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Thema: Rettungsgasse (8655-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: Rettungsgasse
Antwort #15
Blöd sind diejenigen, die das schnelle Erreichen des Unfallortes für Einsatzfahrzeuge unmöglich machen, weil sie von 3 Spuren und den Pannenstreifen 3 Spuren und den Pannenstreifen benötigen.
Das Unfallopfer wird auch nicht gefragt, ob es alles richtig gemacht hat und - trotzdem hat es das Recht auf schnelle Hilfe.
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

  • Martin
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Re: Rettungsgasse
Antwort #16
Rettungsgasse: Vor Webling gilt sie nicht immer

Von Süden kommend wird die Autobahn vor dem Weblinger Kreis vier Spuren breit. Die Rettungsgasse zu bilden ist nicht immer möglich. Unter Umständen gilt die Regel dort auch nicht, erklärt die Asfinag.


Grafik © Kleine Zeitung

Die Rettungsgasse, seit 1. Jänner auf Autobahnen und Schnellstraßen Pflicht, läuft noch nicht wie geschmiert. Ab drei Spuren wird es oft kritisch. Und erst recht ab vier . . .

Vier Spuren sind zwar selten in der Steiermark, aber es gibt sie - zum Beispiel vor dem Verteilerkreis Graz-Webling. Im Frühverkehr ein verlässlicher Stau-Magnet. Das heißt, die Rettungsgasse wäre zu bilden, oder? Es kommt darauf an, erklärt Walter Mocnik, Sprecher der Autobahngesellschaft Asfinag. "Wo es nicht möglich ist, kann und muss man die Rettungsgasse nicht bilden."

Vierspurige Fahrbahn

Vor dem Weblinger Kreis ist das unter Umständen der Fall. Die vierspurige Fahrbahn teilt sich vor dem Kreis in je zwei Spuren nach Salzburg/Linz, also in Richtung des Plabutschtunnels, und nach Graz, zum Verteilerkreis. Pendler registrieren in den Morgenstunden häufig stockenden Verkehr auf den zwei Spuren in die Stadt, während sich die Fahrzeuge rechts davon flüssig auf den Tunnel zubewegen. Die Lenker in Richtung Graz sind verunsichert, denn die Rettungsgasse funktioniert dort in der Praxis nicht. Wohin soll man ausweichen? Mocnik: "In diesem Fall ist die Gasse nicht zu bilden, da Einsatzfahrzeuge auf der freien Spur rechts der stehenden Autos vorbeifahren können."

Hingegen muss die Gasse bei diesem Verkehrsnoten im Fall eines sich abzeichnenden Staus dort gemacht werden, wo die bauliche Trennung der Fahrbahnen beginnt. Die Autobahn ist breit genug und es gibt jeweils einen Pannenstreifen.
Platz machen

Und was ist zu tun, wenn der (seltene) Fall eintritt, dass auf allen vier Spuren vor Webling der Verkehr steht? "Die Rettungsgasse bilden!", erklärt Mocnik: "Alle, die sich ganz links befinden, fahren nach links, alle anderen nach rechts." Dass sich jemand, der nach Graz will, dabei nach Salzburg/Linz einreihen muss, könne kein Problem sein. "Löst sich der Stau, fährt man wieder auf seine Spur." Im Übrigen appelliert Mocnik an die Verkehrsteilnehmer, vorausschauend zu fahren. Auch vor der Rettungsgassen-Regel habe man Einsatzfahrzeugen Platz machen müssen, "so gut es geht". So verlangt es die Straßenverkehrsordnung noch immer.
HANNES GAISCH

Bilanz

Nach zehn Tagen Rettungsgassen-Regel zogen die Einsatzorganisationen gestern eine gemischte Bilanz. Probleme bereiten Fahrbahnen mit mehr als zwei Spuren. Dort kommt es noch oft zu Missverständnissen, sodass Einsatzfahrzeuge nicht immer schneller zu einem Unfallort gelangen. Ein weiteres Problem sind undisziplinierte Lenker, die vorfahren wollen.


Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2920325/rettungsgasse-vor-webling-gilt-nicht-immer.story

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Rettungsgasse "funktioniert nicht 100-prozentig"

Die Einsatzkräfte ziehen nach zehn Tagen gemischte Bilanz: Vor allem auf mehrspurigen Autobahnen haben die Fahrer "Orientierungsprobleme".

Seit zehn Tagen müssen Autofahrer auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen die Rettungsgasse bilden. Manche Fahrzeuglenker haben noch so ihre Probleme damit und irren zwischen den Fahrspuren umher, andere wiederum nutzen den freien Streifen, um sich unerlaubt vorzuschummeln. Die Einsatzkräfte ziehen eine durchwegs positive Bilanz, auch wenn es noch nicht "100-prozentig funktioniert".

Probleme bereiten vorwiegend mehrspurige Fahrbahnen. Dort "kommt es leider noch zu vielen Missverständnissen, so dass es für uns Feuerwehren oft noch immer schwer ist, an den Einsatzort zu gelangen", hieß es vonseiten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes am Mittwoch. Die Helfer berichten von Fällen, wo Lenker umdrehen und in der gebildeten Rettungsgasse versuchen, bis zur nächsten Ausfahrt entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung retour zu fahren. Dies ist vor kurzem auf der Stockerauer Schnellstraße (S5) passiert, dort ist dem Einsatzfahrzeug ein solcher Autolenker entgegen gekommen.

Auch die Erfahrungen der Polizei zeigen, dass die Bildung der Rettungsgasse ganz gut im zweispurigen Bereich funktioniert. Auf drei- oder vierspurigen Fahrbahnen haben Autofahrer "teilweise Orientierungsprobleme". Von ähnlichen Erfahrungen berichten auch die Einsatzfahrer von ÖAMTC und ARBÖ.

Die Intention der Polizei in der Einführungsphase sei, nicht mit voller Härte zu strafen, hieß es aus dem Innenministerium. Die Regelung ist neu, Aufklärung und Bewusstseinsbildung stünden zunächst im Vordergrund. "Wir müssen zwischen Ernstfall und Prävention unterscheiden", meinte Bruckner. Bei einem Unfall hat die Versorgung der Beteiligten und die Absicherung der Unfallstelle Priorität. Da werde kaum ein Beamter am Pannenstreifen stehen und Strafzettel verteilen, sagte Bruckner. Wird allerdings ein Einsatzfahrzeug bei der Zufahrt behindert, wird gestraft.

Ein wichtiger Appell der Helfer: Die Rettungsgasse muss auch nach dem Passieren des ersten und nachfolgender Einsatzfahrzeuge erhalten bleiben und darf erst aufgelöst werden, wenn der Verkehr wieder fließt.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/allgemein/automotor/2920199/vorerst-gemischte-bilanz-zur-rettungsgasse.story
GLG
Martin

Re: Rettungsgasse
Antwort #17

"teilweise Orientierungsprobleme"


Also wer auf einer Autobahn 'Orientierungsprobleme' hat, dem sollte der Schein besser heute als morgen abgenommen werden... andererseits würde das erklären, warum das Rechtsfahrgebot auf österreichischen Autobahnen nicht mal als Empfehlung wahrgenommen wird: die Leute _wissen_ halt einfach nicht dass sie auf der 3. Spur unterwegs sind - wegen der Orientierung - da muss man halt ein bisserl nachsichtig sein...

Re: Rettungsgasse
Antwort #18
Bei 2 Spuren scheint's zu funktionieren:

http://www.rettungsgasse.com/de/rettungsgasse/sputter/blog/perfekte-rettungsgasse-vor-dem-plabutschtunnel/2179

Zitat

Vor dem Plabutschtunnel Richtung Slowenien löste am Dienstag ein LKW die Höhenkontrolle aus. Nach der daraus folgenden automatischen Tunnelsperre bildeten die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer eine perfekte Rettungsgasse - die Sperre dauerte nur wenige Minuten. In der Steiermark hat sich damit zum wiederholten Male gezeigt, dass das Prinzip der Rettungsgasse schon in den Köpfen der Autofahrer verankert ist.

