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Thema: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020 (12504-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • 38ger
Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #15
Die "bewährte" Direktvergabe heisst vorallem mehr Steuergeld vom Bürger bei weniger Leistung für den Bahnkunden. Wie es anders geht zeigt zum Beispiel Niedersachsen. Hoffentlich stellt die EU das bald ab.


In Niedersachsen gibt es aber keine Bahnstrecken, wie Gänserndorf-Marchegg!
Dort wurden schon vor der Liberalisierung des Schienennetzes die weniger wichtigen Strecken radikal zugesperrt. Dass man die verbliebenen, wichtigeren Strecken jetzt sehr gut füllen kann mit schnellen Verbindungen liegt auf der Hand, wäre aber bei öffentlicher Vergabe womöglich ebenso möglich. Wobei Niedersachsen ja das Wagenmaterial bei fast allen Ausschreibungen selbst zur Verfügung stellt, sodass die privaten Betreiber sich keine Gedanken über Beschaffung der Fahrzeuge machen müssen!
Die klassischen Verkehre in Niedersachsen sind vergleichbar mit den REX-Verbindungen Breclav-Payerbach-Reichenau oder Znojmo-Payerbach-Reichenau oder mit den REX-Plus-Verbindungen. So etwas wie das Schweinbarthert Kreuz, Wels-Grünau oder gar Wels-Aschach gibt es dort eher nicht.

Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #16
So etwas wie das Schweinbarthert Kreuz, Wels-Grünau oder gar Wels-Aschach gibt es dort eher nicht.
Das hat allerdings nichts mit den Betreibern zu tun. Das Ergebnis welche Strecken wie betrieben werden, ist bei Ausschreibung und Direktvergabe das gleiche. Es entscheidet immer der Besteller (Bund/Land), was gefahren wird. Der einzige Unterschied ist dann der Betreiber, der dort fährt.

Es wird immer bessere und schlechtere Ergebnisse geben, sowohl in für den Besteller (Kosten) als auch für den Fahrgast (Komfort). Welches System jetzt längerfristig die besseren Ergebnisse liefert, will ich gar nicht beurteilen, aber wenn man die Vergabekritierien möglichst exakt formuliert und dafür sorgt, dass diese auch eingehalten werden, sollte für den Fahrgast eigentlich kein Unterschied merkbar sein.

  • 38ger
Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #17
So etwas wie das Schweinbarthert Kreuz, Wels-Grünau oder gar Wels-Aschach gibt es dort eher nicht.
Das hat allerdings nichts mit den Betreibern zu tun. Das Ergebnis welche Strecken wie betrieben werden, ist bei Ausschreibung und Direktvergabe das gleiche. Es entscheidet immer der Besteller (Bund/Land), was gefahren wird. Der einzige Unterschied ist dann der Betreiber, der dort fährt.

Es wird immer bessere und schlechtere Ergebnisse geben, sowohl in für den Besteller (Kosten) als auch für den Fahrgast (Komfort). Welches System jetzt längerfristig die besseren Ergebnisse liefert, will ich gar nicht beurteilen, aber wenn man die Vergabekritierien möglichst exakt formuliert und dafür sorgt, dass diese auch eingehalten werden, sollte für den Fahrgast eigentlich kein Unterschied merkbar sein.

Es ging mir auch darum aufzuzeigen, dass es für Niedersachsen leichter ist, relativ dicht zu fahren und trotzdem sehr volle Züge zu haben, weil es einfach viel mehr Hauptstrecken hat. Die schlechteste Qualität in Österreich haben ja Dieselstrecken, wo am Wochenende höchstens alle zwei Stunden ein 5047 daherkommt, wo dann kaum jemand drinnen sitzt. Und solche Strecken muss Niedersachsen ja gar nicht mehr finanzieren, weil diese eben in der Vergangenheit schon aufgelassen wurden.
Also dass der Vergleich Österreich-Niedersachsen hinkt und eben nicht nur ein Ergebnis der Vergabemodalitäten ist, darum ging es mir ja!

Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #18
Bei der Direktvergabe hat man oft den Eindruck, dass der ÖBB die Fahrgelder wurscht sind. Ganz im Gegenteil scheinen leere Busse erwünscht zu sein, weil dann ja kein Fahrgast stören kann. Das ist bei Ausschreibungen anders, weil der wirtschaftliche Erfolg des Auftragnehmers wesentlich von seinen eingenommen Fahrgeldern abhängt. In der Steiermark gibt es zahlreiche Beispiele für den völlig mit der S Bahn unkoordinierten Busverkehr. Das ist auch der Busverkehr, der ehemaligen Bahnstrecken nachfolgt.

  • Andreas
  • Moderator
Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #19
Bei der Direktvergabe hat man oft den Eindruck, dass der ÖBB die Fahrgelder wurscht sind. Ganz im Gegenteil scheinen leere Busse erwünscht zu sein, weil dann ja kein Fahrgast stören kann. Das ist bei Ausschreibungen anders, weil der wirtschaftliche Erfolg des Auftragnehmers wesentlich von seinen eingenommen Fahrgeldern abhängt. In der Steiermark gibt es zahlreiche Beispiele für den völlig mit der S Bahn unkoordinierten Busverkehr. Das ist auch der Busverkehr, der ehemaligen Bahnstrecken nachfolgt.

Die Fahrgelder bekommt, egal ob Ausschreibung oder Direktvergabe, der Verkehrsverbund!
Bezüglich Busverkehr, dort wird eh schon ausgeschriebem bzw. wird genau das gefahren, was bestellt bzw. ausgeschrieben wurde. Wenn Du das als unkoordiniert bezeichnest folgt daraus, dass auch durch Ausschreibungen kein besseres Ergebnis erzielt werden kann.
Und nocheinmal zur Bahn, die Direktvergabe dort wo es im Großen und Ganzen ein gutes Angebot gibt, hat nichts mit Zustand der ausgeschriebenen Buslinien zu tun bzw. dass der Busverkehr nicht mit der S-Bahn koordiniert wird, Im Busverkehr wird wie bereits gesagt das gefahren, was ausgeschrieben wurde und nicht das, was im Eisenbahnverkehr direkt an die ÖBB-PV vergeben wurde.
  • Zuletzt geändert: Oktober 03, 2018, 11:26:06 von Andreas
mfG
Andreas

Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #20
Im konkreten gibt es als Nachfolgeverkehr nach der Lavanttalbahn 8 tägliche Buskurse von Zeltweg ins Lavanttal. In Zeltweg besteht ein Taktknoten zur vollen Stunde. Hier kreuzen sich die S- bahnen. Der Bus ins Lavanttal fährt um 5.52 (mit S- bahn unerreichbar) 6.56 (unerreichbar) 8.08 (Takt) 11.18 (17 Minuten Wartezeit) , 12.08 (Takt). 14. 29 (28 Minuten Wartezeit) 16.08 (Takt) 17.08 Takt und um 19.h13 (12 Minuten Wartezeit) . Das Ergebnis sind leer durch die Landschaft fahrende Busse, weil man mit dem Bus nicht zur Bahn fahren kann. Wenn der wirtschaftliche Erfolg des Busbetreibers oder des S-Bahnbetreibers von der Inanspruchnahme abhinge, so wie das in Deutschland oder England der Fall ist, würden die sich nicht so einen kundenfeindlichen Fahrplan aufs Aug drücken lassen.

  • FlipsP
Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #21
Das aufdrück lassen ist den Betreibern aber egal. Sie haben nix von den Einmahmen, ihnen ist es egal wie viele Personen im Bus sitzen und trotzdem bekommen sie immer den gleichen Betrag.

Daran ist das Land als Besteller Schuld. Das hat aber auch nix mit Direktvergabe oder Ausschreibung zu tun.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Stipe
Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #22
Naja, doch ein wenig. Bei der Direktvergabe muss das Land als Besteller das Bedenken und entsprechend ordern. Bei Ausschreibung schon auch, aber da haben auch die Unternehmen das Interesse, mitzudenken und können mit vertaktetem Angebot (hoffentlich) in der Ausschreibung punkten.

Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #23
Naja, doch ein wenig. Bei der Direktvergabe muss das Land als Besteller das Bedenken und entsprechend ordern. Bei Ausschreibung schon auch, aber da haben auch die Unternehmen das Interesse, mitzudenken und können mit vertaktetem Angebot (hoffentlich) in der Ausschreibung punkten.
Die Vertaktung sollte keinesfalls ,,Bonus" des an der Ausschreibung teilnehmenden Unternehmens sein, sondern bei der Ausschreibung so genau formuliert sein, dass die Vertaktung zu den und den Zeiten sowieso klar ist. Andernfalls braucht man gar nicht teilnehmen.

Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #24
Gibt es eigentlich schon hinweise auf eine Railjet-Route in Richtung Maribor über Graz neben den IREs, denn in einigen Liniennetzkarten (z.B: ITF Vortrag der TU Wien)geht hervor, dass es hochrangigen FV auf der Strecke geben wird (in dunkelrot eingezeichnet und in der Legende mit railjet(beschleunigt) gekennzeichnet)?

LG

Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #25
Gibt es eigentlich schon hinweise auf eine Railjet-Route in Richtung Maribor über Graz neben den IREs, denn in einigen Liniennetzkarten (z.B: ITF Vortrag der TU Wien)geht hervor, dass es hochrangigen FV auf der Strecke geben wird (in dunkelrot eingezeichnet und in der Legende mit railjet(beschleunigt) gekennzeichnet)?

LG

Ich gehe mal davon aus das früher oder später die ECs Wien - Laibach bzw, Wien - Zagreb auf RJ umgestellt werden, da die neuen Garnituren auch dort fahren können.

Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #26
Dann auch im 2h Takt so wie beschrieben? Mir stellt sich die Frage, ob sich das dann rentieren würde.

  • flow
Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #27
Naja, doch ein wenig. Bei der Direktvergabe muss das Land als Besteller das Bedenken und entsprechend ordern. Bei Ausschreibung schon auch, aber da haben auch die Unternehmen das Interesse, mitzudenken und können mit vertaktetem Angebot (hoffentlich) in der Ausschreibung punkten.

So laufen die Ausschreibungen aber auch nicht. Es wird ein fertiger Fahrplan vorgegeben, der bestellt wird - dieser ist in der Regel auch vertaktet (sofern auf einer Strecke ausreichend Kurse fahren, die eine Vertaktung sinnvoll machen und an Verknüpfungspunkten  ebenfalls vertaktete Anschlüsse fahren). Der Bestbieter bekommt dann den Zuschlag.
Morteratsch - fermada sin damonda

  • flow
Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #28
Die Fahrgelder bekommt, egal ob Ausschreibung oder Direktvergabe, der Verkehrsverbund!

Kommt drauf an ob Brutto- oder Nettoverträge...
Morteratsch - fermada sin damonda

  • Stipe
Re: Neue Verkehrsdienstverträge ab 2019 und 2020
Antwort #29
Danke für die Info.