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Thema: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen (102282-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • paulw
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #75
Zitat
Naja, wenn man sich anschaut, was in Graz sonst so unter "Turm" verstanden wird (Stadionturm, Gürtelturm), muss ein Turm ja kein Hochhaus sein.

Hast den "Citytower" vergessen!
Provinzopolis halt :)

Naja,  dafür haben wir Frieden, genug Wasser und gutes Essen in unsrem Land....
grx.

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #76

Das stimmt, aber viele wie auch ich ;D verbinden einen Turm halt mit einem Hochhaus, obwohl es eine ganz andere Bedeutung hat.
  • Zuletzt geändert: Januar 26, 2009, 11:56:41 von PM
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #77
Muss nicht mal ein Hochhaus sein  ;)

Donauturm, Olympiaturm ....  :pfeifend:

GLG
G111
GLG
Martin

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #78

"Spatenstich nicht vor 2012"

Asset-One-Vorstand Roland Koppensteiner über Fortschritte des Stadtteils Reininghaus, die Konkretisierung von Visionen und den Gegenwind für das Projekt durch die globale Finanzkrise.

Herr Koppensteiner, Graz ist gespannt, was sich in Reininghaus tut. Bisher war Asset One Weltmeister darin, Dinge nicht festzumachen. Was tut sich?
ROLAND KOPPENSTEINER: Wir versuchen in vielen Disziplinen Weltmeister zu sein. Aber wir glauben nicht an eine fertige Stadt, sondern wollen den Entwicklungsprozess so lange wie möglich offen halten. Wir schaffen einen Rahmen, in dem sich ein Stadtteil entwickeln kann. Wir erarbeiten gerade eine Charta für Reininghaus, die inhaltliche Vorgaben absteckt. Danach werden einzelne Quartiere entwickelt, die nicht einem großen Masterplan unterworfen sind. Denn dies birgt die Gefahr in sich, dass, wenn dieser Plan nicht funktioniert, das ganze Projekt scheitert.

Was steht derzeit schon da?
KOPPENSTEINER: Wir haben einen beachtlichen Altbestand, der teils vermietet ist, etwa an Roche, an ein Start-up-Center. Es sind rund 300 Mitarbeiter bei unseren Mietern vor Ort beschäftigt. Wir haben eine Krippe und einen Kindergarten. Und wir hätten gerne eine Schule . . .

Was passiert 2009 konkret?
KOPPENSTEINER: Wir erarbeiten die Charta und mit der Stadt eine Änderung des Stadtentwicklungskonzepts und der Flächenwidmung für unser Areal.

Was soll 2010 entstehen?
KOPPENSTEINER: Wir wollen im Altbestand Wohnraum schaffen. Wir sind auch mit Wohnbauträgern für neue Projekte im Gespräch, aber dazu brauchen wir die Flächenwidmung. Der Spatenstich für ein erstes Quartier erfolgt nicht vor 2011/12.

Wie geht es Ihnen mit der Finanzkrise. Flüssiges Kapital ist Mangelware, Investoren stehen auf der Bremse, wie lange hält Asset One das durch?
KOPPENSTEINER: Würden wir ab jetzt nichts mehr verwerten und weiter mit Vollgas um die Kurve fahren, würde unsere Liquidität bis Mitte 2010 reichen. Das ist die Worst-Case-Rechnung. Das heißt, wir müssen derzeit natürlich auch auf Sicht fahren.

Ist das Projekt gefährdet?
KOPPENSTEINER: Nein, wir sehen die Krise mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits gibt es Projekte, bei denen mangels flüssiger Mittel wenig weitergeht. Andererseits macht es jetzt viel mehr Spaß, mit Interessenten über unsere Stadtteilentwicklung zu reden. Denn die Zeiten, da man in Osteuropa mit der Entwicklung einiger Straßenzüge zweistellige Renditen machen konnte, sind vorbei. Jetzt sind sichere Investments in Westeuropa wie in Reininghaus viel interessanter.

