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Thema: Feistritztalbahn (13961-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Re: Feistritztalbahn
Antwort #15
Nun kommt wegen des nahenden Straßenbaus das letzte große Aufräumen: Die noch vorhandenen Güterwagen wurden zerlegt und werden - vermutlich nach Murau - überstellt. Die Behälter einiger Silowagen werden zunächst einmal am Verladeplatz gelagert. Das Bild zeigt den Kessel des für die Schmalspur einst imposanten Vierachsers EEzm 781. Die Reste der desolaten VL 11 dürften nach dem Sattelzug zu schließen, auf dem sie verladen ist, nach RO verfrachtet werden .....
Die Jahresausklangssituation auf der FTB war übrigens sehr bedrückend. Der Weihnachtszug musste durch Untauglichkeit der Diesellok nach kurzer Streckenfahrt wieder zurück geholt werden und entfiel.
Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen" wissen, dass AB nur leicht im Kommen und MB praktisch nur mehr als Museums(feld)bahnen vorhanden sind!

Re: Feistritztalbahn
Antwort #16
Heute war auch der RT3 nicht mehr zu sehen. Er dürfte wie die schon abtransportierte VL11 schon auf dem Weg nach Rumänien unterwegs sein. Die VL15 folgt demnächst.
Auf der Strecke sind jetzt die letzten Güterzüge zu beobachten. Dabei werden StLB-eigene Wagen von den Kleinlokomotiven der FTB nach Weiz überstellt. Eine derartige Garnitur mit der Lok 1, dem Jkm 367, dem Hwm 175, dem Jrm 223, dem Ezm 759? und dem den StLB gehörenden Jkm 390 mit dem FG der U7 stand heute in Oberfeistritz. Ob alle diese Wagen nach Weiz überstellt werden ist mir nicht bekannt, beim Jkm 390 ist es gewiss. Das FG der U7 wird auf einen FTB- eigenen Wagen umgeladen und geht dann wieder retour nach Birkfeld. Auch die zweite Kleinlok der FTB (Lok 2 oder 22 ex Judenburg) stand heute auf einem der beiden Abstellgleise nächst der Talkum-Seilbahn in Oberfeistritz. Ein Kleinod ist der rechts im Bild zu sehende und schon sehr desolate Gw 81, ein gedeckter "Kleingüterwagen" der 1917 von der Carminati & Toselli Societá Italiana in Mailand für die einstige Militärbahn Cividale-Caporetto (Danke an HF für die Info!) gebaut wurde und 1925 mit vier baugleichen "Wägelchen" ins Feistritztal kam.
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  • FlipsP
Re: Feistritztalbahn
Antwort #17
Wie sieht eigentlich die weitere vorgehensweise aus? So weit mir bekannt ist soll während der Bauphase von einer Haltestelle im Bereich Garten der Generationen (Krottendorf) abgefahrn werden. Stimmt das und wie wird es dann danach weitergehen? Wird die Strecke danach wieder den Bahnhof Weiz erreichen?
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • 1114
Re: Feistritztalbahn
Antwort #18
Soweit man es am Plan erkennen kann, würde ich sagen, dass sie nicht mehr in den Bahnhof eingebunden wird (die Bahnanlagen sind in grün dargestellt).... Falls der Plan halt noch aktuell ist.....

 https://www.meinbezirk.at/weiz/c-lokales/baustart-ortsdurchfahrt-weiz-geht-in-die-naechste-runde_a2880203#gallery=null

Re: Feistritztalbahn
Antwort #19
Heute war auch der RT3 nicht mehr zu sehen.
Ist das der Rangierroboter der auf dem Rahmen der 2060.007 aufgebaut wurde?

Re: Feistritztalbahn
Antwort #20
RE01 - 04: Rangierfahrzeug Elektrisch, FG ex ÖBB 2060
RT1: JW-Spinne, ursprünglich in Feldbach
RT2: Knotz-Draisine "Hudel-Irrtum", dank einer Info durch HF berichtigt: Der RT2 war eine ehemalige DEMAG, ML15, die aus den zwei im November 1964 vom steirischen Erzberg gekauften Lokomotiven 17/15 und 18/15 (Demag 2664 bzw. 2665/1940) als Rangierfahrzeug für die Holzwagen im Bhf. Stadl-Kaltwasser entstanden ist.
RT3: Deutz-Diesellok ex Braubachhütte
Deutz V, 56775/1957, Type A4L514 F, urspr. 750 mm, Lieferung 16.10.1957 Braubacher Blei- und Silberhütte "1" /1980 über Kärtntner Museumsbahn an Steiermärkische Landesbahn "RT 3" (760 mm, 09.2000 iE in Oberfeistritz [A], 08.2012 iE, zuletzt abg. in Weiz)
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Re: Feistritztalbahn
Antwort #21
Danke

  • Dietmar
  • Member*
Re: Feistritztalbahn
Antwort #22
Zitat
Dabei werden StLB-eigene Wagen von den Kleinlokomotiven der FTB nach Weiz überstellt
Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, das die Lokomotiven 1 und 2 im Eigentum des Club U44 sind. Auch die Überstellfahrten erledigte der Club U44 und nicht die FTB.

Re: Feistritztalbahn
Antwort #23
Danke für diese Klarstellung! Gerade dieser Hinweis ist aber ein Beleg, dass leider im Feistritztal nicht alle an der Bahn Beteiligten an einem Strang ziehen, obwohl die bestehende Situation dies unbedingt erfordern würde. Die miese Situation bei den Triebfahrzeugen, die notwendige Schaffung einer neuen - zumindest provisorischen - Endstelle im Bereich Krottendorf, die Erhaltung der Wagen und vor allem der an Kunstbauten reichen Strecke würde eine Bündelung aller nur verfügbaren Kräfte und Mittel erfordern. Offensichtlich sind zum Leidwesen für den Weiterbestand der Bahn jedoch Klarstellungen wichtiger, wer ist die FTB, was gehört dem Club U44 und ähnliche Vereins- bzw. Gesellschaftsanimositäten.
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  • Dietmar
  • Member*
Re: Feistritztalbahn
Antwort #24
Genau darauf sollte meine "Klarstellung" hinweisen. Leider ist der Mehrheits-Gesellschafter, die Gemeinde Birkfeld, anderer Meinung ....

Re: Feistritztalbahn
Antwort #25
Im Jänner 2019 wurden die schmalspurigen Gleisanlagen im Bahnhof Weiz von der Trapeztafel weg bis auf zwei kurze Gleise vor dem Lokschuppen sowie die beiden Gleiskreuzungen mit der Normalspur komplett abgetragen. Beim Einfahrtsdamm wurde nächst der bisherigen Unterfahrung schon ein etwa 15 m breiter "Durchstich" gegraben.
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  • Dietmar
  • Member*
Re: Feistritztalbahn
Antwort #26
Auch der zweite Durchstich ist schon in Arbeit.
Am 09.02.2019 waren die Kreuzungen mit der Normalspur noch vorhanden, auch die Signale waren noch in Betrieb. Lediglich die Sperrschuhe waren entfernt worden. An der einstigen Abfahrtsstelle ist das Bahnsteiggleis entfernt worden, das Wendegleis liegt noch. Im Werkstättenbereich sind nur mehr kurze schmalspurige Gleisstücke zu sehen, die allesamt im Bereich der Werkstatttore gelegen sind.

Re: Feistritztalbahn
Antwort #27
Für die FTB gilt vermutlich die beigefügte Umgrenzung des lichten Raumes.
Quelle: Schmalspurig durch Österreich, Verlag Slezak, 1975, Seite 10
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  • FlipsP
Re: Feistritztalbahn
Antwort #28


Investor übernimmt So geht es mit der Feistritztalbahn weiter
Die Platzer Industrie Holding mit Sitz in Wien übernimmt mehr als drei Viertel der Anteile an der Feistritztalbahn. Neben dem Tourismus hat man große Pläne damit.

