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Thema: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr (18053-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
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Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Die Erzbergbahn fährt nicht mehr


Seit 1. Juni ist der Lebensnerv der Erzbergbahn zwischen Heizhaus und Vordernberg-Markt eingestellt. Die ÖBB haben den Vertrag gekündigt. Der Verein ist verzweifelt.
Ehrenamtliche Erzbergbahn-Mitglieder verstehen die Welt nicht mehr: Hartmut Glettler, Wolfgang Müller, Rene Thaller und Roland Knall (von links) wollen weiter um die Fortführung der Bahn kämpfen und brauchen dazu unbedingt Hilfe vom Land

Ein rotes Rechteck, weiß umrahmt, steht mitten auf den Geleisen beim Heizhaus und den Werkstätten der Erzbergbahn in Richtung Bahnhof Vordernberg-Markt. Das eisenbahntechnische Zeichen für eine gesperrte Strecke. "Die Strecke, die den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gehört, ist gesperrt, seit Ende Mai. Und damit ist der Betrieb der Erzbergbahn seit diesem Datum eingestellt. Eingestellt deshalb, weil wir nicht mehr von unserer Werkstatt, die beim Bahnhof Vordernberg-Süd liegt, zum Bahnhof Vordernberg Markt kommen", sagen Rene Thaller, Obmann des Vereines Erzbergbahn, und Roland Knall, Vorstand des Vereins.

Emotionaler und empört ist da schon Hartmut Glettler, Vorstand der Werkstätte und des Fuhrparks. "Das ist ja ein Wahnsinn. Man hat uns einfach die Verbindung zu unserem Ausgangspunkt für unsere beliebten Fahrten genommen. Es gab kein Entgegenkommen, keine Ausnahme", erzählen die Drei.

Natürlich sei alles rechtens. 2002 wurde das 1,5 Kilometer lange Streckenstück, das die Erzbergbahn braucht, um die Schienenbusse auf die für Fahrten benötigte Strecke zu bringen, von den ÖBB quasi gepachtet worden. "Es heißt richtig, in Bestand genommen. Dafür haben wir jährlich Bestandszins gezahlt und auch die Instandhaltung gewährleistet", erzählt Thaller.

Streckenverkauf

Im Rahmen des Verkaufsprozesses der Strecke Trofaiach-Vordernberg, für die die ÖBB 820.000 Euro haben wollen, sei auch klar geworden, dass ein Teilverkauf dieses für die Erzbergbahn so wichtigen Teilstücks nicht infrage käme.

Ausnahmegenehmigungen für einige Fahrten nach der Kündigung seien von den ÖBB kategorisch abgelehnt worden. "Wir haben schon Voranmeldungen gehabt, so zum Beispiel am 8. Juni eine ganze Kindergartengruppe. Es war einer meiner schwersten Gänge, den Kindern zu sagen, dass das nicht mehr möglich sei", sagt Knall mit belegter Stimme.

Durch die Sperre des Streckenabschnitts sei es auch nicht möglich, Instandhaltungsarbeiten an der dem Verein gehörenden Strecke durchzuführen. "Weil wir eben unsere notwendigen Fahrzeuge nicht dorthin bringen können", bestätigen Glettler und Wolfgang Müller noch einmal.

Jahrelang habe man darum gekämpft, als Partner von Abenteuer Erzberg ein Paket zu schnüren, um Gäste zum Bahnhof Erzberg zu bringen. "Im Moment ist alles aus und vorbei. Abenteuer Erzberg hat uns auch aus der Werbung genommen. Logisch, wenn wir nicht fahren können", erzählt Thaller. Und Knall fügt hinzu: "Nach 122 Jahren und fünf Tagen." Mindestens 40.000 Euro habe der Verein jährlich durch die Fahrten eingenommen. "Geld, das wir als ehrenamtlich arbeitender Verein brauchen. Wir wissen nicht, ob wir überhaupt noch eine Zukunft haben", so Thaller.

Nun liegen die Hoffnungen beim Land. "Wir als Verein sind zu klein für die große ÖBB. Wir zählen auf das Land, dort wurde uns Unterstützung zugesagt. Auch die Regions-Bürgermeister stehen hinter uns", hoffen die Vereinsmitglieder. Ihre Panik und Verzweiflung über das derzeitige Aus ist aber nicht zu übersehen.
JOHANNA BIRNBAUM

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Dreiste Taktik?

