feuerwehr sein können -edit: wie auch ptg meint-). Meiner Meinung nach ist jeder zu gleichem Anteil Schuld.

Es ist absolut nicht einzusehen, warum hier die ausführenden Behörden und Bauämter nicht mitdenken und z.B. die vergleichsweise billige Investition in eine Radfahrerampel vorgeschrieben wurde bzw. diese von vorhinein geplant haben.
Ganz genau.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am September 27, 2017, 15:21:00
@Commanderr: Grundsätzlich geht es bei dem Urteil ja darum, welche Ampel maßgebend ist. Und das OGH sieht es so, dass ein Radfahrer auf der Busspur bei normalem Ampelgrün fahren darf bzw. nur die normale Ampel maßgebend ist. Somit hat sich ein Autofahrer beim Abbiegen wie auf einem danebenliegen Radstreifen zu vergewissern, ob ein Radfahrer kommt oder nicht.

Wenn der Autofahrer geblinkt hat und auch schon im Vorfeld sich tendenziell nach rechts orientiert hat, wäre dein StVO-Ausschnitt relevant und wäre wohl auch berücksichtigt worden. Diese Informationen sind im Artikel nicht enthalten. Dem OGH traue ich schon zu, dass derlei Punkte berücksichtigt werden. Für mich ist daher eher anzunehmen, dass der Autofahrer nicht geblinkt hat und für den Radfahrer überraschend abbog.
Man braucht ja nur auf temporär nutzbaren Busspuren (z.B. Kärntnerstraße) unterwegs sein. Dort wird regelmäßig von der normalen Fahrspur nach rechts über die Busspur ohne schauen und vor allem auch ohne Vorwarnung (Blinken) abgebogen. Für mich als auto- oder radfahrender Busspurnutzer (in dem Fall rechte Fahrspur) ist das nicht einsehbar.

edit: hab den Entscheidungsspruch gefunden.  Wenn ich das richtig interpretiere handelt es sich um genau die Kreuzung, die ich oben schon genannt habe -> Volksgarten Richtung Lendplatz.  Offensichtlich war das Blinken doch komplett irrelevant, sondern man hat sich darauf bezogen, dass nur die Ampel relevant ist und somit der Autofahrer sich vergewissern hätte müssen, dass niemand auf der Busspur fährt. Interessant dabei, dass die Zusatzsignale nur für den ÖV von Belang sind und dementsprechend auch nicht z.B. für Taxis oder sonstige Fahrzeuge, die die Busspur nutzen dürfen, zählen.
Überrascht mich doch ein wenig. In dem Fall (Autofahrer hat geblinkt) hätte ich eher ein Mitverschulden des Radfahrers vermutet. Aber ich bin ja auch kein Rechtsverdreher.



Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am September 27, 2017, 15:40:51
Ich habe die Situation, insbesondere das Bus-Signal, falsch interpretiert, tut ma lad.
Dennoch bin ich dagegen, aus immer noch den gleichen Gründen, daß wieder neue Ampeln montiert werden sollen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 27, 2017, 18:07:56
Zitat
Aber es sollte klar sein, dass der Radfahrer (und auch jeder andere Verkehrsteilnehmer) aufpassen muss, wenn er nicht von der richtigen Spur kommt. Weil er ja offensichtlich auf der ganz rechten Spur gerfahren ist, wobei die Geradeauspur zumindest ein, wenn nicht zwei Spüren weiter links ist. Wenn es getrennte Gerade- und Rechtsabbiege- Spuren gibt, reihst du dich zum Geradeausfahren auch auf der richtigen Spur ein und fährst nicht von irgendwo kommend in die Kreuzung ein.

Die Geradeausspur war nicht ein oder zwei Spuren weiter links, sondern am genannten Ort gibt es genau eine Autospur (geradeaus und rechts) und eine Busspur. Deine Argumentation geht also völlig am Fall vorbei.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am September 27, 2017, 18:27:07
Ich habe die Situation, insbesondere das Bus-Signal, falsch interpretiert, tut ma lad.
Dennoch bin ich dagegen, aus immer noch den gleichen Gründen, daß wieder neue Ampeln montiert werden sollen.

Es ist aber absurd, dass eine Busspur eine eigene Signalisierung hat, die für einen Radfahrer auf dieser Busspur aber laut OGH-Urteil nicht gelten soll (weil ein solches Signal eben nicht für Radfahrer gedacht ist und möglicherweise auch nicht verstanden wird. Wenn schon Radfahren in der Busspur (eigener Radweg wäre immer die bessere Lösung), dann muss es eine synchron mit der ÖV-Anlage geschaltete Ampel (Mini-Fahrrad-Ampel) geben. Sonst werden derartige Unfälle öfter passieren. Ich bin auch gegen Überregulierung und ja, es wäre viel einfacher, wenn ein Abbieger sich versichern würde, dass sich rechts daneben kein Radfahrer befindet. Aber das ist halt Wunschdenken.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am September 27, 2017, 19:38:07
Im Zweifel ist immer der Autofahrer schuld, das bewahrheitet sich leider in diesem Fall wieder. - Wie würde das Urteil wohl aussehen, wenn ein Kraftfahrzeug "erlaubterweise" auf die falsche Ampel geschaut hätte?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 28, 2017, 08:34:28
Zitat
Es ist aber absurd, dass eine Busspur eine eigene Signalisierung hat, die für einen Radfahrer auf dieser Busspur aber laut OGH-Urteil nicht gelten soll.

Find ich überhaupt nicht absurd, sondern völlig selbstverständlich - kein normaler Mensch achtet auf die Lichtzeichen des ÖV. Wirklich absurd ist die Argumentation des Autofahrers: er hat gesehen dass die ÖV-Ampel für die Busspur "nicht fahren" zeigt, und ist daher ohne zu schauen nach rechts abgebogen - im Ernst?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am September 28, 2017, 09:07:51
Ich habe die Situation, insbesondere das Bus-Signal, falsch interpretiert, tut ma lad.
Dennoch bin ich dagegen, aus immer noch den gleichen Gründen, daß wieder neue Ampeln montiert werden sollen.

Es ist aber absurd, dass eine Busspur eine eigene Signalisierung hat, die für einen Radfahrer auf dieser Busspur aber laut OGH-Urteil nicht gelten soll (weil ein solches Signal eben nicht für Radfahrer gedacht ist und möglicherweise auch nicht verstanden wird. Wenn schon Radfahren in der Busspur (eigener Radweg wäre immer die bessere Lösung), dann muss es eine synchron mit der ÖV-Anlage geschaltete Ampel (Mini-Fahrrad-Ampel) geben. Sonst werden derartige Unfälle öfter passieren. Ich bin auch gegen Überregulierung und ja, es wäre viel einfacher, wenn ein Abbieger sich versichern würde, dass sich rechts daneben kein Radfahrer befindet. Aber das ist halt Wunschdenken.
Insofern ist es dann ja wichtig, dass Autofahrer das lernen.
Es wird aber wohl immer problematischer werden, weil die Ablenkungen im Auto immer vielfältiger werden. Inzwischen haben neue Autos WLAN damit jeder inkl. Fahrer während dem Autofahren Chatten, Surfen, Mailen, spielen usw kann. Daneben kommen noch Alltagshandlungen wie Telefonieren, Schminken, in Unterlagen kramen dazu. Zusätzlich verlässt man sich immer mehr auf die diversen technischen Helferlein und vor lauter möglichst guter Schalldämmung und im Gegenzug lauter Musik bekommt man rund um nichts mehr mit.
Da bin ich bei Ch. Wagner: Da helfen zusätzliche Ampeln nichts bzw. schaffen die eher noch mehr Verwirrung und Unübersichtlichkeit.

@Martin: Was heisst "wenn ein Kraftfahrzeug erlaubterweise auf die falsche Ampel geschaut hätte?"
Wenn´s schon soweit ist, dass das Kraftfahrzeug statt dem Autofahrer....  :-X
Auf welche falsche Ampel? Es gibt dort genau eine "normale" Ampel und das ist jedenfalls die, die für den "Normal"verkehr zählt und damit muss man als Autofahrer eben damit rechnen, dass ein Radfahrer auf der Busspur genauso wie bei einem rechtsseitigen Radfahrstreifen geradeaus drüberfahren darf und somit der Autofahrer als Rechtsabbieger zu schauen hat.
Du brauchst keine Angst haben, es wird oft genug gegen Radfahrer entschieden bzw. sind halt in vielen Fällen Autofahrer auch nicht die Unschuldslämmer für die sie sich halten. Die Realität ist halt nicht schwarz(Rad)/weiss(Auto).
Jedem Autofahrer sollte bewusst sein, dass er in einem 2to schweren Gerät, das mit durchschnittlich wesentlich höheren Geschwindigkeiten gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern durch die Stadt bewegt wird, ein höheres Risiko und Gefährdungspotenzial darstellt und dementsprechend auch höhere Maßstäbe angesetzt werden. Genauso wie z.B. an LKW-Fahrer, Buslenker oder Gefahrguttransporter noch höhere Anforderungen gestellt und Massstäbe angesetzt werden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Telefonzentrale am September 28, 2017, 14:07:34
Nocheinmal: Solche komplizierten Kreuzungsverhältnisse dürften bereits bei der Planung / Genehmigung gar nicht erst vorkommen!

Wenn ich hier nun lese, dass gemäß OGH Urteil ausschließlich der ÖV die Balkensignale zu beachten hat, ein auf der Busspur erlaubt fahrender Taxifahrer bzw. Radfahrer jedoch die rot-gelb-grün Ampel, dann ist bereits die Planung falsch und genau da gehört angesetzt!

"Autofahrer" sind ein völlig inhomogener Haufen von Personen mit unterscheidlichsten Vorausstzungen, und "die Autofahrer" werden nie als Gesamtheit "etwas lernen". Wie soll sich z.B. ein ausländischer KfZ-Lenker hier zurechtfinden, der das erste Mal in seinem Leben mit so einer Situation (Bus = Balkensignal, Radfahrer + Taxi = normale Ampel) konfrontiert wird? Klar, etliche werden sowieso mit äußerster Vorsicht abbiegen, andere aber sind überfordert und das kann man ihnen nicht einmal zum Vorwurf machen, solange die Führerscheinausbildung auf diese komplexen Situationen nicht Rücksicht nimmt und diese Ausbildung nicht einmal in der EU genormt ist.

Verkehrskreuzungen und Verkehrseinrichtungen haben ganz einfach so gestaltet zu werden, dass sie von sich aus höchstmögliche Unfallsicherheit aufweisen.

Das muss nicht unbedingt mit einem Schilderwald und durch Überregulierung geschehen - man fahre einmal mit dem KfZ etwa durch Zürich. Durchdachte Planung ist das Zauberwort, und genau dafür gibt es Spezialisten in den Bauämtern und Planungsbüros. Die Politik ist freilich gut beraten, den Planern zu folgen und nicht Einsparwünsche (etwa Busspuren für Radfahrer anstelle eigenen Radweg) hineinzureklamieren.
 
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am September 28, 2017, 15:45:41
Die Geradeausspur war nicht ein oder zwei Spuren weiter links, sondern am genannten Ort gibt es genau eine Autospur (geradeaus und rechts) und eine Busspur. Deine Argumentation geht also völlig am Fall vorbei.
Wie gesagt, ich weiß nicht bei welcher Kreuzung genau das passiert ist. Das war nur ein (verallgemeinerte) Beispiel, bei dem ich auf deine Aussage Bezug genommen habe. Weil deiner Meinung nach darf ja jeder Verkehrteilnehmer Radfahrer von überall kommend überall hinfahren, ohne auf die anderen zu achten.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am September 28, 2017, 16:56:16
@Martin: Was heisst "wenn ein Kraftfahrzeug erlaubterweise auf die falsche Ampel geschaut hätte?"
Wenn´s schon soweit ist, dass das Kraftfahrzeug statt dem Autofahrer....  :-X
Auf welche falsche Ampel? Es gibt dort genau eine "normale" Ampel und das ist jedenfalls die, die für den "Normal"verkehr zählt und damit muss man als Autofahrer eben damit rechnen, dass ein Radfahrer auf der Busspur genauso wie bei einem rechtsseitigen Radfahrstreifen geradeaus drüberfahren darf und somit der Autofahrer als Rechtsabbieger zu schauen hat.
Ich meinte Kraftfahrzeuge, die erlaubterweise die Busspur befahren aber auf die falsche Ampel (jene für den MIV) und nicht auf das Bussignal schauen. (Rettungsfahrzeuge, Taxit, etc.)

An der Kreuzung CvH / Grazbachgasse benutzen auch schon sehr viele Radfahrer die Bimtrasse als Fahrweg - vor allem Richtung Jakoministraße, allerdings während der Grünphase für die weiter links liegende Fahrspur. - Das gehört auch abgestellt oder eine großzügige Lösung für die Radfahrer gemacht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am September 28, 2017, 17:36:17
Zitat
Weil deiner Meinung nach darf ja jeder Verkehrteilnehmer Radfahrer von überall kommend überall hinfahren, ohne auf die anderen zu achten.

