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Thema: Katastrophe für Grazer Stadtgebiet ausgerufen (3688-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Michael
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Katastrophe für Grazer Stadtgebiet ausgerufen

Katastrophe für Grazer Stadtgebiet ausgerufen 14:40
Alle verfügbaren Kräfte im Einsatz gegen die Wassermassen

Um 13.45 Uhr wurde von Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg in Vertretung des Bürgermeisters für das Stadtgebiet von Graz die Katastrophe gemäß § 4 des Steiermärkischen Katastrophenschutzgesetzes ausgerufen. Derzeit sind alle verfügbaren Kräfte im Einsatz, wobei insbesondere die Bezirke Andritz und St. Peter vom Hochwasser massiv betroffen sind.

Die verheerenden Regenfälle, die seit den späten Vormittagsstunden Graz heimsuchen, haben in Teilen des Stadtgebietes zu massiven Überschwemmungen geführt. Betroffen sind vor allem das Peterstal und der Schöckelbach, am Gabriachbach ist die Situation ebenfalls äußerst gespannt. Zahlreiche Straßen und Keller sind überflutet, aus St. Peter wurde bereits eine erste Hangrutschung gemeldet. Aus diesem Grund wurde um 13.45 Uhr der Katastrophenzustand ausgerufen.

Die Berufsfeuerwehr der Stadt Graz, hier wurden bereits dienstfreie Mannschaften in den Dienst geholt, ist derzeit mit rund 90 Mann im Einsatz. Weiters befinden sich an die 20 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, ca. 30 Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe sowie Teile des Kanalbauamtes im Kampf gegen die Wassermassen. Weitere Kräfte werden aufgefordert, unverzüglich den Dienst anzutreten.

Nach derzeit 146 Alarmen (zum Glück gibt es derzeit keine Meldungen über zu Schaden gekommene Personen) appelliert der Einsatzdirektor, Oberbrandrat Ing. Heimo Krajnz, an die Bevölkerung, die Situation genauestens zu beobachten, Selbstschutzmaßnahmen zu ergreifen und keinesfalls Kinder in die Nähe von überfluteten Bereichen zu lassen. Auf www.graz.at und auf der Homepage der Abteilung Katastrophenschutz und Feuerwehr (www.sicherheit.graz.at) finden sich ständig aktualisierte Lagemeldungen.




Aktualisierung zu "Graz: Katastrophe ausgerufen" 15:50
Rund 100 von 176 Alarmen schon abgearbeitet

Um 15.12 Uhr hat der Einsatzdirektor der städtischen Berufsfeuerwehr, Oberbrandrat Ing. Heimo Krajnz, einen aktuellen Bericht zur Hochwasser-Lage in Graz gegeben. In der Einsatzzentrale der Abteilung Katastrophenschutz und Feuerwehr am Lendplatz sind inzwischen Vizebürgermeisterin Lisa Rücker, Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg in Vertretung des Bürgermeisters, Magistratsdirektor Mag. Martin Haidvogl und Wirtschaftsbetriebe-Chef DI Dr. Gerhard Egger vor Ort.

Folgende Infos gab Oberbrandrat Krajnz:

Seit ca. 10 Uhr gingen über Graz massive Regenfälle nieder, die Erde konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. 176 Alarme wurden seither aufgenommen, rund 100 konnten bereits abgearbeitet werden. In St. Peter ist nicht nur der Petersbach über die Ufer getreten, aufgrund der Regenfälle besteht auf einem Grundstück am Moserwaldweg die Gefahr einer Hangrutschung. Ein Geologe und die Feuerwehr sind vor Ort, um über die notwendigen Maßnahmen - evtl. eine Evakuierung - zu entscheiden.

Der über die Ufer getretene Schöckelbach brachte - nach einer Welle im Einzugsgebiet Weinitzen und Niederschöckel - den Sandsackamm bei den Peneff-Gründen zum Einsturz. Die Peneff-Gründe wurden überschwemmt, derzeit sichert die Feuerwehr gerade eine Tiefgarage und arbeitet an der Wiederherstellung des Dammes.

Am Gabriachbach sind die beiden Retentionsbecken bis zum Rand gefüllt und drohen überzugehen. Der Thalersee ist stark angeschwollen; Wasser wurde automatisch in den Mühlgang abgelassen. In der Feuerwache Süd liegt der Schwerpunkt der Arbeiten derzeit auf dem Sandsack-Management.

Oberbrandrat Krajnz rechnet damit, dass bis in die späten Abendstunden alle überfluteten Keller ausgepumpt sind und Entwarnung gegeben werden kann. ,,Wir haben mit unseren Einsatzkräften - 100 Mann der Feuerwehr, 30 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Mitarbeiter des Kanalbauamtes und der Wirtschaftsbetriebe - die Situation im Griff."

Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg hat einige der neuralgischen Punkte besichtigt und gab einen kurzen Überblick: ,,Die Gefahr einer Hangrutschung in St. Peter ist nicht zu unterschätzen, einige hohe Bäume sind schon umgestürzt. Der Schöckelbach drückte massiv Wasser gegen die Peneff-Siedlung; die Feuerwehr baut gerade einen vierreihigen Damm auf. Danke für den vorbildlichen Einsatz!"

Ing. Alfred Pölzl, stv. Abteilungsleiter der Katastrophenschutz und Feuerwehr, berichtete, dass gestern, Freitag, in St. Peter eine Aktion gestartet wurde: Die Feuerwehr hat 800 Sandsäcke zur Verfügung gestellt, die gefüllt - und heute schon benötigt wurden. ,,Ein Beweis, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Bezirken fruchtet!"

Quelle: www.graz.at
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile