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Verkehr => IV - Straßenverkehr => Steiermark => Thema gestartet von: Martin am April 18, 2011, 08:39:27

Titel: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am April 18, 2011, 08:39:27
S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer

Bei der S7, der Fürstenfelder Schnellstraße, könnte noch heuer der Spatenstich erfolgen. Ende April endet die UVP-Einspruchsfrist, und mittlerweile wurde auch schon ein Großteil der für den Bau notwendigen Grundstücke abgelöst.
            
Für die Trassenführung müssen 200 ha Fläche abgelöst werden.
Der Quadratmeterpreis der Grundstücke variiert stark: Er reicht von nicht einmal einem Euro bis hin zu elf Euro, je nach Einschätzung der Sachverständigen, die die abzulösenden Flächen bewerten.

Großteil der Grundstücke abgelöst
Mittlerweile hat die Asfinag auch schon den Großteil der benötigten Grundstücke für die S7 abgelöst, sagt Sprecher Volker Höferl: "Es sind von der Trasse selbst, also der Fläche, wo die S7 künftig verlaufen wird, drei Viertel der Grundstücke bereits abgelöst, und von den Ausgleichsflächen, wo die Asfinag Ausgleichsmaßnahmen für die Natur schafft, wo für die Trasse Wälder und Wiesen verbaut werden, sind es 40 Prozent, die bereits eingelöst sind."
            
Die Asfinag zahlt mehr als die marktüblichen Preise.
"Akzeptanzzuschlag"
Die Asfinag kauft die Grundstücke nicht zu marktüblichen Preisen, sondern packt einen zehnprozentigen "Akzeptanzzuschlag" drauf - das sei bei Projekten in dieser Größenordnung üblich, so Höferl; außerdem bekommen Grundstückseigentümer, denen durch die Trassenführung künftig beispielsweise die Zufahrt zum Grundstück erheblich erschwert wird, noch Nebenentschädigungen, deren Höhe sich an der Beeinträchtigung bemisst.

Bisher habe man sich noch mit allen Grundstücksbesitzern einigen können, sagt Höferl. Sollte sich nach einem positiven UVP-Bescheid jemand weigern zu kooperieren, "dann gibt es auch die Möglichkeit, Grundstücke zu enteignen, aber wir sind zuversichtlich, dass wir mit allen Eigentümern eine gütliche Lösung finden werden, ohne dieses Mittel".
            
Die Asfinag erwartet eine entsprechende Baugenehmigung noch im Herbst.

561 Millionen für 29 Kilometer
Die Asfinag hat für den Bau der 29 Kilometer langen S7 Kosten in der Höhe von 561 Mio. Euro budgetiert; bezahlt werden sie durch die Einnahmen aus der Vignette.
Sollte der Baubeginn tatsächlich noch heuer stattfinden, könnte man 2016/2017 mit der Fertigstellung rechnen.

Quelle: http://steiermark.orf.at/stories/510727/
Titel: Re: S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer
Beitrag von: Deadlocked am April 22, 2011, 18:59:45
Autobahnen benötigt man also ins Ausland, der Bahnverkehr wird anscheinend gleichzeitig dorthin komplett abgewürgt anstatt die Ostbahn endlich zeitgemäß auszubauen.
Titel: Re: S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer
Beitrag von: TW 581 am April 22, 2011, 20:21:57
Für Autobahnen hat man in Österreich genug Geld, für die Nebenbahnen sieht´s da wesentlich schlechter aus.

Zitat
Autobahnen benötigt man also ins Ausland, der Bahnverkehr wird anscheinend gleichzeitig dorthin komplett abgewürgt anstatt die Ostbahn endlich zeitgemäß auszubauen.


Auf das wirst du vergebens warten können, denn der ÖBB PV trau ich alles zu.
Titel: Re: S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer
Beitrag von: Deadlocked am April 23, 2011, 06:06:20
Nicht nur der PV...
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am Oktober 04, 2011, 08:56:05
UVP-Bescheid für die S 7

Umweltverträglichkeitsprüfung für Abschnitt West der S 7 (Fürstenfelder Schnellstraße) abgeschlossen. Baubeginn im Frühjahr 2012 geplant.

Rund zweieinhalb Jahre hatte das Verfahren gedauert, am vergangenen Donnerstag erließ das Bundesministerium für Verkehr, Infrastruktur und Technik den Bescheid über den Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die S 7, die Fürstenfelder Schnellstraße. Der Bescheid, der den Abschnitt West betrifft - von der Südautobahn in Riegersdorf bis ins burgenländische Dobersdorf - liegt nun in den betroffenen Gemeinden acht Wochen lang zur öffentlichen Einsicht auf. Mit dem Bescheid erteilt das Ministerium der Asfinag als Antragstellerin die Genehmigung für die Umsetzung der ersten 14,8 Kilometer des Straßenbauvorhabens. In Kürze werden die Folgebescheide zu verschiedenen Bereichen, wie Naturschutz und Wasserrecht, erwartet.

"Damit ist die UVP abgeschlossen, der Bescheid rechtskräftig. Für uns ist das eine sehr positive Entwicklung, handelt es sich doch bei der S 7 um ein prioritäres Projekt. Weiteren konkreten Maßnahmen und einem Baubeginn, den wir im Frühjahr 2012 ins Auge fassen, steht nun nichts mehr im Weg", erklärt Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Baumanagement GmbH.