Nein, ganz im Gegenteil, ich verlange auch von Radfahrern dass sie sich an alle Regeln halten - aber meiner Meinung nach darf jemand auf einer Geradeausspur bei grüner Ampel geradeaus fahren, und so ein Fal liegt hier vor. Ich finde einfach nicht dass man jemand eine Vorwurf machen kann der ein ÖV-Lichtsignal nicht kennt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Cerberus2 am Oktober 07, 2017, 10:31:36
Auf welche falsche Ampel? Es gibt dort genau eine "normale" Ampel und das ist jedenfalls die, die für den "Normal"verkehr zählt und damit muss man als Autofahrer eben damit rechnen, dass ein Radfahrer auf der Busspur genauso wie bei einem rechtsseitigen Radfahrstreifen geradeaus drüberfahren darf und somit der Autofahrer als Rechtsabbieger zu schauen hat.
Nocheinmal: Solche komplizierten Kreuzungsverhältnisse dürften bereits bei der Planung / Genehmigung gar nicht erst vorkommen!
Genau diese Kreuzungsverhältnisse - Geradeausfahrspur rechts von der Rechtsabbiegespur - sind aber das Prinzip "Radweg", das ja angeblich sooooo sicher ist. Selbst Radfahrer meinen, auf dem Radweg sicherer zu sein, übersehen dabei aber, dass sie von einem Abbieger, der nach hinten sehen muss, wesentlich leichter übersehen werden als von einem (Wurscht welchen) Fahrzeug, das hinter einem auf derselben Spur fährt.

Das Auto hinter einem wird als Bedrohung wahrgenommen, der über die Radfahrerüberfahrt abbiegende LKW aber nicht.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Oktober 07, 2017, 14:20:14
Ein guter Ansatz um derartige Situationen zu entschärfen sind auch die "Bike Boxen". Diese gibt es in Graz leider nur sehr vereinzelt und da oft nicht gut erkennbar.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Januar 05, 2018, 14:29:48
Heute auf der Seite der Stadt Graz. Im Artikel unten sind 6 Bilder von den beschriebenen Verbesserungen angefügt.:


Verbesserungen im Grazer Radnetz

05.01.2018

Im Grazer Radverkehrsnetz sind in jüngster Zeit einige kleine, aber feine Verbesserungen realisiert worden. So lässt sich nun der Leonhardplatz in alle Richtungen sicher über- und das Weblinger Kreuz unterqueren, man kommt komfortabel ins Stiftingtal und radelt auf zum Teil breiteren Radwegen durch die Eggenberger Allee und entlang des Marburger Kais.

,,Trotz knapper Budgetmittel konnten einige Maßnahmen umgesetzt werden, sind schon befahrbar oder gerade im Fertigwerden. Dank gebührt nicht nur der Abteilung für Verkehrsplanung und dem Straßenamt, sondern auch der Holding und dem Land als Projektpartner", erklärt Stadträtin Elke Kahr. In mehreren Fällen war es gelungen, für den Radverkehr relevante Maßnahmen bei Gesamtbauvorhaben quasi huckepack mitabzuwickeln.

Im Detail sind im zweiten Halbjahr 2017 folgende Kreuzungen radfreundlich umgestaltet und Radwegabschnitte verbessert worden:

- Weblinger Kreuz: Durch die Abtragung des Autobahnstumpfes und die Neugestaltung der Kreuzung an der Kärntner Straße wurden mittels Unterführungen neue, sichere Unterquerungen geschaffen.

- Eggenberger Allee: Im Zuge aufwändiger Schienenerneuerungen wurden der ganze Straßenraum zwischen Alten Poststraße und Karl-Morre-Straße neu geordnet, der Radweg (Hauptradroute HR 12) getrennt trassiert und Engstellen beseitigt.

-Schönaugasse: Im Bereich der Querung Grazbachgasse wurde die Radverkehrsführung übersichtlicher und damit sicherer gestaltet.

- Leonhardplatz: Mit dem Umbau der Kreuzung und der veränderten Einbahnführung Schanzlgasse wurden die Radrouten Richtung LKH-Universitätsklinikum und Med-Campus in beide Richtungen durchgängig; eine aus der Hilmteichstraße kommende Busspur kann mitbenutzt werden.

- Stiftingtal/Zahnklinik/Endstation Linie 7: Mit der Verlängerung der Straßenbahnlinie 7 wurden auch ein Geh-/Radweg über den Riesplatz unter einer Galerie entlang des Hanges ins Stiftingtal gebaut und großzügige Radabstellanlagen errichtet.

- Marburger Kai: Dabei handelt es sich primär um eine Maßnahme der Fußgängersicherheit. Der Marburger Kai wurde zwischen Kalchberggasse und Andreas-Hofer-Platz von zwei Richtungsfahrbahnen auf eine Fahrspur reduziert, der so gewonnene Platz wurde den RadlerInnen zugeschlagen, breitere Aufstellflächen sorgen für eine bessere Entflechtung von Fuß- und hier besonders starkem Radverkehr (HR 8.).

Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10307358/8106610/Verbresserungen_im_Grazer_Radnetz.html
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 05, 2018, 16:14:02
In Bezug auf "trotz knapper Budgetmittel", ich glaub um die Budgetmittel geht es oft eher nur sekundär. Viel wichtiger sind politischer Wille und Konsensfähigkeit. Dass damals unter Edegger so viel weitergegangen ist lag ja wohl nicht zuallererst daran dass er soviel Geld dafür gehabt hätte, sondern dass ihm die Sache einfach von hoher Priorität war.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Januar 05, 2018, 16:35:02
Naja, da ist schon ein kleiner Vergleich notwendig: lt. letzter GR-Sitzung werden von 2018 - 2020 ca. 2 Mio. Euro in Radverkehrsmaßnahmen ausgegeben: https://www.graz.at/cms/beitrag/10306711/8106610/Aus_dem_Gemeinderat_II.html

Nur zum Vergleich: alleine für den Ausbau der Erna-Diez-Straße werden knapp mehr als 900.000 Euro ausgegeben (war auch in der letzten GR-Sitzung).

Ich denke, ein entsprechendes Radverkehrsbudget würde da schon etwas helfen, nur mit dem politischen Willen alleine ist es nicht immer getan ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 4020er am Januar 06, 2018, 11:50:42
Noch dazu ist beim Radwegnetzzu sparen wohl eine der kurzfristigst gedachten Dinge, die man in der Politik machen kann. Beinahe jeder Radweg bringt gemeinwirtschaftlich mehr Geld, als er kostet. Da können weder Auto noch ÖV mithalten.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Toben Dax am August 16, 2018, 21:30:03
Offenbar ist der Murradweg südlich vom Schönaugürtel gesperrt, und es wurde eine meiner Meinung nach sehr gute Lösung für die Umleitung umgesetzt: In der Neuholdaugasse zwischen Plankengasse und Nordweg wurde von den drei Fahrspuren eine für die Radfahrer reserviert und mit Betonblöcken von den anderen Fahrspuren getrennt. Wenn sich zwei Busse begegnen ist es zwar etwas eng auf den verbliebenen Fahrspuren, aber insgesamt wahrscheinlich weniger Verzögerung als wenn die Radfahrer auf der Fahrbahn fahren würden und natürlich wesentlich sicherer für die Radfahrer.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am August 16, 2018, 23:53:57
Das ist dort schön länger so, ich glaub seit Ferienbeginn. ;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am August 22, 2018, 12:25:43
Der Mini-Radweg in der Technikerstraße soll durch einen Radstreifen auf der Straße ersetzt werden, da durch die beiden Parkspuren in dieser Straße zu wenig Platz für Einsatzfahrzeuge ist. Theoretisch könnte man auch eine Parkspur auflassen und den Radweg ausbauen. Die endgültige Entscheidung ist hier noch nicht gefallen. Wie nicht anders zu erwarten jammern die Bezirksvertreter wegen drohender Parkplatzverluste.

http://www.grazer.at/#!/de/8J0iMtau/zu-eng-radweg-bei-der-grazer-tu-muss-weichen/?page=1
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am August 22, 2018, 23:51:00
Das wird wieder ein Pfusch ...  :banana:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 23, 2018, 09:59:08
Der Mini-Radweg in der Technikerstraße soll durch einen Radstreifen auf der Straße ersetzt werden, da durch die beiden Parkspuren in dieser Straße zu wenig Platz für Einsatzfahrzeuge ist. Theoretisch könnte man auch eine Parkspur auflassen und den Radweg ausbauen. Die endgültige Entscheidung ist hier noch nicht gefallen. Wie nicht anders zu erwarten jammern die Bezirksvertreter wegen drohender Parkplatzverluste.

http://www.grazer.at/#!/de/8J0iMtau/zu-eng-radweg-bei-der-grazer-tu-muss-weichen/?page=1

Nachdem die Autos halt in den letzten 40 Jahren um ~20 cm breiter wurden und alle Angst haben, dass die Alufelgen an der Gehsteigkante kaputt werden, hat sich der freie Straßenraum in Summe um mehr als 1/2m reduziert. Und es nimmt kein Enden denn mit jeder neuen Modellgeneration wird wieder angekündigt: länger;breiter - und nachdem die Autos immer mehr zu Panzern ausarten bauen die Spiegel noch zusätzlich an.
Wie ich schon mehrfach festgehalten habe: Parklinien ziehen, die wenn nicht genug Platz ist nur 1,8 oder 1,9m breit sind, und wenn das Auto drüber hinaussteht, wird konsequent abgeschleppt (was wegen Gefährdung ja in dem Fall möglich ist). Wer unbedingt ein größeres Auto braucht, muss sich halt einen Parkplatz suchen, der breit genug ist. Genauso sollte bei den Schrägparkplätzen vorgegangen werden. Wer auf 2 Parkplätzen steht, weil Auto zu breit (oder zu unfähig zum Parken) ->Strafe; fertig.


Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am August 23, 2018, 10:24:57
Was positives ist mir aufgefallen: Zwischen Josefigasse und Mariengasse wird ab nächster Woche der Radweg gesperrt (das ist nicht positiv), aber es wurden schon beim Bahnhof (auch bei der Annenstraße) und auf der anderen Seite bei der Wickenburggasse Hinweisschilder über die bevorstehende Sperre aufgestellt, sodass man sich sowohl zeitlich als auch routenmäßig frühzeitig eine alternative Route suchen kann.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am August 23, 2018, 10:31:11
Den stärker frequentierten Radweg in der Technikerstraße einfach aufzulassen ist schon eine ziemliche Zumutung. Radfahrer werden von der Politik noch immer größtenteils als Verkehrsteilnehmer 2.Klasse betrachtet.   :boese:

Hauptsache es fallen keine Parkplätze für SUV-Fahrer, die jeden Meter in der eigenen Stadt mit dem Auto fahren müssen, weg.  >:(
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am August 23, 2018, 10:49:42
Den stärker frequentierten Radweg in der Technikerstraße einfach aufzulassen ist schon eine ziemliche Zumutung. Radfahrer werden von der Politik noch immer größtenteils als Verkehrsteilnehmer 2.Klasse betrachtet.   :boese:

Hauptsache es fallen keine Parkplätze für SUV-Fahrer, die jeden Meter in der eigenen Stadt mit dem Auto fahren müssen, weg.  >:(

Ich habe bereits von der zuständigen Stadträtin erfahren, dass hier das letzte Wort noch lange nicht gesprochen ist.

Zusätzlich seid ihr eingeladen, mit Leserbriefen und Mails an Bezirkspolitiker gegen diesen Unsinn zu mobilisieren. Der Straßenraum gehört gerecht aufgeteilt und nicht den Bedürfnissen der Stadtpanzer aka SUV angepasst.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am August 23, 2018, 14:09:16
Und es geht weiter mit den Schnapsideen: Die Schmiedgasse könnte für Radfahrer gesperrt werden. Der Bürgermeister sagt "vielleicht", die Verkehrsstadträtin sagt "njet", mögliche Alternativen (Stichwort: Joanneumring) sind - wieder einmal - kein Thema. Zugegeben: Ich mag die Schmiedgasse auch nicht, weder als Fußgänger, noch als Radfahrer. Aber sperren ohne neue Radroute geht halt auch nicht.

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5484440/RathausDebatte_Wird-Grazer-Schmiedgasse-fuer-Radfahrer-gesperrt (Plus-Artikel)


Die Fakten liegen auf der oft aufgeschürften Hand: Die Grazer Schmiedgasse ist prädestiniert für Kollisionen zwischen Spaziergängern und Radlern. Weil Letztere das in Fußgängerzonen vorgeschriebene Schritttempo (5 km/h) zum Teil ignorieren und weil bei 10 km/h der Anhalteweg bereits vier Meter beträgt.
Bei der Frage aber, wie man darauf reagiert, scheiden sich die politischen Geister: Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) macht es ihren Vorgängern nach und setzt derzeit in der Schmiedgasse auf Bewusstseinsbildung - mithilfe von Tempomessung, Radsitzbezügen und Broschüren, die daran erinnern sollen, dass Radler in der Fußgängerzone ,,nur zu Gast sind". Aber: Eine Sperre der Gasse für Pedalritter kommt für Kahr nicht infrage.

Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) indes will eine Sperre nicht von vornherein ausschließen: Er wolle diese Debatte führen, heißt es in Nagls Büro, sich ,,aber in jedem Fall mit Kahr abstimmen". Fix ist, dass bis 2019 das letzte Stück der Schmiedgasse zum Rathaus hin als Fußgängerzone neu gestaltet wird.

Rein rechtlich dürfen Fußgängerzonen von Radlern eben nur per Schritttempo befahren werden - und nur dann, wenn dies durch Beschilderung ausdrücklich erlaubt wird.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am August 23, 2018, 19:59:06
Und es geht weiter mit den Schnapsideen: Die Schmiedgasse könnte für Radfahrer gesperrt werden.
Bin auch nicht gerade begeistert, aber wenn man z.B. dafür die Raubergasse gänzlich für PKW sperrt und stattdessen die Raubergasse als "Fahrrad-Highway" ausbaut, mit Anschluss nördliche Schmiedgasse/Hauptplatz bzw. verlängerten Ringradweg (oder Eisernes Tor/Kaiserfeldgasse, diese ebenso als reine Fahrrad-Straße), so kann dies für Fußgänger wie Radfahrer ein Gewinn sein.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Immanuel Cunt am August 24, 2018, 06:49:43
 Ich würde übrigens gerne auf die Durchfahrt durch die Schmiedgasse verzichten, wenn es eine schnelle, komfortable und sichere Alternativverbindung gäbe. Zum Beispiel via Neutorgasse, Radetzkyspitz und Joanneumring.
Wie hieß nochmal der Bürgermeister, der gegen einen Radweg am Joanneumring war?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am August 24, 2018, 10:09:32
Ich sehe das genauso. Wenn eine ordentliche Radweg-Route durch die Innenstadt geschaffen wird, kann die Schmiedgasse getrost tagsüber für den Radverkehr gesperrt werden. Dazu müsste sich die Politik aber gegen Knilli und Haase durchsetzen. Diese beiden waren nämlich maßgeblich an der Verhinderung des Radweges am Joanneumring beteiligt.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Oktober 03, 2018, 11:26:12
Neuer Radstreifen in der Griesgasse:
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5504233/Griesgasse_Neue-RadwegVerbindung-im-Grazer-Zentrum
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am November 16, 2018, 08:44:19
Die Brücke in der Rückertgasse wurde in äußerst kurzer Zeit (~1 Woche!) saniert: verbreitert auf maximale Breite = schmal genug, dass kein Auto drüberkommt und endlich wieder eben.   :one:   :one: 
Vor lauter Gewohnheit den bislang unvermeidlichen Stoss auf der Seite der Schanzelgasse abzufangen, fahr ich noch immer stehend drüber und bin dann ganz irritiert, dass nichts passiert.  :)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 30, 2019, 11:03:08
In der Eggenberger Straße bei der Bahnunterführung wird derzeit ein Rad- und Gehweg in eine Autospur umgebaut. Die Sache hängt offenbar mit dem Tram-Ausbau nach Reininghaus zusammen (um Staus des Autoverkehrs zu vermeiden) und soll zumindest 2 Jahre so bleiben.

https://www.radlobby.at/argus-steiermark/mobilitaet-im-urbanen-raum-bedeutet-vorrang-fuer-die-sanfte-mobilitaet
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ahenobarbus am Januar 30, 2019, 16:09:45
Na hoffen wir mal, dass der status quo ante nach der Bauzeit wiederhergestellt wird. Die Radlobby hegt ja da so ihre Zweifel.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Januar 31, 2019, 09:24:14
Ja, ist wirklich denkbar dass da z.B. der zusätzliche Verkehr zur Smart City als Vorwand genommen wird, die drei Autospuren zu behalten. Es ist ja echt erstaunlich: ursprünglich war dort in der Unterführung beim Umbau ja nur eine Spur für den Autoverkehr geplant. Dann wurden doch zwei Spuren gebaut. Jetzt sind's schon drei Spuren an der Kreuzung.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Februar 25, 2019, 14:15:12
Na hoffen wir mal, dass der status quo ante nach der Bauzeit wiederhergestellt wird. Die Radlobby hegt ja da so ihre Zweifel.

Da man als Referenz für Radfahrer nur die Zählstelle in der Keplerstraße hat (siehe auch "Überraschende Bilanz nach Umbau in Wickenburggasse" in der Kleinen Zeitung, wo man nur Spitzenwerte 2er Jahre vergleicht), wird man dann bei dieser Kreuzung feststellen, dass der Umbau eh keinen Einfluss auf das Radfahrverhalten hat und man daher die derzeitige Lösung "Hauptsache Platz für den MIV" ruhig beibehalten kann.

Man sorgt so - den zukunftsweisenden Projektbeschreibungen von Smartcity und Reininghaus von Anfang an Rechnung tragend -dafür, dass sich Autofahrer wohlfühlen und gleich gar nicht erst auf die Idee kommen alternative Fortbewegungsmöglichkeiten zu nutzen.

Reininghaus:
 
Zitat
Generelle Zielvorgaben sind dabei die Schaffung einer möglichst kompakten Siedlungsstruktur, eine optimale Grünraumversorgung mit einem hohen Grünflächenanteil, attraktive Fuß- und Radverbindungen, eine gute Anbindung an den Öffentlichen Verkehr, eine verkehrsberuhigte Quartierserschließung und eine offensive Verkehrspolitik zur deutlichen Reduktion des Anteils an motorisiertem Individualverkehr.
http://www.reininghaus-findet-stadt.at/reininghaus/das-projekt/ (http://www.reininghaus-findet-stadt.at/reininghaus/das-projekt/)

Smartcity:
Zitat
"die Herstellung attraktiver grüner Fuß- und Radwegverbindungen, bestmögliche Anbindungen an den öffentlichen Verkehr sowie die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs wichtige Zielsetzungen der Stadt."
  http://www.smartcitygraz.at/ (http://www.smartcitygraz.at/)

Richtlinie der Stadt Graz bezüglich Hauptradrouten (die Eggenbergerstraße ist eine davon):
Zitat
"diese 13 hauptradrouten des Grazer Radwegenetzes sind prioritär zu erhalten (baustellen, winterdienst, Erhaltung und Grünschnitt). bei baustellen soll die Leistungsfähigkeit des umgeleiteten radverkehrs aufrecht erhalten werden (gegebenenfalls durch zwischenzeitliche reorganisation des vorhandenen Straßenraumes)."
  https://www.graz.at/cms/dokumente/10191191_8038228/1bfae640/vprl_web_final.pdf (https://www.graz.at/cms/dokumente/10191191_8038228/1bfae640/vprl_web_final.pdf)
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie entsteht bei mir der umgekehrte Eindruck.

Wie ist das eigentlich mit dem Gehweg? Ist der gesperrt? Oder ignoriert man schlicht geltende Bestimmungen/Normen bezüglich Mindestbreite?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Februar 25, 2019, 14:58:05
Also die Verkehrsstadträtin hat gegenüber den Medien erklärt, dass der Radweg in zwei Jahren wiederhergestellt wird und die neu gebaute Abbiegespur nicht für SmartCity weiter genutzt wird. Genaueres wird man freilich erst sehen, wenn es soweit ist.

"Die Wiederherstellung des GRW auf der Nordseite schien nach ersten Informationen nicht fix. Eine befürchtete Weiternutzung der Abbiegespur im Zusammenhang mit der Smart City wird jedoch nicht erfolgen, hingegen wird der GRW nach Fertigstellung der GKB-Unterführung Alte Poststraße wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt - so die Information aus dem Büro der Verkehrsstadträtin."

https://www.radlobby.at/argus-steiermark/mobilitaet-im-urbanen-raum-bedeutet-vorrang-fuer-die-sanfte-mobilitaet
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Mai 04, 2019, 19:33:14
Die Fortsetzung des bestehenden kurzen Radwegs (bisher Triester Straße - Adlergasse) entlang der Gradnerstraße soll nun  als Geh- und Radweg schrittweise verwirklicht werden. Der erste Abschnitt von der Kreuzung Adlergasse bis knapp vor der Abzweigung Spitzäckerweg ist schon in Bau. Der 2. Abschnitt bis zum Kreisverkehr Neuseiersberger Straße ist in Planung. Im Endausbau soll der Geh- und Radweg bis zur Kärntner Straße führen:

https://www.facebook.com/elke.kahr/posts/2295016827225067
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Mai 10, 2019, 10:41:27
Im Gemeinderat überraschend einstimming angenommen wurde gestern ein dringlicher Antrag von Tamara Ussner (Grüne), der die Errichtung einer "angemessenen" Radweganbindung des Stadtteils Reininghaus an die Innenstadt, durch die Unterführung "Am Steinfeld" führend, fordert. Stadträtin Kahr muss nun bis Herbst ein entsprechendes Konzept ausarbeiten:

https://www.graz.at/cms/dokumente/10332842_8106610/9a6eb7a9/4_Gr%C3%BCne_Ussner_Radanbindung%20Reininghaus%20Gru%CC%88nde.pdf
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Mai 10, 2019, 11:14:49
Das ist absolut notwendig und ebenso wäre eine solche Verbindung in Richtung Süden notwendig.

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kestrel am Mai 10, 2019, 20:49:32
Nachdem durch die geplante Unterführung Josef-Huber-Gasse keine Radanbindung vorsieht wird das auch notwendig.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Mai 11, 2019, 21:08:46
Doch es gibt einen 3m breiten Geh- und Radweg.  :boese:

Der Grund liegt darin, dass seinerzeit beim Neubau eines Gebäudes der Marienhütte darunter nicht mehr Platz vorgesehen wurde. :P
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Mai 11, 2019, 21:27:30
Der Grund liegt darin, dass seinerzeit beim Neubau eines Gebäudes der Marienhütte darunter nicht mehr Platz vorgesehen wurde. :P
Ja, die Marienhütte hat sehr, sehr tiefe Keller(-Hallen). Wollte man neben dem IV auch Platz für Bim und Radfahrer/Fußgänger schaffen, müsste man noch viel tiefer runter. Und dafür müsste man die Unterführung viel weiter östlich beginnen, d.h. noch direkt in der Josef-Huber-Gasse, gleich westlich der Kreuzung mit der Idlhofgasse. Westlich der Marienhütte hätte man ohnehin genug Platz für entsprechende Rampen. --> Wenn der Wille da wäre, wäre auch das kein Problem! Billiger wäre es sicherlich die Friedhofsgasse auszubauen...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kestrel am Mai 12, 2019, 14:20:12
Doch es gibt einen 3m breiten Geh- und Radweg.  :boese:

Der Grund liegt darin, dass seinerzeit beim Neubau eines Gebäudes der Marienhütte darunter nicht mehr Platz vorgesehen wurde. :P

Ok, 3 m für einen Geh- und Radweg in einer Unterführung unterschreiten die Mindestvorgabe der RVS um einen halben Meter.  :(
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 13, 2019, 08:59:45
Mir ist schon klar, dass man mit so einem Anliegen an jemanden herantritt, dem man eine entsprechende Lösung zutraut, aber ist das überhaupt das Aufgabengebiet von Fr.Kahr? Ich dachte das macht der Automeister mit seiner Stadtbaudirektion.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Mai 13, 2019, 11:06:36
Mir ist schon klar, dass man mit so einem Anliegen an jemanden herantritt, dem man eine entsprechende Lösung zutraut, aber ist das überhaupt das Aufgabengebiet von Fr.Kahr? Ich dachte das macht der Automeister mit seiner Stadtbaudirektion.

Zumindest ist sie für den Aufgabenbereich "Radverkehr" als politische Referentin zuständig:
https://www.graz.at/cms/beitrag/10021940/7759964/Abteilung_fuer_Verkehrsplanung.html
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 14, 2019, 09:52:12
Ein Ressort des Bürgermeisters:
"A 10 - Stadtbaudirektion
inklusive übergeordnete Verkehr und Infrastruktur-Koordination und Bearbeitung entwicklungspolitisch relevanter Projekte sowie inklusive Bürgerbeteiligung"
Übergeordneter Verkehr und Infrastruktur: Bei einem Großprojekt wie Reininghaus oder SmartCity ist die Verkehrsanbindung an die "restliche" Stadt für alle Fortbewegungsmittel wohl Teil davon, vor allem wenn man auf einen Modalsplitt von 37:63 kommen will.  Gerade diese neuen Großsiedlungsprojekte müssten einen Modalsplitt aufweisen, der deutlich unter dem Verhältnis liegt, damit man das man den Wert für ganz Graz schaffen kann, wenn parallel auch noch Siedlungen wie in Straßgang entstehen die deutlich MIV-lastiger sind, da keine vernünftige ÖV und Radweganbindung an die Stadt besteht. Wie man das mit einer quasi Nur-MIV-Unterführung (im Speziellen dann auch ohne Fortfürhung des Radweges stadteinwärts ab dem Gürtel),  einer umwegbehafteten Straßenbahnlinie (die aber noch halbwegs okay ist) aber ohne adäquate Radweganbindung schaffen will, ist mir unerklärlich.

Das Gesamtverkehrskonzept (-> Stadtbaudirektion) für Reininghaus ist in Anlehnung an die verkehrspolitische Leitlinie 2020 in meinen Augen desaströs.

