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Thema: Auto teilen: Graz gibt Gas -"CAR-SHARING" (4842-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
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Auto teilen: Graz gibt Gas -"CAR-SHARING"
Auto teilen: Graz gibt Gas
Als erste Großstadt Österreichs stellt Graz öffentliche Parkplätze für das CarSharing zur Verfügung - natürlich gegen Bezahlung.

Öffentliche Parkplätze für CarSharing in Graz  
Wer ein Auto nur gelegentlich braucht, fährt mit Carsharing (Auto teilen) wohl günstiger als mit einem eigenen Auto, das den Großteil der Zeit in der Garage steht. Über 700 aktive Nutzer zählt der Anbieter CarSharing.at von Denzel derzeit in Graz und erweitert jetzt - mit Unterstützung der Stadt - das Angebot auch auf öffentlichen Parkplätzen. Günstige Angebote bieten derzeit auch die Autoverleiher Hertz und Siedelmax.
Umwelteffekt. Die Grazer Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne), selbst seit einigen Monaten autolos und gelegentliche Nutzerin von Carsharing, sieht in diesem Angebot einen nicht unbedeutenden Umwelteffekt: "Ein Carsharing-Fahrzeug ersetzt vier bis acht Privat-Pkw. Und in den CarSharing-Flotten sind vorwiegend umweltfreundliche Autos unterwegs." Das Angebot mit öffentlichen Stellflächen gelte auch für andere Anbieter.

Standorte. Die neuen Standorte am Andreas-Hofer-, Südtiroler- und Lendplatz, in der Kalchberggasse und am Eisernen Tor ergänzen das bisherige Angebot am Hauptbahnhof, Esperanto- und Jakominiplatz sowie bei der Universität und der Herz-Jesu-Kirche.

Bereits 11.000 Kunden. Österreichweit habe man 210 Fahrzeuge an 100 Standorten im Einsatz, die von rund 11.000 Kunden benutzt werden, erklärt CarSharing-Geschäftsführer Christof Fuchs. Bisher musste man vor allem auf Tiefgaragen zurückgreifen, deshalb sei das Grazer Angebot auf öffentlichen Flächen sehr erfreulich. Man wolle sich auch um Stellplätze in größeren Wohnanlagen bemühen. Die Kosten für das CarSharing setzen sich aus einer Jahresgebühr für die Karte sowie einem Stunden- und Kilometertarif zusammen (siehe Infobox).

59 Euro im Monat. Über Initiative des Grazers Christian Polansek bietet Hertz bis 30. September ein Mittelklassefahrzeug um 59 Euro für ein Wochenende an - inklusive 1000 Kilometer, aber exklusive Treibstoff. Auch bis Ende September gewährt die Firma Siedelmax einmalig zehn Euro Nachlass auf die Normalmiete eines Pkw.

HANS ANDREJ

quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/1989662/index.do


Fasten und Teilen

Als der große Renner hat sich das Car Sharing oder Auto teilen bisher nicht entpuppt. Aber über 700 aktive Nutzer bei einem Anbieter in Graz sind doch ein guter Anfang (siehe Bericht nebenan).

Für Menschen, die ihren fahrbaren Untersatz brauchen wie das tägliche Brot steht das Auto teilen verständlicherweise nicht zur Diskussion. Sie fahren mit ihrem eigenen Fahrzeug natürlich billiger.

Aber es gibt genug andere: Etwa jene, die den Großteil ihrer Wege zu Fuß, per Drahtesel oder mit den Öffis zurücklegen. Und folglich ihr Auto nur für längere Ausflüge oder für besondere Besorgungen aus der Garage holen. Der überwiegende Teil ist Stehzeit, die Kosten (Anschaffung, Versicherung, Reparaturen, Parken etc.) fallen trotzdem an.

Da sollte ein dauerndes Auto Fasten (natürlich nur beim eigenen) und das Auto teilen durchaus eine Überlegung wert sein.

