Zum Hauptinhalt springen
  • Hallo und herzlich Willkommen im neuen Styria-Mobile-Forum!
    Melde Dich an bzw. registriere Dich um alle Bilder sowie Themen sehen zu können! 

Thema: Kleine Zeitung Wohnbau-BoomAktivbürger fordern jetzt Bausperren in Graz (242-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.
  • FlipsP
Kleine Zeitung Wohnbau-BoomAktivbürger fordern jetzt Bausperren in Graz
Wohnbau-BoomAktivbürger fordern jetzt Bausperren in Graz
Der von Fonds befeuerte Wohnbau-Boom erreiche ungesunde Ausmaße, warnt die Initiative unverwechselbares Graz und fordert, dass das Rathaus die Notbremse zieht. Immo-Experte Gerald Gollenz: ,,Das regelt der Markt."

Von Bernd Hecke | 05.50 Uhr, 18. November 2020

Wie rasant die Stadt - vor allem in Südwesten - wächst, steht in ihren Statistiken. In Puntigam hat sich seit 2015 die Zahl der Wohnungen fast um die Hälfte erhöht. ,,In Graz ist seit 2015 die Zahl der Hauptwohnsitze um 15.000 gewachsen", rechnete Stadtplanungschef Bernhard Inninger in unserem Bericht am  Sonntag und wies zurück, dass Graz zubetoniert werde: Die bebaute Fläche des Stadtgebietes sei nur von 11,2 auf 12,3 Prozent gestiegen. Die Nachverdichtung sorge dafür, dass Grüngürtel, Innenhöfe und Gärten erhalten blieben.

Ein Bild freilich, dass sich durch die Brille honoriger Aktivbürger der ,,Initiative für ein unverwechselbares Graz" ganz anders darstellt. Sie haben nicht nur verbaute Flächen im Auge, sondern auch die Bauten, die entstehen und die das Stadtbild allzu oft eben nicht bereichern. Längst sei auch in Graz der Wohnbau von den Bedürfnissen der Menschen und entsprechender Qualität entkoppelt.

Die Bausünden aus der Vergangenheit
Ex-Stadtplanungschef Heinz Rosmann, ein Sprecher der Inittiative, fordert, dass das Rathaus die Notbremse zieht: ,,Die Ware Wohnen ist nur noch Finanz- und Anlageprodukt, in das immer mehr internationale Fonds investieren, die die Verhältnisse vor Ort nicht interessieren." Hinzu komme, dass die Zahl der Haupt- und Nebenwohnsitze zuletzt deutlich langsamer anstieg, als jene der neu errichteten Wohnungen (siehe Zahlen unten): ,,Die Stadt muss endlich eine ordentliche Leerstandserhebung starten, um den tatsächlichen Bedarf an neuen Wohnungen zu kennen." Dann sei eine Revision des Flächenwidmungsplanes einzuleiten und in sensiblen Zonen eine Bausperre zu verhängen, bis die Stadtpolitik die Raumplanung mit ökologischen und sozial nachhaltigen Zielen überarbeitet habe.

DER BAU-BOOM
5347 neue Wohnungen entstanden in Graz 2016, während die Zahl der Haupt-/Nebenwohnsitze im selben Jahr um 5123 stieg. Seither geht die Schere auf.

5851 neue Wohnungen entstanden 2019, die Wohnsitze stiegen aber nur noch um 3083.

202.000 Wohnungen gibt es mit Juli 2020. Aktuell leben 331.000 Menschen in Haupt- und Nebenwohnsitzen.

"Das regelt der Markt, da braucht es keine Bausperren"
Gerald Gollenz, Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer, bestätigt, dass sich das Bevölkerungswachstum in Graz laut den Prognosen für die nächsten Jahre einbremse: ,,Es gibt wieder einen Trend hinaus ins Grüne und ins Umland!" Die anderen Argumente weist Gollenz aber zurück: ,,Erstens bauen ja nicht die Fonds, sondern heimische Unternehmen die neuen Wohnungen, die sie dann verkaufen. Die Projekte werden also sehr wohl von Unternehmen vor Ort entwickelt. Und zweitens gibt es derzeit ganz einfach noch die gute Nachfrage am Grazer Markt." Eine Notbremse brauche es nicht: ,,Sollte die Nachfrage aufgrund gebremsten Wohnsitzwachstums nachlassen, wird auch weniger gebaut. Das alles regelt der Markt!"


Quelle: Kleine Zeitung


Meiner Meinung nach eher rückschrittliche "Wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist" Einstellung. Hauptsache man selbst hat schon eine Wohnung in Graz, alle anderen die in die Stadt ziehen wollen, sollen bleiben wo sie sind.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)