Zum Hauptinhalt springen
  • Hallo und herzlich Willkommen im neuen Styria-Mobile-Forum!
    Melde Dich an bzw. registriere Dich um alle Bilder sowie Themen sehen zu können! 

Thema: Straßenbahnausbau 2023ff (11554-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #75
...
Ich sehe das Problem nicht - am Leonhardgürtel wurde schon vor Jahren ein Haus abgerissen, da ist Platz genug - siehe Luftbild im Vergleich zur Reiterkaserne, und dort funktioniert das bekanntlich seit einiger Zeit durchaus...

Allerdings wird an der Adresse Leonhardstraße 61 bald ein Bauprojekt verwirklicht:
https://www.chronos-wohnen.at/cms_site/In-Planung/Graz-Leonhardstrasse-61

Danach wird es dort wieder mit dem Raum enger werden.

Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #76
Interessant wäre der Masterplan der heute beschossen wurde. Wird der auch noch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?

  • PeterWitt
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #77
Bis auf die Linie 8 (Südwestlinie) wurde bzw.wird alles umgesetzt. Man sollte jedoch positiv in die Zukunft sehen.Blöd für Einige, daß das Ganze unter dem Bürgermeister Nagl passiert. Die Abneigung gegen ihn ist in diesen Forum schon penetrant.
Naja, wer wenn nicht Nagl hat denn alle diese Projekte bislang torpediert und verzögert? Die könnten, ausgehend von diversen Studien und Beschlüssen, allesamt schon gut 10 Jahre fertig gebaut sein.
Und nur, weil jetzt eine weitere Studie vorliegt, die quasi das wiederholt, was schon die Studien zuvor gezeigt haben, heißt das noch lange nicht, dass es auch jetzt dann dich einmal angegangen wird. Aber ja, die Rahmenbedingungen sind denkbar günstig, dank Sensibilisierung auf das Klima, dank ev. Beteiligung der Grünen in der Bundesregierung, aber auch dank der finanziellen Zusagen von Minister Hofer (damit man ihn nicht vergisst) scheint eine Finanzierung möglich und ein politisches Unsetzen nicht gänzlich unmöglich (auch, weil Nagl wohl innerhalb dieses Realisierungszeitraums nicht mehr Bürgermeister sein wird).

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #78
So schaut's aus:
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #79
Ja leider  :boese:
GLG
Martin

  • FlipsP
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #80
...
Ich sehe das Problem nicht - am Leonhardgürtel wurde schon vor Jahren ein Haus abgerissen, da ist Platz genug - siehe Luftbild im Vergleich zur Reiterkaserne, und dort funktioniert das bekanntlich seit einiger Zeit durchaus...

Allerdings wird an der Adresse Leonhardstraße 61 bald ein Bauprojekt verwirklicht:
https://www.chronos-wohnen.at/cms_site/In-Planung/Graz-Leonhardstrasse-61

Danach wird es dort wieder mit dem Raum enger werden.

Irgendetwas kommt mir da nicht ganz koscher vor und die Chronos ist mir auch öfter schon untergekommen, daher hab ich mich da mal erkundigt:

.) Das Haus an der Ecke wurde schon vor Jahren abgerissen, aber man will erst 2020 mit dem Neubau starten. Warum wartet man so lage bzw bleibt so lange auf den Abrisskosten sitzen?
.) Die Chronos hält doch ein paar Grundstücke entlang des ehemals geplanten Ostgürtel frei (bebaut sie also nicht)
.) Die Chronos gehört zu großen Teilen einer anderen Firma, die ihren Sitz wiederum in der Schmiedgasse haben (also in der Nähe verschiedener Abteilungen der Stadt)

Da ist mir schon öfter der Gedanke gekommen, dass hier eventuell Flächen für die Stadt freigehalten werden? Ehrlich gesagt würde ich es sogar hoffen.
Und ja, diese Gedanken gehen in Richtung Verschwörungstheorie, aber irgendwie sind die für mich doch ein Fitzelchen schlüssig (es kann aber gerne dagegen gesprochen werden)

Außerdem ist der Leonhardgürtel im Flächenwidmungsplan bis zur Leonhardstraße durchgehend eingezeichnet.

Ist und bleibt aber nur ein Gedankenspiel und ist daher nicht ernst zu nehmen, auch wenn ich der Meinung bin, dass daran durchaus etwas dran sein könnte.


Komisch; Keiner (bis auf eine Ausnahme) jubelt über den Ausbau, sondern es wird nur über Zweirichtungsfahrzeuge, Bahnsteigshöhen und Triebwagen der Baureihe 500 und 600 diskutiert und natürlich wie immer negativ über BM Nagl.
Endlich liegt ein Dokument vor, daß den Ausbau der Straßenbahn in Graz vorsieht!!!

Wie schon andere erwähnt haben: Grundsatzbeschlüsse, wie auch Studien gab es leider schon öfter. Natürlich würde ich mich freuen, wenn es endlich dazu kommt, aber laut Bgm Nagl hätten auch 2018 schon die SW- UND die NW- Linie fahren sollen. Daher JA! Freude ist da, aber doch getrübt durch das Wissen, wie es in den letzten Jahren abgelaufen ist (Christian hat dazu eh ein Bild gepostet).

Bis auf die Linie 8 (Südwestlinie) wurde bzw.wird alles umgesetzt. Man sollte jedoch positiv in die Zukunft sehen.Blöd für Einige, daß das Ganze unter dem Bürgermeister Nagl passiert. Die Abneigung gegen ihn ist in diesen Forum schon penetrant.

Ich bin dem Herrn Bürgermeister grundsätzlich nicht negativ eingestellt. Jedoch messe ich ihn an der Bereitschaft für die Straßenbahn etwas zu tun und da ist er für doch eher ein Verhinderer, als ein Heilsbringer. Verhinderer in dem Sinne, weil 1. wenn gebaut wird, dann so, dass man minimalst dem MIV weh tut, was aber keine wirklich gute Infrastruktur (eigene Trassen, Rasengleise, etc) für die Straßenbahn bringt (Entlastungsstrecke), 2. erst nach jahrelangem Hin und Her etwas getan wird (Entlastungsstrecke, Reininghaus, Smartcity) und 3. große Ankündigungen kommen (wie gesagt SW- und NW-Linie hätten laut seinen Wahlversprechen schon 2018 fahren sollen), es aber danach wieder recht leise wird.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • whz
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #81
Der Flächenwidmungsplan zeigt die Umlegung des 1ers über die Zinzendorfgasse und eine Tramwaylinie mit Schleife bei der Viktor Franz Straße  :) sowie eine Tramway über den Griesplatz nach Don Bosco....

  • PeterWitt
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #82
Zweirichtungsfahrzeuge sind natürlich auch teurer (beidseitige Türen und zwei Führerstände) haben aber viele Vorteile:
- weniger Gleis- und Radsatzverschleiss durch Wegfall der Wendeschleifen
- geringerer Platzbedarf für End- und Wendestationen
- Kurzführungen leichter möglich
*) Gleis/Radsatzverschleiß - fällt der in Summe wirklich so ins Gewicht? Wenn man die Hälfte der Schleifen im Uhrzeigersinn, die andere Hälfte entgegen betreiben würde, wäre zumindest der Radsatzverschleiß synchron. Außerdem habe ich dann zwar weniger Verschleiß durch die Kurve, aber dafür mehr Weichen, die permanenter Wartung bedürfen.
*) geringerer Platzbedarf ist für mich DAS Argument, wohlweislich aber zu dem Preis, dass die Wendezeit länger ist und somit stark frequentierte Bereiche erst wieder massiv Platz in Form mehrerer Wendegleise benötigen. Ich kann mich noch an die Messe-Pendler Jakominiplatz/Messeplatz erinnern, die haben immer den Verkehr auf 4 bzw. 4/5 ordentlich behindert.
*) Kurzführung - ja, wenn die Infrastruktur da ist, und vor allem wenn der Wagenpark ganzheitlich 2R ist.

Warum aber sollen auf den neuen Linien Zweirichter eingesetzt werden? Die SW-Linie würde ja am Jakominiplatz wenden oder mit einem bestehenden Linienast verknüpft werden, weiters gibt es unterwegs zumindest die Schleife Reininghaus, sowie Platz für eine Schleife in Don Bosco. Im Bereich Webling sollte die Schleife ja auch machbar sein.
Die NW-Linie ist hier ähnlich, beim Fröbelpark wäre Platz für eine (sinnvolle) Wendeschleife, bei der NVD sollte der Platz ebenso machbar sein, zumal hier ohnehin alles erst neu erstellt werden muss.
Bleibt die Linie 2: das eine Ende beim LKH hat eine Bestands-Schleife, das andere Ende am HBF ist zugegeben mit einer stumpfen Endstelle bestimmt leichter zu realisieren. ABER: wenn ich hier eine stumpfe Endstelle mache, verliere ich die Möglichkeit, andere Linien bei einer Sperre bzw. Störung in der Annenstraße/Eggenberger Straße hierhin umzuleiten (via Volksgartenstraße/Lendplatz/Keplerstraße). Und auch für eine Wendeanlage mit 2 Gleisen und für 40m Fahrzeugen ist der Platz nicht allzu üppig vorhanden - z.B. könnten hierfür die Taxi-Standplätze weichen...
Im Bereich der Regionalbusse wäre jedenfalls noch Platz für eine Schleife, sowie auch am Vorplatz, den man ja wohl ohnehin umorganisieren müsste.
Insofern kann ich diese Empfehlung nicht ganz nachvollziehen, da ich mir unnötiger Weise eine Flexibilität im eingesetzten Wagenpark und Streckennetz (Umleitungen, Abtausch Linienäste) einschränke.

etwas OT:
Mein Wunschgedanke: wenn diese Linien so kommen, dann mit je einem 3/4 Stern am Lendplatz und der Keplerbrücke, einer Schleife im Bereich Geidorfplatz (so Keplerbrücke nicht doch einmal realisiert wird) und der Verbindung Karlauplatz/Karlauergürtel, jeweils mit 3eck-Kreuzung. So könnte man den 5er via Griesplatz umleiten, den 8er via Karlauergürtel, die Linien 1/4/6/16/7/17 via Keplerstraße zum HBF umleiten, die Linien 3/5 via Entlastungsstrecke und Lendplatz nach Andritz ausweichen lassen bzw. bei Störungen am Andritzer Ast diese Linien ab Keplerbrücke zum Geidorfplatz kurzführen und die NW-Linie über die Keplerbrücke/Sackstraße umleiten.
Auch wenn vermutlich nicht alle diese Möglichkeiten geschaffen werden, das Netz wäre auch mit ER-Fahrzeugen ungleich flexibler!

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #83
So ich mich recht erinnere, gehört der Regionalbusplatz den ÖBB. Und ob die dort eine Straßenbahn wollen?
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • PeterWitt
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #84
So ich mich recht erinnere, gehört der Regionalbusplatz den ÖBB. Und ob die dort eine Straßenbahn wollen?
Das mag schon sein, aber die Bushaltestellen haben auch alle eine durchgehende Fahrspur, die Straßenbahn würde also insofern nicht stören. Die Haltestelle  müsste ohnehin im Bereich Taxistandplatz/Bushaltestellen liegen,  da sonst die Unsteigewege zu lange sind.
Optimal wäre natürlich eine unterirdische Schleife mit Gleisverbindung zum bestehenden Netz, aber dafür ist der Zug wohl schon vor 10 Jahren abgefahren.

  • FlipsP
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #85
Bleibt die Linie 2: das eine Ende beim LKH hat eine Bestands-Schleife, das andere Ende am HBF ist zugegeben mit einer stumpfen Endstelle bestimmt leichter zu realisieren. ABER: wenn ich hier eine stumpfe Endstelle mache, verliere ich die Möglichkeit, andere Linien bei einer Sperre bzw. Störung in der Annenstraße/Eggenberger Straße hierhin umzuleiten (via Volksgartenstraße/Lendplatz/Keplerstraße). Und auch für eine Wendeanlage mit 2 Gleisen und für 40m Fahrzeugen ist der Platz nicht allzu üppig vorhanden - z.B. könnten hierfür die Taxi-Standplätze weichen...
Im Bereich der Regionalbusse wäre jedenfalls noch Platz für eine Schleife, sowie auch am Vorplatz, den man ja wohl ohnehin umorganisieren müsste.
Insofern kann ich diese Empfehlung nicht ganz nachvollziehen, da ich mir unnötiger Weise eine Flexibilität im eingesetzten Wagenpark und Streckennetz (Umleitungen, Abtausch Linienäste) einschränke.

Am Hbf könnte ich mir sogar mehrere Varianten einer Schleife vorstellen. Unter Anderem zum Beispiel:

- Schleife im Bereich des Busbahnhofes (wenig Platz, sehr eng)
- Haltestellen im Bereich der derzeitigen Hst der Linie 50, Schleife über der bestehenden Haltstelle
- Haltestellen im Bereich des Busbahnhofes, Schleife bei Regionalbusbahnhof
- Haltestellen im Bereich des Busbahnhofes, Häuserschleife um das Hotel Ibis
- Haltestelle im Bereich der derzeitigen Hst der Linie 50, Häuserblockschleife über Annenstraße, Babenbergerstraße (Nachteil: Wieder Kreuzung bei der Eggernbergerstraße/Bahnhofgürtel, aber dafür muss bei der Keplerstraße nur einmal statt zwei mal gekreuzt werden; Vorteil: Verbindung mit dem bestehenden Straßenbahnnetz in der Annenstraße)

und da gibt es sicher noch mehr/bessere Ideen.
Platz wäre also doch schon vorhanden. Ob/Wie man ihn nützt ist die Frage. Andererseits: Auch eine Stumpfwendestelle wird nicht unbedingt einfach Platz haben, wenn man diese senkrecht zum Hbf im Bereich des Taxistandplatzes errichten möchte.

Allgemein wäre es es meiner Meinung nach eine gute Idee, diese beiden Strecken zB über die Babenbergerstraße noch einmal zu verbinden.

Zitat
etwas OT:
Mein Wunschgedanke: wenn diese Linien so kommen, dann mit je einem 3/4 Stern am Lendplatz und der Keplerbrücke, einer Schleife im Bereich Geidorfplatz (so Keplerbrücke nicht doch einmal realisiert wird) und der Verbindung Karlauplatz/Karlauergürtel, jeweils mit 3eck-Kreuzung. So könnte man den 5er via Griesplatz umleiten, den 8er via Karlauergürtel, die Linien 1/4/6/16/7/17 via Keplerstraße zum HBF umleiten, die Linien 3/5 via Entlastungsstrecke und Lendplatz nach Andritz ausweichen lassen bzw. bei Störungen am Andritzer Ast diese Linien ab Keplerbrücke zum Geidorfplatz kurzführen und die NW-Linie über die Keplerbrücke/Sackstraße umleiten.
Auch wenn vermutlich nicht alle diese Möglichkeiten geschaffen werden, das Netz wäre auch mit ER-Fahrzeugen ungleich flexibler!

Könntest du mir erklären, was genau du mit 3/4 Stern meinst?
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • PeterWitt
Re: Straßenbahnausbau 2023ff
Antwort #86
Könntest du mir erklären, was genau du mit 3/4 Stern meinst?
Ein Vollstern ist eine Kreuzung mit Abzweigen in alle Richtungen. Ein 3/4 wäre zB sowas wie am Jakominiplatz am Beginn der Jakoministraße. Verbindungen in 3 von 4 Richtungen sind möglich.
Beinder Keplerbrücke würde sich die Verbindung Nord/Ost aufgrund der Radien wohl nicht ausgehen (es sein denn man schwenkt ganz weit auf die Westseite zum Radweg aus), am Lendplatz wäre Nord/West nicht unbedingt nötig.

Das Konzept mit 2R erinnert mich ein wenig an Turin, da gibt es auch die Linie 4, die mit 2-Richtern betrieben wird, weil 1 der 2 Endstellen Stumpf ausgeführt wurde. Das kuriose dabei ist jedoch, dass es dort massig Platz für eine Schleife gäbe...
Zu allem Überdruss gibt es auf der Strecke keine Parallelweichen für Kurzführungen, und aufgrund von möglichem Mischverkehr mit anderen Linien im Falle von Umleitungen wird der Streckenast, auf dem es Mittelbahnsteige gibt, im Linksverkehr bedient, obwohl die Fahrzeuge auch so Mittelbahnsteige bedienen könnten.
Ja, bei aller Erfahrung mit den vielen grazer Kompromisslösungen scheint dies ein ähnliches Schicksal zu sein. :'(