Stadler Flirt Akku

Begonnen von speedjones1, 19 07, 2023, 07:59

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speedjones1

Die ÖBB beschaffen bei Stadler 16 Batteriezüge des Typs "Flirt Akku". Der Rahmenvertrag umfasst insgesamt 120 Züge.

Der Standard: Stadler Rail mit Batteriezügen auf dem Weg zum ÖBB-Personenverkehr
Der Weststeirer in Wien

FlipsP

Könnte nach Bad Radkersburg bis 2035 auch noch gut gebrauchen.

s_gelb

So sollen die Akkuzüge, wovon die ersten 16 bestellten Fahrzeuge auf der Kamptalbahn fahren sollen, aussehen:

https://presse-oebb.at/News_Detail.aspx?id=186852&menueid=27022

FlipsP

Das werden echt geile Fahrzeuge!
Schade, dass die Elektrofahrzeuge nicht auch Flirt werden.

s_gelb

Zitat von: speedjones1 am  19 07, 2023, 07:59Die ÖBB beschaffen bei Stadler 16 Batteriezüge des Typs "Flirt Akku". Der Rahmenvertrag umfasst insgesamt 120 Züge.

Der Standard: Stadler Rail mit Batteriezügen auf dem Weg zum ÖBB-Personenverkehr


Neben den ersten 16 Fahrzeugen werden nun 7 weitere bestellt - genannt wird die Erlauftalbahn.

https://presse-oebb.at/news-oebb-bestellen-neue-akkutriebzuege-fuer-niederoesterreich?id=238547&menueid=27022&l=deutsch


Demnach wäre in naher Zukunft um St. Pölten alles elektrisch unterwegs - St. Pölten-Krems + Kamptalbahn sowie Erlauftalbahn mit Akkuzügen und ins Traisen- sowie Gölsental wird elektrifiziert.

4110er

Dazu zwei ergänzende Bemerkungen:

1 - So positiv die Bestellung von Akku-Flirts für die Erlauftalbahn zu werten ist, so birgt sie auch die Gefahr dass der für 2033 anvisierte Termin für die Elktrifizierung samt Infratstrukturanpassungen weiter nach hinten geschoben wird, da ja der Personenverkehr eh elektrisch betreben wird, und modernisierte 2016er für den Güterverkehr zur Verfügung stehen.

2 - Sinnvoll wäre es weiters gewesen, weitere sagen wir zehn Akku-Flirts zu bestellen und auf der inneren und äußeren Aspangbahn einzusetzen, denn diese wäre aufgrund der elekrifizierten Abschnitte (Wien Hbf/Kledering, bzw, Felixdorf/Wr.Neustadt) bzw. längeren Standzeiten (Hbf, Wr.Neustadt) schon heute ohne weitere Investitionen (außer Traiskirchen zwecks durchgehenden Betrieb Wien Hbf-Aspang) mit Akku-Flirt betreibbar.

Mit den dann von der Aspangbahn und St.Pölten etwa zur Gutensteiner bzw. Puchbergerbahn abegegebenen 5022, wären die hochflurigen 5047 von Wr.Neustadt ausgehend nicht mehr notwendig (oder nur als Notfallreserve)

5047er

Die Elektrifizierung der Erlauftalbahn kann man sowieso hinterfragen. Denn z.B. auf der Gutensteinerbahn ist das Verkehrsaufkommen sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr höher. 

Und 5047er wird man ab etwa 2030 dann sowieso keine mehr brauchen. Wenn die sterische Ostbahn, Mattersburger Bahn und Traisentalbahn elektrisch befahren werden und die Akkuzüge in Betrieb gehen kann man den Rest durchgehend mit 5022 bedinenen. Ich würde sogar davon ausgehen, dass man dann bereits mit der Ausmusterung der 5022 beginnen wird.


4110er

Angesichts der gestiegenen Treibstoffpreise wäre es an der Zeit weitere Stadler Flirt Akku zu bestellen. Falls es ein Finanzierungsproblem gibt sollte man den Rahmenplan anzupassen und gegebenfalls nicht so notwendige Projekte (Bahnhofssanierungen) verschieben.

