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Thema: Elektromobilität (12688-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
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Elektromobilität
Elektromobilität: Konferenz in Graz

Am Mittwoch und Donnerstag läuft in Graz die große Elektromobilitätskonferenz. Die gerne als Öko-Alternative gepriesenen E-Autos kommen nur langsam in die Gänge.

Groß war die Euphorie, als Graz und Umgebung zu einer von fünf österreichischen "Modellregionen Elektromobilität" erhoben wurden. Mit 20 Millionen Euro sollte der Markt für strombetriebene Fahrzeuge angekurbelt werden, 500 E-Autos sollten innerhalb von drei Jahren auf die Grazer Straßen kommen, betankt an 150 öffentlichen Ladestationen. Das regionale Verkehrssystem sollte rasch fit für die neuen Anforderungen gemacht werden. Das war im Herbst 2010.

Mehr als ein Jahr später ist von alldem noch nicht viel Realität. Zwar gibt es in Graz 30 öffentliche Stromtankstellen - die Elektroautos dazu fehlen aber. Ganze 27 E-Autos wurden im Vorjahr landesweit neu zugelassen, knapp zwei Drittel davon in Graz. Im Vergleich zum Jahr davor ist das zwar eine Steigerung um das Fünfeinhalbfache. Neuzulassungen von gewöhnlichen Autos mit Verbrennungsmotor gab es aber immer noch 1776-mal mehr.

Verantwortlich für den schleppenden Start der von der Politik gepriesenen Öko-Alternative im Straßenverkehr ist der hohe Anschaffungspreis. Die Industrie hat die Entwicklung der Batterietechnik jahrelang verschlafen. Die Kosten sinken nun zwar und die Reichweiten der Stromautos nehmen langsam zu. Mit den konventionellen Fahrzeugen halten sie preislich dennoch nicht mit. So hat das Wirtschaftsmagazin "Trend" erhoben, dass sich der Kauf eines Mitsubishi i-MiEV (nach Förderungen rund 30.000 Euro) im Vergleich zu einem Opel Corsa (rund 13.000 Euro Kaufpreis) im Schnitt erst nach 24 Jahren rechnen würde. Für ein Auto ein unkalkulierbarer Zeitrahmen.

So verwundert es nicht, wenn laut Verkehrsclub Österreich sieben von zehn neuen E-Autos gar nicht von Privatpersonen, sondern von der öffentlichen Hand oder von Firmen wie Energieunternehmen gekauft werden. Letztere schielen seit Jahren auf das erhoffte (Strom-)Geschäft mit den E-Flitzern. So betreibt die Energie Steiermark landesweit rund 30 öffentliche Stromtankstellen und bietet Komplettlösungen für private Heimladestationen. Dass der Andrang bei den E-Autos noch mager ist, schreibt Konzernchef Oswin Kois auch der Politik zu. "Da ist im letzten Jahr überhaupt nichts weitergegangen. Dringend nötig wäre eine Verknüpfung der E-Mobilität mit dem öffentlichen Verkehr."

Ein Befund, den eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer bestätigt. So seien in Modellregionen wie Graz "bisher kaum Schritte zur Verwirklichung" der gesteckten Ziele gesetzt worden.

Doch sind die Elektroautos überhaupt die ökologischere Lösung? Betankt mit dem durchschnittlichen österreichischen Strommix, käme etwa der i-MiEV auf 39 Gramm CO2-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer. Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ein sehr guter Wert. Beim kohlelastigen chinesischen Strommix wäre ein Elektroauto dagegen klimaschädlicher als ein konventionelles. Klimaneutral fahren die E-Autos nur mit Ökostrom.
GÜNTER PILCH


FAKTEN

Unter dem Slogan "Ab in die Zukunft" findet am 25. und 26. Jänner in der Grazer Stadthalle die E-Mobility-Konferenz 2012 statt. Internationale Experten geben in Referaten Einblick in Technik, Verkehrsplanung und Mobilitätsstrategien.
Parallel läuft die dritte Expo für Elektromobilität mit neuen Modellen und Probefahrten.


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DER AUFWECKER!

Wenig Einfluss

Bis 2020 sollen 15 Prozent aller Autos in Graz und Umgebung elektrisch betrieben werden. So hat es sich die "Modellregion E-Mobilität" rund um die Landeshauptstadt vor mehr als einem Jahr vorgenommen.
Macht sich politisch gut, strahlt Macherimage aus. Ob dieses Ziel aber tatsächlich erreicht wird, darauf wird die lokale Politik in Wahrheit nur sehr begrenzten Einfluss haben. Sie kann begünstigende Rahmenbedingungen schaffen, viel mehr aber nicht.
Entscheidend bleibt: Solange Elektroautos mehr kosten als die herkömmlichen Modelle, kaufen sie bestenfalls Idealisten, Liebhaber oder imagebewusste Firmen.

Dass sich das Preisgefüge bald ändert, ist nicht auszuschließen. Die Akkus werden günstiger und die Reichweiten der Autos wachsen an. Ist ein gewisser Punkt erreicht, kann sich der Markt binnen weniger Jahre revolutionieren. Das hat die Welt bei den Handys genauso erlebt wie bei der Digitalfotografie oder dem Internet.

Ob die Politik das zuvor so geplant hatte oder nicht, war noch in den wenigsten dieser Fälle relevant.

