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Verkehr => ÖPNV - Allgemein => Inland => Thema gestartet von: Gleisnagel am Mai 20, 2009, 16:13:04

Titel: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Gleisnagel am Mai 20, 2009, 16:13:04

Kommt er oder kommt er nicht  -  der BRENNER-BASISTUNNEL ?

Vorige Woche sind ja Verträge zwischen Italien und Österreich unterschrieben worden. Es wird spannend werden wer diese direkte Nord-Süd Verbindung zahlen wird.
Für die Bauwirtschaft wäre das sicher ein gewaltiger Impuls und viele Arbeitsplätze auf Jahre hinaus gesichert.

Gruß  --  Gleisnagel


Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Ch. Wagner am Mai 20, 2009, 19:01:30
Lieber Gleisnagel, so wie es aussieht, zahlt die EU am meisten. Zumindest in Österreich ist eine Aufteilung 40:40:20 vorgesehen: EU-Österreich-Tirol. Das wird wohl in Italien nicht wesentlich anders sein. Bei den Verträgen dürfte es sich mehr um "Letters of Interest" handeln, daß sich also beide Parteien darauf geeinigt haben, daß der BBT gebaut werden soll. Aber das ist ja schon eigentlich sehr viel.
LG!Christian
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Düwag-IBK am August 06, 2009, 20:53:44
Also ich bin eindeutig gegen den BBT. Sollen sie doch die Brennerstrecke begradigen bzw. ausbauen, dann schaffen die Züge einen 200er. Wenn sie schon soviel Geld haben, sollen sie besser die Buslinie O zur Straßenbahn machen!
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Gleisnagel am August 06, 2009, 22:12:53
Hallo "Düwag-IBK",
ich bin auch nicht gerade ein Freund des Brenner Basis Tunnels (Viele traumhafte Fotostellen gingen damit in Österreich verloren  ;D ) aber du kennst anscheinend die Topographie in der sich die Brennerbahn bewegt nicht. Begradigungen und Ausbau - dann kann man 200 km/h fahren meinst du - mich würde es interessieren wo du diese Kenntnisse her hast.
Nehmen wir die Schleifen von St.Jodock als bekanntesten Streckenteil. Wo würdest du die Strecke hinverlegen und dort noch die von dir gedachten 200 km/h fahren ?

MfG
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Ch. Wagner am August 07, 2009, 19:53:56
Wie auch im SBT werden auch im BBT mehr Güter- als Personenzüge fahren. Ich glaube, wir werden noch viele Jahre die Fotostellen nicht wechseln müssen. Im Übrigen ist eine Führerstandmitfahrt Lienz - Innsbruck sehr empfehlenswert, und daran wird sich sehr lange sicher nichts ändern.
LG!Christian
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Düwag-IBK am August 07, 2009, 21:31:14
Wenns auf der Brennerstrecke sowieso mehr Gü.- als PV gibt, wieso sollten sie dann den Tunnel bauen, den Güterzügen kann es ja sowieso egal sein, wie schnell sie sind
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Ch. Wagner am August 07, 2009, 21:43:45
Weil es inzwischen Versuchsfahrten der Bahn gab, die einen großen Vorteil gegenüber der Schiffspassage ergaben. Der PV ist halt nur ein Klotz am Bein der Gewinnträchtigkeit.
LG!Christian
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: schwann am August 07, 2009, 23:30:03
Abgesehen davon, daß Begradigungen zwischen Innsbruck und Brennerpaß ziemlich problematisch wären, kommt da noch etwas dazu: Begradigungen führen zu einer Verkürzung der Strecke und damit zu größeren Steigungen, denn die 800m Höhenunterschied zwischen Innsbruck und Brennerpaß ändern sich ja nicht. Auf der Südseite ist es nicht anders.
MfG  Gerold
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Gleisnagel am August 08, 2009, 10:36:10
Es gibt halt immer wieder Menschen (auch Hobbyeisenbahner) die glauben, Güterzüge fahren nur dann wenn gerade Zeit dazu ist. In der heutigen Zeit werden aber Güter meist pünktlich und schnell an den Empfängerorten gebraucht da man auf diese Art und Weise Zeit und Geld spart. Bei den Kalkulationen von Produkten ist dies unbedingt notwendig. Lieber Düwag-IBK, du bist noch irgendwann im mittleren vorigen Jahrhundert mit deiner Meinung angesiedelt. Mit deiner Meinung über den Güterverkehr könnte keine Eisenbahn der Welt mehr leben. Schnell, schneller und immer pünktlicher müssen Güterzüge sein - nur so werden wir auch Güter von der Straße wegbekommen. 
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Düwag-IBK am August 14, 2009, 22:00:45
In IBK gibt es seit kurzen sogar ein kleines Info-Terminal über den Brenner-Basis-Tunnel.
Hier ein Bild davon:
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: invisible am August 15, 2009, 15:49:43

Es gibt halt immer wieder Menschen (auch Hobbyeisenbahner) die glauben, Güterzüge fahren nur dann wenn gerade Zeit dazu ist. In der heutigen Zeit werden aber Güter meist pünktlich und schnell an den Empfängerorten gebraucht da man auf diese Art und Weise Zeit und Geld spart. Bei den Kalkulationen von Produkten ist dies unbedingt notwendig. Lieber Düwag-IBK, du bist noch irgendwann im mittleren vorigen Jahrhundert mit deiner Meinung angesiedelt. Mit deiner Meinung über den Güterverkehr könnte keine Eisenbahn der Welt mehr leben. Schnell, schneller und immer pünktlicher müssen Güterzüge sein - nur so werden wir auch Güter von der Straße wegbekommen. 


Es geht eigentlich nicht um "möglichst schnell" sondern um "just in time", also pünktlichkeit und möglichst konstante und vorhersagbare Lieferzeiten. Wie lang die Güter unterwegs sind ist dabei in den meisten Fällen tatsächlich ziemlich egal. Die Betriebswirte freut es sogar, wenn ein Teil des Lagers auf den Transportweg verlegt wird (speziell auf der Straße ist das im Vergleich zu einem festen Lager deutlich billiger).
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am März 20, 2015, 10:32:15
Baubeginn für Haupttunnel
Mit dem offiziellen Anschlag des Hauptstollens im Ahrental beginnt der Vortrieb des Brennerbasistunnels. Finanzielle, verkehrspolitische und technische Herausforderungen bleiben aber.
36 Kilometer Tunnel wurden seit 2008 gebohrt, in Südtirol gibt es bereits vier Kilometer ,,echten" Brennerbasistunnel.

Die Kritiker bezeichnen den 55 Kilometer langen Brennerbasistunnel als Milliardengrab. Für die Befürworter weitet er ein Nadelöhr auf der Hochleistungsstrecke zwischen Berlin und Palermo auf und sichert notwendige Transportkapazitäten für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. 37 Jahre nach den ersten Planungen für den Brennertunnel wurde im April 2008 mit den ersten Erkundungsbohrungen begonnen, am Donnerstag erfolgt der offizielle Tunnelanstich für den Hauptstollen im Innsbrucker Ahrental. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc ist die Tunnelpatin, gilt der Brennertunnel doch nicht nur als vorrangiges Infrastrukturvorhaben der Transeuropäischen Netze (TEN), sondern auch als europäisches Vorzeigeprojekt. Seit 2006 ist Konrad Bergmeister als Vorstand der Brennerbasistunnel-Gesellschaft (BBT SE) treibende Kraft des größten Eisenbahntunnels der Welt. Obwohl derzeit alles ,,zeitlich und finanziell" auf Schiene ist, sieht er noch große Herausforderungen. ,,Verkehrspolitisch bei der angestrebten Verlagerung und infrastrukturell bei den Zulaufstrecken in Deutschland und in Italien."

Schließlich werden nach wie vor 29 Mio. Tonnen Güter auf der Straße über den Brenner transportiert, 11,9 Millionen sind es auf der Schiene. In den vergangenen Jahren hat die Bahn jedoch kontinuierlich verloren, der Anteil der von ihr beförderten Güter beträgt derzeit rund 29 Prozent. ,,Hier sind nicht nur ein gemeinsame Anstrengungen von Südtirol, Tirol und dem Trentino für eine Verlagerung gefragt, sondern wohl auch dirigistische Maßnahmen", sagt Bergmeister. Die Alpentransitbörse, also eine mengenmäßige Beschränkung von Lkw-Fahrten, die dann wie an einer Börse gehandelt werden, wäre eine Möglichkeit.

Beim Ausbau der Zulaufstrecken von München über Rosenheim nach Kufstein sowie in Italien (Umfahrung Verona, Bozen und Trient sowie Waidbruck/Franzensfeste) benötigt es laut Bergmeister ebenfalls noch gehörigen politischen Druck. Trotz Absichtserklärungen stocken die Planungen vor allem im bayerischen Inntal. 2,7 Mrd. Euro müssen investiert werden.

Insgesamt war und ist die Finanzierung des Brennerbasistunnels stets einer der umstrittensten Diskussionspunkte. Zehn Milliarden Euro an Baukosten wird der Tunnel nach aktuellen Hochrechnungen bis zur Inbetriebnahme im Dezember 2026 kosten, 700 Millionen Euro wurden bereits verbaut. Die Förderung durch die Europäische Union ist ein zentraler Finanzierungsbestandteil. Bis 2013 hat sie für den Tunnel und die Zulaufstrecken wie das Unterinntal 902 Mio. Euro bereitgestellt. Das von der Regierung verlangte Abspecken sei teilweise schon erfolgt, sagt Bergmeister. ,,Die BBT hat ihre Hausaufgaben gemacht. Von den geforderten 400 Mio. Euro konnten wir bereits die Hälfte einsparen."

Am 26. Februar 2015 hat die BBT den nächsten Antrag in Brüssel gestellt. Von 2016 bis Ende 2020 wird das Bauvolumen mit rund 3,8 Milliarden Euro beziffert, 1,6 Mrd. Euro soll die Europäische Union beisteuern. Und wie profitieren Südtirol und Nordtirol von den Milliarden, die im Brennermassiv verbaut werden? Bergmeister spricht von einer lokalen Wertschöpfung für die beiden Länder von derzeit 38 Prozent.

Dass die bereits ausgebrochenen Bohrlöcher doch noch einmal vorzeitig gestopft werden, ist für Bergmeister ausgeschlossen. Denn 36 Kilometer sind es bereits.

Quelle: Tiroler Tageszeitung; 18.03.15 (https://www.tt.com/panorama/verkehr/9773120-91/brennerbasistunnel-zehn-milliarden-in-zehn-jahren.csp)


Geschichte.

1994 wird die Brennerachse als vorrangiges Projekt in den Rahmenplan für die Transeuropäischen Netze (TEN) aufgenommen. Der Syndikatsvertrag zwischen Österreich, Land Tirol und den Italienischen Staatsbahnen zur Gründung der europäischen Gesellschaft ,,Galleria di Base del Brennero - Brenner Basistunnel BBT SE" wurde 2004 unterzeichnet. 2009 erfolgte die Genehmigung nach der Umweltverträglichkeitsprüfung in Österreich.

Tunnelkilometer: 36 Kilometer Tunnel wurden bisher vorgetrieben, 18 Kilometer entfallen auf den Erkundungsstollen, 14 auf Zufahrten. In Südtirol hat man bereits vier Kilometer Haupttunnel errichtet.

Mitarbeiter: Auf den derzeitigen Baustellen in Tirol und Südtirol arbeiten derzeit rund 150 Mitarbeiter, 50 davon in Südtirol. In der Verwaltung der beiden Unternehmenssitze in Bozen und in Innsbruck arbeiten noch einmal 150 Personen.

