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Thema: Der FEINSTAUB - Thread (84841-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Vitus
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #285

So lange zig Häuschen ihre stinkenden Holzheizungen haben dürfen.....gut heute regnet es da ist der Gestank nicht so schlimm aber wenn es keinen Niederschlag gibt stinkt die ganze Stadt nach Hausbrand, und diese Anlagen werden dann noch gefördert....Wahnsinn!

Und was bringt's wenn wir 100 km/h auf der Autobahn fahren wenn in den Nachbarländern Autos ohne Kat keine Seltenheit sind....




Dazu eine kleine Geschichte:
Winter 2030,
heftige Schneefälle und Kälte haben ganz Österreich erfasst. Photovoltaik eingeschneit, Windräder wegen Sturm abgeschaltet, Kohlekraftwerke gibt es nicht, die Gasversorgung schwächelt. Verbrennungsmotoren, Ofenheizungen, offenen Kamine, Motorsägen, Schneefräsen etc. sind verboten.
Auf den Autobahnen kilometerlange Staus von Elektrofahrzeugen, denen über Nacht der Strom ausging. Die elektrifizierten Rettungsdienste sind davon ebenfalls betroffen. Selbst bei besserem Wetter können sich die KFZ nicht mehr aus eigener Kraft weiterbewegen, sondern müssen einzeln abgeschleppt werden, was aber selbst das Bundesheer mangels einsatzfähiger Fahrzeuge nicht bewältigen kann. Elektrische Bagger und Radlader können nicht mehr ans Netz oder sind nur wenige Stunden einsatzbereit. Mangels Nachfrage produzieren Raffinerien weder Benzin noch Diesel, die es nur noch in Gefahrgut-Ausgabestellen in geringen Mengen gibt.
Die Bundesregierung requiriert alle noch einsatzfähigen Oldtimer mit Verbrennungsmotor. Mit der alten Technik Vertraute sind Mangelware im Ruhestand. Lediglich Russland und der Iran könnten noch solche Fahrzeuge und Brennstoffe liefern, was aber wegen des wegen Strommangels und Schneemassen zusammengebrochenen Schienenverkehrs und dem Einspruch der USA unmöglich ist. Gesundheitsversorgung, Schulen, Lebensmittelversorgung und Industrieproduktion funktionieren nicht mehr. In sauberster Luft feiern frierende und hungernde Mitteleuropäer die erfolgreiche Energiewende, natürlich ohne Feuerwerk, Alkohol oder gar eine gegrillte, vegane Bratwurst.

Soweit der Ausblick in die Zukunft Österreichs
Gruselig, nicht wahr?


Allerdings könnte man die Geschichte  auch auf einen Sommer in der Zukunft umschreiben. Siehe aktuelle Situation in Australien.
Hmm, Rechtschreibfehler gefunden? Kein Problem. Schenke ich Dir!!

Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #286

So lange zig Häuschen ihre stinkenden Holzheizungen haben dürfen.....gut heute regnet es da ist der Gestank nicht so schlimm aber wenn es keinen Niederschlag gibt stinkt die ganze Stadt nach Hausbrand, und diese Anlagen werden dann noch gefördert....Wahnsinn!

Und was bringt's wenn wir 100 km/h auf der Autobahn fahren wenn in den Nachbarländern Autos ohne Kat keine Seltenheit sind....




Dazu eine kleine Geschichte:
Winter 2030,
heftige Schneefälle und Kälte haben ganz Österreich erfasst. Photovoltaik eingeschneit, Windräder wegen Sturm abgeschaltet, Kohlekraftwerke gibt es nicht, die Gasversorgung schwächelt. Verbrennungsmotoren, Ofenheizungen, offenen Kamine, Motorsägen, Schneefräsen etc. sind verboten.
Auf den Autobahnen kilometerlange Staus von Elektrofahrzeugen, denen über Nacht der Strom ausging. Die elektrifizierten Rettungsdienste sind davon ebenfalls betroffen. Selbst bei besserem Wetter können sich die KFZ nicht mehr aus eigener Kraft weiterbewegen, sondern müssen einzeln abgeschleppt werden, was aber selbst das Bundesheer mangels einsatzfähiger Fahrzeuge nicht bewältigen kann. Elektrische Bagger und Radlader können nicht mehr ans Netz oder sind nur wenige Stunden einsatzbereit. Mangels Nachfrage produzieren Raffinerien weder Benzin noch Diesel, die es nur noch in Gefahrgut-Ausgabestellen in geringen Mengen gibt.
Die Bundesregierung requiriert alle noch einsatzfähigen Oldtimer mit Verbrennungsmotor. Mit der alten Technik Vertraute sind Mangelware im Ruhestand. Lediglich Russland und der Iran könnten noch solche Fahrzeuge und Brennstoffe liefern, was aber wegen des wegen Strommangels und Schneemassen zusammengebrochenen Schienenverkehrs und dem Einspruch der USA unmöglich ist. Gesundheitsversorgung, Schulen, Lebensmittelversorgung und Industrieproduktion funktionieren nicht mehr. In sauberster Luft feiern frierende und hungernde Mitteleuropäer die erfolgreiche Energiewende, natürlich ohne Feuerwerk, Alkohol oder gar eine gegrillte, vegane Bratwurst.