Sie erreichen den Autor unter

guenter.pilch@kleinezeitung.at
GÜNTER PILCH

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/allgemein/automotor/2928684/elektromobilitaet-konferenz-graz.story
  • Zuletzt geändert: April 27, 2012, 10:48:22 von Martin
GLG
Martin

  • Martin
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Re: Elektromobilität: Konferenz in Graz
Antwort #1
Ergänzend noch die Stellungnahmen von Politik und Wirtschaft - Pressetexte:

E-Mobilität zum Angreifen: Graz schlägt als erste Stadt Europas ganz gezielt neue Wege ein - mit der ,,e-mobility conference 2012". Die  dritte größte ,,e-mobility-conference" findet am 25. und 26 Jänner 2012 in Graz statt.
Alle Infos zum Programm finden Sie unter: http://emobility-austria.at/




Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister Stadt Graz

Im dritten Jahr der e-mobility-conference sind abermals mehr Referenten und mehr Anmeldungen von Besuchern zu vermelden. Es wird klar: die Positionierung der Stadt Graz als Kompetenzzentrum in Sachen Elektro-mobilität ist gelungen.

Wie schon in den letzten Jahren, lautet das übergeordnete Ziel der e-mobility die nachhaltige Senkung der CO2-Emissionen, durch die Einführung der Elektromobilität zu erreichen. Die Einführung der Konzepte, welche die Nutzung der Elektromobilität durch den Endverbraucher ermöglichen, nimmt immer konkretere Formen an. Dies ist nicht zuletzt auf die e-mobility-conference zurückzuführen, mit der sich Graz auf diesem Geschäftsgebiet der Zukunft, als Kompetenzzentrum positionieren konnte.

Im letzten Jahrzehnt ist es uns gelungen Graz international bekannter zu machen. Wie sind bekannt als Kulturhauptstadt, wir sind Menschenrechtsstadt und City-of-Desgin. Doch jedes Jahr aufs neue tritt ein Titel unserer Stadt in den Vordergrund, den ich vergessen machen möchte. Ich meine natürlich den der Feinstaub-Hauptstadt Graz. Bis zum Jahr 2030, soll das Thema Feinstaub der Geschichte unserer Stadt angehören, wenn es nach den Plänen des Bürgermeisters geht.

Deshalb ist es notwendig, viel Geld in die Hand zu nehmen, um die Projekte der Elektromobilitäts-Modellregion Graz voranzutreiben. Denn wir wollen die Chancen der Elektromobilität gemeinsam mit den Wirtschaftstreibenden der Stadt wahrnehmen und es schaffen, die saubere Mobilität auf breiter Basis in unseren Alltag zu integrieren.

Wir alle wissen, dass die Preise für herkömmliche Treibstoffe in Zukunft weiter steigen werden. Deshalb wird der Umstieg auf Alternativen zu den fossilen Energieträgern für viele bald eine Notwendigkeit sein. Um diesen Vorgang in absehbarer Zukunft meistern zu können, müssen wir schon jetzt daran arbeiten und die Infrastruktur schaffen, die Elektromobilität alltagstauglich macht.

Man darf sich selbst keine Denkverbote auferlegen. Umweltzonen und Fahrverbote im Stadtgebiet könnten fester Bestandteil unseres zukünftigen Mobilitätskonzeptes sein. Er begründet dies damit, dass bisherige Kampagnen, die zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel motivieren sollten, allesamt nicht besonders erfolgreich waren.

Da wir die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mit solchen möglichen Maßnahmen aber nicht vor den Kopf stoßen wollen, sorgen wir mit unserer Elektromobilitätsoffensive schon heute vor. Wenn es in Zukunft möglich ist, die Wege des Alltags mit einem durch grünen Strom betankten Fahrzeug zurückzulegen und sich längere Strecken in Verbund mit öffentlichen Verkehrsmittel schnell und günstig zurücklegen lassen, dann kann jede Grazerin und jeder Grazer mit gutem Gewissen mobil sein.

Um dieses Ziel zu erreichen ist aber nicht nur Handeln von Seiten der Kommunen und der Wirtschaft gefragt. Es bedarf einer vereinheitlichten Bauordnung in ganz Österreich, welche für alle privaten Neubauten zwingend die Vorkehrung für Ladestationen und für öffentliche Neu- und Umbauten sowie für Parkhäuser, Einkaufszentren, Kinos, Unis etc. zwingend die Installation von Ladestationen vorschreibt. Um den Wirtschaftstreibenden damit nicht zu schaden fordert Nagl, auch in Zeiten der Budgetknappheit einen Ausbau der Förderungen. Denn letztendlich liegt in der technologischen Innovation Elektromobilität auch eine Chance die Konjunktur wieder anzukurbeln und nachhaltig neue Industrien und High-Tech-Unternehmen in Österreich zu etablieren.

Um all diese Maßnahmen in den Köpfen der Bevölkerung präsenter zu machen und der Elektromobilität ein einheitliches Gesicht zu geben fordert Siegfried Nagl auch, dass österreichweit ein einheitliches Branding für Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität  geschaffen wird, dessen Verwendung Voraussetzung ist, um Fördermittel zu bekommen.