Erfreut darüber, dass das langwierige Verfahren nun abgeschlossen worden sei, zeigt sich in einer ersten Stellungnahme der Zweite Landtagspräsident Franz Majcen: "Es war ein komplizierter Vorgang, der Gutachten und Expertenmeinungen zu sämtlichen Aspekten berücksichtigt. Mit dem UVP-Bescheid ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Verwirklichung des für die Region so wichtigen Straßenbauprojektes getan." Von einem Freudentag spricht auch der Großwilfersdorfer Bürgermeister Johann Urschler: "Ich bin sehr froh. Endlich ist nach mehr als 20 Jahren eine Verkehrslösung in Sicht." Für den Abschnitt Ost der S 7 von Dobersdorf bis zur Staatsgrenze in Heiligenkreuz ist die UVP noch im Gang.
REGINA TRUMMER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/fuerstenfeld/grosswilfersdorf/2846044/uvp-bescheid-fuer-s-7.story
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: kroko am Oktober 04, 2011, 09:00:54
Jaja, eine "Verkehrslösung". Seltsam, dass niemand auch noch von der "Entlastung" der Bürger redet - das ist inzwischen ja fast das einzige Argument, mit dem man große Straßenbauprojekte durchbringt.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Firehawk am Oktober 04, 2011, 09:06:06
So zuversichtlich - will da niemand zum Umweltsenat gehen?

Gehört ja inzwischen zum Pflichtprogramm für große Bauten. :D
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: PeterWitt am Oktober 04, 2011, 10:03:21

Jaja, eine "Verkehrslösung". Seltsam, dass niemand auch noch von der "Entlastung" der Bürger redet - das ist inzwischen ja fast das einzige Argument, mit dem man große Straßenbauprojekte durchbringt.

Obwohl es für die Bewohner von Großwilfersdorf wohl schon eine große Entlastung ist - vielleicht sogar eine zu große. Man denke an die ganzen ausgestorbenen Orte und Gaststätten/Kaufhäuser entlang der alten Phyrn-Route, den Griffner Berg, etc...
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Michael am Oktober 08, 2011, 12:11:52

(http://www.styria-mobile.at/media/forum/pics/sonstiges/4152947.jpg)
Quelle: Kleine Zeitung/Asfinag
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: 4020er am Oktober 08, 2011, 13:56:18
6,8 Mrd. Euro für Autobahnen und Schnellstraßen! :o
Die sind ja wahnsinnig!?
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Commanderr am Oktober 08, 2011, 21:19:44
Noch dazu beginnt der westliche Abschnitt mitten in einem wunderbaren Waldstück, welches ohne Rücksicht auf Verluste von der künftigen Trasse durchschnitten wird!
Warum es die Planer nicht geschafft haben, diesen Teil der Trasse über die bereits bestehenen Felder etwas weiter südlich, also im Süden von Großwilfersdorf vorbei verlaufen zu lassen, wo die Natur ohnehin schon vor Jahrzehnten durch Monokulturen zerstört wurde, ist mir ein Rätsel... und nein, Lärmbelästigung der Anwohner ist da keine Ausrede, schließlich kann man in Ortsnähe Unterflurtrassen bauen!

Ich hätte da an so etwas gedacht (siehe dicke rote Linie am unteren Bildrand):
Original-Grafik Copyright by Asfing (http://www.asfinag.at/), siehe auch S 7 Fürstenfelder Schnellstraße (http://www.asfinag.at/strassennetz/burgenland)
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Michael am Oktober 08, 2011, 21:27:04

Eine gute Frage!

Die Baumrodungen nehmen sicher auch eine gewisse Zeit in Anspruch.
Interessant wäre ja ein Kostenvergleich.

Ich denke, das mit dem zusätzlichen Tunnel(UFT) hätte dann doch wesentlich mehr Kosten verursacht. Dann noch Ablösen für diverse Objekte bei der Abzweigung von der A2...
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: kroko am Oktober 08, 2011, 21:41:03
"Bedarfsgerecht". Naja.

Und natürlich werden die Leute entlang der Ortsdurchfahrten "entlastet". Aber erstens entstehen dafür anderswo zusätzliche Belastungen (nämlich an allen Zubringern), und zweitens wird die "Entlastung" als wichtigster Grund zum Bau verkauft, während sie in Wahrheit für die Straßenbaulobby nur ein praktischer Nebeneffekt ist. Übrigens, wenn es nur um die Entlastung ginge, wäre das ein ziemlich teurer Spaß: die, sagen wir mal, 20.000 Leute an der jetzigen Trasse hätten wohl im Zweifelsfall lieber dieses Geld aufgeteilt als eine "Entlastung".
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am November 25, 2012, 13:49:04
Baubeginn für S7 verzögert sich

Der für das Frühjahr geplante Baubeginn für die Schnellstraße S7 im Lafnitztal verzögert sich. Der Grund dafür: Der Verwaltungsgerichtshof hat einen vom Verkehrsministerium ausgestellten Bescheid wegen eines Formalfehlers aufgehoben.