  • Martin
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  • Styria Mobile Team
Re: Rettungsgasse
Antwort #19
Auf dem Bild vor dem Plabutschtunnel ist sehr gut zu erkennen, dass durch die Rettungsgasse der Verkehr Richtung Graz eigentlich massiv behindert wird. Vorher waren die beiden linken Spuren durch den Stau belegt und Fahrzeuge die nach Graz Nord unterwegs waren konnten rechts daran vorbeifahren solange der Stau noch nicht bis zum Beginn des Beschleunigungsstreifens der Auffahrt Gratkorn zurückreichte.

Dasselbe gilt für die Abfahrt Gratkorn Süd (Andritz).

Durch die Rettungsgassenregel kommt der komplette Verkehr viel schneller zum Erliegen. Ein Abfahren von der Autobahn wird auch noch erschwert.
Ich frage mich, warum man nicht einfach die Rettungsgasse am rechten Fahrbahnrand bilden muss. Dadurch würde die Möglichkeit zum Abfahren sowohl für normale Fahrzeuge als auch für Einsatzfahrzeuge sehr stark verbessert, wie es das Beispiel Graz Nord eigentlich auch beweist.
GLG
Martin

  • ptg
Re: Rettungsgasse
Antwort #20

Das kommt aber äußerst selten bzw. nur kurzfristig vor, da normalerweise bei einer längeren Plabutsch-Sperre automatisch über das Grazer Stadtgebiet umgeleitet wird. Abgesehen davon sind die Fahrspuren so breit, dass man ab der Auf-/Abfahrt normalerweise noch immer vorbeikommen sollte bzw. sollen/müssen diese freigehalten werden.
Wenn es sich bis zum Gratkorntunnel zurückstaut, fahren eigentlich alle Gratkorn/Andritz ab. Ich habe dort noch nie erlebt, dass sich da noch welche hinten anstellen.

Wenn man was finden will um etwas schlecht zu machen, wird man was finden.
Statt zur Kenntnis zu nehmen, dass in Österreich bzw. zumindest in der Steiermark die Rettungsgasse problemlos gebildet werden kann.

Dass man im morgendlichen, üblichen Frühstau beim Weblingerkreis keine Rettungsgasse bildet, ist nachvollziehbar. Allerdings glaub ich kann man als Pendler auf den 300 m zwischen der Trennung Plabutsch/Abfahrt Verteilerkreis und dem Verteilerkreis abschätzen, ob es der normale Morgenstau ist oder ein Unfall passiert ist und durch Abstand halten, kann man gegebenenfalls immer noch eine Rettungsgasse bilden.



  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Rettungsgasse
Antwort #21

Wenn es sich bis zum Gratkorntunnel zurückstaut, fahren eigentlich alle Gratkorn/Andritz ab. Ich habe dort noch nie erlebt, dass sich da noch welche hinten anstellen.

Ich fürchte eben dass durch die Bildung der Rettungsgasse das Abfahren dort nicht mehr möglich sein wird, außer man befährt verbotenerweise die Rettungsgasse.

Zitat

Wenn man was finden will um etwas schlecht zu machen, wird man was finden.
Statt zur Kenntnis zu nehmen, dass in Österreich bzw. zumindest in der Steiermark die Rettungsgasse problemlos gebildet werden kann.

Ich will nix schlechtmachen. - Lediglich sehe ich dort ein Problem, dass aufgrund der Bildung dieser zu vermehrten Staus führen kann.

Zitat

Dass man im morgendlichen, üblichen Frühstau beim Weblingerkreis keine Rettungsgasse bildet, ist nachvollziehbar. Allerdings glaub ich kann man als Pendler auf den 300 m zwischen der Trennung Plabutsch/Abfahrt Verteilerkreis und dem Verteilerkreis abschätzen, ob es der normale Morgenstau ist oder ein Unfall passiert ist und durch Abstand halten, kann man gegebenenfalls immer noch eine Rettungsgasse bilden.