Denkbar wäre die Bestellung all jener Flirt-Accus die auch langfristig benötigt werden (Thermen-, Puchberger-, Gutensteiner-, Almtal, Aspang-,Hausruckbahn). Vermutlich wären dies in etwa 20 bis 30 zusätzliche Exemplare. Diese könnten zuvor bereits auf der innen/äußeren Aspangbahn, Innkreisbahn, Radkersburgerbahn, Schärding/Ried und auf Teilstrecken der Puchberger-/Gutensteinerbahn eingesetzt werden. Mit Stadler müsste man zudem eine frühest mögliche Zusassung verhandeln, ein erstes Fahrzeug sollte ja zwischenzeitlich schon fast fertig sein.

FlipsP

Man kann nicht so einfach Gelder zwischen INFRA und den Absatzgesellschaften hin- und herschieben.

Kurz gesagt kann man also nicht den Rahmenplan kürzen und direkt das Geld für Fahrzeugbeschaffungen nutzen

4110er

Auf der Erlauftalbahn werden statt der verschobenen Elektrifizierung vorerst Flirt-Akku eingesetzt. Wäre eine solche Lösung nicht auch für die Radkersburgerbahn, falls notwendig mit Lademöglichkeit in Bad Radkersburg und passenden Wendezeiten (laden!) in Spielfeld sinnvoll? Ergänzend könnte mit einem Vectron Duo/batt. der Betrieb auch im Güterverkehr elektrisch abgewickelt werden.

FlipsP

Die Elektrifizierung soll - auch Stand heute - bis Mitte der 30er Jahre erledigt sein.

Wenn man heute bestellt hat man die Triebwagen vielleicht 2030 - allerhöchstens 2029. Die dann als Überbrückung für eine Handvoll Jahre zu nehmen fände ich nicht klug.

riggnix

Ich sehe das dort maximal als Übergangslösung. Für mich sieht es eher aus, als wollte man so schnell wie möglich die gesamte S-Bahn Steiermark elektrifizieren. Damit könnte man eine sehr einheitliche und flexible Flotte aufstellen, und müsste nicht bestimmte Fahrzeuge für bestimmte Strecken/Linien vorhalten. Das spart betrieblich schon Einiges.
Übrig ist dann - wenn ich jetzt nichts vergesse - nur nich die Übelbacherbahn und ggf. Fehring-Hartberg. Das würde für mich auch die ewigen Diskussionen, ob man den PV dort nicht einstellen sollte, erklären.

Akkuzüge haben schon ihre Daseinsberechtigung. Vor allem im Verschub und bei Anschlussbahnen finde ich sie sehr interessant. Aber auf Strecken mit PV sehe ich sie eigentlich ausschließlich als Übergangslösung bis zur Elektrifizierung, außer bei Bahnen die wegen ganz besonderer Umstände eine Elektrifizierung unrealistisch machen.

FlipsP

Wirklich einheitlich kann es nicht werden, denn das Standard Fahrzeug für sicher die nächsten 10-15 Jahre würd auf der S1 und S3 der DoSto und der darf auf der Radkersburger Bahn nicht fahren.

Franz312

Elektrifizierung macht viel Sinn auf Durchgangsstrecken (die als Ausweichrouten dienen könnten) oder wo regelmäßig Güterverkehr stattfindet (also zB auch auf der Thermenbahn, die die ÖBB mit wenig Vorsicht stattdessen sperren möchte), aber zB auf der Radkersburger Bahn würde ich eher vorübergehend auf Akkuzüge bleiben, die Technologie dafür wird auch immer besser!
Könnte es sogar Sinn machen, da schon jetzt nicht alle S1 Züge Spielfeld erreichen, dass die S51 dann sogar bis Leibnitz fährt (mit schnellem Wenden in Spielfeld)? Da könnten sich sogar 2 Zügen am gleichen Bahnsteig "kreuzen", einer hinten den anderen, wenn der Bahnhof dort zurückgebaut wird