Mag. Barbara Muhr, Vorstand Holding Graz

Elektromobilität im Großraum Graz nimmt Fahrt auf Bewusstseinsbildung mit innovativen, nachhaltigen Projekten und attraktiven Mobilitätsangeboten.

Nach dem intensiven Aufbau der notwendigen gesellschaftsrechtlichen und organisatorischen Strukturen ist die ,,E-mobility Graz GmbH", die sich aus den drei Gesellschaftern - Energie Steiermark, Energie Graz und der Holding Graz zusammensetzt - in der ,,Modellregion Graz und Umgebung" aktiv geworden.  Holding Graz Vorstandsdirektorin Mag. Barbara Muhr: ,,Bei der Modellregion handelt es sich - wie der Name schon sagt - um ein Modell, dass verschiedene Tests gemeinsam mit Unternehmen initiiert. Mit internationalen Großveranstaltungen wie der ,,e-mobility Conference" und laufenden Forschungsprojekten betreiben wir Bewusstseinsbildung. Und forcieren das Marketing von Dienstleistungen für die Anschaffung bzw. Vermietung/Verkauf von E-Fahrzeugen".


Kostenlose E-Tankstellen an Knotenpunkten und stark frequentierten Plätzen

•​Standort: Citypark Graz, Lazarettgürtel 55,
​8020 Graz
•​Standort: Universität Graz, Bibliothek,
​Universitätsplatz 3, 8010 Graz
•​Standort: Sport- und Wellnessbad Auster,
​Janzgasse 21, 8020 Graz
•​Standorte: Spar- und Merkurmärkte sowie
​in Umlandgemeinden

Neu:

•​Standort: Andreas-Hofer Platz direkt vor dem
​Gebäude der Holding Graz


,,Geidorf-Center" als Smart-City Vorzeigeprojekt

Unter der Projektentwicklung von Fleissner + Partner sowie der Energie Graz wird den  BewohnerInnen  modernste umweltfreundliche Energieversorgung und E-Mobilität geboten. Aus den Photovoltaikanlagen am Dach des Hauses fließt der Grünstrom direkt in die Wohnung bzw. zum E-Fahrzeug in der Tiefgarage. Insgesamt stehen 17 moderne Ladestellen auf verschiedenen Etagen zur Verfügung und ermöglichen den BewohnerInnen und BesucherInnen den einfachen Umstieg auf die Mobilität der Zukunft.


Neu: E-Mobility Shop als Beratungscenter in der Jakoministraße

Mitten in Graz, direkt neben dem Mobilitäts- und Vertriebscenter der Graz Linien in der Jakoministraße entsteht gerade ein Elektromobilität-Infopoint. Dort stehen alle Informationen zur Elektromobilität zur Verfügung und es können z.B. Elektroräder getestet oder gekauft werden. Die Eröffnung findet in den nächsten Wochen statt.


33 E-Autos sind in der Modellregion unterwegs

Mittlerweile haben die Gesellschafter, allen voran die Holding Graz, auch begonnen, sukzessive ihren Bestand an Autos umzustellen. Elektroautos werden dabei in allen Bereichen eingesetzt. Aktuell sind in der gesamten Modellregion über 30 neue Autos im Einsatz. Bis 2014 werden in der Holding 250 Elektro-Autos ausgetauscht und im Einsatz sein. Ein Vergleich mit Deutschland: Im Vorjahr wurden rund 800 Elektroautos neu zugelassen- bei einem Bestand von 42 Millionen Pkw. In der Steiermark wurden rund 60.000 PKW neu zugelassen. Zusätzlich setzen u.a. folgende Unternehmen in der Modellregion auf elektrische Mobilität:
Saubermacher Dienstleistungs AG, Energie Steiermark; Stadtgemeinde Schladming; KWB - Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH; Haustechnik Zieserl GmbH, Graz; Elektro Großschädl GmbH, Vasoldsberg; Zottmann GmbH, Judendorf/Straßengel; Elektro Schröttner GmbH, St. Peter/Ottersbach; Autohaus Edelsbrunner, Graz; Autohaus Fleck; Anton Paar; KWB


Kostenloses Parken in allen Grazer Parkzonen

Inhaber eines Elektroautos bekommen von der ,,E-mobility Graz GmbH" eine Ausnahmegenehmigung für die Grazer Parkzonen. Gratis Parken ist im Rahmen der jeweiligen maximalen Parkdauer möglich.


2-Stundenweise E-Auto mieten für 9,90 Euro plus Bonus für JahreskartenbesitzerInnen

Mit dem Autoverleih Hertz läuft gerade eine Kooperation, die gut angenommen wird. Der e-mobile Shuttledienst zwischen Andreas Hofer Platz und dem Airport bietet ein erstes Konzept, das ausgebaut wird: Die Verbindung der Elektromobilität mit unseren Produkten, um so unseren Kunden einen Benefit zu gewähren. Bei dieser Aktion werden seit 19. Dezember 2011 bis, mittlerweise aufgrund des Erfolgs bis Ende März 2012 verlängert, zwei Elektroautos zur Verfügung gestellt, die um 9,90 € für zwei Stunden gemietet werden können!  InhaberInnen von Jahreskarten der Graz Linien haben einen zusätzlichen Vorteil und zahlen nur 6,90 €.  In diesen zwei Stunden kann das E-Auto zum Beispiel als persönliches Flughafenshuttle eingesetzt werden. Abgegeben wird das Elektroauto praktischerweise gleich bei der Niederlassung der Hertz Autovermietung am Flughafen. Das funktioniert auch auf umgekehrtem Wege - wenn man beispielsweise von einer Reise zurück kehrt und sich ein Elektroauto für die Fahrt vom Flughafen nach Hause holt. Selbstverständlich können die Peugeots auch für alle anderen Fahrten in diesem Zeitrahmen genützt werden.