Verkehrspolitische Leitlinie 2020:
"Die Bedeutung von ,,Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs" darf sich nicht nur auf den fließenden Kfz- Verkehr beschränken, sondern muss auch die Gesamtverkehrssicht, also auch den Öffentlichen Verkehr, Fuß- und Radverkehr, umfassen." - Bürgermeister/Stadtbaudirektion: Wir bauen die Unterführung Josef-Hubergasse nur für den MIV und die Radler können wohl mitten durch die Marienhütte (über Schienen) und durch Hintergassln mit Ewigkeiten warten an Ampeln und alle 50 m ein Stoppschild (bleibt ja nur Steinfeldgasse/Prankergasse, um in die Stadt zu kommen) super in die Stadt fahren. Aber das soll dann die Verkehrsstadträtin ausbaden.

"Mobilität im urbanen Raum bedeutet Vorrang für die sanfte Mobilität" - Bürgermeister/Stadtbaudirektion: Wir bauen die Unterführung Josef-Hubergasse nur für den MIV und die Radler können wohl mitten durch die Marienhütte (über Schienen) und durch Hintergassln mit Ewigkeiten warten an Ampeln und alle 50 m ein Stoppschild (bleibt ja nur Steinfeldgasse/Prankergasse, um in die Stadt zu kommen) super in die Stadt fahren. Aber das soll dann die Verkehrsstadträtin ausbaden.

"Sicherheits- und Attraktivitätsansprüche des nichtmotorisierten Verkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs haben im Konfliktfall Vorrang vor Ansprüchen der Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit für den MIV."  - Bürgermeister/Stadtbaudirektion: Wir bauen die Unterführung Josef-Hubergasse nur für den MIV ...

"Der Bau neuer Straßeninfrastruktur soll nur dann erfolgen, wenn ein Ausgleich der Gesamtmobilität über die gleichzeitige Realisierung flankierender Maßnahmen erfolgt. " - Bürgermeister/Stadtbaudirektion: Wir bauen die Unterführung Josef-Hubergasse nur für den MIV ...

"Das Zusatzwachstum der Mobilität soll in Richtung Stärkung des Umweltverbundes über den öffentlichen Verkehr, Fuß- und Fahrradverkehr abgedeckt werden. " - Bürgermeister/Stadtbaudirektion: Wir bauen die Unterführung Josef-Hubergasse nur für den MIV ...

"Der gesamte Ballungsraum Graz muss für alle VerkehrsteilnehmerInnen angemessen und gut erschlossen sein und nicht nur für jene Bevölkerungsgruppen, die über ein KFZ verfügen. " - Bürgermeister/Stadtbaudirektion: Wir bauen die Unterführung Josef-Hubergasse nur für den MIV ...

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Mai 14, 2019, 15:11:57
Bürgermeister/Stadtbaudirektion: Wir bauen die Unterführung Josef-Hubergasse nur für den MIV und die Radler können [...] mit Ewigkeiten warten an Ampeln [...] in die Stadt fahren. Aber das soll dann die Verkehrsstadträtin ausbaden.
Genau das gleiche habe ich mir auch dabei gedacht!

"Ausbaden lassen" ist ja nichts Neues in Graz: ÖVP/FPÖ haben die Ressorts ohnehin nur so jongliert, um u.a. Fr. Kahr denunzieren zu können, bzw. lässt man überhaupt ganz Graz den Schaden ausbaden, den Schwarz/Blau am laufenden Band anrichtet!
Ein gutes Beispiel für das Schwarz/Blaue-Kasperltheater (Entschuldigung an Kasperl für meine Wortwahl) ist der Umbau der Kreuzung Mandellstraße/Kaiser-Josef-Platz zum Glacis. Früher konnte man nur im "halsbrecherischen Modus" von der zweispurigen Mandellstraße kommend von beiden Spuren aus gerade übers Glacis in die einspurige Franz-Graf-Allee fahren, was zu zahlreichen Unfällen und unzähligen Gefahrensituationen geführt hat. Jetzt darf man das zum Glück nicht mehr, dennoch schimpft die ÖVP wie ein Rohrspatz in Richtung Kahr (siehe Foto unten/Quelle: "Leonhard Bezirksspiegel, Ausgabe April 2019, Seite 2": http://grazervp.at/files/2019/04/BZ_Leonhard_Web.pdf )!
Wo ist denn hier bitteschön eine "Radfahrerfalle"? Ich sehe nur einen Radfahrer auf der Geradeausspur. (Ich persönlich bevorzuge immer den Radweg in der Rechbauerstraße und meide die viel zu enge Mandellstraße, wo die ÖVP vor Ewigkeiten schon einen Radweg versprochen hatte, der nie gebaut/gepinselt wurde.)
Und Stau? Den Stau gab es auch bisher schon immer dann, wenn das Glacis ohnehin längst verstopft war und dadurch auch bei Grün keiner mehr einbiegen konnte, oder aber natürlich auch immer dann, wenn einzelne Fußgänger immer wieder übers Glacis gehen, selbst wenn die Fußgängerampel längst Rot zeigt.

Und die "Leitlinie 2020" zeigt obendrein nur das auf, was mit dieser Stadtregierung ganz gewaltig daneben läuft!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Mai 14, 2019, 15:29:17
Eine absolut sinnvolle Lösung, weil die rechte Spur eh immer durch die Rechtsabbieger blockiert war (außerdem kann man dann auch selektiv schalten, wenn die ÖV-Achse Grün hat). Man hätte zwar auch auf den Rechtsabbieger die Radfahrer geradeaus fahren lassen, aber die stehen dann halt in den Rechtsabbiegern (so wie früher) erst recht in der Falle!

Für einen extra Fahrradstreifen ist halt leider kein Platz bei drei Spuren; man stelle sich vor, es gäbe dort nur mehr zwei Spuren und jeweils einen eigenen Fahrradstreifen für die Radler in beiden Richtungen, d. h. dann auch keine Parkplätze mehr - möchte ich dann nicht die (Bezirks-)ÖVP hören ...

Selbstverständlich spielt die ÖVP da ein doppeltes Spiel. Die FPÖ schnappt sich mit deren Hilfe das gut bestellte Wohnressort und gibt der KP ein schwieriges Amt (das ist so, egal welche Couleur es führt). Was Nagl & Co betreiben ist schlichtweg Machterhaltung um den jeden Preis und selbstverständlich macht auch Elke Kahr Fehler, keine Frage, aber ich wäre da mit Häme (v. a. von der Grünen Seite, lieber Karl Dreisiebner) auch sehr vorsichtig - es sind eine Menge Fallstricke gespannt und man muss es erst einmal besser machen (gell, Herr Eustacchio?):

Wenn man politisch wirklich will, dann kann man in Graz auf der guten Radwegebasis vom Edegger etc. schon noch Vieles machen, u. a. gehört da eine ordentliche Strecke nach Osten (gerne als Rad-Highway über die Mandellstraße), eine ordentliche Anbindung von Reininghaus an die Stadt (über die Unterführung Friedhofsgasse und einem Highway in Richtung Mur/Zentrum) sowie an eine Nord-Süd-Achsen (da gibt es v. a. südlich noch eine Menge zu tun ...).

Kein Mensch braucht die Unterführung Josef-Huber-Gasse (und damit eine sinnvolle Führung der SW-Linie), eine absolut überdimensionierte Plabutschgondel (gerne eine kleine Aufstiegshilfe mittels Schrägaufzug, aber mehr nicht ...) oder einen zentralen Speicherkanal. Da werden auf einen Schlag 200 Mio. Euro verbraten für nix und wieder nix - damit könnte man auf einen Schlag die SW- und und NW-Linie bauen, dazu sich ev. noch Geld vom Land holen (und damit eine Straßenbahn zur Uni bauen). Und alles wäre fein!

Ich habe das Gefühl, es gibt im Moment gibt es einfach viel zu viel Kohle in Graz und damit wir nur Blödsinn gemacht!!!

Freilich kommt auch was Sinnvolles (Teil des Tramausbaues, Sportstätten etc.), aber man könnte noch so viel Sinnvolles anstellen ...

W.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am August 13, 2019, 12:49:53
Der Geh- und Radweg entlang der Ragnitzstraße, zwischen der Stadtgrenze und jenem bereits bestehenden Geh- und Radweg in der Gemeinde Kainbach ist bereits in Bau (Fertigstellung 2020). Jetzt fehlt nur noch der Lückenschluss, der etwa 1 km langen Strecke, zwischen Stadtgrenze und dem HR6 beim Berliner Ring. Leider fehlen dafür noch konkrete Planungen:

https://www.radlobby.at/argus-steiermark/radweg-in-die-ragnitz-waechst
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: M am Oktober 22, 2019, 15:29:02
https://www.grazer.at/de/uHAnk5t2/100-millionen-euro-fuer-fahrrad-offensive-im-graz/ (https://www.grazer.at/de/uHAnk5t2/100-millionen-euro-fuer-fahrrad-offensive-im-graz/)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Stipe am Oktober 23, 2019, 08:14:18
Keine einzige konkrete Idee, aber 100 Millionen Euro. Kann sein, dass wir bald Wahlen haben?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Commanderr am Oktober 23, 2019, 08:57:56
https://www.grazer.at/de/uHAnk5t2/100-millionen-euro-fuer-fahrrad-offensive-im-graz/ (https://www.grazer.at/de/uHAnk5t2/100-millionen-euro-fuer-fahrrad-offensive-im-graz/)
Direkte Radwege auch nach GU finde ich sehr gut, da gibt es enormen Aufholbedarf.
Ein paar Fragen hätte ich dazu dennoch:
Was darf man sich unter "Knotenpunkte mit Vorrang" vorstellen? Dass es dort Ampeln gibt, die dem IV ständig "rot" zeigen und nur alle Minuten kurz auf grün schalten?
Will wirklich jemand "Fahrrad-Garagen unterirdisch"? Ziel sollte es eher sein alle Autos dorthin zu verbannen um die Oberflächen für Radwege, Grünflächen und Straßenbahntrassen frei zu bekommen. Oder wird damit das Thema "Brunnen-Garage" wieder aufgewärmt, nur dass sie nun zur Fahrradgarage umfunktioniert wurde, damit die Grazer nichts mehr dagegen haben?
Ob eigentlich jemand von den gezeigten Herren im Anzug tatsächlich auch mit dem Fahrrad fährt? ;D
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am Oktober 23, 2019, 12:09:01
https://www.grazer.at/de/uHAnk5t2/100-millionen-euro-fuer-fahrrad-offensive-im-graz/ (https://www.grazer.at/de/uHAnk5t2/100-millionen-euro-fuer-fahrrad-offensive-im-graz/)
Will wirklich jemand "Fahrrad-Garagen unterirdisch"?

Ja, ich! Dort wo man wirklich viel Abstellfläche braucht ist mir eine Rad TG lieber, als ein Abstellplatz an der Oberfläche.

Zitat
Ziel sollte es eher sein alle Autos dorthin zu verbannen um die Oberflächen für Radwege, Grünflächen und Straßenbahntrassen frei zu bekommen.

Das sollte natürlich das primäre Ziel sein!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Oktober 23, 2019, 14:32:54
Vermutlich wird bei diversen Projekten eine Straße komplett saniert, dann auf einer Seite ein Radstreifen aufgepinselt, damit man von einem Radprojekt sprechen kann, so in die Richtung:
Machbarkeitsstudie durch türkis/blau nahestehendes Büro: 100.000 €
Planung durch türkis/blau nahestehendes Büro: 200.000€
Straßenbau: 5.000.000 €
Errichtung einer Ampel an der Radfahrer ewig warten dürfen: 20.000€
Markierung allgemein: 10.000€
Markierung Radstreifen: 500 €
Evaluierung durch türkis/blau nahestehendes Büro: 50.000 € (wo festgestellt wird, dass der Radstreifen an der stark befahrenen Straße nicht genutzt wird)
Entfernung des Radstreifens: 1.000 €

Gesamtkosten Radprojekt: ~ 5.400.000 €

Das sind halt so meine Visionen, die ich hab´, wenn ich an Nagl und sanfte Mobilität denk´.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Oktober 23, 2019, 15:31:41
Straßenbau: 5.000.000 €
Markierung allgemein: 10.000€
Markierung Radstreifen: 500 €
Entfernung des Radstreifens: 1.000 €

nicht zu vergessen bei allen o.a. Punkten:  durch nahestehende Firmen.  :lol:  :frech:
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: gradl am Oktober 30, 2019, 06:29:05
So wie man es bei der Reininghausumgehungsstraße gemacht hat. Obwohl es hier gute Radwege in der Alten Post Straße und auch der Gaswerkstraße gab, hat man mitten durch das Gelände einen Geh- und Radweg mit Beleuchtung etc gebaut den niemand bräuchte und mit Getöse eröffnet.

