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Allgemein => Graz => Stadtentwicklung & Architektur => Thema gestartet von: Michael am März 10, 2007, 11:56:46

Titel: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 10, 2007, 11:56:46
Geldgeber kommen im Jet



2.000 Wohnungen, Geschäfte, Fun-Park


Jetzt wird es ernst mit der neuen 563.000 m² großen City im Grazer Westen. Die Projektentwickler angeln am 13. März im französischen Cannes nach Investoren.

Noch sind es Wiesen, Äcker, Industrieruinen. Über mehr als 500.000 Quadratmeter erstreckt sich das Areal der ehemaligen Reininghausbrauerei. Die wohl größte ungenutzte Baufläche der Stadt. Aber das Gebiet hat einen Eigentümer. Die Asset One Immobilienentwicklungs-AG von Ernst Scholdan hat die Gründe um 300 Millionen Euro von der BrauUnion erstanden - wie auch zahlreiche andere Grundstücke des österreichischen Bierriesen in holländischem Besitz (Heineken).

Insgesamt wechselten so unvorstellbare 1,2 Millionen Quadratmeter den Besitzer! Und Scholdan hat auch schon klare Vorstellungen, was mit dem Areal passieren soll: Ein neuer Stadtteil - größer als der Vatikanstaat - entsteht!

Bis zu 2.000 Wohnungen werden Platz finden, dazu Shops, Gewerbegründe, Parkflächen, ein Kino-Center und ein Fun-Park mit Freibad, wie ein in die streng geheimen Pläne eingeweihter Grazer Unternehmer berichtet.

Gesamtinvestitionskosten: Jenseits einer Milliarde Euro (mehr als 14 Milliarden alte Schilling)! Das größte je in Graz realisierte Projekt.

Dementsprechend groß wird das Vorhaben auch präsentiert, nämlich nächste Woche bei der weltgrößten Immobilienmesse MIPIM im mondänen südfranzösischen Cannes. Investoren aus Japan, Kanada und Frankreich sollen dazu bereits von Scholdan & Co. eingeladen worden sein. Kosten und Mühen werden dabei keine gescheut: Die potenziellen Geldgeber werden sogar mit Privatjets eingeflogen!

Dabei steht der Luxus im neuen Grazer Stadtteil, der City im Westen, gar nicht so sehr im Vordergrund. Die Wohnungen sollen nämlich sowohl in Miete als auch Kauf für Familien leistbar sein, ist das erklärte Ziel der Initiatoren. Im Grazer Rathaus gibt man sich über diese Investoren-Suche für die neue City für Graz zwar informiert, aber die Euphorie hält sich (noch) in Grenzen.

Im Büro von Bau- und Planungsstadtrat Gerhard Rüsch (VP) heißt es: "Was Widmungs- und Bauverfahren betrifft, gibt es nichts Aktuelles. Wir haben nich nicht einmal ein Gesamtkonzept für dieses Großprojekt..."

Quelle: www.grazimbild.at


Sind das alles Exklusiv-Storys weil man in anderen Medien (KleineZeitung) nichts liest?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: CaptnFuture am März 10, 2007, 14:52:09

Quelle: www.grazimbild.at
Sind das alles Exklusiv-Storys weil man in anderen Medien (KleineZeitung) nichts liest?

Klingt ja toll, könnte ähnlich vielversprechend werden, wie die Kulturbrauerei (wenn ich den Namen richtig in Erinnerung hab) in Berlin. Das ist eine ehemalige Brauerei mit Kaffees, Kino, Veranstaltungszentrum und Wohnungen. Sehr schön hergerichtet und vor allem auch die alte Baussubstanz gut verwertet.

Aber leider befürcht ich, dass das ähnlich seriös wie die meisten Berichte in dem Blatt ist. So wie der Bericht über die zu schmalen Straßen für die Bim...

MfG, Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 10, 2007, 15:06:11
Kulturbrauerei sagt mir nichts, aber es gab auch was ähnliches - Darüber wurde auch in den Tageszeitungen berichtet.

Da ging es um ein Med-Center oder sowas ähnliches, mit einer Tagung in Graz. Aus diesem Projekt ist ja auch nichts geworden.  ::)

Zitat
Aber leider befürcht ich, dass das ähnlich seriös wie die meisten Berichte in dem Blatt ist. So wie der Bericht über die zu schmalen Straßen für die Bim...


Du sagst es, aber schön wäre es schon. Vielleicht hat man deshalb keine Stellungsnahme aus dem Rathaus berichtet?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: CaptnFuture am März 11, 2007, 12:52:06

Kulturbrauerei sagt mir nichts

Google schon, ich hatte nur gestern keine Zeit: KulturBrauerei Berlin (http://www.kulturbrauerei-berlin.de/kulturbrauerei/04_kulturbrauerei/kulturbrauerei.php)

Zitat

aber es gab auch was ähnliches - Darüber wurde auch in den Tageszeitungen berichtet.

Wo war das genau, hast du da evtl. noch Infos?

Zitat

Da ging es um ein Med-Center oder sowas ähnliches, mit einer Tagung in Graz. Aus diesem Projekt ist ja auch nichts geworden.  ::)

Ob das jetzt wirklich was ähnliches ist, kann ich net beurteilen ;)
Aber ich muss auch sagen, dass ich das große Areal der Kulturbrauerei falsch eingeschätzt hab: Wohnungen gibt's dort keine. Dafür eben viel Kultur 8)

MfG, Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 11, 2007, 13:04:12
Zitat
Google schon, ich hatte nur gestern keine Zeit: KulturBrauerei Berlin


Aber ich muss auch sagen, dass ich das große Areal der Kulturbrauerei falsch eingeschätzt hab: Wohnungen gibt's dort keine. Dafür eben viel Kultur


Danke - war wohl zu faul um in Google nachzusehen.  :hammer: ;)

Aber man sieht, was man aus alter Bausubstanz alles machen kann. Eine sehr gut aufgebaute Ministadt - Ich bin begeistert, da muss ich mal hin.  :o

Zitat
Wo war das genau, hast du da evtl. noch Infos?


Leider habe ich im Forum nichts gefunden - Im alten gab es sicher einen Bericht aber das existiert leider nicht mehr. Ich werde mich drum kümmern und nachschauen, was das genau war. - Versprochen!

EDIT: Ich weiss nur, dass diese Informations-Veranstalung in der List-Halle stattfand - Leider habe ich in deren Archiv keine entsprechende Eintragung gefunden. Geschlossene Veranstaltungen werden nicht angezeigt.


Michael
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 12, 2007, 07:03:41
In Graz muss wohl alles zubetoniert werden.

Die Wiener lachen uns aus, die haben in der stadt sogar einen nationalpark :(

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 12, 2007, 07:28:43
Wurde nicht mal das Gegenteil behauptet?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 12, 2007, 08:29:51
Von wem?

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 12, 2007, 09:38:57
es macht wohl mehr sinn in Graz zu verdichten, als irgendwo in der pampa streusiedlungen ohne infrastruktur hinzustellen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 12, 2007, 12:35:40
Das zentrum ist aber inzwischen ausgesprochen leer geworden, ueberall leere fensterhoehlen und auslagen. Aber mietpreise zum umfallen! Saemtliche bekannte firmen haben sich schon verabschiedet, ausser fetzengeschaefte und gastwirtschaften gibt es bald nichts mehr. Und die sperren alle augenblicke wieder zu. :(

Reininghaus ist doch gerade die pampa. Von wo werden die leute und firmen denn dorthin wieder mal absiedeln? Mehr werden es in Graz nicht!

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 12, 2007, 16:16:13
Zitat
Von wem?


Keine Ahnung, habe ich wo mal gehört.

Zitat
es macht wohl mehr sinn in Graz zu verdichten, als irgendwo in der pampa streusiedlungen ohne infrastruktur hinzustellen.


Daumen Hoch!!!  :D
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 13, 2007, 09:28:48
Reininghaus ist doch gerade die pampa.

nein, die Pampa befindet sich zwischen Lieboch und Gleisdorf, zwischen Seiersberg und Leibnitz
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 13, 2007, 11:34:34
Dort ist erst recht die pampa, aber wer will die Innenstadt in zukunft zur pampa machen?

Ausser unglaubliche mietpriese gibt es dort ueberhaupt nichts mehr. Geht doch mal spazieren, und schaut wieviele geschaeftslokale leer stehen. Ich habe das gefuehl jeden tag ein paar mehr. Mir ist eine lebendige Innenstadt ein anliegen, wo nicht nur ein paar sauflokale Glockenspielplatz das einzige leben darstellen. Nicht einmal lebensmittel kann man drinnen einkaufen.

Selbst Jakominiplatzgegend, eine Annenstrasse, Griesplatz und aehnliches verkommt immer mehr. In Palermo verfallen ganze stadtviertel und werden dann von der (bau)mafia abgerissen. Wollen die das bei uns auch so? Verschwindet eh schon genug auf die art. Ich brauch nur ans Kommodhaus denken, heute nur eine bauleucke, aber ein etwa 200 jahre altes denkmalgeschuetzes haus beseitigen und einen der bestgehenden betriebe der Innenstadt in konkurs fuehren. Seither gibt es zwar parkplaetze in diesem viertel, aber das ist auch schon alles :(.

Ueber die landwirtesoehne suedlich von Graz brauchen wir eh nicht zu diskutieren. Nur Reininghaus ist auch um nichts besser, sondern bloss zufaellig innerhalb der grenzen von Graz. Selbst ein verkehrsmittel muss noch dorthin gebaut werden. Bei einer eingemeindung der entsprechenden aecker, z.b. in Neuseiersberg, wo sie frueher bloss den saumist entsorgt haben und heute mittels beton versiegeln, waere es dann okay?

Auf den Reininghausgruenden wurde bis vor einigen jahren getreide angebaut und davor milchkuehe gehalten. Ich weiss, mittels chemie lassen sich weniger qm boden fuer lebensmittel auspressen. Gentechnik kann das auch. Wer will das aber wirklich?

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 13, 2007, 17:32:58
Also Innenstadt und Pampa - Eher was mittendrin, aber sicher keine Pampa

Zitat

Zitat
Reininghaus ist doch gerade die pampa.

nein, die Pampa befindet sich zwischen Lieboch und Gleisdorf, zwischen Seiersberg und Leibnitz


Würde ich auch sagen.  ;)

Zitat
Ausser unglaubliche mietpriese gibt es dort ueberhaupt nichts mehr.


Vielleicht wäre es aus diesem Grund besser, das Weltkulturerbe zu streichen um Hochhäuser in der Altstadt zu errichten.  ;D

Zitat
Mir ist eine lebendige Innenstadt ein anliegen, wo nicht nur ein paar sauflokale Glockenspielplatz das einzige leben darstellen. Nicht einmal lebensmittel kann man drinnen einkaufen.


Ja, da kann ich Dir zustimmen. Aber es gibt ja auch die Feinkostläden. Aber immerhin, hat man mit dem Spar in der Hans-Sachs Gasse schon einen richtigen Schritt gesetzt.

Zitat
Nur Reininghaus ist auch um nichts besser, sondern bloss zufaellig innerhalb der grenzen von Graz. Selbst ein verkehrsmittel muss noch dorthin gebaut werden.


Man hat hier zumindest eine Chance alles perfekt abzustimmen. Kommt ganz auf die Planer drafu an, falls das Projekt verwirklicht wird.


Michael
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 13, 2007, 17:57:30
so und wie wilslt du den abzug von personen in der Innenstadt entgegentreten?
Die Läden ziehen weg, nicht wegen der Miete, sondern die ziehen weg, weil es keine Käufer gibt.
Und die Käufer ziehen weg, weil sie sich ihren Traum von Grün verwirklichen wollen, der ärger über den nichtvorhandenen Parkplatz nicht mehr geben wollen,
oder aus welch auch immer Gründen aus der Stadt heraus.
Und wie willst dem entgegentreten?
Die Mieten in der Innenstadt, sind bei weitem nicht so hoch wie du meinst, hab selber ein Büro am Freiheitsplatz.
Also wie entgegentreten?



Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 14, 2007, 00:38:35

Die Mieten in der Innenstadt, sind bei weitem nicht so hoch wie du meinst, hab selber ein Büro am Freiheitsplatz.
Also wie entgegentreten?


Du koenntest mal z.b. die buchbinderei in der Burggasse fragen, wieviel sie fuer das loch dort zahlen muessen. Musst aber schnell sein, sie wird bald zugemacht :(. Genau deswegen! In der umgebung wird auch sonst dauernd auf und zu gemacht. Gibt eh keine traditionsbetriebe mehr. Hat doch sogar Peisser & Vogel in der Kaiserfeldgasse die pforten geschlossen. Nun, wer in dieser gegend nichts zu tun hat, dem ist das sicher egal. Sing ist vor kurzem weg, Pech macht zu. Wenn jemand neu uebernehmen will, geht er mit den angehobenen mieten sofort in konkurs!

Der Spar in der Hans-Sachs-Gasse ist zwar ganz gut, Hornig am Tummelplatz ist auch noch da, man koennte den Jakominiplatz dazurechnen. Aber dann ist leider ziemlich schluss. :(

Mit einkaufszentren in der pampa rettet man die Innenstadt jedenfalls sicher nicht. Und wohnen im gruenen gibt es bei diesen kasernen nur mehr dann, wenn die haeuser gruen angestrichen werden. Das heutige gruen wird ja zubetoniert. Und wenn dann ein hahn kraeht oder ein frosch quackt, gehen die neuen bewohner zum richter. Ich kenne das schon ...

Gruen habe ich bei Stadtpark und Schlossberg! Sogar ein Univiertel ist 10x mehr natur als die beton und asphaltwuesten an der peripherie. Aber die haeuser dort werden ja buchstaeblich verfallen gelassen, weil keiner geld dafuer hat.

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 14, 2007, 08:57:00
also nicht immer die selbe laier herunterspulen, das habe ich schon x-mal gehört.
also wie soll man dem entgegentreten?#
sicher nicht, wenn man Einfamilienreihenhäuschen baut,den die verbrauchen am meisten Grundfläche.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 14, 2007, 10:13:10
Indem man solche verrueckte einkaufszentren "ins nichts" einfach nicht baut. Das sind nur zusaetzliche verkehrserreger. Es duerfte einfach keine kuenstlich erzeugten gruende geben, dass firmen und einwohner die innenstadt verlassen. Ob es die Seiersberger oder die Grazer machen ist vollkommen egal. Das aergert hoechstens die gemeinde selber, weil die steuern nicht mehr reinkommen. Graz hat keinen riesigen bevoelkerungszuwachs, der einen ausbau der stadt noetig macht. Wenn aber eine altstadt tot ist  dann kann man sie auch scheifen. Oder wer glaubt dran, dass wirklich oeffentliches interesse am weltkulturerbe besteht?

Nein, es ist nicht die schlechte lebensqualitaet in der stadt. Gruener als in der Innenstadt geht es nicht, ausser im Leechwald ;). Oder soll Grossschaedl, Linde oder Denzel fuers gute klima bei Reininghaus zustaendig sein? Die leute muessen nur mal mit offenen augen durch die stadt gehen. In wirklichkeit ist es nur der platz fuers autotutuetue, der gefragt ist. Das sind leute, die jedes oeffi sofort einstellen wuerden, um dort dann parkplaetze zu machen. Und das zu foerdern, wuerde ich bei den umweltbedingungen heute schlicht als gefaehrlich sehen. Schaut mal nach Seiersberg, dort kann man nur mit dem auto hin, und das soll sichtlich auch so bleiben. Soll der verkehrsknoten "Don Bosco" jetzt die anbindung fuer Reininghaus werden? :(

Uebrigens Hofer hat sich auch aus der altstadt verabschiedet, falls man es schon wieder vergessen hat. Wie lange wollen wir noch beim sterben zuschauen und monsterprojekte gutheissen? Das kommt mir schon vor, wie plattenbau in der DDR.

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 14, 2007, 11:02:08
ich sag dir einmal was: 7 von 10 projekten, die in der innenstadt errichtet werden sollen, werden abgelehnt von den Behörden, meistens der denkmalschutz.
ich kann mittlerweile es genauso verstehen, dass investoren sich vergrault fühlen wenn sie in der stadt was machen wollen.
wir haben ebenso ein projekt, dass scih immer mehr in die zeitliche länge zieht, und diese projekt würde einen sehr starken impuls vorallem für gries bringen, wann es kommt steht aber in den sternen.
die stadt sollte sich mal langsam überlegen was es will, konservieren wegen dem ja ach so tollen weltkulturerbe, bringt ja wohl gar nichts.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 14, 2007, 12:42:11
Weltkulturerbe bringt nichts?

Soso, wir haben ja sonst noch irgendwas in der stadt das leben bringen koennte? Irgendwas, das einen der milliarden weltbuerger erinnern koennte, dass Graz ueberhaupt existiert? Salzburg kennt jeder und das ist laecherlich im vergleich mit Graz. Aber psst, nix davon der oeffentlichkeit sagen, sonst koennte jemand daran interesse zeigen.

Aber genau dort liegt das problem. Sie lassen die stadt verfallen, bis sie alles niederreissen duerfen, indem sie mittels satellitenstaedte entvoelkert wird. Palermo schau oba! :(.

Horrende parkgebuehren fuer die bewohner, aber ansonsten zugestellte wohngegenden durch "touristen" sind da genau richtig. Ein paar laermende in-lokale und schon geht der rest weg. Wer will z.b. am Glockenspielplatz wohnen? Firmen mit fantasiemieten vertreiben und in der pampa vielleicht noch extra foerdern. Sucht am besten mal alle alten geschaeftsportale und fotografiert sie. Sollte es irgendeine betriebsuebernahme geben, sind die weg. Solche fotos koennten dann eine raritaet werden :(. Wie lange wohl  noch ein Harnisch bleibt? Oder Zoo Beller? Guldenbrein? Foto Baldur? Geht mal spazieren, schaut euch die stadt an und ueberlegt was passiert, wenn z.b. diese betriebe dann auch noch weg sind. Ihr werdet sicher noch viele andere finden, die bald nur mehr in Tripsdrill zu finden sind, wenn ueberhaupt.

Da ich aber Graz mag, will ich so eine stadt nicht erleben, auch nicht mit irgendwelchen betonprojekten ala Frankfurt mitten in der stadt! Sonst koennte man gleich einen  parkplatz fuer Wien draus machen, wenn unseren grundstuecksspekulanten fad sein sollte.  Als bewohner der stadt habe ich aber auch ein anrecht auf dieses allgemeingut "weltkulturerbe". Davon leben viele leute hier und nicht nur einzelne grundherren mit klingendem namen und gutem draht in die politik. Und von denen will ich weder den wohnort, noch den wirtschaftsbonus der wunderschoenen grazer altstadt zerstoeren lassen.

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 14, 2007, 13:27:14
wie oft wiederholst du dich noch,ohne irgendwie auf das problem einzugehen?
und ich sage dir nochmals, solange die stadt sämtliche investoren vergrault, muss man sich nicht wundern dass die leute abwandern und bezirke verfallen.
ausserdem ist der trend nicht mehr aufhaltbar, dass die menschen lieber im "grünen" wohnen wollen und nicht in der stadt.
man gibt viel mehr geld aus sich ein häuschen zu bauen als in der stadt sich eine wohnung zu kaufen.
das problem ist doch nicht graz spezifisch, dass ist der trend weltweit
und wenn man als wohnungsbesitzer nichts an der lebensqualittät ändern darf (zb wegen dem weltkulturerbetitel) darf man sich nicht wundern dass die städte mehr und mehr
verkommen.

und die hohen mieten die du ansprichst resultieren auch daraus, dass die erhaltungskosten extrem steigen wenn man nicht adäquat sanieren darf.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 14, 2007, 14:08:14
Zitat
ich sag dir einmal was: 7 von 10 projekten, die in der innenstadt errichtet werden sollen, werden abgelehnt von den Behörden, meistens der denkmalschutz.


Aber es werden trotz dieser Gesetze, Projekte geplant?

Zitat
wir haben ebenso ein projekt, dass scih immer mehr in die zeitliche länge zieht, und diese projekt würde einen sehr starken impuls vorallem für gries bringen, wann es kommt steht aber in den sternen.


Dürfte ich mehr über dieses Projekt erfahren?


Michael
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 14, 2007, 15:03:55
Baurechtlich sind sie ja grösstenteils genehmigungsfähig......


zum Projekt: nein erst wenn es öffentlich wird.
und noch ein kleiner link:
http://gat.st/pages/de/nachrichten/2557.htm
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 14, 2007, 16:25:12

wie oft wiederholst du dich noch,ohne irgendwie auf das problem einzugehen?


Das ist halt meine meinung, wieso sollte sie ploetzlich anders werden?

Wenn die einzige alternative betonkloetze sind, dann duerfte auch bei mir nichts gemacht werden. Primitivbauten in billigbauweise im altstadtbereich muessen meiner meinung nach absolut verboten bleiben! Wer braucht noch sowas wie z.b. den Steirerhof oder Palais Trauttmanndorf? Aber jammern, wenn wieder was wertvolles unter den bagger gekommen ist. :(

Da nicht alle altstadthaeuser in Graz verkommene ruinen sind, sieht man, dass es sehr wohl anders geht. Das Kommod hatte z.b. einen millionenbetrag investiert und das haus wurde daraufhin einfach willkuerlich abgerissen. Nun, man wird sehen, was das gericht dazu zu sagen hat.

Nur die entscheidenden politiker werden wie immer nichts davon wissen. Die brauchen absolut nichts zu verantworten. Vielleicht darf auch noch die oeffentlichkeit den schaden bezahlen? :(.

Uebrigens, trotz einiger aergernisse wohne ich ganz gerne in der altstadt. Aber man merkt, wie es auch von der politischen seite schwerer gemacht wird. Und seit schwarz ist es vollkommen vorbei. Die parkgenehmigungen wurden z.b. auf den 5-fachen preis angehoben! Und natuerlich trotzdem keine rede davon, wenigstens am abend auch einen parkplatz zur verfuegung stellen. Na, die paar werden wir auch noch rauskriegen, nicht wahr. :(

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 14, 2007, 16:50:46
wieso verkaufst du dein auto nicht?
und gratisparplätze zu verfügung zu stellen kann wohl nicht dein ernst sein, um das abwanderungsproblem zu stoppen?

Der steirerhof ist genau der frequenzbringer am jakominiplatz, und so schlecht ist er wieder auch nicht, im gegenteil dazu das Trautmannsdorf ist eine frechheit.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 14, 2007, 17:20:00
Zitat
Baurechtlich sind sie ja grösstenteils genehmigungsfähig......


zum Projekt: nein erst wenn es öffentlich wird.
und noch ein kleiner link:
http://gat.st/pages/de/nachrichten/2557.htm


Danke, wird es etwas gigantisches - Hochhaus?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 14, 2007, 17:22:42
nein es war ein eu-weiter wettbewerb, und es wird ein öffentliches gebäude...wenn.....
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 14, 2007, 17:26:43
Ich denke da an den Gürtelturmplatz - liege ich da richtig? (vis a vis, wo jetzt noch ein baufälliges Punk Gebäude steht)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am März 14, 2007, 17:34:02
nein da liegst du falsch.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 14, 2007, 23:45:13

wieso verkaufst du dein auto nicht?
und gratisparplätze zu verfügung zu stellen kann wohl nicht dein ernst sein, um das abwanderungsproblem zu stoppen?


Aber in der Pampa schon? Dort wo es angeblich ein gruenes wohnen sein sollte? "Gib dem affen zucker", koennte ich dazu sagen. :(

Zitat

Der steirerhof ist genau der frequenzbringer am jakominiplatz, und so schlecht ist er wieder auch nicht, im gegenteil dazu das Trautmannsdorf ist eine frechheit.


Willst mich jetzt aergern oder meinst das im ernst? Der neue Steirerhof ist primitiv wie ein parkhaus gebaut, die fassade ist dann mit dem "buecherregal" notduerftig kaschiert worden. Billiger geht es wirklich nicht, in 30 jahren ist das garantiert abbruchreif, genauso wie irgendein ein supermarkt :(. Wenn der Hofer in Eggenberg abgerissen wird, weint keiner nach, eh klar.

Beim Trauttmannsdorf ist das schlimmste, was sie wieder mal abgerissen haben. Dann aber verheult ein paar saeulen mit trauertafel im hof aufstellen. Wir haben das jedenfalls alles noch im originalzustand fotografiert! Auch einen dachstuhl z.b.. Der war in tiptop zustand wie auch beim Kommodhaus und ein technisches wunderwerk! Aber dann wegfetzen und eine schale aus beton hinbauen :(. Genauso wie sie beim Greinitzhaus den original dachstuhl einfach niedergefetzt haben. Aber auch ein Greinitz hat sich trotzdem verabschiedet. Alles nur billige ausreden sonst garnichts.

Fuer wen soll den jetzt der schauerliche Trauttmannsdorf-neubau jetzt da sein? Fuer den Hornig, der dann schnell wieder ausgezogen ist?

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am März 16, 2007, 10:36:24

und die hohen mieten die du ansprichst resultieren auch daraus, dass die erhaltungskosten extrem steigen wenn man nicht adäquat sanieren darf.


Passt zwar sowieso nicht mehr zum thema, aber mietkosten haben mit der erhaltung nichts zu tun. Das ist ein vollkommen anderer anteil in den berechnungen fuer ein vermietetes objekt. Saemtliche erhaltungskosten werden anteilsmaessig auf den mieter berechnet und die sind meist gerade in der Altstadt minimal.  Es steigt ausschliesslich der anteil der miete und fuer unternehmen gibt es ja keinen mieterschutz.

Miete ist der reinertrag fuer den hausbesitzer.  Und das dann fuer ein kaluppe, wo seit jahrzehnten kein Cent investiert wurde. Man sollte sich solche loecher mal anschauen, wo die mondpreise verlangen wollen. Solche haeuser stehen dann jahrzehnte leer, verfallen klarerweise vollstaendig, wenn die stadt nicht die sanierung bezahlt. Und weiter? Eh schon wissen!

Wenn jemand sein eigentum nicht widmungsgemaess nutzen kann oder will, sollte es meiner meinung nach der allgemeinheit zur verfuegung gestellt werden. Und wenn eine stadt die sanierung mittels foerderungen bezahlt, sollte sie auch von den einnahmen profitieren duerfen! Die vorhandene bausubstanz ist naemlich praktisch null wert und schon laengst abgeschrieben! Werden die abrisskosten gegen den grundwert aufgerechnet, bleibt eh kaum mehr was uebrig, nicht wahr. Und das sollte die stadt natuerlich schon bezahlen! Und wenn jemand etwas unerlaubt abreisst oder gar baut, dann muss er es auf eigene kosten wiederherstellen. Gilt natuerlich auch fuer die stadt als eventuellen eigentuemer! ::).

Man sollte mal als kleiner wuggl irgendein nichtgenehmigtes gebaeude in garten haben. Hui, da sind sie schnell da mit dem abrissbescheid. Aber die grossen hallen wurden fast alle ohne bescheid errichtet. Zahlen wir halt ein kleines straferl dafuer. Beim abriss das gleiche, oder was meint ihr, was Kastner & Oehler z.b. damals fuer konsequenzen hatte, als sie den denkmalgeschuetzten haeuserblock neben Brueder Lechner abgerissen haben? "Wirtschaftlich nicht zumutbar" heisst es dann. Aber fuer uns als kleine private ist alles zumutbar! Wenn pech ist, gehen wir halt im "Landl" einsitzen. :(

LG Hans
Titel: Mehr Grün für das Reininghaus-Areal
Beitrag von: Michael am Mai 12, 2007, 14:47:47
Mehr Grün für das Reininghaus-Areal

Der Grazer Westen wird wieder ein Stück grüner: Aus Mitteln des EU-Programms Urban_Link Graz-West fördert die Stadt Graz zwei Begrünungsprojekte in Wetzelsdorf. Die Firma Asset One plant acht öffentlich zugängliche Baumhaine am und um das Reininghaus-Areal sowie die Ergänzung und Neupflanzung von Alleen in diesem Gebiet. Beide Vorhaben werden auf Antrag von Stadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch mit jeweils 50.000 Euro unterstützt.

Quelle: www.graz.at


Also da kann ich nur   ;D :hehe: ;D

Eher wird das viele grün verschwinden, wenn dieses Riesenprojekt aufgezogen wird.
Titel: Reininghausgründe - Ein Stadtteil wird aufgeforstet
Beitrag von: Michael am Oktober 04, 2007, 07:41:22
Mit dem Anpflanzen von Sträuchern und Bäumen wirkt sich das positiv auf dieses Baugebiet aus.




Ein Stadtteil wird aufgeforstet

"Asset One" will seine Reininghausgründe für Investoren noch attraktiver machen und pflanzte 450 neue Bäume. Gebäude werden frühestens in drei Jahren folgen. Und: Brauhausstraße wird zur Wohnstraße.

WILFRIED ROMBOLD

Gartenarchitektin Gertraud Monsberger kommt fast ins Schwärmen, wenn sie von ihrer Arbeit auf den Reininghausgründen erzählt. "Noch nie zuvor konnte ich bei einem Bauprojekt zuerst die Grünflächen gestalten, noch bevor überhaupt ein Gebäude geplant war". Tatsächlich zäumt der Immobilien-Entwickler "Asset One" bei seinem Mammutprojekt im Grazer Westen das Pferd von hinten auf und ließ als erstes sichtbares Zeichen für den neuen Stadtteil in den letzten Wochen 450 ausgewachsene Bäume und 2600 Sträucher pflanzen.

Es sind insgesamt fünf Baumhaine (plus vier Baumreihen) im Bereich der Alten Poststraße und der Brauhausstraße, die in den nächsten Jahren zu richtigen kleinen Wäldchen heranwachsen und den künftig dort wohnenden und arbeitenden Menschen mehr als nur Schatten spenden sollen. "Bäume und Sträucher verbessern auch das Kleinklima im Stadtteil und filtern den Feinstaub, sie sind Erholungsraum und Rückzugsgebiet", pries "Asset One"-Vorstand Roland Koppensteiner seine Pflanzaktion bei der gestrigen Präsentation. Planungsstadtrat Gerhard Rüsch pflichtete ihm bei und wünschte sich "für jedes neugeborene Kind in Graz einen Baum, das wären 3000 Neupflanzungen im Jahr".

Stadt und EU zahlen mit

30 unterschiedliche Baum- und Straucharten - durchwegs heimische - hat Gestalterin Monsberger gewählt, um eine möglich große Vielfalt an Wuchsformen

und Blütezeiten zu gewährleisten. 21.000 von insgesamt 540.000 Quadratmeter verwertbarer Fläche lässt "Asset One" begrünen bzw. bepflanzen und kommt für die Hälfte der Kosten von 200.000 Euro auf. Den Rest lukriert man aus dem Topf des EU-Projekts "Urban-Link Graz-West", in den die Stadt 75.000 Euro beisteuerte.

Bis zwischen den Bäumen auch Häuser in den Himmel über Reininghaus wachsen, wird es allerdings noch ein wenig dauern. Die "Asset One" lässt sich selbst bis ins Jahr 2010 Zeit, um sich an die konkrete Umsetzung ihres neuen urbanen Stadtteils zu machen - und freilich auch, um finanzkräftige Investoren an Land zu ziehen. "Die notwendige Geduld wollen wir aufbringen. Wir bringen unsere Infrastruktur und Verkehrslösungen mit ein", sprach Rüsch die geplante Straßenbahnanbindung an.

Vorerst aber bleibt die aufstrebende Wohngegend verkehrstechnisch noch im Abseits. Der Ausbau der Wetzelsdorfer Straße inklusive Radweg scheint auf die lange Bank geschoben. Dafür ist für nächstes Jahr der Rückbau der südlichen Brauhausstraße in eine Wohnstraße fix geplant.

Quelle: www.kleine.at


Asset1  :one:

Nur schade, dass die Wetzelsdorfer Straße noch immer nicht saniert wird.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am Oktober 04, 2007, 10:18:29
Eine ganze gegend zubauen und dann von begruenen reden! :(

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Oktober 04, 2007, 16:11:05
Hallo, aufwachen! Es steht nirgends, das diese Pflanzen/Bäume mit dem Baubeginn des Projektes entfernt werden.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: paulw am Oktober 04, 2007, 21:06:09
Zitat
Nur schade, dass die Wetzelsdorfer Straße noch immer nicht saniert wird.

ja, das ist echt jammerjammerschade.
ist eigentlich sogar eine verarschung eine so wichtige straße so zu lassen.
nicht selten müssen dort mütter mit ihren kinderwägen auf der strasse gehen, weil es nicht mal einen gehsteig gibt. auch schulkinder und alte leute.
viele autofahrer, die auf dem heimweg (über den steinberg) im tieferen stadtgebiet bei ampeln oder im stau gestanden sind, können hier endlich aufs gas steigen und mit´n 70er die gestandene fahrzeit wieder gutglühen....
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sweet Air am Oktober 04, 2007, 22:26:34
Zitat
Gebäude werden frühestens in drei Jahren folgen.


Da is ja noch Zeit die schöne Gegen dort zu genießen. Ich finde die alte Brauerei mit den Ackern rundherum sind ein nettes Erholungsgebiet mitten in der Stadt.
Irgendwie schade, dass dort alles zubetoniert wird. Da helfen auch 450 Bäume nicht viel. Ich hoffe ja nur, dass man wenigstens die eine Baumallee lässt, denn die sieht schon genial aus!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Oktober 05, 2007, 07:23:22
Zitat
nicht selten müssen dort mütter mit ihren kinderwägen auf der strasse gehen, weil es nicht mal einen gehsteig gibt. auch schulkinder und alte leute.


Warum müssen die auch gerade dort unterwegs sein? Es ist klar, das die nächste Straße einen Katzensprung entfernt ist, aber warum?

Zitat
Ich hoffe ja nur, dass man wenigstens die eine Baumallee lässt, denn die sieht schon genial aus!


Das bezweifle ich. ;)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Empedokles am Oktober 05, 2007, 12:06:47

Zitat
Ich hoffe ja nur, dass man wenigstens die eine Baumallee lässt, denn die sieht schon genial aus!

Das bezweifle ich. ;)


Wenn man nur wirklich wollte, dann gäbe es bestimmt auch andere Lösungen und die schöne Allee bliebe der Nachwelt größtenteils erhalten!
So könnte man z.B. in der Allee nur die Fahrspur stadteinwärts (mit Rad- u. Fußweg) führen und nördlich der Allee die Fahrbahn in die Gegenrichtung dazubauen.

Das meint E.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: paulw am Oktober 05, 2007, 13:56:29
Zitat
Warum müssen die auch gerade dort unterwegs sein? Es ist klar, das die nächste Straße einen Katzensprung entfernt ist, aber warum?


??? ??? ??? ??? ???

Zitat
Ich hoffe ja nur, dass man wenigstens die eine Baumallee lässt, denn die sieht schon genial aus!

also wenn die anrainer & medien da nicht auf die barrikaden gehen.
eine schlägerung der allee bekommt die politik niemals durch.
sowie E. meint sollte es sein...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Oktober 06, 2007, 10:49:29
Zitat
So könnte man z.B. in der Allee nur die Fahrspur stadteinwärts (mit Rad- u. Fußweg) führen und nördlich der Allee die Fahrbahn in die Gegenrichtung dazubauen.


Das halte ich für eine gute Idee - Da wäre es dann sozusagen eine Doppel-Allee.

Zitat
??? ??? ??? ??? ???


Eine Lösung wäre ein eigener Rad- und Gehweg neben der Allee. Sollte ja nicht so schwer sein, so etwas herzustellen.
Titel: "Grüne Ideen" für Reininghausgründe
Beitrag von: Martin am April 09, 2008, 12:14:19
"Grüne Ideen" für Reininghausgründe
Asset One sammelt Ideen für Grünraumgestaltung.
Am Ende soll auf den Reininghausgründen im Grazer Westen ein neuer "urbaner Stadtteil" entstehen, den Anfang macht man nun mit einer Ideensammlung zum Thema Grünraum - ein Bereich, der zumindest 80.000 von 540.000 m2 einnehmen wird: Der Immobilienentwickler "Asset One AG" unter dem Vorstandsvorsitzenden Roland Koppensteiner hat sieben nationale wie internationale Teams eingeladen, Visionen in Sachen Freiraum auf den Reininghausgründen zu entwickeln. Bei Grundlegendem ist man sich mit der Stadt Graz ohnehin grün: So sollen Alleen bei den Hauptstraßen für einen "Boulevard-Charakter" sorgen und "grüne Radwege" entstehen. Der Baubeginn ist übrigens in vier bis fünf Jahren geplant. 

quelle: kleine.at
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Deadlocked am April 09, 2008, 15:58:38
Na hoffentlich wird dann die Bimstrecke gleich mitgebaut...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am April 09, 2008, 16:07:01
Lt. Koalitionsvereinbarung zwischen der ÖVP und den Grünen, dürfen Großprojekte nur noch mit Anschluss an die Öffentlichen
Verkehrsmittel errichtet werden.

Siehe auch - http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,1231.msg10397.html#msg10397
bzw. http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,1231.msg10418.html#msg10418 (Anlage)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am April 09, 2008, 16:46:14
Das heißt aber sicher nicht, daß dort eine Straßenbahnlinie fahren muss.
Eine Buslinie würde sicher auch ausreichen, obwohl die Bim natürlich ein großer Vorteil wäre.

SG
g111
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am April 09, 2008, 21:55:48
Das ist mir klar, aber bei einem Projekt solcher Größenordnung gehört da schon eine Bim hin. ;)
Erstellt am: April 09, 2008, 16:48:40
Ein wesentlich interessanterer Bericht. ;)




In die 540.000 Quadratmeter großen Grazer Reininghaus-Gründe soll bald neues Leben einziehen: Der Liegenschaftseigentümer, die in Privatbesitz stehende Asset One, die diese Flächen von der Brau Union erworben hatte, startet nun einen Planungswettbewerb.
Als erstes soll die Gestaltung der Grün- und Freiflächen festgelegt werden. Sieben österreichische und internationale Expertenteams wurden eingeladen, ihre Vorschläge vorzulegen. Die Teilnehmer kommen unter anderem aus Paris (,,Agence Ter") und Meran (,,freilich landschaftsarchitektur"). Aus Österreich wurden unter anderem die ,,Monsberger Gartenarchitektur" aus Graz und ,,idealice" aus Wien eingeladen.


,,Freiräume schaffen"

Für Asset One Vorstand Roland Koppensteiner spielen die Grün- und Freiräume bei der Entwicklung dieses Stadtteils ,,eine wesentliche Rolle"., ,,Als verantwortungsvolle Entwickler tragen wir für den künftigen Stadtteil Graz-Reininghaus und seine Lebensqualität Verantwortung", sagt Koppensteiner. Im Juni soll das Siegerkonzept feststehen und der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Die Reininghaus-Gründe waren Teil eines Immobilienpakets der Brau Union, das diese 2005 verkauft hat. Asset One hält aus diesem Paket Flächen mit insgesamt 1,2 Millionen Quadratmetern. Mehr als 900.000 Quadratmeter davon sind gewidmetes Bauland in Salzburg, Linz, Schwechat und Graz.
Ein weiteres großes Entwicklungsprojekt ist die Salzburger Sternbrauerei, wo Wohnungen entstehen.

Quelle: www.wirtschaftsblatt.at


Von mir aus, könnte man dort ruhig einen künstlichen Berg errichten. ;D Schloßberg II
Komisch, wäre es nicht besser, zuerst die mögliche Bebauung der Wohn- und Gewerbebauten zu festlegen.
Oder wieso nicht gleich alles zusammen. Naja, bin kein Experte, finde das aber trotzdem eigenartig. :-\
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am April 10, 2008, 09:44:09

Ein wesentlich interessanterer Bericht. ;)


Von mir aus, könnte man dort ruhig einen künstlichen Berg errichten. ;D Schloßberg II
Komisch, wäre es nicht besser, zuerst die mögliche Bebauung der Wohn- und Gewerbebauten zu festlegen.
Oder wieso nicht gleich alles zusammen. Naja, bin kein Experte, finde das aber trotzdem eigenartig. :-\


Ich finde es schon ok sich früh zu entscheiden, wo die Grünräume hinkommen sollen.
Die sonstigen Herangehensweisen ist ja eher  Alibi Lösungen, wo man das Grün dann einfach dort hineinpflanzt wo noch platz ist, weil man ja noch grün braucht.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am April 11, 2008, 00:00:05
OK, das ist ein Argument.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am April 11, 2008, 17:38:40

Das heißt aber sicher nicht, daß dort eine Straßenbahnlinie fahren muss.
Eine Buslinie würde sicher auch ausreichen, obwohl die Bim natürlich ein großer Vorteil wäre.


Wenn dann bitte eine Straßenbahn und keine "halbe" Lösung mit irgendeiner Schnakerl-Buslinie. Das wäre Pfusch!

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am April 11, 2008, 17:42:43
Tja, stadtplanung wird heute wie bei "Simcity" gemacht. Einfach quadratln gezeichnet und fertig ist es. Und gruenflaechen werden dort eingezeichnet, wo wirklich sonst nichts platz hat, aber als augenauswischerei in 1:1 zuerst angelegt.

Dann werden strassen gebaut wie im computerprogramm so ala 5 umgehungsschleifen, und ploetzlich steht man als fussgaenger vor einen baum, wenn man den zebrastreifen benuetzt. Das spiel "Siedler" hat dann mandln dort, die nichts zu tun haben und schnurspringen oder nasenbohren. Super!

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Belmarduk am April 11, 2008, 18:16:01

Tja, stadtplanung wird heute wie bei "Simcity" gemacht. Einfach quadratln gezeichnet und fertig ist es. Und gruenflaechen werden dort eingezeichnet, wo wirklich sonst nichts platz hat, aber als augenauswischerei in 1:1 zuerst angelegt.

Dann werden strassen gebaut wie im computerprogramm so ala 5 umgehungsschleifen, und ploetzlich steht man als fussgaenger vor einen baum, wenn man den zebrastreifen benuetzt. Das spiel "Siedler" hat dann mandln dort, die nichts zu tun haben und schnurspringen oder nasenbohren. Super!

LG Hans

Mir hat das Spiel Dungeon-Keeper mehr gefallen - da hat man seine faulen Imps schlagen können damit sie schneller herumwuselten und arbeiteten  ;D

Ja es ist wie in Sim-City etc - Alles mit gebäuden zupflastern ist schlecht - Riesige Fächen zu "grünen" auch - Also im Stadtgebiet - Die Mischung machts.
Besser höher bauen und dafür mehr grün dazwischen !!
Gruss Belmarduk
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am April 11, 2008, 19:53:36
Nur muss man dort dann auch wohnen. Und hochhaeuser sind das letzte von seiten der wohnqualitaet! Dann darfst das gruen aus der betonburg im 27. stock anschauen, wo du nicht einmal den namen des nachbarn kennst.

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: flow am April 11, 2008, 20:46:30
Zu dem Thema fällt mir ein Beitrag aus einem Geografiebuch der Mittelschule ein:

Dort wurde die Wohnqualität zwischen dem Wohnpark Alterlaa (Hochhäuser, viel Grün dazwischen) und einer "gewöhnlichen" innerstädtischen Verbauung (~fünfstöckige Wohnhäuser, kleine Gässchen, Grätzelbildung) gleicher Einwohnerzahl und Grundfläche verglichen.
Das Ergebnis sprach (natürlich) gegen den Wohnpark und für die gewohnte Bebauung. :D

Vielleicht finde ich das Buch noch, um Genaueres sagen zu können.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am April 11, 2008, 21:30:34

Wenn dann bitte eine Straßenbahn und keine "halbe" Lösung mit irgendeiner Schnakerl-Buslinie. Das wäre Pfusch!

Wäre sicher das beste und die Strassenbahn muss bereits fahren, bevor die ersten Bewohner einziehen!
Nicht so wie in anderen Gegenden in Graz, wo zuerst Wohnraum ohne ÖV geschaffen wurde und der ÖV kamerst Jahre später oder war zu unattraktiv.

SG
g111
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: CaptnFuture am April 12, 2008, 19:37:26

Zu dem Thema fällt mir ein Beitrag aus einem Geografiebuch der Mittelschule ein:...

Du musst das gleiche Buch wie ich gehabt haben ;)
Alt-Erlaa wurde ja auch als Beispiel für eine "Schlafstadt" am Stadtrand, ohne soziale Einrichtungen gebracht. Dort stehen ja wimre wirklich nur diese Klötze mit der Einwohnerzahl einer Kleinstadt und es gibt nicht einmal ein Geschäft in der Siedlung...

Bin ja schon gespannt, wie das auf den Reininghausgründen geplant wird. Mal schauen, was diese eingeladenen "Expertenteams" schon für ältere Projekt haben, falls ich da was find.

MfG, Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am April 13, 2008, 21:18:05
Zitat
Bin ja schon gespannt, wie das auf den Reininghausgründen geplant wird. Mal schauen, was diese eingeladenen "Expertenteams" schon für ältere Projekt haben, falls ich da was find.
Ich glaube nicht, das man hier auf Nahversorger hoffen muss. Außerdem jetzt, wo Spar kräftig investieren wird, wäre das unvorstellbar.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am April 13, 2008, 22:29:57


Zu dem Thema fällt mir ein Beitrag aus einem Geografiebuch der Mittelschule ein:...

Du musst das gleiche Buch wie ich gehabt haben ;)
Alt-Erlaa wurde ja auch als Beispiel für eine "Schlafstadt" am Stadtrand, ohne soziale Einrichtungen gebracht. Dort stehen ja wimre wirklich nur diese Klötze mit der Einwohnerzahl einer Kleinstadt und es gibt nicht einmal ein Geschäft in der Siedlung...


Das stimmt nicht. Vorgelagert gibts ein kleines "Einkaufszentrum", weiters zwischen den Türmen auch eine Veranstaltungshalle. Die Wohnqualität ist dort sogar vergleichsweise gut.

Zitat http://de.wikipedia.org/wiki/Wohnpark_Alt-Erlaa (http://de.wikipedia.org/wiki/Wohnpark_Alt-Erlaa):
Zitat

Aktuelle Studien über die Wohnzufriedenheit belegen, dass die Terrassenhochhäuser in Alt-Erlaa von ihren Bewohnern in Hinblick auf Lebensqualität, Sicherheit und Nutzungs­vielfalt nach wie vor hoch geschätzt werden. Dies liegt auch an den zahlreichen Infrastruktureinrichtungen.

Infrastruktureinrichtungen
Insgesamt stehen für die Wohnungen u.a. 3.400 Tiefgaragenplätze, zwe Ärztezentren, drei Schulen, zwei Kindergärten, ein Kindertagesheim, ein Einkaufszentrum , eine Turnhalle, 33 Freizeitklubs und mehrere Tennishallen, eine Kirche und ein direkter Zugang zur U-Bahn U6 (seit 1995) zur Verfügung. Weiters befinden sich sieben Schwimmbäder in 70 Meter Höhe auf den Dächern der Hochhäuser und sieben Hallenbäder und Saunen, welche das Angebot abrunden.

Als eine weitere Besonderheit existiert im Wohnpark Alterlaa eine Monatszeitung ("Wohnpark Alterlaa Zeitung - WAZ") und seit 1998 sendet der Fernsehsender WPTV ein eigenes Programm von und für die Mieter, die so laufend über Neuigkeiten aus dem Wohnpark informiert werden.


Es gibt auch verschiedene Homepages der Bewohner selbst (http://www.alterlaa.net/) und der Betreibergesellschaft (http://www.alt-erlaa.at/).
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: flow am April 13, 2008, 22:50:43
@CaptnFuture: Ich glaube, dass es sich bei dem Buch um eines aus der Reihe "Weltbilder", dh Unterstufe, handelt. ;) Vielleicht find ich's ja noch irgendwo.

Es mag schon sein, dass Alt-Erlaa (mittlerweile?) eine höhere Wohnqualität als vergleichbare Siedlungen bietet; der Grundtenor aus dem Buch war, soweit ich mich erinnere aber der, dass in einer so großen Siedlung die sozialen Kontakte zwischen den Bewohnern auf ein Minimum sinken - im Gegensatz zur "klassischen" innerstädtischen Bebauung mit ihrer Grätzelbildung.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am April 13, 2008, 23:07:01

@CaptnFuture: Ich glaube, dass es sich bei dem Buch um eines aus der Reihe "Weltbilder", dh Unterstufe, handelt. ;) Vielleicht find ich's ja noch irgendwo.