Hand aufs Herz, gibt es derzeit einen Investor, bei dem sich eine Ansiedlung abzeichnet?
KOPPENSTEINER: Wir sind mit zwei internationalen Unternehmen in Kontakt und führen laufend Gespräche. Wir holen uns auch einen strategischen Partner.

Es ist aber noch kein neuer Eigentümer beteiligt?
KOPPENSTEINER: Nein, aber wir brauchen einen Partner, denn wir reden über eine Entwicklung von 25 Jahren und ein Gesamtinvestment von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Ein strategischer Partner ist für uns aber auch die Stadt, mit der wir eine Entwicklungs-Zielvereinbarung schließen wollen.

Was ist darunter zu verstehen?
KOPPENSTEINER: Wir erwarten uns Infrastrukturmaßnahmen, wie die Straßenbahn-Projekte nördlich und südlich des Areals, um die sich die Stadt nicht drücken kann. Wir müssen mit der Stadt daran arbeiten, dass Verfahren rascher abgewickelt werden. Klar ist auch, sollte ein größerer Park kommen, müssen wir darüber reden, wer dafür die Kosten trägt. Hier geht es um gemeinsame Ziele und Aufgaben.

Das heißt, Zuckerl für die Allgemeinheit soll die Stadt zahlen.
KOPPENSTEINER: Nein es kann auch Projekte mit privaten Partnern geben. Aber die Stadt muss uns etwa bei Gebäudehöhen und Dichten entgegenkommen, wenn wir Grünräume schaffen, die wir ja in Reininghaus auch wollen.

Mancher im Rathaus bangt, dass Asset One Reininghaus mit Standortmarketing und zwei Straßenbahnen vergoldet, dann verkauft und sich verabschiedet.
KOPPENSTEINER: Nein, wir wollen nicht, dass uns die öffentliche Hand den roten Teppich ausrollt, und dann Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Wir wollen verdienen, aber in einer Win-Win-Situation. Deshalb wollen wir diese Entwicklungsvereinbarung mit der Stadt treffen.

INTERVIEW: BERND HECKE

Quelle: www.kleine.at
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #79
Reininghaus: Im Herbst 2010 wird gebaut
Jetzt kommt Bewegung in den neuen Stadtteil: Stadt stellt einen Beamten als Koordinator für das Mega-Projekt ab, teilt sich mit Asset One Kosten für Gutachten. Im Herbst 2010 sollen Bagger auffahren.
Viele fürchteten schon ein Luftschloss, das aus schönen Worten und Werbebroschüren gezimmert wird. Nun werden die Dinge in Graz-Reininghaus aber konkret: "Wir wollen Ende 2010 mit der ersten großflächigen Verbauung beginnen." Das sagt Roland Koppensteiner von der Asset One - jener Gesellschaft, die im Jahr 2006 rund 550.000 Quadratmeter Grund in Reininghaus mit dem Ziel gekauft hat, hier einen neuartigen Stadtteil aus dem Boden zu stampfen.

Eigener Koordinator. Nach dreieinhalb Jahren an wissenschaftlichen Studien über das Wesen der neuen Stadt wird es nun erstmals konkret. Im Gemeinderat am Donnerstag wird die Stadt Graz beschließen, einen eigenen Koordinator aus der Baudirektion für dieses Mega-Projekt abzustellen. "Diese Person soll Verfahren beschleunigen und Interessen der Stadt Graz wahren", sagt Baudirektor Bertram Werle. Er macht allerdings deutlich, dass sein Amt von den Personalressourcen her schon eng besetzt ist. Da werde man nicht ohne einen zusätzlichen Posten auskommen - in Zeiten eines Aufnahmestopps kein leichtes Unterfangen.