Waren es bloß Lippenbekenntnisse, als es darum ging, der Erzbergbahn die Zukunft zu sichern? Nein, wir denken positiv und gehen davon aus, dass nicht nur die Bürgermeister der Region wissen, wie wichtig die Bahn für die Region und das Tourismusangebot der Hochsteiermark ist.

Doch derzeit steht die Bahn. Verantwortlich dafür ist die Kündigung einer 1,5 Kilometer langen und wichtigen Verbindungsstrecke durch die ÖBB. Keine Ausflugsfahrten zum Bahnhof Erzberg, keine Sonderfahrten, nicht einmal Instandhaltungsfahrten sind erlaubt.

Ist die Erzbergbahn Opfer im taktischen Krieg um den Verkauf des Streckenabschnitts Trofaiach-Vordernberg? Es wäre eine dreiste Taktik zwischen einem staatlichen Unternehmen und der öffentlichen Hand.

Sie erreichen die Autorin unter

johanna.birnbaum@kleinezeitung.at

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3334604/erzbergbahn-faehrt-nicht-mehr.story
GLG
Martin

  • Vespa
Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #1
Wirklich traurig.... Man kann ja über den Verein Erzbergbahn denken, was man will, aber der Tod des Vereins würde mit höchster Wahrscheinlichkeit den Verlust eine höchstinteressanten und einzigartigen Bahnstrecke und Kulturguts bedeuten. Man kann nur hoffen, dass die ÖBB doch noch zur Vernunft kommen bzw. die zuständigen Landes- und Regionalpolitiker mit mehr Weitblick agieren als bei anderen Bahnen, die jetzt nur mehr von Fahrrädern befahren werden können (Thörlerbahn, Neubergerbahn).

Die nächste interessante Fragestellung ist dann natürlich auch, ob und wer die Strecke von Trofaiach nach Vordernberg kaufen sollte. (Auch wenn die geforderten EUR 820.000 eigentlich "gar nicht so schlimm" klingen). Eine Wiederaufnahme des Betriebs ist doch wohl mehr als nur Utopie?

Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #2
Gegen solche ÖBB-Betonköpfe kann man vielleicht nur mit Gegendruck etwas erreichen:

Warum stellt das Land die Strecke (insbesondere die steinernen Bögen) nicht ruck-zuck unter Denkmalschutz?!? Wären dann nicht die ÖBB verpflichtet, diese zu erhalten (bei gesperrter Strecke wie derzeit sogar ohne irgendeine Einnahme)? In der Folge könnte das weiters auch vielleicht mehr Entgegenkommen bei Miete oder Verkauf der Strecke bewirken.

Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #3

Gegen solche ÖBB-Betonköpfe kann man vielleicht nur mit Gegendruck etwas erreichen:

Warum stellt das Land die Strecke (insbesondere die steinernen Bögen) nicht ruck-zuck unter Denkmalschutz?!? Wären dann nicht die ÖBB verpflichtet, diese zu erhalten (bei gesperrter Strecke wie derzeit sogar ohne irgendeine Einnahme)? In der Folge könnte das weiters auch vielleicht mehr Entgegenkommen bei Miete oder Verkauf der Strecke bewirken.


So kanns ja auch nicht sein. Man kann ja viel negatives über die ÖBB sagen, aber da handeln sie absolut korrekt. Denn es ist sicher nicht Aufgabe der ÖBB irgendwelche morschen Strecken für Hobbyvereine zu erhalten. Das ist auch nicht Aufgabe des Landes. Wenn die dort fahren wollen, solln sies kaufen, aber rein finanziert durch private Investoren. Wenn nicht, solln sies lassen.
Den Preis könnens ja noch ein bisserl runterverhandeln, aber alles unter 500.000 für die Strecke wäre wohl sowieso illusorisch, und auch nachteilig für die ÖBB, allein schon wegen des Grundstückswerts.

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #4

Warum stellt das Land die Strecke (insbesondere die steinernen Bögen) nicht ruck-zuck unter Denkmalschutz?!? Wären dann nicht die ÖBB verpflichtet, diese zu erhalten?


