Rahmenplan, Einsparungen

Begonnen von 4110er, 21 05, 2026, 13:48

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s_gelb und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

4110er

Gibt es Details zu den geplanten Einsparungen im ÖBB Rahmenplan?

Martin

Liebe Grüße
Martin

Sanfte Mobilität

Beim Straßenbau wird nicht gespart? Ich weiß, blöde Frage ...

Stipe

Naja, eigentlich eine sehr berechtigte Frage.

Das ist halt nicht so direkt budgetrelevant. Aber man könnte auch hier Projekte strecken und die Dividende an den Bund erhöhen, vielleicht ist das ja eh angedacht. Ich würde zwar einen Schuldenabbau der Asfinag präferieren, aber mich fragt ja keiner.  ;)

Sanfte Mobilität

Es war natürlich ein bisserl euphemistisch gemeint.

Und natürlich gibt es ein Straßenbaubudget, die Asfinag finanziert ja nicht alles aus der Maut.

Martin

Zitat von: Sanfte Mobilität am  11 06, 2026, 09:13Beim Straßenbau wird nicht gespart? Ich weiß, blöde Frage ...

Wo bleibt die kilometerabhängige Maut?

Dass unsere BR Verkehrspolitik der 1960er Jahre macht, ist hinlänglich bekannt. - Leider.
Liebe Grüße
Martin

Hilde B.

Zitat von: Martin am  11 06, 2026, 10:02Wo bleibt die kilometerabhängige Maut?

Dass unsere BR Verkehrspolitik der 1960er Jahre macht, ist hinlänglich bekannt. - Leider.

So einen altlinken Ansatz vertrittst du?

Martin

Zitat von: Hilde B. am  11 06, 2026, 13:24So einen altlinken Ansatz vertrittst du?
Ich vertrete den Ansatz eines logisch denkenden Menschen in Zeiten von Klimawandel und modernen Denkens für zukünftige Generationen.
Liebe Grüße
Martin

FlipsP

Zitat von: Hilde B. am  11 06, 2026, 13:24So einen altlinken Ansatz vertrittst du?


Kilometerabhängig also pay as you use siehst du als altlink?

Als ,,links" würde ich doch eher die pauschale Vignette sehen.

Maschansker

Zitat von: Martin am  11 06, 2026, 13:52Ich vertrete den Ansatz eines logisch denkenden Menschen in Zeiten von Klimawandel und modernen Denkens für zukünftige Generationen.

Eine sehr spannender Ansatz. Wie darf jener verstanden werden?
Sind dann also jene Menschen welchen den deinigen nicht vertreten unlogisch, nichtdenken und unmodern?


Sanfte Mobilität

#10
Zitat von: Maschansker am  11 06, 2026, 17:07Eine sehr spannender Ansatz. Wie darf jener verstanden werden?
Sind dann also jene Menschen welchen den deinigen nicht vertreten unlogisch, nichtdenken und unmodern?

Ja, weil den Klimawandel mit seinen Ursachen und Folgen zu ignorieren oder gar in Abrede zu stellen, der handelt so. Dazu gehört auch, bei der Bahn zu sparen, aber gleichzeitig weiter fleißig Straßen zu bauen. Kontraproduktiver geht nimmer. Man fragt sich echt, ob die Handelnden noch wissen was sie tun und/oder in ein Zeitloch gefallen sind.

amoser

#11
Nachdem die Folgen der Straßenabnützung zwischen PKW und LKW 8.000 : 1 betragen, finde ich eine Diskussion über eine km-abhängige Maut für PKW entbehrlich, subventionieren die vielen PKWs doch schon jetzt den gewaltigen Erhaltungsbedarf durch die von LKWs verursachten Schäden.

s_gelb

Zitat von: amoser am  11 06, 2026, 20:19Nachdem die Folgen der Straßenabnützung zwischen PKW und LKW 1:8.000 betragen, finde ich eine Diskussion über eine km-abhängige Maut für PKW entbehrlich.

Deswegen die LKW-Maut entsprechend teurer als die PKW-Maut - würde dann auch den Güterverkehr auf Schiene fördern, wenn zwischen Straße und Schiene Kostenwahrheit verstärkt würde.

s_gelb

Auswirkungen der Treibhausgasemissionen sind halt evident:

https://science.orf.at/stories/3235929/

Ahenobarbus

#14
Eine kilometerabhängige Straßenmaut ist weit davon entfernt "altlink" zu sein – denn sie ist im Kern ein sehr marktwirtschaftliches Instrument. In der Wohlfahrtsökonomie gilt: Erst wenn sowohl die privaten als auch die sozialen Kosten meines Verhaltens in meine Entscheidung einfließen, nähert sich das Ergebnis einem gesamtwirtschaftlichen Optimum an.

Beim Straßenverkehr ist genau das heute nicht der Fall. Wenn ich fahre, trage ich zwar meine direkten Kosten (Treibstoff, Verschleiß etc.), einen Teil der von mir verursachten Kosten wälze ich aber auf andere ab – etwa durch Staus, Lärm, Luftverschmutzung oder zusätzliche Unfallrisiken. Dadurch wird die Straße systematisch übernutzt und das Ergebnis ist volkswirtschaftlich ineffizient.

Da ein Großteil dieser Kosten mit der gefahrenen Strecke zusammenhängt, ist eine kilometerabhängige Maut aus ökonomischer Sicht eine ziemlich logische Lösung: Wer mehr fährt und damit mehr Kosten verursacht, zahlt auch mehr. Genau so stellt man Preissignale her, die dem Verursacherprinzip entsprechen, statt eine Art "Flatrate fürs Autofahren" zu vergeben. Insofern ist eine kilometerabhängige Maut weniger ein linkes Prestigeprojekt als vielmehr ein klassisch marktwirtschaftlicher Ansatz, sogenannte externe Kosten zu internalisieren.

Ich bin mir natürlich auch bewusst, dass es immer auch soziale und realpolitische Aspekte zu berücksichtigen gilt - diese machen aber dennoch aus einem marktwirtschaftlichen Instrument kein altlinkes.