Es mag schon sein, dass Alt-Erlaa (mittlerweile?) eine höhere Wohnqualität als vergleichbare Siedlungen bietet; der Grundtenor aus dem Buch war, soweit ich mich erinnere aber der, dass in einer so großen Siedlung die sozialen Kontakte zwischen den Bewohnern auf ein Minimum sinken - im Gegensatz zur "klassischen" innerstädtischen Bebauung mit ihrer Grätzelbildung.


Ganz so einfach ist es nicht.

Ich wohn hier mitten im 15. Wiener Gemeindebezirk und kenn' aus dem Häuserblock genau zwei Leute (die unter mir wohnen und deren Katze sich öfter mal zu mir verirrt). Alle anderen sozialen Kontakte bestehen komplett unabhängig vom "Grätzl". Dasselbe kann man aber auch z.B. in den großen Neubaugebieten in der Donaustadt beobachten - Ghetto pur. Erinnert stark an die berühmt berüchtigten französischen Satellitenstädte der frühen 70er.

Im Vergleich dazu scheint das Sozialleben im Wohnpark dann doch sehr dicht zu sein, was vor allem an den zahlreichen von Anfang an miteingeplanten Gemeinsschaftseinrichtungen liegen dürfte (hin und wieder werd ich von Bekannten mal auf einen Schwimm-Abend am Dach eingeladen und da kommt man ganz automatisch mit anderen Bewohnern ins Gespräch).

Nicht alles was in den 70ern geplant und "Wohnpark" genannt wurde ist automatisch schlecht; Alt-Erlaa ist definitiv eines der gelungeneren Beispiele, die Grazer Terassenhaussiedlung ist ja auch nicht so übel und da wurden einige Ideen übernommen.

Allerdings: so baut heute niemand mehr. heute gibts einfach kaum mehr Projekte mit >1000 Wohnungen. Und für 50 Einheiten plant niemand ein Schwimmbad, ein Ärztezentrum und einen Kindergarten dazu - viel zu teuer.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am April 13, 2008, 23:14:30
Zitat
die Grazer Terassenhaussiedlung ist ja auch nicht so übel und da wurden einige Ideen übernommen.

Mal komplett auf die ganze Siedlung bezogen, gibt es da keine gute Einkaufsmöglichkeit, die zentral liegt. (vom Schlecker will ich gar nicht erst reden)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pollux am April 17, 2008, 11:37:41
Wohnpark Alt-Erlaa, da kann man ja gleich einen horrorfilm drehen. In solchen siedlungen macht die Spira ihre filmdokumentationen, eh klar warum!

LG Hans
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Juni 25, 2008, 07:30:54
Lt. einem Kurztext in der heutigen Ausgabe der Grazer Woche, wurden bereits die ersten Pläne präsentiert.

Leider habe ich nichts gefunden, außer die HP - http://www.asset-one.at/reininghaus/main
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am Juni 25, 2008, 08:41:50
Diese Webseite ist besser: http://www.reininghaus017.at/page.php
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Vienna-City am November 02, 2008, 12:55:44
Hat sich da jetzt eigentlich mal wieda etwas getan??
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am November 16, 2008, 10:49:59

Es tut sich etwas:

Die Regierer formulieren erstmals ihre Reininghausgründe-Wünsche.

Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@media21.at

Lange Zeit hatte es den Anschein, als wolle sich die Stadt nicht in die Gestaltung des neuen Stadtteils ,,Reininghausgründe" einmischen. Jetzt werden aber Nägel mit Köpfen gemacht. VP-Stadträtin Eva Maria Fluch klapperte alle Stadtratsbüros ab und holte sich die jeweiligen ressortbezogenen Wünsche der Regierer an die Reininghaus-Macher ,,Asset One" ab.

,,In vielen Dingen herrscht ein breiter Konsens darüber, was sich dort in Zukunft abspielen wird", berichtet Fluch. ,,Mit Sicherheit kann man sagen, dass dort keine Gartenzwerg-City entsteht."

In diesen Punkten stimmen alle Stadträte überein:
Es muss eine öffentliche Verkehrsanbindung geben.
Der Schwerpunkt der Ansiedelungen soll auf ,,High Tech"-Betrieben (Biotechnologiezentrum, emissionsfreie Wirtschaftszweige) liegen.
Breite Grünflächen müssen gezielt angelegt werden.
Es soll Mischnutzung von innovativen Betrieben, Nahversorgung und Wohnflächen geben.
Ende November wird Fluch die detaillierte Auswertung der Befragungen den Stadtregierern vorlegen.

Quelle: www.grazer.at
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sweet Air am November 16, 2008, 11:09:33
So interessant das Projekt auch ist, aber mir wäre immer noch am liebsten, man würde die Gründe einfach so belassen und höchstens mit ein Spazierwegen und Bankerl oder so versehen.
Damit geht halt leider ein kleines ungewecktes Naherholungsgebiet mit sehr interessanter angrenzender Architektur (Reininghaus Brauerei) verloren, die nach dem Verbau wohl kaum mehr zur Geltung kommt.

Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am November 16, 2008, 22:50:12

Ich bin da anderer Meinung. Man darf gespannt sein, wie sich das Viertel entwickeln wird. Das ist ja immerhin eine Jahrhundertchance, den gesamten Bezirk und deren Umgebung enorm aufzuwerten. Solange man an alles denkt und auch wirklich alles umgesetzt wird - Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Straßenbahn ;)), weiter wäre es auch interessant, in diesem Stadtteil komplett auf Ampeln und so wenig wie möglich auf Verkehrszeichen zu verzichten.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: paulw am Januar 05, 2009, 13:02:24
...schaut mal:

http://vimeo.com/1394377?pg=embed&sec=1394377&hd=1 (http://vimeo.com/1394377?pg=embed&sec=1394377&hd=1)

http://vimeo.com/2600337 (http://vimeo.com/2600337)

:one:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Wien, 16.Bezirk am Januar 05, 2009, 22:33:49
gefällt mir sehr gut! Aus dem ersten könnte man eine echt gute Werbung für Graz machen!! Einfach 30-40 Sek. aus dem Ganzen rausschneiden und fürs erste gar nicht sagen, wo das ist, worums geht. Mehrere solche Spots über einen Zeitraum spielen und dann irgendwann dann die Aufklärung, dass es sich um Graz handelt.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: CaptnFuture am Januar 07, 2009, 18:18:43
Das erste gefällt mir auch wirklich außerordentlich gut. So kann man sogar die Betonklötze in der Inffeldgasse gut ins Bild rücken ;D Übertreibt zwar auch ein bisserl, aber gerade deshalb wärs wie schon gesagt wurde auch für ein Werbe-Video wirklich gut geeignet.

MfG, Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 07, 2009, 23:31:57

Sorry - Ich habe mir das Video schon vorgestern angeschaut, jedoch noch nichts dazu geschrieben.

Finde es ausgesprochen gut. :)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Mario_84 am Januar 25, 2009, 10:33:12
schon gelesen???

Graz erhält einen zweiten Stadtpark

Der neue Stadtteil Graz-Reininghaus nimmt Formen an: Ein Wissensturm und ein zweiter Stadtpark kommen definitiv.

(Foto: asset one)



Gut Ding braucht Weile." Nach diesem Motto wurde bislang bei der Planung des neuen, riesigen Stadtteils ,,Graz-Reininghaus" streng verfahren. Nach den ersten leisen Unkenrufen, die Stadt würde sich zu wenig um das Areal kümmern, tut sich nun wirklich was. In einem umfassenden Bericht legten Bürgermeister Siegfried Nagl, alle Stadträte und der Chef des Reininghaus-Eigentümers ,,Asset One", Roland Koppensteiner, ihre Pläne vor.
Die Ergebnisse des von Stadträtin Eva Maria Fluch erarbeiteten Berichtes beinhalten einige dicke Überraschungen. Sowohl die Stadt als auch ,,Asset One" sprachen sich nämlich geschlossen für folgende Einrichtungen aus:



Ein architektonisch markantes Gebäude ähnlich dem Kunsthaus wird errichtet.
Ein ,,Wissensturm" wird entstehen, der eine EDV-Bibliothek neuen Stils beinhalten wird, die ein internationales Markenzeichen setzen soll.
Der Wunsch vieler Grazer nach einem großräumigen ,,zweiten Stadtpark im Westen" wird erfüllt werden.
Der ganze Stadtteil wird weitestgehend energie-autark sein und sich vorzugsweise über Solarenergie selbst versorgen.
Graz-Reininghaus wird frei von Einkaufszentren und Wolkenkratzern sein.
Stadträtin Fluch startet nun in die Detailplanungen mit ,,Asset One" und ist guter Dinge: ,,Es gibt viele inhaltliche Übereinstimmungen und wir liegen gut in der Zeit." 2012 sollen dann die ersten Bagger in Graz-Reininghaus anfahren.

Schade, leider keine Wolkenkratzer :-(
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 25, 2009, 13:53:02

Naja, 2. Stadtpark finde ich übertrieben dargestellt. Dass ein neuer Stadtteil einen Park benötigt, ist ja klar. Ansonsten wäre es eine Fehlplanung.
Und den Wissensturm hat man wohl von Linz geklaut oder was? Aber wieso gerade Turm, wenn dort keine Hochhäuser geplant sind. Seltsam.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Januar 25, 2009, 17:52:53
Dennoch ist so, dass aus dem gesamten Projekt etwas zu werden scheint, deshalb sollte auch die Stadtplanung dort ihre Duftmarke hinterlassen, sprich auch an eine ordentliche Anbindung an den Öffentlichen Verkehr möglich machen. Mir ist die Südwestlinie am südlichen Rand zu wenig, sondern es muss auch eine Nord-Süd-Straßenbahnverbindung geben (damit auch die unbefriedigende Situation nach dem NVK-Bau teilweise gelöst werden kann.) Außerdem wäre im südöstlichen Bereich Platz für eine GVB-Hauptwerkstätte (für Bus und Tram sowie entsprechende Abstellanlagen).

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: CaptnFuture am Januar 26, 2009, 10:19:29

Aber wieso gerade Turm, wenn dort keine Hochhäuser geplant sind.

Naja, wenn man sich anschaut, was in Graz sonst so unter "Turm" verstanden wird (Stadionturm, Gürtelturm), muss ein Turm ja kein Hochhaus sein ;)

MfG, Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: paulw am Januar 26, 2009, 10:27:46
Zitat
Naja, wenn man sich anschaut, was in Graz sonst so unter "Turm" verstanden wird (Stadionturm, Gürtelturm), muss ein Turm ja kein Hochhaus sein.

Hast den "Citytower" vergessen!
Provinzopolis halt :)

Naja,  dafür haben wir Frieden, genug Wasser und gutes Essen in unsrem Land....
grx.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 26, 2009, 10:57:00

Das stimmt, aber viele wie auch ich ;D verbinden einen Turm halt mit einem Hochhaus, obwohl es eine ganz andere Bedeutung hat.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Januar 26, 2009, 11:18:08
Muss nicht mal ein Hochhaus sein  ;)

Donauturm, Olympiaturm ....  :pfeifend:

GLG
G111
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Februar 09, 2009, 15:51:23

"Spatenstich nicht vor 2012"

Asset-One-Vorstand Roland Koppensteiner über Fortschritte des Stadtteils Reininghaus, die Konkretisierung von Visionen und den Gegenwind für das Projekt durch die globale Finanzkrise.

Herr Koppensteiner, Graz ist gespannt, was sich in Reininghaus tut. Bisher war Asset One Weltmeister darin, Dinge nicht festzumachen. Was tut sich?
ROLAND KOPPENSTEINER: Wir versuchen in vielen Disziplinen Weltmeister zu sein. Aber wir glauben nicht an eine fertige Stadt, sondern wollen den Entwicklungsprozess so lange wie möglich offen halten. Wir schaffen einen Rahmen, in dem sich ein Stadtteil entwickeln kann. Wir erarbeiten gerade eine Charta für Reininghaus, die inhaltliche Vorgaben absteckt. Danach werden einzelne Quartiere entwickelt, die nicht einem großen Masterplan unterworfen sind. Denn dies birgt die Gefahr in sich, dass, wenn dieser Plan nicht funktioniert, das ganze Projekt scheitert.

Was steht derzeit schon da?
KOPPENSTEINER: Wir haben einen beachtlichen Altbestand, der teils vermietet ist, etwa an Roche, an ein Start-up-Center. Es sind rund 300 Mitarbeiter bei unseren Mietern vor Ort beschäftigt. Wir haben eine Krippe und einen Kindergarten. Und wir hätten gerne eine Schule . . .

Was passiert 2009 konkret?
KOPPENSTEINER: Wir erarbeiten die Charta und mit der Stadt eine Änderung des Stadtentwicklungskonzepts und der Flächenwidmung für unser Areal.

Was soll 2010 entstehen?
KOPPENSTEINER: Wir wollen im Altbestand Wohnraum schaffen. Wir sind auch mit Wohnbauträgern für neue Projekte im Gespräch, aber dazu brauchen wir die Flächenwidmung. Der Spatenstich für ein erstes Quartier erfolgt nicht vor 2011/12.

Wie geht es Ihnen mit der Finanzkrise. Flüssiges Kapital ist Mangelware, Investoren stehen auf der Bremse, wie lange hält Asset One das durch?
KOPPENSTEINER: Würden wir ab jetzt nichts mehr verwerten und weiter mit Vollgas um die Kurve fahren, würde unsere Liquidität bis Mitte 2010 reichen. Das ist die Worst-Case-Rechnung. Das heißt, wir müssen derzeit natürlich auch auf Sicht fahren.

Ist das Projekt gefährdet?
KOPPENSTEINER: Nein, wir sehen die Krise mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits gibt es Projekte, bei denen mangels flüssiger Mittel wenig weitergeht. Andererseits macht es jetzt viel mehr Spaß, mit Interessenten über unsere Stadtteilentwicklung zu reden. Denn die Zeiten, da man in Osteuropa mit der Entwicklung einiger Straßenzüge zweistellige Renditen machen konnte, sind vorbei. Jetzt sind sichere Investments in Westeuropa wie in Reininghaus viel interessanter.

Hand aufs Herz, gibt es derzeit einen Investor, bei dem sich eine Ansiedlung abzeichnet?
KOPPENSTEINER: Wir sind mit zwei internationalen Unternehmen in Kontakt und führen laufend Gespräche. Wir holen uns auch einen strategischen Partner.

Es ist aber noch kein neuer Eigentümer beteiligt?
KOPPENSTEINER: Nein, aber wir brauchen einen Partner, denn wir reden über eine Entwicklung von 25 Jahren und ein Gesamtinvestment von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Ein strategischer Partner ist für uns aber auch die Stadt, mit der wir eine Entwicklungs-Zielvereinbarung schließen wollen.

Was ist darunter zu verstehen?
KOPPENSTEINER: Wir erwarten uns Infrastrukturmaßnahmen, wie die Straßenbahn-Projekte nördlich und südlich des Areals, um die sich die Stadt nicht drücken kann. Wir müssen mit der Stadt daran arbeiten, dass Verfahren rascher abgewickelt werden. Klar ist auch, sollte ein größerer Park kommen, müssen wir darüber reden, wer dafür die Kosten trägt. Hier geht es um gemeinsame Ziele und Aufgaben.

Das heißt, Zuckerl für die Allgemeinheit soll die Stadt zahlen.
KOPPENSTEINER: Nein es kann auch Projekte mit privaten Partnern geben. Aber die Stadt muss uns etwa bei Gebäudehöhen und Dichten entgegenkommen, wenn wir Grünräume schaffen, die wir ja in Reininghaus auch wollen.

Mancher im Rathaus bangt, dass Asset One Reininghaus mit Standortmarketing und zwei Straßenbahnen vergoldet, dann verkauft und sich verabschiedet.
KOPPENSTEINER: Nein, wir wollen nicht, dass uns die öffentliche Hand den roten Teppich ausrollt, und dann Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Wir wollen verdienen, aber in einer Win-Win-Situation. Deshalb wollen wir diese Entwicklungsvereinbarung mit der Stadt treffen.

INTERVIEW: BERND HECKE

Quelle: www.kleine.at
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am März 18, 2009, 07:04:39
Reininghaus: Im Herbst 2010 wird gebaut
Jetzt kommt Bewegung in den neuen Stadtteil: Stadt stellt einen Beamten als Koordinator für das Mega-Projekt ab, teilt sich mit Asset One Kosten für Gutachten. Im Herbst 2010 sollen Bagger auffahren.
Viele fürchteten schon ein Luftschloss, das aus schönen Worten und Werbebroschüren gezimmert wird. Nun werden die Dinge in Graz-Reininghaus aber konkret: "Wir wollen Ende 2010 mit der ersten großflächigen Verbauung beginnen." Das sagt Roland Koppensteiner von der Asset One - jener Gesellschaft, die im Jahr 2006 rund 550.000 Quadratmeter Grund in Reininghaus mit dem Ziel gekauft hat, hier einen neuartigen Stadtteil aus dem Boden zu stampfen.

Eigener Koordinator. Nach dreieinhalb Jahren an wissenschaftlichen Studien über das Wesen der neuen Stadt wird es nun erstmals konkret. Im Gemeinderat am Donnerstag wird die Stadt Graz beschließen, einen eigenen Koordinator aus der Baudirektion für dieses Mega-Projekt abzustellen. "Diese Person soll Verfahren beschleunigen und Interessen der Stadt Graz wahren", sagt Baudirektor Bertram Werle. Er macht allerdings deutlich, dass sein Amt von den Personalressourcen her schon eng besetzt ist. Da werde man nicht ohne einen zusätzlichen Posten auskommen - in Zeiten eines Aufnahmestopps kein leichtes Unterfangen.

Kostenteilung. Darüber hinaus teilen sich Stadt und Asset One Kosten für weitere städtebauliche Gutachten in den Themenbereichen Siedlungsentwicklung, Grünraum und Verkehr - ein gutes Geschäft für die Stadt, die solche Expertisen für den Bebauungsplan oder das Stadtentwicklungskonzept ohnehin erstellen lassen müsste.

Wettbewerb. Asset One hat das Areal in mehrere Quartiere unterteilt, die zwischen 9000 und 50.000 Quadratmeter groß sind. Für eines davon soll noch heuer im Herbst ein Wettbewerb ausgelobt werden, auf dessen Ergebnis der Bebauungsplan fußen wird. Bis dahin wollen Stadt und Asset One auch eine so genannte Entwicklungszielvereinbarung unterschreiben. Um ordentlich Druck aufzubauen, hat Koppensteiner von Asset One einen knapp 15-seitigen Wunschkatalog an die Stadt übermittelt. Hintergrund: Für die großzügigen Grün- und Verkehrsflächen, die auch im Sinne der Stadt sind, solle der Asset One bei der Bebauungsdichte entgegen gekommen werden. Stadträtin Lisa Rücker: "Das ist alles Verhandlungssache. Wichtig ist: Der Vertrag soll sich auf das Areal beziehen und nicht nur an Asset One gekoppelt sein."

Scholdan vor Ausstieg. Gerüchten, wonach Asset One aus dem Projekt aussteigt, erteilt Koppensteiner eine Absage: "Es wird zu keiner Filetierung der Grundstücke kommen." Dagegen scheint der Ausstieg von Asset One-Gründer Ernst Scholdan fix. Koppensteiner bestätigt: "Es wird in nächster Zeit zu Veränderungen in der Gesellschafterstruktur kommen." Auf das Gesamtprojekt habe das aber keine Auswirkungen.
GERALD WINTER


Fakten
Auf fast 100 Hektar sollen nach 20 Jahren 5000 Menschen arbeiten und 7000 wohnen.Daraus erwartet sich die Stadt sieben Millionen Euro an Steuern.

quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/1853293/index.do
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: CaptnFuture am März 18, 2009, 09:19:21

Der Spatenstich für ein erstes Quartier erfolgt nicht vor 2011/12.


Reininghaus: Im Herbst 2010 wird gebaut

Fragt sich, wie diese Beschleunigung jetzt zustande gekommen ist.

MfG, Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am März 18, 2009, 09:23:43
Wäre was für das "Warum" der "Kleinen"  :hehe:

GLG
G111
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 18, 2009, 09:49:36

^^ :lol:

Wenn das mit dem baldigen Baubeginn stimmt, dann wird der verlängerte 3er wohl eher realisiert, als die anderen Projekte ausgenommen die NVD-HBF.
Werden für die geplante Remise auf den Reininghausgründen Flächen angekauft oder gemietet?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 22 am März 18, 2009, 11:11:28
Nur so nebenbei, von einer realen Umsetzung im Bereich Reinighaus ist überhaupt noch kleine Rede! Zuerst muss einmal eine UVP gemacht werden und dies schön für die Umwidmung. Von einer Verlängerung der Linie 3 ...  :pfeifend: ... leider sicherlich nicht so schnell (also nicht vor 2014/2015).

8)


Theoretisch ist der eine oder andere "Gewerbebau" möglich (siehe gültigen Flächenwidmungsplan), aber sonst nichts ...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am März 18, 2009, 11:22:27

Werden für die geplante Remise auf den Reininghausgründen Flächen angekauft oder gemietet?


Oha, jetzt doch nicht nur eine Zentralremise?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 22 am März 18, 2009, 12:30:48

Werden für die geplante Remise auf den Reininghausgründen Flächen angekauft oder gemietet?


Mit den neuen Remisenkonzept "B" für die Steyergasse ist dies aus heutiger Sicht nicht erforderlich!

8)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am März 18, 2009, 12:41:26

Mit den neuen Remisenkonzept "B" für die Steyergasse....

....welches wie aussieht?

GLG
G111
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 18, 2009, 13:01:28

Antwort bezüglich der Remise bitte hier -> http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,1383.msg25778.html#msg25778
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 21, 2009, 20:18:02

Gemeinderatssitzung vom 19.03.09

Graz-Reininghaus, ein neuer Stadtteil

1,8 Kilometer vom Hauptplatz entfernt, entsteht in Wetzelsdorf ein neuer Stadtteil: Graz-Reininghaus soll im Vollausbau 12.000 bis 20.000 Menschen Wohnung bzw. Arbeitsplatz bieten. 550.000 Quadratmeter des 1 Million Quadratmeter großen Geländes gehören der Asset One Immobilienentwicklungs AG, die sich seit knapp vier Jahren in enger Abstimmung mit der Stadt Graz intensiv mit der Entwicklung des Stadtteils beschäftigt. Baubeginn für den ersten der Abschnitte (,,Stadtquartiere") soll 2011 sein, die Wohnungen sollen 2013 bezogen werden. Damit sämtliche Planungen für Bauflächen, öffentliche Grün- und Freiräume, städtische Infrastruktur, öffentliche Straßen und Wege, Straßenbahntrassen, technische Infrastruktur (Strom, Kanal, Wasser, Datenleitungen, Fernwärme) bis Herbst 2009 durchgeführt werden können, bedarf es des Grundsatzbeschlusses des Grazer Gemeinderats. Dieser stimmte der Stadtteilentwicklung Graz-Reininghaus heute in einigen Punkten einstimmig, in anderen gegen die Stimmen der KP zu.

Die Stadt Graz wird zur Begleitung des Projekts eine/n eigene EntwicklungskoordinatorIn einsetzen. Im Budget der Stadtbaudirektion werden für Planungen 200.000 Euro reserviert; auch diesem Stück gab der Gemeinderat seine Zustimmung. Mit der ,,Stadtteilentwicklung Graz-Reininghaus" nimmt Graz am EU-Projekt ,,act4ppp" teil, in dem Public-Private-Partnership-Projekte im europäischen Raum untersucht und verglichen werden. Die städtischen Vereinbarungen (z. B. Entwicklungszielvereinbarung) und Planungen zur Entwicklung von Graz-Reininghaus (Stadtplanung, Grünraum, Verkehr, Ökologie ...) werden über dieses Programm von der EU zu 75 Prozent kofinanziert (Gesamtprogrammvolumen für Graz: 271.725 Euro, Anteil Stadt Graz: 67.931,25 Euro).

Quelle: www.graz.at
Titel: Reininghausgründe: Baubeginn noch ungewiss
Beitrag von: Michael am April 18, 2009, 10:18:19

(17.04.09)

Laut Asset One sollen im Herbst 2010 die ersten Bagger auffahren. Stadtrat Rüsch glaubt nicht an diesen frühen Termin.

"Wir wollen Ende 2010 mit der ersten großflächigen Verbauung beginnen." Das sagte Roland Koppensteiner von der Asset One Anfang März - jener Gesellschaft, die im Jahr 2006 rund 550.000 Quadratmeter Grund in Reininghaus mit dem Ziel gekauft hat, hier einen neuartigen Stadtteil aus dem Boden zu stampfen.

Änderungen. Aus dem Büro des Stadtrates Gerhard Rüsch (ÖVP) hieß es, dass ein solch früher Baubeginn jedoch nicht möglich sei. Bis alle Verfahren, wie etwa die Änderung des Flächenwidmungsplan durch sind, brauche es seine Zeit. Herbst 2010 sei daher unrealistisch. Außerdem will sich Rüsch nicht auf einen fixen Zeitplan festlegen, da man so ein großes Projekt ohne zeitlichen Druck angehen solle.

Eigener Koordinator. Nach dreieinhalb Jahren an wissenschaftlichen Studien über das Wesen der neuen Stadt wird es nun erstmals konkret. Der Gemeinderat hat einen eigenen Koordinator aus der Baudirektion für dieses Mega-Projekt abgestellt. "Diese Person soll Verfahren beschleunigen und Interessen der Stadt Graz wahren", sagt Baudirektor Bertram Werle. Er macht allerdings deutlich, dass sein Amt von den Personalressourcen her schon eng besetzt ist. Da werde man nicht ohne einen zusätzlichen Posten auskommen - in Zeiten eines Aufnahmestopps kein leichtes Unterfangen.

Kostenteilung. Darüber hinaus teilen sich Stadt und Asset One Kosten für weitere städtebauliche Gutachten in den Themenbereichen Siedlungsentwicklung, Grünraum und Verkehr - ein gutes Geschäft für die Stadt, die solche Expertisen für den Bebauungsplan oder das Stadtentwicklungskonzept ohnehin erstellen lassen müsste.

GERALD WINTER/MARIA SCHAUNITZER




Stadtteilentwicklungsprojekt in Reininghaus: Graz bremst
Gemeinsame Marschroute, geteilte Meinung: Asset One träumt von 60-Meter-Häusern und einem Baubeginn 2010, die Stadt winkt ab.
Asset One-Vorstand Koppensteiner will die Bagger 2010 auffahren lassen

Die Stadt stellt einen eigenen Beamten für die Immobilienentwickler Asset One ab, um das ehrgeizige 2,5 Milliarden Euro schwere Stadtteilentwicklungsprojekt in Reininghaus voll zu unterstützen. Gemeinsame Kostenteilung bei Gutachten, Schulterschluss in den Verfahren - eigentlich ist es ein Paarlauf (wir berichteten). Allein: Wann die Bagger auf dem 55-Hektar-Areal in Eggenberg auffahren, da scheiden sich die Geister.

Asset One-Vorstand Roland Koppensteiner hat den Baustart für 2010 avisiert. Und in den letzten, konkreteren Plänen, zieht der Investor am Reißbrett auch erste Höhengrenzen ein: 60 Meter hoch soll im ersten Schritt geplante Wohnverbauung werden, nicht höher als die Oberkante des bestehenden Silos am Gelände. Im Klartext hieße das: Man verabschiedet sich vom für Graz typischen, verdichteten Flachbau und geht an die Entwicklung einer Hochhaussiedlung mit bis zu 20 Stockwerken. Zum Vergleich: Das höchste Grazer Haus, das Elisabeth-Hochhaus ragt 75 Meter in den Himmel.

Koppensteiner war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Gegenüber dem ORF räumt er aber auch ein, dass bei den Bauplänen Krise und Kreditklemme das Tempo bei der Investorensuche bremsen.

Siedlungen hochziehen. Doch nicht nur deshalb sei es unrealistisch, dass die Bagger 2010 auffahren, schüttelt der interimistisch zuständige VP-Stadtrat Gerhard Rüsch dazu sanft den Kopf: "Das geht sich sicher nicht aus! Würden wir jetzt rasch Siedlungen hochziehen und das Gesamtprojekt filetieren lassen, wäre die Jahrhundert-Chance der Stadtteilentwicklung gefährdet." Rüsch fordert daher einen Masterplan für die Gesamtentwicklung und internationale Wettbewerbe mit Top-Architekten ein: "Asset One hat von den tollen Plänen und Visionen bisher nichts auf den Boden gebracht".

Ungemach. Auch droht den Bauzeitplänen weiteres Ungemach. Aufgrund der Projektdimensionen könnte hier vom Land sowohl langwierige Umweltverträglichkeitsprüfung als auch eine strategische Umweltprüfung eingefordert werden. Doch wenn Asset One in Reininghaus dann Nägel mit Köpfe macht, stellt Rüsch auch klar: "Dann wird die Stadt alles tun, um die Verfahren schleunigst abzuwickeln."

BERND HECKE


Quelle: www.kleine.at


Beschleunigte Verfahren - Umwidmung :P Wieso nimmt eine Umwidmung so viel Zeit in Anspruch?
Titel: Re: Reininghausgründe: Baubeginn noch ungewiss
Beitrag von: amadeus am April 18, 2009, 13:16:30
Zitat

Ungemach.
Auch droht den Bauzeitplänen weiteres Ungemach. Aufgrund der Projektdimensionen könnte hier vom Land sowohl langwierige Umweltverträglichkeitsprüfung als auch eine strategische Umweltprüfung eingefordert werden.

Das sehen die wahrscheinlich auch kommen und deshalb werden sie das Projekt filetieren.
Scheibchenweise lockt auch vermutlich weniger "bewegte Bürger" auf den Plan.   :pfeifend:
Schade, aber mit dem Gesamtkonzept wird es dann wohl nichts werden...   :(
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Juni 23, 2009, 23:50:22
Stadt zittert: Visionen in Reininghaus geplatzt
Knalleffekt bei Asset One: Vorstand Koppensteiner geht, der "Neue" beendet Zeit der Träumereien. Stadt will Filetierung verhindern - auch mit Grundstückskäufen.
Das böse K-Wort hat nun auch Graz-Reininghaus erreicht. Dem ambitioniert angelegten Stadtteilentwicklungsprojekt von Asset One droht aufgrund der Wirtschaftskrise die Luft auszugehen. Dazu kommen interne Streitereien um die strategische Ausrichtung - große Visionen gegen einen konkreten Auftritt am Markt. Das Ergebnis: Vorstandschef Roland Koppensteiner nimmt seinen Hut, sein Nachfolger Gerhard Engelsberger lässt gleich mit der Aussage aufhorchen: "Jetzt braucht Asset One einen massiven Schub in den markt- und verkaufsorientierten Aktivitäten." Aufsichtsratschef Alexander Doepel sagt in der Wochenzeitung Falter, dass "vielleicht einzelne Flächen" nicht in das bisherige Gesamtkonzept miteinbezogen werden.

Kein ganzheitliches Konzept. Das alles lässt im Rathaus die Alarmglocken schrillen. Es droht das Horrorszenario: Kein einheitliches Konzept für die 550.000 Quadratmeter große Fläche - so groß wie die Innenstadt -, sondern eine Filetierung der ehemaligen Brauereigründe.

Stadt überlegt Kauf. Finanzstadtrat Gerhard Rüsch (ÖVP) macht deutlich: "Das werden wir einfach verhindern." Die Stadt hat einen Trumpf in der Hand: Asset One ist auf Flächenumwidmungen angewiesen, denn derzeit sind die Gründe fast vollständig als Gewerbegebiet ausgewiesen. "Wir werden nichts umwidmen, so lange nicht das Gesamtkonzept steht", stellt Rüsch klar.

Einmalige Chance. Sollte dieser Trumpf nicht stechen, denkt der VP-Stadtrat einen Schritt weiter: Die Stadt kauft die Grundstücke selbst oder über ein Konsortium, in dem sie das sagen hat. Rüsch: "Wir dürfen uns diese Jahrhundertchance durch zwei, drei Krisenjahre nicht zerstören lassen. Das ist die einmalige Chance, einen ganzen Stadtteil zu entwickeln." Wie Asset One-Chef Engelsberger, der bis 2008 Vorstand bei CA Immobilien war, dazu steht, ist offen.

Zusammenarbeit. Stadtbaudirektor Bertram Werle kommt mit Koppensteiner ein "verlässlicher Ansprechpartner" abhanden. Auch wenn Engelsberger betont, "die gute Zusammenarbeit mit der Stadt in der Planung für Graz-Reininghaus" fortsetzen zu wollen, ist man im Rathaus vorsichtig. Werle: "Wir brauchen rasch Klarheit, ob der bestehende Kurs weitergeführt wird." Derzeit hat die Stadt ja einen eigenen Beamten für das Reininghausprojekt abgestellt und erarbeitet gemeinsam mit Asset One ein Rahmenplankonzept für Wohnen, Grünraum und Verkehr, das im Herbst präsentiert werden sollte.

Kein Ausverkauf. Die KPÖ fordert "sozialen Wohnbau statt Ausverkauf. Der Hinauswurf Koppensteiners ist Zeichen dafür, dass die Zeit der schönen Stadtentwicklungsvisionen vorbei ist und an den Ausverkauf von Grundstücken gedacht wird", so KP-Chefin Elke Kahr.
GERALD WINTER
quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2040009/index.do
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Juni 24, 2009, 01:12:23
Zitat
"Das werden wir einfach verhindern."
"Die Stadt kauft die Grundstücke selbst oder über ein Konsortium, in dem sie das sagen hat."


Wie will die Stadt kaufen? Vor allem: Mit welchem Geld?
Das wird im Chaos enden ...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Juni 24, 2009, 09:18:43
Scheint so, als ob dieses Projekt nun gestorben ist.

Der "Kindergarten-Journalismus" der "Kleinen" ist aber auch kaum zu übertreffen:
Zitat
Das böse K-Wort hat nun auch Graz-Reininghaus erreicht.
  :lol:

SG
G111
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Vienna-City am Juni 24, 2009, 16:49:31
Mei....so gehts mit Graz nicht nach vorne...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Juni 25, 2009, 08:51:18
Projekt Reininghaus: Schwarz-grüne Angstzone
Nagl und Rücker glauben weiter an Reininghaus. FPÖ will "Großmannssucht" ablegen, die SPÖ fordert: "Stadt muss Geld in die Hand nehmen".
Das Ende einer Vision für Reininghaus: Asset One-Vorstandschef Köppensteiner musste gehen

Innen drin aufgewühlt, nach außen hin optimistisch: So lässt sich die Stimmung im Rathaus nach den Ereignissen rund um Reininghaus zusammenfassen. Die Absetzung des "bewährten Ansprechpartners" Roland Koppensteiner bei Asset One hat man noch nicht verdaut. Und die Ansage der neuen Führung, einen "massiven Schub in verkaufsorientierten Aktivitäten" zu setzen, liegt auch schwer im Magen. Die Angst: Die Vision vom neuen Stadtteil auf den ehemaligen Brauereigründen ist geplatzt. Es droht die Filetierung des 550.000 Quadratmeter großen Areals.

Jahrhundertprojekt. Dennoch wollen Bürgermeister Siegfried Nagl und Vize Lisa Rücker das Jahrhundertprojekt Reininghaus noch nicht abschreiben. Der "Neue", Gerhard Engelsberger, wird von ihnen zum städtischen Sonderausschuss am 1. Juli eingeladen. "Wir gehen davon aus, dass der eingeschlagene Weg fortgesetzt wird", lautet die Durchhalteparole von Nagl und Rücker. "Eine Zerstückelung wäre das Aus für diese einmalige Stadtteilidee."

Großmannssucht ablegen.Von dieser hält FP-Klubchef Armin Sippel ohnehin nicht viel: "Die Stadt soll endlich die Großmannssucht ablegen. Besser, die Blase platzt schon jetzt, sonst hätten wir später die Thalia zum Quadrat gehabt." Auch KP-Chefin Elke Kahr drängt eher auf Sozialwohnungen, anstatt teuren Visionen nachzuhängen.

Kraftanstrengung.Anders SP-Klubchef Karl-Heinz Herper. "Wir brauchen eine ähnliche Kraftanstrengung wie für die Kulturhauptstadt 2003. Da muss die Stadt Geld in die Hand nehmen. Für diese einmalige Chance müssen wir aber auch Bund und Land Bord holen."

Der neue Asset One-Chef Engelsberger wollte sich noch nicht zu Wort melden, betonte am Dienstag aber auch, die Zusammenarbeit mit Stadt fortsetzen zu wollen.
GERALD WINTER
quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2040009/index.do


Es lohnt sich

Fast 550.000 Quadratmeter stehen bereit und warten darauf, befüllt zu werden. Die Frage ist nun: Wie? Mit einem neuartigen Stadtteil, der so groß ist wie die Innenstadt? Der alle Stückl spielt - von einem durchdachten Verkehrskonzept, mit moderner und energiesparender Bauweise und ausreichend Grünflächen? Oder doch mit simplen Wohnblocks, die sich dicht aneinander gereiht drängen?

Zweiteres droht, ersteres ist die Vision der Stadt. Und für diese Vision lohnt es sich zu kämpfen. Das kann man als Großmannssucht abtun, aber wer über die nächsten Jahre hinausdenkt weiß, welch unwiederbringliche Chance in Reininghaus liegt.

Darum ist es gut, dass die Stadt mit sanftem Druck auf den Inhaber und Investor Asset One zugeht. Denn nur gemeinsam kann man das Großprojekt Reininghaus Neu stemmen - so dass alle etwas davon haben.

Sie erreichen den Autor unter

gerald.winter@kleinezeitung.at
Gerald Winter
quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2042531/index.do
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: CaptnFuture am Juni 25, 2009, 12:37:58

Für diese einmalige Chance müssen wir aber auch Bund und Land Bord holen.

Das wird nix, das trau ich mich jetzt schon prophezeien. Das Land macht vielleicht mit, der Bund aber sicher nicht. Vielleicht sollte man schauen, wie das in Linz (Solar City) gemacht wurde.

MfG, Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am August 28, 2009, 08:40:17
CaptnFuture hatte Recht: es wird nix!
Asset One hat die Mitarbeiter in Graz entlassen. Das war's dann wohl.
LG!Christian

(Quelle: Der Standard)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am August 29, 2009, 17:09:58
Reininghausgründe: Baubeginn verzögert sich

Stadt Graz rechnet nicht damit, dass der geplante Baubeginn Ende 2010 eingehalten werden kann.

Die Reininghausgründe sind so groß, wie der Grazer Altstadt

Weiterhin Ungewissheit herrscht darüber, wann der Baustart auf den Reininghausgründen erfolgen kann. Die Stadt Graz rechnet nicht damit, dass der geplante Baubeginn Ende 2010 eingehalten werden kann.

Gerüchte, wonach das Projekt nicht realisiert werden solle, wurden von Asset One - jene Gesellschaft, die im Jahr 2006 rund 550.000 Quadratmeter Grund in Reininghaus mit dem Ziel gekauft hat, hier einen neuartigen Stadtteil aus dem Boden zu stampfen - am Freitag laut ORF Steiermark dementiert. Fest steht nur, dass "man die Sponsorentätigkeit und alle Eventmanagement-Aktivitäten einstelle". Die Hälfte der 14 Mitarbeiter wurden deshalb bereits gekündigt.




Projekt-Reininghausgründe noch immer aktuell

Der Reininghaus- Entwickler Asset One kündigt die halbe Belegschaft und stellt Sponsorings und Events ein. Vorstand Gerhard Engelsberger betont im Interview, das Projekt stehe nicht vor dem Aus.
Ab frühestens 2010 sollen die Reinighausgründe bebaut werden


Einmal mehr sorgt der Immobilien-Multi Asset One, der als Eigentümer der Reininghaus-Gründe in Eggenberg seit Jahren am Konzept eines neuen Stadtteils arbeitet, für Unruhe. Nach dem unsanften Abschied des Vorstandschefs Roland Koppensteiner im Sommer hat nun dessen Nachfolger Gerhard Engelsberger erste strategische Änderungen vorgenommen. Unter anderem hat er 14 Mitarbeiter von Asset One gekündigt. Gerüchte, wonach das Projekt vor dem Aus stehe, dementiert er aber im Kleine Zeitung-Interview.

Herr Engelsberger, Sie haben die halbe Belegschaft gekündigt und verkünden den Stopp jeglichen Sponsorings und von Events in Reininghaus. Ist Asset One in solchen Nöten, muss man sich um das Projekt Sorgen machen?

GERHARD ENGELSBERER: Nein, wir stellen nur Events und Sponsoring ein. Das haben wir zur Genüge getan, Reininghaus ist hinlänglich bekannt. Wir könnten uns Sponsoring noch leisten, aber es wäre verfehlt. Und da haben wir uns von jenen Mitarbeiter getrennt, die für diese Bereiche zuständig waren. Außerdem haben wir die Hausverwaltung outgesourct. Das ist günstiger.

Asset One versprach ein kleines Utopia, einen idealtypischen Stadtteil. Was bleibt von den Fesselballonen übrig?

ENGELSBERGER: Wir bringen das Projekt jetzt auf den Boden und machen die Hausaufgaben. Es ging hier doch von Anfang an um simple Stadtteilentwicklung. Und das tun wir gemeinsam mit der Stadt. Wir schreiben im Entwicklungskonzept öffentliche Parkanlagen, Aufschließungsstraßen und Bauareale fest.

Das klingt erstaunlich nüchtern nach all den "Konzeptionen des Wünschenswerten", die Asset One in Hochglanz-Broschüren pries.

ENGELSBERGER: Noch einmal, Fesselballone sind etwas Hübsches und oben drüber zu fliegen ist sehr schön, schöner als auf dem Boden die Hausaufgaben zu machen, aber diese machen wir

jetzt, wir gehen in die Umsetzung.

Wenn das Projekt nicht vor dem Aus steht, wann beginnt es mit konkreten Bauschritten?

ENGELSBERGER: Frühestens Ende 2010, das liegt schon an den Fristen für Bewilligungsverfahren.

Was wird als Erstes entstehen?

ENGELSBERGER: Wohnbau.

Das heißt, die Genossenschaften übernehmen in Reininghaus?

ENGELSBERER: Es soll auch frei finanzierter Wohnbau entstehen.

Gibt es schon Investoren?

ENGELSBERGER: Ja, sowohl einige, die sich nur für Grundstücke interessieren, als auch welche, die bauen wollen.

Das heißt, Sie würden auch das Areal verkaufen?

ENGELSBERGER: Ja, natürlich.

Die gesamten Reininghausgründe? Gibt es dafür einen Investor?

ENGELSBERGER: Ja, es gibt Interesse. Und warum nicht? Wir würden das gesamte Areal verkaufen.

Was, wenn so ein Käufer sich dann nicht an "Konzeptionen des Wünschenswerten" hält?

ENGELSBERGER: Was wir entworfen haben, ist ja im Stadtentwicklungskonzept festgeschrieben. Und ich halte diesen Prozess der letzten Jahre gemeinsam mit der Stadt Graz auch tatsächlich für eine vorbildhafte Entwicklungsarbeit. Aber dass die Asset One beim derzeitigen Immobilienmarkt Reininghaus selbst entwickelt, davon halte ich wenig.

INTERVIEW: BERND HECKE

quelle: kleine.at
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am August 29, 2009, 18:38:27
Naja, glauben wir es halt. Aber: haben wir auch nicht an den Südgürtel geglaubt? Etwa gar an's Kommod Haus?
Ich glaube dieser ganzen Blase überhaupt nichts mehr!
LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am September 02, 2009, 08:19:48
Reininghaus-Gründe: "Die Filetierung ist eine große Chance"

Architekt Johannes Fiedler beleuchtet städtebauliche Aspekte rund um die Entwicklung des neuen Stadtteils auf den Reininghausgründen.

Graz-Reininghaus, das war bis vor Kurzem der Begriff für innovative Stadtentwicklung. Groß war die Enttäuschung, als die Eigentümergesellschaft Asset One im Juni bekanntgab, dass man sich - wirtschaftskrisenbedingt - diese Form der Projektentwicklung nicht mehr leisten könne und nun zur Grundstücksverwertung übergehen müsse.

Was nun? Es gibt einen wesentlichen Aspekt, den wir jetzt vielleicht besser verstehen: Stadtplanung ist und bleibt eine öffentliche Angelegenheit. Sie ist die res publica des räumlichen Zusammenlebens. Man kann sie nicht outsourcen, nicht delegieren, nicht privatisieren. Man kann die Stadt nicht in Form privatwirtschaftlicher "Anlagen" organisieren. Und: Man muss eine tragfähige, gemeinsame Vorstellung davon entwickeln, was Stadt ist und was Stadt sein soll.

Denn die elementare Logik der Stadt, die Idee des Zusammenlebens auf engem Raum, die Idee der Verdichtung, ist in der Konsumgesellschaft verloren gegangen. Warum soll man im Alltag die vielfachen Nachteile der Verdichtung in Kauf nehmen, wenn sich doch alles auch im "suburbanen System" erledigen lässt? Da gibt es Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote - und alles ist bequem mit dem Auto erreichbar.

Was ist es also, das man den Menschen bieten müsste, damit sie die Stadt wieder als Lebensraum akzeptieren? Es sind elementare Dinge, so elementar, dass man sich fragen darf, was passiert ist, dass wir uns so etwas Elementares erst wieder wortreich erklären müssen.

Erstens, die Stadt muss wieder - in allen ihren Gassen und Verästelungen - zu Fuß begehbar und erlebbar sein, und zwar sicher, angenehm und für Menschen aller Altersstufen.

Es muss zweitens wieder möglich werden, dass die Bürger und Bürgerinnen einer Stadt in dieser Stadt Häuser selbst bauen und dort auch selbstbestimmt wohnen können. Ist das nicht der Fall? Nein, das ist leider nicht der Fall.

Drittens, es muss wieder möglich sein, so zu bauen, wie es in den vergangenen sechstausend Jahren möglich war und in vielen Gesellschaften immer noch möglich ist. Dass Häuser Wand an Wand entlang öffentlicher Straßen errichtet werden und dass diese Häuser dieser Straße ihr Gesicht zuwenden und dass Menschen beim Fenster herunterschauen können und dass unten Kinder gehen können und wissen, dass da oben jemand herunterschaut und dass diese Häuser ein Ausmaß und einen Ausdruck haben, der für die Menschen erfassbar und erlebbar ist und dass daneben ein anderes Haus steht, das eine andere Geschichte erzählt.

So gesehen hat Asset One ungefragt einen wesentlichen Denkprozess ausgelöst. Jetzt aber brauchen wir Institutionen, die sich für den öffentlichen Raum einsetzen, wo er öffentlich sein soll und im Übrigen für eine möglichst kleinteilige Parzellierung und einen möglichst breit gestreuten Grundbesitz. In diesem Sinn ist die nun angehende "Filettierung" der Liegenschaft Reininghaus eine große Chance - vorausgesetzt, sie geschieht nach den Prinzipien der öffentlichen Stadt. Wir brauchen keine Anlagen, wir brauchen Häuser.


Fakten
Johannes Fiedler, Architekt und Stadtplaner, Lektor für Städtebau an der TU Braunschweig, der FH Graz Joanneum und an der Universität Graz.

quelle: www.kleine.at
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am September 22, 2009, 18:25:10

Graz will größtes Stadtentwicklungsprojekt übernehmen

Bürgermeister Nagl denkt darüber nach, ob das Stadtteilentwicklungsprojekt auf den Reininghaus-Gründen um geschätzte 100 Mio. Euro von der Stadt Graz gekauft werden soll.
Ab frühestens 2010 sollten die Reinighausgründe bebaut werden

Das gefährdete Stadtteilentwicklungsprojekt im Westen von Graz könnte von der Stadt selbst in die Hand genommen werden. Aus dem Büro des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl (V) hieß es am Dienstagnachmittag, dass nicht der Eigentümer Asset One, sondern lediglich das Stadtteilentwicklungsprojekt auf den Reininghaus-Gründen um geschätzte 100 Mio. Euro von der Stadt Graz gekauft werden soll. Die übrigen Gründe der Asset One in Puntigam blieben weiterhin in deren Besitz.

