Fahrradstraße Marburger Straße

Begonnen von FlipsP, 21 03, 2023, 13:10

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Ahenobarbus

#180
Zitat von: Ch. Wagner am  05 10, 2025, 09:44Ganz nebenbei: Die Überfahrt der Gleise von der Brockmanngasse und Schießstattgasse aus Richtung Augarten ist mittels eines Einfahrt verboten Schilds gesichert, was allerdings von den Radlern ignoriert "übersehen" wird.

Das Einfahrt verboten-Schild ist mit dem Zusatz versehen "ausgenommen Radfahrer". Hier wird von den Radfahrern also maximal das, ebenfalls vorhandene, "Stop"-Schild ignoriert.

flow

Es ist schon wieder passiert...
Morteratsch - fermeda sün dumanda

Piwanka Blanda

Zitat von: flow am  13 11, 2025, 14:43Es ist schon wieder passiert...

Verrückt.



riggnix

30mal in 2 Jahren. Wahnsinn wer da alles einen Führerschein hat...

PeterWitt

Zitat von: riggnix am  29 06, 2026, 16:2430mal in 2 Jahren. Wahnsinn wer da alles einen Führerschein hat...
...aber wenn man sie doch in eine Falle lockt  ::)

Poller = Falle
Schranke = Falle
Ampel = selbst in der Mitternachtssonne unsichtbar
Stop-Schild = immer gut versteckt

Ergo: immer alle anderen schuld, nur nie der Verursacher. Dass es der Unfalllenker bei der Einvernahme so angibt, ok, traut sich wohl nicht zu sagen "ich dachte, das geht sich nocht aus" oder immer öfter "I bin ja net deppert, Regeln gelten für andere, aber ich genieße meine Freiheiten und lasse mich von niemandem Maßregeln".
Aber: dass da die Medien auch immer und immer wieder mitspielen und diese Schutzbehauptungen noch zum Dogma hochstilisieren wollen  :o

LS64

Zitat von: PeterWitt am  29 06, 2026, 17:36...aber wenn man sie doch in eine Falle lockt  ::)

Ich bin grundsätzlich schon der gleichen Meinung.
Aber es gab auch in der Vergangenheit schon öfter Fälle von z.B. Target Fixation oder Inattentional Blindness. D.h. die Stelle könnte auch unbeabsichtigt so gestaltet sein, dass diese Unfälle begünstigt werden. Bekanntes Beispiel ist der Schilderwald.
Jeder, der in einer fremden Umgebung Auto gefahren ist, hat sicher schon mal Glück gehabt, dass da gerade kein Poller im Boden steckte. Es wäre als auch ein Zugang die Stelle von einem Verkehrspsychologen überprüfen zu lassen.

Wie gesagt, ich möchte es nicht schön reden. Aber ein gewisser Verdacht ist schon da. Gibt ja auch anderswo Poller, die nicht so sehr leiden.

PeterWitt

Zitat von: LS64 am  29 06, 2026, 19:42Wie gesagt, ich möchte es nicht schön reden. Aber ein gewisser Verdacht ist schon da. Gibt ja auch anderswo Poller, die nicht so sehr leiden.
...und dann gibt's die Poller in Salzburg, gut übersichtlich, kein Schilderwald, und trotzdem krachen die PKWs immer hinein, obwohl sie dort gar nichts verloren hätten.

Bahnane

Menschliche Faktoren im Straßenverkehr zu berücksichtigen wäre der absolut richtige Weg. Nicht nur die Betrachtung von Unfallstellen unter dem psychologischen Aspekt, auch laufende medizinische und psychologische Überprüfungen von Kfz-Lenkern, technische Systeme zur Verhinderung von Rot-Fahrten (auch bei Pollern) und Geschwindigkeitsüberschreitungen, regelmäßige Schulungen und Fortbildungen im Straßenverkehr sowie die regelmäßige Überprüfung von Fachkenntnissen, Verpflichtung von haptischen Bedienelementen in KFZ anstatt von Monitoren, mehr Arbeiten mit Bodenmarkierungen anstatt mit Verkehrsschildern und verpflichtende, zumutbare Alternativen zum Autofahren, auf die im Falle von Übermüdung und Einnahme von psychoaktiven Substanzen zurückgegriffen werden kann. Das fiele mir auf die Schnelle ein.

FlipsP

Zitat von: LS64 am  29 06, 2026, 19:42Ich bin grundsätzlich schon der gleichen Meinung.
Aber es gab auch in der Vergangenheit schon öfter Fälle von z.B. Target Fixation oder Inattentional Blindness. D.h. die Stelle könnte auch unbeabsichtigt so gestaltet sein, dass diese Unfälle begünstigt werden. Bekanntes Beispiel ist der Schilderwald.
Jeder, der in einer fremden Umgebung Auto gefahren ist, hat sicher schon mal Glück gehabt, dass da gerade kein Poller im Boden steckte. Es wäre als auch ein Zugang die Stelle von einem Verkehrspsychologen überprüfen zu lassen.

Wie gesagt, ich möchte es nicht schön reden. Aber ein gewisser Verdacht ist schon da. Gibt ja auch anderswo Poller, die nicht so sehr leiden.

Nicht dort, ganz ehrlich.

Dort wird mehrmals angekündigt, dass es eine Sackgasse ist. Trotzdem ist dort kein ,,Schilderwald".

