Grazer Umlandgemeinden eingemeinden

Begonnen von s_gelb, 22 03, 2026, 12:25

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s_gelb

Die Grazer Bürgermeisterin hat die Idee eingeworfen, Grazer Umlandgemeinden in die Gemeinde Graz einzugemeinden:

https://grazer.at/story/de/unmut-in-graz-umgebung-elke-kahr-will-die-stadt-DLAnexYD/

Eilzug

Na servas.
Als ob's keine anderen Probleme gibt. :-X

riggnix

Zitat von: Eilzug am  22 03, 2026, 12:48Na servas.
Als ob's keine anderen Probleme gibt. :-X

Eigentlich hätte das schon bei der letzten Gemeindereform gemacht werden müssen.

Das würde ziemlich viel Geld sparen, weil man doppelte Strukturen auflöst. Und bezüglich Infrastruktur und Steuern finde ich das schon diskussionswürdig.

Gibt sicher auch Grunde dagegen, aber solche Diskussionen sachlich zu führen ist für Gemeinden immer schwer, wenn nicht unmöglich.

Stipe

#3
Würde die Planungen erleichtern, definitiv. Und dort, wo man eh keinen Unterschied mehr sieht beim Übergang von Graz auf die jeweilige Gemeinde kann man schon mal drüber reden.

FlipsP

Habe den Artikel gelesen.

Es ist schon auch lustig, welche Gemeindeverter man hier zu Wort kommen hat lassen.

Das sind teilweise Gemeinden dabei, die nicht von einer Eingemeindung betroffen wären.

TMG

Ich halte davon gar nichts.

Bringt Graz mehr Steuereinnahmen pro Kopf, während die Eingemeindeten sich in Verzicht üben müssen. Wird dementsprechend hoffentlich eh nicht kommen. Falls doch, dann bitte auch um Linz, Wien und co herum.

Wie wäre es eigentlich mit der neuen "Millionenstadt" namens Steiermark? Geil, oder? Dann bekommt Wien endlich mal "echte" Konkurrenz...  ;D

Ach ja, am besten gleich noch weg mit den Bundesländern, ist auch zu kostspielig. Eventuell so viel Zentralismus wie in Frankreich wagen... oder halt besser nicht.  ;)

Sanfte Mobilität

MMn braucht es keine Eingemeindung, aber ganz klare und verbindliche Spielregeln im Verhältnis Stadt Graz - Bezirk Graz-Umgebung. Es kann nicht sein, dass die Stadt Infrastruktur für die Allgemeinheit schafft und dann Gemeinden wie Seiersberg (mit Hilfe des Landes) einen Schwarzbau als Einkaufszentrum legalisiert. Es gehört eine verbindliche Zusammenarbeit in Raum- und Verkehrsplanung her (damit sowas die Autobahnabfahrt Hart nie mehr passiert) und die Gemeinden müssen ihren Beitrag für volkswirtschaftliche Leistungen deutlich erhöhen und mehr beitragen, wenn Graz Infrastruktur auch für GUler schafft. Dass muss sich auch im Finanzausgleich zugunsten der Landeshauptstadt abbilden.

Es kann nicht sein, dass die Umlandgemeinden immer nur die Rosinen herauspicken bei Ansiedelungen oder beim Finanzausgleich durch Schlafstätten. Die Versiegelungen, v. a. südlich von Graz ist schon sehr extrem und das liegt überwiegend an den Gemeinden, die einfach nur egoistisch nur auf sich schauen.

TMG

Das ist natürlich völlig richtig!! Dieses Problem gibt es zigfach in Österreich und Deutschland.

riggnix

Zitat von: TMG am  22 03, 2026, 14:52Ich halte davon gar nichts.

Bringt Graz mehr Steuereinnahmen pro Kopf, während die Eingemeindeten sich in Verzicht üben müssen. Wird dementsprechend hoffentlich eh nicht kommen. Falls doch, dann bitte auch um Linz, Wien und co herum.

