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Verkehr => ÖPNV - Allgemein => Inland => Thema gestartet von: Gleisnagel am September 28, 2009, 22:31:12

Titel: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am September 28, 2009, 22:31:12
Nach der Übernahme der Krimmlerbahn von der ÖBB zur Salzburger Lokalbahn tut sich dort gewaltiges. Die Bahnstrecke von Mittersill bis Krimml wurde im Jahr 2005 durch ein dramatisches Hochwasser praktisch völlig zerstört. Nun ist der Neubau der Strecke im Gange. Jetzt ist man in Rettenbach angelangt und bis zum Jahresende soll noch Bramberg erreicht werden. Für 2010 erwartet man die Fertigstellung der gesamten Strecke.
Der Marialtransport für den Streckenneubau erfolgt fast zur Gänze mit der Schmalspurbahn. Der Gleisschotter wird mit drei Schotterwagen, die  leihweise von der Zillertalbahn stammen, transportiert. Eine der 2095-er schiebt den Schotterzug der in Mittersill per Radlader beladen wird auf der neu gebauten Strecke bis zum vorderen Ende der Baustelle. Nachdem derr Schotter zwischen den Gleisen abgeladen wurde geht es sofort nach Mittersill zurück wo das "Spielchen" wieder von vorne beginnt. Auf diese Art und Weise werden bis zu 400 Meter Gleis pro Tag verlegt.
Aber auch sonst zeigt die SLB wie ein solcher Betrieb geführt werden muß - die ÖBB könnten sich davon eine gewaltige Scheibe abschneiden. Im Vorjahr konnte der Personenverkehr um 40 Prozent gesteigert werden. Aber auch der Güterverkehr der vollkommen eingestellt war wird von den Verantwortlichen zurückgeholt.
Man kann nur hoffen, daß diese Anstrengungen belohnt werden.

0292., Ein Bild vom "Vortrieb" der Neubaustrecke in Richtung Krimml - aufgenommen in Rettenbach.

6444., Der Schotterzug hat sich, nachdem er leer war sofort wieder in Richtung Mittersill abgesetzt um neues Material zu holen. Die drei Schotterwagen wurden von der Zillertalbahn ausgeliehen und dazu ein weiteres Detail am Rande: Der erste Wagen hinter der Lok stammt ursprünglich von den Steiermärkischen Landesbahnen.

6433., Die Lok 2095.01 - SGP bring einen Holzwaggon zu einem Sägewerk in Niedernsill.

6424., Triebwagen 5090 in der Haltestelle Zellermoos.

Alle Fotos stammen von heute (28.9.2009)
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Martin am September 28, 2009, 23:31:20
Danke für die Bilder und den ausführlichen Bericht!  :one:

GLG
G111
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Railfritz am September 29, 2009, 06:10:58
Vielen dank für den Bericht -
die SLB beweist, wenn man will, dann geht's doch!

Fritz
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: invisible am September 29, 2009, 10:29:52

Vielen dank für den Bericht -
die SLB beweist, wenn man will, dann geht's doch!


Genau.... und welchen Grund gibt es dass das bei der Ybbstalbahn oder der Neuberger Bahn oder der Eisenerzer Bahn oder der Vordernberger Bahn oder [beliebige eingestellte oder fast eingestellte Nebenbahn einsetzen] nicht genauso funktionieren kann.

Soooo dicht besiedelt ist das Pinzgau dann ja auch wieder nicht: Zell hat knapp 10000, Mittersill 5500, Niedernsill ca. 2500 und Krimml unter 1000 Einwohner; da können Trofaiach-Vordernberg oder Mürzzuschlag-Neuberg leicht mithalten. Und Industrie gibts dort auch (die holzverarbeitenden Betriebe im Neuberger Tal wollten den Betrieb soweit ich weiß ja auf eigene Faust weiterführen, wurden aber von den ÖBB daran gehindert - nach Vordernberg gibts sogar noch Güterverkehr). Die Voraussetzungen sind also praktisch die selben _plus_ die beiden genannten Strecken sind auch noch normalspurig (im Pinzgau kommt im Güterverkehr ja noch der Rollwagenbetrieb dazu, der die Sache auch nicht gerade billiger macht).
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: amadeus am September 29, 2009, 10:49:50

Genau.... und welchen Grund gibt es dass das bei der Ybbstalbahn oder der Neuberger Bahn oder der Eisenerzer Bahn oder der Vordernberger Bahn [ ... ] nicht genauso funktionieren kann.

Soooo dicht besiedelt ist das Pinzgau dann ja auch wieder nicht [ ... ]


Naja, bei der Neuberger Bahn seh ich es noch am ehesten ein.
Und der Pinzgau hat ein Fremdenverkehrsaufkommen das die tatsächlichen Einwohnerzahlen dort stark relativiert. Hätten die Eisenerzer und Vordernberger einen Wasserfall ... ja dann ...
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am September 29, 2009, 15:30:39
Hallo "amadeus",

......... aber sie hatten eine dampfbetriebene Zahnradbahn - nur die wollte niemand - die ÖBB sowieso nicht und die Bevölkerung benutzt auch lieber den Autobus!!
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am September 29, 2009, 18:45:27
Noch ein paar Bilder von meinem Fotoeinsatz am 28.9.2009 auf der SLB-Strecke Zell am See - Mittersill und in absehbarer Zeit wieder nach Krimml.
Es wäre natürlich schön, wenn die Bahn auch noch zu den Krimmler Wasserfällen weiterfahren würde. Leider ist aber der Höhenunterschied vom Bhf.Krimml zu den Wasserfällen viel zu groß um diesen Wunsch umzusetzen. Wie ich aber die Verantwortlichen kenne werden sich diese etwas einfallen lassen um eine "Bus-Shuttlefahrt" zu den Wasserfällen anzubieten - es ist ja nicht die ÖBB!

Bild 6453, Zugkreuzung in Führt-Kaprun.

Bild 6426, Triebwagen nach Mittersill fährt gerade durch Walchen im Pinzgau.

Bild 6448, der Wendezug mit der Gmeinder-Lok Nr.81 bei der Haltestelle Heilbad Burgwiese

Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Martin am September 29, 2009, 19:29:37
Danke!  :one:
Das Design der Fahrzeuge erinnert ein bisschen an Duisburg....

GLG
G111
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 4020er am September 29, 2009, 22:41:10
Sind das die gleichen Loks wie auf der Zillertalbahn?
Die sehen nämlich so aus:
(http://s1.directupload.net/images/090911/h3p8rg54.jpg)

lg
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: invisible am September 29, 2009, 22:57:28


Genau.... und welchen Grund gibt es dass das bei der Ybbstalbahn oder der Neuberger Bahn oder der Eisenerzer Bahn oder der Vordernberger Bahn [ ... ] nicht genauso funktionieren kann.

Soooo dicht besiedelt ist das Pinzgau dann ja auch wieder nicht [ ... ]


Naja, bei der Neuberger Bahn seh ich es noch am ehesten ein.
Und der Pinzgau hat ein Fremdenverkehrsaufkommen das die tatsächlichen Einwohnerzahlen dort stark relativiert. Hätten die Eisenerzer und Vordernberger einen Wasserfall ... ja dann ...


Das Neuberger Tal wäre sicher auch touristisch noch besser erschließbar, an Sehenswürdigkeiten mangelt es nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Neuberg_an_der_Mürz#Sehensw.C3.BCrdigkeiten
Auch ein Kaplan-Museum (Viktor Kaplan stammte aus Neuberg) könnte ich mir vorstellen.
In Eisenerz ist touristisch heute schon einiges los (Erzberg), Vordernberg (wo auch einige alte Hochöfen zu besichtigen sind) könnte sich da leicht dranhängen.
Eisenerz und Vordernberg würden sich auch prima als Übernachtungsort fürs Schifahren am Präbichl anbieten (optimalerweise natürlich mit Winterbetrieb auf der Bahnstrecke über den Pass - welches Schigebiet hat schon einen Bahnhof direkt neben der Liftstation?)
Erstellt am: 29 September 2009, 22:56:12

Hallo "amadeus",

......... aber sie hatten eine dampfbetriebene Zahnradbahn - nur die wollte niemand - die ÖBB sowieso nicht und die Bevölkerung benutzt auch lieber den Autobus!!


Sie haben immer noch die steilste Adhäsionsbahn in Europa. Und die Sonderfahrten jedes Wochenende im Sommer sind auch sehr gut besucht.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am September 30, 2009, 09:45:27
Hallo "4020er",
die 81-er der SVB ist die gleiche Type wie bei der Zillertalbahn.