Das Problem ist das das jeder anders sieht und auslegt...  :-\
GLG
Martin

Re: Rettungsgasse
Antwort #22
Wenn man die Argumentation vom Artikel über die Abfahrt Webling oben hernimmt, könnte man auch bei Graz-Nord sagen, dass so lange eine Fahrspur noch flüssig befahrbar ist, keine Rettungsgasse zu bilden ist.

Bzw. sollten diejenigen, die zwischen Gratkorn und Graz-Nord auf der "1. normalen/durchgehenden" (= mittleren) Spur stehen, ja nicht ganz nach rechts fahren, sondern rechts noch Platz für eine weitere Spur lassen (so als wäre das eine 3-spurige Autobahn), dann kann die rechte Spur (= Auffahrt Gratkorn bzw. Abfahrt Graz-Nord) ganz rechts noch fahren.

So würd ich's glaub ich machen.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Rettungsgasse
Antwort #23
Eben - das ist Auslegungssache und birgt das Problem des Gummiparagraphen in sich. -
Wenns jeder anders macht kann nur ein "Kauderwelsch" herauskommen.

Wenn man im Falle von Stau einfach so weit links fährt wie möglich wäre es mMn weniger kompliziert. - Gut es gibt auch ein paar Autobahnabfahrten auf der linken Seite, aber wesentlich weniger als rechts.
GLG
Martin

Re: Rettungsgasse
Antwort #24
Gott, bei solch bescheurten Beschreibungen wie für die A9 bei Webling braucht man sich nicht wundern dass sich keiner auskennt bei der Rettungsgasse.

Ausserdem würde dort die Rettungsgasse sowieso nur ca. bis zur Mitte der Kreisverkehrzufahrt gelten (ab Tunnelabzweigung), da dort ja das Autobahn-Ende Schild dazwischen steht. Keine Autobahn=keine Rettungsgasse.

Zusätzlich ist die Grafik der Kleinen sowieso falsch, da die RG ja zwischen 2. und 3. Spur gebildet wird, die Salzburg-Spur ja aber erst eine nachträgliche Verdoppelung erfährt und somit zuvor die RG sowieso falsch dargestellt ist da sie zwischen den Graz Spuren verlaufen müsste.

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: Rettungsgasse
Antwort #25
Zitat
2 Spuren scheint's zu funktionieren:

Richtig, die äußersten Spuren wissen immer (meistens) wo sie hin müssen. Die Autos auf den (bei 4-spurigen Autobahnen beiden) mittleren Streifen wissen die Leute allerdings nicht wo hin mit sich, dann kommt es eben zu einem Chaos.

Zitat
Auf dem Bild vor dem Plabutschtunnel ist sehr gut zu erkennen, dass durch die Rettungsgasse der Verkehr Richtung Graz eigentlich massiv behindert wird.

Wie will man das auf einem Foto erkennen? Woher weißt du, wie weit der Stau reicht und wie lange er schon besteht? Bei der Rettungsgasse hat man genau so viele Spuren wie ohne, nur fallen die Fahrstreifenwechsel weg. Und die paar Minuten mehr die man im Stau steht wird wohl jeder verkraften.
In Österreich ist der Grund für Staubildung sehr selten Überlastung (Ausnahme wäre der [Früh-]verkehr in Wien), sondern eher verminderte Kapazität aufgrund von Bauarbeiten oder Unfällen, welche eher plötzlich und nicht schleichend auftreten.
Bei Ersteren sind die Fahrstreifen sowieso sehr oft getrennt (einer auf der gegenüberliegenden Fahrbahn, einer auf der "richtigen") oder es gibt sowieso nur einen.
Bei Zweiterem wird die Sinnhaftigkeit wohl kaum zu hinterfragen sein. Die Ersthelferquote liegt in Österreich bei miserablen 17%, also ist das schnelle Eintreffen der Einsatzkräfte umso wichtiger.

Zitat
Ich frage mich, warum man nicht einfach die Rettungsgasse am rechten Fahrbahnrand bilden muss.