Es geht um den ,,Abschnitt West" der S7 zwischen Riegersdorf und Dobersdorf. Die Autobahngesellschaft ASFINAG wollte dort im Frühjahr mit dem Bau beginnen, hat jetzt aber die Vorarbeiten dafür gestoppt. Der Grund ist ein Formalfehler im Behördenverfahren. Der Verwaltungsgerichtshof hat den Umweltverträglichkeitsbescheid des Verkehrsministeriusm aufgehoben, weil er von einer Sektionschefin unterzeichent wurde, die auch im Aufsichtsrat der ASFINAG sitzt. Ein unzulässiges Nahverhältnis aus Sicht des Verwaltungsgerichtshofs.

Ausmaß der Verzögerung noch unklar

Im Verkehrsministerium und in der ASFINAG geht man davon aus, dass der Formalfehler rasch behoben werden kann. Der Baubeginn würde sich dann nur kurz im Ausmaß von ein paar Wochen verzögern. Gegner des Projektes wie die Nationalratsabgeordnete der Grünen, Christiane Brunner, rechnen mit einer längeren Verzögerung. Der Bau der S7 sei auch aus inhaltlichen Gründen höchst fragwürdig. Das Projekt ziehe sich nun schon viele Jahr. In der Zeit hätte man eine ganze Reihe von verkehrsberuhigenden Maßnahmen setzen können, so Brunner.

Quelle: http://burgenland.orf.at/news/stories/2560297/
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Deadlocked am Dezember 29, 2012, 20:34:47
Na hoffentlich wird die S7 gar nicht gebaut. Bin jetzt ab und zu nach Szentgotthard gefahren - außer in Fürstenfeld ist dort nichts los was eine S7 rechtfertigen würde.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am Dezember 29, 2012, 20:39:03
Dein Wort in Gottes Ohr!
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Commanderr am Dezember 29, 2012, 21:36:45
Würde man die S7 nicht bauen, könnte man das Geld stattdessen in die Schieneninfrastruktur stecken, dadurch den LKW-Durchzugs-Verkehr gesetzlich auf rollende Landstraßen verbannen und damit etwas gutes für unsere Umwelt und die Gesundheit tun!
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Amon am Dezember 29, 2012, 23:25:57
Naja, da werden die Baulobby, die Frächterlobby, die Asfinag und nicht zuletzt FP-Landesrat Kurz(sicht)mann was dagegen haben...

Straßen sind in Österreich einfach noch immer "Wirtschaftsadern", wohingegen Bahnstrecken eher "Milliardengräber" sind...Tja...

Siehe auch so Wahnsinnsprojekte wie die Lobau-Autobahn. Anderswo werden Autobahnen stillgelegt bzw. verkehrsberuhigt. Bei uns baut man neue und diese, aus Angst vor besorgten Bürgern, vorzugsweise unterirdisch zu horrenden Kosten.

Weitere Beispiele: Linz-Westring (derzeit auf Eis, soweit ich weiß), Graz-Ostring (FPÖ-Forderung, die hoffentlich nie ernsthaft diskutiert wird), Graz-Südgürtel usw.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: TW 581 am Dezember 30, 2012, 01:55:19
Zitat
Naja, da werden die Baulobby, die Frächterlobby, die Asfinag und nicht zuletzt FP-Landesrat Kurz(sicht)mann was dagegen haben...


Der Südgürtel wird bereits gebaut, zwar unter Kurzmann, aber die ÖVP & SPÖ haben erst dafür gesorgt, dass dieser überhaupt in dieser Form geplant wurde, das ist halt typisch 60er Jahre Politik!  :boese:

Zitat
Weitere Beispiele: Linz-Westring (derzeit auf Eis, soweit ich weiß), Graz-Ostring (FPÖ-Forderung, die hoffentlich nie ernsthaft diskutiert wird), Graz-Südgürtel usw.

Der Linzer Westring wird gebaut, aber in einer abgespeckten Variante! http://ooe.orf.at/news/stories/2562616/

Zitat
Würde man die S7 nicht bauen, könnte man das Geld stattdessen in die Schieneninfrastruktur stecken, dadurch den LKW-Durchzugs-Verkehr gesetzlich auf rollende Landstraßen verbannen und damit etwas gutes für unsere Umwelt und die Gesundheit tun!


Es gibt ja schon zahlreiche Gerüchte welche behaupten, dass die ÖBB die Thermenbahn sobald wie möglich zusperren wollen.

Statt der S7 zu bauen, könnte man im Bereich Fürstenfeld eine Umfahrung bauen wäre sicher kostengünstiger.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Viator am Dezember 30, 2012, 09:48:40

Es gibt ja schon zahlreiche Gerüchte welche behaupten, dass die ÖBB die Thermenbahn sobald wie möglich zusperren wollen.


Täten die das nicht schon gern seit Beginn der Neunziger? Einmal hieß es dann, es könne nicht sein, dass Bezirksstädte wie Hartberg und Fürstenfeld ohne Bahnanschluss dastünden. Aber da könnte ja die Politik "abhelfen": Indem man Hartberg beispielsweise zu Weiz schlägt und Fürstenfeld zu Feldbach. Oder den geplanten Fusionsbezirk HF gleich zu Weiz. Dann kann man den Menschen dort alles wegnehmen und trotzdem hätte noch jede (verbliebene) Bezirksstadt ihren Bahnanschluss: Die Statistik bleibt blütenweiß, alles in bester Ordnung...

Jetzt wieder ernst:
Zwischen Fehring und Söchau süd. Fürstenfeld gibt es bekanntlich in der Streckenführung zwei betriebseinschränkende 120m-Radien. Diese gehören mit gewissem Aufwand auf wenigstens 200m gebracht. Dann kann die Strecke auch als Umleitung für Railjets Graz-Wien im Falle von Problemen auf der Semmering-Strecke dienen.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Provodnik am Dezember 30, 2012, 11:47:29

Jetzt wieder ernst:
Zwischen Fehring und Söchau süd. Fürstenfeld gibt es bekanntlich in der Streckenführung zwei betriebseinschränkende 120m-Radien. Diese gehören mit gewissem Aufwand auf wenigstens 200m gebracht. Dann kann die Strecke auch als Umleitung für Railjets Graz-Wien im Falle von Problemen auf der Semmering-Strecke dienen.


Geh bitte, das ist ein Unfug.
Wenn am Semmering irgendwas gröberes ist (was erstens recht selten ist, zweitens gibt es in ein paar Jahren da einen Tunnel), dann ist ein Schienenersatzverkehr die bessere Lösung als da die Leute durch die Oststeiermark umzuleiten, wofür man erst mal spontan ausreichend Dieselloks auftreiben müsste.

Und wenn du die Radien am Söchauer Berg auf 200m bringen willst, dann ist das ein ordentlicher Aufwand - da kannst den ganzen Abscfhnitt neu trassieren - viel Spass!


Provodnik
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Commanderr am Dezember 30, 2012, 11:50:36
Genau deshalb hieß es ja immer "Erlebnis Bahn"!  :lol:
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: invisible am Dezember 30, 2012, 16:22:27

Geh bitte, das ist ein Unfug.
Wenn am Semmering irgendwas gröberes ist (was erstens recht selten ist, zweitens gibt es in ein paar Jahren da einen Tunnel), dann ist ein Schienenersatzverkehr die bessere Lösung als da die Leute durch die Oststeiermark umzuleiten, wofür man erst mal spontan ausreichend Dieselloks auftreiben müsste.


Gab's das vor einigen Jahren nicht mal? Ich bild' mir ein mal ein Foto von einem umgeleiteten EC mit Diesel-Doppeltraktion in der Söchauer Schleife gesehen zu haben.

Zitat

Und wenn du die Radien am Söchauer Berg auf 200m bringen willst, dann ist das ein ordentlicher Aufwand - da kannst den ganzen Abscfhnitt neu trassieren - viel Spass!


Bevor man die Bergstrecke neu trassiert zahlt sich da wohl auch ein Tunnel aus, wobei man dann Söchau wohl nicht mehr anfahren würde, sondern von Hatzendorf direkt Richtung Nordost nach Fürstenfeld. Allerdings ist das jetzt schon seeeeehr theoretisch. Bevor man das macht, wird man wohl noch eher überlegen von Gleisdorf gleich direkt nach Hartberg zu fahren (was genauso seeeeehr theoretisch ist).
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Provodnik am Dezember 30, 2012, 22:28:08


Geh bitte, das ist ein Unfug.
Wenn am Semmering irgendwas gröberes ist (was erstens recht selten ist, zweitens gibt es in ein paar Jahren da einen Tunnel), dann ist ein Schienenersatzverkehr die bessere Lösung als da die Leute durch die Oststeiermark umzuleiten, wofür man erst mal spontan ausreichend Dieselloks auftreiben müsste.


Gab's das vor einigen Jahren nicht mal? Ich bild' mir ein mal ein Foto von einem umgeleiteten EC mit Diesel-Doppeltraktion in der Söchauer Schleife gesehen zu haben.


Bei internationalen Zügen mit langem Laufweg trachtet man eher danach, dern Garniturenumlauf nicht durcheinander zu bringen, da wurde/wird schonmal eine zeitaufwändige Umleitung in Kauf genommen.
Eine Umleitung von Inlandszügen über den Söchauer Berg dürfte hingegen - sinnvollerweise - eine echte Rarität sein. Denn der Umlauf wäre sowieso nicht zu halten, die eingeplanten Garniturenwenden verzeihen eine derart zeitaufwändige Umleitung nicht.


Provodnik
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: invisible am Dezember 31, 2012, 02:19:24

Bei internationalen Zügen mit langem Laufweg trachtet man eher danach, dern Garniturenumlauf nicht durcheinander zu bringen, da wurde/wird schonmal eine zeitaufwändige Umleitung in Kauf genommen.
Eine Umleitung von Inlandszügen über den Söchauer Berg dürfte hingegen - sinnvollerweise - eine echte Rarität sein. Denn der Umlauf wäre sowieso nicht zu halten, die eingeplanten Garniturenwenden verzeihen eine derart zeitaufwändige Umleitung nicht.


Ganz abgesehen von der mangelnden Streckenkapazität :-)
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am Februar 08, 2013, 08:22:03
S7: Baubeginn mindestens ein Jahr später

Der für Herbst 2012 geplante Baustart der Fürstenfelder Schnellstraße (S7) verzögert sich um rund ein Jahr: Der Umweltverträglichkeitsbescheid wurde aufgrund eines Formalfehlers vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben.