E-Mobil durch unsere Stadt

E-Mobilität ist auch I-Mobilität, also intelligente Mobilität, die mittels kombinierter Mobilitätsprodukte die Antwort auf die unterschiedliche Bedürfnisse und die Wahlfreiheiten der NutzerInnen bei den Verkehrsmitteln gibt. Die Kombination aus Öffentlichem Verkehr, Elektrorädern und ,,normalen Rädern" stehen dabei im Vordergrund.


Erste Mobilitäts-Kombinationsprodukte

Eines der Ziele der ,,Modellregion Graz und Umgebung" ist es, das Mobilitätsverhalten der BürgerInnen zu verändern und durch kombinierte Produkte eine echte Alternative zum Privatfahrzeug zu schaffen. Mit den Leasing-Angeboten für E-Autos und den Kombi- Angeboten zB. ,,Elektro-Rad und Linien-Jahreskarte", die im Verkaufsfolder der ,,E-mobility Graz GmbH" zu finden sind, werden allen Interessierten erste Alternativen angeboten.


Premiere in den Grazer Öffis: Mit dem (Falt)rad in Bus und Bim

Aus Platzgründen ist in den Beförderungsbedingungen das Mitnehmen von Fahrrädern in Bus und Bim nicht möglich. Ein E-Bike hingegen ist faltbar, hat in einer Tragetasche Platz und kann somit in die Öffis mithinein genommen werden.




Dr. Robert Fischer, Geschäftsführer AVL List GmbH

Vielleicht wird es nicht so schnell gehen, wie viele erwarten, aber die Elektrifizierung des Antriebs wird kontinuierlich und unaufhaltsam zunehmen. Wobei Elektrifizierung nicht nur reine Elektrofahrzeuge sondern auch Elektrofahrzeuge mit Range Extender, PlugIn Hybride und auch Hybride umfasst. Elektrofahrzeuge haben sicher eine große Menge an Vorteilen, eine Herausforderung wird uns aber noch für längere Zeit begleiten: Das Thema der Batterie bezüglich Kosten, Gewicht und Sicherheit. Hier hilft ein Range Extender, also ein Verbrennungsmotor als Notstromaggregat die Batterie zu verkleinern und damit zu verbilligen und zusätzlich die Reichweite zu erhöhen. AVL entwickelt neben innovativen Lösungen für Batterien auch zukunftsweisende Systeme für Range Extender. Eine vielversprechende Lösung wird im A1 etron im Flottenversuch eingesetzt. Hybride sind im Markt schon erhältlich und auch bekannt. PlugIn Hybride sind Hybridfahrzeuge mit einer größeren Batterie und einer damit möglichen  größeren elektrischen Reichweite. AVL arbeitet seit 18 Jahren an Hybridlösungen.

Für Fahrzeughersteller stellt sich die Herausforderung, die Vielzahl der möglichen Lösungen mit vertretbaren Kosten darstellen zu können. AVL bietet hierzu einen systemhaften und dabei auch modularen Ansatz. Das AVL Konzept eFusion ist für den jeweiligen Anwendungsfall optimiert, bietet aber Gleichteile zwischen Hybrid, PlugIn Hybrid, Range Extender und reinem Elektrofahrzeug. Durch die Mehrfachverwendbarkeit von Komponenten in verschiedenen Fahrzeugkonzepten ergeben sich durch die größere Stückzahl kostensenkende Effekte. Damit setzt AVL nach dem sehr viel Interesse findenden Range Extender Konzept einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur bezahlbaren Elektrifizierung. Denn nur wenn die Konzepte bezahlbar sind, werden sie sich auch im Markt breit genug durchsetzen.




Ing. Josef Herk, Präsident WK Steiermark

Mit dem Ausbau der Elektromobilität wird es uns gelingen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen deutlich zu reduzieren. Dadurch entstehen auch neue, wesentliche Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Österreich - die Automobilzuliefer-Branche, Energieversorger, kommunale Dienstleister sowie Elektronikbetriebe profitieren davon.

Die Wirtschaftskammer Steiermark sieht eine ihrer Kernkompetenzen darin, den heimischen Wirtschaftstreibenden die Garantie eines branchen-übergreifenden Netzwerkes zu bieten, das neben Wertschöpfung und Jobgarantie auch die heimische Innovationskraft vorantreibt. Als Zeichen in diese Richtung startete die steirische WK im Jahr 2012 eine Aktion für die  einigen Mitgliedsbetriebe in Kooperation mit der Modellregion Graz (Energie Steiermark, EGG und der E-Mobility GMBH), dass jedes Unternehmen, das ein E-Auto anschafft eine eigene Ladesäule dazu erhält. ,,Mir ist es wichtig, dass wir als Vertretung der Wirtschaft eine fächerübergreifende Vorreiterrolle einnehmen und ein nachhaltiges Zeichen setzen", sagt WK-Präsident Josef Herk, ,,ich finde, die Themenbereiche der E-Mobilität und alternative Antriebe verfügen über das Potential unser Mobilitätsdenken neu zu ordnen."

