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Thema: [INT] RB Seidenstrasse 2016: Esfahan - Hongkong (Teil 2, Turkmenistan-Transit) (2385-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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[INT] RB Seidenstrasse 2016: Esfahan - Hongkong (Teil 2, Turkmenistan-Transit)
Hier nun Teil 2 - es geht durch Turkmenistan.
Es ist doch mehr Text geworden, als ich mir eigentlich vorgenommen habe. Aber zu Turkmenistan liest man relativ selten was und es gab ja schon einiges zu erzählen. Eisenbahnfotos sind nur ganz wenige dabei, das liegt am eher unentspannten Zugang der örtlichen Organe zum Thema Fotografieren im Bahnbereich...

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Die Grenzüberquerung Iran/Turkmenistan ist keine 08/15-Grenze, sondern schon ein besonderes Prozerede. Wobei mich da auch nicht so schnell was aus der Ruhe bringt - das einzige, was mich wirklich nervös gemacht hat, war der Umstand, dass es mich schon sehr gejuckt hätte das ganze fotografisch festzuhalten. Aber daran war eher nicht zu denken.
Für meine beiden Mitreisenen mit weniger Schurkenstaatenerfahrung war die Grenze natürlich schon was ganz besonderes.

Der Grenzübergang Serakhs wird hauptsächlich von LKWs frequentiert. Öffentlichen Busverkehr über die Grenze gibt es nicht. Taxi bis und ab Grenze ist angesagt. Vom Bahnhof Serakhs sind es nur ein paar Kilometer mit dem Taxi.
Auf iranischer Seite muss man nach Eintritt in das Areal ein schönes Stück zwischen LKWs, die auf die Grenzabfertigung warten, gehen und das Abfertigungsgebäude für Fussgänger suchen.
Ich hab diesen Spaziergang drei mal gemacht, weil die Bank im Abfertigungsgebäude zu hatte und ich nochmal nach "draussen" spaziert bin, um das übriggebliebene iranische Geld gegen turkmenisches zu wechseln.
Ausser uns waren nur drei Turkmeninnen, die offenbar lokalen Grenzhandel betreiben, damit beschäftigt, die Grenze zu überqueren. Bei den Iranern war erst mal warten angesagt, weil vom Zoll niemand da war. Irgendwann hab ich dann wo angeklopft, dann ist doch wer gekommen und wir durften unsere Rucksäcke ausräumen. War aber alles harmlos.
Dann folgte die Passkontrolle, auch relativ unspektakulär. Nach vielleicht 30-45min waren wir da fertig.
Nach dem Abfertigungsgebäude ging es auf einen kleinen staubigen Platz. Direkt daran anschliessend folgte eine Rampe auf eine rostige, schmale (nur ein Fahrstreifen, wenn ich mich recht erinnere) Eisenbrücke über den ebenfalls ausgetrockneten Grenzfluss. Die Auffahrt auf die Brücke wurde von ein paar Soldaten mit Maschinengewehren bewacht. Dazu überall jede Menge rostiger Stacheldraht.
Und mitten auf dem kleinen Platz stand eine Marschrutka mit turkmenischem Kennzeichen.
Das doch ein tolles Foto gewesen.... :-)

Da sich das Abfertigungsgebäude auf turkmenischer Seite einen guten Kilometer landeinwärts befindet, muss/soll man als Fussgänger diese Marschrutka benutzen. So wurden wir also gleich die ersten Manat wieder los. Wir mussten dann noch warten, bis die drei Turkmeninnen (sind ja dann eigentlich Turkwomeninnen... nicht zu verwechseln mit Turkwummen, wobei es letztere nicht geben dürfte, von M62 in dieser Gegend wäre mir nix bekannt) ebenfalls fertig kontrolliert waren.
Irgendwie war das sehr bizarr - da sitzt man umzingelt von iranischen Soldaten unmittelbar vor der iranisch-turkmenischen Grenze in einer turkmenischen Marschrutka und wartet - mittlerweile bei ordentlicher Mittagshitze - drauf, dass es weitergeht und harrt der Dinge, die da noch gleich in einem der skurillsten Länder der Welt kommen werden...
Irgendwann ging es dann weiter - bis zur Brücke, an dessen Beginn ein iranischer Soldat nochmal die Pässe kontrollierte.
Dann gings ein paar Meter weiter über die Brücke, wo dann schon ein Rudel turkmenischer Soldaten wartete und eine Erstkontrolle der Pässe vornahm. Ein Video mit versteckter Kamera von dem ganzen Spektakel, das wär was Nettes....

Die iranische Seite der Grenze - rechts oben das Abfertigungsgebäude für Fussgänger:


Über eine holprige Strasse, die - wie man in meinem Lieblingsschurkenstaat sagen würde - ganz sicher nicht dem Songun-Zeitalter entspricht, fuhren wir dann also zum turkmenischen Grenzpalast.
Wie fast alle staatlichen Gebäude in Turkmenistan, war das ein stattlicher, moderner Komplex und natürlich komplett in weiss. Also nichts wie hinein, möge der Spass beginnen und unser turkmenisches Transitvisum genutzt werden:


Übrigens haben wir bei der Botschaft in der Argentinierstrasse in Wien zur Einstimmung auf Turkmenistan noch diese beiden Broschüren bekommen










Der Spass hat dann sicher eineinhalb Stunden gedauert und war ein mehrstufiger Prozess von zumindest 5 Beamtshandlungen.
Jeder Amtshandler schrieb unsere Daten in seine eigene dicke Mappe mit handgeschriebenen Listen auf. Es begann mit einer "ärztlichen Untersuchung", dazu mussten wir in ein Kammerl zu einem Typen mit weissem Arztkittel. Im Kammerl war an der Wand ein grosses Foto von einem anderen Typen namens Gurbanguly Berdimuhamedow in Arztkittel angebracht.
Die ärztliche Untersuchung bestand aus der Eintragung unserer Daten ins Listenbuch, mehr war nicht.
Dann gings weiter in eine grössere Halle mit jeder Menge Leute in Grenzsoldatenkluft. Hier gabs an der Wand ein grosses Bild vom Herrn Berdimuhamedow in Grenzzoldatenuniform.
Zuerst gabs einen Drogentest bei dem Schweissproben von der Handfläche mit irgendeinem Apparat analysiert wurden. Der Drogentestmann hat dann auch unsere Daten in eine Liste eingetragen, damit war die Sache erledigt.
Danach musste die Einreisegebühr bezahlt werden. Zuerst bekamen wir an einem Schalter eine Art Rechnung aus, dann mussten wir damit zu einem anderen Schalter und die Gebühr bezahlen. Formell wechselten wir dort Dollar in Manat und bezahlten dann in Manat, zumindets bekamen wir auch eine Geldumtauschbestätigung.
Mit der gestempelten Rechnung ging's dann wieder zurück und nach Abgabe der Rechnung zur eigentlichen Passkontrolle. Dort wurden wir dann noch zur Reiseroute (inkl. allfälliger Hotelübernachtungen, ich meine wir mussten auch irgendein Formular ausfüllen...) befragt, bevor wir den Einreisestempel bekamen...
Natürlich nicht ohne zuvor handschriftlich in eine Liste eingetragen zu werden.
Es folgte dann noch der Zoll, wo wir zunächst das typisch sowjetische Zolldeklarationsformular ausfüllen mussten. Natürlich gab's im Raum mit den Zöllnern auch ein Bild vom Gurbanguly, diesmal in Zöllneruniform....
Beim Zoll wurde zuerst das Gepäck durchleuchtet und anschliessend genauer untersucht. Die Chefzöllnerin war recht happy darüber, dass sie sich mit mir als einzigem aus unserem Kollektiv auf russisch unterhalten konnte und hat mich zu unserer Reise befragt, während ihre Mitarbeiter schon begannen, das Gepäck meiner Freunde auseinander zu nehmen.
Sie fand das alles anscheinend recht lustig, und hat mich dann im Verkauf der Unterhaltung gefragt, ob ich verheiratet sei. Und dann nach meiner Antwort gemeint, dass es sich doch gut träfe, dass sie auch nicht verheiratet sei... :-)
Das subtile Angebot hab ich dann doch nicht wahrgenommen, aber witzig war das ganze jedenfalls. Und netterweise hat sie dann die Amtshandlerei ihrer dienstbeflissenen Mitarbeiter vorzeitig abgebrochen und diese angewiesen, die Rucksackausräumerei bleiben zu lassen...