Nagl schwebt vor, mit dem Coup zwei Einnahmequellen zu erschließen: Einerseits könne so der Aufwertungsgewinn lukriert werden, anderseits würden die Kommunalsteuern eines neuen Stadtteils - Nagl spricht von "Young City" - mit 12.000 Einwohnern in den Stadtsäckel fließen. Um die Finanzierung zu ermöglichen, könnten auch andere Partner wie Banken an Bord genommen werden, die Stadt müsse aber das Sagen haben, so der Bürgermeister.

Asset One besitzt in Graz rund 900.000 Quadratmeter Grund, 545.000 davon auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Reininghaus, den Rest in Graz-Puntigam. Interesse habe Nagl nur an den rund 545.000 Quadratmetern auf dem ehemaligen Sitz der Brauerei Reininghaus. Weitere rund 355.000 Quadratmeter an Industriegebiet besitzt Asset One in der Nähe der Brauerei Puntigam. Die Gründe sind fast ausschließlich Industriegebiet, bedürften also für eine andere Nutzung einer Umwidmung. Diese wiederum will die Stadt der Asset One nicht geben, seit sie von einer Gesamtentwicklung der Reininghaus-Gründe abgekommen ist und an eine tranchenweise Veräußerung denkt.

Vom Grünen Koalitionspartner wird die Idee mitgetragen, skeptisch haben sich hingegen schon die SPÖ und Oppositionsparteien geäußert. Immobilienmaklerei sei nicht die Aufgabe einer Stadt, schon gar nicht, wenn die Finanzsituation so prekär sei wie in Graz, lautet der Tenor.

Quelle: www.kleine.at | http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2140853/graz-will-groesstes-stadtentwicklungsprojekt-uebernehmen.story


Wenn das die Stadt Graz aufkauft, dann sehe ich schwarz. :P
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Vienna-City am September 22, 2009, 19:48:59
Dann haben wir keine "Young City" in Graz, sondern ein klein Los Angeles. So wie in Straßgang dann, nur Einfamilienhäuser und keinen Öffi-Anschluss  :lol:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am September 22, 2009, 20:21:20

Wenn das die Stadt Graz aufkauft, dann sehe ich schwarz. :P

oder schwarz - grün   ::)

GLG
G111
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am September 23, 2009, 08:14:10
Vielleicht darf das dann der gleiche Architekt bauen, der den Klammerth renoviert hat. Und kennt der Herr Nagl nicht viele Leute? Der Herr Speer hat ja auch sehr großzügig geplant.

LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: paulw am September 23, 2009, 12:54:24
Zitat
Vielleicht darf das dann der gleiche Architekt bauen, der den Klammerth renoviert hat.

...worst case...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am September 23, 2009, 15:15:33
was ist nun so schlimm am umgebauten Klammerth?
Ich habe ihn noch nicht gesehen, schätzte aber frank&rieper (http://www.frank-rieper.at/d/index.html) doch.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: paulw am September 24, 2009, 15:03:51
Zitat
was ist nun so schlimm am umgebauten Klammerth?

...innen eh gut, aussen aber echt stümperhaft:
die Aussengestaltung ist kalt, pseudomodern, dadurch sehr provinziell (ganz zu schweigen von der miesen Verarbeitung, aber dafür können die Architekten ja nix)
also genau das Gegenteil vom neuen Humanic ;)
grx

Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am September 27, 2009, 11:42:25

So will Nagl den Stadtteil retten

Noch heuer will der Bürgermeister die Asset One-Gründe für die Stadt sichern. Die gesamte "Young-City" für 12.000 Bürger werde erst in 25 Jahren stehen.
Bis zum Jahresende soll alles unter dach und Fach sein


Fast 450.000 Quadratmeter - weitgehend - unbebaute Fläche im Grazer Westen, zum Schätzwert von 100 Millionen Euro. Das Objekt der Begierde heißt Reininghaus und ist von Asset One als der Stadtteil der Zukunft angepriesen worden. Nachdem dieser Investor statt ganzheitlicher Entwicklung nun aber eher die Filetierung der Flächen im Auge hat, will die Stadt selbst ins Geschäft kommen (wir berichteten). So will Bürgermeister Siegfried Nagl die Chance nützen, einen neuen Stadtteil für 12.000 Menschen zu entwickeln.
Der Deal:

Noch heuer sollen die Verhandlungen unter Dach und Fach sein. Nagl will den 100-Millionen-Deal mithilfe eines Bankenkonsortiums abwickeln. Die Steiermärkische Sparkasse ist bereit, als Partner der Stadt mitzuwirken. Asset One steht unter Druck. Nagl: "Es gibt keine Umwidmung auf Kern-, Büro- und Geschäftsgebiet, wenn Asset One das Areal filetiert." Die Stadt habe beste Karten, den Zuschlag zu erhalten. Dann erst widme man um.


Der Plan:

Kommen Asset One und Rathaus ins Geschäft, wird 2010 sofort an die Realisierung herangegangen. "Wir müssen ein eigenes Management einsetzen", so der Stadtchef, "und dafür sorgen, dass das Areal mit bester Infrastruktur samt Straßenbahnanbindung erschlossen wird." Sollte dem TU-Rektor Hans Sünkel der Coup gelingen, das Europazentrum für nachhaltige Energie (EIT) von der EU- Kommission der Standort dafür. Ansonsten soll der neue Stadtteil als "Young City" der Kontrast zur Altstadt werden: Mit Kindergärten, Schulen, Wohnhäusern und Arbeitsplätzen. Nagls Vision: "Vielleicht gelingt es, auch gänzlich autofreie Viertel zu bauen.


Bauherren:

Die Stadt wolle nicht in erster Linie als Bauherr auftreten: "Wir könnten Quartiere an Investoren verkaufen, auch Projektpartner könnten bauen. Das Rathaus sichere aber die Erschließung. Und es lukriere als Eigentümer den Aufwertungsgewinn.


Fertigstellung:

Eines ist für Nagl aber glasklar: "Das ist ein Langzeitprojekt. Ein voll ausgebauter Stadtteil ist das erst in 25 Jahren."

Quelle: www.kleine.at | http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2145044/reininghaus-so-will-nagl-den-stadtteil-retten.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am September 27, 2009, 18:15:51
Ob er dann noch Bürgermeister ist?
Ist das nicht klagbar als "gefährliche Drohung"? Nagl und gänzlich autofrei? Ich bin schon gespannt auf 2024. Puh, werde ich wirklich 87 werden?
Aber, wer sich mit allen Wichtigen (Pirker, Dichand etc.) so gut versteht, kann wohl jeden Furz zu einer großen (Zukunfts-)blase werden lassen.

LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 31, 2010, 14:00:10

Poker um Hopfen und Malz

Stadt verhandelt die Übernahme der Asset One samt Reininghausgründen. Um die Filetierung zu verhindern, soll die Stadt die Asset One samt Stadtteilentwicklung übernehmen. Die Entscheidung fällt dieser Tage.
Filetiert oder im Ganzen: Reininghaus ist das Hoffnungsgebiet für Graz - die Stadt wittert eine Jahrhundert-Chance


Es war das visionärste Leitprojekt für Graz. Die Asset One wollte die einstigen Reininghaus-Brauereigründe in Eggenberg als neuen Stadtteil entwickeln. Das Rathaus hatte volle Unterstützung zugesagt. Doch seit der Immobilien-Entwickler Asset One wegen finanzieller Engpässe 2009 die Notbremse ziehen musste, ist Feuer am Dach. Bürgermeister Siegfried Nagl zittert, dass das Areal durch Notverkäufe filetiert wird. Doch noch ist in Reininghaus Hopfen und Malz nicht verloren: Um die Filetierung zu verhindern, soll die Stadt die Asset One samt Stadtteilentwicklung übernehmen. Jetzt geht der Poker in die Finalrunde.


Wunschpreis: 80 Millionen

Der Einsatz ist hoch. Asset-One-Vorstand Ernst Scholdan hat dem Rathaus vor Weihnachten seine Preisvorstellungen (via Kleine Zeitung) ausgerichtet. 80 Millionen Euro müsse die Stadt auf den Tisch legen, um die 54 Hektar in Reininghaus zu übernehmen. Vorstellungen, die man im Rathaus für überzogen hält.

Doch selbst wenn man diese drückt, "wäre dieser Ankauf angesichts unserer Budgetlage für die Stadt ein gewaltiges Projekt", räumt ÖVP-Finanzstadtrat Gerhard Rüsch ein. Er ist trotzdem ein Verfechter der Übernahme: "Für die Stadt ist das eine Jahrhundertchance. Es ist das letzte Areal in dieser Größe, das wir aus einem Guss entwickeln können. Übernehmen wir die Gesellschaft samt Grundstücken, partizipiert die Stadt bei der Verwertung an den Aufwertungsgewinnen, die sonst Private lukrieren".

Dann würden andere die Immobilien entwickeln und Gewinne einfahren. Der Stadt blieben die Kosten für notwendige begleitende Infrastrukturmaßnahmen: Von der Straßenbahnanbindung bis hin zu Schulen und Kindergärten im neuen Stadtteil liegen diese bei rund 100 Millionen Euro aufwärts, schätzt Rüsch.


Knappe Finalrunde

Die Zeit für die letzte Runde im Grundstückspoker ist denkbar knapp. Am 25. Februar soll der Gemeinderat mit den Grundlagen für den möglichen Millionen-Deal befasst werden - und mittels Grundsatzbeschluss grünes Licht für die Endverhandlung geben.

Wer das bessere Blatt in Händen hält, werden die nächsten Tage zeigen. Asset-One-Vorstand Ernst Scholdan erhöht den Einsatz: "Wir haben auch einen privaten Interessenten, der das Geld für das gesamte Areal aufstellen kann." Er will aber nicht als Hasardeur dastehen: "Der Preis ist für uns natürlich wichtig. Aber mir geht es auch um die qualitätsvolle Umsetzung des von uns entwickelten Gesamtkonzepts." Als Bedingung fordert er etwa die Realisierung eines öffentlichen Central-Parks im Herzen des geplanten neuen Stadtteils.

Quelle: www.kleine.at (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2281551/poker-um-hopfen-malz.story)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Blue Line am Februar 05, 2010, 13:37:21
Reininghausgründe - Neuer Stadtteil für Graz
Die Stadt Graz will Ernst machen mit dem langjährigen Projekt "Reininghausgründe". Am Freitag wurden erstmals konkrete Pläne zur Umsetzung präsentiert. 
   
Lebensraum für 20.000 Menschen
20.000 Menschen könnten in Zukunft in dem neuen Stadtteil im Westen von Graz leben und arbeiten. Geplant sind Wohnungen, Büros, Gastronomiebetriebe und viele Grünflächen.

Bereits seit Jahren wurde dieses Projekt immer wieder aus der Schublade geholt, es wurde getüftelt und gefeilt und letztendlich immer wieder auf die lange Bank geschoben. 
    
Anteile für 80 Mio. Euro?
Zwei Kilometer Luftlinie von der Grazer Altstadt entfernt liegen die insgesamt 100 Hektar großen Reininghausgründe - seit Jahren im Dornröschenschlaf. 55 Hektar gehören der Immobilienentwicklungsgesellschaft Asset One, den Rest teilen sich mehrere Eigentümer, darunter die Stadt Graz oder der Bund.

Für 80 Millionen Euro würde die Asset One ihre 55 Hektar an die Stadt abgeben - zu viel Geld, findet man im Grazer Rathaus. Dennoch verhandelt die Stadt weiter mit der Immobiliengesellschaft, um den geplanten Stadtteil auf 100 Hektar entwickeln zu können. 
       
13 Stadtquartiere mit Parkanlagen
Am Freitag haben Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Bauamtsdirektor Bertram Werle einen Rahmenplan präsentiert. Demnach sollen die Reininghausgründe in 13 Stadtquartiere aufgeteilt werden, so Nagl, mit besonderem Augenmerk auf Grünflächen: "Es soll so etwas wie eine Young City werden neben der Altstadt. Wir haben einmal mit eingeplant - das ist das Herzstück - so etwas wie einen Central Park, und wir haben besondere Baumalleen." 
    
100 Mio. Euro Investitionen
100 Millionen Euro müsste die Stadt in die Hand nehmen, um diese Infrastruktur zu realisieren. Die Flächen, die derzeit noch Gewerbeflächen sind - müssten umgewidmet werden, so Bertram Werle: "Das heißt, wir können in jedem einzelnen Stadtquartier sehr gut mitgestalten, mitbestimmen, wie die Bebauung aussieht" Ganz banal etwa: Das Areal hat fast noch keinen Kanalstrang." 
    
Graz hat bereits 300.941 Einwohner
Ein neuer Stadtteil für Graz sei notwendig, meint Nagl, denn mit aktuellem Datum zähle die Stadt bereits 300.941 Einwohner, Tendenz steigend. Im Februar soll der Gemeinderat über den Rahmenplan abstimmen. Nagl rechnet damit, dass es bis zu 25 Jahre dauern wird, bis der neue Stadtteil auf den Reininghausgründen realisiert ist.


Quelle:http://steiermark.orf.at/stories/421089/ (http://steiermark.orf.at/stories/421089/)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Kronprinz am Februar 05, 2010, 19:25:17



Wenn das die Stadt Graz aufkauft, dann sehe ich schwarz. :P

oder schwarz - grün   ::)

GLG
G111


Also ich hab den Herrn Nagl am Dienstag persönlich kennen gelernt und muss sagen, dass er eigentlich eh OK ist!!!


MOD EDIT: Zitat richtiggestellt.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Februar 05, 2010, 20:05:42

Und hier gibt es auch reichlich Text inkl. Grafiken/Pläne - http://www.graz.at/cms/beitrag/10135020/1618648/

Zitat
Also ich hab den Herrn Nagl am Dienstag persönlich kennen gelernt und muss sagen, dass er eigentlich eh OK ist!!!

Naja, ok ist jede Person. Ich will nicht mit Politischen Diskussionen anfangen, weil das bringt nichts. Ich hatte damals meine Zweifel, ob daraus was wird. Schau ma mal...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Kronprinz am Februar 05, 2010, 22:02:43



Und hier gibt es auch reichlich Text inkl. Grafiken/Pläne - http://www.graz.at/cms/beitrag/10135020/1618648/

Zitat
Also ich hab den Herrn Nagl am Dienstag persönlich kennen gelernt und muss sagen, dass er eigentlich eh OK ist!!!

Naja, ok ist jede Person. Ich will nicht mit Politischen Diskussionen anfangen, weil das bringt nichts. Ich hatte damals meine Zweifel, ob daraus was wird. Schau ma mal...


Ist deh besser so, weil irgendwer will sicher streiten ^^


MOD EDIT: Zitat richtiggestellt.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: gradl am Februar 09, 2010, 21:22:42
Hier ein genauerer Bericht über den Rahmenplan:

http://www.gat.st/pages/de/nachrichten/4151.htm

und hier der Plan selbst:

http://www.gat.st/media/downloads/kickenweitz_reininghaus_rahmenplan.pdf?ls=8692b3d66d32189c4568038174b04020
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Februar 11, 2010, 12:17:50

Das ist mal eine große Karte. Ich weiß, die endgültige Planung ist das nicht aber ich hoffe dennoch, dass die Straßenbahntrasse durch die GKB hindurch auf einem eigenen Gleiskörper verläuft.
Wenn eh wieder umgebaut werden muss, dann kann man die Unterführung gleich breiter machen. ;)

Central Park. ;D Nett

Und von einer neuen (Ersatz)-Remise auch keine Spur.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Februar 25, 2010, 21:17:15

Neue Stadtquartiere in Reininghaus

Ähnlich groß wie die Altstadt und ähnlich attraktiv soll die ,,neue Stadt" auf den Flächen Graz-Reininghaus werden. Auf den Flächen Graz-Reininghaus und Umgebung soll im Laufe der nächsten zwanzig Jahre ein neuer Stadtteil entstehen. Um die Planungssicherheit zu gewährleisten, wurde nun ein Rahmenplan entwickelt, der die Grundlage für das Stadtentwicklungskonzept und den Flächenwidmungsplan darstellen wird. Im Zentrum der Planungen stehen so genannte Stadtquartiere, in denen ein fixer Grünraumanteil von rund zehn Prozent vorgesehen ist. Zentrale Anziehungspunkte sollen ein groß angelegter Park sowie eine attraktiv gestaltete Hauptverkehrsstraße sein.
Die Weichen für dieses Vorhaben wurden mit der Unterstützung aller Gemeinderatsmitglieder gestellt.

Quelle: www.graz.at (http://www.graz.at/cms/beitrag/10136426/1618648/)
Titel: Reininghausgründe: Stadt investiert 85 Millionen Euro
Beitrag von: Michael am März 23, 2010, 14:55:55

Reininghausgründe: Stadt investiert 85 Millionen Euro

Die Stadt Graz soll die Reininghausgründe von der Asset One übernehmen. Einen diesbezüglichen Grundsatzbeschluss will die schwarz-grüne Regierung Dienstagnachmittag im Gemeinderat vorlegen.


Nun ist es fix: Die Stadt Graz soll die Reininghausgründe von der Asset One übernehmen. Einen diesbezüglichen Grundsatzbeschluss will die schwarz-grüne Regierung am heutigen Dienstag im Gemeinderat vorlegen. Schon vor wenigen Wochen bekräftigte Bürgermeister Nagl das Interesse der Stadt an einer Beteiligung an der Eigentümer-Gesellschaft. Nun will die Stadt eine Asset-One-Tochter um einen symbolischen Euro erwerben, der von Asset One das gesamte Reininghaus-Areal übertragen wird, um langfristig einen Stadtteil für rund 10.000 Menschen zu entwickeln.

Mit dem "Schnäppchenpreis" von einem Euro erhält die Stadt das 54 Hektar große Areal in Eggenberg freilich nicht. Mit dem Kauf der Gesellschaft übernimmt die Stadt Graz auch die gesamte Schuldenlast auf dem Areal von 85 Millionen Euro. Davon sind 60 Millionen Euro durch die Steiermärkische Sparkasse finanziert und 25 Millionen Euro an Kapital bleiben von den Investoren rund um Asset One-Vorstand Ernst Scholdan im Paket. Finanzstadtrat Gerhard Rüsch: "Damit wollen wir sicherstellen, dass wir hier die privaten Investoren nicht einfach auskaufen und das volle Risiko übernehmen. Scholdan bleibt damit in der Verantwortung."
Wohnraum für 6.000 Menschen

Neben der kompletten Schuldenlast will die schwarz-grüne Regierung zusätzlich 100 Millionen Euro in die strategische Stadtteilentwicklung - von einer Straßenbahnlinie bis hin zu Kindergärten und Schulen - pumpen. Das Planungsgebiet beträgt rund 54 Hektar. Gemeinsam mit den Wohnbaugenossenschaften soll hier Wohnraum für bis zu 6.000 Menschen entstehen, rund 4.000 könnten in Reininghaus künftig ihren Arbeitsplatz haben. Die Stadt wird mit der angekauften Entwicklungsgesellschaft die Planung vorantreiben. "Die Immobilien-Entwicklung sollen aber Profis, also Genossenschaften oder Bauträger übernehmen", betont Rüsch. Wobei hier Baurechtsverträge zum Einsatz kommen sollen. Das heißt der Immobilienentwickler erhält die Liegenschaft auf einige Jahrzehnte, baut, verwertet und verdient daran, dann fällt die Immobilie an die Stadt zurück.

An den übrigen Gründe der Asset One in Puntigam - mit einer Größe von 355.000 Quadratmetern - zeigt die Stadt kein Interesse. Die Umsetzung des neuen Stadtteils für Graz soll sukzessive passieren. "Wir denken an einen Zeithorizont von etwa 25 Jahren", hält Bürgermeister Nagl fest.

Neben viel Grün - mindestens zehn Prozent der Gesamtfläche - mit Alleen und einem eigenen Central-Park soll auch die Verkehrslösung zukunftsweisend sein, erklärte Stadtbaudirektor Bertram Werle jüngst: "Der Kfz-Verkehr muss möglichst gering gehalten werden. Das Rad- und Fußwegenetz muss dicht sein. Und als Vision haben wir eine Erschließung mit einer Straßenbahnlinie". Weitere Steuerungsmöglichkeiten habe die Stadt dann über die Bebauungspläne für die einzelnen Quartiere.

Quelle: www.kleine.at (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2319249/xy.story)

Video (http://www.kleinezeitung.at/allgemein/video/multimedia.do?action=showEntry_VideoDetail&project=462&id=76334)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am April 19, 2010, 19:22:34
Grazer-SP gegen Reininghaus-Deal

Die SPÖ wird am Donnerstag im Gemeinderat den "Reininghaus-Deal" ablehnen - das wurde in der heutigen Klubsitzung beschlossen. Laut den Sozialdemokraten würde für das Millionenprojekt jede "seriöse Grundlage fehlen".

Keine Zustimmung der SPÖ Graz gibt es für den von VP und Grünen forcierten 100 Millionen-Ankauf der Reininghausgründe: "Aus unserer Sicht ist dieses Stück nicht beschlussreif: Auf nur drei Maschinschreibseiten ein solches Megaprojekt ohne seriöse Grundlagen 'abhandeln? zu wollen, ist nicht zu verantworten", bringt SP-Vorsitzender Wolfgang Riedler die intensiven Diskussionen in der Sitzung des SP-Gemeinderates auf den Punkt. "Einer solchen Schuldenbelastung für die nächsten Jahrzehnte können wir nicht zustimmen", so Riedler weiter.
Verhindern kann die SP den Ankauf jedoch nur dann, wenn VP und Grüne beim Reininghaus-Deal nicht an einem Strang ziehen sollten. Die Schwarz-grüne Koalition in Graz will sich jedoch mit "historischem Immobiliengeschäft" ein Denkmal setzen. Die Stadt soll nun die einstigen Reininghausgründe entwickeln.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2337124/grazer-sp-gegen-reininghaus-deal.story (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2337124/grazer-sp-gegen-reininghaus-deal.story)

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Die Roten lassen keine Gelegenheit aus ...

... eine gute Gelegenheit auszulassen.   :pfeifend:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am August 15, 2010, 12:57:44
Graz plant einen eigenen Stadtteil für die Jungen

200 Wohnungen für Grazer unter 27: So will die Stadt die brachliegenden Reininghaus-Gründe aus dem Dornröschenschlaf holen. In zwei bis drei Jahren soll der Komplex bezugsfertig sein.
In der Praxis fehlen dem Projekt noch wichtige Weichenstellungen. So gehören die Reininghaus-Gründe der Stadt noch gar nicht

Es sollen 12.000 Menschen sein, die nach den Vorstellungen der Stadt Graz in 20 Jahren einmal die Reininghaus-Gründe bevölkern könnten. Noch liegt das 54 Hektar große Areal in Eggenberg, Gries und Wetzelsdorf brach. Für die ersten paar Hundert der künftigen Bewohner ist die Stadt nun beim Land Steiermark mit einer Idee vorstellig geworden, die man in den nächsten zwei bis drei Jahren umsetzen will: Auf einem Teil der Reininghaus-Gründe soll ein Komplex aus 200 Wohnungen entstehen, der speziell auf die Bedürfnisse junger Menschen zugeschnitten ist.

Es handelt sich dabei um sogenannte "Startwohnungen", die günstig zu mieten sind und jungen Grazern den Absprung in eine eigenständige Existenz erleichtern sollen. Geplant sind Einpersonenhaushalte bis 50 Quadratmeter Fläche und Mehrpersonenhaushalte bis 65 Quadratmeter. Die Mietkosten: moderate 220 beziehungsweise 280 Euro im Monat (ohne Strom und Heizung). "Das ist ideal für jene Generation, die vielleicht noch nicht so viel verdient", sagt Bürgermeister Siegfried Nagl.

Beziehen darf die Wohnungen, wer zwischen 18 und 27 Jahre alt ist und seine bisherige Wohnung aufgibt. Nach spätestens fünf Jahren müssen die Bewohner ihr Domizil wieder verlassen, um Platz für neue Mieter zu machen. "Die Leute haben in dieser Zeit die Möglichkeit, sich ein nachhaltiges Zuhause zu suchen", sagt Gerhard Uhlmann aus dem Ressort von Wohnbaulandesrat Johann Seitinger.
Attraktiveres Graz

19 Millionen Euro sollen in die Verwirklichung des Projektes fließen. 20 Prozent davon kommen von gemeinnützigen Wohnbauträgern, die Seitinger an Bord holen will. Im Gegenzug fallen keine Grund- und Aufschließungskosten an. Die restlichen 80 Prozent werden als Bankdarlehen über Mieteinnahmen und Annuitätenzuschüsse des Wohnbauressorts bedient.
Bürgerbeteiligung

Die Stadt will auf Reininghaus-Flächen als Kontrapunkt zur denkmalgeschützten Altstadt eine "Young City" entwickeln.

Ein Teil dieses Konzepts sind die 200 Startwohnungen für junge Grazer. Ideen dazu können eingebracht werden unter:

Internet: www.youngcity.at, E-Mail: office@youngcity.at, Tel.: (0 316) 82 48 46

Graz soll auf diesem Weg für junge Menschen noch attraktiver werden. Dem Areal wird ein modernes Outfit verpasst. Straßenbahn und Öffentlicher Verkehr sollen angebunden werden, Solaranlagen sollen Strom und Wärme zur Verfügung stellen. Autos will Nagl so gut wie möglich überflüssig machen.

So weit die Theorie. In der Praxis fehlen dem Projekt noch wichtige Weichenstellungen. So gehören die Reininghaus-Gründe der Stadt noch gar nicht. Diese verhandelt seit dem Frühjahr mit der Entwicklungsgesellschaft Asset One über die Modalitäten des 85 Millionen Euro teuren Kaufs. In welchem Quadrat des 54 Hektar großen Areals die Wohnungen entstehen sollen, ist genauso wenig fix wie die Fläche, die sie in Anspruch nehmen werden.

Nagl will jedenfalls im September alles "unter Dach und Fach" haben und die Causa im Oktober in den Gemeinderat bringen. Für die Detailplanung bauen Stadt und Land auf Bürgerbeteiligung. Die Vorschläge sollen den Bauträgern später als Leitfaden dienen. Als erster Schritt stehen ab heute eine Internetseite, eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer zur Verfügung, über die man Ideen einbringen kann (siehe Infobox).
GÜNTER PILCH

quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2446622/graz-plant-stadtteil-fuer-jungen.story




"Viele Investoren wollen einsteigen"
Interview mit Siegfried Nagl:

Rund um die Reininghaus-Gründe gab es schon unzählige Projektideen, die wieder verschwunden sind. Ist das die nächste?

SIEGFRIED NAGL: Nein, wir haben das Projekt fast ein halbes Jahr lang entwickelt. Ich schätze, dass 2012 bis 2013 die Wohnungen stehen und junge Menschen einziehen. Insgesamt haben wir für Reininghaus ein Entwicklungskonzept, das sich herzeigen lässt. Es waren schon viele Investoren bei mir, die gerne einsteigen wollen.

Können Sie garantieren, dass es das Wohnungsprojekt über die Landtagswahl hinaus noch gibt?

NAGL: Die 200 Startwohnungen sind fixiert, das sind keine leeren Versprechungen. Daran sind wir nachher zu messen. Die Förderungen des Landes gibt es fix, ob wir nun Eigentümer des Grundes sind oder nicht. Es ist zwar unweigerlich so, dass vor Wahlen vieles möglich ist. Aber das muss ja kein Nachteil sein. Und wo sind denn die Projekte der anderen?

Der bisherige Eigentümer Asset One hatte Projektideen, konnte sie aber nicht verwirklichen.

NAGL: Die haben den Fehler gemacht zu glauben, dass man alles innerhalb von ein paar Monaten verwirklichen kann. Wir planen für ganz Reininghaus mit 20 bis 25 Jahren. Wir wollen Reininghaus wachküssen. Dafür bin ich Feuer und Flamme.

Wie stehen die Kaufverhandlungen mit Asset One?

NAGL: Derzeit wird noch über die Haftungen verhandelt. Ich schätze, dass wir im September alles erledigt haben.




Ein Schelm

Hohe Wellen geschlagen hat vor knapp einer Woche der Vorschlag des GrazAG-Vorstandes Wolfgang Malik, mittels einer Seilbahn von Andritz bis zum Schwarzlteich nicht nur Grazer Verkehrsprobleme zu lösen, sondern auch ein touristisches Schmankerl der Sonderklasse zu kreieren.
Schlanke 60 Millionen Euro sollte das Ding kosten, 2013 könnten schon die ersten Fahrgäste im ersten Stock über der Mur dahinbrausen.

Auch nicht von schlechten Eltern ist jetzt der millionenschwere Vorstoß des "schwarzen Dreigestirns" Nagl, Schützenhöfer, Seitinger, auf den Reininghaus-Gründen im Norden von Graz in einer geplanten "Young City" an die 200 Startwohnungen nur für junge Menschen zu begründen.

Wenn auch beide Ideen einiges für sich haben, so wirklich konkret sind sie noch nicht. Und ein Schelm der, der daran denkt, dass dieser Sturmlauf der Ideen mit der Wahl im September zusammenhängt.

Bleibt für Graz somit nur zu hoffen, dass den Worten auch die Taten folgen werden.

Sie erreichen den Autor unter

bernd.olbrich@kleinezeitung.at




Dazupassend noch:

Die Stadt der großen Ankündigugen... (http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,3370.msg53354.html#msg53354)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am August 15, 2010, 13:01:53
Sie halten uns für blöd* und verarschen uns.

*leider sind auch viele blöd, wie man an Wahlausgängen sieht.

LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am August 15, 2010, 13:22:19
Es ist nicht unklug, Häuser, bei welchen die Stadt Graz Einfluß auf die Zusammensetzung der Einwohnerschaft hat, nicht selbst bewohnen zu wollen.    >:D
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am August 15, 2010, 16:01:30
Lieber amadeus, es ist nicht unklug, das verstehe ich, Häuser, bei welchen die Stadt Graz Einfluß auf die Zusammensetzung der Einwohnerschaft hat verstehe ich auch noch, nicht selbst bewohnen zu wollen verstehe ich nicht mehr. Der einfache Satz lautet: es ist nicht unklug, Häuser nicht selbst bewohnen zu wollen.
Nun, amadeus: das Gelände gehört nicht der Stadt. Die Stadt will auch keine Gemeindebauten errichten. Wenn also ein Privater diese Wohnhäuser baut, wie will die Stadt Einfluß nehmen, wer dort wohnt. Wie ich dein Posting verstanden habe, regst du an, daß dort keine Migranten wohnen. Sollte das stimmen, ist das ein ganz erbärmlicher Beitrag von dir.
LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am August 15, 2010, 18:18:51

Wie ich dein Posting verstanden habe, regst du an, daß dort keine Migranten wohnen.


Woraus schließt du das? Migranten oder nicht ist mir völlig egal. Ich lege jedenfalls Wert darauf, mit Menschen zusammen zu wohnen, welche ein Mindestmaß an sozialer Kompatibilität aufweisen. Das bezieht sich allerdings auf alle Leute. Und glaub mir, die Hiesigen sind normalerweise schlimmer.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am August 16, 2010, 10:46:23
Ich lege generell Wert drauf, mit Menschen zu tun zu haben. Leute interessieren mich nicht.
LG!Christian
Titel: Grazer Reininghaus-Gründe: 80-Millionen-Kauf steht
Beitrag von: Michael am Dezember 11, 2010, 10:52:10

Grazer Reininghaus-Gründe: 80-Millionen-Kauf steht

Die Details der geplanten Übernahme der Reininghaus-Gründe durch die Stadt stehen. Der Gemeinderat muss am Montag grünes Licht geben.
So groß wie die Altstadt und Hoffnungsgebiet für die ökologische Neustadt von Graz


Rund 54 Hektar groß ist das Areal, das seit dem Auftreten der PR-Experten rund um den Wiener Ernst Scholdan von der Asset One als das Hoffnungsgebiet für eine Grazer Stadtteilentwicklung gehandelt wurde. Dass aber Reininghaus für Scholdans Immobilienfirma eine Nummer zu groß war, ist seit 2009 offenkundig. Nun soll die Übernahme durch die Stadt unter Dach und Fach gebracht werden. Was noch fehlt, ist der Beschluss durch den Gemeinderat, der am Montag fallen soll.

Das sind die Details für den Deal, den VP-Finanzstadtrat Gerhard Rüsch mit Scholdan ausverhandelt hat: Die Asset One gliedert Reininghaus an eine Gesellschaft aus, die die Stadt übernimmt. Das Rathaus übernimmt damit aber auch Schulden in der Höhe von 79,5 Millionen Euro, für die die Stadt haftet. Damit "entlässt" die Stadt Scholdan, der zunächst ja mit Risikokapital von bis zu 25 Millionen Euro an Bord gehalten werden sollte, komplett aus der Verantwortung.

Rüsch erklärt, warum: "Das hat sich als die bei Weitem günstigste Variante für die Stadt herausgestellt, weil wir durch die Haftung der Stadt einen deutlich besseren Zinssatz für die Darlehensrückzahlung bekommen." Wäre Scholdan an Bord geblieben, hätte die Stadt in den nächsten drei Jahren zwischen zehn und 15 Millionen Euro Zinsen berappen müssen: "So sind es sieben Millionen."


106 Millionen Investitionen

Zum Schuldenberg von fast 80 Millionen Euro kommen auf die Stadt dann noch rund 106 Millionen an Infrastruktur-Investitionen zu (Tramerschließung, Straßen, Kanal). All diese Summen sind freilich im Budget 2011 (siehe folgende Seiten) noch nicht berücksichtigt. Sie müssten in den nächsten Jahren erst gesondert budgetiert werden, wenn der Gemeinderat grünes Licht für den Reininghaus-Deal gibt.

Fest steht aber auch, die Zinsuhr würde in Reininghaus fortan für die Stadt kräftig ticken. Rüsch: "Wir wollen mit der Bank noch verhandeln, dass wir die nächsten drei Jahre zinsfrei gestellt sind." Dann gehe man sicher auch schon an die Realisierung der ersten Bauprojekte.

Bis dahin muss die Stadt noch ihre Hausaufgaben machen. Es braucht eine städtebauliche Umweltverträglichkeitsprüfung und es müssen Partner für Bauprojekte gewonnen werden. Mit den großen Wohnbaugenossenschaften sei man bereits intensiv in Verhandlungen, betont Rüsch: "Sie müssten sich halt innovativ einbringen." Denn Reininghaus soll als Zero-Emission-City ein grüner Öko-Stadtteil werden.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2590556/80-millionen-kauf-steht.story





Reininghaus-Deal zurückgestellt

Kritik an geplanter 80-Millionen-Übernahme.

Schwarz-Grün wollte die Übernahme der Reininghaus-Gründe von der Asset One samt 80 Millionen Euro Schulden ja am Montag im Gemeinderat beschließen lassen. Die Opposition kocht. FP-Stadtrat Mario Eustacchio ortet ein System bei Siegfried Nagl, "der kein Bürgermeister aller Grazer, sondern ein Groß-Lobbyist ist". Nagl mache der Asset One, die sich hier übernommen habe, ein 80-Millionen-Weihnachtsgeschenk auf Kosten der Bürger. KP-Klubchefin Ina Bergmann legt nach: "Sowohl die Kredit gebenden Banken als auch die gescheiterten Investoren sollen schadlos gehalten werden, während die Allgemeinheit Schulden und Risiko übernimmt." SP-Klubchef Karl-Heinz Herper ließ das Stück zurückstellen. Er fordert die Bürgerbefragung über den Deal.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2592035/reininghaus-deal-zurueckgestellt.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Dezember 11, 2010, 11:46:57
Zitat
Reininghaus-Deal zurückgestellt


Hm, die Opposition betreibt da wohl Fundamentalopposition.
Kauft die Stadt nicht, bleibt der Umwidmungsgewinn (die Wertsteigerung) später beim Käufer, kauft sie, widmet um und verkauft weiter, lukriert sie ihn selbst und kann damit die Infrastrukturinvestitionen (zumindest teilweise) abdecken. Auch die Möglichkeiten, Bedingungen vorzugeben sind als Eigentümer wesentlich größer als wenn die Stadt nur als Behörde auftritt.
Und bitte, worin besteht das Risiko jetzt genau? Die 80 Millionen ist das Areal allemal wert, wozu noch kommt, daß die Stadt den Wert ja selbst steigern kann.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Dezember 14, 2010, 14:59:50

Die Stadt will auf Reininghaus-Flächen als Kontrapunkt zur denkmalgeschützten Altstadt eine "Young City" entwickeln.
[...]
Graz soll auf diesem Weg für junge Menschen noch attraktiver werden. Dem Areal wird ein modernes Outfit verpasst.

Ich mags nicht wenn man das so formuliert als ob Altstadt und Jugend ein Widerspruch sind. Ich kenne genug Leute die jung und gerne in die Altstadt gezogen sind und es dort genossen haben.

Aber generell klingt das zumindest mal nicht so schlecht, auch wenn ich beim Großlobbyisten Nagl generell skeptisch bin.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Dezember 20, 2010, 18:33:33

Reininghaus, ka g'mahte Wies'n

Nagl will Deal ohne Bürgerbefragung durchdrücken. Opposition schießt scharf gegen die 80-Millionen- Übernahme und erzwingt einen Sondergemeinderat - auch zum Thema Befragung.

Das ist eine historische Chance für die Stadt" - dieser Satz kommt zu allererst, fragt man ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl oder seinen Finanzstadtrat Gerhard Rüsch nach dem Warum. Warum sollte die Stadt mit 79,5 Millionen Euro Steuergeld die 54,5 Hektar Grund in Eggenberg vom Immobilien-Investor Asset One des Wiener PR-Profis Ernst Scholdan übernehmen und ihn aus der Verantwortung entlassen? Warum, wo sie doch alle Planungs- und Bewilligungsinstrumente in Händen hält, um eine erfolgreiche Stadtteilentwicklung zu garantieren?

Warum und zu welchen Konditionen? Diese Fragen brennen der Opposition unter den Nägeln. Ist doch Nagl entschlossen, die Reininghaus-Übernahme im Jänner mit den Grünen durchs Stadtparlament zu winken. Nur ist das noch keine "g'mahte Wies'n". FPÖ-Chef Mario Eustacchio und SPÖ-Stadtrat Karl-Heinz Herper erzwingen nämlich einen Sondergemeinderat am 13. Jänner, bei dem alles auf den Tisch muss. Eustacchio: "Es gibt zu viele offene Fragen." Etwa: "Entspricht die Schuldenübernahme dem Wert des Areals? Sind da die Entwicklungskosten der Asset One enthalten? Wenn ja, warum werden diese übernommen? Hat es eine Prüfung der Asset One gegeben? Hat die Gesellschaft überhaupt schon Zinsen oder Schulden getilgt? Und warum wird sie aus der Verantwortung entlassen?"

Herper (SP) hält fest: "Wir sind für die Stadtteilentwicklung. Aber warum kauft die Stadt nicht Flächen für Parks oder Sport- areale und greift sonst zu den hoheitlichen Instrumenten?" Herper fürchtet, dass bei einer Übernahme um 80 Millionen und 106 Millionen für Infrastruktur wie Tram oder Kanal dringend notwendige Infrastruktur-Maßnahmen in anderen Bezirken zu kurz kommen. Und er holt auch das Thema "Bürgerbefragung" auf die Agenda der Sondersitzung.

Im Magistrat gibt es von Baudirektor Bertram Werle abwärts kaum eine Führungskraft, die den Deal nicht mit Skepsis sieht. Selbst eine Bürgerplattform (ReininghAUS) macht mobil. Nur die VP hofft, einen europaweit aufsehenerregenden Stadtteil mit Zero-Emission ("Niedrigenergie-Viertel") realisieren zu können. Die Grünen (siehe Pro & Contra, S. 4/5) liebäugeln auch damit, sind aber als Mehrheitsbeschaffer noch nicht fix, betont Vizebürgermeisterin Lisa Rücker.

Die KPÖ ätzt, dass die Stadt wieder einmal mit Steuergeld nur einem Investor und seiner Kredit gebenden Bank aus der Patsche helfen soll. Es ist also anzunehmen, dass der Sondergemeinderat von allen Oppositionsparteien mitgetragen wird. Denn Herper buhlt um Unterstützung: "Ich glaube, es braucht hier einfach eine breite Front, damit so ein Stück von Schwarz-Grün nicht leichtfertig beschlossen wird."

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2604658/reininghaus-ka-g-mahte-wies-n.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Dezember 21, 2010, 03:44:04
Zitat

Bürgerplattform (ReininghAUS)


"Besorgte Bürger" wieder einmal. Bei ReininghAUS hab ich allerdings den Eindruck, daß dort gelangweilte Hausfrauen am Werk sind ....   >:D
Titel: In Graz platzt Reininghaus-Bombe
Beitrag von: Michael am Januar 09, 2011, 10:42:44

>:D

In Graz platzt Reininghaus-Bombe

Der Eigentümer der Reininghaus-Gründe, Ernst Scholdan, hat vom Grazer Polittheater offenbar genug: Er soll das Grundstück bereits verkauft haben.


Am Montag dürfte die Bombe platzen: Dem Vernehmen nach hat der Eigentümer der Grazer Reininghaus-Gründe, der Wiener PR-Profi Ernst Scholdan, im Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl um einen dringlichen Termin gebeten. Der Inhalt des Gesprächs dürfte für Nagl ziemlich peinlich werden: Scholdan soll, das ergaben die Recherchen der Kleinen Zeitung, die 54 Hektar großen Gründe inzwischen an eine neue Investorengruppe verkauft haben.


Sondersitzung

Hintergrund dürfte das Polittheater sein, das in Graz seit Monaten aufgeführt wird. Die schwarz-grüne Regierung will die Gründe kaufen, um dort einen Stadtteil zu entwickeln, die Opposition hat sich auf die hohen Kosten eingeschossen. Zuletzt hatte man sogar eine Sondersitzung des Gemeinderats für 13. Jänner durchgedrückt, wo der geplante Kauf noch einmal zerpflückt werden sollte.

Das dürfte mit dem Verkauf hinfällig sein, denn alle bisher erzielten Verhandlungsergebnisse sind ab sofort nicht mehr als "Ideen". Ab sofort kann die Stadt mit den neuen Eigentümern neue Gespräche beginnen, ob dabei alles billiger wird für die Stadt, ist mehr als fraglich.


Keine Stellungnahme

Scholdan war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, hatte in einem Interview mit der Kleinen Zeitung im Dezember aber bereits von anderen Käufern gesprochen, sollte es mit der Stadt weiter Probleme geben. Insgesamt geht es um sehr viel Geld: Die Gründe sind mit 79,5 Millionen Euro belastet, diese Schulden hätte die Stadt quasi als Kaufpreis übernehmen müssen. Dazu kommen weitere rund 105 Millionen, die die Stadt für die Entwicklung des Stadtteils in die Infrastruktur investieren müsste.

Die Verwertung der Gründe geht ins Jahr 2005 zurück, als Scholdan bzw. "Asset One" die betrieblich nicht notwendigen Gründe übernommen hatte, als Heineken die Brauerei Reininghaus gekauft hatte. Jahrelang hatte Asset One versucht, den Stadtteil selbst zu entwickeln, hatte von der Stadt aber nicht die nötigen Widmungen erhalten.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2630690/graz-platzt-reininghaus-bombe.story


Aber vielleicht auch besser so. :P
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Firehawk am Januar 09, 2011, 11:12:23
Egal was rauskommt, das Polittheater geht sicher weiter. Denn die ~100 Mio. für die Infrastruktur fallen ja trotzdem an wenn etwas gebaut wird. Außerdem wird man in jedem Fall versuchen über Widmungen etc. eine Steuerung zu erreichen.

Je nachdem wie finanzkräftig der Käufer ist, man ist dort wo man mit Asset One vor ein paar Jahren war, oder man kann mit Aufschlag kaufen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Januar 09, 2011, 11:16:25
Mal abwarten, was da wirklich dahinter ist.

Dennoch: die Stadt muss sich in dieses Projekt einbringen, um den absolut notwendigen neuen Stadtteil (siehe Steigerung der Einwohnerzahl bis 2050) gestalten zu können.

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Januar 09, 2011, 11:26:59

Egal was rauskommt, das Polittheater geht sicher weiter. Denn die ~100 Mio. für die Infrastruktur fallen ja trotzdem an wenn etwas gebaut wird.


Natürlich gehts weiter. Die Infrastrukturkosten wird die Stadt dann eben voll schlucken müssen, andernfalls hätte sie diese zumindest teilweise aus der Wertsteigerung durch die Umwidmungen finanzieren können.

Zitat

Außerdem wird man in jedem Fall versuchen über Widmungen etc. eine Steuerung zu erreichen.


Klar. Nur ist das Instrument der Widmung eben ein sehr allgemeines, die Stadt kann vorgeben welcher Art die Nutzung sein muß, nicht aber was genau und wie errichtet werden soll. Als privatrechtlicher Verkäufer hätte sie da ganz andere Möglichkeiten, nur als Behörde hat sie diese nicht.

Zitat

Je nachdem wie finanzkräftig der Käufer ist, man ist dort wo man mit Asset One vor ein paar Jahren war, oder man kann mit Aufschlag kaufen.


Schlimmstenfalls ist der Käufer jetzt auf den Umwidmungsgewinn aus, die Stadt hat dann gar nichts davon.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am Januar 09, 2011, 11:29:45
Es wird dort sicher ein Spar, ein Billa sowie ein Hofer und ein Lidl gebaut werden und irgend eine Bank wird eine Filiale hinstellen. Aber es wird keine "Klammerth-Gegend" werden, warum sollte sich also Herr Nagl darum kümmern. Die Bim wird wohl eine Schleife kriegen - der 3er böte sich ja an - und das wär's dann. Ach ja, vielleicht findet dann auch das Reininghaus wieder einen Pächter.
LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Januar 09, 2011, 16:20:04

Es wird dort sicher ein Spar, ein Billa sowie ein Hofer und ein Lidl gebaut werden und irgend eine Bank wird eine Filiale hinstellen.

Sehr feinsinnige Analyse, wie niedrig sind die Wettquoten? ;) Wie das dann ausieht kann man sich dann bei unzähligen anderen Spar/Billa/Hofer/Lidl ansehen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Commanderr am Januar 10, 2011, 10:12:01
Nix da! Zuerst brauchen wir dort ein weiteres Einkaufszentrum - mindestens 2x so groß, wie das Shopping Center Nord. Und eine Seilbahn, die das Center mit dem Nahverkehrsknoten Don Bosco verbindet. Und ein Outlet-Center. Und einen Kinotempel mit mindestens 20 Sälen. Und einen Golfplatz. Eventuell könnte man auch eine Mülldeponie errichten. Wie wärs mit einer Therme?
Oder: Vielleicht genügt es ja auch die ganzen Reininghausgründe zu asphaltieren und einen gigantischen P&R daraus zu machen.

Ideen hätte ich auch viele... stelle sie gerne jedem Investor gegen eine kleine Summe zur Verfügung!  :lol:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Januar 10, 2011, 11:23:16
Super Ideen sind das!

Wie wärs damit: Ein Golfplatz mit Therme! Und aus dem Reininghausturm mach ma ein Luxus-Designhotel und fertig ist das neue, innovative und nachhaltige Konzept für die Reininghausgründe!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Firehawk am Januar 10, 2011, 11:49:46
Dafür bräuchte man wenigstens keine Tramlinie - alternativ würde sich eine Ausfahrt aus dem Plabutschtunnel anbieten...  ::)

Naja, jetzt wart ma mal was der neue Käufer machen will.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Januar 10, 2011, 21:14:39
...war ja zynisch gemeint.

Aber so wie es aussieht gibt es da Bewegung:
http://www.kleinezeitung.at/allgemein/video/multimedia.do?action=showEntry_VideoDetail&project=462&id=137441

Oder sind die Verkleidungen von H.P.Kerkeling seit dem letzten Graz-Besuch noch viel besser geworden?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 10, 2011, 22:18:48

Petruswerk angelt sich Stadtteil

Graz-Reininghaus geht an christlichen Immobilien-Multi aus Deutschland. Der erhöht den Druck auf die Stadt Graz. In nur acht Jahren soll der 54 Hektar große Stadtteil entwickelt sein.