Wie wäre es eigentlich mit der neuen "Millionenstadt" namens Steiermark? Geil, oder? Dann bekommt Wien endlich mal "echte" Konkurrenz...  ;D

Ach ja, am besten gleich noch weg mit den Bundesländern, ist auch zu kostspielig. Eventuell so viel Zentralismus wie in Frankreich wagen... oder halt besser nicht.  ;)

Also ich weiß nicht, was du da mit Verzicht bei den Umlandgemeinden meinst. Sie finanzieren dann die Infrastruktur, die sie jetzt gratis nutzen mit, ja. Ist das Verzicht?

Du kannst das natürlich ins Lächerliche ziehen, aber es sagt ja keiner, dass man Köflach eingemeinden soll. Um Graz gibt es sehr wohl einige Gemeinden, die de facto wie Außenbezirke funktionieren, aber aus historischen Gründen noch nicht zur Stadt gehören.

TMG

Es war nicht meine Absicht, diese Idee herabzusetzen. Allerdings liegt es dann mehr als nahe, derartige Gedankengänge fortzusetzen: Warum noch Bundesländer? Kapfenberg und Bruck sollten längst fusioniert sein, wenn all das angeblich so viele Vorteile bringen sollte. Dass die Infrastruktur in Graz von GU mit genutzt wird, bringt aber auch mit sich, dass u.a. Restaurants und Geschäfte prosperieren. Das darf nicht außen vor gelassen werden - wer die Infrastruktur in G nutzt tut dies ja nicht, um Straßen abzunutzen und mit den Öffis spazieren zu fahren. Abgesehen davon finde ich es ok, sich mit seinem Wohnort in einem Maße zu identifizieren, dass man ihn nicht wegen Derartigem an den großen Nachbarn abgibt. 

scheurin

Zitat von: TMG am  22 03, 2026, 14:52Ach ja, am besten gleich noch weg mit den Bundesländern, ist auch zu kostspielig. Eventuell so viel Zentralismus wie in Frankreich wagen... oder halt besser nicht.  ;)

Das würde viiiiel sparen und auch durchführbar - nur leider politisch unmöglich. Man schaue auf die Slowakei wo das funktioniert oder auch Bayern, die haben mehr Einwohner als Österreich gesamt.

Es gab mal die Initiative "Europa der Regionen" wo unsere Häuptlinge meinten Österreich müsste 9 Regionen haben. Einfach nur sinnlos.

Auch wenn man nach Frankreich sieht wurde das bereinigt bei den Départements ... und ja, man müsste nicht alles wie dort nach Paris verlagern. Warum nicht z.B. das Finanzministerium nach Salzburg, Innenministerium in Linz, Wirtschaft nach Vorarlberg, Verteidigung Tirol (die waren historisch fast erfolgreicher als in Wien :) ), das Aussenministerium müsste wohl in Wien bleiben aber den Rest weiter verteilen. Und nicht 9 Landesschulräte und so weiter und so fort ...

TMG

Naja... aber sogar im höchst zentralismusaffinen Frankreich sind die Banlieus, die schon seit Jahrzehnten ein geschlossenes Häusermeer (~9 Mio EW) mit Paris bilden, nicht in der Hauptstadt (~2 Mio EW) aufgegangen... wird seine Gründe haben.

TMG

Allerdings bin ich auch dafür, dass nicht alle Bundesbehörden ihren Sitz in Wien haben sollten - in Deutschland sind der Bundesfinanzhof in München, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, das Bundessozialgericht in Kassel, Erfurt beheimatet das Bundesarbeitsgericht usw ...

TW 581

Ja wäre sicher eine Überlegung wert und auch der ÖPNV könnte sich dort sicher anpassen, 5er nach Seiersberg warum nicht?
LG TW 581

sweiland

Also ich finde eine Eingemeindung eine absolut sinnvolle, überfällige Aktion. Wird nur leider politisch nicht durchzubringen sein, wie man an der Reaktion der Ortskaiser eh schon merkt.
Es geht dabei ja auch nicht um Köflach oder Deutschlandsberg, sondern um Gemeinden wie Raaba, Feldkirchen, Seiersberg, wo man bis auf die Ortstafeln gar nicht merkt, dass man Graz verlassen hat - und wo Firmen auch gerne damit werben, quasi in Graz zu sein.