Denkmalschutz ist Bundesangelegenheit.
Und nein, es gibt keine Erhaltungspflicht für Denkmäler. Steht ausdrücklich so im Denkmalschutzgesetz. § 31.
http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Kundmachungsorgan=&Index=&Titel=Denkmalschutzgesetz&Gesetzesnummer=&VonArtikel=&BisArtikel=&VonParagraf=&BisParagraf=&VonAnlage=&BisAnlage=&Typ=&Kundmachungsnummer=&Unterzeichnungsdatum=&FassungVom=15.06.2013&NormabschnittnummerKombination=Und&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=&Position=1
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #5

Denkmalschutz ist Bundesangelegenheit.
Und nein, es gibt keine Erhaltungspflicht für Denkmäler. Steht ausdrücklich so im Denkmalschutzgesetz. § 31.


Das wäre sehr schade.

Mir geht es übrigens nicht darum, pauschal Negatives über die ÖBB zu sagen, sondern um Einzelpersonen darin, die, wie es den Anschein hat, keinen Millimeter entgegenkommen wollen und mit einer besonders kulturell interessanten Strecke als Faustpfand Geldmittel erpressen wollen.
Heißt es denn nicht, dass im Falle des Nichtkaufes oder Nichtpachtens durch den Verein oder bspweise das Land die Herstellung des "Ursprungszustandes" (=Vernichtung der Kunstbauten mitsamt der ganzen Trasse) droht? Oder habe ich da falsch gelesen?

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #6

Heißt es denn nicht, dass im Falle des Nichtkaufes oder Nichtpachtens durch den Verein oder bspweise das Land die Herstellung des "Ursprungszustandes" (=Vernichtung der Kunstbauten mitsamt der ganzen Trasse) droht? Oder habe ich da falsch gelesen?


Ist wohl so. Hier der entsprechende Paragraph aus dem Eisenbahngesetz. Ein fürchterlicher Text. Ach ja, ,,Auflassung" im Sinne dieses Gesetzes bedeutet ,,Abbau"!


Zitat
Auflassung einer Eisenbahn

§ 29. (1) Dauernd betriebseingestellte Eisenbahnen oder dauernd betriebseingestellte Teile einer Eisenbahn sind aufzulassen, sofern sie nicht weiterhin dafür vorgesehen sind, ganz oder teilweise, unmittelbar oder mittelbar der Abwicklung oder der Sicherung des Betriebes einer Eisenbahn, des Betriebes von Schienenfahrzeugen auf einer Eisenbahn oder des Verkehrs auf einer Eisenbahn zu dienen. Solange nicht aufgelassen ist, gilt § 19 Abs. 2 auch für den Inhaber der dauernd betriebseingestellten Eisenbahn oder des dauernd betriebseingestellten Teiles einer Eisenbahn. Der Inhaber der aufzulassenden Eisenbahn oder von aufzulassenden Teilen einer Eisenbahn hat der im Abs. 2 angeführten Behörde anzuzeigen, welche Eisenbahnanlagen er zu beseitigen beabsichtigt und die Vorkehrungen anzuzeigen, die er im Hinblick auf die Belange der öffentlichen Sicherheit und zur Vermeidung von Schäden an öffentlichem oder privatem Gut zu treffen beabsichtigt, die durch die aufzulassende Eisenbahn oder von aufzulassenden Teilen einer Eisenbahn verursacht werden könnten.

(2) Bei dauernder Einstellung des Betriebes einer öffentlichen Eisenbahn oder von Teilen einer öffentlichen Eisenbahn hat der Landeshauptmann, bei dauernder Einstellung des Betriebes einer nicht-öffentlichen Eisenbahn oder von Teilen einer nicht-öffentlichen Eisenbahn hat die Bezirksverwaltungsbehörde, unter Bedachtnahme auf die öffentlichen Interessen, insbesondere auf die Belange der öffentlichen Sicherheit, von Amts wegen zu verfügen, welche Eisenbahnanlagen über die bekannt gegebenen Eisenbahnanlagen hinaus zu beseitigen und welche über die angezeigten Vorkehrungen hinaus gehenden Vorkehrungen zu treffen sind, um Schäden an öffentlichem oder privatem Gut, die durch die aufzulassende Eisenbahn oder von aufzulassenden Teilen einer Eisenbahn verursacht werden könnten, zu vermeiden, insoweit nicht ohnedies der vor dem Bau der aufzulassenden Eisenbahn oder des aufzulassenden Teiles einer Eisenbahn bestandene Zustand hergestellt wird. Ist keine behördliche Verfügung notwendig, ist dies dem Inhaber der aufzulassenden Eisenbahn oder dem Inhaber von aufzulassenden Teilen einer Eisenbahn mitzuteilen.

