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Thema: Der FEINSTAUB - Thread (79927-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #285
Um die Dimensionen des Schwerverkehrs zu erkennen, den die Firma MAGNA den Menschen und der Luftgüte im Südosten bzw. Süden von Graz beschert, braucht man nur an einem Werktag die Situationen bei den Kreisverkehren vor der Werkseinfahrt in Raaba und in Kalsdorf beim Verlauf der B 67 für 15 Minuten zu beobachten. Es ist ein Wahnsinn, dass die Logistikverantwortlichen des Betriebes nicht auf diese Situation reagieren und versuchen, wenigstens einen Teil der In- und der Output Transporte mit der Bahn zu bewerkstelligen. Auch im CCG karrt die Firma MAGNA ihre Transporte trotz bekranbarer Gleise und bester Schieneninfrastruktur fast ausschließlich mit dem LKW.
Besonders aufstoßende Beispiele:
Neuwagenüberstellungen zum Frikusterminal in Kalsdorf
Lackierpendeltransporte nach und von Hoce bei Maribor
u.v.a.m.
Offensichtlich ist Klimaschutz für MAGNA ein Fremdwort!
Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen" wissen, dass AB nur leicht im Kommen und MB praktisch nur mehr als Museums(feld)bahnen vorhanden sind!

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Der FEINSTAUB - Thread
Antwort #286


,,Steirische Luftqualität wesentlich verbessert"
Die ,,Winteroffensive Meine Luft - Reine Luft" für die Saison 2019/20 präsentierte Verkehrs- und Umweltlandesrat Anton Lang gemeinsam mit dem Leiter der zuständigen Abteilung 15, Hofrat Dr. Gerhard Semmelrock, heute in Graz. Erfreuliches Fazit dabei: Die Luftqualität hat sich in der Steiermark in den letzten Jahren wesentlich verbessert.
Im Jahr 2018 wurden erstmals seit 2016 trotz eines schlechten Starts die erlaubten Feinstaub-Überschreitungstage eingehalten. ,,Auch das Jahr 2019 wird ein gutes Jahr, was die Lufthygiene anbelangt. Wir werden aller Voraussicht nach an allen Messstellen sowohl die Grenzwerte für den Feinstaub als auch - und dies erstmals - jene für Stickstoffdioxid einhalten", freut sich LR Anton Lang. Dieser Erfolg rühre aus der konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung des Luftreinhalteprogrammes Steiermark. ,,Natürlich hat uns auch die tendenzielle Veränderung des Klimas in diesem Falle geholfen", so der Landesrat. Wie sich in den letzten 10 Jahren besonders deutlich herausgestellt habe, würden nur mittel- bzw. langfristig geplante und genau durchdachte Maßnahmen auch eine entsprechende Wirkung haben.
Das in diesem Jahr erstelle Luftreinhalteprogramm 2019 (30 Maßnahmen bis 25. 11.) ist derzeit in Begutachtung. Das neue Programm wurde nach bewährter Strategie mit wissenschaftlicher Unterstützung von Joanneum Research und durch intensive fachliche Beratung in den spezifischen Arbeitsgruppen (Motorentechnik, Winterdienst, Landwirtschaft, Energie und Hausbrand sowie Verkehr) erstellt. Das vorrangige Ziel des neuen Luftreinhalteprogrammes ist es, die Grenzwerte der Luftqualitätsrichtlinie flächendeckend und gesichert einhalten zu können, um einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Gesundheit der steirischen Bevölkerung zu leisten.
Insgesamt sind in den letzten Jahren über 50 Mio. Euro gezielt in die Verbesserung der Luftgüte investiert worden - dabei sind die Mittel, die über energietechnische Maßnahmen die Luftügte ebenfalls verbessern, gar nicht mitberücksichtigt. Alleine durch diese Maßnahme im Heizungsbereich werden Jahr für Jahr rund 39 Tonnen Feinstaub eingespart. ,,Mit der Inbetriebnahme der Abwärmenutzung der SAPPI Gratkorn und dem Ausbau der Fernwärme in Graz haben wir in den vergangenen Jahren weitere Meilensteine gesetzt. Nächste Projekte werden die effiziente Nutzung der Abwärme der Kläranlage Gössendorf betreffen", berichtete Lang.
Die Umstellung von alten Heizungsanlagen auf Fernwärme und moderne, umweltschonende Heizsysteme stellen nach wie vor einen besonderen Schwerpunkt bei den Landes-Maßnahmen zur Reduktion der Luftbelastung dar. Die Förderaktion des Landes wurde bis Ende Februar 2020 mit 3 Mio. Euro verlängert. Der Umstieg wird mit bis zu 5.000 Euro gefördert. ,,Das Land hilft damit den steirischen Haushalten auch beim Senken ihrer Heizkosten", so der Landesrat.
Im Verkehrsbereich waren es besonders Geschwindigkeitsbeschränkungen durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen, die Fahrverbote für Alt-LKW inkl. der Förderung der Neuanschaffung, Förderung für Hybrid- und Erdgastaxis, Förderungen im Bereich E-Mobilität und E-Carsharing, unsere erfolgreiche `Mikro-ÖV´-Strategie, die bestens angenommene  Radverkehrsstrategie sowie Maßnahmen zur Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs, die nachhaltig zur Reduktion der Schadstoffbelastung beigetragen haben.
,,Als Umweltlandesrat gebe ich mich aber erst dann zufrieden, wenn wir - unabhängig von meteorologischen Einflüssen - die Grenzwerte dauerhaft einhalten können. Mit dem Ergebnis aus dem Jahr 2018 und der Prognose für 2019 sind wir auf dem richtigen Weg. Es bedarf aber weiterhin der konsequenten Umsetzung von Maßnahmen", so Lang. Damit die Zielsetzungen wie die flächendeckende Einhaltung der Feinstaub-Grenzwerte, die nachhaltige Reduktion der NO2 Belastung und die Reduktion der Sanierungsgebiete erreichen zu können, wurden bereits in der laufenden Regierungsperiode u.a. folgende Maßnahmen eingeleitet bzw. umgesetzt:

•   S-Bahn: Umsetzung der S 8 und S 9 zwischen Unzmarkt und Mürzzuschlag
•   Installierung von permanenten Frontlade-Radarstationen auf der A2 bei Feldkirchen zur strengeren Überwachung der Tempo 100 Beschränkung
•   Einführung eines permanenten IG-L 100ers zwischen Graz Ost und Graz West
•   Ausbau der Abwärmenutzung SAPPI Gratkorn zur Fernwärmeversorgung in Graz und Förderung von FW-Anschlüssen
•   Beschluss zur Finanzierung des weiteren FW-Ausbaus in Graz
•   Erhöhung der Förderungen für Solarwärme, Photovoltaik und Einführung einer Förderung für hocheffiziente Wärmepumpen
•   Förderprogramm für E-Carsharing Projekte in Gemeinden
•   Förderungen für E-Taxis, Hybrid- und Erdgas Taxis
•   Förderung für den vorzeitigen Ankauf von EURO 6 LKW
•   Entwicklung einer Landesstrategie zur Umsetzung und Förderung von Mikro-ÖV Lösungen
•   Umsetzung der Randstrategie Steiermark
•   Regiobusoffensive Steiermark

Und besonders auch
•   Aktionen zur Bewusstseinsbildung und Erhöhung des Anteils am ÖV, wie die sehr erfolgreiche Aktion ,,Meine Luft - Reine Luft".

,,Winter-Offensive
Meine Luft - Reine Luft 2019/20"
Fahrgäste in Bus, Bahn und Bim leisten einen wesentlichen Beitrag zur Luftverbesserung. Dies ist insbesondere in der kalten Jahreszeit von Bedeutung, denn zu dieser Zeit erreicht die Belastung der Luft durch die dann vorherrschenden Witterungssituationen jährlich ihren Höhepunkt. Aus diesem Grund braucht es weiterhin Initiativen zur Luftreinhaltung in der Steiermark.
Mit der erfolgreichen Aktion ,,Meine Luft - Reine Luft", die auch im kommenden Winter wiederum in der gesamten Steiermark durchgeführt wird, soll vor allem ein Anreiz geschaffen werden, den ÖV einmal zu ,,probieren" und somit durch eine persönliche Erfahrung aus dem Vergleich Auto und ÖV neue StammkundInnen zu gewinnen.
Neben dem Angebot ,,Stundenkarte = Tageskarte" für alle Freitage im Zeitraum von Dezember 2019 bis Ende Februar 2020 wird dieses Angebot, als großes Plus, auch in der Vorweihnachtszeit von 9. bis 24. Dezember 2019 sogar täglich gültig sein.
,,Wir möchten aber nicht nur Neukunden für den ÖV gewinnen, sondern möchten uns vor allem auch bei den Stammkunden bedanken. Dafür werden wir ebenfalls in den Monaten Dezember, Jänner und Februar an jedem Mittwoch in einem ausgewählten Zug- oder Buskurs in der Steiermark das `Mittwochs-Gewinnspiel´ als Dankeschön-Aktion durchführen", so Lang.
Die Fahrgäste von Bussen und Bahnen in jeweils unterschiedlichen steirischen Regionen erhalten nicht nur eine kleine Schokolade sondern können auch als Tagessieger oder Tagessiegerin einen Mobilitätsgutschein im Wert von je 300 Euro gewinnen. Außerdem besteht die Möglichkeit, an der Verlosung eines E-Scooters als Hauptreis teilzunehmen.
Weitere Infos zur Aktion finden Sie unter www.meineluftreineluft.at



Presseaussendung Büro LR Lang
GLG
Martin