Von Ulla Patz | 14.00 Uhr, 25. April 2019

Alle an Bord: Platzer Holding, Gemeinden, Tourismus und der Club U44 © Ulla Patz
Jetzt sitzen sie in einem Boot..., äh, Waggon: Der Club U44, die Gemeinde Birkfeld, die Tourismusverbände Joglland und Weiz, die Freunde der Feistritztalbahn und vor allem der neue Investor, die Platzer Industrie Holding.

Letztere hält nun 76 Prozent an der Feistritztalbahn GmbH. Der Rest teilt sich auf Gemeinde Birkfeld (fast 10,86 Prozent), Tourismusverband Weiz (7,14 Prozent) und Club U44 (6 Prozent) auf. Platzer investiert drei bis fünf Millionen Euro in die Sanierung der Strecke (Gleise, Tunnels, Unterbau, Bahnhöfe), dafür nutzt man die Schmalspurbahn-Strecke für Forschung und Entwicklung: getestet wird hier autonomes Fahren (also ohne Lokführer, nur mit Begleitpersonal), batteriebetriebene Bahn mit Schnellladestationen in den Bahnhöfen, Hybrid-, Signal- und Senortechnik. "Das Feistritzal wird damit zum Synonym für Innovation der Bahntechnologie und des Bahnverkehrs", sagt Georg Sieber, Geschäftsführer der Platzer Industrie Holding.


Georg Sieber, Geschäftsführer der Platzer Industrie Holding, ist auch gleichzeitig Geschäftsführer der Feistritztalbahn Foto © Ulla Patz
Geplant ist auch die Einführung von Personenverkehr, allerdings  frühestens ab 2024. "Wir haben vor, dafür straßenbahnähnliche Garnituren zwischen Birkfeld und Weiz zu führen", so Platzer.

Auch der touristische Betrieb der Feistritztalbahn wird weitergeführt, und zwar vom Club U44. Dieser mietet die Strecke und organisiert die Fahrten, heuer nur zwischen Birkfeld und Anger, da die Anbindung der Bahn wegen der Arbeiten an der Ortsdurchfahrt gekappt ist. Weiz habe aber weiterhin Interesse am Zug und werde die Einfahrt sichern, sagte Axel Dobrowolny vom Tourismus Weiz.

SO FÄHRT DER ZUG 2019

Heuer wird die Feistritztalbahn nur zwischen Birkfeld und Anger. Allerdings wird man versuchen, grundsätzlich mit der Dampflokomotive zu fahren.

Gefahren wird nur samstags, allerdings drei Mal an diesem Tag. Start ist am 1. Juni.

Abfahrtszeiten in Birkfeld: 10, 13 und 16 Uhr, in Anger: 11, 14 und 17 Uhr.

Organisiert werden die Fahrten über den Club U44.

Für ihre Anteile bekamen die Gemeinde Birkfeld und der Club U44 eine Abschlagszahlung von je 40.000 Euro. Platzer will in den nächsten Wochen mit einer "Behübschung" der Bahnhöfe beginnen, im laufenden Jahr sollen vor allem Konzepte und Finanzierungsansuchen an die EU starten.



Die Platzer Holding hat im Vorjahr die TecSol mit Sitz in Anger übernommen, die im 2017 Insolvenz anmelden musste.

Bevor dieser Deal nun fix gemacht werden konnte, hatte es im Vorfeld einige Hindernisse zu überwinden gegeben.


Hört sich nicht schlecht an! Was mir aber fehlt ist der Güterverkehr. Den könnte man ja relativ einfach (klar, die Umladeeinrichtungen werden jetzt zwar abgerissen, aber da wird man sich schon was einfallen lassen können, dann hätte man zusätzliches Einkommen) wieder reaktivieren, da er ja eigentlich nur wegen "Nichtmehrwollen" des ehemaligen Direktors eingestellt wurde oder nicht?
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Feistritztalbahn
Antwort #29
Eine interessante Sache und tolle Vision: Schiene statt Straße. Hoffentlich kommt es soweit.
GLG
Martin