Kostenteilung. Darüber hinaus teilen sich Stadt und Asset One Kosten für weitere städtebauliche Gutachten in den Themenbereichen Siedlungsentwicklung, Grünraum und Verkehr - ein gutes Geschäft für die Stadt, die solche Expertisen für den Bebauungsplan oder das Stadtentwicklungskonzept ohnehin erstellen lassen müsste.

Wettbewerb. Asset One hat das Areal in mehrere Quartiere unterteilt, die zwischen 9000 und 50.000 Quadratmeter groß sind. Für eines davon soll noch heuer im Herbst ein Wettbewerb ausgelobt werden, auf dessen Ergebnis der Bebauungsplan fußen wird. Bis dahin wollen Stadt und Asset One auch eine so genannte Entwicklungszielvereinbarung unterschreiben. Um ordentlich Druck aufzubauen, hat Koppensteiner von Asset One einen knapp 15-seitigen Wunschkatalog an die Stadt übermittelt. Hintergrund: Für die großzügigen Grün- und Verkehrsflächen, die auch im Sinne der Stadt sind, solle der Asset One bei der Bebauungsdichte entgegen gekommen werden. Stadträtin Lisa Rücker: "Das ist alles Verhandlungssache. Wichtig ist: Der Vertrag soll sich auf das Areal beziehen und nicht nur an Asset One gekoppelt sein."

Scholdan vor Ausstieg. Gerüchten, wonach Asset One aus dem Projekt aussteigt, erteilt Koppensteiner eine Absage: "Es wird zu keiner Filetierung der Grundstücke kommen." Dagegen scheint der Ausstieg von Asset One-Gründer Ernst Scholdan fix. Koppensteiner bestätigt: "Es wird in nächster Zeit zu Veränderungen in der Gesellschafterstruktur kommen." Auf das Gesamtprojekt habe das aber keine Auswirkungen.
GERALD WINTER


Fakten
Auf fast 100 Hektar sollen nach 20 Jahren 5000 Menschen arbeiten und 7000 wohnen.Daraus erwartet sich die Stadt sieben Millionen Euro an Steuern.

quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/1853293/index.do
GLG
Martin

Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #80

Der Spatenstich für ein erstes Quartier erfolgt nicht vor 2011/12.


Reininghaus: Im Herbst 2010 wird gebaut

Fragt sich, wie diese Beschleunigung jetzt zustande gekommen ist.

MfG, Christian

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #81
Wäre was für das "Warum" der "Kleinen"  :hehe:

GLG
G111
GLG
Martin

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #82

^^ :lol:

Wenn das mit dem baldigen Baubeginn stimmt, dann wird der verlängerte 3er wohl eher realisiert, als die anderen Projekte ausgenommen die NVD-HBF.
Werden für die geplante Remise auf den Reininghausgründen Flächen angekauft oder gemietet?
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • TW 22
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #83
Nur so nebenbei, von einer realen Umsetzung im Bereich Reinighaus ist überhaupt noch kleine Rede! Zuerst muss einmal eine UVP gemacht werden und dies schön für die Umwidmung. Von einer Verlängerung der Linie 3 ...  :pfeifend: ... leider sicherlich nicht so schnell (also nicht vor 2014/2015).

8)


Theoretisch ist der eine oder andere "Gewerbebau" möglich (siehe gültigen Flächenwidmungsplan), aber sonst nichts ...

Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #84

Werden für die geplante Remise auf den Reininghausgründen Flächen angekauft oder gemietet?


Oha, jetzt doch nicht nur eine Zentralremise?

  • TW 22
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #85

Werden für die geplante Remise auf den Reininghausgründen Flächen angekauft oder gemietet?


Mit den neuen Remisenkonzept "B" für die Steyergasse ist dies aus heutiger Sicht nicht erforderlich!

8)

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #86

Mit den neuen Remisenkonzept "B" für die Steyergasse....

....welches wie aussieht?