Als die Kleine Zeitung enthüllte, dass der Verkauf des Reininghaus-Areals an die Stadt Graz geplatzt ist, spekulierte das Land über den deutschen Käufer. Zumal die Immobilie von der Größe der Grazer Innenstadt "unter Brüdern 110 Millionen Euro wert ist", so Verkäufer Ernst Scholdan. Die Präsentation des Investors sorgte am Montag für den nächsten Knalleffekt: Keine Bank, sondern das Petruswerk (siehe rechts) kauft den Stadtteil.

Scholdan: "Ich war eine Schuhnummer zu klein"
Der Rahmenvertrag ist unterschrieben, der Aufsichtsrat im Boot. Ernst Scholdan, Hausherr von Graz-Reininghaus, bekam ein "sehr ordentliches Angebot" vom Petruswerk für das 54-Hektar-Areal. Besser als jenes der Stadt. Das Parteien-Hickhack hat den Immobilienentwickler umdenken lassen. "Ich saß auf meiner Urlaubsinsel und hatte das Gefühl, das Projekt wird mir zusammengeschossen." Douglas Fernando sollte dies nicht passieren. "Das ist eine größere Liga. Ich war vielleicht eine Schuhnummer zu klein", so Scholdan. Er rückt in die zweite Reihe. Den Tennisklub am Areal behält er aber.

Mit Polit-Zank und zähen Verfahren will sich der neue Herr von Reininghaus, Douglas Fernando, nicht lange aufhalten. "Die Menschen verwenden zu viel Zeit zu streiten, statt Visionen zu realisieren." Für ihn gilt: "Zeit ist Geld." Der Manager und Theologe übertrug dem überraschten Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) prompt die Verantwortung. "Sie sind der Dirigent, wir das Orchester."


Nagl: "Opposition soll weiter Jammertal entwickeln"
"Es gibt Tage, da muss man sich besonders anstrengen." Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) gestand, dass ihn der Verkauf des Areals von der Größe der Grazer Innenstadt an das Petruswerk überrascht hätte. Mit dem Ergebnis kann (muss) er aber leben. Fazit: "Das Risiko der Stadt ist vielleicht geringer geworden." Von der Opposition wegen des geplatzten Kaufs heftig kritisiert, holte Nagl am Montag zum Gegenschlag aus. "Herper und Eustacchio sollen weiter das Jammertal entwickeln, nicht aber die Stadt", griff er seine Widersacher von SP und FP an.

Die Zukunft des 54 Hektar großen Areals sei Chefsache, so Fernando zu Nagl. Dieser habe es in der Hand: "Wenn wir uns zusammensetzen, haben wir in sechs Wochen einen Stadtplan", macht der Geschäftsmann Tempo. In zwei bis drei Jahren will der geschäftsführende Gesellschafter des Petruswerks 7,5 Hektar realisiert haben. In acht Jahren soll das Großprojekt im Westen der Landeshauptstadt umgesetzt sein. Auf eine konkrete Nutzung - Wohnbau, Gewerbe oder Industrie - legt er sich nicht fest. Jedenfalls wird er das Areal nicht im Alleingang entwickeln. Fernando will "gute Investoren" für die Murstadt begeistern. Mit den erzielten Gewinnen bedient er die "Karmel Missionsstiftung Dr. Fernando", die Hilfsprojekte auf der ganzen Welt vorantreibt.

Aus Sicht der Stadt gelte es "hohe Flexibilität zu zeigen", erklärt Nagl. Und er verschweigt nicht, dass die Stadt ob des hohen Tempos des Investors unter Druck ist: "Wir werden ziemlich gefordert." Auch finanziell, denn laut Nagl soll "ein Großteil der Infrastrukturinvestitionen auf Reininghaus fokussiert werden". Zuletzt war von 106 Millionen Euro die Rede.

Offen ist, ob die Idee des "Öko-Stadtteils" realisiert wird. Darauf drängt Koalitionspartnerin Lisa Rücker. "Der neue Investor muss sich darüber im Klaren sein, dass bei diesem Projekt die Stadt Graz die Handschrift vorgibt", so die Grüne. Die Opposition fordert nach dem "Ankaufsflop" (SP-Stadtrat Karl Heinz Herper) von Nagl, alle Fraktionen einzubinden. Der Sondergemeinderat am Donnerstag wurde abgesagt.

Ernst Scholdan von Asset One will als Berater in der zweiten Reihe weiter daran arbeiten, dass "die Vision Reininghaus" doch noch wahr wird. Die Opposition, die den Kaufpreis als überzogen kritisiert hat, attackiert er frontal: "FPÖ-Chef Mario Eustacchio leidet wohl unter Zahlendemenz."

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2632635/reininghausgruende-graz-nun-will-indischer-investor-einsteigen.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Firehawk am Januar 10, 2011, 22:21:28
Also haben wir jetzt eine christliche Heuschrecke?   :sh:

Bin gespannt ob die ihr Tempo wirklich so durchhalten können. Es würde ja bspw. auch eine neue Tram-Linie in ~3 Jahren notwendig sein, nach dem Grobkonzept.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am Januar 11, 2011, 09:10:48

Es wird dort sicher ein Spar, ein Billa sowie ein Hofer und ein Lidl gebaut werden und irgend eine Bank wird eine Filiale hinstellen.  Schleife kriegen - der 3er böte sich ja an - und das wär's dann. 


Und ich ergänze um 1 Karmeliterkloster und eine Kirche.
LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Januar 11, 2011, 09:45:03
Um jetzt wieder ernsthaft zu werden:

Die Bevölkerungsprognosen bis 2050 sind ja bekannt, d. h. Graz braucht Wohn- und Lebensraum und die Reininghausgründe sind (abgesehen vom ehemaligen Olympiaareal nordöstlich der Puntigamer Brücke) das letzte noch freie, größere Gebiet innerhalb der Stadtgrenzen.

Die Stadt muss daher ein vitales Interesse haben, wie dieser Stadtteil aussieht - den Wunsch der Vizebürgermeisterin in Richtung Öko-Bezirk kann ich durchaus unterstreichen. Die Frage ist nur, ob ein Investor diese Wünsche wirklich realisieren möchte und kann (letztlich will der mit dem Projekt Geld verdienen)?

Ich bin daher skeptisch, deshalb war ich von Anfang an ein Verfechter, dass die Stadt dies selbst in die Hand nimmt, weil damit die größte Handlungsfreiheit bestehen würde. Und ich meine: Geld wird das Projekt der Stadt sowieso kosten, aber konkrete Einfluss ist in der jetzigen Konstellation halt einfach geringer. Es nicht nur eine Watsch´n für den Bürgermeister, sondern auch für die Verhinderer aus der Opposition. Ich hoffe, dass sich die Stadt damit nicht eine große Chance verbaut!

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 11, 2011, 10:20:59
Zustimmung!
Bin irgendwie echt froh, dass die Politiker nun nichts mehr zum sagen haben. Wichtig wäre aber in dieser Hinsicht die Sicherung der Verkehrsflächen, insbesondere der der Straßenbahnstrecken samt Remisenareal.

Es muss keine komplett ebene Fläche werden - ich wäre für Erhebungen

Beispiel: eine Einkaufsstraße, die sich über eine Erhebung in einem leichten Bogen schlängelt.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Deadlocked am Januar 11, 2011, 12:10:05
Wenn sich der Investor mit der Stadt einigt ist das sicher eine Win-Win Situation, schließlich sind ja anscheinend noch einige Umwidmungen ausständig. Bei den Erschließungskosten soll dann ruhig auch der Investor mitzahlen.
Zu hoffen ist noch, dass es keine zu exklusive Gegend werden wird, sondern wirklich ein Stadtteil für alle. Hoffen wir halt, dass sich der Investor auch christlich verhält.

Geschäftsflächen gibt es in Graz schon genug - da wäre es besser sich auf wünschenswerte Nahversorgung zu beschränken imho.

Ich hätte jedenfalls trotzdem der Variante, dass die Stadt die Gründe kauft, eindeutig den Vorzug gegeben.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Januar 11, 2011, 12:57:10
Zitat

Straßenbahnstrecken samt Remisenareal


Wobei sich mir die Vorteile eines Remisenneubaus gegenüber der bestehenden Remise III noch immer nicht erschließen.
Erstellt am: 11 Januar 2011, 12:53:40
Zitat

Zu hoffen ist noch, dass es keine zu exklusive Gegend werden wird, sondern wirklich ein Stadtteil für alle.


Ich glaube, diese Gefahr besteht in dieser Lage nicht. Dafür ist zuviel Industrie und Gewerbe in der Nähe.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Amon am Januar 11, 2011, 12:58:06
Fraglich nist halt, ob private Investoren der Idee eines "grünen" oder "autofreien" Stadtteils etwas abgewinnen können. Aber zu solchen Maßnahmen ist ja im Normalfall auch die Politik zu feige. Hier hätte man endlich die Möglichkeit, von Anfang an die "sanfte Mobilität" in die Gesamtstruktur einfließen zu lassen, anstatt hinterher Kompromisslösungen aus dem Hut zu zaubern. Die vielen Fotos aus französischen Städten, die ich mir in letzter Zeit angesehen habe, zeigen, wie das gehen kann.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am Januar 11, 2011, 13:47:08

Zitat

Straßenbahnstrecken samt Remisenareal


Wobei sich mir die Vorteile eines Remisenneubaus gegenüber der bestehenden Remise III noch immer nicht erschließen.


Mir auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Renovierung oder ggfs. auch Überbauung der bestehenden Remise 3 teurer sein soll als eine komplett neue hinzustellen. Auch wenn man ev. Grundstückserlöse einbezieht (das neue Areal ist im supertollen Stadtentwicklungsgebiet und folglich sicher auch nicht billig - nebenbei schafft man sich mit einer Remise dort wieder einen Zwangspunkt der ev. andere Planungen beeinträchtigt).

Wenn man das Grundstück der Remise 3 verwerten will kann man es wie gesagt immer noch überbauen und ev. die Einfahrt in die Daungasse und Pommergasse (bei einer zukünftigen Führung der Linie 1 durch die Laudongasse) verlegen, damit man vorne in der Eggenbergerstraße eine geschlossene Fassade hinkriegt.

Und wenn es wirklich aus irgendwelchen Gründen nicht geht dass die Bebauung erst im 2. Stock anfängt dann kann man immer noch bei der Pommergasse 10m vom Areal abzwacken - dann geht sich zwar in der Remise keine Schleife mehr aus, was aber nicht so dramatisch ist, da man ja in der Stradiotgasse gerade eine hingebaut hat :) Bei dem geringen Verkehr in der Daungasse kann man die Bahnen problemlos rückwärts in die Halle parken.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Januar 11, 2011, 14:26:34

Fraglich nist halt, ob private Investoren der Idee eines "grünen" oder "autofreien" Stadtteils etwas abgewinnen können. Aber zu solchen Maßnahmen ist ja im Normalfall auch die Politik zu feige. Hier hätte man endlich die Möglichkeit, von Anfang an die "sanfte Mobilität" in die Gesamtstruktur einfließen zu lassen, anstatt hinterher Kompromisslösungen aus dem Hut zu zaubern. Die vielen Fotos aus französischen Städten, die ich mir in letzter Zeit angesehen habe, zeigen, wie das gehen kann.


Und das ist mit einem Investor im Rücken halt sehr schwer; die Stadt hat vielleicht, die eine oder andere Million gespart, aber die Einflussnahme ist nun doch deutlich geringer.


Mir auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Renovierung oder ggfs. auch Überbauung der bestehenden Remise 3 teurer sein soll als eine komplett neue hinzustellen. Auch wenn man ev. Grundstückserlöse einbezieht (das neue Areal ist im supertollen Stadtentwicklungsgebiet und folglich sicher auch nicht billig - nebenbei schafft man sich mit einer Remise dort wieder einen Zwangspunkt der ev. andere Planungen beeinträchtigt).


Die Räumlichkeiten in der Remise III sind schon ziemlich eng und betrieblich nicht sehr günstig (Rangieren, mangelnde Flexibilität bei der Wagenaufstellung) und würden aus der heutigen Sicht auch nie und nimme mehr genehmigt werden können. Es gibt zwar Grundstück drum herum, die wären aber wesentlich teurer anzukaufen als z. B. Brachflächen im Reininghaus-Areal. Daraus folgt der Schluss, dass man dieses Areal (samt den Siemens-Grundstücken drum herum) teuer verkauft und sich dafür eine größere und praktikablere Anlage weiter südlich baut (die v. a. am heutigen Stand der Technik ist, was die Remise III definitiv nicht mehr ist) - und dabei noch als "Nebeneffekt" eine Neubaustrecke rausschaut (durch die Reininghausgründe bzw. die Südwestlinie), dann umso besser ...

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: PeterWitt am Januar 11, 2011, 19:26:34

Wobei sich mir die Vorteile eines Remisenneubaus gegenüber der bestehenden Remise III noch immer nicht erschließen.
Erstellt am: 11 Januar 2011, 12:53:40


Prinzipiell liegt das Problem daran, dass die R3 einfach zu klein ist und alles sehr beengt. Klar kann man auch die bestehende R3 weiter ausbauen und die Grundstücke ringsum dazu einbeziehen, allerdings scheint die Stadtplanung für diese Gegend andere Pläne zu haben. Ausserdem dürfte der Grund in Reininghaus durchaus billiger sein und ist v.a. auch jetzt noch als Gewerbe gewidmet.
Ausserdem: wie wärßs mit Synergien durch die angenzende Bahn? Neben der Möglichkeit für einen Bahnanschluß (klar, wird momentan nicht gebraucht, aber irgendwann...) böte es sich doch z.B. an, eine Räderdrehbank nicht nur für die Strab zu nutzen, sondern diese auch der GKB/StLB/LTE/RTS zur Verfügung zu stellen und sich so einen Nebenverdienst zu sichern, schließlich sind die Fahrten nach Salzburg auch nicht gratis...

MOD EDIT: Zitat richtiggestellt.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 11, 2011, 19:38:24
Zitat

Ausserdem: wie wärßs mit Synergien durch die angenzende Bahn? Neben der Möglichkeit für einen Bahnanschluß (klar, wird momentan nicht gebraucht, aber irgendwann...) böte es sich doch z.B. an, eine Räderdrehbank nicht nur für die Strab zu nutzen, sondern diese auch der GKB/StLB/LTE/RTS zur Verfügung zu stellen und sich so einen Nebenverdienst zu sichern, schließlich sind die Fahrten nach Salzburg auch nicht gratis...


Ja, das wäre ein Argument - vor allem da eine Neubau-Remise in der Nähe der Bahn realisiert werden soll. Ein Mitgrund ist vor allem das bestehende Gewerbegebiet und dort kann der entstehende Lärm auch niemanden schaden.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am Januar 11, 2011, 23:43:24

Zitat

Ausserdem: wie wärßs mit Synergien durch die angenzende Bahn? Neben der Möglichkeit für einen Bahnanschluß (klar, wird momentan nicht gebraucht, aber irgendwann...) böte es sich doch z.B. an, eine Räderdrehbank nicht nur für die Strab zu nutzen, sondern diese auch der GKB/StLB/LTE/RTS zur Verfügung zu stellen und sich so einen Nebenverdienst zu sichern, schließlich sind die Fahrten nach Salzburg auch nicht gratis...


Ja, das wäre ein Argument - vor allem da eine Neubau-Remise in der Nähe der Bahn realisiert werden soll. Ein Mitgrund ist vor allem das bestehende Gewerbegebiet und dort kann der entstehende Lärm auch niemanden schaden.


Ok, mit der Argumentation kann ich etwas anfangen; jetzt erscheint die Sache schon etwas sinnvoller.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 11, 2011, 23:53:30

Sofern sie dann nicht schlussendlich in der geplanten vergrößerten Remise I eingebaut wird. :-\
Zu einer möglichen Remise auf den Reininghausgründen: Wie bekommt man hier ganz einfach eine Schienenverbindung auf das freie Feld? Also offensichtlich doch nicht einfach.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Januar 12, 2011, 01:08:45

Die vielen Fotos aus französischen Städten, die ich mir in letzter Zeit angesehen habe, zeigen, wie das gehen kann.

Ich bitte um Beispiele, damit ich mir hinter den Worten was vorstellen kann.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Empedokles am Januar 12, 2011, 07:49:29

Zu einer möglichen Remise auf den Reininghausgründen: Wie bekommt man hier ganz einfach eine Schienenverbindung auf das freie Feld? Also offensichtlich doch nicht einfach.


An die bestehenden Industriegleise anschließen! [siehe Plan]

Die Frage, ob eine Unterflurdrehbank für Straßenbahnfahrzeuge auch die Schienenfahrzeuge der Eisenbahnbetriebe behandeln kann, müsste noch geklärt werden.


LG, E.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am Januar 12, 2011, 09:33:02
Und noch eine Frage bleibt offen: wer sagt denn, daß das Petruswerk eine Remise will. Man sollte nicht vergessen, daß das Petruswerk ein ganz normales Immobilien Unternehmen ist, daß ebenso rücksichtslos abbrechen läßt wie alle anderen auch. Da aber der "Tennisplatzgrund" nicht verkauft wurde, wäre hier wohl noch Platz für die GL (oder wie das jetzt heißt).
LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Januar 12, 2011, 09:40:05
Beim Remisenstandort tippe ich auch nicht auf die Reininghausgründe an sich, sondern eher auf Teile des angrenzenden Areals der Hummelkaserne.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Januar 12, 2011, 10:38:57
Die Planungen gehen aber eher in Richtung Kratkystraße...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Januar 12, 2011, 10:47:54

Beim Remisenstandort tippe ich auch nicht auf die Reininghausgründe an sich, sondern eher auf Teile des angrenzenden Areals der Hummelkaserne.


So ist es angedacht ...

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am Januar 12, 2011, 11:50:13


Die vielen Fotos aus französischen Städten, die ich mir in letzter Zeit angesehen habe, zeigen, wie das gehen kann.

Ich bitte um Beispiele, damit ich mir hinter den Worten was vorstellen kann.


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Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: PeterWitt am Januar 13, 2011, 00:58:12

Die Frage, ob eine Unterflurdrehbank für Straßenbahnfahrzeuge auch die Schienenfahrzeuge der Eisenbahnbetriebe behandeln kann, müsste noch geklärt werden.

Nun ja, grundsätzlich sehe ich da keine Probleme - die bestehende Anlage wird wohl mit dem Achsdruck nicht klar kommen, aber ansonsten sollte man wohl eine zu beiden Systemen kompatible Anlage konstruieren können...
Einzig die Frage, ob die erforderliche Qualität für den Lauf bei höheren Geschwindigkeiten im Vollbahnbereich mit so einer Drehbank erreicht werden kann bzw. zu leistbaren Anschaffungs- und Betriebskosten erreicht werden kann sehe ich da als Problem.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Januar 16, 2011, 12:58:13

Fraglich nist halt, ob private Investoren der Idee eines "grünen" oder "autofreien" Stadtteils etwas abgewinnen können.

Können sie nicht - wie man heute in der Zeitung gelesen hat. Das Viertel wird nicht autofrei sein "weil die Leute mit den Autos zu ihren Häusern kommen müssen" hat der Investor festgestellt.

Nun, ich habe mich hier ja schon öfter über die derzeitigen negativen Machenschaften bezüglich der Zonenerweiterungen geäussert - aber ein Viertel das von vornherein autofrei geplant ist hätte ich klar befürwortet. Das wäre mal eine spannende Idee gewesen, ausserdem ziehen dann auch nur diejenigen hin für die die Spielregeln klar sind.

Das kann man von den Zonenerweiterungen leider nicht behaupten - da kauft man sich eine Jahreskarte für die grüne Zone und plätzlich wird daraus eine blaue Zone. Da werden Zonen aufgrund eines "Parkplatzmangels" erweitert den es gar nicht gibt. Die Stadt scheint hier vom Vertrauensgrundsatz offenbar ausgenommen... Aber wenn das von vornherein klar ist dass das ein autofreies Viertel ist - das hätte mich schon interessiert wie das dann wird.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Januar 16, 2011, 13:39:17

Douglas Fernando - Im Namen der Karmeliten

Zwischen christlicher Nächstenliebe und beinharter Immobilien-Spekulation - die Welt des Douglas Fernando (55), Theologe und Reininghaus-Investor.
Douglas Fernando


Dr. Fernando ist eine Erscheinung. Er kommt nicht zum Termin, er erscheint", erzählen seine Geschäftspartner. Am Montag ist er in Graz erschienen. Aus heiterem Himmel. Gerade als Reininghaus-Chefverhandler Stadtrat Gerhard Rüsch dachte, er hätte den Deal in trockenen Tüchern, schnappte der in Sri Lanka geborene Manager der Stadt das 54,5 Hektar große Areal vor der Nase weg.

Im Rathaus predigte Fernando vor einem Dutzend verdutzter Journalisten salbungsvoll: "Wir sollen nicht streiten, sondern handeln. Wir sind doch alle Christen." VP-Bürgermeister Siegfried Nagl zeigte sich bemüht begeistert. Grazer Politiker googeln seither nervös einen Namen und fragen sich doch ein wenig ratlos: Wer ist Douglas Fernando?

Der 55-jährige Theologe ist vor allem kein Mann, der sich mit Kinkerlitzchen aufhalten will: "Zeit ist Geld." Allein in Österreich hat er 15 Geschäftsführungen inne und ist Vorstand des Petruswerks. Umwege interessieren ihn nicht, Umsetzungen schon eher. Im Namen und als Geschäftspartner des Ordens der Unbeschuhten Karmeliten zielt er auf Profit ab: Dieser geht an die "Karmel Missionsstiftung - Dr. Fernando", die Kinderheime in der Dritten Welt errichtet. Der Name des Immobilien-Konzerns erinnert an die heilige Teresa von Avila, Ordensgründerin der Unbeschuhten Karmelitinnen aus dem 16. Jahrhundert.

Die Missionsstiftung und damit der Teresianische Karmel in Deutschland und Österreich sind zu 40 Prozent an der Avila beteiligt. 60 Prozent hält Vorstand Fernando. Der einstige Jesuit kauft mit seiner Avila-Gruppe seit 2001 Firmen und Immobilien, um sie rasch profitabel zu machen. Das Immobilienvermögen ist beachtlich. In Deutschland steht laut Fernando eine halbe Milliarde Euro zu Buche. In Österreich seien es 90 bis 100 Millionen.

Der Theologe macht seine Geschäfte im kirchlichen Umfeld. 2004 kaufte er dem Erzbistum Berlin das Petruswerk ab. Rechtsstreit über strittige Millionen inklusive. Fernando tat es "leid, dass ich meine Kirche klagen muss". Heute sagt er: Er habe das mit Recht und Erfolg getan.

Artikel in deutschen Zeitungen belegen, das Erzbistum hadert damit, dass Fernandos Petruswerk christliche Werte vor sich herträgt und der Eindruck entsteht, es handle sich um eine kirchliche Firma. Berlins Bischof Georg Kardinal Sterzinsky verurteilte gar Geschäftspraktiken bei einem Konflikt um ein historisches Haus in Greifswald.

Damit konfrontiert, übermittelt Fernando uns einen Brief des Greifswalder Oberbürgermeisters Arthur König vom März 2010: "Dr. Fernando ist ein für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald wichtiger und willkommener Investor."

Seit 2008 hat Fernando Österreich am Speisezettel. Wieder investierte er im kirchlichen Umfeld. Er kaufte unter anderem der bischöflichen Stiftung St. Severin die KOOP AG ab und formte daraus den Österreich-Ableger des Petruswerks. Im Linzer Rathaus weiß man um die Zielstrebigkeit des Unternehmers, der gerade am Areal der alten Schiffswerft das Wohnprojekt "Donaupromenade" realisiert.

Das Vorurteil, das Petruswerk baue billige Mietskasernen, entkräftet dieses Projekt, das das Grazer Architektenbüro Hohensinn schmuck geplant hat. Dieses Team hat auch das Linzer Hotel am Domplatz entworfen, das in Oberösterreich als Bauwerk des Jahres ausgezeichnet worden ist. Sogar Demi Moore und Ashton Kutcher betteten sich hier schon. Der Eigentümer der Nobelherberge ist Wilbirg Tourismus. Geschäftsführer: Douglas Fernando.

Profit und Professionalität werden beim Reininghaus-Investor großgeschrieben. Das bezeugen Geschäftspartner: "Es muss alles schnell gehen. Man merkt den enormen Druck, unter dem seine Mitarbeiter stehen, und sie geben den Druck an Auftragnehmer voll weiter."

Eine leise Ahnung vom Druck hat Stadtchef Nagl Anfang der Woche bekommen, als ihm Fernando auftrug, er müsse Reininghaus zur Chefsache machen: "Sie sind der Chef, wir nur Diener." Doch dieser Diener fordert auch: In sechs Wochen könne man einen Stadtplan machen, was man in Reininghaus haben will, in sechs bis acht Jahren die 54,5 Hektar verbauen.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2641635/douglas-fernando-namen-karmeliten.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Januar 20, 2011, 19:43:46
,,Gemeinderatsausschuss zur Entwicklung und Realisierung des Projekts Reininghaus" beschlossen

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl informierte in der Gemeinderatssitzung am 20. Jänner 2011 - wie beim Sondergemeinderat zu den Themen ,,Reininghaus-Gründe" und ,,Bürgerumfragen" am 14. Jänner 2011 besprochen - über die Gründung des neuen vorberatenden ,,Gemeinderatsausschusses zur Entwicklung und Realisierung des Projekts Reininghaus". Von den elf Mitgliedern werden fünf der ÖVP, zwei der SPÖ, zwei den Grünen und je eines der KPÖ und FPÖ angehören. Zu den Sitzungen können jeweils städtische Bedienstete, andere Sachverständige oder sonstige Vertrauenspersonen beigezogen werden. Damit können auch Projektbetreiber als Auskunftspersonen angehört werden. Gemeinderatsmitglieder, die dem Ausschuss nicht angehören, haben das Recht, an den Sitzungen ohne Stimmrecht teilzunehmen und das Wort zu ergreifen. Die geschäftsführende Abteilung ist die Stadtbaudirektion. Zu den Aufgaben zählen alle Angelegenheiten zur Entwicklung und Realisierung des Projekts Reininghaus, ausgenommen die Erschließung durch öffentliche Verkehrsmittel.

Die Mitglieder des Reininghaus-Ausschusses:

Folgende Gemeinderäte wurden einstimmig zu Mitgliedern bestellt: Mag. Verena Ennemoser, Mag. Klaus Frölich, Bernhard Kraxner, Peter Mayr, DI Georg Topf (alle ÖVP), Dagmar Krampl (vorgeschlagen als Vorsitzende), Wilhelm Kolar (beide SPÖ), Peter Hagenauer, Stefan Schneider (Grüne), Manfred Eber (KPÖ) und Christoph Hötzl (vorgeschlagen als Stv. Vorsitzender, FPÖ). Ersatzmitglieder sind: Kurt Hohensinner, DI Dr. Bernhard Hofmann-Wellenhof, DI Gunther Linhart, Dr. Peter Piffl-Percevic, Mag. Gerhard Spath (ÖVP), Klaus Eichberger, Mag. Gerald Haßler (SPÖ), Andrea Pavlovec-Meixner, Gerhard Wohlfahrt (Grüne), Christian Sikora (KPÖ) und Ing. Roland Lohr (FPÖ).

Quelle: http://www.graz.at/cms/beitrag/10162231/1618648/ (http://www.graz.at/cms/beitrag/10162231/1618648/)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am Januar 20, 2011, 19:56:33
Und warum ist das Thema "öffentlicher Verkehr" von den Beratungen ausgenommen? Weil alles schon klar ist? Weil das Petruswerk Flügerl verleiht?
LG!Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Januar 20, 2011, 20:21:44

Und warum ist das Thema "öffentlicher Verkehr" von den Beratungen ausgenommen? Weil alles schon klar ist? Weil das Petruswerk Flügerl verleiht?
LG!Christian


Keine Ahnung. Ich vermute, dafür ist der Verkehrsausschuss zuständig. Dort sitzen eh weitgehend die gleichen Leute drinnen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am März 10, 2011, 07:23:35
Reininghaus: Rahmenplan ist "genehm"

Douglas Fernando stellte beim Gipfeltreffen im Rathaus sein Team für die Reininghausgründe vor.

Der Deal ist zwar noch nicht finalisiert. Die Unterschriften unter dem Kaufvertrag für die Reininghausgründe zwischen dem derzeitigen Eigentümer Asset One und dem Petruswerk als künftigem Besitzer und Investor sind noch ausständig. Gestern gab es im Rathaus aber ein erstes Gipfeltreffen zwischen Bürgermeister Siegfried Nagl und Petruswerk-Geschäftsführer Douglas Fernando, jeweils mit Gefolge. Das wohl wichtigste Ergebnis: Fernando sieht den vom Grazer Gemeinderat beschlossenen Rahmenplan für die Bebauung als Grundlage für die Umsetzung an.

Der Petruswerk-Chef präsentierte beim Gespräch, an dem vonseiten der Stadt auch Baudirektor Bertram Werle und Stadtplanungschef Heinz Schöttli teilgenommen haben, auch sein Team für die Abwicklung in Graz. Wie schon berichtet, handelt es sich dabei um Architekt Josef Hohensinn, der als Koordinator fungieren wird, sowie das Architekturbüro Klaus Kada/Gerhard Wittfeld.

Die genannten Planer bilden mit weiteren Mitarbeitern des Petruswerks und den zuständigen Abteilungen des Magistrats ab sofort die Arbeitsgruppe Reininghaus. Im "Jour fixe"-Rhythmus sollen auch die zuständigen Stadtsenatsreferenten Bürgermeister Nagl, "Vize" Lisa Rücker und Stadtrat Gerhard Rüsch an den künftigen Besprechungen teilnehmen.

Sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist, will Douglas Fernando wieder nach Graz kommen und sich der gesamten Stadtregierung und dem nach der Sondersitzung im Jänner eingesetzten Gemeinderatsausschuss "Reininghaus" vorstellen. Als Kaufsumme für die Reininghausgründe werden rund 90 Millionen Euro kolportiert.
HANS ANDREJ

quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2695520/reininghaus-rahmenplan-genehm.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am Mai 09, 2011, 23:15:42
Graz
Stadtteilprojekt "Reininghaus" stockt
09. Mai 2011, 19:59

*

"Petruswerk"-Chef Fernando knüpft Kauf des Stadtareals jetzt an Bedingungen

Graz - Es ist das größte Stadtentwicklungsprojekt von Graz und hätte bereits Anfang Jänner unter Dach und Fach sein sollen. Aber es klemmt gewaltig. Die "Reininghausgründe" - ein 500.000 Quadratmeter großes Stadtareal im Westen der Stadt - sind gegen alle Erwartungen nach wie vor nicht verkauft. Eigentümer Ernst Scholdan wartet noch immer auf die Unterschrift des Käufers, den Chef des "Petruswerk Katholische Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft", Douglas Fernando.

"Nein, wir haben bis heute nicht unterzeichnet", bestätigt Scholdan. In der Stadt weiß man weder im Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl noch bei Finanzstadtrat Gerhard Rüsch, was Sache ist. "Keine Ahnung", lautet der einhellige Tenor aus den Polit-Etagen. Aber auch hier wird man langsam nervös. "Eigentlich ein Riesenskandal", sagt SP-Klubchef Karl Heinz Herper, "im Jänner wurde vollmundig der Himmel auf Erden versprochen und seither herrscht totaler Stillstand. Es geht immerhin um ein Stadtprojekt für 10.000 Bewohner."

Douglas Fernando hat tatsächlich die Bremse gezogen. Es müssten noch "eine Reihe von Fragen geklärt werden", sagte Fernando am Montag im Gespräch mit dem Standard. Es gehe um einen Kaufpreis in der Höhe von 130 Millionen Euro, dabei fielen jetzt nicht kalkulierte Steuerzahlungen im Ausmaß von 30 bis 40 Millionen Euro an. Der Buchwert und der Kaufpreis lägen weit auseinander. Es bedürfe daher der Nachverhandlungen. Fernando: "Die Stadt muss außerdem wichtige Umwidmungen garantieren."

Ohne Widmungen bestimmter Teile des Areals in Gewerbebereiche sei der Preis nicht argumentierbar. Fernando: "Wir entdecken jeden Tag etwas Neues." Der Vertrag werde erst dann unterzeichnet, "wenn die Rahmenbedingungen stimmen". Fernando: "Sonst kann mein Aufsichtsrat sicher nicht zustimmen." (Walter Müller, DER STANDARD, Printausgabe, 10.5.2011)

http://derstandard.at/1304551421061/Graz-Stadtteilprojekt-Reininghaus-stockt
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am Mai 10, 2011, 08:40:45
Und wiedermal machen Finanzheinis Städtebau.
Raus aus den Verhandlungen, selber übernehmen!!!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Mai 10, 2011, 09:45:46
Ich habe immer gesagt, die Stadt soll das selber machen!

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Mario_84 am Mai 14, 2011, 11:26:08
Das ist doch ganz normal. Wenn man viel Geld investiert, hat man doch auch das recht zu bestimmen. Selber in die Hand nehmen?! Graz kann sich das doch gar nicht leisten!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Mai 14, 2011, 12:47:34

Graz kann sich das doch gar nicht leisten!


Warum nicht?

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am Mai 14, 2011, 20:50:00
Graz kann den Grund kaufen, einen entwicklungsplan machen, und die einzelnen Parzellen via Wettbewerb(mit verschiedenen Kriterien) vergeben.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Mai 15, 2011, 11:50:03

Graz kann den Grund kaufen, einen entwicklungsplan machen, und die einzelnen Parzellen via Wettbewerb(mit verschiedenen Kriterien) vergeben.


Zum Bleistift ...

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Juni 21, 2011, 23:51:40
Wie es vorhersehbar war: Die Filetierung beginnt.

Reininghaus: Teilverkauf beginnt

Asset One verkauft 25.000 m2 an ÖAMTC, der in "Reininghaus" Headquarter baut. Stadt sieht Startschuss für Teilverkäufe besorgt. Die Skepsis, dass der Deal mit dem Großinvestor Petruswerk klappt, wächst.

Zuerst sollte es rasant gehen. Petruswerk-Chef Douglas Fernando wollte den Reininghaus-Deal heuer bis Ende Jänner in trockenen Tüchern haben. Allein, immer noch ist alles in Schwebe, kann keiner sagen, ob das Petruswerk der Asset One die 54 Hektar im Grazer Westen abkauft. Inzwischen dürfte es auch der Eigentümer-Gruppe der Asset One zu lange gedauert haben. Denn diese gab gestern mit dem Verkauf von 25.000 Quadratmeter Grund an den ÖAMTC den Startschuss für Teilveräußerungen des Areals.

"Wir reden über 25.000 von insgesamt 540.000 Quadratmeter Grund", will Asset-One-Chef Ernst Scholdan keine Dramatik aufkommen lassen. Und doch ist es erst der Anfang, bestätigt er, dass es weitere Teilverkäufe geben dürfte: "Ja, wir verhandeln mit anderen Interessenten."

"Deal noch nicht geplatzt"

Diese neue Entwicklung bedeute aber nicht, dass der Deal mit dem Petruswerk geplatzt sei, versichert Scholdan. Aber: "Ich kann auch nicht sagen, ob es zum Abschluss kommt. Da müssen Investor und Stadt offene Fragen klären." Großinvestor Fernando erfuhr durch die Kleine Zeitung vom Teilverkauf: "Sollte es Teilverkäufe an andere geben, müssen wir beim Preis nachverhandeln. Den Kauf gefährdet das aber nicht." Mit der Stadt müsse man Widmungsfragen und das Vorgehen bei der Umweltverträglichkeitsprüfung klären.

Im Rathaus klingt das etwas anders. Thomas Rajakovics, Sprecher von Bürgermeister Siegfried Nagl: "Wir haben von Fernando länger nichts mehr gehört und vermuten, dass es sich zwischen Petruswerk und Asset One spießt." Den Beginn der Teilverkäufe sieht man mit Sorge. Rajakovics: "Erst hieß es, mit dem Petruswerk sei alles so gut wie unterschriftsreif, jetzt ist das Geschäft noch immer nicht unter Dach und Fach. Das erweckt keinen allzu seriösen Anschein."

Auch der steirische ÖAMTC-Chef Paul Fernbach hat im Zuge seiner "Reininghaus-Verhandlungen" nicht den Eindruck gewonnen, dass sich der "große Deal" mit dem Petruswerk in absehbarer Zeit konkretisiere. Dass der Autofahrerclub nun am Eck Alte Poststraße/Friedhofgasse aber bis 2014 rund 15 Millionen in sein neues Headquarter investiert, will er als Initialzündung für Reininghaus verstanden wissen: "Es war doch hoch an der Zeit, dass sich hier etwas tut. Die Vorgänge um Reininghaus waren doch schon lächerlich."

BERND HECKE

Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2769863/reininghaus-teilverkauf-beginnt.story)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am August 18, 2011, 14:30:57
Reininghaus: Alle Karten auf den Tisch

Manfred Eber fordert Information über anscheinend geplatzten Verkauf

Eine rasche und vollständige Information des Gemeinderates und der Öffentlichkeit über die Zukunft der Reininghausgründe verlangt KPÖ-Gemeinderat Manfred Eber. Alle Karten müssen auf den Tisch.
Einem Bericht der Kronen Zeitung vom 18. August zufolge scheint der Kauf der Reininghausgründe durch Herrn Douglas Fernando vom Petruswerk endgültig gescheitert zu sein. Wer auch immer die angeblichen (steirischen) Investoren sein mögen, die jetzt einspringen wollen, die Gefahr der Filettierung dieses 54 Hektar großen Grundstückes scheint größer denn je.

Manfred Eber hat bereits in der Gemeinderatssitzung am 7. Juli 2011 folgenden Dringlichen Antrag gestellt: "Die Stadt Graz prüft die Möglichkeiten, einzelne Grundstücke aus dem Besitz der asset one in Reininghaus anzukaufen, um in Übereinstimmung mit dem Rahmenplan Reininghaus Gemeindewohnungen darauf zu errichten."

Die Ablehnung dieses Antrags durch die schwarz-grüne Koalition erweist sich nun als Fehler, denn damit könnten auch die Vorgaben des "Rahmenplans Reininghaus" fallen.

Eber: "Das Agieren der schwarz-grünen Koalition in dieser Frage war mehr als kurzsichtig. Parteipolitisches Taktieren im Gemeinderat hat anscheinend privaten Kapitalinteressen in die Hände gespielt. Statt Grundstücke - insbesondere für kommunalen Wohnbau - zu sichern, droht nun der Ausverkauf und die ungezügelte Bebauung."
Die Grazer KPÖ wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Stadt Graz Reininghaus-Grundstücke für dringend notwendige Gemeindewohnungen sichert.

Quelle: KPÖ (http://www.kpoe-graz.at/reininghaus-alle-karten-auf-den-tisch.phtml)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am August 18, 2011, 19:25:20
Reininghausgründe: Möglicherweise steirische Investoren
Bisherige Entwicklungsgesellschaft Asset One soll mit steirischen Investoren über das 54 Hektar große Areal im Westen von Graz verhandeln. Für das Petruswerk könnte dies das Aus bedeuten.

Das bisher als Investor an den Grazer Reininghausgründen gehandelte Petruswerk Katholische Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft mbH des Unternehmers Douglas Fernando könnte nun doch nicht zum Zug kommen, wie am Medien berichteten. Im Gespräch seien nun Investoren aus der Steiermark. SPÖ und KPÖ kritisierten Bürgermeister Siegfried Nagl (V).

Petruswerk
Laut den Informationen soll die bisherige Entwicklungsgesellschaft Asset One mit steirischen Investoren über das 54 Hektar große Areal im Westen von Graz verhandeln und recht weit gekommen sein. Für das Petruswerk, das zur Berliner Avila Management und Consulting AG gehört, könnte dies das Aus bedeuten.
Der Grazer SPÖ-Chef und Gesundheitsstadtrat Edmund Müller nannte die mögliche Entwicklung am Donnerstag zwar "eine neue Chance", jedoch müsste die Stadt Graz sicherstellen, dass sich die neuen Investoren an den vom Gemeinderat beschlossenen Rahmenplan zur künftigen Nutzung des Reininghaus-Areals hielten. Bürgermeister Nagl müsse sich nun "gemeinsam mit Vertretern des Reininghaus-Ausschusses und den Investoren an einen Tisch setzen und das Projekt aktiv vorantreiben". Seit Jänner habe Nagl ja in dieser Hinsicht die "Hände in den Schoß gelegt". Die KPÖ forderte eine "rasche und vollständige Information des Gemeinderates und der Öffentlichkeit über die Zukunft der Reininghausgründe", so Gemeinderat Manfred Eber, der eine Filetierung der Gründe befürchtet, die eigentlich für "dringend notwendige Gemeindewohnungen" benötigt würden.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2811658/grazer-reininghausgruende-moeglicherweise-steirische-investoren.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kroko am August 19, 2011, 11:14:39
Unglaublich, was für ein Desaster das alles ist. Meiner Meinung nach sollte sich hier wirklich die Stadt engagieren, sonst wird das nichts.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am August 19, 2011, 11:24:42
Stadt schielt wieder auf Reininghaus

Der geplante Verkauf der Reininghaus-Gründe ans deutsche Petruswerk scheint so gut wie geplatzt. Stadt und Steiermärkische stehen aber für eine Stadtteilentwicklung Gewehr bei Fuß.

Die Reininghausgründe

Seit Jänner ziehen sich die Verkaufsgespräche zwischen dem deutschen Petruswerk und Reininghaus-Eigentümer Asset One schon hin. Und spätestens seit dem Teilverkauf von 25.000 Quadratmetern an den ÖAMTC für sein neues Headquarter war im Juni klar: Der große Deal, bei dem das Petruswerk die gesamten 54 Hektar übernehmen sollte, wackelte ordentlich. Nun könnte er schon geplatzt sein. Auch wenn Petruswerk-Chef Douglas Fernando zur Kleinen Zeitung sagt: "Nein, das Geschäft ist noch nicht geplatzt. Wir warten nur auf eine Antwort des Bürgermeisters auf unser letztes Schreiben."

Doch Asset-One-Vorstand Ernst Scholdan dürfte von den Verhandlungen mit dem Petruswerk genug haben und rechnet nicht mehr damit, "dass wir mit Fernando zum Abschluss kommen". Es gebe auch keinerlei Kaufoptionen mehr, auf die das Petruswerk pochen könne. Scholdan: "Die Vereinbarungen mit dem Petruswerk waren das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben wurden."

"Stillschweigen vereinbart"
Damit steht die Investorengruppe hinter der Asset One, die Reininghaus 2005 gekauft hat, um den "idealen Stadtteil zu entwickeln", wieder bei null, nachdem Scholdan Ende 2010 den Verkauf des Areals an die Stadt in letzter Sekunde platzen hatte lassen. Gerüchteweise laufende Verhandlungen mit steirischen Investoren will der Asset-One-Chef nicht kommentieren. Weil er zu Stillschweigen verpflichtet sei.

Von konkreten Kaufinteressenten weiß man derzeit weder im Rathaus (siehe Interview) noch bei der hauptfinanzierenden Bank der Asset One, der Steiermärkischen Sparkasse. Für deren Vorstandssprecher Gerhard Fabisch ist der neuerliche Verhandlungsflop kein Grund für Unruhe: "Wir sehen hier weiter eine positive Perspektive. Es war klar, dass ein Grundstücksgeschäft und eine Stadtteilentwicklung dieser Dimension etwas mühsam ist." Bei den Kreditverträgen mit der Asset One gebe es keine Probleme, tritt Fabisch Gerüchten entgegen, dass die Bank das Areal schon übernehme.

Die Stadt ist jedenfalls weiter interessiert, die Stadtteilentwicklung auch als Miteigentümer zu realisieren, betont Finanzstadtrat Gerhard Rüsch. Und Fabisch bestätigt: "Gibt es den Wunsch der Stadt, dass die Steiermärkische Sparkasse hier mithilft, könnten wir hier auch als Gesellschafter mit einsteigen." Auch wenn die Bank prinzipiell lieber in der Rolle des Fremdkapitalgebers bleibe.
BERND HECKE

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2811658/grazer-reininghausgruende-moeglicherweise-steirische-investoren.story





"Wir sind weiterhin an Reininghaus interessiert"

Finanzstadtrat Rüsch (ÖVP) ist für Ankauf.

Herr Stadtrat, angeblich ist der Reininghaus-Deal zwischen Asset One und Petruswerk geplatzt und steirische Investoren wollen einsteigen. Wie ist die Position der Stadt, die ja im Vorjahr als potenzieller Reininghaus-Käufer zum Preis von 80 Millionen Euro abgeblitzt ist?

GERHARD RÜSCH: Ehrlich gesagt, ich weiß nichts von steirischen Investoren. Ich gehe aber davon aus, dass sich Interessenten mit konkreten Absichten bei der Stadt sicher schon einmal gemeldet hätten. Immerhin haben wir mit der Flächenwidmung ja entscheidende Steuerungsinstrumente in der Hand. Investoren brauchen uns ja für die Stadtteilentwicklung.

Sie waren als Chefverhandler heuer im Jänner nach dem Platzen des Deals ja einigermaßen verärgert. Ist ein Reininghaus-Kauf für die Stadt jetzt wieder ein Thema?