Investitionen.:700 Millionen Euro hat die BBT SE bis Ende 2014 investiert, 860 Millionen an Bauvolumen sind aktuell durch Ausschreibungen fixiert. Die nächste Ausschreibung betrifft den Abschnitt auf Südtiroler Seite von Mauls bis zum Brenner mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Mrd. Euro.

Baufortschritt: Laut Basistunnel-Vorstand Konrad Bergmeister sind die Bauarbeiten im Zeitplan. Im September 2025 soll mit dem abschnittsweisen Probebetrieb begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist im Dezember 2026 geplant.

Der Tunnel selbst: Der Brennerbasistunnel besteht aus zwei 8,1 m breiten Tunnelröhren, die in einem Abstand von 70 Meter verlaufen. Sie sind eingleisig, sodass die Züge im Einbahnverkehr durch die beiden Tunnels fahren. In Abständen von 333 m verbinden Stollen die zwei Tunnelröhren.

Künftige Fahrtzeiten: Die Fahrtzeit zwischen Innsbruck und Bozen wird sich von derzeit zwei Stunden auf eine Stunde verkürzen. Der Intercity zwischen München und Verona wird dann nur noch drei statt 5,5 Stunden benötigen.

Ausbruchmaterial: Für den Bau des Brennerbasistunnels werden 17 Millionen Kubikmeter Stein und Felsen ausgebrochen und anschließend deponiert. Das entspricht einem Würfel mit einer Seitenlänge von 257 Metern.

Kostenaufteilung: Die Kosten werden zu 40 Prozent von der EU getragen, den "Rest" teilen sich Österreich und Italien (je 30 Prozent).


l.g. rellov


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Aus dem kleinen Info-Terminal wurde ein "Infopoint". Ist ein Besuch wert.

Infopoint Innsbruck
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 09.00 - 12.30 und 13.00 - 17.00 Uhr
Freitag: 09.00  - 15.00 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen bleibt der Infopoint geschlossen.



Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am März 21, 2015, 12:50:41
Das Projekt Brenner Basistunnel

Da ein entsprechender Schienenausbau aufgrund des steilen Anstiegs zum Brennerpass auf 1.370 Meter Seehöhe und der kurvenreichen Streckenführung nicht möglich ist, wird nun am Fuße des Brennermassivs der Brenner Basistunnel errichtet. Der Brenner Basistunnel führt nahezu flach mit einer Steigung von 6,7 ‰ auf österreichischem Gebiet bis zur Staatsgrenze und fällt auf italienischer Seite mit 4 ‰ ab. Der Tunnel verläuft ziemlich geradlinig und reduziert die bestehende Strecke zwischen Innsbruck und Franzensfeste von 75 km auf 55 km.

Höhenprofil Brennerbahn / Brenner Basistunnel
(http://up.picr.de/21346001gg.png)
©BBT SE; Bestehende Bahnlinie Brenner Basistunnel

Der Brenner Basistunnel ist ein Eisenbahntunnel, welcher von Innsbruck bis nach Franzensfeste führt. Gemeinsam mit der bereits bestehenden Umfahrung Innsbruck erreicht er eine Länge von 64 km. Somit entsteht unter dem Brennerpass die derzeit längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Ohne den Umfahrungstunnel Innsbruck, das heißt vom Portal Innsbruck bis zum Portal Franzensfeste, hat der Tunnel eine Länge von 55 Kilometern.

Das Tunnelsystem:

Graphische Darstellung
(http://up.picr.de/21346003te.jpg)
©BBT SE

Der Brenner Basistunnel besteht aus einem Erkundungsstollen, zwei Haupttunnelröhren und vier seitlichen Zufahrtstunnel. Diese sind auf österreichischem Projektgebiet in

in Italien

Die vier Zufahrtstunnel verbinden die Oberfläche mit den Tunnelröhren. In der Bauphase dienen sie logistischen Zwecken. So wird einerseits das Ausbruchmaterial über die Zufahrtstunnel zu den Deponien gebracht. Andererseits erfolgen sämtliche Materialanlieferungen für den Bau des Tunnels (wie Beton, Stahl und Tübbing-Betonfertigteile) ebenfalls über die Zufahrtstunnel.

Eckdaten Brenner Basistunnel



Zwischen Innsbruck und Franzensfeste sind zwei eingleisige Haupttunnelröhren im Abstand von 40 bis 70 Metern geplant. Alle 333 Meter gibt es Querschläge zwischen den beiden Haupttunnelröhren. Diese Querverbindungen erfüllen sowohl eine logistische als auch eine Sicherheitsfunktion. Eine Besonderheit ist der durchgehende Erkundungsstollen. Dieser verläuft mittig zwölf Meter unterhalb der beiden Haupttunnelröhren. Der Erkundungsstollen dient der geologischen Vorerkundung, als Service- und Logistiktunnel während der Bauphase, sowie als Wartungs- und Drainagetunnel im Betrieb. Insgesamt umfasst das geplante Tunnelsystem des Brenner Basistunnels ca. 230 Tunnelkilometer.

(http://up.picr.de/21346010xf.png)
©BBT SE

Vortriebsmethoden

Maschineller Vortrieb
Die Tunnelbohrmaschinen (TBM), die beim Bau des Brenner Basistunnels zum Einsatz kommen, sind je nach Bedarf ca. 180 bis 400 Meter lang und bestehen aus einem Bohrkopf und einer Nachläuferkonstruktion. Der Vorteil des maschinellen Vortriebs liegt in der hohen täglichen Vortriebsleistung. Zudem ist das Arbeiten mit der TBM für die Arbeiter mit relativ hoher Arbeitssicherheit verbunden. Der wichtigste Teil der TBM, die einer Logistikfabrik unter Tage entspricht, ist der Bohrkopf. Dieser hat einen Durchmesser von ca. zehn Metern und besteht aus mehreren Meißeln, welche den Fels andrücken und in kleine Gesteinsstücke zerbrechen. Die Nachläuferkonstruktion hinter dem Bohrkopf stellt die Versorgung des Vortriebs und die Entsorgung des Ausbruchmaterials sicher. Darüber hinaus beinhaltet sie Felssicherungs-, Lüftungs- und Entstaubungseinrichtungen.

Vortrieb mit Tunnelbohrmaschine (TBM)
(http://up.picr.de/21346013ll.png)
©AlpTransit Gotthard AG

Konventioneller bzw. Sprengvortrieb
Aufgrund der komplexen Vortriebsanforderungen werden einzelne Haupttunnel- und Erkundungsstollenabschnitte sowie die beiden Verbindungstunnel in Innsbruck, sämtliche Zufahrtstunnel, Lüftungs- und Logistikkavernen, Querverbindungstunnel, Nothaltestellen und Querschläge nach konventioneller Vortriebsmethode, im Sprengvortrieb (Voll- und Teilflächenausbruch), mit Spritzbetonsicherung ausgebrochen. Die Arbeitsschritte beim Sprengvortrieb sind fix vorgegeben. Als erstes werden Sprenglöcher gebohrt. Diese werden dann mit Sprengstoff geladen. Anschließend erfolgt die Sprengung. Nachdem das Ausbruchmaterial abtransportiert wurde - diesen Vorgang nennt man Schuttern - erfolgt die Ausbruchssicherung mittels Spritzbeton, Anker, Gitterbögen und Baustahlmatten. Nach Abschluss eines Sprengzyklus beginnt der Vorgang wieder von vorne. Beim Bau des Brenner Basistunnels wird je nach geologischer Beschaffenheit des Gebirges alle drei bis sechs Stunden eine Sprengung durchgeführt.

Sprengvortrieb
(http://up.picr.de/21346017wu.png)
©AlpTransit Gotthard AG

Innenausbau und Technische Ausstattung des Tunnels

Sobald die Vortriebs- und Ausbruchsicherungsarbeiten abgeschlossen sind, erfolgen die Abdichtungsarbeiten. Dabei werden die Tunnelabdichtung, bestehend aus einem Schutz- und Drainagevlies (Geotextil), sowie die eigentliche Abdichtung (verschweißte Kunststoffdichtungsbahnen) an den Tunnellaibungen angebracht. Als nächstes erfolgt der Einbau der Innenschalen aus Ortbeton mit einer Mindestdicke von 30 Zentimetern.
Nach Fertigstellung des Rohbaus werden die feste Fahrbahn und die bahntechnische Ausrüstung, bestehend aus den Signal- und Sicherungsanlagen, Telekommunikations- und Überwachungssystemen, Lüftungs- und Tunnelklimaanlagen, Türen und Toren sowie aller maschinenbautechnischen Anlagen inklusive Kabel und Steuerungen, eingebaut.

Sicherheitskonzept
Querschläge verbinden alle 333 Meter die Ost- und Weströhre des Brenner Basistunnels. Die Querschläge dienen im Notfall als Fluchtweg. Weiters sieht das Sicherheitskonzept den Bau von drei Nothaltestellen vor. Die Nothaltestellen befinden sich südlich von Innsbruck, in St. Jodok und Trens in einem Abstand von jeweils ca. 20 Kilometern. In früheren Planungen wurden die Nothaltestellen Multifunktionsstelle genannt.

Detailansicht Verbindungsstollen und Abluftquerstollen
(http://up.picr.de/21346026xw.png)
©BBT SE

Ablauf der Rettungsmaßnahmen im Tunnel im Ereignisfall
(http://up.picr.de/21346028hu.png)
©BBT SE

Materialbewirtschaftung
Beim Bau des Brenner Basistunnels fallen ca. 17 Millionen Kubikmeter Tunnelausbruchmaterial an. Dieses wird je nach Güte entweder deponiert oder wiederverwertet. Für die Deponierung des nicht wiederverwertbaren Materials stehen insgesamt sieben Deponien in Nord- und Südtirol zur Verfügung. Diese sind

Um die Transportwege des Ausbruchmaterials so kurz wie möglich zu halten, befinden sich alle Deponien in der Nähe der Zufahrtstunnel. Das Ausbruchmaterial wird vom Vortriebsbereich über Förderbänder auf die nächstgelegene Deponie gebracht. Es wird darauf geachtet, dass die Deponien einen zusätzlichen Zweck erfüllen, wie Abschirmung von Autobahnlärm, Wald- und Weidetrennung. Die Deponien sind daher so angelegt, dass sie sich optisch in die Landschaft einfügen, diese nicht zerstören und keinen landschaftsästhetischen Störfaktor darstellen. Nach der Deponierung werden alle Flächen rekultiviert und in ihrer ursprünglichen Verwendung als Wald oder landwirtschaftliche Fläche wieder nutzbar gemacht.

(http://up.picr.de/21346032cm.png)
©BBT SE

BBT SE - eine Projektgesellschaft  nach europäischem Recht
Die Aktien der BBT SE sind zu gleichen Teilen auf Österreich und Italien verteilt. Auf österreichischer Seite sind die Österreichischen Bundesbahnen Infrastruktur AG mit 50 % der Anteile alleiniger Aktionär.
Die Beteiligungsgesellschaft TFB (Tunnel Ferroviario del Brennero Holding AG) hält den italienischen Anteil von 50 %. Eigentümer der TFB sind zu 85,5 % die RFI (Rete Ferroviaria Italiana = Italienische Staatsbahnen), zu 6,256 % die Autonome Provinz Bozen, zu 6,256 % die Autonome Provinz Trient und zu 1,988 % die Provinz Verona.
Nach Abschluss des Staatsvertrages zwischen Österreich und Italien über die Errichtung des Brenner Basistunnels am 30.04.2004 befand sich der Rechtssitz der BBT SE in Innsbruck. Mit dem Start der Hauptbauphase im Jahre 2011 wechselte der Sitz der Gesellschaft nach Bozen. Zur Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels im Jahre 2026 wird der Firmensitz wieder nach Innsbruck zurückkehren. Zusätzlich zu den beiden Niederlassungen in Bozen und Innsbruck sind entlang des Projektgebietes zwischen Tulfes und Franzensfeste auf den Baustellen Baustellenbüros eingerichtet.