So, nun waren wir also in Turkmenistan!

Nächstes Ziel: Mary, von dort geht um 23h35 unser Nachtzug nach Asgabat.

Ein paar schwindlige Taxler warten schon am Ausgang des Grenzabfertigungskomplexes, und da wir wenig Wahlmöglichkeiten hatten (die Taxler bilden ein Kartell mit Preisabsprachen...), zahlten wir halt die 80 USD für die 150 km.
Zuerst hätten es ja nur 60 USD sein sollen, aber als wir dann im Auto sitzen, meint der Fahrer, dass 20 USD der Preis pro Person sei und sein Auto ja Platz für 4 Fahrgäste hat und wir jetzt noch warten bis noch wer kommt.... naja, was soll's, wir wollten da nicht ewig in Sarakhs versauern...

Impressionen von der Fahrt:






Dazu gab's Beschallung mit 90er-Jahre-West-Musik:

https://www.youtube.com/watch?v=wJaKDGZrGZI



Zuerst fuhren wir auf der holprigen Haupstrasse Richtung Tejen, dann über eine noch holprigere, kleine Querverbindungsstrasse direkt zur Fernstrasse Asgabat - Mary. Die war dann ganz gut ausgebaut.

Vor Mary:


In Mary liessen wir uns zuerst zum Hotel Margus fahren, dort sollten unsere über die Reiseagentur Owadan ( http://www.owadan.net/en/home ) bestellten Fahrkarten nach Asgabat hinterlegt sein.
Der Rezeptionist wusste zunächst zwar von nichts dergleichen, nach ein-zwei Telefonaten konnte das aber geklärt werden und wir hatten unsere Fahrkarten.

Dann fuhren wir zum Bahnhof, wo wir noch gut 2 Stunden bis zur Abfahrt des Zuges verbrachten. Zunächst haben wir uns in der Schaschlickeria direkt neben dem Bahnhof gestärkt und das erste Bier seit Wien verkostet.
Dann haben wir ein bissl in der Bahnhofshalle gewartet, da wars aber recht heiss und stickig, sodass wir dann gleich auf den Bahnsteig übersiedelt sind.
Während der Wartezeit sind einige andere Fernzüge vorbeigekommen, die waren allesamt recht lang (an die 20 Waggons) und ausschliesslich aus neuen chinesischen Wagen gebildet.

Fahrplan für Mary (von http://www.railway.gov.tm/rasp.html )


Ein paar möglichst unauffällig geschossene Fotos mussten es dann doch sein...






Insgesamt war's schon eine etwas merkwürdige Atmosphäre. An sich haben postsowjetische Länder ja was mir vertrautes, ich kann mit den Leuten kommunizieren, die Schrift lesen etc, aber trotzdem fühlte es sich hier fremdartiger an als im Iran. Wohl auch bei die Leute ganz anders drauf waren als im Iran. In Turkmenistan spürten wir eher Desinteresse oder bewusste Distanz (es gab dann aber auch sehr positive Ausnahmen), während im Iran die Leute sehr offen waren und oft proaktiv das Gespräch suchten und fanden!

Am nächsten Morgen bei der Ankunft in Asgabat - leider hat sich keine Gelegenheit für ein besseres Foto einer Lok der turkmenischen Eisenbahn ergeben:








Mit dem Taxi ging's zum ebenfalls über die Firma Owadan gebuchten Hotel Bagt Kosgi...

Guten Morgen, Gurbanguly!


So oder so ähnlich schaut fast ganz Asgabat aus:


Das Hotel Bagt Kosgi ist eigentlich ein "Hochzeitspalast" mit angeschlossenem Hotelbetrieb. Es war eines der der leistbareren, das uns die Firma Owadan vorgeschlagen hat. Es lag zwar etwas abseits vom Zentrum auf einem Hügel gelegen, aber es war schon allein vom Aussehen her etwas Skurriles, da dachten wir dann, dass das schon sehr gut zu Turkmenistan passt.
In einfachen, billigen Hotels darf man als Ausländer nicht absteigen, und Couchsurfing gibt es zwar, aber ist auch nicht wirklich legal. Nachdem mir ein Freund zuvor berichtet hat, dass ein Bekannter von ihm wegen sowas de facto deportiert wurde, wollten wir da nix anbrennen lassen und fügten uns dem staatlichen Tourismussystem.

Das Hotel...


Wir haben uns ein bissl am Zimmer erholt und uns mit Turkmenischem Fernsehen auf die bevorstehenden zwei Tage in Asgabat eingestimmt:

https://www.youtube.com/watch?v=KnQWCyXDlec

Das turkmenische Fernsehen kann man auch hierzulande geniessen:
http://tv.online.tm/ch005.html
(unter "kanallar" kann man andere Programme auswählen; wenn bei uns Abend ist, ist dort aber meistens schon Sendeschluss und es gibt dann zB nur ein Aquarium mit herumschwimmenden Fischen zu bestaunen....)

Zur Bezahlung war eine Abholung mit einem Fahrer der Firma Owadan vereinbart, der brachte uns dann ins Büro der Firma, wo wir vom Chef der Firma (war zumindest ein höherer, in seinem Büro gab es ein Foto von ihm gemeinsam mit dem Gurbanguly zu sehen) empfangen wurden und für die Leistungen bezahlten (pro Person 112 USD für 2 Übernachtungen in Asgabat und die zwei Zugfahrten Mary - Asgabat und Asgabat - Dasoguz im Kupe).

Blick aus dem Bürogebäude:


Nach dem Mittagessen stand ein Stadtrundgang zu Fuss am Programm - bei sengender Hitze:


Turkmenischer McDonalds...







Unweit von diesem Denkmal kamen wir dem Präsidentenpalast zu nahe, ein Polizist deutete uns gleich, dass wir uns schleichen mögen.

Park:




"Gülle Turkmenistan"


Bahnhof:


Theater:


Leider darf man die architektonisch interessantesten Gebäude (allen voran der Präsidentenpalast, ansonsten viele Ministerien etc) alle nicht fotografieren, und sich über das Verbot hinwegzusetzen ist angesichts der Polizeipräsenz auch schwierig...

Am Abend landeten wir dann in einem netten Biergarten...


Da es nun ganz angenehme Temperaturen hatte, haben wir die paar Kilometer zurück zum Hotel zu Fuss zurückgelegt...




Ein Diabetiker-Geschäft?


Das Hotel bei Nacht...


Asgabat bei Vollmond:


Für Tag 2 haben wir am Vortag bei der Firma Owadan noch eine Rundfahrt zu weiter entfernten Sehenswürdigkeiten gebucht. Um 50 USD hatten wir für einen ganzen Tag ein "Taxi" samt Guide. Das war uns die Sache schon Wert, denn viele interessante Sachen sind recht weit verstreut und auf eigene Faust hätten wir bestimmt nicht so viel gesehen.

Frühstücksraum im Hotel - fast so schön wie in einem nordkoreanischen Hotel:




Das Turkmenbasi-Mausoleum:


Die neue, riesige, leere Moschee neben dem Turkembashi-Mausoleum:


Die Ruinen der historischen Stadt Nisa:


+

Das turkmenische Militär überwachte unsere Aktivitäten von der Luft aus:


Im Hintergrund ist die Turkmenbashi-Moschee zu sehen:


Zurück Richtung Asgabat:









Im Nationalmuseum haben wir uns ausführlich über die Geschichte Turkmenistans informiert:


Ein modernes Einkaufszentrum von innen; dort gab es Mittagessen. Unser Fahrer war sichtlich stolz auf den hier zur Schau gebotenen "New Turkmen way of life"





 


Boomtown Asgabat:


Das 2.-Weltkriegs-Denkmal:




Das Yildiz-Hotel, im Vordergrund unser Fahrzeug...


