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Thema: Alles zur Mur-Seilbahn (135560-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Amon
Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #720
Teil 2 des Nagl-Interviews in der Krone. Dort werden u.a. die U-Bahn und die Gondel thematisiert. In 5 bis 7 Jahren soll das Ganze umgesetzt werden, so Nagl.

https://www.krone.at/1750991


Zurück zu den Visionen: Wann fährt in Graz die erste U-Bahn, wann die Seilbahn?
Die erste Seilbahn wird über den Plabutsch nach Thal führen.  Wir sind da schon sehr weit. Als dynamisch wachsender Ballungsraum, mit so viel Jugend, müssen wir uns um den Freizeitbereich kümmern.

Wir meinten die Stadtseilbahn und die U-Bahn.
Das sind Projekte, die andere gerne absagen würden, ich nicht. Es macht Sinn, eine Nord-Süd-Achse per Seilbahn und eine Ost-West-Achse im Untergrund zustande zu bringen. Wir werden das professionell weiterverfolgen. Verkehrsminister Norbert Hofer freut sich über innovative Ideen.

Gibt es einen Zeitplan?
Die Straßenbahnprojekte sind klar, werden jetzt Schritt für Schritt gebaut. Gondel und U-Bahn können wir in der aktuellen Periode bis 2022 nicht umsetzen, aber wir können die Grundlagen dafür schaffen. Wenn alles gut läuft, reden wir von einem Umsetzungshorizont von fünf bis sieben Jahren.



  • PeterWitt
Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #721
Wenn alles gut läuft, reden wir von einem Umsetzungshorizont von fünf bis sieben Jahren.
Für die Seilbahn mag das halbwegs realistisch sein, aber für die U-Bahn? Da sage ich nur, das ist glatte Realitätsverweigerung! (wie das Projekt an sich)

  • FlipsP
Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #722
Leider wird es wieder genug Wähler für ihn geben, die einfach seine Floskeln ernst nehmen oder Projekte wie Seil- und U-Bahn toll finden....
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Ch. Wagner
Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #723
Nagl und Hofer, da haben sich die Richtigen getroffen. Die glauben sicher selber daran.

Kurioserweise wird aber nie von Finanzierung gesprochen. Von Bürgermitbestimmung schon gar nicht. Es lebe die Oligarchie.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #724
In Graz ist es ja momentan (verdächtig) ruhig um das Thema. Jetzt meinen die Linzer nachlegen zu müssen. Siehe da:
https://ooe.orf.at/news/stories/2941758/

  • PeterWitt
Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #725
Ich weiß nicht - etwa 28 Mio/km erscheinen mir jetzt auch nicht gerade günstig zu sein, und von der technischen Kalkulation her komme ich auch nicht ganz mit: 10km mit 9 Stationen, ok. Aber insgesamt nur 7 Stützen, wenn ein 3-Seil System kommt? Ich denke man benötigt ja schon bei jeder Station 2 Stützen, die die Seilführung für den Anstieg bzw. zurück in die Waagrechte übernehmen. Gut, wenn man diese dazu rechnet, dann hat man immer genau 1 Stütze zwischen jeder Station, bedeutet aber auch dass die Stütze a) sehr hoch sein muss bzw. b) wenn das Seil die Station in sehr flachem Winkel verlässt die Gefahrenzone um die Station ziemlich lange wird. Alternativ kann man natürlich die Stationen alle erhöht bauen, was ich aber auch als (erweiterte) Stütze sehen würde und den Betrieb durch längere sowie mehr Aufzüge und Rolltreppen zusätzlich teuer macht. ::)

Und wo soll die Trasse überhaupt verlaufen: auf direktem Weg fährt man genau über die Voest und den Hafen, da sollte nicht allzu viel Potential an Fahrgästen sein. Östlich davon kann man zwar entlang der Donau trassieren, aber dort ist ja quasi nichts außer Wald, und westlich davon ist man dann ja eh schon parallel zur Straßenbahn unterwegs.

Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #726
Viele Bewohner im Linzer Süden haben ihren Arbeitsplatz in den Industriegebieten Voest und Hafen, zudem werden hunderte neue Wohnungen in den nächsten Jahren gebaut (auf dem Kasernenareal). Weiters sollen an der Bahnstation Linz-Ebelsberg Pendler von der S-Bahn in die Seilbahn umsteigen. Potenzial ist also sehr wohl vorhanden. Da auf der Ebene 0 kein Platz für Eigentrassen (für Bus oder Bim) vorhanden ist, will man in die Höhe ausweichen.

  • FlipsP
Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #727
Viele Bewohner im Linzer Süden haben ihren Arbeitsplatz in den Industriegebieten Voest und Hafen, zudem werden hunderte neue Wohnungen in den nächsten Jahren gebaut (auf dem Kasernenareal). Weiters sollen an der Bahnstation Linz-Ebelsberg Pendler von der S-Bahn in die Seilbahn umsteigen. Potenzial ist also sehr wohl vorhanden. Da auf der Ebene 0 kein Platz für Eigentrassen (für Bus oder Bim) vorhanden ist, will man in die Höhe ausweichen.

Leider etwas falsch formuliert. Richtig wäre:

Zitat
Da man auf der Ebene 0 kein Platz für Eigentrassen (für Bus oder Bim) vorhanden ist keinen Platz für ÖV Trassen verschwenden will, will man in die Höhe ausweichen.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #728
Viele Bewohner im Linzer Süden haben ihren Arbeitsplatz in den Industriegebieten Voest und Hafen, zudem werden hunderte neue Wohnungen in den nächsten Jahren gebaut (auf dem Kasernenareal). Weiters sollen an der Bahnstation Linz-Ebelsberg Pendler von der S-Bahn in die Seilbahn umsteigen. Potenzial ist also sehr wohl vorhanden. Da auf der Ebene 0 kein Platz für Eigentrassen (für Bus oder Bim) vorhanden ist, will man in die Höhe ausweichen.

Leider etwas falsch formuliert. Richtig wäre:

Zitat
Da man auf der Ebene 0 kein Platz für Eigentrassen (für Bus oder Bim) vorhanden ist keinen Platz für ÖV Trassen verschwenden will, will man in die Höhe ausweichen.

Das kann jetzt nur jemand behaupten, der entweder die Örtlichkeiten nicht kennt oder der ein Phantast ist.
Mir wäre grundsätzlich eine Straßenbahn auf dieser Route lieber, aber es ist alles verbaut. Für die Seilbahn spricht (im Vergleich zu einer Straßenbahn): höhere Reisegeschwindigkeit, weitaus höhere Kapazität, permanent verfügbar (dichter Takt), deutlich geringere Betriebs- und Wartungskosten . . .

  • FlipsP
Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #729
Viele Bewohner im Linzer Süden haben ihren Arbeitsplatz in den Industriegebieten Voest und Hafen, zudem werden hunderte neue Wohnungen in den nächsten Jahren gebaut (auf dem Kasernenareal). Weiters sollen an der Bahnstation Linz-Ebelsberg Pendler von der S-Bahn in die Seilbahn umsteigen. Potenzial ist also sehr wohl vorhanden. Da auf der Ebene 0 kein Platz für Eigentrassen (für Bus oder Bim) vorhanden ist, will man in die Höhe ausweichen.

Leider etwas falsch formuliert. Richtig wäre:

Zitat
Da man auf der Ebene 0 kein Platz für Eigentrassen (für Bus oder Bim) vorhanden ist keinen Platz für ÖV Trassen verschwenden will, will man in die Höhe ausweichen.

Das kann jetzt nur jemand behaupten, der entweder die Örtlichkeiten nicht kennt oder der ein Phantast ist.
Mir wäre grundsätzlich eine Straßenbahn auf dieser Route lieber, aber es ist alles verbaut. Für die Seilbahn spricht (im Vergleich zu einer Straßenbahn): höhere Reisegeschwindigkeit, weitaus höhere Kapazität, permanent verfügbar (dichter Takt), deutlich geringere Betriebs- und Wartungskosten . . .

Da ich eine Zeit lang bei der LinzAG war kann ich die Örtlichkeiten schon gut einschätzen - Danke!

Die reine "Bahngeschwindigkeit" ist vielleicht schneller, aber wenn ich zB aus einem Geschäft komme, bin mit einer Straßenbahn schon ein paar Stationen gefahren bis ich in die Gondel einsteige. Hier ist die Gondel sicher nicht schneller.
Die angegebene Kapazität hört sich bei der Gondel nicht realistisch an. Zudem kann der angegebene (rein theoretische) Wert auch durch eine Straßenbahn erreicht werden. Mit den derzeitigen Linzer Fahrzeugen mit einem 2,5 Minuten Takt schafft man auch eine Kapzität von ca. 5448 Personen pro Stunde (Kapazität Straßenbahn: 227 Personen x 24 Fahrten/Std), mit längeren, theoretisch bis zu 75 m langen Fahrzeugen, auch noch weit mehr.
Dichterer Takt - ja, da muss man ganz klar zustimmen!
Zu Betrieb- und Wartung kann ich nichts sagen, denke aber auch, dass diese Zahlen (gleich wie die der Kapazität) hier "schöngerechnet" wurden. 
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #730
Egal wo, die Gondel steht Wochenlang wegen Revision still, jedes Jahr. Bei einer Bim-Trasse schickt man eben eine andere Bim raus wenn eine zu überprüfen ist, damit hat man keine Einschränkung für die Fahrgäste (nur ev. pro Jahrzehnt 1x fürs Schienentauschen).

Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #731
Was wirklich lächerlich ist, ist der Vergleich der städtebaulichen Voraussetzungen wie auch orographischen Gegebenheiten von Linz oder Graz mit La Paz (wie im ORF-Artikel)  :-X .

Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #732
@ FlipsP: Um mit einer Straßenbahn die selbe Route wie die geplante Seilbahn zu fahren bräuchte es unzählige Kunstbauten (Tunnelstrecken und Trassierung in Hochlage). 2,5-Minuten-Takt ist sehr Personal-intensiv, das wird teuer. Und eine neue Remise und Werkstätte für die Straßenbahnen bräuchte es auch, wo nur?  Die Seilbahn könnte im 23-Sekunden-Takt fahren, die Gondeln wurden mit 35 Sitzplätze kalkuliert. Die Seilbahn hat nur wenige auserwählte Stationen, um möglichst schnell die wichtigsten Ziele zu erreichen (ähnlich wie eine U-Bahn). Laut aktueller Stellungnahme des Südtiroler Seilbahn-Spezialisten Leitner AG sind die in der Studie angeführten Kosten überzogen: "die Seilbahn ließe sich weitaus günstiger realisieren".

Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #733
Der 23-Sekunden-Takt geht aber nur, wenn der Fahrgastwechsel je Gondel und Station höchstens 23 Sekunden braucht. Das wird sich nur mit Beamen machen lassen. :)

  • ptg
Re: Alles zur Mur-Seilbahn
Antwort #734
Der 23-Sekunden-Takt geht aber nur, wenn der Fahrgastwechsel je Gondel und Station höchstens 23 Sekunden braucht. Das wird sich nur mit Beamen machen lassen. :)

Wie schaut das eigentlich aus, wenn es einen Kinderwagen oder Rollstuhlfahrerwechsel gibt? Fährt die Gondel einfach los, wenn die Zeit abgelaufen ist? Schließlich muss bei einer Gondel der Takt ja relativ genau eingehalten werden oder wird das gesamte Netz dann gestoppt, wie bei einer Schilift?

@Ragnitztal: nicht nur, dass man die Hochgebirgsstadt La Paz mit europäischen Städten vergleicht. Wird auch noch ein Bild einer anderen Stadt (El Alto) genommen, wo man durch das Hochplateau den Eindruck gewinnt, dass die Gondel dort in der Ebene herumfährt.
Natürlich sind die Gondeln dort erfolgreich. Dass der Verkehr Dank rückwärtsgerichteter Politik(er) (wie bei uns) in La Paz mehr oder weniger zum Erliegen gekommen ist, weil man den ÖV vernichtet hat, der Sprit einem dort nachgeworfen wurde und dadurch jeder eine Dreckschleuder hat (die in Annahme des relativ hohen Alters der Fahrzeuge, der Höhe und den Steigungen der Stadt auch noch deutlich mehr Dreck in die Umwelt pusten als bei uns) und alles kreuz und quer verbaut wurde (teilweise wie bei uns) und eben die Topographie der Stadt ganz eine andere ist, als in 99,9%  aller größeren Städte der Erde, wird stets wohlweislich unter den Teppich gekehrt.
 
@Stefan4076:
Gondel permanent verfügbar? Jährliche Revision, da steht alles, also braucht man auf jeden Fall Ersatzbusse für die Strecke inkl. Personal, dass die bedient.
Man hat ein weiteres Verkehrsmittel zu "versorgen".
Hat nur eine Gondel ein Problem steht die ganze Strecke bzw. zumindest ein ganzer Abschnitt. (sofern die jeweiligen Stationen überhaupt so aufgebaut wären, dass man wenden kann.
Man sollte neben der Fahrzeit auch den Ein- bzw. Umsteigeaufwand berücksichtigen bzw. Anbindung an andere Verkehrsmittel.
Gerade auch für ältere und/oder bepackte Menschen oder Körperbehinderte bzw. Familien mit/ohne Kinderwagen.
Wie schaut es mit der Sicherheit aus? Während der Fahrt bzw. im Notfall.
Welche Alternativen bietet man Personen mit Höhen- und/oder Platzangst? Kenne einige die zwar ganz gut mit Bim und Bus zur Rande kommen, für die aber die U-Bahn und schon überhaupt eine Gondel der Horror ist.
zu Linz sepziell: Dass ein ganztätiger Bedarf für ein paar 1.000 Menschen/h auf der Strecke besteht kann ich nicht glauben. Wird dort doch nur das Industriegebiet eingebunden mit einer Verbindung zu einem Freizeitziel. Auf Graz umgelegt ist die Strecke in etwa vergleichbar mit Magna (Industrie) - Schwarzlteiche (Freizeit) - Straßgang (großes neues Siedlungsgebiet). Ob eine derartige Strecke igrendwas zur Verkehrsverbesserung in Graz beitragen würde? 
Zum Stadtzentrum gibt es überhaupt keine vernünftige Anbindung (bzw. in die S-Bahn und dann wieder Bim/Bus). Der Anteil derer die von Ebelsberg zur Voest wollen, wird wohl relativ gering sein (außer vielleicht zu den Hauptverkehrszeiten). Da die Station ja sowieso beim Bahnhof errichtet würde, wird der größte Teil wohl die S-Bahn nutzen, um in die Stadt zu kommen.