GLG
G111
GLG
Martin

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #87
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Stadtteilprojekt auf den Reininghausgründen
Antwort #88

Gemeinderatssitzung vom 19.03.09

Graz-Reininghaus, ein neuer Stadtteil

1,8 Kilometer vom Hauptplatz entfernt, entsteht in Wetzelsdorf ein neuer Stadtteil: Graz-Reininghaus soll im Vollausbau 12.000 bis 20.000 Menschen Wohnung bzw. Arbeitsplatz bieten. 550.000 Quadratmeter des 1 Million Quadratmeter großen Geländes gehören der Asset One Immobilienentwicklungs AG, die sich seit knapp vier Jahren in enger Abstimmung mit der Stadt Graz intensiv mit der Entwicklung des Stadtteils beschäftigt. Baubeginn für den ersten der Abschnitte (,,Stadtquartiere") soll 2011 sein, die Wohnungen sollen 2013 bezogen werden. Damit sämtliche Planungen für Bauflächen, öffentliche Grün- und Freiräume, städtische Infrastruktur, öffentliche Straßen und Wege, Straßenbahntrassen, technische Infrastruktur (Strom, Kanal, Wasser, Datenleitungen, Fernwärme) bis Herbst 2009 durchgeführt werden können, bedarf es des Grundsatzbeschlusses des Grazer Gemeinderats. Dieser stimmte der Stadtteilentwicklung Graz-Reininghaus heute in einigen Punkten einstimmig, in anderen gegen die Stimmen der KP zu.

Die Stadt Graz wird zur Begleitung des Projekts eine/n eigene EntwicklungskoordinatorIn einsetzen. Im Budget der Stadtbaudirektion werden für Planungen 200.000 Euro reserviert; auch diesem Stück gab der Gemeinderat seine Zustimmung. Mit der ,,Stadtteilentwicklung Graz-Reininghaus" nimmt Graz am EU-Projekt ,,act4ppp" teil, in dem Public-Private-Partnership-Projekte im europäischen Raum untersucht und verglichen werden. Die städtischen Vereinbarungen (z. B. Entwicklungszielvereinbarung) und Planungen zur Entwicklung von Graz-Reininghaus (Stadtplanung, Grünraum, Verkehr, Ökologie ...) werden über dieses Programm von der EU zu 75 Prozent kofinanziert (Gesamtprogrammvolumen für Graz: 271.725 Euro, Anteil Stadt Graz: 67.931,25 Euro).

Quelle: www.graz.at
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Reininghausgründe: Baubeginn noch ungewiss
Antwort #89

(17.04.09)

Laut Asset One sollen im Herbst 2010 die ersten Bagger auffahren. Stadtrat Rüsch glaubt nicht an diesen frühen Termin.

"Wir wollen Ende 2010 mit der ersten großflächigen Verbauung beginnen." Das sagte Roland Koppensteiner von der Asset One Anfang März - jener Gesellschaft, die im Jahr 2006 rund 550.000 Quadratmeter Grund in Reininghaus mit dem Ziel gekauft hat, hier einen neuartigen Stadtteil aus dem Boden zu stampfen.

Änderungen. Aus dem Büro des Stadtrates Gerhard Rüsch (ÖVP) hieß es, dass ein solch früher Baubeginn jedoch nicht möglich sei. Bis alle Verfahren, wie etwa die Änderung des Flächenwidmungsplan durch sind, brauche es seine Zeit. Herbst 2010 sei daher unrealistisch. Außerdem will sich Rüsch nicht auf einen fixen Zeitplan festlegen, da man so ein großes Projekt ohne zeitlichen Druck angehen solle.