(3) Der Inhaber der aufzulassenden Eisenbahn oder der Inhaber eines aufzulassenden Teiles einer Eisenbahn hat die durchgeführte Auflassung der dauernd betriebseingestellten Eisenbahn oder von dauernd betriebseingestellten Teilen einer Eisenbahn der Behörde anzuzeigen.

(4) Die dauernd betriebseingestellte Eisenbahn oder der dauernd betriebseingestellte Teil einer Eisenbahn gelten als aufgelassen, wenn der Inhaber der aufzulassenden Eisenbahn oder eines aufzulassenden Teiles einer Eisenbahn diese entsprechend seiner Anzeige, und falls die Behörde eine Verfügung gemäß Abs. 2 erlassen hat auch entsprechend dieser Verfügung, aufgelassen hat und die Behörde dies bescheidmäßig festgestellt hat. Mit dem Eintritt der Rechtskraft dieses Feststellungsbescheides ist die Auflassung beendet und erlischt die eisenbahnrechtliche Baugenehmigung für die aufgelassene Eisenbahn oder für den aufgelassenen Teil einer Eisenbahn.

(5) Abs. 1 bis 4 gelten sinngemäß auch für Anlagen und Bauten, die auf Grundlage einer für erloschen erklärten eisenbahnrechtlichen Baugenehmigung bereits errichtet worden sind, mit der Maßgabe, dass zuständige Behörde der Landeshauptmann ist, wenn die eisenbahnrechtliche Baugenehmigung von diesem oder dem Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie für erloschen erklärt worden ist, und dass zuständige Behörde die Bezirksverwaltungsbehörde ist, wenn die eisenbahnrechtliche Baugenehmigung von ihr für erloschen erklärt worden ist.


Das komplette Kunstwerk ist hier zu finden: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011302
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #7
Was ich noch immer nicht verstehe, ist, warum im Falle der Erzbergbahn die Vernichtung der in technisch-kultureller Hinsicht hochinteressanten Bahnanlagen droht, wogegen ich im Falle der vielen eingestellten niederösterreichischen Nebenbahnen dergleichen noch nicht gehört habe.
Andererseits lautet der Gesetzestext ja:

"§ 29. (1) Dauernd betriebseingestellte Eisenbahnen [...] sind aufzulassen, sofern sie nicht weiterhin dafür vorgesehen sind, [...] unmittelbar oder mittelbar der Abwicklung oder der Sicherung des Betriebes einer Eisenbahn, [...] oder des Verkehrs auf einer Eisenbahn zu dienen [...]."

Wer kann schon die Zukunft voraussagen? Da könnten doch Land und Bezirk wohl noch intervenieren und möglichen künftigen Bedarf anklingen lassen!


Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #8
Sehr traurig das ganze! Für so viel Mist werden tagtäglich Steuergelder in Österreich verpulvert, aber hierfür gibts keinen Cent! Weg mit ein paar Politiker-Karossen und schon wäre mehr als genug Geld da, für die Erhaltung der Erzbergbahn! Sollen doch alle Politiker-Tocker ausschließlich mit der Bahn fahren (müssen), wenn sie zwischen 2 Städten in Österreich hin- und her-fahren wollen! Es gibt doch ohnehin erste Klasse-Abteile in den Railjets, wenn das denn schon unbedingt notwendig sein müsste! Weiters hätte das noch den Vorteil, dass keine Polizei-Eskorten mit mehreren Streifenwagen notwendig wären! Auch das würde wieder Steuergelder sparen helfen! Und sollten die Herrschaften plötzlich Zeitprobleme durch ihre vielen Termine bekommen, so müssten sie eben ganz einfach nur früher aufstehen und den früheren Zug nehmen, ganz genau so, wie der einfache Österreicher es eben auch machen muss, um pünktlich am Ziel zu sein!