Das wäre sinnlos, erstens müssten sich sämtliche Fahrzeuge um eine Spur nach rechts bewegen (um auch den Pannenstreifen in Anspruch nehmen zu können), zweitens müsste sich die Rettung beim Auffahren um eine Spur quetschen. Am linken Rand wäre da schon geschickter.


Die Kleine Zeitung hat die Thematik unsinnigerweise verkompliziert. Auf Ab- und Auffahrten muss keine Rettungsgasse gebildet werden sondern wie gehabt dem Einsatzfahrzeug schleunigst Platz gemacht werden. Daraus resultiert: Auf der weiterfahrt zum Plabutschtunnel: Rettungsgasse bilden, auf der Abfahrt nicht.

Zitat
Gott, bei solch bescheurten Beschreibungen wie für die A9 bei Webling braucht man sich nicht wundern dass sich keiner auskennt bei der Rettungsgasse.

Das mag bei dieser Abfahrt stimmen, bei einer einfachen Autobahn ohne Abfahrt aber nicht.

Zitat
Keine Autobahn=keine Rettungsgasse.

Doch, auf Schnell- und Autostraßen muss sehrwohl eine Rettungsgasse gebildet werden.

Zitat von: Kleine Zeitung
Ein weiteres Problem sind undisziplinierte Lenker, die vorfahren wollen.

Führerscheinentzug für 3 Monate sollte das Problem lösen. :P

lg
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

  • ptg
Re: Rettungsgasse
Antwort #26
Webling ist als Beispiel sowieso denkbar ungünstig, da ja im Notfall die Einsatzkräfte aus der Stadt kämen und nicht vom Süden.  
Hier würden höchstens Rettungen die aus dem Süden (schon mit Patienten) zum UKH müssen im Stau stehen und die können über die Autobahnmeisterei/Tunnelwarte problemlos ausweichen.


@Martin:
Man muss nicht den Fahrstreifen räumen, sondern zwischen ganz linkem und dem zweiten von links eine Gasse bilden. Üblicherweise sind die Fahrstreifen 3,5 m breit + links noch ein halber Meter Platz. Bei einem LKW mit 2,5 m und einem "Ich könnte zwar im Gelände fahren, brauch das Fahrzeug aber nur um in der Stadt 2 Parkplätze zu blockieren"-PKW, kurz SUV, mit 2 m nebeneinander, kann der Pannenstreifen, Beschleunigungs-/Verzögerungsstreifen fast komplett frei bleiben bzw. bleibt noch genug Platz zum Abfahren. Im Übrigen ist im Bereich von Auf- und Abfahrten keine Rettungsgasse zu bilden.


Zitat
Richtig, die äußersten Spuren wissen immer (meistens) wo sie hin müssen. Die Autos auf den (bei 4-spurigen Autobahnen beiden) mittleren Streifen wissen die Leute allerdings nicht wo hin mit sich, dann kommt es eben zu einem Chaos.

Liegt wohl daran, dass die Leute gar nicht wissen auf welcher Spur sie fahren, sonst wäre im Wiener Raum nicht immer die 3. Spur mit Leuten, die mit 100 fahren, verstopft und die 2. frei.

Wenn einer das "hui, links von mir steht schon ein Auto"-Erlebnis hat einfach nach rechts und wenn einer das "hui, links von mir ist eine Leitplanke"-Erlebnis hat einfach nach links zu fahren, ist eigentlich nicht so schwer. (Naja vielleicht bei einigen Frauen könnte es mit links/rechts Probleme geben  :pfeifend: )

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Rettungsgasse
Antwort #27

Im Übrigen ist im Bereich von Auf- und Abfahrten keine Rettungsgasse zu bilden.

Wer weiß das?

Jetzt sind hier bei uns fast durchwegs Leute, die sich intensiv mit dem Thema Verkehr beschäftigen und beim Thema Rettungsgasse würde jeder anders reagieren, weil sie neu ist und es keine dezitierten Regeln für alle Eventualitäten gibt.