Quelle: BRENNER BASISTUNNEL BBT SE; STRABAG;
Grafik: BBT SE; AlpTransit Gotthard AG

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Empedokles am März 21, 2015, 18:56:56
Zitat

Bahnstromversorgung 25 kV 50 Hz


Da schau´ ich aber!    :o
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Cerberus2 am März 22, 2015, 07:22:32
Weiß man eigentlich schon, wie elektrisch gespeist wird? 3kV? 15kV? Umschaltbar?

Ich bin zwar Elektrotechniker, kann aber trotzdem nicht wirklich einschätzen, was eine Systemtrennstelle mitten im Tunnel bedeuten würde. Für die Mehrsystemfahrzeuge ist es zumindest ein leicht "kritischer" Abschnitt, und für die Einsystemfahrzeuge bedeutet es eine Sperre, außer man meint, im Gefälle mit Schwung aus dem Tunnel zu rollen, was ich mir aber nicht vorstellen kann.

Die gleiche Frage betrifft auch das Sicherungssystem, da verwendet Italien ja was anderes, auf der Pontebbana ist es laut Wikipedia RS4 Codici ...

P.S.: O.T.: Weiß jemand, wie die Pontebbana zwischen Tarvis und österreichischer Grenze gespeist und gesichert ist?
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Empedokles am März 22, 2015, 07:34:22

Weiß man eigentlich schon, wie elektrisch gespeist wird? 3kV? 15kV? Umschaltbar?


siehe Antw. #12

Zitat

Bahnstromversorgung 25 kV 50 Hz
Zugsicherungssystem ETCS Level 2

Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Cerberus2 am März 22, 2015, 08:43:52

Zitat

Bahnstromversorgung 25 kV 50 Hz
Zugsicherungssystem ETCS Level 2




Danke. Da die Italiener ja schon 25kV/50Hz Strecken haben, ist das irgendwie nahe liegender als 15kV/16,7Hz. Und die 25kV werden für zeitgemäße Maschinen dann eh schon Standard sein - neben den 15kV.
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am März 22, 2015, 09:09:35

P.S.: O.T.: Weiß jemand, wie die Pontebbana zwischen Tarvis und österreichischer Grenze gespeist und gesichert ist?

15 kV 16,7 Hz bis Tarvis; 3 kV ab Tarvis. Bezüglich Sicherungssystem auf dieser Strecke bin ich überfragt. Eine von diesen wird es sein. (RS4 Codici, SCMT, BACC)

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am März 25, 2015, 19:04:30
Baulos Tulfes-Pfons
Das Baulos befindet sich am nordöstlichen Ende des Projektgebiets und reicht von Tulfes im Osten bis nach Steinach am Brenner im Süden.

Übersicht Baulos Telfes-Pfons
(http://up.picr.de/21391949hp.png)
©BBT SE

Die Arbeiten an diesem Baulos haben im Juli 2014 begonnen. Es wird mit einer Bauzeit von ca. 55 Monaten gerechnet. Geplantes Bauzeitende ist aus heutiger Sicht  März 2019. Verantwortlich für dieses Projekt mit einem Bauvolumen von ca. 380 Mio. Euro ist eine Arbeitsgemeinschaft des österreichischen Baukonzerns Strabag und des italienischen Bauunternehmens Salini-Impregilo.
Das Baulos Tulfes/Pfons besteht aus verschiedenen Bauwerken:


Wichtigste Eckdaten des laufenden Bauloses



Vom Portal Tulfes aus:

Rettungsstollen der Umfahrung Innsbruck (L=3.898m) mit Portalbauwerk/Lüftergebäude, Rettungsplatz, Zufahrten und Infrastrukturanschlüssen beim Portal.

Vom Portal Ampass aus: (siehe Fensterstollen Ampass (http://www.porr-group.com/fileadmin/content/03_Leistungen/03_Infrastruktur/01_Tunnelbau/Referenzen/536_Referenzblatt_Ampass_DE_1407.pdf))

Rettungsstollen der Umfahrung Innsbruck (L=3.147m in Richtung Osten und L=2.049m in Richtung Westen
Rettungsstollen der Umfahrung Innsbruck
Querschläge vom Rettungsstollen Umfahrung Innsbruck in die bestehende Hauptröhre der Umfahrung Innsbruck
Ein Teil der Verbindungstunnel Umfahrung Innsbruck, Oströhe (L=510m) und Weströhre (L=52m) und Aufweitungsbauwerk
Verbindungsstollen West und Querschlag West.

Vom Portal Ahrental aus:

Zufahrtstunnel zur Querkaverne
Querkaverne
Haupttunnel Ost- und Weströhre in Richtung Norden mit beiden Aufweitungsbauwerken
Verbindungstunnel, Ost- und Weströhre
Erkundungsstollen vom km 6,9 bis km 22,0 in Richtung Süden
Die Bauzeit ist mit ca. 4 Jahren veranschlagt. Die Durchgängigkeit des Erkundungsstollens von Ahrental nach Wolf ist ab Ende 2017 geplant.

Rettungsstollen der Umfahrung Innsbruck

Der Umfahrungstunnel Innsbruck ist ein knapp 13 km langer einröhriger, zweigleisiger Tunnel, welcher die Unterinntaltrasse mit der Eisenbahntrasse, die über den Brennerpass führt, verbindet. Er wurde 1994 in Betrieb genommen. Bisher ist der Tunnel nur für den Güterverkehr freigegeben. Damit künftig auch Personenzüge durch den Umfahrungstunnel Innsbruck fahren dürfen, muss aus Sicherheitsgründen eine zweite, parallele Tunnelröhre errichtet werden. Sie dient als Rettungsstollen für den bestehenden Umfahrungstunnel. Der Rettungsstollen mit einer Länge von 9 km führt vom Gemeindegebiet Tulfes bis nach Aldrans. Er wird mit einem Querschnitt von ca. 30 m2 - 40 m2 ausgebrochen. Der Ausbruch erfolgt über drei Vortriebe, die parallel aufgefahren werden: von Tulfes aus Richtung Westen, sowie vom bereits 2013 fertig gestellten Zufahrtstunnel Ampass aus in Richtung Osten und in Richtung Westen. Aus heutiger Sicht werden die Vortriebsarbeiten für den Rettungsstollen bis Mitte 2017 abgeschlossen sein.

RettungsstollenTulfes
(http://up.picr.de/21391945ta.jpg)
©BBT SE

Verbindungstunnel

Die Verbindungstunnel Ost und West sind Verbindungsröhren zwischen dem Brenner Basistunnel und dem bestehenden Umfahrungstunnel Innsbruck. Im Bereich von Aldrans erfolgt der Anschluss der Verbindungstunnel an den bestehenden Umfahrungstunnel und zwar an dem Ort, wo bereits 1994 eine Abzweigung zum Brenner Basistunnel errichtet wurde. Die beiden Verbindungstunnel Ost und West überwerfen sich im Bereich des Lanser Sees. Die Überwerfung der Tunnelröhren ist notwendig, um einen kreuzungsfreien Übergang der aus Italien kommenden Züge (Linksverkehr) in das österreichische Bahnnetz (Rechtsverkehr) zu garantieren. Um in diesem Kreuzungsbereich gleichbleibende Rettungsmöglichkeiten bieten zu können, sind im Bereich von Aldrans und Igls zusätzliche Rettungsrampen notwendig. Diese verbinden die verschiedenen Tunnelabschnitte mit dem Rettungsstollen. Die Verbindungstunnel haben einen Querschnitt von ca. 110m² und werden durch eine Trennwand in zwei Bereiche unterteilt. Im größeren Bereich erfolgt der Bahnverkehr, der kleinere Bereich dient als Sicherheitskorridor. Sicherheitskorridor und Bahnröhre sind alle 333 Meter mit Brandschutztüren verbunden.

Querschnitt Verbindungstunnel
(http://up.picr.de/21391950jo.png)
©BBT SE

Nothaltestelle Innsbruck

Die europäischen Sicherheitsstandards sehen für Tunnelbauwerke, wie dem Brenner Basistunnel, Nothaltestellen im Abstand von maximal 20 km vor. Insgesamt sind im BBT drei Nothaltestellen vorgesehen. Die nördlichste Nothaltestelle wird südlich von Innsbruck, unter dem Ahrental bzw. dem Gemeindegebiet von Innsbruck-Igls und Patsch gebaut. Die Nothaltestelle hat eine Länge von 470 m.

Nothaltestelle Innsbruck
(http://up.picr.de/21391959lm.png)
©BBT SE

Im Bereich der Nothaltestelle werden die beiden Haupttunnelröhren mit einem etwas größeren Querschnitt aufgefahren, um bessere Rettungsmöglichkeiten zu bieten. Parallel zwischen den beiden Haupttunnelröhren verläuft im Bereich der Nothaltestelle ein Mittelstollen. Dieser ist von beiden Haupttunnelröhren über Querverbindungen und Brandschutztüren erreichbar. Um die Rettungsmöglichkeiten für die Passagiere im Bereich der Nothaltestelle zu verbessern wird der Regelabstand der Querverbindungen auf 90 Meter reduziert. Sobald die Passagiere, im Falle eines Ereignisses, den Mittelstollen erreicht haben, befinden sie sich im sicheren Bereich und können von dort evakuiert werden. Um garantieren zu können, dass der Mittelstollen jedenfalls rauchfrei d.h. sicher ist, ist ein gut durchdachtes Belüftungskonzept erforderlich. Gleichzeitig wird über den Mittelstollen Frischluft eingeblasen und über eigene Abluftquerstollen alle 90 m Rauchgase abgesaugt. Der Mittelstollen wird durch eine Zwischendecke in eine obere und eine untere Hälfte unterteilt, um so die Abluft- und Frischluftbereiche zu trennen. Der obere Bereich ist über Abluftklappen mit den Abluftquerstollen verbunden.

(http://up.picr.de/21391944sk.png)
©BBT SE

Steht ein brennender Zug in der Nothaltestelle Innsbruck, dann wird über den Zufahrtstunnel Ahrental durch Ventilatoren Frischluft angesaugt und in den Tunnel hineingeblasen. Über den ca. 200 m tiefen Lüftungsschacht Patsch hingegen werden die Rauchgase aus der Nothaltestelle abgesaugt und gefiltert ins Freie nach außen befördert.
Mit dem Ausbruch des Zufahrtstunnels zur Nothaltestelle wurde im Januar 2015 begonnen.