Soweit der Ausblick in die Zukunft Österreichs
Gruselig, nicht wahr?


Allerdings könnte man die Geschichte  auch auf einen Sommer in der Zukunft umschreiben. Siehe aktuelle Situation in Australien.

Genial! :bier:
Und gar nicht so unwahrscheinlich aber für solche Aussagen riskiert man von militanten Gruppen gesteinigt zu werden!
,,Nach einem Sieg verdienst Du ihn (Champagner, Anmerkung der Redaktion), nach einer Niederlage brauchst Du ihn!" Napoleon Bonaparte

  • Stipe
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #287

So lange zig Häuschen ihre stinkenden Holzheizungen haben dürfen.....gut heute regnet es da ist der Gestank nicht so schlimm aber wenn es keinen Niederschlag gibt stinkt die ganze Stadt nach Hausbrand, und diese Anlagen werden dann noch gefördert....Wahnsinn!

Und was bringt's wenn wir 100 km/h auf der Autobahn fahren wenn in den Nachbarländern Autos ohne Kat keine Seltenheit sind....




Dazu eine kleine Geschichte:
Winter 2030,
heftige Schneefälle und Kälte haben ganz Österreich erfasst. Photovoltaik eingeschneit, Windräder wegen Sturm abgeschaltet, Kohlekraftwerke gibt es nicht, die Gasversorgung schwächelt. Verbrennungsmotoren, Ofenheizungen, offenen Kamine, Motorsägen, Schneefräsen etc. sind verboten.
Auf den Autobahnen kilometerlange Staus von Elektrofahrzeugen, denen über Nacht der Strom ausging. Die elektrifizierten Rettungsdienste sind davon ebenfalls betroffen. Selbst bei besserem Wetter können sich die KFZ nicht mehr aus eigener Kraft weiterbewegen, sondern müssen einzeln abgeschleppt werden, was aber selbst das Bundesheer mangels einsatzfähiger Fahrzeuge nicht bewältigen kann. Elektrische Bagger und Radlader können nicht mehr ans Netz oder sind nur wenige Stunden einsatzbereit. Mangels Nachfrage produzieren Raffinerien weder Benzin noch Diesel, die es nur noch in Gefahrgut-Ausgabestellen in geringen Mengen gibt.
Die Bundesregierung requiriert alle noch einsatzfähigen Oldtimer mit Verbrennungsmotor. Mit der alten Technik Vertraute sind Mangelware im Ruhestand. Lediglich Russland und der Iran könnten noch solche Fahrzeuge und Brennstoffe liefern, was aber wegen des wegen Strommangels und Schneemassen zusammengebrochenen Schienenverkehrs und dem Einspruch der USA unmöglich ist. Gesundheitsversorgung, Schulen, Lebensmittelversorgung und Industrieproduktion funktionieren nicht mehr. In sauberster Luft feiern frierende und hungernde Mitteleuropäer die erfolgreiche Energiewende, natürlich ohne Feuerwerk, Alkohol oder gar eine gegrillte, vegane Bratwurst.

Soweit der Ausblick in die Zukunft Österreichs
Gruselig, nicht wahr?


Allerdings könnte man die Geschichte  auch auf einen Sommer in der Zukunft umschreiben. Siehe aktuelle Situation in Australien.


Das ist gleichermaßen billig wie schlecht.

  • FlipsP
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #288

So lange zig Häuschen ihre stinkenden Holzheizungen haben dürfen.....gut heute regnet es da ist der Gestank nicht so schlimm aber wenn es keinen Niederschlag gibt stinkt die ganze Stadt nach Hausbrand, und diese Anlagen werden dann noch gefördert....Wahnsinn!

Und was bringt's wenn wir 100 km/h auf der Autobahn fahren wenn in den Nachbarländern Autos ohne Kat keine Seltenheit sind....




Dazu eine kleine Geschichte:
Winter 2030,
heftige Schneefälle und Kälte haben ganz Österreich erfasst. Photovoltaik eingeschneit, Windräder wegen Sturm abgeschaltet, Kohlekraftwerke gibt es nicht, die Gasversorgung schwächelt. Verbrennungsmotoren, Ofenheizungen, offenen Kamine, Motorsägen, Schneefräsen etc. sind verboten.
Auf den Autobahnen kilometerlange Staus von Elektrofahrzeugen, denen über Nacht der Strom ausging. Die elektrifizierten Rettungsdienste sind davon ebenfalls betroffen. Selbst bei besserem Wetter können sich die KFZ nicht mehr aus eigener Kraft weiterbewegen, sondern müssen einzeln abgeschleppt werden, was aber selbst das Bundesheer mangels einsatzfähiger Fahrzeuge nicht bewältigen kann. Elektrische Bagger und Radlader können nicht mehr ans Netz oder sind nur wenige Stunden einsatzbereit. Mangels Nachfrage produzieren Raffinerien weder Benzin noch Diesel, die es nur noch in Gefahrgut-Ausgabestellen in geringen Mengen gibt.
Die Bundesregierung requiriert alle noch einsatzfähigen Oldtimer mit Verbrennungsmotor. Mit der alten Technik Vertraute sind Mangelware im Ruhestand. Lediglich Russland und der Iran könnten noch solche Fahrzeuge und Brennstoffe liefern, was aber wegen des wegen Strommangels und Schneemassen zusammengebrochenen Schienenverkehrs und dem Einspruch der USA unmöglich ist. Gesundheitsversorgung, Schulen, Lebensmittelversorgung und Industrieproduktion funktionieren nicht mehr. In sauberster Luft feiern frierende und hungernde Mitteleuropäer die erfolgreiche Energiewende, natürlich ohne Feuerwerk, Alkohol oder gar eine gegrillte, vegane Bratwurst.

Soweit der Ausblick in die Zukunft Österreichs
Gruselig, nicht wahr?


Allerdings könnte man die Geschichte  auch auf einen Sommer in der Zukunft umschreiben. Siehe aktuelle Situation in Australien.


Könnte man das lächerliche Niveau des oe24.at Forums bitte wieder an dieses retournieren? Es gefällt offensichtlich einzig und alleine einem Flüchtling des genannten Forum.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Vitus
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #289
Könnte man das lächerliche Niveau des oe24.at Forums bitte wieder an dieses retournieren? Es gefällt offensichtlich einzig und alleine einem Flüchtling des genannten Forum.
Hallo , was soll das ,ich kenne das besagte Forum gar nicht. :o
Hmm, Rechtschreibfehler gefunden? Kein Problem. Schenke ich Dir!!

  • Stipe
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #290
Dann sollte es dir umso mehr zu denken geben, wenn deine Beiträge Assoziationen das oe24-Niveau hervorrufen. ;-)

Mal im Ernst: Wenn wir so weitermachen wie bisher ist laut UN-Weltklimarat ein Szenario wahrscheinlich, bei dem weltweit 200 Millionen Menschen (also ca. 10x so viele wie heute) ihre Heimat verlassen müssen, weil weil sie sonst verhungern würden (also im weitersten Sinn wohl Wirtschaftsflüchtlinge für einige), in Südösterreich wird es so trocken, dass die Landwirtschaft massive Probleme bekommt und wir uns an meditarrane Waldbrände gewöhnen werden müssen, massive Zunahme vo Hitzetoten, ein Verschwinden von 25%-30% aller Tier- und Pfanzenarten weltweit usw. usf.

Und du schreibst von Verbrennungskraftmotoren sind 2030 (sic!) schon verboten und Silvester ohne Grillwürstel und Alkohol. Deine Probleme möchte ich haben.

  • Vitus
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #291
Dann sollte es dir umso mehr zu denken geben, wenn deine Beiträge Assoziationen das oe24-Niveau hervorrufen. ;-)

Mal im Ernst: Wenn wir so weitermachen wie bisher ist laut UN-Weltklimarat ein Szenario wahrscheinlich, bei dem weltweit 200 Millionen Menschen (also ca. 10x so viele wie heute) ihre Heimat verlassen müssen, weil weil sie sonst verhungern würden (also im weitersten Sinn wohl Wirtschaftsflüchtlinge für einige), in Südösterreich wird es so trocken, dass die Landwirtschaft massive Probleme bekommt und wir uns an meditarrane Waldbrände gewöhnen werden müssen, massive Zunahme vo Hitzetoten, ein Verschwinden von 25%-30% aller Tier- und Pfanzenarten weltweit usw. usf.

Und du schreibst von Verbrennungskraftmotoren sind 2030 (sic!) schon verboten und Silvester ohne Grillwürstel und Alkohol. Deine Probleme möchte ich haben.

Nochmals ich kenne das oe24-Niveau nicht. Du aber schon, also bis Du dort mitten drin.
Ich habe den Text nicht geschrieben oder erdacht, sondern bekommen und habe diesen zur Diskussion in das Forum gestellt.
Also lass die persönlichen Angriffe auf mich, ansonsten stellst Du dich auf die Stufe der "Members*.
Hmm, Rechtschreibfehler gefunden? Kein Problem. Schenke ich Dir!!

  • Stipe
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #292
Zitat
Soweit der Ausblick in die Zukunft Österreichs
Gruselig, nicht wahr?

Das nennst du also zur Diskussion stellen? Das ist sogar mir zu subtil...

  • FlipsP
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #293
Dann sollte es dir umso mehr zu denken geben, wenn deine Beiträge Assoziationen das oe24-Niveau hervorrufen. ;-)

Mal im Ernst: Wenn wir so weitermachen wie bisher ist laut UN-Weltklimarat ein Szenario wahrscheinlich, bei dem weltweit 200 Millionen Menschen (also ca. 10x so viele wie heute) ihre Heimat verlassen müssen, weil weil sie sonst verhungern würden (also im weitersten Sinn wohl Wirtschaftsflüchtlinge für einige), in Südösterreich wird es so trocken, dass die Landwirtschaft massive Probleme bekommt und wir uns an meditarrane Waldbrände gewöhnen werden müssen, massive Zunahme vo Hitzetoten, ein Verschwinden von 25%-30% aller Tier- und Pfanzenarten weltweit usw. usf.

Und du schreibst von Verbrennungskraftmotoren sind 2030 (sic!) schon verboten und Silvester ohne Grillwürstel und Alkohol. Deine Probleme möchte ich haben.

Nochmals ich kenne das oe24-Niveau nicht. Du aber schon, also bis Du dort mitten drin.
Ich habe den Text nicht geschrieben oder erdacht, sondern bekommen und habe diesen zur Diskussion in das Forum gestellt.
Also lass die persönlichen Angriffe auf mich, ansonsten stellst Du dich auf die Stufe der "Members*.

So etwas muss man nicht zur Diskussion stellen, weil es einfach nicht der Realität (schon gar nicht 2030) entspricht und nur darauf abzielt alles schlecht zu machen. Des gehört eher zur Kategorie Verschwörungstheorie und Fake News!
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Torx
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #294
Leider ist Graz weiterhin mit viel Feinstaub belastet - und in Österreich immer noch "Hochburg" und in Europa weit oben (kumulative Belastung).
...
Bitte Nachfragen, falls ich manche Dinge näher ausführen soll.

Ja bitte. Was hat es mit der "kumulative Belastung" auf sich, und wie vergleichen sich die Zahlen mit zum Beispiel einer Stadt in Polen?

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #295
Leider ist Graz weiterhin mit viel Feinstaub belastet - und in Österreich immer noch "Hochburg" und in Europa weit oben (kumulative Belastung).
...
Bitte Nachfragen, falls ich manche Dinge näher ausführen soll.

Ja bitte. Was hat es mit der "kumulative Belastung" auf sich, und wie vergleichen sich die Zahlen mit zum Beispiel einer Stadt in Polen?




... und welchen Sinn es hat, Graz mit einer polnischen Stadt zu vergleichen.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Torx
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #296
... und welchen Sinn es hat, Graz mit einer polnischen Stadt zu vergleichen.

Das weiß ich nicht, ich habe ja nicht damit angefangen von "Hochburg Europas" bzw. "Hochburg Österreichs" zu reden.
Zum einen weil es die Zahlen nicht hergeben, zum anderen weil die in Österreich geliebte Selbststigmatisierung dem dahinter liegenden Anliegen nur selten förderlich sein dürfte.

  • LS64
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #297
Leider ist Graz weiterhin mit viel Feinstaub belastet - und in Österreich immer noch "Hochburg" und in Europa weit oben (kumulative Belastung).
...
Bitte Nachfragen, falls ich manche Dinge näher ausführen soll.

Ja bitte. Was hat es mit der "kumulative Belastung" auf sich, und wie vergleichen sich die Zahlen mit zum Beispiel einer Stadt in Polen?

Ich gehe darauf gerne ein. Gib mir bitte bis heute Abend/morgen Vormittag Zeit, ich bin momentan noch recht eingespannt.

  • LS64
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #298
So, nun habe ich das Problem, dass ich nicht weiß, für welchen Wissensstand ich antworten soll: Ich gehe das also mal mit ein paar fundamentalen Infos an und hoffe, Torx, dass Du mir verzeihst, wenn Du manche Dinge schon weißt. Falls aber das ein oder andere unbekannt ist, so bitte ich wieder um Nachfragen.
Leider bin ich gezwungen, diesen Bogen zu spannen. Ich muss nämlich klar stellen, dass die einzelnen Werte zwar eine Aussage haben, diese aber nicht so einfach auf Gesundheitsrisiken umzulegen ist. Der Vergleich, der eigentlich dahinter steht, ist hoch komplex. Nur die Belastung zu vergleichen, ist nicht unbedingt sinnvoll.

Abgrenzung des Themas
Ich möchte zusätzlich hier ganz klar sagen, dass Ozon (O3) und NOx ein anderes Thema sind. Ebenfalls ist die Klimafrage eine andere, weil hier CO2 und ebenfalls NOx, wie auch N2O (Lachgas) entscheidende Faktoren sind (ja, NOx und O3 sind auch gesundheitsrelevant). In diesen Gebieten wäre es unerlässlich etwas Atmosphärenchemie/-physik ins Spiel zu bringen und auch hier bin ich gerne bereit, etwas genauere Einblicke zu geben; aber dieser Beitrag soll sich um Feinstaub drehen.
Feinstaub ist also keine Frage des Klimaschutzes (nur ganz am Rand, da geht es um Aerosole in ganz hohen Atmosphärenschichten), eher eine Frage des Umweltschutzes und konkret eine Frage des Gesundheitsschutzes.

Leider hat Deine Frage des Vergleiches mit einer Stadt in Polen zwei Haken: Ich muss kurz darauf eingehen, welche Typen Feinstaub es gibt und wo die Gefahren liegen - denn ein Vergleich ist mitunter sehr schwer zu ziehen. Desweiteren muss ich leider sagen, dass ich speziell die Luftqualität in polnischen Städten bisher nicht genau angesehen habe - ich kenne also die Details vor Ort nicht.

Die Gefährlichkeit von Feinstaub
Die Gefährlichkeit von Feinstaub ist wahnsinnig schwer abzuschätzen. Das kann man vor allem an folgendem sehr plakativen Beispiel sehen:
Die Belastung mit Partikeln ist in Meernähe sehr hoch, vor allem durch Salze: Unseren Lungen und Atemwegen tut das sogar gut, Autos aber rosten schneller. Andersherum: In U-Bahnhöfen hat man mitunter hohe Belastungen durch Metallabrieb, was uns Menschen nicht so gut tut, den Zügen aber egal ist.
Man kann die Gefährlichkeit von Partikeln nur durch die Analyse der Oberflächenstruktur (=Nanostruktur) erkennen. Dann kann man durch Versuche die Gefährlichkeit für das Lungengewebe ermitteln. Das ist für sämtliche Partikel, die an einem Ort vorkommen, viel zu komplex und in gesamter Fülle schlicht nicht machbar. Also müssen diverse Erkenntnisse herhalten, die eine Abschätzung der Schädlichkeit ermöglichen.

Kleiner Exkurs zu Photochemischem Smog
Bei Ausgasungen von Bäumen wird die Sache übrigens ganz schwierig: Sogenanntes Formaldehyd, ein Stoff, der von Pflanzen im allgemeinen ausgegast wird, ist Feinstaub. Dieser kann für den Menschen in hohen Konzentrationen gefährlich werden - ganz ohne Industrie. Noch schlimmer ist es, wenn allerdings NOx durch Verbrennung dazugemischt wird; dann können hohe Mengen an Ozon entstehen, die gesundheitsschädlich sind. Das ganze Thema nennt sich "Photochemischer Smog" und ist so komplex, dass viele Leute - die sich nicht damit beschäftigen - die Zusammenhänge schlicht leugnen. Es kann also sein, dass die Kombination Bäume+Autobahn für Menschen und Tiere schlimmere Belastungen hervorruft, als die ein oder andere Industrie. Ronald Reagan hatte das damals mit seinem Spruch "Trees cause more pollution than automobiles do" (1981) missbraucht oder aber man sieht, dass auch er das Thema nicht kapiert hatte.
Bekanntes Beispiel für Photochemischen Smog wäre Los Angeles; in dieser Stadt grassiert das Problem - und da wurde das Phänomen in den 70ern auch als erstes entdeckt. Leider trifft dieses Problem auch Graz; aber ich weiß nicht, wie es in Polen ist.
Das heißt: Hier in Graz ist Feinstaub + NOx (durch Verbrennung) der Treiber für Ozon, was die Auswirkungen indirekt auch schlimm macht. Weder in Don Bosco, noch in Sankt Peter oder am Platz der Freiwilligen wird O3 in situ gemessen. Warum erzähle ich das? Weil NOx in Graz neben Black Carbon ganz entscheidend ist und in der Vergangenheit auch dementsprechend viel diesbezüglich geforscht/unternommen wurde.
Das Thema ist also eigentlich noch komplexer.

Wie erreicht man Abschätzungen über die Gefährlichkeit
Das sollte mittlerweile wahrscheinlich Bekannter sein: Man hat herausgefunden, dass die Gefährlichkeit von Feinstaub in erster Näherung anhand der durchschnittlichen Größe der Partikel geschätzt werden kann. Dabei nimmt man an, der Feinstaub wäre kugelförmig und gibt den Durchmesser an: PMx bezeichnet dann Feinstaub (Particulate Matter) kleiner als den Durchmesser x in μm (10-6 m).
Typischerweise werden verglichen: PM10 und - wenn man Glück hat - PM2.5. Ersterer dringt vor allem bis in die oberen Atemwege ein, letzterer bis in die Lunge. Es gibt dann noch PM0.1 oder Ultrafeinstaub, aber das ist hier unwichtig, weil selten gemessen. PM10 und PM2.5 werden dann noch ein bisschen gewichtet, je nachdem wie relevant bestimmte Durchmesser laut medizinischer Forschung wirklich für die Atemwege sind, so dass man eine möglichst gesundheitsrelevante Abschätzunge damit machen kann. Wikipedia (EN) arbeitet sich an den Relevanzen bis zu einem gewissen Grad ab, also bitte im Zweifel dort nachschlagen.
Hängen bleiben sollte: PM10 (vor allem obere Atemwege) und PM2.5 (auch aktiv in der Lunge) sind Anzeiger für die Schädlichkeit von Feinstaub. Im Zweifel aber müsste man ganz genau hinsehen; es ist eben nicht egal, ob gerade ein Partikel Kochsalz oder ein Partikel Asbest vorbeifliegt.
Deshalb wird in der Wissenschaft weiter unterschieden:
Organic Atmospheric Aerosol: Organische Moleküle der Umgebungsluft, meist natürlichen Ursprungs (wie das oben erwähnte Formaldehyd)
Elemental Carbon / Black Carbon: Chemisch ähnlich zu Graphit, vor allem durch Verbrennung (ja, das ist in Graz durch den sogenannten "Hausbrand" - also vor allem Heizungen - ein riesen Thema)
Organic Carbon: Organische Moleküle, die direkt emittiert werden (primär, z.B. durch Verbrennung) oder photochemisch erzeugt (sekundär)

Das Black Carbon ist genau ein Problem: Es sind meist Partikel von 20 bis 30 nm Durchmesser (können auch Verklumpen), die im Lugengewebe hoch aktiv sein können. Stichwort: Ruß. Das wäre übrigens ein Thema, dass man eher durch das Verbieten von Öl-/Holzverbrennern lösen könnte, denn durch Verkehrspolitik (Link).

(2013, Bericht an Gemeinderat)



Kumulative Belastung und EU Grenzwerte für Graz
Risikobewertung kann man durch die Höhe der Konzentration nicht alleine machen, weil man ja noch beachten muss, wie lange die Menschen/Tiere einer entsprechenden Konzentration ausgesetzt sind. Kumulativ heißt nun: Ich summiere über das Jahr die Belastung auf. Also eine Art Dosis.
Würde man alles, was die Grazer Luft zu bieten hat, an einem Tag abbekommen, würde man wohl sofort sterben. Andererseits, wenn man ein paar Tage/Wochen/Monate hat, in denen die Luft gut ist, erholt sich die Lunge auch wieder. Also: Auch hier ist es schwierig, die Gesundheitsfrage zu beantworten. Auch wenn die Luft nur mittelschlecht ist: ist sie dies das ganze Jahr über, ist das äußerst schädlich. An anderen Orten mag es mal schlechter sein, aber vielleicht ist es an den meisten anderen Tagen deutlich besser. Auch das muss man in der Statistik beachten. Ganz kritisch: Jahreszeitenabhängigkeiten, wie auch in Graz. Denn Black Carbon kommt von Heizungen, was speziell im Winter problematisch ist. NOx und photochemischer Smog ist etwas, das durch Sonneneinstrahlung reguliert wird: Eher im Sommer.
Um diesem Zusammenhang zu entsprechen hat die EU zwei Grenzwerte festgelegt: Einen für Einzeltage, aber als Tagesdurchschnitt, und einen für das ganze Jahr.
Der Grenzwert für PM10 liegt bei 50 μg/m3 Tagesmittelwert (also an einem Einzelzeitpunkt darf es gerne deutlich darüber sein). Den darf man 35 Mal im Jahr überschreiten... was Graz schafft.
Der zweite Grenzwert für PM10 ist der Jahresmittelwert von 40 μg/m3. Das wird seit 2011 tatsächlich geschafft  :one: (ohne den Einfluss des Winterdiensts zumindest  >:D ).

(2019, Report Johanneum)

(2019, Report Johanneum)

(2018, Maßnahmen für Graz - Umweltbundesamt)

Also alles gut? Mitnichten.
Graz überschreitet als einzige Stadt in Österreich die 35 Tagesgrenze.

Zur Frage: Vergleich mit anderen Städten
Die WHO hat 2015 eine Studie mit diversen Städten und ihrer PM2.5- und PM10-Belastungen veröffentlicht (nur Städte mit PM2.5>10μg/m3).
Ich gebe einen Ausschnitt wieder (Werte in μg/m3, jährlicher Mittel):
Stadt102.5
Graz3023
Wien2719
Klagenfurt2519
Sosnowiec6043
Rybnik5942
Krakau5940
(2015, WHO)
Die Liste polnischer Städte ist gigantisch. In Österreich gibt es - auch wegen des kleineren Landes - nur fünf Einträge, für Polen über 50. Ein Graus. Die deutsche Welle hat das mal sehr, sehr gut auf den Punkt gebracht:
Zitat
"Für viele Polen gehört das Überprüfen der Smogwerte mittlerweile zum Alltag, genauso wie das Tragen von Atemschutzmasken. An einigen Tagen wird Kindern und älteren Menschen empfohlen, daheim zu bleiben - draußen tief durchatmen ist dann zu gefährlich. Es drohen Kopfschmerzen, Schwindel und Atemnot neben Langzeitauswirkungen wie Atemwegserkrankungen und Herzproblemen.
Die schlimmste Jahreszeit steht in Polen noch bevor. Im Winter nimmt der Smog drastisch zu, da viele Menschen noch traditionell mit Holz und Kohle heizen. In den Wintermonaten stinken die Kleider der Menschen nach Smog, sagt Gula. Er vergleicht die dreckige Luft, die die Menschen einatmen, mit Rauchen. Wer in Krakau lebt, atmet jedes Jahr so viele Schadstoffe ein, als ob er 3.000 Zigaretten rauchen würde, schätzen Aktivisten." (2018, DW)
Man merkt ja nicht, wie schlechte Luft langsam einem das Leben verkürzt. Siehe das Rauchen. Studie zu Asthma bronchiale und Ähnlichem in Graz hier.
(2018, DW)

Wenigstens tut sich was, aber man sieht auf folgender Grafik, dass das auch nötig ist. Und ja, auch in Graz sind wir stark belastet - natürlich gibt es schlimmere Städte, aber uns sollte unsere eigene Gesundheit natürlich am Herzen liegen.
(2018, DW)
(2018, DW)

Sollte man sich zurücklehnen? Naja, eigentlich nicht. Die Europäische Gesundheitsorganisation sagt "Air pollution is currently the most important environmental risk to human health, and it is perceived as the second biggest environmental concern for Europeans, after climate change." (2019, EEA)

Was heißt das? Wir haben kumulativ in Graz (schlechteste Luft in Ö.) ungefähr die Hälfte der Belastungen von Sosnowiec (schlechteste Luft in P.). Die Peaks in Graz sind ähnlich hoch (aqicn.com) - das heißt, wir hätten die gleiche Luftqualität, wären wir ständig mit Inversionswetterlage konfrontiert. Deshalb gibt es auch von beiden Städten ähnliche Bilder:


Noch was Interessantes in diesem Zusammenhang: Aktuelle Daten bzgl. der Reduktion von Feinstaub.
(2019, EEA)