Nur um dann Monate später entlang des Radwegs die Umgehungsstraße dazuzubauen. Hier wurden sicher Mittel aus dem Radwegbudget nach Reininghaus umgeschichtet. Ich glaube der Radweg und die Straße werden mit Ende der Baustelle in der Alten Post Straße wieder abgerissen...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Dezember 02, 2019, 11:39:11
Einige Radwegprojekte in Graz werden noch vor Jahresende fertiggestellt oder sind in der finalen Phase:

https://www.facebook.com/ARGUS.Steiermark/posts/3287035348036410
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: LS64 am Dezember 19, 2019, 17:08:59
Der R2 entlang der Mur südlich des Karlauer Gürtels ist angeblich wieder offen. Rechte Seite wohl komplett bis auf den Bereich des Kraftwerks, die linke bis Einmündung Fröhlichgasse. Das berichtet die Kleine Zeitung.

Angeblich deshalb, weil ich heute auf der linken Seite der Mur nicht dort fahren konnte - also ist dieser Teil zumindest aktuell nicht offen. Dafür wurde die Umfahrung aber schon abgebaut, weshalb man sich als Radler nun in der Neuholdaugasse zwischen die Autos quetschen muss.
Es gibt auf der rechten Murseite Beschwerden über eine fehlende Sicherung zum stark abfallenden Ufer des Flussbettes hin.
Der Puchsteg ist auch weiterhin nicht befahrbar (was ja auch mehr oder weniger klar war).


@Moderatoren: Sollte das eher in das Thema "Mur-Krafterk Puntigam" passen, so bitte ich um ein Verschieben. War mir nicht sicher, wo es besser aufgehoben ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Dezember 19, 2019, 18:17:06
Leider ist die öffentliche Information, Radweg-Baustellen betreffend, noch immer recht dürftig. Beim neuen Puchsteg etwa gibt es auch verschiedene widersprüchliche Informationen zum Eröffnungstermin: Frühling 2020 oder Spätsommer 2020. Eine detaillierte Information, wie etwas bei den städtischen Straßenbaustellen, fehlt oftmals. Wenn es nicht immer wieder entsprechende Beiträge von Radlobby ARGUS geben würde, würde man noch weniger erfahren.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Januar 24, 2020, 12:49:51
So sieht also zukunftsweisendes Denken in Graz aus.  :-X  Während anderswo über "Superblöcke" nicht nur diskutiert  wird sondern diese auch umgesetzt werden, entfernen in Graz autofahrende Wutbürger eigenmächtig verkehrsberuhigende Barrieren  :boese:  :

https://www.meinbezirk.at/graz/c-lokales/kastrierter-geh-und-radweg-in-graz-geidorf_a3881190



Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Januar 24, 2020, 14:14:34
Die Fotos dürften schon älter sein, weil in der Klöcherperle ist bereits seit mehreren Monaten ein neuer Pächter. Weiß jemand, ob der Poller inzwischen wieder installiert wurde? Diese dummen Plastikpoller sind sowieso für nix (genau wie die Plastikdinger neben der Straßenbahntrasse in der südlichen CvH). Da gehört etwas ordentliches, solides hin, das härter als eine KFZ-Karosserie ist. Über die genannte Bürgerinitiative hab ich auch nicht gefunden.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Januar 24, 2020, 16:52:30
Die Fotos dürften schon älter sein, weil in der Klöcherperle ist bereits seit mehreren Monaten ein neuer Pächter. Weiß jemand, ob der Poller inzwischen wieder installiert wurde? Diese dummen Plastikpoller sind sowieso für nix (genau wie die Plastikdinger neben der Straßenbahntrasse in der südlichen CvH). Da gehört etwas ordentliches, solides hin, das härter als eine KFZ-Karosserie ist. Über die genannte Bürgerinitiative hab ich auch nicht gefunden.

Ich war gerade dort. Der Poller wurde bereits wieder montiert! Vorige Woche und vorgestern, als ich das letzte Mal dort war, fehlte er noch und Autos fuhren durch. Das war der Grund, warum ich recherchierte und auf den oben verlinkten Artikel gestoßen bin.  :)

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Januar 26, 2020, 11:55:55
"Dank" der Augartenbucht darf man als Radfahrer am HR 8 / R2 nun einen Umweg über die St.-Petersburg-Allee fahren. Die Verkehrsstadträtin denkt nun über mögliche Verbesserungen des Status Quo nach:

https://www.grazer.at/de/oOOuU1kU/radfahrer-sind-ungluecklich-ueber-vorrangregelung/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Februar 27, 2020, 13:24:25
Blick nach Anderswo: in Vancouver hat die Verwaltung beschlossen, 400 straßenbegleitende Parkplätze aufzuheben, um stattdessen einen Radweg zu errichten: https://www.columbian.com/news/2020/feb/25/vancouver-council-oks-plan-to-remove-400-parking-spaces-from-columbia-street/

"I've learned that no amount of process will resolve fundamental disagreements on divisive issues, and that's where leadership comes in," [Councilor] Paulsen said.

Mayor Anne McEnerny-Ogle concluded the discussion with a pointed reminder about public rights of way. "I don't own the street in front of my house. That is a city street," she said [...].
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am April 03, 2020, 11:20:13
Baustelleninfos linkes Murufer R2 Murradweg (HR8):

-Sperre im Bereich AUGARTENBAD wegen Wiederherstellungsarbeiten an der Geh-/ Radweg zwischen der B.-v.-Suttnerbrücke und Verbindungsweg zur Neuholdaugasse; Dauer: 2 Tage zwischen 07. und 9.04. Umleitung über Augartensteg - rechtes Murufer.

 -Sperre im Bereich SEIFENFABRIK wegen Bauarbeiten am Murkraftwerk / ZSK. Dauer ab Karwoche 4 Monate. Beschilderte Umleitung über die Dr. Plochl - Straße.

Quelle: Radlobby ARGUS Steiermark, https://www.facebook.com/ARGUS.Steiermark/
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Gipfelrast am April 27, 2020, 14:51:23
In der Eggenberger Straße bei der Bahnunterführung wird derzeit ein Rad- und Gehweg in eine Autospur umgebaut. Die Sache hängt offenbar mit dem Tram-Ausbau nach Reininghaus zusammen (um Staus des Autoverkehrs zu vermeiden) und soll zumindest 2 Jahre so bleiben.

Anscheinend wird der Radweg-Rückbau in der Eggenberger Straße seit heute tatsächlich rückgebaut, die Rechtsabbiegespur in die Waagner-Biro-Straße wird ja aktuell nicht mehr benötigt.

https://twitter.com/gipfelrast/status/1254750220115730432

LG
Gert
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am Mai 08, 2020, 08:03:42
Verkehrswende Die Corona-Krise bringt das Rad in Graz auf die Überholspur

Aus Sorge vor überfüllten Öffis und vor dem totalen Verkehrsinfarkt geben viele europäischen Städte Radlern und Fußgängern nun Vorrang. Und was tut Graz? Auftakt zur Serie "Die bewegte Stadt".

Mehr Platz für Radfahrer: Bürgermeister Siegfried Nagl kündigt neue Aktionen an

Die Verkehrswende erfasst Europas Städte. Berlin diskutiert die Sperre von Nebenstraßen für Autos und hat mit Pop-up-Radwegen auf verkehrsreichen Hauptstraßen Schlagzeilen bis zur Washington Post gemacht. Brüssel hat die Innenstadt in eine Begegnungszone verwandelt, in der Fußgänger und Radler Vorrang haben. Paris nimmt Millionen in die Hand, um Bürger zum Umstieg aufs Rad zu ermuntern. Mailand, London, Straßburg - die Liste ließe sich nahezu beliebig verlängern.

Begonnen hat alles in der Corona-Not mit dem Abstandsgebot. Stadtplanerin Aglaée Degros von der TU-Graz spricht von der ,,1,50-Meter-Abstandsgesellschaft". Gerade in Städten ist es eine Herausforderung, dass Fußgänger den nötigen Abstand zueinander einhalten. Aus Angst vor überfüllten Öffis räumen manche Orte den Radfahrern mehr Platz ein. ,,Sonst kommt es zu einem Kollaps der Autoinfrastruktur", so Degros.

Technisch ist die Verkehrswende nicht schwierig. Es braucht nur den politischen Willen.

AGLAÉE DEGROS, TU-GRAZ
Auch in Österreich gibt es diesen Weg zur aktiven Mobilität. Wien hat (temporäre) Begegnungszonen und auf der Praterstraße einen neuen Radweg markiert. Innsbruck hat drei Fußgängerstraßen eingerichtet.

Grazer Stadtpolitik will Fahrrad auf die Überholspur bringen
Und Graz? Soll auf diesen Zug aufspringen, drängt Grünen-Stadträtin Judith Schwentner seit Wochen. ,,Das ist eine Frage der Lebensqualität, der Gesundheit und eine soziale Frage. Die gerechte Verteilung des Raumes hat oberste Priorität".

Das sieht Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) nun ähnlich: ,,Wir präsentieren demnächst mit dem Land die Radwegnetzstudie: Bis 2030 investieren wir 100 Millionen Euro." An einem der nächsten Samstage will der Stadtchef den Rad-Shoppingtag in der Innenstadt ausrufen: ,,Wir werden Autospuren für Radler reservieren, Schnellservice sowie Gewinnspiele anbieten." Auch die Prüfung der schon einmal geplatzten Verlängerung des Radwegs am Joanneumring will Nagl und spielt den Ball an die Verkehrsstadträtin weiter: ,,Elke Kahr hat für heuer 2,9 Millionen Euro für Radwegausbau."

Elke Kahr (KPÖ) hört das gerne, von Pop-up-Radwegen und temporären Straßensperren hält sie aber wenig. Sie verweist auf ein ,,Gesamtkonzept für dauerhafte Begegnungszonen", an dem gerade getüftelt wird.

Wie kommen die Tausenden Schüler in die Schule?
Technisch sei die Verkehrswende, wie sie viele Städte jetzt vollziehen, jedenfalls ,,nicht schwierig", sagt Expertin Degros. ,,Es ist eine Frage des politischen Willens." In Graz wird sich die Frage am 18. Mai stellen: Wie kommen die Tausenden Kinder in die Schule? In überfüllten Öffis? Per Elterntaxi im Auto - samt Verkehrschaos? Oder zu Fuß/per Rad? ,,Eltern lassen die Kinder nur mit dem Rad fahren, wenn es sicher ist", so Degros. Eine Frage des politischen Willens.

Quelle: Kleine Zeitung (https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5810642/Verkehrswende_Die-CoronaKrise-bringt-das-Rad-in-Graz-auf-die?xtor=CS1-15-%5BGraz%5D)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Mai 08, 2020, 13:17:29
Gibt auch einen dazu passenden Kommentar. Allerdings will ich dem Ganzen nicht trauen. Nagl ist und bleibt halt ein Opportunist. Momentan liegen Radwege im Trend, vor 8 Jahren hat er sie noch selbst verhindert, gemeinsam mit der unsympathischen Bezirksvorsteherin Haase.

Verkehrswende durch Corona-KriseWie es sein könnte, wäre nicht alles dem Auto untergeordnet

Graz war schon einmal echter Vorreiter in Sachen Verkehrswende. Dort muss die Stadt wieder hin. Andere europäische Städte machen es vor: Die Wege der Zukunft entstehen im Gehen und Radfahren.

Die Wochen der Ausgangsbeschränkungen hat sich keiner gewünscht. Und doch haben viele auch erleichtert durchgeatmet. Keine Hektik, keine Verkehrsflut. Man hörte Vögel singen, die Luftgüte verbesserte sich schlagartig. Stimmt, eine Stadt ist kein Kurort. Sie lebt von der
Betriebsamkeit. Kaufleute, Wirte brauchen Frequenz, die Betriebsamkeit, die wir verursachen und genießen.

Dennoch hat uns die Stadt im Ruhepuls gezeigt: Wir könnten es besser haben. Viele haben sich Graz zu Fuß erwandert, das Rad seine Renaissance gefeiert. Straßen waren staufrei. Man bekam eine Ahnung davon, wie es sein könnte, wäre nicht alles dem Auto untergeordnet.
Europas Städte beginnen, den Straßenraum neu zu verteilen

Europas Städte beginnen, den Raum umzuverteilen: Mehr Platz für Mensch, Rad und Baum, weniger für Boliden, die meist nur im Weg stehen, in denen selten mehr als einer sitzt. Sie tun das, bevor die Schubumkehr voll einsetzt - und aus Angst vor Ansteckung noch mehr mit dem Auto fahren.

Graz war hier nicht mehr Trendsetter seit Vizebürgermeister Erich Edegger in Richtung Radhauptstadt mit Tempo-30-Vierteln navigierte. Jetzt ist die Zeit reif, das spürt auch die Politik: Graz sollte wieder vorangehen und eine Stadt menschengerechter, klimafreundlicher Mobilität bauen. Genug geredet: Wege in die Zukunft entstehen im Gehen!

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5810655/Verkehrswende-durch-CoronaKrise_Wie-es-sein-koennte-waere-nicht
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 13, 2020, 12:44:05
In der Eggenberger Straße bei der Bahnunterführung wird derzeit ein Rad- und Gehweg in eine Autospur umgebaut. Die Sache hängt offenbar mit dem Tram-Ausbau nach Reininghaus zusammen (um Staus des Autoverkehrs zu vermeiden) und soll zumindest 2 Jahre so bleiben.