Sie erreichen den Autor unter
hans.andrej@kleinezeitung.at

Hans Andrej

quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/1989666/index.do
GLG
Martin

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Auto teilen: Graz gibt Gas -"CAR-SHARING"
Antwort #1
"Carsharing" will kräftig expandieren

Derzeitige acht Standorte des urbanen Mietauto-Projektes sollen auf mehr als 30 wachsen. Rücker verhandelt und will im Herbst eine Entscheidung.

Es ist noch ein Nischenprodukt, aber mit einem großen Potenzial. Daran glaubt Christof Fuchs, Geschäftsführer von "Denzel Mobility Car-sharing" fest. Daher bastelt er gerade an einer großen Expansionswelle für die roten Stadtflitzer: "Für eine Stadt wie Graz sind die derzeitigen acht Standplätze zu wenig. Da geht noch viel mehr." Sein Ziel sind weitere 30 Standorte im Stadtgebiet.

"Carsharing" ist Teil eines urbanen Mobilitätskonzepts: Kunden mieten ein Auto für ein paar Stunden, holen es an einem Standplatz ab und stellen es dort auch wieder ab. "300 bis 500 Meter - weiter darf ein Standplatz vom Wohn- oder Arbeitsort des Kunden nicht weg sein, sonst ist das nicht attraktiv", so Fuchs.

Derzeit hat "Denzel Mobility Carsharing" in Graz 400 Privat- und 300 Businesskunden: Bei den Privatkunden gab es zuletzt ein Plus von zehn Prozent, insgesamt wurden im Jahr 2010 um 22 Prozent mehr Fahrten und um 34 Prozent mehr Kilometer zurückgelegt als 2009.

Bei Verkehrsreferentin Lisa Rücker rennt Fuchs mit den Expansionsplänen offene Türen ein. "Ja, Carsharing ist eine Art, das Auto sinnvoll zu nutzen. Es ist die Antwort auf das heutige urbane Leben." In vielen deutschen und Schweizer Städten ist das Prinzip Carsharing bereits etabliert. Daher forciert auch Rücker, die selbst beim Carsharing teilnimmt, den Ausbau der Standplätze, aber: "Das heißt nicht, dass automatisch ,Denzel Mobility' zum Zug kommt. Es gibt auch andere Anbieter, mit denen wir verhandeln." Bis Herbst will Rücker eine Entscheidung treffen.

Mobilitätspunkte

Rückers Vorstellung: An "Mobilitätspunkten" wie dem Hauptbahnhof oder Endhaltestellen von Bus und Bim soll die sanfte Mobilität mit Carsharing verknüpft werden. Dabei spielt für Rücker auch die E-Mobilität eine zentrale Rolle.
GERALD WINTER

FAKTEN

Über www.carsharing.at kann man sich bei "Denzel Mobility Carsharing" anmelden, eine "Schlüsselkarte" wird dann zugeschickt. Das Auto wird online reserviert. Bezahlt wird nach Kilometern und genutzter Zeit.
Der Pkw wird am jeweiligen Standplatz abgeholt und zurückgegeben.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2826979/carsharing-will-kraeftig-expandieren.story




Die Mietlaster bei IKEA sind auch von derselben Firma und das noch dazu gasbetrieben...
GLG
Martin

  • kroko
Re: Auto teilen: Graz gibt Gas -"CAR-SHARING"
Antwort #2
Ich bin der festen Überzeugung, das CarSharing in den nächsten Jahrzehnten in allen europäischen Städten eine große Bedeutung erlangen wird. Dadurch wird eine Unmenge an Platz frei, die derzeit zum Abstellen der Privat-PKWs verwendet wird - eine schöne Aussicht!

Re: Auto teilen: Graz gibt Gas -"CAR-SHARING"
Antwort #3
Ich nutze das Car-Sharing zwar nur 3-4 mal im Jahr (da ich ansonsten immer mit dem Fahrrad oder den Öffis unterwegs bin), aber allein das Gefühl, dass ein Auto zur Verfügung steht, wenn ich es denn einmal brauche, ist doch beruhigend.