Hallo "invisible",
es gehört ja eigentliich nicht hierher aber ich möchte deinen Eintrag beantworten. Die steilste Athäsionsbahn der Welt war/ist die Pöstlingbergbahn mit 112 Promille. Leider weiß ich nicht ob sich die Neigungsverhältnisse nach dem Neubau geändert haben. Das steilste Stück auf der Präbichlstrecke ist mit 73 Promille das Stück zwischen Vordernbachviadukt und Vordernberg-Markt.

Gruß  --  Gleisnagel
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am September 30, 2009, 11:34:15
Für die Touristenfahrten ist unter anderem auch die Dampflok Mh 3 vorgesehen, hier ein Bild vom 28.9.2009 in Tischlerhäusl.

Um die Verschubarbeiten beim Aufladen der Normalspurwagen auf die Schmalspurrollwagen in Zell am See bzw. Tischlerhäusl durchführen zu können benötigt man auch eine Normalspurlok (Nr.86) wie man hier an der ex. V100 sieht. Auch dieses Bild stammt vom 28.9.2009.

Die Bauarbeiten im Neubaubereich werden von dieser Gleisbearbeitungsmaschine (760 mm) unterstützt, 28.9.2009.

Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Ch. Wagner am September 30, 2009, 15:45:22
Die steilste Normalspur Adhäsionsbahn Europas ist die Uetlibergbahn mit 79 o/oo. So sind sie halt, die Schweizer. Bei der Schmalspur aber schlagen sie uns nicht, da sind wir mit der Pöstlingbergbahn vorn.

LG!Christian
(Zahlen aus Wikipedia)
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: invisible am September 30, 2009, 22:41:22

Hallo "invisible",
es gehört ja eigentliich nicht hierher aber ich möchte deinen Eintrag beantworten. Die steilste Athäsionsbahn der Welt war/ist die Pöstlingbergbahn mit 112 Promille. Leider weiß ich nicht ob sich die Neigungsverhältnisse nach dem Neubau geändert haben. Das steilste Stück auf der Präbichlstrecke ist mit 73 Promille das Stück zwischen Vordernbachviadukt und Vordernberg-Markt.


Ja, sorry, steilste Vollbahnstrecke (die Pöstlingbergbahn ist ja eine Straßenbahn *g*). Kommt aber auch drauf an wie man zählt: Es gibt Bahnstrecken mit noch größeren Steigungen, aber meist nur über sehr kurze Stücke und nicht kilometerlang.
Jedenfalls ist die Bahn über den Präbichl etwas besonderes, das touristisch sicher noch wesentlich mehr hergibt als derzeit genutzt wird.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 5047er am August 07, 2010, 17:33:32
Zitat
11. Sept: Feierliche Wiedereröffnung der Strecke

Im Sommer 2009 begann der Wiederaufbau der vom Hochwasser zerstörten Strecke nach Krimml. Am Samstag,
11. September kann die Strecke nach nur 13 Monaten Bauzeit feierlich eröffnet werden. Als erster offizieller Zug nach fünf Jahren wird der Festzug um 11:45 Uhr mit den Festgästen in den Bahnhof Krimml einfahren.

Im Anschluss an die Feierlichkeiten findet am Bahnhofsgelände in Krimml
ein Fest statt.

PROGRAMM, 11. Sept. 2010   
   
10.00 Uhr   Bahnhof Mittersill:
Begrüßung durch LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer,
Bürgermeister Dr. Wolfgang Viertler und
Gunter Mackinger, Direktor der Salzburger Lokalbahn
10.25 Uhr   Abfahrt des Festzuges mit Ehrengästen
10.30 Uhr   Musikalische Begrüßung in Hollersbach
10.50 Uhr   Festakt in Bramberg: Streckenbanddurchschneidung
und kirchliche Segnung, musikalische Begleitung durch die TKM Wald
11.05 Uhr   Abfahrt Festzug nach Neukirchen
11.15 Uhr   Musikalische Begrüßung in Neukirchen
11.30 Uhr   Musikalische Begrüßung in Wald im Pinzgau
11.45 Uhr   Ankunft des Festzuges in Krimml
11.50 Uhr   Eröffnungsfest mit Festansprachen
Musikalische Begleitung durch die Anton Wallner Schützenmusikkapelle
und das historische Anton Wallner Schützenkorps
Eindrehen der letzten Gleisschraube
Freigabe der Strecke
Loktaufe ,,Pinzgau" und Steuerwagentaufe ,,Krimml"
12.15 Uhr   Im Anschluss an den offiziellen Festakt: Fest auf dem Bahnhofgelände

Quelle: www.pinzgauerlokalbahn.at

Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 4020er am August 07, 2010, 17:51:25
Wenn man bedenkt, wann die Bahn von der ÖBB übernommen wurde ist das schon eine beachtliche Bauzeit. Was ich gehört habe, sollen man an einigen Tagen bis zu 400m Neubaustrecke gebaut haben... :o

Zitat
11.45 Uhr   Ankunft des Festzuges in Krimml
[...]
Freigabe der Strecke


Also irgendwas ist da falsch herum... ;D
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: f-taler am September 01, 2010, 13:03:09
Passt gut dazu:

Pinzgauer Lokalbahn als Erfolgsgeschichte

Engagement, Ideen und Kundennähe zahlen sich aus: Das beweist die Pinzgauer Lokalbahn. Als Teil der ÖBB bis 2008 chronisch vom Zusperren bedroht, blüht die Linie auf, seit die Salzburger Lokalbahn den Führerstand übernommen hat.

(http://static2.orf.at/vietnam2/images/site/oesterreich/201031/Pinzga01_big.jpg)

Heimfahrer vom Zeller Stadtfest 2010 spätnachts.

Viele fahrgastfreundliche Spezialangebote

Das Management investiert in neues Personal und Infrastruktur für die Schmalspurbahn, und es geht auf Wünsche der lokalen Politik, Wirtschaft und des Tourismus ein.

Ein ORF-Lokalaugenschein: So ein Andrang von Fahrgästen lässt das Herz jeden Eisenbahners höher schlagen. Mittwoch um 23.30 Uhr: Die Pinzgauer Lokalbahn ist bei der Abfahrt in Zell am See mehr als gut gefüllt.

Viele Besucher des Zeller Stadtfestes aus dem Oberpinzgau nützen das Angebot, sicher und günstig nach Hause gebracht zu werden - ohne bei der Polizei in den Alkomat blasen zu müssen.

(http://static2.orf.at/vietnam2/images/site/oesterreich/201031/Pinzga02_big.jpg)

Sehr viele Biker mit der Bahn unterwegs.

"Geh, betreut`s doch das Stadtfest!"

Diese Zugverbindung ist eine Folge der neu gepflegten Kundennähe, sagt Walter Stramitzer, Dienststellenleiter der Pinzgauer Lokalbahn:

"Wir haben den Stadtfest-Express seit 2008. Kurz nach der Übernahme der Bahn von den ÖBB bekamen wir den Tipp von der Politik, geh fahrt`s doch zum Stadtfest. Wir haben das in kurzer Zeit umgesetzt, und der Zug war von Anfang an ein großer Erfolg - ein Selbstläufer."

(http://static2.orf.at/vietnam2/images/site/oesterreich/201031/Pinzga03_big.jpg)

Manager des Oberpinzgauer Tourismus betreut hier zwei Besucherinnen aus einem arabischen Land, die sich die Tauernregion begeistert ansehen - immer etappenweise mit der Lokalbahn.

Regionale Vermarktung mit Bahn

Auch tagsüber steigen immer mehr Menschen in den Zug - auch Pendler. Vor allem Radtouristen schätzen die Bahnverbindung - und auch Jugendliche, die noch kein Moped fahren dürfen.

Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern sieht in der Pinzgauer Lokalbahn einen wichtigen Kooperationspartner, betont deren Manager Christian Wörister: "Wie haben alle unsere Werbemittel mit den Angeboten der Lokalbahn ausgestattet. Es gibt auch ein Fahrkartensystem mit unserer Tauerncard.

Frühere Gegner des Ausbaues längst bekehrt

Der Service steht im Mittelpunkt. Während die ÖBB viele Bahnhöfe und Haltestellen auf ihren Strecken schließen, hat die Pinzgauer Lokalbahn in Mittersill das Kundencenter ausgebaut. Und dass der Fahrgast die Karte im Zug lösen kann, das versteht sich von selbst.

Die Ergebnisse der ersten zwei Jahre hätten selbst hartnäckige Skeptiker überzeugt, sagt ein früherer - der Wolfgang Viertler, Bürgermeister von Mittersill: "Wir haben mit der Salzburg AG und ihrer Lokalbahn einen einheimischen und regionalen Betreiber. Dieser ist sehr dienstleistungsorientiert. Wir haben sehr erfreuliche Zuwachsraten."

Und auch die Fahrzeit von Mittersill nach Zell am See konnte um zehn Minuten verkürzt werden.

Neue Trasse von Mittersill bis Krimml

Schon bald wird die Pinzgauer Lokalbahn wieder ihre ursprüngliche Strecke in voller Länge befahren - von Zell am See nach Krimml. Vor ein paar Jahren wurde ja westlich von Mittersill ein Teil der Strecke beim Hochwasser fortgespült.

Zwischen Bramberg und Krimml werden derzeit letzte Arbeiten durchgeführt, etwa beim Bahnhof Krimml. Durch die Salzachaufweitung ist die Trasse zum Teil neu und vor dem Hochwasser sicher verlegt worden, wie bei Neukirchen.

(http://static2.orf.at/vietnam2/images/site/oesterreich/201031/Pinzga04_big.jpg)

Verkehrsreferent sehr zufrieden

LHstv. und Verkehrsreferent Wildfried Haslauer (ÖVP) fühlt sich bestätigt: "Es geht etwas weiter, und es macht mir große Freude zu sehen, wie dort gearbeitet wird. Wir bringen sicher einen Teil des Straßenverkehrs auf die Schiene dadurch. Ohne den Kraftakt der Übernahme der Pinzgaubahn durch das Land Salzburg wäre die Bahn zugesperrt worden. Wir lassen sie nun jetzt von Salzburg AG und Lokalbahn betreiben."

Derzeit endet die Strecke bei Krimml vor dem letzten Anstieg in Richtung Ortszentrum. Es werden bereits Pläne gewälzt, die Pinzgauer Lokalbahn bis zu den Krimmler Wasserfällen zu verlängern. Doch bis dahin müssen wohl noch einige Weichen gestellt werden.

Quelle: ORF Salzburg (http://salzburg.orf.at/stories/461261/)
Erstellt am: August 07, 2010, 18:44:14
Salzburg macht's vor:

Neue Wohngebiete nur mehr an Öffi-Strecken geplant

(http://imgl.krone.at/Bilder/2010/08/30/Neue_Wohngebiete_nur_mehr_an_Oeffi-Strecken_geplant-Weniger_Stau-Story-217849_476x250px_2_Z86melwl_lMSA.jpg)

Um die Pkw-Staus auf Pendlerrouten nicht noch mehr anschwellen zu lassen, sucht das Land ganz gezielt nach neuen Wohngebieten entlang von Bahn- und Busstrecken. An der Lokalbahn könnte der Flachgauer Wohnbedarf bis 2030 gedeckt werden. Wohngebiete mit Öffi-Anschluss will man jetzt verstärkt fördern.

"Unser Ziel ist es, im Umkreis von einem Kilometer von Bahn- und Busstrecken neue Wohnflächen aufzuschließen", sagt Landesrat Walter Blachfellner. Den betroffenen Gemeinden will das Land dann eine leichtere Umwidmung sowie eine Wohnbauförderung in Aussicht stellen. "Und zusätzlich winkt den Jahreskarten-Inhabern von Bahn und Bus ja auch noch die 20-prozentige Rückvergütung durch das Land", erklärt der Landesrat. Viele Argumente also, um den privaten Pkw stehen zu lassen...

Und Wohnraum ist in Salzburg knapp: Nur 17,6 Prozent der Fläche können dauerhaft genutzt werden. Durch die Knappheit und die vielen Nutzungsinteressen werden Planung, Flächensicherung und der Aufbau einer Infrastruktur immer schwieriger.

Katalog soll im September vorliegen

"Das Land hat aus Fehlern gelernt, wie sie etwa bei Hochleistungstrasse der Bahn gemacht wurden", berichtet Blachfellner. Sein Credo: Wenn schon der Bau neuer Straßen und Bahnstrecken schwierig ist, gehen wir doch den umgekehrten Weg: Suchen wir freie Wohnflächen entlang öffentlicher Verkehrswege!

Im September bereits soll ein Katalog möglicher Wohnbaugebiete entlang der Bahnstrecke Salzburg - Straßwalchen vorliegen, als Nächstes will die Landes-Raumplanung den NAVIS-Südast bis Golling prüfen.

Infrastruktur-Programm für 30 Jahre

Darüber hinaus wollen Vize-Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrat Blachfellner gemeinsam ein Infrastruktur-Programm für die nächsten 30 Jahre festschreiben: 100 Straßen- und Schienenprojekte werden darin nach ihrer Bedeutung beurteilt. 23 Bahn- und 16 Straßenprojekte sind bereits in Planung. Von der Flughafenbahn Taxham-Stieglgleis bis hin zur Verlängerung der Pinzgaubahn zu den Krimmler Wasserfällen. "Letztlich muss es auch ein Zukunfts-Ziel der Planer sein, Trassen für Stromleitungen wie bei dem 380-kV-Projekt langfristig frei zu halten", so Blachfellner.

Quelle: Kronen Zeitung (http://www.krone.at/Salzburg/Neue_Wohngebiete_nur_mehr_an_Oeffi-Strecken_geplant-Weniger_Stau-Story-217849)
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Martin am September 06, 2010, 01:31:04
Am Samstag wird eröffnet...
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: f-taler am September 11, 2010, 15:00:13
Vom Dornröschenschlaf zu einem Verkehrsmittel mit Zukunft

Burgstaller und Haslauer bei der Eröffnung der Strecke Bramberg - Krimml der Pinzgauer Lokalbahn

Seit heute fährt die Pinzgauer Lokalbahn wieder bis zum Bahnhof Krimml. Nach dem verheerenden Hochwasser 2005 verkehrte die Bahn nur zwischen Zell am See und Mittersill. Im Sommer 2009 wurde nach der Übernahme durch die Salzburg AG im Juli 2008 mit dem Wiederaufbau der Strecke begonnen. Von einem "Happy end auf ganzer Strecke" sprach Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Samstag, 11. September, beim Festakt zur Eröffnung des letzten Teilstückes der nun wieder kompletten Pinzgauer Lokalbahn auf dem Bahnhof Krimml. "Uns ist damit gemeinsam etwas gelungen, das kaum jemand für möglich gehalten hätte", sagte Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer und richtete seinen Dank an "alle, die einen Beitrag geleistet haben".

Insgesamt werden 32,3 Millionen Euro in Infrastruktur und neue Fahrzeuge investiert. Zusätzlich stellt das Land zur Finanzierung des laufenden Betriebes der Pinzgauer Lokalbahn seit 2009 1,33 Millionen Euro und ab 2011 weitere 140.000 Euro zur Verfügung. Auch in Vermarktung und Werbung werde kräftig investiert. "Die Pinzgauer Lokalbahn lebt und ist lebendiger denn je", führte Landeshauptfrau Burgstaller weiter aus. "Mit einer Million Fahrplankilometern bei Bahn und Bus gehört der Oberpinzgau zwischen Zell am See und Krimml mit 45.000 Einwohnern zu den am besten mit Nahverkehrsangeboten versorgten Regionen Salzburgs."

Trotz vieler widriger Umstände wie beispielsweise zweier Weltkriege, dem Automobilzeitalter oder dem Jahrhunderthochwasser sei die Bahn "nicht zu stoppen", so Landeshauptfrau Burgstaller. "Es kommt nicht oft vor, dass ein Bundesland eine ganze Bahn übernimmt. Im Falle der Pinzgaubahn gab es bereits zweimal ein Ja des Landes: das erste Mal bereits 1905. Die politische Entscheidung bedeutet ein deutliches Signal zugunsten des öffentlichen Schienennahverkehrs, das zu Recht weit über Salzburg hinaus Beachtung gefunden hat."

Aktive Unterstützung durch die Bevölkerung

"Einen wichtigen Beitrag zur Pinzgauer Lokalbahn Neu leisten auch die Oberpinzgauer selber. Die Anrainergemeinden haben aktiv Verantwortung übernommen, etwa bei der Betreuung von Haltestellen oder bei der aktiven Bewerbung der Bahn als Tourismusattraktion", machte Landeshauptfrau Burgstaller deutlich.

"Der neue Betreiber hat sich bereits hervorragend bewährt. Neue, moderne Garnituren sind unterwegs, der Güterverkehr auf der Bahn läuft wieder, und die Strecke ist in alter Länge hergestellt. Aber das ständige Werben um die Nutzung und Inanspruchnahme dieser maßgeblich modernisierten und attraktiv gestalteten Bahn muss weitergehen", forderte Landeshauptfrau Burgstaller.