RÜSCH: Ja, ich kann mir immer noch vorstellen, dass die Stadt hier auch eine aktivere Rolle als Eigentümer oder Mitgesellschafter übernimmt. Es war ja beim Petruswerk zuletzt spürbar, dass dieser Investor darauf abzielt, Reininghaus in Teilen weiterzuverkaufen. Ich denke aber, eine gesamte Stadtteilentwicklung von Reininghaus ist immer noch eine große Chance für Graz.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2812162/sind-weiterhin-reininghaus-interessiert.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am September 14, 2011, 14:04:37
Architekt Thomas Pucher: "Lassen wir Reininghaus in Ruhe"
Im Idealfall 25 Jahre lang, meint Architekt Thomas Pucher, der 2009 den Rahmenplan erstellte. Zumindest sollte es vorerst ein Bauverbot geben.
Herr Pucher, Sie haben vor zwei Jahren den Rahmenplan für Reininghaus erstellt. Braucht die Stadt überhaupt einen neuen Stadtteil?
THOMAS PUCHER: Das Potenzial, eine so große und zusammenhängende freie Fläche zu haben, ist enorm. Man könnte damit ein echtes Zentrum für Graz-West schaffen, das ist die Chance, die ich sehe. Die Frage ist, ob man jetzt diesen Stadtteil braucht. Was viele übersehen: Die Stadt Graz hat in Sachen Verdichtung noch viel Spielraum. Ich schätze, ein Plus von 25 Prozent der derzeitigen Bruttogeschossflächen im ganzen Stadtgebiet ist da locker drin, wahrscheinlich mehr. Und das ohne Reininghaus.
Das heißt: Reininghaus dem Dornröschenschlaf überlassen?
PUCHER: Lassen wir Reininghaus in Ruhe. 25 Jahre lang, das wäre ideal. Den Rahmenplan gibt es ja, den kann man später adaptieren, falls nötig. Stattdessen könnte man das Gebiet links und rechts der Südbahn von Don Bosco bis zum Bahnhof und dann weiter nach Norden entwickeln. Oder in der Conrad-von-Hötzendorfstraße. Dort wurde ja schon mit einer Verdichtung begonnen, da sieht man erst, was alles möglich ist in Graz. Derzeit ist ja alles außerhalb der Altstadt nicht zum Anschauen: Wenn man mit einem Gast vom Flughafen in die Stadt fährt, muss man sich genieren.
Und Reininghaus wird in der Zwischenzeit filetiert.
PUCHER: Das Schlechteste aus städteplanerischer Sicht wäre es, das Areal zu filetieren; wenn es jetzt Stück für Stück abverkauft und nach der derzeitigen Widmung genutzt würde, hätten wir dort eine Gewerbefläche nach der anderen und die Idee von einem neuen Stadtteil hat sich erledigt. Als Stadtplanung muss man mit Weitblick agieren: Wir werden auch 2111 Bedarf haben. Der Haken: Investoren wollen jetzt verdienen und nicht in 100 Jahren.
Wie kann man das Filetieren verhindern?
PUCHER: Mit einem zweijährigen Bauverbot. Aber in diesen zwei Jahren muss man, aufgesetzt auf dem Rahmenplan, detailliert überlegen, was dort passieren soll - natürlich zusammen mit dem Eigentümer.
Soll der Eigentümer die Stadt sein?
PUCHER: Das ist reizvoll, hängt aber davon ab, ob die Stadt das Geld und den Atem hat, das zu kaufen. Und es ist natürlich ein Risiko damit verbunden, ob man dann immer genügend Investoren findet, die das Schritt für Schritt entwickeln.
Die Stadt denkt statt an ein Bauverbot intensiv über eine Bebauungsplanpflicht nach. Reicht dieses Instrument nicht aus, um Ihre Vorstellungen umzusetzen?
PUCHER: Eine Bebauungsplanpflicht hilft nichts. Ich muss ja wissen, was ich da hineinzeichnen soll. Und dazu wären die zwei Jahre Bauverbot gut, um mir das zu überlegen. Auch generell: Bebauungspläne sagen überhaupt nichts über die Qualität der Umsetzung aus, ich sehe eher die Gefahr einer Behinderung.
Was ist notwendig, um diese Qualität zu sichern?
PUCHER: Es braucht endlich einen Gestaltungsbeirat, der strategisch alle Schritte in der Stadt - und in Reininghaus - eng begleitet. Sonst zerfledert alles. INTERVIEW: GERALD WINTER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2831219/lassen-reininghaus-ruhe.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Metro5 am September 14, 2011, 14:40:06
Naja, genieren nicht gerade. Aber der steirische Umgang mit Ästhetik im öffentlichen Raum ist schon eine Riesen Lachnummer. Da ist Graz noch ein Juwel, wenn man sich zB anschaut, wie in der Oststmk Dörfer "attraktiviert" werden, Ihr wisst schon, mit diesen tollen "Gemeindezentren" plus Feuerwehr. Do kummt ma erst as speibn!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Commanderr am September 15, 2011, 10:27:34
Mein Vorschlag für die Verwertung der Reininghausgründe:
Das Einkauszentrum Seiersberg, das Einkaufscenter Graz-Nord, das Center Ost am St.Peter Gürtel, das Center West am Weblinger Gürtel, etc.: alle wegreißen, denn Graz und Umgebung hat sowieso viel zu viele Einkaufszentren.
Stattdessen in Größenwahn-Gigantomanie auf den Reininghausgründen das Größte Einkaufszentrum der Erde errichten.  :lol:
Die Dimension muß dann aber bitte weit mehr als nur 1.000.000 m² haben, damit es viel größer wird, als die künftige Megamall "Mall of Arabia", welches ja über rund eine Million m² Verkaufsfläche verfügen wird!
Der Höhepunkt des Reininghaus-Shoppingtempels wäre dann eine gigantische Halle, in der bei mehr als 40°C rund 30 Meter hohe Sanddünen (mit Sand aus Dubai) aufgeschüttet würden. Sozusagen als Kontrast zu den Schipisten in der Wüstenhalle (http://de.wikipedia.org/wiki/Ski_Dubai)!

Lieber Grazer Politiker: Ihr seid nun aufgerufen, meinen Vorschlag möglichst in den kommenden paar Jahren auch umzusetzen!  :ätsch:



Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am September 15, 2011, 12:18:53

Stattdessen in Größenwahn-Gigantomanie auf den Reininghausgründen das Größte Einkaufszentrum der Erde errichten.  :lol:

Haha genialer Vorschlag. Sag das nicht zu laut - sonst findet sich gach noch eine Investorengruppe dafür.


Ihr wisst schon, mit diesen tollen "Gemeindezentren" plus Feuerwehr. Do kummt ma erst as speibn!

Tja... Letztens durch das "Zentrum" in Hart bei Graz gefahren. Billa, Spar und Admiral - so stellt man sich ein Ortszentrum im 21. Jahrhundert also vor.
Vielleicht habens das damals auch so stilvoll eingeweiht wie hier (http://www.youtube.com/watch?v=iHXDpBV8E7E).

In Laßnitzhöhe übrigens u.a. ein Minigolfplatz dort wo jetzt das "Ortszentrum" mit der Raika ist. Was sollen die Leut auch um 2 Euro lang auf Bahnen herumspielen die man doch alle 10 Jahre warten sollte, wenn man jetzt in der Zeit viel mehr beim Shoppen umsetzen kann...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: flow am September 15, 2011, 17:56:02

Vielleicht habens das damals auch so stilvoll eingeweiht wie hier (http://www.youtube.com/watch?v=iHXDpBV8E7E).


Hihi.  :lol:
Titel: Reininghaus-Areal an Konsortium verkauft
Beitrag von: Michael am Dezember 15, 2011, 15:42:02

Reininghaus-Areal an Konsortium verkauft

Das neue Konsortium will im neuen Jahr mit den Verhandlungen mit der Stadt beginnen. Die Steiermärkische Sparkasse soll bei der Entwicklung des Stadtteils eine führende Rolle spielen. Dass die Stadt selbst in das Projekt einsteigt, soll eine Option bleiben.
Die Gründe sollen an ein bislang nicht bekanntes Konsortium verkauft worden sein


Was wird aus dem 54 Hektar großen Reininghaus-Areal, dem neuen Stadtteil im Grazer Westen? Seit Mittwoch verdichteten sich die Gerüchte, dass die bisherige Entwicklungsgesellschaft Asset One das Areal verkauft haben soll. Die Steiermärkische Sparkasse soll bei der Entwicklung des neuen Stadtteils weiterhin eine führende Rolle spielen. Reininghaus-Eigentümer Ernst Scholdan wird bei dem Projekt allerdings nicht mehr mit an Bord sein.


Verkauft

Am Donnerstagnachmittag dann die offizielle Bestätigung: Das Unternehmen Asset One erlebt einen völligen Neustart. Ernst Scholdan verkauft seine Anteile und scheidet im Unternehmen aus allen Funktionen aus. Die neue Asset One befindet sich im Eigentum eines Investorenkonsortiums, welches von dem aus Graz stammenden Immobilienentwickler Alfred Müller angeführt wird. Müller entwickelte in den letzten Jahren Projekte in Südosteuropa und in Spanien.

Das neue Konsortium will nun im neuen Jahr mit den Verhandlungen mit der Stadt beginnen und dabei klären, wie es mit dem Reininghaus-Areal weiter geht. Dass die Stadt in das Projekt mit einsteigt, soll weiterhin eine Option bleiben.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2900441/reininghaus-areal-konsortium-verkauft.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am Dezember 16, 2011, 09:12:26
Die Stadt Graz muss unbedingt führend da einsteigen, sonst wird das alles eine städtebauliche Katastrophe, bei dem nur Rendite zählen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Dezember 16, 2011, 09:53:18

Die Stadt Graz muss unbedingt führend da einsteigen, sonst wird das alles eine städtebauliche Katastrophe, bei dem nur Rendite zählen.


Ja. Aber dann muß sie auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen und vor allem mit sich selbst ins reine kommen, was sie dort eigentlich will. Wenn wie bisher alle möglichen Köche nur ihren Senf dazugeben, dann wird es nur der übliche inhaltsleere Politikereintopf.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Commanderr am Dezember 16, 2011, 11:47:40

Die Stadt Graz muss unbedingt führend da einsteigen, sonst wird das alles eine städtebauliche Katastrophe, bei dem nur Rendite zählen.


Das ist ja leider bei allen Firmen so! Das sind die reinsten Ferengi (http://www.trekkiesworld.de/spezies/ferengi.html)!

(Für alle nicht StarTrek-Fans: Für die Spezies "Ferengi" ist das Lebensziel das Erzielen von Profit durch alle möglichen Geschäfte - egal wie. Sie leben ausschließlich nach ihren Erwerbsregeln (http://www.trekkiesworld.de/spezies/ferengierwerbsregeln.html).)

Für die handvoll Geld-Abstauber ist es ohnehin nur wichtig, viel Geld in kurzer Zeit zu machen! Glaubt wirklich noch jemand daran, dass denen die (strukturierte, vernünftig geplante) Stadtentwicklung wichtig ist? HAHAHAHA! NIEMALS! Was kümmert diese stinkreichen Leute, wer ihnen ein paar m² abkauft und was dort gebaut wird? Ich gehe mal davon aus, dass sich ein paar Autohäuser über zusätzliche Asphaltwüsten freuen werden. Damit bleiben dann auch Wohnqualität, Parks, Erholungsraum sowie eine Straßenbahnanbindung auf der Strecke!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 16, 2011, 13:34:16

Die Stadt Graz muss unbedingt führend da einsteigen, sonst wird das alles eine städtebauliche Katastrophe, bei dem nur Rendite zählen.


Ja, unbedingt! Ist ja schon länger meine Rede. Mem zukünftigen, neuen Stadtteil muss der Stempel durch eine ordentliche Raumplanung und eine ordentliche Durchmischung (Wohnung, Arbeiten, Einkaufen) aufgedrückt werden.

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Metro5 am Dezember 16, 2011, 17:31:24
Fragt sich nur, wie gelebter Raubkapitalismus und ach so verschuldete Staaten mit vorausdenkender Stadtplanung zusammengehen...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am Dezember 18, 2011, 12:07:47

Politik bangt um idealen Stadtteil

Nach dem Reininghaus-Deal: Stadt pocht auf den beschlossenen Rahmenplan, die neuen Eigentümer wollen sich aber nicht festlegen. Land verlangt strategische Umweltprüfung.

BERND HECKE, GERALD WINTER

Der Verkauf der Reininghaus-Gründe erwischte im Rathaus alle am falschen Fuß. Während am Mittwoch der Bau- und Raumordnungsausschuss tagte, ging die Meldung bei der Kleinen Zeitung online und sorgte unter den Mitgliedern für Verärgerung. ,,Es kann ja nicht sein, dass wir überhaupt nicht informiert werden", schimpfte SPÖ-Klubchef Karl-Heinz Herper.

Nach dem Schock setzt nun das Bangen ein. Was wird aus dem ,,idealen Stadtteil", von dem ja nicht nur Voreigentümer Ernst Scholdan, sondern die gesamte Stadtpolitik träumte? Alle Parteien stellen klar: Der beschlossene Rahmenplan ist die Bedingung für eine Entwicklung des 54 Hektar großen Areals - und entsprechende Umwidmungen, die eine Zweidrittelmehrheit im Gemeinderat brauchen.

Bernhard Astner sagt nur: ,,Wir sehen das neutral, alles Weitere werden wir bei den Verhandlungen mit der Stadt ab Jänner sehen." Astner ist der neue Vorstand der Asset One und damit Sprecher für den Immobilienentwickler Alfred Müller und jene vier Investoren, die im Hintergrund bleiben wollen. Sie wollen eine ,,langfristige Entwicklung im Interesse der Stadt".

Erst am vergangenen Montag hat der Gemeinderat die künftige Nutzung des Reininghaus-Areals im Stadtentwicklungskonzept 4.0 präzisiert und die Gebiete gemäß dem Rahmenplan als Wohn-, Büro-, Einkaufs-, Industrie- und Grünflächen ausgewiesen. ,,Da kann man schwerlich von Zufall sprechen, dass der Deal zwei Tage später öffentlich wird", sagt FPÖ-Chef Mario Eustacchio. Derzeit gilt für Reininghaus die Nutzung Gewerbegebiet.


Umweltprüfung

Das Land verlangt eine strategische Umweltprüfung. Es geht um die Frage, wie sich die geplante Neunutzung auf die Umwelt auswirkt. Denn: Durch das geplante Städtebauvorhaben, bei dem ja zusätzlich zu Industrie- und Büroflächen Wohnungen für 12.000 Menschen entstehen sollen, wird eine ,,teilweise Verschlechterung für die Themenbereiche Mensch/Gesundheit und Naturraum/Ökologie erwartet", wie es im Gemeinderatsstück heißt.

Quelle: Kleine Zeitung | Druckausgabe | 17. Dezember 2011
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Januar 06, 2012, 10:10:07
Reininghaus: Umweltbericht nun aufgelegt

Ab 16. Jänner ist Einsicht in Konzepte für Reininghausgründe möglich.

Die Erarbeitung des neuen Stadtentwicklungskonzeptes (STEK) für Graz tritt jetzt in eine entscheidende Phase. Im Zuge dessen wird nun der "Entwicklungsschwerpunkt Reininghaus" inklusive der strategischen Umweltprüfung und des Umweltberichtes aufgelegt und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Das STEK soll ja noch vor dem Sommer im Grazer Gemeinderat beschlossen werden.

In den Entwurf II des STEK, in dem schon die Einwendungen der ersten Auflagephase eingearbeitet wurde, kann vom 16. Jänner bis 13. Februar im Stadtplanungsamt, Europaplatz 20 (VI. Stock), Einsicht genommen werden. Und während dieser Zeit sind auch Einwendungen möglich, allerdings nur betreffend Änderungen im Zuge der Überarbeitung.

Gleichzeitig wird jetzt aber auch das ursprünglich ausgesparte Entwicklungskonzept für die Reininghausgründe als Ergänzung aufgelegt. Angeschlossen sind dabei die vom Land Steiermark geforderte strategische Umweltprüfung und der Umweltbericht zu Reininghaus. In einer Sonder-BIG, die dieser Tage in die Grazer Haushalte geflattert ist, werden die Grundzüge dieser Konzepte kundgemacht.

Einsicht nehmen in die Unterlagen "Entwicklungsschwerpunkt Reininghaus" kann man ebenfalls ab 16. Jänner, aber dann bis 12. März im Stadtplanungsamt (jeweils Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr). Eine öffentliche Bürgerinformation zu den Reininghausgründen findet am Dienstag, 14. Februar, ab 16 Uhr im Hotel Europa, Bahnhofgürtel 89 statt. Weitere Infos: www.graz.at/stadtplanung.
HANS ANDREJ

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2916440/reininghaus-umweltbericht-nun-aufgelegt.story
Titel: In zehn Jahren sollte Reininghaus entwickelt sein“
Beitrag von: Michael am Januar 22, 2012, 13:10:31

INTERVIEW

In zehn Jahren sollte Reininghaus entwickelt sein"

Herr Astner, Ihr Vorgänger in der Asset One hat sich für die Entwicklung von Reininghaus richtig Zeit gelassen, um Visionen zu wälzen. Wie ist Ihr Zeitplan?

BERNHARD ASTNER: Wir wollen die Gründe jetzt zwei Jahre lang ruhen lassen. In dieser Zeit wollen wir mit der Stadt den beschlossenen Rahmenplan für die Entwicklung im Detail für unsere Ansprüche verhandeln. Er ist für uns eine Basis, die wir weiterentwickeln müssen. Aber in zwei Jahren wollen wir zum Spaten greifen und mit der Entwicklung beginnen.

Wie lange braucht diese dann?

ASTNER: In zehn Jahren sollte Reininghaus entwickelt sein.

Unter den Visionen gab es den autofreien Stadtteil. Kommt er?

ASTNER: Wir setzen auf sanfte Mobilität, wollen eine Durchwegung für Räder und Autos auf gewisse Bereiche begrenzen und in Tiefgaragen verschwinden lassen. Aber autofrei - an diese Sozialromantik glaube ich nicht. Man kann doch nicht einen modernen Stadtteil mit einem Mobilitätskonzept des 19. Jahrhunderts entwickeln.

Geplant ist ebenfalls ein ,,Central Park". Bleibt es dabei?

ASTNER: Ob dieser genau in der Form kommt, wie er im Plan ist, kann ich noch nicht sagen, aber ein Park ist mitgeplant.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/g7/index.do
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Februar 22, 2012, 17:27:32
Eigentümer wollen Areal an die Stadt verkaufen

Die Investorengruppe will das 54-Hektar-Areal an die Stadt verkaufen - sonst wird zerstückelt. Im Rathaus spricht man von "Erpressung".
Soll die Stadt Reininghaus um rund 80 Millionen Euro kaufen oder nicht? Die Parteien sind gespalten

Die Stadt Graz und Reininghaus, das wird zur unendlichen Geschichte. Im Rathaus träumt man seit Jahren vom idealen, neuen Stadtteil im Grazer Westen, wo 12.000 Menschen wohnen könnten. Der Haken: Die 54 Hektar gehören nicht der Stadt, sondern wechselnden privaten Investoren.

Die Investorengruppe rund um Alfred Müller richtet nun ein unmoralisches Angebot an die Stadt: Entweder, so der Sprecher der Investorengruppe und Wirtschaftsanwalt Bernhard Astner, die Stadt kauft das Gebiet um 79,5 Millionen Euro oder man setzt den Rahmenplan nur zu 70 bis 80 Prozent durch. Das käme der Zerstückelung des Areals gleich. Das ist eine Horrorvision im Rathaus.

SPÖ-Chefin Martina Schröck sieht darin eine "Drohung", FPÖ-Chef Mario Eustacchio spricht von Erpressung. "Das hat vorher nicht funktioniert, das wird jetzt auch nicht funktionieren."

Bei der ÖVP bekundet man jedenfalls weiter Interesse: "Wir wollten es vor zwei Jahren kaufen, daran hat sich nichts geändert", so VP-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg. Aber es sei auch eine Option, Reininghaus zusammen mit Investoren zu entwickeln. Im Büro der grünen Vizebürgermeisterin betont man das Interesse, "das Areal gesamtheitlich zu entwickeln". Und: Die Grünen bringen erneut eine Bausperre ins Spiel, um das sicherzustellen.

GERALD WINTER

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Das sagen die Parteien


ÖVP-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg:
Wir haben weiter Interesse an einem Kauf. Aber es ist auch eine Option, etwas gemeinsam mit dem Eigentümer umzusetzen.

SPÖ-Chefin Martina Schröck:
Wir sehen im Moment weder die Notwendigkeit noch den Bedarf zum Kauf. Das ist ein zu großes finanzielles Risiko für die Stadt. Über die Raumordnung können wir ohnehin mitgestalten.

Vizebürgermeisterin Lisa Rücker: Wir haben großes Interesse, das Areal gesamtheitlich zu entwickeln. Wir sind bereit, zu verhandeln, aber es ist eine Frage des Preises.

KPÖ-Chefin Elke Kahr:
Wir sind gegen den Kauf. Diese vielen Millionen Euro hat die Stadt schlicht nicht.

FPÖ-Chef Mario Eustacchio: Wir lassen uns auf keine Erpressung ein. Ich bin gegen den Kauf, die Stadt war noch nie ein guter Immobilienentwickler.

BZÖ-Chef Gerald Grosz: Die Stadt soll Reininghaus kaufen. Sonst macht ein Privater den Gewinn und die Stadt muss die Aufschließungskosten zahlen.

GERALD WINTER

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Fair Verhandeln?

Jetzt spricht er es offen aus: Entweder kauft die Stadt die 54 Hektar Reininghaus-Gründe oder er verkauft einzelne Grundstücke extra. Er, das ist Bernhard Astner, Sprecher der neuen Reininghaus-Eigentümer.

Manche Politiker sehen darin eine "Erpressung" - und so ist es wohl auch gemeint. Mit dem Zerstückeln des Gebietes würde der Traum so vieler im Rathaus platzen:auf dem Reininghaus-Areal den idealen Stadtteil zu bauen.

Oder ist es nur ein Bluff der Investoren? Ja, sie könnten Grundstücke jederzeit als Gewerbegebiet verkaufen. Damit würden sie viel Geld verlieren: Nach einer Umwidmung in Wohngebiete ist das Areal deutlich mehr wert.

Für diese Umwidmung braucht es die Stadt. Anstatt leerer "Drohungen" (SPÖ-Chefin Schröck) braucht es faire Verhandlungen. Dann haben am Ende vielleicht beide etwas davon: die Investoren und die Stadt.

Sie erreichen den Autor unter

gerald.winter@kleinezeitung.at
GERALD WINTER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2953258/reininghaus-ein-unmoralisches-angebot.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Februar 23, 2012, 07:31:39
Nagl will Reininghaus

Noch vor dem Sommer soll der Kauf abgewickelt werden, so der ÖVP-Bürgermeister. Das könnte über einen Bürger-Fonds finanziert werden.

Es sind klare Sätze: "Stadtentwicklung soll die Stadt machen, das ist ihre ureigenste Aufgabe." Und: "Dass die Entwicklung durch Private nicht funktioniert, zeigen Beispiele wie die Triester Straße." Diese Sätze kommen nicht von der KPÖ, sondern von ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl.

Daher sagt Nagl auch: "Die Stadt sollte die Reininghausgründe kaufen. Sonst wird alles zugebaut und die Stadt muss im Nachhinein die Infrastruktur und einen Ortskern schaffen."

Nagl sieht drei Optionen für die 54 Hektar in Eggenberg. Erstens: Die Stadt kauft und entwickelt mit Privaten gemeinsam den neuen Stadtteil - als Eigentümer bestimmt aber die Stadt, wohin die Reise geht. Zweitens: Das Areal wird gestückelt, die Stadt kauft einzelne Grundstücke und versucht trotzdem, den beschlossenen Rahmenplan durchzusetzen - da befürchtet Nagl endlose Verhandlungen. Drittens: Es wird ein Bürger-Fonds gegründet, bei dem die Grazer in ihre eigene Stadt investieren können. "So etwas Ähnliches gibt es bereits, wenn Bürger einer Gemeinde gemeinsam eine Fotovoltaik-Anlage kaufen."

Gegen den Vorwurf, die Stadt erpressen zu wollen, wehrt sich Bernhard Astner, Sprecher der neuen Eigentümer der Reininghausgründe. "Im Gegenteil: Ich bin der Stadt im Wort, keine Maßnahmen zu setzen, die die Vision eines neuen Stadtteiles konterkarieren."

79,5 Millionen Euro

Und der Kaufpreis? "79,5 Millionen Euro, die die Stadt 2010 zahlen wollte, sind ein Richtwert", so Astner. Nagl will den Kauf bis Sommer über die Bühne bringen, die Grünen sind zu Verhandlungen bereit, Astner steht "Gewehr bei Fuß".
GERALD WINTER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2954240/nagl-will-reininghaus.story
Titel: Die Fakten zum Reininghaus-Deal
Beitrag von: Michael am Februar 25, 2012, 21:39:43

Die Fakten zum Reininghaus-Deal

Die Investorengruppe will das 54-Hektar-Areal verkaufen. Es könnte der größte Grundstücksdeal in der Geschichte der Stadt Graz werden. Die Antworten zum möglichen Millionenkauf.


1. Wemgehören die 54 Hektar großen Reininghausgründe jetzt eigentlich?

ANTWORT: Dem gebürtigen Grazer Immobilienentwickler Alfred Müller. Mit vier der Öffentlichkeit nicht bekannten Investoren im Hintergrund hat er im Dezember 2011 die Asset One-Gesellschaften von Ernst Scholdan übernommen.


2. Warum braucht es ein derart kompliziertes Firmenkonstrukt?

ANTWORT: Laut Wirtschaftsanwalt Bernhard Astner, der als Eigentümersprecher fungiert, ist das historisch so gewachsen. Die Brau-Union, von der Scholdanumkolportierte 300 Millionen Euro insgesamt 120 Hektar Grund gekauft hat, soll ihre Grundstücke über dieselbe Konstruktion verwaltet haben. Grund: So ist es besonders steuerschonend.


3. Wie viel Geld können die Reininghausgründe die Stadt kosten?

ANTWORT: 2010 hätte die Stadt 79,5 Millionen Euro noch gezahlt, heute kursiert im Rathaus eine Preisvorstellung zwischen 70 und 75 Millionen Euro.


4. Wie finanziert die Stadt so einen millionenschweren Deal?

ANTWORT: Es würde kaum Geld fließen. Die Asset One ist hoch verschuldet, die Stadt würde deren Verbindlichkeiten übernehmen. Der Grazer Schuldenstand (jetzt 1,055 Milliarden Euro) würde sichumdiesen Betrag erhöhen und damit würden auch die jährlichen Zinszahlungen steigen.


5. Warum will die Stadt die Reininghausgründe überhaupt kaufen?

ANTWORT: Um hier einen neuen Stadtteil zu entwickeln. Schwarz- Grün ist überzeugt: Das kann nur die Stadt und dazu müsse das Areal auch der Stadt gehören.


6. Wie viele Schulden haben die Asset-One-Gesellschaften genau?

ANTWORT: Durch die extreme Schachtel-Konstruktion (siehe Grafik) schwer zu sagen. Im Grundbuch hat die Investkredit Bank AG ein Pfandrecht über ?90 Millionen Euro (Teil-)Höchstbetrag" eingetragen. Laut Firmenbuch weist die "Asset One Projektentwicklungs GmbH" - hier liegen die Reininghausgrundstücke - Verbindlichkeiten über 79,1 Millionen Euro auf, die "Asset One Holding" über 13,5 Millionen Euro.


7. Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat die Stadt, ohne Eigentümer zu sein?

ANTWORT: Über Flächenwidmungsplan und Bebauungsplan kann die Stadt Privaten ihre stadtplanerischen Ideen vorschreiben.



Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2956404/fakten-zum-reininghaus-deal.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am März 01, 2012, 09:48:16
Im Juni sollen die Grazer abstimmen

Reininghaus: Zeitplan zur Bürgerumfrage fix. Zuvor müssen aber noch Fragen geklärt werden.

Je früher, desto besser, hieß es in der Vorwoche; jetzt drosselt die ÖVP das Tempo ein wenig. Im Juni, frühestens Ende Mai sollen die Grazer die Frage beantworten: "Soll die Stadt die Reininghausgründe kaufen - ja oder nein?" Dabei kommt erstmals das Modell der Bürgerumfrage zum Einsatz, das ÖVP und SPÖ im Vorjahr beschlossen haben (siehe Infobox).

Diesen Fahrplan haben gestern ÖVP-Chef Siegfried Nagl und SPÖ-Klubchef Karl-Heinz Herper fixiert. Einziger Haken: Damit der Fahrplan hält, müssen erstens noch einige offene Fragen geklärt werden - und zweitens müssen sich Stadt und Eigentümer Alfred Müller über den Kaufpreis einig werden.

Offen ist vor allem, wie sich die neue Steuer auf Umwidmungsgewinne auswirkt, die die Bundesregierung mit 1. April in Kraft setzt. Sollte die auch für die Reininghausgründe gelten, würde das einen Wertverlust des Areals bedeuten. Und: Was kommt bei der städtebaulichen UVP-Vorprüfung des Landes heraus?

Die anderen Parteien, also Grüne, KPÖ, FPÖ und BZÖ, bevorzugen weiter eine Volksbefragung, die laut ÖVP aber rund 700.000 Euro kosten würde. Die Grünen können sich vorstellen, die Bürgerumfrage "als zweitbeste Lösung" zu unterstützen.
GERALD WINTER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2959623/juni-sollen-grazer-abstimmen.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Michael am März 07, 2012, 19:07:27

Doppelseite aus der heutigen Ausgabe der Grazer Woche:

Eine Neustadt für rund 12.000 Leute

http://www.styria-mobile.at/media/forum/pdf/2012/3_3003_2012_10.pdf

Quelle: www.woche.at


Und natürlich tauchen Fragen auf:

Damit nicht der gesamte Verkehr über die  Kärntner Straße Richtung Reininghaus fährt, muss  man auch über neue Autobahnzubringer nachdenken.
Hat das jetzt nur indirekt mit Reininghaus zu tun oder ist da etwas größeres geplant? Ja doch keine Autobahn zu den Reininghausgründen. ::) Wäre natürlich schwer zu realisieren, und wenn, dann eh nur unter der Erde.

Interessant auch eine neue Verbindungsstraße von der Josef-Huber-Gasse zu den Reininghausgründen. Natürlich eine Voraussetzung. Gut, dass das Gelände mit Ausnahme der Tankstelle so gut wie nicht verbaut ist.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Empedokles am März 07, 2012, 20:25:56

Und natürlich tauchen Fragen auf:

Damit nicht der gesamte Verkehr über die  Kärntner Straße Richtung Reininghaus fährt, muss  man auch über neue Autobahnzubringer nachdenken.


Alles kein Problem! - Für den Straßenbau hat die Stadt Graz immer genug Geld.
Warum nicht gleich die Josef-Huber-Gasse mit der Autobahn verbinden? - Dazwischen haben sicher ein paar neue Kreisverkehre auch noch platz.
Das wird sogar sicher auch noch VOR dem Straßenbahnprojekt fertig.

LG, E.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Mai 15, 2012, 11:12:00
Reininghaus: BürgerInnenbefragung startet am 22. Juni

Der Fahrplan für die Befragung ist fix


"Soll die Stadt Graz die 52 Hektar Reininghausgründe kaufen, um dort einen nachhaltigen, ökologischen und lebenswerten Stadtteil organisiert entwickeln zu können?" Diese Frage soll den Grazerinnen und Grazern ab 22. Juni 2012 im Rahmen einer BürgerInnenbefragung gestellt werden, gab das Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl gestern nach Information aller Klubobleute der Gemeinderatsfraktionen bekannt.

Keine neuen Schulden für Reininghaus-Ankauf

Die Pro- und Kontra-Argumente für dieses Vorhaben sollen in den nächsten Tagen im Detail ausgearbeitet werden. Fragen rund um Kosten und Finanzierung dieser Großinvestition spielen eine wesentliche Rolle: "Wir wollen die Gesellschaft, die im Besitz der 52 Hektar großen Fläche ist, um 75 Millionen Euro erwerben", bestätigt Finanzstadtrat Dr. Gerhard Rüsch und betont dabei, dass "die Stadt keinerlei Haftungen oder weitere allfällige Schulden der Voreigentümer übernimmt und für diesen Ankauf auch keine neuen Schulden aufnimmt."

Der Fahrplan zur Befragung ist fix:

Ausformulierung bis 25. Mai 2012: Nach einer Einigung der Koalitionspartner ÖVP und Grüne wurden die Klubobleute über diesen Plan informiert. Damit startete auch die Formulierung aller Pro- und Kontra-Argumente, in die auch der BürgerInnenbeirat einbezogen wird. Diese Formulierungen werden im Stadtsenat am 25. Mai beschlossen.
Befragung von 22. Juni bis 1. Juli 2012: Zeitraum der BürgerInnenbefragung; Beteiligen sich mehr als 25.000 BürgerInnen, so ist das Ergebnis für die Koalitionsregierung bindend.
Gemeinderat am 5. Juli 2012: Das Ergebnis der BürgerInnenbefragung wird dem Grazer Gemeinderat zur weiteren Beschlussfassung vorgelegt.

Quelle: Stadt Graz (http://www.graz.at/cms/beitrag/10193778/4613098/)

Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: PeterWitt am Mai 16, 2012, 19:42:50
Selbst wenn dadurch keine neuen Schulden entstehen - wie Rüsch glaubhaft machen will (und was wohl eine Definitionsfrage ist, speziell wenn die Blase "Neuer Stadtteil" platzt) - wie sieht es dann mit den Kosten für die Entwicklung aus? Das wird wohl auch nicht ganz ohne Schulden gehen, denke ich...  ::)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Firehawk am Mai 16, 2012, 19:50:50
Was meinst du mit Kosten der Entwicklung?
Die Kosten für Planung und Organisation bekommt man durch die Grundstücksverkauf und die vorhergehende Widmungsaufwertung locker wieder herein.
Die Aufschließungskosten und Infrastruktur wären sowieso angefallen und von der Stadt (zum Großteil) zu tragen.

(Ich gehe davon aus, das die Stadt in den nächsten Jahren ähnlich weiterwachsen wird und daher eine Menge zusätzlicher Wohnraum notwendig ist).
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: PeterWitt am Mai 16, 2012, 22:36:31
So die Gemeinde selbst als Bauträger tätig wird, werden zuerst auch Finanzierungskosten anfallen, die erst über die Jahrzehnte wieder herein kommen - so nicht sozialer Wohnbau verwirklicht wird, bei dem wohl eher nicht der Profit im Vordergrund steht. Und wie gesagt, die Rechnung geht erst dann auf, wenn aus dem Projekt wirklich etwas wird  :-\
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Mai 30, 2012, 13:53:29
Uiii, das ist aber ein Paukenschlagerl - da geht dem schönen Siegi aber ordentlich die Muffe:

Schwarz-grüne Koalition geplatzt

Paukenschlag in Graz: Nach der "Reininghaus-Pleite" ließ der Bürgermeister am Mittwoch die schwarz-grüne Koalition platzen. "Wer nicht mit mir für Graz arbeitet, ist kein Partner für mich und die Grazer", erklärte Nagl.

Seit Wochen kämpfte der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) darum, eine Bürgerbefragung zum geplanten Kauf der Reininghaus-Gründe durch die Stadt politisch durchzubringen. Doch bekam er trotz mehrwöchiger Verhandlungen keine Mehrheit dafür.

Vom Koalitionspartner enttäuscht

Dass die Grünen unter Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker als Koalitionspartner ihn am Dienstag im Regen stehen haben lassen, hat das Fass nun zum Überlaufen gebracht. Mittwoch kurz nach 13.30 Uhr beendete Nagl die Koalition. "Wer nicht mit mir für Graz arbeitet ist kein Partner für mich und die Grazer", so Nagl bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Die Gründe für den Bruch laut Bürgermeister: Die Grünen sind nicht bei der Bürgerbeteiligung dabei. Auch das Thema Murkraftwerk und andere wirtschaftliche Probleme führten zu der Entscheidung. Dann legte Nagl nach und untermauerte in Richtung Ex-Partner: "Die Grünen sind als Partner auch in der Zukunft keine Option mehr."

Mit der Unterstützung der Grazer SPÖ unter Martina Schröck will Nagl es nun doch noch schaffen, die Bürgerbefragung wie geplant im Juni über die Bühne zu bringen. Zweites Thema dabei soll neben dem Reininghaus-Deal das Thema Umweltzone sein.
Thema Reininghaus

Die Grazer sollen - wie berichtet - ab 22. Juni entscheiden, ob die Stadt 52 Hektar Grund im Grazer Westen um rund 75 Millionen Euro von privaten Investoren übernehmen sollen. Die Stadt plant dort einen ökologischen neuen Stadtteil zu entwickeln, in dem bis zu 12.000 Menschen leben und arbeiten sollen.

Quelle: Kleine Zeitung

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Mai 30, 2012, 14:16:54
Ja da gehts um viel Geld, aber die andere große Partei springt ja helfend ein....  :P
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Mai 30, 2012, 14:20:38
War eigentlich logisch dass der Bürgermeister vor der Wahl die Zusammenarbeit mit den Grünen aufkündigt. Deren Politik ist ja beim ÖVP-Klientel recht unbeliebt und wäre für viele ÖVP-Wähler wohl ein Grund gewesen bei der Wahl zuhause zu bleiben.

Bezeichnend ist dass man das aufgrund der Umfrage aufkündigt. Die ÖVP wollte sich ja die Bürgerbeteiligung an die Fahnen heften, aber nachdem man lange nur sehr spärlich Informationen herausgegeben hat, hat man es bei der Befragung dann doch auf einmal eilig gehabt und wollte hier offenbar auch den Bürgerbeirat übergehen. Einerseits gut dass sich die Grünen das nicht gefallen haben lassen und andererseits traurig wenn man wieder sieht was die ÖVP unter Bürgerbeteiligung versteht. Beim STEK 4.0 hat man auch vorgegeben die Leute mitarbeiten zu lassen, doch die Fristen waren wieder mal so knapp gesetzt dass jemand der sich da erst einarbeiten muss keine Chance hat zu verstehen um was es da wirklich geht.


Ja da gehts um viel Geld, aber die andere große Partei springt ja helfend ein....  :P

Wieso, welche andere große Partei gibt's denn in Graz? ;)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Juni 05, 2012, 07:56:08
Reininghaus: "Karten auf den Tisch!"

Im heutigen Sondergemeinderat drängt die Opposition auf die Beantwortung offener Fragen zum geplanten Reininghaus-Kauf durch die Stadt. Ein Überblick über die brisantesten Punkte.

Der Zwist um die Bürgerbefragung zum 75 Millionen schweren Ankauf der Reininghaus-Gründe durch die Stadt hat die schwarz-grüne Koalition gesprengt. Heute tritt der Grazer Gemeinderat auf Antrag der Opposition zur Sondersitzung zusammen, um offene Fragen zu klären. Ein heißer Schlagabtausch ist garantiert. FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio: "Es müssen alle Karten auf den Tisch." Auch Grüne, KPÖ und BZÖ macht stutzig, warum die ÖVP von Bürgermeister Siegfried Nagl den Kauf noch vor dem Sommer durchdrücken will (Details siehe rechts). Hier die brisantesten Fragen:

Kaufpläne. "Warum soll die Stadt Reininghaus überhaupt kaufen und überlässt die Entwicklung nicht Privaten?", geht Eustacchio in die Offensive. KPÖ-Stadträtin Elke Kahr ergänzt: "Die Stadt kann ja über ihre Planungsinstrumente dafür sorgen, dass ein moderner Stadtteil nach ihren Vorstellungen entsteht." Profiteure. "Wer außer der Steiermärkischen Sparkasse profitiert von diesem Geschäft, bei dem die Stadt die Asset One mit einem 50- Millionen-Euro-Kredit bei der Steiermärkischen übernimmt und 24 Millionen Euro in die Asset One einbringen soll?", stößt Eustacchio nach. Kahr fragt nach den Investoren hinter dem neuen "Asset-One-Gesicht" Alfred Müller. Und Gerald Grosz (BZÖ) will wissen, ob "Nagl da Treuhandkonstruktionen im Hintergrund kennt?". Zinsrisiko. "Warum entlässt die Stadt die Bank auf Kosten des Steuerzahlers aus dem Risiko?", wundert sich Eustacchio: "Und wie hoch sind die jährlichen Zinsen für die Stadt?" Grundverkäufe. Die Opposition will außerdem eine Liste jener städtischen Grundstücke sehen, die nun verkauft werden müssen, um die 24 Millionen Euro Eigenkapital für die vom Rathaus zu übernehmende Asset One hereinzuspielen. Gesellschaft. FPÖ-Chef Eustacchio fordert auch völlige Transparenz bei der Asset One: "Ich frage mich schon, warum die Stadt durch den Kauf auch diese Gesellschaft retten soll. Da braucht es eine genaue Prüfung, ob dort nicht Leichen im Keller sind."
BERND HECKE

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3034778/reininghaus-karten-den-tisch.story
Titel: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Juni 22, 2012, 10:52:58
Reininghaus: "Eine Chance, die die Stadt nützen sollte"

Hintergrundinformationen zum Ankauf der Reininghaus-Flächen


Soll die Stadt Graz die brachliegenden Reininghaus-Gründe im Grazer Westen kaufen, damit weiterer Lebensraum in der Stadt geschaffen werden kann? Diese Frage stellt die Stadt ihren Bürger in den kommenden Wochen: Zwischen 29. Juni und 15. Juli findet wie angekündigt die Bürgerbefragung zum diesem Thema sowie zur Umweltzone statt.

Warum die Stadt diese 52 Hektar großen Liegenschaften erwerben soll, welche Vorteile dies hätte und wie ein ´Plan B´ aussieht, erklärte Bürgermeister Siegfried Nagl heute, 21. Juni 2012, im Rahmen eines Pressegespräches. Gemeinsam mit Finanzstadtrat Dr. Gerhard Rüsch und dem Generaldirektor der Steiermärkischen Bank, Dr. Gerhard Fabisch, legte der Bürgermeister die Details zum geplanten Ankauf offen.

Warum Reininghaus kaufen?

"Graz wächst sehr stark und wir müssen so oder so in der Stadt neuen Wohn- und Lebensraum mitsamt der notwendigen Infrastruktur schaffen", so Bürgermeister Siegfried Nagl, "in den vergangenen zehn Jahren hatten wir einen Bevölkerungszuwachs von 3.000 Menschen pro Jahr und dieser Trend, bestätigen die Experten, wird weiter anhalten." Erwartet wird auch für die kommenden Jahre ein Zuwachs von bis zu 2.000 Personen pro Jahr.
Die rund 516.000 Quadratmeter großen Flächen der ehemaligen Reininghaus-Brauerei liegen seit Jahrzehnten brach und sie sollen nach dem bereits vom Gemeinderat beschlossenen Rahmenplan künftig als Lebensraum für rund 10.000 Menschen dienen. "Dass eine Gemeinde Grundstücke bevorratet, ist auch keine Besonderheit, viele Kommunen wie beispielsweise Wien und Stuttgart kaufen und bevorraten Flächen selbst", betonte Nagl.

Grundstücke in Geld verwandeln

"Wir würden Geld in Grundstücke umwandeln, deren Wert in Zukunft deutlich steigen wird. Das Risiko ist dem entsprechend gering", bestätigte Finanzstadtrat Gerhard Rüsch. Die Reininghaus-Liegenschaften sind zur Zeit überwiegend als Industrieflächen ausgewiesen und könnten von der Stadt Graz zu einem Quadratmeterpreis von 145 Euro vom Eigentümer Asset One erworben werden. Der Gesamtkaufpreis beträgt 75 Millionen Euro, wovon 50 Millionen Euro durch eine hypothekarisch gesicherte Finanzierung der Steiermärkischen Sparkasse und 25 Millionen in bar aufgebracht werden würden. Für die Bar-Aufwendungen würde die Stadt Graz bestehende Liegenschaften verwerten.

Flächen auf- und verwerten

Da die Stadt Graz die Umwidmung der Liegenschaften - von Industrie- und Gewerbeflächen in höherwertiges Bauland - selbst in der Hand hat, würde der Wert der Liegenschaften rasch steigen. Erwartet werden daher Erlöse von bis zu 475 Euro für das Kerngebiet und 270 Euro für Wohngebiete. Den Erlös aus der Verwertung der Liegenschaften könnte die Stadt Graz im Unterschied zu privaten Investoren steuerschonend durchführen, indem den künftigen Eigentümern auch die Übernahme von Infrastrukturkosten vorgeschrieben werden. "Wir würden 24 Millionen für die Grundstücke in cash zahlen und nach zehn Jahren - je nach Prognosen - unterm Strich ein Plus von 30 bis 42 Millionen Euro erzielen", rechnete Finanzstadrat Gerhard Rüsch vor. Aus diesem Plus würden die Stadt Graz Infrastrukturmaßnahmen finanzieren, die in jedem Fall notwendig werden.

Wie schaut ´Plan B´ aus?

"Wenn die Grazer ´Nein´ zu Reininghaus sagen, wird die Stadt die Flächen nicht ankaufen, diese werden dann an private Investoren verkauft und diese werden davon auch profitieren", antwortete Bürgermeister auf die Frage nach dem ´Plan B´. Auf den Kosten für die dennoch notwendigen Infrastrukturmaßnahmen - seien es Straßenbahn, Parks oder Schulen - würde die Stadt dann alleine sitzen bleiben. "Es gibt bei allen Projekten natürlich ein Risiko, aber dieses ist in diesem Fall sehr gering", bestätigte auch der Generaldirektor der Steiermärkischen Sparkasse Dr. Gerhard Fabisch. Die Steiermärkische Sparkasse würde in Zukunft vier Prozent der neuen Gesellschaft, die die Gründe besitzt, halten. "Wir sind eine Kundenbank, die Finanzprodukte wie Girokonten, Kredite und dergleichen verkauft und haben natürlich ein Interesse an einer guten Entwicklung in Graz. Deswegen sind wir hier mit an Bord, wenn aber die Stadt irgendwann sagt, wir sollen auf unseren Anteil verzichten, würden wir natürlich aussteigen. Wir sind Investoren, aber sicher keine Spekulanten", so der Chef der Steiermärkischen.

Quelle: Stadt Graz (http://www.graz.at/cms/beitrag/10195208/4639440/)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kroko am Juni 22, 2012, 14:05:00
Ich würd gern mal ein Buch machen in dem immer am linken Blatt eine Architekten-Visualisierung eines Projekts und rechts das dann tatsächlich Gebaute zu sehen ist. Meistens hat das nichts miteinand zu tun; links ätherische Bauten, nach oben hin mit dem Himmel verschmelzend, im Abendsonnenschein von schönen Menschen umstanden, und rechts dreckiger Beton und dreckiges Glas, von dreckigen Autos umgeben. Wieso sollte es in Reininghaus anders sein?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Viator am Juni 22, 2012, 14:38:48
Ergänzen könnte man noch: Bäume und anderes Grünzeug, das oft in Präsentationsbilder geschickt hineinplatziert wird, um Beton-Eintönigkeiten oder einfach architketonische Wüste zu kaschieren und dem Betrachter damit Buntheit und Kreativität zu suggerieren.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am Juni 22, 2012, 22:21:08
ätzt nur weiter....
mich würd ja interessieren, wie eure perfekten Bauten aussehen würden....
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kroko am Juni 22, 2012, 22:47:06
Es geht überhaupt nicht drum, wie meine perferkten Bauten aussehen würden, sondern darum dass andauernd mit völlig unrealistischen Visualisierungen Bauernfängerei betrieben wird. Ein aktuelles Beispiel ist das Haus in der Morellenfeldgasse, das unlängst renoviert wurde und mit wunderschön sonnigen Visualisierungen beworben wurde, obwohl den Verantwortlichen klar sein muste dass am selben Grundstück ein weiterer Neubau hochgezogen wird, der die Reize des älteren Hauses weitgehend ruiniert (ein paar Monate nach Ende des Umbaus des alten Hauses wurde eben der Neubau der zweiten Hauses am Grundstück begonnen). Ist das nicht eine Verarsche allerersten Grades?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: PeterWitt am Juni 23, 2012, 02:50:09

Es geht überhaupt nicht drum, wie meine perferkten Bauten aussehen würden, sondern darum dass andauernd mit völlig unrealistischen Visualisierungen Bauernfängerei betrieben wird.

:one:

Anderes Beispiel dazu: der Sonnenfelsplatz, der ja in der Visualisierung tatsächlich interessant bunt war. Denke nicht, dass der Entwurf gesiegt hätte, wäre er realistisch eine graue Betonwüste gewesen  :-[

Aber bei Reininghaus ist alles anders: unser aller Sargnagl wird schon dafür sorgen, dass alles so wird wie versprochen, und dass alle Fakten 120% stimmen, die momentan täglich in zig Aussendungen und Inseraten preisgegeben werden  >:D

Vor allem auf das Gebäude auf Seite 17 rechts oben bin ich gespannt:
http://graz-sz.at/index.php?option=com_flippingbook&view=book&id=7:ausgabe-4-21-06-2012&catid=2:meine-stadtzeitung-2012&Itemid=281 (http://graz-sz.at/index.php?option=com_flippingbook&view=book&id=7:ausgabe-4-21-06-2012&catid=2:meine-stadtzeitung-2012&Itemid=281)
Was liegt da wohl unter den ganzen Wohnungen, die da ja scheinbar auf einem nicht existierenden Hügel gebaut wurden? Ein Friedhof für all die leeren Versprechen?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Deadlocked am Juni 23, 2012, 06:30:09
Den wollte ich auch schon erwähnen, hab mich gestern dann aber zurückgehalten, nachdem es ja schon einige Diskussionen in der Richtung gab, aber egal :)
Beim Sonnenfelsplatz kommt noch dazu, dass die Verkehrsteilnehmer durch das Einheitsgrau (das für Unwissende eher ausschaut wie eine 10x ausgebesserte Asphaltstraße) auch zu wenig auf die besondere Situation hingewiesen werden. Sicher funktioniert der Platz auch so erstaunlich gut, aber für so ein Vorzeigeprojekt so einen Pfusch durchgehen lassen kann verstehe ich wirklich nicht.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: zweitervondrei am Juni 26, 2012, 09:40:32
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3051478/reininghaus-klartext-arena.story

Achtung Termin ist heute.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Juni 28, 2012, 09:38:26
Hier ein Prüfbericht des Stadtrechnungshofes - auch zum Thema "Reininghau" (deshalb stell´ ich es mal hier rein ...): http://www.graz.at/cms/dokumente/10195538_1618648/c0238f60/Stadtrechnungshof_Pressemitteilung-26-06-2012.pdf

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Dan am Juni 28, 2012, 14:57:35
Wird eigentlich auch die Verwendung des Areals als "grüne" Lunge, bzw. als "Stadpark westlich der Mur" angedacht? Gerade so etwas könnte Graz ja gut gebrauchen. Liegt ja auch im halbwegsen Zentrum und wäre IMO eine sehr gute Verwendung des Areals. Wohnngen kann man auch in Richtung Süden pflastern. Oder Richtung Norden. Aber solch eine Chance sollte man sich nicht entgehen lassen, oder?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Juni 28, 2012, 15:07:22
Der Plan ist ja wohl, da nicht nur wohnen, sondern auch Arbeiten, Schule, Einkaufen zu kombinieren (wird bei der geplanten Bebauung eh notwendig sein) und ein großer Park (und insgesamt viel Grün) würde da für mich auch dazu gehören ...