Gleichzeitig sieht man den Poller auch. Er ist ja sogar beleuchtet

ptg

Zitat von: LS64 am  29 06, 2026, 19:42Ich bin grundsätzlich schon der gleichen Meinung.
Aber es gab auch in der Vergangenheit schon öfter Fälle von z.B. Target Fixation oder Inattentional Blindness. D.h. die Stelle könnte auch unbeabsichtigt so gestaltet sein, dass diese Unfälle begünstigt werden. Bekanntes Beispiel ist der Schilderwald.
Jeder, der in einer fremden Umgebung Auto gefahren ist, hat sicher schon mal Glück gehabt, dass da gerade kein Poller im Boden steckte. Es wäre als auch ein Zugang die Stelle von einem Verkehrspsychologen überprüfen zu lassen.

Wie gesagt, ich möchte es nicht schön reden. Aber ein gewisser Verdacht ist schon da. Gibt ja auch anderswo Poller, die nicht so sehr leiden.
Wenn man in einer bis auf Busse und Radfahrer mehr oder weniger unbefahrenen Straße schon überfordert ist, sollte man vielleicht nicht Autofahren und schon gar nicht in fremder Umgebung.

Wenn man sich aber die Meldungen aus anderen Städten anschaut: Überall sind die bösen Poller schuld.
Und dann gibt es auch noch diese bösen Straßenbahnen, die man immer wieder so leicht übersieht.

Wenn man die Poller gegen Überwachungskameras tauscht, wird das gleiche Blatt von Abzocke der armen Autofahrer schreiben.
Der Vorschlag statt der Fahrradstraße eine Begegnungszone einzurichten, ist auch ein lustiger Ansatz.
Die funktioniert weder dort, wo es viele Fußgänger gibt wie am Sonnenfelsplatz oder Zinzendorfgasse, noch dort, wo man sich Rücksicht erwarten würde wie im LKH. 90% kennen entweder die StVO nicht und/oder wissen, dass die Polizei eh nie kontrolliert.


Sanfte Mobilität

Überfordert oder Ignorant. Der Poller ist sicher nicht schuld, sondern ausschließlich die Autofahrer. Kein Mitleid.

riggnix

Der Lerneffekt ist beim Poller sicher höher als bei einer Kamera. Wenn dadurch nicht andauernd der Bus umgeleitet werden musste wäre ich dafür, dass man den Poller beibehält.

Ansonsten ist eine Kamera eine sinnvolle Lösung. Ich hoffe nur sehr, dass die Strafe dann so hoch angesetzt wird, wie rechtlich möglich.

LS64

Der Schilderwald war nur ein Beispiel für Inattentional Blindness, das ist - offensichtlich habe ich das wohl nicht klar genug geschrieben - nicht meine Meinung zur aktuellen Situation in der Marburger Straße.

Zum Thema "kein Mitleid":

Ich bin weiterhin jemand, der die Grenzen gerne behalten würde aber auch ganz klar kaputte Autos und verletzte Menschen vermeiden möchte. Und ja, ich habe Mitgefühl - freiwillig fährt da niemand rein. Und es sitzt vlt. nicht nur der Fahrer selbst im Auto. Und für manche ist so ein Unfall existienzbedrohend*. Und errare humanum est.

Ich glaube erst daran, dass das jemand absichtlich versucht hat, wenn es darauf klare Hinweise gibt. Und dann sollte man weiterhin den Nächsten schützen, der das unabsichtlich macht. Wir sind doch weiterhin in eine zivilisierte Gesellschaft, oder nicht? Das bleiben unsere Mitbürger, auch wenn sie möglicherweise einen fetten GLK fahren.
Irgendwie ist das alles ohne klare Fakten für mich ein Niveau, das ganz knapp am Victim Blaming vorbei geht.

Ich möchte hier niemanden angreifen, wirklich, wirklich nicht. Und ich weiß, dass ich das leider ein bisschen tue und habe auch überlegt, ob ich das so stehen lasse. Aber denkt doch bitte etwas darüber nach, ob die gefühlte Wahrheit hier wirklich als Grundlage für ein Draufhauen reicht. Alle über einen Kamm zu scheren ist bei Autofahrern unfair, genauso wie bei Radlern, Fußballfans oder Ausländern.

Mir wäre eine sachlichere Debatte lieber. Man selbst wäre manchmal auch froh um Mitgefühl. Wir sind doch Menschen, viele sogar ganz nett. :)

Zu Salzburg

Ich habe tatsächlich nicht gewusst, dass Salzburg dasselbe Problem hat. Im Sternäckerweg steht auch ein Poller, der wurde zwar auch mal erwischt, aber das passiert (inzwischen) vieeeel seltener.
Von französischen Städten kenne ich ganz viele Poller an den Einfahrten zu Innenstädten, die sind unvergleichbar deutlicher zu sehen. Habe dazu aber in franz. Webseiten auf die schnelle keine sonnvolle Statistik gefunden.




* Eine liebe Freundin von mir hat als Studentin unabsichtlich falsch geparkt nach 7 Stunden Uni und 4 Stunden Putz-Arbeit. Dann musste sie das doppelte, was sie beim Putzen wöchentlich verdient hat, als Strafe abzahlen - das war für sie damals ganz schlimm, sie hat die ganze Rückfahrt geweint. Hatte kaum Geld, keine Unterstützung seitens der Eltern. Ja, war ihr Fehler, keine Frage. Aber hinter allen solchen Fehlern stehen Individuen. Anderen ist so eine Strafe vollkommen egal.
Drastisches Beispiel, aber ich erinnere mich in solchen Fällen daran zurück. Vielleicht macht das meinen Standpunkt hier klarer.