"Diese Bahn hat viel Vergangenheit, aber vor allem eine große Zukunft als Rückgrat des regionalen Nahverkehrs des 21. Jahrhunderts. Dies zeigt sich an der positiven Entwicklung der Fahrgastzahlen. Die geplanten weiteren Streckenbegradigungen in Piesendorf und Uttendorf und die neuen Haltestellen in Zell am See, Piesendorf, Uttendorf, Stuhlfelden und Mittersill werden die Bahn zusätzlich attraktiv machen", betonte Landeshauptfrau Burgstaller, die auch die Vision einer Verlängerung der Strecken bis zu den Krimmler Wasserfällen ansprach.

Haslauer: Bekenntnis des Landes zum öffentlichen Verkehr

"Die Rettung dieser Bahn - allen Rückschläge und Schwierigkeiten zum Trotz - ist für mich auch ein Bekenntnis des Landes zum Ausbau der Schiene und zum öffentlichen Verkehr. Es ist aber auch ein klares Zeichen, dass Salzburg bereit ist, in die Infrastruktur in den ländlichen Regionen und nicht nur im Zentralraum zu investieren. Man sieht, dass die Menschen bereit sind, einzusteigen, wenn Angebot und Qualität stimmen. Die Pinzgauer Lokalbahn wird sich von einem Verkehrsmittel, das jahrelang im Dornröschenschlaf lag, zu einer echten Verkehrsader im Pinzgau - für Einheimische und für Gäste - entwickeln", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer.

Bewegte Geschichte der Pinzgauer Lokalbahn

Bereits 1889 gab es Pläne zur Errichtung einer Eisenbahnstrecke von Zell am See in den Oberpinzgau. Die Vorarbeiten bis zur Konzessionserteilung dauerten jedoch noch bis 1896. Am 19. Mai 1896 unterzeichnete Kaiser Franz Josef die Urkunde zum Bau und Betrieb einer schmalspurigen Lokalbahn von Zell am See über Mittersill nach Krimml. Eröffnet wurde die Schmalspurbahn als "Pinzgauer Localbahn" am 2. Jänner 1898. Geplant war neben einer Verlängerung zu den Krimmler Wasserfällen auch eine Verbindung mit der Zillertalbahn in Tirol. Beide Vorhaben wurden jedoch nicht verwirklicht.

Anfänglich verkehrten zwei Personenzüge, wobei einer auch den Güterverkehr übernahm. Dieser diente in erster Linie dem Holztransport und dem Transport von landwirtschaftlichen Gütern. In Zell am See wurde die Fracht auf Normalspurwaggons umgeladen. 1926 wurde der Rollwagenbetrieb eingeführt.1987 wurde die Bahntrasse zwischen Mittersill und Krimml durch Hochwasser schwer beschädigt. Dies führte jedoch nicht, wie befürchtet wurde, zur Einstellung der Bahn in diesem Abschnitt, sondern zu einem aufwändigen Wiederaufbau der Gleisanlagen. In späteren Jahren erfolgte zusätzlich die Entschärfung einiger besonders enger Bögen, wodurch die Pinzgaubahn die einzige Schmalspurbahn der ÖBB wurde, auf der fahrplanmäßig Geschwindigkeiten von 70 Kilometer pro Stunde erreicht werden konnten.

"Die bewegte Geschichte der Pinzgauer Lokalbahn zeigt, dass diese Bahn mehrfach kurz vor dem Ende stand. Letztlich haben sich die Kräfte durchgesetzt, die an die Zukunft der Eisenbahn im Pinzgau geglaubt haben, mittlerweile konnten wir viele Zweifler überzeugen. Das ist vor allem dem Einsatz der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pinzgauer Lokalbahn zu verdanken, die neues Feuer in die alten Kessel gebracht haben. Ich bin sicher, dass wir mit dem heutigen Neustart auf der gesamten Strecke ein Verkehrsmittel geschaffen haben, das Zukunft hat", schloss Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer.

Wiederaufbau der Pinzgauer Lokalbahn

Mit 1. Juli 2008 übernahm das Land Salzburg die Pinzgauer Lokalbahn von den ÖBB. Den Betrieb führt seither die Salzburger Lokalbahn. Wesentlicher Teil des Betriebskonzeptes war dabei der Wiederaufbau der zwischen 10. und 12. Juli 2005 vom Hochwasser zerstörten Strecke. Am 22. Juli 2009 wurde mit dem Wiederaufbau des Gleiskörpers bis Bramberg begonnen, am 9. Dezember wurde der Abschnitt für den Verkehr freigegeben. Nach Fertigstellung der Neubaustrecke bis Bramberg wurden die Arbeiten in Richtung Krimml fortgesetzt. Insgesamt wurden zehn Kilometer der Strecke komplett neu errichtet und die restlichen 15 Kilometer Altbestand saniert. 50 Kilometer Schienen, etwa 40.000 Betonschwellen und der erforderliche Gleisschotter wurden mit der Bahn angeliefert.

Um ein derartig komplexes Bauvorhaben abzuwickeln, waren hinter den Kulissen umfangreiche Planungs- und Vorarbeiten nötig, die von der Landesbaudirektion und den Spezialisten der Salzburger Lokalbahn durchgeführt wurden. Dabei wird der Neubau auch dem Hochwasser mehr Widerstand bieten. Es wird auch zukünftig Streckenabschnitte geben, die bei auftretendem Hochwasser überspült werden. Mit einer neuen Oberbauform wird versucht, bei Hochwasser die Schäden an den Gleisanlagen gering zu halten. Der Schotteroberbau wird dabei in einem Betontrog errichtet, um eine Unterspülung wirksam zu verhindern. Die Schwellen liegen in einem 45 Zentimeter dicken Schotterbett, und das "Unterbauplanum" hat ein Gefälle von fünf Prozent zur Entwässerung. In Summe betragen die Investitionen für den Wiederaufbau, die Sanierung, Linienverbesserung und sonstige Investitionen (Fahrbetriebsmittel) rund 32,3 Millionen Euro.

Reihe 5090 bildet Rückgrat des Betriebes

Seit Mitte der 1960er Jahre setzten die ÖBB auf dieser Strecke Diesellokomotiven der Reihe 2095 ein, die letztendlich zur Vollverdieselung des Betriebes führten. Von der Reihe 2095 sind bis heute noch drei Loks auf der Strecke in Betrieb, sie werden unter der neuen Bezeichnung Vs 71-73 für Güterzüge und Fahrradtouristikzüge eingesetzt. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden laufend neue Dieseltriebwagen der Reihe 5090 in Zell am See stationiert. Diese bilden auch unter dem neuen Betreiber das Rückgrat des Betriebes.

Im April 2005 beschlossen die ÖBB gemeinsam mit der Zillertalbahn, neue Fahrzeuge anzuschaffen. Die erste Diesellokomotive des Typs D 75 BB-SE für die Pinzgauer Lokalbahn wurde von der Gmeinder Lokomotivfabrik im Februar 2007 ausgeliefert, wurde aber von den ÖBB nicht eingesetzt. Die Lok wurde von der Salzburger Lokalbahn (SLB) als Vs 81 in Betrieb genommen und gelangt seit der Übernahme durch das Land Salzburg mit einem ebenfalls neu angeschafften modernen Wendezug zum Einsatz. Von der SLB wurde nach Übernahme der Pinzgauer Lokalbahn am 2. September 2008 eine zweite Lokomotive bestellt, die Ende 2009 in Dienst gestellt und als Vs 82 bezeichnet wurde. 2004 wurden eine Lokomotive, zwei Mittelwagen und drei Steuerwagen als Neubaufahrzeuge für die ÖBB-Pinzgaubahn angeschafft. 2009 wurden diese Fahrzeuge von der Salzburg AG übernommen. 2008 wurde eine zusätzliche Lokomotive bestellt und Ende 2009 in Betrieb genommen.

Güterverkehr nach zehnjähriger Pause wieder aufgenommen

Der Güterverkehr wurde im November 2008 nach zehnjähriger Pause wieder aufgenommen. Die Salzburger Lokalbahn, Betreiberin der Pinzgauer Lokalbahn, ist ein erfahrenes Unternehmen im regionalen, nationalen und internationalen Güterverkehr. Pro Jahr werden mehr als zwei Millionen Tonnen Güter auf eigenen und fremden Schienen transportiert. Die Pinzgauer Lokalbahn profitiert von dieser langjährigen Erfahrung im Güterverkehr.

Zu vielen Gewerbebetrieben führen Anschlussgleise der Pinzgauer Lokalbahn. Diese Betriebe haben dadurch für ihre Güterbeförderung eine direkte Anbindung an das Schienennetz der ÖBB und an das europäische Eisenbahnnetz. Namhafte Unternehmen nutzen die Pinzgauer Lokalbahn, um den Transport von Rohstoffen und Gütern umweltfreundlich von der Straße auf die Schiene zu verlegen. Die Unternehmen schätzen die Verlässlichkeit und die Flexibilität der Lokalbahn.