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Dan am Juni 28, 2012, 17:02:30
Tja, ich meine nicht viel Grün, sondern fast ausschließlich grün. Und da ne Straßenbahn durch, die sich harmonisch einfügt in die Parklandschaft. Damit endlich in den westlichen Murufer-Süden eine Bim kommt.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Juni 29, 2012, 01:39:10

Ich würd gern mal ein Buch machen in dem immer am linken Blatt eine Architekten-Visualisierung eines Projekts und rechts das dann tatsächlich Gebaute zu sehen ist. Meistens hat das nichts miteinand zu tun;

Kannst Du auch gern in die Graz-Wiki stellen. :)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Empedokles am Juni 29, 2012, 07:31:54


Ich würd gern mal ein Buch machen in dem immer am linken Blatt eine Architekten-Visualisierung eines Projekts und rechts das dann tatsächlich Gebaute zu sehen ist. Meistens hat das nichts miteinand zu tun;

Kannst Du auch gern in die Graz-Wiki stellen. :)


Ja, das ist eine sehr gute Idee!    :one:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Juni 29, 2012, 07:54:47

Wird eigentlich auch die Verwendung des Areals als "grüne" Lunge, bzw. als "Stadpark westlich der Mur" angedacht?


Übermäßig viel Grün wird es wohl nicht geben. Du mußt bedenken, in Eggenberg bist du binnen weniger Minuten im Wald, Schloßpark usw.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: PeterWitt am Juni 29, 2012, 09:00:41
Der liebevoll (und etwas gigantomanisch) genannte "Central Park" soll etwa halb so groß werden wie der Augarten, also im Verhältnis zur Projektgröße eine bessere Hundewiese  :-X
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Dan am Juli 11, 2012, 07:51:35


Wird eigentlich auch die Verwendung des Areals als "grüne" Lunge, bzw. als "Stadpark westlich der Mur" angedacht?


Übermäßig viel Grün wird es wohl nicht geben. Du mußt bedenken, in Eggenberg bist du binnen weniger Minuten im Wald, Schloßpark usw.


Naja, aber sobald Graz weiterwächst, ist das nicht mehr gegeben. Außerdem, was spricht denn gegen mehr Grün in der Stadt? Und der Schloßpark ist ja nicht so weitläufig. Nein, wenn schon, das ganze Areal, teils verwildert, teils in Richtung Park. Das wäre doch mal was, auch als Naherholungsgebiet. Wohnungen bauen könnte man auch in Richung Süden oder Norden.

Außerdem ist das sowas wie eine einmalige Chance, Grün in die Stadt zu bringen. Später geht das nicht mehr.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am September 25, 2012, 10:21:28
"Der Türöffner für Reininghaus"

Die Landeszentrale des ÖAMTC wird ab Frühjahr 2013 als erstes Projekt auf den Reininghausgründen errichtet. Eröffnung im Frühjahr 2015.


(http://static3.kleinezeitung.at/system/galleries_520x335/upload/7/5/0/3125224/oeamtc_726250912.jpg)
Entlang der Alten Poststraße wird dreistöckig gebaut.
(Foto © ÖAMTC)


Schon lange bevor die Grazerinnen und Grazer bei der Befragung im Juli dem Kauf der Reininghausgründe durch die Stadt Graz ihre Zustimmung versagten, hatte sich der ÖAMTC Flächen in der Größe von 26.000 m² im Eck Friedhofgasse/Alte Poststraße für seine neue Landeszentrale gesichert. Seit Kurzem gibt es auch die Baubewilligung für dieses Projekt. Bürgermeister Siegfried Nagl und Baudirektor Bertram Werle sehen in diesem Vorhaben einen "Türöffner für die weitere Entwicklung des Stadtteils Reininghaus".

Jenseits der 30 Millionen Euro werde die Investition betragen, verrieten Landespräsident Bruno Wakonig und Landesdirektor Paul Fernbach vom ÖAMTC bei der gestrigen Präsentation des Projekts. Neben der Landeszentrale und zwei Prüfhallen sei auch ein Büro- und Geschäftsgebäude mit vermietbaren Flächen vorgesehen. "Dazu gibt es viel Grün", so Fernbach, "über 4000 m² allgemeine Grünfläche und rund 6000 m² begrünte Dachfläche." Mit der Nutzung von Erdwärme und dem Bau einer Fotovoltaik-Anlage werde man energieautark sein, verweist Wakonig auf den ökologischen Faktor.

Das Projekt entspreche voll dem 2010 beschlossenen Rahmenplan für Reininghaus, versichert Baudirektor Werle. Als nächstes Projekt könnte die Verbauung der Flächen zwischen der Reininghausstraße und der GKB-Trasse in Realisierung gehen, berichtet Nagl. Für dieses Areal mit dem Arbeitstitel "Die Linse" gebe es schon einen Bebauungsplan, für den der Schweizer Architekt Roger Diener die Grundlagenplanung lieferte. Nagl: "Die Asset One verhandelt mit Investoren. Und wir verhandeln mit ihr über die Sicherung der Grünflächen."

HANS ANDREJ

Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3125224/tueroeffner-fuer-reininghaus.story)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 25, 2012, 11:56:33
Die Aussage, dass die Stadt mit Asset One über Grünflächen verhandelt, verheißt nichts Gutes!

Es wäre besser, die Stadt hätte da die komplette Kontrolle über das Projekt ...

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Amon am September 25, 2012, 13:21:53
Der ÖAMTC als erster in Reininghaus. Wenn das kein böses Omen für den neuen "Öko-Stadtteil" ist....  ;D
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am September 25, 2012, 14:00:01
Da gab's doch eine Abstimmung und die besorgten Bürger wollten das doch. Die werden doch gewußt haben, warum es geht. (bruhahaha!)
LG! Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: urbanite am September 25, 2012, 14:37:35
Haut einen nicht vom Hocker aber ist wenigstens ein Beginn...
Hoffe die Stadt besteht auf einen Bebauungsplan fuer das Ganze damit es dort nicht auschaut wie in Strassgang oder Puntigam etc-> Ohne Plan in der Gegend verstreute Gebaeude ohne Bezug zu einander und so gut wie kein oeffentliches Gruen abseits von Mur und Plabutschhuegelgkette etc.  :hammer:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Viator am September 25, 2012, 20:04:02

Hoffe die Stadt besteht auf einen Bebauungsplan fuer das Ganze damit es dort nicht auschaut wie in Strassgang oder Puntigam etc-> Ohne Plan in der Gegend verstreute Gebaeude ohne Bezug zu einander


Danke! Du sagst es.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am September 25, 2012, 22:15:44

Der ÖAMTC als erster in Reininghaus. Wenn das kein böses Omen für den neuen "Öko-Stadtteil" ist....  ;D


Tja... Was mir bei den ganzen Sachen nicht gefällt: Die Firmen wandern irgenwohin wo sie viel Platz haben un ddie Fußwege werden immer weiter. Zugegeben ist ein ÖAMTC für Autos da, und somit ist es da eigentilch egal. Aber es ist wieder mal bezeichnend... Die alte Filiale direkt an der Straßenbahn und die neue irgendwo im nirgendwo wo man als Fußgänger nur über Wege hinkommt die einem endlos erscheinen.


Da gab's doch eine Abstimmung und die besorgten Bürger wollten das doch. Die werden doch gewußt haben, warum es geht. (bruhahaha!)


Was wollten sie? Ich denke am ehesten wollen sie, dass die Stadt mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln eingreift und nicht den Bürgern erklärt dass man dazu dubiose Geldverschiebungen braucht um das zu erreichen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 25, 2012, 22:18:20

Was wollten sie? Ich denke am ehesten wollen sie, dass die Stadt mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln eingreift und nicht den Bürgern erklärt dass man dazu dubiose Geldverschiebungen braucht um das zu erreichen.


Von "dubiosen Geldverschiebungen" zu sprechen ist ein bisserl übertrieben. Problem ist halt, dass die Stadt nicht mehr 100%ig Herr Lage sein kann ...

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am September 25, 2012, 22:19:26

Von "dubiosen Geldverschiebungen" zu sprechen ist ein bisserl übertrieben. Problem ist halt, dass die Stadt nicht mehr 100%ig Herr Lage sein kann ...

Wenn sie wollte könnte sie schon.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am September 26, 2012, 08:18:35

Der ÖAMTC als erster in Reininghaus. Wenn das kein böses Omen für den neuen "Öko-Stadtteil" ist....  ;D


Das paßt schon. Gerade in diesem Winkel der Reininghausgründe, in unmittelbarer Nachbarschaft von Friedhof, Stahlwerk, Großhandel und Eisenbahn, wird ohnehin niemand wohnen wollen. Und so wird das Grundstück eben als Gewerbegebiet, als das es ja gültig  gewidmet ist, genützt. Dort findet weder Ökoirgendwas noch die Selbstverwirklichung von Architekten, Stadtplanern und Politikern statt.

Der Bereich der alten ÖAMTC-Zentrale ist aber durchaus für Wohnbebauung geeignet.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am November 01, 2012, 01:54:51
Das wird Nagl bei der Wahl zugute kommen:

Parteiübergreifender Schulterschluss: Grünes Licht für Reininghaus

Gründe werden umgewidmet - Stadt kann Infrastruktur finanzieren


Mit einem parteiübergreifenden Schulterschluss und Durchbruch in Sachen Reininghaus - und das drei Wochen vor der Wahl - ließen heute vier Stadtpolitiker aufhorchen. Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP), Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne), Wohnungsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) und BZÖ-Listenführer Gerald Grosz traten gemeinsam vor die Presse, um ihre Übereinkunft in Bezug auf die geplante Umwidmung der Reininghaus-Gründe zu verkünden. Mit dabei waren der Vertreter des derzeitigen Eigentümers asset one, Dr. Bernhard Astner sowie Ing. Johannes Geiger, Direktor der Wohnbaugenossenschaft GWS.

Plan B für Reininghaus

Das Ziel des gemeinsamen Vorhabens: In der Gemeinderatssitzung am 8. November wird eine breite Mehrheit die Grundlage für die Änderung der Flächenwidmung beschließen. Ein Großteil des Gebietes Graz-Reininghaus wird von derzeitigem Gewerbegebiet in höherwertiges Kern- und Wohngebiet umgewidmet. "Das ist der Plan B für Reininghaus, den ich nach der Bürgerbefragung angekündigt habe", freute sich Bürgermeister Nagl, "denn die Stadt Graz wird durch die erfolgreich geführten Verhandlungen mit der asset one von den Grundstücksaufwertungen stark profitieren. Rund 15 bis 20 Millionen Euro lukrieren wir aus den Aufwertungsgewinnen, sodass wir den Bau der Infrastruktur finanzieren können."

Kostenlose Flächen für die Stadt

Nachdem im heurigen Juli 67 Prozent der Grazer einen Ankauf der Liegenschaften durch die Stadt abgelehnt haben, waren intensive Verhandlungen mit dem Eigentümer asset one geführt worden. Nun liegt eine Vereinbarung vor, wonach öffentliche Grünflächen in der Größe von 65.000 Quadratmetern sowie Verkehrsflächen im Ausmaß von 89.000 Quadratmetern kostenlos in das Eigentum der Stadt Graz übergehen. Zudem beteiligt sich die asset one, die die Liegenschaften an Genossenschaften und Immobilienentwickler verkaufen wird, an den Infrastrukturkosten: Vereinbart sind, dass je 30 Euro pro Quadratmeter Bruttogeschoßfläche an die Stadt fließen - das sind nach derzeitigen Berechnungen rund 15 bis 20 Millionen Euro.

Breiter Konsens

Zur öffentlichen Auflage der geplanten Umwidmung gibt es parteipolitisch breite Akzeptanz im Gemeinderat: "Die Grünen stimmen hier zu, weil die Frei- und Grünflächen gesichert sind und man mit dem Geld, das die Stadt erhält, auch Maßnahmen wie eine Gebietsbetreuung finanzieren kann", erklärte Vizebürgermeisterin Lisa Rücker. Man sei nicht euphorisch, aber optimistisch, betonte Wohnungsstadträtin Elke Kahr, deren Fraktion das Stück befürwortet, weil Grundstücke für sozialen Wohnbau realisiert werden. Die Zustimmung des BZÖ zur öffentlichen Auflage der Flächenwidmung signalisiere, so Gemeinderat Gerald Grosz, dass die Vernunft in dieser Sache gesiegt habe. Nicht ausgemacht sei damit aber, dass dies auch ein OK für Folgebeschlüsse bedeute, denn hier müsse noch im Detail verhandelt werden. Dem geplanten Gemeinderatsstück wird voraussichtlich auch die SPÖ zustimmen.
Mit der Flächenumwidmung ist die erste Weiche für die Entwicklung eines neuen Stadtplans gestellt, offen sind dann noch die konkreten Bebauungspläne sowie die Aufhebung des Aufschießungsvorbehalts.

Quelle: Stadt Graz (http://www.graz.at/cms/beitrag/10201848/4787419/)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Februar 27, 2013, 09:39:39
Schon halb Reininghaus ist verkauft

Das 20.000 m2 große Filetstück mit dem Altbestand ging an einen Grazer Entwickler. Bis Juni ist die Hälfte des gesamten Baulands verkauft. Der Gemeinderat soll am Donnerstag die Umwidmung beschließen.

Teile vom Reininghaus-Areal sind bereits verkauft

Seit Jahren sind die 52 Hektar großen einstigen Brauerei-Gründe im Grazer Westen - vor allem von den Investoren, die sie von der Brau-Union einst übernommen haben -, zu dem Hoffnungsgebiet für eine visionäre Stadtteilentwicklung hochstilisiert worden. Jetzt wird man sehen, welche Visionen Realität werden. Denn die im Vorjahr vom Grazer Immobilienprofi Alfred Müller übernommene Asset One geht nun voll in die Verwertung. Schon am Donnerstag könnte der Gemeinderat die Umwidmung des Areals auf Basis des mit der Baudirektion entwickelten Rahmenplans beschließen.
Genossenschaften am Zug

Asset-One-Geschäftsführer Bernhard Astner will laufende Verhandlungen "nicht öffentlich kommentieren". Hinter den Kulissen hört man aber, dass die Verkaufspläne schon weit gereift seien. Gerade soll das 20.000-Quadratmeter-Filetstück mit dem teils denkmalgeschützten Altbestand an einen Grazer Entwickler verkauft worden sein, bis Juni dürfte die Hälfte (in etwa 20 Hektar) des künftigen Baulandes veräußert sein. Der Großteil davon liegt an der Wetzelsdorfer Straße, wo von namhaften steirischen Wohnbaugenossenschaften Siedlungen errichtet werden.

Zuvor braucht es freilich die Umwidmung, die nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Gemeinderat möglich ist. Doch der von Bürgermeister Siegfried Nagl vor der Grazer Wahl mit der Asset One ausgehandelte Deal fand ja einstimmige politische Unterstützung.

Das sind die Eckdaten des Vertrags, der parallel zur Umwidmung beschlossen werden soll: Die Asset One überträgt der Stadt Grundstücke für Park-, Sport- und Grünanlagen sowie Straßen zur Erschließung im Ausmaß von 15,4 Hektar. Die Stadt erhält von der Asset One darüber hinaus 30 Euro pro bewilligtem Quadratmeter Bruttogeschoßfläche in Reininghaus, hochgerechnet macht das rund 20 Millionen Euro an Infrastrukturkostenbeitrag aus. Die Stadt rechnet übrigens mit 25 Millionen Euro an Kosten für die unmittelbare Erschließung des Areals. Inklusive möglicher Bahn-Unterführungen und der politisch nun eher umstrittenen Straßenbahn-Anbindung (Linie Südwest) betragen die Kosten aber bis zu 140 Millionen Euro.

Die Grundstücksübertragung und der Infrastrukturkostenbeitrag werden nun über Einträge ins Grundbuch sichergestellt, damit diese mit der Asset One vereinbarten Pflichten auch auf Liegenschaftskäufer übergehen. Im Rathaus rechnet man damit, dass noch heuer die ersten Baumaschinen in Reininghaus auffahren werden.
BERND HECKE


Reininghaus-Gründe


1853: Johann P. Reininghaus kauft das Mauthaus am Steinfeld, um Bier herzustellen.

1944: Die Nazis fusionieren die Brauerei mit jener in Puntigam, die die Produktion übernimmt.

2004 kauft Heineken die Brau-Union samt Reininghaus. Ernst Scholdan erwirbt 78 Brauerei-Gründe um 238 Millionen Euro (darunter Reininghaus), um mit Asset One einen Stadtteil zu entwickeln. Den Investoren geht die Luft aus. Die Stadt will das Areal kaufen, der Deal platzt.

2010: Scholdan will um 90 Millionen Euro ans Petruswerk verkaufen. Auch dieser Deal platzt.

2011: Grazer Investoren übernehmen die Asset One, nun beschließt Stadt die Umwidmung.

Grafik (http://www.kleinezeitung.at/system/galleries/upload/0/5/3/3255339/2013-02-27-Reininghaus.jpg)

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3255339/schon-halb-reininghaus-verkauft.story
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am März 08, 2013, 09:05:24
Ein Einser für Grazer Bauprojekt

Noch ist das Projekt Reininghaus Süd im Stadium des Rohbaus. Trotzdem heimste das "Haus der Zukunft" die erste Auszeichnung ein. Der Bürgermeister sieht es als Leitprojekt für Reininghaus.

Na gut! Der Rohbau hat ja schon Formen angenommen. Aber es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Bauprojekt nur in höchsten Tönen gelobt wird, lange bevor der erste Nutzer eingezogen ist. Bei der Geschäfts-, Büro- und Wohnanlage Zentrum Reininghaus Süd ist das der Fall. So wurde das Projekt gestern mit der TQB-Zertifizierung ausgezeichnet.

TQB steht für "Total Quality Building", was so viel wie Bauwerk mit höchster Qualität bedeutet. Claudia Dankl von der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) sprach bei der Überreichung der Urkunde an den Bauherrn Martin Partoll von der Aktiv Klimahaus GmbH von der "Königsdisziplin". Da gebe es ganz strenge Kriterien und nur wenige Projekte würden sich als "würdig" erweisen.

Geplant wurde dieses Projekt in Passiv-Holzbauweise und zukunftsweisenden Energiekonzepten vom Architekturbüro Werner Nussmüller. "Aber dabei waren wir auf viele Partner angewiesen, von verschiedenen Abteilungen der Stadt Graz bis hin zu mehreren Instituten der TU Graz", betont Nussmüller.

Für Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Baudirektor Bertram Werle ist dieses "Haus der Zukunft" das "Leitprojekt und die Initialzündung für die nachhaltige Entwicklung des Stadtteils Reininghaus". Man sei auf einem guten Weg zu einem energieautarken und emissionsarmen Stadtteil. Nagl verweist darauf, dass ja auch nördlich davon, auf dem Areal der Hummelkaserne, ein Pflegeheim und Gemeindewohnungen mit ähnlicher Ausrichtung entstehen.
HANS ANDREJ

Quelle:http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3262200/ein-einser-fuer-grazer-bauprojekt.story




VON uns gibts einen FÜNFER für die Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Juni 11, 2013, 06:29:26
Die Marienhütte wird Reininghaus beheizen

"Power Tower" soll im Mittelpunkt eines innovativen Energiemodells stehen.


Für das Grazer Stahlunternehmen Marienhütte ist die Nutzung der Abwärme kein Neuland. "Wir sind aber stolz darauf, dass wir jetzt gemeinsam mit der Energie Graz dieses innovative Energiemodell für den neuen Stadtteil Reininghaus mitentwickeln dürfen", erklärt Marienhütte-Geschäftsführer Markus Ritter.

Kernpunkt dieses Modells ist die Nutzung der Abwärme, die mit Solarstrom betriebenen Wärmepumpen aufbereitet und dann über ein Niedertemperatur-Nahwärmenetz verteilt wird. Ein zentrales Element wird der Lechthaler Silo als "Power Tower" sein, der aufgrund seines riesigen Volumens für die Energiespeicherung prädestiniert ist. Die Außenfassade wird zur Gänze als Photovoltaik-Kraftwerk genutzt. Dazu könnte Photovoltaik auf Reininghaus-Objekten platziert werden.

"Mit diesem System können wir 10.000 Wohnungen mit Heizung und Warmwasser versorgen", versichern Heigl und Ressi. Und bei Bedarf auch mit Nahkälte dienen.

Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3331399/marienhuette-reininghaus-beheizen.story)

Reichlich sparsamer Artikel. Bitte, wer weiß schon, was der ,,Lechthaler Silo" ist? Nicht einmal ich als Bezirksbewohner wußte das. In der Printausgabe ist wenigstens eine Photomontage ...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Juni 11, 2013, 07:05:41
Die Art der Heizung ist jetzt schon bekannt, weiß man auch schon, wann die erste Straßenbahnlinie hinfährt?  8)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Commanderr am Juni 11, 2013, 09:40:07

weiß man auch schon, wann die erste Straßenbahnlinie hinfährt?  8)

Wenn wir Pech haben vielleicht erst nach 2024, wenn dann unsere Straßenbahnausbau-Verhinderer in Pension gehen "dürfen".
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Bim am Juni 11, 2013, 12:53:30

Wenn wir Pech haben vielleicht erst nach 2024, wenn dann unsere Straßenbahnausbau-Verhinderer in Pension gehen "dürfen".


Wer zählt denn dazu?!  ;D
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Commanderr am Juni 11, 2013, 14:42:53


Wenn wir Pech haben vielleicht erst nach 2024, wenn dann unsere Straßenbahnausbau-Verhinderer in Pension gehen "dürfen".


Wer zählt denn dazu?!  ;D

Vorallem ein "falscher Fünfziger"! Mehr helf ich jetzt aber nicht!  :ätsch:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: urbanite am Juli 04, 2013, 11:37:33
(Habe gerade gesehen das "Bim" schneller war  ;D lass es trotzdem stehen da ueber Reininghaus Areal ) [Wenn Martin/Michael anderer Meinung sind - ich bin nicht beleidigt wenns geloescht wird  ;)]
Auschnitt aus Artikel von der Kleinen Zeitung:

Zitat
Verkehrspaket Reininghausgruende:
"Mehr als 40 Punkte hat der Gemeinderat heute in der letzten Sitzung vor der Sommerpause abzuarbeiten. Ein zentrales Thema: Reininghaus. Seit die Landesregierung in der Vorwoche die ersehnten Umwidmungen absegnete, stieg der Wert des Areals um geschätzte 30 Millionen Euro. Zu den Kaufinteressenten, das ist kein Geheimnis, zählen Bürgermeister Siegfried Nagl beziehungsweise Stadtrat Gerhard Rüsch (VP). So will die Stadt ein rund 17.100 m2 großes Grundstück erwerben, um dort eine Schule (acht Klassen) zu errichten. Der Grundstückspreis liegt bei 5,3 Millionen Euro. Haken: Knapp ein Fünftel der Fläche wird nicht für die Schule, sondern für den Anschluss an die geplante Unterführung der Wetzelsdorfer Straße verwendet.
Für Karl Dreisiebner (Grüne) ein "Unfug". Kostbares Bauland dürfe nicht zur Verkehrsfläche werden. Die Unterführung würde in das Verkehrspaket gehören. Die Planung dieser Unterführung ist tatsächlich im Verkehrspaket (siehe unten).
Tatsache ist: Das Stadtparlament stellt heute mit der Freigabe von 6,5 Millionen Euro (bis 2016) auch die Weichen für die Verkehrserschließung der Reininghausgründe. "Dieses Geld ist aber vorwiegend für Planungen", so Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio (FPÖ). Darunter fällt etwa die Planung einer Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 (derzeit bis Laudongasse) von der Alten Poststraße bis zur Peter-Rosegger-Straße. Eustacchio: "Die Südwestlinie über Griesplatz und Don Bosco zu einem späteren Zeitpunkt würde trotzdem Sinn machen." Überarbeiten will man auch die aus dem Jahr 2003 stammende Planung für die Unterführung der Josef-Huber-Gasse unter der Koralmbahn."

Wenigsten wird der lange 3er geplant - und der Verkehrsstadtrat erkennt den Sinn der Suedwestlinie  :bier:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Juli 04, 2013, 16:42:25
Aus dem Gemeinderat

Bald alles auf Schienen?

Auf den Reininghausgründen im Grazer Westen entsteht ein neuer Stadtteil, der Auswirkungen auf Verkehrsströme haben wird. Ins Auge gefasst sind Unterführungen, diverse Straßenbauten, die vorläufige Erschließung mit Bussen sowie die Planung eines Schienen-Großprojekts. Geplant ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 ab Alte Poststraße bis zur Wendeschleife am Areal der ehemaligen Hummelkaserne. Für die Finanzierung dieses Maßnahmenpakets im Ausmaß von 6,5 Millionen Euro - verteilt über die Jahre 2014 bis 2016 - votierten. [Da fehlt was. Anm.]
Grün-Gemeinderat Karl Dreisiebner stellte dazu einen Abänderungsantrag (http://www.graz.at/cms/dokumente/10214754_5176669/2f148315/Aba%C2%A8nderungsantrag%20GR%20Dreisiebner%20zu%20Verkehrserschlie%C3%9Fung%20Reininghaus.pdf), der aber die anderen Fraktionen nicht überzeugen konnte. Der Antrag wurde daher mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, KPÖ und der Piratenpartei angenommen.

Quelle: Stadt Graz (http://www.graz.at/cms/beitrag/10214754/5176669/)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Pro Bim Graz am August 04, 2013, 12:46:14
Unsere Presseinformation zum Verkehrskonzept Reininghaus...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Bim am August 04, 2013, 12:56:24

Unsere Presseinformation zum Verkehrskonzept Reininghaus...


SUPER! Sehr gut!  :one:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: gradl am August 05, 2013, 09:57:58
Danke, sehr gut formuliert. Ich hoffe es gibt auch von den (Print-)Medien entsprechendes Echo...

Woher kommt eigentlich das Gerücht einer Unterflurtrasse? Das wäre ja wohl wirklich kaum finanzier- und begründbar angesichts der fehlenden Mittel für eine vernünftige ÖV-Anbindung.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: urbanite am August 05, 2013, 11:33:15
Super gemacht, sehr leicht lesbar und nicht zu lang :one:  
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am August 05, 2013, 12:24:09

Unsere Presseinformation zum Verkehrskonzept Reininghaus...


Inhaltlich in Ordnung.

Eine kleine technische Kritik (und Anregung) ist in Intern.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Amon am August 05, 2013, 16:52:48
Es gibt einen Änderungswunsch von meinem Gesprächspartner des Landes Steiermark. Die aktualisierte Version wird in Kürze auf der Homepage erscheinen. Ich bitte, von einer weiteren Verbreitung der alten Version abzusehen.

Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am August 06, 2013, 09:25:41
Prinzipiell in Ordnung, allerdings würde ich im Zusammenhang mit der Spange zur Annenstraße nicht von einer "Innenstadtentlastungsstrecke" sprechen, die führe nämlich durch die Neutorgasse!

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am August 06, 2013, 12:47:27

Prinzipiell in Ordnung, allerdings würde ich im Zusammenhang mit der Spange zur Annenstraße nicht von einer "Innenstadtentlastungsstrecke" sprechen, die führe nämlich durch die Neutorgasse!


::) wie oft hatten wir das jetzt?

Entlasten tun beide Strecken, eine davon halt nicht ausschließlich.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Bim am August 06, 2013, 15:06:33


Prinzipiell in Ordnung, allerdings würde ich im Zusammenhang mit der Spange zur Annenstraße nicht von einer "Innenstadtentlastungsstrecke" sprechen, die führe nämlich durch die Neutorgasse!


::) wie oft hatten wir das jetzt?

Entlasten tun beide Strecken, eine davon halt nicht ausschließlich.


DANKE!  :one:
Mir ist schon klar, dass die Variante durch die Neutorgasse besser wäre, weil sie näher bei der Innenstadt liegt, aber ich sag einmal so - besser eine Umleitungsstrecke/zumindest Umleitungsmöglichkeit, als gar keine! (Und mit der Spange von der Keplerbrücke bringt diese Strecke auch 4 und 5 etwas.)

Optimal wären über kurz oder lang beide Strecken, um innenstadtnahe Umleitungen, sowie auch großräumige Umleitungen durchführen zu können. Nebenbei kann auf den großräumigen Umleitungsstrecken neue Linien bzw. Linienverknüpfungen eingerichtet werden, was bestimmt kein Nachteil sein wird!

Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am August 07, 2013, 23:59:14
Sorry, PROBIM ist nunmal eine Straßenbahnlobby für Graz, deshalb sollte man bei Forderungen schon die richtige Nomenklatur verwenden!

Gerade bei unseren mäandernden Politikern nicht unwichtig, damit es eben keine Missverständnisse gibt!!!

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Wien, 16.Bezirk am September 03, 2013, 09:57:20

Lagerhalle in Graz niedergebrannt

Brandstifter am Werk

03.09.2013, 08:58

Eine Lagerhalle ist am Montagabend in Graz in Flammen aufgegangen und vollkommen niedergebrannt. Das Feuer hatte sich rasch auf das gesamte Gebäude ausgebreitet, die Einsatzkräfte gehen von Brandstiftung aus. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Gegen 18.30 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Graz in die Reininghausstraße gerufen. Mit fünf Fahrzeugen und 24 Mann rückten die Einsatzkräfte aus, bei ihrer Ankunft stand das rund 600 Quadratmeter große Lager bereits in Vollbrand. Die Rauchentwicklung war derart stark, dass der Qualm weithin sichtbar war.

Der Feuerwehr gelang es rasch, den Brand unter Kontrolle zu bringen, schnell konnte "Brand aus" gegeben werden. Das Gebäude war jedoch nicht mehr zu retten.

"Brandstiftung an mehreren Stellen"

Die Ermittlungen zur Brandursache sind noch nicht abgeschlossen, dennoch geht die Feuerwehr derzeit davon aus, dass das Feuer gelegt wurde. "Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wird von einer Brandstiftung an mehreren Stellen ausgegangen", erklärte Heimo Krajnz, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Graz.


Quelle: krone.at
http://www.krone.at/Oesterreich/Lagerhalle_in_Graz_niedergebrannt-Brandstifter_am_Werk-Story-374400 (http://www.krone.at/Oesterreich/Lagerhalle_in_Graz_niedergebrannt-Brandstifter_am_Werk-Story-374400)

Jetzt bin ich zwar alles andere als ein Fan der schreierischen Berichterstattung der Krone, beim Lesen des Artikels hat sich mir aber folgende Frage aufgedrängt: Kann es sein, dass diese Lagerhalle unter Denkmalschutz gestanden hat und möglicherweise bei diversen Bauprojekten auf den Reininghausgründen NICHT abgerissen hätte werden dürfen?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am September 03, 2013, 11:19:31

Kann es sein, dass diese Lagerhalle unter Denkmalschutz gestanden hat und möglicherweise bei diversen Bauprojekten auf den Reininghausgründen NICHT abgerissen hätte werden dürfen?


Nein. Das war eine Holzhütte der einfachsten Art.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: schwarzerhunt am September 13, 2013, 19:41:51
Etablissement Brüder Reininghaus
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am September 15, 2013, 08:24:16
Startschuss für Reininghaus: Erster Bauherr legt los

Wolfgang Erber macht den Anfang. Der Grazer Immobilien-Profi ist der Erste, der in Reininghaus Bagger auffahren lässt. Sein Konzept, sein Zeitplan, seine Vision.


Er hat sich selbst das perfekte Geburtstagsgeschenk gemacht. Wenige Tage vor seinem 50er im Oktober des Vorjahres hat Wolfgang Erber die entscheidenden Verträge unterzeichnet. Seitdem ist er Eigentümer dreier Quartiere auf den Reininghausgründen: Q1, Q4a, Q5. Oder: die Nordeinfahrt samt Herrenhaus und der Nordstreifen beim geplanten Central Park.

Kurz vor seinem 51. Geburtstag setzt Erber nun den nächsten Schritt: ,,Ende September werden wir den städtebaulichen Wettbewerb für die ersten zwei Quartiere ausloben." Elf Teams aus Österreich, Deutschland und der Schweiz werden geladen, der Sieger wird Ende Jänner 2014 gekürt, im Herbst 2014 soll der Baustart erfolgen.

Erber wird seine drei Quartiere mit einer Nutzfläche von insgesamt 108.000 Quadratmetern Schritt für Schritt entwickeln. ,,In acht Jahren wollen wir bis zu 1200 Wohnungen für rund 3000 Leute bauen." Darüber hinaus sollen Kinderbetreuungseinrichtungen, Ärzte, Apotheken, Nahversorger, Büros, Gastronomie und Kultureinrichtungen Platz bekommen.

Die Mieten, verspricht der Chef der Erber Unternehmensgruppe, werden ,,leistbar sein. Das wird kein Nobelgetto." Sein Konzept basiert auf der vom Land stark geförderten ,,umfassenden Sanierung. Das heißt, dass wir auch viele Gebäude stehen lassen und sanieren." Das Herrenhaus bleibt, das Start-up-Center bleibt und die denkmalgeschützte Malztenne an der Alten Poststraße bleibt auch.

15 Stockwerke hoch

Der Rest wird abgerissen, um Platz zu schaffen. Erber will nämlich hoch hinaus. Im ,,Quartier 1" zwischen der Alten Poststraße und der geplanten Tramtrasse kann er sich 15 Stockwerke vorstellen, die Häuser werden sich hier gut 45 Meter in die Höhe schrauben. Die Gebäude würden dem Elisabeth-Hochhaus, mit 75 Metern das höchste Hochhaus der Stadt, gerade bis zur Brust reichen. ,,Das Q1 ist ja Teil der Esplanade, wie sie im Rahmenplan festgelegt wurde. An diese Basis halten wir uns." Und hohe Häuser ermöglichen viele öffentliche Grünflächen. Die schönen, alten Bäume, die es am Areal gibt, will er erhalten.

Durch die Landesförderung sind die Mieten gedeckelt, ,,es wird sich ohne Betriebskosten bei rund sieben Euro pro Quadratmeter einpendeln." Sprich: eine Wohnung mit 65 Quadratmetern kalt um 455 Euro.

Und was wird aus der autofreien Stadt, aus der Vision vom idealen Stadtteil, wie Reininghaus lange beworben wurde? Erbers Vision ist bodenständiger. ,,Ich will niemanden umerziehen, es wird Tiefgaragen geben. Und Architektur zum Selbstzweck bringt niemandem etwas." Wie die Häuser ausschauen werden, weiß er selbst noch nicht. ,,Da lasse ich mich vom Wettbewerb überraschen. Das Siegerprojekt wird jedenfalls umgesetzt."

Ende der Luftschlösser

Wichtig ist ihm der Energieverbrauch. ,,Ich werde die Häuser ja behalten, bin also an wirklich nachhaltigen Lösungen interessiert", sagt Erber.

Das alles zeigt: Der Grazer ist kein Freund von Luftschlössern. Die wurden in Reininghaus lange genug produziert. ,,Es wurde früher international beworben, aber seien wir uns ehrlich: Für Graz ist Reininghaus eine Sensation, aber schon in Wien interessiert es weniger Leute und in London wird wohl keiner darüber reden." Erber bleibt lieber am Boden, entwickelt Schritt für Schritt. ,,Maximal 180 Wohnungen im Jahr, mehr kann der Markt ja gar nicht aufnehmen."

GERALD WINTER-PÖLSLER

Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3408642/startschuss-fuer-reininghaus-erster-bauherr-legt-los.story)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Amon am September 15, 2013, 14:15:48
Es wird Tiefgaragen geben. Und keine Straßenbahn. Zumindest interessiert letztere die Bauherren nicht. Somit wird Reininghaus ein neues Verkehrsproblem.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am September 15, 2013, 16:55:58

Es wird Tiefgaragen geben. Und keine Straßenbahn. Zumindest interessiert letztere die Bauherren nicht. Somit wird Reininghaus ein neues Verkehrsproblem.


Wohnungen ohne Garagenplatz dürften kaum zu vermieten oder zu verkaufen sein. Für das öffentliche Verkehrsmittel (welches auch immer) ist der Errichter nicht zuständig, die Stadt hat sich die Trasse ja gesichert und es liegt nun an ihr, etwas daraus zu machen. Zumindest eine Autobuslinie wäre unverzüglich nach Fertigstellung der ersten Bauten auf der späteren Straßenbahntrasse zu führen, sonst droht dort wieder ein neues ,,Kalvarienbergdesaster".
Verkehrsproblem wird es wohl keines, aber es wird genau das werden, was ich schon immer angenommen habe: Ein Stadteil wie jeder andere.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Walter4041 am September 16, 2013, 07:40:55

Es wird Tiefgaragen geben. Und keine Straßenbahn. Zumindest interessiert letztere die Bauherren nicht.


PKW-Stellplätze sind lt. den jeweiligen Landesbaugesetzen Pflicht. :hammer:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Immanuel Cunt am September 16, 2013, 14:51:59


Es wird Tiefgaragen geben. Und keine Straßenbahn. Zumindest interessiert letztere die Bauherren nicht.

PKW-Stellplätze sind lt. den jeweiligen Landesbaugesetzen Pflicht. :hammer:


Komplett autofrei war auch nie vorgesehen, es kommt jedoch darauf an, wo und wie die Stellplätze angeordnet werden. Ich zitiere aus dem Rahmenplan: "Für den ruhenden Verkehr sollen Parkplätze nur in Form von Sammelgaragen in den einzelnen Quartieren zur Verfügung stehen. Pro Quartier ist eine Sammelgarage vorgesehen, um für den ÖV mehr Chancengleichheit zu erreichen.[1]"

Die Frage ist, ob dieses Konzept weiter verfolgt werden wird oder ob wieder jede Hüttn ihre eigene Garage bekommt, damit die Bewohner mit der Karre praktisch bis ins Wohnzimmer fahren können (und entsprechend vielen TG-Einfahrten und Erschließungswegen an der Oberfläche).

lg, IC

[1] http://www.stadtentwicklung.graz.at/cms/dokumente/10136566_2858034/4ab9da2e/Schlussbericht%20kurz_EU-LOGO_Text.pdf (http://www.stadtentwicklung.graz.at/cms/dokumente/10136566_2858034/4ab9da2e/Schlussbericht%20kurz_EU-LOGO_Text.pdf)
Erstellt am: September 16, 2013, 14:48:39
Passend zum Thema: http://www.graz.gruene.at/pressemitteilungen/reininghaus-rahmen-ohne-plan/ (http://www.graz.gruene.at/pressemitteilungen/reininghaus-rahmen-ohne-plan/)

lg, IC
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Amon am September 16, 2013, 16:19:37
Zitat
PKW-Stellplätze sind lt. den jeweiligen Landesbaugesetzen Pflicht.


Ist ja auch gut so. Aber statt Sammelgaragen werden es wieder bequeme Tiefgaragen, direkt mit dem Lift erreichbar. Wenn dann irgendwann in 10 Jahren dort mal eine Straßenbahn fährt, interessiert das niemanden mehr, denn man hat dann ja ein Auto und einen Garagenplatz. Und der Weg zur Bim ist außerdem viel weiter.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am September 16, 2013, 17:41:13


Es wird Tiefgaragen geben. Und keine Straßenbahn. Zumindest interessiert letztere die Bauherren nicht.


PKW-Stellplätze sind lt. den jeweiligen Landesbaugesetzen Pflicht. :hammer:


nicht ganz richtig: PKW Parkplatzverordnung ist eine verordnung und kein Gesetz.
Und diese Verordnung geben die Gemeinden raus.
In Graz kann man durchaus weniger Parkplätze beantragen, wenn in der näheren Umgebung Öffentliche Verkehrsmittel vorhanden sind.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Bim am September 16, 2013, 23:08:23


Es wird Tiefgaragen geben. Und keine Straßenbahn. Zumindest interessiert letztere die Bauherren nicht. Somit wird Reininghaus ein neues Verkehrsproblem.


Wohnungen ohne Garagenplatz dürften kaum zu vermieten oder zu verkaufen sein. Für das öffentliche Verkehrsmittel (welches auch immer) ist der Errichter nicht zuständig, die Stadt hat sich die Trasse ja gesichert und es liegt nun an ihr, etwas daraus zu machen. Zumindest eine Autobuslinie wäre unverzüglich nach Fertigstellung der ersten Bauten auf der späteren Straßenbahntrasse zu führen, sonst droht dort wieder ein neues ,,Kalvarienbergdesaster".
Verkehrsproblem wird es wohl keines, aber es wird genau das werden, was ich schon immer angenommen habe: Ein Stadteil wie jeder andere.


... auf der späteren Straßenbahntrasse ....

... ich finde ja gut, dass beinahe schon in der gesamten Stadt - in allen Himmerlsrichtungen - von späteren Straßenbahntrassen gesprochen wird. Nur wann will man ALLE dieses späteren Straßenbahntrassen bauen und vor allem finanzieren?!  ???

Die "späteren Straßenbahntrassen" werden dadurch ja nicht weniger und billiger ....  :frech:

Nur wenn jetzt nicht massiv mit dem Ausbau begonnen wird, wird es später auch noch nicht die "späteren Straßenbahntrassen" geben - zumindest wird es viele Trassen, noch in 100 Jahren nicht geben, wenn so wie bis jetzt weitergemacht wird ....
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am September 17, 2013, 06:35:25
Zitat
Nur wann will man ALLE dieses späteren Straßenbahntrassen bauen und vor allem finanzieren?!


Ein Trasse ist eine Trasse und noch kein Bauwerk. Die Trasse muß man zunächst nur freihalten, da ist noch nichts wirklich zu finanzieren.
Hält man eine Trasse frei, dann gibt es dort vielleicht irgendwann eine Straßenbahn.
Hält man eine Trasse nicht frei, dann gibt es dort ganz sicher nie eine Straßenbahn (siehe Ragnitz).
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Walter4041 am September 17, 2013, 08:30:30



Es wird Tiefgaragen geben. Und keine Straßenbahn. Zumindest interessiert letztere die Bauherren nicht.


PKW-Stellplätze sind lt. den jeweiligen Landesbaugesetzen Pflicht. :hammer:


nicht ganz richtig: PKW Parkplatzverordnung ist eine verordnung und kein Gesetz.
Und diese Verordnung geben die Gemeinden raus.
In Graz kann man durchaus weniger Parkplätze beantragen, wenn in der näheren Umgebung Öffentliche Verkehrsmittel vorhanden sind.


Habe schnell noch mal nachgeschaut:
Steiermärkisches Baugesetz: §89 Pflicht zur Schaffung von Abstellflächen für Kraftfahrzeuge oder Garage
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrStmk/LRST_8200_003/LRST_8200_003.pdf

:pfeifend:

Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Immanuel Cunt am September 17, 2013, 09:10:48

Habe schnell noch mal nachgeschaut:
Steiermärkisches Baugesetz: §89 Pflicht zur Schaffung von Abstellflächen für Kraftfahrzeuge oder Garage
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrStmk/LRST_8200_003/LRST_8200_003.pdf
:pfeifend:


Und da steht unter Abs. 4:
(4) Die Gemeinden sind berechtigt, die Zahl der Abstellplätze durch Verordnung abweichend von Abs. 3 festzulegen. Dabei haben sie die Interessen des öffentlichen Verkehrs, der Ortsplanung sowie ein vorhandenes Verkehrskonzept zu berücksichtigen. Bis zur Erlassung der Verordnung hat die Behörde Ausnahmen von der Verpflichtung nach Abs. 3 zuzulassen, sofern sie nach der Lage der Anlage oder dem Erschließungsgrad mit öffentlichen Verkehrsmitteln gerechtfertigt ist.

Auch der Rest des Paragraphen ist durchaus interessant ...

lg, IC
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: kayjay am September 17, 2013, 09:22:16
mit punkt vier,fünf,und sechs gibt es aber  viele Möglichkeiten, dieses aufzuheben, sodass man nicht davon ausgehen muss Parkplätze zu errichten.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Immanuel Cunt am September 19, 2013, 16:59:21
Wie hier (http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php?topic=9446.msg114854#msg114854) bereits zu lesen, wurde für die 3er-Verlängerung zur Erschließung von Reininghaus (genauer: für die Planungsarbeiten) weiteres Geld zur Verfügung gestellt. Was nicht dabei steht: Gleichzeitig wurden damit die Planungen für die Südwestlinie de facto zu Grabe getragen ...  :(

lg, IC
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Bim am September 19, 2013, 19:35:03

Wie hier (http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php?topic=9446.msg114854#msg114854) bereits zu lesen, wurde für die 3er-Verlängerung zur Erschließung von Reininghaus (genauer: für die Planungsarbeiten) weiteres Geld zur Verfügung gestellt. Was nicht dabei steht: Gleichzeitig wurden damit die Planungen für die Südwestlinie de facto zu Grabe getragen ...  :(

lg, IC


Warum das bzw. wie kommst du darauf? Dass hoffe ich wohl nicht!  :'(
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: SG220 am September 19, 2013, 19:45:43
Das Planen einer Straßenbahnstrecke heißt in Graz noch lange nicht, dass auch tatsächlich die Realisierung folgt!!!!! LEIDER!

MfG  SG220
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Bim am September 19, 2013, 19:54:11

Das Planen einer Straßenbahnstrecke heißt in Graz noch lange nicht, dass auch tatsächlich die Realisierung folgt!!!!! LEIDER!

MfG  SG220


LEIDER! Da gebe ich dir recht!

Aber zur tatsächlichen Realisierung muss einmal geplant werden - ohne Planung würde es gar nie zur Umsetzung kommen, also gibt es mit dem Beschluss zur Planung zumindest einen Funken Hoffnung auch zur Umsetzung!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 581 am September 19, 2013, 22:22:46

Das Planen einer Straßenbahnstrecke heißt in Graz noch lange nicht, dass auch tatsächlich die Realisierung folgt!!!!! LEIDER!

MfG  SG220



Wenn schon das nötige Geld für die Detailplanung verfügbar ist sollte man auch die Chance nützen! Es ist schon ein richtiger Schritt, denn es gibt auf der Linie 3 noch genügend Kapazitäten und bis der 3er zur Hummelkaserne fährt, werden auch die VB auf dieser Linie fahren!

Wer die SW Linie will, sollte endlich die nötigen Finanzquellen beim Land/Bund/EU abholen und das die Stadt dieses ganze alleine finanzieren soll, diese Methode sollte endlich aufhören!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Dezember 12, 2013, 10:12:46
Info-Veranstaltung über Bebauungsplan

Bebauungsplan-Entwurf ,,Alte Poststraße-Reininghausstraße"


Für eine mehr als zwei Hektar große Liegenschaft, die an die Alte Poststraße sowie die Reininghausstraße grenzt, liegt derzeit ein Bebauungsplanentwurf vor. Auf Basis des Flächenwidmungsplanes 2002 ist dieses Areal als ,,Aufschließungsgebiet - Kerngebiet" ausgewiesen. Der Entwurf zum Bebauungsplan wird am 16. Dezember 2013 bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt und diskutiert.

Der Bebauungsplan-Entwurf liegt bis 10. Jänner 2014 zur allgemeinen Einsicht im Stadtplanungsamt, Europaplatz 20, 6. Stock auf. Auf unserer Homepage finden Sie diese unter www.graz.at/bebauungsplanung (http://www.graz.at/bebauungsplanung). Einwendungen können schriftlich und begründet innerhalb der Einwendungsfrist beim Stadtplanungsamt bekanntgegeben werden.