Nach den aktuellen Plänen fahren frühestens im Herbst die Bagger für die 29 Kilometer lange S7 zwischen Riegersdorf und Heiligenkreuz im Burgenland auf und nicht wie ursprünglich vorgesehen im Herbst des vergangenen Jahres - mehr dazu auch in S7: Spatenstich im September (20.4.2012).

Umweltverträglichkeitsprüfung wird neu aufgerollt

Der vom Verkehrsministerium ursprünglich ausgestellte Umweltverträglichkeitsbescheid wurde nun vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben. Grund ist ein Formalfehler, denn jene Sektionschefin im Verkehrsministerium, die den Bescheid unterzeichnet hatte, sitzt auch im Aufsichtsrat der ASFINAG.

Die Vorarbeiten zur Schnellstraße mussten daher letzten November gestoppt werden - mehr dazu in Baubeginn für S7 verzögert sich (burgenland.ORF.at; 24.11.2012).

Die Umweltverträglichkeitsprüfung wird nun neu aufgerollt, das Ermittlungsverfahren werde fortgesetzt, so das Verkehrsministerium. Dabei werden die Änderungen, die sich in den weiteren Verfahren ergeben haben, berücksichtigt werden.
Auch Bauabschnitt Ost ohne positiven Bescheid

Ausgelöst wurden die Verzögerungen durch die Beschwerde der Bürgerinitiative ,,Allianz gegen die S7" beim Verwaltungsgerichtshof. ,,Durch die S7 kommt es zu einer weiterräumigen Verlärmung des Feistritz- und Lafnitztales, und zwar in Gebieten, die bisher sehr ruhig waren. Das ist im Verfahren festgestellt worden, das Verkehrsministerium hat sich einfach darüber hinweggesetzt", kommentiert Johann Raunikar von der Initiative, ,,und wir denken, dass jetzt erst wieder darangegangen wird, unsere inhaltlichen Einwände genauer zu prüfen". Dazu zählen auch laut Raunikar die nachgewiesene Belastungen von Luft und Wasser entlang der geplanten Streckenführung.

Bis die neuerliche Prüfung abgeschlossen sein wird, werden jedenfalls wieder Monate vergehen. Laut Verkehrsministerium sind für Herbst 2013 erneut Vorbereitungsarbeiten für den Bau des Abschnittes West geplant; außerdem fehlt zehn Jahre nach Planungsbeginn der Fürstenfelder Schnellstrasse auch für den Bauabschnitt Ost zwischen Dobersdorf und Heiligenkreuz im Burgenland noch der positive Bescheid.

Quelle: http://steiermark.orf.at/news/stories/2570531/
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Firehawk am Februar 08, 2013, 08:41:27
Wieder ein bisschen Verzögerung - 10% höhere Baukosten.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Ch. Wagner am Februar 08, 2013, 13:37:02

Wieder ein bisschen Verzögerung - 10% höhere Baukosten.


Das wird noch a bisserl mehr werden, die ganze UVP muß wiederholt werden. Die Frage ist eigentlich, wieso das die Frau Sektionschefin nicht bezahlen muß. Oder hat sie garnicht gewußt, daß sie auch im Aufsichtsrat der ASFINAG sitzt. Ergo: jagt sie hinaus mit nassen Fetzen und klagt den Schaden ein.
LG! Christian

PS.: macht eh keiner.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Viator am Februar 08, 2013, 17:07:34
Bürgerinitiative:

,,...Durch die S7 kommt es zu einer weiterräumigen Verlärmung des Feistritz- und Lafnitztales, und zwar in Gebieten, die bisher sehr ruhig waren. Das ist im Verfahren festgestellt worden, das Verkehrsministerium hat sich einfach darüber hinweggesetzt..."

Das ist doch wohl der dümmste Einwand überhaupt: Genau das ist ja der Zweck der S7, nämlich die derzeit im Durchzugsverkehr erstickenden Ortschaften zu entlasten. Klarerweise sind Lärm und Gestank dann nicht mehr dort, sondern entlang der neuen Trasse. Binsenweisheit! Deshalb werden ja Schnellstraßen- Autobahn- und Bahntrassen nach Möglichkeit so gewählt, dass eben dort Lärm (und bei Straßen eben Gestank) entstehen, wo möglichst wenige betroffen sind.

Gegen einen Bahnausbau würden solche Leute wahrscheinlich genauso Stimmung machen.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am Mai 28, 2013, 07:39:49
An der S 7 ruft der Wachtelkönig

Gegner wittern neue Chance, aber auch die Asfinag freut sich - das Tier lebt angeblich just auf einer Ausgleichsfläche. Ein gültiger UVP-Bescheid wird für heuer erwartet.
Gegner der Schnellstraße mit Johann Raunikar versammelten sich im Edelseewald

Mit einer Demo im Edelseewald bei Großwilfersdorf bekräftigten die Gegner der S 7 ihre Kritik am Bau der Straße. "Wir haben gezeigt, dass der Widerstand weitergeht", freut sich Sprecher Johann Raunikar, der rund 100 Teilnehmer gezählt haben will.