Zur Finanzierung der Infrastruktur- und Fahrzeuginvestitionen waren in Summe rund 32,3 Millionen Euro erforderlich. Dazu tragen die ÖBB in Höhe von 12,948 Millionen Euro und der Bund in Höhe von zehn Millionen Euro bei. Das Land stellte für diese Investitionsmaßnahmen 9,352 Millionen Euro zur Verfügung, weiters zur Finanzierung des laufenden Betriebes der Pinzgau-Bahn ab 2009 indexgesichert 1,33 Millionen Euro und ab 2011 weitere indexgesicherte 140.000 Euro. Bei der Eröffnung der Pinzgauer Lokalbahn wurden zum Thema passende kreativ-künstlerische Arbeiten von Menschen mit Beeinträchtigung aus den Einrichtungen der Salzburger Lebenshilfe präsentiert. Die Werke entstanden während der "Internationalen Malerwochen Hollersbach".

Quelle: SALZBURG.AT (http://www.salzburg.at/themen/verkehr.html?nachrid=45622)
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Martin am September 12, 2010, 02:19:25
Danke für den Bericht und die Bilder... :one:
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 5047er am September 13, 2010, 08:00:33
Super Bilder, Danke. :one:
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: f-taler am Mai 15, 2011, 12:01:38
Drei Jahre SLB Pinzgauer Lokalbahn

Fahrgastzahlen übertreffen Erwartungen / Erfolgreiche Kooperationen, Rad- und Dampfsaison ab Mai / Heizhaus Tischlerhäusl um 1,4 Mio € saniert / Bürgermeister Hans Warter, Beiratsvorsitzender der SLB Pinzgauer Lokalbahn: ,,Immer mehr Pinzgauer steigen in die Pinzgauer Lokalbahn ein"

,,Die Fahrgastzahlen übertreffen eindeutig unsere Erwartungen", berichtet Bürgermeister Hans Warter im Rahmen eines Pressegesprächs am 12. Mai in Zell am See. Der Piesendorfer Bürgermeister ist Vorsitzender des Beirates der SLB Pinzgauer Lokalbahn. Der jüngste Quartalsvergleich bestätigt, dass immer mehr Pinzgauer und Urlaubsgäste die Schmalspurbahn für Beruf, Schule und Freizeit nutzen: Die Zahl der Fahrgäste im ersten Quartal 2011 hat sich im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2009 verdoppelt. Der direkte Vergleich ist nicht ganz korrekt, da 2009 noch nicht die gesamte Strecke befahren wurde. ,,Der Fahrgastzuwachs freut mich sehr, da wir vor drei Jahren nicht mit einer so schnellen positiven Entwicklung gerechnet haben", fügt Hans Warter hinzu. Die Salzburger Lokalbahn wurde am 8. Juli 2008 als Betreiberin der Strecke durch das Land Salzburg eingesetzt.

Im Februar 2011 wurden erstmals mehr als 3.000 Fahrgäste pro Tag gezählt. Für 2011 werden über 800.000 Fahrgäste erwartet. Hans Warter sieht in der steigenden Nachfrage den Bedarf bestätigt: ,,Die Pinzgauer Lokalbahn zeigt, dass mehr Menschen die Bahn nutzen, wenn das Angebot stimmt."

Erfolgreiche Kooperationen im Tourismus

Mit Kundenorientierung und den Verantwortlichen direkt vor Ort ist die Schmalspurbahn auch in touristischer Hinsicht erfolgreich unterwegs. ,,Die Pinzgauer Lokalbahn hat sich in den letzten Jahren als verlässlicher Partner für touristische Angebote etabliert", lobt Bürgermeister Hans Warter. Der Piesendorfer Bürgermeister ist Vorsitzender des Beirates der SLB Pinzgauer Lokalbahn. ,,Die Errichtung von neuen Haltestellen in der Nähe von Seilbahnen hat sich mittlerweile als zukunftsweisende Entscheidung bestätigt", so der Vorsitzende. Die Haltestellen ,,Hollersbach Panoramabahn" und ,,Areitbahn" in Zell am See wurden in Gehweite zu den Talstationen der Seilbahnen errichtet.

Die Aktion ,,Skipass = Fahrkarte" ist das erfolgreichste Winter-Angebot. In der Skisaison 2009/10 gab es erstmals eine Kooperation mit der Hollersbacher Panoramabahn. Im heurigen Winter 2010/11 wurde die SVV-Aktion auf das Familien-Skigebiet Wildkogel und den sogenannten 'Wennser Gletscher', einem Anfängerlift in Bramberg Wenns, erweitert. Mit einem gültigen Skipass brachte dabei die SLB Pinzgauer Lokalbahn zwischen Dezember und Mai insgesamt mehr als 15.000 Fahrgäste zur Piste. Die Zahlen bestätigen auch heuer wieder: Wenn ein Angebot passt, wird es auch angenommen und das Auto bleibt in der Garage. Noch dazu nützen Jugendliche und Schulklassen die Bahn zu jenen Fahrzeiten, die sonst weniger ausgelastet sind. Weitere gut gebuchte Angebote waren Wintermärchen- und Rodelzug.

Saisonauftakt mit Fest: 21. Mai 2011

Die Rad- und Nostalgiesaison im Oberpinzgau wird heuer erstmals mit einem Fest am 21. Mai eröffnet. Erster Teil des Festakts wird die Loktaufe am Bahnhof Neukirchen sein. Ein Sonderzug bringt die Festgäste anschließend nach Mittersill. Der jetzt auch außen komplett renovierte Bahnhof Mittersill bietet für den zweiten Teil des Festakts einen perfekten Rahmen. Den Abschluss bildet die feierliche Eröffnung der neuen Ausstellung im Felberturm-Museum ,,Pinzgauer Lokalbahn - Geschichte und Gegenwart" mit gleichzeitiger Präsentation eines neuen Modells der modernen Wendezüge.

Quelle: Schmalspur-Europa
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: kroko am Mai 15, 2011, 14:36:35
Ausgezeichnete Nachrichten - die hoffentlich auch in anderen Fällen Mut machen.

Noch ein Artikel von orf.at dazu:
http://salzburg.orf.at/stories/515441/
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: f-taler am Oktober 05, 2011, 16:14:49
Pinzgaubahn als Zugpferd

Verkehr. Immerhin 46 Prozent aller Wege werden im ,,Autoland" Salzburg zu Fuß, per Rad oder mit Bus und Bahn zurückgelegt. Es sollen mehr werden.

Salzburg, Zell am See. Wenn das öffentliche Angebot und wichtige Kleinigkeiten passen, steigen auch Autofahrer um. Davon sind Verkehrsexperten überzeugt. Als Vorbild für Österreich streicht der Verkehrsclub VCÖ die Pinzgauer Lokalbahn hervor.

Nach dem Radwegenetz im Vorjahr erhielt am Freitag das Land als Investor und Planer zum zweiten Mal nacheinander den VCÖ-Mobilitätspreis verliehen - mit dem Betreiber Pinzgauer Lokalbahn. Die Zahl der Fahrgäste habe sich seit 2008 auf rund 800.000 Fahrgäste pro Jahr fast verdreifacht (von 280.000 vor der Übernahme von den ÖBB). Der Erfolg hat aber seinen Preis. ,,Wir haben 20 Millionen Euro allein in die Schieneninfrastruktur gesteckt und fünf Millionen in das Wagenmaterial", sagte Landesbaudirektor Christian Nagl, ,,in Zukunft sind es 3,5 Millionen jährlich für Betrieb und Infrastruktur". Für den laufenden Betrieb seien es 1,5 Mill., betonte LH-Stv. Wilfried Haslauer (ÖVP). Eine Million werde aus Fahrscheinverkauf und Schülertransporten eingenommen. Es gebe zwei Visionen: eine Verlängerung nach Krimml und eine Stichstrecke Richtung Kaprun. ,,Ich kann ausschließen, dass das vor 2014 in Angriff genommen wird. Jetzt konzentrieren wir uns auf den Fertigbau mit diversen Ausweichen usw." Peter Haibach (Probahn) lobt das Zukunftsmodell im Pinzgau. Bund und ÖBB müssten für eine ,,faire Verländerung" von Regionalbahnen sorgen, der Privatbahnen-Topf müsse aufgestockt werden.

Martin Blum vom VCÖ ist zuversichtlich, dass Salzburg bis 2020 das Ziel 60 Prozent ,,klimafreundliche Mobilität" erreichen kann. ,,Gehen und Radfahren können gemeinsam 35 Prozent erreichen, für den öffentlichen Verkehr sind 25 Prozent realistisch." Jede zehnte Autofahrt sei kürzer als einen Kilometer.

Um alte Gewohnheiten ändern zu können, müssten in der Wegekette auch die ,,Kleinigkeiten" passen, sagte Gernot Hubner vom MobilitätspreisHauptunterstützer ÖBB-Postbus. Das reiche von der Beleuchtung an einer Haltestelle bis zur Breite eines Radwegs.

Quelle: SN (http://search.salzburg.com/articles/21533803?highlight=bahn+)
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: emu 4010 am März 23, 2012, 10:54:06
Ein paar "aktuelle" Fotos vom vergangenen Februar 2012.

Viel Spaß  ;)
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am Juli 05, 2012, 20:38:58
Mit einem Freund war ich die letzten drei Tage auf der Krimmlerbahn und auf der Zillertalstrecke  Unterwegs. Die Eindrücke dieser drei Tage waren gigantisch.
Es würde mich interessieren was die ex.ÖBB Herren zum Betrieb der abgegebenen bzw. geschlossenen Bahn im Pinzgau für Antworten die Einstellung betreffend geben.
Züge auf der Schmalspurbahn oft übervoll von Fahrgästen und Fahrrädern, eine teilweise völlig neu gebaute Strecke. Die komplette Infrastruktur so ausgebaut wie man diese eigentlich nur von schweizer Bahnen erwartet. Das Personal liebenswürdig vom Kleinkind bis zur Oma. Hilfreich  bemüht die oft sperrige Fracht (Fahrräder) zu verstauen. Wegen des starken Passagieraufkommen  wir nieman vom Personal auf die Idee kommen, diese als Störenfriede zu betrachten. Immer, sauber in Uniform, für die eventuellen Proplemchen der Reisenden, ein offenes Ohr.
Diesen Betrieb der SLB (Salzburger Landesbahn) sollten sich die ÖBB als Beispiel nehmen um in ihrem Unternehmen ähnliches aufzuziehen - dafür ist aber Arbeit, Ideenreichtum und noch einiges
notwendig - aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.

Mit freundlichen Grüßen      -----      Gleisnagel.

Die Aufnahmen dieser Reihe sind alle heute, 5.7.2012 aufgenommen
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am Juli 06, 2012, 17:31:04
Fortsetzung der von mir gestern eingebrachten Aufnahmen der Krimmlerbahn.

MfG.     ----     Gleisnagel
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: J. 1042 am Juli 06, 2012, 22:01:08
Zitat
Diesen Betrieb der SLB (Salzburger Landesbahn) sollten sich die ÖBB als Beispiel nehmen um in ihrem Unternehmen ähnliches aufzuziehen


Also deutlich billigeres Personal einstellen, irrwitzige Fahrpläne erstellen und dafür die Vorschriften etwas großzügiger auslegen und zum Großteil eine von ÖBB und Land gesponserte Neubaustrecke befahren. Da kann wirklich kaum was schiefgehen, wenn man auch noch die wirklich lobenswerte Kundenbetreuung dazunimmt.

Dass diese Strecke nur so erfolgreich sein kann, war auch einigen ÖBBlern klar, weshalb man sich auch intensiv um die Lösung SLB bemüht hat. Die Einstellung war wohl nie ernsthaft ein Thema!
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am Juli 10, 2012, 18:34:24
Zitat von: J. 1042 link=topic=2482.msg95610#msg95610 date=13416048[quote
Diesen Betrieb der SLB (Salzburger Landesbahn) sollten sich die ÖBB als Beispiel nehmen um in ihrem Unternehmen ähnliches aufzuziehen


Also deutlich billigeres Personal einstellen, irrwitzige Fahrpläne erstellen und dafür die Vorschriften etwas großzügiger auslegen und zum Großteil eine von ÖBB und Land gesponserte Neubaustrecke befahren. Da kann wirklich kaum was schiefgehen, wenn man auch noch die wirklich lobenswerte Kundenbetreuung dazunimmt.

Dass diese Strecke nur so erfolgreich sein kann, war auch einigen ÖBBlern klar, weshalb man sich auch intensiv um die Lösung SLB bemüht hat. Die Einstellung war wohl nie ernsthaft ein Thema!
[/quote]

Die ÖBB hatte lange genug die Chance den Weg den man bei den SLB gegangen ist selbst zu gehen, so aber ging es sogar mit dem mageren Güterverkehr ins "Endlose". Das Einkommen bei den ÖBB ist offensichtlich höher als ständig von verschiedenen Medien kritisiert - demnach müssen die Betriebszugehörigen der SLB auf den Weg in die, trotz Beschäftigung, Pleite gehen.
Natürlich bin ich kein Fachmann aber mein logisches Denken und das was ich sehe läßt mich erfreut über dieses Unternehmen denken und hoffen, trotz der "irrwitzigen" Fahrpläne.

MfG   ---------      Gleisnagel
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Gleisnagel am Juli 17, 2012, 17:09:43
Noch ein paar Aufnahmen von der Krimmlerbahn.

MfG.       -----      Gleisnagel
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: il_treno am Juli 17, 2012, 18:41:31

Zitat
Diesen Betrieb der SLB (Salzburger Landesbahn) sollten sich die ÖBB als Beispiel nehmen um in ihrem Unternehmen ähnliches aufzuziehen


Also deutlich billigeres Personal einstellen, irrwitzige Fahrpläne erstellen und dafür die Vorschriften etwas großzügiger auslegen und zum Großteil eine von ÖBB und Land gesponserte Neubaustrecke befahren. Da kann wirklich kaum was schiefgehen, wenn man auch noch die wirklich lobenswerte Kundenbetreuung dazunimmt.

Dass diese Strecke nur so erfolgreich sein kann, war auch einigen ÖBBlern klar, weshalb man sich auch intensiv um die Lösung SLB bemüht hat. Die Einstellung war wohl nie ernsthaft ein Thema!


Es ist klar wenn man nur von staatlichen Subventionen abhängig ist, dass man keine Strecken attraktiviert sondern lieber alles zusperrt, unter dem Motto der Kunde stört eh nur, aber die Privilegein (quasi Unkündbarkeit, Pension, etc) dafür er mit seinen Steuergeldern finanzieren.
Im übrigen ist die Salzburger Lokalbahn im Besitz der Salzburg AG, die nicht gerade für schlechtbezahlte Jobs bekannt ist!
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Ch. Wagner am Juli 17, 2012, 18:52:35

Also deutlich billigeres Personal einstellen, irrwitzige Fahrpläne erstellen und dafür die Vorschriften etwas großzügiger auslegen und zum Großteil eine von ÖBB und Land gesponserte Neubaustrecke befahren.


Da hätte ich doch gerne Belege für deine Behauptungen.
Ich kann auch nichts Abwegiges am "Sponsern" von Seiten des Landes finden. Ohne diese Zahlungen gäbe es wohl kaum mehr einen Verkehr auf der Übelbacher-, Weizer, Radkersburgerbahn usw. Und wenn das Land nichts zahlt, dann fährt auch kein Zug mehr, siehe Gesäuse.
LG! Christian

PS:Schöne Fotos (eh wia imma)
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: kroko am August 01, 2014, 12:13:55
Ich weiß nicht ob es schon anderswo im Forum erwähnt wurde. Die Pinzgauer Lokalbahn wurde beim aktuellen Hochwasser wieder schwer beschädigt. Hoffentlich ist es diesmal nicht ganz so schlimm.

Pinzgauer Lokalbahn stark beschädigt

Die Pinzgauer Lokalbahn wurde durch die Flut stark beschädigt. An einigen Stellen brach der Bahndamm. Der Ober- und Unterbau der Strecke wurde weggespült. Derzeit fahren die Züge nur auf den 15 Kilometern zwischen Zell am See und Niedernsill: ,,Wir rechnen damit, dass wir die Strecke bis Mittersill in etwa einer Woche wiederherstellen können", sagte Walter Strammitzer von der Pinzgauer Lokalbahn Freitagfrüh.

Der 25-Kilometer-Streckenabschnitt von Mittersill bis Krimml wurde von den Wassermassen deutlich stärker beschädigt. Hier gibt es noch keinen Zeitplan, wann die Züge wieder fahren könnten: ,,Da müssen wir noch die Bestandsaufnahme abwarten", sagte Strammitzer. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet - allerdings können dort keine Fahrräder mitgenommen werden.
http://salzburg.orf.at/news/stories/2660834/
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: J. 1042 am August 01, 2014, 12:29:10
Wobei Überflutungen gewisser Abschnitte der Neubaustrecke westlich von Mittersill im Rahmen des Hochwasserschutzes bei größeren Hochwassern auch vorgesehen und gewollt sind, da sich die Retensionsbecken jenseits der Bahntrasse befinden. Dazu wurden auch bauliche Massnahmen getroffen um die Schäden an der Bahntrasse so gering wie möglich halten.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn: Zell am See - Krimml
Beitrag von: Empedokles am August 01, 2014, 17:37:09

Ich weiß nicht ob es schon anderswo im Forum erwähnt wurde.


Nein, wurde es nicht. DANKE! - Irgendwie war diese Meldung aber zu erwarten. - Leider.

Der ORF-Teletext informierte gestern noch den ganzen Tag über die angebliche Streckenunterbrechung auf der Südbahn, obwohl diese bereits seit vorgestern Geschichte ist. Da war der ORF wieder sehr aktuell und hat die Bahnreisenden wieder einmal total verunsichert.

Return to SLB:
Der Hochwasserschutz wurde bis heute flußaufwärts anscheinend nur bis Mittersill realisiert, obwohl die Vergangenheit gezeigt hat, wie wichtig der Hochwasserschutz dieser Bahnlinie bis Krimml ist. Wahrscheinlich arbeitet man sich damit flußaufwärts vor, aber es dauert halt viel zu lange! Nun werden abermals etliche Millionen für die Wiederherstellung der Bahnlinie benötigt, die man sinnvollerweise schon bis jetzt in den Hochwasserschutz investieren hätte können.
Das heurige Hochwasser-Beispiel in Mittersill könnte auch bestätigen, daß die bis dorthin getätigten Investionen wieder für Gesäß&Friedrich waren, weil durch den geplanten Hochwasserschutz bis Krimml, von dort aus künftig nach Mittersill ein Kanaleffekt eintreten wird, der die bisher getätigten Investitionen beim nächsten Hochwasser ins Absurdum stellen könnte.

LG, E.
Erstellt am: August 01, 2014, 12:45:06

Wobei Überflutungen gewisser Abschnitte der Neubaustrecke westlich von Mittersill im Rahmen des Hochwasserschutzes bei größeren Hochwassern auch vorgesehen und gewollt sind, da sich die Retensionsbecken jenseits der Bahntrasse befinden. Dazu wurden auch bauliche Massnahmen getroffen um die Schäden an der Bahntrasse so gering wie möglich halten.


Alles recht und schön. Da wurde sicherlich viel gemacht. Aber anscheinend ohne Nutzen für die geplagte Bahn!

Laut einem Bericht von ORF-Österreich-Heute um 17:10 Uhr wird die Strecke nach Krimml noch monatelang nicht befahrbar sein.
Diese erneuten Kosten der Wiederherstellung der Bahnstrecke, hätte besser gleich in den Hochwasserschutz investiert werden sollen! Und ich getraue mich zu prophezeien, daß schon nächstes oder übernächstes Jahr daselbe Desaster erneut eintreffen wird! - Das ist der oft geleugnete Klimawandel, der bereits voll im Gange ist und an den keiner so wirklich glauben will.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Vitus am August 01, 2014, 21:53:01
Leider wurde die Bahnstrecke immer wieder am Hochwasserdamm errichtet. Laut eines Anrainers wurde früher das Flussbett immer wieder ausgebaggert, um das Flussbett nieder zu halten. Anscheinend erfolgt das nun nicht mehr.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: kroko am August 02, 2014, 04:45:33
Zitat
Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet - allerdings können dort keine Fahrräder mitgenommen werden.


Das finde ich ehrlich gesagt erbärmlich (wenn es wahr ist). Genau jetzt ist Tourismus-Hauptsaison, und die Bahn hat große Wichtigkeit für Radtouristen. Die Sperre wird vielleicht Monate dauern - warum kann man nicht einen Schienenersatz einrichten der Fahrräder mitnehmen kann?
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: kroko am August 11, 2014, 01:45:55
Da hab ich zu früh kritisiert - jetzt gibt es Schienenersatzverkehr-Busse mit Radanhänger. Hut ab! (Das hätten die ÖBB wahrscheinlich nicht zustande gebracht).

http://salzburg.orf.at/news/stories/2662290/
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: Andreas am August 11, 2014, 11:51:04
Auf der Homepage der SLB wird genau beschrieben wie momentan der Verkehr auf der Pinzgauer Lokalbahn abläuft:

Teilsperre der Strecke

Bahnverkehr derzeit zwischen Zell am See und Niedernsill.

Schienenersatzverkehr zwischen Niedernsill und Krimml Bahnhof. Es werden die den Bahnhöfen nächst gelegenen Bushaltestellen der Linie 670 sowie die Bahnhöfe Niedernsill und Mittersill bedient. In Uttendorf fährt der Bus nicht durch den Ort sondern bedient nur die Haltestellen direkt an der Bundesstraße.

Eine Fahrradmitnahme zwischen Zell am See und Niedernsill ist wie gewohnt gegen Voranmeldung möglich. Von Niedernsill bis Krimml ist die Fahrradmitnahme nur bei folgenden Kursen möglich:

- zu Bus 3308 ab Niedernsill um 09:28 Uhr
- zu Bus 3316 ab Niedernsill um 13:28 Uhr
- zu Bus 3324 ab Niedernsill um 17:28 Uhr
Die Nostalgiefahrten finden eingeschränkt statt: ab Donnerstag, 14. August 2014 fährt der Dampfzug jeden Donnerstag von Zell am See bis Niedernsill,
von dort fährt ein Nostalgiebus bis zu den Krimmler Wasserfällen.
Für alle, die die Wasserfälle nicht besuchen, fährt der Dampfzug zwischen Zell am See und Niedernsill im Pendelverkehr.

Die Nachtzüge zu den Zell SommerNachtsfesten an jedem Mittwoch im August verkehren wie gewohnt ab Zell am See um 23:30 Uhr,
ab Niedernsill wird ein Postbus im Schienenersatzverkehr eingesetzt.

Quelle: http://www.pinzgauerlokalbahn.at/content/website_pinzgauerlokalbahn/de_at/news-uebersicht/schienenersatzverkehr.html

Die Lösung beim Nostalgiezug mit einem Nostalgeibus ab Niedernsill finde ich eine interessante Kombination ;)
Erstellt am: August 11, 2014, 11:00:52


Unter Folgendem Link gibt es Bilder der Zerstörungen des Hochwassers an der Bahnstrecke:

http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/nach-hochwasser-lokalbahn-soll-wieder-fahren-116260/
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 222 am September 15, 2014, 20:23:24
Seit heute fährt die Pinzgaubahn wieder bis Mittersill. Ab Ende Oktober soll die Strecke weider bis Krimml befahrbar sein. Ein Bericht war heute in "Salzburg heute" zu sehen:

http://tvthek.orf.at/program/Salzburg-heute/70019

http://salzburg.orf.at/news/stories/2668512/

Pinzgaubahn fährt wieder bis Mittersill

Nach den schweren Beschädigungen beim Hochwasser am 31. Juli fährt die Pinzgauer Lokalbahn seit Montag wieder von Zell am See bis nach Mittersill. Die Strecke bis nach Krimml ist dagegen weiterhin für die Züge nicht passierbar.

Die Arbeiter behoben zwischen Niedernsill und Mittersill die Schäden nach dem Hochwasser und stellten die Gleise wieder her. Zwischen Mittersill und Krimml fahren dagegen weiterhin Busse als Schienenersatzverkehr. Die Chefs der Pinzgauer Lokalbahn hoffen, dass die gesamte Strecke bis Ende Oktober fertig saniert ist.

Inzwischen seien sämtliche Lücken, die das Hochwasser am 31. Juli in den Salzach-Damm gerissen hat, geschlossen. Die neuen Dammkronen seien mit einem überströmbaren Tragsystem ausgestattet, so Verkehrs-Landesrat Hans Mayr (Team Stronach).

Im Jahr 2013 konnte die Pinzgaubahn mehr als 850.000 Fahrgäste zählen. Das Schienennetz der Pinzgaubahn ist 53 Kilometer lang, 40 Haltestellen werden dabei angefahren. 13 Lokomotiven und sieben Triebwagen stehen für den Bahnverkehr zwischen Zell am See und Vorderkrimml zur Verfügung.

Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 222 am Mai 26, 2015, 20:26:45
ORF Salzburg berichtet:

http://salzburg.orf.at/news/stories/2712873/

Wieder mehr Fahrgäste in Pinzgaubahn

Bei der Pinzgauer Lokalbahn sind die Fahrgastzahlen zuletzt wieder gestiegen, heißt es von der Betriebsleitung. Die Bahn wurde bei Hochwasser immer wieder schwer beschädigt, zuletzt im Juli 2014. Die Folge war ein deutlicher Rückgang der Passagierzahlen.

Die Pinzgauer Lokalbahn hat 2013 rund 850.000 Fahrgäste gezählt. Das war der vorläufige Höhepunkt einer stetigen Aufwärtsbewegung. Denn im Jahre 2008, als das Land die Bahn von den ÖBB übernommen hatte, waren nur 230.000 Passagiere jährlich mit der Pinzgaubahn unterwegs. Das Land hatte in den Jahren davor zusätzliche Haltestellen gebaut, bestehende Haltestellen modernisiert, neue Zugsgarnituren angeschafft und das Angebot erhöht.

Neuer Eilzug für Pendler interessant
Im Vorjahr kam dann wegen des Hochwassers der Einbruch bei den Fahrgastzahlen. Die Strecke zwischen Niedernsill bzw. Mittersill und Krimml war drei Monate unpassierbar, weil ein Hochwasser die Gleise unterspült bzw. weggerissen hatte. Heuer gehen die Passagierzahlen aber wieder nach oben.

Ein Grund dafür ist der neue Pendlereilzug, der am späten Nachmittag Zell am See verlässt und in einer Stunde fünf Minuten nach Krimml fährt, sagt Betriebsleiter Walter Stramitzer. Diese Fahrzeit sei auf dieser Strecke konkurrenzlos. Jetzt geht man bei der Lokalbahn daran, einen solchen Pendlereilzug auch in der Früh von Krimml nach Zell am See einzusetzen.

Links:
Mehr Eilzüge auf Lokal- und Pinzgaubahn (salzburg.ORF.at; 6.12.2014)
Pinzgauer Lokalbahn fährt wieder bis Krimml (salzburg.ORF.at; 25.10.2014)
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 222 am Mai 26, 2015, 20:48:51
Noch ein interessanter Beitrag über die PLB vom ORF Salzburg:

http://salzburg.orf.at/news/stories/2712676/

Pinzgauer Lokalbahn: Weniger Bahnübergänge

An der Pinzgauer Lokalbahn wurden in den letzten Jahren zahlreiche ungesicherte Bahnübergänge besser abgesichert oder aufgelassen. So soll die Zahl der Unfälle an der rund 50 Kilometer langen Strecke deutlich sinken.

An der Pinzgauer Lokalbahn passieren relativ oft Unfälle, wenn etwa Autofahrer herannahende Züge übersehen. Hauptgrund dafür sind die zahlreichen ungesicherten Bahnübergänge auf der Strecke. Seitdem das Land Salzburg die Pinzgauer Lokalbahn im Jahr 2008 von den ÖBB übernommen hat, wird die Zahl der Übergänge reduziert.

Weniger Übergänge, mehr Schranken und Ampeln
49 von 135 Bahnübergängen wurden in den letzten Jahren aufgelassen, sagt Walter Stramitzer, Betriebsleiter der Pinzgauer Lokalbahn. Ein Teil davon existiert überhaupt nicht mehr, an anderen Stellen entstanden Unter- oder Überführungen. Dazu errichtete das Land an 14 Übergängen Ampeln oder Schranken und machte sie so sicherer. Pro Jahr werden zwei bis drei Übergänge so ausgerüstet, sagt Betriebsleiter Stramitzer.

Zudem gibt es noch Eisenbahnkreuzungen mit Sperrschranken: Die Grundbesitzer, meistens sind es Bauern, bekommen einen Schlüssel, um den Sperrschranken öffnen und zu ihren Wiesen fahren zu können. Sie müssen allerdings vorher in der Zugleitung Bescheid sagen. So will das Land die Zahl der Unfälle auf ein Minimum reduzieren, sagt Verkehrslandesrat Hans Mayr (Team Stronach) in der Beantwortung einer Landtagsanfrage der Freiheitlichen.


Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 222 am September 26, 2017, 22:49:38
http://salzburg.orf.at/news/stories/2868366/
http://files.orf.at/slides2/sbgmagazin/70520/1506335890683_4sgt0mvv.jpg

Pinzgaubahn rammt Lkw - fünf Verletzte

Eine Garnitur der Pinzgauer Lokalbahn hat Montagvormittag in Piesendorf (Pinzgau) den Anhänger eines Sattelschleppers gerammt. Es gab fünf leicht Verletzte - unter ihnen drei Kinder einer Volksschulklasse aus Wals-Viehhausen (Flachgau).

Das Schwerfahrzeug war auf dem Bahnübergang unweit einer kunststoffverarbeitenden Industriefirma, um über die Gleise auf die Bundesstraße einzubiegen. Bei dem Zusammenstoß wurden die 41-jährige Lokführerin und von den Fahrgästen drei Kinder im Alter von zehn bzw. neun Jahren leicht verletzt. Auch der 56-jährige Lastwagenfahrer erlitt leichte Verletzungen.

Lkw dürfte Übergang bei Rot passiert haben
Der Sattelschlepper war mit mehreren Tonnen Kunststoff beladen und ist schwer beschädigt. Der Lenker dürfte das Schwerfahrzeug laut Polizei bei Rot auf den Bahnübergang gelenkt haben. Eine von Zell am See kommender Lokalbahn-Zug rammte den Lkw. Auch die Lokomotive entgleiste und wurde am Nachmittag mit einem Spezialkran wieder auf die Schienen gehoben. Die Unfallstelle war erst gegen 16.30 Uhr wieder geräumt.

Um den Lastwagen bergen zu können, musste der zerstörte Anhänger ausgeräumt werden. Für die Bergung der entgleisten Pinzgaubahn wurde ein Spezialkran angefordert. Erst dann konnten die Schäden am Gleiskörper genau geschätzt werden. Durch die Aufräumungsarbeiten kam es über Stunden zu umfangreichen Staus auf der Mittersiller Straße.

Verletzte Kinder derzeit auf Landschulwoche
Die bei dem Unfall verletzten Kinder nehmen derzeit mit ihrer Klasse aus der Volksschule Viehhausen an einer Landschulwoche im Pinzgau teil. Die Schulklasse hatte am Montag einen Ausflug zu den Krimmler Wasserfällen unternommen. Auch die leicht verletzten Kinder konnten den Ausflug schließlich noch mitmachen.

Schwierige Aufräumungsarbeiten
Ein Rettungswagen brachte die Verletzten ins Krankenhaus Zell am See. Insgesamt saßen 35 Personen in dem Zug. Die Aufräumarbeiten nach dem Unfall hätten sich schwierig gestaltet, schilderte Michael Unterberger von der Feuerwehr Pisendorf. ,,Der Lkw war vollgetankt, zudem befanden sich auf ihm gefährliche Stoffe. Der Gleiskörper bzw. die Signalanlage sind mit Strom versorgt. Wir mussten mit sehr vielen Gefahrenquellen und entsprechend sorgsam arbeiten."

Während der Aufräumarbeiten kam es zu Staus auf der Mittersiller Straße (B168) - die Straße musste auch zeitweise gesperrt werden. Die Salzburg AG als Betreiberin der Pinzgaubahn musste für Montag einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einrichten. Ob die Züge am Dienstag wieder fahren, war vorerst noch nicht klar.
Publiziert am 25.09.2017
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: danihak am Juli 30, 2020, 20:17:14
Zumindest ein 7090er Zwischenwagen ist auf der Pinzgaubahn unterwegs. Die drei Triebköpfe stehen abgestellt im Bahnhof Zell am See.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 1050.01 am Juli 30, 2020, 21:29:35
Es gibt nur einen Steuerwagen 6090.001 und drei Triebwagen 4090.001-003!
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: danihak am Juli 30, 2020, 21:42:21
Es gibt nur einen Steuerwagen 6090.001 und drei Triebwagen 4090.001-003!

Meinte eh die drei Triebköpfe, ist schon ausgebessert.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: 1050.01 am Juli 31, 2020, 17:57:21
Es gibt nur einen Steuerwagen 6090.001 und drei Triebwagen 4090.001-003!
Wo ist dann der 6090.001 hingekommen?

Meinte eh die drei Triebköpfe, ist schon ausgebessert.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: danihak am Juli 31, 2020, 20:17:59
Der wird oder wurde für den Einsatz als solcher aufgearbeitet.
Titel: Re: Salzburger Lokalbahn -Zell am See - Krimml
Beitrag von: amoser am Juli 31, 2020, 23:28:20
Was ist mit den beiden weiteren Zwischenwagen?
Es gab ja 3 x 4090, 3 x 7090 und 1 x 6090.