Informationsveranstaltung ,,Alte Poststraße - Reininghausstraße"

Montag, 16. Dezember 2013, Beginn: 18.00 Uhr, Ort: greenbox - Eggenberger Allee 31

Einladung (http://www.graz.at/cms/dokumente/10223992_5419820/c48a863d/EINLADUNG_BBPL_Alte%20Poststra%C3%9Fe-Reininghausstr.pdf)

Quelle: Stadt Graz (http://www.graz.at/cms/beitrag/10223992/5419820/)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 12, 2013, 10:13:51
Für ein weiteres Stück Reininghausgründe gibt es einen Entwurf für eines Bebauungsplanes und dazu eine Informationsveranstaltung:

Info-Veranstaltung über Bebauungsplan
Bebauungsplan-Entwurf ,,Alte Poststraße-Reininghausstraße"

Für eine mehr als zwei Hektar große Liegenschaft, die an die Alte Poststraße sowie die Reininghausstraße grenzt, liegt derzeit ein Bebauungsplanentwurf vor. Auf Basis des Flächenwidmungsplanes 2002 ist dieses Areal als "Aufschließungsgebiet - Kerngebiet" ausgewiesen. Der Entwurf zum Bebauungsplan wird am 16. Dezember 2013 bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt und diskutiert.

Der Bebauungsplan-Entwurf liegt bis 10. Jänner 2014 zur allgemeinen Einsicht im Stadtplanungsamt, Europaplatz 20, 6. Stock auf. Auf unserer Homepage finden Sie diese unter http://www.graz.at/bebauungsplanung. Einwendungen können schriftlich und begründet innerhalb der Einwendungsfrist beim Stadtplanungsamt bekanntgegeben werden.

Informationsveranstaltung "Alte Poststraße - Reininghausstraße"
Montag, 16. Dezember 2013, Beginn: 18 Uhr
Ort: greenbox - Eggenberger Allee 31

http://www.graz.at/cms/dokumente/10223992_1618648/c48a863d/EINLADUNG_BBPL_Alte%20Poststra%C3%9Fe-Reininghausstr.pdf

Das Grundstück ist nicht ganz unwichtig für eine mögliche Straßenbahnführung in diesem Bereich - sollte man vielleicht dort öffentlich anmerken!

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: emu 4010 am Dezember 12, 2013, 10:15:30

[...]
Das Grundstück ist nicht ganz unwichtig für eine mögliche Straßenbahnführung in diesem Bereich - sollte man vielleicht dort öffentlich anmerken!


... ist eh eingezeichnet  ;)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 12, 2013, 10:19:48
Das ist richtig, ist möglicherweise auch nicht Teil des Grundstücks, aber doppelt hält besser und: geht die eingezeichnete Variante überhaupt?

Der eingezeichnete Strich für die Tram scheint auch auf der Straße zu gehen, da wäre aber möglicherweise eine eigene Trasse ganz sinnvoll und dann bräuchte man hws. einen Teil des Grundstücks ...

Das müsste man schon genauer hinterfragen!

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Dezember 12, 2013, 12:10:33
Viel mehr als ein Parkplatz/-haus wird dort nicht werden. Oder ein Lebensmittelmarkt. Allzuviele Möglichkeiten gibts dort eh nicht.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 12, 2013, 14:04:50

Viel mehr als ein Parkplatz/-haus wird dort nicht werden. Oder ein Lebensmittelmarkt. Allzuviele Möglichkeiten gibts dort eh nicht.


Aber auch das kann im Wege stehen  :hehe:

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Empedokles am Dezember 12, 2013, 15:39:58

Das ist richtig, ist möglicherweise auch nicht Teil des Grundstücks, aber ... geht die eingezeichnete Variante überhaupt?

Der eingezeichnete Strich für die Tram scheint auch auf der Straße zu gehen, da wäre aber möglicherweise eine eigene Trasse ganz sinnvoll und dann bräuchte man hws. einen Teil des Grundstücks ...

Das müsste man schon genauer hinterfragen!


Und bitte was ist mit der S-Bahn-Station der GKE am Graz-Köflacher-Bhf.? - Diese ist momentan ja völlig falsch positioniert!
Genau DIESER Punkt gehörte bei dem geplanten Bauprojekt etwas genauer hinterfragt!


Meine Forderung:

Wenn das Areal der Reininghausgründe mit einer Straßenbahnlinie [abzweigend in der Eggenberger-Str. / Alte Post Str.] erschlossen wird und durch die GKE-Unterführung führen soll, dann hat ebendort ein Umsteigeknoten mit kürzesten Wegstrecken für die Pendler zu entstehen!

Die GKE-S-Bahn-Station "Graz-Köflacher-Bhf." müsste also genau mittig über der neuen Straßenbahnhaltestelle situiert und somit um ca. 500 Meter Richtung Westen verlegt werden! Dazu müsste aber die bestehende Unterführung um ein GKE-Gleis [+ Bahnsteigbreite] verbreitert werden.

Der derzeitige Haltepunkt beim Empfangsgebäude Gkf wäre aufzulassen. Von dort aus sind die Umsteigewege zur HGL-Haltestelle "Waagner-Bìro-Straße - PVA" [ca. 500 Meter] viel zu lang!
(siehe Skizzen)


LG, E.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Dezember 12, 2013, 15:58:14
Nebstbei bemerkt soll auch die Polizeiinspektion Eggenberg in dieses Eck kommen (ÖAMTC-Gelände). Da wäre ein öffentliches Verkehrsmittel dorthin auch nicht schlecht ...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Obelix am Dezember 12, 2013, 23:51:25

Nebstbei bemerkt soll auch die Polizeiinspektion Eggenberg in dieses Eck kommen (ÖAMTC-Gelände).

Ein weiterer Rückzug von der Front im dicht besiedelten Gebiet?
MfG, Obelix.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: just4fun am Dezember 13, 2013, 06:29:57



Und bitte was ist mit der S-Bahn-Station der GKE am Graz-Köflacher-Bhf.? - Diese ist momentan ja völlig falsch positioniert!
Genau DIESER Punkt gehörte bei dem geplanten Bauprojekt etwas genauer hinterfragt!


Meine Forderung:

Die GKE-S-Bahn-Station "Graz-Köflacher-Bhf." müsste also genau mittig über der neuen Straßenbahnhaltestelle situiert und somit um ca. 500 Meter Richtung Westen verlegt werden! Dazu müsste aber die bestehende Unterführung um ein GKE-Gleis [+ Bahnsteigbreite] verbreitert werden.


Geh bitte, wegen lächerlicher 500m, wär ja die komplette Geldverschwendung.

Das gleiche hat man schon beim Hauptbahnhof mit der Strassenbahn wegen noch weniger Metern gemacht, und einen komplett unpraktischen, furchtbar aufwändigen Kunstbau gescahffen. Hätt man die STrasenbahnhaltestelle direkt unter der Eggenbergerstraße gebaut und nur einen kleinen Personentunnel zum Bahnhof wär alles besser gewesen, und der Fussweg wär niemandem großartig aufgefallen.

Aber bei einer Eisenbahnlinie mit so bescheuerten Umplanungen anzufangen geht ja echt zu weit, nur weil ein paar Leute zu faul sind um ein paar Schritte zu gehn. Guter Gott. In Wien hat ein Hauptbahnhof einen weitaus weiteren Weg zur U-Bahn Anbindung.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ahenobarbus am Dezember 13, 2013, 23:23:02
Zitat

In Wien hat ein Hauptbahnhof einen weitaus weiteren Weg zur U-Bahn Anbindung.


Eine Fehlplanung in Wien sollte nicht als Rechtfertigung für Fehlplanungen in Graz herhalten.

Dass war wohl doch Ironie, oder?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: zweitervondrei am Dezember 15, 2013, 21:52:15
Kann man mal allgemein aufhören Wien und Graz als vergleichbar zu betrachten. Beides ausgiebig probiert kein Vergleich zulässig.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am Dezember 20, 2013, 10:47:15
Der Haltepunkt Graz Kbf. hat primär betriebliche Bedeutung und ist vielleicht noch für einige Siemens-Beschäftigte interessant, als Frequenz- und als Vernetzungspunkt hat er keine Bedeutung und ist mit dem gemachten Aufwand (Unterführung und Lift) völlig fehl am Platz. Da auch der Rangierbetrieb am Kbf. sehr selten geworden ist und kaum mehr eine Sicherheitsbeeinträchtigung darstellt, ist die ganze Anlage eigentlich eine totale Fehlplanung. Wenn man bedenkt, dass früher regelmäßig zwei Verschubreserven im Einsatz waren, die Kohlenwaggonkippanlage über das Vorfeld beim Empfangsgebäude zu bedienen war und an Werktagen acht bis zehn Regelgüterzüge verkehrten, wird einem der Unsinn dieser aufwändigen, aber im funktionalen Nichts gebauten Haltestelle eigentlich erst so richtig bewusst.
Bitte lass das GKE ruhen, es war eine kurzzeitige "Irritation" in der GKB-Geschichte.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am Dezember 20, 2013, 11:14:57

Wenn man bedenkt, dass früher regelmäßig zwei Verschubreserven im Einsatz waren, die Kohlenwaggonkippanlage über das Vorfeld beim Empfangsgebäude zu bedienen war und an Werktagen acht bis zehn Regelgüterzüge verkehrten, wird einem der Unsinn dieser aufwändigen, aber im funktionalen Nichts gebauten Haltestelle eigentlich erst so richtig bewusst.


... und das hat so ausgeschaut:

LG! Christian
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Dezember 20, 2013, 17:26:54
Die neu gebaute Haltestelle Köflacherbahnhof ist leider örtlich nicht ganz am richtigen Ort, etwas weiter stadtauswärts mit direktem Zugang von allen Seiten wäre gut gewesen - gerade im Hinblick auf die Reininghausgründe. Aber wer hat das vor 10 Jahren ahnen können?

Allerdings würde ich bei entsprechender Verknüpfung jetzt nicht von einem sinnlosen Halt sprechen (immerhin ist die FH da jetzt schon und in Zukunft einige hundert oder tausend neue Wohnungen) und irgendwann wird da die Straßenbahn kreuzen ...

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am Dezember 28, 2013, 06:54:09
Der Reininghaus-Wettbewerb

Architektenwettbewerb für das Erber-Projekt läuft: Entscheidung Anfang 2014. Neue Mobilitätspläne für Öffis, Car-Sharing, E-Autos und Straßen.


Die wenigsten können sich unter dem Reininghaus-Projekt etwas Konkretes vorstellen - aber langsam nehmen die Wohn- und Gewerbeprojekte auf den Reininghausgründen Form an. Zum Beispiel: Für einen Teil des Vorhabens des Grazer Immobilienentwicklers Wolfgang Erber läuft der Architektenwettbewerb. Am 30. Jänner 2014 ist erster Abgabetermin, neben Büros aus Deutschland und der Schweiz ist auch eine Reihe von österreichischen Architekten dabei. Aus Graz bekannt: Thomas Pucher, Hohensinn-Architektur, das Büro Ernst Giselbrecht sowie das Büro Kreutzer. Bis März/April wird das Siegerprojekt feststehen. Die Größenordnung dieses Erber-Projekts? Knapp über 100.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche sowie 770 Stellplätze, aufgeteilt auf zwei Sammelgaragen. In der Endausbaustufe könnte es bis zu 1200 Wohnungen für rund 3000 Menschen geben. Bereits 2015 dürfte der Baubeginn erfolgen. Diese Umsetzung wird rund acht Jahre dauern.

Weitere Vorhaben verschiedener Bauträger sind in Planung: Insgesamt sollen rund 10.000 Menschen in den Bauprojekten auf den Reininghausgründen einen neuen Lebensraum finden. Die Gesamtentwicklung wird - laut Magistrat Graz - rund 15 Jahre dauern. Ebenfalls geplant: ein drei Hektar großer Central-Park auf den Reininghausgründen. Die Gesamtbruttogeschoßfläche auf den Reininghausgründen macht 560.000 Quadratmeter aus. Das Ganze entwickelt sich zu einem neuen Stadtteil.

Natürlich hat die Erschließung des Geländes weitreichende verkehrstechnische Konsequenzen: Wetzelsdorfer Straße und Alte Poststraße müssen umgebaut bzw. erweitert werden. Auch bei den Öffis sind Veränderungen angedacht. Das Mobilitätsthema wird überhaupt neu aufgesetzt: Car-Sharing wird in die Konzeption mit einbezogen, für die Erstbezieher soll eine gratis Öffi-Jahreskarte zur Verfügung gestellt werden, auch das Thema E-Auto wird in eigenen Mobilitätsverträgen festgehalten.

DIDI HUBMANN

Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3505538/reininghaus-wettbewerb.story)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: ptg am Juli 04, 2014, 10:51:21
Reininghaus: KPÖ rettet Nagl
Nach langer Diskussion bekommt Nagl eine Mehrheit für den Reininghaus-Bebauungsplan - dank dem "Ja" der KPÖ.
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3676659/reininghaus-kpoe-rettet-nagl.story#link_1717460 (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3676659/reininghaus-kpoe-rettet-nagl.story#link_1717460)

Gott sei Dank gibt es ein klares Bekenntnis zur Tramlinie  :lol:  :frech:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: schwann am Juli 04, 2014, 21:50:43
Papier ist geduldig..................
MfG   Gerold.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: gradl am September 15, 2014, 22:50:11
Grazer Reininghaus-Gründe: Pentaplan ZT plant Areal-Herzstück (Presse) (http://immobilien.diepresse.com/home/gebaeude/3870070)


Die Renderings auf der Homepage (http://www.pentaplan.at/reininghaus-parkquartiere/#525) sind nichtssagend. Die Gebäude schauen furchterregend aus, ich hoffe so wird nicht gebaut. Bin schon gespannt, ob dort wirklich alle gärtnern werden  :hammer:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am September 16, 2014, 14:09:38
Mission Ghetto 2035 nimmt Gestalt an.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amadeus am September 16, 2014, 15:10:01

Mission Ghetto 2035 nimmt Gestalt an.


Eingekreist auf drei Seiten von der Eisenbahn, garniert mit Stahl- und Betonwerk - daß das kein Nobelviertel werden würde war aber schon immer klar.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: urbanite am September 16, 2014, 16:22:16
Über die Architektur lässt es sich sicher streiten weil Geschmackssache aber ansonsten ist das Reininghaus Projekt genau das was Graz anderswo leider nicht gemacht hat in den letzten 30 Jahren: flächensparende Bauweise mit viel Grün plus gesicherte und in Planung befindliche Bimtrasse  :one:
Für den öffentlichen Verkehr (und die Umwelt) sind hohe Bebauungsdichten wie in Reininghaus am besten - im Gegensatz zu den umweltfeindlichen Ghettos die man in den 1980/90er Jahre gebaut hat (niedrig und sehr dicht wo das Regenwasser nicht versickern kann und sich im Sommer die Stadt unnötig aufheizt)
Das Reininghaus Gelände ist auch so gross das fast alle Neubauten vom Stahlwerk und der Eisenbahn sehr wenig mitbekommen werden...  
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Commanderr am September 16, 2014, 18:57:46

Die Renderings auf der Homepage (http://www.pentaplan.at/reininghaus-parkquartiere/#525) sind nichtssagend. Die Gebäude schauen furchterregend aus, ich hoffe so wird nicht gebaut. Bin schon gespannt, ob dort wirklich alle gärtnern werden  :hammer:

Nicht nur die Gebäude schauen furchterregend aus, auch deren Homepage schließt sich nahtlos daran an! Grottig, grauslich, schiarch und unübersichtlich!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: urbanite am September 16, 2014, 21:45:12
Es wird sich zeigen wie die Bauten auf den Reininghausgründen in echt ausschauen werden - ich finds toll wenn da was weitergeht auch wenn ich da fast der einzige im Forum bin  ;)
Es wird der erste neue Stadtteil in Graz seit der Gründerzeit sein der geplant und durchdacht wurde anstatt dem planlosen dahin wachsen welches sonst die Aussenbezirke von Graz charakterisiert...
Und wenn die Bim dort reinfährt gibt's noch mehr zum feiern  :D
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Viator am September 16, 2014, 23:26:51
Mit dem leider nicht ganz unbedeutenden Unterschied, dass in der Gründerzeit die Straßen (plus Querstraßen) angelegt wurden, die umschlossenen Flächen parzelliert und einzeln verkauft wurden.
Dadurch entstand nicht einzelnes Klobiges mit unförmigen Restgrünflächen bzw. Zwischenräumen, sondern sehr harmonische Gesamt-Stadtkunstwerke aus vielen zusammenpassenden, aber dennoch individuellen Baukörpern.

Wenn ich die Diskussion richtig mitverfolgt habe, wollen Nagl & Co. aber genau die harmonische Vielfalt im vorgegebenen Rahmen nicht. Lieber soll vorwiegend ein einzelner belobhudelter Renommierarchitekt klotzen, oder?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: urbanite am September 17, 2014, 15:22:46

Mit dem leider nicht ganz unbedeutenden Unterschied, dass in der Gründerzeit die Straßen (plus Querstraßen) angelegt wurden, die umschlossenen Flächen parzelliert und einzeln verkauft wurden.
Dadurch entstand nicht einzelnes Klobiges mit unförmigen Restgrünflächen bzw. Zwischenräumen, sondern sehr harmonische Gesamt-Stadtkunstwerke aus vielen zusammenpassenden, aber dennoch individuellen Baukörpern.

Wenn ich die Diskussion richtig mitverfolgt habe, wollen Nagl & Co. aber genau die harmonische Vielfalt im vorgegebenen Rahmen nicht. Lieber soll vorwiegend ein einzelner belobhudelter Renommierarchitekt klotzen, oder?


Ich halte auch die Blockrandbebauung generell für die idealste urbane Bebauungform...
In Reininghaus wird es wenigstens ordentlich Grünflächen geben und die einzelnen Quartiere werden mittels Architektenwettbewerb gebaut - unwahrscheinlich das immer der/die Gleiche Architekt(in) gewinnt...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am September 24, 2014, 11:06:09
Eine Milliarde Euro für die Grazer Neustadt
Immobiliengrößen wie ÖWG, Kohlbacher, Grawe und Erber sollen in Graz-Reininghaus einen "coolen" Stadtteil für 12.000 Menschen entwickeln. Von Gerhard Winter-Pölsler.

Es sind gigantische Summen, die in Graz-Reininghaus bewegt werden. Mehr als eine Milliarde Euro wollen die zwölf Bauherren in den kommenden 15 Jahren im Grazer Westen verbauen. "Mindestens", sagt Christian Krainer, Geschäftsführer der Wohnbaugenossenschaft ÖWG, stellvertretend. Und da sind die öffentlichen Ausgaben für Kanal, Wasser, Verkehr und Energie noch gar nicht mitgerechnet.

Mit der Präsentation der neuen Bauherren nimmt der lange geplante Stadtteil langsam konkrete Formen an. Das Wort "ideal", das früher großgeschrieben wurde, kommt heute nicht mehr vor. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) hat es durch das Wörtchen "cool" ersetzt. "Wir wollen dieses Viertel zu einem coolen Stadtteil machen." Die alte Zweiteilung von Graz durch die Mur in eine gute und eine schlechte Seite soll damit der Vergangenheit angehören. "Künftig werden wir eine gute und eine coole Seite haben", sagt Nagl.
Tatsächlich hat die Stadt Graz in ihre Westhälfte in den vergangenen Jahren viel investiert: das Kunsthaus für die Kulturhauptstadt 2003, die neue Annenstraße, der neue Hauptbahnhof und die Fachhochschule in Eggenberg. "Mit dem neuen Stadtteil in Reininghaus schreiben wir diese Entwicklung fort", so Nagl.

(http://www.kleinezeitung.at/system/galleries/upload/6/0/3/3748227/2014-09-24-reininghaus.jpg)
Die neuen Bauherren © Kleine Zeitung

Spar im Erdgeschoss
Um die angestrebte "Coolness" in Reininghaus zu erreichen, legt die Stadt vor allem auf die Erdgeschosszone viel Wert. Hier entscheidet sich, ob das Viertel lebt. Dafür braucht es den richtigen Mix aus Gastronomie und Bars, aus Dienstleistung und Büros, aus Kulturinitiativen und öffentlichen Einrichtungen. Um das zu schaffen, will die Stadt das einheitlich planen und managen. "Sonst haben wir dasselbe Problem wie in der Innenstadt, dass es immer ein paar gibt, die nicht mitziehen", sagt Nagl.
Helfen soll dabei der Spar-Konzern, der ebenfalls als Investor an Bord ist. "Aber nicht, um ein Einkaufszentrum zu errichten und so noch mehr Verkehr von außen anzuziehen", beruhigt Christoph Holzer, Geschäftsführer von Spar-Steiermark. "Sondern wir wollen für das Management der Erdgeschosszone unsere Expertise einbringen, wie wir es auch etwa bei der Seestadt Wien Aspern machen."

Apropos Verkehr: Die "Grazer Neustadt" (© Christian Krainer, ÖWG) soll ein autoarmes Viertel werden. Maximal 25 Prozent der Wege sollen hier mit dem Auto zurückgelegt werden. Um das zu erreichen, werden einerseits die Parkplätze stark begrenzt und andererseits der öffentliche Verkehr ausgebaut. Die Tram-Linie 3 soll den Stadtteil parallel zur Alten Poststraße queren. Geplante Eröffnung ist 2019, was aber bei den Grazer Budgetnöten unrealistisch erscheint.
GERALD WINTER-PÖLSLER
Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/3748227/milliarde-euro-fuer-grazer-neustadt.story




Die Kleine glaubt nicht an die Straßenbahn!  :boese:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am September 24, 2014, 11:23:31
Sinnvoll wäre daher unbedingt die Verlängerung der Linie 65 über die Reininghausstraße und die Köflacher Gasse zum Hauptbahnhof, damit zumindest die Projekte im nördlichen Bereich ein Mindestangebot an öffentlichem Verkehr hätten.

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Hubert Voller am Dezember 07, 2014, 09:24:08
Ein Interview mit Wulf Daseking (Stadtplaner in Freiburg)

Ihre Heimatstadt Freiburg, deren oberster Stadtplaner Sie 30 Jahre lang waren, wurde zur nachhaltigsten Großstadt Deutschlands erkoren. Die Stadt erhielt für ihr städteplanerisches Konzept die Auszeichnung ,,European City of the Year". Was hat Freiburg richtig gemacht?

WULF DASEKING: Wir haben Stadtplanung umfassend gesehen und versucht, Ökologie, Ökonomie und die soziale Frage unter Beteiligung der Bevölkerung und Einbeziehung der Region unter einen Hut zu bringen. Das ist möglich, dafür braucht man aber die entsprechende politische Kultur und unabhängige, kritische Fachleute, keine Jasager.

Graz ist wie Freiburg eine stark wachsende Stadt. Bis 2031 soll die Bevölkerung um zehn Prozent zunehmen. Wie begegnet man der Herausforderung als Stadtplaner?

DASEKING: Dass eine Stadt wächst, ist ja an und für sich nicht schlecht. Nur die Stadtstruktur muss stimmen. Man muss ein Einvernehmen mit dem Umland hinkriegen, darf die Stadt nur dort entwickeln, wo es auch Öffentlichen Personennahverkehr gibt, muss dicht und vielfältig bauen. Und ganz ein entscheidender Punkt ist, was sie in den Stadtteilzentren machen.

Warum muss man gerade dort besonders hinschauen?

DASEKING: Wenn Sie auf der grünen Wiese riesengroße Elefanten bauen, läuft in der Stadt gar nichts mehr. So killen sie die Läden, die für die Leute fußläufig erreichbar sind. Wir haben Anfang der 80er Jahre beschlossen, keine großen Einzelhandelsflächen mehr auf die grüne Wiese zu bauen und haben innerhalb des Stadtgebiets Tausende Quadratmeter mit Läden belegt.

Ein völlig neuer Stadtteil soll in den kommenden Jahren im Westen von Graz auf den Reininghausgründen entstehen. Sie haben mit dem Rieselfeld ein ähnliches Projekt in Freiburg umgesetzt. Wie kann so ein Vorhaben gelingen?

DASEKING: Bevor der erste Siedler auf das Gelände kommt, muss die Straßenbahn dorthin rollen. Und die Stadt hat in Rieselfeld genau vorgeben, welche Wohneinheiten entstehen sollen, welche ökologischen Maßnahmen Standard sein müssen, wie viele Sozialwohnungen, Miet- und Eigentumswohnungen entstehen sollen - das kann man nicht dem freien Markt überlassen. Für das Rieselfeld waren etwa Niedrigenergiehäuser der Standard, in Vauban waren es dann auch Passivhäuser.

Der Stadtteil Vauban gilt als Öko-Musterviertel und als internationales Vorzeigeprojekt. Ressourcenschonend und energieeffizient bauen - können da auch Leute etwas damit anfangen, die sich nur eine Sozialwohnung leisten können?

DASEKING: Wenn man im Energiebereich einspart, wird das Wohnen ja nicht teurer, im Gegenteil, man spart bei den laufenden Kosten. Wir haben in Freiburg 2011 beschlossen, dass jedes Haus, das neu gebaut wird, ein Passivhaus ist. Die Stadt hat zwischen 1992 bis 2012 immerhin 20 Prozent CO2 eingespart.

Der Stadtteil Vauban ist weitgehend autofrei. Wie haben Sie den Leuten das eigene Auto ausgeredet?

DASEKING: Wenn Sie etwas ändern wollen, müssen Sie das Messer scharf ansetzen. Stadtplanung tut weh, das ist kein Schmusekurs. Individualverkehr einschränken, der Bequemlichkeit entgegenwirken, ist das Thema. In Vauban gibt es keine Stellplätze bei den Häusern. Normalerweise kommen in Deutschland auf 1.000 Bewohner zwischen 550 und 650 Autos, in Vauban sind es 85. In Deutschland machen übrigens 40 Prozent der jungen Leute gar keinen Führerschein mehr.

Schaut man sich die jüngsten Zahlen für Graz an, werden die meisten Wege in der Stadt noch immer mit dem Auto zurückgelegt. Was tun?

DASEKING: In Freiburg haben wir den öffentlichen Nahverkehr zu einem Rückgrat der Stadt umgebaut. Er ist im Prinzip die Lebensader der Stadt. Stadtentwicklung gibt es grundsätzlich nur entlang dieser Nahverkehrsbänder. Wir haben es geschafft, dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in einer Entfernung von maximal 250 Metern zur Straßenbahn leben. Vorrang dem Öffentlichen Verkehr und den Radfahrern!

Und die Pendler, die an den Einfahrtsstraßen im Stau stehen?

DASEKING: Ohne Einbeziehung des Umlands läuft gar nichts, da müssen Sie die zuständigen Herren wie in der Sixtinischen Kapelle einsperren, bis weißer Rauch herauskommt. Sie brauchen Knotenpunkte, wo der öffentliche Verkehr hinfährt und Sammelparkplätze da draußen. Firmen könnten etwa die Hälfte des Tickets für den Öffentlichen Verkehr bezahlen, dafür können Sie auf Stellplätze am Firmengelände verzichten und den Platz anders nutzen.

Gibt es etwas, was Sie heute anders machen würden?


DASEKING: In Rieselfeld sind geförderte Wohnungen nach einigen Jahren auf den freien Markt gekommen. Die Preise sind gestiegen, Leute mussten wegziehen. Aber Segregation darf nicht passieren - wenn man das stabilisieren will, muss es dauerhaft geförderte Wohnungen geben.

Welche Städte sind Ihrer Ansicht nach Vorreiter in Sachen Stadtentwicklung?

DASEKING: Wenn sie Stadtentwicklung sehen wollen, die unheimlich gut läuft, müssen sie nach Kopenhagen und Malmö gehen. Was den Radverkehr betrifft, haben die Holländer die Nase vorn. Marseille strukturiert sich hervorragend um, macht eine Art Selbstheilung durch, da wo früher das schlimmste Viertel war, findet man jetzt junge Künstler. Barcelona war einmal ein Rattennest. Die Stadt wurde geschickt wieder ans Meer geholt, indem man die ganzen Eisenbahnlinien, zwischen Meer und Stadt nach Norden gepackt hat.

Die Stadt der Zukunft, wie sieht die aus?

DASEKING: Wenn es darum geht, wie wir in Zukunft leben wollen, müssen wir Alten auf die Jungen hören. Man muss ja nicht gleich alles umsetzen. Aber eine Vision sollte man davon haben, wo es hingehen könnte. Wir müssen Utopien haben, Spinner und Leute, die auch mal hinter den Berg schauen


Zwei bemerkenswerte Sätze welche hervorzuheben sind.

Zitat
In Freiburg haben wir den öffentlichen Nahverkehr zu einem Rückgrat der Stadt umgebaut. Er ist im Prinzip die Lebensader der Stadt. Stadtentwicklung gibt es grundsätzlich nur entlang dieser Nahverkehrsbänder. Wir haben es geschafft, dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in einer Entfernung von maximal 250 Metern zur Straßenbahn leben. Vorrang dem Öffentlichen Verkehr und den Radfahrern!


Zitat
Bevor der erste Siedler auf das Gelände kommt, muss die Straßenbahn dorthin rollen. Und die Stadt hat in Rieselfeld genau vorgeben, welche Wohneinheiten entstehen sollen, welche ökologischen Maßnahmen Standard sein müssen, wie viele Sozialwohnungen, Miet- und Eigentumswohnungen entstehen sollen - das kann man nicht dem freien Markt überlassen. Für das Rieselfeld waren etwa Niedrigenergiehäuser der Standard, in Vauban waren es dann auch Passivhäuser.


Quelle: Kleine Zeitung (http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4613275/Stadtplanung-das-ist-kein-Schmusekurs-)

l.g. rellov
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: urbanite am März 06, 2015, 18:02:05
Am Donnerstag war Baubeginn für 92 neue Gemeindewohnungen im ehemaligen Hummelkaserne Gelände  :one:
Seit 2008 wurden in Graz 500 neue Gemeindewohnungen gebaut
Quelle: Kleine zeitung

Hier ein Rendering dieser neuen Gemeindebauten die großteils aus Holz gebaut werden und außerdem Passivhaus Standard aufweisen werden:

http://www.kleinezeitung.at/images/uploads_520/3/6/3/4678499/64EE7786-1DE5-4476-9617-E8D4BD4BCF14_v0_h.jpg
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: saito02 am April 26, 2015, 19:49:00
Hallo!

Ich habe am Samstag mit Schrecken gesehen, dass in der Wetzelsdorferstraße ein großer Teil der Allee zwischen Bahnübergang und Denzel (auf der Fahrbahnseite Stadteinwärts) gefällt wurde.  >:(  :'(  Nehme mal an, der Rest wird noch folgen. Ist bekannt warum das gemacht wird? Werden die Neubauten (wann auch immer sie kommen) bis an die Straße heranreichen? Habe auf die schnelle nirgendwo eine Info gesehen. Auf jedenfall ist eine der wenigen schönen Alleen in Graz offenbar bald Geschichte.  :boese:

LG Ernest

P.s.: Hoffe, dass ist die richtige Forenrubrik.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am April 26, 2015, 19:55:25
Ja das ist schon die richtige.

Gebaut wird der Geh- und Radweg, zuvor werden noch die Leitungen verlegt / erneuert...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: urbanite am April 27, 2015, 11:41:56

Hallo!

Ich habe am Samstag mit Schrecken gesehen, dass in der Wetzelsdorferstraße ein großer Teil der Allee zwischen Bahnübergang und Denzel (auf der Fahrbahnseite Stadteinwärts) gefällt wurde.  >:(  :'(  Nehme mal an, der Rest wird noch folgen. Ist bekannt warum das gemacht wird? Werden die Neubauten (wann auch immer sie kommen) bis an die Straße heranreichen? Habe auf die schnelle nirgendwo eine Info gesehen. Auf jedenfall ist eine der wenigen schönen Alleen in Graz offenbar bald Geschichte.  :boese:

LG Ernest

P.s.: Hoffe, dass ist die richtige Forenrubrik.

Schade um die Allee - vielleicht bleiben die Bäume zumindest auf einer Seite!
Wenn der Bebauungsplan so umgesetzt wird wie am "Papier" dann wird Reininghaus ein schöner grüner neuer Stadtteil weil man dort höher baut mit viel Grün dazwischen und jedes Quartier einen eigen Park haben soll...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Immanuel Cunt am April 29, 2015, 14:36:25
Streit im Rathaus nach Baumfällung

Die gefällte Allee in der Wetzelsdorfer Straße macht die Kluft im Grazer Rathaus deutlich. Von Robert Preis

16 gesunde Alleebäume in der Wetzelsdorfer Straße wurden am Wochenende gefällt (die Kleine Zeitung berichtete). Nach dem kritischen Vorstoß der KPÖ gehen nun auch die Grünen in die Offensive.

Grüne üben Kritik

Grünen-Gemeinderat Karl Dreisiebner ist empört: ,,Wir haben recherchiert und sehen den Fall noch viel tief greifender. Die Bäume wurden im Zuge eines Gesamtprojektes gefällt, das im Gemeinderat nicht einmal beschlossen wurde." Das 2,3 Millionen-Euro-Bauprojekt - es handelt sich um die ÖV-Trasse entlang der Wetzelsdorfer Straße bis zur Hummelkaserne - sei dem Gemeinderat nur vorgestellt worden. ,,Man hätte die Bäume ja auch als Inselregelung zwischen Trasse und Straße erhalten können", vieles sei möglich, doch diese Vorgehensweise der Baudirektion ,,unglaublich". Dreisiebner: ,,Das ist ein Versagen des zuständigen Referenten und Bürgermeisters Siegfried Nagl."

Bürgermeister-Büro kontert

Nagls Büroleiter Thomas Rajakovics weist die Vorwürfe zurück: ,,Da haben die Grünen schlecht recherchiert, denn die Baumschutzverordnung gilt laut Punkt 8 nicht für Landes- und Bundesstraßen." Eher irritiert ist Rajakovics aber über Stadtrat Mario Eustacchio. ,,Beim Naturschutzbeirat war noch von neun Bäumen die Rede, plötzlich sind es mehr. Das hat niemand gewusst, und ist nicht die feine Art."

Mehr Bäume fallen

Kritik, egal von welcher Seite, wehrt FP-Stadtrat Eustacchio jedoch ab, indem er kontert: ,,Wer A sagt, muss auch B sagen. Oder aber hier ist jemand bewusst naiv. Ich kann jedenfalls nicht für eine Entwicklung des Reininghaus-Areals sein, für den Ausbau einer Straßenbahn-Trasse, für Geh- und Radwege - und dann so blauäugig." Er stellt klar: ,,Natürlich fällen wir Bäume und es werden noch mehr gefällt, aber wir werden auch wieder aufforsten."
Dem Naturschutzbeirat richtet er aus: ,,Das ist ein Beirat, nicht mehr und nicht weniger." ROBERT PREIS

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4719421/PolitDebatte_Streit-im-Rathaus-nach-Baumfaellung (http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4719421/PolitDebatte_Streit-im-Rathaus-nach-Baumfaellung)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am April 29, 2015, 14:38:06
Die Löwingerbühne ist ein Klax gegen das, was hier abläuft...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Empedokles am April 30, 2015, 08:17:27
Zitat

,,Man hätte die Bäume ja auch als Inselregelung zwischen Trasse und Straße erhalten können" ...


Jeder umweltbewusste und logisch denkende Mensch hätte sich das so vorgestellt!
Irgendwie habe ich aber immer befürchtet, dass diese Bäume dran glauben werden müssen.

LG, E.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: ptg am April 30, 2015, 08:39:12

Zitat

,,Man hätte die Bäume ja auch als Inselregelung zwischen Trasse und Straße erhalten können" ...


Jeder umweltbewusste und logisch denkende Mensch hätte sich das so vorgestellt!
Irgendwie habe ich aber immer befürchtet, dass diese Bäume dran glauben werden müssen.

LG, E.


Nachdem die Straßenbahntrasse aber freigehalten wird bis 2050 ohne jemals eine Straßenbahn zu errichten, muss die Straße zumindest 4spurig ausgebaut werden und das geht mit der Allee einfach nicht - so "blau"äugig müssen unsere Stadtversager schon sein.
Falls dann doch eine Straßenbahn gebaut wird, wird eine Ersatzpflanzung in Form von 2m dicken Betonsäulen mitten am Geh- und Radweg vorgenommen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am Mai 29, 2015, 19:57:29
Ein paar Büderl von heute, bevor alles abgerissen wird
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am Juni 08, 2015, 15:47:52
Die Hürden auf dem Weg zu den neuen Grazer Stadtteilen


Graz wächst beständig. Am Reininghausareal und beim Hauptbahnhof entstehen neue Stadtteile für Arbeits- und Wohnraum. Doch Verzögerungen und Rechtsunsicherheit ärgern Investoren, und die Stadt ist bei der Verkehrsanbindung säumig.
Graz. Es ist für Grazer Verhältnisse eine riesige Fläche von rund 400 Hektar, welche die Stadt mit Partnern auf meist alten Industriebrachen beim Bahnhof an der Waagner-Biro-Straße, in Reininghaus und Don Bosco entwickeln will. Das Gebiet umfasst Zonen in den vier Bezirken Gries, Lend, Eggenberg und Wetzelsdorf. Allein in Reininghaus sollen auf dem 52 Hektar großen Areal am Ende 12.000 Menschen Platz zum Wohnen finden und bis zu 5000 Arbeitsplätze bereitgestellt werden. Zwölf Eigentümer haben die 18 Quartiere in Reininghaus erworben, die laut dem Rahmenplan der Stadt ausgewiesen sind. Graz macht damit den Investoren Zielvorgaben wie einen urbanen Nutzungsmix, kompakte Siedlungsstruktur, attraktive Fuß- und Radwegverbindungen, Anschluss an die Öffis, verkehrsberuhigte Quartierserschließung.



Bauverzögerung

Wolfgang Erber und seine Erber Unternehmensgruppe haben sich am Reininghausareal die Quartiere 1 (mit dem denkmalgeschützten Altbestand), 4a und 5 gesichert. Erber ist der größte Investor und hat rund 90 Millionen   für den ersten Bauabschnitt investiert. "Bis jetzt gab es keine Hürden, wir rechnen eigentlich mit keinen Einwendungen", hofft Erber. Alle relevanten Gutachten (Lärm, Klima etc.) seien erledigt, im Herbst soll Baustart sein.
Doch Albrecht Erlacher, im Grazer Bürgermeisteramt für die Reininghaus-Koordination zuständig und als früherer Chef der Landesimmobiliengesellschaft mit Grazer Behördenabläufen vertraut, bremst die Erwartungen: "In Graz ist ein Bauverfahren in dieser Größenordnung kaum unter neun bis 15 Monaten möglich." Auch wenn es keine größeren Einwendungen von Anrainern geben sollte, rechnet Erlacher nicht damit, dass Erber vor Frühjahr 2016 mit dem Bau beginnen kann, da das Verfahren noch läuft.
Unklarheit um UVP
Wolfgang Erber ist ob der angesprochenen Bauverzögerung irritiert. "Ich habe die Grundstücke gekauft, Geld investiert und will was Ordentliches entwickeln. Die Stadt war in der Jury des Architektenwettbewerbs und hat das Projekt gutgeheißen. Die Fakten sprechen für einen Baubeginn Herbst 2015", beharrt Erber   und will nötigenfalls "an den geeigneten Stellen die Entwicklung mit Nachdruck forcieren". Nicht kommentieren will Erber die Frage, ob Reininghaus und damit auch Erbers Projekt nicht doch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) brauche. Die sei zwar laut informeller Feststellung der Landesbehörde nicht nötig. Erlacher hegt aber auch hier Zweifel: "Es gibt in Kärnten einen ähnlich gelagerten Fall, der eine UVP vorsieht. Für mich ist das daher noch nicht ganz ausgeräumt."
Wirren um Reininghaus
Dabei herrschte um die Entwicklung des ehemaligen Brauereiareals Reininghaus ohnehin lange Unsicherheit. Seit der mittler weile verstorbene Investor Ernst Scholdan mit seiner Immobilienfirma Asset One vor zehn Jahren Gründe übernommen hatte, ist viel passiert. Scholdans Asset One, die einen kompletten Stadtteil allein entwickeln wollte, wurde Opfer der Wirtschaftskrise von 2008 ff. Die Pläne von Bürgermeister Siegfried Nagl, die Stadt Graz solle das Areal kaufen   Kaufpreis damals: knapp 80 Millionen     und selbst entwickeln, zerschlugen sich 2012 am Nein der Bürger. Asset One wurde von einer Investorengruppe um  Alfred Müller übernommen, die seitdem die Flächen, Quartiere genannt, Stück für Stück verkauft. "Zwei Drittel der Quartiere sind bereits verkauft", sagt Stefan Untiedt, Geschäftsführer der Asset One. Zu den einstigen Über nahmekosten wollen die neuen, medienscheuen Eigentümer der Asset One Projektentwicklungs GmbH nichts bekannt geben. Insider vermuten, dass man Scholdans Schulden im Ausmaß von rund 20 Millionen   übernommen habe. Wird man selbst Quartiere entwickeln? "Kein Kommentar."

Auflagen bei Wohnen

Investoren wie die Grazer Wechselseitige Versicherung AG, die ein Projekt mit einer Grundstücksfläche von 12.000 Quadratmetern auf Quartier 6 Nord realisiert, haben dagegen klare Vorstellungen. "Geplant sind 300 bis 330 Wohnungen und untergeordnet andere Nutzungen wie Geschäft oder Büro", sagt Patrick Pongratz von der projektausführenden Grawe Immobilien Holding. Für den Bebauungsplan hofft man auf einen positiven Gemeinderatsbeschluss im Herbst. Doch mit den Stadtbaubehörden gebe es auch "Auffassungsunterschiede", so Pongratz. Einerseits will die Stadt leistbares Wohnen, andererseits treiben Vorgaben wie ein innovatives Oberflächenentwässerungssystem, Monitore an Gebäudeausgängen, die Öffi-Fahrzeiten anzeigen, oder großzügige Fahrradabstellplätze die Kosten in die Höhe. "Das sind Mehrkosten, die irgendwie eingerechnet werden müssen", meint Pongratz.  Zusammen mit den Bauträgern Hofstätter & Kletzenbauer (Quartier 6a) und Erber (Quartier 5) werden für die Entwicklung der drei Quartiere rund 150 Millionen   investiert und 1000 Miet- und Eigentumswohnungen errichtet.

Mobilität kommt spät

Die Bauträger selbst sind sich nicht ganz einig, ob eine Straßenbahnanbindung des neuen Stadtteils unabdingbar ist oder eine Busverbindung reicht. Pongratz setzt auf die Straßenbahn: "Die muss vor Ort sein, bevor die ersten Leute einziehen." Reichlich spät komme daher die angekündigte Straßenbahnanbindung für 2019. Ähnlich sieht es Wolfgang Erber: "Eine Straßenbahn ist schon ein ordentliches Statement, das Kraft für den Stadtteil hat." Es überrasche ihn, dass man schon so lange weiß, dass der Stadtteil kommt, es aber keine ordentliche Anbindung an den öffentlichen Verkehr gebe, wenn die Leute eingezogen sind. "Der Stand der Planungen ist da nicht transparent genug", ärgert sich Pongratz. Immerhin will die Grawe im Herbst 2016 den Bau beginnen und Mitte 2018 an die Mieter übergeben.
Christian Krainer, Geschäftsführer des gemeinnützigen Wohnbauträgers ÖWG, der mit den Quartieren 6 und 6a 75.000 Quadratmeter große Grundstücke gekauft hat und dort rund 900 Wohnungen, Geschäfte und Büros errichten will, kann sich als Übergangslösung auch eine Busanbindung vorstellen. "Ich bin zuversichtlich, dass im Endausbau eine Straßenbahn vor Ort sein wird."

Smart City als Mitte

Gediehen ist mittlerweile auch die Entwicklung der ehemaligen Industriebrache hinter dem Hauptbahnhof: Auf 120.000 Quadratmetern soll eine "Smart City" entstehen, ein ressourcenschonender, energieeffizienter und emissionsarmer Stadtteil, der Wohnen, Nahversorgung, Arbeiten und Freizeit verbindet. Kernstück ist der 60 Meter hohe Science Tower, den die Firma SFL mit einer Gesamtinvestition von 25 Millionen   errichtet. Spatenstich war Anfang Mai. Er wird mit einer innovativen solaren Energielösung ausgestattet: Die sogenannte Grätzel-Zelle basiere auf neuer Glastechnologie, die auf dem Prinzip der Photosynthese Licht in elektrischen Strom umwandle, so SFL-CEO Hans Höllwarth. Neben der leistungsstarken Fassade soll der Turm auch im Inneren als Kraftwerk mit Wärme- und Stromspeichern dienen.
Investoren wie AVL List und Raiffeisen entwickeln am neuen Stadtteil bereits gemeinsam. Ihr Projekt mit 26.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche soll 200 Wohnungen schaffen. "Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant", so Nikolaus Lallitsch von Raiff eisen Immobilien. Mit dem neuen Stadtteil rücke die gesamte Bahnhofsgegend in die Mitte der Stadt, meint Lallitsch. Für den Straßenbahnanschluss investiert die Stadt 16 Millionen.

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/steiermark/4745737/Die-Hurden-auf-dem-Weg-zu-den-neuen-Grazer-Stadtteilen
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Sanfte Mobilität am Juni 08, 2015, 17:12:10
Weder der neue Stadttteil "Reininghaus", noch SmartCity oder die Bebauung beim Euroshopping bzw. andere Großbauprojekte in Graz sind "vom Himmel gefallen" - es ist unverständlich, dass nicht schon alleine mit der Baugenehmigung eine entsprechende ÖV-Erschließung (Reininghaus mit der Tram etc.) mitbeschlossen werden MUSS. Jetzt wird da schon fast gebaut und es gibt immer noch keine Entscheidung für eine Reininghaus-Tram, jedenfalls wurde die Öffentlichkeit davon noch nicht informiert, keinen Zeitplan etc.

Das ist das alte Grazer Herumgewurschtel ohne Sinn und Plan!

Mit den ersten fertigen Wohnbauten muss eine Tram in die Reininghausgründe fahren (und nicht erst Jahre später), aber hier versagt zum wiederholten Male die städtische Verkehrspolitik ...

W.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Immanuel Cunt am Juni 08, 2015, 18:05:47
Zitat

[...] Einerseits will die Stadt leistbares Wohnen, andererseits treiben Vorgaben wie ein innovatives Oberflächenentwässerungssystem, Monitore an Gebäudeausgängen, die Öffi-Fahrzeiten anzeigen, oder großzügige Fahrradabstellplätze die Kosten in die Höhe. "Das sind Mehrkosten, die irgendwie eingerechnet werden müssen", meint Pongratz.  


Ein Tiefgaragenplatz kostet in der Errichtung rd 20.000 Euro, aber ein simpler Indoor-Abfahrtsmonitor soll der wahre Kostentreiber sein?!

lg, IC
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: gradl am November 18, 2015, 22:44:01

Hohensinn und Freiland gewinnen den Wettbewerb zur Gestaltung der zentralen ÖV Achse für Reininghaus:

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=660097547464339&id=172456742895091
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 529 am März 08, 2017, 21:34:45
https://www.meinbezirk.at/graz/lokales/reininghaus-die-maelzerei-kostet-weiter-zeit-d2045380.html?cp=Kurationsbox
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 529 am April 22, 2017, 20:27:51
Ein Radweg um 500.000 EUR für 900 Meter!  :boese:

Damit hätte man lieber ein paar Schienen verlegen können.

Ein Bericht von heute aus der Kleinen Zeitung.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am April 22, 2017, 21:27:15
Die Verkehrsstadträtin scheint da auch nicht zum Team gehören.  >:(
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am April 22, 2017, 22:13:45
Ein Radweg um 500.000 EUR für 900 Meter!  :boese:

Damit hätte man lieber ein paar Schienen verlegen können.

Ein Bericht von heute aus der Kleinen Zeitung.

Man muss jetzt nicht gerade Radfahrer gegen Öffis ausspielen.
Beides braucht es für eine lebenswerte Stadt!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 529 am April 22, 2017, 23:14:11
Ein Radweg um 500.000 EUR für 900 Meter!  :boese:

Damit hätte man lieber ein paar Schienen verlegen können.