Anscheinend wird der Radweg-Rückbau in der Eggenberger Straße seit heute tatsächlich rückgebaut, die Rechtsabbiegespur in die Waagner-Biro-Straße wird ja aktuell nicht mehr benötigt.

https://twitter.com/gipfelrast/status/1254750220115730432

LG
Gert
Der Geh-/Radweg ist wieder benutzbar.
Man sollte allerdings auf der Straße bald einmal die Markierungen anpassen. Hätte man schon, seit die Spur nach Norden (seit Wochen) gesperrt ist, angehen können.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Gipfelrast am Mai 13, 2020, 14:16:29
Der Geh-/Radweg ist wieder benutzbar.
Von der Annenstraße kommend steht beim Daniel noch ein Fahrverbot für Radfahrer (und das Schild "Gehsteig gesperrt"). Und die Ampel bei der Waagner-Biro-Straße (dort, wo man vom Radweg kommend die Schienen quert) gehört auch noch ein wenig gedreht.

Aber es wird schon fleißig gefahren, ja.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Mai 13, 2020, 14:26:57
Hab mich auch gewundert dass das "Radfahren verboten" Schild dort noch steht. Schaut ein bissl aus als ob's einfach wer vergessen hätte, aber wahrscheinlich liegt's eher dran dass noch irgendwelche Markierungen oder Abschlussarbeiten fehlen. Wird eine Erleichterung wenn dieses Radwegstück endlich wieder normal benutzbar ist.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Mai 13, 2020, 20:58:29
Durch das Entfernen der Zäune und Absperrungen ist eine Nutzung möglich und findet auch statt  ;)
Aber das "Fussgänger verboten"-Schild ist weg oder hab ich das nur ignoriert?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Mai 14, 2020, 10:59:13
Übrigens, in diesem Zusammenhang, hat irgendwer schon eine Detailplanung für die Waagner-Biro-Straße gesehen? Da kommt ja, soweit ich weiß, für Radfahrer nur eine markierte Spur auf der Straße. Geht das so bis ganz zur Eggenberger Straße runter? Viel Platz ist dort ja nicht (wenn die Parkplätze alle bleiben).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Mai 24, 2020, 13:27:11
Heute ist ein Interview mit Elke Kahr in der Kleinen Zeitung. Ein paar angesprochene Themen: Die Straße "Am Wagrain" soll sehr bald zur ersten Fahrradstraße in Graz werden. Am Grieskai gegenüber vom Augarten soll eine Einbahn südwärts kommen und damit Platz für einen Radweg sein, so dass weniger Radler durch den Augarten müssen - scheint in grober Planung zu sein, aber nichts definitives. Auch eine Umgestaltung der Zinzendorfgasse wird erwähnt, ohne Details.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am Mai 24, 2020, 15:03:46
Am Grieskai gegenüber vom Augarten soll eine Einbahn südwärts kommen und damit Platz für einen Radweg sein, so dass weniger Radler durch den Augarten müssen - scheint in grober Planung zu sein, aber nichts definitives.
Auf der TU habe ich von diesem Projekt schon vor über einem Jahr erfahren, da dort eine Studie dazu durchgeführt wurde. Damals war aber der Hinweis, dass man das keinesfalls zu laut sagen soll, da sonst die Sache vermutlich politisch scheitern wird.

Wenn also die Verkehrstadträtin damit an die Öffentlichkeit geht, wird es sicher wohl überlegt sein und soweit fertig, dass nur mehr der Beschluss fehlt, um es umzusetzen und die letzten kleineren Details auszuarbeiten. Die Vorlaufzeit, seit der an dem Projekt gearbeitet wird, ist ja schon lang genug.


Ich bin gespannt, ob es wirklich gelingen wird, den Autofahrern eine Spur wegzunehmen - ich hoffe es sehr!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Mai 24, 2020, 15:18:41
Eine Fahrradstraße am Stadtrand (und nicht etwa in der Klosterwiesgasse, Brockmanngasse, Schörgelgasse oder Laimburggasse) und ein Radweg, der schon seit einem Jahr geplant ist - das sind die großen verkehrpolitischen Errungenschaften der Frau Kahr? Sie wäre gut beraten, sich mal in anderen Städten umzuschauen...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: FlipsP am Mai 24, 2020, 15:33:32
Das ist nicht viel, das stimmt. Aber wirklich große Brocken kann sie als Verkehrsstadträtin ohne "Mehrheit" leider auch nicht machen. Erst in den letzten beiden Gemeinderatssitzungen wurde ihr von Seiten der FPÖ (insbesondere Herrn Sippel) klar zu verstehen gegeben, dass sie froh sein soll, überhaupt Stadträtin zu sein.

Bezüglich Straßenbahnausbau liegt das meiste ja beim Herrn Bürgermeister und im Hintergrund treibt sie zB das Bimpaket II weiter.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Mai 24, 2020, 16:31:48
Naja, eine Fahrradstraße zum Beispiel ist ja kein "großer Brocken". Das kostet auch fast nix. Die wird verordnet und ein paar Tafeln aufgestellt. Und dass der Output nach 3 Jahren nur eine Straße am Stadtrand ist, enttäuscht mich dann doch.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am Mai 24, 2020, 22:30:20
Naja, eine Fahrradstraße zum Beispiel ist ja kein "großer Brocken". Das kostet auch fast nix. Die wird verordnet und ein paar Tafeln aufgestellt. Und dass der Output nach 3 Jahren nur eine Straße am Stadtrand ist, enttäuscht mich dann doch.
Die Errichtung ist gewiss kein großer Aufwand, aber die Entscheidung zur Umsetzung! Ich denke da nur zB. an die Unterführung Josef-Huber-Gasse, die ja auch von oberster Stelle quasi "verordnet" wurde, mit allen Folgen wie zB. der Absage der SW-Linie für zehntausende tägliche Fahrgäste, oder auch dem neuerlichen Kippen der schon dringend benötigten Entlastungsstrecke, um überhaupt ein zeitgemäßes und verlässliches Angebot für die Fahrgäste (die Straßenbahn trägt zahlenmäßig ja doch die Hauptlast) bieten zu können. Alles, nur um ja dem PKW-Verkehr (und dem Steckenpferd Taxi in allen Ausprägungen) genug Platz zu geben und nur ja nichts wegzunehmen.
An Ideen für sinnvolle neue Radwege, Radstraßen etc. scheitert es bestimmt nicht, bloß sollte man nicht vergessen wer in St. Betonien den Ton angibt...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Mai 25, 2020, 07:25:49
Die Errichtung ist gewiss kein großer Aufwand, aber die Entscheidung zur Umsetzung! Ich denke da nur zB. an die Unterführung Josef-Huber-Gasse, die ja auch von oberster Stelle quasi "verordnet" wurde, mit allen Folgen wie zB. der Absage der SW-Linie für zehntausende tägliche Fahrgäste, oder auch dem neuerlichen Kippen der schon dringend benötigten Entlastungsstrecke, um überhaupt ein zeitgemäßes und verlässliches Angebot für die Fahrgäste (die Straßenbahn trägt zahlenmäßig ja doch die Hauptlast) bieten zu können. Alles, nur um ja dem PKW-Verkehr (und dem Steckenpferd Taxi in allen Ausprägungen) genug Platz zu geben und nur ja nichts wegzunehmen.
An Ideen für sinnvolle neue Radwege, Radstraßen etc. scheitert es bestimmt nicht, bloß sollte man nicht vergessen wer in St. Betonien den Ton angibt...
Also was die Fahrradstraße betrifft so ist "Am Wagrain" im Abschnitt Kapellenstraße - Ulmgasse bereits jetzt eine Sackgasse für den MIV also quasi eh schon eine Fahrradstraße. - Dort brauchst wirklich nur zwei Taferln hinstellen. Das als neue Fahrradstraße zu bewerben ist fast als Verhöhnung zu sehen.  :boese:

Wessen Steckenpferd ist denn das Taxi? - Also Taxis sind in Graz nicht unbedingt sehr beliebt bzw. gefördert, wenn man sich ansieht, wo bzw. wie weltfremd oft neue Taxistandplätze angelegt werden. - Das müsstest genauer erläutern, was Du da meinst?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Empedokles am Mai 25, 2020, 10:46:41
Hör´ mir bitte auf, wegen der Taxistandplätze zu jammern.

Ich hatte über 10 Jahre lang das zweifelhafte "Vergnügen" einen solchen direkt gegenüber meiner Wohnung zu haben.
In den Sommernächten haben die Fahrer laute Balkanmusik gespielt und über die Freisprechanlage Ferngespräche nach Afrika (?) geführt.

Wenn ein befreundeter Kollege am Standplatz vorbeigefahren ist, gab es ständig "Begrüßungshuper". Ja, in der Nacht!
Im Winter stellten viele Taxler den Motor nicht ab, obwohl die Fahrzeuge mit einer Standheizung ausgestattet sind.
Es ist aus meiner Sicht also kein Wunder, wenn niemand einen Taxistandplatz vor seinem Heim haben möchte.

HG
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ch. Wagner am Mai 25, 2020, 12:31:46
Ich hatte über 10 Jahre lang das zweifelhafte "Vergnügen" einen solchen direkt gegenüber meiner Wohnung zu haben.
In den Sommernächten haben die Fahrer laute Balkanmusik gespielt und über die Freisprechanlage Ferngespräche nach Afrika (?) geführt.



Warum aber telefonieren Balkanmusikhörer nach Afrika?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Empedokles am Mai 25, 2020, 15:25:33
Lieber Christian,

hab´ mir eh schon gedacht, dass das bei Dir endlose (?) Fragen aufwerfen wird.
Jedenfalls wäre es von der Lautstärke her durchaus möglich gewesen bis nach Südafrika zu telefonieren!
Bevor noch andere Fragen von Dir kommen: Ich mag die Balkanklänge sehr. Aber nicht um 2:00 Uhr in der Früh`!

Noch etwas zum "geplagten" Taxigewerbe:
Es ist vielleicht 15 bis 20 Jahre her, da haben sich die Taxifahrpreise auf einmal um ca. 30 Prozent erhöht.
Die Taxifahrer haben aber deswegen nicht mehr im Geldbörsel gehabt. Ganz im Gegenteil!
Angeblich war die Konkurenz unter den Unternehmern zu hoch. *hüstel*

LG
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Mai 25, 2020, 15:50:29
Ich hatte über 10 Jahre lang das zweifelhafte "Vergnügen" einen solchen direkt gegenüber meiner Wohnung zu haben.
In den Sommernächten haben die Fahrer laute Balkanmusik gespielt und über die Freisprechanlage Ferngespräche nach Afrika (?) geführt.

Warum aber telefonieren Balkanmusikhörer nach Afrika?

Niemand hat geschrieben, dass das dieselbe Person war. Abgesehen davon, dass es völlig egal ist...

Zum Thema:

Dieser Pressetext wurde von MoVe iT heute ausgesendet:

MoVe iT nimmt die angekündigten Maßnahmen von Verkehrsstadträtin Elke Kahr für den Radverkehr zur Kenntnis, jedoch möchten wir darauf hinweisen, dass diese Maßnahmen viel zu vage und zu wenig weitreichend für eine Verkehrswende sind. Eine Fahrradstraße am Stadtrand (in einer Straße, wo es ohnehin kaum KFZ-Verkehr gibt) und ein Lückenschluss am Grieskai sind natürlich zu begrüßen, damit Graz zu einer echten Fahrradstadt werden kann, ist aber einiges mehr nötig. Anbei finden Sie die Presseinformation zum Radverkehrs-Teil des MoVe iT Mobilitätsplans 2030. Aus unserer Sicht ließe sich eine Vielzahl von Nebenstraßen ohne nennenswerten Aufwand und Kosten als Fahrradstraßen verordnen. Ziel muss auch hier sein, dass jeder Bezirk zumindest eine vollwertige Fahrradstraße und/oder Rad-Hauptverkehrsache hat:

Hierzu einige Beispiele aus dem Mobilitätsplan:

* St. Leonhard: Rechbauerstraße, Naglergasse, Schörgelgasse
* Geidorf: Laimburggasse, Vogelweiderstraße
* Lend: Neubaugasse
* Jakomini: Brockmanngasse, Klosterwiesgasse
* Liebenau: Neufeldweg
* Waltendorf: Schulgasse, Dr. Robert-Graf-Straße

usw.


Leider scheinen bei verkehrspolitischen Entscheidungen noch immer die Interessen des KFZ-Verkehrs stark überbewertet zu werden. Auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer*innen.


Auch wenn die Kleine Zeitung das alles supertoll findet, für eine Verkehrswende wird's nicht reichen...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: flow am Mai 25, 2020, 16:02:38
* St. Leonhard: Rechbauerstraße, Naglergasse, Schörgelgasse

Morellenfeldgasse...?!
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am Mai 25, 2020, 16:07:32
Wessen Steckenpferd ist denn das Taxi? - Also Taxis sind in Graz nicht unbedingt sehr beliebt bzw. gefördert, wenn man sich ansieht, wo bzw. wie weltfremd oft neue Taxistandplätze angelegt werden. - Das müsstest genauer erläutern, was Du da meinst?
Nun, es gibt da zB Interviews,  in denen der Hr Bürgermeister sich wünscht, dass Graz wie New York ist, dass jeder Bürger nur seine Hand heben muss und schon hat man ein Taxi. Selbiger wünscht auch eine Einbeziehung der Taxis in den Verkehrsverbund, würde gerne den Schwachlast-ÖV auf Taxis mit Gutscheinen oder Flatrate (ich glaube, da waren einmal 6€/Fahrt ventiliert) umstellen, und zB in Reininghaus wird ganz offiziell das innovative Verkehrskonzept gepriesen, in dem die Schaffung von E-Taxi Standplätzen hervorgehoben wird.