Auch in der WK-Steiermark findet Elektromobilität:  Spätestens im Feber d. J. wird vor dem Zentralgebäude der WK in der Körblergasse eine eigene E-Tankstelle, die bereits geordert wurde, installiert werden.




DI Dr. Gerfried Jungmeier, Joanneum Research

Im Rahmen unserer nationalen und internationalen Forschungsaktivitäten zur Markteinführung von Elektro-Fahrzeugen in den letzten Jahren, haben sich insbesondere im letzten Jahr folgende aktuellen Erkenntnisse ergeben
1. Es gibt im Autohandel die ersten Batterie-Elektro-Fahrzeuge von bekannten Automarken zu kaufen, die mit entsprechenden Servicepaketen angeboten werden. Die Verkaufspreise sind allerdings im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen unter anderen aufgrund der geringen Stückzahlen und der Batterie etwa doppelt so hoch.
2. In Österreich gibt es derzeit etwa 1.000 Batterie Elektro-Fahrzeuge, das sind etwa 0,02% des aktuellen PKW-Bestandes von 4,5 Mio. in Österreich. Die meisten dieser Elektro-Fahrzeuge werden im Alltagsbetrieb in einer der 5 Österreichischen Elektro-Mobilitäts-Modellregionen genutzt (Vorarlberg, Salzburg, Graz, Wien und Eisenstadt).
3. International laufen die Entwicklungen und Vorbereitungen zur breiten Markteinführung von Elektro-Fahrzeugen auf Hochtouren, die aktuellen Entwicklungsfortschritte und ,,Rückschläge" haben jedoch die zu Beginn z.T. überzogenen optimistischen Erwartungen in eine realistische Richtung gelenkt.
4. Die Umweltvorteile von Elektro-Fahrzeugen, wie Emissions- und Lärmreduktion, sind nach wie vor die Hauptargumente für die breite Markteinführung. Diese Umweltvorteile können jedoch nur unter bestimmten Rahmenbedingungen tatsächlich realisiert werden, wie z.B. Erzeugung von zusätzlichen erneuerbaren Strom - was angesichts der nach wie vor hohen Investitionstätigkeit in Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen eine sehr große Herausforderung darstellt
5. Es wurde zum allgemein anerkannten Stand des Wissens, dass die Umweltbewertung von Elektro-Fahrzeugen nur im gesamten Lebenszyklus ,,von der Wiege bis zur Bahre" möglich ist, d.h. Lebenszyklusanalyse der Herstellung, Betrieb und Entsorgung der Fahrzeuge, Batterie und Strom-Infrastruktur (inkl. Stromerzeugung). Aufgrund der langjährigen Erfahrungen von JOANNEUM RESEARCH bei der Umweltbewertung mit Lebenszyklusanalysen wurden wir von der Internationalen Energieagentur (IEA) beauftragt, die neu gegründete internationale Arbeitsgruppe ,,Life Cycle Assessment of Electric Vehicles" fachlich und organisatorisch ab 1.1.2012 zu leiten, an der die 15 Länder des IEA Implementing Agreement ,,Hybrid & Electric Vehicles" mitarbeiten.




Mag. Heike Wolf-Nikodem, Spar Steiermark

SPAR macht Elektromobilität alltagstauglich und ist Pionier mit dem Einsatz des ersten Voll-Hybrid LKW von VOLVO

Als erstes österreichisches Handelsunternehmen startete SPAR eine echte Großoffensive in Sachen Elektromobilität.
Das Projekt begann im Frühjahr 2010. Seit diesem Zeitpunkt verkauft SPAR bei allen steirischen Standorten ganzjährig E-Bikes um dem Kunden den Umstieg auf E-Bikes zu erleichtern, vor allem in einer leistbaren Preiseinstiegsklasse. Ab Mitte März 2012 wird die Produktpalette um E-Scooter und Anhänger für E-Bikes erweitert.

Ziel der Aktion ist, den Auto-Verkehr, der durch kurze Einkaufsfahrten entsteht, und der für einen hohen CO2-Ausstoß verantwortlich ist, deutlich zu reduzieren.

SPAR Steiermark verkauft nicht nur E-Bikes, sondern sorgt auch mit der Errichtung von 50 E-Tankstellen bei denen Kunden während des Einkaufes bei SPAR kostenlos ihr E-Bike aufladen können für mehr Akzeptanz von Elektromobilität.

SPAR fördert damit aktiv den klimafreundlichen Verkehr und macht das Thema ,,Elektromobilität" einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Im Dezember 2011 eröffnete der erste SPAR-Klimaschutz-Supermarkt in der Landeshauptstadt Graz. Der Supermarkt verbraucht nur so viel Energie wie er selbst erzeugt, und mit einer geplanten Wasserkraftturbine im angrenzenden Schleifbach wird der  Supermarkt sogar energieautark und somit auch CO2-neutral.
Damit leistet SPAR einen Beitrag und unterstützt die Bemühungen der Stadt Graz für eine Reduktion der Feinstaubbelastung.

Ein weiterer Meilenstein in Sachen Elektromobilität ist der neue Hybrid-LKW. Exklusiv für das österreichische Handels-unternehmen ist seit September 2011 der erste 26-Tonnen-Vollhybrid-Lkw im deutschsprachigen Raum unterwegs, der auch bei der E-Mobility Conference am 25. und 26. Jänner 2012 in Graz ausgestellt sein wird. Gemeinsam mit Volvo Trucks, dem Hersteller des Vollhybrid-Lkw, wird eine neue Ära der Logistik eingeläutet.
Weniger Abgase, weniger Treibstoff, weniger Lärm!




Mag. Fredrik Klevenfeldt (VOLVO Trucks)

Österreich ist ein Land, welches in Punkto Forderungen von umweltschonenden Antriebstechnologien wie EEV und Euro 6 Emissionsklassen als europäischer Spitzenreiter gilt. Die Transportbranche ist der starken Forderung nach Reduzierung des Schadstoffausstoßes ausgesetzt. Die serielle Fertigung von Volvo Hybrid Lkw und Bussen sehen wir als einen bedeutenden Meilenstein um dieser nachzukommen.

Wir als Volvo sehen uns als Teil des Problems, aber wir sind auch Teil der Lösung. Volvo ist der Anbieter mit der innovativen Führerschaft im Bereich Hybridantrieb für Stadtbusse und schwere Nutzfahrzeuge. Mit dieser serienreifen Technologie haben wir bereits großes Interesse in der Öffentlichkeit geweckt. Wir können heute mit dem Volvo FE Hybrid Lkw und 7700 Hybridbus der Nachfrage nach einer ökologischen Personen- und Güterbeförderung in urbanen Ballungsräumen nachkommen.

Mit dem Hybridantrieb haben wir eine Lösung die sowohl Kraftstoff- als auch die Lärmemission deutlich reduziert. Für den Unternehmer erhöht sich die Effizienz und Wirtschaftlichkeit, da bis zu 20 % weniger Kraftstoff verbraucht wird, mit dem zusätzlichen Effekt der reduzierten Geräuschentwicklung für die Bevölkerung. Ein weiteres wichtiges positives Resultat unserer Hybrid Technologie zeigt sich in der verringerten Feinstaubbelastung in urbanen Gebieten. Unsere Bemühungen und Investitionen in Forschung und Entwicklung von neuen alternativen Antriebstechnologien unterstreichen, dass wir uns von Volvo der ökologischen Herausforderung stellen.
Unsere Ziele hier in Österreich sind klar definiert: wir als Volvo Austria wollen die innovative Führerschaft als Hersteller und Anbieter von Hybridantrieb im Segment Stadtbusse und schwere Nutzfahrzeuge einnehmen. Wir wollen mit diesen Produkten unsere Stellung am Markt weiter ausbauen und festigen.
GLG
Martin

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Elektromobilität
Antwort #2
Neueröffnung!

Am 27. April eröffnet das ,,mobility Center" mitten in Graz, direkt neben dem Mobilitäts- und Vertriebscenter der Graz Linien in der Jakoministraße 1, eine Anlaufstelle für Elektromobilität.

Die e-mobility GmbH bietet mit ihrem neu eröffneten Center die Adresse für Verleih und Vermittlung von E-Fahrzeugen sowie alles Wissenswerte rund um die Elektromobilität in der Modellregion Graz. Im ,,mobility Center" stehen ab sofort zahlreiche Informationen rund um die Elektromobilität zur Verfügung und es können z.B. Elektroräder vor Ort getestet oder gekauft werden. Damit können die KundInnen vom einstündigen Kurztrip bis zur dauerhaften Nutzung die Vorteile der Elektromobilität erfahren, sich ihr passendes Nutzungskonzept gestalten oder sich mit ExpertInnen austauschen. Die unmittelbare Nachbarschaft zum wichtigen Vertriebscenter der Graz Linien macht es möglich, den Neu- und Langzeit-ÖV-KundInnen intelligente Kombinationsprodukte als kostengünstige und ökologisch nachhaltige Alternative zum Privatfahrzeug anzubieten.


Erste Mobilitäts-Kombinationsprodukte

Innovative Kombinationsprodukte für den Öffentlichen Verkehr und die Elektromobilität sollen das Mobilitätsverhalten der BürgerIn­nen schrittweise verändern und eine echte Alternative zum Auto in der Stadt schaf­fen. Mit den laufenden Leasing-Angeboten für E-Autos und den Kombi- Angeboten zB. ,,Elektro-Rad und Linien-Jahreskarte", die im aufliegenden Verkaufsfolder der ,,E-mobility Graz GmbH" zu finden sind, werden interessante Alternativen angeboten.



E-(S)Pass als besonderes Einstiegsangebot

Mit dem E-(S)Pass bietet das ,,mobility Center" ein attraktives Erstangebot, um sich E-Fahrzeuge auszuleihen und zu testen. Beim Kauf einer Jahres- oder Halbjahreskarte im Mobilitäts- und Vertriebscenter der Graz Linien kann ein verbilligter E-(S)Pass bezogen werden. Dieser kostet so 19 Euro, statt des Normalpreises von 38 Euro und bietet insgesamt 21 Stunden (20 Stunden à 1,90 Euro plus eine Stunde gratis) Fahrspaß mit dem E-Bike, dem E-Scooter oder einem E-Auto. Das heißt: Hochmoderne E-Autos wie der Twizzy oder auch der ION gibt es für einen Tag schon um 19 Euro.



Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 9.00-17.00 Uhr

Das Team vom "mobility Center" freut sich auf Ihren E-Besuch.

Quelle: Holding Graz

GLG
Martin

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Elektromobilität
Antwort #3
Zitat
Neueröffnung!


Irgendwie scheint diese Sache schlecht bis gar nicht kommuniziert zu sein. Außer einer Grafik auf http://emobility-graz.info/ ist im Netz nix darüber zu finden. Merkwürdig.  >:(
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


  • crius

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Elektromobilität
Antwort #5
Heute und Morgen findet in der Stadthalle die internationale E-Mobility Conference & Expo 2013 statt.



Unter den Ausstellern, Referenten und Teilnehmern finden sich neben den führenden Unternehmen in Sachen Elektromobilität auch viele politische Funktionäre aus der ganzen Welt.


12 m Solaris Urbino Electric


Sowie ein alter Bekannter:


GLG
Martin

Re: Elektromobilität
Antwort #6
Bleibt der Solaris Solaris Urbino electric 12m auch in Graz oder geht der gleich wieder nach Polen zurück? Denn der Solaris Urbino electric welcher Ende Oktober 2012 in Graz war hat mir eigentlich recht gut gefallen, nur was ich schade finde, dass etwa der MAN Lion´s City Hybrid oder Mercedes Citaro G Hybrid nicht vertreten sind.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Elektromobilität
Antwort #7
Die Grazer E-Deklaration:



Unterschrieben von Ehrengästen und Vortragenden.
GLG
Martin

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Elektromobilität
Antwort #8
Elektromobilität: So will Graz zum Vorreiter werden

Fünf Projekte der Modellregion Großraum Graz werden vom Klima- und Energiefonds mit insgesamt 500.000 Euro gefördert.

Von der Vorgabe 20/20/20, also Österreichs gesteckten Klimazielen, ist man derzeit noch meilenweit entfernt: 20 Prozent weniger CO2-Ausstoß, 20 Prozent-Anteil an erneuerbarer Energie, 20 Prozent bessere Energieeffizienz (alles auf Basis 1990). Bürgermeister Siegfried Nagl ist ein hartnäckiger Verfechter dieser Ziele. "Wir wollen Graz in den nächsten fünf Jahren als die smarteste Stadt Österreichs positionieren", so Nagl. Ingmar Höbarth vom Klima- und Energiefonds Österreich sieht Graz als "Pionier" und fördert mit 500.000 Euro. Holding Graz-Vorständin Barbara Muhr sieht Graz unterwegs ins Zeitalter der "postfossilen Mobilität".

Seit 2010 ist Graz Motor der Modellregion Elektromobilität. 65 einspurige und 47 zweispurige E-Fahrzeuge sind angemeldet, 336 E-Ladepunkte gebe es mittlerweile, so Robert Schmied, Geschäftsführer der e-mobility Graz GmbH, die die fünf neuen und geförderten Projekte mit Partnern umsetzen soll.

Urbane E-Lieferservices: Prof. Norbert Hafner von der TU Graz erarbeitet Lösungen für den Einsatz elektrisch betriebener leichter Nutzfahrzeuge.

Plattform für E-Fahrzeugverleih:
Rudolf Ball von Symvaro arbeitet an einer Plattform für den Fahrzeugverleih, die die Nutzung verschiedener Typen von E-Fahrzeugen ermöglichen soll.

E-Mobilität für Wohnbausiedlungen: Im Grazer Westen will Thomas Gerold von der BGS in der Green City Graz - 600 bis 700 Wohnungen - erstmals E-Mobilität aktiv einbeziehen.

Ladestellenmanagement: Den derzeitigen Wildwuchs an Ladestationen, -netzwerken etc. will Gerhard Hagenauer von NTT DATA Österreich mit einer neuen Software vereinheitlichen.

Bewusstsein schaffen:
Unter der Ägide der Baudirektion, Gerhard Ablasser, soll über E-Mobilität informiert werden.

HELMUT BAST

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3255340/elektromobilitaet-so-will-graz-zum-vorreiter-werden.story
GLG
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Re: Elektromobilität
Antwort #10
Heute ist im Fahrsicherheitszentrum Lebring

E-Mobility Infotag. http://www.emobility-graz.at/

Die beiden Reisebusse der Graz Linien sind bereit für den Shuttleverkehr Murpark - Lebring.
GLG
Martin

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Re: Elektromobilität
Antwort #11
Graz: Aufregung um Elektro-Taxis

Wirtschaftskammer kritisiert VP-Berater. Stabilitätspakt im Rathaus zeigt sichtbare Risse.