Auf der Straße sind auch eine Menge Autifahrer unterwegs, die sich nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigen. - Du kannst Dir vorstellen was da für ein Kauderwelsch herauskommt.
Meiner bescheidenen Meinung nach wäre es besser die Rettungsgasse ganz rechts zu bilden.  (Stauende Fahrzeuge links - rechts frei für Einsatzfahrzeuge)


Zitat
Ich frage mich, warum man nicht einfach die Rettungsgasse am rechten Fahrbahnrand bilden muss.

Das wäre sinnlos, erstens müssten sich sämtliche Fahrzeuge um eine Spur nach rechts bewegen (um auch den Pannenstreifen in Anspruch nehmen zu können), zweitens müsste sich die Rettung beim Auffahren um eine Spur quetschen. Am linken Rand wäre da schon geschickter.

Wenn die Rettungsgasse am linken Rand ist besteht für die Einsatzfahrzeuge keine Abfahrmöglichkeit. (ausser Abfahrt ist links)

Zitat

Führerscheinentzug für 3 Monate sollte das Problem lösen. :P

Richtig und eine saftige Geldstrafe dazu!
GLG
Martin

  • 200er
Re: Rettungsgasse
Antwort #28

Wenn man was finden will um etwas schlecht zu machen, wird man was finden.


So wird immer von Leuten argumentiert, die halt keine Gegenstimmen oder Zweifler hören wollen. Unrecht hat offenbar jedenfalls einmal der Kritiker, aber nicht der oder das Kritisierte.  >:(


Allerdings glaub ich kann man als Pendler auf den 300 m zwischen der Trennung Plabutsch/Abfahrt Verteilerkreis und dem Verteilerkreis abschätzen, ob es der normale Morgenstau ist oder ein Unfall passiert ist und durch Abstand halten, kann man gegebenenfalls immer noch eine Rettungsgasse bilden.


Die Verpflichtung zur Bildung einer Rettungsgasse macht aber keinen Unterschied, ob sich der Stau aufgrund eines Unfalls bildet oder ob es ein "üblicher" Stau ist. Es geht nämlich nicht nur um Einsatzfahrzeuge, die zu einem an Ort und Stelle passierten Unfall fahren wollen, sondern auch um Einsatzfahrzeuge, die den betreffenden Stau passieren müssen, weil sie ganz woanders hinwollen.

lg 200er

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: Rettungsgasse
Antwort #29
Zitat
Auf der Straße sind auch eine Menge Autifahrer unterwegs, die sich nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigen.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Richtigerweise wird die Rettungsgasse sehr intensiv beworben (und die Fernsehwerbung kann sich mMn auch sehen lassen), das sollte an keinem Spurlos vorrüber gehen.
Das System "Ich mache einmal im Leben den Führerschein und fahre dann 60 Jahre damit" ist IMO sowieso veraltet, falsch und gehört geändert. Alle 5 oder 3 Jahre eine Weiterbildung für neue und eine Auffrischung für alte Verkehrsregeln wäre auf jeden Fall angebracht.

Zitat
So wird immer von Leuten argumentiert, die halt keine Gegenstimmen oder Zweifler hören wollen.

Man kann aber an allem etwas Negatives finden, wenn man will. So wichtige Verkehrregeländerungen sollten meiner Meinung nach aber schon diskutiert werden...

Zitat
Wenn die Rettungsgasse am linken Rand ist besteht für die Einsatzfahrzeuge keine Abfahrmöglichkeit. (ausser Abfahrt ist links)

Sorry, war ein Denkfehler (ich dachte mit Rettungsgasse rechts meinst du Autos rechts).

Zitat
Webling ist als Beispiel sowieso denkbar ungünstig, da ja im Notfall die Einsatzkräfte aus der Stadt kämen und nicht vom Süden.  

Das kann man pauschal nicht sagen. Wenn gerade ein Krankentransport von Süden nach Graz fährt und ein Unfall am Weblinger Gürtel passiert ist wird vermutlich der als Erster dort sein.

A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro