Stadler Flirt Akku

Begonnen von speedjones1, 19 07, 2023, 07:59

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riggnix

Akkuzüge bedeuten noch immer eine spezielle Flotte für eine bestimmte Strecke. Also relativ viel Aufwand für verhältnismäßig "kleine" Strecken.
Abgesehen davon sind Akkuzüge teurer und vor allem deutlich schwerer, also ineffizienter.

Teurer in der Anschaffung, teurer im Betrieb.
Eine Oberleitung rechnet sich da ziemlich schnell, so viel Verkehr braucht man da gar nicht.

IRJet

Heute waren wieder einige Personen mit Warnweste im Bereich Radkersburger Bahn u.a. beim Wasserdurchlass des Kirchgrabenbaches in Mureck unterwegs. Vermutlich Mitarbeiter der Bernhard Gruppe  https://www.bernard-gruppe.com/de/2025/05/16/radkersburger-bahn/

StlB Kh. 101

Zitat von: riggnix am  16 04, 2026, 14:50Ich sehe das dort maximal als Übergangslösung. Für mich sieht es eher aus, als wollte man so schnell wie möglich die gesamte S-Bahn Steiermark elektrifizieren. Damit könnte man eine sehr einheitliche und flexible Flotte aufstellen, und müsste nicht bestimmte Fahrzeuge für bestimmte Strecken/Linien vorhalten. Das spart betrieblich schon Einiges.
Übrig ist dann - wenn ich jetzt nichts vergesse - nur nich die Übelbacherbahn und ggf. Fehring-Hartberg. Das würde für mich auch die ewigen Diskussionen, ob man den PV dort nicht einstellen sollte, erklären.

Die Übelbacherbahn ist ja schon elektrifiziert.

riggnix

Zitat von: StlB Kh. 101 am  16 04, 2026, 17:36Die Übelbacherbahn ist ja schon elektrifiziert.

Das war mir tatsächlich nicht bewusst  ;D

Gut, dann fehlt nur noch die Weizer Bahn, die ja wie man hört zeitnah mit der Ostbahn elektrifiziert werden soll.

amoser

#19
Zitat von: IRJet am  16 04, 2026, 17:14Heute waren wieder einige Personen mit Warnweste im Bereich Radkersburger Bahn u.a. beim Wasserdurchlass des Kirchgrabenbaches in Mureck unterwegs. Vermutlich Mitarbeiter der Bernhard Gruppe  https://www.bernard-gruppe.com/de/2025/05/16/radkersburger-bahn/

Wenn im ÖBB-Bereich Akku-Tw eingesetzt werden, wäre die Radkersburgerbahn dafür ideal. Eine Vmax von 160 km/h halte ich bei deren Streckensituation und Haltestellenabstände jedoch nicht für notwendig. Ein 80er oder 100er wäre schon ein echter Fortschritt. Auch eine Elektrifizierung erscheint mir bei der zu erwartenden Zugdichte nicht notwendig.

FlipsP

#20
Wenn nicht zB die StB auf der Weizerbahn auch auf Akku statt Oberleitung setzen würde und wenn man einen Pool ÖBB+StB bilden könnte (und selbst dann!), hätte man eine sehr kleine Splittergattung für die Radkersburger Bahn.

Das ist mehr oder minder sinnlos.

5047er

Zitat von: riggnix am  16 04, 2026, 16:13Akkuzüge bedeuten noch immer eine spezielle Flotte für eine bestimmte Strecke. Also relativ viel Aufwand für verhältnismäßig "kleine" Strecken.
Abgesehen davon sind Akkuzüge teurer und vor allem deutlich schwerer, also ineffizienter.

Teurer in der Anschaffung, teurer im Betrieb.
Eine Oberleitung rechnet sich da ziemlich schnell, so viel Verkehr braucht man da gar nicht.
Gerade deswegen macht es ja durchaus Sinn, im Erlauftal auf Akkuzüge zu setzen. Es ist dort nicht besonders viel Verkehr und mit der Strecke ins Kamptal sind die Garnituren dann so oder so in St. Pölten zuhause. 


Zitat von: amoser am  16 04, 2026, 19:27Wenn im ÖBB-Bereich Akku-Tw eingesetzt werden, wäre die Radkersburgerbahn dafür ideal. Eine Vmax von 160 km/h halte ich bei deren Streckensituation und Haltestellenabstände jedoch nicht für notwendig. Ein 80er oder 100er wäre schon ein echter Fortschritt. Auch eine Elektrifizierung erscheint mir bei der zu erwartenden Zugdichte nicht notwendig.
Auf der Radkersburgerbahn soll ja nicht 160 gefahren werden, weil man es so dringend braucht. Sondern weil sich dadurch ein Stundentakt mit nur einer Garnitur bzw. Zugkreuzung in Spielfeld ausgeht.

Nachdem es dann in der Umgebung kein anderes Einsatzgebiet für die Akkuzüge gäbe, wäre da halt Wartung oder Garniturentausch meist ziemlich aufwändig.

s_gelb

Zitat von: 5047er am Gestern um 06:45Auf der Radkersburgerbahn soll ja nicht 160 gefahren werden, weil man es so dringend braucht. Sondern weil sich dadurch ein Stundentakt mit nur einer Garnitur bzw. Zugkreuzung in Spielfeld ausgeht.