Ein Bericht von heute aus der Kleinen Zeitung.

Man muss jetzt nicht gerade Radfahrer gegen Öffis ausspielen.
Beides braucht es für eine lebenswerte Stadt!
Aber solange in Reininghaus nichts gebaut wird, braucht es auch keinen Radweg da wäre eine Öffianbindung (Straßenbahn) sinnvoller!

Neben Reininghaus verläuft in der Alten Postraße bzw. Wetzelsdorfer Straße sowieso ein Radweg, letzteres wurde sogar erst vor 1-2 Jahren eröffnet.

Für 500.000 Euro hätte man zumindest schon irgendwelche Vorbereitungen machen können für die Straßenbahn!

Wie gesagt ein Radweg führt dort einige Meter nebenan schon vorbei, da braucht man nicht noch einen machen um eine halbe Million Euro für schlappe 900 Meter!!!  ::)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am April 23, 2017, 10:04:33
Ein Radweg um 500.000 EUR für 900 Meter!  :boese:

Damit hätte man lieber ein paar Schienen verlegen können.

Ein Bericht von heute aus der Kleinen Zeitung.

Man muss jetzt nicht gerade Radfahrer gegen Öffis ausspielen.
Beides braucht es für eine lebenswerte Stadt!
Aber solange in Reininghaus nichts gebaut wird, braucht es auch keinen Radweg da wäre eine Öffianbindung (Straßenbahn) sinnvoller!

Neben Reininghaus verläuft in der Alten Postraße bzw. Wetzelsdorfer Straße sowieso ein Radweg, letzteres wurde sogar erst vor 1-2 Jahren eröffnet.

Für 500.000 Euro hätte man zumindest schon irgendwelche Vorbereitungen machen können für die Straßenbahn!

Wie gesagt ein Radweg führt dort einige Meter nebenan schon vorbei, da braucht man nicht noch einen machen um eine halbe Million Euro für schlappe 900 Meter!!!  ::)

Und nicht vergessen: Es ist ein Provisorium um 500.000 €!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am April 23, 2017, 11:13:29
Und nicht vergessen: Es ist ein Provisorium um 500.000 €!

Wer Geld für ein unsinniges E-Bus Projekt hat, hat genügend Geld für jedweden anderen Unfug.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am April 23, 2017, 14:27:51
Ein Radweg um 500.000 EUR für 900 Meter!  :boese:

Damit hätte man lieber ein paar Schienen verlegen können.

Ein Bericht von heute aus der Kleinen Zeitung.

Man muss jetzt nicht gerade Radfahrer gegen Öffis ausspielen.
Beides braucht es für eine lebenswerte Stadt!
Aber solange in Reininghaus nichts gebaut wird, braucht es auch keinen Radweg da wäre eine Öffianbindung (Straßenbahn) sinnvoller!

Neben Reininghaus verläuft in der Alten Postraße bzw. Wetzelsdorfer Straße sowieso ein Radweg, letzteres wurde sogar erst vor 1-2 Jahren eröffnet.

Für 500.000 Euro hätte man zumindest schon irgendwelche Vorbereitungen machen können für die Straßenbahn!

Wie gesagt ein Radweg führt dort einige Meter nebenan schon vorbei, da braucht man nicht noch einen machen um eine halbe Million Euro für schlappe 900 Meter!!!  ::)

Und nicht vergessen: Es ist ein Provisorium um 500.000 €!

Falls "Provisorium" in Graz dasselbe bedeutet, wie in Wien, dann ändert sich daran die nächsten 30 Jahre genau gar nichts. ;-)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: schwann am April 23, 2017, 22:44:09
"In Österreich ist nichts so dauerhaft wie ein Provisorium" (Erkenntnis meines Physikprofessors auf der TH - heute TU - am Anfang der 60er-Jahre).
MfG   Gerold.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: ptg am April 24, 2017, 09:35:54
Das Provisorium wird wahrscheinlich in weiterer Folge einen anderen Nutzen haben als Baustellenzufahrt oder damit man statt dem bestehenden Radweg die Straße verbreitern kann, was ja notwendig sein wird, um den MIV am Laufen zu halten, wenn die Unterführung Josef-Hubergasse einmal gebaut ist. (Entlang der Hauptachse wird sich ja wahrscheinlich noch mehrere Jahre nichts tun, aber die Unterführung wird es schon geben.)  
Wenigstens kann man über die sanfte Mobilität schimpfen, wie bei den 24 Mio. für die 7er-Verlängerung.
Abgesehen davon: In welchem Zickzack wird der Radweg geführt? Die Hauptachse ist insgesamt 800 m lang und davon ist ungefähr die Hälfte schon asphaltiert.
Hauptsache Nagl kann behaupten, dass er eh so viel für die sanfte Mobilität tut (parallel hat er wahrscheinlich ein paar Mio. gefunden, um irgendwo ein Straßnbauprojekt zu unterstützen), deswegen aber leider kein Geld für den ÖV da ist und zusätzlich für Unmut bei allen Nichtradfahrern sorgen, weil die Radfahrer, die sich eh an nix halten, das ganze Geld sogar für sinnlose Radwege, die keiner braucht, reingesteckt bekommen. Das funktioniert ja sogar hier.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am April 24, 2017, 09:58:01
In der Alten Poststraße ist ein Radweg und die Brauhausstraße ist nicht so stark befahren, dass man dort einen Radweg benötigte.
Dazwischen braucht genau NIEMAND einen Radweg. - Aber Hauptsache die hohen Herren können mit dem Spaten in die Kamera grinsen.

Wann der nächste Spatenstich für den ÖV-Ausbau erfolgt, weiß heute noch keiner, Da muss gespart werden.  :boese:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Mai 10, 2017, 13:55:10
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5214838/Reininghaus_Warum-SchwarzBlau-den-Investoren-27-Millionen-Euro

Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ragnitztal am Mai 10, 2017, 15:36:24
Ich kann den Artikel leider nicht lesen.

Kann jemand, der ein Abo für die Plus-Artikel besitzt, bitte den Text hineinkopieren? Danke!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Torx am Juni 03, 2017, 15:27:18
Kann jemand, der ein Abo für die Plus-Artikel besitzt, bitte den Text hineinkopieren? Danke!

Alternativ kann man auch 48h warten, dann ist es auch für jeden lesbar.

So wie es aussieht geht nun Erber als Investor von Bord:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5229003/Stadtentwicklung_Reininghaus_Der-erste-Bauherr-geht-von-Bord
(Abrufbar am 5.6., 9:00)

Das ist insofern auch brisant, weil er das Braustüberl (wurde hier am linken Bild übrig gelassen) (http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,11070.msg145868.html#msg145868) erhalten wollte. Das muss nun der Nachfolger nicht mehr, weil auch die Stadt einen Bebauungsplan verabsschiedet hat, der eine Erhaltung gar nicht vorsieht. Eigentlich ein Witz, dass die Stadt kein Interesse an einer Erhaltung zeigt, selbst wenn es der Investor will.

Andererseits habe ich vorab schon Gerüchte gehört, dass Erber eigentlich gar nicht selber bauen will - sondern nur nur mal das ganze vorbereiten und dann an andere weiter vergeben. Gerüchte sind im Prinzip immer viele im Umlauf, aber dass es nun doch so gekommen ist macht einen schon stutzig.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Juni 03, 2017, 16:21:43
Wen wunderts, wenn eine Verzögerung die andere ablöst und die Stadt auch noch den Tramausbau absagt.

ÖKO-Stadtteil adé  :boese:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Amon am Juni 03, 2017, 19:23:49
Bleibt zu hoffen, dass - wie in Frankreich - irgendwann auch in Graz ein fehlender Tramanschluss ein Kriterium für die Qualitätsminderung eines Baugrunds ist, bzw. umgekehrt ein Tramanschluss einen Baugrund aufwertet. Wenn wirtschaftliche Fakten für die Bim sprechen, wird vielleicht auch die ÖVP Gefallen daran finden. Vorher sicher nicht.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Juni 03, 2017, 20:00:27
Wer soll das beschließen?

Die Unterführung JHG wird fertig sein, lange bevor ein einziges Straßenbahnprojekt in Bau ist oder auch lange vor dem neuen Buskonzept. :P
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ragnitztal am Juni 14, 2017, 09:51:38
Heute in der Kleinen Zeitung - Die Stadt könnte bzgl. Amtshaftung verklagt werden:  :P
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: PeterWitt am März 20, 2018, 12:27:44
Der Schulstandort in Reininghaus scheint auf der Kippe zu stehen, siehe Artikel Kleine Zeitung:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5390433/Graz_Reininghaus_Streit-um-Unterfuehrung-laesst-Schulcampus-wackeln
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Amon am Juli 30, 2018, 11:42:53
Aus einer aktuellen Broschüre der ÖWG (Bild 1), sowie aus der Kleinen Zeitung (Bild 2 ff. +  Artikel).


Mit August fällt der Startschuss für das größte Straßenbauprojekt, das heuer in Graz neu in Angriff genommen wird. Der nicht ganz einen Kilometer lange Abschnitt der Alten Poststraße zwischen Wetzelsdorfer Straße und Reininghausstraße sowie die Kratkystraße werden völlig neugestaltet.
Es ist nicht irgendein Straßenabschnitt, auf dem hier bald die Bagger auffahren, soll doch auf einer Fläche von 54 Hektar westlich und östlich der Alten Poststraße der neue Stadtteil Reininghaus entstehen. Was an den Plänen für das 13-Millionen-Euro-Projekt auf den ersten Blick auffällt: Fußgängern und Radfahrern wird viel Platz eingeräumt. Ein jeweils 3,6 Meter breiter Grünstreifen mit Alleebäumen säumt die Straße und trennt sie von den Geh- und Radwegen, die es auf beiden Seiten geben wird.
,,Wir haben uns dazu bekannt, dass mit Reininghaus ein zweites, urbanes Stadtzentrum entstehen soll, dann muss der öffentliche Raum auch für alle Verkehrsteilnehmer etwas leisten können", unterstreicht Stadtbaudirektor Bertram Werle. Eine Hauptverkehrsstraße wird die Alte Poststraße trotzdem weiterhin bleiben, 13.000 Autos werden dort derzeit täglich gezählt. Jenen, die sich mehr Autospuren wünschen, hält der Stadtbaudirektor entgegen: ,,Das würde gar nichts bringen, da die Knoten vor und nach diesem Abschnitt nicht mehr Autos aufnehmen können und der Platz nicht zur Verfügung steht, um das zu ändern."


Bis voraussichtlich November kann die Alte Poststraße zwischen Wetzelsdorfer Straße und Reininghausstraße trotz Bauarbeiten befahren werden, dann wird der Verkehr über eine Ersatzstraße geleitet, die extra dafür errichtet wird und über die Reininghausgründe führt. Zum ,,oberflächlichen" Ausbau des Straßenabschnitts kommen im wahrsten Sinn des Wortes tief greifende Arbeiten. ,,Alle Hauptversorgungsleitungen, von Fern- und Nahwärme bis zu Gas, Strom und Wasser werden neu verlegt", erklärt Wolfgang Toman, in der Stadtbaudirektion für das Straßenbauprojekt verantwortlich. Damit rüstet sich die Stadt dafür, dass in den nächsten Jahren Reininghaus Zug um Zug an bestehende Versorgungsnetze andocken wird.



Anfang 2019 wird es dann noch komplexer, wenn zusätzlich die Arbeiten an der Bim-Strecke nach Reininghaus und bis zur ehemaligen Hummelkaserne in Angriff genommen werden. Die Unterführung unter der GKB-Strecke wird gesperrt, da das Gefälle der Alten Poststraße in diesem Bereich abgeflacht werden muss. Der darauffolgende Kreisverkehr kann nur von Osten nach Westen passiert werden. ,,Ab November 2021 wird die Straßenbahn voraussichtlich nach Reininghaus fahren", erläutert Klaus Masetti, Projektleiter der Stadtbaudirektion, den Zeitplan. 45 Millionen Euro sind für den Tramausbau veranschlagt. Ein Drittel der Kosten übernimmt das Land. Nach Gesprächen mit dem Verkehrsminister gehen die Verantwortlichen davon aus, dass auch der Bund das Projekt mitfinanzieren wird.


Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am Juli 30, 2018, 12:30:37
Die 45 Mio kann man aber so ernst nehmen wie die 27 Mio für die 7 Verlängerung oder?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am Juli 30, 2018, 12:55:42
.....
Anfang 2019 wird es dann noch komplexer, wenn zusätzlich die Arbeiten an der Bim-Strecke nach Reininghaus und bis zur ehemaligen Hummelkaserne in Angriff genommen werden. Die Unterführung unter der GKB-Strecke wird gesperrt, da das Gefälle der Alten Poststraße in diesem Bereich abgeflacht werden muss. Der darauffolgende Kreisverkehr kann nur von Osten nach Westen passiert werden. ,,Ab November 2021 wird die Straßenbahn voraussichtlich nach Reininghaus fahren", erläutert Klaus Masetti, Projektleiter der Stadtbaudirektion, den Zeitplan. 45 Millionen Euro sind für den Tramausbau veranschlagt. Ein Drittel der Kosten übernimmt das Land. Nach Gesprächen mit dem Verkehrsminister gehen die Verantwortlichen davon aus, dass auch der Bund das Projekt mitfinanzieren wird.


Damit wird der erste Streckenabschnitt der Südwest-Linie in Angriff genommen ....
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am Juli 30, 2018, 12:59:55
.....
Anfang 2019 wird es dann noch komplexer, wenn zusätzlich die Arbeiten an der Bim-Strecke nach Reininghaus und bis zur ehemaligen Hummelkaserne in Angriff genommen werden. Die Unterführung unter der GKB-Strecke wird gesperrt, da das Gefälle der Alten Poststraße in diesem Bereich abgeflacht werden muss. Der darauffolgende Kreisverkehr kann nur von Osten nach Westen passiert werden. ,,Ab November 2021 wird die Straßenbahn voraussichtlich nach Reininghaus fahren", erläutert Klaus Masetti, Projektleiter der Stadtbaudirektion, den Zeitplan. 45 Millionen Euro sind für den Tramausbau veranschlagt. Ein Drittel der Kosten übernimmt das Land. Nach Gesprächen mit dem Verkehrsminister gehen die Verantwortlichen davon aus, dass auch der Bund das Projekt mitfinanzieren wird.


Damit wird der erste Streckenabschnitt der Südwest-Linie in Angriff genommen ....

Gut, dass die Reininghausstrecke gebaut wird!

Es ist aber leider nicht die Südwestlinie. Diese war immer vom Jakominiplatz über den Griesplatz zur Hummelkaserne und weiter vorgesehen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am Juli 30, 2018, 17:24:30
.....
Anfang 2019 wird es dann noch komplexer, wenn zusätzlich die Arbeiten an der Bim-Strecke nach Reininghaus und bis zur ehemaligen Hummelkaserne in Angriff genommen werden. Die Unterführung unter der GKB-Strecke wird gesperrt, da das Gefälle der Alten Poststraße in diesem Bereich abgeflacht werden muss. Der darauffolgende Kreisverkehr kann nur von Osten nach Westen passiert werden. ,,Ab November 2021 wird die Straßenbahn voraussichtlich nach Reininghaus fahren", erläutert Klaus Masetti, Projektleiter der Stadtbaudirektion, den Zeitplan. 45 Millionen Euro sind für den Tramausbau veranschlagt. Ein Drittel der Kosten übernimmt das Land. Nach Gesprächen mit dem Verkehrsminister gehen die Verantwortlichen davon aus, dass auch der Bund das Projekt mitfinanzieren wird.


Damit wird der erste Streckenabschnitt der Südwest-Linie in Angriff genommen ....

Die Südwestlinie wäre ja zur direkten, schnellstmöglichen Erschließung bis zur SCS Seiersberg, bis ins Zentrum von Seiersberg, bis ins Zentrum von Straßgang, zur S-Bahn in Webling usw. gedacht. Es ging in erster Linie um einen Ersatz der Linie 32, (die ja mEn die stärkst frequentierte Buslinie in Graz ist - oder ??? )
Natürlich könnte man die Linie 32 auch ein wenig entlasten, indem man vom Linienbündel 31-32-33 die Linien 31 und 33 durch eine weitere Verlängerung der Reininghauslinie entlastet, aber der Effekt auf die Linie 32 wäre angesichts deren enormen Einzugsgebietes verschwindend klein. Eine weitere Aufgabe der Südwestlinie wäre ja auch eine direkte Anbindung von Don Bosco ans Zentrum, von Don Bosco an den Busbahnhof Griesplatz und vom Griesplatz an den Jakominiplatz.

Einer weitere Verlängerung der Reininghauslinie wäre zwar ebenso begrüßenswert, wie eine Verlängerung der Linie 5 zur Graz-Köflacher-Bahn, der Linie 7 zum Bahnhof Wetzelsdorf, aber sicherlich kein vollwertiger Ersatz für eine Südwestlinie, die ein deutlich größeres Einzugsgebiet an Fahrgästen hätte! Es wäre auch (selbst bei Realisierung aller drei genannten Straßenbahnideen!) keine ernstzunehmende Alternative zur dichtest verkehrenden Buslinie von Graz (32).
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am Juli 30, 2018, 17:49:50
Die Grundsätze der Stadtplanung, gemäß einem Meisterplan unseres fortschrittlichen Bürgermeisters
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am Juli 30, 2018, 19:57:21
.....
Anfang 2019 wird es dann noch komplexer, wenn zusätzlich die Arbeiten an der Bim-Strecke nach Reininghaus und bis zur ehemaligen Hummelkaserne in Angriff genommen werden. Die Unterführung unter der GKB-Strecke wird gesperrt, da das Gefälle der Alten Poststraße in diesem Bereich abgeflacht werden muss. Der darauffolgende Kreisverkehr kann nur von Osten nach Westen passiert werden. ,,Ab November 2021 wird die Straßenbahn voraussichtlich nach Reininghaus fahren", erläutert Klaus Masetti, Projektleiter der Stadtbaudirektion, den Zeitplan. 45 Millionen Euro sind für den Tramausbau veranschlagt. Ein Drittel der Kosten übernimmt das Land. Nach Gesprächen mit dem Verkehrsminister gehen die Verantwortlichen davon aus, dass auch der Bund das Projekt mitfinanzieren wird.


Damit wird der erste Streckenabschnitt der Südwest-Linie in Angriff genommen ....

Die Südwestlinie wäre ja zur direkten, schnellstmöglichen Erschließung bis zur SCS Seiersberg, bis ins Zentrum von Seiersberg, bis ins Zentrum von Straßgang, zur S-Bahn in Webling usw. gedacht. Es ging in erster Linie um einen Ersatz der Linie 32, (die ja mEn die stärkst frequentierte Buslinie in Graz ist - oder ??? )
Natürlich könnte man die Linie 32 auch ein wenig entlasten, indem man vom Linienbündel 31-32-33 die Linien 31 und 33 durch eine weitere Verlängerung der Reininghauslinie entlastet, aber der Effekt auf die Linie 32 wäre angesichts deren enormen Einzugsgebietes verschwindend klein. Eine weitere Aufgabe der Südwestlinie wäre ja auch eine direkte Anbindung von Don Bosco ans Zentrum, von Don Bosco an den Busbahnhof Griesplatz und vom Griesplatz an den Jakominiplatz.

Einer weitere Verlängerung der Reininghauslinie wäre zwar ebenso begrüßenswert, wie eine Verlängerung der Linie 5 zur Graz-Köflacher-Bahn, der Linie 7 zum Bahnhof Wetzelsdorf, aber sicherlich kein vollwertiger Ersatz für eine Südwestlinie, die ein deutlich größeres Einzugsgebiet an Fahrgästen hätte! Es wäre auch (selbst bei Realisierung aller drei genannten Straßenbahnideen!) keine ernstzunehmende Alternative zur dichtest verkehrenden Buslinie von Graz (32).

Die Südwestlinie sollte grob gesagt entlang der Buslinie 31 verlaufen und so nur im Bereich Jakominiplatz - Don Bosco die Linie 32 entlasten.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am Juli 30, 2018, 20:09:16
Also ich hab Amosers Kommentar einfach als leicht zynischen Kommentar verstanden (und nicht als Diskussionseröffnung, wie die Südwestlinie verlaufen sollte), da die Sichtweise der Stadtpolitiker so sein könnte: ,,Wenn jetzt die Hummelkaserne eh über Reininghaus angeschlossen ist, könn ma eh gleich so weiterbauen und den Südwesten so erschließen und sparen uns die Strecke über den Griesplatz."

(An der Endstation Hummelkaserne sollte ja die Reinighauslinie die Südwestlinie treffen.)
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Amon am Juli 30, 2018, 20:35:22
Also ich hab Amosers Kommentar einfach als leicht zynischen Kommentar verstanden (und nicht als Diskussionseröffnung, wie die Südwestlinie verlaufen sollte), da die Sichtweise der Stadtpolitiker so sein könnte: ,,Wenn jetzt die Hummelkaserne eh über Reininghaus angeschlossen ist, könn ma eh gleich so weiterbauen und den Südwesten so erschließen und sparen uns die Strecke über den Griesplatz."

(An der Endstation Hummelkaserne sollte ja die Reinighauslinie die Südwestlinie treffen.)

So zynisch fand ich das gar nicht. In der Tat wäre der Abschnitt Wetzelsdorfer Straße bis Hummelkaserne eine gemeinsame Strecke für beide Linien. Der nächste konsequente Schritt wäre der Lückenschluss Jakominiplatz-Griesplatz-Don Bosco-Wetzelsdorfer Straße. Danach der Weiterbau richtung Alt-Grottenhof. Die Wendeschleife der Südwestlinie ist ja im aktuellen Flächenwidmungsplan eingezeichnet.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am Juli 30, 2018, 23:07:38
.....
Anfang 2019 wird es dann noch komplexer, wenn zusätzlich die Arbeiten an der Bim-Strecke nach Reininghaus und bis zur ehemaligen Hummelkaserne in Angriff genommen werden. Die Unterführung unter der GKB-Strecke wird gesperrt, da das Gefälle der Alten Poststraße in diesem Bereich abgeflacht werden muss. Der darauffolgende Kreisverkehr kann nur von Osten nach Westen passiert werden. ,,Ab November 2021 wird die Straßenbahn voraussichtlich nach Reininghaus fahren", erläutert Klaus Masetti, Projektleiter der Stadtbaudirektion, den Zeitplan. 45 Millionen Euro sind für den Tramausbau veranschlagt. Ein Drittel der Kosten übernimmt das Land. Nach Gesprächen mit dem Verkehrsminister gehen die Verantwortlichen davon aus, dass auch der Bund das Projekt mitfinanzieren wird.


Damit wird der erste Streckenabschnitt der Südwest-Linie in Angriff genommen ....

Die Südwestlinie wäre ja zur direkten, schnellstmöglichen Erschließung bis zur SCS Seiersberg, bis ins Zentrum von Seiersberg, bis ins Zentrum von Straßgang, zur S-Bahn in Webling usw. gedacht. Es ging in erster Linie um einen Ersatz der Linie 32, (die ja mEn die stärkst frequentierte Buslinie in Graz ist - oder ??? )
Natürlich könnte man die Linie 32 auch ein wenig entlasten, indem man vom Linienbündel 31-32-33 die Linien 31 und 33 durch eine weitere Verlängerung der Reininghauslinie entlastet, aber der Effekt auf die Linie 32 wäre angesichts deren enormen Einzugsgebietes verschwindend klein. Eine weitere Aufgabe der Südwestlinie wäre ja auch eine direkte Anbindung von Don Bosco ans Zentrum, von Don Bosco an den Busbahnhof Griesplatz und vom Griesplatz an den Jakominiplatz.

Einer weitere Verlängerung der Reininghauslinie wäre zwar ebenso begrüßenswert, wie eine Verlängerung der Linie 5 zur Graz-Köflacher-Bahn, der Linie 7 zum Bahnhof Wetzelsdorf, aber sicherlich kein vollwertiger Ersatz für eine Südwestlinie, die ein deutlich größeres Einzugsgebiet an Fahrgästen hätte! Es wäre auch (selbst bei Realisierung aller drei genannten Straßenbahnideen!) keine ernstzunehmende Alternative zur dichtest verkehrenden Buslinie von Graz (32).

Die Südwestlinie sollte grob gesagt entlang der Buslinie 31 verlaufen und so nur im Bereich Jakominiplatz - Don Bosco die Linie 32 entlasten.

Das wäre mMn aber nicht die sinnvollste Linienführung!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am Juli 31, 2018, 07:38:16
Doch schon! Die Linien 31 32 & 40 sind die am stärksten ausgelastetsten Buslinien in Graz (31 und 40 ungefähr 13.000 und 32 ungefähr 11.000 Fahrgäste vor 3-4 Jahren). Dazu Wohnbau in der Straßgangerstraße im großen Stil.

Ja, auch die Linie 32 sollte auf Straßenbahnen umgestellt werden, aber diese wird im ersten Schritt im stärksten Abschnitt auch von der Südwestlinie profitieren.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Martin am Juli 31, 2018, 19:55:11
63 spielt bei diesen Fahrgastzahlen aber auch schon locker mit...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am Juli 31, 2018, 21:56:20
Stimmt hab ich nicht beachtet, weil die Linie 63 nichts mit der Südwest-Linie zu tun hat. Sie sollte um die 11.000 Fahrgäste liegen, genauso wie die Linie 67.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Andreas am Juli 31, 2018, 22:11:16
Stimmt hab ich nicht beachtet, weil die Linie 63 nichts mit der Südwest-Linie zu tun hat. Sie sollte um die 11.000 Fahrgäste liegen, genauso wie die Linie 67.
Mindestens 11.000, wenn nicht sogar schon knapp 13.000:
http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,12222.0.html
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 22 am August 01, 2018, 07:17:18
Buslinien mit über 10.000 Fahrgäste pro durchschnittlichen Mo - Fr (Normalfahrplan, Stand Winter 2016)

31 - 12.500
32 - 11.000
34/34E - 10.000
40 - 13.500
63 - 12.000
67 - 10.500
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am August 01, 2018, 07:23:09
Buslinien mit über 10.000 Fahrgäste pro durchschnittlichen Mo - Fr (Normalfahrplan, Stand Winter 2016)

31 - 12.500
32 - 11.000
34/34E - 10.000
40 - 13.500
63 - 12.000
67 - 10.500

Danke für die aktuelleren Zahlen!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am August 01, 2018, 07:27:48
Doch schon! Die Linien 31 32 & 40 sind die am stärksten ausgelastetsten Buslinien in Graz (31 und 40 ungefähr 13.000 und 32 ungefähr 11.000 Fahrgäste vor 3-4 Jahren). Dazu Wohnbau in der Straßgangerstraße im großen Stil.

Ja, auch die Linie 32 sollte auf Straßenbahnen umgestellt werden, aber diese wird im ersten Schritt im stärksten Abschnitt auch von der Südwestlinie profitieren.

Gut, nachdem der Link zu den Fahrgastzahlen gepostet wurde ist klar, dass die Linie 31 etwas mehr Fahrgäste hat, als die Linie 32. Diesen Umstand würde ich jedoch auch darauf zurückführen, dass die Linie 31 die einzige Linie vom Südwestbündel (31, 32 und 33) ist, die nicht am Jakominiplatz endet, sondern darüber hinaus über Kaiser-Joseph-Platz/Oper und Glacis bis zur Uni weiterfährt. Um diese zu Erschließen schiene mir aber eine kleine Umlegung der Linie 1 ausreichend - unabhängig von einer Südwestlinie.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Ch. Wagner am August 01, 2018, 08:23:28
Leider wir wieder einmal die Realität übersehen: Keiner der Verantwortlichen in Stadt oder Holding ist am Ausbau der Straßenbahn interessiert. Pläne hat es genug gegeben, der Ausbau hätte längst begonnen werden können. Die Stadtoligarchen wollen Autoverkehr, egal ob individuell oder öffentlich. Und alle haben sich diesem Diktum zu unterwerfen. Siehe auch Zerstörung des Augartens.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 01, 2018, 11:30:46
Mein Kommentar zur Reininghaus- alias SW-Linie war gar nicht so zynisch, gemeint, wie in manche verstanden haben wollen! Ein Beispiel: In Linz hat man vor rund 40 Jahren beim Tramausbau in Richtung St. Magdalena/Universität auch nicht die Direttissima gewählt. Wie allen bekannt ist, führt die Linie zunächst der Hauptachse folgend in Richtung Urfahr und wendet sich erst dann tangential in Richtung Osten. Eine Linie in der Direttissima-Achse  in Richtung Auhof hätte bereits ab Blumauerplatz/Hessenplatz in nordöstlicher Richtung verlaufen müssen. Ähnlich könnte sich in Graz die Reininghauslinie in Verlängerung in Richtung Straßgangerstraße - Grottenhof - Straßgang allenfalls unter Einbeziehung der GKB-Trasse bis Seiersberg-Pirka als Tramlinie zur Erschließung des Südwestens von Graz entwickeln. Die GKB könnte bei Feldkirchen in die Südbahn eingebunden werden. Eine Überlegung, der man künftig mit großer Wahrscheinlichkeit noch nahe treten wird ....
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 22 am August 01, 2018, 12:04:17
... allenfalls unter Einbeziehung der GKB-Trasse bis Seiersberg-Pirka als Tramlinie zur Erschließung des Südwestens von Graz entwickeln. Die GKB könnte bei Feldkirchen in die Südbahn eingebunden werden. Eine Überlegung, der man künftig mit großer Wahrscheinlichkeit noch nahe treten wird ....

Ist kein Thema mehr, wurde vor rd. 15 Jahren gemeinsam mit GKB und ÖBB untersucht...
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 01, 2018, 12:27:17
.....
Ist kein Thema mehr, wurde vor rd. 15 Jahren gemeinsam mit GKB und ÖBB untersucht...

Sag niemals nie! Die Studie ist mir bekannt, die GKE ein alter Hut. Damals hatte auch der Güterverkehr noch eine gewisse  Bedeutung, der sich bis heute leider auf drei wöchentliche VG nach W-E reduziert hat. Die optimale Nutzung der GKB-Trasse für einen zeitgemäßen Personennahverkehr ist hingegen durch den sich immer mehr vermehrenden Verkehrsstau auf den Straßen eine absolute Notwendigkeit. Während es sich auf den beiden Hauptstraßenzügen täglich staut, fahren in der HVZ auf der GKB-Trasse je Richtung und Stunde maximal ganze vier Züge. Neue Haltestellen (z.B. Seiersberg, Pirka, Grottenhof), ein dichteres Intervall und eine direkte Führung in die Innenstadt sind Kriterien, die die aktuelle GKB nicht bietet bzw. bieten kann.







Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Commanderr am August 01, 2018, 12:34:13
Ist kein Thema mehr, wurde vor rd. 15 Jahren gemeinsam mit GKB und ÖBB untersucht...
Dann fehlt eigentlich nur eine neuerliche Evaluierung, wie es auch bei anderen Projekten gemacht wurde. 15 Jahre sind doch ein sehr langer Zeitraum. Man könnte sich die Zahlen auch für dieses Projekt schönbiegen lassen, oder etwa nicht? :pfeifend:
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: TW 22 am August 01, 2018, 13:42:40
Es ging um die Frage einer Verbindungsspange der GKB zur Südbahn bei Feldkirchen (inkl. der Einrichtung eines zweigleisigen Straßenbahnbetriebes auf der GKB Trasse). Diese Frage wurde "damals" ausdiskutiert und letztendlich verworfen. Daher ist dies, aus heutiger Sicht, auch auszuschließen.

Die Weichen wurden damals in eine andere Richtung gestellt!

Die zukünftige Entwicklung der GKB geht daher in Richtung eines "echten" S-Bahnbetriebes. Dies wurde letztes Jahr bei einem Vortrag beim VEF, von einem Vertreter der GKB, auch vorgestellt!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Provodnik am August 01, 2018, 14:18:23
Buslinien mit über 10.000 Fahrgäste pro durchschnittlichen Mo - Fr (Normalfahrplan, Stand Winter 2016)

31 - 12.500
32 - 11.000
34/34E - 10.000
40 - 13.500
63 - 12.000
67 - 10.500


Sind das Zahlen im jeweils stärksten Querschnitt?
Oder Zahlen der gesamten Linie (was mE weniger aussagekräftig wäre, denn eine lange Linie kommt einfach kraft Ihrer Länge auf mehr Fahrgäste, für die Umstellungswürdigkeit auf Tram wären eher Querschnittszahlen aussagekräftig)?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 01, 2018, 15:15:43
Ohne einem Hitzekoller verfallen zu sein, ist für mich die Rghs-Bim der Anfang der SW-Linie und die GKB-Trasse zumindest bis Pirka eine nicht gut ausgenützte Trasse für eine innerstädtische Verbindung. Maximal 4 Züge/h und das nur in der jeweiligen Lastrichtung sind einfach eine Vergeudung der Ressource, während sich in der Straßganger und in der Kärntner Straße der tägliche Stau abspielt.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 01, 2018, 16:54:29
Ohne einem Hitzekoller verfallen zu sein, ist für mich die Rghs-Bim der Anfang der SW-Linie und die GKB-Trasse zumindest bis Pirka eine nicht gut ausgenützte Trasse für eine innerstädtische Verbindung. Maximal 4 Züge/h und das nur in der jeweiligen Hauptlastrichtung sind einfach eine Vergeudung einer fast brach liegenden Ressource, während sich in der Straßganger und in der Kärntner Straße der tägliche Stau abspielt und man dafür fast hilflos nach einer Lösung sucht.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: invisible am August 01, 2018, 19:42:30
Ohne einem Hitzekoller verfallen zu sein, ist für mich die Rghs-Bim der Anfang der SW-Linie und die GKB-Trasse zumindest bis Pirka eine nicht gut ausgenützte Trasse für eine innerstädtische Verbindung. Maximal 4 Züge/h und das nur in der jeweiligen Lastrichtung sind einfach eine Vergeudung der Ressource, während sich in der Straßganger und in der Kärntner Straße der tägliche Stau abspielt.

Die Idee ist nicht neu. Man bräuchte nur eine neue Trasse für die GKB entlang der Südautobahn von Feldkirchen nach Pirka.
Auf der Bahntrasse würde man recht problemlos eine zweigleise Straßenbahnstrecke unterbringen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am August 01, 2018, 19:43:14
Die GKB zwischen Hauptbahnhof und Seiersberg (Feldkirchner Straße) zumindest selektiv zweigleisig auszubauen und zu elektrifizieren wäre natürlich eine tolle Sache - eine Stadtbahn im 10-Minuten-Takt zwischen Seiersberg und Graz Hbf. wäre auf jeden Fall eine tolle Sache!
Als weiterer Schritt wäre dann noch ein selektiver Ausbau der Strecke zur Shopping Nord in Andritz andenkbar. Auch wenn sich das ohne extrem Aufwändige ausbauten nur mit einem 15-Minuten-Takt realisieren lassen würde, sähe ich dafür ein sehr großes Potential, wobei für den Nordast natürlich noch ein paar Stationen zwischen Hbf. und Shopping Nord zu errichten wäre, was sich wohl relativ aufwändig gestalten würde.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 01, 2018, 20:50:41
.....
Die Idee ist nicht neu. Man bräuchte nur eine neue Trasse für die GKB entlang der Südautobahn von Feldkirchen nach Pirka.
Auf der Bahntrasse würde man recht problemlos eine zweigleise Straßenbahnstrecke unterbringen.

Es geht mir nicht um eine neue Idee, sondern darum, dass die GKB in der Angelegenheit städtischer Nahverkehr in den letzten 15 Jahren keine Ambitionen und Initiativen zeigt. Obwohl der Güterverkehr praktisch komplett weggefallen ist, versucht man nicht, die gut liegende Trasse zumindest bis Pirka für eine Verbesserung des städtischen Nahverkehrs zu nützen. Keine neuen Haltestellen (das so aufstrebende Seiersberg wird seit 1860 ohne Halt durchfahren), keine Gleisbauten (Ausweichen), keine dichteren Intervalle etc. etc.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am August 01, 2018, 22:05:56
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Die Idee ist nicht neu. Man bräuchte nur eine neue Trasse für die GKB entlang der Südautobahn von Feldkirchen nach Pirka.
Auf der Bahntrasse würde man recht problemlos eine zweigleise Straßenbahnstrecke unterbringen.

Es geht mir nicht um eine neue Idee, sondern darum, dass die GKB in der Angelegenheit städtischer Nahverkehr in den letzten 15 Jahren keine Ambitionen und Initiativen zeigt. Obwohl der Güterverkehr praktisch komplett weggefallen ist, versucht man nicht, die gut liegende Trasse zumindest bis Pirka für eine Verbesserung des städtischen Nahverkehrs zu nützen. Keine neuen Haltestellen (das so aufstrebende Seiersberg wird seit 1860 ohne Halt durchfahren), keine Gleisbauten (Ausweichen), keine dichteren Intervalle etc. etc.

Ein solches Vorgaben müsste auch nicht von der GKB, sondern von der Stadt Graz, den betroffenen Umlandgemeinden und dem steirischen Verkehrsressort gemeinsam vorangetrieben werden!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 01, 2018, 22:09:32
Kann und darf nicht auch das EVU eine Initiative für mehr Einnahmen setzen?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am August 01, 2018, 22:25:47
Ohne einem Hitzekoller verfallen zu sein, ist für mich die Rghs-Bim der Anfang der SW-Linie und die GKB-Trasse zumindest bis Pirka eine nicht gut ausgenützte Trasse für eine innerstädtische Verbindung. Maximal 4 Züge/h und das nur in der jeweiligen Lastrichtung sind einfach eine Vergeudung der Ressource, während sich in der Straßganger und in der Kärntner Straße der tägliche Stau abspielt.

Schön, dass für dich die Reininghausspange die Südwest-Linie ist, das ist sie aber halt auch nur für dich! Es ist und bleibt die Reininghausspange, die im Bereich Hummelkaserne hoffentlich irgendwann mit der Südwestlinie verknüpft wird.

Und auch danke, dass du mal wieder den alten Hut mit der Straßenbahn über die GKB Trasse bringst. Pläne werden eben mal verworfen, egal ob sie gut oder schlecht sind.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: Bus 15 O530 Citaro L am August 01, 2018, 23:08:45
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Die Idee ist nicht neu. Man bräuchte nur eine neue Trasse für die GKB entlang der Südautobahn von Feldkirchen nach Pirka.
Auf der Bahntrasse würde man recht problemlos eine zweigleise Straßenbahnstrecke unterbringen.

Es geht mir nicht um eine neue Idee, sondern darum, dass die GKB in der Angelegenheit städtischer Nahverkehr in den letzten 15 Jahren keine Ambitionen und Initiativen zeigt. Obwohl der Güterverkehr praktisch komplett weggefallen ist, versucht man nicht, die gut liegende Trasse zumindest bis Pirka für eine Verbesserung des städtischen Nahverkehrs zu nützen. Keine neuen Haltestellen (das so aufstrebende Seiersberg wird seit 1860 ohne Halt durchfahren), keine Gleisbauten (Ausweichen), keine dichteren Intervalle etc. etc.
Nur weil man öffentlich nichts davon mitbekommt, heißt das nicht, dass es keine Initiativen seitens der GKB gibt. Betriebskonzepte wurden z.B. erstellt für einen ,,echten" S-Bahn Betrieb. Mehr Züge sind aber bei der derzeitigen Infrastruktur nicht möglich. Da holt die GKB im Streckenabschnitt Graz-Lieboch eh sehr viel aus der Strecke heraus und fährt zur Hauptverkehrszeit an der Machhbarkeitsgrenze. Ein Ausbau der Infrastruktur scheitert hält an der Finanzierung, wird jetzt aber wohl im Rahmen der Elektrifizierung mit dem Bau der Koralmbahn kommen.

Ich persönlich hoffe auf jeden Fall, dass die Strecke als Eisenbahnstrecke erhalten bleibt! Man ist einfach sehr schnell unterwegs im Vergleich zu einer Straßenbahn (GKB fährt mit Vmax 100 km/h) und man ist auch nach kurzer Zeit in der Weststeiermark draußen. Wenn die Trasse wegfallen würde (oder zur Straßenbahn degradiert wird), wäre das ein wesentlicher Komfortverlust und eine Verschlechterung der Anbindung für die Bezirke Wetzelsdorf und Straßgang.

Für eine Straßenbahn ist in der parallel verlaufenden Straßganger Straße auch genug Platz!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 02, 2018, 00:13:10
Freue mich über alle Beiträge und Kommentare zu meinem Stehsatz "Die Rhgs-Tram ist der Anfang der SW-Linie"! Alte Hüte sind oft nicht die schlechtesten! Ich bin auch dafür, dass die GKB als schnelle Verbindung in die Weststmk. nicht nur erhalten bleibt, sondern noch optimiert wird. Das kann aber auch über eine Spange Pirka - Feldkirchen realisiert werden. Der Trassenabschnitt Graz - Wetzelsdorf - Webling - Straßgang - Seiersberg - Pirka ist für einen städtischen Nahverkehr attraktiv und sollte daher im Anschluss an die Rhgs-Tram als SW-Linie genützt werden. Mit noch mehr Haltepunkten muss er von den Fahrgästen aus der Weststeiermark nicht durchfahren werden. Noch einmal: Mit maximal 4 Zügen/h in der jeweiligen Hauptlastrichtung ist diese vorzügliche Trasse nicht gut genützt, obwohl großer Bedarf besteht. Wer auch immer dafür schuld oder verantwortlich ist, ist im Grunde genommen egal. Fakt ist, dass eine vorhandene Schieneninfrastruktur, die mit einigen Ausbaumaßnahmen (weitere Haltestellen, zweites Gleis oder Ausweichen) das Erschließungsproblem des Südwestens enorm verringern könnte (siehe Frequenzzahlen der Busliinien), einfach nicht genützt wird.
Noch einmal speziell zur GKB: Wenn man nur auf eine Bestellung oder einen Auftrag wartet, wird bis zum St. Nimmerleinstag nichts passieren. Offensichtlich pflegt man diese Einstellung auch gegenüber den potentiellen Güterkunden im Binnenverkehr unter dem Motto "Wir sind eh da, vielleicht kommt wer und bestellt eine Leistung?" Beispielsweise führt am Werksgelände von Magna Powertrain in Lannach unmittelbar eine AB vorbei. Mit einer kompakt angebotenen "Just in time-Leistung" wären hier sicher Transportleistungen zu lukrieren.  Im Fernverkehr ist die GKB mit ihren Beteiligungen wie LTE oder ADRIA sehr wohl sehr bemüht und erfolgreich.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am August 02, 2018, 00:18:39
Kann und darf nicht auch das EVU eine Initiative für mehr Einnahmen setzen?

Einnahmen gibt es da nur in Form von Subventionen!
Dementsprechend kann die Initiative auch nur von dem ausgehen, der diese Subventionen finanziert. Kaum ein Bahnbetrieb auf der Welt kann sich nur durch Fahrgeldeinnahmen finanzieren - von Superzügen wie dem Shinkhansen, touristischen Spezialzügen und dergleichen ein Mal abgesehen.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 02, 2018, 00:49:28
Ist OK, vergessen wir "Einnahmen" und ersetzen wir sie durch "Verkehrsleistungen" oder "Verkehrsbedeutung", aber lassen wir auch das EVU initiativ werden!
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 38ger am August 02, 2018, 09:41:25
Ist OK, vergessen wir "Einnahmen" und ersetzen wir sie durch "Verkehrsleistungen" oder "Verkehrsbedeutung", aber lassen wir auch das EVU initiativ werden!

Welches EVU oder EIU (die GKB ist ja immerhin in der glücklichen Lage beides zu sein, wodurch sich der Handlungsspielraum meinetwegen erhöhen könnte) in Österreich, wird von sich aus initiativ? Wie soll das funktionieren? Das ist ein bisschen, wie wenn ein Arzt jemanden behandelt, der nie in seine Ordination kam ... die ÖBB PV fährt ja auch nur auf Bestellung und Infrastrukturprojekte gehen auch vom Bundesministerium, der Stadt Wien usw. aus (und nicht von der ÖBB infra) - oder kennst Du Initiativen, die tatsächlich von EVU oder EIU ausgehen? Mir fielen da eventuell die EUregio-Verbindungen ein, die mittlerweile großteils wieder eingestellt wurden, wohl weil sich keine Besteller dafür fanden. Die stärkere Trennung der Geschäftsbereiche gegenüber den 80ern oder 90ern hat diese Situation sicherlich auch nicht vereinfacht und macht noch abhängiger von den Wünschen und den Initiativen der Besteller, oder nicht?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: amoser am August 02, 2018, 09:55:41
......
Welches EVU oder EIU (die GKB ist ja immerhin in der glücklichen Lage beides zu sein, wodurch sich der Handlungsspielraum meinetwegen erhöhen könnte) in Österreich, wird von sich aus initiativ? Wie soll das funktionieren? Das ist ein bisschen, wie wenn ein Arzt jemanden behandelt, der nie in seine Ordination kam ... die ÖBB PV fährt ja auch nur auf Bestellung und Infrastrukturprojekte gehen auch vom Bundesministerium, der Stadt Wien usw. aus (und nicht von der ÖBB infra) - oder kennst Du Initiativen, die tatsächlich von EVU oder EIU ausgehen? Mir fielen da eventuell die EUregio-Verbindungen ein, die mittlerweile großteils wieder eingestellt wurden, wohl weil sich keine Besteller dafür fanden. Die stärkere Trennung der Geschäftsbereiche gegenüber den 80ern oder 90ern hat diese Situation sicherlich auch nicht vereinfacht und macht noch abhängiger von den Wünschen und den Initiativen der Besteller, oder nicht?

Wenn das wirklich so ist, dass ein EVU oder EIU keine Bemühungen machen darf, kann, soll oder braucht, um mehr Fahrgäste oder Güter zu bekommen, darf man sich nicht wundern, wenn die Leistungen im Schienenverkehr immer mehr ins Hintertreffen geraten und die Straße alles an sich reißt! Nur fragt es sich, wozu erhält man dann die teure Infrastruktur überhaupt aufrecht?
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: 222 am August 03, 2018, 13:31:25
Heute in der Steirerkrone:

https://mobil.krone.at/1749223

Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: FlipsP am August 03, 2018, 15:03:39
Gibt es die alternativen Linienführungen irgendwo anzusehen? Bei der Presseaussendung auf der Fahrgast Homepage finde ich leider nichts.
Titel: Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Beitrag von: PeterWitt am August 03, 2018, 15:52:52
Gibt es die alternativen Linienführungen irgendwo anzusehen? Bei der Presseaussendung auf der Fahrgast Homepage finde ich leider nichts.
Nun, so viele Möglichkeiten gibt es da ja nicht, wenn die Brückenkopfgasse und die Rösselmühlgasse umgangen werden sollen:

1.) SW-Linie wie bisher und ab Lazarettgasse via Elisabethinergasse/Annenstraße/Innenstadt, so wie es ja als Rundkurs z.T. vorgesehen war - Vorteil der direkten Anbindung der Innenstadt, Nachteil dass damit die Kapazitäten in der Innenstadt (egal ob Herrengasse oder Entlastung) weiter belastet werden, außerdem wird damit der Griesplatz weiterhin umfahren und das ganze Viertel bleibt von einer Stadterneuerung wohl ausgeschlossen (was manchen jedoch recht gelegen kommen dürfte...)
2.) SW-Linie zwischen Don Bosco und Jakominiplatz komplett neu trassieren:
2a.) Über Entlastungsstrecke, Gries-oder Feuerbachgasse, Griesplatz, Karlauerstraße, Citypark, Hohenstauffengasse (Vorteil: Greisplatz & Citypark angebunden, A.H.Platz (Zentrum) direkt angebunden)
2b.) Über Linie 5 Karlauergürtel, Hergottwiesgasse, Fabrikgasse, Hohenstauffengasse (Vorteil der rel. geringen Baulänge inkl. Erschließung Citypark)
3.) SW-Linie erst als eigentliche Verlängerung der Reininghaus-Linie realisieren, ohne Don Bosco und Gries zu bedienen, dafür mit Umweg über den HBF.

Weitere Alternativen können wohl nur kleine Abwandlungen davon sein.