Eigener Koordinator. Nach dreieinhalb Jahren an wissenschaftlichen Studien über das Wesen der neuen Stadt wird es nun erstmals konkret. Der Gemeinderat hat einen eigenen Koordinator aus der Baudirektion für dieses Mega-Projekt abgestellt. "Diese Person soll Verfahren beschleunigen und Interessen der Stadt Graz wahren", sagt Baudirektor Bertram Werle. Er macht allerdings deutlich, dass sein Amt von den Personalressourcen her schon eng besetzt ist. Da werde man nicht ohne einen zusätzlichen Posten auskommen - in Zeiten eines Aufnahmestopps kein leichtes Unterfangen.

Kostenteilung. Darüber hinaus teilen sich Stadt und Asset One Kosten für weitere städtebauliche Gutachten in den Themenbereichen Siedlungsentwicklung, Grünraum und Verkehr - ein gutes Geschäft für die Stadt, die solche Expertisen für den Bebauungsplan oder das Stadtentwicklungskonzept ohnehin erstellen lassen müsste.

GERALD WINTER/MARIA SCHAUNITZER




Stadtteilentwicklungsprojekt in Reininghaus: Graz bremst
Gemeinsame Marschroute, geteilte Meinung: Asset One träumt von 60-Meter-Häusern und einem Baubeginn 2010, die Stadt winkt ab.
Asset One-Vorstand Koppensteiner will die Bagger 2010 auffahren lassen

Die Stadt stellt einen eigenen Beamten für die Immobilienentwickler Asset One ab, um das ehrgeizige 2,5 Milliarden Euro schwere Stadtteilentwicklungsprojekt in Reininghaus voll zu unterstützen. Gemeinsame Kostenteilung bei Gutachten, Schulterschluss in den Verfahren - eigentlich ist es ein Paarlauf (wir berichteten). Allein: Wann die Bagger auf dem 55-Hektar-Areal in Eggenberg auffahren, da scheiden sich die Geister.

Asset One-Vorstand Roland Koppensteiner hat den Baustart für 2010 avisiert. Und in den letzten, konkreteren Plänen, zieht der Investor am Reißbrett auch erste Höhengrenzen ein: 60 Meter hoch soll im ersten Schritt geplante Wohnverbauung werden, nicht höher als die Oberkante des bestehenden Silos am Gelände. Im Klartext hieße das: Man verabschiedet sich vom für Graz typischen, verdichteten Flachbau und geht an die Entwicklung einer Hochhaussiedlung mit bis zu 20 Stockwerken. Zum Vergleich: Das höchste Grazer Haus, das Elisabeth-Hochhaus ragt 75 Meter in den Himmel.

Koppensteiner war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Gegenüber dem ORF räumt er aber auch ein, dass bei den Bauplänen Krise und Kreditklemme das Tempo bei der Investorensuche bremsen.

Siedlungen hochziehen. Doch nicht nur deshalb sei es unrealistisch, dass die Bagger 2010 auffahren, schüttelt der interimistisch zuständige VP-Stadtrat Gerhard Rüsch dazu sanft den Kopf: "Das geht sich sicher nicht aus! Würden wir jetzt rasch Siedlungen hochziehen und das Gesamtprojekt filetieren lassen, wäre die Jahrhundert-Chance der Stadtteilentwicklung gefährdet." Rüsch fordert daher einen Masterplan für die Gesamtentwicklung und internationale Wettbewerbe mit Top-Architekten ein: "Asset One hat von den tollen Plänen und Visionen bisher nichts auf den Boden gebracht".

Ungemach. Auch droht den Bauzeitplänen weiteres Ungemach. Aufgrund der Projektdimensionen könnte hier vom Land sowohl langwierige Umweltverträglichkeitsprüfung als auch eine strategische Umweltprüfung eingefordert werden. Doch wenn Asset One in Reininghaus dann Nägel mit Köpfe macht, stellt Rüsch auch klar: "Dann wird die Stadt alles tun, um die Verfahren schleunigst abzuwickeln."

BERND HECKE


Quelle: www.kleine.at


Beschleunigte Verfahren - Umwidmung :P Wieso nimmt eine Umwidmung so viel Zeit in Anspruch?
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile