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Thema: Tauern-Pyhrn-Schober-Achse (541-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Tauern-Pyhrn-Schober-Achse
https://steiermark.orf.at/news/stories/2943702/

Land drängt auf Tauern-Pyhrn-Schober-Achse

Im Vorfeld des großen EU-Verkehrsminister-Treffens am Montag in Graz haben Landesregierung und Sozialpartner am Donnerstag die Trommel für ein neues Eisenbahn-Großprojekt gerührt: die sogenannte Tauern-Pyhrn-Schober-Achse.

Koralm- und Semmeringtunnel sind auf Schiene, jetzt müsse dieser leistungsfähigen Ost-West-Achse durch die Steiermark eine leistungsfähige Nord-Süd-Achse - eben die Tauern-Pyhrn-Schober-Achse - folgen: Das ist die Hauptbotschaft, die die offizielle Steiermark nächste Woche den EU-Verkehrsministern übermitteln will.

EU bewertet Eisenbahnnetz neu

Bis 2023 will die EU das gesamteuropäische Eisenbahn-Transportnetz (TEN-T) neu bewerten; wenn die Tauern-Pyhrn-Schober-Achse in dieses europäische Netz aufgenommen wird, dann fließt auch EU-Geld, und dann kann die Umsetzung tatsächlich beginnen.

Am Donnerstag präsentierten nun Landeshauptmann, Landeshauptmann-Stellvertreter, Verkehrslandesrat sowie die Spitzen der Sozialpartner von Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Gewerkschaft demonstrativ ihren Schulterschluss. Gemeinsam will man die Bedeutung einer Nord-Süd-Eisenbahn-Achse für die zukünftige Entwicklung der Steiermark hervorstreichen.

,,Grundvoraussetzung für Weiterentwicklung"

,,Die Steiermark ist ein Exportland, wir haben im letzten Jahr Waren im Wert von 21,5 Milliarden Euro exportiert. Hochrangige Verkehrsnetze sind die Grundvoraussetzung dafür, dass sich die Wirtschaft weiter entwickeln kann", so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP). Sein Vize, Michael Schickhofer (SPÖ), ergänzte, dass die Achse wesentlich für die Stärkung der Steiermark sei, ,,weil sie sicherstellt, dass wir mit den zentralen Wirtschaftsräumen in Oberösterreich, aber insbesondere Deutschland noch stärker verbunden sind".

Konkret geht es darum, eine leistungefährige Eisenbahn-Verbindung von Südosteuropa, den Häfen in Athen und an der Adria nach Nordwesteuropa zu schaffen. Im aktuellen TEN-T-Kernnetz fehlt im ostalpinen Bereich eine direkte alpenquerende Verbindung zwischen dem Südosten Europas und den Zentralräumen der EU. Dieser Lückenschluss könnte über die südlichen Bundesländer Steiermark und Kärnten und die nördlichen Länder Oberösterreich und Salzburg erfolgen. Für den Personenverkehr steht die sogenannte Tauern-Achse von Ljubljana über Villach und Salzburg nach München im Vordergrund, für den Güterverkehr die Tauern-Pyhrn-Schober-Strecke von Zagreb durch die Steiermark nach Linz und weiter in den Norden.

Ohne Aufnahme ,,werden wir Riesenproblem haben"

Gerade der Ausbau dieser Verbindung sei für die steirische Industrie, für Standorte und Arbeitsplätze wesentlich, sagt Verkehrslandesrat Anton Lang (SPÖ): ,,Wenn wir jetzt nicht beginnen, wenn das jetzt nicht passiert, dass das aufgenommen wird in dieses Kernnetz, dann werden wir ein Riesenproblem haben."

Auch Kärnten, Oberösterreich und Salzburg seien mit im Boot; Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) habe bereits zugesagt, die Anliegen der vier Bundesländer beim Ministertreffen am Montag zu thematisieren.


Publiziert am 25.10.2018

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Tauern-Pyhrn-Schober-Achse
Antwort #1
GLG
Martin