Elektro-Taxis werden hitzig diskutiert

Der Parteitag der Stadt-VP sorgte für ein gewaltiges Echo - aber so manchen Nachhall hätte man sich wohl lieber erspart. Gut gemeint kommt eben nicht immer gut an. Unter anderem (Murgondel, Bildungskonto, autofreier Tag) durften VP-Delegierte darüber abstimmen, ob man auf Elektro- und Hybrid-Taxis wechseln soll. Eine klare Mehrheit war dafür. Aber das Taxi-Thema sei nicht ausreichend mit der Wirtschaftskammer abgestimmt worden, die Kammer fühlt sich überrumpelt. "Die ÖVP-Beraterin hat mir das Konzept auf den Tisch geknallt. Das ist aber kein Konzept, das ist ein Wunsch. Einmal haben wir unsere Bedenken geäußert. Aber nicht einmal zum zweiten ausgemachten Termin ist es gekommen. Dass man jetzt in der VP aber schon darüber abstimmt, hat mich überrascht", erklärt Wirtschaftskammervertreter Peter Lackner. Heute soll es deshalb zu Gesprächen kommen. Die Vorzeichen? Die aktuelle E-Auto-Technik ist nicht unbedingt für den Taxibetrieb prädestiniert, da es zu wenige Ladestationen gibt - auch die Grazer Taxler-Strukturen sind nicht optimal. Von den 430 Taxi-Unternehmen sind über 200 Ein-Mann-Unternehmen, die nicht "so einfach" wechseln könnten. Der Hintergrund für die E-Taxi-Idee dürfte sowieso ein anderer sein: Die E-Mobility-Strategie braucht ein elektrisierendes Projekt - sonst droht der Euphorie der Saft auszugehen.

Stabilitätspakt
Auch der Grazer Stabilitätspakt zwischen VP, FP und SP bekommt nach dem VP-Parteitag Risse. FP-Stadtrat Mario Eustacchio: "Wenn die Stadt-VP auf ihrem Parteitag über Sachen abstimmt, ohne vorher mit den Grazern oder mit der Stadtregierung zu reden, ist das sehr befremdlich." Sowohl Eustacchio wie auch Vertreter von Vizebürgermeisterin Martina Schröck (auf Urlaub in Kuba) sind außerdem nicht erfreut darüber, dass Bürgermeister Siegfried Nagl sein Feinstaub-Konzept allein der Öffentlichkeit präsentierte. Eustacchio: "Damit hat er den Weg des Stabilitätspaktes verlassen." Nagl-Sprecher Thomas Rajakovics relativiert: "Nach außen werden einige Dinge anders kommentiert - aber in der Stadtregierung arbeiten alle zusammen."
DIDI HUBMANN, MICHAEL SARIA, GERALD WINTER-PÖLSLER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/3532340/aufregung-um-elektro-taxis.story




Ein Taxi sollte im Optimalfall rund um die Uhr unterwegs sein und nicht herumstehen, also wird es auch mit Elektromobilität und Taxis ziemlich schlecht aussehen, ausser man besetzt alle Fahrzeuge doppelt mit einem Fahr- und einem Ladeauto.

Warum wundert mich das alles nicht...  :pfeifend:
GLG
Martin

  • FlipsP
Re: Elektromobilität
Antwort #12

Warum wundert mich das alles nicht...  :pfeifend:


Würde schon funktionieren, aber derzeit (nicht mehr) glaube ich nur mit dem Renault Fluence ZE. Dieser kann im Winter 80 km und im Sommer bis zu 160 km lang fahren und man kann das Batteriepaket komplett innerhalb von 3 Minuten wechseln.
Produktion wurde aber leider letzen Montag eingestellt. Laut Renault Händler aber eventuell nur vorübergehend
  • Zuletzt geändert: Januar 28, 2014, 18:58:10 von Martin
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Martin
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Re: Elektromobilität
Antwort #13
Bürgermeister klärt Aufregung um E-Taxis

Die Aufregung um die E-Taxi-Pläne der Stadt Graz war groß. Bürgermeister Siegfried Nagl beruhigte jetzt aber: Die Pläne gebe es - aber man wolle die bestehende Taxi-Flotte natürlich nicht verdrängen, sondern neue Mobilitätsangebote prüfen. Dafür werde es Förderungen geben, man werde mit den E-Taxis zusätzliche Standorte suchen und keine Konkurrenz zu den bestehenden Taxis aufbauen. Man wolle Technik und Möglichkeiten ausloten.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3533420/buergermeister-klaert-aufregung-um-e-taxis.story


Würde schon funktionieren, aber derzeit (nicht mehr) glaube ich nur mit dem Renault Fluence ZE. Dieser kann im Winter 80 km und im Sommer bis zu 160 km lang fahren und man kann das Batteriepaket komplett innerhalb von 3 Minuten wechseln.

Wie kompliziert ist das? - Stelle mir vor das Akkupaket ist ziemlich schwer...

Wirtschaftlich scheint es auch nicht zu sein:
Das bedeutet wenn der Taxiunternehmer seinen Sitz in Andritz hat und die letzte Fahrt ging nach Seiersberg, muss das Fahrzeug leer nach Andritz fahren?

GLG
Martin

  • FlipsP
Re: Elektromobilität
Antwort #14
Kompliziert ist es nicht. Die Infrastruktur muss halt gegeben sein.

Muss nicht heißen - wenn noch genügend Energie gespeichert ist, kann man das Paket auch erst am nächsten Tag wechseln.

Better Place ( Pleite, weil nicht so viele Fahrzeuge verkauft wurden, wie erwartet) hatte diese System in Israel schon für privat PKW in Betrieb.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)