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Thema: Zweites Leben für Alträder – Recycling neu gestartet  (1819-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Zweites Leben für Alträder – Recycling neu gestartet
Zweites Leben für Alträder - Recycling neu gestartet

Hunderte Fahrräder werden übers Jahr im öffentlichen Straßenraum ,,vergessen" oder nach Beschädigungen oder Teilediebstahl von ihren BesitzerInnen aufgegeben. Diese ,,Radleichen" sind nicht nur optisch keine Zier, sie verstellen auch dringend benötigte Radabstellplätze. Deshalb findet auch die regelmäßige Entfernung dieser ,,Altlasten" statt. Doch was dann? In den letzten Jahren wurden die Alträder nach einer Karenzzeit samt und sonders verschrottet - jetzt startete Stadträtin Elke Kahr gemeinsam mit der Fa. Wuthe und sozialökonomischen Mechanikerbetrieben ein Recyclingprojekt nach dem Motto ,,Ein zweites Leben für Alträder".

Diese Art der Wiederverwertung hat es schon einmal gegeben, nach Problemen in der Abwicklung und Lagerung wurde die Aktion aber von der Behörde eingestellt. Seither wurden die im Straßenraum eingesammelten Alträder direkt über die von der Stadt beauftragten Abschleppfirma Wuthe als Abfall entsorgt.

Verkehrstadträtin Elke Kahr hat sich des Recycling-Themas nun erneut angenommen. ,,Es ist uns wichtig, dass die im Straßenraum eingesammelten Alträder nicht einfach nur verschrottet werden. Einige bekommen durch geschickte MechanikerInnen ein zweites Leben, von etlichen sind zumindest noch Teile zu verwenden. Zusammen mit der zweiten Schiene, jener der organisierten Altrad-Entsorgung aus Siedlungen, soll dies ein Beitrag zum sorgsameren Umgang mit Ressourcen sein und zugleich sinnvolle Beschäftigungsprojekte unterstützen."

Konkret gibt es zwei ,,Quellen" für Alträder: Zum einen die von Hausverwaltungen organisierte Entsorgung aus Siedlungen, wobei das Gratis-Angebot von ,,promente" mit mehreren Hausverwaltungen koordiniert wurde. Zum anderen wurde mit der Fa. Wuthe vereinbart, die Alträder aus dem Straßenraum - nach dem Verstreichen der Fristen und dem Eigentumsübertrag an die Stadt - sozialökonomischen Betrieben oder gemeinnützigen Vereinen zur Weiterverwertung anzubieten. Den Anfang machte nun der sozial,,Bicycle": Chefmechanikerin Sybille Hartung inspizierte vor Ort ein Kontingent von rund 50 Alträdern, die im August von ihrem Team aufgearbeitet werden. Der nicht brauchbare Rest wird - wie bisher - unter Berücksichtigung der Abfallverwertungsrichtlinien (ordnungsgemäße Fraktionierung und Wiederverwertung) verschrottet.

Auf dem Foto:  Wolfgang Zumpf (promente), Franz Wuthe, Stadträtin Elke Kahr, Skifter Shala (Fa. Wuthe) und Sybille Hartung (Bicycle).
GLG
Martin