Erkundungsstollen Ahrental-Pfons

Bereits im Vorlos Innsbruck/Ahrental wurden 5 km Erkundungsstollen aufgefahren. Am Ende wurde eine Montagekaverne für eine Tunnelbohrmaschine (TBM) ausgebrochen. Im gegenwärtigen Baulos Tulfes/Pfons wird von der Montagekaverne aus der Erkundungsstollen in Richtung Steinach am Brenner mit einer Länge von 15 Kilometern mit einer TBM aufgefahren. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Gripper TBM, die eigens für den Vortrieb angefertigt wird und eine Gesamtlänge von ca. 180 Metern aufweist. Diese TBM mit einem Durchmesser von knapp 8 Metern ist mit zahlreichen großen Einzel-Bohrmeißeln am Bohrkopf ausgestattet. Durch eine langsame und konstante Drehung und einer Anpresskraft am Bohrkopf von 14.500 kN gräbt sie sich durch Phyllit und Schiefergestein Richtung Süden. Die Sicherung des Tunnels hinter dem Bohrkopf erfolgt konventionell mit Spritzbeton, Ankern und Baustahlmatten. Die TBM wird voraussichtlich im Sommer 2015 angeliefert, in 2-3 Monaten vor Ort zusammengebaut und im Herbst 2015 von der Montagekaverne Ahrental aus in Betrieb gehen. Bis zum Frühjahr 2019 wird sie sich in Richtung Süden vorarbeiten.

Für das Ausbruchmaterial des Bauloses Tulfes/Pfons sind drei Deponiestandorte vorgesehen:


Deponien Ampass

Deponiert wird das Ausbruchmaterial des Rettungsstollens der Umfahrung Innsbruck auf den Deponien Ampass Nord und Ampass Süd. Der Großteil des Ausbruchmaterials wird direkt mittels Förderband vom Zufahrtstunnel Ampass aus auf die Deponien Ampass Nord und Ampass Süd transportiert. Für den Transport mittels LKW wurden eigene Autobahnauf- und -abfahrten bei Volders und Ampass errichtet. So können die LKWs direkt von der Baustelle Tulfes zur Deponie gelangen, ohne Wohngebiet zu durchqueren.

Deponien Ampass
(http://up.picr.de/21391958nv.jpg)
©BBT SE

Deponie Ahrental
In der Deponie Ahrental wird das Ausbruchmaterial der Vortriebe, welche vom Zufahrtstunnel Ahrental aus getätigt werden, deponiert.
Unterwerk für Bahnstrom:
Auf der Deponie Ahrental entsteht ein elektrisches Unterwerk, welches in den Deponiekörper integriert wird. Das Unterwerk ist ein Gebäude mit einem elektrischen Umspannwerk, das die Stromversorgung des Haupttunnels in der Betriebsphase sicherstellt.

Deponie Ahrental
(http://up.picr.de/21391947lp.png)
©BBT SE

Übersicht über den Baufortschritt  März 2015 Baulos Tulfes-Pfons
(http://up.picr.de/21391942mt.jpg)
©BBT SE


Auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=fsbVQFREyvg

Quellen: BBT Se, Strabag, Salini-Impregilo, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Foto, Grafik: BTT SE

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: tyr am März 27, 2015, 12:04:41
Was ich nicht ganz verstehe ist, wieso der Umfahrungstunnel Innsbruck überhaupt im Zuge der BBT-Arbeiten für den Personenverkehr fit gemacht werden muss. Planmäßig werden dort wohl auch in Zukunft keine Personenzüge unterwegs sein, oder etwa doch?
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Juni 01, 2015, 13:33:25
Die Systemtrennstelle zwischen den unterschiedlichen Stromversorgungssysteme wird sich in den beiden Verbindungstunnel Innsbruck befinden, welche die bestehende Umfahrung Innsbruck mit dem zukünftigen Brenner Basistunnel verbinden. Die bestehende Umfahrung Innsbruck ist mit einer Stromversorgung 15 kV 16,7 Hz ausgestattet.
Im Bereich der Systemtrennstellen 15/25 kV sind Fahrleitung und Feeder durch neutrale Abschnitte getrennt. Die Signalanlage ist in diesen Bereichen so geschaltet, dass eine ausreichende Haltestrecke für die aus der Systemtrennstelle herausfahrenden Züge und eine ausreichende Wiederanfahrstrecke für die in die Systemtrennstelle einfahrenden Züge vorhanden sind (letztere ist neigungsabhängig und entspricht der Summe aus Beschleunigungsweg und Motorabschaltweg). Die Ausbildung der Systemtrennstellen erfolgt gemäß der TSI Energie. Überprüfungen im Zuge der Einreichplanung haben z.B. gezeigt, dass das Betriebssystem für die Strecke des Brenner Basistunnels die Voraussetzungen für das Befahren mit gehobenem Stromabnehmer im Bereich der Systemtrennstelle erfüllt.

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Juni 03, 2015, 08:40:43
Darstellung des Baufortschrittes: Rettungsstollen Tulfes (01.06.15)
©BBT SE

l.g.rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Juli 01, 2015, 10:05:12
,,Längste Eisenbahnverbindung der Welt"

Erfreut über die Kommissionsankündigungen zeigte sich unter anderen Italien, das in Summe 1,2 Mrd. Euro und damit nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Summe aus dem EU-Fördertopf erhalten soll. Unter den insgesamt 15 von der EU-Kommission nun berücksichtigten italienischen Infrastrukturprojekten finden sich nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA auch die umstrittene Bahn-Hochgeschwindigkeitstrasse Lyon - Turin, gegen die Umweltaktivisten seit Jahren protestieren. Finanzieren will Brüssel zudem die Bahnlinie Mailand - Chiasso, sowie den Ausbau des Hafens von Genua.

Mit dem Brennerbasistunnel ist Italien gemeinsam mit Österreich aber auch an einem der großen europäischen Prestigeprojekte beteiligt. Der laut Betreibergesellschaft ,,längste Eisenbahntunnel der Welt" soll laut derzeitigem Planungsstand bis 2026 in Betrieb genommen werden. Zu klären gilt es bis dahin allerdings noch eine Reihe offener Fragen - unter anderem befindet sich die laut EU-Kommission ,,sehr wichtige" Zulaufstrecke auf deutscher Seite nach wie vor nicht einmal in einer konkreten Planungsphase.
Nach einem symbolische Spatenstich am 30. Juni 2006 und der ersten Sprengung für einen Erkundungsstollen am 3. Dezember 2007 wurden am 18. April 2011 die Hauptbauphase und am 19. März dieses Jahres schließlich auch die Arbeiten am Hauptstollen offiziell eingeläutet. Die Kosten des nicht unumstrittenen und Großprojekts belaufen sich laut derzeitigem Planungsstand auf 8,5 Mrd. Euro. Davon sollen 50 Prozent der Planungskosten und 40 Prozent der Baukosten von der EU kofinanziert und der Rest je zur Hälfte von Österreich und Italien getragen werden.
BBT ,,ragt klar heraus"

Nach Angaben des Infrastrukturministeriums werden ,,im aktuellen Projektaufruf für Erkundung und Bau des Brennerbasistunnels" nun für Österreich und Italien insgesamt 1,18 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. ,,Aus der Vielzahl an geförderten Projekten ragt der BBT klar heraus", wie das Ministerium per Aussendung weiter mitteilte - verwiesen wurde aber auch auf weitere in Österreich berücksichtigte Projekte.

Quelle: http://orf.at/stories/2286778/2286781/

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Juli 09, 2015, 15:01:14
Baufortschritt Abschnitt Tulfes-Pfons (06.07.15)
©BBT SE

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Juli 28, 2015, 12:04:06
Bisher größtes Baulos genehmigt!
Aufsichtsrat der BBT-SE genehmigt Finanzierung für Baulos Mauls 2 und 3. Mit 1,4 Milliarden Ausschreibungsvolumen bisher größter Bauabschnitt des BBT

In der gestrigen Aufsichtsratssitzung der BBT-SE wurden die Weichen für die nächste Ausbauphase des Brenner-Basis-Tunnels (BBT) gestellt. Der Aufsichtsrat genehmigte die Ausschreibung des bisher größten Bauloses "Mauls 2 und 3" mit 1,4 Milliarden Euro Auftragsvolumen, das bereits im Frühjahr 2016 vergeben werden soll. "Sobald dieses Baulos vergeben wurde, sind mehr als die Hälfte aller geplanten Arbeiten für den Bau des BBT im Gang", freut sich Infrastrukturminister Alois Stöger über die Fortschritte des Großprojekts.
Mauls 2 und 3" umfasst im Wesentlichen den weiteren Bau



Die Finanzierung des Großprojektes bestreiten Österreich und Italien gemeinsam. Zuletzt hat aber auch die Europäische Union (EU) im Rahmen des Projekts "Connecting Europe Facility (CEF)" 1,18 Milliarden Euro für Erkundung und Bau des BBT zugesichert. "Das ist die bisher höchste Finanzierung die jemals in Europa für ein Infrastrukturprojekt zugewiesen wurde. Das zeigt die europäische Dimension unserer Infrastrukturvorhaben und ist ein klares Bekenntnis zur umweltfreundlichen Schiene", so Stöger. Auch Italien hat den weiteren Bau mit der jüngsten CIPE-Genehmigung im Ausmaß von 920 Millionen Euro abgesichert. "Wir haben die unseren Teil der Finanzierung im laufenden ÖBB-Rahmenplan einkalkuliert und sichergestellt", erklärt Stöger weiter.

Durch die Rahmenpläne zum Ausbau der Straßen- und Schieneninfrastruktur ist es dem österreichischen Infrastrukturministerium gelungen, die Planung und Finanzierung der großen Ausbauprojekte langfristig sicherzustellen. "Eine solch strukturierte Vorgangsweise und eine solche Planungssicherheit für Infrastrukturprojekte sind beispielgebend für Europa", bestätigte auch Pat Cox, der EU-Koordinator für den Brennerbasistunnel, im Rahmen der gestrigen Aufsichtsratssitzung.

Quelle:bmvit.gv.at (http://www.bmvit.gv.at/presse/aktuell/nvm/2015/0725OTS0011.html)

Werde eine de­tail­lierte Auflistung des Bauloses Mauls 2 und 3 in den nächsten Tagen nachreichen.

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am August 04, 2015, 15:09:16
Einbindung Innsbruck Hauptbahnhof

Die Brenner Basistunnel Gesellschaft BBT SE hat die Einbindungsstrecken in den Bahnhof Innsbruck geändert. Diese verlaufen nun für das West- und Ostgleis in Hochlage. Die Überwerfung vom Rechts- auf den Linksverkehr ist entfallen. Die Querschläge sind der neuen Situation angepasst worden.
Weiter wurde die Trasse der beiden Verbindungstunnel der Umfahrung Innsbruck geändert. Diese münden beide in den bestehenden Abzweiger des bestehenden Umfahrungstunnel Innsbruck ein.
Das Konzept der Querverbindungen zwischen den Verbindungstunnel wurde geändert. Ein Teil der beiden Verbindungstunnel wurde mit einem Regelquerschnitt mit größerer Querschnittsfläche ersetzt, in dem ein Rettungsweg untergebracht ist. Die Querschläge entfallen somit.
Die Multifunktionsstelle Innsbruck mit den dort örtlich konzentrierten Funktionen ,,Nothaltestelle" und ,,Überleitstelle" wurde durch eine Nothaltestelle und eine Überleitstelle ersetzt, welche räumlich voneinander getrennt sind.
Die Baumaßnahme im Bereich Innsbruck verringert sich durch den Entfall der Untertagebauarbeiten und der Arbeiten in offener Bauweise signifikant.
Im Bereich der Sillschlucht vergrößert sich die Baumaßnahme durch den geänderten Verlauf des Ostgleises.

Es wird der Bau einer


Baulos 2 Innsbruck - Hauptbaumaßnahmen Bahnhof Innsbruck
Bauwerke
Das Baulos 2 ,,Innsbruck" (Hauptbaumaßnahmen Bahnhof Innsbruck) umfasst die Errichtung folgender Bauwerke:


Beschreibung der Bauphasen der Einbindung in den Bahnhof Innsbruck
Im Zusammenhang mit der Umtrassierung der Gleisanlagen und dem damit verbundenem Entfall der offenen Tunnelbauweisen für die Oströhre vereinfacht sich der Bauablauf im Bahnhof Innsbruck in erheblichem Maße.
Der Bauablauf gliedert sich in vier Bauphasen
Die Gesamtbauzeit beträgt ca. 36 Monate. Dabei ist berücksichtigt, dass in den Wintermonaten bestimmte Bauleistungen (Oberbau / Gleisbau) nicht durchgeführt werden können.
Für die Realisierung ist der Zeitraum 2017 bis 2020 vorgesehen

Baphase1
Die Bauphase 1 umfasst analog dem Hauptprojekt im Wesentlichen die Freimachung des Baufeldes, den Rückbau entbehrlicher Gleisanlagen sowie vorgezogene Leitungssicherung und -verlegungen.
Weiterhin wird die provisorische Straßenbrücke über die Sill im Bereich der Olympiabrücke erstellt und die Baustelle eingerichtet.
Für die Baphase 1 wird eine Baudauer von 11 Monate veranschlagt.

Bauphase 2
In der Baufase 2 werden so weit möglich alle Maßnahmen auf der östlichen Seite umgesetzt. Hierzu gehören im Einzelnen folgende Bauschritte:


Während dieser Phase erfolgt der Betrieb ohne größere Einschränkungen wie bisher zweigleisig Richtung Süden. Die Verbindung zum Westbahnhof ist ab dem Zeitpunkt des Baubeginns für das Kreuzungsbauwerk unterbrochen. Der Verkehr kann in Abstimmung mit der ÖBB über den Hauptbahnhof abgewickelt werden.
Für die Baufase 2 wird eine Baudauer von 15 Monate veranschlagt.

Bauphase 3
In der Bauphase,,3"erfolgen an mehreren Schnittstellen gleichzeitig in Sperrpausen Anschwenkungen / Lückenschlüsse der Gleisanlagen.

Nach Abschluß dieser Arbeiten ist ein eingleisiger Betrieb im Abschnitt zwischen den Weichen 176 und 193 möglich. Anschließend erfolgt der Rückbau der entbehrlichen Gleisanlagen auf der Westseite. Die Umbau- bzw. Anpassungsmaßnahmen im Bereich der Gleise 801 / 805 können umgesetzt werden.
Für die Bauphase 3 wird eine Baudauer von 7 Monate veranschlagt.

Bauphase 4


In der 4. Baufase erfolgen die verbleibenden Arbeiten sowie der Rückbau der Baustelleneinrichtung.

Der Einbau der Weiche 176a sowie der Umbau bzw. die Erneuerung des Gleises 104 b könnte je nach Bedarf des Gleises zeitlich unabhängig im Anschluss erfolgen.
Für die Bauphase 4 wird eine Baudauer von 9 Monate veranschlagt.

Bauwerke im Bereich "Ahrental Sillschlucht"  

Baulos Ahrental - Hauptbaumaßnahmen

Das Baulos ,,Ahrental" (Hauptbaumaßnahmen Ahrental) umfasst im Bereich "Ahrental Sillschlucht" die Errichtung folgender Bauwerke:
Strecke (West- und Ostgleis des BBT) von der Südtangente der A12 bis zu den bergmännischen Portalen der West- und Oströhre rechtsufrig der Sill mit Errichtung von:



Beschreibung des Bauablaufes in der Sillschlucht
Die Gesamtbauzeit beträgt ca. 2 Jahre. Für die Realisierung ist der Zeitraum 2015 bis 2017 vorgesehen.
Baustelleneinrichtung
Für die Baustelleneinrichtung auf der bereits bestehenden Baustelleneinrichtungsfläche wird eine Dauer von 2 Wochen veranschlagt.

Voreinschnitt Tunnel Silltal
Nach der Inbetriebnahme der Baustelleneinrichtung werden die Voreinschnitte der Tunnel Silltal 4, Westund Oströhre, hergestellt.
Für diese Baufase wird eine Baudauer von 2,5 Monate veranschlagt.

Brücke über die Sill (West- und Ostgleis)
Anschließend werden die Gründungen der Eisenbahnbrücken auf beiden Seiten der Sill errichtet. Weiter folgt der Bau der Widerlager mit Flügelwände und die Errichtung der Tragwerke.
Für diese Bauphase wird eine Baudauer von 9 Monate veranschlagt.
Die Einhausung der Eisenbahnbrücke über die Sill (Westgleis) ist erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. Sie kann nach der Fertigstellung der Betonarbeiten des Tunnels Silltal 3 erfolgen.

Tunnel Silltal 2 (West- und Oströhre)
Nach der Herstellung der Nagelwände der Widerlager der beiden Brücken über die Sill werden die beiden Voreinschnitte des Tunnels Silltal 2 erstellt. Es handelt sich dabei um die Voreinschnitte beim Südportal im Bereich des Tunnels Silltal 3 und beim Nordportal im Bereich des Tunnels Silltal 1. Anschließend wird der Pfeilerstollen vorgetrieben und betoniert.
Darauf erfolgt der Vortrieb der West- und Oströhre ebenfalls von Norden nach Süden. Die Betonarbeiten erfolgen im Anschluss an die Betonarbeitender Innenschale der Weströhre des Tunnels Silltal 3.
Für diese Baufase wird eine Baudauer von 4,5 Monate veranschlagt

Tunnel Silltal 1, 2, 3 und 4 - Innenausbau
Im Anschluss an die Vortriebsarbeiten wird der Innenausbau der Tunnel Silltal 2, 3 und 4 eingebaut.


Lageplan: Bauphasen Innsbruck Phase 1-2 (pdf 1,2 MB) (https://www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/verfahren/bbt/aenderungen2013/ao_einfahrt/fb_VII_bauphasen/d0469_lp_02101_30_eb.pdf)
Lageplan: Bauphasen Innsbruck Phase 3-4 (pdf 1,6 MB) (https://www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/verfahren/bbt/aenderungen2013/ao_einfahrt/fb_VII_bauphasen/d0469_lp_02102_30_eb.pdf)
Lageplan: Sillschlucht Phase 1-3 (pdf 1,4 MB) (https://www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/verfahren/bbt/aenderungen2013/ao_einfahrt/fb_VII_bauphasen/d0469_lp_02103_30_eb.pdf)

Quelle: Projekt - BBT-SE (http://www.bbt-se.com/),Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie,  (https://www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/verfahren/bbt/aenderungen2013/ao_einfahrt/index.html)
Grafik:  Projekt - BBT-SE (http://www.bbt-se.com/)

l.g. rellov




Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: 1216.226 am August 04, 2015, 22:52:46
Wo und wie will man dann von Rechtsverkehr (AT) auf Linksverkehr (IT) wechseln?
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: invisible am August 05, 2015, 02:01:03

Wo und wie will man dann von Rechtsverkehr (AT) auf Linksverkehr (IT) wechseln?


Transitzüge, die direkt in die Umfahrung Innsbruck weiterfahren wechseln im Tunnel - Verbindung zwischen den beiden Tunneln wird immer noch ausgekreuzt gebaut.
Züge, die nach Innsbruck rein fahren wechseln jetzt wohl erst im Hbf. Das werden aber wohl hauptsächlich Personenzüge sein, die dort eh einen Aufenthalt haben.
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am August 05, 2015, 11:10:22

Wo und wie will man dann von Rechtsverkehr (AT) auf Linksverkehr (IT) wechseln?

Der Wechsel des Regelgleises von rechts auf den ÖBB-Strecken auf links im Bereich des Brenner-Basistunnels erfolgt bereits bei Ausfahrt aus dem Bf Innsbruck Hbf.
Die bisher für den Wechsel des Regelgleises vorgesehene niveaufreie Kreuzung (fly-over) der beiden Tunnelröhren entfällt!!
Diese optimierte Lösung sieht im Wesentlichen eine vereinfachte Trassenführung zwischen dem Bahnhof Innsbruck und km 4,6+32,002 (Oströhre) vor. Der Wechsel zwischen Rechtsbetrieb (ÖBB) und Linksbetrieb (BBT) erfolgt niveaugleich über Weichen im Hauptbahnhof Innsbruck. Dadurch können die beiden BBT-Gleise in gleicher Höhenlage durch die Sillschlucht in den Hauptbahnhof Innsbruck geführt werden.

Die Vorteile gegenüber dem alten Plan:




Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (https://www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/verfahren/bbt/aenderungen2013/ao_einfahrt/index.html)


l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am August 05, 2015, 20:35:50
Möchte auf die gelöschte Frage von User "Bahnhof"kurz antworten.
Durch den BBT wird die Bestandsstrecke vom Güterverkehr und vom Personenfernverkehr entlastet werden, sodass mehr Kapazitäten für den Nahverkehr frei werden.

l.g.rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am August 10, 2015, 14:42:54
Darstellung des Baufortschrittes: Rettungsstollen Tulfes (10.08.2015)

Foto:©BBT SE

l.g.rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am September 22, 2015, 15:21:29
Vortriebsdaten

Rettungstunnel
Vortrieb                                 Länge:               Ausbruchsquerschnitt:
3.518 m (21.09.2015)           9.700 m                       35 m²

Haupttunnel
Vortrieb                                Länge:              Ausbruchsquerschnitt:
830 m (21.09.2015)               2.175 m                               70 m²

Verbindungstunnel

Vortrieb                               Länge:              Ausbruchsquerschnitt:
262 m (21.09.2015)              7.000 m                             115 m²

Verbindung Ahrental - Nothaltestelle Innsbruck
Vortrieb                               Länge:               Ausbruchsquerschnitt:
594 m (21.09.2015)              775 m                             115 m²


Foto:©BBT SE

l.g.rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am September 27, 2015, 09:59:58
ERSTE TUNNELBOHRMASCHINE BEIM BRENNER BASISTUNNEL NIMMT FAHRT AUF

Am 26.09.15  wurde feierlich die erste Tunnelbohrmaschine auf österreichischem Projektgebiet angedreht. Am 26. Juni, vor genau drei Monaten traf der erste Spezialtransport von weiteren 75, mit den Bestandteilen der Tunnelbohrmaschine (TBM) auf der Baustelle Ahrental ein. In nur drei Monaten wurde die 200 Meter lange und 1.800 Tonnen schwere TBM montiert und nimmt nun ihre Fahrt Richtung Brenner auf.

Die offene Gripper Maschine (https://de.wikipedia.org/wiki/Tunnelbohrmaschine) mit einem Nachläufer von ca. 200 Metern Länge wurde von der Firma Herrenknecht in Schwanau (D) (https://www.herrenknecht.com/de/produkte/kernprodukte/tunnelling/gripper-tbm.html) angefertigt und in 76 Einzelteilen ins Ahrental geliefert. Das schwerste Einzelteil wog 120 Tonnen. Der Zusammenbau der Maschine stellte eine technische Herausforderung dar. Der gesamte vordere Teil der Maschine wurde in der 120x15x15 Meter großen Montagekaverne, welche sich 3,5 km im Berg befindet, zusammengebaut. Die Nachläufer wurden auf der BE-Fläche an der Oberfläche montiert und anschließend durch den Zufahrtstunnel Ahrental in den Berg hinein gebracht. Montageingenieure bauten 3 Monate lang Tag und Nacht die TBM zusammen. Nun arbeitet sie sich in Richtung Süden vor und bricht den 15 km langen Erkundungsstollenabschnitt Richtung Brenner aus. Förderbänder transportieren 1.000 Tonnen Ausbruchsmaterial pro Stunde (600 Tonnen vom maschinellen und 400 Tonnen vom Sprengvortrieb) automatisch auf die Deponie Ahrental.

Bei der heutigen Andrehfeier waren neben den beiden Vorständen der BBT SE, Prof. Konrad Bergmeister und Dott. Ing. Raffaele Zurlo, und Vertretern der ARGE Stabag/Salini-Impregilo der Tiroler Landeshauptmann, Günther Platter, Vorstandsmitglied der ÖBB Infrastruktur AG, Dipl.Ing. Franz Bauer, und Vertreter der RFI anwesend.

Eckdaten zum Baulos Tulfes Pfons

Im Juni 2014 wurde das Baulos Tulfes/Pfons mit einem Auftragsvolumen von ca. 380 Mio. Euro an die Bietergemeinschaft Strabag/Salini-Impregilo vergeben. Im September 2014 haben die Vortriebsarbeiten begonnen. Bis zum Frühjahr 2019 werden bei diesem Baulos 38 Kilometer Tunnel gebaut. Davon waren mit Stand Ende September 2015 mehr als 5 km Tunnel bereits ausgebrochen.

Der 9,7 Kilometer lange Rettungsstollen, welcher parallel zur Umfahrung Innsbruck entsteht, wird mit 3 Sprengvortrieben gleichzeitig ausgebrochen, von Tulfes aus und vom Zufahrtstunnel Ampass aus Richtung Osten und Westen. Diese Arbeiten werden 2017 abgeschlossen sein.

Vom Zufahrtstunnel Ahrental aus erfolgt neben dem maschinellen Vortrieb des Erkundungsstollens (TBM) auch der Vortrieb der Haupttunnel bzw. Verbindungstunnel Richtung Norden. Diese verbinden den BBT mit der bestehenden Umfahrung Innsbruck. Die Arbeiten an den Haupttunnelröhren wurden am 19.03.2015 im Beisein von EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc und der Verkehrsminister der 7 Alpenländer feierlich begonnen. Auch an der 470 Meter langen Nothaltestelle Innsbruck, unter dem Gemeindegebiet von Patsch und Innsbruck-Igls, wird seit Sommer 2015 gearbeitet.



Quelle: Mag. Simon Lochmann; Leiter Kommunikation/ Brenner Basistunnel BBT SE
Foto: © ORF-Tirol
l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Dezember 07, 2015, 12:04:50
Darstellung des aktuellen Baufortschritts


(http://up.picr.de/23910983vr.jpg)
Baufortschritt Erkundungsstollen Ahrental - Pfons

(http://up.picr.de/23910989gl.jpg)


(http://up.picr.de/23910997vi.jpg)


(http://up.picr.de/23911005dn.jpg)


(http://up.picr.de/23911008hw.jpg)


Foto:©BBT SE

l.g.rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Februar 03, 2016, 12:36:12
Der Inntaltunnel wird zwischen dem 6. Februar und dem 21. März 2016 an den Wochenenden gesperrt. Er ist Teil der Südumfahrung von Innsbruck und verbindet die Unterinntalbahn ab dem Abschnitt Volders-Baumkirchen mit der Brennerbahn.
Am 6. Februar beginnen die Arbeiten des neuen Bauabschnitts am Rettungsstollen Tulfes/Ampass für den Brennerbasistunnel (BBT). Dabei werden auch Sprengarbeiten durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen wird der Inntaltunnel für den Zugverkehr deshalb gesperrt. Um so wenig Züge wie möglich über den Innsbrucker Hauptbahnhof umleiten zu müssen, wurden die Sperrzeiten auf sieben Wochenenden aufgeteilt. An diesen Wochenenden (Samstag 8.00 Uhr bis Montag 17.00 Uhr) werden die Güterzüge Richtung Brenner über Hall in Tirol und Innsbruck umgeleitet. Das Zugaufkommen wird sich in diesem Zeitraum auf der Strecke Hall in Tirol und Innsbruck Hauptbahnhof erhöhen. Für den S-Bahn Verkehr sowie die Internationalen Fernverkehrszüge gibt es keine Einschränkungen - sie verkehren planmäßig über den Innsbrucker Hbf.

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Februar 13, 2016, 21:21:20
Darstellung des aktuellen Baufortschritts (08.02.16)

(http://up.picr.de/24579767hb.jpg)
Tulfes

(http://up.picr.de/24579792yx.jpg)
Nothaltestelle Innsbruck

(http://up.picr.de/24579817ot.jpg)
Wolf2

Foto:©BBT SE

l.g.rellov


Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am März 24, 2016, 17:12:28
Vortriebsdaten

Rettungstunnel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
5.494 m (21.03.2016)   9.700 m   35 m²
Knoten Aldrans - große Brezel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
64 m (21.03.2016)   390 m   35 m²
Haupttunnel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
2.065 m (21.03.2016)   2.175 m   70 m²
Verbindungstunnel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
1.108 m (21.03.2016)   7.000 m   115 m²
Verbindung Ahrental - Nothaltestelle Innsbruck
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
681 m (21.03.2016)   775 m   55 m²
Nothaltestelle Innsbruck
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
321 m (21.03.2016)   1.850 m   55 m²
Erkundungsstollen Ahrental - Pfons
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
983 m (21.03.2016)   15.000 m   49 m²

Darstellung des aktuellen Baufortschritts

(http://up.picr.de/24970484ss.jpg)

Baufortschritt Erkundungsstollen Ahrental - Pfons

(http://up.picr.de/24970492lv.jpg)

Foto:©BBT SE

l.g.rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am April 26, 2016, 09:53:34
Vortriebsdaten vom 25.04.2016

Baulos Tulfes/Pfons

Rettungstunnel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
5.855 m    9.700 m   35 m²
Knoten Aldrans - große Brezel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
197 m   390 m   35 m²
Haupttunnel (fertig gestellt)
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
2.175 m   2.175 m   70 m²
Verbindung Ahrental - Nothaltestelle Innsbruck
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
681 m   775 m   55 m²
Nothaltestelle Innsbruck
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
374 m   1.850 m   55 m²
Erkundungsstollen Ahrental - Pfons
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
1.093 m   15.000 m   49 m²
Verbindungstunnel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
1.291 m   7.000 m   115 m²

(http://up.picr.de/25335702bm.jpg)
©BBT SE

(http://up.picr.de/25335590wl.jpg)
©BBT SE


Baulos Wolf

Erkundungsstollen Wolf
Vortrieb   Länge:   Ausbruchsquerschnitt:
384 m   1.200 m   49 m²
Zufahrtstunnel Wolf (fertig gestellt)
Vortrieb   Länge:   Ausbruchsquerschnitt:
4.000 m   4.000 m   120 m²

(http://up.picr.de/25335705ce.jpg)
©BBT SE

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am April 30, 2016, 06:51:17
Der neue Brenner Basistunnel Film 2015/16

https://www.youtube.com/watch?v=ZNPcJgjxLKc

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Juni 05, 2016, 09:31:28
Vortriebsdaten vom 30.05.2016
Rettungstunnel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
6.206 m    9.700 m   35 m²
Knoten Aldrans - große Brezel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
203 m   390 m   35 m²
Knoten Aldrans - kleine Brezel (fertig gestellt)
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
180 m    180 m   35 m²
Haupttunnel (fertig gestellt)
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
2.175 m   2.175 m   70 m²
Verbindungstunnel
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
1.430 m   7.000 m   115 m²
Verbindung Ahrental - Nothaltestelle Innsbruck (fertig gestellt)
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
681 m   681 m   55 m²
Nothaltestelle Innsbruck
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
578 m   1.850 m   55 m²
Erkundungsstollen Ahrental - Pfons
Vortrieb   Länge   Ausbruchsquerschnitt
1.327 m   15.000 m   49 m²

Erkundungsstollen Wolf
Vortrieb   Länge:   Ausbruchsquerschnitt:
569 m   1.200 m   49 m²
Zufahrtstunnel Wolf (fertig gestellt)
Vortrieb   Länge:   Ausbruchsquerschnitt:
4.000 m   4.000 m   120 m²

(http://up.picr.de/25784896yq.jpg)
©BBT SE

(http://up.picr.de/25784897bv.jpg)
©BBT SE

Quelle: BBT SE

l.g.rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am September 06, 2016, 10:41:49
Brennerbasistunnel: ,,Zügiger Baufortschritt"
Nach der zuletzt erfolgten Freigabe des Bauloses Pfons-Brenner durch den Aufsichtsrat der Brenner Basistunnelgesellschaft (BBT SE) findet noch im September die Ausschreibung der Arbeiten mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro statt.
2026 soll die mit 64 Kilometern längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt in Betrieb gehen.
Nord- und Osttirols Landeshauptmann Günther Platter freut sich, dass das größte Baulos des BBT unmittelbar vor dem Start steht: ,,Jetzt nehmen wir das Herzstück dieses Tiroler Jahrhundertprojekts in Angriff. Der BBT ist nicht nur eines der bedeutendsten Verkehrsprojekte Europas, sondern wir brauchen diesen Tunnel, um das hohe Verkehrsaufkommen durch Tirol einzudämmen - das sind wir der Tiroler Bevölkerung schuldig."

Über 600 Arbeiter alleine in Nordtirol
Über 600 Bauarbeiter sind allein auf Nordtiroler Seite im Einsatz, wo bisher bereits über 35 Kilometer an Tunnel zwischen Tulfes und Wolf bei Steinach ausgebrochen wurden. 30 bis 40 Prozent beträgt die lokale Wertschöpfung des zehn Milliarden-Euro-Projekts BBT, die direkt der Region zugutekommt.
Starten wird das neue Baulos in Wolf, wo der Baubetrieb 2017 zu Ende geht. Vom dort inzwischen errichteten Zufahrtstunnel aus findet die nächsten Jahre der Vortrieb Richtung Brenner, aber auch Richtung Innsbruck statt. Das bedeutet, dass in diesem Baulos über 35 Kilometer an Haupttunnel, rund neun Kilometer des Erkundungsstollens, die Nothaltestelle St. Jodok und etliche Querschläge, welche die beiden Haupttunnelröhren verbinden, errichtet werden.

Nur mehr ein Baulos fehlt
Bis 2019 dauern außerdem die Arbeiten im Baulos Tulfes-Pfons an.
Noch nicht ausgeschrieben wurde die letzte Lücke des BBT zwischen dem Innsbrucker Hauptbahnhof und dem Ahrental: Dieses Baulos weist ein Gesamtvolumen von rund 600 Millionen Euro auf.

Das am höchsten geförderte Infrastrukturprojekt Europas
Die prognostizierten Gesamtkosten des BBT belaufen sich auf rund zehn Milliarden Euro. Davon werden 50 Prozent der Planungskosten sowie 40 Prozent der Baukosten von der EU kofinanziert und der Rest je zur Hälfte von Österreich und Italien getragen. ,,Der Brenner Basistunnel ist das am höchsten geförderte Infrastrukturprojekt Europas", so LH Günther Platter. Der Brenner Basistunnel wird vom Land Tirol mit insgesamt 190 Millionen Euro finanziert.
Die Personenzüge werden mit bis zu 250 km/h und die Güterzüge mit 120 bis 160 km/h durch die Alpen fahren. Damit verkürzt sich die Reisezeit von Innsbruck nach Bozen von jetzt zwei Stunden auf 45 Minuten und reduziert die Beförderungszeit von Gütern von derzeit drei Stunden auf die Hälfte.
Der Brenner Basistunnel zwischen Tulfes und Franzensfeste soll also das Nadelöhr Brennerpass beseiten und sprunghaft die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber dem Personen- und Güterverkehr auf der Straße erhöhen.