Nichts gegen Taxi, ich finde sie zB sinnvoller und praktikabler als Carsharing (weil preislich kaum etwas um, aber spontan kurzfristig verfügbar und ohne Stress wie leerer Tank beim Einsteigen etc), aber letztlich ist es meist auch ein Armutszeugnis für den öffentlichen Verkehr, wenn man auf ein Taxi angewiesen ist, weil das Angebot im ÖV so schlecht ist (zB Frühmorgen- und Spätabend-Verbindungen zur ÖBB).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Mai 25, 2020, 16:25:45
* St. Leonhard: Rechbauerstraße, Naglergasse, Schörgelgasse

Morellenfeldgasse...?!

Genau. Möglichkeiten ohne Ende. Engelgasse würde mir auch noch einfallen. Man muss sich halt trauen. Das ist weder teuer, noch planungsaufwändig...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am Mai 25, 2020, 21:37:28
Genau. Möglichkeiten ohne Ende. Engelgasse würde mir auch noch einfallen. Man muss sich halt trauen. Das ist weder teuer, noch planungsaufwändig...
Machbar wäre natürlich einiges, aber ich denke, es sollte schon auch sinnvoll sein.
Gerade am Beispiel Engelgasse frage ich mich schon auch, was das bringe sollte? Ich bin dort aufgewachsen, die Straße ist breit (bis auf das Stück vor dem Kindergarten, aber auch da würde ein simples Halteverbot Wunder wirken), nicht so stark frequentiert als dass es für Radfahrer ein Problem wäre, und vir allem: wo will man hin, wo kommt der Radverkehr her? Die Einmündung in die Elisabethstraße wäre wohl nur mit einer zusätzlichen Ampel lösbar (zusätzlich zu jener, die die ÖV-Trasse am Leonhardgürtel benötigen wird), aber was will ich dort als Radfahrer dann in der IV-Hölle?
Da wäre es wohl sinnvoller, die Achse Schanzelgasse/Leechgasse/Zinsendorfgasse als komplette Fahrradstraße zu wählen, das würde die Erschließung des LKH und MedUni deutlich verbessern und den Radverkehr auch aus Ragnitz/Stifting beschleunigen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am Mai 25, 2020, 22:34:37
...ein Lückenschluss am Grieskai sind natürlich zu begrüßen...
Leider scheinen bei verkehrspolitischen Entscheidungen noch immer die Interessen des KFZ-Verkehrs stark überbewertet zu werden. Auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer*innen.

Auch wenn die Kleine Zeitung das alles supertoll findet, für eine Verkehrswende wird's nicht reichen...
Natürlich wird es für eine Verkehrswende nicht reichen! Aber gerade das einfach nur als "Lückenschluss" kleingeredete Projekt am Grieskai lässt für die Zukunft hoffen.
Denn es ist in der Größenordnung Wickenburggasse einzuordnen. Hier sogar mit dem Zusatz, dass nicht nur eine MIV Spur wegfällt, sondern dass in eine Richtung somit kein MIV mehr möglich sein wird!

Wenn die Umsetzung nicht scheitert, zeigt das, dass es in Graz doch möglich ist dem Auto immer wieder auch ein einschneidendes Stückchen wegzunehmen. Im Idealfall wird dann aus "immer wieder" "regelmäßig".
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Mai 26, 2020, 08:33:51
Das Projekt am Grieskai könnte tatsächlich Signalwirkung haben. Für die allermeisten Leute ist klar, dass mehr oder weniger jede Stelle in der Stadt mit dem Auto erreichbar sein muss, d.h. dass man in jeder Straße autofahren können muss. Aber heißt das zwangsläufig, dass man dort mit dem Auto in beide Richtungen fahren können muss?

Falls die Sache am Grieskai klappt, könnte man nach demselben Muster auch an anderen Stellen vorgehen - ich denke mal an den Lendkai nördlich der Murinsel, wo die Lage einigermaßen ähnlich ist. Der Druck ist halt am Grieskai besonders hoch - schließlich gibt's dort derzeit nicht mal eine schlechte Lösung für Radfahrer (wie am Lendkai, oder an tausend anderen Stellen der Stadt), sondern gar keine, und es sollte allen klar sein dass da was gemacht werden muss.

Übrigens, traut sich wer eine Prognose abgeben: Falls der Grieskai zur Einbahn Richtung Süde wird, was wird dann eigentlich aus der Abfahrtsrampe von der B.-v.-S.-Brücke runter? Die wird dann ja nicht mehr benötigt, oder?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Mai 26, 2020, 09:07:19
In dieser Sache gibt es zwei wesentliche Punkte

1. Selbstverständlich wären/sind die meisten Radverkehrsmaßnahmen keine teuren Projekte, sondern hätten/haben in vielen Fällen eine Reduzierung des Platzes für den MIV zur Folge (Parkplätze, Spuren)

2. die wirklichen Großprojekte sind natürlich von entsprechender finanzielle Bedeckung durch den Finanzstadtrat abhängig, alle Stadträte außerhalb der Koalition werden seitens der FPÖVP eher kurz gehalten (das gilt im Übrigen auch für den Gehsteigausbau - es passiert was, aber alles auf relativ kleiner Flamme).

Das Blatt hat also immer zwei Seiten - wie schon gesagt, Elke Kahr ist zu sehr Realpolitikerin. Das ist jetzt leider zu Defensiv, aber grundsätzlich schon in Ordnung. Dass die Grünen da trommeln ist auch klar, da geht es um deren höchst eigenes Interesse. Leider war in der Zeit der Ressortverantwortung durch Frau Rücker das Ergebnis auch nicht so sonderlich berauschend.

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Mai 26, 2020, 13:01:31
Das Projekt am Grieskai könnte tatsächlich Signalwirkung haben. Für die allermeisten Leute ist klar, dass mehr oder weniger jede Stelle in der Stadt mit dem Auto erreichbar sein muss, d.h. dass man in jeder Straße autofahren können muss. Aber heißt das zwangsläufig, dass man dort mit dem Auto in beide Richtungen fahren können muss?

Falls die Sache am Grieskai klappt, könnte man nach demselben Muster auch an anderen Stellen vorgehen - ich denke mal an den Lendkai nördlich der Murinsel, wo die Lage einigermaßen ähnlich ist. Der Druck ist halt am Grieskai besonders hoch - schließlich gibt's dort derzeit nicht mal eine schlechte Lösung für Radfahrer (wie am Lendkai, oder an tausend anderen Stellen der Stadt), sondern gar keine, und es sollte allen klar sein dass da was gemacht werden muss.

Ich will/wollte das Projekt auch nicht schlechtreden. Aber als Antwort auf den dringlichen Antrag im Gemeinderat bezüglich Verkehrswende ist es mir dann doch ein bisschen zu wenig. Ich weiß mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass viele Projekte vom Straßenamt schlichtweg aus ideologischen Gründen abgelehnt werden und die zuständige Stadträtin hier von ihren Durchgriffsrechten keinen Gebrauch macht. Das gilt für den Ausbau des Radwegs am Lendkai (nördlich der Ökonomiegasse) ebenso, wie für diverse geeignete Fahrradstraßen.

O-Ton von Kahrs Pressesprecher auf Facebook: "Straßen mit 'übergeordneter Funktion' können keine Fahrradstraßen werden" - sprich: überall, wo Autos durchfahren, müssen sie auch weiterhin durchfahren dürfen. Das steht sicher nicht im Gesetz sondern ist wohl auf dem Mist des werten Herrn Thomas F. gewachsen. Aus meiner Sicht kann jede Nicht-Vorrangstraße als Fahrradstraße verordnet werden. ÖV-Routen würde ich allenfalls ausnehmen. Inakzeptabel für mich.

Wie seht ihr das? Gibt es Juristen hier im Forum?
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 5484 am Mai 26, 2020, 15:38:45
Auch die TU könnte sich dem Thema wieder mit 'ihrem' Radweg in der Petersgasse anschließen
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Mai 26, 2020, 16:50:00
Auch dazu hat sich Elke Kahr bereits geäußert: Ohne Anrainergarage kein TU-Radhighway. Wir sehen, wo die Prioritäten liegen.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Mai 26, 2020, 19:38:57
Auch dazu hat sich Elke Kahr bereits geäußert: Ohne Anrainergarage kein TU-Radhighway. Wir sehen, wo die Prioritäten liegen.

Wir sehen, wo die REALITÄTEN liegen - man kann davon ausgehen, dass aufgrund des Parkplatzverlusts durch den "Highway" und dem damit verbundenen "Aufstand" eines klar sein wird: der Highway kommt nicht! Insofern ist das durchaus eine nachvollziehbare Haltung, insofern als von Seiten der Koalition da mit keiner Hilfe zu rechnen ist. Man will doch den - neben den Grünen - größten Gegner am ausgestreckten Arm verhungern lassen ...

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 03, 2020, 11:10:36
,,Tag des Fahrrads": In Graz wird Ringradweg neu geplant
Stadträtin Kahr: ,,Brauchen zeitgemäße Lösung in Abstimmung mit Innenstadtentflechtung"

Vor 40 Jahren läutete der erste Popup-Radweg im Stadtpark die Renaissance des Fahrrads als Verkehrsmittel ein - ein Radwegenetz wurde ausgerollt und in den folgenden Jahren weiterentwickelt. ,,Heute ist es Zeit für einen Qualitätssprung", erklärt Stadträtin Elke Kahr anlässlich einer Aktion der Radlobby ARGUS, die mit einem roten Teppich am Joanneumring am ,,Tag des Fahrrads" eine augenscheinliche Lücke im Radnetz quer durch das Zentrum aufzeigt und deren Schließung fordert. ,,Wir haben für den Opern- und Joanneumring eine neue Planung gestartet und sind zuversichtlich, dass in Abstimmung mit der Innenstadtentflechtung endlich eine gute Lösung gelingt", so Kahr.

Im Zuge des Baus der Tram-Linie durch die Neutorgasse und über den Andreas-Hofer-Platz (,,Innenstadtentflechtung") soll auch der Radverkehr berücksichtigt und damit eine Entlastung für die FUZO Schmiedgasse erzielt werden. ,,In Zusammenhang mit diesem Vorhaben wird die gesamte Verkehrsorganisation zwischen Herrengasse um Mur angeschaut. Hier tut sich eine große Chance auf, die politischen Absichtserklärungen für mehr Rad- und Fußverkehr und die Bevorrangung der Öffis in die Tat umzusetzen." Der Auftrag für die entsprechende Vorplanung ,,Altstadt West" wird von der Abteilung für Verkehrsplanung unter Einbeziehung anderer Abteilungen - sobald die Mittel gesichert sind - demnächst  erteilt; die Fertigstellung der Innenstadtentflechtung, die auch den Neubau der Tegetthoffbrücke bedingt, ist für 2024 vorgesehen.

Die Komplettierung des Ringradwegs, der dann eine wichtige Alternative zum für RadfahrerInnen schwierigen Jakominiplatz bieten soll, wurde übrigens schon mehrfach in Angriff genommen: Mitte der 1990er-Jahre scheiterte der Versuch einer südseitigen Durchbindung am Gehsteig an den Geschäftsleuten, 2011 wurde das wieder aufgegriffene Projekt erneut abgesagt.

Kahr zusammenfassend: ,,Wichtig ist mir, dass es bei der Neuplanung keine halbe Sachen wie einen auf dem Gehweg dazugepinselten Radweg geben wird. Wenn, dann soll es einen getrennten und gesicherten Zweirichtungsradweg geben, der modernen Standards entspricht."

Presseaussendung Büro Kahr
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 03, 2020, 11:11:37
Die Aktion am Joanneumring ist übrigens von MoVe iT und beginnt um 16:00.  ;)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Juni 03, 2020, 12:19:59
Bleibt zu hoffen, dass der neue Radweg nicht bis 2024 dauert. Selbst wenn eine Koppelung an das Tramprojekt sinnvoll ist, könnten die Maßnahmen für den Radverkehr durchaus schon vorher in Angriff genommen werden. Ist ja nicht viel Aufwand, kostet aber politische Überwindung.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Juni 03, 2020, 12:37:01
Der Bund stellt 40 Mio. Euro für den Radverkehr zur Verfügung: https://orf.at/#/stories/3168111/

Ab 1. Juli können Förderanträge eingebracht werden. Da kann man im Magistrat schon einmal alle alten Projekte aus den Schubladen holen und aktualisieren!

W.

Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Martin am Juni 03, 2020, 12:54:37
Der Bund stellt 40 Mio. Euro für den Radverkehr zur Verfügung: https://orf.at/#/stories/3168111/

Ab 1. Juli können Förderanträge eingebracht werden. Da kann man im Magistrat schon einmal alle alten Projekte aus den Schubladen holen und aktualisieren!

W.
Die sollte man unbedingt daran "erinnern", nicht dass da wieder was vergessen wird. :)
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: PeterWitt am Juni 03, 2020, 14:17:31
Bleibt zu hoffen, dass der neue Radweg nicht bis 2024 dauert. Selbst wenn eine Koppelung an das Tramprojekt sinnvoll ist, könnten die Maßnahmen für den Radverkehr durchaus schon vorher in Angriff genommen werden. Ist ja nicht viel Aufwand, kostet aber politische Überwindung.
Also, ich würde den Aufwand nicht unterschätzen - so wie Fr. Kahr ja gesagt hat soll es mehr sein als bloß ein Aufpinseln eines Radstreifens. Ich denke, dass da einseitig wohl die Parkplätze zugunsten eines baulich getrennten Radwegs fallen werden (gut so :one: ) - das kommt dann letztlich auch den Autofahrern zugute, weil im Moment ist das dort mit 3 Fahrstreifen, davon einer links und einer rechts immer wieder mit abrupt abbremsenden Parkplatzsuchenden behindet, echt keine befriedigende Lösung.
Und vor allem: wie geht es dann nach dem Ring weiter? Sinnvoll wäre ja im Anschluss ein Radweg durch die Neutorgasse ins Zentrum und einer durch die Radtzkystraße zum Murradweg.
Diese Anschlüsse sowie der dadurch nötige Umbau der Ampel und Kreuzung Ring/Wielandgasse/Neutorgasse/Radetzkystraße macht jedenfalls Sinn zusammen mit der Straßenbahn zu bauen (und man kann ja gerne die Entlastungsstrecke mit der Kreuzung zu bauen beginnen, wäre dann wohl eher 2022/23, früher wird man aber mit der Planung und den Verfahren wohl ohnehin nicht fertig sein).
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: ptg am Juni 03, 2020, 15:11:21
Insofern würde es vielleicht sogar eine Beschleunigung für den MIV bringen bzw. muss man das als solche "verkaufen", wenn halbseitig die Parkplätze wegfallen, da es dann theoretisch 2 durchgängig benutzbare und nur 1 Parkplatzsuchspur gäbe.

Man sollte den Artikel in der KleZe auch richtig stellen, sind es doch nicht 5 Spuren für den PKW-Verkehr, sondern durch die Schrägparkplätze effektiv beinahe 7 Fahrspuren die dem Kfz-Verkehr eingeräumt werden oder um es noch populistischer auszdrücken: Den Kfz wird von geschätzt 19 m Gesamtbreite 16 m eingeräumt damit 3 Personen nebeneinander fahren können, sitzt doch in den meisten PKW nur 1 Person.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juni 03, 2020, 20:30:49
Letztens war ein Interview mit Nagl in der Kleinen Zeitung, da war wieder recht deutlich woran's scheitert. Es geht hier nicht in erster Linie um soundsoviel Millionen (40 Millionen vom Bund, die mythischen 100 Millionen in Graz, usw.usf.), sondern in allererster Linie um den politischen Willen, bzw. den politischen Mut. Es ist auch lächerlich wenn Nagl den fehlenden Fortschritt bei Radverkehrs-Projekten den jeweiligen Verkehrsstadträtinnen von anderen Parteien (Grüne, FPÖ, KPÖ) anhängt - wenn's keine Mehrheit gibt dann wird's eben nix, und die fehlende Mehrheit liegt i.A. an der ÖVP. Es ist echt ein Jammer - Jahr um Jahr vergeht und Nagl schwadroniert nur von irgendwelchen Seilbahnen rum. Wenn man sich vorstellt, was unter einem anderen Bürgermeister vielleicht alles möglich gewesen wäre...
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Juni 05, 2020, 11:07:33
Graz will wieder "Fahrrad-Hauptstadt" werden, sogar der Bürgermeister will sich das nun auf die Fahnen heften... Wirklichkeit und Fiktion sind manchmal sehr weit auseinander. Es scheitert oft schon an den kleinen Dingen. Das z.B. ist eine Farce, ein Armutszeugnis par excellence für die politisch Verantwortlichen: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5822520/Kein-Vertrag_Jahresfrist-ist-abgelaufen-neuer-Puchsteg-aber-immer
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Juni 23, 2020, 15:19:14
Der heute vorgestellte Masterplan "RADMOBIL" sieht ganz gut aus:

Radoffensive: 100 Millionen Euro Masterplan für Stadt Graz

WOW. Die Stadt Graz und das Land Steiermark stellten die größte Mobilitätsoffensive seit Jahren vor. Insgesamt 100 Millionen Euro werden für mehr Platz für Radler und Fußgänger investiert. Bessere Anbindung auch für die Umlandgemeinden.

In Graz wurde heute der Masterplan "RADMOBIL" vorgestellt. Hauptziele der Mobilitätsoffensive von Stadt und Land sind die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Verbesserung der Lebensqualität in Graz. "Unsere Landeshauptstadt ist wieder Vorreiterin", schmunzelt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Die

Kernstrategie ist klar: Ein faires Miteinader von Aktiver Mobilität - also Radfahren und Gehen -, Öffentlichem Verkehr und motorisiertem Individualverkehr. Die wichtigste Grundlage für diesen Masterplan war die 2018/19 vom Land Steiermark gemeinsam mit der TU Graz, PLANUM und Bike Citizens erarbeitete Radnetzstudie für den Kernballungsraum, die wichtigsten Faktoren wie etwa Wohndichte, Arbeitsplatz-Agglomeration und Routennutzungen in ein Idealnetz überführen.

Schnellradwege für Umlandgemeinden

"Mit der Raverkehrsstrategie, die schon 2016 im Landtag beschlossen wurde, haben wir die Vorraussetzungen für das größte Investitionsprogramm geschaffen, das je eine österreichische Landeshauptstadt für den Radverkehr in Angriff genommen hat. Durch die bessere Anbindung der Nachbargemeinden mit Radschnellwegen werden auch Radler aus dem Umland künftig deutlich schneller ins Zentrum gelangen als Autofahrer", so LH-Stellvertreter Anton Lang. Die Hauptachsen ins Zentrum werden überwiegend mit Schnellradwegen mit getrennten Richtungsfahrbahnen und Überholmöglichkeit ausgeführt. Verbindungswege sorgen für innerstädtische Vernetzung und Zufahrtswege für die Verbesserung der lokalen Erreichbarkeit. Bei Geschwindigkeiten über 30 km/h im fließenden Verkehr sind Radwege baulich vom Kfz-Verkehr getrennt, Vermischung von Rad- und Fußgängerverkehr wird außerhalb von Begegnungszonen vermieden.

"Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfniss, dem die Politik Rechnung tragen muss. Also müssen wir die knappen Verkehrsflächen so ökonomisch und fair wie möglich ausnutzen. Wir starten mit unserem Programm zum Ausbau der Radmobilität auf einem guten Niveau. Mit einem Radverkehrsanteil von fast 20 Prozent liegt Graz österreichweit im Spitzenfeld. Wollen wir noch mehr Menschen zum Umsteigen bewegen, brauchen wir eine noch attraktivere Infrastruktur", so Verkehrsstadträtin Elke Kahr.

100 Millionen Euro für Radverkehrsoffensive

Die mit 100 Millionen Euro dotierte Radverkehrsoffensive hat im Frühjahr 2020 mit der Vergabe von Planungsaufträgen für sechs Sektoren begonnen. Die Kosten für die Errichtung neuer und die Verbesserung bestehender Infrastruktur tragen je zur Hälfte das Land Steiermark und die Landeshauptstadt Graz.

"Attraktivierung der Innenstadt nützt auch der Wirtschaft", appeliert Bürgermeister Siegfried Nagl. Aber es solt laut Vizebürgermeister Mario Eustacchio keinesfalls eine Kampfansage gegen das Auto sein.

Routen in Planung und Umsetzung

+Waagner-Biro-Straße bekommt einen Verbindungsweg/Smart City. Im Bau.
+UNESCO Esplanade bekommt einen Verbindungsweg/Lückenschluss. Im Bau.
+Brauhausstraße bekommt einen Verbindungsweg/Lückenschluss. Im Bau.
+Weinzöttlstraße bekommt einen Radschnellweg. Baustart im 3. Quartal 2020.
+Straßganger Straße bekommt einen Verbindungsweg. Baustart im 3. Quartal 2020.
+Neutorgasse mit Innenstadt-Entflechtung der Straßenbahn. Baustart im 2. Quartal 2021.
+Triester Straße bekommt einen Radschnellweg/Anbindung ans Umland. Baustart im 2. Quartal 2021.
+Gradner Straße bekommt einen Radschnellweg. Baustart im 3. Quartal 2021.
+Joanneumring bekommt einen Radschnellweg. Baustart im 3. Quartal 2021.
+Steinbergstraße bekommt einen Radschnellweg/Anbindung ans Umland. Baustart im 3. Quartal 2022.
+Ragnitzstraße bekommt einen Radschnellweg/Anbindung ans Umland. Baustart im 3. Quartal 2022.
+Liebenauer Hauptstraße bekommt einen Radschnellweg/Anbindung ans Umland. Baustart 2023.

Quelle: https://www.grazer.at/de/S6N5PhVe/radoffensive-100-millionen-euro-masterplan-fuer/?fbclid=IwAR01ETS_67rLouN5Own_6pk-kksCFgECcb4d1eU0XEpPU2q96doAPBy63W0
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Juni 23, 2020, 15:41:32
Es werden ja auch (massiv) Planungskapazitäten bei der Stadt erweitert, damit das auch alles umgesetzt werden kann - schön, wäre man so etwas Ähnliches auch für den ÖV hinbekommen würde (massiver Ausbau der Planungskapazitäten und eine ähnliche Finanzierung für das Bimpaket II) ...

https://www.graz.at/cms/beitrag/10352224/8106610/Graz_wird_eine_Fahrradhauptstadt_Europas.html

W.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: 5484 am Juni 23, 2020, 16:24:41
,,Keine Kampfansage gegen das Auto!" - Das scheint für den Herrn Vizebgm. also das wichtigste an einem Rad-Masterplan zu sein.  :pfeifend:

Für mich ist dieser 'Masterplan' aber doch etwas wenig. Das hätte man mMn genau so bei der Ankündigung im Oktober präsentieren können. Wie sehen die weiteren Planungen aus, die nächsten Radwege sind dann wieder erst ab 2023/2024 zu erwarten?

Messen wird man das eh wie so oft an den Taten, also für heuer Straßganger Straße und Weinzöttlstraße. Da bin ich schon gespannt und wünsche mir mit ein bisschen Optimismus heuer noch weitere Schritte
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Ragnitztal am Juni 23, 2020, 18:19:18
Man kann sicher natürlich noch mehr machen. Es geht aber schon in die richtige Richtung, vor allem die Aufstockung des Personals in der entsprechenden Planungsabteilung ist sehr positiv zu werten. Gerade angesichts der bevorstehenden schwierigen Zeit, welche durch knappe Finanzen durch die Bewältigung der "Corona-Krise" geprägt sein wird, sollte man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. So gesehen, ist das nicht so schlecht.

,,Keine Kampfansage gegen das Auto!" - Das scheint für den Herrn Vizebgm. also das wichtigste an einem Rad-Masterplan zu sein.  :pfeifend:
...
Von diesem Herr und seinen Parteikollegen habe ich mir auch nichts anderes erwartet. ::)  Leider gibt es aus dieser politischen Fraktion, nicht nur zu diesem Thema, wenig Konstruktives.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: Amon am Juni 24, 2020, 10:41:10
Die FPÖ hat ihr Wahlkampfthema bereits gefunden. "Ausländer" ziehen offenbar nicht mehr. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht bis 2022 auf der Bremse stehen und danach ihr Stimmenanteil, dem derzeitigen Trend folgend, halbiert wird. Die Gerüchteküche brodelt ohnehin schon sehr in Richtung Neuwahlen nach der Wien-Wahl.

Jedenfalls ein solides Konzept, auf dessen zeitnahe Umsetzung zumindes gehofft werden darf.
Titel: Re: Der Radweg-Thread
Beitrag von: kroko am Juni 26, 2020, 13:48:30
Seit kurzem ist Graz ans Eurovelo-Netz europäischer Fernradwege angeschlossen. EV 14 "Gewässer von Mitteleuropa" schaut im Vergleich zu den anderen noch ein bisschen mickrig aus (derzeit von Zell am See nach Budapest), aber vielleicht wird das ja noch. Vielleicht ein bisschen überraschend: der Weg führt nur kurz den Murradweg entlang, davor kommt er aus dem Liesing-Palten-Tal, und bei Graz biegt er auf den "Mostwärtsradweg" (!) Richtung Osten ab.

https://de.eurovelo.com/ev14

(Merkwürdig übrigens wer den Namen vergeben hat. Müsste das nicht besser mit Genitiv "Gewässer Mitteleuropas" statt "Gewässer von Mitteleuropa" heißen?)