Und zusätzlich wäre die Fahrzeit von knapp etwas über einer Stunde für Bad Radkersburg-Graz so attraktiv, dass sich auch das Einzugsgebiet der Bahn vergrößern könnte, da es dann auch attraktiv wäre, aus den Ortschaften in den Gräben nördlich der Bahnstrecke für Fahrten nach Graz die "Südoststeiermarkbahn" ;-) zu nutzen.

amoser

Zitat von: 5047er am Gestern um 06:45...
Auf der Radkersburgerbahn soll ja nicht 160 gefahren werden, weil man es so dringend braucht. Sondern weil sich dadurch ein Stundentakt mit nur einer Garnitur bzw. Zugkreuzung in Spielfeld ausgeht.
....

Trotzdem wäre es Unsinn und unmöglich auf SR mit 160 zu fahren.

riggnix

Zitat von: amoser am Gestern um 09:45Trotzdem wäre es Unsinn und unmöglich auf SR mit 160 zu fahren.

Kann man so sehen, muss man nicht.
Also ein Ausbau auf 80 oder 100 wäre ja echt eine Verschwendung von einer Baustelle. Das wär für mich (ein bisserl übertrieben gesagt) wie wenn man eine Ortsumfahrung für eine Landesstraße baut, aber nicht asphaltiert, weil "Schotter reicht dort schon".

Auf 120 ausbauen ist ja wohl das Minimum. Das kostet bei so einer geraden Strecke nicht so viel mehr. Für 160 müssen die Bahnübergänge weg (wenn ich das richtig im Kopf hab). Das kostet Geld, ist allerdings vermutlich sowieso eine gute Idee, so oft wie dort etwas passiert...

Und wenn man Leute zum Umstieg auf die Bahn bewegen will, muss die auch attraktiv sein. D.h. im Idealfall schneller als das Auto. Da ist 160 absolut eine sinnvolle Geschwindigkeit für Züge. Gerade bei einer S-Bahn bekommt man so eine gute Reisegeschwindigkeit zusammen.

Abgesehen davon gibt es wie schon von anderen erwähnt die betrieblichen Abwägungen. Allein durch die rechnet sich das wahrscheinlich.

5047er

Zitat von: amoser am Gestern um 09:45Trotzdem wäre es Unsinn und unmöglich auf SR mit 160 zu fahren.
Also ist es sinnvoller, für den Takt die doppelte Anzahl an Fahrzeugen zu brauchen?


Zitat von: riggnix am Gestern um 10:04Für 160 müssen die Bahnübergänge weg (wenn ich das richtig im Kopf hab). Das kostet Geld, ist allerdings vermutlich sowieso eine gute Idee, so oft wie dort etwas passiert...
Die Bahnübergänge müssten erst bei über 160 weg.

4110er

Um zum Thema zurückzuzukehren. Es mag stimmen dass im Gesamtsystem eine Streckenelektrifizierung der Radkersburgerbahn gerechtfertigt ist. Das Problem - verschoben auf 2036, und wer weis ob der Termin hält. Flirt-Akku wäre vermutlich bereits 2029 verfügbar (daher sieben Jahre früher) und keine verlorene Investition, da die Fahrzeuge ja sowieso für Niederösterreich/Oberösterreich benötigt werden. Und in Zeiten wie diesen - sprich Treibstoffkosten - jedenfalls auch ökonomisch.

5047er

Die Akku-Garnituren werden aber auch so ihre Einsatzgebiete bekommen. Würde man die vorübergehend auf die Radkersburger Bahn schicken, dann müsste man halt woanders weiterhin mit Diesel fahren.

Und mehr Fahrzeuge zu bestellen, für die man wenige Jahre später keinen Bedarf mehr hat, macht auch wenig Sinn. Zudem müsste man dann die 5022er ebenfalls früher als notwenig loswerden.

FlipsP

Zitat von: amoser am Gestern um 09:45Trotzdem wäre es Unsinn und unmöglich auf SR mit 160 zu fahren.

Mit welchem Argument wäre es ,,Unsinn"? Wenn sich durch teilweise 160 km/h eine Kante von 28 Minuten ausgeht, wäre es kein Unsinn, sondern eine große Ersparnis im Fahrzeugumlauf.

Die Trassierung gibt 160 km/h auf einigen Teilen der Strecke her. Man müsste ,,nur" das Gleis entsprechend bauen.

cost

Die Frage ist doch im Prinzip: Wie viele Akku-Fahrzeuge braucht es langfristig, also zukünftige Verkehre und Elektifizierungen berücksichtigt? Diese Anzahl sollte man zeitnah bestellen in Berücksichtigung der vorhandenen 5022 und wann man die ersetzen möchte. Das werden wahrscheinlich weniger sein, also man aktuell an Dieselfahrzeuge hat, weil einiges elektifriziert wird. Diese Akku-Fahrzeuge sollte man dann dort einsetzen wo man am meisten Diesel sparen kann und wo es sich von der Wartung Sinn ergibt und beim Rest fährt man weiter mit Diesel.

Wenn die die Radkersburg zu diesen Strecken gehört wo Akku-Fahrzeuge bis zur Elektrifizierung am sinnvollosten sind, dann sollte man da mit Akku-Fahrzeugen fahren, auch wenn sie nach wenigen Jahren elektrifiziert wird, weil die Fahrzeug setzt man dann halt wo anders ein wo bis da hin noch mit Diesel gefahren wurde.

So viel zur Theorie. In der Praxis fährt die ÖBB mit dem was die Länder bestellen und die Länder müssten hier einen gemeinsamen Plan aufstellen. Zusätzlich birgt der Einsatz von Akku-Fahrzeugen die Gefahr, dass Elektifizierungen verschoben oder gar ganz gelassen werden.