Doch zurück zum Thema:
Dank meinem Onkel aus Eisenerz (er arbeitete früher am Erzberg) konnte ich als kleines Kind noch den Eisenbahnbetrieb beim Schichtturmtunnel beobachten! Auf einer kleinen Blumenwiese stand eine kleine Holzbank, von der aus wir oft stundenlang dem Eisenbahnverkehr zuschauen konnten! Das war immer ein Riesenspaß für mich! Die Loks, der Dampf, der viele Rauch und die unzähligen Waggons... *seufz* Schön war's! Schade, dass ich die Erzbergbahn meinen (im Moment noch zu kleinen) Kindern nicht mehr zeigen können werde! Hoffentlich gibts dann wenigstens noch die Feistritztalbahn und die Stainzer Flascherbahn!

Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #9
Wenn die Bahnen nach Bad Gleichenberg, Übelbach und Bad Radkersburg erhalten bleiben, müsste der PV im Verband des obersteirischen S-Bahnverkehrs zwischen Leoben und Vordernberg-Markt an Werktagen eine Frequenz bringen, die für einen Weiter- bzw. Wiederbetrieb dieser elektrifizierten Bahnstrecke eine seriöse Grundlage sein müsste. An SuF könnte dann als Tourismusangebot  der Erzbergverein mit seinen Schienenbussen auf den Präbichl und zumindest weiter bis zum Bhf. Erzberg fahren. Als Lösung ist daher nur die Übernahme der Strecke durch die StLB zu sehen. Nachdem von vielen Politikern auf Landes-, Bezirks- und Gemeindebene in den letzten Monaten für die Erzbergbahn sehr viele hoffnungsspendende Worte zu vernehmen waren, werden sich die Damen und Herren diesen Zusagen wohl noch im Wort fühlen. Oder?
Für Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen" gilt, dass Anschlussbahnen nur leicht im Kommen und Materialbahnen praktisch nur mehr als Mueumsfeldbahnen vorhanden sind!

Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #10

So kanns ja auch nicht sein. Man kann ja viel negatives über die ÖBB sagen, aber da handeln sie absolut korrekt. Denn es ist sicher nicht Aufgabe der ÖBB irgendwelche morschen Strecken für Hobbyvereine zu erhalten. Das ist auch nicht Aufgabe des Landes. Wenn die dort fahren wollen, solln sies kaufen, aber rein finanziert durch private Investoren. Wenn nicht, solln sies lassen.
Den Preis könnens ja noch ein bisserl runterverhandeln, aber alles unter 500.000 für die Strecke wäre wohl sowieso illusorisch, und auch nachteilig für die ÖBB, allein schon wegen des Grundstückswerts.


Allerdings verstehe ich da nicht, warum die ÖBB nicht die 1,5km extra verkaufen, sondern darauf bestehen, dass die ganze Strecke in einem Stück übernommen wird. Was haben's davon?

Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #11

Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #12

Siehe Seite 69:

http://www.landtag.steiermark.at/cms/dokumente/11245420_5076210/23a801ff/15_3614_1_BE.pdf

M.f.G.
Bahnhof-Halbenrain

"Des Weiteren sollen zentrale Anlaufstellen wie Flughäfen, Bahnhöfe und zentrale Straßenknotenpunkte
verstärkt in touristische Aktionen (Informationsstellen etc.) eingebunden werden.
Auf der innerörtlichen Ebene kann nicht nur dem Touristen durch verkehrsberuhigende Maßnahmen
ein Wohlgefühl vermittelt werden.
Nachdem die Bahn zu den umweltschonenderen Verkehrsmitteln zählt, ist ein vermehrtes
Umsteigen auf diese ,,Transportform" erstrebenswert (Bahntourismus).
"

  • Vespa
Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #13
Hier noch ein paar interessante Infos (hab ich grad durch Zufall entdeckt):

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/leoben/3333901/abbau-oberleitung-fuer-sicherheit.story

Re: Die Erzbergbahn fährt nicht mehr
Antwort #14
Weiß wer, was bei der im Artikel erwähnten Podiumsdiskussion 'rausgekommen ist?