Während die Aktivisten wanderten und Musik hörten, sorgt ein alter Bekannter für Aufsehen: Der streng geschützte Wachtelkönig, der in den 90er-Jahren den Bau der "Ennsnahen Trasse" zu Fall brachte, brütet offenbar an der S 7-Trasse bei Speltenbach. Er habe den Ruf des Vogels in diesem Gebiet schon vor Jahren aufgezeichnet, jetzt höre man ihn erneut, berichtet Jagdleiter Alois Urschler. "Ein Grund, hier nicht zu bauen."

Mähverbot
Die Naturschützer sind aktiv geworden und haben offenbar ein einstweiliges Mähverbot erwirkt. Bis zu drei Tiere tummeln sich in diesem Bereich, bestätigt Naturschutzbund-Obmann Johannes Gepp. Naturschutzbund-Geschäftsführer Markus Ehrenpaar sieht die Straße damit noch mehr infrage gestellt. "Der Wachtelkönig darf nicht gestört werden."

Projektbetreiber Asfinag bleibt gelassen. Ein Vorkommen des Wachtelkönigs habe man bei der Einreichung berücksichtigt und Ausgleichsflächen geschaffen, sagt Alexander Walcher, Geschäftsführer der Bau-GmbH. Eine Verzögerung schließt er aus. Und er lässt aufhorchen: Der Vogel lebe nicht auf einem Trassengrundstück, sondern just auf einer der Ausgleichsflächen. "Das beweist, dass wir für diesen Zweck die richtige Fläche erworben haben", reibt er sich die Hände. Insgesamt hat die Asfinag an der Trasse bis Rudersdorf 500 Hektar Grund abgelöst, davon 270 Hektar Ausgleichsfläche.

Einen gültigen UVP-Bescheid - der aktuelle wurde nach einem Formalfehler aufgehoben - erwartet Walcher für heuer. "Wir sind bereit zu bauen." Das will Raunikar verhindern. Man habe noch Munition, versichert er.
THOMAS PILCH


Altes Match

Es ist kaum zu bestreiten, dass die S 7 einen wirtschaftlichen Impuls bringen wird. Die Achse Ilz-Großwilfersdorf-Fürstenfeld wird als Standort für Industrie und Gewerbe weiter an Kraft und Bedeutung zulegen. Das schafft Jobs, was ein Gewinn für den gesamten Bezirk ist.
Ebenso steht außer Streit, dass intakte Natur ein hohes Gut ist. Die Schnellstraße wird ein großes geschlossenes Waldgebiet durchschneiden und für immer verändern. Sich dagegen einzusetzen ist legitim. Ebenso wie es legitim ist, sich wie für die Stärkung der Wirtschaftskraft einer Region stark zu machen.
Unklug ist, diese Zugänge aufzuwiegen - quasi das alte Match Umweltschutz gegen Arbeitsplätze der 80er-Jahre neu auszutragen. Das führt in eine Sackgasse.
Wir brauchen in Wahrheit beides. Und sollten daher bei Entscheidungen auch beides im Auge haben.

Sie erreichen den Autor unter thomas.pilch@kleinezeitung.at

Thomas Pilch

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/hartbergfuerstenfeld/3320878/s-7-ruft-wachtelkoenig.story
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Deadlocked am Mai 28, 2013, 10:25:41
Na hoffentlich gewinnt der Wachtelkönig wieder.

Platz für Betriebe, wenn sie schon so auf einen direkten Autobahn/Schnellstraßenanschluss erpicht sind, gibt es um die alte Autobahnabfahrt doch sicher genug, die Ortsdurchfahrt von Großwilfersdorf geht eh nicht direkt durchs Ortszentrum, dort selbst ist genau gar nichts los.

Das Verkehrschaos vor Fürstenfeld ist auch mehr oder weniger in den letzten Jahren hausgemacht, zig Ein- und Ausfahrten zu Einkaufszentren, Geschäftern etc., und für diese Dämlichkeiten soll die Allgemeinheit wieder pecken? Gleichzeitig hat man nicht einmal mehr Geld für halbwegs brauchbare Öffis in die Region...


Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am März 24, 2014, 19:12:38
Baustart der S7 verzögert sich weiter

Noch immer fehlt der UVP-Bescheid für die S7. Erst wenn dieser da ist, kann mit dem Bau begonnen werden. Auf einen Zeitpunkt für den Baustart will sich Alexander Walcher von der Asfinag nicht mehr festlegen.
Die S7 würde in vielen Gemeinden zu einer Verkehrsentlastung führen

Der Bau der Fürstenfelder Schnellstraße (S7) verzögert sich weiter, der ausstehende UVP-Bescheid lässt auf sich warten. Unklar ist sogar, ob die Bagger überhaupt noch heuer auffahren werden. "Sobald der UVP-Bescheid da ist, starten wir", sagt Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag-Bau-Gesellschaft. Prognosen, wann das sein könnte, traut er sich keine mehr zu machen. "Wir haben schon so oft geglaubt, dass es los geht." Zuletzt war vom Frühjahr 2014 die Rede.

Grund für die weitere Verzögerung ist die Erkenntnis vom Verwaltungsgerichtshof zum Semmeringbasistunnel, wo auch Baulärm gesondert zu berücksichtigen ist. "Die Behörde prüft jetzt intensiv, ob das auch für unser Projekt Relevanz hat", erläutert Walcher.

Auch Rodungen verzögert

Verzögert haben sich aufgrund des ausständigen UVP-Bescheides indes auch die restlichen Rodungen, die für Herbst und Winter geplant waren. "Zehn Hektar haben wir bereits gerodet, weitere 35 warten noch", sagt Walcher. Er hofft, dass der Bescheid bis spätestens Herbst da ist. "Man darf nur zwischen Oktober und Februar roden." Die ausstehenden Schlägerungen verzögerten den Baustart aber nicht. "Wir könnten parallel dazu beginnen."
Susanne Preiss

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3584238/baustart-s7-verzoegert-sich-weiter.story
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am Mai 21, 2015, 19:11:51
S7-Spatenstich am Vorabend der Wahl

Mit einer Spatenstichfeier starteten die Landeshauptleute Franz Voves und Hans Niessl die Bauarbeiten für die S7. UVP-Berufung und Grundenteignungsverfahren sind allerdings noch offen. Gegner wittern "Propaganda und Wählertäuschung".Von Thomas Pilch

(http://www.kleinezeitung.at/images/uploads_520/5/8/a/4736394/1048BB8C-DC3D-420E-B22A-FC7815E2F748_v0_h.jpg)
Franz Voves, Hans Niessl und Alois Schedl (Mitte) luden zum Spatenstich Foto © Thomas Pilch

Zehn Tage vor den Landtagswahlen in der Steiermark und im Burgenland haben sich am Donnerstag die SP-Landeshauptleute Franz Voves und Hans Niessl in Ilz getroffen und mit Asfinag-Vorstand Alois Schedl den Spatenstich für den Westteil der geplanten Fürstenfelder Schnellstraße S7 vorgenommen. Die Straße werde der Region einen starken wirtschaftlichen Impuls bringen und Gemeinden vom Durchzugsverkehr entlasten, meinte Voves. Man baue, was die Menschen und die Wirtschaft brauchen und was man sich auch leisten könne, ergänzte Schedl.

Das Projekt
Die Fürstenfelder Schnellstraße S7 wird rund 29 Kilometer lang sein. Der geplante Westteil (15 Kilometer) reicht von Riegersdorf bis Dobersdorf, der Ostteil (14 Kilometer) von Dobersdorf bis nach Heiligenkreuz.

Bei Rudersdorf wird ein 2,9 Kilometer langer Tunnel errichtet.
Die Gesamtkosten werden mit 471 Millionen Euro angegeben. 98 Millionen Euro fließen im laut Asfinag beim Westteil in ökologische Ausgleichsmaßnahmen.
Von den Grünen und von Straßengegnern kam harsche Kritik. Wie berichtet, wurde dem Westteil der S7 im Februar die Umweltverträglichkeit bescheinigt, allerdings laufen gegen den Bescheid noch Einsprüche. Darüber hinaus haben sich rund 30 Grundeigentümer quergelegt, Enteignungsverfahren seien beantragt, erklärte Schedl. Die Grünen sprachen von einer Wahlkampfaktion durch Voves und Niessl, eine Aufhebung des UVP-Bescheids aus inhaltlichen Gründen sei wahrscheinlich. So zu tun, als wäre der Bau fix, sei Wählertäuschung

Rechnungshof
Scharfe Worte fand Straßengegner Johann Raunikar von der Initiative "Bürger aktiv". Der Spatenstich sei "widerliche Polit-Propaganda", dass sich Landeshauptleute offenkundig Parteiveranstaltungen bei der Asfinag "bestellen" könnten, werde man dem Rechnungshof zur Kenntnis bringen.

Der "echte" Baubeginn scheint in der Tat noch auf sich warten zu lassen. Mit dem Spatenstich startet die Asfinag vorerst nur die 1,8 Millionen Euro teure Sanierung und Verbreiterung jener A2-Brücke bei Riegersdorf, wo ab 2018 die Auf- und Abfahrtsrampe errichtet wird. Erst wenn die UVP-Berufung abgeschlossen sei, folgen größere Baumaßnahmen, bestätigte Schedl. "Wir wollen mit der Brückensanierung jetzt einmal ein Zeichen für die Region setzen, dass wir wirklich bauen wollen." Man rechne damit, dass es im Herbst grünes Licht geben könnte.
Auch für den Ostteil von Dobersdorf bis an die ungarische Grenze erwartet die Asfinag für heuer einen positiven UVP-Bescheid. Beide Abschnitte der S7 sollen 2021 eröffnet werden.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/oststeier/peak_oststeier/4736394/Ilz_S7Spatenstich-am-Vorabend-der-Wahl




Was erntet man, wenn man Straßen baut?
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: 4020er am Mai 22, 2015, 13:02:24
Zitat
Was erntet man, wenn man Straßen baut?

Wählerstimmen der Bauern ländlichen Bevölkerung. :P
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am April 16, 2017, 22:36:53
In den nächsten Wochen soll nun der Baustart erfolgen: http://www.styria-mobile.at/?p=1713310
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Andreas am April 16, 2017, 23:22:09
In den nächsten Wochen soll nun der Baustart erfolgen: http://www.styria-mobile.at/?p=1713310

Wie auf einem der Bilder zu sehen ist wo die Schnellstraße die Thermenbahn kreuzen soll, wird dort für die Schnellstraße eine Brücke oder Unterführung errichtet?
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am April 16, 2017, 23:44:30
Ich nehme an, dass die Autobahn über der Thermenbahn bzw. über der L 401 geführt wird.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Andreas am April 23, 2017, 02:50:10
In den nächsten Wochen soll nun der Baustart erfolgen: http://www.styria-mobile.at/?p=1713310

Nun doch nicht, da der Wasserrechtsbescheid vom Verwaltungsgerichtshof gekippt wurde. Um bauen zu können, sei nun ein neuer Wasserrechtsbescheid notwendig, was sechs bis zwölf Monate dauern würde. Wenn der Baubeginn 2018 möglich wäre, könnte man mit einer Fertigstellung im Jahr 2023 rechnen.

Pressemitteilung: http://steiermark.orf.at/news/stories/2838460/
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am April 23, 2017, 10:08:19
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/oststeier/5204355/Schnellstrasse-S-7_So-erreichten-Strassengegner-wieder-einen-Baustopp
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Michael am April 23, 2017, 14:55:22

Würde mich interessieren, wo die Gegner zu Hause sind. Die Anrainer würden sich sicher freuen, wenn der Verkehr nicht mehr durch die Ortschaften führt. Wahrscheinlich Berufsgegner und Berufsdemonstranten die immer und überall Zeit haben...
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am April 23, 2017, 15:50:20
https://www.buergeraktiv.at/
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am August 27, 2017, 13:30:04
http://steiermark.orf.at/news/stories/2862532/

Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Ragnitztal am Dezember 25, 2017, 18:28:42
Eine virtuelle Fahrt auf der S 7 ist bereits möglich:
https://vimeo.com/171302391
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/oststeier/5343677/3DModell-der-Strasse_Bruecken-Haeuser-und-Tunnel-nachgebildet_
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 25, 2017, 18:42:09
Ganz toll! Man fragt sich ja, warum das anfangs eine vierspurige Autobahn und dann eine zweispurige Bundesstraße faktisch ohne Überholmöglichkeit ist? Es wäre doch gescheiter gewesen, dass ganze dreispurig auszubauen mit wechselweiser Überholmöglichkeit. Das wird ja auch vom Verkehrsaufkommen reichen ...

W.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am Dezember 25, 2017, 19:24:46
Vom Verkehrsaufkommen sollte es so auch reichen ;)
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: AGRAZER am Dezember 25, 2017, 20:15:45
Vom Verkehrsaufkommen sollte es so auch reichen ;)
Aber für die nähere Zukunft nicht. Die Südautobahn in der Oststeiermark und den Packabschnitt hat man vorerst auch als "Halbautobahn" gebaut. Erst nach zahlreichen schweren Unfällen wurde sie ausgebaut.  Ein voller Ausbau hätte wahrscheinlich etwas länger gedauert, wäre aber billiger gewesen.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am Dezember 25, 2017, 22:09:57
Die B 319 endet derzeit ebenfalls in Rudersdorf und gemeinsam mit der B  65 (Bestand) sind für den dortigen Verkehr genügend übergeordnete Straßen vorhanden.

Bundesstraßen mit 300er Nummern sind eigentlich für ein Upgrade auf Autobahn vorgesehen... :)
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 25, 2017, 22:22:41
Man kann ja trotzdem eine Mittelleitblanke machen (siehe Schweden) ...

W.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: AGRAZER am Dezember 25, 2017, 22:42:27
Die B 319 endet derzeit ebenfalls in Rudersdorf und gemeinsam mit der B  65 (Bestand) sind für den dortigen Verkehr genügend übergeordnete Straßen vorhanden.



.... und weil das nicht reicht , muß richtigerweise die Schnellstraße S7 gebaut werden. Übrigens gibt es in diesem Abschnitt auch keine Eisenbahn.
Man kann ja trotzdem eine Mittelleitblanke machen (siehe Schweden) ...

W.
Die fehlt auch im Ennstal zwischen Liezen und Radstadt. Du kannst diese mal den verantwortlichen Stellen vorschlagen!!
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: Martin am Januar 26, 2019, 09:38:22
https://steiermark.orf.at/news/stories/2960798/
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: kroko am Januar 26, 2019, 13:59:32
Zitat
Der Bau des 1,7 Kilometer langen, zweiröhrigen Tunnels wird rund 160 Mio. Euro kosten - zum Vergleich: Der Bau der neuen Röhre des Gleinalmtunnels kostete 99 Millionen

Kann das wirklich sein? 99 Millionen für die neue Gleinalm-Röhre? Kommt mir sehr wenig vor.
Titel: Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Beitrag von: AGRAZER am Januar 26, 2019, 15:31:46
Zitat
Der Bau des 1,7 Kilometer langen, zweiröhrigen Tunnels wird rund 160 Mio. Euro kosten - zum Vergleich: Der Bau der neuen Röhre des Gleinalmtunnels kostete 99 Millionen

Kann das wirklich sein? 99 Millionen für die neue Gleinalm-Röhre? Kommt mir sehr wenig vor.

Neubau der 2. Tunnelröhre und Sanierung der 1. Röhre: 243 Mio. € (2013-2019)
Siehe auch: https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Gleinalmtunnel