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Thema: E-LKW - Elektro-LKW (4516-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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E-LKW - Elektro-LKW
Bei MAGNA STEYR in Graz-Thondorf fahren seit einigen Wochen zwei E-LKW im Werksverkehr. Außerhalb des Werkes gefertigte Autos werden mit diesen Fahrzeugen zum Lackieren in das Werk gebracht. Diese Transporte werden vom Werk als sehr umeltfreundlich, initiativ und zukunftsträchtig verkündet. Dass die werkseigene Anschlussbahn mehrmals amputiert wurde und nur mehr als ungenützter Torso völlig brach liegt, wirft auf die Umweltfreundlichkeit der Logistikverantwortlichen des Werkes natürlich ein anderes Bild!

http://steiermark.orf.at/news/stories/2871752/

Im Juni 2003 war in der Umwelterklärung des Werkes noch folgendes Ziel zu lesen:
Einsatz von speziellen Wechselbehältern für den Bahntransport, dadurch Reduktion der Lkw Transporte und Verminderung des steigenden Straßenverkehrsaufkommens.
Schon damals wurde jährlich mit 44 Millionen LKW-km für die Anlieferung und 42 Millionen PKW-km für die An- und Abreise der Mitarbeiter kalkuliert, obwohl weit weniger PKW-Typen produziert wurden als heute.

http://www.magna.com/migrated/de/pdf/MS_Umwelt_d_2003.pdf

Es ist ein umweltpolitischer Wahnsinn und ein Hohn für jede Bemühung zur Verbesserung der Luftgüte im besonders belasteten Süden von Graz, dass ein Betrieb in dieser Größenordnung seine Materialanlieferung komplett auf der Straße abwickelt. Wenn da mit dem Einsatz zweier Kurzstrecken E-LKW's große Umwelttöne gespuckt werden, ist das geradezu lächerlich! Man bedenke nur, wie viele elektrisch betriebene Materialbahnen es früher gegeben hat, die die Luft nicht einmal durch einen Reifenabrieb beeinträchtigt haben. Man kann an die Verantwortlichen von MS nur appellieren, die AB ehest wieder zu aktivieren und zumindest den Übergabebahnhof ehest als Fläche für die Materialanlieferung auf der Schiene zu verwenden.
Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen" wissen, dass AB mit geringem Wagenaufkommen entgegen den Absichten der Politik auf der Abschussliste stehen!

Re: E-LKW - Elektro-LKW
Antwort #1
Trotz einer weltweiten Zunahme der Klimadiskussion und immer dringlicher werdenden Appellen zum Klimaschutz vermehrt Magna seine Straßentransporte und pendelt nun mit Karosserie-Transporten sogar zwischen Graz und Marburg auf der Straße hin und her. Wann wird diesem Unfug endlich ein Ende gesetzt und eine Logistik organisiert, mit der diese Transporte mit Pendelzügen auf der Bahn erfolgen.
Vorschlag: Abholung Thondorf - Messendorf - Graz Hbf. mit Diesel, Graz Hbf. - Hoce - Graz Hbf. mit E-Lok, Graz Hbf. - Messendorf - Beistellung Thondorf mit Diesel, je nach Umlauf- bzw. Verladezeiten drei, besser vier Garnituren.
Auch die Überstellung der fertigen Autos von Thondorf nach Kalsdorf zur Auslieferung könnte mit der Bahn erfolgen. Ein Gleis der AB Frikus dient für Züge mit ankommenden Autos, ein Gleis für Züge mit auszuliefernden Autos. laufende Beistellung bzw. Abholung durch die Verschubreserve in Kalsdorf,  die derzeit ohnedies stundenlang fast ohne jede Aufgabe im Bhf. Kalsdorf steht.
Magna bitte aufwachen, den Frächtern keine Gefälligkeitsaufträge mehr bescheren, den Klimaschutz endlich ernst nehmen und die Straßen im Süden von Graz endlich entlaste(r)n!!
RCA bitte aufwachen und mit mehr Flexibilität um mehr Betriebseffizienz bemüht sein!
Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen" wissen, dass AB mit geringem Wagenaufkommen entgegen den Absichten der Politik auf der Abschussliste stehen!

  • FlipsP
Re: E-LKW - Elektro-LKW
Antwort #2
Gut geschrieben!
Es wäre aber besser wo anders veröffentlicht als hier im Forum, wo dir eh so ziemlich jeder zustimmen wird.!
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

Re: E-LKW - Elektro-LKW
Antwort #3
......
Es wäre aber besser wo anders veröffentlicht als hier im Forum, wo dir eh so ziemlich jeder zustimmen wird.!

Habe auch schon Tages- und Regionalzeitungen damit angeschrieben. Aber der Wille der Publikation ist vermutlich durch die Abhängigkeit von der Autolobby (Werbungen) offensichtlich enden wollend. Würde mir aber wünschen, dass sich mehr Forumsteilnehmer für dieses Thema engagieren!
Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen" wissen, dass AB mit geringem Wagenaufkommen entgegen den Absichten der Politik auf der Abschussliste stehen!

Re: E-LKW - Elektro-LKW
Antwort #4
Aktivisten der Initiative "System Change, not Climate Change" haben am 31. Jänner 2020 die Zufahrten zum Grazer MAGNA-Werk blockiert und damit für eine ordentlichen Stau gesorgt. Die FPÖ und die WK haben diese Blockaden im Hinblick auf die Gefährdung von Arbeitsplätzen auf das Schärfste kritisiert. Dazu ist nach meiner Meinung zu sagen, dass die Forderung der Blockierer an MAGNA wirklich ein unüberlegter Unsinn war. Zu fordern, dass MAGNA die Autoproduktion aufgibt, würde außer der Vernichtung heimischer Arbeitsplätze wohl kaum etwas bringen, da ja fast die gesamte Produktion in den Export geht und die in Graz und seinem Umland rollenden Fahrzeuge ja in anderen Werken in aller Welt produziert werden. Die Blockade hat aber aufgezeigt, wie massiv und einseitig der von MAGNA verursachte Werksverkehr eigentlich ist. Anstatt möglichst viel In- und Output über die Schiene abzuwickeln, setzen die Logistiker des Werkes nur auf den Straßentransport und Überschwemmen damit den gesamten Raum südlich von Graz täglich mit tausenden  LKW-Fahrten. Dagegen hätte sich die Initiative richten müssen. Gemeinsam mit Logistikern von in Frage kommenden EVU's müsste man sich bemühen, möglichst viele Verkehre mit der Bahn abzuwickeln. Beispielsweise könnten die Auslieferungen auf die Stellplätze in Messendorf und Kalsdorf durch permanente Shuttlegarnituren auf der Schiene erfolgen, ebenso die Transporte zum und vom Lackierwerk in Hoce. Auch beim Input müssten sich Schienentransporte von Albersdorf oder Lannach und anderen Zulieferorten in konstruktiver Zusammenarbeit mit Eisenbahnunternehmungen organisieren lassen. Diese Umorganisation gefährdet keine Arbeitsplätze bei MAGNA und wäre ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung der Luftgüte und der Verkehrsentlastung im Großraum Graz. Allein die Verkehrsbelastung in der Maggstraße (Anlieferungen zu Lagern, Anlieferungen von den Lagern ins Werk, Überstellung fertiger Autos vom Werk und Abtransport fertiger Autos) ist eine Situation, die ehest einer Veränderung bedarf, wird doch nur für den letzten Schritt teilweise die AB der Fa. Hödlmayr genutzt!
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