Man muss aber bitte noch eine Sache bedenken: Polen verheizt unfassbar viele fossilen Brennstoffe, sowohl in Heizungen, als auch für Strom (Kohle allen voran, auch für CO2 relevant). In Graz wird keine Kohle in großen Anlagen verheizt, zumindest nicht für die Stadt relevant (Nordwinde). In Sosnowiec ist das Kraftwerk Katowice ein großes Problem (deshalb gibt es immer wieder Proteste). Bei uns ist es die Kessellage; das heißt nun: Wir haben eine unglückliche Lage und erreichen dadurch teilweise die gleichen Werte, wie in Sosnowiec neben einem Kohlekraftwerk - oder anders herum: Die Polen blasen so viel Zeug in die Luft, dass sie doppelt so viel Belastung haben (übers Jahr), wie wir (Sosnowiec ist im Flachland).
Bzgl. O3 sieht es für Österreich übrigens ziemlich katastrophal aus und schlechter als in Polen; daran sieht man schon ein wenig, was die Ursachen sind (siehe Photochemischer Smog, oben) - aber das soll hier nicht weiter Thema sein.
Wie genau die Zusammensetzung der Partikel in Polen ist, kann ich - wie angekündigt - leider nicht sagen. Ich weiß nicht, wo deren Daten liegen oder ob sie welche haben. Deshalb enthalte ich mich hier. Alles in allem: Das Thema ist mega komplex und wir sollten alle tunlichst zusehen, dass wir so wenig Black Carbon wie möglich einatmen; Anstrengungen dies zu senken, sind sowohl in vielen polnischen Städten, wie auch in Graz nur zu empfehlen. Ich habe, ohne dass es offiziell wurde, des öfteren Aussagen von Medizinern gehört, die eher auf einen Grenzwert von <10 μg/m3 kumulativen PM10s zielen; ab dann bekommt man Schwierigkeiten, eine Gesundheitsschädigung statistisch nachzuweisen. Heißt nicht, dass es sie nicht gäbe.
Aber eben: In Städten. Auf dem Land kann PM10 zum Beispiel wieder viel höher sein... Staub zum Beispiel, vor allem durch Landwirtschaft. Dazu gibt es natürlich auch Daten.

Appendix: Bewertungen für Maßnahmen bzgl. Grazer PM10:
- Eine Grenzwerteinhaltung ist weder bei PM10, noch bei NO2 gesichert, nur bei PM mit günstiger
Jahresmeteorologie. (2016, Bericht an Gemeinderat)
- Die Heizungsumstellung auf Fernwärme stellt mit dem forcierten Ausbau der letzten Jahre in Graz
eine wesentliche Emissionseinsparung (insb. bei PM) dar. (2016, Bericht an Gemeinderat)

  • Torx
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #299
Danke für die genau Erläuterung.
Das mit dem Photochemischem Smog muss ich nochmal genauer anschauen. Verstehe ich das richtig, dass also die Messung von PM10-Partikeln noch nicht wirklich etwas darüber aussagt ob das nun Partikel sind, die für den Körper schlecht oder unbedeutend sind?

Was ich auch sehe ist, dass sich die Lage in Graz in den letzten 15 Jahren verbessert hat, obwohl der Autoverkehr zugenommen haben dürfte. Durch welche Maßnahmen wurde das dann eigentlich erreicht?

Zu NOx: Ich kann mich ja noch an Zeiten vor dem ganzen Feinstaub- und Klimawandel-Hype erinnern, da hat man ja trotzdem von den schädlichen Autoabgasen gesprochen. Muss dann wohl um NOx gegangen, das danach in den Diskussionen völlig untergegnagen ist.

Generell bestätigt ja der eine Link die Trends in Osteuropa und der Po-Ebene. Habe dazu mal die aktuelle Karte angehängt, da ist die Lage in der Po-Ebene wieder schlechter. Auch ist also Graz zumindest nicht die "Feinstaubhochburg Europas". Das wie gesagt nicht, dass man das Problem verharmlosen sollte, aber die typisch österreichische Einstellung sich mit Superlativen möglichst schlecht zu machen kann ich eben auch nicht teilen.

Ein Punkt, der noch interessant wäre, wäre die Frage der Mess-Standorte. Sind die vergleichbar? Stellen andere Länder ihre Messtationen auch in verkehrsbelastete Gebiete und Einzugsstraßen? In Graz gibt es nur einen einzigen Standort (Quelle) auf der linken Murseite und der ist beim St. Peter Schulzentrum in der Nähe. Von OK-Lab-Projekt sehe ich zumindest dass bei schlechteren Wettersituationen Andritz und das restliche St. Peter zwar auch belastet werden, in Mariatrost hingegen bleibt's trotzdem öfter grün.