Das Neutralitätsmonument:


Zur Veranschaulichung - so sieht Asgabat von oben aus:




In der Mitte unterhalb des Parks ist der Präsidentenpalast, uns hat man, als wir knapp links der Mitte am Beginn des Parks waren, von hier verscheucht:


Und hier sieht man, wie sich Asgabat verändert:

2002:


2008:


2011:


2013:


2017:


Das links unten ist übrigens unser Hotel.
Die alten kleinen Häuser sowie die sowjetischen Plattenbauten verschwinden zusehends und werden durch breite Boulevards gesäumt von mehr oder weniger kitschiger, weisser Marmorarchitektur oder sonstigen Monumentalbauten ersetzt...

Wir liessen uns dann zuletzt noch zum Markt, dem "Russkij Bazar", führen um ein bisschen Proviant für die Zugfahrt einzukaufen.

Sehr lustig fanden wir (und da vor allem Bernhard aus Gallneukirchen...), dass es bei einem der Wurstverkaufsstände österreichische Wurst vom Greisinger im Mühlviertel zu kaufen gab:


Auch die Verkäuferinnen waren lustig drauf:



Beim Warten am Bahnhof kamen wir dann mit diesen netten Leuten ins Gespräch:


Und dank des folgenden Fotos kam ich mit einem Polizisten ins Gespräch und musste mir dann in Usbekistan ein Programm zum Wiederherstellen gelöschter Dateien auf mein Netbook runterladen...


Fahrkarten Asgabat - Dasoguz:


(man bekommt die Fahrkarten leider nach der Fahrt nicht zurück; daher gibt es auch keine Dokumentation der Fahrkarte der ersten Fahrt von Mary nach Tashkent).

Am nächsten Morgen - turkmenische Wüste:


Waggon von innen:


Die anderen Fahrgäste wollten auch ein bissl fotografieren:


Kiss&Ride-Parkplatz auf einem Bahnhof kurz vor Dasoguz:


Frauen in traditioneller Kleidung:


Erwachsene Frauen sind in Turkmenistan fast immer traditionell gekleidet, Männer hingegen eher leger. Und Mädchen bzw. junge Frauen hatten eigentlich immer zwei Zöpfe und trugen entweder ein grünes (Schülerinnen) oder rotes (Studentinnen) Kleid...

Im Zug sind wir mit einem jungen Turkmenen aus Dasoguz ins Gespräch gekommen. Er hat in Moskau studiert und ist nun wieder zurück in Turkmenistan um seinen Militärdienst zu leisten.
Er hat uns spontan zu seiner Familie zum Mittagessen eingeladen.

Wir sind dann also nach Ankunft in Dasoguz mit ihm zusammen mit dem Taxi zu ihm nach Hause gefahren und haben dort dann seine Mutter, seine zehnjährige Schwester und seinen Onkel getroffen.
Zuerst gab's Tee und Süssigigkeiten, dann bekamen einen sehr guten Plov (das typisch zentralasiatische traditionelle Reisgericht mit Lammfleisch).
Wir haben mit unseren Gastgebern über dies und das geplaudert, Fotos aus Österreich hergezeigt und Manner-Schnitten verschenkt :-)

Der Onkel hat uns dann noch zum nahe gelegenen Grenzübergang nach Usbekistan gebracht.
Dort war absolut nichts los, was nicht nur daran lag, dass gerade Mittagspause war und wir eine Dreiviertelstunde warten mussten.
Zum Glück herrschten hier anders als am Tag zuvor in Asgabat angenehme Temperaturen - es hatte vielleicht so 25 Grad (und nicht 37), sodass das Warten vor der eingezäunten Grenzareal recht angenehm war.
Wir waren dann die einzigen, die die Grenze passierten. Auch LKW-Verkehr gab es hier nicht.
Die Ausreiseprozedur war dann relativ unspektakulär. Beim Zoll entschuldigte man sich bei uns dafür, dass man die Rucksäcke genauer anschauen muss, aber man werde gefilmt und wenn man das nicht tue, gäbe es Probleme...
Auch hier lagen ein paar 100m zwischen den beiden Grenzhäusln, auch hier gab es einen Marschrutka-Zwang.... und damit endete unser Turkmenistan-Exkurs....