Quelle: http://www.unsertirol24.com/2016/09/04/brennerbasistunnel-zuegiger-baufortschritt/

l.g rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am September 15, 2016, 11:08:56
Tag des offenen Tunnels in Wolf am Sonntag, den 18. September

Am Sonntag, 18. September 2016 ist es wieder so weit, der Brenner Basistunnel öffnet für einen Tag seine Pforten. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Tunnelanlagen in Wolf zu besichtigen.
Der Tag des offenen Tunnels beginnt um 09:30 Uhr mit einer Messe am Portal Wolf. Die Messe wird in diesem Jahr vom Abt des Stiftes Wilten Mag. Raimund Schreier gehalten. Anschließend geht es dann in die Tiefen des Berges. Die Besucher haben die Möglichkeit 800m tief in den Zufahrtstunnel Wolf zu marschieren. Am Ende des kurzen Weges im Tunnel befindet sich eine große Brecherkaverne. In der Kaverne befinden sich die großen Baumaschinen und Informationsstände der Ingenieure und Techniker der BBT SE.
Hier können Sie alles über Bauverfahren, Bauabwicklung und vieles mehr um das Projekt Brenner Basistunnnel erfahren. Eine kleine Überraschung gibt es auch! Eine Lasershow der besonderen Art tief im Berg.
Nach der Besichtigung bringt Sie ein eigener Bus wieder aus dem Tunnel, wobei Sie dann wieder ungehindert in den zweiten Tunnel gehen können. In einer Kaverne des Padastertunnels erwartet Sie Unterhaltung mit dem Live Studio von Radio Life. Gleichzeitig können Sie sich in der Kaverne stärken, für Speiss und Trank wird gesorgt.
Spannende Spiele für Kinder versprechen Spaß und Spannung für die ganze Familie.
Bitte beachten Sie, dass die Parkmöglichkeiten bei der Talstation der Bergeralm sind, von dort aus bringen Sie eigene Shuttlebusse zur Baustelle Wolf. Die Shuttlebusse halten bei der Talstation der Bergeralm, beim Bahnhof in Steinach und bei der Gemeinde in Steinach.
Festes Schuhwerk wird dringend empfohlen!

Tag des offenen Tunnels Flyer  (https://www.bbt-se.com/fileadmin/news_import/2016/Flyer_BBT_Tag_des_offenen_Tunnels_DE_web_1.pdf)

l.g. rellov

Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am September 30, 2016, 15:51:05
BBT-Zulaufstrecke Eisacktal: Ausschreibung für 2017 geplant
Der Bau des Brennerbasistunnels ist zunehmend auf Schiene. Planungs- und Baufortschritte wurden heute bei einem Treffen in der Franzensfeste analysiert.

Die BBT-Zulaufstrecke Waidbruck-Franzensfeste soll 2017 ausgeschrieben werden. Um das Projekt, dessen Optimierung und das Verfahren der Dienststellenkonferenz ging es heute (Donnerstag, 29. September) in der Franzensfeste bei einem Treffen von Landeshauptmann Arno Kompatscher, dem Regierungskommissar für den BBT, Ezio Facchin, Vertretern des Schienennetzbetreibers  RFI und Italfer, dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Walter Baumgartner, dem Direktor der BBT-Beobachtungsstelle, Martin Ausserdorfer, sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Anrainergemeinden und Vertretern der zuständigen Landesämter.

BBT-Regierungskommissar Facchin bezeichnete das Projekt Brennerbasistunnel als ein "großes Bauvorhaben, das die Zukunft der heranwachsenden Generationen verändern und das Territorium aufwerten" werde. "Am BBT wird mit Verantwortung, Ernsthaftigkeit und im Bewusstsein der Chancen gearbeitet, die das Vorhaben eröffnet", so Facchin. 

Für das gute Gelingen des Jahrhundertprojekts sei die Zusammenarbeit mit den Gemeinden eine Notwendigkeit, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher einleitend. "Wir haben ein gutes Zwischenergebnis erzielt", gab der Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal den Standpunkt der Gemeinden wider. Noch offene Fragen und entsprechende Lösungsvorschläge sollen nun in ein Dokument einfließen, das im Zuge der Ausführungsplanung Berücksichtigung finden kann.

Besprochen wurden dann die Ergebnisse des Projektprüfungsverfahrens im Rahmen der so genannten Dienststellenkonferenz, das vor rund einem Jahr angelaufen ist. Es dient dazu, Anliegen und Verbesserungswünsche der Gemeinden und des Landes gemeinsam mit RFI in das Projekt einzuarbeiten. Dieser Prozess steht nun vor dem Abschluss, nachdem zahlreiche Verbesserungen vorgenommen wurden. Nun können Land und Gemeinden grünes Licht für die weiteren Schritte bis hin zur Ausschreibung im Jahr 2017 geben.

Kritische Punkte waren vor allem der Fensterstollen bei Albeins, die Villnösser Brücke und die Lärmbelastung in Waidbruck. ,,Für alle drei Punkte konnten signifikante Verbesserungen erzielt werden", berichtete beim heutigen Treffen Martin Ausserdorfer von der BBT-Beobachtungsstelle.

Was den Fensterstollen bei Albeins angeht, so konnte dieser zwar nicht vollständig aus dem Projekt gestrichen werden, jedoch wurde seine Größe auf ein Minimum reduziert. Alle technischen Anlagen werden in den Berg verlegt. Sofort nach seiner Realisierung erfolgt ein Rückbau bis zum Portal, so dass lediglich eine einfache Zufahrt übrigbleiben.

Bei der Villnösser Brücke einigte man sich darauf, die Lärmschutzwände zu erhöhen. Der Lärm soll zudem durch Installationen an den Portalen sowie einem Massefedersystem beim Gleisbett  weiter gedämpft werden. Durch eine Simulation, die im Auftrag des Landesamtes für Luft und Lärm durchgeführt wurde, konnte festgestellt werden, dass die Anwohner dadurch keinen zusätzlichen Lärm ausgesetzt sind. Vielmehr wird  es eine deutliche Verringerung der Lärmbelastung entlang der gesamten Strecke geben. Um das Ausmaß der Bauarbeiten bei der Einfahrt nach Villnöß so gering wie möglich zu halten, wurde beschlossen, einen kleinen Fensterstollen - ausgehend von der Fläche Prader Holz in Richtung Süden - zu verwirklichen. So können die Bauarbeiten in den Berg verlegt werden.

Auch im Bereich von Waidbruck konnten das Projekt verbessert und die Lärmbelästigung für die Bevölkerung im Vergleich zur derzeitigen Situation deutlich heruntergeschraubt werden. Nach den Umbauarbeiten beim Bahnhof wird das Dorf dem Eisenbahnlärm weniger ausgesetzt sein, als es heute der Fall ist.

Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigte sich über den Fortschritt der Planungsarbeiten, die Optimierung des Projektes und die Zusammenarbeit aller Seiten äußerst zufrieden: "Man darf nie vergessen, dass ein solcher Abstimmungsprozess zwischen dem Land, den Gemeinden und RFI nicht gesetzlich festgelegt ist. Es ist auch den Bemühungen unserer Vertreter in Rom und der letzthin guten Zusammenarbeit mit RFI zu danken, dass es möglich war, dieses anspruchsvolle Genehmigungsverfahren des  interministerielle Ausschuss für Wirtschaftsplanung CIPE  beispielhaft umzusetzen." Den Bürgermeistern und der Bezirksgemeinschaft Eisacktal sprach der Landeshauptmann ein Lob für deren Einsatz im Sinne der Anrainer aus: "Die Hartnäckigkeit der Gemeinden und die Unterstützung der Beobachtungsstelle für den BBT haben es ermöglicht, das Projekt für die Zulaufstrecke weitreichend und nachhaltig zu verbessern."

Der Landeshauptmann verwies darauf, dass im Zuge der Ausführungsplanung einige Details noch definiert werden müssten: "Hier gilt es am Ball zu bleiben und weiter die Interessen des Landes, der Gemeinden und damit der lokalen Bevölkerung gegenüber RFI zu vertreten."

Die Bürgermeister wurden zudem aufgerufen, ihre Vorschläge für die ökologischen Ausgleichsprojekte vorzulegen, die mit den Umweltgeldern finanziert werden sollen. Diese belaufen sich auf 32 Millionen Euro. BBT-Kommissar Facchin erklärte, dass diesbezügliche Projekte dem interministerielle Ausschuss für Wirtschaftsprogrogrammierung CIPE bereits am 17. Oktober 2016 unterbreitet werden könnten. Landeshauptmann Kompatscher sagte den Gemeinden die Unterstützung des Landes zu.

Die Ausschreibung des Projekts für die BBT-Zulaufstrecke wird im kommenden Jahre 2017 vorgenommen werden. Dies würde einen Baubeginn im Jahre 2018 bedeuten. "Unter diesen Voraussetzungen wird die Zulaufstrecke gleichzeitig mit dem BBT fertiggestellt",  so der Tenor des heutigen Treffens.

Quelle:Presseaussendung  Autonome Provinz Bozen - Südtirol (http://www.provinz.bz.it/news/de/news.asp?news_action=4&news_article_id=562507)

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Dezember 09, 2016, 14:13:20
Herzstück des Brennertunnels um 1,3 Mrd. Euro ausgeschrieben
Innsbruck - Ab heute wird mit ,,Pfons - Brenner" das größte Baulos des 55 Kilometer langen Brennerbasistunnels europaweit ausgeschrieben. Rund 1,3 Milliarden Euro sind für die Errichtung der 35 Kilometer langen Abschnitte des Haupttunnels, rund zehn Kilometer Erkundungsstollen sowie die Nothalte- und Überleitstelle bei St. Jodok vorgesehen.

,,Mit dem Ausbau schaffen wir leistungsstarke Verbindungen zwischen der Alpenregion und den wirtschaftlichen Zentren in Italien und Nordeuropa. Und wir schaffen und sichern allein mit dem Baulos Pfons - Brenner rund 20.000 Arbeitsplätze", betont Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SP). Für Landeshauptmann Günther Platter (VP) ist das Baulos Pfons das Herzstück des Basistunnels. ,,Neben der verkehrspolitischen Notwendigkeit ist er auch ein gewaltiger Impuls für die Konjunktur."

Quelle:Tiroler Tageszeitung  09.12.16 (http://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/12359125-91/herzstück-des-brennertunnels-um-13-mrd.-euro-ausgeschrieben.csp)

l.g. rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Dezember 09, 2016, 19:28:41
Der Inntaltunnel wird untertunnelt - Sperre vorgesehen

Vom 9 km langen Rettungsstollen Tulfes/Ampass wurden bereits etwas mehr als 80% ausgebrochen. Am 8. Dezember beginnt ein Bauabschnitt, in dem die Unterfahrung des doppelröhrigen Bereichs des Inntaltunnels vorgenommen wird. Für diese Arbeiten ist es notwendig, den ÖBB-Inntaltunnel von 8. bis 14. Dezember für den Zugverkehr komplett zu sperren.
 

Am 8. Dezember beginnt ein neuer Bauabschnitt beim Rettungsstollen Tulfes/Ampass. Dabei wird die Unterfahrung des Inntaltunnels im Bereich des Gasthauses ,,Vogelhütte" ausgebrochen. Damit wird der letzte Schritt für den Bau des Rettungsstollens unterhalb von Aldrans in Angriff genommen. Da dieser Vortrieb eine geringe Überlagerung zum Inntaltunnel aufweist, sind besondere Vorkehrungen für den Bauablauf zu treffen.

Für die anstehenden Arbeiten wird der Inntaltunnel für den Zugverkehr gesperrt. In dieser Zeit werden die Züge über Innsbruck umgeleitet. Die ÖBB hat eine Tunnelsperre von Donnerstag, 8. Dezember 8.00 Uhr bis Mittwoch, 14. Dezember 22.00 Uhr vorgesehen. Sprengungen werden wie bisher täglich nur in der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr durchgeführt werden. In der Nacht finden keine Sprengungen statt.

Die einzelnen Arbeitsschritte sind so organisiert, dass in den Nachtstunden möglichst wenig geräuschintensive Tätigkeiten (z.B. Bohren für Felsanker) anfallen. Diese lassen sich jedoch aufgrund notwendiger geotechnischer Sicherungsmaßnahmen nicht zur Gänze ausschließen.

Die Vortriebsarbeiten der Verbindungstunnel werden aktuell über den westlichen Ortsrand von Aldrans hinaus kontinuierlich in Richtung Lans weitergeführt.

Quelle:  Brenner Basistunnel BBT SE  (https://www.bbt-se.com/information/news/detail/news/der-inntaltunnel-wird-untertunnelt-sperre-vorgesehen/)

l.g. rellov
Titel: Bahnstrom Brenner-Basistunnel
Beitrag von: hugre am Januar 11, 2017, 07:34:39
Viele interessante Informationen stehen bereits in diesem Forum über den bergmännischen Bau des BBT. Über die Bahntechnik-Ausrüstung bzw. die geplanten Bahnstromanlagen inkl. Oberleitungssystem steht kaum etwas. Es ist sicherlich zu früh, sich hier auf vorhandene Dokumente abstützen zu können, geschweige auf Ausschreibungen.
Aufgrund der anderen Tunnelausbauten wie Koralm- oder Semmeringtunnel könnte man jedoch gewisse Rückschlüsse auf die zukünftige Ausrüstung im BBT machen. Kann jemand die folgenden Fragen beantworten oder hat weitergehende Informationen:
- Bestimmt die ÖBB die Bahnstrom-Anlagen bzw die Oberleitung?
- Wie sicher ist der Einbau einer Deckenstromschiene oder einer klassischen Ketten-Fahrleitung?
- Wo sind heute die Bahnstromschnittstellen (3kV DC, 15/25kV AC) definiert?
- Gibt es offizielle technische Unterlagen zu diesen Themen oder wann sind diese erhältlich (Ausschreibung)?
Danke und LG
hugre
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Februar 06, 2017, 10:18:47
Siehe Antwort 20 (Trennstelle)

L.g.rellov
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: hugre am Februar 06, 2017, 14:54:34
Herzlichen Dank für den Hinweis auf Antwort 20. Diese gibt Auskunft über die Frage der Systemschnittstellen. Gibt es eventuell weitere Informationen zu den anderen Fragen?
LG Hugre
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Februar 08, 2017, 09:36:29
@ hugre
In der gepostete Datei findest du die Antworten.
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Februar 28, 2017, 08:29:25
VORTRIEBSDATEN VOM 21.02.2017
Rettungsstollen
Vortrieb 7.950 m Länge 9.000 m Ausbruchsquerschnitt 35 m²
Haupttunnel
Vortrieb 2.823 m Länge 3.000 m Ausbruchsquerschnitt 70 m²
Verbindungstunnel
Vortrieb 4.705 m Länge 7.000 m Ausbruchsquerschnitt 115 m²
Erkundungsstollen Ahrental-Pfons
Vortrieb 3.940 m Länge 15.000 m Ausbruchsquerschnitt49 m²
Sicherheits- und Logistiktunnel
Vortrieb 2.690 m Länge 4.000 m Ausbruchsquerschnitt 115 m²

(http://up.picr.de/28450678fb.jpg)

(http://up.picr.de/28450681wy.jpg)
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Februar 28, 2017, 15:52:57
Umbauarbeiten der ÖBB rund um den Hauptbahnhof Innsbruck für die Einbindung des BBT in den Hauptbahnhof Innsbruck

Um den Brenner Basistunnel an den Hauptbahnhof Innsbruck anzubinden ist es notwendig, eine dreigleisige Ein- bzw. Ausfahrt aus dem Bahnhof Innsbruck zu errichten.

Einfahrt Bahnhof Innsbruck

Nördlich der Inntalautobahn erfolgt die zweigleisige Ausfädelung der Gleise zum Brenner Basistunnel von der in weiterer Folge weiterhin zweigleisigen ÖBB-Eisenbahnstrecke über den Brennerpass. Unter Aufrechterhaltung des Betriebes wird die bestehende Bahnstrecke zwischen Bahnhof Innsbruck und dem Bergiseltunnel neu gebaut.
Die Bauarbeiten zur Anbindung des Bahnhofes Innsbruck an den Brenner Basistunnel beginnen Anfang März 2017 und werden voraussichtlich bis Jänner 2020 dauern. Die Abwicklung der Maßnahmen erfolgt durch die ÖBB Infrastruktur AG.

(http://up.picr.de/28452892ka.jpg)
© 2016 - Galleria di Base del Brennero - Brenner Basistunnel BBT SE
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Mai 16, 2017, 15:27:39
Durchschlag erster Verbindungstunnel vom Unterinntal ins Wipptal

Am 11.05.2017 fand unterhalb des Gemeindegebiets von Lans (südlich von Innsbruck) der Durchschlag des östlichen Verbindungstunnels statt. Damit ist der erste der beiden Verbindungstunnel, welche die bestehende Eisenbahnumfahrung Innsbruck mit dem Brenner Basistunnel verbinden, vollständig ausgebrochen. Der Ausbruch des zweiten Verbindungstunnels wird im Sommer des heurigen Jahres erfolgen, ebenfalls unterhalb des Ortsgebiets von Lans.

Die beiden Verbindungstunnel verbinden die seit 1994 in Betrieb befindliche Eisenbahnumfahrung Innsbruck mit den beiden Haupttunnelröhren des Brenner Basistunnels. ,,Nun ist eine unterirdische Verbindung zwischen dem Inntal und dem Wipptal für die Eisenbahn geschaffen" so Prof. Konrad Bergmeister, Vorstand der BBT SE, zu diesem historischen Ereignis.

Dies ist der erste Durchschlag, welcher im Zuge der Bauarbeiten am Baulos Tulfes-Pfons erfolgte. Das Baulos Tulfes-Pfons wurde im Sommer 2014 mit einem Auftragswert von 380 Mio. Euro an die Bietergemeinschaft Strabag AG/ Salini-Impregilo S.p.A. vergeben. Seit Herbst 2014 finden die Bauarbeiten statt, welche bis zum Frühjahr 2019 andauern. Das Baulos Tulfes-Pfons wird vom Zufahrtstunnel Ahrental, vom Zufahrtstunnel Ampass und vom Portal Tulfes aus gleichzeitig aufgefahren. Es umfasst den Ausbruch von 38 km Tunnel, wovon bereits über 26 km ausgebrochen sind.

Bis heute wurden vom gesamten Projekt Brenner Basistunnel etwa 66 km Tunnel ausgebrochen. Dies entspricht knapp 30 % der gesamten Ausbruchsarbeiten.

DARSTELLUNG DES AKTUELLEN BAUFORTSCHRITTS

(http://up.picr.de/29210592kx.jpg)

(http://up.picr.de/29210603re.jpg)

Quelle:https://www.bbt-se.com/information/news/detail/news/durchschlag-erster-verbindungstunnel-vom-unterinntal-ins-wipptal/

l.g. H. Voller
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Hubert Voller am Mai 20, 2017, 12:38:30
Änderung der eisenbahnrechtlichen Baugenehmigung
"Rettungsstollen der Umfahrung Innsbruck"
1. Änderung des Regelquerschnitts und einschaliger Ausbau
2. Änderung der Trasse von km 9+021,219 bis km 9+079,402

Beschreibung des Änderungsvorhabens

Das Änderungsvorhaben sieht den teilweisen Entfall der Innenschale und den Einbau einer permanenten Außenschale in geotechnisch günstigen Bereichen, in denen die nach Einbau der Außenschale auftretenden Verformungen keine schädigenden Auswirkungen auf die Spritzbetonschale haben und in denen sich die erforderlichen Sicherheiten durch Rückrechnung aus den aufgetretenen Verformungen nachweisen lassen, vor.
Der Bogen mit R = 35 m kurz vor der Unterquerung des Bestandsstrecken Tunnels ,,Umfahrung Innsbruck" soll aus vortriebstechnischen Gründen durch ein T-Stück ersetzt werden. Der Rettungsstollen wird mit dem Regelabstand 30 m von der ,,Umfahrung Innsbruck" (Inntaltunnel) gerade weitergeführt. Die Anbindung zum Verbindungstunnel Ost soll rechtwinkelig zur Rettungsstollenachse abzweigen.

Genehmigung

.

Quelle: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/verfahren/bbt/aenderungen2017_rettungsstollen/bescheid.pdf

Titel: Ausschreibung Brenner-Tunnel
Beitrag von: hugre am Juni 09, 2017, 13:54:36
Charakteristik der Bahntechnikausschreibung

Weiss jemand in diesem Forum wie mit Stand heute die Bahntechnikausschreibung tendenziell erscheinen wird?
- Gewerke grenzübergreifend ("horizontal")? z.B. Geleise komplett, Elektrifizierung komplett etc? oder
- Gewerke landespezifisch ("vertikal")? z.B. Geleise, Elektrifizierung etc. jeweils bis Landesgrenze von beiden Seiten?
Es ist klar, dass es jeweils nur eine technische Lösung gibt auch wenn die Gewerke "vertikal" ausgeschrieben würden 



Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Ch. Wagner am Juni 09, 2017, 15:49:23
Das findet man alles bei Google in 1 min: https://www.bbt-se.com/

Jedenfalls ist für die gesamte Tunnelstrecke 25 kV und 50 Hz geplant.
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: hugre am Juni 12, 2017, 07:19:58
Nun ja...die Webside ist bestens bekannt, wie auch die vielen vorhandenen Informationen. Über die mögliche Ausschreibungscharakteristik der Bahntechnik, steht leider gar nichts drin, nicht einmal Anhaltspunkte. Sollte dem so sein, dann bin ich wahrlich froh um entsprechenden Hinweis wo dies zu finden ist....  ausgeschlossen ist ein Überlesen nicht bei den sommerlichen Büro-Temperaturen  :bier:
Titel: Re: Brenner-Tunnel
Beitrag von: Andreas am Juli 03, 2018, 17:33:56
Im Bereich Innsbruck Süd kommt es bis 3.9. zu umfangreichen Bauarbeiten wodurch es zu Einschränkungen im Bahnverkehr Richtung Brenner kommt.

Interessantes Detail am Rande: Die Fernverkehrszüge Deutschland-Innsbruck-Italien können nicht in Innsbruck Hbf halten, da sie über die Umfahrung Innsbruck durch den 12.6 km langen Inntaltunnel umgeleitet werden, wo sonst kein planmäßiger Personenverkehr stattfindet.

Für weitere Informationen und Details siehe hier: http://presse.oebb.at/de/presseinformationen/oebb-wichtige-bahnbauarbeiten-im-bereich-innsbruck-sued